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Glaubensansichten

Er schmeichelte vielem Volk mit seinen schlauen Worten

8. Januar 2021, 07:11am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

König Schul hatte einen Sohn namens Omer, der dessen Nachfolge antrat. Einer dessen Söhne war Jared (Namensvetter des zuzeiten des Turmbaus zu Babel ausgewanderten Jared). Über ihn lesen wir: „Und Jared lehnte sich gegen seinen Vater auf und kam und wohnte im Land Het. Und es begab sich: Er schmeichelte vielem Volk mit seinen schlauen Worten, bis er die Hälfte des Reiches gewonnen hatte.“ (Ether 8:2).

Er schmeichelte vielem Volk mit seinen schlauen Worten. Hat dir schon mal jemand geschmeichelt, indem er über dich übertrieben gut geredet, dich wortreich in höchsten Tönen gelobt hat? Wie hast du dich dabei gefühlt und wie darauf reagiert?

Eine Folge des Schmeichelns könnte doch sein, dass mein Selbstwertgefühl gesteigert wird. Ist das etwas Schlimmes? Wie vorsichtig ich auf Schmeicheleien reagieren sollte, lerne ich als Nephi über falsche Lehrer und falsche Kirchen spricht (2. Nephi 28). In diesem Zusammenhang spricht er auch über das Reich des Teufels und wie dieser versucht, Einfluss auf die Menschen nehmen zu können, indem er sie mit `schmeichlerischer Rede´ umgarnt, und davon überzeugen will, dass es keine Hölle und keinen Teufel geben würde (2. Nephi 28:22). Im neuen Testament wollten die Pharisäer, indem sie Jesus zunächst schmeichelten, ihm `Honig um den Bart schmierten´, mittels einer Frage eine Falle stellen: „Meister, wir wissen, dass du die Wahrheit sagst und wahrhaftig den Weg Gottes lehrst und auf niemanden Rücksicht nimmst, denn du siehst nicht auf die Person. 17 Sag uns also: Was meinst du? Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht?“ (Matthäus 22:16-17). Ich lerne, dass ich mit Schmeicheleien vorsichtig sein muss, insbesondere, wenn ich sie aus Eigennutz einsetze, wie es von den Irrlehrern gesagt wird: „… sie nehmen große Worte in den Mund und schmeicheln aus Eigennutz.“ (Judas 16). Paulus gibt mir in seinem ersten Brief an die Mitglieder der von ihm um 50 n. Chr. gegründeten Gemeinde in Thessalonich, Zeugnis davon, dass sie, die Diener Jesu, nie jemandem geschmeichelt hätten (1. Thessalonicher 2:5). Ich werde mich also davor hüten, jemandem zu schmeicheln, um ihm zu gefallen, oder ihn zu beeinflussen.

Wie gehst du damit um, anderen Dinge zu sagen, die diese gerne hören, aber nicht unbedingt deiner eigenen Meinung entsprechen?

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Er dachte an das Große, was der Herr für seine Väter getan hatte

8. Januar 2021, 07:03am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle; Text hinzugefügt)

In Folge dessen, dass sich das Volk wieder dem Herrn zuwandte (Ether 7:25): „Und es gab keine weiteren Kriege in den Tagen Schuls; und er dachte an das Große, was der Herr für seine Väter getan hatte, indem er sie über die große Tiefe in das verheißene Land geführt hatte; darum hielt er alle seine Tage Gericht in Rechtschaffenheit.“ (Ether 7:27).

Er dachte an das Große, was der Herr für seine Väter getan hatte. Wie wunderbar kann das Leben doch für ein ganzes Volk sein, wenn es sich an die Aufforderungen, Ratschläge und Ermunterungen der vom Herrn zu ihnen gesandten Propheten hält, sie versteht, beachtet und umsetzt. Dazu dann noch eine gottesfürchtige Regierung. Dann herrscht Frieden!

