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Glaubensansichten

Der befindet sich in der Galle der Bitternis und in den Banden des Übeltuns

27. August 2021, 05:19am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Mormon erklärt in seinem Brief seinem Sohn Moroni weiter: „Siehe, ich sage dir: Wer da meint, kleine Kinder brauchten die Taufe, der befindet sich in der Galle der Bitternis und in den Banden des Übeltuns, denn er hat weder Glauben noch Hoffnung noch Nächstenliebe; darum muss er, falls er ausgelöscht wird, solange er noch so denkt, in die Hölle hinabgehen.“ (Moroni 8:14).

Der befindet sich in der Galle der Bitternis und in den Banden des Übeltuns. Eine ähnliche Aussage finden wir in der Apostelgeschichte, als Simon die Apostel Petrus und Johannes dazu bewegen wollte, ihm die Gabe des Heiligen Geistes zu `verkaufen´ (Apostelgeschichte 8:14-19)! Daraufhin wurde dieser durch Petrus scharf zurechtgewiesen und aufgefordert, sich von seiner Bosheit abzuwenden und den Herrn um Vergebung zu bitten (Apostelgeschichte 8:22). Die Begründung lautet so: „Denn ich sehe dich voll bitterer Galle und in Unrecht verstrickt.“ (Apostelgeschichte 8:23).

Du kennst vielleicht auch die Redewendung, dass jemand `voll Gift und Galle´ ist? Wofür steht nun dieses Bild der `Galle der Bitternis´? In der Gallenblase werden gelbgrüne Absonderungen der Leber gespeichert, die der Verdauung von Fetten dient. Sie sind total bitter. Die Galle steht sinnbildlich für Ärger, Bitterkeit, Falschheit, Groll und Aggression. Alles Eigenschaften, die dem göttlichen entgegenstehen. Sich in der `Bitternis der Galle zu befinden´ bedeutet für mich also, sich in einem Zustand der Abwendung von Gott zu befinden, eben `in den Banden des Übeltuns´. Ich lerne, sollte ich der Auffassung sein, dass kleine Kinder der Taufe bedürfen, um errettet zu werden, ich, wenn ich mich nicht bekehre, `vergifte´, also für den Herrn wie gestorben sein würde, wie nicht nützlich, mit der Gallenflüssigkeit aus dem Körper – der Gegenwart des Herrn – ausgeschieden werden würde (Moroni 8:16).

Wie verstehst du das mit dem `sich in der Galle der Bitternis´ zu befinden?

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Die kleinen Kinder sind in Christus lebendig

26. August 2021, 05:17am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Mormon erklärt weiter: „Doch die kleinen Kinder sind in Christus lebendig, ja, von der Grundlegung der Welt an; wäre es nicht so, dann wäre Gott ein parteiischer Gott und auch ein veränderlicher Gott und würde auf die Person sehen, denn wie viele kleine Kinder sind doch ohne Taufe gestorben!“ (Moroni 8:12).

Die kleinen Kinder sind in Christus lebendig. Mormon weiß aufgrund von Offenbarung durch den Heiligen Geist (Moroni 8:7), dass, sollten Kinder sterben bevor sie das Alter der Verantwortlichkeit erreicht haben, sie nicht verloren sein werden, sondern im Herrn leben werden. Sie bedürfen keiner Umkehr und keiner Taufe, weil sie noch nicht in der Lage sind zu sündigen, denn der Herr hat dem Satan nicht die Macht gegeben sie in Versuchung zu führen (Lehre und Bündnisse 29:46-47).

Sie können nicht sündigen, weil Satan sie nicht verleiten kann Böses zu tun. Sie sind vor dem Herrn rein. Was rein ist, bedarf sicherlich nicht einer Reinigung durch die Taufe, die ja dafür da ist, von begangenen Sünden gesäubert zu werden (Apostelgeschichte 22,16). Darum sind kleine Kinder von der Grundlegung der Welt an durch das Sühnopfer Jesu erlöst. Ich lerne, ich brauche mir keine Sorgen zu machen, wenn kleine Kinder sterben, ohne getauft worden zu sein (Moroni 8:13), weil Gott für sie Vorsorge getroffen hat. Aber ich weiß auch, dass Eltern diesen Kleinen in dieser Zeit die Lehre der Umkehr, des Glaubens an Christus und der Taufe lehren sollen (Lehre und Bündnisse 68:25).

