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Glaubensansichten

Juble, du Unfruchtbare

15. November 2019, 06:47am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Ein Tisch; und was alles darum herum passiert
(Bild: Quelle)

Der auferstandene Heiland zitiert nun in den nächsten 17 Versen, den Nephiten, die sich am Tempel im Land Überfluss versammelt hatten, Jesaja 54:

Buch Mormon 3. Nephi 22:1 Vergleiche Jesaja 54:1 in der Einheitsübersetzung
„Und dann wird sich begeben, was geschrieben steht: Juble, du Unfruchtbare, die du nicht geboren hast; brich in Jubel aus und jauchze, die du keine Wehen gehabt hast; denn es gibt mehr Kinder von der Vereinsamten als Kinder von der verheirateten Frau, spricht der Herr.“ „Freu dich, du Unfruchtbare, die nie gebar, du, die nie in Wehen lag, brich in Jubel aus und jauchze! Denn die Einsame hat jetzt viel mehr Kinder als die Vermählte, spricht der HERR.“

Juble, du Unfruchtbare. Mit der Wiederholung der Prophezeiungen Jesajas, will der Heiland die anwesenden Nephiten, aber auch uns heute, noch eingehender über die Sammlung Israels unterweisen.

Für mich in der heutigen Zeit gar nicht leicht zu verstehen die Symbolik, die Jesaja da benutzt. Was ist unter der `Unfruchtbaren die nicht geboren hat´, zu verstehen? Wir müssen dabei daran denken, dass es in diesen Versen um Israel geht. In prophetischen Schriften üblicher Art vergleicht Jesaja Israel mit einer Frau, deren Ehemann der Herr ist. Wenn nun die Frau vom Mann getrennt lebt, wird sie, jedenfalls nicht unter Einhaltung der ehelichen Gesetze, nicht in den Genuss von Nachwuchs kommen können. Das Ganze in geistiger Hinsicht verstanden: Israel hat sich vom Herrn entfernt und kann dadurch keinen geistigen Fortschritt machen, wird aber eines Tages wieder zu ihm zurückkehren, und dann, ob der Möglichkeit geistigen Fortschritt machen zu können `in Jubel ausbrechen´, dem Herrn Dankesgesänge darbringen (Psalm 30:5). Irgendwas stimmt noch nicht. Da ist noch von der `Vereinsamten´ die Rede. Sind das die `Andern´, die in der letzten Zeit, also in der unsrigen, zuerst, also vor den Nachkommen Israels, das Evangelium gepredigt bekamen und annahmen, und aufgrund Missionsarbeit an Zahl immer mehr zunehmen und das Evangelium danach auch der `Unfruchtbaren´ also Israel predigen?

Wie verstehst du diese, von Jesaja benutze, Symbolik?

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Sie werden hinausgehen aus allen Nationen

14. November 2019, 06:51am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die Anfänge der israelitisch-jüdischen Diaspora
(Bild: Quelle)

Weiter spricht der auferstandene Jesus Christus zu der am Tempel im Land Überfluss versammelten Menge: „Und sie werden hinausgehen aus allen Nationen; und sie werden nicht in Hast hinausgehen und nicht in Flucht weggehen; denn ich werde vor ihnen hergehen, spricht der Vater, und ich werde ihre Nachhut sein.“ (3. Nephi 21:29).

Sie werden hinausgehen aus allen Nationen. Von wem ist hier die Rede, wer soll nicht in Hast und Flucht von wo weggehen und warum? Im Zusammenhang mit der Betrachtung des 3. Nephi 20:42 bin ich schon auf dieses Thema eingegangen, und zwar in meinem Blogbeitrag: „Denn ihr sollt nicht in Hast hinausgehen und nicht in Flucht weggehen“.

