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Glaubensansichten
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Dem Gesetz hat Christus ein Ende gemacht

16. August 2023, 06:17am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild Quelle)

„Demnach kommt es nicht auf jemandes Wollen oder Laufen (= Bemühen) an, sondern auf Gottes Erbarmen.” (Römer 9:16). 

„Denn dem Gesetz hat Christus ein Ende gemacht*), damit jeder, der da glaubt, zur Gerechtigkeit gelange.” (Römer 10:4). 

  • Römer 9:16 betont die Souveränität Gottes in der Erlösung und dass sie nicht von menschlichen Werken abhängt, sondern von Gottes Gnade und Barmherzigkeit. 
  • Römer 10:4 fasst zusammen, dass Christus das Ziel des Gesetzes ist und dass Gerechtigkeit durch den Glauben erreicht wird. 

In Römer 9 spricht Paulus über Gottes Souveränität bei der Auswahl von Menschen für seine Erlösung. Er betont, dass nicht alle Nachkommen Abrahams automatisch Teil der geistlichen Nachkommenschaft sind. Gott wählt nach seinem Willen aus, wen er berufen möchte. Dies verdeutlicht Gottes Vorherordinierung und Souveränität *) in der Erlösung. Paulus erwähnt auch, wie Israel trotz seiner privilegierten Position als Volk Gottes nicht immer im Glauben an ihn verharrte. 

  • In diesem Kontext bezieht sich Gottes Souveränität auf seine unumschränkte Macht, Kontrolle und Herrschaft über alle Dinge, einschließlich der Erlösung und des Schicksals der Menschen. In Römer 9 wird betont, dass Gott nach seinem eigenen Willen und souveränen Plan handelt, wenn es um die Erwählung und Rettung von Menschen geht. Es bedeutet, dass Gottes Entscheidungen nicht von menschlichen Vorlieben oder Leistungen abhängig sind, sondern dass er frei ist, nach seinem Ratschluss zu handeln. 

Römer 9: 

  • Vers 1-5: Paulus drückt seine Trauer über die Ungläubigkeit Israels aus und betont ihre besondere Stellung als Volk Gottes. 
  • Vers 6-13: Paulus erklärt, dass nicht alle physischen Nachkommen Abrahams automatisch geistliche Nachkommen sind. Gott wählt nach seinem souveränen Willen. 
  • Vers 14-18: Paulus betont Gottes Recht, Barmherzigkeit und Zorn zu zeigen, um seine Absichten zu erfüllen. 
  • Vers 19-24: Paulus argumentiert gegen die Einwände, dass Gottes Souveränität ungerecht ist. Er vergleicht dies mit einem Töpfer, der das Recht hat, aus demselben Ton Gefäße für unterschiedliche Zwecke zu formen. 
  • Vers 25-29: Paulus zitiert alttestamentliche Schriften, um zu zeigen, dass Gott Israel trotz seiner Abkehr nicht aufgegeben hat. 
  • Vers 30-33: Paulus betont, dass die Heiden, die nicht nach Gerechtigkeit strebten, durch den Glauben gerechtfertigt wurden, während Israel an der Gerechtigkeit vorbeiging, weil sie auf das Gesetz statt auf den Glauben vertrauten. 

In Römer 10 setzt Paulus das Thema fort und erklärt, dass Erlösung durch Glauben erreicht wird. Er betont, dass es nicht auf Werke oder Gesetzeserfüllung ankommt, sondern auf das Vertrauen in Jesus Christus als den auferstandenen Herrn und Retter. Er hebt hervor, dass Rettung für alle Menschen zugänglich ist, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrer religiösen Vergangenheit. 

Römer 10: 

  • Vers 1-4: Paulus erklärt, dass Christus das Ziel des Gesetzes ist, um Gerechtigkeit für jeden zu bringen, der glaubt. 
  • Vers 5-13: Paulus betont, dass Erlösung durch den Glauben kommt und für alle offen ist, die den Namen des Herrn anrufen. Gott ist kein Anseher der Person (1. Samuel 16:7). 
  • Vers 14-17: Paulus spricht über die Bedeutung der Verkündigung des Evangeliums, da der Glaube aus dem Hören des Wortes Gottes kommt. 
  • Vers 18-21: Paulus zeigt, dass das Evangelium allen Völkern bekannt gemacht wurde, aber nicht alle es angenommen haben. Er zitiert alttestamentliche Schriften, um Israels Verstockung zu erklären. 

Diese Zusammenfassung vermittelt die Hauptthemen und Argumente in Römer 9 und 10. Beachte jedoch, dass die volle Bedeutung und Tiefe dieser Kapitel durch das Studium und die Reflexion über den gesamten Kontext der Bibel, theologische Auslegungen und persönliche Betrachtung weiter vertieft werden können. 

Ich lerne: 

  1. Gottes Souveränität und Plan: Du kannst erkennen, dass Gottes Souveränität und Plan unabhängig von menschlichen Vorstellungen wirken. Dies kann dir helfen, Vertrauen in Gottes Weisheit und Führung zu entwickeln. 
  2. Erlösung durch Glauben: Die Botschaft von Römer 9 und 10 unterstreicht die Bedeutung des Glaubens an Jesus Christus als den Weg zur Rettung. Du kannst daraus lernen, dass deine Beziehung zu Gott auf Vertrauen und nicht auf eigene Leistungen basieren sollte. 
  3. Inklusivität der Rettung: Paulus betont, dass Erlösung für alle zugänglich ist. Dies erinnert dich daran, dass Gottes Liebe und Gnade keine Grenzen kennen, und motiviert dich vielleicht dazu, diese Botschaft mit anderen zu teilen. 
  4. Reflexion über den Glauben: Die Texte können dich dazu anregen, über deine eigene Beziehung zu Gott nachzudenken. Bist du in deinem Glauben stark verwurzelt? Vertraust du auf Gottes Führung und Seinen Plan für dein Leben? 
  5. Verständnis für Gottes Handeln: Die Texte könnten dir helfen, Gottes Handeln in der Welt besser zu verstehen, auch wenn es manchmal schwer zu durchschauen ist. Dies kann dazu beitragen, Geduld und Verständnis für die Dinge zu entwickeln, die außerhalb deiner Kontrolle liegen. 

Es ist wichtig, dass diese Kapitel im Kontext des gesamten Römerbriefes und der Bibel als Ganzes betrachtet wird, um eine umfassendere Interpretation zu erhalten. Die Lektionen, die man daraus zieht, können das spirituelle Wachstum unterstützen und die Beziehung zu Gott vertiefen. 

Welche Lehren ziehst du aus diesen Versen? 

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So gibt es also jetzt keine Verurteilung

15. August 2023, 05:26am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild Quelle)

„So gibt es also jetzt keine Verurteilung*) mehr für die, welche in Christus Jesus sind;” (Römer 8:1). 

In diesem Vers kann der zentrale Inhalt von Römer 8 zusammengefasst werden. Dieser Vers fasst das Hauptthema des Kapitels zusammen, nämlich die Befreiung von Verurteilung und die Freiheit in Christus für diejenigen, die bestrebt sind, von ganzem Herzen im Geist Gottes zu leben, anstatt nach dem Weltlichen zu streben. Das gesamte Kapitel entfaltet dann die Bedeutung und Implikationen dieses zentralen Konzepts. 

Römer 8:1-39 behandelt Themen wie das Leben im Geist, die Freiheit in Christus und die Gewissheit der göttlichen Liebe. Es ist bekannt für seine tiefgründige theologische Bedeutung und seinen Trost für Gläubige. 

