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Glaubensansichten

Ich werde der Welt zeigen, dass ich derselbe bin gestern, heute und immerdar

13. März 2024, 06:48am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

“Denn siehe, ich bin Gott; und ich bin ein Gott der Wundertaten; und ich werde der Welt zeigen, dass ich derselbe bin gestern, heute und immerdar; und ich wirke nicht unter den Menschenkindern, außer gemäß ihrem Glauben.” ((2. Nephi 27:23)). 

  • Diese Aussage betont die Göttlichkeit des Herrn, seine Fähigkeit, Wunder zu wirken, und dass seine Manifestation unter den Menschen vom Glauben abhängt. Dass er derselbe ist, immerdar, beschreibt u.a. Gottes Wesen und Charakter als unveränderlich. Gottes Liebe, Güte, Gerechtigkeit und Macht sind konstant und unterliegen keinen Schwankungen (vergleiche Hebräer 13:8). 

Eine Zusammenfassung von 2. Nephi 27:24-35

In diesen Versen spricht der Herr über die spirituelle Verfassung des Volkes. Er kritisiert die äußerliche Frömmigkeit, bei der die Menschen ihn nur mit den Lippen ehren, während ihre Herzen fern von ihm sind. Er plant, ein wunderbares Werk *) zu vollbringen, das die Weisheit der Weisen und Gelehrten übertrifft. 

  • *) “Am Abend des 21. Septembers 1823, dreieinhalb Jahre nach der ersten Vision, erschien Joseph als Antwort auf dessen innige Gebete dreimal der Engel Moroni, der letzte Prophet der Nephiten im alten Amerika. Im Verlauf seiner Besuche, die sich über die ganze Nacht erstreckten, sagte Moroni zu Joseph, Gott habe ein wunderbares Werk, das er, Joseph, verrichten solle: die Übersetzung und weltweite Veröffentlichung der Worte, die inspirierte Propheten auf dem amerikanischen Kontinent vor alters niedergeschrieben hatten. Tags darauf begab sich Joseph zu dem Ort, nicht weit entfernt von seinem Elternhaus, wo Moroni die Platten Jahrhunderte zuvor gegen Ende seines Lebens vergraben hatte. Dort sah Joseph Moroni erneut, und dieser trug ihm auf, sich darauf vorzubereiten, die Platten zu einem späteren Zeitpunkt zu erhalten.” (Das Hervorkommen des Buches Mormon; Elder Ulisses Soares vom Kollegium der Zwölf Apostel). 

Der Herr tadelt diejenigen, die ihre bösen Pläne vor ihm verbergen wollen (vergleiche Jesaja 29:15), und erklärt, dass er alle ihre Werke kennt. Niemand kann behaupten, dass der Schöpfer ihn nicht gemacht hat oder dass das Werk von seinem Bildner nicht verstanden wurde. 

  • Diese Passage 2. Nephi 27:27 warnt vor denjenigen, die versuchen, ihre bösen Pläne vor Gott zu verbergen, indem sie im Dunkeln agieren und sich fragen, ob jemand sie sieht oder kennt. Die zweite Aussage, "Gewiss, dass du das Oberste zuunterst kehrst, soll des Töpfers Ton gleich geachtet werden," ist metaphorisch und könnte auf verschiedene Weisen interpretiert werden. 

Hier sind einige mögliche Interpretationen: 
Umkehrung der Ordnung: Die Metapher könnte darauf hinweisen, dass diese Menschen versuchen, die natürliche Ordnung umzukehren, ähnlich wie jemand, der das Oberste zuunterst kehrt. Es könnte auf ihre Absicht hinweisen, normale moralische oder göttliche Prinzipien zu untergraben oder umzustürzen. 
Arroganz und Widerstand: Es könnte eine arrogante Haltung gegenüber Gott ausdrücken, bei der die Menschen denken, dass sie die bestehende göttliche Ordnung umkehren oder herausfordern können, so wie jemand den Ton eines Töpfers verändern könnte. 
Fehlerhafte Logik: Es könnte auch auf die sinnlose Natur ihrer Pläne hinweisen, indem es eine irrationale oder verdrehte Denkweise darstellt – ähnlich wie jemand, der versucht, den Ton eines Töpfers zu ändern, was natürlich unmöglich ist. 

  • Insgesamt scheint der Vers eine Warnung vor Arroganz, Irreführung und der vergeblichen Anstrengung, sich vor Gott zu verbergen, zu enthalten. Es betont, dass Gott ihre Pläne kennt und dass diejenigen, die sich gegen göttliche Prinzipien stellen, letztendlich scheitern werden. 
     
  • Vers 28 enthält eine bildhafte Sprache und kann auf verschiedene Weisen interpretiert werden. Der Vergleich des Libanons, der ursprünglich ein bergiges und felsiges Gebiet ist, mit einem fruchtbaren Feld und das fruchtbare Feld, das dem Wald gleichgeachtet wird, könnte folgende Bedeutungen haben: 
    Umkehr und Wandel: Der Libanon könnte metaphorisch für eine unfruchtbare oder harte Geisteshaltung stehen. Die Verwandlung in ein fruchtbares Feld könnte auf eine positive spirituelle Umkehr oder einen Wandel hindeuten, bei dem das Herz der Menschen weicher und empfänglicher für göttliche Einflüsse wird. 
    Erweiterung und Überfluss: Die Verwandlung des Libanons in ein fruchtbares Feld könnte auf eine Zeit des Überflusses, des spirituellen Wachstums und der Fülle hinweisen. Das fruchtbare Feld, das dem Wald gleichgeachtet wird, könnte darauf hindeuten, dass diese Fülle und Fruchtbarkeit so groß ist, dass sie mit einem üppigen Wald verglichen wird. 
    Göttlicher Einfluss: Der Vergleich könnte auch auf Gottes Macht hinweisen, schwierige Umstände in etwas Gedeihliches zu verwandeln. Der Libanon als Symbol für Herausforderungen oder Schwierigkeiten wird durch göttlichen Einfluss in etwas Fruchtbares umgewandelt.  

Insgesamt scheint der Vers darauf hinzuweisen, dass sich durch göttliche Macht und Einwirkung etwas Positives, Fruchtbares und Überfließendes in einer relativ kurzen Zeit entwickeln wird. Es ist eine Botschaft der Hoffnung und Veränderung durch Gottes Macht. 

Es wird prophezeit, dass eine Zeit kommen wird, in der die Tauben die Worte des Buches hören, die Blinden sehen werden, die Sanftmütigen zunehmen, die Armen sich am Heiligen Israels erfreuen werden. Der Schreckliche und die Spötter werden vernichtet, und diejenigen, die auf Übeltaten lauern, werden von Gott abgeschnitten. 

  • Vers 32 warnt vor verschiedenen Formen von Ungerechtigkeit und Boshaftigkeit. Hier sind mögliche Interpretationen: 
    Verleumdung und Falschbeschuldigung: Menschen könnten versuchen, andere zu Missetätern zu erklären, nur weil sie ein bestimmtes Wort gesagt haben oder für eine gerechte Sache einstehen. Dies könnte auf Verleumdung und falsche Anschuldigungen hinweisen. 
    Hinterlist und Anschläge: Das Legen einer Schlinge für jemanden, der im Tor (einem Ort der Rechtsprechung) zurechtweist, könnte auf hinterlistige Versuche hinweisen, jene zum Schweigen zu bringen, die Gerechtigkeit suchen oder Missstände aufdecken wollen. 
    Missachtung der Gerechten: Die Abweisung der Gerechten um ein Nichts könnte darauf hinweisen, dass selbst rechtschaffene Menschen aufgrund nichtiger Gründe oder aus Boshaftigkeit abgelehnt oder ignoriert werden. 
     
    Insgesamt scheint der Vers darauf hinzuweisen, dass es Menschen gibt, die versuchen könnten, diejenigen zu diffamieren, die für Gerechtigkeit eintreten oder die Wahrheit aussprechen. Es ist eine Warnung vor Boshaftigkeit, Missbrauch von Macht und dem Versuch, diejenigen zum Schweigen zu bringen, die das Richtige tun oder aussprechen. 

Die Prophezeiung endet mit der Gewissheit, dass das Haus Jakob nicht mehr beschämt sein wird *). Sogar diejenigen, die im Geist geirrt haben, werden zu Verständnis gelangen, und diejenigen, die gemurrt haben, werden Lehre annehmen. Es wird eine Zeit des Verstehens, der Freude und des Gottesfürchtens für das Volk geben. 

  • *) In der Bibel und anderen religiösen Schriften wird "beschämt sein" oft im metaphorischen Sinne verwendet, um auf einen Zustand von Scham, Unannehmlichkeit oder Enttäuschung hinzuweisen. In 2. Nephi 27:33-34 wird prophezeit, dass Jakob nicht mehr beschämt werden wird, und sein Angesicht wird nicht mehr erbleichen. 
    Diese Formulierung könnte auf verschiedene Arten verstanden werden: 
    Erlösung und Gerechtigkeit: Die Prophezeiung könnte darauf hinweisen, dass Jakob und seine Nachkommen von ihren Leiden, Beschämungen oder Ungerechtigkeiten erlöst werden. Ihr Angesicht wird nicht mehr vor Scham erblassen, da Gerechtigkeit und Wohlergehen für sie kommen werden. 
    Geistliche Reinigung: Es könnte auch auf eine geistliche Reinigung und Erhebung hinweisen. Das Erlöschtwerden der Scham könnte bedeuten, dass sie vor Gott gereinigt sind und wieder in Gnade stehen. 
    Fülle und Segen: Das Versprechen, dass Jakob nicht mehr beschämt wird, könnte auch auf eine Zeit des Überflusses und Segens hinweisen. Eine Zeit, in der sie nicht länger enttäuscht oder gedemütigt sind. 
     
    In jedem Fall betont die Prophezeiung eine zukünftige Periode des Trostes, der Erlösung und des Wohlergehens für Jakob und sein Volk, in der Scham und Enttäuschung nicht mehr vorhanden sind. Es steht im Kontext einer umfassenderen Verheißung göttlicher Barmherzigkeit und Gerechtigkeit für die Nachkommen Jakobs. 

Wie verstehst du die Aussage: „Ich werde der Welt zeigen, dass ich derselbe bin gestern, heute und immerdar”? 

findechristus.org 

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Ich wirke nicht unter den Menschenkindern, außer gemäß ihrem Glauben

12. März 2024, 07:39am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Lehis Kompass 
(Bild: Quelle)

“Denn siehe, ich bin Gott; und ich bin ein Gott der Wundertaten; und ich werde der Welt zeigen, dass ich derselbe bin gestern, heute und immerdar; und ich wirke nicht unter den Menschenkindern, außer gemäß ihrem Glauben.” (2. Nephi 27:23). 

  • In diesem Vers betont Gott seine Göttlichkeit, seine Fähigkeit, Wundertaten zu vollbringen, und dass er sich nicht unter den Menschenkindern offenbart, außer wenn sie Glauben haben. Dies könnte als zentrale Botschaft gelten, da es die Wichtigkeit des Glaubens an Gott und seine Fähigkeit, Wunder zu wirken, betont. 

Eine Zusammenfassung von 2. Nephi 27:1-14

In diesen Versen prophezeit Nephi über die letzten Tage, in denen die Menschen von Übeltaten und Gräueltaten erfüllt sein werden. Gott wird diese Menschen heimsuchen mit Donner, Erdbeben, Sturm und Feuer. Die Nationen, die gegen Zion kämpfen, werden wie ein leeres Träumen sein, vergleichbar mit einem Hungernden, der träumt zu essen, aber erwacht und immer noch hungrig ist. 

Inmitten dieses Übels wird Gott ein Buch hervorbringen, teilweise versiegelt und mit einer Offenbarung von Gott von Anfang der Erde, bis zu ihrem Ende (siehe Bild). Dieses Buch wird einem Mann gegeben werden, der die Worte den Menschen mitteilt. Drei Zeugen werden die Wahrheit des Buches bezeugen, auch wenige weitere andere werden es sehen, um Zeugnis von Gottes Wort abzulegen. Einige Worte werden versiegelt bleiben, bis der Herr den Zeitpunkt bestimmt, an dem sie enthüllt werden. An diesem Tag werden die versiegelten Worte durch die Macht Christi vorgelesen. 