Von einer Linda Hentschel habe ich im Internet folgende Aussage gefunden: „Schau nach vorn und nicht zurück, du könntest über einen weiteren Stein stolpern.“ Sicherlich birgt es einen tiefen Sinn, wenn ich zurückblicke, kann ich nicht sehen, was vor mir liegt. Andererseits trifft auch Helmut Kohls Aussage die Wahrheit: „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.“ In dieser Hinsicht hat König Schul nicht aus den Augen verloren, was der Herr für seine Vorfahren getan hat, um es ihnen zu ermöglichen, über ein gefährliches Gewässer in das ihnen von ihm verheißene Land zu gelangen. Ich lerne, dass ich nicht vergessen darf, welche großartigen Segnungen der Herr schon über mir ausgegossen hat. In jedem meiner Gebete drücke ich ihm dafür meine tiefste Dankbarkeit aus. Alles fing hier auf Erden an mit einer leiblichen Mutter, die mir unter unsäglich schwierigen Umständen das Leben geschenkt hat, ihrer Schwester mit ihrem Mann, die mich an Kindes statt angenommen haben, mir den Weg des Glaubens vorgelebt haben, ging weiter mit zwei Missionaren, die uns das Evangelium und die Kirche von Jesus Christus bezeugt haben … . Ohne Vergangenheit wäre ich nicht das, was ich heute bin. Ich schaue mit größter Dankbarkeit zurück, verliere aber nicht den Weg vor mir aus dem Blick, um Hindernissen aus dem Weg gehen zu können, auf dem Weg zurück in meine himmlische Heimat.

Wie gehst du mit der Vergangenheit um?

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Weil das Volk von seinen Übeltaten und seinem Götzendienst umkehrte

6. Januar 2021, 06:15am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Präsident Russell M. Nelson – der vom Herrn gesandte Prophet unserer Zeit
(Bild: Quelle)

Die Arbeit der Propheten, die der Herr unter das Volk Jareds sandte (Ether 7:23), zeigte Erfolg: „Und weil das Volk von seinen Übeltaten und seinem Götzendienst umkehrte, verschonte es der Herr; und es fing an, im Land wieder zu gedeihen. Und es begab sich: Schul zeugte in seinem hohen Alter Söhne und Töchter.“ (Ether 7:26).

Weil das Volk von seinen Übeltaten und seinem Götzendienst umkehrte. Nachdem die Propheten dem Volk die Warnungen des Herrn predigen durften, wirkte der Geist auf das Volk ein und es ließ von seinen Übeltaten und seinem Götzendienst ab. Die Folge: Der Herr verschonte es vor dem Fluch, der ansonsten über das Land hätte kommen sollen und auch vor der Zerschlagung (Ether 7:23).

Wieder wird mir aufgezeigt, dass ich den Warnungen der Propheten Beachtung schenken muss, wenn ich vom Herrn beschützt und gesegnet sein will. Ganz besonders bekommen wir das in unserer Zeit zu spüren mit so schlimmen Ereignissen wie Kriegen, Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Dürren, Überschwemmungen, Erdrutschen und so etwas wie Epidemien oder Pandemien. Wie gesegnet sind wir doch durch den Propheten, den uns der Herr heute gesandt hat, um uns durch dieses gefährliche Wasser zu lotsen, Präsident Russel M. Nelson, und all die 16 anderen vor ihm, bis hin zum Gründungspropheten Joseph Smith. Der Herr hat auch uns in unserer Zeit, wie zu allen anderen Zeitaltern, Propheten gesandt, um vor schlechtem Tun und Götzendienst – eine übermäßige Bindung oder Hingabe an irgendetwas – zu warnen und uns Anweisungen zu geben, wie wir beschützt sein können und keine Furcht zu haben brauchen. Insbesondere in der Zeit der Pandemie weist uns der Prophet an, Nächstenliebe zu üben, indem wir die Regeln des Landes befolgen. Das bringt es mit sich, dass wir gerade keine Gottesdienste in der Kirche durchführen, oder auch keine Tempelbesuche machen können. Aber wir können die Kirche und den Tempel zu Hause haben, weil uns der Herr durch Präsident Nelson speziell darauf zwei Jahre lang vorbereitet hat: Evangeliumsstudium zu Hause, unterstützt durch die Kirche, nach persönlicher Offenbarung trachten, Familienforschung via Internet … . Ich bin so unsagbar dankbar!

Wie ergeht es dir, wenn du an Propheten denkst, die der Herr uns sendet?

