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Glaubensansichten

Juble, du Kinderlose, die nicht Mutter geworden ist

29. September 2022, 05:27am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

“Juble, du Kinderlose, die nicht Mutter geworden ist; brich in Jubel aus und jauchze, die du keine Geburtsschmerzen hast kennen gelernt! denn „die Kinder der Einsamen (oder: Alleinstehenden) werden zahlreicher sein als die Kinder der Verehelichten”, ist der Ausspruch des HErrn.” (Jesaja 54:1). 

Juble, du Kinderlose, die nicht Mutter geworden ist. Wieder so ein Vers, der mich zum Grübeln bringt, weil ich ihn nicht auf Anhieb verstehe. Nach ein wenig Recherche erkenne ich, dass Paulus im Brief an die Galater genau diesen Vers aus Jesaja zitiert (Galater 4:27). Im Vers 21 fragt Paulus seine Zuhörer, die gerne unter dem Gesetz stehen möchten, ob sie es nicht verstehen. Ja, auch ich gehöre zu jenen, die diese Schriftstelle nicht verstehen, also versuche ich es mit den nächsten Versen im Galater. 

Paulus greift auf die Erzählung aus Genesis 21:2-9 zurück, wo es um zwei Frauen Abrahams geht. Die eine war unfruchtbar und gab ihrem Mann die andere, dass sie von ihr Nachwuchs bekommen könne. Die erste war Sara (die Freie), die andere deren Magd Hagar (die Sklavin). Der ersten wurde später vom Herrn verheißen, einen Sohn zu bekommen (Isaak; Genesis 17:19), zunächst war ihr Schoß aber verschlossen und ihre Magd sollte für sie einen Sohn bekommen (Ismael; Genesis 16:15). Wie ich in Galater 4:24-26 lese, handelt es sich um ein Bildnis: Die beiden Frauen stellen zwei Bündnisse dar. Das eine Bündnis vom Berg Sinai, das in die Sklaverei hineingebiert, welches Hagar ist, und Hagar heißt der Berg Sinai in Arabien; sie entspricht dem jetzigen weltlichen Jerusalem, denn dieses ist mit seinen Kindern in Sklaverei. Das zweite Bündnis ist das geistige Jerusalem, oder auch Zion, das von oben kommen wird (siehe hier). Dieses ist frei und unsere Mutter, die jubeln soll. Ich lerne, in diesem Kapitel 54 spricht Christus zu seinen zerstreuten und in Gefangenschaft lebenden Kindern Israels, und vergleicht seine Beziehung zu ihnen mit einer Ehe. Eine Zeitlang hatten sich die Kinder vom Herrn getrennt, aber der Herr wird sie wieder liebevoll empfangen (Jesaja 54:5-8). Das kann ich ebenso auf mich beziehen. Wenn ich mich vom Herrn abwende, wird er mit ausgebreiteten Armen liebevoll darauf warten, dass ich mich ihm wieder zuwende, er wird mich nicht verwerfen. In den Versen 1-3 spricht der Herr über das Wachstum, das das Haus Israel während seiner Sammlung in unseren Tagen erleben würde. Wir sollen dazu beitragen, indem wir alle herzlich in der Kirche des Herrn willkommen heißen, dem Raum unseres Zeltes, den wir erweitern sollen. 

Wie verstehst du die obige Schriftstelle? 

findechristus.org

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Warum wollt ihr Geld für das zahlen, was kein Brot ist

28. September 2022, 06:04am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Leiht mir euer Ohr
(Bild: Quelle)

“Warum wollt ihr Geld für das zahlen, was kein Brot ist, und euren sauren Verdienst für etwas, das nicht zur Sättigung dient (= was nicht satt macht)? Hört doch auf mich, so sollt ihr Gutes zu essen haben, und laben soll sich eure Seele an fetter Speise! 3 Leiht mir euer Ohr und kommt her zu mir! hört, auf daß eure Seele auflebt (oder: genest)! Denn ich will mit euch einen ewigen Bund schließen, (will) die dem David gegebenen unverbrüchlichen Gnadenverheißungen (verwirklichen).” (Jesaja 55:2-3). 

