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Glaubensansichten

Ich gebe nicht den vollen Bericht

16. September 2020, 05:09am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Moroni teilt uns mit: „Aber siehe, ich gebe nicht den vollen Bericht, sondern einen Teil des Berichts gebe ich vom Turm an, bis sie vernichtet wurden.“ (Ether 1:5).

Ich gebe nicht den vollen Bericht. Moroni begründet dies damit, dass der Bericht ab Erschaffung der Erde und des Menschen, bis zum `großen Turm´, unter den Juden vorhanden ist (Ether 1:3-4).

Warum konzentriert sich Moroni auf den Zeitraum ab dem Turmbau und welcher Turmbau ist gemeint? Uns ist berichtet, dass diese vierundzwanzig gefundenen Goldplatten vom Propheten, Seher und Offenbarer, sowie König der Nephiten und Sohn König Benjamins (Mosia 1:1-2), übersetzt wurden. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um einen Bericht des Volkes handelt, das um die Zeit der Sprachverwirrung zuzeiten des Turmbaus zu Babel, von Gott in die westliche Hemisphäre (Amerika) `zerstreut´ wurde (1 Mose 11:6-9; Mosia 28:17). Auf diese Weise hat Moroni wiederum Platz auf seinen Platten eingespart, der bekanntlich rar war (Mormon 9:33). Moroni sagt aber, dass dessen ungeachtet auf den vierundzwanzig Platten der vollständige Bericht enthalten sei. Ich lerne, dass es richtig ist, mich bei meinen Berichten auf das Wesentliche zu beschränken, auf das, was meinen Nachfahren hilfreich sein wird, auf dem Weg zurück in unsere himmlische Heimat.

Warum hat Moroni nicht den gesamten Inhalt der vierundzwanzig Goldplatten wiedergegeben?

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Einen Bericht von jenen Bewohnern aus alter Zeit

15. September 2020, 05:48am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

In diesem neuen Bericht erfahren wir etwas über ein Volk, das vernichtet, und dessen Aufzeichnungen gefunden wurden: „Und nun gehe ich, Moroni, daran, einen Bericht von jenen Bewohnern aus alter Zeit zu geben, die von der Hand des Herrn in diesem nördlichen Land vernichtet worden sind. 2  Und ich entnehme meinen Bericht den vierundzwanzig Platten, die vom Volk Limhi gefunden worden sind und die das Buch Ether genannt werden.“ (Ether 1:1-2).

Einen Bericht von jenen Bewohnern aus alter Zeit. Dieser Bericht wurde von Moroni den vierundzwanzig Goldplatten entnommen, die Kundschafter des Volkes Limhi bei ihrer Suche nach dem Land Zarahemla fanden (Mosia 8:7-9). Er benannte dieses Buch, welches Teile des Berichtes des Volkes der Jarediten enthielt, nach ihrem letzten Propheten, Ether (Ether 12:1-2). Die Jarediten waren eine Gruppe von Menschen, die Jahrhunderte vor dem Volk Lehi, als Auswanderer der östlichen Hemisphäre in der westlichen Hemisphäre siedelten.

Offensichtlich besaßen diese Jarediten die Fähigkeit, sich schriftlich zu artikulieren, weshalb sie selbst ihre Geschichte in diesem Bericht festhielten. Ihr letzter Prophet, Ether, bewahrte nun diese vierundzwanzig Platten sorgfältig an einem sicheren Ort auf (Ether 15:33). Dieser Ort war der Hügel Rama (Ether 15:11), später als Hügel Cumorah bekannt. Es war auch der Ort, an dem dieses Volk seinen Untergang fand – später sogar die Nephiten. Ether verbarg die Platten nördlich der Landenge , wo sie dann von einem Teil des Volkes Limhi ungefähr hundert Jahre vor Christus, zuzeiten König Mosias, gefunden wurden. Wie wunderbar, dass wir heute auch ihre Geschichte, insbesondere ihren Glaubensweg, mitverfolgen können, als Ansporn im Glauben an Jesus Christus treu zu bleiben, Grundsätze über das Beten und über Offenbarung zu lernen, aber auch über Folgen zu erfahren, die jene ereilen, die Christus und seine Propheten ablehnen. Der Bericht zeigt mir auch auf, dass jegliche Nation, die das Land einer Verheißung besitzt, Gott dienen soll, wenn es nicht vernichtet werden will (Ether 2:9).

