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Glaubensansichten
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So fielen diejenigen Lamaniten, die ihrem Predigen glaubten und sich zum Herrn bekehrten, niemals ab

8. Juli 2024, 05:04am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Am Wort Gottes festhalten
(Bild: Quelle)

“Und so wahr der Herr lebt, so gewiss war es, dass alle, die glaubten, oder alle, die zur Erkenntnis der Wahrheit gebracht wurden durch das Predigen Ammons und seiner Brüder gemäß dem Geist der Offenbarung und der Prophezeiung und der Macht Gottes, die in ihnen Wundertaten wirkte – ja, ich sage euch, so wahr der Herr lebt, so fielen diejenigen Lamaniten, die ihrem Predigen glaubten und sich zum Herrn bekehrten, niemals ab.” (Alma 23:6). 

  • Dieser Vers betont die transformative Kraft des Glaubens und der Umkehr, die zentrale Rolle des göttlichen Wirkens durch Offenbarung und Prophezeiung, sowie die Beständigkeit und Treue derjenigen, die sich dem Herrn zuwenden. Er fasst die Hauptthemen des Kapitels zusammen: die Bekehrung, die Macht des Evangeliums und die dauerhafte Veränderung, die durch wahre Umkehr und Glauben erreicht wird. 

Eine Zusammenfassung von Alma 23:1-18: 

In Alma 23:1-18 wird beschrieben, wie der König der Lamaniten einen Aufruf an sein Volk sendet, um sicherzustellen, dass Ammon, Aaron, Omner, Himni und ihre Brüder, die das Wort Gottes predigen, nicht bedroht oder belästigt werden. Der König, der sich selbst und seinen Haushalt zum Herrn bekehrt hat, will, dass seine Leute von den schlechten Überlieferungen ihrer Väter abkehren und erkennen, dass sie alle Brüder sind, die keine Schlechtigkeit begehen sollen. 

Nachdem dieser Aufruf ausgesandt wurde, reisen Aaron und seine Brüder von Stadt zu Stadt, errichten Gemeinden und weihen Priester und Lehrer, um das Wort Gottes zu verbreiten. Ihr Wirken ist äußerst erfolgreich: Tausende Lamaniten glauben an die Überlieferungen der Nephiten und werden zur Erkenntnis des Herrn gebracht. Diejenigen, die sich bekehren, legen ihre Waffen nieder und kämpfen weder gegen Gott noch gegen ihre Brüder. 

Die Städte, in denen die Lamaniten sich bekehrten, sind das Land Ischmael, Middoni, die Stadt Nephi, Schilom, Schemlon, Lemuel und Schimnilom (siehe sowohl diese Karte als auch diese Karte). Die Amuloniten *) und Amalekiten **) hingegen verhärten ihre Herzen und bekehren sich nicht, mit Ausnahme eines Amalekiten. 

  • *) Die Amuloniten sind eine Gruppe, die in den Schriften des Buches Mormon erwähnt wird. Das Buch Mormon ist ein heiliger Text der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, der im Jahr 1830 von Joseph Smith veröffentlicht wurde und als weiteres Zeugnis Jesu Christi betrachtet wird. 

  1. Ursprung und Geschichte 
    Die Amuloniten stammen von Amulon ab, einem der Priester des bösen Königs Noa, der in den frühen Jahren der Nephiten-Geschichte lebte. Die Priester des Noa, einschließlich Amulon, flüchteten in die Wildnis, nachdem das Volk gegen sie rebelliert hatte. Später nahmen sie lamanitische Frauen als Ehefrauen und lebten unter den Lamaniten. 

  1. Rolle im Buch Mormon 
    Die Amuloniten sind dafür bekannt, dass sie sich gegen das Volk Gottes wandten. Nachdem sie sich mit den Lamaniten verbündet hatten, verfolgten und unterdrückten sie das Volk Alma, das sich zu dieser Zeit im Land Helam aufhielt. Amulon wurde zum Herrscher über das Volk Alma ernannt und behandelte sie grausam. 
     
    Später im Buch Mormon wird erwähnt, dass viele der Amuloniten aufgrund ihrer Taten bestraft wurden. Einige von ihnen kehrten schließlich zur Wahrheit zurück, während andere im Unglauben verharrten und mit den Lamaniten gegen die Nephiten kämpften. 

  1. Theologische Bedeutung 
    In der Lehre der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage dienen die Amuloniten als Beispiel für die Konsequenzen von Stolz und Verfolgung. Ihre Geschichte zeigt, wie Machtmissbrauch und Abkehr von Gottes Wegen zu Unterdrückung und letztendlich zu Zerstörung führen können. 

Die Erzählungen über die Amuloniten im Buch Mormon bieten moralische und spirituelle Lehren, die für die Gläubige von Bedeutung sind. 

  • **) Die Amalekiten sind eine Gruppe, die im Buch Mormon erwähnt wird. Hier sind einige wesentliche Punkte über die Amalekiten: 

  1. Herkunft und Hintergrund 
    Verbindung zu den Nephiten: Die Amalekiten werden im Buch Mormon nicht ausführlich hinsichtlich ihrer Ursprünge beschrieben, aber es wird angenommen, dass sie eine Gruppe von Abtrünnigen waren, die sich von den Nephiten abgespalten haben. 
    Verbindung zu den Lamaniten: 
    Sie schlossen sich den Lamaniten an und wurden ihre erbitterten Verbündeten im Kampf gegen die Nephiten. 

  1. Rolle im Buch Mormon 
    Feindschaft gegenüber den Nephiten: Die Amalekiten waren äußerst feindselig gegenüber den Nephiten und bekämpften sie in vielen Schlachten. Sie spielten eine bedeutende Rolle in den Konflikten zwischen den Lamaniten und den Nephiten.  
    Einfluss und Führung: 
    Die Amalekiten hatten bedeutenden Einfluss unter den Lamaniten und dienten oft als Anführer und Berater in militärischen und politischen Angelegenheiten. Sie trugen wesentlich dazu bei, die Feindschaft und die Kriege gegen die Nephiten zu schüren. 

  1. Theologische und moralische Aspekte 
    Gegnerschaft zum Volk Gottes: Die Amalekiten werden als entschiedene Gegner des Volkes Gottes dargestellt. Sie lehnten die Lehren der Propheten und die Überlieferungen der Nephiten ab. 
    Stolz und Verblendung: Die Amalekiten sind ein Beispiel für Stolz und Verblendung, da sie die Wahrheiten und die Botschaften, die durch die Propheten und Missionare übermittelt wurden, zurückwiesen. 

  1. Endgültiges Schicksal 
    Unbußfertigkeit: Im Gegensatz zu vielen Lamaniten, die sich aufgrund der Missionstätigkeit von Ammon und seinen Brüdern bekehrten, verhärteten die Amalekiten ihre Herzen und blieben im Unglauben. Sie wurden nicht von den Wahrheiten überzeugt, die von den Missionaren gepredigt wurden. 
    Untergang: Die Amalekiten erlitten schließlich Niederlagen und Strafen für ihre Bosheit und ihren Ungehorsam gegenüber den Geboten Gottes. Ihre Geschichte endet mit ihrem Untergang aufgrund ihrer Feindschaft und ihrer Weigerung, sich zu ändern. 

Die Amalekiten werden im Buch Mormon als warnendes Beispiel für die Gefahren von Stolz, Feindschaft und Unbußfertigkeit dargestellt. Ihre Geschichte bietet moralische und spirituelle Lehren und dient dazu, die Konsequenzen von Sünde und Auflehnung gegen Gott zu verdeutlichen. 

Der König und die bekehrten Lamaniten wünschen sich einen neuen Namen, um sich von ihren Brüdern zu unterscheiden. Nach Beratung mit Aaron und den Priestern nennen sie sich Anti-Nephi-Lehier und werden fortan nicht mehr Lamaniten genannt. Sie entwickeln sich zu einem fleißigen und freundlichen Volk, das mit den Nephiten in Verbindung tritt und nicht mehr unter dem Fluch Gottes steht. 

Eine differenziertere Betrachtung: 

Alma 23:1-7: 
In Alma 23:1-7 wird beschrieben, wie der König der Lamaniten einen Aufruf an sein ganzes Volk sendet, um sicherzustellen, dass Ammon, Aaron, Omner, Himni und ihre Brüder, die das Wort Gottes predigen, sicher und unbehelligt bleiben. Der König, der sich zusammen mit seinem Haushalt zum Herrn bekehrt hat, möchte, dass seine Leute von den schlechten Überlieferungen ihrer Vorfahren abkehren und erkennen, dass sie alle Brüder sind, die keine Sünden wie Mord, Plünderung, Diebstahl oder Ehebruch begehen sollen. 

Daraufhin reisen Aaron und seine Brüder durch das Land und predigen das Wort Gottes. Sie gründen Gemeinden, weihen Priester und Lehrer, und haben großen Erfolg: Tausende Lamaniten werden zur Erkenntnis des Herrn gebracht und beginnen, an die Überlieferungen der Nephiten zu glauben. Diese bekehrten Lamaniten, die durch das Predigen und die Wunder der Missionare zur Wahrheit gelangen, bleiben im Glauben standhaft und legen ihre Waffen nieder, sodass sie nicht mehr gegen Gott oder ihre Brüder kämpfen. Sie werden ein rechtschaffenes Volk. 

Alma 23:8-15: 
In Alma 23:8-15 wird berichtet, welche Gruppen von Lamaniten sich zum Herrn bekehrt haben und welche nicht. Hier sind die Details: 

Bekehrte Lamaniten 

  • Land Ischmael: Die Lamaniten in diesem Gebiet bekehrten sich. 

  • Land Middoni: Auch hier gab es Bekehrungen. 

  • Stadt Nephi: Lamaniten aus dieser Stadt bekehrten sich ebenfalls. 

  • Land Schilom und Land Schemlon: Beide Gebiete verzeichneten Bekehrungen. 

  • Stadt Lemuel und Stadt Schimnilom: Auch die Bewohner dieser Städte legten ihre Waffen nieder und kehrten um. 

Verhalten der Amalekiten und Amuloniten 

  • Amalekiten: Von ihnen bekehrte sich nur eine einzige Person. 

  • Amuloniten: Keine Amuloniten bekehrten sich. Sie verhärteten ihre Herzen und beeinflussten auch die Lamaniten in ihren Gebieten, sich nicht zu bekehren. 

Die Verse listen die Städte und Gebiete auf, in denen die Lamaniten umkehrten und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangten. Diejenigen, die sich bekehrten, legten alle ihre Kriegswaffen nieder und wurden ein friedliches Volk. Die Amuloniten und fast alle Amalekiten blieben jedoch im Unglauben und verhärteten ihre Herzen gegen die Botschaft des Herrn. 

Alma 23:16-18: 
In Alma 23:16-18 wird beschrieben, wie die bekehrten Lamaniten und ihr König den Wunsch hatten, sich durch einen neuen Namen von ihren nicht bekehrten Brüdern zu unterscheiden. Nach Beratungen mit Aaron und vielen Priestern entschieden sie sich für den Namen "Anti-Nephi-Lehier" *). Mit diesem neuen Namen wurden sie nicht mehr als Lamaniten bezeichnet. 

Die Anti-Nephi-Lehier entwickelten sich zu einem sehr fleißigen Volk und waren freundlich zu den Nephiten. Durch diese Verbindung mit den Nephiten und ihre Umkehr folgte ihnen der Fluch Gottes nicht mehr (1 Nephi 2:23; 2 Nephi 30:5,6; 3 Nephi 2:14–16) **). 

  • *) Es gibt keinen bekannten Grund für den Namen Anti-Nephi-Lehier. Was man sagen kann, ist, dass der "Anti"-Teil des Namens nicht von der griechischen Vorsilbe stammt, die "gegen" bedeutet. Es gibt eine Stadt namens Ani-Anti (Alma 21:11), die uns sagt, dass es sich um einen Namen und nicht um ein Präfix handelt. Es hatte sicherlich eine wichtige Bedeutung und berief sich sicherlich auf die Tatsache, dass sie den religiösen Lehren von Nephi und seinem Vater Lehi folgten. Darüber hinaus gibt es keine endgültige Antwort. (Maschinell übersetzt aus Quelle). 
     
    “Die etwas verwirrende Vorsilbe Anti- im Namen Anti-Nephi-Lehi könnte ägyptischen Ursprungs sein. Wenn dem so ist, würde der Name so etwas bedeuten wie "das-das-von-Nephi-Lehi" oder "der-eine, der-von-Nephi-Lehi ist" (Quelle). 
     

  • **) In der Geschichte der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gab es Zeiten, in denen die Aufhebung des Fluchs auf eine Veränderung des Hautpigments hindeutete. Das sollte als altes kulturelles Missverständnis des Textes angesehen werden. Der Fluch beseitigte den Grund, warum er nicht mit Nephiten heiraten konnte. Es gibt keine Beweise in den Handlungen, die im Text zu sehen sind, die die Interpretation zulassen, dass es einen Unterschied in der Hautfarbe zwischen Lamaniten und Nephiten gab. (Maschinell übersetzt aus Quelle). 

Alma 23 enthält mehrere wichtige Lehren, die auf unser Verhalten und unsere Einstellungen heute angewendet werden können: 

  1. Macht des Glaubens und der Umkehr 
    Die bekehrten Lamaniten zeigen, dass es nie zu spät ist, seinen Lebensweg zu ändern und sich Gott zuzuwenden. Unabhängig von der Vergangenheit kann Umkehr zu einer positiven Transformation führen. 

  1. Einfluss von Führungspersönlichkeiten 
    Der König der Lamaniten spielt eine zentrale Rolle bei der Verbreitung des Evangeliums. Dies unterstreicht die Bedeutung von Führungspersönlichkeiten, die den Glauben und positive Werte vorleben und fördern. 

  1. Schutz der Religionsfreiheit 
    Der König stellt sicher, dass die Missionare das Wort Gottes ohne Hindernisse predigen können. Dies lehrt uns die Bedeutung der Religionsfreiheit und den Respekt vor den Glaubensüberzeugungen anderer. 

  1. Moralische und ethische Werte 
    Der König betont, dass sein Volk keine Schlechtigkeit begehen soll, einschließlich Mord, Diebstahl und Ehebruch. Diese moralischen und ethischen Werte sind zeitlos und relevant für ein friedliches und gerechtes Zusammenleben. 

  1. Gemeinschaft und Brüderlichkeit 
    Die Lehre, dass alle Menschen Brüder sind und in Frieden miteinander leben sollen, ist eine wichtige Botschaft von Alma 23. Dies fördert die Idee der Einheit und des gegenseitigen Respekts in der Gesellschaft. 

  1. Vergebung und Neubeginn 
    Die Anti-Nephi-Lehier legen ihre Waffen nieder und kämpfen nicht mehr gegen Gott oder ihre Brüder. Dies symbolisiert Vergebung und den Wunsch nach einem friedlichen Neubeginn. Es ermutigt uns, Konflikte zu beenden und friedliche Lösungen zu suchen. 

  1. Arbeitsethik und Freundlichkeit 
    Die Anti-Nephi-Lehier werden ein fleißiges Volk und pflegen eine freundliche Beziehung zu den Nephiten. Dies zeigt die Bedeutung von harter Arbeit und Freundlichkeit im täglichen Leben und in unseren Interaktionen mit anderen. 

  1. Identität und Selbstdefinition 
    Die bekehrten Lamaniten wählen einen neuen Namen, um ihre neue Identität zu symbolisieren. Dies lehrt uns, dass wir unsere Identität aktiv gestalten und definieren können, basierend auf unseren Überzeugungen und Handlungen. 

Diese Lehren aus Alma 23 bieten wertvolle Einsichten und Prinzipien, die auf viele Aspekte unseres persönlichen und gesellschaftlichen Lebens angewendet werden können. 

Was meinst du führt dazu, sich vom wahren Glauben an Gott nie abzuwenden? 

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Ich werde alle meine Sünden aufgeben, um dich zu erkennen

6. Juli 2024, 05:11am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Christus erkennen (Lukas 24:16,31)
(Bild: Quelle)

“O Gott, Aaron hat mir gesagt, dass es einen Gott gibt; und wenn es einen Gott gibt und wenn du Gott bist, wollest du dich mir kundtun, und ich werde alle meine Sünden aufgeben, um dich zu erkennen und damit ich von den Toten auferweckt und am letzten Tag errettet werde. Und als nun der König diese Worte gesprochen hatte, traf es ihn, dass er wie tot war.” (Alma 22:18). 

  • Dieser Vers zeigt die grundlegende Botschaft des Evangeliums, nämlich den Glauben an Gott, die Umkehr von Sünden und die Hoffnung auf Erlösung durch Jesus Christus. Es betont die zentrale Bedeutung des Glaubens an Gott und den Wunsch, durch Umkehr und Glauben gerettet zu werden. 

Eine Zusammenfassung von Alma 22:1-35: 

Aaron und seine Brüder gehen nun aus dem Land Middoni in das Land Nephi (ganz im Süden; siehe Karte) und besuchen den König, der der Vater von Lamoni ist. Sie erinnern den König daran, dass er sie aus dem Gefängnis befreit hat, und bieten an, seine Diener zu sein. Der König lehnt ab und möchte stattdessen von ihnen über den Glauben lernen, den Ammon gepredigt hat. 

Aaron erklärt dem König, dass es einen Gott gibt, und beginnt, die Schriften von der Erschaffung Adams an zu erläutern. Er beschreibt den Plan der Erlösung durch Christus und betont die Notwendigkeit von Umkehr und Glauben. Der König ist bewegt und möchte wissen, was er tun muss, um ewiges Leben zu erhalten und aus Gott geboren *) zu werden. 

  • In Alma 22:15 wird der Ausdruck "aus Gott geboren" verwendet, was in religiösem Kontext eine tiefere spirituelle Transformation beschreibt. Dieser Begriff bedeutet, dass eine Person eine grundlegende innere Veränderung durchläuft, indem sie ihren Glauben und ihre Beziehung zu Gott erneuert. Im christlichen Glauben, insbesondere im Kontext des Buches Mormon, umfasst diese Wiedergeburt mehrere Elemente: 
     

  1. Umkehr von Sünden: Der erste Schritt ist die Anerkennung und das Bereuen von Sünden. Es ist ein Wendepunkt, an dem eine Person beschließt, sich von schlechten Taten und Gedanken abzuwenden und sich Gott zuzuwenden. 

