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Glaubensansichten

Vierundzwanzig Töchter der Lamaniten führten sie in die Wildnis weg

13. Februar 2016, 07:29am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

In Schemlon waren die Lamaniten angesiedelt. Deren Töchter versammelten sich dort regelmäßig an einem Ort zum Tanzen (Mosia 20:1). Die Priester des schlechten Königs Noa hatten ja auf der Flucht vor den Lamaniten ihre Familien im Stich gelassen und waren nun ohne Frauen (Mosia 19:11), hatten aber offensichtlich Sehnsucht nach solchen: „Und da sie in der Wildnis verweilten und die Töchter der Lamaniten entdeckt hatten, legten sie sich auf die Lauer und beobachteten sie; 5  und als nur wenige von ihnen zum Tanz versammelt waren, kamen sie aus ihren Verstecken hervor und ergriffen sie und führten sie in die Wildnis weg; ja, vierundzwanzig Töchter der Lamaniten führten sie in die Wildnis weg.“ (Mosia 20:4-5).

Hierbei werde ich an eine ähnliche Begebenheit im Alten Testament erinnert. Die Israeliten lagen mit dem Stamm Benjamin im Kampf und schlugen sie vernichtend (Richter 20:48). Restliche Benjamiter waren nun ohne Frauen und die Israeliten hatten Mitleid mit ihnen und beratschlagten, wie sie ihnen helfen konnten. Selber waren ihnen die Hände gebunden, denn sie hatten geschworen, dass sie keine Verbindungen ihrer Töchter mit den Benjamitern zulassen wollten (Richter 21:1). So kamen sie auf den Gedanken, dass die Benjamiter sich Töchter rauben sollten, die zu einem jährlichen Fest in Schilo zusammenkamen und sich dort auch beim Tanz vergnügten (Richter 21:21,23). Auf diese Weise umgingen sie ihren Eid.

Vierundzwanzig Töchter der Lamaniten führten sie in die Wildnis weg. Und das, nur weil sie sich schämten zu ihren Frauen und Kindern ins Land Nephi zurückzukehren - allerdings hatten sie auch vor Rache Angst (Mosia 20:3).In Deutschland würde diese Handlung heutzutage eine gegen die persönliche Freiheit gerichtete Straftat darstellen und zur Gruppe der Entführungsdelikte gehören und mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr geahndet werden (§ 234 StGB). Ich ziehe für mich daraus folgende Lehre: Es muss ja nicht gleich Menschenraub sein. Ich kann ja über meine Familienmitglieder oder meine Mitmenschen auch in anderer Weise Zwang ausüben - sowohl körperlicher, als auch geistiger Art. Ich habe gelernt, dass man mit Zwang auf Dauer nichts erreichen kann und außerdem weiß ich, dass wir das nicht dürfen (Lehre und Bündnisse 121:41-42). Was sind deine Erfahrungen mit Zwang?

Violin Practice
Violin Practice

(Quelle)

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Der König der Lamaniten stellte rund um das Land Wachen auf

12. Februar 2016, 06:28am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nach den Bündnissen zwischen den Führern der Lamaniten und Nephiten (Mosia 19:25-26) richtete der neue König der Nephiten, Limhi, das Reich und Frieden wieder auf (Mosia 19:27): „Und der König der Lamaniten stellte rund um das Land Wachen auf, um das Volk Limhi im Land zu halten, damit sie nicht in die Wildnis wegzögen; und den Unterhalt für seine Wachen nahm er aus dem Tribut, den er von den Nephiten erhielt.“ (Mosia 19:28).