Warum wollt ihr Geld für das zahlen, was kein Brot ist. Wie heißt es doch so richtig? “Alles im Leben hat seinen Preis, auch Dinge, von denen man glaubt, man bekommt sie geschenkt!”. Sollte es hier anders sein, wie Jesaja es tönen lässt? Wird uns hier im Kapitel 55 nicht ein `Super-XXXL-Angebot´ gemacht, Brot zum Essen ohne Geld zu bekommen? Komisch, dass sich da keine Schlange bildet! Offensichtlich wird lieber Geld ausgegeben für etwas, was einen nicht sättigt. 

Nun, gemeint ist hier natürlich gutes, fettes, sättigendes `geistiges Brot´, das Wort Gottes, und zwar für keinen Preis. Vielleicht bildet sich keine Schlange, weil ja angeblich schon Albert Einstein gesagt haben soll: „Was nichts kostet, ist nichts wert.“ Sollte es sich bei diesem Angebot, das uns der Herr durch Jesaja verkündet, doch anders verhalten? Eindeutig ja! Es handelt sich um das Angebot unseres Lebens! Also, ran an das Angebot. Das Einzige, was wir aufbringen müssen, sind Zeit und Mühe. Früher hatten die Menschen keine hohe Lebenserwartung. Sie mussten ihre Zeit hauptsächlich damit verbringen, für den Erhalt des nackten Lebens zu sorgen. Mit der Zeit wird die Lebenserwartung immer höher. Da muss es doch Zeit für mehr geben, als nur für das tägliche Brot zu schuften. Zudem noch Zeit, die wir durch Maschinen einsparen. Sie können wir entweder für Dinge verschwenden, die uns im geistigen Sinne nicht satt machen, oder wir können sie nutzen, `um unser Ohr dem Herrn zu leihen´, um seinen `ewigen Bund´ kennenzulernen, um ihn dann als Lebensziel zu nehmen, damit wir letztendlich für alle Zeit und Ewigkeit bei unseren himmlischen Eltern leben können. Unsere Jugendzeit, in der wir nichts als aus dem Elternhaus wegwollten, ist vorbei. Wir sehnen uns doch wieder zurück. Ich lerne, ich brauche meine Zeit nur sinnvoll zu nutzen, indem ich meinem Schöpfer mein Ohr leihe, auf sein Wort höre, das er ganz umsonst hergibt! Dann kommt aber das Wichtige, nachdem ich es verstanden habe, muss ich es auch noch richtig anwenden. Das wäre dann `Intelligenz´. 

Wie leihst du dem Herrn dein Ohr? 

findechristus.org 

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Wir gingen alle in der Irre wie Schafe

27. September 2022, 05:26am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

“Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeder wandte sich seinem eigenen (oder: selbsterwählten) Wege zu; der HErr aber hat unser aller Schuld auf ihn fallen lassen.” (Jesaja 53:6). 

Wir gingen alle in der Irre wie Schafe. Ich stelle mir die Frage, wie kommt es, dass Schafe in die Irre gehen? Wenn ich mir die Schafe auf der Weide ansehe, sehe ich sie meist mit gesenktem Kopf vorwärtsgehen, um die Pflanze zu finden, die ihnen am ehesten zusagt. So grasen sie wie ein Mähroboter. Ihre Köpfe heben sie erst, wenn sie den Ruf ihres Hirten vernehmen, der sie veranlassen will, den Weideplatz zu wechseln, oder in den Stall zurückzukehren. Wenn sie gesenkten Hauptes nach ihrem Fressen vor sich suchen, kann es leicht passieren, dass sie die Herde verlassen, weil sie nur das verführerische Grün vor sich sehen. Wenn ich das auf mich übertrage, schaue ich nur auf das, was kurz vor mir ist, kann es passieren, dass ich den engen Pfad zu meinem `guten Hirten´, Jesus Christus, verlasse, die `Herde´, die Gemeinde verlasse, und mich im Weltlichen verirre, auf Abwege gerate. 