Diese Prophezeiung bezieht sich auf das Hervorkommen des Buches Mormon und warnt davor, die Worte Gottes abzulehnen, da durch Zeugen die Wahrheit bezeugt wird. 

Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage glauben, dass diese Prophezeiung sich in der Entstehung und Verbreitung des Buches Mormon erfüllt hat. Gemäß ihrem Glauben wurde das Buch Mormon durch den Propheten Joseph Smith am 22. September 1827 von dem Engel Moroni empfangen und übersetzt. Die darin enthaltenen Schriften beinhalten eine Offenbarung von Gott in Bezug auf die Geschehnisse auf Erden, von der Schöpfung, bis hin zur Erfüllung der Aufgabe der Erde. 

Die Verse 13 und 14 weisen auf die `Drei Zeugen´ und die `Acht Zeugen´ hin, die die Wahrheit bestätigen, da ihnen das Buch Mormon durch göttliche Macht gezeigt, und dessen Wahrheit ihnen von Gott bestätigt wurde (lies hierzu gerne "Zeugen des Buches Mormon”). Diese Zeugen spielen eine wichtige Rolle in der Geschichte der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und ihrer Überzeugung von der Göttlichkeit des Buches. 

Eine Zusammenfassung von 2. Nephi 27:15-23

In diesen Versen erklärt Nephi weiterhin die Offenbarung Gottes bezüglich des Buches Mormon. Gott wird zu dem Mann sprechen, dem er das Buch gibt, und ihn auffordern, die nicht versiegelten Worte einem Gelehrten zu zeigen und ihn zu bitten, sie zu lesen.  Derjenige wird allerdings erklären, dass er etwas, was versiegelt ist, nicht lesen kann. 

Die Menschen werden dies aus weltlichen Gründen sagen, nicht um der Herrlichkeit Gottes willen. Dann wird Gott das Buch und die Worte darin dem geben, der nicht gelehrt ist, und dieser wird sagen, dass er nicht gelehrt ist. Gott wird ihm antworten, dass die Gelehrten sie nicht lesen sollen, da sie die Worte verworfen haben, und dass er selbst sein Werk tun wird. Der nicht Gelehrte wird die Worte lesen und Zeugen erhalten. 

Gott warnt davor, das Versiegelte nicht anzurühren, da er es zu einer bestimmten Zeit selbst hervorbringen wird, um den Menschen zu zeigen, dass er in der Lage ist, sein Werk selbst zu tun. Nachdem die Worte gelesen, übersetzt, und die Zeugen das Werk gesehen haben, soll das Buch wieder versiegelt werden, bis Gott in seiner Weisheit entscheidet, den Menschen alles zu offenbaren. Joseph Smith “arbeitete zwischen Anfang 1828 und Juni 1829 an der Übersetzung und übergab die Platten danach wieder dem Engel” (siehe hier; Joseph Smith, „History, 1838–1856, volume A-1 [23 December 1805–30 August 1834]“, Seite 8, josephsmithpapers.org). 

Die Aussage für die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist, dass diese Prophezeiung das Hervorkommen und die Übergabe des Buches Mormon an Joseph Smith beschreibt. Es betont auch die Wichtigkeit von Glauben, Zeugnissen und der Offenbarung Gottes in der göttlichen Führung der Kirche. 

Der Gelehrte, dem Martin Harris einen Teil der Übersetzung zur Überprüfung gab, war Charles Anthon. Er bestätigte zunächst die Richtigkeit der Übersetzung, fragte dann aber woher dieser Bericht stammt. Harris sagte, dass er Joseph Smith durch einen Engel übergeben wurde. Darauf verlangte Anthon die soeben ausgestellte Bestätigung zurück und zerriss sie mit den Worten: “so etwas wie den Dienst von Engeln gebe es nicht mehr, und wenn ich ihm die Platten brächte, werde er sie übersetzen. Ich teilte ihm mit, dass die Platten teilweise versiegelt seien und dass es mir verboten sei, sie zu bringen. Er entgegnete: ‚Ein versiegeltes Buch kann ich nicht lesen.” (Joseph Smith Lebensgeschichte 1:63-65).  

Die Quintessenz der Verse in 2. Nephi 27:1-23 kann wie folgt zusammengefasst werden: 

In diesen Versen prophezeit Nephi über die letzten Tage, in denen die Menschen von Übeltaten erfüllt sein werden. Gott wird eine Offenbarung in Form eines Buches hervorbringen, das teilweise versiegelt sein wird. Die Nationen, die gegen Zion kämpfen, werden wie ein leeres Träumen sein. Drei Zeugen werden die Wahrheit des Buches bezeugen. Das Buch wird in einer von Gott bestimmten Zeit durch die Macht Christi vorgelesen werden. 

Es wird beschrieben, wie die Menschen versuchen werden, das Buch zu lesen, aber ein versiegelter Teil wird nicht zugänglich sein. Schließlich wird es einem Mann gegeben, der nicht gelehrt ist, um die Worte zu lesen und mittels göttlicher Macht zu übersetzen und zu veröffentlichen. Gott warnt davor, das Versiegelte anzurühren, und dass er es zu einer festgelegten Zeit selbst offenbaren wird. 

Die Quintessenz könnte also sein, dass Gott in den letzten Tagen eine Offenbarung in Form des Buches Mormon bringen wird, was durch Joseph Smith 1830 erfolgte. Es wird Zeugen geben, und es wird in göttlicher Weisheit eine bestimmte Zeit für die Offenbarung des versiegelten Teiles geben. Die Wichtigkeit des Glaubens, des Gehorsams gegenüber göttlichen Anweisungen und der Plan Gottes für die Offenbarung werden betont. 

An welches Gerät im Buch Mormon erinnert dich folgende Aussage: „Ich wirke nicht unter den Menschenkindern, außer gemäß ihrem Glauben”? 

findechristus.org 

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Kommt her zu mir, all ihr Enden der Erde, kauft Milch und Honig, ohne Geld und ohne Kaufpreis

11. März 2024, 06:24am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild Quelle)

“Siehe, ruft er irgendjemandem zu, nämlich: Geh weg von mir? Siehe, ich sage euch: Nein; sondern er spricht: Kommt her zu mir, all ihr Enden der Erde, kauft Milch und Honig, ohne Geld und ohne Kaufpreis.” (2. Nephi 26:25). 

  • Dieser Vers betont die allumfassende Einladung Christi an alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, sozialen Status oder Vergangenheit, zu ihm zu kommen und von den göttlichen Segnungen teilzuhaben. 

Hier ist eine grobe Übersicht von 2. Nephi 26:1-33

Geschehnisse: 
Das Kapitel beschreibt die Zeit, als der Prophet Nephi über die Dinge seines Volkes sprach. Nephi erzählt von der Barmherzigkeit Gottes und der Erfüllung von Prophezeiungen. 

Offenbarung: 
Nephi berichtet über die Offenbarungen, die er von Gott erhalten hat, besonders über die Zukunft seines Volkes. 

Christus und die Nationen: 
Nephi spricht darüber, wie Christus unter den Menschen gewandelt ist und wie er Licht und Wahrheit in die Welt gebracht hat. Es wird betont, dass Gott Liebe für alle Menschen hat, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrer Zugehörigkeit zu einer Nation. 

Glaube und Umkehr: 
Der Prophet ermutigt die Menschen dazu, an Christus zu glauben, Umkehr zu üben und sich auf die erlösende Macht des Sühnopfers vorzubereiten. 

Verwerfen von Propheten: 
Nephi weist darauf hin, dass die Menschen in der Vergangenheit oft Propheten abgelehnt und verworfen haben. Er warnt davor, dass dies in der Zukunft erneut geschehen könnte, wenn die Menschen nicht auf die Stimme des Herrn hören. 

Einladung zur Umkehr: Das Kapitel schließt mit einer Einladung zur Umkehr und dazu, die Gebote Gottes zu halten. 

Nachfolgend eine feinere Übersicht von 2. Nephi 26:1-33. 

2. Nephi 26:1-9
Nach Christi Auferstehung wird er sich dem Volk Nephi zeigen und Worte des Gesetzes verkünden. Nephi hat Kriege und Streitigkeiten in vielen Generationen gesehen (in einer Vision). Zeichen von Christi Geburt, Tod und Auferstehung werden gegeben, und der Tag wird schrecklich für die Schlechten sein. Diese leiden aufgrund ihrer Verfolgung und Tötung der Propheten. Die Stolzen und Schlechten werden am Tag des Gerichts verbrennen und durch Naturkatastrophen vernichtet. Nephi empfindet Schmerz über den Verlust seines Volkes, erkennt jedoch Gottes gerechte Wege. Die Rechtschaffenen, die auf die Propheten hören und nach Christus Ausschau halten, werden nicht zugrunde gehen. Der Sohn der Rechtschaffenheit (Christus) wird ihnen erscheinen, sie heilen und Frieden bringen. Diese Segnungen dauern drei Generationen lang, bis viele von der vierten Generation in Rechtschaffenheit von dieser Welt geschieden sein werden.  

  • Die Erfüllung der Prophezeiung, dass sie mit dem Sohn der Rechtschaffenheit Frieden haben werden, bis drei Generationen vergangen sind und viele von der vierten Generation in Rechtschaffenheit von hinnen geschieden sein werden, wird im Buch Mormon im vierten Nephi beschrieben. 
  • In 4. Nephi 1:1-17 wird beschrieben, wie nach der Erscheinung Jesu Christi Frieden und Rechtschaffenheit in der gesamten Nation einkehren. Es heißt, dass die Menschen in Rechtschaffenheit lebten, dass es keine Streitigkeiten, Mord, Raub, Lügen oder Hurerei gab, und dass sie ein Volk von Einigkeit und Liebe waren. Diese Zustände hielten für viele Generationen an, aber im Laufe der Zeit begannen einige Menschen von dieser Rechtschaffenheit abzufallen. 

Lehren für uns heute: 

  1. Glaube an Christus: Stärke deinen Glauben an Christus und richte dein Leben nach seinen Lehren aus. 
  2. Warnung vor Schlechtigkeit: Meide Stolz und Schlechtigkeit, um den schrecklichen Konsequenzen am Tag des Gerichts zu entgehen. 
  3. Standhaftigkeit und Gehorsam: Sei standhaft im Gehorsam gegenüber den prophetischen Worten und halte treu an Christus fest, trotz möglicher Verfolgung. 
  4. Heilung und Frieden durch Christus: Hoffe auf Heilung und Frieden durch Christus, indem du rechtschaffenes Verhalten pflegst und an den Verheißungen festhältst. 

Die zeitlosen Prinzipien dieser Lehren ermutigen dazu, ein christuszentriertes Leben zu führen, standhaft im Glauben zu bleiben und auf die erlösende Macht Christi zu vertrauen. 

2. Nephi 26:10-20
Nach schneller Vernichtung die über sein Volk kommt, prophezeit Nephi, dass dies aufgrund von Stolz und Abkehr vom Licht geschehen wird. Er erkennt, dass sein Volk sich dem Teufel fügt und in die Hölle hinabgeht. 

Der Geist des Herrn wird sich nicht ewig mit den Menschen abmühen, und wenn dies aufhört, kommt schnelle Vernichtung. Nephi betont, dass die Juden und andere überzeugt werden müssen, dass Jesus der Christus ist. In den Vers 14-16 sagt Nephi das aus dem Staube hervorkommende Buche Mormon vorher *) 

  • *) “Der alte Bericht, auf diese Weise aus der Erde hervorgebracht als die Stimme eines Volkes, das aus dem Staube redet, und in die Sprache unserer Zeit übersetzt durch die Gabe und Macht Gottes, was durch göttliches Zeugnis bestätigt ist, wurde erstmals im Jahre 1830 für die Welt auf Englisch veröffentlicht als The Book of Mormon.” (Das Zeugnis des Propheten Joseph Smith). 