Hier ist eine Interpretation von Römer 8:1-39: 

  • Keine Verurteilung in Christus (Verse 1-4): Paulus betont, dass es für diejenigen, die in Christus Jesus sind, keine Verurteilung gibt. Dies liegt daran, dass das Gesetz des Geistes das Gesetz der Sünde und des Todes überwunden hat. Durch den Glauben an Jesus Christus sind Gläubige von der Schuld und Strafe der Sünde befreit. 
  • Leben im Geist (Verse 5-11): Paulus erklärt, dass das Fleisch (sündige Natur) und der Geist gegensätzliche Prinzipien sind. Wenn wir im Fleisch leben, sind wir dem Tod verpflichtet, aber wenn der Geist Gottes in uns lebt, haben wir Leben und Frieden. Dieser Geist, der denselben Geist auferweckte, der Jesus von den Toten auferweckt hat, leitet uns und hilft uns, die sündige Natur zu überwinden. 
  • Kinder Gottes durch den Geist (Verse 12-17): Paulus betont, dass Gläubige nicht mehr Sklaven der Sünde, sondern Kinder Gottes sind. Der Geist Gottes bestätigt unser Sohn- oder Tochtersein, und wir gemeinsam mit Christus Erben sind, wenn wir mit ihm leiden, Drangsal durchschreiten und lernen, anstatt uns darüber zu beschweren (Römer 8:17). 
  • Herrlichkeit trotz Leiden (Verse 18-25): Paulus spricht über das gegenwärtige Leiden im Vergleich zur zukünftigen Herrlichkeit. Die Schöpfung selbst sehnt sich nach der Offenbarung der Kinder Gottes, wenn die Schöpfung von der Sklaverei der Verderbnis befreit wird. 

  • Der Geist hilft in Schwachheit (Verse 26-27): Der Heilige Geist kommt denen zur Hilfe, die in ihrer Schwachheit nicht wissen, wie sie beten sollen. Er tritt für uns ein und vermittelt unsere Gebete vor Gott. 
  • Gottes Liebe und Bestimmung (Verse 28-30): Paulus erklärt, dass Gott alles zum Guten derer führt, die ihn lieben und nach seinem Plan berufen sind. Diese Verse betonen Gottes souveräne Kontrolle über die Erlösung und den Trost, dass alles, was geschieht, Teil seines größeren Plans ist. 
  • Gottes unveränderliche Liebe (Verse 31-39): Paulus betont, dass nichts uns von Gottes Liebe trennen kann. Weder Leiden noch Verfolgung noch Tod kann uns von Christus und seiner Liebe scheiden. Wir sind mehr als Eroberer durch ihn, der uns geliebt hat. 

Ich lerne: 

  1. Vertrauen auf Christus: Römer 8 unterstreicht, dass es in Christus keine Verurteilung gibt. Der Glaube an Jesus Christus bringt einem jeden Vergebung und Freiheit von Schuld. 
  2. Leben im Geist: Indem ich mich dem Geist Gottes hingebe, kann ich die sündige Natur überwinden und ein Leben führen, das Gott ehrt. 
  3. Identität als Kind Gottes: Ich kann erkennen, dass ich als Kind Gottes besondere Rechte und eine besondere Verbindung zu Gott habe. 
  4. Perspektive auf Leiden: Das Kapitel lehrt mich, dass gegenwärtige Leiden im Vergleich zur zukünftigen Herrlichkeit gering sind. Es kann mir helfen, durch Schwierigkeiten hindurchzublicken und mich auf die größere Hoffnung zu fokussieren. 
  5. Vertrauen in Gottes Plan: Die Passage betont Gottes Souveränität und Seinen Plan für mein Leben. Das kann mir helfen, in schwierigen Zeiten Vertrauen zu bewahren. 
  6. Unveränderliche Liebe Gottes: Ich lerne, dass Gottes Liebe zu mir unerschütterlich ist, unabhängig von den Umständen. 

Denke daran, dass Römer 8 ein tiefgründiger Abschnitt der Bibel ist, und es kann hilfreich sein, ihn regelmäßig zu studieren und mit anderen Gläubigen zu teilen, um ein tieferes Verständnis zu bekommen und den Inhalt richtig anzuwenden. 

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Ja, mein ganzes Tun ist mir unbegreiflich

14. August 2023, 05:24am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild Quelle)

„Ja, mein ganzes Tun ist mir unbegreiflich; denn ich vollbringe nicht das, was ich will, sondern tue das, was ich hasse (= verabscheue).” (Römer 7:15). 

In diesem Vers drückt der Apostel Paulus die innere Zerrissenheit und den Konflikt aus, den er in Bezug auf seine eigene sündige Natur und sein Bestreben, nach dem Gesetz zu leben, empfindet. Dieser Vers veranschaulicht die Spannung, die im gesamten Kapitel 7 weiter ausgeführt wird, während Paulus über den Kampf zwischen dem "inneren Menschen", der nach Gottes Gesetz strebt, und der sündigen Natur spricht, die gegen dieses Streben rebelliert. 

  • Die inspirierte Korrektur von Joseph Smith gibt uns hier eine verständlichere Übersetzung der King James Version des Verses 15: “For what I know is not right, I would not do; for that which is sin, I hate.” (JST Römer 7:16; frei übersetzt: `Denn von dem ich weiß was nicht richtig ist, würde ich nicht tun; denn das, was Sünde ist, hasse ich´). 

Römer 7:1-25 ist ein Abschnitt, in dem der Apostel Paulus über das Spannungsfeld zwischen dem Gesetz Gottes und der menschlichen Natur spricht. In diesem Abschnitt beschreibt Paulus seine eigenen Erfahrungen und reflektiert über die Schwierigkeiten, die entstehen, wenn man versucht, nach dem Gesetz zu leben, während man gleichzeitig den Einflüssen der sündigen Natur ausgesetzt ist (siehe auch Markus 14:38). 

Paulus beginnt in den Versen 1-6 damit, die Beziehung zwischen Gesetz und Mensch zu erklären, indem er das Bild der Ehe verwendet. Er vergleicht das Gesetz mit einem Ehemann und die Gläubigen mit seiner Frau. Er sagt, dass die Gläubigen durch den Tod Christi vom Gesetz befreit wurden, sodass sie jetzt in einer neuen Art der Beziehung zu Gott leben können. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Gesetz schlecht ist, sondern dass es seine Grenzen hat und nicht in der Lage ist, die Menschheit von ihrer sündigen Natur zu erlösen. 

Paulus spricht dann in den Versen 7-12 über die sündige Natur des Menschen und wie das Gesetz diese Sünde aufdeckt. Er beschreibt, wie das Gesetz in ihm Begierden geweckt hat, die er nicht kontrollieren konnte. Er betont, dass das Gesetz gut ist, da es heilig ist und von Gott kommt, aber es offenbart auch die Sünde, die in der menschlichen Natur verwurzelt ist. 

Paulus beschreibt in den Versen 12-20 den inneren Konflikt, den er erlebt, indem er zwischen dem Wunsch, das Gute zu tun, und der Tatsache, dass er immer noch sündigt, hin- und hergerissen ist. Er erkennt, dass seine eigene menschliche Natur schwach ist und dass er ohne Gottes Hilfe der Sünde nicht entkommen kann. Er beschreibt diesen Kampf als das Ringen zwischen seinem "inneren Menschen" und seiner sündigen Natur. 

