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Glaubensansichten

Blickt mit festem Sinn auf Gott, und betet zu ihm mit überaus großem Glauben

4. April 2024, 06:59am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

“Aber siehe, ich, Jakob, möchte zu euch sprechen, die ihr im Herzen rein seid. Blickt mit festem Sinn auf Gott, und betet zu ihm mit überaus großem Glauben, und er wird euch in euren Bedrängnissen trösten, und er wird sich eurer Sache annehmen und Gerechtigkeit auf diejenigen herabkommen lassen, die nach eurer Vernichtung trachten.” (Jakob 3:1). 

  • Dieser Vers betont die Bedeutung des festen Glaubens an Gott, des Gebets und des Vertrauens in seine Gerechtigkeit, insbesondere in Zeiten der Bedrängnis. Es unterstreicht die Notwendigkeit, sich auf Gott zu verlassen und ihm zu vertrauen, um Trost, Schutz und Gerechtigkeit zu finden. 

Die Passage Jakob 3:1-4 spricht von der Reinheit des Herzens und den Konsequenzen von Sünde und Unrechtschaffenheit. Jakob ermahnt diejenigen, die im Herzen rein sind, fest auf Gott zu vertrauen und mit großem Glauben zu beten, da Gott sie in ihren Bedrängnissen trösten und für Gerechtigkeit sorgen wird. Er fordert sie auf, das Wort Gottes anzunehmen und sich an seiner Liebe zu erfreuen. 

Für unser Verhalten heute lehrt uns diese Passage, die Reinheit des Herzens zu bewahren und auf Gott zu vertrauen. Indem wir uns bemühen, ein reines Herz zu bewahren und fest im Glauben zu bleiben, können wir Trost und Hilfe von Gott erwarten, selbst in schwierigen Zeiten. Wir sollten uns von der Liebe Gottes leiten lassen und sein Wort annehmen, um in seiner Weisheit zu wachsen. 

Auf der anderen Seite warnt Jakob diejenigen, die nicht rein im Herzen sind, vor den Konsequenzen ihrer Sünde. Wenn sie nicht umkehren, werden sie von Gott verflucht und könnten ihr Land verlieren. Diese Passage erinnert uns daran, dass unser Handeln Konsequenzen hat und dass Gott Gerechtigkeit walten lässt. Daher sollten wir uns stets bemühen, ein reines Herz zu bewahren und nach Gottes Willen zu leben, um seinen Segen zu erhalten und nicht seinen Fluch zu erleiden. 

Die Passage Jakob 3:5-9 verdeutlicht, dass die Lamaniten, obwohl sie aufgrund ihrer dunklen Haut und des Fluches, der sie betroffen hat, verachtet werden, rechtschaffener sind als die Nephiten. Sie halten das Gebot des Herrn, monogam zu leben und keine Hurerei zu begehen, während die Nephiten in Sünde leben. Trotzdem liebt Gott die Lamaniten und wird barmherzig zu ihnen sein, und sie werden eines Tages gesegnet sein. 

Für unser Verhalten heute lehrt uns diese Passage, Vorurteile und Hass abzulegen. Wir sollten nicht auf äußere Unterschiede oder vergangene Fehler anderer schauen, sondern uns auf die Reinheit unseres eigenen Herzens konzentrieren. Es ist wichtig, nicht nur äußere Gebote zu befolgen, sondern auch echte Liebe und Mitgefühl für unsere Mitmenschen zu zeigen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Vergangenheit. Wir sollten uns bemühen, unsere eigenen Sünden zu erkennen und zu bereuen, anstatt andere zu verurteilen. 

Die Verse Jakob 3:10-14 betonen die Verantwortung der Erwachsenen gegenüber ihren Kindern und ermahnen das Volk, sich von Sünde und Unmoral abzuwenden. Jakob warnt davor, dass die eigenen Handlungen die Kinder beeinflussen und möglicherweise ins Verderben führen können. Er ruft dazu auf, aufzuwachen und sich von den Versuchungen des Teufels zu lösen, um nicht in die Hölle zu geraten. 

Für unser Verhalten heute lehrt uns diese Passage, die Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen ernst zu nehmen und unser Leben so zu führen, dass wir ein gutes Beispiel setzen. Wir sollten uns von Sünde und moralischem Fehlverhalten abwenden und uns bemühen, ein Leben zu führen, das Gott wohlgefällig ist. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, wie unsere Handlungen diejenigen um uns herum, insbesondere unsere Kinder, beeinflussen können. Wir sollten uns bemühen, ein Leben der Reinheit, Rechtschaffenheit und Liebe zu führen, und uns vor den Versuchungen des Teufels hüten, um nicht in Verdammnis zu geraten. 

Was bedeutet es für dich, mit festem Sinn auf Gott zu blicken? 

findechristus.org 

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Ich, Gott, der Herr, erfreue mich an der Keuschheit der Frauen

3. April 2024, 07:32am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Joseph widersteht Potiphars Frau
(Bild: Quelle)

“denn ich, Gott, der Herr, erfreue mich an der Keuschheit der Frauen. Und Hurerei ist ein Gräuel vor mir; so spricht der Herr der Heerscharen.” (Jakob 2:28). 

  • Dieser Vers betont die Bedeutung von Keuschheit und den Gräuel von Hurerei vor Gott. Es verdeutlicht auch die Forderung Gottes an sein Volk, seine Gebote zu halten und sich von sündhaftem Verhalten fernzuhalten. 

Die Verse 23-35 im Jakob 2 im Buch Mormon befassen sich mit dem Thema der Ehe, Treue und sexueller Reinheit. Der Prophet Jakob tadelt das Volk wegen seiner Sünden, insbesondere wegen des Missbrauchs der Schrift, um Hurerei zu rechtfertigen. Er weist darauf hin, dass David und Salomo, obwohl sie viele Frauen hatten, dennoch gegen Gottes Gebote verstießen, was zu schweren Konsequenzen führte. 

Jakob verkündet Gottes Gebot, dass ein Mann nur eine Frau haben sollte und keine Nebenfrauen haben darf. Gott freut sich an der Keuschheit der Frauen, und Hurerei ist ein Gräuel vor ihm. Er warnt davor, dass das Land verflucht wird, wenn das Volk seine Gebote nicht hält. 

Weiterhin zeigt Jakob Mitleid mit den leidenden Frauen und Töchtern seines Volkes, die unter der Schlechtigkeit ihrer Ehemänner leiden. Gott wird nicht zulassen, dass diese Frauen in Gefangenschaft geführt werden, und die Männer werden mit einem schweren Fluch belegt werden, wenn sie weiterhin Hurerei begehen. 

Jakob beschuldigt das Volk, größere Übeltaten als die Lamaniten begangen zu haben, weil sie ihren Frauen das Herz gebrochen und das Vertrauen ihrer Kinder verloren haben. Ihr schlechtes Beispiel hat zu großem Leid geführt, und viele Herzen sind durch die Strenge des Wortes Gottes durchbohrt worden. 

In den Versen 23-35 im Jakob 2 beklagt Jakob die noch schändlicheren Verbrechen seines Volkes. Er zitiert den Herrn, der sagt, dass das Volk in seinem sündhaften Verhalten zunimmt und die Schriften nicht versteht. Sie versuchen, ihre Hurerei mit dem Verhalten Davids und Salomos zu rechtfertigen, was jedoch ein Gräuel vor dem Herrn ist. Der Herr führt das Volk aus Jerusalem weg und fordert sie auf, sich nicht den Sünden vergangener Generationen anzuschließen. Er gebietet, dass ein Mann nur eine Frau haben soll, und erklärt, dass Hurerei vor ihm ein Gräuel ist. Das Volk wird gewarnt, wenn es nicht die Gebote Gottes hält, wird das Land verflucht werden. Der Herr sieht das Leid und das Klagen der Frauen seines Volkes wegen der Schlechtigkeit ihrer Männer und droht mit schweren Strafen für diejenigen, die gegen seine Gebote verstoßen. Jakob beschuldigt sein Volk, größere Übeltaten begangen zu haben als ihre feindlichen Brüder, die Lamaniten. Ihre Untreue hat zu gebrochenen Herzen und verlorenem Vertrauen geführt, und viele sind durch das strenge Wort Gottes gestorben. 

Die zentrale Lektion, die ich aus diesen Versen lernen kann, ist, dass Gott Sünde nicht billigt, auch wenn sie von bedeutenden biblischen Figuren begangen wurde. Die Taten Davids und Salomos waren nicht gerechtfertigt, und Gott strafte das Volk von Jerusalem für sein Übertreten. Stattdessen strebt Gott danach, aus der Nachkommenschaft Josefs einen rechtschaffenen Zweig zu erwecken.

Für mein Verhalten heute kann ich daraus lernen, dass es wichtig ist, nicht zu versuchen, Sünde zu rechtfertigen oder zu entschuldigen, selbst wenn sie von prominenten Personen begangen wird. Wir sollten uns stattdessen an Gottes Gebote halten und danach streben, ein rechtschaffenes Leben zu führen, unabhängig davon, was andere tun oder getan haben.

Was meinst du, weshalb der Herr sich an einem keuschen Verhalten erfreut? 

findechristus.org 

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Gedenkt eurer Brüder wie euer selbst

2. April 2024, 05:47am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Christus und der reiche Jüngling, Gemälde von Heinrich Hofmann 
(Bild: Quelle)

“Gedenkt eurer Brüder wie euer selbst, und seid vertraut mit allen und freigebig mit eurer Habe, sodass sie reich sein können gleichwie ihr.” (Jokob 2:17). 