In den letzten Tagen werden die Nachkommen in Unglauben verfallen und von anderen geschlagen werden. Trotz Belagerung und Niederwerfung werden die Worte der Rechtschaffenen und die Gebete der Gläubigen nicht vergessen. 

Die Vernichteten werden von der Erde her reden, und ihre Rede wird tief und flüsternd sein. Gott wird ihre Geschichte aufzeichnen, während diejenigen im Unglauben danach trachten, Gottes Werk zu vernichten. 

Die Vernichtung derer im Unglauben wird plötzlich kommen, und diejenigen, die Überheblichkeit und Stolz zeigen, werden durch die Hand anderer geschlagen. Trotz des Aufbaus von vielen Kirchen setzen sie die Macht Gottes herab und nutzen ihre Weisheit und Gelehrsamkeit für persönlichen Gewinn, während sie die Armen unterdrücken. 

Lehren für uns heute: 

  1. Warnung vor Stolz und Abkehr: Stolz und Abkehr von göttlichem Licht können zu schneller Vernichtung führen. Wir sollten Demut pflegen und dem Licht Christi folgen. 
  2. Erfordernis der Überzeugung: Es ist entscheidend, dass Menschen von der Wahrheit Jesu Christi überzeugt werden, um Gottes Segnungen zu empfangen. 
  3. Erinnerung an Gottes Werk: Die Worte der Rechtschaffenen werden nicht vergessen, und selbst in schwierigen Zeiten können Gebete erhört werden. 
  4. Vorsicht vor Überheblichkeit: Überheblichkeit und Missbrauch von Macht führen zu Vernichtung. Wir sollten Demut zeigen und die Macht Gottes anerkennen. 

Diese Lehren betonen die Konsequenzen von Stolz, die Wichtigkeit der Überzeugung von Christi Wahrheit und die Erinnerung an die Macht göttlicher Führung trotz Herausforderungen. 

2. Nephi 26:21-33

Viele Kirchen sind aufgerichtet, die Neid, Streit und Bosheit verursachen. Es gibt geheime Verbindungen, die auf die Machenschaften des Teufels zurückgehen. Gott wirkt nicht im Finstern, sondern für das Wohl der Welt. Er liebt alle Menschen und ruft dazu auf, zu ihm zu kommen und an seiner Güte teilzuhaben, unabhängig von sozialen oder religiösen Unterschieden. 

  • Im Vers 22 scheint der "flächserne Strick" metaphorisch zu sein und symbolisiert möglicherweise die List oder Täuschung des Teufels. Der Gebrauch des Begriffs "flächserner Strick" könnte darauf hinweisen, dass die Verbindungen des Teufels anfangs subtil und vielleicht wenig auffällig sind, aber dennoch bindend und gefährlich werden können. 
    Ein flächserner Strick ist im Vergleich zu einem starken Strick oder einer Kette möglicherweise weniger offensichtlich in seiner Gefährlichkeit. Die Vorstellung könnte sein, dass der Teufel die Menschen durch verführerische oder täuschende Mittel dazu verleitet, sich in Sünden oder böse Handlungen zu verwickeln. Die "starken Stricke" könnten dann auf die dauerhaften und zerstörerischen Bindungen hinweisen, die entstehen, wenn Menschen den Verführungen des Bösen nachgeben. 

Der Herr gebietet keinen, sich von ihm abzuwenden, sondern er lädt alle ein, zu ihm zu kommen, Milch und Honig ohne Geld und Preis zu kaufen *). Es soll keine Priesterlist geben, sondern alle Menschen sollen Nächstenliebe haben. Wer Nächstenliebe hat, wird den Arbeiter in Zion nicht zugrunde gehen lassen. 

  • *) Diese Worte in 2. Nephi 26:25 sind eine Einladung und Aufforderung Jesu Christi an alle Menschen, zu ihm zu kommen und von den geistigen Segnungen und Erkenntnissen, die er bietet, Gebrauch zu machen. Die Verwendung von "Milch und Honig" in dieser Passage könnte symbolisch sein und auf das spirituelle Wohlstand und die Segnungen hinweisen, die durch das Evangelium Christi erlangt werden können. 
    In der Bibel wird das Land Kanaan oft als "Land, das von Milch und Honig fließt" beschrieben (siehe zum Beispiel 2. Mose 3:8). Diese Beschreibung symbolisiert oft Wohlstand, Fruchtbarkeit und Segnungen. In 2. Nephi 26:25 wird die symbolische Bedeutung erweitert, indem Christus alle Menschen, unabhängig von ihrem sozialen Status oder ihren materiellen Ressourcen, einlädt, von den geistigen Segnungen seines Evangeliums zu profitieren. 
    Die Botschaft ist, dass die Schätze des Evangeliums, die Erlösung und die Segnungen, die durch die Annahme von Christi Lehren kommen, für alle zugänglich sind und nicht durch materielle Ressourcen eingeschränkt werden. Man kann spirituell "Milch und Honig" empfangen, ohne dass dies durch irdischen Reichtum oder Bezahlung erlangt werden muss. 

Arbeiter in Zion sollen für das Wohl von Zion arbeiten und nicht nur für Geld. Gott gebietet, nicht zu morden, nicht zu lügen, nicht zu stehlen und andere Übertretungen zu vermeiden. Diese Gebote dienen dem Wohl der Menschenkinder, und Gott akzeptiert alle, die zu ihm kommen, unabhängig von Rasse, Geschlecht oder sozialem Status. 

Lehren für uns heute: 

  1. Einheit in der Nächstenliebe: Der Aufruf zu Nächstenliebe betont die Wichtigkeit von Liebe und Mitgefühl für alle Menschen, unabhängig von äußeren Unterschieden. 
  2. Vermeidung von Bosheit: Das Verbot von Übeltaten wie Mord, Lügen und Stehlen erinnert daran, das Gute zu suchen und Boshaftigkeit zu vermeiden. 
  3. Arbeit für das Wohl der Gemeinschaft: Arbeiten für das Wohl der Gemeinschaft, insbesondere in religiösen Angelegenheiten, wird betont, um nicht nur persönlichen Gewinn, sondern das Wohl von Zion zu suchen. 
  4. Gottes allumfassende Liebe: Gottes Einladung zu allen Menschen, unabhängig von Hintergrund oder Status, unterstreicht seine allumfassende Liebe und Barmherzigkeit. 

Diese Lehren ermutigen zu Nächstenliebe, Vermeidung von Bosheit und Streben nach Gemeinwohl, während sie gleichzeitig die allumfassende Liebe und Akzeptanz Gottes betonen. 

Nephi nimmt im 2. Nephi 26 in seinen Aussagen oft Bezug auf Jesaja. Es gibt spezifische Passagen in Jesaja 29, die Ähnlichkeiten mit den Lehren und Prophezeiungen von Nephi aufweisen. So bezieht sich Nephi beispielhaft in den Versen 15-18 auf Jesaja 29:3-5

Was verstehst du unter der Einladung: “Kauft Milch und Honig, ohne Geld und ohne Kaufpreis”? 

findechristus.org 

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Wir reden von Christus, wir freuen uns über Christus, wir predigen von Christus

9. März 2024, 05:57am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild Quelle)

“Und wir reden von Christus, wir freuen uns über Christus, wir predigen von Christus, wir prophezeien von Christus, und wir schreiben gemäß unseren Prophezeiungen, damit unsere Kinder wissen mögen, von welcher Quelle sie Vergebung ihrer Sünden erhoffen können.” (2. Nephi 25:26). 

  • In diesem Vers betont Nephi die zentrale Bedeutung von Jesus Christus und verdeutlicht, dass die Botschaft darauf ausgerichtet ist, die Menschen zu Christus zu führen und Vergebung durch ihn zu suchen. 

Zusammenfassung 2. Nephi 25:1-30

Nephi spricht über die Worte Jesajas und erklärt, dass sie schwer zu verstehen sind, besonders für diejenigen, die nicht mit der jüdischen Art des Prophezeiens vertraut sind (siehe gerne: “Nephis vier Schlüssel zum besseren Verständnis von Jesaja”). Er hat seine Kinder nicht nach jüdischer Art unterrichtet, sondern erzählt seinem Volk von den Richtersprüchen Gottes, die sich über die Nationen erfüllen werden. Nephi prophezeit über die Zerstreuung der Juden, ihre Rückkehr nach Jerusalem, Kriege und Kriegsgerüchte, die Ablehnung des Messias (Jesus Christus) und seine Kreuzigung. Er betont die Wichtigkeit, an Jesus Christus zu glauben, um errettet zu werden. Nephi prophezeit auch über die Zerstörung Jerusalems nach der Auferstehung Christi und erklärt, dass die Juden durch andere Nationen zerstreut werden. Er sagt voraus, dass die Juden erst nach vielen Generationen an Christus glauben und wiederhergestellt werden. Nephi spricht über die Erlösung durch Gnade und betont die Bedeutung, an Christus zu glauben. Er erklärt, dass das Gesetz des Mose erfüllt wurde und dass es wichtig ist, Christus treu nachzufolgen. Nephi schließt mit dem Aufruf, an Christus zu glauben und sich mit Gott zu versöhnen, um Vergebung der Sünden zu erlangen. 

Verse 1-5: Nephi spricht über die Herausforderungen, die sein Volk beim Verstehen der prophetischen Worte Jesajas hat, da sie nicht mit der jüdischen Art des Prophezeiens vertraut sind. Obwohl Nephi sie nicht ausführlich in dieser Weise belehrt hat, teilt er diese Worte für zukünftige Generationen mit. Er betont, dass die Worte Jesajas für diejenigen klar sind, die vom Geist der Prophezeiung erfüllt sind. Nephi gibt eine eigene Prophezeiung, geprägt von Klarheit seit seiner Reise aus Jerusalem, und erfreut sich an der Klarheit für sein Volk. Seine Freude an den Worten Jesajas kommt daher, dass er selbst aus Jerusalem kommt und die jüdische Art des Verstehens der Propheten schätzt. Er erkennt, dass die Juden diese prophetischen Worte verstehen, sofern sie nach der jüdischen Art belehrt werden. 

Verse 6-10: Nephi erklärt, dass er seine Kinder nicht nach der jüdischen Art belehrt hat, obwohl er selbst in Jerusalem gelebt hat und die dortigen Gegebenheiten kennt. Er hat ihnen jedoch von den Richtersprüchen Gottes erzählt, insbesondere von dem, was Jesaja prophezeit hat. Nephi setzt seine eigene klare Prophezeiung fort, betont ihre Wertigkeit für die Menschenkinder, besonders in den letzten Tagen. Er erkennt, dass die Erfüllung der Prophezeiungen Jesajas mit Bestimmtheit kommen wird, und schreibt diese Worte für zukünftige Generationen nieder. Nephi weist darauf hin, dass die Vernichtung der Juden aufgrund ihrer Übeltaten vorhergesagt wurde, und dass dies unmittelbar nach dem Verlassen Jerusalems durch seinen Vater geschah, mit Ausnahme derer, die nach Babylon in die Gefangenschaft verschleppt wurden. 

Verse 11-15: Nephi prophezeit, dass trotz der Zerstreuung der Juden sie wieder in das Land Jerusalem zurückkehren werden, um ihr Erbteil zu besitzen. Jedoch werden Kriege und Kriegsgerüchte unter ihnen auftreten. Insbesondere wird der Tag kommen, an dem der Sohn Gottes sich in Fleisch offenbaren wird, aber die Juden werden ihn aufgrund ihrer Übeltaten, Herzenshärte und Halsstarrigkeit verwerfen und sogar kreuzigen. Trotzdem wird der Messias nach drei Tagen im Grab auferstehen, Heilung bringen, und diejenigen, die an seinen Namen glauben, im Reich Gottes erretten. Nephi freut sich, in Bezug auf ihn zu prophezeien, da er den Tag des Messias gesehen hat und sein Herz seinen heiligen Namen preist. Nach der Auferstehung des Messias wird Jerusalem erneut zerstört werden, und die Juden werden unter alle Nationen zerstreut, einschließlich der Zerstörung Babylons und der Zerstreuung durch andere Nationen. 