Welche Lehre aus dem Buch Ether hat dich in besonderem Maß berührt?

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Möge Gott der Vater des Bundes gedenken, den er mit dem Haus Israel gemacht hat

14. September 2020, 05:37am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Gottes Bund mit Noach: JosephAntonKoch, ca. 1803. Mit Regenbogen als Bundeszeichen
(Bild: Quelle)

Die Schlussworte Moronis in der Fertigstellung des Berichtes seines Vaters Mormon: „Und möge der Herr Jesus Christus gewähren, dass ihre Gebete gemäß ihrem Glauben erhört werden; und möge Gott der Vater des Bundes gedenken, den er mit dem Haus Israel gemacht hat; und möge er sie immerdar segnen durch Glauben an den Namen Jesu Christi. Amen.“ (Mormon 9:37).

Möge Gott der Vater des Bundes gedenken, den er mit dem Haus Israel gemacht hat. Gott ist ein Gott der feierlichen Bündnisse. Er bietet sie den Menschen an, ob Einzelnen, oder auch einem ganzen Volk. Hierbei sind die Bündnispartner allerdings nicht gleichberechtigt. Gott stellt die Bedingungen auf, die eingehalten werden müssen, wenn die von ihm verheißenen Segnungen eintreten sollen. Der Mensch kann den Bund durch vorgesehene Verordnungen annehmen, z. B. durch die Taufe durch bevollmächtigte Diener Gottes ein Mitglied des Bundesvolkes Gottes zu werden.

Schon mit dem Stammvater Abraham hat der Herr ein Bündnis geschlossen (1. Mose 17:1-2), dass aus ihm Völker ohne Zahl hervorgehen sollen. Das Zeichen dieses Bundes war die Beschneidung (1. Mose 17:10). Mit dessen Nachkommen, die das Haus Israel bildeten (Rut 4:11), schloss Gott am Berg Sinai, oder auch als Berg Horeb bekannt, einen Bund, indem er Mose das entsprechende Gesetz gab, dem das Volk zustimmte (2. Mose 24:3-4). Dies ist der `alte Bund´, der das Volk auf den kommenden Retter Jesus Christus hinweisen, und verpflichten sollte. Als dann dieser sein Rettungswerk vollbracht hatte, wurde der `alte Bund´ durch einen `neuen´ ersetzt (Jeremia 31:31; Hebräer 8:13). Ab diesem `neuen Bund´ sollten keine Blutopfer mehr erbracht werden, sondern `ein reuiges Herz und ein zerknirschter Geist´ (3. Nephi 9:19-20; Lehre und Bündnisse 59:8). Moronis Abschlusswunsch in diesem Bericht seines Vaters war, dass Gott des Bündnisses mit seinem Volk gedenken möge, und es mit Glauben an den Namen Jesu Christi segnen möge. Ich bin dankbar für diesen seinen Wunsch, der mich auf meinem Bündnisweg, den ich durch das Vorbild meiner Vorfahren einschlagen durfte, bestärkt.

Wie berührt dich dieser Wunsch Moronis?

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Ihre Wiederherstellung zur Erkenntnis Christi

12. September 2020, 04:46am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Moroni bringt zum Ausdruck: „Und siehe, dies alles, was wir in Bezug auf unsere Brüder gewünscht haben, ja, nämlich, ihre Wiederherstellung zur Erkenntnis Christi, ist gemäß den Gebeten aller Heiligen, die in dem Land gewohnt haben.“ (Mormon 9:36).