Der Abschnitt endet mit einem Ausdruck der Verzweiflung in den Versen 21-25, in dem Paulus ausruft: "Ich elender Mensch! Wer wird mich aus diesem dem Tod verfallenen Leib erretten?" (Römer 7:24). Dies führt zu einer Erklärung der Hoffnung: Durch Jesus Christus gibt es Erlösung. Paulus betont die Befreiung von der Verurteilung durch Christus und die Möglichkeit, durch den Geist Gottes über die sündige Natur zu triumphieren. 

Ich lerne: 

  1. Menschliche Schwäche und Sünde: Die Passage verdeutlicht die Realität der menschlichen Schwäche und Sünde. Es erinnert daran, dass wir alle Sünder sind und nicht in der Lage, uns aus eigener Kraft von der Sünde zu befreien. Im tieferen Wortsinn ist Sünde `das Verfehlen eines göttlichen Zieles´.
  2. Abhängigkeit von Gottes Gnade: Paulus betont, dass die Befreiung von der Sünde und die Fähigkeit, dem Gesetz Gottes zu gehorchen, durch Jesus Christus und die Gnade Gottes ermöglicht werden. Es ist wichtig, auf Gottes Gnade und Führung zu vertrauen, um unseren inneren Konflikten zu begegnen. 
  3. Realistische Selbsteinschätzung: Die Passage lehrt uns, ehrlich mit unseren eigenen Schwächen und Sünden umzugehen. Es ermutigt zur Selbstreflexion und zur Bereitschaft, unsere Bedürfnisse vor Gott zu bringen. 
  4. Triumph im Geist: Paulus zeigt, dass wir durch den Heiligen Geist die Möglichkeit haben, über unsere sündige Natur zu triumphieren. Es geht darum, im Glauben zu wachsen und auf die Führung des Heiligen Geistes zu hören. 

Insgesamt lehrt Römer 7:1-25, dass die Befreiung von der Sünde und die Fähigkeit, nach Gottes Gesetz zu leben, durch Christus und den Heiligen Geist ermöglicht werden. Es ermutigt zur Abhängigkeit von Gottes Gnade, zur Selbstreflexion und zum Bestreben, im Glauben zu wachsen. 

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Wir sind also deshalb durch die Taufe in den Tod mit ihm begraben worden

12. August 2023, 05:01am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild Quelle)

„Wir sind also deshalb durch die Taufe in den Tod mit ihm begraben worden, damit, gleichwie Christus von den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, ebenso auch wir in einem neuen Leben wandeln.” (Römer 6:4). 

Dieser Vers bringt die zentrale Botschaft von Römer 6 auf den Punkt, indem er die Symbolik der Taufe als Begräbnis unseres alten Lebens und die Auferstehung zu einem neuen Leben in Christus betont. 
Römer 6 behandelt hauptsächlich das Thema der christlichen Taufe und die Bedeutung des neuen Lebens in Christus.  

Im Kapitel 6 des Briefes an die Römer betont Paulus die Bedeutung der Identifikation eines Gläubigen mit dem Tod, der Auferstehung und dem neuen Leben Jesu Christi. Er argumentiert, dass, wenn wir durch den Glauben an Christus gerettet werden, unsere Verbindung zur Sünde und zur alten Natur gebrochen wird. 

Paulus betont, dass wir durch die Taufe symbolisch mit Christus in seinem Tod begraben werden, damit wir, wie er von den Toten auferweckt wurde, in einem neuen Leben wandeln können. Diese Taufe symbolisiert den Tod unseres alten Selbst und die Geburt eines neuen, erlösten Selbst in Christus. 

Paulus ermutigt die Gläubigen, sich der Sünde nicht mehr als Diener hinzugeben, sondern sich Gott hinzugeben, da sie nun lebendig für Gott sind. Er erklärt, dass die Macht der Sünde über uns gebrochen ist, und wir haben die Freiheit, der Gerechtigkeit nachzujagen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Gläubige nicht mehr sündigen können, sondern dass die Sünde nicht mehr über sie herrscht. 

Zusammenfassend betont Römer 6 die transformative Kraft des Glaubens an Jesus Christus, die unser Leben von einem Zustand der Sünde und Trennung zu einem Zustand der Vergebung, der neuen Identität und der Gemeinschaft mit Gott verändert. 

Ich lerne: 

  1. Tod und Auferstehung mit Christus: Die christliche Taufe symbolisiert den Tod unseres alten selbstbezogenen Lebens und die Auferstehung zu einem neuen Leben in Christus. 
  2. Sieger über die Sünde: Durch den Glauben an Christus sind wir nicht länger Sklaven der Sünde, sondern frei, der Gerechtigkeit nachzustreben und ein Leben im Gehorsam gegenüber Gott zu führen. 
  3. Neue Identität: Unser Selbstverständnis ändert sich. Wir sind nicht mehr nur Sünder, sondern in Christus erneuert und heilig. 
  4. Verbindung zu Christus: Unsere Beziehung zu Christus ist dynamisch. Sein Tod und seine Auferstehung sind nicht nur historische Ereignisse, sondern haben eine aktive Bedeutung in unserem Leben. 
  5. Verantwortung für unser Verhalten: Obwohl Sünde nicht mehr unsere Meisterin ist, haben wir immer noch die Verantwortung, uns von sündhaften Handlungen fernzuhalten und Gott in unserem Leben zu ehren. 
  6. Freiheit in Christus: Diese Freiheit ist keine Lizenz zum sorglosen Leben, sondern die Freiheit, im Einklang mit Gottes Willen zu leben. 

Zusammenfassend betont Römer 6 die transformative Kraft des Glaubens an Jesus Christus, die unser Leben von einem Zustand der Sünde und Trennung zu einem Zustand der Vergebung, der neuen Identität und der Gemeinschaft mit Gott verändert. 

Welche Lehren ziehst du aus diesen Versen? 

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Da wir nun auf Grund des Glaubens gerechtfertigt worden sind

11. August 2023, 04:36am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild Quelle)

"Da wir nun aus Glauben (= auf Grund des Glaubens) gerechtfertigt worden sind, so haben wir Frieden*) mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus," (Römer 5:1). 

In diesem Vers bringt Paulus die Idee zum Ausdruck, dass unsere Rechtfertigung vor Gott nicht aufgrund unserer eigenen Werke geschieht, sondern durch den Glauben an Jesus Christus. Dieser Glaube führt dazu, dass wir Frieden mit Gott haben, weil Jesus Christus durch sein Opfer am Kreuz die Sünden getragen hat. Dieser Vers fasst das zentrale Thema von Römer 5 prägnant zusammen. 

Römer 5 behandelt hauptsächlich die Themen Glaube, Rechtfertigung und Frieden durch Jesus Christus. 

Im fünften Kapitel des Römerbriefs spricht Paulus darüber, wie der Glaube an Jesus Christus zu einer gerechten Beziehung zu Gott führt. Er betont, dass wir durch den Glauben gerechtfertigt werden, was bedeutet, dass Gott uns aufgrund unseres Glaubens an Jesus als gerecht ansieht, unabhängig von unseren eigenen Werken. 

Paulus hebt hervor, dass wir Frieden mit Gott haben können, weil Jesus Christus durch seinen Tod am Kreuz als Sühnopfer für unsere Sünden gestorben ist. Durch ihn haben wir Zugang zur Gnade Gottes, die uns hilft, in schwierigen Zeiten standhaft zu bleiben. 

Paulus stellt einen Kontrast zwischen Adam und Jesus Christus her. Er erklärt, dass durch Adam die Sünde in die Welt kam und der Tod durch die Sünde, weil alle Menschen gesündigt haben. Aber Jesus Christus ist gekommen, um durch sein Sühnopfer in Gethsemani und auf Golgatha den Weg zur Vergebung und zum ewigen Leben zu öffnen. 