Wenn das Volk Israel, um das es in diesen ganzen Versen geht, aus allen Nationen hinausgehen wird, muss es auch erst zu allen Nationen gekommen sein. Diese Zerstreuung in alle Nationen begann mit der ersten babylonischen Eroberung des Reiches Juda im Jahr 587 v. Chr. Hierbei wurden viele nach Babylon verschleppt. Das Nordreich Israel – zehn Stämme trennten sich nach dem Tod König Salomos, weil sie nicht dessen Sohn David, sondern Rehabeam als ihren König anerkannten (1. Könige 12) – wurde schon um 721 v. Chr. von Assyrern erobert, wobei ein Teil der Anwohner nach Assur zwangsumgesiedelt und durch andere Bewohner des assyrischen Großreiches ersetzt wurde (2. Könige 17). Aus dieser Vermischung entstand das Volk der Samariter. Viele Juden verteilten sich über die Seidenstraße, andere zogen auf die arabische Halbinsel. Ab 300 v. Chr. wanderten viele aus Babylon zurückgekehrte Juden aus wirtschaftlichen Gründen in andere Staaten aus. Die Juden assimilierten sich meist mit den entsprechenden Völkern, hielten aber an ihren religiösen Traditionen fest und pilgerten zu den entsprechenden Festtagen nach Jerusalem (Beispielhaft: Apostelgeschichte 2). So verteilte sich das Volk des Herrn bis in die heutige Zeit in Nationen auf der ganzen Erde. Kaiser Hadrian erließ 135 n. Chr. ein Ansiedlungsverbot für Juden in Jerusalem. Mit der Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 begann sich das Wort des Herrn: „… sie werden hinausgehen aus allen Nationen …“ dadurch zu erfüllen, dass sie teilweise anfingen, dorthin wieder zurückkehrten.

Wie stellst du dir den weiteren Verlauf dieses `Hinausgehens aus allen Nationen´ vor (Jeremia 31:8-10; lies gerne hier nach)?

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Dann wird das Werk durch den Vater unter allen Nationen beginnen

13. November 2019, 06:35am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist in 176 Ländern bzw. Territorien vertreten (Stand 2017)
(Bild: Quelle)

Weiter spricht der auferstandene Jesus Christus zu der am Tempel im Land Überfluss versammelten Menge: „Ja, und dann wird das Werk durch den Vater unter allen Nationen beginnen, um den Weg zu bereiten, wodurch sein Volk gesammelt werden kann, heim in das Land seines Erbteils.“ (3. Nephi 21:28).

Dann wird das Werk durch den Vater unter allen Nationen beginnen. Um welches Werk es hierbei geht, habe ich schon in meinem gestrigen Blogbeitrag erörtert.

Gott hat die zwölf Stämme des Volkes Israel aufgrund ihres nicht rechtschaffenen Verhaltens, sowie ihrer Auflehnung gegen ihn, unter alle Nationen der Erde zerstreut (Levitikus 26:33). Wohin sie der Herr geführt hat, ist uns nicht bekannt. Doch soll das Haus Israel in den letzten Tagen, bevor Jesus Christus wieder auf die Erde kommen wird, wieder gesammelt werden (Glaubensartikel 1:10). Dieses Werk ist gerade im Begriff sich zu erfüllen. Der Herr hat durch einen Nachkommen Josephs – desjenigen Josephs, der von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft wurde – seine Kirche auf Erden wieder aufgerichtet, u. a. mit dem Auftrag, das ganze Hause Israel wieder zu sammeln, wofür Joseph Smith die Schlüsselvollmacht hierzu, von dem Propheten Mose, am 3. April 1836 übergeben worden sind (Lehre und Bündnisse 110:11). Seitdem sind Missionare ununterbrochen überall auf der Welt damit beschäftigt, das Evangelium von Jesus Christus jeder Kreatur zu verkünden (Lehre und Bündnisse 58:64; derzeit knapp 70.000). In immer mehr Ländern der Welt wird Seine Kirche staatlich anerkannt, zuletzt gerade im Emirat Kuwait, allerdings unter der Auflage Muslime weder zu missionieren, noch zu taufen. Nach dem statistischen Bericht von 2017 ist die Kirche derzeit in 176 Ländern bzw. Territorien etabliert. Die Prophezeiungen über die Sammlung Israels erfüllen sich in unserer Zeit.