  • Dieser Vers im Buch Mormon, fordert die Leser auf, ihre Mitmenschen, insbesondere ihre Brüder und Schwestern im Glauben, genauso zu behandeln, wie sie selbst behandelt werden möchten (die goldene Regel; Matthäus 7:12; Lukas 6:31). Es ist eine Aufforderung zur Nächstenliebe und zum Mitgefühl. 
    Der Ausdruck "und seid vertraut mit allen und freigebig mit eurer Habe, sodass sie reich sein können gleichwie ihr" bedeutet, dass man großzügig mit dem ist, was man hat, sei es materieller Besitz oder geistige Gaben. Durch Großzügigkeit und Mitgefühl können andere ebenfalls reich werden, nicht nur im materiellen Sinne, sondern auch im Sinne des geistlichen Wohlbefindens und der Liebe. Es ist eine Aufforderung zum Teilen und dem Einsatz der eigenen Ressourcen zum Wohl anderer, um eine Gemeinschaft des Wohlstands und der Liebe aufzubauen. 

Die Verse Jakob 2:1-22 befassen sich hauptsächlich mit dem Thema des Vorurteils und der Vorliebe für Reiche gegenüber Armen in der christlichen Gemeinschaft. Jakob mahnt die Gläubigen, nicht in die Versuchung zu geraten, Menschen aufgrund ihres äußeren Reichtums oder ihrer sozialen Stellung zu bevorzugen, während sie die ärmeren Mitglieder vernachlässigen. Er betont die Bedeutung der Gleichbehandlung aller Menschen vor Gott und fordert dazu auf, die Armen ebenso respektvoll zu behandeln wie die Reichen. Jakob betont, dass wahre christliche Liebe und Glaube sich in Taten zeigen müssen und nicht nur in schönen Worten bestehen dürfen. 

  • “Es erschien mir immer etwas paradox, dass uns der Herr beständig gebieten muss, das zu tun, was gut für uns ist. Der Herr sagt: „Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.“ (Matthäus 10:39.) Wir verlieren unser Leben, indem wir anderen dienen und sie emporheben. Wenn wir das tun, erfahren wir das einzig wahre und dauerhafte Glück. Das Dienen ist nicht etwas, was wir auf der Erde ertragen, um uns das Anrecht auf das celestiale Reich zu verdienen. Das Dienen ist der Wesenskern des erhöhten Lebens im celestialen Reich.” (Eigenständigkeit – ein celestialer Grundsatz; Präsident Marion G. Romney 1897–1988). 

Jakob, der Bruder Nephis, wendet sich nach dem Tod von Nephi im Jakob 2:1-22 an das Volk Nephi. Er betont seine Verantwortung, das Amt ernsthaft auszuüben und das Wort Gottes zu verkünden, um ihre Sünden zu reinigen. Er warnt vor dem sündhaften Verhalten, das er unter ihnen sieht, und fühlt sich gezwungen, es anzusprechen, auch wenn es ihm Schmerz bereitet, vor allem wegen der zarten Gemüter ihrer Frauen und Kinder. Jakob mahnt sie, ihre Augen auf den Reichtum des Geistes zu richten und nicht auf weltlichen Reichtum und Stolz. Er ermahnt sie, großzügig zu sein und nach dem Reich Gottes zu trachten, indem sie Gutes tun und die Bedürftigen unterstützen. Schließlich spricht er über den Gräuel des Stolzes vor Gott und betont, dass jedes Geschöpf gleichwertig ist und Gott alle erschaffen hat, damit sie seine Gebote halten und ihn verherrlichen. 

Ich lerne: Es ist nichts Schlechtes dran nach Reichtum trachten, wenn ich es mit der Motivation tue meinen Mitmenschen zu helfen. 

Was meinst du gehört dazu, seines Nächsten zu gedenken wie seiner selbst? 

findechristus.org 

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Wir machten unser Amt vor dem Herrn groß und nahmen die Verantwortung auf uns

1. April 2024, 07:00am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

“Und wir machten unser Amt vor dem Herrn groß und nahmen die Verantwortung auf uns, die Sünden des Volkes auf unser eigenes Haupt zu nehmen, falls wir es nicht mit allem Eifer das Wort Gottes lehrten; darum arbeiteten wir mit aller Kraft, damit sein Blut nicht auf unser Gewand kommen möge; andernfalls würde sein Blut auf unser Gewand kommen, und wir würden am letzten Tag nicht für makellos befunden werden.” (Jakob 1:19). 

  • Dieser Vers betont die Verantwortung der Lehrer, das Wort Gottes mit Eifer zu lehren, um die Sünden des Volkes abzuwenden. Er unterstreicht die Ernsthaftigkeit der geistlichen Verpflichtungen und die Notwendigkeit, sich für die Lehre und Verkündigung des Evangeliums einzusetzen. 

Nephi ist kurz vor seinem Ableben und übergibt seine kleinen Platten seinem Bruder Jakob mit dem Auftrag, nur heilige Ereignisse seines Volkes darauf aufzuzeichnen und sie von Generation zu Generation weiterzureichen. 

In Jakob 1:1-5 wird beschrieben, wie Nephi Jakob das Gebot erteilt, auf die kleinen Platten zu schreiben. Fünfundfünfzig Jahre sind seit der Abreise Lehis aus Jerusalem vergangen. Nephi instruiert Jakob, dass diese Platten dazu dienen sollen, wichtige Lehren und Ereignisse festzuhalten, die Jakob für besonders wertvoll hält. Jakob soll sich dabei auf wesentliche Aspekte konzentrieren, insbesondere auf Predigten, heilige Offenbarungen und bedeutende Prophezeiungen, die das Volk Nephi betreffen. 

Die Anweisung von Nephi beinhaltet auch die Einschränkung, nur wenig auf die allgemeine Geschichte des Volkes einzugehen, da diese auf anderen Platten niedergeschrieben werden soll. Das Hauptziel besteht darin, die Lehren und Offenbarungen festzuhalten, um den Glauben des Volkes zu stärken und die kommenden Ereignisse im Zusammenhang mit Christus zu verdeutlichen. Dies geschieht im Bewusstsein der göttlichen Führung und Besorgnis für das Schicksal des Volkes Nephi. 

In Jakob 1:6-8 wird beschrieben, wie Jakob und sein Volk sich intensiv bemühen, die Botschaft von Christus, die sie erhalten hatten, zu verbreiten. Durch viele Offenbarungen und den Geist der Prophezeiung sind sie sich des Kommens von Christus und seines Reiches bewusst. Ihr Ziel ist es, die Menschen dazu zu ermutigen, zu Christus zu kommen, an der Güte Gottes teilzuhaben und in seine Ruhe einzutreten, um dem Zorn Gottes zu entgehen. 

Jakob und sein Volk wünschen sich, dass alle Menschen an Christus glauben, seinen Tod betrachten, das Kreuz auf sich nehmen und die Schande der Welt ertragen. Ihr Streben ist es, die Menschen davon abzuhalten, sich gegen Gott aufzulehnen und seinen Zorn heraufzubeschwören. Jakob übernimmt dabei die Verantwortung, das Gebot seines Bruders Nephi zu erfüllen und die Lehren von Christus aktiv zu verbreiten. 

In Jakob 1:9-12 wird beschrieben, wie Nephi erkennt, dass sein Lebensende naht. In Voraussicht seines Todes salbt er einen Mann zum König und Herrscher über sein Volk, gemäß der Königsregierung. Nephi hatte das Volk über die Maßen geliebt und war ihm ein großer Beschützer gewesen. Er hatte das Schwert Labans geschwungen, um das Volk zu verteidigen, und sich sein ganzes Leben lang um sein Wohlergehen bemüht. 

Aufgrund der Liebe und Wertschätzung des Volkes für Nephi wünschten sie sich, seinen Namen in Erinnerung zu behalten. Diejenigen, die an seiner Stelle regierten, wurden entsprechend der königlichen Nachfolge vom Volk als "zweiter Nephi", "dritter Nephi" und so weiter bezeichnet. 

Aus 1. Jakob 1:13-14 , können wir entnehmen, wie die verschiedenen Gruppen innerhalb des Volkes Nephi unterschiedliche Bezeichnungen erhalten. Diejenigen, die nicht zu den Lamaniten gehören, werden als Nephiten bezeichnet. Zusätzlich gibt es Unterteilungen nach den Namen Jakobiten, Josephiten, Zoramiten, Lamaniten, Lemueliten und Ischmaeliten. 

Jakob erklärt jedoch, dass er sich entscheidet, sie nicht mehr mit diesen spezifischen Namen zu unterscheiden. Stattdessen nennt er diejenigen, die feindlich gegenüber dem Volk Nephi eingestellt sind und darauf abzielen, es zu vernichten, generell Lamaniten. Diejenigen, die Nephi wohlgesinnt sind, bezeichnet er als Nephiten oder das Volk Nephi, gemäß der königlichen Regierungsnachfolge. 

  • “Vor seinem Tod gab Lehi seinen Nachkommen Segnungen und Ratschläge (siehe 2 Nephi 4:1-11). Zu dieser Zeit hat er sie vielleicht in sieben Stämme eingeteilt: Nephiten, Jakobiten, Josephiten, Zoramiten, Lamaniten, Lemueliten und Ismaeliten (siehe Jakob 1:13; 4 Nephi 1:38; Mormon 1:8). Während nephitische und lamanitische Regierungen kamen und gingen, blieb die Stammesstruktur ihrer Gesellschaft bestehen, was darauf hindeutet, dass Lehis Kinder seine Stammesorganisation als verbindlich und verfassungsgemäß betrachteten. Der Patriarch "Vater Lehi", wie er von Enos, Benjamin, Alma, Helaman, Nephi und Mormon genannt wird, ähnelt in vielerlei Hinsicht Jakob/Israel, denn beide organisierten ein Volk Gottes in einem neuen Land der Verheißung, indem sie ihre Kinder in Gruppen einteilten.” (Did Lehi Organize His Posterity into Seven Tribes?). 
  • “Es ist möglich, dass die zwölf Stämme Israels und die sieben Stämme Lehi absichtlich so gezählt wurden, dass ihre endgültigen Summen als heilige Zahlen gelten. Im alten israelitischen Denken war die Zahl Zwölf symbolisch mit Regierung und Gericht verbunden.9 während die Sieben Vollkommenheit oder Vollständigkeit symbolisierte.10 Vor allem im Buch Levitikus taucht die Zahl Sieben etwa 46 Mal auf, in priesterlichen Tempelkontexten.” (Why Did Lehi Divide His People into Seven Tribes?). 