Zusammenfassend betont Römer 5 also die Bedeutung des Glaubens an Jesus Christus als den Weg zur Gerechtigkeit und zu Frieden mit Gott. Es lehrt uns, dass unsere Beziehung zu Gott nicht durch unsere eigenen Anstrengungen, sondern durch das Sühnopfer von Jesus Christus begründet wird. 

Ich lerne: 

  1. Frieden mit Gott durch Glauben: Paulus betont, dass wir durch den Glauben an Jesus Christus Frieden mit Gott haben können. Diese Lektion zeigt, dass der Glaube an Christus eine Quelle der geistlichen Versöhnung und inneren Ruhe ist. 
  2. Gottes Liebe und Gnade: In Römer 5:8 heißt es, dass Gott seine Liebe zu uns zeigt, indem Christus für uns gestorben ist, obwohl wir Sünder waren. Diese Lektion betont die erstaunliche Gnade Gottes und ermutigt dazu, diese Liebe in unserem eigenen Leben zu reflektieren. 
  3. Versöhnung und Wiederherstellung: Paulus erklärt, dass Adam durch seinen Ungehorsam Sünde und Trennung von Gott in die Welt gebracht hat, während Jesus Christus durch seinen Gehorsam Versöhnung und Erlösung bringt. Diese Lektion unterstreicht die Idee der spirituellen Wiederherstellung und ermutigt uns, auf die Erlösung hinzuarbeiten. 
  4. Leiden und Hoffnung: Paulus spricht über die Rolle des Leidens in unserem Leben und wie es Geduld, Charakter und Hoffnung hervorbringen kann. Diese Lektion erinnert uns daran, dass Schwierigkeiten zu geistlichem Wachstum führen können und wir trotz Herausforderungen auf die Hoffnung in Christus vertrauen können. 
  5. Adam und Christus als Repräsentanten: Paulus vergleicht Adam und Christus als repräsentative Figuren für die Menschheit. Adam repräsentiert die Sünde, während Christus die Erlösung darstellt. Diese Lektion betont die Idee, dass unser Leben nicht nur individuell ist, sondern auch in einem größeren geistlichen Kontext steht. 
  6. Das Überfließen der Gnade: Paulus spricht darüber, wie die Gnade Gottes überreichlich ist und über jede Sünde hinausgeht. Diese Lektion erinnert uns daran, dass Gottes Gnade unbegrenzt ist und uns in unseren Schwächen und Fehlern ermutigt. 
  7. Das Geschenk der Gerechtigkeit: Römer 5 betont, dass wir durch den Gehorsam Christi die Gabe der Gerechtigkeit empfangen haben. Diese Lektion erinnert uns daran, dass unsere Rechtfertigung nicht aufgrund unserer eigenen Taten, sondern durch den Glauben an Christus kommt. 

Diese sind nur einige der Lektionen, die aus Römer 5 abgeleitet werden können. Es ist wichtig zu beachten, dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Interpretationen haben können. 

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Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet

10. August 2023, 05:32am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Paulus schreibt 
(Bild Quelle)

"Denn was sagt die Schrift? (1. Mos. 15,6): „Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.'" (Römer 4:3) 

Dieser Vers betont, dass Abrahams Glaube an Gott ihm als Gerechtigkeit angerechnet wurde. Er dient als Grundlage für Paulus' Argumentation über die Bedeutung des Glaubens für die Rechtfertigung vor Gott. Der Mensch wird durch Glauben, gerechte Werke und Gnade gerechtfertigt. 

Der Hintergrund von Römer 4 ist der, dass einige jüdische Mitglieder in Rom zu viel Nachdruck auf die eigenen Anstrengungen und auf das Gesetz des Mose legten, durch die sie gerecht gemacht werden sollten. Joseph Smith stellt in korrigierter Weise gegenüber des King-James-Version klar, weshalb Abraham für rechtschaffen erachtet wurde: 

Joseph Smith Übersetzung 
Römer 4:2-5 
King James Version 
Römer 4:2-5 
Einheitsübersetzung 
Römer 4:2-5 
2 Denn wenn Abraham durch das Gesetz der Werke gerechtfertigt wäre, müsste er sich selbst verherrlichen und nicht Gott.  
3 Denn wie steht es in der Schrift? Abraham glaubte Gott, und es wurde ihm als Rechtschaffenheit angerechnet.  
4 Bei demjenigen nun, der durch das Gesetz der Werke gerechtfertigt ist, wird der Lohn nicht als Gnade, sondern als Schuld angesehen.  
5 Demjenigen aber, der danach strebt, nicht durch das Gesetz der Werke gerechtfertigt zu werden, sondern der an ihn glaubt, der die Gottlosen nicht rechtfertigt, wird sein Glaube als Rechtschaffenheit angerechnet. 
2 For if Abraham were justified by works, he hath whereof to glory; but not before God.  
3 For what saith the scripture? Abraham believed God, and it was counted unto him for righteousness.  
4 Now to him that worketh is the reward not reckoned of grace, but of debt.  
5 But to him that worketh not, but believeth on him that justifieth the ungodly, his faith is counted for righteousness. 
2 Wenn Abraham aufgrund von Werken Gerechtigkeit erlangt hat, dann hat er zwar Ruhm, aber nicht vor Gott.  
3 Denn was sagt die Schrift? Abraham glaubte Gott und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet. 
4 Dem, der Werke tut, wird der Lohn nicht aus Gnade angerechnet, sondern weil er ihm zusteht.  
5 Dem aber, der keine Werke tut, sondern an den glaubt, der den Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.  

  • Das "Gesetz der Werke" (JSÜ Vers 4) 
    bezieht sich allgemein auf das Konzept, dass jemand durch das Einhalten von Gesetzen, Geboten oder guten Werken vor Gott gerechtfertigt oder für seine Taten belohnt wird. In vielen religiösen Traditionen wird gelehrt, dass das Befolgen moralischer Gesetze oder religiöser Rituale eine Person in den Augen Gottes gerecht machen kann. 
    Im Kontext des Neuen Testaments, besonders in den Schriften des Apostels Paulus, wird das "Gesetz der Werke" häufig als Kontrast zur Gerechtigkeit durch Glauben und Gnade dargestellt. Paulus argumentierte, dass das Gesetz (insbesondere das jüdische Gesetz des Alten Testaments) den Menschen nicht in die Lage versetzt, sich selbst vor Gott zu rechtfertigen oder zu erlösen. Das Gesetz kann die Sünde offenbaren, aber es kann die Sünde nicht beseitigen. 
    Die Vorstellung des "Gesetzes der Werke" impliziert oft eine auf Werken basierende Rechtfertigung, bei der Menschen versuchen, ihre Erlösung oder Gerechtigkeit vor Gott durch das Erfüllen von religiösen Pflichten oder moralischen Anforderungen zu verdienen. 
    Im Gegensatz dazu betonte Paulus, dass die Rechtfertigung vor Gott nicht nur durch menschliche Werke, sondern insbesondere durch Glauben an Jesus Christus kommt. Paulus lehrte, dass die Gnade Gottes durch den Glauben empfangen wird und nicht aufgrund unserer eigenen Leistungen oder Verdienste. 

Im vierten Kapitel des Römerbriefs erklärt der Apostel Paulus, wie Abraham als Beispiel für `Rechtfertigung durch Glauben´ dient. Er argumentiert, dass Abraham nicht aufgrund seiner Werke vor Gott gerecht gesprochen wurde, sondern aufgrund seines Glaubens. Paulus verweist auf die Schriftstelle aus dem Buch Genesis, in der steht, dass Abraham auf Gottes Verheißung hin glaubte und ihm das als Gerechtigkeit angerechnet wurde, noch bevor er beschnitten wurde (Genesis 15:6; 17:24). 