Welche Vorstellung hast du davon, wie die `Sammlung Israels´ vonstatten gehen soll?

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An dem Tag wird das Werk des Vaters unter allen Zerstreuten meines Volkes beginnen

12. November 2019, 07:22am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Schäfers Sonntagslied-Das ist der Tag des Herrn
(Bild: Quelle; screenshot aus dem Video Schäfers Sonntagslied-Das ist der Tag des Herrn..wmv)

Der auferstandene Jesus Christus spricht weiter zu den Nephiten auf dem amerikanischen Kontinent, die sich am Tempel versammelt hatten: „Und dann wird das Werk des Vaters an dem Tag beginnen, ja, wenn dieses Evangelium unter dem Überrest dieses Volkes gepredigt werden wird. Wahrlich, ich sage euch: An dem Tag wird das Werk des Vaters unter allen Zerstreuten meines Volkes beginnen, ja, nämlich den Stämmen, die verloren sind, die der Vater aus Jerusalem weggeführt hat.“ (3. Nephi 21:26).

An dem Tag wird das Werk des Vaters unter allen Zerstreuten meines Volkes beginnen. Um welches Werk des Vaters geht es, das hier von Jesus angesprochen wird, welcher Tag ist gemeint und wer sind die Zerstreuten seines Volkes?

  • Das Werk des Vaters
    ist, die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen (Köstliche Perle Mose 1:39).
  • Der Tag des Werkes des Vaters
    der hier von Jesus angesprochen wird, ist für mein Verständnis kein Tag in unserem zeitlichen Verständnis. Es handelt sich, wie im Gebrauch im Alten und Neuen Testament, um eine besonders qualifizierte Zeitspanne, in der vorhergesagte göttliche Ereignisse stattfinden werden, kann also nicht an einem bestimmten Tag festgemacht werden. Es handelt sich hier um die Zeitspanne, in der das Evangelium des Herrn seinem Volk gepredigt werden wird.
  • Die Zerstreuten seines Volkes
    sind die verlorenen zehn Stämme, die der Herr aus Jerusalem hat wegführen und über die gesamte Erde verstreuen lassen (2. Nephi 29:13; 3. Nephi 17:4). Sie bildeten das Nordreich Israels und wurden im Jahr 721 v. Chr. gefangen nach Assyrien hinweggeführt und von dort verteilten sie sich in die nördlichen Länder. Nur der Herr weiß, wo sie sich aufhalten und wann sie wieder zurückgeführt werden.

Ich lerne, dass der Sohn, Jesus Christus, uns darlegt, dass alles, was Er ausführt, nichts anderes ist, als das Werk des Vaters. Er gibt ihm in Allem die Ehre. Im nächsten Vers sagt Christus, dass der Vater den Weg bereitet, durch den wir Menschen zu Christus kommen können, sodass wir in Seinem Namen zum Vater beten können (3. Nephi 21:27).

Was denkst du, steht dieser Tag noch bevor, oder hat er schon angefangen, und wenn ja, welches sind Ereignisse, die den Beginn dieses Tages markieren?

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Dann wird die Macht des Himmels unter sie herabkommen

11. November 2019, 07:11am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

 

 
(Bild: Quelle)

Der auferstandene Jesus Christus spricht weiter zu den Nephiten auf dem amerikanischen Kontinent, die sich am Tempel versammelt hatten: „Und dann wird die Macht des Himmels unter sie herabkommen; und auch ich werde inmitten sein.“ (3. Nephi 21:25).