Diese Umstellung der Bezeichnungen verdeutlicht Jakobs Absicht, die Identität und Einheit des Volkes Nephi zu betonen, anstatt sich auf spezifische Gruppierungen zu konzentrieren. 

Im 1. Jakob 1:15-19 wird beschrieben, wie das Volk Nephi unter der Herrschaft des zweiten Königs anfängt, im Herzen hart zu werden und schlechten Gewohnheiten nachzugehen. Er vergleicht diese Entwicklung mit der Härte des Herzens von David und seinem Sohn Salomo in der alten Zeit, die viele Frauen und Nebenfrauen begehrten. 

Die Nephiten beginnen auch, nach viel Gold und Silber zu suchen, und werden allmählich stolz und überheblich. Infolgedessen unterweist Jakob das Volk im Tempel, nachdem er zuvor vom Herrn den Auftrag dazu erhalten hat. Jakob und sein Bruder Joseph wurden durch die Hand Nephis zu Priestern und Lehrern geweiht. 

Jakob erklärt, dass er und sein Bruder sich vor dem Herrn bemühen, die Sünden des Volkes auf sich zu nehmen, wenn sie nicht mit allem Eifer das Wort Gottes lehren. Ihr Ziel ist es, mit aller Kraft zu arbeiten, damit das Blut des Volkes nicht auf ihre Gewänder kommt. Andernfalls fürchten sie, dass sie am letzten Tag nicht als makellos befunden werden könnten. Dies unterstreicht ihre ernsthafte Verpflichtung, das Volk zu lehren und zu warnen, um das Wohlgefallen Gottes zu erhalten. 

Die inspirierten Lehren aus dem Buch Jakob im Buch Mormon, die vor etwa 2500 Jahren aufgezeichnet wurden, können auch heute noch relevant sein. Hier sind einige mögliche Lehren, die wir für unsere Zeit ziehen können: 

  1. Warnung vor moralischer Verderbtheit: Jakob vergleicht die Härte des Herzens des Volkes mit den schlechten Entscheidungen von David und Salomo in der alten Zeit. Diese Warnung kann uns daran erinnern, die moralischen Prinzipien zu bewahren und uns vor den Versuchungen zu hüten, die zu moralischem Verfall führen könnten. 
  2. Stolz und materieller Reichtum: Die Suche nach Gold und Silber sowie die Überheblichkeit des Volkes dienen als Warnung vor übermäßigem Stolz und einer zu starken Fixierung auf materiellen Reichtum. Dies könnte uns dazu ermutigen, nach einem ausgewogenen Lebensstil zu streben und unsere Prioritäten auf geistige Werte zu setzen. 
  3. Verantwortung in der Lehre: Jakob und sein Bruder fühlen sich für die Unterweisung des Volkes verantwortlich. In unserer Zeit können wir die Verantwortung übernehmen, das Evangelium und moralische Werte weiterzugeben, um das Wohl anderer zu fördern. 
  4. Vermeidung von Herzenshärte: Die Warnung vor einem harten Herzen erinnert uns daran, Mitgefühl und Empathie zu bewahren. In einer Welt, die oft von Konflikten und Spaltungen geprägt ist, können wir bestrebt sein, eine offene und mitfühlende Einstellung gegenüber unseren Mitmenschen zu bewahren. 
  5. Eifer im Dienst: Die Bereitschaft von Jakob und seinem Bruder, mit aller Kraft das Wort Gottes zu lehren, kann uns dazu inspirieren, mit Eifer im Dienst an anderen und im Streben nach spirituellem Wachstum zu arbeiten. 

Diese Lehren können uns dabei helfen, zeitlose Prinzipien in unserer heutigen Zeit anzuwenden und auf unseren persönlichen und spirituellen Fortschritt zu achten. 

Was meinst du, wie man sein Amt vor dem Herrn groß machen kann? 

findechristus.org 

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Nach Ablauf des Sabbats gingen Maria von Magdala und die andere Maria hin, um nach dem Grabe zu sehen

30. März 2024, 05:59am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Maria aus Magdala begegnet dem auferstandenen Messias
(Bild: Quelle)

“Nach Ablauf des Sabbats aber, als der erste Tag nach dem Sabbat (= der erste Wochentag) anbrechen wollte, gingen Maria von Magdala und die andere Maria hin, um nach dem Grabe zu sehen. 5 Der Engel aber wandte sich an die Frauen mit den Worten: „Fürchtet ihr euch nicht! denn ich weiß, daß ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. 6 Er ist nicht (mehr) hier, denn er ist auferweckt worden, wie er es vorausgesagt hat. Kommt her, seht euch die Stelle an, wo er gelegen hat. 7 Geht nun eilends hin und sagt seinen Jüngern: „Er ist von den Toten auferweckt worden und geht euch voran nach Galiläa; dort werdet ihr ihn wiedersehen; beachtet wohl, was ich euch gesagt habe!” (Matthäus 28:1,5-7). 

Der Ostersonntag ist das wichtigste Fest im christlichen Kalender und feiert die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Hier sind einige interessante christliche Hintergründe zum Ostersonntag: 

  • Auferstehung Jesu: Der Ostersonntag erinnert an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, wie sie in den Evangelien beschrieben wird. Gemäß der christlichen Lehre ist die Auferstehung Jesu ein zentrales Glaubensbekenntnis und bezeugt seine göttliche Natur und Macht über den Tod. 
  • Siegesfeier über den Tod: Der Ostersonntag ist ein Symbol für den Sieg Jesu über den Tod und die Sünde. Durch seine Auferstehung zeigt Jesus seine Macht, die Trennung zwischen Gott und den Menschen zu überwinden und den Weg für die ewige Erlösung zu öffnen. 
  • Neues Leben und Hoffnung: Der Ostersonntag symbolisiert auch neues Leben und Hoffnung für die Gläubigen. Die Auferstehung Jesu verkündet, dass der Tod nicht das letzte Wort hat und dass Gläubige ein ewiges Leben bei Gott haben können. 
  • Erfüllung biblischer Prophezeiungen: Die Auferstehung Jesu erfüllt zahlreiche biblische Prophezeiungen, die im Alten Testament über den Messias gemacht wurden. Dies zeigt die Kontinuität und Erfüllung der göttlichen Verheißungen durch Jesus Christus. 
  • Grundlage des christlichen Glaubens: Die Auferstehung Jesu bildet das Fundament des christlichen Glaubens und ist die zentrale Botschaft des Evangeliums. Ohne die Auferstehung hätte der Tod Jesu keine Bedeutung für die Erlösung der Menschheit gehabt. 
  • Freude und Feier: Der Ostersonntag ist eine Zeit der Freude und Feier für die Christen weltweit. Kirchen halten besondere Gottesdienste ab, es werden österliche Lieder gesungen, und Gläubige tauschen traditionell Ostergrüße und Geschenke aus. 

Insgesamt ist der Ostersonntag ein bedeutendes Fest im christlichen Glauben, das die zentrale Wahrheit der Auferstehung Jesu Christi feiert und die Hoffnung auf ein neues Leben in Christus verkündet. 

Die biblischen Berichte über die Auferstehung Jesu am dritten Tag finden sich hauptsächlich in den vier Evangelien des Neuen Testaments: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Natürlich legt auch das ganze Buch Mormon Zeugnis von seinem Tod und seiner Auferstehung ab. Hier ist eine Zusammenfassung der Ereignisse: 

  • Leeres Grab (Matthäus 28,1-10; Markus 16,1-8; Lukas 24,1-12; Johannes 20,1-10):  
    Am frühen Morgen des dritten Tages nach der Kreuzigung Jesu gingen Maria Magdalena und einige andere Frauen zum Grab Jesu, um ihn zu salben. Sie fanden jedoch das Grab leer und wurden von einem Engel des Herrn empfangen, der ihnen verkündete, dass Jesus von den Toten auferstanden sei. 
  • Begegnungen mit dem Auferstandenen (Johannes 20,11-18; Markus 16,9-11; Matthäus 28,9-10): 
    Maria Magdalena traf auf Jesus, der ihr erschien und sie ermutigte, die gute Nachricht seinen Jüngern zu verkünden. Später erschien Jesus auch den anderen Frauen und den Jüngern. 
  • Emmaus-Jünger (Lukas 24,13-35): Zwei Jünger, die nach Emmaus unterwegs waren, trafen auf Jesus, der sich ihnen offenbarte und die Schriften erklärte. Sie erkannten ihn jedoch erst beim Brechen des Brotes. 
  • Begegnungen mit den Jüngern (Johannes 20,19-23; Lukas 24,36-43; Johannes 20,24-29):  
    Jesus erschien seinen Jüngern mehrmals, um ihnen seine Auferstehung zu bezeugen. Er zeigte ihnen seine Wunden und entkräftete ihre Zweifel. Thomas, einer der Jünger, glaubte erst, als er Jesus berührte und seine Wunden sah. 
  • Botschaft der Auferstehung (Matthäus 28,16-20; Markus 16,14-18; Lukas 24,44-53; Apostelgeschichte 1,1-11):  
    Jesus beauftragte seine Jünger, die Botschaft seiner Auferstehung in alle Welt zu tragen und allen Völkern das Evangelium zu verkünden. Er versprach, dass er bei ihnen sein würde bis ans Ende der Welt. 