Paulus betont, dass die Rechtfertigung nicht aufgrund von Werken geschieht, sondern durch den Glauben. Er vergleicht Abraham mit allen Menschen, die an Gott glauben, und erklärt, dass dieselbe Rechtfertigung, die Abraham erfahren hat, auch für sie gilt. Paulus hebt hervor, dass der Glaube an Gott und das Sühnopfer seines Sohnes Jesus Christus der Schlüssel zur Rechtfertigung ist, unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit oder religiösen Bräuchen. 

Ich lerne: 

  1. Rechtfertigung durch Glauben: Paulus betont, dass Menschen nicht allein durch ihre eigenen Bemühungen oder guten Werke vor Gott gerecht werden können. Stattdessen geschieht die Rechtfertigung durch den Glauben an Gott und Seine Gnade. Rechtfertigung bedeutet, von der Strafe für Sünde begnadigt und für schuldlos erklärt zu werden. Das Sühnopfer Jesu Christi befähigt die Menschen, umzukehren und gerechtfertigt oder von der Strafe begnadigt zu werden, die sie sonst empfangen würden. 
  2. Beispiel Abraham: Abraham wird als ein herausragendes Beispiel für Glauben und Rechtfertigung angeführt. Sein Glaube an Gottes Verheißungen führte zu seiner Rechtfertigung, bevor er irgendwelche Werke erbracht hatte (Beschneidung). 
  3. Universelle Anwendbarkeit: Paulus unterstreicht, dass diese Lehre für alle Menschen gilt, unabhängig von ihrer Herkunft oder religiösen Hintergründen (2. Nephi 26:33). Glaube ist der gemeinsame Faktor für die Rechtfertigung vor Gott. 
  4. Gnade und Geschenk: Die Rechtfertigung ist ein Geschenk Gottes, das auf Seiner Gnade basiert. Menschen können sie nicht verdienen, sondern sie wird ihnen aus Gottes Liebe gewährt (2. Nephi 25:23). 

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Alle haben gesündigt

9. August 2023, 05:21am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild Quelle)

„alle haben ja gesündigt und ermangeln des Ruhmes*), den Gott verleiht**);”  (Römer 3:23). 

Dieser Vers betont die universelle Sündhaftigkeit aller Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem religiösen Hintergrund. Er unterstreicht die Tatsache, dass jeder Mensch die Beziehung zu Gott aufgrund der Sünde gebrochen hat und die "Herrlichkeit Gottes verloren" hat (Römer 3:23). Dies legt den Grundstein für die Notwendigkeit der Erlösung durch den Glauben an Jesus Christus, wie in den folgenden Versen erklärt wird. Römer 3 beschäftigt sich mit dem Thema der Sünde, der Rechtfertigung und der Gerechtigkeit Gottes.  

Paulus beginnt Römer 3 damit, dass er die Vorzüge des jüdischen Volkes anspricht, die darin bestehen, dass ihnen die Heiligen Schriften anvertraut wurden und sie einen besonderen Bund mit Gott hatten. Dennoch stellt er klar, dass die Sünde universell ist und alle Menschen, sowohl Juden als auch Nichtjuden, in Rebellion gegen Gott leben. 

Paulus erklärt weiter, dass niemand vor Gott gerechtfertigt werden kann, indem er das Gesetz hält, da das Gesetz uns nur bewusst macht, dass wir Sünder sind. Stattdessen ist die Rechtfertigung ein Geschenk Gottes durch den Glauben an Jesus Christus. Glauben bedeutet, dass wir unser Vertrauen und unsere Hingabe auf Christus setzen und seine Erlösung annehmen. 

Paulus betont, dass alle Menschen ohne Unterschied Sünder sind und dass es keinen Unterschied gibt, da alle das Geschenk der Gnade benötigen. Durch das Werk von Jesus Christus in Gethsemani und am Kreuz gibt es Vergebung und Befreiung von der Schuld der Sünde. 

Die Hauptaussage von Römer 3 ist die Betonung der universellen Sünde der Menschen und die Erlösung durch den Glauben an Jesus Christus. Paulus argumentiert, dass alle Menschen, Juden und Nichtjuden gleichermaßen, Sünder sind und vor Gott schuldig stehen. Das Gesetz, sei es das jüdische Gesetz oder ein allgemeines moralisches Bewusstsein, zeigt die Sünde auf, kann die Menschen aber nicht von ihrer Sünde befreien. 

Die Rechtfertigung, also die Vergebung der Sünden und die Versöhnung mit Gott, kommt durch den Glauben an Jesus Christus zustande. Paulus betont, dass die Menschen durch Gottes Gnade gerechtfertigt werden, nicht durch ihre eigenen Werke (2. Nephi 25:23). Jesus Christus hat sein Blut vergossen, um die Sünden derer zu sühnen, die an ihn glauben (Lehre und Bündnisse 19:16-19). 

Die Passage unterstreicht, dass es keine Unterscheidung gibt zwischen Juden und Nichtjuden, wenn es um die Möglichkeit der Erlösung geht. Alle Menschen haben Zugang zur Gnade Gottes, unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder ihrem religiösen Hintergrund (2. Nephi 26:33). Die Hauptaussage von Römer 3 ist also, dass die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus für jeden erlangt werden kann, der an ihn glaubt (Römer 3:22). 

Ich lerne: 

  1. Die allgemeine Sünde: Römer 3 lehrt uns, dass alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem religiösen Hintergrund, Sünder sind. Es erinnert uns daran, dass niemand von Natur aus perfekt ist und dass wir alle das Bedürfnis nach Vergebung haben. 
  2. Gerechtfertigt durch Glauben: Unser Verhalten sollte nicht darauf ausgerichtet sein, uns vor Gott durch das Einhalten von Gesetzen oder guten Werken zu rechtfertigen. Stattdessen lernen wir aus Römer 3, dass wahre Rechtfertigung durch den Glauben an Jesus Christus kommt. Auf sein vollbrachtes Werk gilt es zu vertrauen und die Gnade zu empfangen, die uns durch sein Leiden in Gethsemani und seinen Tod und seine Auferstehung geschenkt wird. 
  3. Gnade und Vergebung: Römer 3 betont, dass Gott großzügig ist und seine Gnade allen zugänglich macht. Es ermutigt uns, anderen zu vergeben und sie so zu behandeln, wie Gott uns in Christus vergeben hat. 
  4. Einheit in Christus: In Römer 3 wird klargemacht, dass es keinen Unterschied zwischen Juden und Nichtjuden gibt, wenn es um die Notwendigkeit der Erlösung geht. Es erinnert uns daran, dass alle Gläubigen, unabhängig von ihrer kulturellen oder ethnischen Herkunft, in Christus vereint sind. 
  5. Demut: Wenn wir erkennen, dass wir alle Sünder sind und unsere Rettung von Gott kommt, fördert dies eine demütige Einstellung. Es erinnert uns daran, dass wir nicht aufgrund unserer eigenen Verdienste gerettet sind, sondern durch Gottes Gnade allein.  

Diese Lektionen können uns helfen, unser Verhalten zu formen, indem wir auf die Bedeutung des Glaubens an Christus als Grundlage für unser Leben und unsere Beziehung zu Gott achten. Es ermutigt uns, ein Leben der Demut, Dankbarkeit und Vergebung zu führen. 

Welche Lehren ziehst du aus diesen Versen? 