  1. Glauben an Jesus Christus: Ein zentrales Element dieser spirituellen Wiedergeburt ist der Glaube an Jesus Christus als den Erlöser. Dies beinhaltet das Vertrauen auf seine Fähigkeit, Sünden zu vergeben und ewiges Leben zu schenken. 

  1. Empfangen des Heiligen Geistes: Diese Wiedergeburt schließt auch das Empfangen des Heiligen Geistes ein, der als göttlicher Beistand gilt und die Person leitet, stärkt und reinigt. 

  1. Neues Leben in Christus: "Aus Gott geboren" zu sein bedeutet, ein neues Leben zu führen, das sich durch Tugend, Reinheit, Liebe und Gehorsam gegenüber Gottes Geboten auszeichnet. Es ist ein Leben, das nach dem Vorbild Jesu Christi ausgerichtet ist. 

Der König in Alma 22:15 drückt seinen Wunsch aus, dieses neue Leben zu erlangen, den schlechten Geist aus seiner Brust gerissen zu bekommen und mit dem Geist Gottes erfüllt zu werden. Dies ist ein Ausdruck seines tiefen Wunsches nach spiritueller Erneuerung und der Freude und Hoffnung, die mit der Zugehörigkeit zu Gott einhergehen. 

Aaron rät ihm, seine Sünden zu bereuen und Gott zu vertrauen. Der König beugt sich nieder und betet zu Gott, woraufhin er wie tot zu Boden fällt. Die Königin, die herbeigerufen wird, wird wütend und befiehlt, Aaron und seine Brüder zu töten. Doch die Diener fürchten sich und gehorchen nicht. 

Aaron hebt den König von der Erde auf, und dieser wird wieder lebendig. Der König beginnt, geistlich zu dienen, und sein gesamter Haushalt wird bekehrt. Es entsteht jedoch Unruhe unter dem Volk, aber der König beruhigt die Menge und erlaubt Aaron und seinen Brüdern, das Wort Gottes zu predigen. 

Der König sendet einen Aufruf durch das ganze Land, um das Evangelium zu verbreiten. Das Land wird beschrieben, wobei die geografische Trennung zwischen den Lamaniten und den Nephiten hervorgehoben wird. Die Nephiten haben strategische Vorkehrungen getroffen, um sich gegen die Lamaniten zu verteidigen. 

Zum Schluss kehrt der Bericht zu Ammon, Aaron, Omner und Himni und ihren Missionsarbeiten zurück. 

Eine differenziertere Betrachtung: 

Alma 22:1-6: 
Alma 22:1-6 beschreibt, wie Aaron und seine Brüder zum König im Land Nephi gehen, der über das ganze Land herrscht, außer über das Land Ischmael (siehe Karte). Dieser König ist der Vater von Lamoni. Nachdem Ammon das Volk Lamoni belehrt hat, werden Aaron und seine Brüder vom Geist Gottes zum König geführt. 

Sie betreten den Palast, verbeugen sich vor dem König und stellen sich als die Brüder von Ammon vor, die er aus dem Gefängnis befreit hat. Sie bieten an, seine Diener zu sein, falls er ihr Leben verschont. Der König lehnt dieses Angebot ab und sagt ihnen, dass er sie nicht als Diener möchte. Stattdessen bittet er sie, sich um ihn zu kümmern, weil er aufgrund der Großmut und der erhabenen Worte von Ammon beunruhigt ist. Der König will wissen, warum Ammon nicht mit ihnen aus Middoni gekommen ist. 

Aaron erklärt, dass der Geist des Herrn Ammon woandershin berufen hat, nämlich in das Land Ischmael (nördlich Middoni; siehe Karte), um das Volk Lamoni zu belehren. Der König ist besorgt über das, was sie über den Geist des Herrn gesagt haben, und erinnert sich an Ammons Worte über Umkehr und Erlösung. Er fragt, was es mit Ammons Aussage auf sich hat, dass diejenigen, die umkehren, gerettet werden, während diejenigen, die nicht umkehren, am letzten Tag verstoßen werden. 

Alma 22:7-12: 
Aaron antwortet dem König und fragt ihn, ob er an Gott glaubt. Der König erwidert, dass die Amalekiten an Gott glauben und er ihnen erlaubt hat, Heiligtümer zu bauen, um diesen Gott anzubeten. Der König versichert Aaron, dass er auch glauben wird, wenn Aaron sagt, dass es einen Gott gibt. 

Aaron freut sich über diese Offenheit des Königs und bestätigt ihm, dass es sicher einen Gott gibt. Der König fragt dann, ob dieser Gott derselbe Große Geist ist, der ihre Vorfahren aus Jerusalem geführt hat. Aaron bestätigt dies und erklärt, dass dieser Große Geist alles im Himmel und auf der Erde erschaffen hat. Der König bekräftigt seinen Glauben daran und äußert den Wunsch, mehr darüber zu erfahren. 

Daraufhin beginnt Aaron, dem König die Schriften vorzulesen. Er erklärt ihm die Erschaffung Adams, wie Gott den Menschen nach seinem eigenen Abbild schuf und ihm Gebote gab, und dass der Mensch durch Übertretung gefallen ist. 

Alma 22:13-18: 
Aaron erklärt dem König die Schriften von der Erschaffung Adams an. Er legt den Fall des Menschen und seinen fleischlichen Zustand dar sowie den Plan der Erlösung, der von Grundlegung der Welt an durch Christus für alle, die an seinen Namen glauben, bereitet wurde. Da der Mensch gefallen war, konnte er sich nicht selbst erlösen; vielmehr sühnen die Leiden und der Tod Christi für seine Sünden. Aaron erläutert, dass Christus die Bande des Todes zerreißen wird, sodass das Grab keinen Sieg haben wird und der Stachel des Todes verschlungen ist. 

Nachdem Aaron dies erklärt hat, fragt der König, was er tun muss, um ewiges Leben zu erhalten, aus Gott geboren zu werden und den schlechten Geist aus seiner Brust gerissen zu bekommen. Der König ist bereit, alles aufzugeben, sogar sein Königreich, um diese große Freude zu empfangen. 

Aaron antwortet, dass der König seine Sünden bereuen, sich vor Gott niederbeugen und gläubig seinen Namen anrufen soll, im Vertrauen darauf, dass er empfangen wird. Daraufhin beugt sich der König auf seine Knie und betet mächtig zu Gott, dass er seine Sünden aufgibt, um Gott zu erkennen und am letzten Tag errettet zu werden. Als der König diese Worte gesprochen hat, fällt er wie tot zu Boden. 

Alma 22:19-24: 
Nachdem der König wie tot zu Boden gefallen war, liefen seine Diener zur Königin und berichteten ihr alles. Die Königin eilte zum König und sah ihn reglos daliegen, während Aaron und seine Brüder dabei standen. Sie wurde wütend und befahl ihren Dienern, Aaron und seine Brüder zu töten, da sie glaubte, sie seien schuld am Zustand des Königs. 

Die Diener, die Zeugen des Vorfalls waren, wagten es jedoch nicht, Aaron und seine Brüder zu verletzen. Sie baten die Königin, diesen Befehl nicht auszuführen, da sie glaubten, ein einziger von ihnen sei mächtiger als alle Diener zusammen. Diese Furcht überzeugte auch die Königin, die nun ebenfalls fürchtete, dass ihnen Böses widerfahren könnte. Daraufhin befahl sie ihren Dienern, das Volk herbeizurufen, um Aaron und seine Brüder zu töten. 

Aaron sah die Entschlossenheit der Königin und die Herzenshärte des Volkes und befürchtete, dass eine große Menge zusammenkommen und Streit und Unruhe entstehen könnten. Um dies zu verhindern, streckte er seine Hand aus, hob den König von der Erde auf und forderte ihn auf, aufzustehen. Der König erhob sich und erlangte seine Stärke zurück. 

Dies geschah vor den Augen der Königin und vieler Diener, die darüber sehr verwundert und ängstlich wurden. Der König begann daraufhin, ihnen geistlich zu dienen, was dazu führte, dass sein ganzer Haushalt zum Herrn bekehrt wurde. 

Aufgrund des Gebots der Königin hatte sich inzwischen eine Menschenmenge versammelt, und es begann ein großes Murren unter den Leuten wegen Aaron und seiner Brüder. 

Alma 22:25-30: 
Der König stellte sich der Menge und konnte sie in Bezug auf Aaron und seine Brüder besänftigen. Als er bemerkte, dass das Volk beruhigt war, ließ er Aaron und seine Brüder in die Menge treten und das Wort Gottes predigen. Der König sandte eine Botschaft durch das gesamte Land, um allen Leuten mitzuteilen, was geschehen war. 

Das Land erstreckte sich von Osten nach Westen bis zum Meer und war durch eine Wildnis von Zarahemla getrennt (Wilderness of Hermounts; siehe Karte). Die Lamaniten und Nephiten waren durch geografische Merkmale voneinander abgegrenzt. Der trägere Teil der Lamaniten lebte in der Wildnis und in Zelten, sie breiteten sich im Westen des Landes Nephi aus und auch im westlichen Zarahemla bis zur Meeresküste. Ebenso gab es Lamaniten im Osten an der Meeresküste, wohin die Nephiten sie vertrieben hatten. 

Die Nephiten waren fast vollständig von Lamaniten umgeben, hatten jedoch den ganzen nördlichen Teil des Landes in Besitz genommen, das an die Wildnis grenzte. Dieses Gebiet erstreckte sich vom Ursprung des Flusses Sidon von Osten nach Westen. Im Norden grenzte es an das Land Überfluss und das Land Verwüstung, welches so genannt wurde, weil es weit nördlich lag und bevölkert gewesen war, bevor es vernichtet wurde. Dieses Land war vom Volk Zarahemla entdeckt worden, da es der Ort war, wo sie zuerst landeten (siehe Karte). 

Alma 22:31-35: 
In Alma 22:31-35 wird beschrieben, wie das Land nördlich von Zarahemla und Nephi als "Verwüstung" bekannt ist, während das südliche Land als "Überfluss" bezeichnet wird. Diese Gebiete sind durch eine Wildnis getrennt, die von verschiedenen wilden Tieren bewohnt wird, einige davon streifen aus dem Norden herum. Die Nephiten haben strategisch das Land Überfluss bewohnt, das sich vom östlichen bis zum westlichen Meer erstreckt, und sie haben die Lamaniten im Süden umzingelt, um zu verhindern, dass diese weiter nach Norden vordringen. Diese Verteidigungsstrategie ermöglicht den Nephiten auch eine Rückzugsmöglichkeit, falls sie angegriffen werden sollten. Die geografische Lage der Länder Überfluss und Verwüstung sowie die kluge militärische Strategie der Nephiten werden betont (siehe Karte), bevor der Bericht wieder zu den missionarischen Bemühungen von Ammon, Aaron und ihren Brüdern zurückkehrt. 

Alma 22 aus dem Buch Mormon bietet eine Reihe von Lehren und Prinzipien, die auch heute relevant und inspirierend sein können. Hier sind einige der wichtigsten Lehren: 

  1. Demut und Offenheit: Der König war bereit, von Aaron zu lernen und seine eigene Macht und Stellung aufzugeben, um die Wahrheit zu erfahren. Dies zeigt die Bedeutung von Demut und Offenheit gegenüber neuen Erkenntnissen und spirituellen Wahrheiten. Es zeigt die hohe Wertigkeit des Plans der Erlösung gegenüber weltlichen Errungenschaften auf. 

  1. Umkehr und Veränderung: Der König erkannte seine Sünden und war bereit, umzukehren, um ewiges Leben zu erlangen. Diese Bereitschaft zur Umkehr ist ein zentrales Prinzip in vielen religiösen Traditionen und betont die Möglichkeit der persönlichen Transformation und Erneuerung. 

  1. Glauben und Vertrauen: Der König zeigte großen Glauben, indem er Aarons Worte annahm und auf Gottes Gnade vertraute. Diese Geschichte erinnert daran, wie wichtig es ist, Glauben zu haben und Vertrauen in höhere Mächte oder Prinzipien zu setzen, besonders in Zeiten der Unsicherheit. 

  1. Predigt und Mission: Aarons Hingabe, die Botschaft des Evangeliums zu verbreiten, zeigt die Bedeutung von Mission und dem Teilen von spirituellen Überzeugungen mit anderen. Es erinnert daran, dass das Lehren und Helfen anderer ein zentraler Aspekt vieler Glaubenssysteme ist. 

  1. Vergebung und Gnade: Die Geschichte zeigt, dass selbst diejenigen, die große Fehler gemacht haben, durch Glauben und Umkehr Vergebung und Gnade finden können. Dies betont die Barmherzigkeit und Liebe Gottes. 

  1. Stärke durch den Geist: Der König erlangte seine Stärke zurück und wurde ein spiritueller Führer für sein Volk, nachdem er sich Gott zuwandte. Dies zeigt, wie der Glaube und das Vertrauen auf Gott Menschen stärken und ihnen helfen können, anderen zu dienen. 

  1. Einfluss des Einzelnen: Die Geschichte zeigt, wie der Glaube und die Umkehr eines Einzelnen – in diesem Fall des Königs – große Auswirkungen auf eine ganze Gemeinschaft haben können. Dies unterstreicht die Bedeutung des persönlichen Beispiels und wie es andere inspirieren kann. 

Diese Lehren aus Alma 22 können Menschen heute dazu inspirieren, demütig und offen zu bleiben, nach persönlicher Verbesserung zu streben, Glauben und Vertrauen zu kultivieren, anderen zu dienen und an die transformative Kraft der Umkehr und Vergebung zu glauben. 

Was meinst du, welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Aufgeben von Sünde und dem Erkennen von Jesus Christus? 

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Der Herr fing an, sie zu segnen, sodass sie viele zur Erkenntnis der Wahrheit brachten

5. Juli 2024, 05:24am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der Heilige Geist ist der wahre Lehrer
(Bild: Quelle)

“Und es begab sich: Der Herr fing an, sie zu segnen, sodass sie viele zur Erkenntnis der Wahrheit brachten; ja, sie überzeugten viele von ihren Sünden und den Überlieferungen ihrer Väter, die nicht richtig waren.” (Alma 21:17). 

  • Dieser Vers hebt die Segnungen des Herrn hervor und zeigt, dass durch Beharrlichkeit im Glauben und in der Mission viele Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit und zur Umkehr geführt werden können. Er fasst die zentrale Botschaft der Bemühungen von Aaron und seinen Brüdern zusammen, die Wahrheit zu verbreiten und Menschen zu Gott zu führen. 

In den Kapiteln Alma 21-25 lesen wir den Bericht über die Mission von Aaron, Muloki und ihren Brüdern wie sie den Lamaniten gepredigt haben. 

Eine Zusammenfassung von Alma 21:1-23: 

In Alma 21:1-23 im Buch Mormon trennen sich Ammon und seine Brüder an der Grenze des Landes der Lamaniten. Aaron geht in das Land Jerusalem (westlich der Stadt Nepjhi im Süden; siehe Karte; die Lage wird in einer anderen Karte etwas weiter westlich eingeschätzt; siehe Karte), das weit ab an der Grenze von Mormon liegt und von Lamaniten, Amalekiten und dem Volk Amulon *) bewohnt wird. Diese Städtebewohner sind besonders verstockt in ihren Herzen, und die Amalekiten und Amuloniten *) verstärken noch die Schlechtigkeit der Lamaniten. 

  • ‘) Amulon 
    Ein schlechter Priester des Königs Noa, der zum Herrscher über Almas Volk gemacht wurde; er ließ sie sehr schwer arbeiten und drohte, jeden zu töten, der laut betete. 
     
    Die Amalekiten und Amuloniten sind ehemalige Nephiten, die viele Lamaniten zum Zorn gegen ihren König und die Anti-Nephi-Lehier aufstacheln. 

Aaron, ein Sohn König Mosia II beginnt, den Amalekiten in ihren Synagogen zu predigen. In einer Synagoge wird Aaron von einem Amalekiten herausgefordert, der die Wahrheit seiner Lehren über Engel und Umkehr anzweifelt. Aaron erklärt ihnen die Schriften über das Kommen Christi, die Auferstehung und die Erlösung der Menschen durch das Leiden und das Sühnopfer Christi. Als die Zuhörer seine Botschaft nicht akzeptieren und ihn verspotten, verlässt Aaron die Synagoge und geht in das Dorf Ani-Anti, wo er Muloki, den Missionsmitarbeiter von Aaron, und andere Brüder beim Predigen trifft. Da sie wenig Erfolg haben und das Volk sein Herz verhärtet, ziehen sie weiter in das Land Middoni (nördlich der Stadt Nephi; siehe Karte). 

In Middoni predigen sie weiter, doch nur wenige glauben an ihre Worte. Aaron und einige seiner Brüder werden gefangen genommen und ins Gefängnis geworfen, während andere fliehen. Sie leiden im Gefängnis, bis sie von Lamoni und Ammon befreit werden. Nachdem sie versorgt wurden, setzen sie ihre Missionsarbeit fort und bringen viele zur Erkenntnis der Wahrheit. Sie überzeugen viele von ihren Sünden und den falschen Überlieferungen ihrer Väter. 

Ammon und Lamoni kehren nach Ischmael (siehe Karte) zurück. Lamoni sorgt dafür, dass Synagogen gebaut werden, und verkündet seinem Volk, dass es frei ist, Gott nach eigenem Wunsch zu verehren. Ammon lehrt das Volk in Rechtschaffenheit, ermahnt es täglich, und das Volk befolgt eifrig seine Worte und die Gebote Gottes. 

