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Glaubensansichten

Es gibt jene, die Erste waren, die Letzte sein werden ...

8. Mai 2021, 04:35am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Nun erfolgt noch ein Verweis auf eine Schriftstelle: „Und wenn dies alles kommt, erfüllt sich die Schriftstelle, worin es heißt: Es gibt jene, die Erste waren, die Letzte sein werden; und es gibt jene, die Letzte waren, die Erste sein werden.“ (Ether 13:12).

Es gibt jene, die Erste waren, die Letzte sein werden … . Mir kommt als Erstes das häufig zitierte Sprichwort in den Sinn: „Die ersten werden die letzten sein.“ Auch diese Redewendung ist aus der Bibel abgeleitet, und zwar aus dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg. Zu drei aufeinanderfolgenden Tageszeiten stellte ein Grundbesitzer Arbeiter ein, mit denen er den üblichen Tageslohn ausmachte. Abends beauftragte er seinen Verwalter, die Arbeiter zu entlohnen, und zwar in umgekehrter Reihenfolge wie sie eingestellt wurden. Das für uns merkwürdige, alle bekamen denselben Lohn, obwohl sie unterschiedlich lange gearbeitet hatten. Die beiden die zuerst eingestellt wurden beschwerten sich. Der Herr antwortete: „Darf ich mit meinem Besitz denn nicht machen, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich so großzügig bin?“ und dann kommt folgende Aussage des Grundbesitzers: „Ebenso wird es einmal bei Gott sein: Dann werden die Letzten die Ersten sein, und die Ersten die Letzten.“ (Matthäus 20:1-16).

Diese Redensart ist natürlich unterschiedlich interpretierbar. Eine Sichtweise sei die folgende: Als der Herr das erste Mal unter die Menschen kam, diente er ausschließlich den Juden, wie er vom Vater beauftragt wurde, und befahl seinen Jüngern genauso zu verfahren (Matthäus 15:24; 10:5-6). Die Juden empfingen also als Erste das Evangelium. Als diese es dann verwarfen, sandte der Herr seine Jünger in alle Welt und somit erhielten die `Heiden´ das Evangelium zuletzt. Wo begann nach dem `Abfall´ und der Auflösung der Kirche des Herrn die Wiederherstellung des Reiches Gottes? Bei den `Anderen´, den Heiden. So wurden diejenigen, die zuzeiten Jesu auf Erden das Evangelium als Letzte gepredigt bekamen nun am Ende die Ersten, und die Juden die Letzten, denen das Evangelium gepredigt wird.

Welche Interpretation hast du für diese Redensart?

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Sie sind es, die zerstreut wurden und von den vier Enden der Erde und von den nördlichen Ländern gesammelt worden sind

7. Mai 2021, 05:10am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Moroni berichtet weiter über die Lehren Ethers in Bezug auf die Geschehnisse zum Beginn des Millenniums: „Und dann kommt auch das alte Jerusalem; und seine Einwohner, gesegnet sind sie, denn sie sind im Blut des Lammes gewaschen worden; und sie sind es, die zerstreut wurden und von den vier Enden der Erde und von den nördlichen Ländern gesammelt worden sind, und sie haben teil an der Erfüllung des Bundes, den Gott mit ihrem Vater Abraham gemacht hat.“ (Ether 13:11).

Sie sind es, die zerstreut wurden und von den vier Enden der Erde und von den nördlichen Ländern gesammelt worden sind. Nun spricht Ether über das `alte Jerusalem´ und dessen Einwohner. Beim `alten Jerusalem´ handelt es sich um das Jerusalem des Landes Israel der östlichen Hemisphäre. Das Volk Israel teilte sich allerdings nach dem Tod König Salomos, als Rehabeam dessen Nachfolger wurde. Um die 926 v. Chr. rebellierte ein Teil des Volkes gegen ihn und Israel teilte sich in ein Nordreich – Israel, und ein Südreich – Juda. Jerusalem, blieb die Hauptstadt des Südreichs Juda, das in der Schrift sogenannte `alte Jerusalem´.