Der König der Lamaniten stellte rund um das Land Wachen auf. Damit die Nephiten ihren Unterdrückern nicht entkommen konnten, wurden sie ringsum von Wachen umstellt (Mosia 21:5). Auch dieses Szenario erinnert mich an jüngste deutsche Geschichte. Nach dem zweiten Weltkrieg teilten die Siegermächte das Deutsche Reich in vier Besatzungszonen ein. Drei dieser Zonen wurden zu einem vereinigten Wirtschaftsgebiet zusammengefasst - Westdeutschland. Es blieb der von den Sowjets besetzte Teil übrig, der sich mit der Zeit zu einem eigenen Staat entwickelte. Die Bedingungen dort waren nicht so positiv wie im Westen und so zog es viele Menschen von Ost nach West. Die Machthaber im Osten sahen sich gezwungen, den Bevölkerungsschwund zu stoppen und errichteten mit der Zeit einen etwa 1400 Kilometer langen und durch etwa 30.000 Grenzsoldaten bewachten `Todesstreifen´. Auf diese Weise wollten sie den Bestand ihres diktatorischen Staates sichern. Ich hatte das enorme Glück, oder besser, durfte durch die Segnungen des Herren, im freien Teil dieses Landes aufwachsen. Wie verzweifelt Menschen auf der anderen Seite der Grenze waren, zeigen die unzähligen Fluchtversuche, die für etwa 872 Menschen mit dem Tod endeten. 1989 endlich überwand der überstarke Freiheitswille in friedlicher Form diese Trennung; mit Willi Brands Worten: „Jetzt sind wir in einer Situation, in der wieder zusammenwächst, was zusammengehört.“. Welche Gedanken hast du zu der friedlichen Wiedervereinigung?

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Grenzsicherungsanlagen der damaligen DDR vom Dreiländereck Bayern, Sachsen, Böhmen bis zur Lübecker Bucht (Quelle)

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Der König der Lamaniten schwor ihnen einen Eid, ... Und auch Limhi ... schwor dem König der Lamaniten einen Eid

11. Februar 2016, 07:09am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nachdem König Noah beseitigt war, flohen die restlichen Priester (Mosia 19:21) und das Volk traf auf seinem Rückweg in die Heimat auf Gideons Suchtrupp (Mosia 19:22). In der Heimat war inzwischen Limhi, der rechtschaffene Sohn König Noas, vom Volk als dessen Nachfolger eingesetzt: „Und es begab sich: Der König der Lamaniten schwor ihnen einen Eid, sein Volk werde sie nicht töten. 26  Und auch Limhi als Sohn des Königs, dem das Königtum vom Volk übertragen worden war, schwor dem König der Lamaniten einen Eid, sein Volk werde ihm Tribut zahlen, ja, die Hälfte all dessen, was sie besaßen.“ (Mosia 19:25-26).

Der König der Lamaniten schwor ihnen einen Eid, ... Und auch Limhi ... schwor dem König der Lamaniten einen Eid. Wenn ich hier von der Ablegung eines Eides lese, frage ich mich, wie sieht das heute bei uns damit aus? Ein Eid dient der persönlichen Bekräftigung einer Aussage. Durch die Ablegung verpflichte ich mich zur Wahrheit und zum Tragen der Konsequenzen der Eidausage. Zum Beispiel legen Ärzte den Hippokratischen Eid ab, in dem sie sich zur Einhaltung ihrer Berufspflichten und ethischer Prinzipien verpflichten.

Im Alten Testament lesen wir von vielen Eidesbekundungen. Gott hat z. B. Abraham geschworen, ihn zu einem großen Volk werden zu lassen (Genesis 22:16-1726:3). Allerdings hat der Herr uns geboten, nicht im Namen Gottes oder seiner Schöpfungen zu schwören (Matthäus 5:33-37). Dennoch gibt es einen `stillen Eid und Bund´ des Priestertums. Dieser bildet ein heiliges Versprechen zwischen dem Herrn und demjenigen, dem das melchisedekische Priestertum übertragen wird. In diesem Eid bekräftigt der Herr gegenüber dem bis ans Lebensende treuen Priestertumsträger, dass er alles empfangen wird, was der Vater hat (LuB 84:33–39). Was für ein jegliches Vorstellungsvermögen übersteigendes Versprechen - in das allerdings gleichberechtigt die Frauen im Bund einbezogen sind (lies hier). Trotzdem fällt es mir im Alltag nicht leicht, dieses Versprechen meinerseits immer einzuhalten, aber ich bemühe mich nach besten Kräften. Was hältst du von diesem `stillen Eid´? Hier erfährst du mehr.

eid und bund
(Quelle)

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Nun hatten sie im Herzen geschworen, sie würden ... nach Rache trachten

10. Februar 2016, 06:40am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Derjenige Teil des Volkes Nephi, der mit dem schlechten König Noa geflohen war und seine Familien im Stich gelassen hatte, reagierte so: „Nun hatten sie im Herzen geschworen, sie würden in das Land Nephi zurückkehren, und falls ihre Frauen und ihre Kinder und auch diejenigen, die bei ihnen geblieben waren, getötet worden seien, würden sie nach Rache trachten und auch mit ihnen zugrunde gehen. 20  Und der König gebot ihnen, nicht zurückzukehren; und sie waren auf den König zornig und ließen ihn leiden, ja, bis zum Feuertod.“ (Mosia 19:19-20).