Eine differenziertere Betrachtung: 

Alma 21:1-6: 
Nachdem sich Ammon und seine Brüder an der Grenze des Landes der Lamaniten trennten, reiste Aaron in das Land Jerusalem (siehe Karte), das von den Lamaniten so genannt wurde, nach dem Geburtsland ihrer Vorfahren. Diese Stadt, die von den Lamaniten, Amalekiten und dem Volk Amulon erbaut wurde, lag weit entfernt an der Grenze von Mormon. Obwohl die Lamaniten schon verstockt waren, waren die Amalekiten und Amuloniten noch verstockter und beeinflussten die Lamaniten, ihr Herz weiter zu verhärten und in Schlechtigkeit und Gräueln zuzunehmen. 

Aaron begann in Jerusalem zu predigen, zunächst bei den Amalekiten in ihren Synagogen, die nach der Ordnung der Nehorer (siehe auch Alma 1:2-6) gebaut waren, da viele Amalekiten und Amuloniten dieser Ordnung angehörten. In einer Synagoge, während Aaron predigte, stand ein Amalekit auf und begann einen Streit mit ihm. Er fragte Aaron, was er da bezeuge, ob er einen Engel gesehen habe und warum ihnen keine Engel erscheinen würden. Er argumentierte, dass das Volk der Amalekiten genauso gut sei wie Aarons Volk. Der Amalekit wies auch Aarons Warnung zurück, dass sie ohne Umkehr zugrunde gehen würden, und stellte infrage, wie Aaron über die Gedanken und Absichten ihres Herzens Bescheid wissen könne. Er betonte, dass sie Heiligtümer gebaut hätten, zu Versammlungen kämen, um Gott anzubeten, und daran glaubten, dass Gott alle Menschen erretten würde. 

Alma 21:6-12: 
Der Amalekit entgegnete Aaron, dass sie nicht glauben würden, zugrunde zu gehen, wenn sie nicht umkehrten. Er fragte Aaron, wie dieser über die Gedanken und Absichten ihres Herzens Bescheid wissen könne und warum sie Grund zur Umkehr hätten. Er wies darauf hin, dass sie Heiligtümer gebaut und Versammlungen abgehalten hätten, um Gott anzubeten, und daran glaubten, dass Gott alle Menschen erretten würde. 

Aaron fragte den Mann daraufhin, ob er glaube, dass der Sohn Gottes kommen werde, um die Menschen von ihren Sünden zu erlösen. Der Mann antwortete, dass sie nicht an diese Überlieferungen glaubten und davon überzeugt seien, dass weder Aaron noch ihre Vorfahren etwas über die Zukunft gewusst hätten. 

Aaron begann, ihnen die Schriften über das Kommen Christi und die Auferstehung der Toten zu erklären, und betonte, dass es keine Erlösung für die Menschen geben könne außer durch den Tod und die Leiden Christi sowie das Sühnopfer mit seinem Blut. Als Aaron dies erläuterte, wurden die Zuhörer zornig und verspotteten ihn. Sie weigerten sich, seine Worte zu hören. 

Daraufhin verließ Aaron die Synagoge und ging in das Dorf Ani-Anti (im Südwesten; siehe Karte), wo er Muloki und andere Brüder beim Predigen traf. Sie stritten mit vielen Menschen über das Wort. Da sie erkannten, dass die Menschen ihre Herzen verhärteten, verließen sie Ani-Anti und gingen in das Land Middoni (westlich von Ani-Anti; siehe Karte). Dort predigten sie vielen das Wort, aber nur wenige glaubten an ihre Lehren. 

Alma 21:13-18: 
Aaron und einige seiner Brüder wurden gefangen genommen und ins Gefängnis geworfen, während die übrigen Brüder aus dem Land Middoni in die umliegenden Gebiete flohen. Die Gefangenen erlitten viel Leid, bis sie von Lamoni und Ammon befreit, gespeist und gekleidet wurden. Nach ihrer Befreiung setzten sie ihre Missionsarbeit fort und verkündeten erneut das Wort Gottes. 

Sie predigten überall dort, wo der Geist des Herrn sie hinführte, in den Synagogen der Amalekiten und bei Versammlungen der Lamaniten, wo immer sie Zutritt fanden. Der Herr begann, sie zu segnen, und viele Menschen kamen zur Erkenntnis der Wahrheit. Sie überzeugten viele von ihren Sünden und den falschen Überlieferungen ihrer Väter. 

Ammon und Lamoni kehrten schließlich aus dem Land Middoni in das Land Ischmael (siehe Karte) zurück, das das Erbteil Lamonis war. 

Alma 21:19-23: 
König Lamoni wollte nicht, dass Ammon ihm diente oder sein Diener war. Stattdessen veranlasste Lamoni den Bau von Synagogen im Land Ischmael und versammelte sein Volk. Er freute sich über sein Volk und lehrte es vieles. Lamoni verkündete ihnen, dass sie nun ein freies Volk seien, das seiner Herrschaft unterstehe, und dass sie von der Unterdrückung durch seinen Vater befreit seien. Sein Vater hatte ihm die Herrschaft über das Land Ischmael und die umliegenden Gebiete übertragen. 

Lamoni erklärte seinem Volk auch, dass es ihm freistehe, den Herrn, ihren Gott, nach ihren eigenen Wünschen zu verehren, wo immer sie sich befänden, solange es in seinem Herrschaftsgebiet war. Ammon predigte ebenfalls dem Volk König Lamonis. Er lehrte es alles über Rechtschaffenheit und ermahnte es täglich mit großem Eifer. Das Volk hörte auf seine Worte und war bestrebt, die Gebote Gottes zu halten. 

Die Lehren aus Alma 21:1-23 im Buch Mormon können für uns heute verschiedene bedeutungsvolle Einsichten und Handlungsanweisungen bieten: 

  1. Beharrlichkeit in Glauben und Mission: 

Trotz Widrigkeiten und Verfolgung setzten Aaron und seine Brüder ihre Missionsarbeit fort. Diese Beharrlichkeit und der Glaube an ihre Mission können uns heute inspirieren, in unseren eigenen Überzeugungen und Bemühungen standhaft zu bleiben, auch wenn wir auf Widerstände stoßen. 
 

  1. Geduld und Demut: 
    Aaron und seine Brüder ertrugen viel Leid, bevor sie befreit wurden. Ihre Geduld und Demut im Angesicht von Schwierigkeiten lehren uns, geduldig und demütig zu bleiben, auch wenn wir Herausforderungen begegnen. 
     

  1. Einfluss durch Beispiel und Lehren: 
    König Lamoni sorgte dafür, dass sein Volk in Rechtschaffenheit unterwiesen wurde und die Freiheit hatte, Gott zu verehren. Dies zeigt, wie wichtig es ist, durch gute Beispiele und positive Lehren Einfluss auf andere zu nehmen. 
     

  1. Freiheit der Religionsausübung: 
    Lamonis Dekret, dass sein Volk frei sei, den Herrn nach ihren Wünschen zu verehren, unterstreicht den Wert der Religionsfreiheit (siehe auch GG Artikel 4 Absatz 1 und 2) und der persönlichen Verantwortung in der Ausübung des Glaubens. 
     

  1. Offenheit und Anpassungsfähigkeit: 
    Aaron und seine Brüder gingen dorthin, wohin sie vom Geist des Herrn geführt wurden. Diese Bereitschaft, sich vom Geist leiten zu lassen und offen für Veränderungen zu sein, ist eine wertvolle Lehre für unser heutiges Leben. 
     

  1. Eifer in Rechtschaffenheit: 
    Das Volk König Lamonis war eifrig darauf bedacht, die Gebote Gottes zu halten. Dieser Eifer und die Hingabe an ein rechtschaffenes Leben sind erstrebenswerte Ziele für uns. 
     

  1. Vergebung und Umkehr: 
    Aaron und seine Brüder predigten von der Notwendigkeit der Umkehr und der Erlösung durch Christus. Diese Lehre erinnert uns an die Wichtigkeit von Umkehr und Vergebung in unserem eigenen Leben. 
     

  1. Stärke durch Gemeinschaft: 
    Die Bedeutung von Synagogen und Versammlungen im Land Ischmael zeigt die Wichtigkeit der Gemeinschaft im Glauben. Gemeinsam können wir uns gegenseitig unterstützen und stärken. 

Diese Lehren aus Alma 21:1-23 bieten uns wertvolle Einblicke, wie wir heute unser Leben in Glauben, Geduld, Gemeinschaft und Hingabe an Gott gestalten können. 

Wie gelingt es dir, Menschen zu helfen, die Wahrheiten Gottes zu erkennen? 

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Wenn du mich verschonst, will ich dir gewähren, was auch immer du erbittest

4. Juli 2024, 05:40am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Als Lamonis Vater merkte, dass Ammon ihn töten konnte, versprach er ihm alles, was er sich wünschte, ja, sogar sein halbes Königreich, wenn er nur sein Leben verschonte.
(Bild: Quelle)

"Nun sprach der König aus Furcht, sein Leben zu verlieren: Wenn du mich verschonst, will ich dir gewähren, was auch immer du erbittest, ja, bis zur Hälfte des Reiches.” (Alma 20:20). 

  • Dieser Vers zeigt, wie Ammon durch sein Eintreten für Gerechtigkeit und durch seine Standhaftigkeit in schwierigen Situationen den König dazu bringt, seine Brüder freizulassen und großzügige Zugeständnisse zu machen. Er zeigt auch, dass Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Hand in Hand gehen können, wenn wir nach göttlichem Willen streben. 

Eine Zusammenfassung von Alma 20:1-30: 

In Alma 20:1-30 im Buch Mormon möchte König Lamoni, nachdem er eine Gemeinde der Kirche des Herrn gegründet hat, Ammon zu seinem Vater ins Land Nephi mitnehmen. Der Herr warnt Ammon jedoch davor, nach Nephi zu gehen, weil der König dort ihm nach dem Leben trachten würde. Stattdessen soll Ammon ins Land Middoni (ganz im Süden; siehe Karte) gehen, um seine Brüder Aaron, Muloki und Ammach aus dem Gefängnis zu befreien *). Lamoni, der Freund des Königs von Middoni, Antiomno, bietet seine Hilfe an und begleitet Ammon **). 

  • *) Ammach, Aaron und Muloki, gehören zu den Söhnen Mosias, die gemeinsam als Missionare unter den Lamaniten wirken. Sie sind bekannt für ihre Hingabe und ihren Mut, das Evangelium in feindlichem Gebiet zu verkünden, was häufig zu Verfolgung und Gefangenschaft führt. In diesem Fall sind sie im Land Middoni gefangen genommen worden und leiden unter harten Bedingungen, bis sie von Ammon und Lamoni befreit werden. 

  • **) Antiomno ist im Buch Mormon der König des Landes Middoni. In Alma 20:4 wird er als ein Freund von König Lamoni beschrieben. Dies ist die einzige Information, die spezifisch über Antiomno in den Schriften gegeben wird. Seine Freundschaft mit Lamoni spielt eine wichtige Rolle, da Lamoni plant, diese Beziehung zu nutzen, um den König dazu zu bewegen, Ammons Brüder aus dem Gefängnis zu entlassen. 

Es gibt keine weiteren Details über Antiomnos Leben, seine Regierungszeit oder seine Rolle außerhalb dieser spezifischen Episode. Seine Erwähnung dient hauptsächlich dazu, die Handlung voranzutreiben und die Rettung von Ammons Brüdern zu ermöglichen. 

Auf dem Weg treffen sie Lamonis Vater, der König über das ganze Land. Er ist verärgert, dass Lamoni nicht zu einem Fest gekommen ist und ihn mit Ammon, einem Nephiten, sieht. Lamonis Vater befiehlt ihm, Ammon zu töten und nach Ischmael zurückzukehren. Lamoni weigert sich, woraufhin sein Vater versucht, ihn zu töten. Ammon greift ein, verteidigt Lamoni und verwundet den Arm des Königs. Der König bittet daraufhin um sein Leben und bietet Ammon an, ihm bis zur Hälfte seines Reiches zu gewähren. 

Ammon verlangt stattdessen die Freilassung seiner Brüder und dass Lamoni sein Reich behalten darf. Der König willigt ein, beeindruckt von Ammons Liebe zu Lamoni und dessen edlem Verhalten. Ammon und Lamoni reisen nach Middoni weiter und erreichen, dass Ammons Brüder freigelassen werden. Diese sind jedoch stark gezeichnet von ihrer Gefangenschaft, misshandelt und ausgezehrt. Sie hatten großes Leid und Verfolgung durch ein widerspenstiges Volk erfahren, bevor sie von Ammon und Lamoni befreit wurden. 

Eine differenziertere Betrachtung: 

Alma 20:1-6: 
In Alma 20:1-6 im Buch Mormon möchte König Lamoni, nachdem eine Gemeinde gegründet wurde, Ammon zu seinem Vater ins Land Nephi mitnehmen. Der Herr warnt Ammon jedoch davor und weist ihn an, stattdessen ins Land Middoni zu gehen, da seine Brüder Aaron, Muloki und Ammach dort im Gefängnis sind. Ammon informiert Lamoni darüber, und Lamoni zeigt Vertrauen in Ammons Fähigkeiten durch die Kraft des Herrn. Er bietet seine Hilfe an und erklärt, dass der König von Middoni, Antiomno, sein Freund ist und wahrscheinlich bereit sein wird, Ammons Brüder freizulassen. Nachdem Lamoni erfährt, dass Gott Ammon die Information über das Gefängnis mitgeteilt hat, lässt er die Pferde und Streitwagen für die Reise nach Middoni vorbereiten. 

Alma 20:7-12: 
In Alma 20:7-12 beschließt König Lamoni, Ammon nach Middoni zu begleiten, um den König zu bitten, Ammons Brüder aus dem Gefängnis zu entlassen. Während ihrer Reise treffen sie Lamonis Vater (dessen Name wird nicht erwähnt), den obersten König des Landes. Dieser fragt Lamoni, warum er und Ammon nicht zu dem großen Fest gekommen seien, das er für seine Söhne und sein Volk veranstaltet hat. Er erkundigt sich auch, warum Lamoni mit einem Nephiten unterwegs sei, den er als Kind eines Lügners bezeichnet. Lamoni erklärt seinem Vater, wohin er unterwegs ist, und gibt ihm die Gründe an, warum er nicht an dem Fest teilgenommen hat und in seinem eigenen Reich geblieben ist. Lamoni fürchtet, seinen Vater zu beleidigen, ist aber dennoch ehrlich über seine Beweggründe. 

Alma 20:13-18: 
In diesen Versen berichtet Lamoni seinem Vater alles über seine Pläne und Beweggründe, was seinen Vater wütend macht. Der Vater beschuldigt die Nephiten, Söhne von Lügnern zu sein, die ihre Väter beraubt hätten, und befürchtet, dass sie erneut betrügen und Eigentum rauben wollen. Er befiehlt Lamoni, Ammon mit dem Schwert zu töten und nicht nach Middoni zu gehen, sondern mit ihm nach Ischmael zurückzukehren. 

Lamoni widersetzt sich jedoch und erklärt, dass er Ammon nicht töten wird und stattdessen nach Middoni geht, um Ammons Brüder zu befreien, da er sie als gerechte Männer und heilige Propheten des wahren Gottes kennt. Daraufhin wird der Vater noch wütender und zieht sein Schwert, um Lamoni zu töten. Ammon greift ein und warnt den Vater, dass es besser wäre, Lamoni zu töten als ihn, da Lamoni von seinen Sünden umgekehrt ist und seine Seele gerettet ist. Der Vater hingegen würde in seinem Zorn fallen und seine Seele verlieren. Ammon rät dem König, seinen Sohn nicht zu töten, da sein unschuldiges Blut Vergeltung vom Herrn fordern würde und der König dadurch möglicherweise seine eigene Seele verlieren könnte. 

Alma 20:19-24: 
In Alma 20:19-24 reagiert der Vater von König Lamoni auf Ammons Warnungen. Er erkennt, dass das Töten seines Sohnes unschuldiges Blut vergießen würde und beschuldigt Ammon, nach dem Leben seines Sohnes zu trachten. Dann versucht er, Ammon zu töten, doch Ammon wehrt sich und schlägt den Arm des Königs, sodass dieser ihn nicht mehr gebrauchen kann. 

Der König, nun besorgt um sein Leben, fleht Ammon an, ihn zu verschonen. Ammon hebt sein Schwert und verlangt, dass der König ihm verspricht, seine Brüder aus dem Gefängnis zu entlassen. Der König, aus Angst um sein Leben, bietet Ammon an, ihm alles zu gewähren, sogar bis zur Hälfte des Reiches. 

Ammon sieht seine Gelegenheit und fordert vom König nicht nur die Freilassung seiner Brüder, sondern auch, dass Lamoni sein Reich behalten darf und der König ihm erlaubt, nach seinen eigenen Wünschen zu handeln, ohne weitere Einmischung. Andernfalls, so droht Ammon, wird er den König töten. 

Alma 20:25-30: 
In Alma 20:25-30 reagiert der König auf Ammons Worte mit Erleichterung und Freude, dass sein Leben verschont bleibt. Er erkennt, dass Ammon keine bösen Absichten hat und bemerkt die große Liebe, die Ammon für seinen Sohn Lamoni hat. Beeindruckt von Ammons und Lamonis Worten, verspricht der König, dass Lamoni sein Reich für immer behalten darf und er selbst nicht mehr über ihn regieren wird. Er stimmt auch zu, Ammons Brüder aus dem Gefängnis zu entlassen und lädt Ammon und seine Brüder in sein Reich ein, weil er mehr über ihre Lehren erfahren möchte. 

Ammon und Lamoni setzen daraufhin ihre Reise nach Middoni fort, wo sie in den Augen des Königs Antiomno des Landes Gunst finden, sodass Ammons Brüder aus dem Gefängnis entlassen werden. Als Ammon seine Brüder trifft, ist er tief bekümmert über ihren Zustand: Sie sind nackt, ihre Haut ist von den starken Fesseln zerschunden, und sie haben großen Hunger, Durst und viele andere Bedrängnisse erlitten. Trotz dieser Leiden haben sie geduldig durchgehalten. Ihre Gefangenschaft war das Ergebnis ihrer Begegnung mit einem besonders verhärteten und halsstarrigen Volk, das nicht auf ihre Worte hören wollte, sie ausstieß, schlug und von Ort zu Ort jagte, bis sie schließlich in Middoni gefangen genommen und viele Tage lang in starke Fesseln gelegt wurden. Letztendlich werden sie durch Lamoni und Ammon befreit. 