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Er setzte im ganzen Land ein Gesetz durch

5. Januar 2021, 05:58am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Propheten wurden von Gott zu den Jarediten gesandt, um sie vor den Folgen von Schlechtigkeit zu warnen. Aber das Volk schmähte und verspottet sie (Ether 7:24). Ihr rechtschaffener König Schul unternahm etwas dagegen: „Und er setzte im ganzen Land ein Gesetz durch, das den Propheten Macht gab, hinzugehen, wo auch immer sie wollten; und dadurch wurde das Volk zur Umkehr gebracht.“ (Ether 7:25).

Er setzte im ganzen Land ein Gesetz durch. Stell dir vor, zu dir kommt jemand und kritisiert dein Verhalten. Das tut oft im Innersten weh und regt sicherlich auch zum Zorn gegen denjenigen an, insbesondere, wenn man Kritik, auch wenn sie noch so berechtigt sein sollte, als kontraproduktiv hält und nicht als Anreiz, sich zu verbessern. So erging es auch dem Volk, das die vom Herrn gesandten Propheten `schmähte und verspottete´. König Schul sah bei diesem schlimmen Verhalten des Volkes nicht tatenlos zu, sondern sicherte die Tätigkeit der Propheten, die sie ja im Auftrag Gottes erbrachten, im ganzen Land durch ein Gesetz ab. Dadurch wurde ihnen u. a. Reise- und Redefreiheit zugesichert, wodurch sie überall im Land Umkehr predigten konnten.

Offensichtlich war dies ein angemessenes Mittel, da der Erfolg ihm recht gab, denn `das Volk wurde zur Umkehr gebracht´. Auch heutzutage schützen ähnliche Gesetze die Freiheit in der Religionswahl und -ausübung. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantiert Religionsfreiheit (Artikel 4 des Grundgesetzes 1 und 2), die Trennung von Staat und Kirche insofern, als der Staat sich in weltanschaulichen Dingen neutral verhält und den Gemeinschaften Selbstbestimmungsrecht garantiert. Staat und Religionsgemeinschaften kooperieren partnerschaftlich. Wie dankbar bin ich doch dafür, dass ich in einem solch freiheitlichen Staat leben darf, der mir meinen Glauben nicht durch eine Staatskirche vorschreibt, ich ihn frei wählen und ausüben kann, so ich nicht gegen andere Gesetze verstoße.

Welche Einstellung hast du dazu, dass der Staat sich nicht in Glaubensfragen einmischt?

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Das Volk schmähte die Propheten und verspottete sie

4. Januar 2021, 05:36am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

„Seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben!“
(Bild: Quelle)

Der Herr schickte den Jarediten unter der Regierung König Schuls Propheten in das Land (Ether 7:23). „Und es begab sich: Das Volk schmähte die Propheten und verspottete sie. Und es begab sich: König Schul hielt Gericht über alle, die die Propheten schmähten.“ (Ether 7:24).

Das Volk schmähte die Propheten und verspottete sie. Leider neigt der `natürliche Mensch´ allzu leicht dazu, das, was ihm nicht verständlich vorkommt, ihm zweifelhaft erscheint, als abnormal anzusehen, und sich über jene, die es akzeptieren und dazu stehen, lustig zu machen, sie deshalb sogar zu hänseln. Ja sie reden sogar herabsetzend über jene, und beleidigen sie mit verächtlicher Rede, oft sogar bis hin zum Mobben. Es kann sogar so weit gehen, dass daraus eine heftige Abneigung gegen solche Leute entsteht, Verachtung und Hass.