Nun kommt der `gute Hirte´ ins Spiel, der seine Herde, die 99 alleine lässt, um mich, das eine verirrte Schaf, zu suchen (Lukas 15:4-7). Das Finden alleine hilft mir noch nicht viel weiter, außer, dass ich wieder in die Geborgenheit der Herde zurückgeführt worden bin. Meine falsche Nahrung, die ich zwischenzeitlich aufgenommen habe, beeinflusst meine Gesundheit immer noch. Nicht nur, dass der `gute Hirte´ die anderen 99 alleine gelassen hat und mich suchte und gefunden und zurückgeführt hat, hat er doch auch ein Gegenmittel gegen meine Missetat hervorgebracht.  F r e i w i l l i g   (aus freien Stücken und willig, ohne Widerrede) hat er dafür gesorgt, dass mein Fehlverhalten korrigiert werden kann, indem er für mich, und für einen jeden von uns, unsere Sünden auf sich genommen hat, wie es in den folgenden Versen im Kapitel 53 beschrieben wird. Ich kann ihm nur unendlich dankbar dafür sein, “... daß er sein Leben in den Tod hingegeben hat und unter die Übeltäter gezählt worden ist, während er doch die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter fürbittend (oder: als Mittler) eingetreten ist.” (Jesaja 53:12). Ich lerne, diese Dankbarkeit kann ich Christus dadurch erweisen, indem ich nicht nur stur vor mich auf den Boden schaue, mich nur um das kümmere, was mir gefällt, dabei die Gemeinde außer Acht lasse, mich nicht um den Nächsten sorge, mich dadurch auch noch verirre, auf Abwege gerate. Gerne will ich auf die Rufe meines `guten Hirten´ hören, immer wieder mal nach oben schauen, mich um meinen Nächsten kümmern, und auf diese Weise Jesus Christus dienen, indem ich meinem Mitmenschen diene (Mosia 2:17). 

Was hast du vor Kurzem getan, um nicht `wie ein Schaf´ in die Irre zu gehen? 

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Denn Trost hat der Herr für Zion

26. September 2022, 05:17am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

“Denn Trost bat [hat] der HErr für Zion, Trost für alle seine (d. h. Zions) Trümmerstätten lind [und] wird seine (d. h. Zions) Wüstenei zu einem Paradies machen und seine Steppe zu einem Gottesgarten: Jubel und Freude wird sich in ihm (d. h. in Zion) einfinden, Danklied und Saitenspiel.” (Jesaja 51:3; [Druckfehler korrigiert]). 

Denn Trost hat der Herr für Zion. Kürzlich habe ich von dem großen Brand Chicagos am 8. Oktober 1871 gelesen. Chicago war zu der Zeit eine sehr schnell wachsende Stadt. Für all die zuströmenden Menschen wurde Wohnraum gebraucht und so boomte die Baubranche und Immobilieninvestoren machten gute Geschäfte. In dieser Oktobernacht warf eine Kuh in einem kleinen Stall eine angezündete Laterne um. Dies war der Beginn einer riesigen Feuersbrunst. Die meisten Häuser waren komplett aus Holz und hatten Teergedeckte Dächer, sodass sich das Feuer aufgrund einer vorhergehenden Trockenperiode rasend schnell ausbreiten konnte. Die Feuerwehren konnten ihm nicht Herr werden. Am Ende waren über 90.000 der 324.000 Einwohner der Stadt obdachlos. Dreihundert Menschen starben. 

Horatio Spafford war einer der vielen Investoren. Er arbeitete hart daran, sich von den Verlusten zu erholen, um seiner Familie das Überleben zu sichern. Nicht lange nach dem Brand predigte Horatios Freund in England und lud ihn und seine Familie ein, ihn zu besuchen. Also machten sich Horatios Frau und ihre vier Töchter mit dem Dampfschiff Ville du Havre auf den Weg nach England. Horatio wollte kurze Zeit später nachkommen. Auf halbem Weg über den Atlantik stieß das Schiff gegen 2 Uhr morgens mit dem Klipper Loch Earn zusammen. Die Ville du Havre wurde dabei fast in zwei Teile zerlegt. Nur 26 Passagiere und 61 Besatzungsmitglieder der Ville du Havre konnten aus dem Wasser gerettet werden. Tragischerweise kamen 226 Passagiere ums Leben. Anna Spafford überlebte, aber ihre vier Töchter Annie, 12 Jahre alt; Maggie, 7; Bessie, 4; und ihr 18 Monate altes Baby ertranken. Als ihr Mann von ihr die Nachricht, „Alleine gerettet. Was soll ich tun?" erhielt, machte er sich sofort auf den Weg nach England. Bei der Überfahrt rief ihn der Kapitän an der Unglücksstelle zu sich, um ihm diese zu zeigen. Als Horatio auf die wogenden Wellen hinabblickte und an seine dort begrabenen Töchter dachte, erfüllten Worte des Trostes und der Hoffnung sein Herz und seinen Verstand. Er schrieb sie auf, und sie sind seitdem zu Texten einer allseits beliebten Hymne geworden: “It is Well With My Soul” (sieh dir dieses bewegende Video dazu an: hier). Einer dieser Verse lautet: “Wenn Friede, wie ein Fluss meinen Weg begleitet, wenn Sorgen, wie Meereswogen rollen, was auch immer mein Schicksal ist, du hast mich zu sagen gelehrt `Es ist gut, es ist gut mit meiner Seele´.” 