  • Sie waren auf den König zornig und ließen ihn leiden, ja, bis zum Feuertod
    Hier trat nun das ein, was der nephitische Prophet Abinadi 27 Jahre zuvor diesem Volk prophezeit hatte: der Feuertod König Noas (Mosia 12:3).

Nun hatten sie im Herzen geschworen, sie würden ... nach Rache trachten. Rache ist die Zufügung von Schaden an jemandem, der Unrecht begangen hat. Und wie heißt es so schön: Rache ist süß! Ist es dir auch schon passiert, dass dich jemand verletzt oder beleidigt hat und du dann auf Rache gesonnen und sie ausgeführt hast? Wie waren deine Empfindungen? Im Moment der Rache ist dein Belohnungszentrum angesprungen und du hast dich daraufhin momentan wohlgefühlt, so als wenn du dich mit deiner Lieblingssüßigkeit belohnt hättest. Aber wie lange hielt dieses `süße´ Empfinden an? Wenn die Süßigkeit alle ist, ist es mit dem Glücksgefühl auch nicht mehr weit her. „So süß die Rache zunächst auch schmeckt, so bitter und lange wirkt ihr Nachgeschmack“ - haben Wissenschaftler herausgefunden (hier). Deshalb ist es besser, dem Rat des Herrn zu folgen und ihm die Rache zu überlassen (Römer 12:19Mormon 8:20). Ich habe oftmals auch den Gedanken, meinen Unternachbarn, die nicht mit sich reden lassen, ihre nächtlichen Ruhestörungen zu vergelten. Dann sage ich mir aber: Meine Genugtuung wird nicht lange anhalten, sie werden wieder zurückschlagen - und so würde das eine ewige Spirale werden. Also bitte ich lieber den Herrn um Hilfe - entweder für mich, dass ich mich nicht provozieren lasse, oder dass sie einsichtig werden. Wobei kamen deine letzten Rachebefühle auf?

rache_ist_suess
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Doch war Limhi nicht in Unkenntnis über die Übeltaten seines Vaters

9. Februar 2016, 07:25am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Limhi, einer der Söhne König Noas, der sich unter den gefangen genommenen befand, hatte den Wunsch: „... sein Vater möge nicht vernichtet werden; doch war Limhi nicht in Unkenntnis über die Übeltaten seines Vaters, denn er selbst war ein gerechter Mann.“ (Mosia 19:17).

Doch war Limhi nicht in Unkenntnis über die Übeltaten seines Vaters. Obwohl Limhi die Übeltaten seines Vaters kannte, wollte er gerne, dass er nicht von den Lamaniten getötet werden möge. Dessen ungeachtet hatte er die Schlechtigkeit seines Vaters erkannt, weil er den Einfluss des `Lichtes Christi´ verspürte. Durch dieses Licht - auch der Geist Christi genannt - wissen alle Menschen, bevor sie die Gabe des Heiligen Geistes empfangen (Lehre und Bündnisse 39:23), was richtig und was falsch ist (Moroni 7:16,18). Hast du schon mal etwas getan, was in dir ein äußerst ungutes Gefühl hinterließ? Da hat sich dann dein Gewissen geregt. Alle Menschen sind mit der natürlichen Fähigkeit geboren, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden (Lehre und Bündnisse 84:46).