Aus Alma 20 im Buch Mormon können mehrere Lehren gezogen werden, die auch für uns heute relevant sind: 

  1. Vertrauen in göttliche Führung: Ammon zeigt ein starkes Vertrauen in die Stimme des Herrn, die ihm sagt, wohin er gehen soll und wie er handeln soll. Diese Lehre erinnert uns daran, dass wir uns auf göttliche Führung verlassen können, wenn wir uns bemühen, Gottes Willen zu tun. 

  1. Mut und Standhaftigkeit in Schwierigkeiten: Sowohl Ammon als auch Lamoni zeigen große Standhaftigkeit und Mut in schwierigen Situationen. Trotz Bedrohungen und Gefahren stehen sie zu ihren Überzeugungen und setzen sich für das Gute ein. Diese Lehre ermutigt uns, auch in schwierigen Zeiten unseren Glauben und unsere Prinzipien festzuhalten. 

  1. Gnade und Versöhnung: Ammon zeigt Gnade gegenüber dem König, als er sein Leben verschont und stattdessen um die Freilassung seiner Brüder bittet. Diese Lehre erinnert uns daran, dass Gnade und Vergebung wichtige Prinzipien im christlichen Leben sind, und dass wir bereit sein sollten, anderen zu vergeben und uns mit ihnen zu versöhnen. 

  1. Gerechtigkeit und Fürsprache: Ammon setzt sich für Gerechtigkeit ein, indem er für die Freilassung seiner unschuldig gefangenen Brüder kämpft. Diese Lehre erinnert uns daran, dass wir uns für die Schwachen und Unterdrückten einsetzen sollen, indem wir für Gerechtigkeit und Wahrheit eintreten. 

  1. Geduld und Ergebenheit in Leiden: Ammons Brüder zeigen große Geduld und Ergebenheit, während sie in Gefangenschaft leiden. Diese Lehre ermutigt uns, geduldig zu sein und Gott auch in schwierigen Zeiten zu vertrauen, da er uns Kraft gibt, unsere Prüfungen zu überwinden. 

Insgesamt lehrt uns Alma 20, wie Glaube, Mut, Gnade und Gerechtigkeit inmitten von Schwierigkeiten und Prüfungen angewendet werden können und wie göttliche Führung uns helfen kann, das Richtige zu tun. 

Wie würdest du eine Situation nutzen, wenn jemand, den du in der Hand hast, verlockende Versprechungen macht? 

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Und so begann das Werk des Herrn unter den Lamaniten

3. Juli 2024, 06:14am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Abisch, Illustration von Dilleen Marsh
(Bild: Quelle)

“Und so begann das Werk des Herrn unter den Lamaniten; so fing der Herr an, seinen Geist über sie auszugießen; und wir sehen, dass sein Arm zu allen Menschen ausgestreckt ist, die umkehren und an seinen Namen glauben.” (Alma 19:36).  

  • Dieser Vers betont, dass Gottes Werk unter allen Menschen beginnt und dass sein Geist über diejenigen ausgegossen wird, die umkehren und an ihn glauben. Es unterstreicht die universelle Natur von Gottes Einladung zur Umkehr und Erlösung sowie seine Bereitschaft, seinen Geist allen Menschen zu schenken.  

Eine Zusammenfassung von Alma 19:1-36: 

Alma 19:1-36 beschreibt eine bemerkenswerte Geschichte über die Bekehrung von König Lamoni und seiner Umgebung durch die Macht Gottes und das Wirken Ammons. Nachdem König Lamoni zwei Tage und Nächte in einem bewusstlosen Zustand gelegen hatte, sandte seine besorgte Königin nach Ammon, da sie von seiner göttlichen Macht gehört hatte. Ammon versicherte der Königin, dass der König nicht tot, sondern von Gottes Macht ergriffen war und sich am nächsten Tag erheben würde.  

Die Königin, obwohl sie nur das Wort Ammons und der Diener hatte, glaubte fest daran. Am folgenden Tag erwachte König Lamoni und bezeugte, dass er seinen Erlöser gesehen hatte. Dieses Ereignis führte dazu, dass sowohl die Königin als auch Ammon vor Freude überwältigt wurden und zu Boden sanken.  

Als die Diener und das Volk dies sahen, gerieten sie in Furcht und begannen, Gott anzurufen, was dazu führte, dass auch sie zu Boden sanken, bis auf eine Frau namens Abisch *), die die Gelegenheit nutzte, um das Volk zu sammeln und Zeugnis von der Macht Gottes zu geben. Es kam zu einem heftigen Streit unter den Versammelten über die Ursache dieser Ereignisse, wobei einige Ammon für einen großen Geist hielten und andere ihn für ein von den Nephiten gesandtes Ungeheuer.  

Abisch versuchte, den Streit zu schlichten, indem sie die Königin aufrichtete, die dann für das Volk betete. Auch König Lamoni erhob sich und begann, das Volk zu lehren, was er von Ammon gelernt hatte. Viele glaubten und bekehrten sich, während andere ungläubig blieben. Schließlich verkündeten Ammon und die Diener des Königs das Evangelium, was zur Bekehrung und Taufe vieler führte. So begann das Werk des Herrn unter den Lamaniten, und der Geist Gottes wurde über alle ausgegossen, die umkehrten und an seinen Namen glaubten.  

  • *) Vers 16 gibt einige interessante Informationen über Abisch:  
  1. Herkunft: Abisch war eine lamanitische Frau, gehörte also zum Volk der Lamaniten. 
  1. Bekehrung: Sie war bereits vor vielen Jahren zum Herrn bekehrt worden. Ihre Bekehrung war das Ergebnis einer außergewöhnlichen Vision, die ihr Vater gehabt hatte. 
  1. Geheimhaltung: Trotz ihrer Bekehrung hatte Abisch dies nie öffentlich bekannt gemacht. Sie hielt ihre Glaubensüberzeugungen verborgen. Die Lamaniten hätten sie anderenfalls für eine Kolloborateurin halten können, da sie die Lehren der Nephiten verabscheuten. 
  1. Handlung: Als sie sah, dass der König, die Königin, Ammon und die Diener durch die Macht Gottes zu Boden gefallen waren, erkannte sie dies als eine Gelegenheit, die Macht Gottes zu bezeugen. Sie lief von Haus zu Haus, um den Menschen von den Ereignissen zu berichten, in der Hoffnung, dass dies sie zum Glauben an die Macht Gottes führen würde. 

Abisch spielt um 90 v. Chr. eine entscheidende Rolle in der Verbreitung des Glaubens unter den Lamaniten, indem sie aktiv die Gelegenheit nutzt, das Volk zu versammeln und ihnen die wunderbaren Werke Gottes zu zeigen.  

Eine differenziertere Betrachtung: 

Alma 19:1-7: 
Nach zwei Tagen und Nächten bereiteten sich die Diener darauf vor, den leblos wirkenden Körper von König Lamoni zu bestatten. Die Königin, die von Ammons Ruf als Prophet eines heiligen Gottes gehört hatte, hieß ihn zu sich kommen. Ammon folgte der Aufforderung und ging zur Königin, die ihn bat, ihren Ehemann zu untersuchen. Sie erklärte, dass ihre Diener von Ammons mächtigen Werken im Namen Gottes berichtet hätten und sie wissen wollte, ob ihr Ehemann wirklich tot sei, wie einige behaupteten, oder nur schliefe, wie andere sagten. Ammon wusste, dass König Lamoni von der Macht Gottes überwältigt war, da der Schleier des Unglaubens von ihm genommen worden und das Licht Gottes in ihm erstrahlt war. Dieses Licht hatte ihm solche Freude gebracht, dass es seinen physischen Körper überwältigt hatte. Daher entsprach der Wunsch der Königin Ammons eigenem Wunsch. Er ging hinein, sah den König an und erkannte, dass er nicht tot war.  

Alma 19:8-13: 
Ammon erklärte der Königin, dass König Lamoni nicht tot sei, sondern in Gott schlafe und sich am nächsten Tag wieder erheben werde. Er bat sie, den König nicht zu begraben. Als Ammon die Königin fragte, ob sie dies glaube, antwortete sie, dass sie kein anderes Zeugnis habe außer Ammons Wort und das der Diener, aber sie glaube daran. Daraufhin lobte Ammon ihren außergewöhnlichen Glauben und sagte, dass im gesamten Volk der Nephiten kein so großer Glaube existiere.  

Die Königin wachte bis zum nächsten Tag über das Bett ihres Mannes. Gemäß Ammons Prophezeiung erhob sich König Lamoni und streckte seine Hand zur Königin aus, pries den Namen Gottes und segnete sie. Er bezeugte, dass er seinen Erlöser gesehen habe, der von einer Frau geboren werde und alle Menschen erlösen werde, die an seinen Namen glauben. Er war so erfüllt von Freude, dass er erneut niedersank, und auch die Königin wurde vom Geist überwältigt und sank zu Boden.  

Alma 19:14-21: 
Ammon sah, dass der Geist des Herrn gemäß seinen Gebeten auf die Lamaniten ausgegossen wurde, seine Brüder, die durch ihre Übeltaten und Überlieferungen viel Trauer unter den Nephiten verursacht hatten. Er fiel auf die Knie und begann, seine Seele in Gebet und Danksagung vor Gott auszuschütten für das, was er für seine Brüder getan hatte. Auch Ammon wurde von Freude überwältigt und sank zur Erde nieder, so wie König Lamoni und die Königin.  

Als die Diener des Königs sahen, dass die drei am Boden lagen, wurden auch sie von der Furcht des Herrn ergriffen und begannen, Gott anzurufen. Schließlich fielen auch sie zur Erde, bis auf eine lamanitische Frau namens Abisch. Abisch war viele Jahre zuvor zum Herrn bekehrt worden, nachdem ihr Vater eine außergewöhnliche Vision gehabt hatte, hatte aber ihre Bekehrung nie bekannt gemacht. Als sie die anderen auf dem Boden liegen sah, erkannte sie die Macht Gottes und sah darin eine Gelegenheit, das Volk zum Glauben zu führen. Sie lief von Haus zu Haus und verkündete den Leuten, was geschehen war.  

Bald versammelten sich die Leute vor dem Haus des Königs. Sie sahen den König, die Königin, deren Diener und Ammon, den Nephiten, auf der Erde liegen und begannen untereinander zu murren. Einige sagten, es sei ein großes Übel über den König und sein Haus gekommen, weil er geduldet hatte, dass ein Nephit im Land blieb. Andere wiesen sie zurecht und sagten, dass der König dieses Übel über sein Haus gebracht habe, weil er seine Diener getötet hatte, deren Herden an den Wassern Sebus (wohl ganz in der Nähe der Stadt Ichmael; siehe Karte) zerstreut worden waren. Auch diejenigen Männer, die an den Wassern Sebus gestanden und die Herden des Königs zerstreut hatten, wiesen die Murrenden zurecht, da sie auf Ammon zornig waren, weil er viele ihrer Brüder getötet hatte, als er die Herden verteidigte.  

Alma 19:22-24: 
Ein Mann, dessen Bruder von Ammon getötet worden war, zog sein Schwert und trat vor, um Ammon zu töten. Doch als er das Schwert hob, fiel er tot um. Dies zeigte, dass Ammon nicht getötet werden konnte, weil der Herr zu seinem Vater Mosia gesprochen hatte, dass Ammon verschont bleiben würde, und Mosia hatte Ammon dem Herrn anvertraut.  

Als die Menge sah, dass der Mann, der Ammon töten wollte, tot umgefallen war, überkam sie große Furcht. Sie wagten nicht, Ammon oder die anderen, die am Boden lagen, zu berühren. Sie begannen erneut, sich untereinander zu wundern und zu spekulieren, was die Ursache dieser großen Macht sein könnte und was dies alles zu bedeuten habe.  

Alma 19:25-30: 
Einige in der Menge glaubten, Ammon sei der Große Geist, während andere meinten, er sei vom Großen Geist gesandt worden. Wieder andere widersprachen und behaupteten, Ammon sei ein Ungeheuer, das von den Nephiten geschickt wurde, um sie zu quälen. Einige waren der Meinung, Ammon sei vom Großen Geist gesandt, um sie wegen ihrer Übeltaten zu bedrängen, und erinnerten daran, dass der Große Geist stets die Nephiten beschützt habe und viele Lamaniten vernichtet habe.  

Ein heftiger Streit brach unter ihnen aus. Während sie stritten, kam Abisch, die Magd, die die Menge versammelt hatte. Als sie den Streit sah, war sie so bekümmert, dass sie weinte. Sie ging zur Königin, nahm ihre Hand und versuchte, sie vom Boden aufzurichten. Sobald sie die Hand der Königin berührte, erhob diese sich, stand auf und rief laut: „O seliger Jesus, der mich vor einer furchtbaren Hölle errettet hat! O seliger Gott, sei barmherzig zu diesem Volk!“  

Die Königin, von Freude erfüllt, faltete die Hände und sprach viele unverständliche Worte. Dann nahm sie die Hand des Königs Lamoni, und auch er erhob sich und stand auf seinen Füßen.  

Alma 19:31-36: 
Als König Lamoni den Streit unter seinem Volk sah, ging er sofort hin und wies sie zurecht. Er begann, ihnen die Worte zu lehren, die er von Ammon gehört hatte. Alle, die auf ihn hörten, glaubten und bekehrten sich zum Herrn. Viele wollten jedoch seine Worte nicht hören und gingen weg.  

Als Ammon sich erhob, begann er, ebenso wie die Diener Lamonis, dem Volk zu verkünden, dass ihr Herz umgewandelt worden war und sie keinen Wunsch mehr hatten, Böses zu tun. Viele berichteten dem Volk, dass sie Engel gesehen und mit ihnen gesprochen hatten und erzählten von Gottes Rechtschaffenheit.  

Viele glaubten diesen Worten und ließen sich taufen, wodurch sie ein rechtschaffenes Volk wurden und eine Gemeinde gründeten. So begann das Werk des Herrn unter den Lamaniten, als der Herr anfing, seinen Geist über sie auszugießen. Es wurde gezeigt, dass Gottes Arm allen Menschen ausgestreckt ist, die umkehren und an seinen Namen glauben.  

Die Geschichte aus Alma 19:1-36 enthält viele Lehren und Prinzipien, die auch für uns heute von Bedeutung sein können:  

  1. Glaube und Vertrauen: Die Königin zeigte großen Glauben, indem sie auf Ammons Worte vertraute, obwohl sie kein anderes Zeugnis hatte. Dies lehrt uns, dass Vertrauen und Glaube an Gott und seine Diener wichtig sind, auch wenn wir keine direkten Beweise haben.  

  1. Die Macht des Gebets: Ammon und die anderen in der Geschichte beteten in Zeiten großer Not und Dankbarkeit. Dies zeigt die Kraft des Gebets, um Führung, Trost und Hilfe zu erhalten.  

  1. Bekehrung und Veränderung: Die Lamaniten, die auf die Lehren Ammons und Lamonis hörten, erlebten eine tiefgreifende Umwandlung ihrer Herzen. Dies erinnert uns daran, dass wahre Bekehrung eine Veränderung des Herzens und Verhaltens bedeutet.  

  1. Zeugnis und Verkündigung: Viele der Bekehrten erzählten anderen von ihren Erfahrungen mit Engeln und Gottes Rechtschaffenheit. Dies zeigt die Bedeutung, unser Zeugnis mit anderen zu teilen und das Evangelium zu verkünden.  

  1. Einheit und Gemeinschaft: Die Bekehrten gründeten eine Gemeinde und lebten in Rechtschaffenheit zusammen. Dies betont die Wichtigkeit der Gemeinschaft und Unterstützung unter Gläubigen.  

  1. Gottes Macht und Schutz: Die Geschichte von Ammon, der vor dem Tod bewahrt wurde, zeigt, dass Gott seine Diener beschützt und seine Macht größer ist als die aller Bedrohungen.  

  1. Gnade und Umkehr: Der Herr begann, seinen Geist über die Lamaniten auszugießen, was zeigt, dass Gottes Gnade allen offensteht, die umkehren und an ihn glauben.  

  1. Barmherzigkeit und Mitgefühl: Die Handlungen von Abisch, die versuchte, die Menschen zu versammeln und die Königin zu erwecken, zeigen die Bedeutung von Mitgefühl und dem Wunsch, anderen zu helfen, Gott zu erkennen.  

Durch diese Lehren können wir ermutigt werden, unseren Glauben zu stärken, im Gebet zu verharren, Zeugnis zu geben, unsere Herzen zu ändern und Gemeinschaft mit anderen Gläubigen zu suchen. Außerdem erinnert uns die Geschichte an Gottes Macht, Schutz und die universelle Einladung zur Umkehr und Erlösung.  

Was meinst du, wieso der Herr sein Werk der Erlösung unter den Lamaniten aufrichtete?  

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Nun war Ammon weise, doch arglos

2. Juli 2024, 05:48am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Ammon unterrichtet König Lamoni
(Bild: Quelle; Screenshot aus dem Video Ammon unterrichtet König Lamoni über das Evangelium Jesu Christi | Alma 18)

“Nun war Ammon weise, doch arglos, und so sprach er zu Lamoni: Wirst du auf meine Worte hören, wenn ich dir sage, mit was für einer Macht ich dies tue? Und das ist es, was ich von dir wünsche. 23 Und der König antwortete ihm und sprach: Ja, ich werde all deinen Worten glauben. Und so wurde er mit Schläue eingefangen.” (Alma 18:22-23).  