Dann wird die Macht des Himmels unter sie herabkommen. Was habe ich darunter zu verstehen, dass die `Macht des Himmels herabkommen´ und `der Herr inmitten sein wird´?

  • Die Macht des Himmels
    Wenn ich die Fähigkeit besitze, etwas zu tun, so habe ich Macht. Habe ich z. B. die Fähigkeit einen Holzscheit zu spalten, so besitze ich Macht über den Scheit. Jesus Christus z. B. besitzt die Fähigkeit, Gesetze sowohl im Himmel, als auch auf der Erde, anzuwenden. Damit besitzt er die `Macht des Himmels´ (Matthäus 28:18).
  • Ich werde inmitten sein
    So, wie es der Herr für notwendig erachtet, und vom Vater den Auftrag bekommt (Johannes 8:28), wird er persönlich inmitten seines Volkes sein (Exodus 13:21Hesekiel 34:12).

Wenn also die Macht des Himmels herabkommen wird, so ist das einerseits ein Teil der Macht, die Jesus uns Menschen in Form des Priestertums überträgt, die wir hier auf Erden in seinem Namen ausüben dürfen (Lehre und Bündnisse 121:36). Andererseits wird er aber auch, wenn erforderlich, persönlich unter uns erscheinen, um entsprechende Führung und Leitung zu geben, die nur ihm vorbehalten sind (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:17Lehre und Bündnisse 110:1-4). Zum Millennium aber wird er auf jeden Fall inmitten seines Volkes sein (Offenbarung 20:4Lehre und Bündnisse 29:1,11).

Welche Vorstellungen hast du, wie die Aussage Jesu im heutigen Vers zu verstehen ist?

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Sie werden meinem Volk beistehen

10. November 2019, 07:14am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Helfende Hände stehen bei
(Bild: Quelle)

Der auferstandene Jesus Christus spricht weiter zu den Nephiten auf dem amerikanischen Kontinent, die sich am Tempel versammelt hatten: „und sie werden meinem Volk beistehen, dem Überrest von Jakob, und auch allen vom Haus Israel, die kommen werden, um eine Stadt zu bauen, die das Neue Jerusalem heißen wird.“ (3.Nephi 21:23).

Sie werden meinem Volk beistehen. Wenn man ein größeres Projekt vor sich hat, dann freut man sich sicherlich über viele Hände, die einem `beistehen´.

Bei diesem angesprochenen Projekt handelt es sich nicht um eine Kleinigkeit wie etwa ein Haus – wobei das ja auch schon keine Kleinigkeit ist –, es handelt sich gleich um eine ganze Stadt, die gebaut werden soll. Ihr Name soll `Neues Jerusalem´ sein, also offensichtlich eine Schwesterstadt zum `alten Jerusalem´ in Israel. Von diesen beiden Städten, dem Alten und dem Neuen Jerusalem, sprach auch schon der letzte jareditische (Ether 1:33-41) Prophet Ether (Ether 12:1-2). Er prophezeite, dass dieses Neue Jerusalem in Amerika für die Nachkommen Josephs errichtet werden, und ein Heiligtum des Herrn sein sollte. Zudem soll ein Neues Jerusalem auch aus dem Himmel hinzukommen (Ether 13:3-6,10). Es wird der Ort sein, wo die Heiligen sich sammeln werden und Christus persönlich während des Millenniums regieren wird (Köstliche Perle Mose 7:62). Er wird auch Zion genannt werden, und von ihm, dem Neuen Jerusalem, wird das Gesetz, die Weisung des Herrn, ausgehen, und aus dem alten Jerusalem das Wort des Herrn (Micha 4:2). So wie ich die Schrift verstehe, sind wir alle, die wir Teil des Volkes Israel sind, heute damit beschäftigt, dem `Volk beizustehen´, dieses Neue Jerusalem aufzubauen, indem wir unsere Kräfte, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Talente in der Kirche des Herrn einbringen. Zum Einen in Amerika, für den Überrest von Jakob, zum anderen überall auf der Welt, durch und für das Volk des Hauses Israel – sowohl buchstäbliche Nachkommen des Hauses, als auch durch Taufe adoptierte (Galater 3:29Römer 11:17).