Ich lerne, ein jeder hat irgendwann in seinem Leben tiefsten Schmerz durchzumachen. In diesen Tiefs können wir in Jesajas Worten Trost finden, so wie Horatio Spafford: Jesus Christus hat all unsere Leiden und Schmerzen in Getsemani durchgemacht, auf dass er mit uns fühlen und uns helfen kann (Jesaja 53:4; Matthäus 8:17). 

Mit welchem wunderbaren Erlebnis wurde Anna Spafford getröstet? Lösung siehe Video

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Wo ist denn der Scheidebrief eurer Mutter, durch den ich sie verstoßen (oder: entlassen) hätte?

24. September 2022, 06:14am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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“So hat der HErr gesprochen: „Wo ist denn der Scheidebrief eurer Mutter, durch den ich sie verstoßen (oder: entlassen) hätte? oder wo ist einer unter meinen Gläubigern, an den ich euch verkauft hätte? Nein, um eurer Verschuldungen willen seid ihr verkauft worden, und wegen eurer Übertretungen ist eure Mutter entlassen worden!” (Jesaja 50:1). 

Wo ist denn der Scheidebrief eurer Mutter, durch den ich sie verstoßen (oder: entlassen) hätte? Das Kapitel 49 im Buch Jesaja richtet sich an das zerstreute Haus Israel, und behandelt dessen Sammlung bzw. Erlösung. Im Kapitel 50 spricht Jesaja als Messias zu den Israeliten, die sich aufgrund ihrer Sünden in Gefangenschaft befinden. Was meint der Herr hier mit dem `Scheidebrief´. Ein solcher Brief ist ein rechtliches Dokument, das die Annullierung einer Ehe beurkundet. Das Bündnis, das ein Paar geschlossen hatte, wird aufgelöst, sie trennen sich, gehen getrennte Wege. Nun fragt Christus das Volk Israel, sein Bündnisvolk, wo denn der Scheidebrief sei, durch den er sein Volk verlassen haben, oder es sogar an jemand anderen verkauft haben sollte (an die Sünde)? Christus macht seinem Volk klar, dass nicht er es verlassen, sondern das Volk ihn verlassen hat. Und zwar aufgrund seiner Übertretung des Bündnisses, das es einst mit ihm eingegangen ist (Genesis 17:7). 

Um seine Brüder noch eindringlicher dazu zu bewegen, an den Herrn zu glauben, las er ihnen “... vor, was der Prophet Jesaja geschrieben hatte ...” (1. Nephi  19:23). So handhabte es auch sein jüngerer Bruder Jakob. Der Herr hatte ihm gezeigt, dass diejenigen, die aus Jerusalem ins Exil geführt wurden, wieder zurückkehren würden. Ja, er würde sich ihnen sogar im `Fleische kundtun´. Dann würde er gegeißelt und gekreuzigt werden (2. Nephi 6:8-9). Danach zitierte Jakob das gesamte Kapitel 50 des Jesaja. Der Vers 1 lautet dort folgendermaßen: “So hat der HErr gesprochen: „Wo ist denn der Scheidebrief eurer Mutter, durch den ich sie verstoßen (oder: entlassen) hätte? oder wo ist einer unter meinen Gläubigern, an den ich euch verkauft hätte? Nein, um eurer Verschuldungen willen seid ihr verkauft worden, und wegen eurer Übertretungen ist eure Mutter entlassen worden!” Ich lerne, wenn ich mit dem Herrn heilige Bündnisse eingegangen bin, verkaufe ich mich selber an die `Gefangenschaft der Sünde´, und an den, der sie liebt, Satan. Nicht der Herr beantragt den `Scheidebrief´, ich selber tue es. Ich selber wechsle die Fronten. Das sei ferne von mir. Dank sei aber dem Herrn, denn durch sein Leiden, hat er uns ´freigekauft´, wenn wir uns nur wieder ihm zuwenden, Umkehr üben. 

Wie verstehst du das mit dem `Scheidebrief? 