Seine Jünger sandte Jesus `wie Schafe mitten unter die Wölfe´ und riet ihnen `klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben´ zu sein (Matthäus 10:16) und sagte ihnen voraus, dass sie `um seines Namens Willen gehasst werden würden´ (Matthäus 10:22). So erging es schon vorher seinen von ihm berufenen Dienern, so erging es seinen Propheten, die er unter die Jarediten sandte, und so geht es seinen Dienern auch noch heute. Ich lerne, dass seine Jünger heutzutage, sich dadurch auch nicht abschrecken lassen dürfen, sondern müssen sich darin üben, `klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben´ zu sein. Wie hab ich das nun zu verstehen? Schlangen sind sehr achtsam und reagieren blitzschnell auf Gefahren und entwischen mit großer Beweglichkeit. Wegen dieser Eigenschaft gelten sie als klug, ja als „… schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte. …“ (1. Mose 3:1). Die Jünger des Herrn müssen also damit rechnen, dass viele die Lehre ablehnen und ihr widersprechen, ja sie sogar bekämpfen würden. Deshalb gilt es, besonnen, klug, und nüchtern das Evangelium zu vertreten. Tauben stehen symbolisch für Reinheit, Lauterkeit und Frieden. So soll das Herz der Jünger Jesu sein. Ich muss mich also bemühen, diese Eigenschaften zu verinnerlichen und zu leben, wenn ich ein Jünger Jesu sein will.

Wie verstehst du das mit dem `klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben´ zu sein?

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Unter der Regierung Schuls kamen auch Propheten unter das Volk, die vom Herrn gesandt waren

2. Januar 2021, 06:26am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Unser heute von Gott gesandter lebende Prophet Präsident-Russell-M.-Nelson
(Bild: Quelle)

Nachdem Kohor, der Sohn Noas, ein eigenes Reich errichtet hatte, lieferte er Schul, dem Sohn von Kib, einen Kampf, in dem er unterlag und getötet wurde. Der Sohn Kohors, Nimrod, übergab das Reich seines Vaters zurück an Schul. Somit wurde die von Kohor betriebene Volksteilung wieder rückgängig gemacht (Ether 7:20-22). „Und unter der Regierung Schuls kamen auch Propheten unter das Volk, die vom Herrn gesandt waren, und prophezeiten, dass die Schlechtigkeit und der Götzendienst des Volkes einen Fluch über das Land brächten, und es würde zerschlagen werden, wenn es nicht umkehrte.“ (Ether 7:23).

Unter der Regierung Schuls kamen auch Propheten unter das Volk, die vom Herrn gesandt waren. Zunächst war das Volk Jareds und seines Bruders überschaubar und der Herr redete durch Jareds Bruder zu ihnen. Mit der Zeit aber wurde das Volk zahlenmäßig immer größer und breitete sich über das ganze Land aus. Deshalb sandte er Propheten unter das Volk. So wie schon Jareds Bruder prophezeite, dass ein Königtum zu Gefangenschaft führen würde (Ether 6:23), so haben nun diese Propheten auch auf die Schwachstellen der Menschen hingewiesen und sie vor den Folgen von Schlechtigkeit und Abwendung von Gott, hin zu allem Weltlichen, gewarnt. Ihr Verhalten würde einen Fluch über das Land bringen, ausgenommen sie würden davon ablassen.

So, wie der Herr den Jarediten Propheten sandte, um sie zur Umkehr aufzufordern, so hat er schon immer Propheten zu den Menschen gesandt, um ihnen frühzeitig seinen Willen kundzutun. So berief er z. B. den Bauern aus Tekoa südlich von Bethlehem, gegen Ende der Regierungszeit König Jerobeam II. nach 760 v. Chr. ins Nordreich Israel (Amos 7:15). Von ihm erfahren wir: „Nichts tut GOTT, der Herr, ohne dass er seinen Knechten, den Propheten, zuvor seinen Ratschluss offenbart hat.“ (Amos 3:7). Gott redet mit seinen Kindern hier auf Erden durch Offenbarung. Offenbarung ergeht an den Einzelnen, wenn er Gott darum bittet, aber immer nur für seinen eigenen Verantwortungsbereich. Geht es jedoch um die gesamte Kirche, oder um die ganze Menschheit, so beruft er Propheten, denen er Offenbarung zuteilwerden lässt, die für alle Gültigkeit haben. So haben wir auch in unseren Tagen Propheten, die um Offenbarung beten, dem Herren danken und bezeugen, „… „wie bereitwillig der Herr seine Absicht und seinen Willen offenbart”. (Präsident Russel M. Nelson; lies hier). Präsident Nelson lehrt uns:  „Ich bitte Sie dringend, über Ihre jetzige geistige Fähigkeit, persönliche Offenbarung zu empfangen, hinauszuwachsen, denn der Herr hat verheißen: „Wenn du bittest, wirst du Offenbarung um Offenbarung, Erkenntnis um Erkenntnis empfangen, damit du die Geheimnisse und das Friedfertige erkennen mögest – das, was Freude bringt, das, was ewiges Leben bringt. Es gibt noch so viel mehr, was der Vater im Himmel Sie erkennen lassen möchte.” Präsident Nelson gibt uns auch 13 Ratschläge, wie wir persönliche Erfahrung mit Gott machen können (hier nachzulesen). Ich bin dem Herrn unendlich dankbar, dass er uns in heutiger Zeit auch wieder Propheten gesandt hat, die uns ermuntern nach Offenbarung zu trachten und uns sagen, dass wir uns nicht zu fürchten brauchen, wenn wir Gott gehorchen.