Wie klärst du für dich diese Verwirrung auf: das Neue Jerusalem, Zion genannt, aus dem Himmel kommend; das Neue Jerusalem, das Alte Jerusalem; in Amerika, auf der ganzen Welt?

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Werde ich unter ihnen meine Kirche aufrichten

9. November 2019, 06:38am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Joseph Smith wurde beauftragt Seine Kirche in unserer Zeit aufzurichten
(Bild: Quelle)

Der auferstandene Jesus Christus spricht weiter zu den Nephiten auf dem amerikanischen Kontinent, die sich am Tempel versammelt hatten: „Aber wenn sie umkehren und auf meine Worte hören und ihr Herz nicht verhärten, werde ich unter ihnen meine Kirche aufrichten, und sie werden in den Bund eintreten und diesem, dem Überrest von Jakob, zugezählt werden, dem ich dieses Land als sein Erbteil gegeben habe;“ (3. Nephi 21:22).

Werde ich unter ihnen meine Kirche aufrichten. Jesus Christus kündigt hier eine weitere Evangeliumszeit an, eine Zeit, in der er seine Kirche ein letztes Mal aufrichten wird und sie wird bis zu Seinem Zweiten Kommen nicht mehr von der Erde hinweg genommen werden (Lehre und Bündnisse 13:1). Es handelt sich um die Evangeliumszeit der Fülle der Zeiten.

Diese hat mit dem Propheten der Wiederherstellung begonnen. Der Herr hat ihn berufen, Sein Werk in diesen letzten Tagen vor seinem Zweiten Kommen, wieder aufzurichten, nachdem es nach der Errichtung seiner Kirche in Amerika, durch Jesus Christus selber, bei den Nephiten einen erneuten Abfall vom Glauben gegeben hat (4. Nephi 1:26-29). Diese Wiederherstellung begann mit dem aufrichtigen Gebet des jungen Joseph Smith, der die Frage an den Herrn hatte, welcher Kirche er sich anschließen solle. Gott Vater und sein Sohn erschienen ihm im Jahre 1820 und gaben ihm die Antwort, dass er sich keiner anschließen soll (Joseph Smith-Lebensgeschichte 1:15-20). In den nächsten Jahren erhielt Joseph Unterweisungen, übersetzte von Platten, die Moroni um die 400 n. Chr. in der Erde verbarg, ein weiteres Zeugnis von Jesus Christus, das Buch Mormon, und im April 1830 war es dann soweit, dass er die Kirche des Herrn wieder aufrichten sollte. Hierzu erhielt er nach und nach alle himmlischen Vollmachten, die dazu notwendig waren (Lehre und Bündnisse 128:18-21; siehe auch hier). Ende 2018 zählen über 16 Millionen Menschen (siehe Statistischer Bericht 2018) zu denen, die nicht ihr Herz verhärtet haben, die in den Bund des Herrn eingetreten sind und dem Überrest Jakobs zugezählt werden und dafür Sorge tragen, dass der weitere Überrest Jakobs Kenntnis von seinen Vorfahren und dem ewigen Evangelium von Jesus Christus erhält, aber auch alle, die von den anderen Nationen sind.

Woran erkennst du, dass die Worte des Herrn an die damaligen Nephiten, sich heute erfüllen?

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Ich werde Vergeltung und Ungestüm an ihnen üben, ja, wie an den Heiden

8. November 2019, 07:34am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Eines der verkannten Worte
(Bild: Quelle)

Was der Herr mit denen vorhat, die nicht umkehren wollen, sagt er nun den am Tempel im Land Überfluss in Amerika versammelten Nephiten: „und ich werde Vergeltung und Ungestüm an ihnen üben, ja, wie an den Heiden, wie sie solches noch nicht vernommen haben.“ (3. Nephi 21:21).