Ihre Wiederherstellung zur Erkenntnis Christi. Moroni bringt zum Ausdruck, dass all die guten Wünsche in Bezug auf ihre Mitmenschen, nämlich zur Erkenntnis ihres Erlösers Jesus Christus zu gelangen, auch von all den Mitgliedern der Kirche des Herrn, die in dem Land wohnten, Gegenstand ihrer Gebete waren.

Schon etwas früher sagt Moroni, dass der Herr erkennt, dass die Gläubigen, Gebete zugunsten ihrer Brüder zu ihm sandten, aber auch zugunsten desjenigen, der ihre Aufzeichnungen aus der Erde wieder hervorbringen würde – gemeint Joseph Smith (Mormon 8:24-25). Ich fühle mich dadurch ermuntert, in meinen Gebeten nicht nur an mich zu denken, sondern auch an meine Mitmenschen und an die im Werk des Herrn berufenen Dienerinnen und Diener. Meine Gebete dürfen nicht meiner Selbstsucht entspringen (Jakobus 4:3). Ja, ich bin sogar aufgefordert, für diejenigen zu beten, die mir Übles tun (Matthäus 5:44). Bei allem Beten darf ich zuversichtlich sein, dass das `inständige Gebet eines Gerechten´ viel zu erreichen vermag (Jakobus 5:16). Dabei muss es sich nicht immer nur um formelle Gebete handeln, sondern vielmehr auch um solche, die ich ständig in meinem Herzen, also in Gedanken, trage (3. Nephi 20:1), allerdings mit wirklichem Herzensvorsatz, da es ansonsten nichts nützt (Moroni 7:6-8), verbunden mit der notwendigen Demut (Lehre und Bündnisse 112:10).

An wen, außer an dich selber, denkst du, in deinen Gebeten?

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Damit wir unsere Kleider vom Blut unserer Brüder rein machen

11. September 2020, 05:16am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle Zitat eingefügt)

Moroni erklärt: „Und dies alles ist geschrieben, damit wir unsere Kleider vom Blut unserer Brüder rein machen, die in Unglauben verfallen sind.“ (Mormon 9:35).

Damit wir unsere Kleider vom Blut unserer Brüder rein machen. Was meint nun Moroni mit seiner Aussage, dass sie, die Schreiber des Buches Mormon, diese Arbeit auf sich genommen haben, um `ihre Kleider vom Blut ihrer in Unglauben verfallenen Brüder reinzumachen´?

Wenn Menschen Unrecht begehen, indem sie anderen z. B. das Leben nehmen, sagt man, dass an ihren Händen das Blut Unschuldiger klebt. Von Jesaja werde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich oftmals vordergründig die Gesetze Gottes halte, indem ich zwar faste, aber dennoch mit meinem Nächsten zanke und rohe Gewalt anwende (Jesaja 58:4). Dann belehrt er mich, dass solches Handeln mich an meinem Heil hindert, denn meine Vergehen stehen zwischen mir und meinem Gott, denn `meine Hände sind mit Blut befleckt´, meine Finger mit Unrecht (Jesaja 59:1-3). Ich verstehe Moroni so, dass auch durch Mitwisserschaft alleine, das Blut der Untaten ihrer ungläubigen Brüder an ihnen klebt, und sie durch entsprechende gute Taten, sich davon rein machen wollten. So fühle auch ich mich aufgefordert, durch gutes Tun, mich vom Blut, das an meinen Händen klebt, reinzumachen.

Wie verstehst du diese Aussage Moronis?

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Dass kein anderes Volk unsere Sprache kennt

10. September 2020, 04:29am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Abbildung der Platten mit Brustschild und Urim und Tummim
(Bild: Quelle)

Moroni lässt uns wissen: „Aber der Herr weiß all das, was wir geschrieben haben, und auch, dass kein anderes Volk unsere Sprache kennt; und weil es so ist, dass kein anderes Volk unsere Sprache kennt, darum hat er für deren Übersetzung Mittel vorbereitet.“ (Mormon 9:34).

Dass kein anderes Volk unsere Sprache kennt. Wie sollte das Geschriebene verstanden werden, wenn keiner die Sprache kennt, in der es verfasst wurde?