Verse 16-20: Nephi prophezeit, dass nach der Zerstreuung der Juden durch andere Nationen über viele Generationen hinweg, sie schließlich dazu gebracht werden, an Christus und sein unbegrenztes Sühnopfer zu glauben. Wenn sie den Vater in Christi Namen mit lauterem Herzen und reinen Händen anbeten und nicht mehr nach einem anderen Messias Ausschau halten, wird der Tag kommen, an dem es notwendig ist, all dies zu glauben. 

Gott wird zum zweiten Mal seine Hand erheben, um sein Volk aus seinem gefallenen Zustand wiederherzustellen. Er wird ein wunderbares Werk vollbringen und seine Worte werden am letzten Tag über sie richten. Diese Worte werden gegeben, um sie vom wahren Messias zu überzeugen, Jesus Christus, den Sohn Gottes, den die Juden zuvor verworfen haben. Nephi betont (um 559-545 v. Chr.), dass es nur einen Messias gibt, von dem die Propheten gesprochen haben, und dieser wird nach sechshundert Jahren seit der Zeit, als sein Vater Jerusalem verließ, kommen. Nephi bekräftigt klar, dass es keinen anderen Namen unter dem Himmel gibt, durch den der Mensch errettet werden kann, außer dem von ihm erwähnten Jesus Christus, den Jahwe des Alten Testaments. 

Verse 21-25: Nephi erklärt, dass Gott ihm versprochen hat, dass seine Schriften bewahrt und von Generation zu Generation weitergegeben werden, um die Verheißung an Josef (den nach Ägypten verkauften) zu erfüllen, dass seine Nachkommen nicht zugrunde gehen würden, solange die Erde besteht. Diese Aufzeichnungen werden nach Gottes Willen und Gefallen weitergegeben, und die Nationen, die sie besitzen, werden gemäß den geschriebenen Worten gerichtet. Nephi betont die Bedeutung des Glaubens an Christus und die Versöhnung mit Gott, da sie wissen, dass sie durch Gnade errettet werden, nach allem, was sie tun können. Obwohl sie an Christus glauben, halten sie auch das Gesetz des Mose und schauen mit Standhaftigkeit nach Christus aus, bis das Gesetz durch ihn erfüllt ist. Das Gesetz dient diesem Zweck und ist für sie durch ihren Glauben in Christus lebendig geworden. 

Verse 26-30: Nephi erklärt, dass sie über Christus reden, sich über Christus freuen, von Christus predigen und prophezeien, damit ihre Kinder wissen, woher sie Vergebung ihrer Sünden erhoffen können. Sie sprechen über das Gesetz, damit ihre Kinder die Leblosigkeit des mosaischen Gesetzes erkennen und nach dem Leben in Christus ausschauen. Das Gesetz wurde durch Mose gegeben, um sie auf Christus vorzubereiten, und nachdem das Gesetz in Christus erfüllt ist, brauchen sie ihr Herz nicht gegen ihn zu verhärten, wenn das Gesetz des Mose durch ein höheres ersetzt wird. Nephi warnt sein Volk vor ihrer Halsstarrigkeit und bezeugt, dass der rechte Weg darin besteht, an Christus zu glauben und ihn nicht zu leugnen. Wenn sie Christus leugnen, leugnen sie auch die Propheten und das Gesetz. Der rechte Weg ist, an Christus zu glauben, ihn anzubeten und die Verrichtungen und Verordnungen Gottes zu befolgen, bis das Gesetz erfüllt ist. 

Aus 2. Nephi 25 können verschiedene Lehren für dein Verhalten gezogen werden: 

  1. Wert der Prophetie und des Glaubens: Nephi betont die Bedeutung der Prophetie und des Glaubens an die Worte der Propheten. Du kannst daraus lernen, dass es wichtig ist, auf die geistige Führung zu hören und einen starken Glauben zu entwickeln. 
  2. Achtsamkeit gegenüber den Lehren Jesu: Nephi spricht viel über Jesus Christus und die Notwendigkeit, an ihn zu glauben. Die Lehre für dein Verhalten könnte sein, bewusst auf die Lehren und das Beispiel Jesu zu achten und sie in deinem Leben anzuwenden. 
  3. Gnade und Erlösung durch Christus: Nephi betont die Bedeutung der Gnade und Erlösung durch Jesus Christus. Du kannst lernen, die Gnade anzunehmen und danach zu streben, in deinem Verhalten den Lehren Christi zu folgen, während du gleichzeitig die Erlösung durch ihn suchst. 
  4. Treue in schwierigen Zeiten: Nephi prophezeit über Herausforderungen, aber auch über die Treue derjenigen, die an Christus glauben. Du kannst daraus lernen, auch in schwierigen Zeiten treu und standhaft zu bleiben, insbesondere wenn es um deinen Glauben an Christus geht. 
  5. Bedeutung der Schriften: Nephi schreibt über die Wichtigkeit, die Schriften zu bewahren und an die nächsten Generationen weiterzugeben. Du kannst lernen, den Wert der heiligen Schriften zu schätzen und dich um eine geistige Erziehung für dich und andere zu bemühen. 

Insgesamt betont dieses Kapitel die Notwendigkeit eines festen Glaubens an Jesus Christus, der praktisch in den Handlungen und Entscheidungen des täglichen Lebens umgesetzt wird. 

Inwiefern redest und freust du dich, und wie predigst du über Christus? 

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Dies ist der Beschluss, der beschlossen ist über die ganze Erde

8. März 2024, 06:54am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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“Dies ist der Beschluss, der beschlossen ist über die ganze Erde; und dies ist die Hand, die ausgestreckt ist über alle Nationen.” (2. Nephi 24:26). 

  • Dieser Vers betont die Unvermeidbarkeit von Gottes Beschlüssen und seine souveräne Macht über die Nationen. Er unterstreicht die Vorherbestimmung und Durchführung der göttlichen Pläne, die sich über die ganze Erde erstrecken. Diese Aussage spiegelt die zentrale Botschaft wider, dass Gottes Vorsehung unumkehrbar ist und seine Hand über den Angelegenheiten der Welt ausgestreckt ist. 

In 2. Nephi 24:21-32 (entsprechend Jesaja 14:21-32) wird weiter über die Bestrafung Babylons bzw. Assyriens, und die Wiederherstellung des Volkes Gottes gesprochen. Zwischen den Invasionen Assyriens bzw, Babyloniens liegen allerdings 100 Jahre, da wurde von den Redakteuren etwas vermischt (Gardner, Brant A; Kommentare zu 2. Nephi 24:25,27). Hier ist eine Übersicht: 

Vers 21-23: Bestrafung Babylons 

  • Babylon wird wegen der Sünden ihrer Vorfahren bestraft, ihrer Selbstverherrlichung ihrem Hochmut und Stolz (siehe Verse 13-14). 
  • Die Nachkommen Babylons sollen durch ein Gemetzel getroffen werden, sodass sie nicht in der Lage sein werden, das Land zu bevölkern oder Städte zu bauen. 
  • Babylon wird zu einem Ort für Reiher und Wassersümpfe gemacht, und es wird mit dem Besen der Vernichtung weggefegt werden 

  • Diese metaphorische Sprache drückt die extreme Zerstörung und Verwüstung Babylons aus. Hier sind einige mögliche Interpretationen: 
    Besitz für die Reiher und Wassersümpfe: Die Erwähnung von Vögeln wie Reiher und Wassersümpfen könnte darauf hindeuten, dass das einst blühende Babylon in ein unfruchtbares, von Vögeln bewohntes Gebiet verwandelt wird. 
    Der Besen der Vernichtung: Diese Metapher betont die gründliche und vollständige Vernichtung Babylons. Der Besen wird oft verwendet, um Dinge zu entfernen und zu säubern, und hier wird er symbolisch für Gottes Handlung der Vernichtung und Reinigung verwendet. 

Vers 24-27: Gottes Plan und Handlung 

  • Gott hat geschworen, dass sein Plan umgesetzt wird, um den Assyrier ins Land zu bringen und sie auf den Bergen Judas und Israels zu zertreten. 
  • Dieser Beschluss gilt für die ganze Erde, und Gottes Hand ist ausgestreckt über alle Nationen. 
  • Gottes Entschluss wird nicht vereitelt werden, und seine gerechte Hand kann nicht abgewendet werden. Wenn in der Schrift davon die Rede ist, dass die Hand des Herrn ausgestreckt ist, geht es entweder um Belohnung (Bund gehalten) oder Bestrafung (Bund gebrochen). 

Vers 28-32: Prophezeiung für Philistäa und Vertrauen in den Herrn 

  • Es wird auf die Zeit des Todes von König Ahas verwiesen, als diese Botschaft erging. 

  • Philistäa (Siedlungsgebiet der Philister als ständige Rivalen Israels an der südwestlichen Küste des historischen Palästina; siehe Karte) wird trotz vorheriger Unterdrückung durch Babylon nicht in Freude sein, denn eine neue Bedrohung wird aus dem Norden kommen (vielleicht Assyrer. Babylonier, Meso-Persisches Reich) 
  • Trotzdem wird Zion, das vom Herrn gegründet wurde, Bestand haben, und die Armen seines Volkes werden darauf vertrauen. 

Die Passage betont die göttliche Souveränität und die Durchführung der Pläne Gottes. Sie spricht auch von der Gerechtigkeit Gottes und seiner Fähigkeit, Nationen zu bestrafen und gleichzeitig sein Volk zu schützen. Es ermutigt dazu, Vertrauen in den Herrn zu setzen, auch wenn Umstände zunächst schwierig erscheinen. 

Die Verse 21-32 in 2. Nephi 24 (entsprechend Jesaja 14:21-32) sprechen von der Bestrafung Babylons, der Befreiung des Volkes Gottes und einer Warnung für Philistäa. Hier sind einige mögliche Lehren, die man heute daraus ziehen kann: 

  1. Gerechtigkeit und Konsequenzen: Die Passagen betonen, dass Babylon aufgrund der Sünden seiner Vorfahren bestraft wird. Eine Lehre hieraus könnte sein, dass Gerechtigkeit in den Handlungen und Entscheidungen wichtig ist, und dass Handlungen Konsequenzen nach sich ziehen können. 
  2. Vertrauen in Gottes Souveränität: Die Prophezeiungen unterstreichen Gottes Souveränität über die Nationen und betonen, dass Sein Plan durchgesetzt wird. Eine Lehre könnte darin bestehen, dass man in schwierigen Zeiten auf Gottes Souveränität vertrauen und sich Seinen höheren Plänen hingeben kann. 
  3. Warnung vor Hochmut und Unterdrückung: Die Bilder des stolzen Königs von Babylon können als Warnung vor Hochmut und Unterdrückung dienen. Eine Lehre könnte darin bestehen, Demut zu schätzen und sich vor Arroganz zu hüten. 
  4. Wohltätigkeit und Fürsorge für Bedürftige: Ver 30 ist Teil des Spottlieds auf den König von Babel. Es beschreibt eine Zeit, in der die Unterdrückten und Armen Trost finden werden, während die Mächtigen und Hochmütigen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Worte sind metaphorisch und symbolisieren den Wandel von Ungerechtigkeit zu Gerechtigkeit, der in der Zukunft eintreten wird. Eine Lehre könnte darin bestehen, dass die Fürsorge für die Bedürftigen und Hilfsbedürftigen von Bedeutung ist. 
  5. Ermutigung in Zeiten der Bedrohung: Der Vers 31 warnt vor einer kommenden Bedrohung für Philistäa. Eine Lehre könnte sein, dass man in Zeiten der Unsicherheit oder Bedrohung Trost in seinem Glauben finden kann und darauf vertrauen kann, dass Gott souverän über den Umständen ist. 