  • Im gegebenen Textauszug aus Alma 18:23 wird deutlich, wie Ammon, obwohl weise und arglos, geschickt vorgeht, um die Aufmerksamkeit und das Vertrauen von König Lamoni zu gewinnen. Er stellt eine Frage, die Lamoni veranlasst, ihm zu versichern, dass er allem glauben werde, was Ammon sagt. Auf diese Weise "fängt" Ammon den König mit Geschicklichkeit ein, indem er ihn dazu bringt, sich zu verpflichten, seinen Worten zu vertrauen.
      
    "Weise aber arglos zu sein" bedeutet, dass jemand klug, einfallsreich und verständig ist, dabei jedoch unschuldig, ohne Hintergedanken oder List. Eine solche Person handelt mit Vorsicht und Überlegung, ist jedoch nicht manipulativ oder hinterlistig. Sie kann Situationen richtig einschätzen und kluge Entscheidungen treffen, ohne dabei andere zu täuschen oder auszunutzen. In Ammons Fall zeigt dies seine Fähigkeit, klug zu handeln und dabei aufrichtig und ehrlich zu bleiben, was letztlich dazu beiträgt, das Vertrauen von König Lamoni zu gewinnen.  

Eine Zusammenfassung von Alma 18:1-43: 

In Alma 18:1-43 wird von der Begegnung zwischen Ammon und König Lamoni berichtet. König Lamoni hört von Ammons tapferem und erfolgreichen Schutz seiner Herden und beginnt zu glauben, dass Ammon der Große Geist sei. Die Diener des Königs bestätigen Ammons außergewöhnliche Fähigkeiten, was Lamoni in seiner Überzeugung stärkt.  

König Lamoni ist zutiefst beeindruckt von Ammons Fähigkeiten und seiner Treue. Als er erfährt, dass Ammon gerade seine Pferde füttert, ist er noch mehr erstaunt über Ammons Demut und Gehorsam. Lamoni wünscht sich, mit Ammon zu sprechen, traut sich aber nicht, ihn zu rufen. Ammon kommt schließlich von selbst zum König, und obwohl der König zunächst sprachlos ist, kann Ammon seine Gedanken lesen und fragt ihn nach seinen Wünschen.  

Lamoni erkennt Ammons Fähigkeit, seine Gedanken zu lesen, und fragt, ob er der Große Geist sei. Ammon erklärt, dass er nur ein Mensch sei, jedoch von Gott gesandt, um das Volk das Wort Gottes zu lehren. Er beginnt, dem König von der Schöpfung, dem Fall des Menschen, und der Geschichte seines Volkes zu berichten. Er erläutert auch den Plan der Erlösung und das Kommen Christi.  

König Lamoni ist überzeugt von Ammons Worten und beginnt, zum Herrn um Barmherzigkeit für sich und sein Volk zu bitten. Daraufhin fällt er zur Erde und liegt dort wie tot für zwei Tage und zwei Nächte. Seine Familie betrauert ihn nach den Traditionen der Lamaniten.  

Eine differenziertere Betrachtung: 

Alma 18:1-7: 
König Lamoni ließ seine Diener vortreten, damit sie bezeugen konnten, was sie erlebt hatten. Nachdem sie berichtet hatten, wie Ammon treu die Herden bewahrt und im Kampf beeindruckend siegreich gewesen war, war Lamoni äußerst erstaunt. Er vermutete, dass Ammon mehr als ein Mensch sei und möglicherweise der Große Geist *), der über das Volk strenge Strafen verhängt hatte. Die Diener waren unsicher, ob Ammon der Große Geist oder ein Mensch sei, wussten aber, dass er von den Feinden des Königs nicht getötet werden konnte und die Herden des Königs dank seiner Geschicklichkeit und Stärke unversehrt blieben. Sie waren überzeugt, dass Ammon ein Freund des Königs sei.  

  • *) In den Augen der Lamaniten war "der Große Geist" eine mächtige und göttliche Entität, die über das Volk wachte und große Strafen verhängte, wenn sie Sünden begingen. Diese Vorstellung stammte aus den Überlieferungen, die Lamoni von seinem Vater erhalten hatte. Der Große Geist wurde von den Lamaniten als eine spirituelle Kraft betrachtet, die übernatürliche Fähigkeiten besaß und mit der sie bestimmte Ereignisse und Mächte erklärten.  

Der König schloss daraus, dass Ammon tatsächlich der Große Geist sei, der herabgekommen war, um ihre Leben zu bewahren, damit er sie nicht töten würde, wie er es mit ihren Brüdern getan hatte. Lamoni erinnerte sich an die Überlieferung seines Vaters, dass es einen Großen Geist gebe, und begann sich zu fürchten, dass er Unrecht getan haben könnte, als er seine Diener tötete. Er hatte viele von ihnen getötet, weil ihre Brüder die Herden an der Tränke zerstreut hatten, was zur üblichen Plünderpraxis der Lamaniten gehörte.  

Alma 18:8-11: 
König Lamoni fragte seine Diener nach dem Aufenthaltsort des Mannes mit dieser großen Macht. Sie berichteten ihm, dass Ammon gerade seine Pferde fütterte. Vor dem Tränken der Herden hatte der König befohlen, seine Pferde und Streitwagen bereitzumachen, da er zu einem großen Fest im Land Nephi reisen wollte, das von Lamonis Vater, dem König über das ganze Land, ausgerichtet wurde.  

Als König Lamoni erfuhr, dass Ammon diese Aufgaben erfüllte, war er noch mehr von Ammons Treue beeindruckt. Er bemerkte, dass kein anderer Diener so gewissenhaft seine Befehle ausführte wie Ammon. Lamoni war überzeugt, dass Ammon der Große Geist sei und wünschte, dass er zu ihm käme, wagte es jedoch nicht, ihn selbst zu rufen.  

Alma 18:12-17: 
Nachdem Ammon die Pferde und Streitwagen für den König und seine Diener fertiggemacht hatte, ging er zum König hinein. Er bemerkte, dass sich der Gesichtsausdruck des Königs verändert hatte, weshalb er sich zurückziehen wollte. Doch einer der Diener des Königs sprach zu Ammon und nannte ihn "Rabbana", was "mächtiger oder großer König" bedeutet, und sagte, dass der König wünsche, dass Ammon bleibt.  

Ammon wandte sich daraufhin zum König und fragte, was er für ihn tun solle. Der König antwortete ihm jedoch eine Stunde lang, nach ihrer Zeitrechnung, nicht, da er nicht wusste, was er sagen sollte. Ammon fragte erneut, was der König von ihm wünschte, aber wieder erhielt er keine Antwort.  

Da Ammon vom Geist Gottes erfüllt war, konnte er die Gedanken des Königs erkennen. Er sprach zum König und fragte, ob seine Verwunderung daher rühre, dass er gehört habe, wie Ammon seine Diener und Herden verteidigt hatte, indem er sieben der Feinde mit Schleuder und Schwert getötet und anderen den Arm abgeschlagen hatte. Ammon versicherte dem König, dass er nur ein Mensch und sein Diener sei und bereit sei, alles zu tun, was der König wünsche und was recht sei.  

Alma 18:18-23: 
König Lamoni war erneut verwundert, als er bemerkte, dass Ammon seine Gedanken erkennen konnte. Er fragte Ammon, ob er der Große Geist sei, der alles wisse. Ammon verneinte dies und der König wollte wissen, wie Ammon seine Gedanken lesen konnte und welche Macht ihn befähigte, seine Feinde zu töten und ihnen den Arm abzuschlagen.  

Der König versprach, Ammon alles zu geben, was er wünsche, und sogar seine Heere zu seiner Verteidigung einzusetzen, da er von Ammons überlegener Macht überzeugt war. Ammon, weise aber arglos, antwortete, dass er dem König die Quelle seiner Macht erklären würde, wenn der König bereit wäre, auf seine Worte zu hören. Der König stimmte zu und sagte, dass er allem glauben würde, was Ammon ihm sagen würde. So begann Ammon, seine Lehren zu offenbaren.  

Alma 18:24-31: 
Ammon begann mutig mit König Lamoni zu sprechen und fragte ihn, ob er an die Existenz Gottes glaube. Lamoni gestand, dass er nicht wisse, was das bedeute. Daraufhin fragte Ammon, ob er an einen Großen Geist glaube, was Lamoni bejahte. Ammon erklärte ihm, dass dieser Große Geist Gott sei.  

Ammon fragte weiter, ob Lamoni glaube, dass dieser Große Geist alles erschaffen habe, was im Himmel und auf der Erde sei. Lamoni antwortete, dass er glaube, dass dieser Große Geist alles auf der Erde erschaffen habe, aber er wisse nichts über den Himmel. Ammon erläuterte, dass der Himmel der Ort sei, wo Gott und alle seine heiligen Engel wohnen.  

Lamoni fragte daraufhin, ob dieser Ort oberhalb der Erde sei, womit er seine Neugier und sein wachsendes Verständnis für die Lehren Ammons zeigte.  

Alma 18:32-35: 
Ammon bestätigte, dass Gott von oberhalb der Erde auf alle Menschen herabsieht und die Gedanken und Absichten ihres Herzens kennt, da sie alle von ihm erschaffen wurden. König Lamoni sagte, dass er alles glaube, was Ammon gesagt habe, und fragte ihn, ob er von Gott gesandt sei.  

Ammon antwortete, dass er ein Mensch sei, geschaffen nach dem Abbild Gottes. Er erklärte, dass er durch den Heiligen Geist berufen sei, das Volk zu lehren, damit es die Wahrheit und Gerechtigkeit erkenne. Ein Maß dieses Geistes wohne in ihm, was ihm Wissen und Macht gemäß seinem Glauben und seinen gottgefälligen Wünschen verleihe.  

Alma 18:33-43:
Ammon erzählte dem König und seinen Dienern von den Reisen ihrer Vorfahren in der Wildnis, ihren Leiden an Hunger und Durst und ihren anderen Beschwernissen. Er sprach auch über die Auflehnungen von Laman, Lemuel und den Söhnen Ischmaels und erklärte alle Aufzeichnungen und Schriften von der Zeit an, da Lehi Jerusalem verlassen hatte, bis zur gegenwärtigen Zeit.  

Ammon erläuterte ihnen auch den Plan der Erlösung, der von der Grundlegung der Welt an vorbereitet war, und verkündete ihnen das Kommen Christi und alle Werke des Herrn.  

Nachdem er all dies erklärt hatte, glaubte der König Ammon. Er begann zum Herrn zu rufen und bat um Barmherzigkeit für sich und sein Volk, ähnlich wie der Herr dem Volk Nephi Barmherzigkeit erwiesen hatte. Nachdem der König dies gesagt hatte, fiel er zur Erde, als sei er tot.  

Seine Diener trugen ihn zu seiner Frau und legten ihn auf ein Bett. Über einen Zeitraum von zwei Tagen und zwei Nächten lag er da, als sei er tot, und seine Frau und Kinder betrauerten ihn nach der Weise der Lamaniten und beklagten sein vermeintliches Hinscheiden sehr.  

Das Kapitel Alma 18 aus dem Buch Mormon bietet mehrere wertvolle Lehren, die auch für uns heute relevant sind:  

  1. Macht des Dienstes und der Demut: Ammon, obwohl er große Fähigkeiten und Macht besitzt, zeigt Demut und dient König Lamoni treu, indem er einfache Aufgaben wie das Füttern der Pferde übernimmt. Dies lehrt uns, dass wahrer Dienst und Demut oft die Herzen anderer öffnen und sie für tiefere Botschaften empfänglich machen können.  

  1. Geduld und Weisheit im Dialog: Ammon zeigt Geduld und Weisheit im Umgang mit König Lamoni. Er drängt seine Botschaft nicht auf, sondern baut langsam Vertrauen auf und beantwortet die Fragen des Königs schrittweise. Dies kann uns lehren, dass effektive Kommunikation oft Geduld, Zuhören und ein schrittweises Vorgehen erfordert.  

  1. Glaube an Gottes Führung: Ammon handelt im Glauben und folgt den Eingebungen des Heiligen Geistes, was ihm ermöglicht, die Gedanken des Königs zu erkennen und darauf zu reagieren. Dies erinnert uns daran, auf göttliche Führung zu vertrauen und sensibel für die Eingebungen des Geistes zu sein.  

  1. Macht des Zeugnisses: Durch sein mutiges Zeugnis und seine Lehren über die Schöpfung, den Fall des Menschen und den Erlösungsplan führt Ammon den König und seine Diener zur Wahrheit. Dies zeigt, wie wichtig es ist, Zeugnis abzulegen und die Wahrheiten des Evangeliums mit anderen zu teilen.  

  1. Wachstum durch Verständnis: König Lamoni, der anfangs wenig über Gott weiß, zeigt Bereitschaft, zu lernen und zu glauben. Seine Offenheit führt zu einer tiefen spirituellen Erfahrung. Dies lehrt uns, offen für neues Verständnis zu sein und bereit, unser Wissen und unseren Glauben zu erweitern.  

  1. Barmherzigkeit und Umkehr: König Lamoni bittet um die Barmherzigkeit des Herrn und zeigt damit seine Bereitschaft zur Umkehr. Dies betont die Wichtigkeit von Umkehr und dem Suchen nach göttlicher Barmherzigkeit in unserem eigenen Leben.  

  1. Auswirkungen des persönlichen Wandels: Die Umkehr und der Glaube von König Lamoni haben tiefgreifende Auswirkungen auf ihn und sein Umfeld. Dies zeigt, dass persönlicher geistlicher Wandel weitreichende positive Auswirkungen auf unser Umfeld haben kann.  

Diese Lehren können uns helfen, in unserem eigenen Leben mehr Demut, Geduld, Glauben, Zeugnis und Bereitschaft zur Umkehr zu praktizieren.  

Was meinst du, was es bedeutet weise und arglos zu sein?  

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Ich werde euch zu einem Werkzeug in meinen Händen machen, um viele Seelen zu erretten

1. Juli 2024, 05:24am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Ein Werkzeug in den Händen Gottes sein
(Bild: Quelle)

“Und der Herr sprach zu ihnen auch: Geht hin unter die Lamaniten, eure Brüder, und richtet mein Wort auf; doch sollt ihr geduldig sein in langen Leiden und Bedrängnissen, damit ihr ihnen gutes Beispiel in mir zeigt, und ich werde euch zu einem Werkzeug in meinen Händen machen, um viele Seelen zu erretten.” (Alma 17:11)  

  • Dieser Vers fasst mehrere zentrale Themen zusammen:  

  1. Missionarische Aufgabe: Die Söhne Mosias werden angewiesen, das Wort Gottes zu den Lamaniten zu bringen.  

  1. Geduld und Ausdauer: Sie sollen geduldig in langen Leiden und Bedrängnissen sein.  

  1. Vorbild sein: Durch ihr gutes Beispiel sollen sie anderen den Weg weisen.  

  1. Göttliches Werkzeug: Der Herr wird sie zu einem Werkzeug in seinen Händen machen, um viele Seelen zu retten.  

Dieser Vers betont die Bedeutung von Vertrauen in den Herrn, Geduld, beispielhaftem Verhalten und der Bereitschaft, als Instrument in den Händen Gottes zu dienen.  

Mormon, der Schreiber des Buches, teilt uns mit, dass seine Quelle für die Ereignisse in Alma 17:1-39 der "Bericht von Alma" ist. Dies ist dieselbe Aufzeichnung, die auch die Predigten in Zarahemla, Gideon und Ammonihah enthält. Der Hauptunterschied besteht jedoch darin, dass dieser Abschnitt die Geschichte der Söhne Mosias erzählt, nicht die von Alma. Am Anfang dieses Kapitels wird beschrieben, wie die Geschichte der Söhne Mosias in Almas persönlichen Aufzeichnungen landet. Alma trifft die Söhne Mosias während seiner Reise und sie erzählen ihm ihre Geschichte. Alternativ erhält Alma möglicherweise von ihnen schriftliche Aufzeichnungen, die ihre Erlebnisse festhalten. Durch diese Begegnung oder die Übertragung von Aufzeichnungen wird die Geschichte der Söhne Mosias in den Bericht von Alma integriert.  

Eine Zusammenfassung von Alma 17:1-39: 

Alma reiste südwärts ins Land Manti (südlich Zarahemla; siehe Karte) und traf unerwartet die Söhne Mosias, die nach Zarahemla unterwegs waren. Diese Begegnung freute Alma sehr, da sie zusammen den Engel erlebt hatten, der ihnen erschien, und sie sich über die Jahre zu starken und wissenden Männern im Herrn entwickelt hatten. Die Söhne Mosias hatten sich dem Gebet und Fasten hingegeben, was ihnen den Geist der Prophezeiung und Offenbarung verlieh, sodass sie mit Macht und Vollmacht von Gott lehrten. Sie hatten vierzehn Jahre lang unter den Lamaniten gepredigt und viele zur Wahrheit geführt. Trotz zahlreicher Bedrängnisse und Leiden sowohl körperlicher als auch geistiger Art, waren sie erfolgreich gewesen.  

Die Söhne Mosias waren ursprünglich im ersten Jahr der Richter von ihrem Vater Mosia aufgebrochen, nachdem sie das Königtum abgelehnt hatten. Sie zogen in die Wildnis, ausgerüstet mit Waffen, um Nahrung zu beschaffen, und gingen ins Land Nephi (ganz im Süden; siehe Karte), um den Lamaniten das Wort Gottes zu predigen. Sie fasteten und beteten viel, um den Geist des Herrn zu erhalten, und dieser versprach ihnen Trost und Erfolg, solange sie geduldig waren.  

Ammon, einer der Söhne Mosias, kam ins Land Ischmael (nordwestlich von Nephi; siehe Karte), wurde von den Lamaniten gefangen genommen und vor König Lamoni gebracht. Ammon entschied sich, im Land zu bleiben und als Diener des Königs zu arbeiten. Er wurde den Dienern des Königs zugeteilt, um die Herden zu hüten. Eines Tages zerstreuten Lamaniten die Herden des Königs, was große Angst unter den Dienern auslöste, da sie fürchteten, dafür getötet zu werden. Ammon beruhigte sie, versprach, die Herden zurückzubringen und ermutigte sie zur Zusammenarbeit.  