Wie haben dir unsere lebenden Propheten schon geholfen, in dieser schlimmen Zeit furchtlos zu sein?

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Das Volk, das der Regierung Schuls, des Königs, unterstand, gedieh über die Maßen und wurde groß

1. Januar 2021, 06:45am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Die Söhne Schuls töteten ihren Onkel Noa, der ihren Vater in einem Kampf gefangen genommen hatte und nun töten wollte, und befreiten ihn aus der Gefangenschaft (Ether 7:18). „Darum baute der Sohn Noas sein Reich an seiner statt auf; doch gewannen sie über Schul, den König, keine Macht mehr, und das Volk, das der Regierung Schuls, des Königs, unterstand, gedieh über die Maßen und wurde groß.“ (Ether 7:19).

Das Volk, das der Regierung Schuls, des Königs, unterstand, gedieh über die Maßen und wurde groß. Im Gegensatz zu Chorihor, seinem Großvater, kehrte der Sohn Noas von seinem unrechten Tun nicht um, sondern er gründete mit seinen Nachfolgern sein eigenes Reich. So teilte sich nun das Volk in zwei Reiche, das bestehende Reich Schuls, und das neu gebildete Reich Kohors, des Sohnes des getöteten Noa (Ether 7:20). Schul war offensichtlich gottesfürchtig und führte das Volk seines Reiches in Rechtschaffenheit (Ether 7:27), weshalb der Segen des Herrn auf ihm ruhte, und sein Volk `gedieh und über die Maßen groß wurde´.

Immer wieder zeigt es sich in der Schrift, dass, wenn die Menschen rechtschaffen leben, der Herr sie umgehend segnet, sie gedeihen lässt. Ich lerne daraus, dass, wenn ich gehorsam bin, indem ich Gottes Willen tue, er des Himmels Schleusen öffnet und seinen Segen über mir ausschüttet (3. Nephi 24:10). Nur, was ich auch aus der Schrift lerne, viele seiner Kinder werden dadurch überheblich und meinen, dass es ihr eigener Verdienst sei, der ihnen all dies bescherte. Von da an verlassen sie dann wieder den vorgezeichneten Weg des Herrn, worauf sich die Fenster des Himmels wieder schließen. Ein laufendes Auf und Ab in der Geschichte der Menschheit. Gordon B. Hinckley, verstorbener Prophet und Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, beschreibt dieses Phänomen so: „Kein anderes schriftliches Zeugnis veranschaulicht so klar, dass Menschen und Völker, die in Gottesfurcht leben und seine Gebote halten, gedeihen und wachsen; schenken sie ihm und seinem Wort jedoch keine Beachtung, kommt ein Niedergang, der, wenn er nicht durch Rechtschaffenheit aufgehalten wird, zu Kraftlosigkeit und Tod führt.“ (Conference Report, Oktober 1979, Seite 10; englisch, beginnend mit „No other written testament ...). Ich bin bemüht, aus diesem ewigen Kreislauf zur rechten Zeit auszubrechen. Es gelingt mir mit zunehmendem Alter immer etwas besser.

Was unternimmst du, um nicht in diesem Kreislauf hängenzubleiben: Gebote halten, gesegnet werden, überheblich werden, Entzug der Segnungen verbunden mit Leid, Umkehr, Gebote halten ...?