Ich werde Vergeltung und Ungestüm an ihnen üben, ja, wie an den Heiden. Jesus Christus bringt hier zum Ausdruck, dass er an jenen, die nicht umkehren und zu ihm kommen werden (3. Nephi 21:20), Vergeltung und Ungestüm handeln würde, wie er es an den Heiden getan habe.

  • Vergeltung
    ist im weitesten Sinn jede Reaktion auf eine vorherige Aktion. Damit soll ein Ausgleich zwischen Leistung und Gegenleistung hergestellt werden. Oftmals denkt man bei diesem Begriff als Erstes an seine negative Belegung: Jemandem etwas heimzahlen, Rache üben. Seine positive Belegung wäre: Gegenleistung oder Belohnung für erwiesene Dienste. Grundsätzlich wird dadurch, dass Gleiches mit Gleichem vergolten wird, ein Ausgleich zwischen Leistung und Gegenleistung hergestellt.
  • Ungestüm
    bedeutet so viel, dass man seinem Temperament, seiner Erregung ohne jede Zurückhaltung Ausdruck verleiht. Auch hier gibt es die negative, als auch die positive Ausprägung. Man agiert halt ohne Zurückhaltung, temperamentvoll, stürmisch.
  • Heiden
    sind all jene Menschen, die nicht dem Bundesvolk des Herrn angehören. Der Herr hat sich Israel als sein auserwähltes Volk auserkoren, mit dem er einen Bund geschlossen hat (Deuteronomium 7:6-9). Alle anderen Nationen sind einfach nur `die Völker´, `die Heiden´.

Wie hat der Herr nun an den Heiden gehandelt? Nachdem diese Völker in alter Zeit andere Götter als den einen Schöpfer des Himmels und der Erde verehrten (Psalm 135:15), ist er mit ihnen kein heiliges Bündnis eingegangen. Nachdem Jesus Christus allerdings Seine Kirche mit Petrus, Jakobus und Johannes aufrichtete, gab er ihnen den Auftrag, das Evangelium allen Völkern zu predigen (Markus 16:15). Aus welchen Gründen auch immer, hatte der Herr die Heiden im Alten Testament umbringen lassen (Deuteronomium 8:20) – ich nehme an, weil sie sich gegen ihn gestellt und Götzendienst betrieben haben, sich also Satan verdingt hatten –, während er nach seiner Auferstehung den Zeitpunkt für angebracht gehalten hat, dass auch ihnen das Evangelium gepredigt werden sollte (Apostelgeschichte 13:46-49). Sollten sie sich aber gegen ihn stellen, würde er so handeln, wie im Alten Testament, anderenfalls würden sie als Mitglieder Seines Bundesvolkes adoptiert (2. Nephi 26:33; Galater 3:26-29).

Welche Vorstellung hast du, was der Herr damit meint, dass er Vergeltung und Ungestüm an denen handeln würde, die keine Umkehr üben?

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Wer auch immer an jenem Tag nicht umkehrt und zu meinem geliebten Sohn kommt

7. November 2019, 06:59am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Verklärung, Gemälde von Carl Heinrich Bloch
(Bild: Quelle)

Jesus Christus spricht weiter zu den am Tempel versammelten Nephiten, denen er als Auferstandener erschienen ist, um ihnen zu dienen (3. Nephi 19:15) und sie zu unterweisen: „Denn, so spricht der Vater, es wird sich begeben: Wer auch immer an jenem Tag nicht umkehrt und zu meinem geliebten Sohn kommt, den werde ich abschneiden aus meinem Volk, o Haus Israel;“ (3. Nephi 21:20).

Wer auch immer an jenem Tag nicht umkehrt und zu meinem geliebten Sohn kommt. Jesus Christus zitiert hier seinen Vater, der ihn `seinen geliebten Sohn´ nennt.