Dass der Herr für solche Fälle auch Vorkehrungen trifft, lese ich auch schon etwas früher im Buch Mormon. Auf einer Expedition fanden die dreiundvierzig Teilnehmer vierundzwanzig goldene Platten in einer ihnen unbekannten Sprache verfasst. Natürlich waren sie äußerst interessiert daran, herauszufinden, von wem sie geschrieben wurden und worum es in dem Bericht geht, insbesondere, nachdem das Volk, das sie wohl verfasste, offensichtlich vernichtet worden war. Sie übergaben die Platten mitsamt aufgefundener Brustschilde an ihren König, Limhi. Er befragte Ammon, der gerade sein Volk belehrt hatte, ob er Sprachen übersetzen könne, was dieser verneinte. Jedoch kenne er einen, der fremde Sprachen mithilfe des Herrn, und von ihm bereitgestellter Mittel, den sogenannten `Übersetzern´, auch als `Urim und Tummim´ bezeichnet, übersetzen könne, König Mosia vom Land Zarahemla. Diese sind auch schon im Alten Testament benutzt worden um z. B. Recht zu sprechen (2. Mose 28:30), oder Entscheide herbeizuführen (Esra 2:63). Ja, schon Abraham wurde durch solche Übersetzer vom Herrn belehrt (Abraham 3:1,4). Nun sind in unserer Zeit diese Übersetzer auch mit den Platten vom auferstandenen Moroni an Joseph Smith gelangt (Lehre und Bündnisse 17:1), die er sowohl zum Übersetzen der auf den Platten eingravierten Schriftzeichen benutze, als auch um Offenbarungen vom Herrn zu erhalten (Lehre und Bündnisse 10:1). Er beschrieb dieses Instrument folgendermaßen: „Mit den Aufzeichnungen wurde ein merkwürdiges Instrument gefunden, das die Alten „Urim und Thummim“ nannten und das aus zwei transparenten Steinen bestand, die am Rand eines an einem Brustpanzer befestigten Bogens angebracht waren. Durch das Medium der Urim und Thummim übersetzte ich die Aufzeichnung durch die Gabe und Kraft Gottes.“  (Joseph Smith, "Kirchengeschichte", Times and Seasons 3, (1. März 1842): 707; Betonung hinzugefügt; siehe auch hier).

Kennst du die Bedeutung der aus dem Hebräischen stammenden Begriffe `Urim und Tummim´? Wenn ja, was bedeuten sie?

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Wir haben diesen Bericht geschrieben ... in der Schrift, die wir unter uns das reformierte Ägyptisch nennen

9. September 2020, 04:45am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Foto des Dokuments "Caractors", das einst als Anthon-Transkript galt
(Bild: Quelle)

Moroni erklärt uns: „Und nun siehe, wir haben diesen Bericht geschrieben gemäß unserer Kenntnis, in der Schrift, die wir unter uns das reformierte Ägyptisch nennen, die überliefert und von uns gemäß unserer Sprechweise abgeändert wurde.“ (Mormon 9:32)

Wir haben diesen Bericht geschrieben ... in der Schrift, die wir unter uns das reformierte Ägyptisch nennen. So hat es auch schon Nephi, der Sohn des Auswanderers Lehi, seinen Lesern mitgeteilt (1. Nephi 1:2). Und Lehi war in der Sprache der Ägypter unterwiesen, und gab dieses Wissen seinen Nachkommen weiter (Mosia 1:4). Moroni sagt uns weiter, dass sie das Ägyptische nach ihrer Sprechweise abgeändert haben und sie, wenn sie genug Platz auf den Platten gehabt hätten, in Hebräisch geschrieben hätten. In dieser Sprache hätten sie sich  dann uneingeschränkter ausdrücken können (Mormon 9:31), sodass Missverständnisse hätten vermieden worden können (Mormon 9:32-33).