Gemäß den vier Evangelien des Neuen Testaments erschien der auferstandene Jesus Christus zuerst den Frauen, die zum Grab kamen, um ihn zu salben. Die genauen Details variieren leicht zwischen den Evangelien, aber sie alle berichten, dass Frauen die ersten waren, die das leere Grab gesehen haben und die Botschaft von der Auferstehung Jesu hörten. 

Hier sind die entsprechenden Stellen in den Evangelien: 

  • Matthäus 28:1-10: Matthäus berichtet, dass Maria Magdalena und die andere Maria zum Grab Jesu gingen und von einem Engel die Nachricht von seiner Auferstehung erhielten. Dann erschien Jesus selbst ihnen und sagte: "Fürchtet euch nicht!" 
  • Markus 16:1-8: Markus erwähnt Maria Magdalena, Maria (Mutter von Jakobus) und Salome als die Frauen, die zum Grab gingen. Sie sahen einen jungen Mann im Grab, der ihnen sagte, dass Jesus auferstanden sei. Sie flohen und sagten niemandem etwas, weil sie ängstlich waren. 
  • Lukas 24:1-12: Lukas berichtet, dass die Frauen, darunter Maria Magdalena, Joanna und Maria (Mutter von Jakobus), zum Grab gingen. Zwei Männer in strahlenden Kleidern erschienen ihnen und sagten ihnen, dass Jesus von den Toten auferstanden sei. 
  • Johannes 20:1-18: Johannes erwähnt Maria Magdalena allein, die zum Grab geht und entdeckt, dass der Stein weggerollt ist. Sie rennt zu Petrus und Johannes, um ihnen die Nachricht zu überbringen. Später erscheint Jesus selbst Maria Magdalena. 
  • 3. Nephi 11 ff: Der auferstandene Jesus besucht die Nephiten auf dem amerikanischen Kontinent, dient ihnen, lehrt sie das Evangelium und richtet Seine Kirche auch unter diesem abgebrochenen Zweig Israels auf, beruft als Führung Seiner Kirche zwölf Apostel aus ihrer Mitte (3. Nephi 12). Unter anderem teilt Er ihnen auch mit, dass es auf der Welt noch andere Völker gibt, denen er bis jetzt noch nicht erschienen ist, die er aber auch besuchen wird (3. Nephi 16:1-3). Auch führt er bei ihnen das Abendmahl ein (3. Nephi 18) und wirkt unter ihnen Wunder, wie er es unter dem Volk Israel in der alten Welt getan hat (beispielhaft 3. Nephi 17:8-9). 
    Wir erkennen, Christus ist der Gott aller Menschen, egal, wo sie leben. Er kennt sie alle und kümmert sich um einen Jeden. 

Diese Berichte betonen die Rolle der Frauen als erste Zeuginnen der Auferstehung Jesu Christi und unterstreichen die Bedeutung ihrer Zeugenschaft in den Evangelien. 

  • “Wie ihr von den Engeln geboten worden war, sah Maria von Magdala in die Grabkammer, aber sie nahm offenbar nur wahr, dass der Leichnam des Herrn verschwunden war. ... Elder James E. Talmage schreibt: „Sie wusste es zwar nicht, aber der, mit dem sie sprach, war Jesus, ihr geliebter Herr. Ein Wort von seinen lebendigen Lippen verwandelte ihren unerträglichen Kummer in große Freude. ‚Jesus sagte zu ihr: Maria!‘ Die Stimme, der Klang, der weiche Tonfall, den sie früher gehört und geliebt hatte, befreite sie von der tiefen Verzweiflung, in die sie verfallen war. Sie drehte sich um und sah den Herrn. Voller Freude streckte sie ihre Arme aus, um ihn zu umarmen, und sagte dabei nur das zärtliche und ehrfurchtsvolle Wort ‚Rabbuni‘, das ‚mein geliebter Herr‘ bedeutet.“ 
    Und so wurde diese gesegnete Frau die erste Sterbliche, die den auferstandenen Christus sah und mit ihm sprach.” (Die Auferstehung Jesu Christi; Elder D. Todd Christofferson). 

Diese Ereignisse der Auferstehung Jesu am dritten Tag nach seiner Kreuzigung sind von entscheidender Bedeutung im christlichen Glauben, da sie die zentrale Botschaft des Evangeliums von der Überwindung des Todes durch Jesus Christus verkünden. 

Wer waren die ersten Zeugen der Auferstehung Jesu? 

findechristus.org 

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Hierauf verließen ihn die Jünger alle und ergriffen die Flucht

29. März 2024, 07:15am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Karsamstag – Tag der Grabesruhe;
Aus der Osterkrippe 2012 in St. Martin, Rendsburg
(Bild: Quelle)

“Dies alles ist aber geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt werden!” Hierauf verließen ihn die Jünger alle und ergriffen die Flucht.” (Matthäus 26:56). 

Der Karsamstag, auch als Stiller Samstag oder Ostersamstag bekannt, ist ein Tag der Stille und Erwartung in der christlichen Tradition, der zwischen dem Karfreitag und dem Ostersonntag liegt. Hier sind einige interessante Fakten und Wissenswertigkeiten über den Karsamstag: 

  • Stille und Trauer: Der Karsamstag ist ein Tag der Stille und Trauer, an dem die Gläubigen die Grabesruhe Jesu Christi nach seinem Tod am Kreuz betrachten. Es ist eine Zeit der Ruhe und des Nachdenkens über die Ereignisse der Kreuzigung und des Todes Christi. 
  • Vorbereitung auf Ostern: Der Karsamstag ist auch ein Tag der Vorbereitung auf das Osterfest. Gläubige bereiten sich innerlich auf die Feier der Auferstehung Christi am Ostersonntag vor, indem sie sich auf die Freude und das neue Leben konzentrieren, das mit der Auferstehung verbunden ist. 
     
    “Auch der Karsamstag ist in Russland ein heiliger Tag. Lydias Mama machte Kulitsch, ein Osterbrot. Das ist in Russland eine wichtige Tradition zu Ostern. Bei der Zubereitung ist man normalerweise immer andächtig. Lydia dachte an ihre Familie, die Auferstehung Jesu und wofür sie alles dankbar war. Es fiel ihr leichter, sich geistig einzustimmen, da das Haus sauber und friedlich war.” (Bereit für Ostern; Amber Healey). 
  • Osternachtfeier: In vielen christlichen Gemeinden wird die Feier der Osternacht am Karsamstagabend oder in den frühen Morgenstunden des Ostersonntags abgehalten. Dies ist eine festliche liturgische Feier, die die Auferstehung Jesu Christi feiert und den Beginn der Osterzeit markiert. 
  • Osterfeuer: In einigen Regionen wird am Karsamstagabend ein Osterfeuer entzündet, das symbolisch das Licht Christi repräsentiert, das die Dunkelheit der Welt erhellt. Das Feuer wird oft verwendet, um die Osterkerze zu entzünden, die während der Osternachtfeier eine zentrale Rolle spielt. 
  • Traditionen und Brauchtum: In einigen Kulturen gibt es traditionelle Bräuche und Rituale, die mit dem Karsamstag verbunden sind, wie das Segnen von Osterspeisen oder das Malen und Dekorieren von Ostereiern. 
  • Buße und Umkehr: Der Karsamstag bietet Gläubigen die Möglichkeit zur Buße und Umkehr, während sie die Bedeutung von Christi Tod und die Grabesruhe betrachten und sich auf die Freude der Auferstehung vorbereiten. 

Insgesamt ist der Karsamstag ein bedeutsamer Tag im christlichen Kalender, der eine Zeit der Stille, der Vorbereitung und der Erwartung der Auferstehung Jesu Christi darstellt. 

Für die zeitgenössischen Jünger Jesu, insbesondere die Apostel und andere engste Anhänger, muss der Karsamstag eine Zeit der Verwirrung, der Trauer und der Unsicherheit gewesen sein. Nach der Kreuzigung Jesu am Karfreitag waren sie mit dem Schock und der Trauer über den Verlust ihres Meisters konfrontiert. Hier sind einige Aspekte dessen, was die Jünger Jesu am Karsamstag möglicherweise gemacht haben: 

  • Trauer und Verzweiflung: Die Jünger Jesu dürften in tiefer Trauer über den Tod Jesu gewesen sein. Sie hatten möglicherweise Schwierigkeiten zu verstehen, wie ihre Hoffnungen auf das messianische Reich durch den Tod ihres Meisters zerschlagen worden waren. 
  • Verborgen bleiben: Nach den Ereignissen von Karfreitag könnten sich die Jünger aus Furcht vor Vergeltung oder Verfolgung versteckt haben. Sie könnten befürchtet haben, dass sie ebenfalls festgenommen oder gekreuzigt werden könnten, da sie mit Jesus in Verbindung gebracht wurden. 
  • Gemeinschaft und Gebet: Es ist wahrscheinlich, dass die Jünger Jesu in dieser Zeit der Unsicherheit und Trauer zusammengekommen sind, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu trösten. Sie könnten in Gemeinschaft gebetet haben, um Trost und Führung in dieser schwierigen Zeit zu finden. 
  • Rückzug und Nachdenken: Der Karsamstag bot den Jüngern auch Zeit für persönliches Nachdenken und Gebet über die Bedeutung der Ereignisse, die sie erlebt hatten. Sie könnten über Jesu Lehren meditiert haben und versucht haben, ihre eigenen Gefühle der Verwirrung und Unsicherheit zu verarbeiten. 
  • Erwartung und Hoffnung: Trotz der Dunkelheit und Traurigkeit des Karsamstags hätten die Jünger Jesu weiterhin eine vage Hoffnung auf die Erfüllung von Jesu Verheißungen gehabt, insbesondere auf seine Prophezeiung seiner Auferstehung nach drei Tagen. 