Ich kann mich daran erinnern, als wenn es gestern Nacht war: Ich war bei regnerischem Wetter mit dem Wagen auf einer leeren Schnellstraße unterwegs. Plötzlich tat es einen Schlag und der Wagen holperte über etwas hinweg. Ich bekam einen mächtigen Schreck, fuhr aber weiter und dachte, dass irgendein Gegenstand auf der Straße gelegen haben wird, vielleicht ein Stein. Und wenn es ein Mensch war? Mein Gewissen ließ mir keine Ruhe. Ich kehrte um, fuhr an die Stelle zurück und sah, dass schon die Polizei da war. Ich meldete, dass ich da vor Kurzem an dieser Stelle über etwas gefahren sei. Welche Erleichterung machte sich in mir breit, als ich erfuhr, dass eine Wildsau schon vor mir überfahren wurde und an der Stelle gerade erst weggeräumt worden war. Die Straße heißt übrigens `Wildparkstraße´. In welcher Situation hat sich dein Gewissen das letzte Mal gemeldet?

wildsau
(Quelle)

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Auf diese Weise sollten sie dem König der Lamaniten von Jahr zu Jahr Tribut zahlen

8. Februar 2016, 06:11am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Unter welchen Bedingungen das Leben der Nephiten geschont wurde: „Darum schonten die Lamaniten ihr Leben und nahmen sie gefangen und brachten sie zurück in das Land Nephi und gewährten ihnen, das Land zu besitzen, unter der Bedingung, dass sie König Noa in die Hände der Lamaniten auslieferten und ihr Eigentum auslieferten, ja, die Hälfte all dessen, was sie besaßen, die Hälfte ihres Goldes und ihres Silbers und all ihrer Kostbarkeiten, und auf diese Weise sollten sie dem König der Lamaniten von Jahr zu Jahr Tribut zahlen.“ (Mosia 19:15).

Auf diese Weise sollten sie dem König der Lamaniten von Jahr zu Jahr Tribut zahlen. Um ihr Leben zu retten, mussten die ehemaligen Anhänger des schlechten Königs Noa, als Zeichen ihrer Unterwerfung, etliche Auflagen der Lamaniten erfüllen. Wie sieht das mit dem `Tribut zollen´ in der heutigen Zeit aus? Im Wesentlichen zollt man heute Tribut als Anerkennung der Leistung einer Person oder der hervorragenden Eigenschaften eines Produktes. Aber oft wird auch `ein hoher Tribut gefordert´, um etwas Außergewöhnliches zu erreichen.

So haben unzählige Menschen `einen hohen Tribut gezahlt´ um anderen Menschen z.B. das Evangelium zugänglich zu machen. So zahlte z. B. William Tyndale am 6. Oktober 1536 einen hohen Tribut mit seinem Leben dafür, dass er das Alte Testament aus dem hebräischen Urtext und das Neue Testament aus dem griechischen Urtext ins Englische übersetzte. Joseph Smith zahlte am 27. Juni 1844 ebenso mit seinem Leben einen hohen Tribut, indem er unter schwierigsten Bedingungen die Fülle des Evangeliums von Jesus Christus wiederherstellte. Wegen dieser Menschen, und vieler weiterer, haben wir heutzutage Kenntnis von Gottes `Plan der Erlösung´. Meinen Respekt und meine Anerkennung zolle ich diesen Menschen dadurch, dass ich die heiligen Schriften verinnerliche und ihre Lehren in meinem täglichen Leben versuche, so gut ich kann, anzuwenden. Wie zollst du welchen herausragenden Persönlichkeiten Tribut?

tyndale
Porträt Tyndales in einer 1534 erschienenen Ausgabe des Neuen Testaments (Quelle)

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Diejenigen, die bei ihren Frauen und ihren Kindern geblieben waren, ließen ihre anmutigen Töchter vortreten

7. Februar 2016, 04:25am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die nicht mit König Noa geflohenen, sondern bei ihren Familien verbliebenen Männer, hatten einen Rettungsplan: „Und es begab sich: Diejenigen, die bei ihren Frauen und ihren Kindern geblieben waren, ließen ihre anmutigen Töchter vortreten und sich bei den Lamaniten dafür einsetzen, dass sie sie nicht töteten.“ (Mosia 19:13).