Ammon und die Diener fanden die Herden und trieben sie zurück zur Tränke, wo die Lamaniten erneut versuchten, sie zu zerstreuen. Ammon kämpfte mutig gegen die Angreifer und zeigte seine Macht, die Gott ihm verlieh, indem er viele von ihnen mit seiner Schleuder tötete und anderen die Arme mit seinem Schwert abschlug. Schließlich jagte er die Lamaniten in die Flucht, brachte die Herden sicher zurück und präsentierte die abgeschlagenen Arme als Beweis für seinen Erfolg vor dem König.  

Eine differenziertere Betrachtung: 

Alma 17:1-8: 
Alma reiste südwärts vom Land Gideon ins Land Manti und traf dort unerwartet auf die Söhne Mosias, die nach Zarahemla unterwegs waren. Diese Begegnung war besonders freudig für Alma, da die Söhne Mosias bei ihm waren, als ihm zuerst der Engel erschienen war. Alma war erfreut zu sehen, dass sie immer noch treue Brüder im Herrn waren und in der Erkenntnis der Wahrheit stark geworden sind. Sie hatten ein gesundes Verständnis entwickelt und eifrig die Schriften studiert, um das Wort Gottes zu kennen.  

Die Söhne Mosias hatten sich intensiv dem Beten und Fasten hingegeben, was ihnen den Geist der Prophezeiung und der Offenbarung verlieh. Dadurch lehrten sie mit Macht und Vollmacht von Gott. Sie hatten das Wort Gottes vierzehn Jahre lang unter den Lamaniten gepredigt und waren dabei sehr erfolgreich, indem sie viele Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit führten. Durch die Macht ihrer Worte wurden viele Menschen vor den Altar Gottes geführt, um seinen Namen anzurufen und ihre Sünden zu bekennen.  

Auf ihren Reisen hatten die Söhne Mosias viele Bedrängnisse und Leiden durchgemacht, sowohl körperlich als auch geistig. Sie litten unter Hunger, Durst, Erschöpfung und viel Mühsal im Geist. Ihre Reise begann, als sie von ihrem Vater Mosia im ersten Jahr der Richterregierung Abschied nahmen. Sie hatten das Königtum abgelehnt, das ihr Vater ihnen übertragen wollte und wie es dem Willen des Volkes entsprach. Stattdessen verließen sie das Land Zarahemla und nahmen Schwerter, Speere, Bogen, Pfeile und Schleudern mit, um sich in der Wildnis Nahrung zu beschaffen.  

Mit einer ausgewählten Gruppe zogen sie in die Wildnis, um ins Land Nephi zu gehen und den Lamaniten das Wort Gottes zu predigen.   

Alma 17:9-14: 
Die Söhne Mosias reisten viele Tage durch die Wildnis, wobei sie viel fasteten und beteten. Sie suchten die Begleitung und den Beistand des Herrn, damit sie ein Werkzeug in seinen Händen sein könnten, um ihre Brüder, die Lamaniten, zur Erkenntnis der Wahrheit und zur Ablehnung der falschen Überlieferungen ihrer Väter zu führen. Der Herr besuchte sie mit seinem Geist und ermutigte sie, indem er ihnen sagte: "Seid getrost." Er wies sie an, unter die Lamaniten zu gehen und sein Wort zu verkünden, jedoch sollten sie geduldig in langen Leiden und Bedrängnissen sein, um ein gutes Beispiel zu geben. Der Herr versprach, sie zu einem Werkzeug in seinen Händen zu machen, um viele Seelen zu erretten.  

Ermutigt machten sich die Söhne Mosias und ihre Begleiter auf, den Lamaniten das Wort Gottes zu verkünden. Als sie an die Grenze des Landes der Lamaniten kamen, trennten sie sich voneinander und vertrauten darauf, dass sie sich am Ende ihrer Arbeit wiedersehen würden, da die Aufgabe groß war. Ihre Mission war wirklich gewaltig, denn sie hatten sich vorgenommen, das Wort Gottes einem wilden, verstockten und grausamen Volk zu predigen. Dieses Volk erfreute sich am Mord und Raub an den Nephiten und war gierig nach Reichtümern, Gold, Silber und Edelsteinen, die es durch Gewalt und Plünderung erlangen wollte, ohne selbst dafür zu arbeiten.  

Alma 17:15-20: 
Die Lamaniten waren ein träges Volk, das viele Götzen anbetete und aufgrund der Überlieferungen ihrer Väter unter dem Fluch Gottes stand. Trotzdem erstreckten sich die Verheißungen des Herrn auf sie, unter der Bedingung, dass sie umkehrten. Aus diesem Grund unternahmen die Söhne Mosias ihre Arbeit, in der Hoffnung, die Lamaniten zur Umkehr und zur Erkenntnis des Plans der Erlösung zu führen. Sie trennten sich voneinander und gingen einzeln unter die Lamaniten, gemäß dem Wort und der Macht Gottes, die ihnen gegeben waren.  

Ammon, der Oberste unter ihnen, sorgte für die anderen, segnete sie und vermittelte ihnen das Wort Gottes, bevor er sich von ihnen verabschiedete. Anschließend ging jeder seiner eigenen Reise im Land nach. Ammon begab sich ins Land Ischmael, benannt nach den Söhnen Ischmaels, die ebenfalls Lamaniten geworden waren.  

Als Ammon das Land Ischmael betrat, wurde er von den Lamaniten ergriffen und nach ihrem Brauch gefesselt, wie sie es mit allen Nephiten taten, die ihnen in die Hände fielen. Sie brachten ihn vor den König, der nach Belieben entscheiden konnte, ob er Ammon töten, ins Gefängnis werfen oder aus dem Land vertreiben wollte.  

Alma 17:21-28: 
Ammon wurde vor den König des Landes Ischmael (nordwestlich von Nephi; siehe Karte), Lamoni, gebracht, der ein Nachkomme Ischmaels war. Der König fragte Ammon, ob er im Land der Lamaniten leben wolle. Ammon bejahte und sagte, dass er vielleicht bis zu seinem Tod dort bleiben wolle. König Lamoni war von Ammon angetan und ließ seine Fesseln lösen. Er bot Ammon an, eine seiner Töchter zu heiraten, was Ammon jedoch ablehnte und stattdessen anbot, sein Diener zu sein. So wurde Ammon ein Diener des Königs und half anderen Dienern bei der Betreuung von Lamonis Herden, gemäß dem Brauch der Lamaniten.  

Nach drei Tagen im Dienst des Königs ging Ammon mit den anderen Dienern und den Herden zur Tränke, genannt Wasser Sebus (wohl ganz in der Nähe der Stadt Ichmael; siehe Karte), wohin alle Lamaniten ihre Herden trieben, um sie zu tränken. Als sie dort ankamen, war eine Gruppe Lamaniten bereits da, um ihre Herden zu tränken, und diese zerstreuten die Herden von Ammon und den Dienern des Königs in verschiedene Richtungen. Die Diener des Königs begannen zu murren und fürchteten, dass der König sie töten würde, wie er es mit ihren Brüdern getan hatte, weil ihre Herden zerstreut worden waren. Sie klagten und weinten laut, weil sie sich bereits sicher waren, dass ihre Herden verloren waren.  

Alma 17:29-32: 
Aus Angst getötet zu werden, weinten die Diener des Königs. Ammon sah dies und sein Herz schwoll vor Freude an, denn er erkannte eine Gelegenheit, seine Macht, die Gott ihm verliehen hat, zu zeigen und das Vertrauen seiner Mitdiener zu gewinnen. Er dachte, dass er durch die Rückholung der Herden das Herz seiner Mitbrüder im Dienst gewinnen und sie dazu bringen könnte, seinen Worten zu glauben.  

Ammon beruhigte die Diener mit aufmunternden Worten. Daraufhin gingen sie los, um die Herden zu suchen. Sie folgten Ammon und arbeiteten schnell und effizient zusammen, um die Herden des Königs wieder unter Kontrolle zu bringen und sie sicher zur Tränke zurückzuführen.  

Alma 17:33-39: 
Ammon und die Diener des Königs waren erneut mit der Bedrohung konfrontiert, dass die Herden zerstreut werden könnten. Ammon wies seine Brüder an, die Herden zu umschließen, damit sie nicht fliehen konnten, während er allein gegen die Angreifer kämpfen würde. Die Diener folgten seinem Befehl, und Ammon stellte sich den Feinden entgegen. Diese Lamaniten fürchteten Ammon nicht, da sie dachten, ein Einzelner von ihnen könne ihn leicht töten. Sie waren sich jedoch nicht bewusst, dass der Herr Mosia versprochen hatte, seine Söhne zu beschützen (Mosia 28:7). .  

Ammon trat vor und begann, mit seiner Schleuder Steine auf die Angreifer zu werfen. Er tötete mehrere von ihnen und beeindruckte sie mit seiner Macht, doch ihre Wut über den Verlust ihrer Brüder trieb sie dazu, mit Keulen auf ihn loszugehen. Jeder, der seine Keule hob, um Ammon zu schlagen, wurde von ihm mit dem Schwert so getroffen, dass ihm der Arm abgeschlagen wurde. Diese Demonstration seiner Kraft führte dazu, dass die Feinde flohen.  

Am Ende hatte Ammon sechs Feinde mit der Schleuder getötet und vielen die Arme abgeschlagen, aber er tötete keinen weiteren außer dem Anführer. Nachdem er die Angreifer vertrieben hatte, kehrten Ammon und die Diener zurück, tränkten die Herden und brachten sie sicher zur Weide des Königs zurück. Anschließend gingen sie zum König und brachten die abgeschlagenen Arme als Beweis für das Geschehene mit.  

Die Geschichte von Ammon und den Lamaniten, enthält mehrere wertvolle Lehren, die auf unser Leben übertragen werden können:  

  1. Glaube und Vertrauen in Gott: Ammon und seine Brüder zeigen tiefen Glauben und Vertrauen in den Herrn. Sie beten und fasten viel, um den Geist Gottes zu erlangen und seine Führung zu erhalten. Dies lehrt uns, wie wichtig es ist, in schwierigen Situationen auf Gott zu vertrauen und ihn um Hilfe und Führung zu bitten, verstärkt durch Fasten.  

  1. Mut und Entschlossenheit: Trotz der Gefahr und der Feindseligkeit der Lamaniten zeigt Ammon Mut und Entschlossenheit. Er tritt den Feinden mutig entgegen und vertraut auf die Verheißung Gottes, dass er beschützt wird. Diese Geschichte ermuntert uns, mutig zu sein und in schwierigen Zeiten entschlossen zu handeln.  

  1. Dienstbereitschaft und Demut: Ammon entscheidet sich, als Diener von König Lamoni zu arbeiten, obwohl ihm eine hohe Position angeboten wurde. Seine Bereitschaft zu dienen und seine Demut sind ein Beispiel dafür, wie wir anderen dienen und demütig bleiben können, unabhängig von unseren eigenen Ambitionen oder Angeboten.  

  1. Geduld und Ausdauer: Ammon und seine Brüder erleben viele Prüfungen und Schwierigkeiten, aber sie geben nicht auf. Sie bleiben geduldig und ausdauernd in ihrem Dienst. Diese Tugenden sind auch für uns wichtig, wenn wir uns Herausforderungen stellen müssen.  

  1. Einfluss durch Vorbild: Ammon gewinnt das Vertrauen der Diener und letztlich des Königs durch sein mutiges und rechtschaffenes Handeln. Er zeigt, dass ein gutes Beispiel und ein rechtschaffenes Leben einen starken Einfluss auf andere haben können. Dies lehrt uns, wie wir durch unser Verhalten und unsere Taten ein positives Vorbild für andere sein können.  

  1. Göttliche Hilfe und Schutz: Die Geschichte zeigt, dass Ammon göttliche Hilfe und Schutz erhält, weil er Gottes Geboten folgt und seinen Glauben unter Beweis stellt. Dies erinnert uns daran, dass Gott uns hilft und beschützt, wenn wir nach seinen Geboten leben und ihm vertrauen.  

Diese Lehren können uns inspirieren, ein Leben des Glaubens, der Demut, des Mutes und des Dienens zu führen, und sie erinnern uns daran, dass Gott uns in unseren Herausforderungen unterstützt und führt.  

Was meinst du, wie der Herr uns zu seinem Werkzeug machen kann?  

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Der Herr goss seinen Geist über das ganze Land aus, um den Sinn der Menschenkinder vorzubereiten, das Wort zu empfangen

29. Juni 2024, 06:41am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Durch den Geist vorbereitet sein, das Wort Gottes zu empfangen
(Bild: Quelle)

“Und es gab keine Ungleichheit unter ihnen; der Herr goss seinen Geist über das ganze Land aus, um den Sinn der Menschenkinder vorzubereiten, oder um ihr Herz vorzubereiten, das Wort zu empfangen, das zur Zeit seines Kommens unter ihnen gelehrt werden würde” (Alma 16:16).  

  • Der Vers fasst die zentrale Lehre des Kapitels zusammen, indem er beschreibt, wie der Herr seinen Geist über das ganze Land ausgießt, um die Herzen der Menschen vorzubereiten, das Wort Gottes anzunehmen, das zur Zeit seines Kommens unter ihnen gelehrt werden würde. Dies unterstreicht die Bedeutung von geistlicher Vorbereitung, Einheit und Empfänglichkeit für göttliche Führung und Lehren.  

Eine Zusammenfassung von Alma 16:1-21: 

Im elften Jahr der Richterherrschaft erlebte das Land Zarahemla nach einer friedlichen Periode einen plötzlichen Angriff der Lamaniten. Diese überfielen die Stadt Ammoniha und töteten viele ihrer Bewohner, während sie andere gefangen nahmen und in die Wildnis verschleppten. Die Nephiten, angeführt von Zoram und seinen Söhnen Lehi und Aha *), wandten sich an Alma, den Hohen Priester, um göttliche Führung für die Rettungsmission zu erhalten. Alma prophezeite, dass die Lamaniten den Fluss Sidon in der südlichen Wildnis überqueren würden. Die Nephiten folgten seinem Rat, fanden die Lamaniten, besiegten sie und befreiten alle Gefangenen.  

  • *) In Vers 5 des Buches Alma, Kapitel 16, werden Zoram und seine zwei Söhne Lehi und Aha erwähnt. Zoram war der oberste Hauptmann über die Heere der Nephiten. Als die Lamaniten in das Land Zarahemla einfielen und viele Menschen gefangen nahmen, gingen Zoram und seine Söhne zu Alma, dem Hohen Priester, um göttliche Führung für eine Rettungsmission zu erbitten. Aufgrund ihres Glaubens an Almas prophetische Fähigkeiten und ihrer eigenen Rolle als militärische Führer, übernahmen sie die Aufgabe, die gefangenen Nephiten aus der Wildnis zu befreien. Lehi und Aha unterstützten ihren Vater bei dieser Mission, die schließlich erfolgreich war, indem sie die Lamaniten besiegten und alle gefangenen Nephiten befreiten. 

Mehr zu dem Namen Aha lies gerne hier: “Attestation of Aha” 

Am Ende des elften Jahres wurden die Lamaniten aus dem Land vertrieben, und die Stadt Ammoniha lag in Trümmern. Die Nephiten konnten sich wegen des Gestanks der verwesenden Leichen nicht im Gebiet der Stadt ansiedeln, das als „Verwüstung der Nehorer“ bekannt wurde. Die folgenden drei Jahre bis zum vierzehnten Jahr der Richterherrschaft waren von Frieden geprägt.  

In dieser Zeit predigten Alma und Amulek zusammen mit anderen Auserwählten Umkehr und Gottes Wort im ganzen Land. Die Kirche wurde unter den Nephiten verbreitet, und es herrschte große Gleichheit und der Geist des Herrn bereitete die Menschen vor, das Evangelium zu empfangen. Die Priester predigten gegen alle Arten von Sünden und verkündeten das bevorstehende Kommen des Sohnes Gottes, was bei den Menschen große Freude auslöste. Das vierzehnte Jahr endete mit der Kirche fest etabliert und dem Wort Gottes, das im ganzen Land gepredigt wurde, wodurch der Herr seine Segnungen über das Volk ausgoss.  

Eine differenziertere Betrachtung: 

Alma 16:1-2: 
Zu Beginn des elften Jahres der Richterherrschaft über das Volk Nephi, am fünften Tag des zweiten Monats, herrschte viel Frieden im Land Zarahemla. In den Jahren zuvor gab es weder Kriege noch Streitigkeiten. Doch an diesem Tag wurde das Land von einem Kriegsgeschrei erschüttert. Die Lamanitenarmeen drangen aus der Wildnis in die Landesgrenzen ein, erreichten die Stadt Ammoniha und begannen, die Menschen zu töten und die Stadt zu zerstören.  

Alma 16:3-4: 
Bevor die Nephiten ein ausreichendes Heer aufstellen konnten, um die Lamaniten aus dem Land zu vertreiben, hatten diese bereits die Menschen in der Stadt Ammoniha vernichtet und auch einige im Grenzgebiet von Noa getötet. Andere wurden als Gefangene in die Wildnis verschleppt. Die Nephiten hatten nun den Wunsch, diejenigen zurückzuholen, die als Gefangene in die Wildnis verschleppt worden waren.  

Alma 16:5-8: 
Zoram, der oberste Hauptmann der Nephiten, und seine zwei Söhne, Lehi und Aha, gingen zu Alma, dem Hohen Priester, um Rat zu suchen. Sie wussten, dass Alma den Geist der Prophezeiung besaß, und wollten wissen, wohin sie gehen sollten, um die von den Lamaniten gefangen genommenen Nephiten zu suchen. Alma befragte den Herrn und erhielt die Weisung, dass die Lamaniten den Fluss Sidon in der südlichen Wildnis überqueren würden, jenseits der Grenzen des Landes Manti (siehe Karte). Dort sollten sie die Lamaniten treffen und ihre gefangenen Brüder befreien.  