Von einem Sprachwissenschaftler unserer Zeit wurde diese Aussage Moronis über deren Schreibweise bestätigt. Joseph Smith hatte einige Schriftzeichen von den Platten, die er kurz vorher, 1827, durch den auferstandenen Schreiber Moroni, ausgehändigt bekam (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:59), abgeschrieben und teilweise übersetzt. Martin Harris nahm diese und legte sie Professor Charles Anthon, einem berühmten Literaten damaliger Zeit, vor. Dieser erklärte „… die Übersetzung sei richtig, und zwar richtiger als alles, was er bisher an Übersetzungen aus dem Ägyptischen gesehen habe. Dann zeigte ich ihm die noch nicht übersetzten, und er sagte, es seien ägyptische, chaldäische, assyrische und arabische; und er sagte, es seien echte Schriftzeichen.“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:62-64). Von welcher Seite auch immer betrachtet, die Wahrheit des Buches Mormon bestätigt sich, entgegen aller Skeptiker und Leugner, immer und immer wieder. Wie kann es sich auch anders mit dem Wort Gottes verhalten.

Wer hat Martin Harris die Echtheit der Abschrift der Schriftzeichen von den Goldplatten bestätigt?

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Verurteilt mich nicht wegen meiner Unvollkommenheit

8. September 2020, 04:53am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Moroni fordert uns auf: „Verurteilt mich nicht wegen meiner Unvollkommenheit, auch nicht meinen Vater wegen seiner Unvollkommenheit, auch nicht diejenigen, die vor ihm geschrieben haben; sondern dankt vielmehr Gott, dass er euch unsere Unvollkommenheiten kundgetan hat, damit ihr lernt, weiser zu sein, als wir es gewesen sind.“ (Mormon 9:31).

Verurteilt mich nicht wegen meiner Unvollkommenheit. Eine weitere ernstzunehmende Aufforderung Moronis an uns heutige Leser seiner, und seiner Vorfahren Worte.

Wie leicht fällt es uns doch, die Unvollkommenheiten unseres Nächsten zu sehen, während wir davon ausgehen, dass wir alles richtig machen. Tagtäglich erlebe ich, wie Menschen bei ihren Unterhaltungen über anderer Leute Fehler herziehen und behaupten, dass sie so etwas nie machen würden. Mit dem Alter lernt man dazu und ich bemühe mich, bei solchen Unterhaltungen klarzumachen, dass keiner Fehlerlos ist, jeder irgendwo Unvollkommen ist. Wäre dem nicht so, hätten wir keine Notwendigkeit mehr auf Erden zu sein. Neal L. Anderson hat in einer Rede gesagt: „Die Führer der Kirche sind ehrliche, aber unvollkommene Männer.“ und dann Joseph Smith zitiert: „Joseph Smith sagte: „Ich habe dir nie gesagt, dass ich perfekt bin. Aber es gibt keinen Fehler in den Offenbarungen.“ ( Die Worte von Joseph Smith, Hrsg. Andrew F. Ehat und Lyndon W. Cook [1980], 369). Wenn schon die von Gott berufenen Apostel und Propheten ihre Unvollkommenheiten zugeben, wie sollte ich dann von mir behaupten, keine zu haben? Einige Verse früher warnt mich Moroni jemanden wegen seiner Unvollkommenheiten zu verurteilen: „… wenn jemand verurteilt, soll er sich vorsehen, dass ihm nicht das Feuer der Hölle droht.“ (Mormon 8:17). Gerne hüte ich mich davor, und halte mich beim Fehlersuchen bei anderen zurück, nutze aber die Möglichkeit selber daraus zu lernen.

Wie gehst du mit der menschlichen Unvollkommenheit, Unvollkommenheit der anderen zu verurteilen um?

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Ich weiß, dass ihr meine Worte haben werdet

7. September 2020, 05:29am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Moroni sagt uns: „Siehe, ich rede zu euch, als redete ich von den Toten her; denn ich weiß, dass ihr meine Worte haben werdet.“ (Mormon 9:30).