Wie verstehst du die Aussage, dass `kleine Kinder in Christus lebendig sind´?

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Ihre kleinen Kinder brauchen keine Umkehr

25. August 2021, 04:47am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Mormon gibt seinem Sohn Moroni weiter, was er mittels Offenbarung durch den Heiligen Geist gelernt hat: „Und ihre kleinen Kinder brauchen keine Umkehr und keine Taufe. Siehe, die Taufe ist für die Umkehr, um die Gebote zu erfüllen, die der Sündenvergebung dienen.“ (Moroni 8:11).

Ihre kleinen Kinder brauchen keine Umkehr. Mormon liefert noch eine Erklärung, warum kleine Kinder keiner Umkehr und Taufe bedürfen.

Kinder Gottes, die geistig in der Lage sind das Evangelium von Jesus Christus zu verstehen, können erkennen, was der Herr von ihnen fordert, wenn sie für alle Zeit und Ewigkeit in seiner Gegenwart leben möchten: Befolgen seiner Gebote. Nun haben wir es in der Welt aber auch mit den Versuchungen seines Widersachers, dem Teufel, zu tun. Er flüstert uns ein, oder lässt uns einflüstern, dass es nicht schlimm ist kleine Sünden zu begehen (2. Nephi 28:8). Darauf, und auf weitere Schmeicheleien Satans, fallen wir immer mal wieder herein und versündigen uns, was uns unrein werden lässt. Von diesem Schmutz müssen wir wieder gesäubert werden, wenn wir errettet und bei Gott leben wollen, denn bei ihm kann nichts Unreines leben (Alma 11:37). Ein Teil dieser Säuberung ist das Bad im Wasser, die `Taufe durch Untertauchen durch bevollmächtigte Diener Gottes´ (Lehre und Bündnisse 13:1). Durch die Taufe werden mir meine bis dahin begangenen Sünden, die ich bereut und vor dem Herrn bekannt habe, vergeben, und ich trete in das `Reich Gottes auf Erden´, in die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Lehre und Bündnisse 65:5) ein, und verspreche, mich zukünftig an die Gebote zu halten. Ich lerne, Umkehr und Taufe sind für jene unabdingbar, die geistig in der Lage sind, den `Erlösungsplan Gottes´ zu verstehen, und dereinst bei Gott leben wollen. Kinder bis zum Alter der Verantwortlichkeit fallen nicht unter diese Forderung Gottes.

Was, wenn ich mich an dieses Versprechen nicht halte?

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Umkehr und Taufe für diejenigen, die verantwortlich sind und imstande, Sünde zu begehen

24. August 2021, 04:04am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Mormon gibt seinem Sohn Moroni weitere Anweisungen: „Siehe, ich sage dir: Dies sollt ihr lehren: Umkehr und Taufe für diejenigen, die verantwortlich sind und imstande, Sünde zu begehen; ja, lehrt die Eltern, dass sie umkehren und sich taufen lassen und sich wie ihre kleinen Kinder demütigen müssen, dann werden sie alle mit ihren kleinen Kindern errettet werden.“ (Moroni 8:10)

Umkehr und Taufe für diejenigen, die verantwortlich sind und imstande, Sünde zu begehen. Mormon weist nun seinen Sohn Moroni an, was ihre Aufgabe ist, das Volk zu lehren.

  • Umkehr und Taufe
    All jenen, die das `Alter der Verantwortlichkeit´ erreicht haben, soll dieser Evangeliumsgrundsatz der Umkehr und Taufe gelehrt werden. Das `Alter der Verantwortlichkeit´ ist erreicht, wenn junge Menschen die Pubertät erreicht, bzw. die Fähigkeit erlangt haben, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Bis zu diesem Moment sind sie ohne Sünde. Das konkrete Alter hierfür wurde vom Herrn auf acht Jahre festgelegt (Lehre und Bündnisse 68:27). Innerhalb dieser Zeit liegt die Verantwortung, die Kinder auf die Taufe vorzubereiten auf den Schultern der Eltern (Lehre und Bündnisse 93:40; Lehre und Bündnisse 68:25-28).
  • Eltern
    Sie sollen aufgerufen werden, von ihren Sünden umzukehren und sich taufen zu lassen. Ihnen soll gelehrt werden, dass sie sich wie `kleine Kinder´ demütigen müssen, wenn sie wie diese errettet werden wollen.