Dabei muss ich an die Worte denken, die Gott Vater auf dem Berg der Verklärung zu den berufenen Jüngern des Herrn Jesus Christus, Petrus, Jakobus und Johannes, aus der Wolke heraus sprach: „… Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.“ (Matthäus 17:5). Ich erkenne, wie der Vater von Allem und Allen, seinen `Einzig im Fleisch gezeugten Sohn´, Jesus Christus, (2. Nephi 25:12) bezeugt, dass er sein Sohn ist und dass er ihn liebt. Wie wunderbar zu erfahren, dass wir einen liebenden Vater im Himmel haben. Er liebt nicht nur seinen `Einziggezeugten´, sondern ein jedes Seiner Kinder. Er lädt alle ein zu ihm zu kommen (2. Nephi 26:33). Ja er hat zu diesem Zweck zugelassen, dass Sein Einziggezeugter für uns alle gelitten hat, bis dass er im Garten Getsemani unsere Lasten auf sich nahm und unter diesem Druck Blut schwitzte (Lukas 22:44), auf Golgatha sein Leben aufgab (Lukas 23:46) und es drei Tage drauf wieder aufnahm (Matthäus 27:63). Und das alles nur, damit wir die Möglichkeit haben werden, in unsere himmlische Heimat zurückkehren zu können, wenn wir auf Ihn hören, `Umkehren und zu Seinem geliebten Sohn kommen´.

Was meinst du, was gehört alles dazu, `zu Seinem geliebten Sohn zu kommen´ und was ist mit `jenem Tag´ gemeint? Tipp: 3. Nephi 21:1 ff.

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Und es wird sich begeben

6. November 2019, 06:56am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nehor predigte Lügen
(Bild: Quelle)

Jesus Christus spricht immer noch zu den am Tempel versammelten Nephiten, denen er als Auferstandener erschienen ist, um ihnen zu dienen und sie zu unterweisen: „Und es wird sich begeben: Alles Lügen und Täuschen und Neiden und Hadern und alle Priesterlist und Hurerei werden hinweggetan werden.“ (3. Nephi 21:19).

Und es wird sich begeben. Wieder eine Einleitung, die darauf hinweist, dass das, was gesagt wird, sich in Zukunft ereignen wird, ein Ausblick auf Künftiges.

Die Frage, die sich mir aufdrängt, wann wird das Gesagte eintreten, dass Lügen, Täuschen, Neiden, Hadern, Priesterlist und Hurerei, hinweggetan werden? Was bedeuten die Begriffe Priesterlist und Hurerei, was kann damit gemeint sein.

  • Priesterlist
    geht von jenen aus, die den Propheten widersprechen und ihnen entgegenarbeiten. Sie kommt dann auf, wenn ich mich selbst als das Licht hinstelle. Ich bin bestrebt, die Aufmerksamkeit auf mich selbst zu lenken. Wenn ich das Evangelium lehre, stelle ich mich und meine Gelehrtheit in den Vordergrund, anstatt Jesus Christus, um den es geht und den Heiligen Geist, der der eigentliche Lehrer ist (2. Nephi 26:29). Dies kann auch darin gipfeln, dass ich meine eigene religiöse Bewegung begründe, um Gewinn und Ehre zu erzielen wie z. B. Nehor (Alma 1).
  • Hurerei
    Damit kann gemeint sein, dass Frauen und Männer unrechtmäßige sexuelle Beziehungen eingehen, wie z. B. der Antichrist Korihor Frauen und Männer dazu verführte (Alma 30:12,18; Sirach 23:23). In der Schrift wird damit aber auch gemeint, dass wir Menschen, anstatt Gott die Treue zu halten, uns anderen Göttern zuwenden und ihnen dienen.

Was denkst du, wann es all dieses auf Erden nicht mehr geben wird?

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