Was meinst du um welchen Beschluss es im Jesaja 14:21-32 geht? 

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Wie bist du vom Himmel gefallen, o Luzifer, Sohn des Morgens!

7. März 2024, 06:00am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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“Wie bist du vom Himmel gefallen, o Luzifer, Sohn des Morgens! Bist du niedergehauen zur Erde, der du die Nationen schwächtest! 13 Denn du hast in deinem Herzen gesprochen: Ich werde zum Himmel hinaufsteigen; ich werde meinen Thron hoch über die Sterne Gottes erhöhen; ich werde mich auch auf den Berg der Zusammenkunft im hohen Norden setzen. 14 Ich werde über die Wolkenhöhen emporsteigen; ich werde dem Allerhöchsten gleich sein! 15 Doch wirst du in die Hölle hinabgeworfen, in die allertiefste Grube.” (2. Nephi 24:12-15). 

  • Der König von Babylon wird wegen seines übermäßigen Stolzes und seiner Rebellion gegen Gott fallen. Die bildhafte Darstellung des "Morgensterns" oder "Sohns der Morgenröte" symbolisiert seinen einstigen Glanz und seine Herrschaft, die jedoch aufgrund seiner Sünden und seines Hochmuts enden wird. Diese Passage wird oft als Allegorie aus dem Vorirdischen Dasein für den Fall Satans interpretiert, der sich ebenfalls gegen Gott auflehnte und forderte Seinen Platz einzunehmen. 
     
    In 2. Nephi 24:13 (Jesaja 14:13) wird der König von Babylon metaphorisch mit dem Ausdruck "Berg der Zusammenkunft im hohen Norden" beschrieben (dem Ort, wo nach babylonischem Glauben die Götter wohnen). Die genaue Bedeutung dieses Ausdrucks ist nicht eindeutig und kann unterschiedlich interpretiert werden. Es handelt sich um eine bildhafte Sprache, die symbolisch für den hohen Anspruch und die erhabene Position des Königs von Babylon stehen könnte. 
    Einige theologische Interpretationen legen nahe, dass der "Berg der Zusammenkunft im hohen Norden" auf den Mythos oder die Vorstellung eines göttlichen Berges oder einer himmlischen Versammlungsstätte verweisen könnte. Dies könnte darauf hinweisen, dass der König von Babylon sich in seiner Arroganz und Rebellion gegen Gott auf eine göttliche Ebene erheben wollte. 

Jesaja 14 in 2. Nephi 24 aus den Messingplatten Labans zitiert, enthält eine Prophezeiung über den Fall des Königs von Babylon, Nebukadnezar II (etwa 605 v. Chr. bis 562 v. Chr.). Im Kontext der Bibel wird dies oft als eine symbolische Darstellung des Sturzes von jemandem betrachtet, der sich gegen Gott erhebt, wobei viele Traditionen und Interpretationen dies mit einer metaphorischen Darstellung des Falls Satans in Verbindung bringen. 

Hier ist eine grobe Zusammenfassung der Hauptpunkte von Jesaja 14

  • Die Befreiung Israels: Das Kapitel beginnt mit einer Verheißung der Befreiung für das Volk Israel. Gott wird sein Volk wiederherstellen und die Unterdrückung durch fremde Mächte beenden. 
  • Die Spottrede gegen den König von Babylon (Verse 4-21): Der Ton ändert sich dann zu einer Spottrede gegen den König von Babylon. Der König wird als stolz und hochmütig dargestellt. Obwohl er glaubt, unbesiegbar zu sein, wird er schließlich fallen. 
  • Symbolische Bilder des Sturzes (Verse 12-15): Diese Passage enthält oft Interpretationen über den Fall Satans. Der König von Babylon wird mit dem Morgenstern verglichen, der vom Himmel fällt. Traditionell wurde dies als eine metaphorische Darstellung des Falls von jemandem interpretiert, der sich gegen Gott auflehnt. 
  • Gottes souveräne Macht (Verse 22-23): Am Ende des Kapitels betont Jesaja die Souveränität Gottes über die Nationen. Gott wird sein Volk beschützen und diejenigen bestrafen, die sich gegen ihn erheben. 

Aus Jesaja 14 können einige allgemeine Lehren gezogen werden, die auf persönliche Entwicklung und moralische Reflexion abzielen. Hier sind einige mögliche Lehren: 

  1. Demut: Das Kapitel betont die Gefahr von Stolz und Hochmut. Eine Lehre für das tägliche Leben könnte sein, die Tugend der Demut zu schätzen und sich bewusst zu machen, dass übermäßiger Stolz zu Stürzen führen kann. 
  2. Gerechtigkeit: Das Kapitel spricht von Gottes Souveränität und seiner Rolle als Richter. Dies könnte als Erinnerung dienen, dass Gerechtigkeit wichtig ist, sowohl in unseren persönlichen Handlungen als auch in der Art und Weise, wie wir mit anderen interagieren. 
  3. Vertrauen in Gott: Die Verheißungen der Befreiung und des Schutzes Gottes können als Ermutigung dienen, Vertrauen in Gott zu haben und in schwierigen Zeiten auf seinen Beistand zu hoffen. 
  4. Reflexion über die eigenen Ziele: Die Geschichte des stolzen Königs, der fällt, könnte als Ansporn dienen, unsere eigenen Ziele und Ambitionen zu überdenken. Es ist wichtig sicherzustellen, dass sie nicht auf Hochmut und Selbstsucht basieren, sondern auf Werten wie Mitgefühl, Gerechtigkeit und Liebe. 
  5. Anerkennung der Souveränität Gottes: Egal welche spirituellen Überzeugungen man hat, die Betonung der Souveränität Gottes erinnert daran, dass es wichtig ist, eine höhere Macht anzuerkennen und in Einklang mit ethischen Prinzipien zu leben. 

In 2. Nephi 24:1-20 (Jesaja 14:1-20) prophezeit Jesaja, dass Israel nach seiner Zerstreuung wieder in seine Länder der Verheißung gesammelt werden wird, um sich der Ruhe in den Zeiten des Millenniums zu erfreuen *). Weiterhin wird bezeugt, dass Luzifer wegen seiner Auflehnung gegen Gott, aus dessen Gegenwart im Himmel ausgestoßen wurde. 

  • *) “Eine dritte Zeit vollkommenen Friedens wird es während des Millenniums geben. „Der Satan wird gebunden werden, so daß er im Herzen der Menschenkinder keinen Platz mehr haben wird.” (LuB 45:55.) Indem sich die Rechtschaffenen voll an das Evangelium Jesu Christi halten, verbannen sie den Satan aus ihrer Mitte. Wir freuen uns auf diesen Tag des allgemeinen Friedens und der Gerechtigkeit, wenn Christus auf der Erde regieren wird.” (“Innerer Friede” Joseph B. Wirthlin Of the Quorum of the Twelve Apostles). 

Was meinst du welches Ereignis diese Aussage “wie bist du vom Himmel gefallen ...” beschreibt”? 

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Der Tag des Herrn kommt, grausam im Grimm wie im grimmigen Zorn

6. März 2024, 05:54am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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“Siehe, der Tag des Herrn kommt, grausam im Grimm wie im grimmigen Zorn, um das Land zu verwüsten; und er wird dessen Sünder daraus vernichten.” (2. Nephi 23:9). 

  • In diesem Vers wird die Kernbotschaft von Gottes Gericht über das Land, das durch seine Zornesmacht verheert wird, deutlich gemacht. Es betont die ernste Konsequenz für die Sünder und hebt hervor, dass der Tag des Herrn ein Tag des Gerichts ist. 

In 2. Nephi 23, (vergleiche Jesaja 13), zitiert Nehi die Prophezeiungen Jesajas über das bevorstehende Gericht Gottes über Babylon – die sündhafte Welt. Die Prophezeiung betont die Ankunft einer mächtigen Armee, die aus der Ferne kommt, um das Land zu zerstören. Jakob beschreibt die Drastik dieses Ereignisses, einschließlich der Verfinsterung von Himmel und Erde. Der Tag des Herrn wird als ein Tag der Zerstörung und des Zorns dargestellt. Babylon, einst prachtvoll, wird in Trümmern liegen und niemals wieder bewohnt werden. Wilde Tiere werden sich dort niederlassen, und die Prophezeiung weist darauf hin, dass die Zeit Babylons nahe ist, da Gottes Barmherzigkeit seinem Volk zugutekommt, während die Schlechten zugrunde gehen. Es ist eine visionäre Darstellung von Gottes Gericht und seiner Barmherzigkeit gegenüber den Rechtschaffenen. Jesaja sieht hier um mehr als 100 Jahre in die Zukunft, also die Zeit um 600 v. Chr., wo Babylon die Herrschaft übernimmt. Juda verbündete sich vergeblich mit Ägypten, anstatt auf Gott zu vertrauen. Es ist die Zeit der Propheten in Jerusalem (Juda) Lehi, Jeremia, Hesekiel und Daniel. Danach ist dann allerdings Babylon reif für die Vernichtung. 

Die Prophezeiung über Babylon in 2. Nephi 23 (Jesaja 13) kann verschiedene Lehren für das Verhalten in der heutigen Zeit bieten: 

  1. Gottes Gericht und Barmherzigkeit: Die Prophezeiung betont die Idee des göttlichen Gerichts über die Ungerechten. Es erinnert daran, dass unser Handeln Konsequenzen haben kann. Gleichzeitig wird die Barmherzigkeit *) Gottes betont, die denen zugutekommt, die rechtschaffene Wege gehen. 
    *) “Barmherzigkeit bedeutet, dass ein Mensch mit mehr Mitgefühl behandelt wird, als er verdient hat. Sie wird möglich gemacht durch das Sühnopfer Jesu Christi.” (Barmherzigkeit). 
  2. Warnung vor Hochmut und Stolz: Die Niederschlagung des Hochmuts (Anmaßung, Überheblichkeit und Arroganz) der Stolzen wird in der Prophezeiung betont. Es ist eine Mahnung, sich vor Überheblichkeit und Stolz (das Gefühl einer großen Zufriedenheit mit sich selbst) zu hüten, da diese Eigenschaften nach göttlichen Prinzipien abgelehnt werden. 
  3. Verantwortung für das eigene Handeln: Die Prophezeiung kann als Erinnerung dienen, dass wir für unser Handeln verantwortlich sind. Die Beschreibung von Konsequenzen für die Schlechten erinnert daran, dass moralische Entscheidungen Auswirkungen haben. 
  4. Blick auf die Zukunft: Die Prophezeiung enthält Bilder von Chaos und Zerstörung. Es kann eine Erinnerung sein, dass wir einen Blick auf die Zukunft haben sollten und unser Verhalten so gestalten sollten, dass es positive und nachhaltige Auswirkungen hat. 
  5. Barmherzigkeit und Mitgefühl: Die Betonung von Gottes Barmherzigkeit sollte dazu ermutigen, selbst barmherzig und mitfühlend zu sein. Es kann uns dazu inspirieren, Vergebung zu üben und anderen gegenüber mit Güte und Mitgefühl zu handeln. 
  6. Achtung vor spirituellen Prinzipien: Die Prophezeiung enthält spirituelle Prinzipien, die dazu dienen können, eine sinnvolle und moralische Lebensweise zu führen. Es könnte eine Ermutigung sein, auf spirituelle Werte zu achten und sie in das tägliche Leben zu integrieren. 

Im 2. Nephi 23 wird die Zerstörung Babylons als ein Sinnbild der Zerstörung beim Zweiten Kommen Christi dargestellt. Babylon, das Böse der Welt symbolisierend, wird für immer vernichtet werden, die Erde gereinigt (Köstliche Perle Mose 7:48). 

Insgesamt können die Lehren aus 2. Nephi 23 als Anleitung dienen, wie man ein Leben führt, das auf moralischen Prinzipien basiert, Verantwortung für sein Handeln übernimmt und nach spiritueller Orientierung strebt. 

Was meinst du, hat es mit diesem grausamen Grimm des Herrn auf sich? 