Ich lerne, als Elternteil habe ich die Verantwortung meine Kinder dahin zu bringen, dass sie mit dem Alter der Verantwortlichkeit in der Lage sind, selbständig entscheiden zu können, dass es notwendig ist, mit dem Vater im Himmel Bündnisse einzugehen und sie zu halten. Aber auch ich als Erwachsener muss sanftmütig und belehrbar bleiben bzw. werden, wenn ich errettet werden will.

Wie verstehst du das mit dem Alter der Verantwortlichkeit?

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Dass es in Gottes Augen ein folgenschweres Gespött ist, wenn ihr kleine Kinder tauft

23. August 2021, 06:11am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Mormon erklärt weiter im Brief an seinen Sohn Moroni: „Und auf diese Weise hat mir der Heilige Geist das Wort Gottes kundgetan; darum, mein geliebter Sohn, weiß ich, dass es in Gottes Augen ein folgenschweres Gespött ist, wenn ihr kleine Kinder tauft.“ (Moroni 8:9).

Dass es in Gottes Augen ein folgenschweres Gespött ist, wenn ihr kleine Kinder tauft. Mormon teilt also seinem Sohn Moroni in seinem Brief mit, dass die Kleinkindertaufe in den Augen Gottes ein `folgenschweres Gespött´ ist.

Warum ist es wohl ein `folgenschweres Gespött´? Eine Antwort wird für mein Verständnis in den Versen 19 und 20 gegeben. Dort erklärt Mormon, dass es eine `furchtbare Schlechtigkeit´ sei, die reine Barmherzigkeit Gottes für die Kleinen zu leugnen und dass derjenige der kleine Kinder tauft, die Folgen des Sühnopfers von Jesus Christus leugnet, und die Macht der Erlösung für nichts achtet´ (Moroni 8:19-20). Diese Taufhandlung an Säuglingen und kleinen Kindern vor dem Alter der Verantwortlichkeit ist absolut verfehlt. Wir erinnern uns, dass die Taufe dazu da ist, die bis dahin begangenen Sünden abzuwaschen und dem Herrn zu versprechen, seine Gebote in Zukunft halten zu wollen. Wie wir aber im gestrigen Blogbeitrag „Höre auf die Worte Christi, deines Erlösers“ gesehen haben, sind kleine Kinder, und erst recht Säuglinge, aufgrund fehlender Kenntnisse und Erfahrungen, und vor allem, weil der Herr Satan nicht erlaubt sie zu versuchen ( (Lehre und Bündnisse 29:46-47), nicht in der Lage zu sündigen. Wozu also dann eine Taufe? Ich lerne, der Herr liebt die kleinen Kinder unendlich, sodass er für sie Vorsorge getroffen hat, und sie bis zu ihrem Alter der Verantwortlichkeit unter seinen Schutz stellt.

Was meinst du warum es ein folgenschweres Gespött ist, kleine Kinder zu taufen?

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Höre auf die Worte Christi, deines Erlösers

21. August 2021, 06:02am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Sind Kleinkinder überhaupt in der Lage zu sündigen?
(Bild: Quelle)

Mormon, der Vater Moronis, und Prophet des Herrn, hatte diesen in einer wichtigen Angelegenheit um Antwort gebeten. Diese hat er auch erhalten (Moroni 8:7) und teilt sie seinem Sohn in diesem Brief an ihn mit: „Höre auf die Worte Christi, deines Erlösers, deines Herrn und deines Gottes. Siehe, ich kam in die Welt, nicht um die Rechtschaffenen zur Umkehr zu rufen, sondern die Sünder; die Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die, die krank sind; kleine Kinder aber sind gesund, denn sie sind nicht fähig, Sünde zu begehen; darum ist in mir der Fluch auf Adam von ihnen genommen, sodass er keine Macht über sie hat; und das Gesetz der Beschneidung ist in mir abgeschafft.“ (Moroni 8:8).