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Als er daran war, ihn hinzurichten, schlichen sich die Söhne Schuls bei Nacht in Noas Haus

31. Dezember 2020, 06:23am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Noa, der Bruder des rechtschaffenen Königs Schul, hatte diesem einen Kampf geliefert und in Gefangenschaft gesetzt (Ether 7:16-17): „Und es begab sich: Als er daran war, ihn hinzurichten, schlichen sich die Söhne Schuls bei Nacht in Noas Haus und töteten ihn und brachen die Tür des Gefängnisses auf und führten ihren Vater heraus und setzten ihn in seinem eigenen Reich auf seinen Thron.“ (Ether 7:18).

Als er daran war, ihn hinzurichten, schlichen sich die Söhne Schuls bei Nacht in Noas Haus. Noa, der Sohn Chorihors, hatte seinen Onkel Schul, der das Königreich von seinem Vater Kib übergeben bekommen hatte, in einem Kampf gefangengenommen, und plante ihn nun umzubringen.

Diese schändliche Tat wollten die Söhne Schuls verhindern. Also schlichen sie sich des Nachts in Noas Haus, töteten ihn, befreiten ihren Vater Schul, und setzten ihn wieder in sein Königtum ein. Nun gibt es viele Menschen, die sich trefflich darüber streiten können, ob solche Taten gegenüber dem fünften Gebot, „Du sollst nicht töten“ (2. Mose 20:13), zu rechtfertigen sind. Zum einen denke ich da an die Begebenheit bei der Gefangennahme Jesu, als einer seiner Begleiter dem Diener des Hohepriesters dessen Ohr abschlug. Jesus wies ihn an: „… Steck dein Schwert in die Scheide; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.“ (Matthäus 26:51-52). Dann kommt mir der Auftrag des Geistes an Nephi in den Sinn, „… Töte ihn, denn der Herr hat ihn in deine Hand gegeben.“ (1. Nephi 4:12), um an die Messingplatten Labans, die auch die heiligen Schriften enthielten, zu kommen. Die Begründung des Herrn war: „Siehe, der Herr tötet die Schlechten, um seine rechtschaffenen Absichten zu verwirklichen. Es ist besser, dass ein Mensch zugrunde geht, als dass ein Volk in Unglauben verfällt und zugrunde geht.“ (1. Nephi 4:13). Dann denke ich an die Berichte über die vielen Kriege zwischen den Nephiten und Lamaniten. Die Verteidigungsrechtfertigung der Nephiten beruhte im Wesentlichen darauf, dass sie nicht den Krieg begonnen hatten und auch nicht kämpften um Macht zu erlangen, sondern um ihre Familien, ihr Eigentum, ihre Freiheit und ihre Religionsfreiheit zu schützen (Alma 43:9,30,45,48,50). In einer ähnlichen Situation befanden sich die Söhne Schuls. Ich lerne, dass der Herr Gebote gibt, dass diese aber auch in bestimmten Situationen ausgesetzt werden können, um ein höheres Gut zu schützen. Diese Situation muss natürlich durch Gott sanktioniert sein (Lehre und Bündnisse 56:4). Und wie erfahren wir dies? Durch Offenbarung und die Führung durch den Heiligen Geist.

Inwiefern kann es sein, dass ein Gebot durch ein höheres Gebot ausgesetzt wird?

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Noa lehnte sich gegen Schul, den König, und auch seinen Vater Chorihor auf

30. Dezember 2020, 06:38am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Schul hatte das Königtum seinem Vater zurückerobert, das sein älterer Bruder Chorihor ihm in einem Kampf streitig gemacht hatte. Sein rechtschaffener Vater Orihach übergab daraufhin Schul das Reich und Chorihor kehrte von seinen Sünden um und bekam von Schul auch Macht im Reich übertragen. Chorihor zeugte dann u. a. einen Sohn namens Noa (Ether 7:8-14). „Und es begab sich: Noa lehnte sich gegen Schul, den König, und auch seinen Vater Chorihor auf und zog seinen Bruder Kohor und auch alle seine Brüder und viele vom Volk fort.“ (Ether 7:15).

Noa lehnte sich gegen Schul, den König, und auch seinen Vater Chorihor auf. Gerade hatte wieder ein rechtschaffener Sohn Chorihors die Regentschaft übernommen, da macht sie ihm Noa, einer seiner Brüder wieder streitig.