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Siehe, Gott ist meine Errettung; ich werde vertrauen und mich nicht fürchten

5. März 2024, 06:14am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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“Siehe, Gott ist meine Errettung; ich werde vertrauen und mich nicht fürchten; denn der Herr Jehova ist meine Stärke und mein Lied; er ist auch meine Errettung geworden.” (2. Nephi 22:2). 

  • Dieser Vers betont das Vertrauen in Gott als Heil und Rettung sowie die Freude und das Lobpreisen des Herrn als Reaktion darauf. Er fasst die Hauptaussagen der Dankbarkeit, des Vertrauens und des Lobpreises zusammen, die in beiden Kapiteln (2. Nephi 21 und 22) präsent sind. 

2. Nephi 21:1-16 (zitiert von den Messingplatten Labans Jesaja 11) behandelt die Prophezeiung von Jesaja über den Messias und das kommende Friedensreich: 

  • Ein Zweig aus Isais Stumpf: Das Kapitel beginnt damit, dass ein "Zweig aus Isais Stumpf" hervorgehen wird. Dies bezieht sich auf den Messias, der aus der Nachkommenschaft von König David stammen wird (Isai war der Vater Davids; siehe auch Lehre und Bündnisse 113:1-4). 
  • Der Geist des Herrn ruht auf ihm: Die Prophezeiung beschreibt, dass der Geist des Herrn auf dem Messias ruhen wird. Dies deutet auf die göttliche Befähigung und Inspiration hin, die der Messias haben wird. 
  • Die sieben Gaben des Geistes: Jesaja 11 listet sieben Gaben des Geistes auf, die auf dem Messias ruhen werden:  
    1. Weisheit: Die Fähigkeit, die Dinge aus göttlicher Perspektive zu sehen und kluge Entscheidungen zu treffen. 
  • 2. Verstand: Die Gabe, tieferes Wissen und Einsicht zu erlangen. 
  • 3. Rat: Die Fähigkeit, anderen in moralischen und spirituellen Angelegenheiten zu beraten. 
  • 4. Stärke: Die innere Kraft, Herausforderungen zu bewältigen und standhaft zu bleiben. 
  • 5. Erkenntnis: Die Fähigkeit, die Wahrheit zu erkennen und spirituelle Einsichten zu gewinnen. 
  • 6. Frömmigkeit: Eine tiefe Hingabe an Gott und ein Leben im Einklang mit seinen Geboten. 
  • 7. Furcht des Herrn: Ehrfurcht und Respekt vor Gott, der Quelle aller Weisheit und Macht. 

Diese symbolisieren die Vollkommenheit und Vollständigkeit seiner Fähigkeiten.  

  • Frieden und Harmonie in der Schöpfung: Die Prophezeiung beschreibt eine Zeit des Friedens, in der der Messias Gerechtigkeit bringen wird. Sogar die wilden Tiere werden in Harmonie miteinander leben, und Kinder werden sicher sein. In den Versen 6-9 wird beschrieben, wie friedlich es zugehen wird, wenn der Herr das Zepter übernehmen wird. Dies wird mit einer signifikanten Veränderung der Weltherrschaft einhergehen. 
  • Zweite Sammlung Israels: In Vers 11 wird prophezeit, dass der Herr seine Hand zum zweiten Mal erheben wird, um den Überrest seines Volkes zurückzugewinnen. Dieser Überrest wird aus verschiedenen Regionen zurückgebracht, darunter Assyrien, Ägypten, Patros, Kusch, Elam, Schinar, Hamat und den Inseln des Meeres. Dies kann als Verheißung der Sammlung und Wiederherstellung des Volkes Israel interpretiert werden (siehe auch Lehre und Bündnisse 113:5-6; An Ensign for the Nations).  
    Die erste Befreiung durch den Herrn bezieht sich auf die Befreiung Israles aus der Hand der Assyrer. Dieses zweite Mal bezieht sich auf unsere Tage. Joseph Smith wurden die Schlüssel der Sammlung Israels übertragen. 
    “Als Moroni am 23. September 1823 den Jungen Joseph Smith besuchte, zitierte er nicht weniger als 31 Bibelstellen. Davon stammten zehn von Jesaja.1 Das längste Zitat stammt aus Jesaja 11, von dem Moroni sagte, dass es "kurz davor steht, sich zu erfüllen" (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:40). Moroni stellte anscheinend eine Verbindung zwischen der Prophezeiung in Jesaja 11 und dem Erscheinen des Buches Mormon her.” (Quelle: Why Did Moroni Quote Isaiah 11 to Joseph Smith?).  
  • Neid Ephraims wird enden: Der in Vers 13 angesprochene Neid Ephraims kann in einem historischen Kontext auf die historische Rivalität zwischen den Stämmen von Ephraim und Juda im alten Israel anspielen. Im Friedensreich des Herrn wird es keine Rivalitäten geben.  
  • Die Rivalität zwischen Ephraim und Juda hat ihre Wurzeln in der biblischen Geschichte, insbesondere im Alten Testament. Ephraim und Juda waren zwei der zwölf Stämme Israels, die von den Söhnen Jakobs abstammten. Diese Rivalität spiegelt sich in politischen, territorialen und religiösen Spannungen wider. Hier sind einige Schlüsselaspekte: 
    Stammesherkunft: Jakob hatte zwölf Söhne, von denen jeder zu einem der zwölf Stämme Israels wurde. Ephraim und Juda waren zwei dieser Stämme. Juda war einer der älteren Söhne, während Ephraim ein jüngerer Sohn war. 
    Führungsanspruch: Juda hatte eine herausragende Position unter den Stämmen. Die Herrscher und Könige, einschließlich König David und später König Salomo, kamen aus dem Stamm Juda. Diese königliche Linie war für die Juden von großer Bedeutung. 
    Religiöse Stätten: Der Stamm Ephraim beanspruchte das Gebiet um den Tempel in Shiloh für religiöse Riten, bevor der Tempel in Jerusalem gebaut wurde. Nach der Errichtung des Jerusalemer Tempels durch Salomo konzentrierte sich der religiöse Fokus auf Juda, was zu religiösen Spannungen führte. 
    Politische Trennung: Nach dem Tod von König Salomo kam es zu einer politischen Spaltung im Königreich Israel. Der nördliche Teil, mit Ephraim als einem der führenden Stämme, bildete das Nordreich Israel, während der südliche Teil, mit Juda als Hauptstamm, das Südreich Juda bildete. Diese politische Trennung verschärfte die Rivalität. 
    Assyrische Eroberung: Das Nordreich Israel wurde schließlich von den Assyrern erobert, und viele der zehn nördlichen Stämme, einschließlich Ephraim, wurden in die assyrische Gefangenschaft geführt. Das Südreich Juda überlebte länger, bevor es später von den Babyloniern erobert wurde. 
     
    Die Rivalität zwischen Ephraim und Juda zeigt sich in historischen Konflikten, religiösen Meinungsverschiedenheiten und politischen Spannungen, die sich im Laufe der Geschichte manifestierten. 

  • Rückkehr der verlorenen Israeliten: Jesaja spricht auch über die Sammlung der zerstreuten Israeliten. Der Messias wird die verlorenen Stämme von Israel zurückbringen und sie zu einem vereinten Volk machen. Die in Vers 16 erwähnte "Straße" kann metaphorisch als der Weg der Erlösung und der Sammlung verstanden werden. 

Insgesamt zeigt dieses Kapitel die Hoffnung auf einen kommenden Messias und das Friedensreich, das er bringen wird. Es betont die göttliche Macht, die der Messias haben wird, und seine Fähigkeit, Gerechtigkeit und Harmonie in der Welt wiederherzustellen. 

Aus 2. Nephi 21:1-16 (zitiert von den Messingplatten Labans Jesaja 11) können verschiedene zeitlose Lehren gezogen werden, die auch heute noch relevant sein können: 

  1. Vertrauen in den Messias: Die Prophezeiung über den Messias erinnert daran, dass wir Vertrauen in den göttlichen Plan und die erlösende Macht des Messias haben können. In schwierigen Zeiten können wir auf die Hoffnung setzen, dass göttliche Hilfe und Führung vorhanden sind. 
  2. Die Gaben des Geistes suchen: Die sieben Gaben des Geistes sind Werte, die wir heute auch schätzen können. Das Streben nach spirituellem Wachstum und die Entwicklung dieser Eigenschaften können zu einem erfüllteren Leben führen. 
  3. Frieden und Harmonie anstreben: Die Vision von Frieden und Harmonie in der Schöpfung erinnert daran, dass wir uns für Frieden in unseren eigenen Leben und in der Welt um uns herum einsetzen sollten. Das Streben nach Gerechtigkeit und Harmonie kann positive Veränderungen bewirken. 
  4. Sammlung und Einheit: Die Prophezeiung über die Sammlung der verlorenen Israeliten betont die Bedeutung von Einheit und Zusammenhalt. Heute können wir uns darauf konzentrieren, Brücken zu bauen und uns um die Einheit in unseren Gemeinschaften zu bemühen. 
  5. Die Furcht des Herrn: Die Erwähnung der Furcht des Herrn bezieht sich auf Ehrfurcht und Respekt vor Gott. Auch heute ist es wichtig, spirituelle Prinzipien zu respektieren und in unserem Leben zu integrieren. 

Die Lehren aus diesen prophetischen Worten können auf vielfältige Weise auf die Herausforderungen und Chancen des modernen Lebens angewendet werden. Es geht darum, die zeitlosen Prinzipien der Liebe, der Gerechtigkeit und des Glaubens in unserer täglichen Existenz zu verwirklichen. 

2. Nephi 22:1-6 (zitiert von den Messingplatten Labans Jesaja 12) setzt die messianische Prophezeiung fort und fokussiert sich auf die Zeit des Millenniums, den Lobpreis und die Dankbarkeit für die erlösenden Taten des Herrn: 

  • Dank und Lobpreis: Das Kapitel beginnt mit einem Ausdruck der Dankbarkeit und des Lobpreises für den Herrn. Die Menschen werden Gott dafür preisen, dass er zornig war, aber sich nun erbarmt und Trost geschenkt hat. 
  • Der Name des Herrn wird gepriesen: Die Menschen werden den Namen des Herrn preisen und seine Taten verkünden. Dies unterstreicht die Bedeutung der Zeugnisablegung und des öffentlichen Bekenntnisses des Glaubens. 
  • Gott ist meine Rettung und Stärke: Die Gläubigen bekennen, dass der Herr ihre Rettung und ihre Stärke ist. Dies betont die persönliche Beziehung und Abhängigkeit von Gott für Hilfe und Unterstützung. 
  • Mit Freuden aus den Wasserquellen schöpfen: Das Bild des Wassers wird verwendet, um Freude und Erlösung darzustellen. Die Menschen werden mit Freuden aus den Quellen des Heils schöpfen, was auf eine anhaltende Freude und Erfüllung hinweist. 
  • Dankgebet für die Erlösung: Die Menschen werden Gott danken, dass er ihre Rettung ist, und mit Freude aus dem “Heiligen Israels” schöpfen. Die Befreiung und Erlösung werden als Grundlage für anhaltende Freude und Lobpreisung betrachtet. 

Insgesamt betont 2. Nephi 22 die Dankbarkeit und Freude der Gläubigen für die erlösenden Handlungen Gottes. Es ermutigt dazu, die eigene Erlösung zu erkennen und mit Dankbarkeit darauf zu reagieren, indem man den Namen des Herrn preist und sich an seinen wunderbaren Taten erfreut. 