Höre auf die Worte Christi, deines Erlösers. Offensichtlich bekam Mormon auf seine Frage vom Herrn eine ausführliche Antwort und Erklärung bezüglich der Taufe kleiner Kinder, und gibt sie seinem Sohn in diesem Brief an ihn wieder.

Die Antwort des Herrn Jesus Christus beginnt mit der Aussage, dass nicht die `Gesunden des Arztes bedürfen, sondern die Kranken´. Diese Aussage tätigte der Herr auch gegenüber den Schriftgelehrten und Pharisäern, die sich darüber aufregten, dass Christus mit seinen Jüngern und vielen Zöllnern (die waren verhasst, weil sie oftmals das Volk `übers Ohr hauten´) und `Sündern´ zusammen im Haus des Zöllners Levi an einem Tisch speisten. Er antwortete ihnen: „Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.“ (Matthäus 2:17). Mormon schreibt weiter, dass der Herr ihm klarmachte, dass kleine Kinder `gesund´ sind und der Herr gab auch die Begründung warum dies so ist: „… kleine Kinder aber sind gesund, denn sie sind nicht fähig, Sünde zu begehen;“ und deshalb der Fluch der auf Adam lag, und damit auch auf all seinen Nachkommen, von ihnen genommen wurde. Ich lerne, kleine Kinder haben noch nicht den Stand eines `natürlichen Menschen, der ein Feind Gottes ist´ (Mosia 3:19) erreicht. Diesen beginnen sie erst zu erreichen, wenn sie verständig geworden sind und somit für ihr Tun Verantwortung übernehmen müssen. Bis zu diesem Alter hat der Teufel keine Macht über sie und kann sie nicht versuchen (Lehre und Bündnisse 29:46-47). Und dieses Alter hat der Herr auf acht Jahre festgelegt (Lehre und Bündnisse 68:25-27). Außerdem weist Christus Mormon noch darauf hin, dass das `Gesetz der Beschneidung´ - welches der theologischen Begründung der Kindertaufe diente (mit dem achten Tag trat ein jüdischer Junge in den `Alten Bund´ ein; siehe 1. Mose 21:4 und Kolosser 2:11) -, in ihm abgeschafft worden ist.

Warum sind kleine Kinder vor ihrem Alter der Verantwortlichkeit nicht `verloren´ und bedürfen der Taufe nicht?

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Unmittelbar nachdem ich dies alles von dir erfahren habe, habe ich den Herrn in Bezug auf diese Sache befragt

19. August 2021, 04:11am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle; Text hinzugefügt)

Mormon schreibt seinem Sohn Moroni weiter: „Denn unmittelbar nachdem ich dies alles von dir erfahren habe, habe ich den Herrn in Bezug auf diese Sache befragt. Und das Wort des Herrn erging an mich durch die Macht des Heiligen Geistes, nämlich:“ (Moroni 8:7).

Unmittelbar nachdem ich dies alles von dir erfahren habe, habe ich den Herrn in Bezug auf diese Sache befragt. Mormon, der Vater Moronis, war nicht nur Heerführer der Nephiten, sondern auch der Prophet des Herrn für das Volk Nephi und ein Schriftführer ihrer Geschichte. Er lebte etwa von 311 n. Chr. bis 385 n. Chr. (Mormon 1:2,6; 6:5,6; 8:2,3).