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Der einem jeden nach seinen Werken vergelten wird

8. August 2023, 05:09am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild Quelle)

„… der einem jeden nach seinen Werken vergelten wird (Ps. 62,13), 7 nämlich ewiges Leben (wird er geben) denen, welche im guten Werk (oder: im Tun des Guten) standhaft ausharrend, nach Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit trachten; 8 dagegen (seinen) Zorn und Grimm denen, welche starrsinnig (oder: eigenwillig) sind und der Wahrheit nicht gehorchen**), sondern der Ungerechtigkeit dienen.” (Römer 2:5-8). 

In Römer 2 spricht Paulus über das Thema des Gerichts Gottes und zeigt, dass Gott gerecht und unparteiisch ist. Er richtet nicht nach äußeren Merkmalen wie ethnischer Herkunft oder religiöser Zugehörigkeit, sondern nach dem Handeln und dem Herzen eines Menschen. 

Paulus beginnt damit, diejenigen zu tadeln, die andere verurteilen, während sie selbst die gleichen oder sogar schlimmere Dinge tun. Er betont, dass das Urteilen anderer Menschen nicht gerechtfertigt ist, da niemand vollkommen ist. Jeder Mensch wird nach seinen Taten beurteilt, und Gott wird jedem das geben, was er verdient.  
Beachte: Wenn man mit einem Finger auf jemand anderen zeigt, zeigen drei Finger auf einen selber! 

Er betont auch, dass sowohl Juden als auch Nichtjuden vor Gott verantwortlich sind. Diejenigen, die das Gesetz haben (Juden), werden nach dem Gesetz gerichtet, und diejenigen, die es nicht haben (Nichtjuden), werden nach ihrem Gewissen gerichtet. Gott schaut auf die inneren Motivationen und Absichten der Menschen, nicht nur auf ihre äußeren Taten. 

Paulus erklärt, dass wahre Beschneidung nicht nur äußerlich ist, sondern eine Beschneidung des Herzens durch den Geist Gottes (Helaman 15:7). Es geht darum, innerlich rein und demütig vor Gott zu sein. 

Ich lerne: 

  1. Urteile nicht andere: Wir sollten uns nicht anmaßen, andere zu verurteilen, da wir selbst nicht fehlerlos sind. Stattdessen sollten wir uns auf unsere eigene geistliche Entwicklung konzentrieren. 
  2. Gottes Gerechtigkeit: Gott beurteilt Menschen gerecht und unparteiisch nach ihren Taten und ihrem Herzen. Wir sollten nicht versuchen, uns vor Gott zu rechtfertigen, sondern unsere Fehler eingestehen und uns auf eine bessere Beziehung zu Gott ausrichten. 
  3. Innerliche Veränderung: Die äußere Religiosität allein ist nicht ausreichend. Wahre Veränderung und Reinheit kommen von innen durch den Einfluss des Heiligen Geistes (3. Nephi 9:20). 
  4. Gleichheit vor Gott: Vor Gott sind alle Menschen gleichwertig. Egal welcher ethnischer oder religiöser Hintergrund, wir sind alle vor Gott verantwortlich (2. Nephi 26:33). 
  5. Bewusstsein des Gewissens: Gott hat uns ein Gewissen gegeben, das uns leitet, auch wenn wir nicht das vollständige Wissen über das Gesetz haben. Wir sollten danach streben, unser Gewissen zu schärfen und das Richtige zu tun.  

Insgesamt betont Römer 2 die Bedeutung der inneren Einstellung und Motivation eines Menschen vor Gott und ermahnt uns dazu, uns von selbstgerechtem Urteilen fernzuhalten und stattdessen an unserem eigenen geistlichen Wachstum zu arbeiten. 

Welche Lehren ziehst du aus diesen Versen? 

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Denn ich schäme mich der Heilsbotschaft nicht

7. August 2023, 04:51am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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„Denn ich schäme mich der Heilsbotschaft nicht; ist sie doch eine Gotteskraft, die jedem, der da glaubt, die Rettung bringt, wie zuerst (oder: zunächst = in erster Linie) dem Juden, so auch dem Griechen (= dem griechisch redenden Heiden).” (Römer 1:16). 

Der Brief an die Römer wurde von Paulus (dem einstigen Pharisäer Saulus aus Tarsus), einem Apostel Jesu Christi, verfasst. Er behandelt verschiedene Themen, darunter die Sünde, das Unrecht der Menschen und die Offenbarung Gottes. Paulus schrieb den Brief an römisch jüdisch-christliche Heilige, vermutlich während seines Aufenthalts in Korinth (Griechenland). Korinth war zu dieser Zeit eine wichtige Handelsstadt im Römischen Reich und diente als einer der zentralen Ausgangspunkte für Paulus' Missionsreisen. Dieser Brief wurde wahrscheinlich zwischen den Jahren 56 und 58 n. Chr. verfasst, auf seiner dritten Missionsreise, und ist ein sehr langer Brief. Deshalb steht er auch an erster Stelle der Briefe, die nach ihrer Länge sortiert, und nicht chronologisch gereiht wurden. Wir müssen berücksichtigen, Paulus war noch nie in Rom, aber er kennt doch viele dieser Gläubigen. Sie wurden von Kaiser Klaudius aus Rom in alle Richtungen vertrieben (Apostelgeschichte 18:2), und zuzeiten seines Nachfolgers Nero wieder zurückgerufen. 

In den ersten sieben Versen beschreibt Paulus seine Identität als Apostel, als besonderer Zeuge für Jesus Christus und Gott, für diese Heiligen in Rom (Vers 7), und seine Verpflichtung, das Evangelium an alle Völker zu verkünden. Diese längere Vorstellung seiner Person und Berufung ist für jene Adressaten wichtig, die ihn noch nicht kennengelernt hatten. Danach konzentriert er sich auf das Thema der menschlichen Sünde und des Unrechts. 

Paulus erklärt, dass Gottes Eigenschaften und unsichtbare Natur in der Schöpfung klar erkennbar sind. Dennoch haben viele Menschen die Wahrheit verdrängt und stattdessen Götzen und falsche Vorstellungen von Gott verehrt. Als Folge dieser Ablehnung der Wahrheit hat Gott die Menschen ihrer eigenen Begierden überlassen, und sie haben sich in sündhaftes Verhalten und destruktive Handlungen verstrickt. Wenn wir leben wollen, müssen wir durch Glauben Gerechtigkeit erlangen (Vers 17). Die erlangen wir entweder durch `vollkommenes Halten der Gebote´, was uns nicht gelingen wird, oder durch `Glauben an den Gerechten´. Letzteres versucht Paulus durch seinen Brief zu erreichen, in Christus unser Vertrauen zu setzen! 

Er beschreibt eine Reihe von Sünden, die in der Gesellschaft weit verbreitet sind, darunter sexuelle Unmoral, Götzendienst, Habgier, Bosheit, Neid und Gewalt. Er betont, dass diese Handlungen Gottes gerechtes Urteil verdienen. Überdenke: Leben wir heute in einer Zeit mit ähnlichen Umständen?  

In Vers 30 nennt Paulus solche Leute `Ohrenbläser´. Das griechische Wort, das hier mit "Ohrenbläser" übersetzt wird, ist "katalalos," das auf Verleumder oder Lästerer hinweist. Es bezieht sich auf Menschen, die böswillig und verleumderisch über andere sprechen, Gerüchte verbreiten oder andere in schlechtem Licht darstellen, um ihnen zu schaden oder ihre Reputation zu beschädigen. 