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So hat der Herr zu seinem Gesalbten gesprochen, zu Cyrus

23. September 2022, 05:24am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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“So hat der HErr zu seinem Gesalbten gesprochen, zu Cyrus, den ich bei seiner rechten Hand ergriffen habe, um Völker vor ihm niederzustrecken und den Gürtel von den Hüften der Könige zu lösen, um Türen vor ihm aufzutun und Tore, damit sie ihm nicht verschlossen bleiben: 2 „Ich will selbst vor dir hergehen und das Unwegsame ebnen; eherne Pforten will ich sprengen und eiserne Riegel zerschlagen; 3 ich will dir die im Dunkel verborgenen Schätze übergeben und die wohlversteckten Kostbarkeiten, damit du erkennst, daß ich, der HErr, es bin, der dich bei deinem Namen gerufen hat, der Gott Israels.” (Jesaja 45:1-3). 

So hat der Herr zu seinem Gesalbten gesprochen, zu Cyrus. Zum Ende des Kapitels 44 lässt der Herr Jesaja ankündigen, dass Jerusalem mit seinem Tempel durch Cyrus wiederaufgebaut werden wird (Vers 48). Ja, zu Beginn des Kapitels 45 sagt der Herr von Cyrus sogar, dass er sein Gesalbter sei, den er bei seiner `rechten Hand´ ergriffen hat, was für mein Verständnis so viel bedeutet, dass er mit ihm, einem, der nicht von seinem Bundesvolk ist, einen Bund geschlossen hat (Vers 1). In der Geschichte erleben wir häufiger, dass der Herr sich Menschen bedient, die außerhalb des Bundes stehen, und doch seinem Bundesvolk helfen sollen. So halfen die Briten den Juden 1948 bei der Rückkehr in ihre Heimat mit der Niederlegung ihres Mandates über Palästina, “. . . um vor ihm die zweiblättrigen Tore zu öffnen, (die Haupttore der Stadt) und die Tore sollen nicht verschlossen werden.“ (Jesaja 45:1 King James Version, maschinell übersetzt). Daraufhin rief der Führer der zionistisch-sozialistischen Arbeiterpartei Israels, David Ben-Gurion, den Staat Israel aus. 

So hat sich der Herr auch im Fall des Großkönigs Cyrus zur Heimführung seines Volkes, eines Mannes bedient, der nicht Mitglied seines Bundesvolkes war. Auch in seinem Fall, hat ihm der Herr den Weg geöffnet, und niemand konnte ihn an der Ausführung hindern, denn der Herr selber wollte vor ihm herziehen und die Wege für ihn ebnen. Im Kapitel 1 “Altertümer der Juden – Buch XI” berichtet der jüdische Historiker Flavius Josephus: “1. [An. 536.] Im ersten Jahr der Regierung von Cyrus; das war der siebzigste seit dem Tag, an dem unser Volk aus seinem eigenen Land nach Babylon gebracht wurde;  (2) Gott bemitleidete die Gefangenschaft und das Unglück dieser armen Leute, wie er es ihnen von Jeremia, dem Propheten, vor der Zerstörung der Stadt vorausgesagt hatte; das, nachdem sie Nebukadnezar und seiner Nachkommenschaft gedient hatten; und nachdem sie diese siebzigjährige Knechtschaft durchgemacht hatten, er würde sie wieder in das Land ihrer Väter zurückbringen; und sie sollten ihren Tempel bauen und ihren alten Wohlstand genießen. Und diese Dinge gewährte ihnen Gott. Denn er erregte die Gedanken von Cyrus und ließ ihn in ganz Asien schreiben: „So spricht Cyrus, der König: Da Gott der Allmächtige mich zum König der bewohnbaren Erde ernannt hat, glaube ich, dass Er der Gott ist, der die Nation des Gottesdienstes der Israeliten. Denn er hat meinen Namen durch die Propheten vorausgesagt und dass ich ihm ein Haus in Jerusalem im Land Judäa bauen sollte.“ (Google Übersetzer). Ich lerne, Gott bedient sich für die Umsetzung seiner gerechten Pläne der Hände derer, die er für geeignet hält, egal welcher Angehörigkeit sie seien. Schließlich sind alle Kinder seines Vaters. 

Welche Beispiele kennst du, in denen der Herr für seine Ziele Menschen `salbte´, die nicht seinem Bundesvolk angehörten? 