Als Prophet des Herrn war er auch für die Führung der Kirche in seinem Volk verantwortlich. Als ihm zu Ohren kam, dass in der Kirche, im Bereich seines Sohnes, Auseinandersetzungen in Bezug auf einen Evangeliumsgrundsatz aufkamen (Moroni 8:4-5), reagierte er sofort und befragte Gott, um den Auseinandersetzungen, aufgrund Offenbarung von Gott, der Quelle aller Wahrheit, ein Ende bereiten zu können. Ich lerne, wir können Gott fragen, wenn wir etwas nicht wissen, und er hört uns zu und antwortet uns auch. Das nennt man Offenbarung (Jakobus 1:5). Für die gesamte Kirche und die Welt erhält der vom Herrn berufene Prophet Antwort, für einen jeden Einzelnen oder dessen Verantwortungsbereich, spricht der Herr zu demjenigen persönlich. Im Regelfall kommen die Antworten in Form von Inspiration, Visionen, Träumen oder dem Erscheinen von Engeln (siehe Schriftenführer). Der heute lebende Prophet Russel M. Nelson lehrt uns: „Es wird in künftigen Tagen nicht möglich sein, ohne den führenden, leitenden, tröstenden und steten Einfluss des Heiligen Geistes geistig zu überleben.“ (lies hier), und bittet uns dringend, sogar über unsere jetzige geistige Fähigkeit, persönliche Offenbarung zu empfangen, hinauszuwachsen.

Wie gehst du vor, wenn du aus eigenem Intellekt heraus eine für dich oder deine Familie äußerst wichtige Frage nicht beantworten kannst?

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Dass dieser schwere Fehler unter euch ausgemerzt werde

18. August 2021, 04:11am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Malerei und Kunstwerk von Thomas Richter mit dem Titel Hörensagen
(Bild: Quelle)

Im vorhergehenden Vers hat Mormon seinem Sohn mitgeteilt, dass er erfahren hat, dass es Auseinandersetzungen unter ihnen wegen der Handhabung der Taufe geben soll (Moroni 8:5) und schreibt weiter: Und nun, mein Sohn, wünsche ich, ihr würdet euch eifrig darum bemühen, dass dieser schwere Fehler unter euch ausgemerzt werde; denn zu diesem Zweck schreibe ich diesen Brief.“ (Moroni 8:6).

Dass dieser schwere Fehler unter euch ausgemerzt werde. Nachdem Mormon den Grund seines Briefes an seinen Sohn Moroni erklärt hat (Moroni 8:5), äußert er nun seinen Wunsch, dass sie sich `eifrig darum bemühen´ sollten, den mutmaßlichen Fehler auszumerzen.

Mormon war zu Ohren gekommen, dass es unter dem Volksteil, für den offensichtlich Moroni die geistliche Verantwortung übertragen worden war, zu Auseinandersetzungen bezüglich der Frage der Taufe kleiner Kinder gekommen sei. Mormons Reaktion darauf, dieser Brief an seinen Sohn. Mormon hat keine Anschuldigung ausgesprochen, sondern zum Ausdruck gebracht, dass er `erfahren´ habe, dass dies so sei, und wenn es stimmen würde, dann wünschte er sich von den Kirchenführern, dass sie sich `eifrig bemühen´ sollten, den `schweren Fehler´ auszumerzen. Ich lerne, einerseits muss ich mich vorsehen, vom `Hörensagen´ auf tatsächliches Geschehen zu schließen, und in den `Vorhaltungsmodus´ zu schalten. Ich unterstelle also, es könnte auch anders sein, äußere dann aber meinen Wunsch, eventuelle gravierende Fehler schleunigst mit gebotenem Nachdruck zu berichtigen.

Wie gehst du vor, wenn dir `zu Ohren kommt´, du also nur durch Hörensagen erfährst, dass in einem anderen Verantwortungsbereich eine gravierende Abweichung eines Glaubensgrundsatzes gelebt wird?

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Wenn ich die Wahrheit erfahren habe

17. August 2021, 04:09am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Nun nach seiner Einleitung, gibt Mormon den Hauptgedanken seines Schreibens preis: „Denn wenn ich die Wahrheit erfahren habe, so hat es Auseinandersetzungen unter euch über die Taufe eurer kleinen Kinder gegeben.“ (Moroni 8:5).

Wenn ich die Wahrheit erfahren habe. Mir fällt insbesondere in unserer Zeit der `Fake News´ auf, dass Mormon hier vorsichtig betont: „Wenn ich die Wahrheit erfahren habe“.