  • Spaltung in Heiden-Christen und Juden-Christen 
    Während der frühen Entwicklung des Christentums gab es eine Spaltung zwischen den Heiden-Christen (Gentile-Christen) und den Juden-Christen. Diese Spaltung hatte verschiedene theologische, kulturelle und soziale Dimensionen. 
    Ursprünglich bestand die christliche Bewegung aus jüdischen Anhängern Jesu, die ihn als den Messias ansahen. Diese Anhänger setzten anfangs viele jüdische Traditionen fort, wie das Halten der Sabbatruhe, die Einhaltung der Speisevorschriften und die Beschneidung. Sie bildeten die Grundlage für die frühe christliche Gemeinschaft. 
    Allerdings begann sich das Christentum im Laufe der Zeit auch unter den nichtjüdischen, heidnischen Bevölkerungsgruppen auszubreiten. Dies führte zu Diskussionen und Auseinandersetzungen über die Frage, ob diese heidnischen Konvertiten ebenfalls jüdische Gesetze und Bräuche befolgen müssten, um Christen zu werden. Dieses Thema wurde auf dem Apostelkonzil in Jerusalem (ca. 49 n. Chr.) ausführlich diskutiert. 
    Die Apostel, insbesondere Paulus, argumentierten dafür, dass die Heiden-Christen nicht die gesamte jüdische Gesetzgebung einhalten müssten, um Christen zu sein. Dies führte zur Akzeptanz der Heiden-Christen in der christlichen Gemeinschaft ohne die strikte Einhaltung jüdischer Bräuche. 
    Diese Spannung zwischen den Juden-Christen, die oft an ihren jüdischen Traditionen festhielten, und den Heiden-Christen, die sich von diesen Traditionen befreit fühlten, war ein bedeutendes Thema in den frühen christlichen Gemeinden. Die Apostel und frühen Führer des Christentums mussten Wege finden, um diese Differenzen zu überbrücken und die Gemeinschaft zu erhalten. 
    In gewisser Weise lässt sich diese Spaltung als Teil des größeren Prozesses der Entwicklung des Christentums von einer jüdischen Sekte zu einer eigenständigen Religion sehen. Dieser Prozess führte zur Entstehung eines einzigartigen christlichen Glaubenssystems und zu einer größeren Abgrenzung von den jüdischen Traditionen. 
    Paulus schrieb nun diesen Brief, um die Spaltung zu überwinden. In den Kapiteln 1-4 schreibt er, dass das Evangelium von Christus die Gerechtigkeit Gottes offenbart, in Kapitel 4-8, dass es einen neuen Menschen erschafft, der die Verheißungen erfüllt, die Israel gegeben sind (Kapitel 9-11), und dieses Evangelium soll die Einigkeit wiederherstellen (Kapitel 12-16). 

Ich lerne: 

  1. Die Offenbarung Gottes: Römer 1 lehrt uns, dass Gottes Existenz und Eigenschaften in der Schöpfung offenbart sind. Es liegt an uns, diese Zeichen wahrzunehmen, Gott zu erkennen und an ihn und seinen Sohn zu glauben. Nur in Jesus Christus liegt unsere Rettung! 
  2. Sünde und Unrecht: Das Kapitel verdeutlicht, dass die Ablehnung der Wahrheit und die Praktizierung von Sünde und Unrecht ernste Konsequenzen nach sich ziehen. Wir sollten uns bemühen, ein rechtschaffenes Leben zu führen und von sündhaften Handlungen abzulassen. 
  3. Verantwortung: Paulus betont, dass die Menschen, die in Sünde leben, sich selbst ihren Begierden überlassen wurden. Dies zeigt, dass wir für unsere Entscheidungen und Handlungen verantwortlich sind. 
  4. Wertschätzung der Schöpfung: Römer 1 erinnert uns daran, dass die Schöpfung ein Zeugnis von Gottes Macht und Weisheit ist. Wir sollten die Schöpfung wertschätzen und sorgsam damit umgehen. 
  5. Evangeliumsverkündigung: Paulus' Verpflichtung, das Evangelium zu verkünden, erinnert uns an die Wichtigkeit, die Botschaft von Jesus Christus zu verbreiten und anderen von der Erlösung durch den Glauben an ihn zu erzählen.  

Die Lehren aus Römer 1 ermutigen uns dazu, ein Leben in Übereinstimmung mit Gottes Willen zu führen, die Sünde zu meiden und stattdessen nach Gottes Wahrheit und Liebe zu streben. Es ist auch eine Erinnerung daran, dass Gottes Gerechtigkeit und Liebe Hand in Hand gehen und dass wir seine Schöpfung respektieren und wertschätzen sollen. 

Welche Lehren ziehst du aus diesen Versen? 

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Fuhr eine Otter infolge der Hitze heraus und biss sich in seine Hand fest

5. August 2023, 04:59am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Paulus auf Malta von einer Schlange gebissen 
(Bild Quelle)

„Als aber Paulus einen Haufen Reisig zusammenraffte und ihn auf den Holzstoß ins Feuer legte, fuhr eine Otter infolge der Hitze heraus und biß sich in seine Hand fest.” (Apostelgeschichte 28:3). 
 
Apostelgeschichte 28:1-31 beschreibt die Ereignisse, die während der Ankunft und des Aufenthalts des Apostels Paulus auf der Insel Malta und in Rom stattfanden. 

Nach einem Schiffbruch erreichen Paulus und die anderen Passagiere die Insel Malta etwa 93 Kilometer südlich von Sizilien. Dort wurden sie von den freundlichen Einheimischen willkommen geheißen und warm empfangen – es war schließlich inzwischen Winter und kalt. Während Paulus Holz für ein Feuer sammelte, wurde er von einer giftigen Schlange gebissen. Einige Einheimische meinten, das sei Strafe für begangene Verbrechen. Nachdem er jedoch keine Schäden erlitten hatte, änderten sie ihre Meinung und interpretierten dies als göttliche Bestätigung seiner besonderen Stellung (ihrer weltlichen Götter). Paulus betrat das Haus des Anführers der Insel und heilte dessen Vater von einer schweren Krankheit. Daraufhin brachten andere auch ihre Kranken zu ihm. Dadurch wurde das Evangelium unter den Bewohnern der Insel verbreitet. 

Schließlich erreichte Paulus Rom, wo er von den Brüdern und Schwestern in Christus herzlich empfangen wurde. Er wurde dem römischen Statthalter vorgestellt und erhielt die Erlaubnis, in einem gemieteten Haus zu leben und dort das Evangelium zu verkünden. Während seines Aufenthalts in Rom predigte Paulus mutig und ohne Einschränkung das Evangelium von Jesus Christus. Obwohl er unter Hausarrest stand, empfing er weiterhin alle, die zu ihm kamen, und verkündete die Botschaft der Hoffnung und Erlösung. 

Welch erstaunliches Ende der Apostelgeschichte des Lukas. Er lässt seinen Bericht nicht enden mit der Tötung des Paulus durch Nero (übrigens ebenso des Petrus) im Frühjahr 68 n. Chr. Darüber werden wir in seinen späteren Hirtenbriefen informiert. Nein, er endet mit der Aussage, dass Paulus den Christus verkündete: “er verkündigte dabei das Reich Gottes und erteilte Belehrung über den Herrn Jesus Christus mit vollem Freimut, ungehindert.” (Vers 31).  
Bedenke: Zweck der Heiligen Schriften ist, auf Christus hinzuweisen, so auch die Apostelgeschichte, und so endet sie nicht mit dem Tod von Paulus, womit wir uns über ihn Gedanken machen würden, sondern der Verkündigung von Christus! 