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Seit unendlich langer Zeit habe ich geschwiegen

22. September 2022, 05:18am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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„Seit unendlich langer Zeit habe ich geschwiegen, bin stumm geblieben, habe an mich gehalten; jetzt aber will ich wie eine Gebärende aufschreien, will schnauben und schnaufen (oder: nach Luft schnappen) zugleich.” (Jesaja 42:14). 

Seit unendlich langer Zeit habe ich geschwiegen. In den Versen 1 bis 4 des Jesaja 42 ist die Rede außer von Israel als Kollektiv, auch von Jesus Christus. Er spricht wohl im Namen seines Vaters, indem er erklärt, dass er auf diesen seinen Erwählten, an dem er Wohlgefallen hat, seinen Geist gelegt hat, dieser wird den Völkern das Evangelium (Recht) bringen, und er wird dabei nicht ermüden, bis seine Aufgabe erfüllt sein wird. Ich stelle mir vor, damit ist gemeint, dass Christus seinen Geist am Kreuz nicht aufgeben wird, bevor sein Werk zu diesem Zeitpunkt vollbracht ist (Johannes 19:30). Danach vermittelt der Herr durch Jesaja, dass er seine Diener berufen hat, seinem Volk seinen Bund zu bringen, und für die Völker Vorbild (Licht) zu sein, damit Unwissenheit durch Wissen ersetzt wird und das Gesetz alle frei machen würde (Jesaja 42:6-7). 

Nachdem Christus sein Werk auf Erden für dieses Mal zu Ende gebracht hat, haben seine Dienerinnen und Diener fleißig, meist unter schwersten Bedingungen, den Auftrag, das Evangelium in alle Welt zu tragen erfüllt. Bis der Herr sie zu sich nahm, gab es eine lange Zeit der `Dunkelheit´, eine Zeit ohne Seine Vollmacht, ohne seine Kirche (Abfall). Das könnte für mein Verständnis mit der `unendlich langen Zeit des Schweigens´ gemeint sein. Und schon sind wir wieder in unserer Zeit, denn er hat jetzt sein Schweigen gebrochen, indem er Joseph Smith beauftragte, den weiteren Zeugen für Jesus Christus, das Buch Mormon, aus dem `Staube´ zu unserer Generation sprechen zu lassen, Vollmacht wiederherzustellen, und sein Wort unter den Menschenkindern, bis an die Enden der Erde erschallen zu lassen (wie eine Gebärende schreien). Aus Finsternis (Unkenntnis), ist Licht (Erkenntnis) geworden! Ich lerne, von diesen Taten lässt der Herr nicht mehr ab (Jesaja 42:16), diese seine Macht (das Aaronische Priestertum) wird nie mehr von der Erde genommen werden, bis die Söhne Levis dem Herrn wieder ein Opfer in Gerechtigkeit darbringen (Lehre und Bündnisse 13).

Wie verstehst du Jesaja 42:14?

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Wer hat vom Sonnenaufgang her den (Mann) erweckt, dem der Sieg entgegenkommt?

21. September 2022, 05:19am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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“Wer hat vom Sonnenaufgang her den (Mann) erweckt, dem der Sieg**) entgegenkommt auf Schritt und Tritt? Wer gibt Völker in seine Gewalt und läßt ihn Könige niedertreten, daß sein Schwert sie wie Staub macht und sein Bogen wie verwehte Spreu? 3 daß er hinter ihnen herjagt, unversehrt einherzieht, ohne den Pfad mit seinen Füßen zu berühren.***)” (Jesaja 41:2-3). 

Wer hat vom Sonnenaufgang her den (Mann) erweckt, dem der Sieg entgegenkommt? Jesaja 41 beginnt mit einer Frage, wer einen Mann aus dem Osten (Sonnenaufgang) kommen lässt, der fast problemlos über Völker und Könige siegen wird. Bei dem Mann, den der Herr erweckt, handelt es sich um den persischen Großkönig Kyros (auch Cyrus geschrieben; * um 590 bis 580 v. Chr.; † August 530 v. Chr.). Durch seine Expansionspolitik weitete er die Grenzen des ehemals kleinen altpersischen Reichs deutlich aus, das unter seinen Nachfolgern von Indien über Iran, Babylon, Kleinasien bis Ägypten reichte und bis 330 v. Chr. bestand, ehe es von Alexander dem Großen erobert wurde. Von Cyrus sagt der Herr: “... ‘Er ist mein Hirt und soll all meinen Willen (oder: meinen ganzen Plan) ausführen’, indem er für Jerusalem gebietet: ‘Es soll wieder aufgebaut werden!’ und für den Tempel: ‘Er werde neu gegründet!’” (Jesaja 44:28). Er wurde durch den Geist des Herrn geleitet, diejenigen, der um 597 v. Chr. durch die Babylonier ins Exil verschleppten, um die 539 v. Chr. wieder in ihre Heimat zurückkehren zu lassen, um Jerusalem samt Tempel wieder aufzubauen. 