Insgesamt war der Karsamstag für die Jünger Jesu eine Zeit der großen Herausforderung und Unsicherheit, in der sie sich mit den Ereignissen der Kreuzigung auseinandersetzten und auf die Erfüllung der Verheißungen Jesu warteten. 

Im Neuen Testament gibt es keine direkten Aussagen darüber, was die Jünger Jesu am Karsamstag gemacht haben. Der Karsamstag wird im Neuen Testament nicht ausdrücklich erwähnt, und es gibt keine detaillierten Berichte darüber, wie die Jünger diesen Tag verbracht haben. Die Evangelien berichten hauptsächlich über die Ereignisse vor und nach der Kreuzigung Jesu, konzentrieren sich jedoch weniger auf den Karsamstag selbst. 

Insgesamt bleiben die Aktivitäten der Jünger Jesu am Karsamstag im Neuen Testament größtenteils unerwähnt, und es gibt keine direkten Berichte darüber, was sie an diesem Tag getan haben. Es wird angenommen, dass sie diese Zeit der Trauer, in Unsicherheit und ängstlicher Erwartung dessen, was kommen würde, verbracht haben. 

Inwiefern kannst du die Reaktion der Jünger Jesu nach seiner Verurteilung und Hinrichtung nachvollziehen, dass sie ihn verließen und die Flucht ergriffen? 

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Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!

28. März 2024, 06:27am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

“Jesus aber sprach: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!” Darauf verteilten sie seine Kleidungsstücke unter sich, indem sie das Los darüber warfen (Ps. 22,19); 35 und das Volk stand dabei und sah zu. Es verhöhnten (ihn) aber auch die Mitglieder des Hohen Rates mit den Worten: „Anderen hat er geholfen; so helfe er nun sich selbst, wenn er wirklich Christus (oder: der Messias), der Gesalbte Gottes, ist, der Auserwählte!” (Lukas 23:34-35). 

Der Karfreitag, auch als Hoher Freitag oder Stiller Freitag bekannt, ist einer der wichtigsten Tage im christlichen Kalender.  

Hier sind einige interessante Informationen zum Karfreitag: 

  • Bedeutung des Namens: 
    Der Name "Karfreitag" leitet sich möglicherweise von "Kar" ab, was in einigen alten deutschen Dialekten "Kummer" oder "Trauer" bedeutet. Der Karfreitag ist ein Tag der Trauer und des Gedenkens an den Leidensweg und den Tod Jesu Christi am Kreuz. 
  • Ereignisse des Karfreitags: 
    Der Karfreitag erinnert an die Kreuzigung Jesu Christi, die gemäß den Evangelien des Neuen Testaments der Bibel am Golgota-Hügel außerhalb Jerusalems stattfand. Es ist ein Tag der Reflexion über die Leiden Jesu während seines Kreuzweges, einschließlich seiner Verurteilung, Geißelung und schließlich der Kreuzigung. 
  • Liturgische Farbe und Praxis: 
    In vielen christlichen Traditionen ist die liturgische Farbe für den Karfreitag Schwarz oder Violett, was Trauer und Buße symbolisiert. An diesem Tag werden oft spezielle Gottesdienste gehalten, die die Leiden Jesu reflektieren, wie z.B. Kreuzwegandachten, Passionsspiele und die Verehrung des Kreuzes. 
  • Fasten und Buße: 
    Für viele Gläubige ist der Karfreitag ein Tag des Fastens und der Buße, an dem sie sich an Jesu Leiden erinnern und ihre Sünden bekennen. Es ist ein Tag der inneren Einkehr und der spirituellen Vorbereitung auf das Osterfest. 
  • Ökumenische Bedeutung: 
    Der Karfreitag ist ein Tag, der von vielen christlichen Konfessionen weltweit gemeinsam anerkannt und gefeiert wird. Er wird von christlichen Gemeinschaften begangen, auch wenn es Unterschiede in den liturgischen Praktiken geben kann. 
  • Osterzeit beginnt: 
    Der Karfreitag markiert den Höhepunkt der Karwoche und wird am Ostersonntag mit der Feier der Auferstehung Jesu Christi abgeschlossen. So stellt der Karfreitag nicht nur das Leiden dar, sondern bildet auch den Beginn des Osterfestes und der christlichen Botschaft von Erlösung und Hoffnung. 
  • Schriftstellen: 
    Die Ereignisse des Karfreitags werden in allen vier Evangelien des Neuen Testaments, als auch im Buch Mormon (beispielhaft 3. Nephi 27:14) beschrieben.  
  • Bräuche: 
    " Am nächsten Tag war Karfreitag. Lydia und ihre Eltern bereiteten die Ostereier vor. Sie durchstachen die Schale und pusteten die Eier aus. Sie malten Muster auf die Schalen und trugen auf jedes Muster Wachs auf. Dann tunkten sie die Eier in kräftige rote, lila und grüne Farbe. Lydia gefielen die hübschen Wirbelmuster sehr.” (Bereit für Ostern; Amber Healey). 
    Das ausgepustete Ei, nur noch die leere Hülle vorhanden, könnte auf das leere Grab Jesu hinweisen. 
    Rotbemalte Eier könnten auf das Blut Jesu hinweisen.  

Zu den relevanten Schriftstellen gehören: 

Matthäus 27:27-56 
Die römischen Soldaten verspotten Jesus, kleiden ihn in Purpur und setzen ihm eine Dornenkrone auf. Sie zwingen ihn, sein Kreuz zu tragen, und bringen ihn zur Kreuzigung nach Golgatha. Unterwegs treffen sie Simon von Zyrene, der ihnen hilft, das Kreuz zu tragen. Am Ort der Kreuzigung geben sie Jesus Essigwein zu trinken, und sie teilen seine Kleider unter sich auf. Sie befestigen Jesus ans Kreuz und stellen ein Schild mit der Inschrift "Dies ist Jesus, der König der Juden" über ihm auf. Sowohl Passanten als auch Hohepriester und Schriftgelehrte verspotten ihn und fordern ihn heraus, vom Kreuz herabzusteigen, wenn er Gottes Sohn sei. Am Mittag verdunkelt sich der Himmel, und Jesus ruft mit lauter Stimme aus, bevor er stirbt. Der Vorhang im Tempel reißt von oben bis unten, die Erde bebt, und Gräber öffnen sich. Viele Heilige werden auferweckt und erscheinen nach Jesu Auferstehung den Menschen in Jerusalem. Der römische Hauptmann und diejenigen, die Jesus kreuzigten, erkennen seine Göttlichkeit an. Am Ende des Kapitels kommen Frauen aus Galiläa, um Jesus zu bestatten. 

Diese Passage in Matthäus 27 bietet einen detaillierten Bericht über die Kreuzigung Jesu Christi und die Ereignisse, die damit verbunden sind, und betont seine Bedeutung als Sohn Gottes und Erlöser der Welt. 

Markus 15:16-41 
Die römischen Soldaten führen Jesus in den Palast des Statthalters und kleiden ihn in einen Purpurmantel, setzen ihm eine Dornenkrone auf und verspotten ihn als "Judenkönig". Sie schlagen ihn, spucken ihn an und verneigen sich scheinheilig vor ihm. Anschließend führen sie ihn hinaus zur Kreuzigung. 
Sie zwingen einen Mann namens Simon von Zyrene, das Kreuz für Jesus zu tragen, und bringen ihn dann zur Stätte namens Golgatha, wo sie ihn kreuzigen. Sie teilen seine Kleider unter sich auf und setzen über seinem Kopf die Inschrift "Der König der Juden". Zwei Räuber werden ebenfalls gekreuzigt, einer zu seiner Rechten und einer zu seiner Linken. 
Vorbeigehende Menschen verspotten Jesus und fordern ihn auf, vom Kreuz herabzusteigen, wenn er wirklich der Messias sei. Sogar die Hohenpriester und Schriftgelehrten verspotten ihn und zweifeln an seiner göttlichen Macht. 
Während der Kreuzigung wird es finster von der sechsten bis zur neunten Stunde. Jesus ruft mit lauter Stimme zu Gott und gibt dann seinen Geist auf. Der Tempelvorhang reißt entzwei, und ein römischer Hauptmann erkennt in Jesus den Sohn Gottes. Frauen, darunter Maria Magdalena und die Mutter von Jakobus und Josef, sowie viele andere, beobachten das Geschehen aus der Ferne. 

Diese Passage verdeutlicht die tiefen Leiden, die Jesus erlitten hat, sowie die unterschiedlichen Reaktionen der Menschen um ihn herum, von Hohn und Spott bis hin zu Glauben und Anerkennung. 

Lukas 23:26-49 
In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Jesus zur Kreuzigung geführt wird. Simon aus Cyrene wird gezwungen, das Kreuz für Jesus zu tragen. Währenddessen folgt eine große Menschenmenge, darunter viele Frauen, die um ihn weinen. Jesus wendet sich an sie und prophezeit über kommende Leiden. An der Kreuzigungsstätte werden Jesus und zwei Verbrecher gekreuzigt. Jesus betet für diejenigen, die ihn kreuzigen, und bittet den Vater um Vergebung für sie. Die Menschenmenge spottet über ihn und die Soldaten reichen ihm Essig, während sie ihn verspotten und behaupten, er solle sich selbst retten, wenn er der König der Juden sei. Über Jesus ist eine Inschrift angebracht, die ihn als den König der Juden bezeichnet. Einer der Verbrecher spottet über Jesus, aber der andere bittet um Erbarmen und bekommt von Jesus die Zusicherung, dass er mit ihm im Paradies sein wird. Als Jesus stirbt, kommt eine Finsternis über das Land, die Sonne verliert ihren Schein und der Vorhang im Tempel zerreißt. Ein römischer Hauptmann erkennt die Göttlichkeit Jesu an, und die Menschenmenge, die alles gesehen hat, kehrt betroffen nach Hause zurück, während Jesus' Bekannte aus der Ferne zuschauen. 