Offensichtlich sind Mormon Informationen zu Ohren gekommen bezüglich Auseinandersetzungen im Volk in Moronis Zuständigkeitsbereich der Kirche, über einen bestimmten Evangeliumsgrundsatz, nämlich darüber, ob auch schon kleine Kinder der Taufe bedürfen. Mormon behauptet also nicht, dass es solche Auseinandersetzungen gibt, sondern schränkt ein: „… wenn ich die Wahrheit erfahren habe …“. Ich lerne, dass ich mit Informationen die ich nicht mit Bestimmtheit Wahrheitsgetreuen Quellen zuordnen kann, ganz vorsichtig umgehen muss. Behaupte ich z. B. wider besseren Wissens eine Unwahrheit über einen anderen, die denjenigen verächtlich, oder in der Öffentlichkeit herabwürdigt, erfülle ich den Straftatbestand der `Verleumdung´ (§ 187 StGB). Schon im Alten Testament wird gesagt: „wer Verleumdung ausstreut, ist ein Tor.“ (Sprüche 10:18). Petrus fordert auf: „Legt also alle Bosheit ab, alle Falschheit und Heuchelei, allen Neid und alle Verleumdung!“ (1. Petrus 2:1). In Jesus Sirach werde ich darauf aufmerksam gemacht, `nicht jedem Wort zu vertrauen´! (Jesus Sirach 19:15). Ich lerne, immer schön vorsichtig, mit dem was man durch Hörensagen erfährt.

Wie gehst du mit Informationen um, die fragwürdig erscheinen?

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Es schmerzt mich, dass Auseinandersetzungen unter euch aufkommen

16. August 2021, 06:17am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle; Text hinzugefügt)

Nach ein paar persönlichen Worten an seinen Sohn (Moroni 8:2-3), leitet Mormon nun in den nächsten drei Versen zu seinem eigentlichen Anliegen über. Zunächst: „Und nun, mein Sohn, rede ich zu dir über das, was mich über die Maßen schmerzt; denn es schmerzt mich, dass Auseinandersetzungen unter euch aufkommen.“ (Moroni 8:4).

Es schmerzt mich, dass Auseinandersetzungen unter euch aufkommen. Mormon schreibt nun seinem Sohn Moroni in seinem Brief an ihn, dass ihn die Auseinandersetzungen unter ihnen schmerzen. Ich verstehe das so, dass Mormon allein schon mit dem Wissen, dass es Auseinandersetzungen unter dem Volk gibt, geistige Pein erleidet.

Auch schon in vorhergehenden Zeiten hatte es unter dem Volk Nephi Auseinandersetzungen gegeben, und zwar bezüglich desselben Themas das auch Mormon hier, wohl einige Jahrhunderte später, in seinem Brief anspricht. Als Jesus Christus die Nephiten nach seiner Auferstehung auf dem amerikanischen Kontinent besuchte, lehrte er sie, wie die Taufe zu vollziehen ist und forderte sie auf, keine Auseinandersetzungen über diesen Punkt zu haben, aber ebenso auch nicht über alle anderen Evangeliumsgrundsätze (3. Nephi 11:22.28). Auseinandersetzungen können verbal in einem Streitgespräch geführt werden, können aber auch eskalieren und in Mord und Totschlag enden. Um dies zu vermeiden, gab der Herr den Nephiten Gebote und sagt ihnen: „… gesegnet seid ihr, wenn ihr keine Auseinandersetzungen unter euch habt.“ (3. Nephi 18:34). Warum sollten sie Auseinandersetzungen, Streit, vermeiden – und ebenso wir? Weil derjenige, der den Geist des Streites in sich trägt, sich nicht auf die Seite Gottes schlägt, sondern auf die des Teufels, denn er ist „… der Vater des Streites [ist], und er stachelt den Menschen das Herz auf, im Zorn miteinander zu streiten.“ (3. Nephi 11:29). Ich lerne, dass ich Streit über wahre Evangeliumsgrundsätze vermeiden muss. Insbesondere spricht Paulus jene an, die im Auftrag des Herrn unterwegs sind: „Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streitsüchtig sein, sondern freundlich gegen jedermann, ein tüchtiger Lehrer, fähig, Böses mit Geduld zu ertragen“ (2. Timotheus 2:24).

Wie verhältst du dich, wenn es in einer Evangeliumsklasse über einen Glaubensgrundsatz zu Auseinandersetzungen kommt?

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