Aus 2. Nephi 22:1-6 (zitiert von den Messingplatten Labans Jesaja 12) können verschiedene Lehren abgeleitet werden, die auch heute noch relevant sein können: 

  1. Dankbarkeit für die Erlösung: Das Kapitel betont die Wichtigkeit der Dankbarkeit für die erlösenden Taten des Herrn. Wir können daraus lernen, die Bedeutung der Erlösung in unserem eigenen Leben zu erkennen und demütig für die Gnade Gottes zu sein. 
  2. Lobpreis und Zeugnisablegung: Die Menschen werden aufgefordert, den Namen des Herrn zu preisen und seine Taten zu verkünden. Dies erinnert uns daran, die Kraft der Zeugnisablegung zu nutzen und unseren Glauben öffentlich zu bekennen. 
  3. Vertrauen in Gott als Rettung und Stärke: Die Bekenntnisse im Kapitel unterstreichen das Vertrauen in Gott als Quelle der Rettung und Stärke. Wir können lernen, uns in schwierigen Zeiten auf Gott zu verlassen und in ihm unsere Zuflucht zu finden. 
  4. Freude in der Erlösung: Das Bild des Wassers, aus dem Freude geschöpft wird, symbolisiert die anhaltende Freude in der Erlösung. Wir können lernen, unsere Freude nicht nur auf äußeren Umständen zu gründen, sondern auf der festen Grundlage unserer Beziehung zu Gott. 
  5. Anerkennung der Rolle Gottes als Retter: Indem die Menschen Gott als ihre Rettung und Stärke bekennen, erkennen sie seine Rolle als Retter an. Wir können lernen, unsere Abhängigkeit von Gott zu erkennen und uns seiner rettenden Handlungen bewusst zu sein. 

Die Lehren aus 2. Nephi 22 ermutigen zu einer tiefen spirituellen Haltung der Dankbarkeit, Freude und Hingabe gegenüber Gott. Diese Prinzipien können helfen, eine festere Verbindung zu Gott aufzubauen und eine positive Lebenseinstellung zu kultivieren. 

Inwiefern ist Jesus Christus deine Errettung, und was meinst du, woraus er dich errettet? 

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Der Überrest wird zurückkehren, ja, nämlich der Überrest Jakobs, zum mächtigen Gott

4. März 2024, 07:22am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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“Der Überrest wird zurückkehren, ja, nämlich der Überrest Jakobs, zum mächtigen Gott” (2. Nephi 20:21). 

  • In diesem Vers wird die Hoffnung auf die Rückkehr des Überrests des Volkes Jakobs zu Gott ausgedrückt. Die Botschaft betont die Möglichkeit der Umkehr und der Rückkehr zu Gott, selbst inmitten von Prüfungen und Herausforderungen. Es zeigt die Hoffnung auf göttliche Erlösung und erinnert daran, dass Gott selbst in schwierigen Zeiten diejenigen, die zu ihm zurückkehren, empfängt. (siehe Jesaja 11:11,12). 

2. Nephi 20, zitiert von den Messingplatten Labans aus Jesaja 10, prophezeit über die Assyrer und ihre Rolle als Werkzeug des göttlichen Zorns. Die Assyrer werden für ihre Überheblichkeit und Grausamkeit gerichtet, aber gleichzeitig werden sie als Instrument in den Händen Gottes benutzt, um sein Volk zu bestrafen. Der Prophet Jesaja weist darauf hin, dass die Assyrer dies jedoch nicht aus Gehorsam gegenüber Gott tun, sondern aus eigener böser Absicht. 

Gott beabsichtigt, auch die Assyrer für ihre Taten zu bestrafen, nachdem sie seine Pläne erfüllt haben. Jesaja betont die Souveränität Gottes über die Geschichte und erklärt, dass selbst wenn die Assyrer ihren Zweck erfüllen, sie selbst für ihren Hochmut und ihre Gottlosigkeit zur Rechenschaft gezogen werden. 

Diese Prophezeiung wird oft als eine Warnung vor übermäßiger Macht und Unterdrückung durch menschliche Regierungen interpretiert, wobei die Erinnerung daran, dass Gott über allen Dingen steht, im Mittelpunkt steht. Leichte Abweichungen zwischen den beiden Wiedergaben (2. Nephi 20 und Jesaja 10) resultieren daraus, dass Nephi aus den Messingplatten Labans zitiert, die wohl eher vom Hause Joseph im Nordreich geführt wurden: “Da die Stämme Josephs im nördlichen israelitischen Königreich, genannt Israel, lebten, und nicht im südlichen israelitischen Königreich, genannt Juda, ist es wahrscheinlich, dass die Messingplatten viele nordisraelitische Texte enthielten.” (Quelle: “What Parts of the Old Testament Were on the Plates of Brass?”).  

2. Nephi 20:1-4 (Jesaja 10:1-4): 

Der Prophet Jesaja tadelt diejenigen, die ungerechte Gesetze erlassen und schädliche Anordnungen treffen. Sie missbrauchen ihre Macht, um die Armen und Bedürftigen vor Gericht zu unterdrücken und ihnen ihr Recht zu verwehren. Diese Führungspersonen nutzen ihre Position aus, um Witwen zu berauben und die Vaterlosen zu plündern. 

Jesaja prophezeit über einen zukünftigen Tag der Heimsuchung und Verwüstung, der von fern kommen wird. In dieser Zeit werden diejenigen, die zu Unrecht Macht missbrauchten, keine Zuflucht finden und ihre Herrlichkeit wird vergehen. Jesaja fragt, wohin sie fliehen werden, wenn die Strafe kommt, und wie sie ihre Herrlichkeit bewahren wollen. 

Schließlich prophezeit Jesaja, dass ohne Umkehr diese ungerechten Führer in Gefangenschaft geraten und unter den Erschlagenen fallen werden. Trotz all dessen bleibt Gottes Zorn bestehen, und seine Hand ist weiterhin ausgestreckt, was auf die anhaltende Bereitschaft Gottes hinweist, Gerechtigkeit walten zu lassen. 

2. Nephi 20:5-7 (Jesaja 10:5-7): 

Gott spricht weiterhin zu den Assyrern als dem Werkzeug seines Zorns. Der Stock in ihrer Hand, der ihre Macht symbolisiert, wird durch Gottes Befehl gegen ein Volk geschwungen, das als "heuchlerische Nation" beschrieben wird. Dieses Volk wird vom Zorn Gottes getroffen, und die Assyrer werden den Auftrag erhalten, Raub und Beute zu nehmen sowie die betroffenen Menschen wie den Kot auf der Straße niederzutreten. 

Interessanterweise weist der Text darauf hin, dass die Absichten der Assyrer nicht mit Gottes Absichten übereinstimmen. Obwohl sie als Werkzeug Gottes dienen, beabsichtigen sie in ihrem Herzen nicht, nach Gottes Willen zu handeln. Stattdessen ist ihr eigenes Ziel, viele Nationen zu zerstören und abzuschneiden. 

Diese Passage betont die ironische und paradoxale Art, wie Gott selbst Menschen oder Nationen, die in ihren eigenen bösen Absichten handeln, als Instrumente für seine Zwecke nutzen kann, um seine gerechten Ziele zu erreichen. Es hebt auch die Verantwortung und den freien Willen der Menschen hervor, selbst wenn sie als Instrumente in göttlichen Plänen dienen. 

2. Nephi 20:8-11 (Jesaja 10:8-11): 

Gott spricht weiterhin über die Assyrer und ihre hochmütige Haltung. Die Assyrer denken, dass ihre Anführer und Fürsten genauso mächtig wie Könige sind. Der Text zieht dann Parallelen zwischen verschiedenen Städten und Regionen, die von den Assyrern erobert wurden. Kalne wird mit Karkemisch verglichen, Hamat mit Arpad, Samaria mit Damaskus. Die Assyrer haben viele Reiche der Götzen erobert, und die von ihnen geschaffenen Götzenbilder sind prächtiger als die von Jerusalem und Samaria. 

Der prophetische Gedanke hinter diesen Versen ist, dass Gott die Assyrer benutzt hat, um andere Nationen zu strafen, aber sie haben dies in ihrem Hochmut nicht erkannt. Jetzt stellt sich die Frage, ob Gott nicht auch Jerusalem für seine Abkehr von ihm und die Anbetung von Götzen bestrafen wird. Der Text betont die Ironie, dass die Assyrer, die selbst Götzen verehren, als Werkzeug Gottes dienen, um gegen andere Nationen vorzugehen, die ebenfalls Götzen anbeten. 

2. Nephi 20:12-15 (Jesaja 10:12-15): 

Nachdem die Assyrer als Werkzeug in Gottes Hand gedient haben, um seine Strafen zu vollstrecken, kündigt Gott nun an, dass er den Stolz und die Prahlerei des Königs von Assyrien bestrafen wird, nachdem sein Werk am Berg Zion und in Jerusalem vollbracht ist. 

Der König von Assyrien hat sich überheblich gerühmt und behauptet, dass seine eigenen Kräfte und Weisheit für seinen Erfolg verantwortlich sind. Er prahlt damit, dass er die Grenzen der Völker verschoben, Schätze geraubt und ganze Bevölkerungen besiegt hat. Er vergleicht seine Handlung mit dem Sammeln von Reichtümern, wie man verlassene Eier zusammenrafft, ohne dass jemand Widerstand leistet. 

Gott stellt jedoch die Frage, ob die Werkzeuge, die der König von Assyrien benutzt hat, sich über den Handelnden erheben können. Die Analogien mit Axt, Säge, Rute und Stock verdeutlichen, dass diese Werkzeuge nur Instrumente sind und keine Eigenmacht oder Autonomie besitzen. Die Botschaft ist, dass der König von Assyrien trotz seiner Prahlerei und Überheblichkeit letztendlich von Gott kontrolliert wird und seine Handlungen nicht ungestraft bleiben werden. 

2. Nephi 20:16-21 (Jesaja 10:16-21): 

Die Prophetie spricht davon, dass der Herr der Heerscharen Magerkeit unter die Fetten des Königs von Assyrien senden wird. Unter seiner Herrlichkeit wird Gott einen Brand entzünden, der wie ein Feuerbrand brennen wird. Das Licht Israels wird zu einem Feuer werden, und der Heilige Israels wird wie eine Flamme sein, die Dornen und Stacheln verzehrt. 

Gottes Gericht wird sich auf den König von Assyrien auswirken, der symbolisch als Wald dargestellt wird. Sein Wald, der einst prächtig und fruchtbar war, wird verzehrt werden, sowohl Seele als auch Leib. Nur ein kleiner Rest wird übrig bleiben, vergleichbar mit wenigen verbleibenden Bäumen, die so wenig sind, dass ein Kind sie zählen könnte. 

An diesem Tag werden die Überlebenden Israels und die Entronnenen des Hauses Jakob sich nicht mehr auf menschliche Macht verlassen, sondern auf den Herrn, den Heiligen Israels, in Wahrheit. Der Überrest wird zu Gott zurückkehren und sich auf den mächtigen Gott stützen. Es ist eine Vision der Errettung und der Umkehr zu Gott nach den Ereignissen des Gerichts. 

2. Nephi 20:22-25 (Jesaja 10:22-25): 

Die Prophezeiung spricht davon, dass auch wenn das Volk Israel zahlreich wie der Sand des Meeres wäre, nur ein kleiner Überrest zurückkehren wird. Diese Rückkehr wird durch die festgelegte Vernichtung begleitet, die über das ganze Land kommen wird. Diese Vernichtung ist jedoch gerecht und erfolgt gemäß den göttlichen Plänen. 

Gott, der Herr der Heerscharen, wird diese Vernichtung ausführen und hat sie für das gesamte Land beschlossen. Den Bewohnern von Zion wird gesagt, dass sie sich trotz der Bedrohung durch den Assyrer nicht fürchten sollen. Auch wenn der Assyrer sie schlagen wird, wird dies nur für eine kurze Zeit geschehen. Der Zorn Gottes wird enden, und die Vernichtung wird die Gerechtigkeit Gottes manifestieren. Es ist eine Botschaft der Hoffnung, dass trotz der Prüfungen und Herausforderungen letztendlich Gottes Gerechtigkeit triumphieren wird. 