Johannes 19:16-37 
In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Jesus zur Kreuzigung geführt wird und am Kreuz stirbt.  
Pilatus übergibt Jesus den Soldaten zur Kreuzigung, und sie bringen ihn zur "Schädelstätte", wo sie ihn und zwei andere kreuzigen. Über seinem Kreuz steht die Inschrift "Jesus von Nazareth, der König der Juden". Die Soldaten teilen seine Kleidung unter sich auf und loten aus, wer sein Unterkleid bekommt. Jesus' Mutter, Maria, und einige andere Frauen stehen am Kreuz. Jesus beauftragt den geliebten Jünger, sich um seine Mutter zu kümmern, und sagt dann, dass alles erfüllt ist. Er bittet um etwas zu trinken, erhält Essig, und dann ruft er aus: "Es ist vollbracht!" und gibt seinen Geist auf. Da es der Rüsttag ‘) war, bitten die Juden darum, dass die Kreuzigungskandidaten vor dem Sabbat sterben, und die Soldaten brechen den Beinen der beiden Verbrecher, aber sie sehen, dass Jesus bereits tot ist. Einer der Soldaten durchbohrt Jesus' Seite mit einer Lanze, und Blut und Wasser fließen heraus. Dies erfüllt die Schrift, dass keine seiner Knochen gebrochen werden, und eine andere Schrift, dass sie auf den blicken werden, den sie durchbohrt haben. 

  • *) Der Rüsttag bezeichnet im jüdischen Kalender den Tag vor einem Feiertag oder Sabbat, an dem Vorbereitungen getroffen werden, um die Feiertagsruhe einzuhalten. An diesem Tag werden traditionell alle Arbeiten erledigt, die während des Feiertags oder Sabbats verboten sind, wie das Zubereiten von Mahlzeiten und das Entzünden von Feuer. Es ist ein Tag der Vorbereitung auf den kommenden religiösen Ruhetag. 

Die Ereignisse der Kreuzigung Jesu werden im Buch Mormon, insbesondere in 3. Nephi, Kapitel 8 und 9, beschrieben: 

  • 3. Nephi 8 beschreibt die Zeichen und Wunder, die in Amerika auftraten, als Jesus Christus in Jerusalem gekreuzigt wurde. Es erwähnt unter anderem Finsternis, große Zerstörungen und Erdbeben. 
     
  • 3. Nephi 9 enthält die Worte von Jesus Christus selbst, als er nach seiner Auferstehung zu den Menschen in Amerika spricht. Er erklärt, dass diese Zeichen die Erfüllung der Prophezeiungen der Propheten in Amerika über sein Leiden, seinen Tod und seine Auferstehung waren. Er bezeugt seine Göttlichkeit und sein Opfer für die Menschheit. 

Diese Passagen im Buch Mormon bieten eine zusätzliche Perspektive auf die Ereignisse der Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi und bestätigen das Zeugnis der alten Propheten von seiner Mission und seiner Göttlichkeit. 

Welche Anregung entnimmst du für dich von den letzten Worten Jesu am Kreuz: Vater vergib ihnen ... ? 

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Wahrlich ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten

27. März 2024, 07:14am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Jesus in Gethsemane
(Bild: Quelle; Screenshot)

“Als es dann Abend geworden war, fand er sich dort mit den Zwölfen ein; 18 und während sie bei Tische saßen und das Mahl einnahmen, sagte Jesus: „Wahrlich ich sage euch: Einer von euch wird mich überantworten (oder: verraten), einer, der hier mit mir ißt” (Ps. 41,10). 19 Da wurden sie betrübt und fragten ihn, einer nach dem andern: „Ich bin es doch nicht?” (Markus 14:17-19). 

Der Gründonnerstag, auch als Hoher Donnerstag oder Heiliger Donnerstag bekannt, ist in einigen Kirchen ein wichtiger Tag in der Liturgie (in einigen Glaubensgemeinschaften die offiziell festgelegte Form des christlichen Gottesdienstes) und Teil der Karwoche. 

Hier sind einige interessante Hintergrundinformationen zum Gründonnerstag: 

  • Ursprung des Namens: 
    Der Name "Gründonnerstag" leitet sich möglicherweise vom althochdeutschen Wort "grinan" ab, was "weinen" bedeutet. Es könnte sich auf die Reue und das Weinen der Jünger Jesu beziehen, als er ihnen beim Abendmahl seine bevorstehende Passion ankündigte. 

  • Abendmahl und Fußwaschung: 
    Der Gründonnerstag erinnert an das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern hielt. Während dieses Mahls brach er das Brot und reichte den Kelch mit Wein und sagte, dass diese Symbole seinen Leib und sein Blut repräsentieren. Außerdem vollzog Jesus die Fußwaschung, ein Akt der Demut und Dienstbereitschaft, der die Jünger dazu ermutigte, einander in Liebe zu dienen.  

Die Erzählung vom letzten Abendmahl und der Fußwaschung findet sich in allen vier Evangelien des Neuen Testaments. Hier sind Schriftstellen, die auf das letzte Abendmahl und die Fußwaschung hinweisen: 

  • Matthäus 26:26-28 (Lutherbibel 2017): 
    "Während sie aßen, nahm Jesus das Brot, sprach den Lobpreis und brach es, gab es den Jüngern und sagte: Nehmt und esst! Das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus! Denn das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden." 

  • Markus 14:22-24 (Lutherbibel 2017): 
    "Während des Mahls nahm er Brot, sprach den Lobpreis, brach es, gab es ihnen und sagte: Nehmt! Das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern, und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird." 

  • Lukas 22:19-20 (Lutherbibel 2017): 
    "Dann nahm er Brot, sprach das Dankgebet, brach es und gab es ihnen mit den Worten: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso den Kelch nach dem Mahl und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird." 

  • Johannes 13:1-17 (Lutherbibel 2017): 
    Die Fußwaschung wird im Johannesevangelium beschrieben, beginnend mit Johannes 13:1-17. Hier wäscht Jesus die Füße seiner Jünger und ermutigt sie, einander in Demut zu dienen. 

Diese Schriftstellen verdeutlichen die Worte und Handlungen Jesu beim letzten Abendmahl, einschließlich der Einsetzung des Abendmahlsymbols (Brot und Wein) sowie der Bedeutung seiner selbstlosen Handlung der Fußwaschung als Beispiel für dienende Liebe. 

  • Liturgische Farbe: 
    In der römisch-katholischen Kirche ist die liturgische Farbe für den Gründonnerstag Weiß oder Rot. Weiß repräsentiert die Freude und Reinheit des Abendmahls, während Rot auf das Blut Christi hinweist. In einigen Traditionen wird jedoch auch Grün als liturgische Farbe für den Gründonnerstag verwendet. 

  • Österliches Triduum: 
    Der Gründonnerstag markiert den Beginn des österlichen Triduums, einer liturgischen Periode, die auch den Karfreitag und Karsamstag umfasst. Das österliche Triduum ist eine Zeit intensiver liturgischer Feiern, die auf die Auferstehung Jesu am Ostersonntag hinführen. 
    Die drei österlichen Tage bilden den Höhepunkt des katholischen Kirchenjahres und wollen die Heilstaten Gottes in das Hier und Heute unseres Lebens holen – mit Hilfe einer mehr als außergewöhnlichen Liturgie (in einigen Glaubensgemeinschaften die offiziell festgelegte Form des christlichen Gottesdienstes). 

  • Stille Feier des Altarsakraments: 
    Nach der Messe am Gründonnerstag bleibt der Altar in vielen christlichen Kirchen oft leer und wird in Stille vorbereitet. Dies symbolisiert das Verlassen des Tabernakels und erinnert daran, dass Jesus nach dem letzten Abendmahl gefangen genommen wurde. 
    “In vorwiegend katholischen Regionen bleiben die Kirchenglocken zwischen Gründonnerstag und Karsamstag stumm, um das Leiden und den Tod Christi zu betrauern. Erst am Ostersonntag läuten sie wieder.” (Im Licht christlichen Brauchtums bedeutet mir Ostern noch mehr; Hannah Mortenson). 

  • Volksbrauchtum: 
    In einigen Regionen gibt es auch Volksbrauchtum zum Gründonnerstag, wie das Essen von grünem Gemüse oder die Zubereitung von grünen Speisen. Der Brauch ist regional unterschiedlich und hat oft symbolische Bedeutungen für Fruchtbarkeit und Erneuerung. 
    In Russland zum Beispiel bereitet man sich auf Ostern vor, indem man an diesem Tag sehr früh aufsteht, um das ganze Haus von oben bis unten blitzblank zu putzen. 
    „Wir strengen uns so an und putzen das Haus, weil wir daran denken wollen, wie Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hat“, erklärte Mama. „Er hat Liebe gezeigt und immer geholfen, und wir wollen zuhause so helfen, wie Jesus es getan hat. Heute ist ein Tag, an dem wir an Jesus denken sollen!“ (Bereit für Ostern; Amber Healey). 

Der Gründonnerstag hat tiefe theologische Bedeutung und wird von verschiedenen christlichen Konfessionen weltweit in ihren liturgischen Traditionen zelebriert. Es ist der Abend vor Jesu Kreuzigung, an dem Jesus mit seinen Jüngern das `Abschiedsmahl´ einnahm (Markus 14:12-31 oder auch Matthäus 26:17-35; Lukas 22:7-38; Johannes 13:1-30; vergleiche 1 Korinther 11:23-26), seinen Jüngern die Füße wusch (Johannes 13), die letzten seiner Lehren überbrachte (Johannes 13:31 bis 17:26), im Garten Gethsemane von allen verlassen, ganz allein die Kelter trat, indem er das Leid und die Sünden der gesamten Menschheit auf sich nahm (Markus 14:32-42 oder auch Matthäus 26:36-47; Lukas 22:39-46; Johannes 18:1), von Judas durch einen Kuss an die römischen Soldaten verraten (Markus 14:43-52 oder auch Matthäus 26:47-56; Lukas 22:47-53; Johannes 18:2-11), verhört und misshandelt wurde (Markus 14:43-65 oder auch Matthäus 26:57-68; Lukas 22:54-71; Johannes 18:12-28). 
Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf Apostel spricht in diesem Zusammenhang von „der einsamsten Reise …, die jemals unternommen wurde“, und merkt an, „die nächsten Stunden sollten der ganzen Menschheitsgeschichte einen neuen Sinn geben. … Die Stunde des Sühnopfers war gekommen. Gottes eigener Sohn, sein einziggezeugter Sohn im Fleisch, war im Begriff, der Erretter der Welt zu werden.“ (Jeffrey R. Holland, „Tut dies zu meinem Gedächtnis“, Der Stern, Januar 1996, Seite 61). 