Ich weiß, dass ihr meine Worte haben werdet. Moroni spricht die ganze Zeit schon zu uns, die wir in dieser Zeit der Wiederherstellung der Fülle des Evangeliums von Jesus Christus leben, und sagt uns, dass er weiß, dass wir diese seine Worte haben werden. Und er sagt, dass wir sie durch die Hand des Herrn aus der Erde heraus bekommen (Mormon 8:26).

Woher hatte Joseph Smith die Platten mit den Worten Moronis erhalten? Seinen eigenen Worten entnehmen wir, dass sich die Platten in einer in die Erde eingelassenen, mit einem abgerundeten Stein bedeckten Kiste, von ebendiesem Moroni, jetzt ein auferstandenes Wesen, erhalten hatte (Joseph smith -- Lebensgeschichte 1:51). Somit kommen die Worte, die Moroni zu uns redete, wie von den Toten her. Die toten Leiber der Geistkinder Gottes liegen ja in der Erde begraben. Also gute 1400 Jahre vor dem Ereignis des Hervorkommens der Worte Moronis, hat er dieses vorhergesagt. Was wollen wir mehr, es ist so eingetroffen, wie er es vorhergesagt hat. Und Moroni selber wurde auch die Ehre zuteil, seine Vorhersage zu erfüllen. Wie `wunderbar´!

Was meinst du, woher Moroni dieses Wissen hatte, dass wir heute seine Worte haben werden?

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Seht zu, dass ihr alles in Würdigkeit tut und dass ihr es im Namen Jesu Christi tut

6. September 2020, 05:51am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Weitere Aufforderungen von Moroni: „Seht zu, dass ihr euch nicht unwürdig taufen lasst; seht zu, dass ihr nicht unwürdig vom Abendmahl Christi nehmt; sondern seht zu, dass ihr alles in Würdigkeit tut und dass ihr es im Namen Jesu Christi tut, des Sohnes des lebendigen Gottes; und wenn ihr dies tut und bis ans Ende ausharrt, werdet ihr keineswegs ausgestoßen werden.“ (Mormon 9:29).

Seht zu, dass ihr alles in Würdigkeit tut und dass ihr es im Namen Jesu Christi tut. Hier fordert uns Moroni zu `würdigem Tun´ im Namen von Jesus Christus auf: würdigt taufen lassen, würdig am Abendmahl teilnehmen. Eine Verheißung schickt er für den Fall hinterher, dass wir in diesem Tun ausharren würden bis an unser Lebensende: nicht aus seiner Familie ausgeschlossen zu werden.

Was bedeutet es nun für mich, diese Dinge in seinem Namen und in Würdigkeit zu tun? Ich verstehe in diesem Zusammenhang unter Würdigkeit zum einen, dass mein Handeln mit dem der Sache angemessenem Respekt erfolgt, zum anderen, dass es auch in den Augen Gottes annehmbar ist. Würdigkeit ist eng verbunden mit Rechtschaffenheit, aufrichtigem und tugendhaftem Handeln nach Gottes Geboten, die Sünde meidend. Wie außerordentlich wichtig, und unverzichtbar, die von Gott bevollmächtigte Taufe ist, wird mir darin deutlich, dass selbst Jesus Christus, unser aller Retter, extra an den Jordan ging, um sich, von dem mit der dafür ausgestatteten Vollmacht, im Wasser taufen zu lassen, Johannes dem Täufer (Matthäus 3:13-17; Matthäus 1:19-34; Lehre und Bündnisse 84:25-28). Almas Belehrung derjenigen, die ihm an die Wasser Mormons folgten, entnehme ich wie ich mich `würdig´ taufen lasse, bzw. am Abendmahl teilnehme: Willens zu sein, meinen Mitmenschen zu helfen ihre Lasten leichter zu machen, die Trauernden nicht alleine zu lassen, denjenigen Trost zu spenden, die diesem bedürfen, stets als Zeugen Gottes aufzutreten (Mosia 18:8-9). Bin ich nach besten Kräften bemüht, diese Bedingungen zu erfüllen und fortan einzuhalten, bin ich der Taufe und der Teilnahme am Abendmahl würdig.

Wie stellst du sicher, dass du `alles in Würdigkeit tust´?

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