Zoram und seine Söhne überquerten daraufhin den Fluss Sidon mit ihren Heeren und marschierten in die südliche Wildnis auf der Ostseite des Flusses. Sie trafen auf die Heere der Lamaniten, besiegten sie und jagten sie in die Wildnis zurück. Dabei befreiten sie alle gefangenen Nephiten, ohne dass eine einzige Seele verlorenging. Die befreiten Gefangenen wurden sicher zurückgebracht, um wieder ihre eigenen Ländereien zu besitzen.  

 Alma 16:9-11: 
Das elfte Jahr der Richterherrschaft endete mit der Vertreibung der Lamaniten aus dem Land und der völligen Vernichtung des Volkes von Ammoniha. Jede lebende Seele in Ammoniha wurde getötet und die Stadt, die wegen ihrer Größe als unzerstörbar galt, lag in Trümmern. Innerhalb eines einzigen Tages wurde die Stadt verwüstet und die Leichen der Bewohner von Hunden und wilden Tieren zerfetzt.  

Der Grund der vollständigen Zerstörung Ammonihas an einem einzigen Tag lag daran, dass das Volk von Gott abtrünnig geworden war und das Gesetz des Mose hierfür diese Vernichtung vorschrieb (Deuteronomium 13:12-18). Mehr kannst du gerne hier nachlesen (Why Was the City of Ammonihah Destroyed and Left Desolate?). 

Nach einiger Zeit wurden die Leichen auf dem Erdboden aufgehäuft und mit einer dünnen Erdschicht bedeckt. Der Gestank der verwesenden Körper war jedoch so stark, dass das Volk viele Jahre lang das Gebiet von Ammoniha mied. Das Gebiet wurde „Verwüstung der Nehorer“ genannt, da die Getöteten Anhänger des Bekenntnisses Nehors waren. Die Länder blieben verwüstet und unbewohnt.  

Alma 16:12: 
Bis zum vierzehnten Jahr der Richterherrschaft über das Volk Nephi zogen die Lamaniten nicht mehr zum Kampf gegen die Nephiten. Dadurch erlebte das Volk Nephi drei Jahre lang ununterbrochenen Frieden im ganzen Land.  

Alma 16:13-17: 
Alma und Amulek gingen zu den Tempeln, Heiligtümern und Synagogen der Nephiten, die nach jüdischer Art gebaut worden waren, und predigten dem Volk Umkehr. Sie verbreiteten das Wort Gottes unter allen, die bereit waren zuzuhören, ohne Ansehen der Person.  

Sie und viele andere, die für dieses Werk berufen worden waren, predigten im ganzen Land und richteten die Kirche unter allen Nephiten auf. Es herrschte keine Ungleichheit unter ihnen, denn der Herr goss seinen Geist über das ganze Land aus, um die Herzen der Menschen vorzubereiten, das kommende Wort Gottes anzunehmen.  

Dies geschah, damit sie nicht hartnäckig gegen das Wort sein würden, nicht ungläubig blieben und nicht der Vernichtung entgegengehen, sondern das Wort mit Freude empfangen und wie ein Zweig in den wahren Weinstock eingepfropft würden. So sollten sie in die Ruhe des Herrn, ihres Gottes, eingehen können.  

Alma 16:18-21: 
Die Priester, die das Volk besuchten, predigten energisch gegen Lügen, Täuschung, Neid, Streit, Bosheit, Schmähungen, Diebstahl, Raub, Mord, Ehebruch und alle Arten von Ausschweifungen. Sie lehrten, dass solche Sünden nicht sein dürften. Weiterhin erklärten sie den Menschen, was bald geschehen würde, einschließlich der Ankunft des Sohnes Gottes, seiner Leiden, seines Todes und seiner Auferstehung.  

Viele im Volk fragten, wo der Sohn Gottes erscheinen würde, und ihnen wurde gelehrt, dass er nach seiner Auferstehung unter ihnen erscheinen werde. Diese Botschaft erfüllte das Volk mit großer Freude und Begeisterung.  

Nachdem die Kirche im ganzen Land etabliert worden war und der Sieg über den Teufel errungen wurde, endete das vierzehnte Jahr der Richterherrschaft über das Volk Nephi. Das Wort Gottes wurde rein und unverfälscht verkündet, während der Herr Segnungen über das Volk ausgoss.  

Aus Alma 16:1-21 können mehrere wichtige Lehren für unser heutiges Leben gezogen werden:  

  1. Vorbereitung auf Schwierigkeiten: Die plötzliche Invasion der Lamaniten in Ammoniha erinnert uns daran, dass Frieden und Sicherheit jederzeit bedroht sein können. Es ist wichtig, geistig und physisch vorbereitet zu sein, um Herausforderungen zu meistern.  

  1. Gebet und göttliche Führung: Alma befragte den Herrn, bevor er Zoram und seine Söhne aussandte, um ihre gefangenen Brüder zu befreien. Dies zeigt die Bedeutung des Gebets und der Suche nach göttlicher Führung in unseren Entscheidungen und Herausforderungen.  

  1. Einheit und Solidarität: Zoram und seine Söhne handelten in Einheit, um die gefangenen Nephiten zu befreien. Diese Einheit half ihnen, erfolgreich zu sein. Heute können wir aus diesem Beispiel lernen, wie wichtig Zusammenarbeit und Solidarität sind, um gemeinsame Ziele zu erreichen.  

  1. Glaube und Wunder: Durch den Glauben an die göttliche Führung und die Erfüllung göttlicher Verheißungen gelang es Zoram und seinen Söhnen, die Lamaniten zu besiegen und die Gefangenen sicher zurückzubringen. Dies erinnert uns daran, dass der Glaube an Gott uns in schwierigen Zeiten stärken kann und Wunder möglich sind.  

  1. Lehren der Umkehr: Alma und Amulek predigten Umkehr. Ihre Botschaft zeigt die Bedeutung der Umkehr in unserem Leben, um spirituelle Reinheit zu erlangen und sich auf die Begegnung mit Gott vorzubereiten.  

  1. Streben nach geistigem Wachstum: Die Verbreitung des Evangeliums und der Aufbau der Kirche inmitten der Nephiten verdeutlichen die Bedeutung des fortwährenden geistigen Wachstums und der Stärkung des Glaubens. Wir sollten danach streben, unsere Zeugenschaft zu vertiefen und anderen von den Segnungen des Evangeliums zu erzählen.  

  1. Vorbereitung auf das Kommen Christi: Die Propheten lehrten über das Kommen des Sohnes Gottes und bereiteten die Menschen darauf vor. Auch wir sollten uns auf das Kommen Christi vorbereiten, indem wir unseren Glauben stärken, unsere Sünden bereuen und seine Gebote halten.  

Diese Lehren aus Alma 16:1-21 erinnern uns daran, wie wir in unserer heutigen Zeit als Gläubige leben sollen: durch Glauben an Gott, durch Vorbereitung auf Herausforderungen, durch Einheit und Solidarität in der Gemeinschaft, durch Umkehr und Bereitschaft für das Kommen Christi.  

Wie stellst du dir die Ausgießung des Geistes Gottes über ein ganzes Land vor?  

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Wenn du an die Erlösung durch Christus glaubst, kannst du geheilt werden

28. Juni 2024, 05:35am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

„Wenn ich auch nur seine Kleider anfasse, so wird mir geholfen sein” (Matthäus 5:27) 
(Bild: Quelle)

“Und Alma sprach: Wenn du an die Erlösung durch Christus glaubst, kannst du geheilt werden.” (Alma 15:8).  

  • Dieser Vers verkörpert die zentrale Lehre von Glaube, Umkehr und der transformativen Kraft der Erlösung durch Christus.  

Eine Zusammenfassung von Alma 15:1-19: 

Alma und Amulek wurden angewiesen, die Stadt zu verlassen, und begaben sich ins Land Sidom (siehe Karte). Dort trafen sie auf die Anhänger Almas, die aus Ammoniha geflohen waren, weil sie verfolgt und gesteinigt worden waren. Die Flüchtlinge erzählten von den schrecklichen Ereignissen, die ihren Familien widerfahren waren, und von ihrer Rettung durch Alma und Amulek. Zeezrom, ein früherer Gegner, lag in Sidom krank darnieder, geplagt von Schuld und Fieber, weil er dachte, Alma und Amulek seien wegen seiner Taten getötet worden. Als er erfuhr, dass sie am Leben waren, bat er sie um Heilung. Alma fragte Zeezrom, ob er an Christus glaube, und Zeezrom bejahte. Alma betete für ihn, und Zeezrom wurde sofort geheilt. Die Menschen waren erstaunt, und die Nachricht verbreitete sich. Zeezrom ließ sich taufen und begann, das Evangelium zu predigen.  

Alma gründete eine Gemeinde in Sidom, und viele ließen sich taufen. Das Volk von Ammoniha hingegen blieb verhärtet und unbußfertig. Sie schrieben die Macht von Alma und Amulek dem Teufel zu und gehörten der Sekte Nehor an. Amulek hatte all seinen Besitz und seine früheren Freunde um des Evangeliums willen verloren und wurde von seiner Familie verstoßen. Nachdem Alma die Gemeinde in Sidom gefestigt hatte und sah, dass die Menschen sich demütigten und Gott verehrten, nahm er Amulek mit ins Land Zarahemla, um ihn in seinem Haus zu unterstützen und zu stärken. So endete das zehnte Jahr der Richterherrschaft über das Volk Nephi.  

Eine differenziertere Betrachtung: 

Alma 15:1-2: 
Alma und Amulek wurden angewiesen, die Stadt zu verlassen und begaben sich ins Land Sidom (siehe Karte). Dort trafen sie auf diejenigen, die aus Ammoniha geflohen waren, nachdem sie wegen ihres Glaubens an Almas Worte verfolgt und gesteinigt worden waren. Dies deutet darauf hin, dass Sidom sowohl der nephitischen Regierung als auch der nephitischen Religion freundlich gesinnt war und dass dies der logischste Weg war, in eine andere Stadt zu reisen. Es war wahrscheinlich ziemlich nah und könnte durch bekannte Wege, wenn nicht sogar durch echte Straßen verbunden gewesen sein. Sie berichteten ihnen von den Ereignissen, die ihren Frauen und Kindern widerfahren waren, sowie von ihrer eigenen Befreiung.  

Alma 15:3-5: 
Zeezrom lag in Sidom krank darnieder mit einem brennenden Fieber, das durch die Qualen seines Gewissens wegen seiner Schlechtigkeit verursacht wurde. Er dachte, Alma und Amulek seien wegen seiner Übeltaten getötet worden, was ihn noch mehr quälte und ihm keine Ruhe ließ. Als er hörte, dass Alma und Amulek im Land Sidom waren, schöpfte er Hoffnung und sandte eine Nachricht an sie, in der er sie bat, zu ihm zu kommen. Alma und Amulek kamen unverzüglich und fanden Zeezrom, schwach und vom Fieber gezeichnet, in seinem Bett liegen. Er flehte sie um Heilung an, da ihn seine Übeltaten tief quälten.  

Alma 15:6-12: 
Alma nahm Zeezrom bei der Hand und fragte ihn, ob er glaube, dass Christus die Macht habe, zu erretten. Zeezrom bestätigte dies und sagte, dass er allen Worten glaubte, die Alma gelehrt hatte. Daraufhin erklärte Alma, dass Zeezrom geheilt werden könne, wenn er an die Erlösung durch Christus glaube. Zeezrom bekräftigte seinen Glauben. Alma betete zum Herrn und bat um Barmherzigkeit und Heilung für Zeezrom gemäß dessen Glauben. Nachdem Alma gebetet hatte, sprang Zeezrom sofort auf und begann zu gehen, was das Volk in große Verwunderung versetzte. Die Nachricht von diesem Wunder verbreitete sich im ganzen Land Sidom. Alma taufte Zeezrom, der fortan begann, dem Volk zu predigen.  

Alma 15:13-14: 
Alma gründete im Land Sidom eine Gemeinde und weihte Priester und Lehrer, damit sie alle, die getauft werden wollten, im Namen des Herrn tauften. Viele Menschen kamen aus allen Gebieten rund um Sidom herbei und ließen sich taufen.  

Alma 15:15-19: 
Das Volk im Land Ammoniha blieb hartnäckig und verstockt und kehrte nicht von seinen Sünden um. Stattdessen schrieben sie alle Macht von Alma und Amulek dem Teufel zu, da sie dem Glauben Nehors angehörten und nicht an Umkehr glaubten. Das Ende dieser Geschichte zeigt den Kontrast zwischen denen, die in Ammonihah ungläubig blieben, und denen, die bekehrt wurden und aus Ammoniha flohen, sowie denen, die im Land Sidom bekehrt wurden.  

Amulek hatte all seinen Besitz in Ammoniha um des Wortes Gottes willen aufgegeben und war von seinen früheren Freunden, seinem Vater und seiner Familie verstoßen worden (vergleiche Markus 10:28-30). Nachdem Alma die Gemeinde in Sidom gegründet und gesehen hatte, dass das Volk seinen Stolz abgelegt und begonnen hatte, sich vor Gott zu demütigen, sich in den Heiligtümern zu versammeln, um Gott zu verehren, und ständig wachte und betete, um von Satan, Tod und Vernichtung befreit zu werden, nahm er Amulek mit sich ins Land Zarahemla. Dort nahm Alma Amulek in sein Haus auf, kümmerte sich um ihn in seinen Drangsalen und stärkte ihn im Herrn. So endete das zehnte Jahr der Regierung der Richter über das Volk Nephi.  

Aus Alma 15:1-19 können wir verschiedene Lehren und Einsichten gewinnen:  

  1. Glaube und Umkehr führen zu Heilung und Erneuerung: Zeezroms Heilung zeigt die Macht des Glaubens und der Umkehr. Als er seine Fehler eingestand und an Christus glaubte, wurde er sowohl physisch als auch geistig geheilt. Dies lehrt uns, dass wahre Umkehr und Glaube an Christus transformative Kräfte haben.  

  1. Barmherzigkeit und Vergebung: Alma und Amulek zeigen großes Mitgefühl und Vergebung gegenüber Zeezrom, obwohl er zuvor gegen sie war. Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, barmherzig zu sein und anderen die Chance zur Umkehr und Wiedergutmachung zu geben.  

  1. Die Wichtigkeit der Gemeinschaft und der geistigen Führung: Alma gründete eine Gemeinde und setzte Priester und Lehrer ein, um die Gläubigen zu stärken und zu leiten. Dies betont die Bedeutung von geistiger Gemeinschaft und Führung im Glaubensleben.  

  1. Beharrlichkeit im Glauben trotz Widerständen: Trotz der harten Bedingungen und Verfolgung blieben Alma und Amulek ihrem Glauben treu und setzten ihre Mission fort. Dies lehrt uns, standhaft im Glauben zu bleiben, selbst in schwierigen Zeiten.  

  1. Gott demütig anbeten: Die Menschen in Sidom begannen, sich in den Heiligtümern zu versammeln und Gott vor dem Altar anzubeten. Dies zeigt die Wichtigkeit von Demut und Anbetung in unserem spirituellen Leben.  

  1. Loslassen von weltlichen Besitztümern für geistige Ziele: Amulek gab seinen gesamten Besitz auf, um dem Wort Gottes zu dienen. Dies lehrt, dass geistige Ziele und Werte wichtiger sind als weltlicher Reichtum.  

  1. Gemeinschaftliche Unterstützung und Stärkung: Alma nahm Amulek in sein Haus auf und kümmerte sich um ihn. Dies betont die Notwendigkeit, einander in Zeiten der Not zu unterstützen und zu stärken.  

Diese Lehren ermutigen uns zu einem Leben im Glauben, zur Umkehr, zur Gemeinschaft und zur Anbetung sowie zur Unterstützung und Barmherzigkeit gegenüber anderen.  

Warum ist Glauben erforderlich, um geheilt zu werden?  

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Wurden sie von großer Furcht ergriffen und flohen vor der Gegenwart Almas und Amuleks

27. Juni 2024, 05:50am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma und Amulek werden aus dem Gefängnis befreit, Illustration von Andrew Bosley 
(Bild: Quelle)

“Nun hatte das Volk einen großen Lärm gehört und lief in Scharen zusammen, um die Ursache davon zu erfahren; und als die Leute sahen, dass Alma und Amulek aus dem Gefängnis herauskamen und dass dessen Mauern zur Erde gestürzt waren, wurden sie von großer Furcht ergriffen und flohen vor der Gegenwart Almas und Amuleks, ja, wie eine Ziege mit ihren Jungen vor zwei Löwen flieht; und so flohen sie vor der Gegenwart Almas und Amuleks.” (Alma 14:29).  

  • Dieser Vers fasst die zentrale Botschaft zusammen, dass die Macht Gottes größer ist als die der Menschen. Die Ereignisse, die in den vorhergehenden Versen beschrieben werden, einschließlich der göttlichen Befreiung von Alma und Amulek und der Zerstörung des Gefängnisses, demonstrieren die göttliche Macht und Gerechtigkeit, die die Ungerechten straft und die Gerechten beschützt. Die Reaktion der Menschen, die vor der Gegenwart der beiden Propheten fliehen, zeigt die Macht und Autorität, die von Gottes Dienern ausgeht, sowie die Furcht und Ehrfurcht, die sie vor der göttlichen Macht haben.  

Eine Zusammenfassung von Alma 14:14-29: 

Nachdem die Leiber derer, die ins Feuer geworfen worden waren (Alma 14:8), verbrannt waren, schlug der oberste Richter Alma und Amulek und verspottete sie, indem er ihre Machtlosigkeit anprangerte. Obwohl sie nichts erwiderten, wurden sie erneut geschlagen und ins Gefängnis geworfen. Nach drei Tagen wurden sie von vielen Gesetzeskundigen und Priestern, die zur Sekte Nehors gehörten, verhört, ohne eine Antwort zu erhalten. Wiederholt schlug und verspottete der Richter sie und ließ sie hungernd, durstend und nackt im Gefängnis festhalten.  