  • William Tindale übersetzte unser Wort Sühnopfer mit Atonement. Endungen mit der Erweiterung `ment´ im Englischen bedeuten `Prozess´ oder `Produkt´. `At one´ bedeutet so viel wie eins, einig. `At one ment´ beschreibt also den Prozess oder das Produkt, wodurch wir `eins mit Gott werden´. Durch das Sühnopfer können wir`eins mit Gott werden´. 

Bist du in deinem Leben schon mal allein gelassen und verraten worden? Wie hast du dich da gefühlt? 

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Was wollt ihr mir geben, dass ich ihn euch in die Hände liefere?

26. März 2024, 06:17am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

“Hierauf ging einer von den Zwölfen namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern 15 und sagte: „Was wollt ihr mir geben, daß ich ihn euch in die Hände liefere?” Da zahlten sie ihm dreißig Silberstücke**) aus (Sach. 11,12). 16 Von da an suchte er nach einer guten Gelegenheit, um ihn zu überliefern (= zu verraten).” (Matthäus 26:14-16). 

Im gestrigen Blogbeitrag wurde an zweiter Stelle in der Aufzählung der Ereignisse in der Karwoche, der Spy Wednesday genannt. 

Der Begriff "Spy Wednesday" (auf Deutsch auch "Späher-Mittwoch") wird in englischsprachigen Ländern für den Mittwoch der Karwoche verwendet. Die Bezeichnung “Spy Wednesday” leitet sich von der Tatsache ab, dass Judas als eine Art Spion in die Mitte der Jünger eindrang. Der Name bezieht sich auf die biblische Erzählung, dass an diesem Tag Judas Iskariot einen Pakt mit den Hohenpriestern einging, um Jesus zu verraten (Matthäus 26:14–16; Markus 14:10–11). 

Die Evangelien berichten, dass Judas an diesem Mittwoch zu den Hohenpriestern ging und mit ihnen eine Vereinbarung traf, Jesus für 30 Silberstücke zu verraten (Matthäus 26:14–16). Die 30 Silberstücke, die in den Evangelien als die Belohnung für den Verrat Jesu durch Judas Iskariot erwähnt werden, haben eine symbolische und historische Bedeutung:  

  • Der Wert der 30 Silberstücke entsprach nach biblischer Überlieferung dem Preis, den ein Sklave wert war. Es wurde in Anlehnung an den Propheten Sacharja als der Preis für einen "wertlosen" oder "verworfenen" Sklaven betrachtet (Sacharja 11:12–13). Die 30 Silberstücke wurden also zu einem tragischen Symbol für Verrat und den geringen Wert, der Judas für dessen Verrat zugeschrieben wurde. Die 30 Silberstücke waren der symbolische Preis für einen "wertlosen" oder "verworfenen" Sklaven, wie es in der alttestamentlichen Prophetie im Buch Sacharja beschrieben wurde. Diese symbolische Handlung betonte den Verrat und die Geringschätzung, die Judas durch seine Handlung ausdrückte. Es war nicht als Aussage über den Wert von Jesus Christus gemeint, sondern über die geringe Wertschätzung, die Judas durch seine Entscheidung zeigte.  

Der Verrat durch Judas führte schließlich zur Verhaftung und Kreuzigung Jesu Christi, was eine zentrale Rolle in der christlichen Lehre über die Erlösung und den Opfertod Jesu spielt. 
 
Nach der biblischen Überlieferung wollte Judas Iskariot das Geld zurückgeben. Sie nahmen es nicht an und Judas warf es in das Tempelhaus. Das konnten die Hohenpriestern nicht dulden, da es Blutgeld war und sie kauften damit den sogenannten "Töpferackerl" oder "Blutackerl" (Matthäus 27:3-10; Sacharja 11:12-13). Es handelte sich dabei wahrscheinlich um einen Acker, der entweder für das Begräbnis von Fremden oder als ein Feld für die Töpfer benutzt wurde. Die genaue Bedeutung des Ausdrucks "Töpferackerl" ist nicht eindeutig, und es gibt verschiedene Interpretationen. 

"Spy Wednesday" wird in einigen christlichen Traditionen als Tag der Betrachtung des Verrats und der Undankbarkeit angesehen. Gemeinden können Gottesdienste abhalten, die sich auf diese Thematik konzentrieren, und Gläubige können diesen Tag nutzen, um über die Bedeutung des Verrats und des Leidens in der Karwoche nachzudenken. Es ist wichtig zu beachten, dass der Begriff "Spy Wednesday" selbst möglicherweise nicht in allen christlichen Traditionen gebräuchlich ist, und die spezifischen Bräuche und Gottesdienste können je nach Konfession variieren. 

Nach den biblischen Erzählungen hatte Judas Iskariot unterschiedliche Beweggründe für seinen Verrat an Jesus. Die Evangelien bieten verschiedene Perspektiven auf die Motive von Judas, und es gibt keine eindeutige Antwort auf diese Frage.  

Hier sind einige der möglichen Gründe, die in den Evangelien angedeutet werden: 

  • Geldgier: In Matthäus 26:14–16 und Markus 14:10–11 wird erwähnt, dass Judas von den Hohenpriestern 30 Silberstücke als Belohnung für den Verrat Jesu annahm. Dies deutet darauf hin, dass Geldgier ein möglicher Faktor für seinen Verrat war. 
  • Unzufriedenheit mit Jesus' Handlungen: In Johannes 12:4–6 wird berichtet, dass Judas Unzufriedenheit darüber äußerte, dass teures Salböl verschwendet wurde, das angeblich für die Armen hätte verkauft werden können. Dies könnte auf eine Unzufriedenheit mit Jesus' Prioritäten hindeuten. 
  • Enttäuschung über Jesu Königtum: Einige glauben, dass Judas sich möglicherweise von Jesus enttäuscht fühlte, weil er nicht die politische Macht ergriff, um Israel von der römischen Besatzung zu befreien. Judas könnte gehofft haben, dass Jesus sich als politischer Befreier erweisen würde. 
  • Möglicher Einfluss von Satan: In Lukas 22:3 wird erwähnt, dass Satan in Judas fuhr, um ihn dazu zu bewegen, Jesus zu verraten. Dies lässt Raum für die theologische Interpretation, dass es eine spirituelle Komponente gab, die den Verrat beeinflusste. 

Es ist wichtig zu betonen, dass die Beweggründe von Judas Iskariot letztendlich nicht vollständig verstanden werden können. Die Evangelien bieten unterschiedliche Einblicke, und viele Details bleiben unklar. Judas' Handlung steht als ein tragisches Beispiel für Verrat und menschliches Versagen in der christlichen Tradition. 

Welche Beweggründe hatte deiner Meinung nach Judas wohl für den Verrat an Jesus? 

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Nahmen sie Palmenzweige, zogen hinaus ihm entgegen

25. März 2024, 05:54am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

“Als dann am folgenden Tage von der Volksmenge, die zum Fest gekommen war, ein großer Teil erfuhr, daß Jesus auf dem Wege nach Jerusalem sei, 13 nahmen sie Palmenzweige, zogen hinaus ihm entgegen und riefen laut: „Hosianna! Gepriesen (oder: gesegnet) sei, der da kommt im Namen des Herrn und als der König Israels!” (Johannes 12:12-13

Auf Weihnachten bereiten sich viele Gläubige durch die Adventszeit vor. Vier Wochen vor Heiligabend beginnt die Zeit der Erwartung der Geburt Jesu. Viele Bräuche tragen dazu bei, sich in dieser Zeit in besonderer Weise gedanklich auf die Ankunft Jesu einzustellen. Gordon B. Hinckley (1910–2008) hat einst gesagt: „Es gäbe kein Weihnachten, wenn es kein Ostern gegeben hätte. Der kleine Jesus in Betlehem wäre nichts weiter als ein gewöhnliches Baby gewesen, wenn es Getsemani und Golgota und seine triumphale Auferstehung nicht gegeben hätte.“ (Gordon B. Hinckley, „Die wundersame und wahre Weihnachtsgeschichte“, Liahona, Dezember 2000, Seite 6). 

In der christlichen Tradition gibt es verschiedene Vorbereitungstage in der Karwoche auf das Osterfest. Die Karwoche ist eine Zeit der Besinnung, des Gebets und der Vorbereitung auf das Osterfest.  

„Es ist angebracht, dass wir unsere Gedanken in der Woche, die zwischen Palmsonntag und dem Ostermorgen liegt, Jesus Christus zuwenden, der Quelle des Lichts, des Lebens und der Liebe.“ (“Der Weg des Jüngers”; damals Präsident Dieter F. Uchtdorf). 

Hier sind einige der wichtigsten Tage dieser Woche: 

  1. Palmsonntag (Sonntag vor Ostern):
    Am Palmsonntag wird der Einzug Jesu in Jerusalem gefeiert. Gläubige tragen Palmzweige, um diesen Ereignissen zu gedenken. 