Cyrus ist einerseits das Werkzeug Gottes zum Gericht, wie andererseits zur Errettung Seines Volkes. Zum Gericht insofern, als er dazu beitrug, den Götzendienst zu vernichten, zur Errettung, indem er dafür sorgte, dass diejenigen des Volkes Gottes, die es wünschten, nach Jerusalem zurückkehren konnten, um dort wieder ihrem wahren Gott zu dienen. Doch dieses Kapitel bezieht sich, wie alle Prophezeiungen Jesajas, auch auf andere Zeiten. Zum Beispiel spricht er im Vers 25 von einem Mann, den der Herr aus dem Norden her erweckt hat. Auch damit könnte Cyrus gemeint sein, denn er fiel in Babylon von Norden her ein, kam aber aus dem Osten, aus Persien. Es könnte sich aber auch auf die Rückführung der `verlorenen zehn Stämme´ beziehen. Sie sind aus babylonischer Gefangenschaft in den Norden weggezogen. So müssen sie zur Sammlung, zur Wiedervereinigung, auch durch den Herrn von dort wieder zurückgeführt werden (Jeremia 3:18; Jeremia 31:8). Diese Rückführung begann in den 1880er Jahren. “Unter der Führung von Theodor Herzl in den frühen 1900er Jahren wurde die moderne zionistische Bewegung organisiert und eine systematischere Rückkehr der Juden begann. Mit restriktiven Einwanderungsgesetzen in Amerika und dem Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland wanderten in den 1920er Jahren viel mehr Juden nach Palästina ein. Nach der Katastrophe des Holocaust wurden die Gebete vieler Juden während der Jahrhunderte der langen Zerstreuung schließlich am 14. Mai 1948 erhört, als die Führung des jüdischen Palästinas für die Gründung des jüdischen Staates Israel stimmte.” (siehe hier). Ich lerne, der Herr vergisst die Seinen nicht, egal wo sie sich auch befinden mögen. Er weiß, wo sie sind, und wann sie ihren Auftrag dort erfüllt haben, und reif für die Rückführung in ihre Heimat sein werden (Jesaja 41:14). 

Wen hältst du für den `Mann´, den der Herr vom `Sonnenaufgang´ her erweckt hat? 

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Dass sie laufen und nicht müde werden, dass sie wandern und nicht ermatten

20. September 2022, 05:49am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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Mögen Jünglinge müde und matt werden und junge Männer strauchelnd zusammenbrechen: — 31 die auf den HErrn harren, gewinnen neue Kraft, daß ihnen neue Schwingen (oder: Schwungfedern) wachsen wie den Adlern, daß sie laufen und nicht müde werden, daß sie wandern und nicht ermatten.” (Jesaja 40:30-31). 

Dass sie laufen und nicht müde werden, dass sie wandern und nicht ermatten. Bei diesen Worten, die der Herr durch Jesaja sprechen lässt, klingeln mir doch gleich wieder die Ohren. Wo habe ich diese Aussage schon mal gelesen und gehört? Mir fallen zwei Dinge ein. Zum einen das Gesundheitsgesetz des Herrn in Lehre und Bündnisse 89 und dann eine gleichlautende Verheißung auf dem `Berg des Herrn´, in seinem Haus, dem Tempel. In Lehre und Bündnisse 89:20 verheißt der Herr jenen, die auf sein `Wort der Weisheit´ hören, sie  “... werden laufen und nicht ermüden und werden gehen und nicht ermatten.” Dies erinnert mich doch auch daran, dass der Herr `gestern, heute und in Ewigkeit derselbe´ ist (Hebräer 13:8; 1. Nephi 10:18; Mormon 9:9; Lehre und Bündnisse 20:12). 