2. Nephi 20:26-34 (Jesaja 10:26-34): 

Die Prophezeiung spricht davon, dass der Herr der Heerscharen eine Geißel gegen den Assyrer erheben wird, vergleichbar mit dem Gemetzel gegen Midian am Rabenfelsen. Diese Geißel wird auch an das Wunder erinnern, als Gott das Rote Meer teilte, um die Kinder Israels zu retten. Ähnlich wird Gott gegen den Assyrer handeln und ihn nach der Weise Ägyptens strafen. 

Die Last des Jochs, die der Assyrer auf das Volk gelegt hat, wird an diesem Tag von den Schultern genommen und das Joch wird zerbrochen werden, um der Salbung willen. Es wird beschrieben, wie der Assyrer voranschreitet und durch verschiedene Orte zieht, wobei sogar die Umgebung von Jerusalem betroffen ist. 

Die Prophezeiung endet mit der Bildsprache, dass der Herr der Heerscharen den Ast mit Schreckensgewalt abschlagen wird. Die Hochmütigen werden erniedrigt, und es wird symbolisch dargestellt, wie der Libanon, ein majestätischer Berg, durch einen Mächtigen fällt. Dies alles repräsentiert Gottes souveräne Macht und seine Fähigkeit, die Unterdrückung seines Volkes zu beenden und die stolzen Mächte zu brechen. 

Hier sind einige mögliche Lehren

  1. Gott als Lenker der Geschichte: Die Texte betonen Gottes Rolle als Lenker der Geschichte. Er kann sowohl Nationen als auch ihre Führer benutzen, um seine Pläne umzusetzen. Diese Lehre erinnert daran, dass Gott souverän ist und über allem steht. 
  2. Gottes Gerechtigkeit: Obwohl Gott Assyrer als Werkzeug seiner Strafe gegen andere Nationen verwendet, bleibt ihre eigene Überheblichkeit und Bosheit nicht ungestraft. Dies betont die Gerechtigkeit Gottes und seine Fähigkeit, sowohl zu strafen als auch zu erretten. 
  3. Warnung vor Überheblichkeit: Der Stolz und die Prahlerei der Assyrer führen zu ihrer Bestrafung. Die Lehre könnte sein, dass Überheblichkeit und Selbstverherrlichung Konsequenzen haben können. Es erinnert an die Wichtigkeit der Demut. 
  4. Gottes Befreiung und Erlösung: Trotz der Bedrohung durch den Assyrer verspricht Gott, sein Volk zu befreien und ihr Joch zu brechen. Die Lehre hier ist, dass Gott diejenigen errettet, die auf ihn vertrauen und sich an ihn wenden. 
  5. Umkehr und Vertrauen auf Gott: Die Menschen werden aufgefordert, sich nicht auf menschliche Macht zu verlassen, sondern auf den Herrn. Die Lehre könnte sein, dass wahres Vertrauen und wahre Sicherheit in Gott gefunden werden. 

Wer ist nach deinem Verständnis der Überrest Jakobs, der zum Herrn zurückkehren wird? 

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Die Herrschaft wird auf seiner Schulter sein

2. März 2024, 06:42am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

„Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf Erden verliehen.” (Matthäus 28:18)
(Bild Quelle)

“Denn uns ist ein Kind geboren, uns ist ein Sohn gegeben; und die Herrschaft wird auf seiner Schulter sein; und sein Name wird lauten: Wunderbar, Ratgeber, Mächtiger Gott, Immerwährender Vater, Fürst des Friedens.” (2. Nephi 19:6). 

  • In diesem Vers wird die Essenz der Botschaft vermittelt, nämlich dass ein außergewöhnliches Kind geboren wird, das eine bedeutende Herrschaft tragen wird, und es werden spezifische Titel und Eigenschaften für dieses Kind genannt. Dieses Versprechen wird als messianische Prophezeiung betrachtet und hat eine tiefe theologische Bedeutung in vielen christlichen Traditionen. 

Das Kapitel 2. Nephi 18:20-21 endet mit der Schilderung von Finsternis und Bedrängnis, in der sich jene wiederfinden, die sich gegen Gott stellen. 2. Nephi 19:1-2 deutet an, dass diese zwar schwere Leiden zu ertragen haben, aber den Übriggebliebenen eines Tages "ein großes Licht” leuchtet, womit Jesus Christus gemeint ist, der unter ihnen wirken wird. 

In Ver 1 werden Naphtali und Sebulon genannt. 
Im Alten Testament wird auf das Land Sebulon und das Land Naftali als Regionen im nördlichen Teil des Königreichs Israel hingewiesen. Diese Gebiete waren Teil der zehn Stämme Israel und lagen in der Nähe des Sees Genezareth. In der Geschichte Israels wurden diese Gebiete während der assyrischen Invasion in den Jahren 734-732 v. Chr. von Trübsal und Leid heimgesucht. 
Die Prophezeiung in 2. Nephi 19:1-2 spricht von einer Zeit der Dunkelheit und Not für Sebulon und Naftali, aber sie weist auch darauf hin, dass es eine Zeit des Lichts und der Erleuchtung geben wird. Die Verbindung mit Sebulon und Naftali soll symbolisch für das gesamte Volk Israel stehen. Die Botschaft ist, dass, obwohl diese Regionen zuerst von Leid betroffen sein mögen, sie später die Segnungen des Lichts und der Hoffnung erleben werden. 
Im Kontext von 2. Nephi 19:1-2 im Buch Mormon wird diese Prophezeiung auf Jesus Christus angewendet. Das Land Sebulon und das Land Naftali repräsentieren symbolisch die Gebiete um den See Genezareth, wo Jesus Christus während seines Erdenlebens predigte. Die Prophezeiung wird interpretiert als Vorhersage der Ankunft von Jesus Christus als das "große Licht", das die Finsternis durchbricht und Hoffnung und Erlösung für das Volk bringt. 

Vers 3 im Kapitel 19 spricht von einer “großen Freude” bei der Ernte. 
Früher hat Jesaja im Kapitel 1:7 davon gesprochen, dass die Städte des Südreiches Juda, und das Ackerland des Volkes verbrannt wurden. Die Folge ist, dass Nährstoffe in den Boden zurückgeführt werden, was danach wieder zu einer guten Ernte führen wird. In einigen Regionen ist dies eine gängige landwirtschaftliche Praxis. Jesaja nutzt dieses Bild wieder in Vers 3, Freude herrscht bei der Ernte. Hiermit soll angedeutet werden, dass nach der Entbehrung und Not, eine Zeit des Überflusses kommen wird. 

Vers 4 im Kapitel 19 spricht von einem zerbrochenen Stock des Bedrückers. 
Hierbei handelt es sich um die Fremdherrschaft, die Jahwe entfernen wird. Die assyrische und die babylonische Dominanz über Israel wird der Herr brechen, und noch viel später, in den Letzten Tagen, wird alle politische Dominanz gebrochen werden, und Christus wird seine rechtmäßige Herrschaft im Millennium antreten, nachdem das Böse verbrannt wurde (Vers 5). 

Die Verse aus 2. Nephi 19:6-21 (entsprechend Jesaja 9 in der Bibel) prophezeien die Ankunft eines großen und wunderbaren Kindes, das die Herrschaft tragen wird. Dieses Kind wird mit beeindruckenden Titeln versehen, wie "Wunderbar, Ratgeber, Mächtiger Gott, Immerwährender Vater, Fürst des Friedens" (2. Nephi 19:6). Die Titel unterstreichen deutlich die zukünftige Rolle des königlichen Messias als Herrscher der Welt. 

Die Prophezeiung setzt fort, dass die Herrschaft und der Friede dieses Kindes ohne Ende sein werden, insbesondere auf dem Thron Davids. Die Erfüllung dieser Verheißung wird durch den Eifer des Herrn der Heerscharen gesichert (2. Nephi 19:7). 

Es wird darauf hingewiesen, dass das Wort des Herrn zu Jakob und Israel gekommen ist. Trotzdem wird das Volk, insbesondere Efraim und Samaria, nicht zu Gott zurückkehren. Stattdessen setzen sie ihre Hoffnung auf ihre eigenen Kräfte und Ressourcen, trotz der drohenden Gefahr von Feinden (2. Nephi 19:8-12). 

Im 2. Nephi 19:10 (Jesaja 9:9) ist von eingestürzten Ziegeln und danach behauenen Steinen die Rede. 

Dieser Vers ist Teil einer Passage, in der das Volk von Israel sich selbst durch den Einsatz von menschlicher Weisheit und eigenen Ressourcen ermutigt, trotz der bevorstehenden Gefahr. Der Kontext der Passage ist wichtig, um den Vers besser zu verstehen. 

In den vorangehenden Versen (2. Nephi 19:8-9 und Jesaja 9:7-8) wird darauf hingewiesen, dass das Volk von Israel nicht zu Gott zurückgekehrt ist, trotz der Warnungen und Zeichen. Stattdessen verlassen sie sich auf ihre eigenen Fähigkeiten und Pläne, um sich vor möglichen Bedrohungen zu schützen. 

Der Vers 2. Nephi 19:10 drückt diesen menschlichen Stolz und dessen Selbstvertrauen aus. Das Bild von Ziegeln, die eingestürzt sind, und von abgehauenen Maulbeerbäumen wird verwendet, um die zerstörerischen Auswirkungen von Feinden oder Naturkatastrophen darzustellen. Anstatt sich jedoch demütig zu Gott zu wenden, erklärt das Volk: "Aber wir werden mit behauenen Steinen bauen; die Maulbeerbäume sind abgehauen worden, aber wir werden an ihre Stelle Zedern setzen." 

Hier setzt das Volk auf seine eigene Stärke, dass es trotz der Schwierigkeiten in der Lage ist, sich wieder aufzubauen und möglicherweise sogar besser als zuvor. Dieser Vers betont jedoch auch die menschliche Tendenz, auf eigene Fähigkeiten zu vertrauen, anstatt sich auf Gottes Führung und Gnade zu verlassen. 

Insgesamt kann dieser Vers als eine Warnung vor menschlichem Stolz und übersteigertem Selbstvertrauen verstanden werden, das dazu führen kann, dass man sich von Gott abwendet, anstatt sich auf ihn zu verlassen. 

Aufgrund des Ungehorsams des Volkes wird der Herr Maßnahmen ergreifen. Kopf und Schwanz *), Alt und Jung, werden gleichermaßen von Strafen betroffen sein. Die Anführer des Volkes, die es in die Irre führen, werden ebenfalls verurteilt (2. Nephi 19:13-16). 

  • *) Die Metapher von "Kopf und Schwanz" repräsentiert höchstwahrscheinlich die Führungsschicht und die Masse des Volkes. Das Abschneiden von Kopf und Schwanz könnte auf eine umfassende Bestrafung und Strafe für das gesamte Volk hinweisen, unabhängig von ihrer sozialen Stellung. Es soll verdeutlichen, dass sowohl die Anführer als auch die Geführten Konsequenzen für ihre Sünden tragen werden. 

Die Prophezeiung warnt vor den Konsequenzen der Bosheit, die wie Feuer brennt und das Land verfinstert. Es wird eine Zeit unvorstellbarer Not und des Hungers geben, bei der sogar Brüder einander nicht verschonen werden und das Volk in seiner Verzweiflung dazu gebracht wird, extreme Maßnahmen zu ergreifen, um seine Not abzuschwächen. Es wird auch zwischen den Stämmen Israels Konflikte geben (2. Nephi 19:17-21). 

In den Versen 12, 17 und 21 wird jeweils gesagt: “Bei alldem hat sich sein Zorn nicht abgewendet, und seine Hand ist noch immer ausgestreckt.” Das bedeutet, dass der Herr der Bedrängnis freien Lauf lassen wird. Er wird erst wieder segnen, wenn sich das Volk seinem Gott wieder zugewendet haben wird. 

Insgesamt vermitteln diese Verse die Botschaft von Gottes Gericht und Strafe für die Sünden des Volkes, aber auch die Hoffnung auf die kommende Ankunft eines besonderen Kindes, das Frieden und Gerechtigkeit bringen wird. 

Was meinst du, auf wessen Schultern wird einst die Herrschaft über die Erde liegen? 

findechristus.org 

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