Am zwölften Tag des zehnten Monats im zehnten Jahr der Richter über das Volk Nephi kamen der oberste Richter und viele Lehrer und Gesetzeskundige erneut zu ihnen ins Gefängnis. Der Richter schlug sie wieder und forderte sie auf, sich durch Gottes Macht zu befreien. Schließlich erhoben sich Alma und Amulek durch Gottes Kraft und zerrissen ihre Fesseln. Das Gefängnis bebte, die Mauern stürzten ein und alle innerhalb des Gefängnisses außer Alma und Amulek wurden getötet.  

Alma und Amulek kamen unversehrt aus dem zerstörten Gefängnis. Die Menschen, die den Lärm hörten und die unversehrten Propheten sahen, wurden von großer Furcht ergriffen und flohen in Panik vor Alma und Amulek.  

Eine differenziertere Betrachtung: 

Alma 14:14-16: 
Nachdem die Leiber der ins Feuer geworfenen Menschen und die mit ihnen verbrannten Aufzeichnungen verzehrt waren, kam der oberste Richter des Landes zu den gefesselten Alma und Amulek. Er schlug sie auf die Wange *) und fragte höhnisch, ob sie nach diesem Erlebnis dem Volk weiterhin predigen würden, dass es in einen See von Feuer und Schwefel geworfen werden würde. Er betonte, dass sie nicht die Macht hatten, die ins Feuer Geworfenen zu retten, und dass auch Gott sie nicht gerettet hatte, obwohl sie gläubig waren. Dann schlug er sie erneut und fragte, was sie dazu zu sagen hätten. Dieser Richter gehörte der Sekte und dem Glauben Nehors an, der Gideon getötet hatte.  

  • *) Das Schlagen auf die Wange hat eine tiefe symbolische Bedeutung, die in vielen Kulturen und religiösen Texten zu finden ist. In diesem Kontext kann das Schlagen auf die Wange mehrere symbolische Ebenen haben: 

Erniedrigung und Demütigung: Ein Schlag ins Gesicht, besonders auf die Wange, ist eine demütigende Handlung, die die Ehre und den Status der geschlagenen Person herabsetzt. Es ist eine Form der körperlichen und psychischen Erniedrigung. 
 
Macht und Autorität: Durch das Schlagen zeigt der Richter seine Macht und Autorität über Alma und Amulek. Es ist eine Demonstration seiner Überlegenheit und seiner Kontrolle über ihre Schicksale. 
Verspottung und Spott: Der Akt des Schlagens ist auch eine Form des Spottes. Der Richter verspottet ihren Glauben und ihre Überzeugungen, indem er sie schlägt und dabei ihre angebliche Machtlosigkeit zur Schau stellt.  

Provokation und Herausforderung: Der Richter provoziert Alma und Amulek, indem er sie schlägt und ihre Fähigkeit, ihre Anhänger zu retten, in Frage stellt. Er fordert sie heraus, eine Reaktion zu zeigen oder ihre göttliche Macht zu beweisen.  

Symbol des Leidens: Im weiteren biblischen und religiösen Kontext symbolisiert das Schlagen auf die Wange oft das Leiden und die Geduld der Gerechten. Es verweist auf das Konzept, Ungerechtigkeit und Leiden im Glauben zu ertragen.  

Diese Symbolik betont die moralische und spirituelle Prüfung, der Alma und Amulek ausgesetzt sind, und stellt ihre Standhaftigkeit und ihren Glauben trotz körperlicher und seelischer Demütigung heraus.  
Das Schlagen auf die Wange und die damit verbundene Provokation erinnern stark an die Behandlung, die Jesus Christus während seines Leidensweges erfuhr (beispielhaft: Johannes 19:3). Diese Parallelen verstärken die symbolische Bedeutung und den tieferen Kontext des Geschehens in Alma 14.  

Alma 14:17-19: 
Nachdem Alma und Amulek geschlagen wurden, antworteten sie ihrem Peiniger nicht und wurden daraufhin von diesem den Beamten übergeben und ins Gefängnis geworfen. Nach drei Tagen im Gefängnis kamen viele Gesetzeskundige, Richter, Priester und Lehrer, die der Glaubensrichtung Nehors angehörten, um sie zu verhören. Trotz vieler Worte antworteten Alma und Amulek nicht. Der Richter konfrontierte sie erneut, fragte, warum sie nicht auf die Worte des Volkes antworteten, und erinnerte sie an seine Macht, sie den Flammen zu übergeben. Auch auf seine Aufforderung zu sprechen gaben sie keine Antwort.  

Die Parallelen zu Jesus Christus sind hier ebenfalls deutlich erkennbar:  

Schweigen vor den Anklägern: Wie Jesus vor seinen Anklägern schwieg (Markus 14:61, Matthäus 27:12-14), gaben auch Alma und Amulek keine Antwort auf die Provokationen und Fragen ihrer Peiniger. Dies zeigt ihre Festigkeit und ihre Bereitschaft, sich Gottes Willen zu fügen.  

Machtlosigkeit vor der Autorität: Beide Situationen betonen die scheinbare Machtlosigkeit der Gerechten vor den weltlichen Autoritäten. Der Richter betont seine Macht über das Schicksal von Alma und Amulek, ähnlich wie Pilatus seine Macht über Jesus betont.  

Prüfung des Glaubens: Die Tatsache, dass Alma und Amulek trotz der Drohungen und Schläge schweigen, zeigt ihre tiefe spirituelle Überzeugung und ihren Glauben an Gottes letztendliche Gerechtigkeit. Dies ist vergleichbar mit Jesu Verhalten, der seinen Glauben an Gott trotz seiner Misshandlung und seines Leidens bewahrte.  

Diese Parallelen verdeutlichen die symbolische Bedeutung des Schweigens und die tiefere spirituelle Dimension des Leidens und der Prüfung im Glauben.  

Alma 14:20-22: 
Am nächsten Tag kehrten die Peiniger von Alma und Amulek zurück. Der Richter schlug sie erneut auf die Wange, und viele andere traten hinzu, schlugen sie ebenfalls und verspotteten sie, indem sie fragten, ob sie weiterhin das Volk richten und ihr Gesetz verurteilen würden. Sie forderten Alma und Amulek heraus, ihre angebliche göttliche Macht zu zeigen, indem sie sich selbst befreiten.  

Die Peiniger knirschten mit den Zähnen vor Wut, spuckten sie an und fragten zynisch, wie sie aussehen würden, wenn sie verdammt seien. Viele Tage lang wurden Alma und Amulek auf diese Weise verspottet und misshandelt. Sie wurden ohne Nahrung und Wasser gelassen, sodass sie Hunger und Durst litten. Zudem wurden ihnen die Kleider weggenommen, sodass sie nackt und mit starken Stricken gefesselt im Gefängnis festgehalten wurden.  

Diese Misshandlungen haben tiefe symbolische Bedeutungen:  

  1. Erniedrigung und Entwürdigung: Die wiederholte Gewalt, das Spucken und das Entkleiden symbolisieren die vollständige Entwürdigung und Demütigung von Alma und Amulek. Nackt und gefesselt zu sein, verstärkt das Gefühl der Hilflosigkeit und des Leides.  

  1. Prüfung des Glaubens: Die Provokationen und Herausforderungen stellen eine Prüfung ihres Glaubens dar. Trotz der extremen Qualen und Demütigungen halten Alma und Amulek an ihrem Glauben fest, was ihre spirituelle Stärke zeigt.  

  1. Symbol für das Leiden der Gerechten: Die Misshandlung erinnert an das Leiden Jesu, der ebenfalls verspottet, geschlagen und entkleidet wurde. Es betont das Thema des unschuldigen Leidens und die Geduld im Angesicht von Ungerechtigkeit.  

  1. Test der Macht Gottes: Die Aufforderung, sich selbst zu befreien, dient als Test ihrer göttlichen Macht und als Herausforderung ihrer prophetischen Ansprüche. Es zeigt die Skepsis und den Unglauben der Peiniger gegenüber der Macht Gottes.  

Diese Passagen illustrieren die extreme Prüfung und das Leiden, das Alma und Amulek durchmachen mussten, während sie an ihrem Glauben festhielten und auf göttliche Hilfe vertrauten.  

Das Zähneknirschen hat mehrere symbolische und emotionale Bedeutungen, die in religiösen und literarischen Texten, einschließlich der Bibel, häufig vorkommen:  

  1. Ausdruck von Wut und Hass: Zähneknirschen wird oft als ein Ausdruck intensiver Wut und Feindseligkeit gesehen. In diesem Kontext zeigt es die extreme Abneigung und den Hass der Peiniger gegenüber Alma und Amulek.  

  1. Symbol für Schmerzen und Qualen: In biblischen Texten wird Zähneknirschen häufig mit Schmerzen und Qualen in Verbindung gebracht, besonders im Zusammenhang mit Verdammnis und Hölle. Es symbolisiert das unerträgliche Leiden derer, die in Ungnade gefallen sind.  

  1. Zeichen der Frustration und Verzweiflung: Zähneknirschen kann auch Verzweiflung und Frustration ausdrücken, insbesondere wenn die Peiniger keine Reaktion oder Ergebenheit von Alma und Amulek erreichen. Es verdeutlicht ihren Unwillen, die Standhaftigkeit und den Glauben der Propheten zu akzeptieren.  

  1. Spott und Verachtung: In diesem Zusammenhang zeigt das Zähneknirschen auch den Spott und die Verachtung der Peiniger. Es unterstreicht die absichtliche Erniedrigung und die böswillige Freude an der Qual der Gefangenen.  

Insgesamt dient das Zähneknirschen in dieser Passage dazu, die tiefe Feindseligkeit und die moralische Verkommenheit der Peiniger von Alma und Amulek hervorzuheben. Es verstärkt die Atmosphäre des Hasses und der Gewalt und hebt die spirituelle Prüfung und das Leiden der beiden Propheten noch stärker hervor.  

Alma 14:23-25: 
Nachdem Alma und Amulek viele Tage lang gelitten hatten, besuchten der oberste Richter des Landes Ammoniha und viele Lehrer und Gesetzeskundige am zwölften Tag des zehnten Monats im zehnten Jahr der Regierung der Richter das Gefängnis. Alma und Amulek waren immer noch mit Stricken gebunden. Der oberste Richter schlug sie erneut und forderte sie heraus, sich durch die Macht Gottes zu befreien, um ihre Prophezeiungen zu bestätigen.  

Daraufhin gingen alle Anwesenden hin, schlugen sie ebenfalls und wiederholten die gleichen Worte, forderten sie heraus und verspotteten sie bis zum Letzten. Nachdem der Letzte gesprochen hatte, kam die Macht Gottes über Alma und Amulek. Sie erhoben sich und standen auf ihren Füßen, bereit, die göttliche Intervention zu zeigen.  

Diese Passage enthält mehrere wichtige symbolische und spirituelle Elemente:  

  1. Herausforderung der göttlichen Macht: Der Richter und die anderen fordern Alma und Amulek heraus, die Macht Gottes zu beweisen, indem sie sich selbst befreien. Dies spiegelt einen tiefen Unglauben und Spott gegenüber den prophetischen Behauptungen wider.  

  1. Göttliche Intervention: Als die Macht Gottes über Alma und Amulek kommt und sie aufstehen, zeigt dies eine deutliche göttliche Intervention. Es betont, dass wahre göttliche Macht nicht durch Spott oder physische Gewalt negiert werden kann.  

  1. Symbol der Standhaftigkeit: Die Fähigkeit von Alma und Amulek, trotz wiederholter Schläge und Provokationen aufzustehen, symbolisiert ihre unerschütterliche Standhaftigkeit im Glauben und ihre Bereitschaft, Gottes Willen zu folgen, egal wie schwer die Prüfungen sind.  

  1. Test des Glaubens: Diese Ereignisse stellen einen Test sowohl für die Glaubwürdigkeit der Propheten als auch für den Glauben der Menschen dar. Die göttliche Macht, die sich in diesem Moment manifestiert, bestätigt die Authentizität von Alma und Amulek und ihre Botschaft.  

Insgesamt verdeutlicht dieser Abschnitt die Spannung zwischen menschlicher Skepsis und göttlicher Macht und unterstreicht die spirituelle Stärke und Beständigkeit der Propheten inmitten von Verfolgung und Leiden.  

Alma 14:26-29: 
Alma rief verzweifelt zu Gott und fragte, wie lange sie die schweren Bedrängnisse noch ertragen müssten. Er bat um Stärke gemäß ihrem Glauben an Christus, damit sie befreit würden. Daraufhin zerrissen die Stricke, mit denen sie gebunden waren. Als die Leute dies sahen, gerieten sie in große Angst vor der drohenden Vernichtung und begannen zu fliehen.  

Ihre Furcht war so groß, dass sie zur Erde fielen und es nicht bis zur äußeren Tür des Gefängnisses schafften. Die Erde bebte heftig, die Mauern des Gefängnisses brachen auseinander und stürzten ein. Dabei wurden der oberste Richter, die Gesetzeskundigen, Priester und Lehrer, die auf Alma und Amulek eingeschlagen hatten, getötet.  

Alma und Amulek kamen unversehrt aus dem Gefängnis, da der Herr ihnen gemäß ihrem Glauben Macht verliehen hatte. Sie traten aus dem Gefängnis heraus, befreit von ihren Fesseln, während das Gefängnis zerstört war und alle anderen Insassen darin getötet wurden. Sie gingen direkt in die Stadt.  

Das Volk hatte den großen Lärm gehört und strömte zusammen, um die Ursache zu erfahren. Als sie sahen, dass Alma und Amulek unversehrt aus dem zerstörten Gefängnis kamen, wurden sie von großer Furcht ergriffen und flohen wie Ziegen mit ihren Jungen vor zwei Löwen vor der Gegenwart Almas und Amuleks.  

Diese Passage enthält wichtige symbolische Elemente:  

  1. Göttliche Befreiung: Die Zerstörung der Fesseln und die Flucht der Peiniger zeigen die Macht Gottes, die Gläubigen zu befreien und ihre Verfolger zu richten.  

  1. Erdbeben und Einsturz: Das Erdbeben und der Einsturz des Gefängnisses symbolisieren Gottes Eingreifen und die Durchsetzung göttlicher Gerechtigkeit. Die Zerstörung der Mauern steht für das Ende der Macht der Peiniger.  

  1. Furcht vor göttlicher Macht: Die Reaktion der Leute, die vor Angst fliehen, zeigt ihre Erkenntnis der göttlichen Macht und die Konsequenzen ihrer eigenen Taten gegen die Propheten.  

  1. Unversehrtheit der Propheten: Dass Alma und Amulek unversehrt bleiben, unterstreicht ihren göttlichen Schutz und die Bestätigung ihres Glaubens und ihrer Mission.  

Diese Ereignisse betonen die Themen von göttlicher Gerechtigkeit, Schutz der Gerechten und die letztendliche Macht Gottes über menschliche Gewalt und Ungerechtigkeit.  

Die Geschichte von Alma und Amulek in Alma 14 enthält Parallelen zur Erfahrung von Joseph Smith, dem Gründer der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, insbesondere während seiner Zeit der Verfolgung und Gefangenschaft. Hier sind einige Parallelen:  

  1. Verfolgung und Leiden 

  • Alma und Amulek: Sie wurden aufgrund ihres Glaubens und ihrer Predigten verfolgt, misshandelt und ins Gefängnis geworfen. Sie ertrugen viele Tage lang Hunger, Durst und Schläge.  

  • Joseph Smith: Auch Joseph Smith und seine Anhänger erlitten schwere Verfolgungen wegen ihres Glaubens. Joseph selbst wurde mehrmals verhaftet und inhaftiert. Besonders in Liberty Jail erlitt er große Qualen und stellte Gott ähnliche Fragen.  

  1. Gebet um Erleichterung 

  • Alma und Amulek: Alma rief verzweifelt zu Gott und fragte, wie lange sie diese schweren Bedrängnisse noch ertragen müssten. Er bat um göttliche Stärke und Befreiung.  

  • Joseph Smith: Während seiner Inhaftierung in Liberty Jail schrieb Joseph Smith einen verzweifelten Brief und betete zu Gott, in dem er fragte: "O Gott, wo bist du? Und wo ist das Gezelt, das dein Versteck bedeckt?" (Lehre und Bündnisse 121:1). Er suchte Trost und Erleichterung von den schweren Bedrängnissen, die er und die Heiligen erlitten.  

  1. Göttliche Antwort und Befreiung 

  • Alma und Amulek: Gott erhörte ihr Gebet, und durch göttliche Macht wurden ihre Fesseln zerrissen, und sie wurden unversehrt aus dem zerstörten Gefängnis befreit. Die Erde bebte, die Mauern stürzten ein, und ihre Peiniger wurden getötet.  

  • Joseph Smith: In seiner Zeit der Verzweiflung empfing Joseph Smith eine Antwort von Gott, die in Lehre und Bündnisse 121–123 aufgezeichnet ist. Gott versicherte ihm, dass seine Leiden nur einen Moment andauern würden und dass er danach erhöht werden würde, wenn er treu bleibt. Diese Offenbarung brachte Trost und Stärke.  

  1. Zeugnis der göttlichen Macht 

  • Alma und Amulek: Ihre wundersame Befreiung diente als kraftvolles Zeugnis der Macht Gottes und stärkte den Glauben der Gläubigen, während sie Furcht unter ihren Feinden verbreitete.  

  • Joseph Smith: Die Erfahrungen von Joseph Smith und die Offenbarungen, die er empfing, stärkten den Glauben der frühen Heiligen und bezeugen auch heute noch die Macht und Unterstützung Gottes in Zeiten der Prüfung.  

Diese Parallelen zeigen, dass sowohl Alma und Amulek als auch Joseph Smith in Zeiten großer Bedrängnis und Verfolgung Trost und Befreiung durch ihren Glauben an Gott und ihre Gebete erhielten. Sie illustrieren das Thema göttlicher Unterstützung und Erleichterung in Zeiten tiefster Not, sowie die Bestätigung des Glaubens und der Mission durch Gottes Eingreifen.  

Wovor hast du dich schon gefürchtet und bist geflohen?  

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