Dieses Verhalten erinnert mich an eine Begebenheit aus dem Alten Testament. Isaak, der Sohn Abrahams, zog mit seiner Frau Rebekka zum König Abimelech nach Gerar. Rebekka war eine schöne Frau und die Männer des Ortes fragten Isaak über sie aus. Weil Isaak Angst um sein Leben hatte, gab er sie als seine Schwester aus (Genesis 26:7). Als der König Abimelech allerdings durch das Fenster sah, dass die beiden nicht wie Bruder und Schwester miteinander umgingen, beklagte er sich bei Isaak darüber, dass er durch seine Falschaussage Schuld über seine Männer hätte bringen können (Genesis 26:10). Erstaunlicherweise stellte der König dessen ungeachtet Isaak und seine Frau unter besonderen Schutz (Genesis 26:11). Hierdurch wurde der Verheißung, dass der Herr Abraham und den Seinen dieses Land als Erbteil geben wollte, der Weg gebahnt (Genesis 26:24).

Diejenigen, die bei ihren Frauen und ihren Kindern geblieben waren, ließen ihre anmutigen Töchter vortreten. Die Lamaniten schonten das Leben der Familien aufgrund der Anmut ihrer Töchter (Mosia 19:14), so wie König Abimelech Isaak und seine Frau unter besonderen Schutz stellte aufgrund ihrer Schönheit. Dies zeigt, welch starken Einfluss anmutige und schöne Frauen auf Männer ausüben können, wobei dieser Einfluss auch in die falsche Richtung gehen kann, wie man bei Herodes sieht (Matthäus 14:8). Ich lerne daraus, dass ich mich nur auf den Einfluss des Geistes Gottes, des Heiligen Geistes, einlassen soll. Auf welchen Einfluss verlässt du dich?

Rebekka
Eliezer trifft am Brunnen auf Isaaks zukünftige Frau
(Quelle)

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Alle Männer sollten ihre Frauen und ihre Kinder verlassen

6. Februar 2016, 07:43am

Veröffentlicht von Lobi

Die Einstellung König Noas zur Familie erkennen wir aus den Anweisungen, die er den Männern seines Volkes gab, nachdem die Lamaniten sie während ihrer Flucht, die er ihnen geboten hatte (Mosia 19:9), einholten und anfingen sie zu töten (Mosia 19:10): „Nun begab es sich: Der König gebot ihnen, alle Männer sollten ihre Frauen und ihre Kinder verlassen und vor den Lamaniten fliehen.“ (Mosia 19:11).

Kennst du die „Birkenhead-Regel“? Sie geht zurück auf eine Anweisung der Besatzung des Truppentransporters der Royal Navy HMS Birkenhead. Als dieser 1852 vor der Küste Südafrikas unterging, begründete die Besatzung mit ihrer Anweisung „Frauen und Kinder zuerst!“ einen Verhaltenskodex, der im Laufe der Zeit allenthalben in lebensgefährlichen Situationen umgesetzt wurde. Ganz im Gegensatz zur Birkehead-Regel steht diese Anweisung König Noas und kennzeichnet damit auch seine Einstellung zur Familie. Er legte sein Augenmerk in ihrer Notsituation nur auf sich und seine Männer und sah Kinder und Frauen als Hindernis bei ihrer Flucht an.

Alle Männer sollten ihre Frauen und ihre Kinder verlassen. Der Herr hat Mann und Frau den Auftrag gegeben, Kinder zu haben und damit eine Familie zu bilden (Köstliche Perle Mose 2:27-28). Jakob hält seinem Volk, den Nephiten, vor Augen, wie die von ihnen eigentlich gehassten Lamaniten, im Gegensatz zu ihnen selber, ihre Familie ehrten: der Ehemann liebt seine Ehefrau und umgekehrt und beide zusammen lieben ihre Kinder (Jakob 3:7). Der Apostel Paulus erinnert Timotheus, seinen Beauftragten für die Kirche in Ephesus, daran, dass man für die Seinen Sorge zu tragen habe (1. Timotheus 5:8). Die Familie steht im Plan des Schöpfers für die ewige Bestimmung seiner Kinder im Mittelpunkt (siehe „Die Familie eine Proklamation an die Welt“). Stehen wir für die Familie ein: lieber mit ihr zusammen zugrundegehen, als sich alleine zu retten (Mosia 19:12). Wie ist deine Einstellung zu Familie?

The_Birkenhead-Troopship
Soldaten verbleiben auf der sinkenden HMS Birkenhead, während Frauen und Kinder ein Rettungsboot besteigen (Gemälde von Thomas Hemy um 1892; Quelle)

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