Ich lerne, dass dieser eine unvergleichlich weise, unser Gott, nur eins im Sinn hat, alles was er hat, mit uns, seinen Kindern zu teilen. Denjenigen, die ihr Vertrauen in ihn setzen, und nicht auf `eigene Kraft und Weisheit´ bauen, wird er `Kraft´ geben, auf dass sie nicht ermatteten. Ich fühle mich dadurch ermuntert auf seine Liebe, Weisheit und Güte zu vertrauen. Er wird mir Hilfe zuteilwerden lassen, wenn ich durch Anfechtungen ermattet bin, mich stärken, sodass ich Kraft habe, weiter den `schmalen und geraden Weg´ entlang der `eisernen Stange´ zum Baum des Lebens zu laufen, ohne auf das `große und geräumige Gebäude´ abseits des Weges zu achten (1. Nephi 8). Meine Kräfte werden erneuert werden, wie bei einem Adler jedes Jahr die Flugfedern erneuert werden, und er auf diese Weise seine jugendliche Kraft behält. Diese verheißene Erneuerung ist sowohl eine geistige, als auch eine körperliche. Was wird uns sogar verheißen, wenn wir dem Herrn die Treue halten? “Erben Gottes und Miterben Christi zu sein” (Römer 8:17; Lehre und Bündnisse 84:38). Nie würde ich dagegen ein von Menschen gefertigtes Bildnis eintauschen und anbeten, ein Porsche oder sonst ein `von Menschen geschaffenes Bildnis´ kann mir nicht diese Kraft verleihen, ein Erbe Christi zu werden. Es rostet mit der Zeit, und wird von Motten gefressen (Matthäus 6:19). 

Was meinst du, wer kann dir wann Kraft geben zu laufen ohne zu ermatten? 

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Auf einen hohen (oder: den höchsten) Berg steige hinauf, Zion, als Freudenbotin!

20. September 2022, 05:25am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Auf einen hohen (oder: den höchsten) Berg steige hinauf, Zion, als Freudenbotin! 
(Bild: Quelle)

“Auf einen hohen (oder: den höchsten) Berg steige hinauf, Zion, als Freudenbotin! Erhebe deine Stimme mit aller Macht, Jerusalem, als Freudenbotin! Erhebe sie, fürchte dich nicht! Verkünde den Städten Juda’s: „Sehet da, euer Gott!” (Jesaja 40:9). 

Auf einen hohen (oder: den höchsten) Berg steige hinauf, Zion, als Freudenbotin! In den nächsten Versen lässt der Herr durch Jesaja seine Macht und seine Stärke als Schöpfer und als Richter, seiner Liebe und Fürsorge als der Hirte gegenüberstellen. Diese Botschaft sollen wir, seine Dienerinnen und Diener von einem hohen Berg als Freudenbotschaft `Juda´ (Israel) verkünden, dass Gott derjenige ist, der alles weiß, alles erschaffen hat, der mit nichts in seiner Herrlichkeit vergleichbar ist (Jesaja 40:12-18). 

`Mit Kraft kommt er´. Darunter stelle ich mir die Macht und Kraft des Priestertums Gottes vor, durch die alles was ist, erschaffen wurde. `Als Sieger kommt er´. Darunter stelle ich mir vor, dass er den Tod überwunden und somit die Menschheit, seine Kinder, auferstehen werden. Sein Arm hat ihm Stärke verliehen, den Tod zu überwinden. `Sein Lohn kommt mit ihm´. Darunter stelle ich mir vor, dass jene, die sich seinem Volk, dem Bündnisvolk, angeschlossen haben, mit ihm bei seinem zweiten Kommen, das das Millennium einleitet, in den Wolken vor ihm her schreiten werden. Siehe Vers 10. Dann lässt der Herr seine Bemühungen als `Hirte´ seines Volkes beschreiben. Er wird die Jugend (die Lämmer) an seinem Herzen (Busen) tragen, d. h. seine Liebe, die er in so unbeschreiblichem Maße für sie hat, spüren lassen, und ihre Eltern (Mutterschafe) sorgsam anleiten, damit sie ihren Kindern das rechte Wort lehren, und ihnen Vorbild sein werden. Siehe Vers 11. Ich lerne, diese Aufforderung, auf den höchsten Berg zu gehen (von dort werden die meisten Menschen erreicht, so ein `höchster Berg´ könnte heute das Internet sein) und den `Städten Judas´ (allen vom Volk des Herrn), ohne sich zu fürchten zuzurufen, wer der Gott des Himmels und der Erde ist, wo sein Evangelium und seine Kirche zu finden sind: „Sehet da, euer Gott!”

Wie verstehst du das mit der Aufforderung als `Freudenbotin´ auf den höchsten Berg zu steigen? 

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