Hier eine Beschreibung der Reiseroute des Apostels Paulus von Jerusalem nach Rom (Apostelgeschichte 27 und 28; Karte siehe Blogbeitrag von gestern):

  • Caesarea: Der Ausgangspunkt der Reise war Caesarea, eine bedeutende Hafenstadt in Judäa, wo Paulus als Gefangener vor dem römischen Statthalter Felix und später vor Festus und König Agrippa erschien. 
  • Sidon: Das Schiff, auf dem Paulus und die Gefangenen reisten, machte in Sidon Halt, einer antiken phönizischen Stadt an der Küste des heutigen Libanon (Apostelgeschichte 27:3). 
  • Myra: Nachdem sie aufgrund eines schweren Sturms Kreta umrundet hatten, erreichten sie Myra, einen Hafen in der römischen Provinz Lykien, im heutigen Südwesten der Türkei (Apostelgeschichte 27:5). 
  • Knidus: Obwohl sie versuchten, weiter nach Rom zu segeln, wurden sie von einem heftigen Sturm in Richtung Knidus, einer antiken Stadt in der heutigen Türkei, getrieben (Apostelgeschichte 27:7).  
  • Salmone: Sie passierten Salmone, eine Landspitze in der Nähe von Kreta, und segelten entlang der Küste (Apostelgeschichte 27:7).  
  • Schönhafen: Nach Myra gelangte das Schiff nach Fair Havens, einem Hafen auf Kreta, um dort Schutz vor dem Wintersturm zu suchen (Apostelgeschichte 27:8). 
  • Kleine Insel Klauda (auch Claudia): Während des Sturms erreichten sie die kleine Insel Claudia, wo sie das Schiff mit Schwierigkeiten sicher festmachten (Apostelgeschichte 27:16). 
  • Malta (Melite); Apostelgeschichte 28:1-10: Schließlich strandeten sie nach dem Schiffbruch vor der Küste von Malta, einer Insel im Mittelmeer südlich von Sizilien. Nachdem Paulus und andere Gefangene einen Schiffbruch erlitten haben, erreichen sie die Insel Malta, eine Insel im Mittelmeer südlich von Sizilien. Die einheimischen Bewohner heißen sie herzlich willkommen und zeigen ihnen Gastfreundschaft. Während Paulus Holz für ein Feuer sammelt, wird er von einer giftigen Schlange gebissen, erleidet jedoch keinerlei Schaden. Die Einheimischen betrachten dies als göttliche Bestätigung seiner besonderen Stellung und werden dadurch offen für das Evangelium, das Paulus ihnen verkündet. Paulus heilt auch den Vater des Anführers der Insel, was zu weiteren Bekehrungen führt. 
  • Syrakus: Nachdem Paulus und die Gefangenen Malta verlassen hatten, segelten sie nach Syrakus, einer antiken Stadt auf Sizilien, die vor der Ostküste von Italien liegt. In Syrakus machten sie wahrscheinlich einen Zwischenstopp oder verbrachten einige Zeit (Apostelgeschichte 28:12). 
  • Regium (Rhegium): Von Syrakus aus setzten sie ihre Reise fort und erreichten Regium, das heute als Reggio Calabria bekannt ist. Regium liegt an der Südspitze von Italien, direkt gegenüber von Sizilien über die Straße von Messina (Apostelgeschichte 28:13). 
  • Puteoli: Von Regium aus fuhren sie weiter und erreichten schließlich Puteoli (auch bekannt als Pozzuoli), einen Hafen in der Nähe von Neapel, an der Westküste von Italien. Puteoli war ein wichtiger Hafen und ein Handelszentrum im antiken Rom (Apostelgeschichte 28:13). 
    Nach ihrer Ankunft in Puteoli blieben sie dort einige Tage und trafen dort auch auf andere Christen, die sie herzlich empfingen. Von Puteoli aus setzten Paulus und die Gefangenen ihre Reise nach Rom über Land fort. 
  • Ankunft in Rom (Apostelgeschichte 28:11-16): Nach drei Monaten auf Malta setzt Paulus seine Reise fort und erreicht schließlich Rom, die Hauptstadt des Römischen Reiches. Hier wird er von den Brüdern und Schwestern in Christus herzlich empfangen, was ihm Mut und Ermutigung gibt. 
  • Predigt in Rom (Apostelgeschichte 28:17-31): Trotz des Umstands, dass Paulus unter Hausarrest steht, wird er dem römischen Statthalter vorgestellt und erhält die Erlaubnis, in einem gemieteten Haus zu wohnen. Während dieser Zeit empfängt er alle, die zu ihm kommen, um das Evangelium zu hören. Paulus predigt mutig und ohne Einschränkung das Evangelium von Jesus Christus und spricht über das Reich Gottes und die Hoffnung der Erlösung durch Jesus Christus. Seine Botschaft erreicht sowohl Juden als auch Nichtjuden, und er lehrt und verkündet das Evangelium unermüdlich. 
     
    Die Reiseroute in (Apostelgeschichte 27 und 28) zeigt, wie Gott Paulus in verschiedenen Situationen führte und ihm Gelegenheiten gab, das Evangelium zu verbreiten. Von der Insel Malta bis nach Rom nutzte Paulus jede Möglichkeit, um die Botschaft der Liebe und Erlösung durch Jesus Christus zu teilen. Seine Reise und sein Dienst sind ein Beispiel dafür, wie man mit Entschlossenheit, Mut und Liebe Gottes Botschaft verbreiten kann, egal welche Umstände auftreten. 

Ich lerne: 

  1. Mutige Verkündigung: Paulus war selbst in schwierigen Situationen mutig, das Evangelium zu verkünden. Man kann lernen, das Zeugnis von seinem Glauben an Jesus Christus in seinem Leben zu teilen, auch wenn es herausfordernd sein kann. 
  2. Empathie und Gastfreundschaft: Die Einheimischen auf Malta zeigten Mitgefühl und Gastfreundschaft gegenüber den Schiffbrüchigen. Man kann lernen, offen und freundlich gegenüber Fremden zu sein und sie herzlich zu empfangen. 
  3. Vertrauen in Gottes Schutz: Obwohl Paulus von einer Schlange gebissen wurde, vertraute er auf Gottes Schutz und erlebte keine Schäden. Ich lerne, Gott in schwierigen Situationen zu vertrauen und auf seine Führung zu bauen. 
  4. Nutze Gelegenheiten: Paulus nutzte jede Gelegenheit, die sich ihm bot, um das Evangelium zu verbreiten. Ich will bereit sein, Möglichkeiten zu ergreifen, um anderen von Jesus und seinem Erlösungswerk zu erzählen. 
  5. Liebevolle Dienstbereitschaft: Paulus heilte den Vater des Anführers von Malta, was zur Ausbreitung des Evangeliums auf der Insel führte. Man kann lernen, anderen in Liebe zu dienen, um Gottes Liebe und Barmherzigkeit zu zeigen. 
  6. Durchhaltevermögen: Trotz seines Hausarrests in Rom hörte Paulus nicht auf, das Evangelium zu verkünden. Ich lerne, in schwierigen Zeiten standhaft zu bleiben und meinen Glauben nicht zu verbergen. 

Zusammenfassend zeigt Apostelgeschichte 28:1-31, wie Paulus mutig, mitfühlend und entschlossen war, das Evangelium zu verkünden, und wie Gott seine Bemühungen segnete. Man kann daraus lernen, ebenfalls sein Vertrauen in Gott zu setzen und mit Liebe und Entschlossenheit das Evangelium zu teilen, um anderen Hoffnung und Ermutigung zu bringen. 

Welche Lehren ziehst du aus diesen Versen? 

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