  1. Spy Wednesday: 
    Dieser Tag liegt zwischen dem Palmsonntag und dem Gründonnerstag. In einigen Traditionen wird dieser Tag als der Tag betrachtet, an dem Judas Iskariot beschloss, Jesus zu verraten. 

  1. Gründonnerstag: 
    Der Gründonnerstag erinnert an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. In vielen Gemeinden gibt es Abendmahlsgottesdienste, und es wird oft der Fußwaschung gedacht. 

  1. Karfreitag: 
    Am Karfreitag wird des Kreuzestodes Jesu Christi gedacht. Es ist ein Tag der Trauer und Buße. Gottesdienste finden oft in Stille und mit besonderem Nachdruck auf dem Leiden Christi statt. 

  1. Karsamstag (Heiliger Samstag): 
    Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe Jesu. In einigen Gemeinden gibt es Osterfeuer oder -lichter, die die Auferstehung symbolisieren. Die Messe der Osternacht wird oft in der Nacht zum Ostersonntag gefeiert. 

  1. Ostersonntag: 
    Der Ostersonntag ist das zentrale Fest der christlichen Kirche, da er die Auferstehung Jesu feiert. Gottesdienste am Ostersonntag sind oft festlich und mit Freude gefüllt. Gemeinden feiern die Auferstehung mit Liedern, Gebeten und festlichen Mahlzeiten. 

Die genauen Bräuche und Rituale können je nach christlicher Konfession und regionalen Traditionen variieren. Es ist wichtig zu beachten, dass die oben genannten Tage in verschiedenen Kirchen unterschiedlich betont werden können. 

Palmsonntag markiert in der christlichen Tradition den Beginn der Karwoche *) und erinnert an den Einzug Jesu Christi in Jerusalem, wie er in den Evangelien beschrieben wird.  

  • *) Die Karwoche ist die letzte Woche vor Ostersonntag und die Kernzeit der österlichen Passionszeit. Sie ist für Christen die wichtigste Woche des Kirchenjahres. Das Wort Kar stammt vom althochdeutschen Wort “chara” oder “kara” und bedeutet Kummer, Trauer, sich sorgen, klagen. Die Karwoche ist eine Zeit des Klagens und des Trauerns. Sie beginnt am letzten Sonntag vor Ostern und endet am Karsamstag. 

Hier sind einige Hintergrundinformationen zu den Geschehnissen des Palmsonntags: 

  1. Bibelstellen: 
    Die Ereignisse des Palmsonntags werden in allen vier Evangelien des Neuen Testaments beschrieben: Matthäus 21:1-11, Markus 11:1-11, Lukas 19:28-44 und Johannes 12:12-19

  1. Der Einzug in Jerusalem:
    Jesus zog nach Jerusalem anlässlich des jüdischen Festes Passah (auch Pessach genannt). Pessach ist ein wichtiges Fest im jüdischen Kalender, das an die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. Gemäß den Evangelien des Neuen Testaments der Bibel geschah der Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag, wenige Tage vor dem Passahfest. 

  • Die Evangelien berichten, dass Jesus auf einem Esel in die Stadt einzog und von Menschen mit Palmzweigen begrüßt wurde. Diese Szene erfüllte eine alttestamentliche Prophetie aus dem Buch Sacharja (Sacharja 9:9), die besagte, dass der Messias auf einem Esel reiten würde. Die Menschen in Jerusalem erkannten in diesem Einzug ein messianisches Zeichen und begrüßten Jesus mit den Worten "Hosanna dem Sohn Davids!" und breiteten ihre Kleider und Palmzweige auf seinem Weg aus. 
  • Der Einzug Jesu in Jerusalem markiert den Beginn der Passionswoche oder Karwoche, die mit den Ereignissen von Gründonnerstag, Karfreitag und schließlich der Auferstehung am Ostersonntag endet. Der Einzug in Jerusalem symbolisiert für viele Christen den Triumph des messianischen Königs, der jedoch einen anderen Charakter hatte als die weltlichen Königseinzüge, die zu dieser Zeit üblich waren. Jesu Königtum wurde nicht durch politische Macht oder irdische Herrschaft, sondern durch geistliche Erlösung und Liebe dargestellt. 

  1. Symbolik des Esels: 
    Der Einzug Jesu in Jerusalem auf einem Esel hatte mehrere symbolische Bedeutungen, die auf biblischen Prophezeiungen basierten und theologische Aspekte seines messianischen Dienstes betonten: 

  • Erfüllung prophetischer Verheißungen: Der Einzug auf einem Esel erfüllte eine alttestamentliche Prophezeiung aus dem Buch Sacharja (Sacharja 9;9). Die Menschen in Jerusalem erkannten in diesem Handeln eine Bestätigung für Jesus als den verheißenen Messias. 
  • Betonung von Frieden und Demut: Im Gegensatz zu königlichen Einzügen, die auf Pferden oder Streitwagen stattfanden und Macht und Krieg symbolisierten, wählte Jesus einen Esel, ein Symbol für Frieden und Demut. Dies unterstrich seine Botschaft von einem geistlichen Königtum und einem Reich, das nicht auf weltlichen Machtstrukturen basierte. 
  • Zeichen des kommenden Reiches Gottes: Der Einzug Jesu auf einem Esel war ein symbolisches Zeichen für das sich nähernde Reich Gottes. Jesus brachte eine Botschaft des Friedens, der Vergebung und der Erlösung, und sein Einzug in Jerusalem war eine Ankündigung dieser geistlichen Wirklichkeit. 
  • Abgrenzung von politischen Erwartungen: Indem Jesus auf einem Esel ritt, setzte er sich bewusst von den politischen Erwartungen der Menschen ab, die einen politischen Befreier und militärischen Herrscher erwarteten. Sein Königtum war nicht von dieser Welt, sondern von einer höheren, geistlichen Ordnung. 

Der symbolische Einzug auf einem Esel trug dazu bei, die Einzigartigkeit von Jesu messianischem Dienst zu betonen und seine Rolle als Friedensfürst und Erlöser zu verdeutlichen. 

  1. Erfüllung prophetischer Verheißungen:
    Das Geschehen am Palmsonntag wurde von den Evangelisten auch als Erfüllung alttestamentlicher Prophezeiungen betrachtet, insbesondere in Bezug auf den verheißenen Messias. 

  1. Bedeutung für Christen: 
    Der Einzug Jesu in Jerusalem wird von Christen als bedeutsames Ereignis betrachtet, das den Beginn der Leidensgeschichte und der Ereignisse der Karwoche markiert. Es symbolisiert auch die königliche Natur Jesu, wird jedoch durch die Wahl des Esels betont, um auf seine Rolle als Friedensfürst hinzuweisen. 

Palmsonntag dient als Vorbereitung auf die intensiven Ereignisse der Karwoche, die mit dem Leiden, dem Tod und schließlich der Auferstehung Jesu Christi endet. Der Name "Palmsonntag" leitet sich von den Palmzweigen ab, die die Menschen bei Jesu Einzug in Jerusalem schwenkten und ihm zu Ehren ausbreiteten. 

Die Verwendung von Palmzweigen beim Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag ist mit mehreren symbolischen Bedeutungen verbunden: 

  • Königlicher Einzug:
    In der Antike wurden Palmzweige oft bei königlichen Einzügen verwendet, um Herrscher oder Eroberer zu begrüßen. Indem die Menschen in Jerusalem Palmzweige ausbreiteten, zeigten sie ihre Erwartung an einen königlichen Messias, einen Retter und König, der in ihrem Leben und in der Geschichte herrschen würde. 
  • Symbol des Sieges und Triumphs:
    Palmzweige waren auch ein Symbol des Sieges in der römischen Kultur. Sie wurden oft bei Triumphzügen verwendet, um einen siegreichen Feldherrn oder Kaiser zu ehren. Der Einsatz von Palmzweigen am Palmsonntag deutete also auf einen triumphalen Einzug Jesu hin, nicht im Sinne eines irdischen Herrschers, sondern als den Sieg über die Sünde und den Tod. 
  • Erfüllung von Prophezeiungen:
    Die Verwendung von Palmzweigen am Palmsonntag erinnerte an alttestamentliche Prophezeiungen, insbesondere an Psalmen wie Psalm 118, in dem die Worte "Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN!" vorkommen. Diese Prophezeiungen wurden mit dem Messias und seinem Einzug in Verbindung gebracht. 
  • Zeichen der Freude und Festlichkeit:
    Palmzweige wurden traditionell auch bei festlichen Anlässen, insbesondere bei jüdischen Festen wie dem Laubhüttenfest, verwendet. Ihre Verwendung am Palmsonntag verlieh der Feier eine festliche Atmosphäre und betonte die Freude über die Ankunft des Messias.
     
  • Kleider auf dem Weg ausbreiten:
    Das Ausbreiten von Kleidern auf dem Weg (Matthäus 11:8) war eine symbolische Geste der Ehrerbietung und Huldigung. Diese Praxis wurde in der Bibel auch bei königlichen Einzügen verwendet. Indem die Menschen ihre Kleider auf den Weg ausbreiteten, zeigten sie, dass sie bereit waren, Jesus als König anzuerkennen und ihm Ehre zu erweisen. Es war eine Handlung der Huldigung und der symbolischen Unterordnung unter seine Autorität. 

Beide Symbole zusammen – Palmzweige und ausgebreitete Kleider – betonten die messianische Natur von Jesus und wurden von der Menschenmenge in Jerusalem als Ausdruck ihrer Hoffnung auf einen Befreier und Erlöser interpretiert. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Gesten darauf hinweisen, dass die Menschen in dieser Zeit Jesus als königlichen Messias begrüßten, auch wenn ihre Vorstellungen von seinem Königtum sich von seinen eigenen geistlichen Lehren unterschieden. 

Welche Bedeutung hatte es deiner Meinung nach, dass das Volk Jesus mit Palmzweigen begrüßte? 

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