Ich lerne, dass der `natürliche Mensch´ nicht auf Gott hört (Mosia 3:19), sondern ein Freund Satans ist, sich von ihm und seinen Schmeicheleien einwickeln lässt (Lehre und Bündnisse 10:25-26). Der innere Antrieb Macht und ungerechte Herrschaft des eigenen Vorteils Willen auszuüben (Lehre und Bündnisse 121:39), wird ihm, in seinem gottlosen Herzen, durch Satan verstärkt. Um seine Ziele zu erreichen, schmeichelt er anderen Menschen, lockt sie mit Teilhabe an Macht, und zettelt dann Kriege an. So machte es jedenfalls Noa, wodurch er die Herrschaft über den eroberten Teil des Landes übernahm, und in einem weiteren Kampf seinen Bruder verschleppte und gefangen setzte (Ether 7:16-17). Dies ist die Art, wie Satan Menschen beeinflusst. Allerdings ist er nur so erfolgreich, wie diejenigen es zulassen (Jakobus 4:7). Andere wiederum lassen sich eher durch Einflüsterungen der `guten´ Seite beeinflussen. Diesen Einfluss übt der Geist Gottes, oder auch der Heilige Geist, aus (Alma 5:40). So gibt es diese zwei Strömungen auf der Erde, auf dass wir die Möglichkeit haben, uns für das eine und gegen das andere zu entscheiden, oder umgekehrt (2. Nephi 2:15-16). Ich bin so unendlich dankbar dafür, dass ich Eltern hatte, die mir Vorbild waren, die guten Entscheidungen zu wählen, auf die Stimme des Heiligen Geistes eingestellt zu sein, und bei falschen Entscheidungen das `schlechte Gewissen´ zu spüren, das mich veranlasst, mein Schwanken in die falsche Richtung zu erkennen, und zu unterbinden (Alma 42:18).

Bei welchen Entscheidungen hast du das letzte Mal ein `schlechtes Gewissen´ verspürt?

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Chorihor kehrte von dem vielen Bösen, was er getan hatte, um

29. Dezember 2020, 05:51am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Nachdem Schul durch Kampf gegen seinen Bruder Chorihor, seinem Vater Kib dessen Reich zurückerobert hatte, übergab ihm sein Vater die Herrschaft und Schul regierte in Rechtschaffenheit (Ether 7:10-12). Über seinen unterlegenen ältesten Bruder lesen wir: „Und Chorihor kehrte von dem vielen Bösen, was er getan hatte, um; darum gab Schul ihm Macht in seinem Reich.“ (Ether 7:13).

Chorihor kehrte von dem vielen Bösen, was er getan hatte, um. Nachdem ihm und seinen Nachfolgern sein jüngerer Bruder Schul mit seinen Anhängern im Kampf eine Niederlage zugefügt hatte, und das Königtum seinem Vater zurückeroberte, war er offensichtlich einsichtig und hatte erkannt, dass es eine Sünde war, sich gegen seinen rechtschaffenen Vater zu erheben, ihn zu bekämpfen, das Reich streitig zu machen, und ihn lebenslang gefangen zu setzen (Ether 7:4-5).

Ich lerne, dass man sich jederzeit ändern kann. Ich muss nur in der Lage sein, Fehler zu erkennen, sie zu bekennen, und mich daran erinnern, dass ich von unserem Erretter aufgefordert bin, mein Vergehen so gut es geht, wieder gutzumachen, um Vergebung zu bitten, und den Fehler nicht wieder zu begehen. Das ganze verbunden mit einer Wandlung von Herz und Sinn, hin zu dem Wunsch böses Tun zu unterlassen (Hesekiel 18:30-31; Lehre und Bündnisse 133:16). Wenn ich das tue, dann vergibt mir der Herr und rechnet mir diese Sünde nicht mehr an (Hesekiel 18:21-22; Lehre und Bündnisse 58:42-43). Des Weiteren bin ich im Fall meiner aufrichtigen Umkehr durch das Blut seines Sühnopfers reingewaschen (Offenbarung 1:5) um vor ihm stehen und in sein Reich eingelassen werden zu können. Welch ein Wunder! Dafür kann ich nicht dankbar genug sein.

Wie nutzt du dieses Angebot der Umkehr?

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