Als Erstes wurde das Nordreich Israel von den Assyrern um 722 erobert und ein Teil der Bevölkerung zwangsumgesiedelt. Im weiteren Verlauf zerstreute sich von diesen wiederum ein Teil in die `nördlichen Länder´ – über ihren Verbleib ist uns nichts bekannt. Etwas später, um die 597 v. Chr. wurde auch Jerusalem erobert und die Oberschicht des Volkes Juda nach Babylonien verschleppt. Ein Teil des Volkes gelangte später wieder zurück, der Rest zerstreute sich. Die Ursache der Zerstreuung lag in der Auflehnung des Volkes gegen ihren Gott. Allerdings steckte dahinter auch die Absicht des Herrn, sein Wort über die ganze Erde verteilen zu können (Beispielhaft 3. Mose 26:33). Nun sprechen die Propheten, nicht nur Ether, von einer späteren Sammlung dieser Zerstreuten aus allen Erdteilen (Beispielhaft Jeremia 30:3, 3:18). Die Zeit der Sammlung ist 1836 angebrochen, denn Mose, der die Priestertumsschlüssel der Sammlung innehatte, überbrachte sie dem Propheten der Wiederherstellung, Joseph Smith (Lehre und Bündnisse 110:11). Ich lerne, Propheten haben im Auftrag des Herrn Zerstreuung und Sammlung seines Bundesvolkes vorhergesagt. Beides ist eingetreten. Das Wort des Herrn, durch Propheten kundgetan, erfüllt sich immer!

Welche zwei Gründe kannst du für die Zerstreuung des Bundesvolkes des Herrn aus den Heiligen Schriften erkennen?

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Sie sind es, deren Kleider durch das Blut des Lammes weiß sind

6. Mai 2021, 04:32am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Und dann kommt das Neue Jerusalem
(Bild: Quelle)

Über die Erneuerung lehrt Ether weiter: „Und dann kommt das Neue Jerusalem; und gesegnet sind die, die darin wohnen, denn sie sind es, deren Kleider durch das Blut des Lammes weiß sind; und sie sind es, die dem Überrest der Nachkommen Josefs zugezählt werden, die vom Haus Israel waren.“ (Ether 13:10).

Sie sind es, deren Kleider durch das Blut des Lammes weiß sind. Nun gibt Moroni Ethers Aussagen über das Kommen des `Neuen Jerusalems´wieder, in Zusammenhang mit dem zweiten Kommen Jesu, dem Beginn des Millenniums.

Ether beschreibt den Zustand derjenigen, die in diesem `Neuen Jerusalem´ wohnen. Sie seien gesegnet und ihre Kleider wären `durch das Blut des Lammes weiß´ geworden. Wir erinnern uns, dass `Jerusalem´ die Stadt des Königs ist, die Stadt, in der Christus wohnen wird (Köstliche Perle Mose 7:62). Uns ist auch klar, dass in der Gegenwart des Herrn nichts Unreines verweilen kann (Alma 7:21). Nun ist aber kein einziger Mensch so unschuldig und somit so rein, dass er diese Anforderung von sich aus erfüllen würde. Also muss es eine symbolhafte Reinigung für uns geben. Diese wurde erbracht durch das Sühnopfer Jesu im Garten Getsemani. Wer nun dieses annimmt, indem er an Christus glaubt, sich taufen lässt, weitere Bündnisse mit ihm eingeht und versucht nach all seinen Kräften diese auch bis ans Ende seines Erdendaseins einzuhalten, dessen `Kleider werden durch das Blut Jesu, welches er im Sühnopfer hat fließen lassen, reingewaschen werden (Offenbarung 1:5; Jesaja 1:18; Hebräer 10:19; 1. Johannes 1:7). Seit Adam bis Jesu waren die Menschen aufgefordert im Gedenken an das Blutopfer Jesu, Tieropfer darzubringen (Köstliche Perle Mose 5:4-16). Mit Jesu Leben auf Erden und seinem `letzten Opfer´ wurde dieses Gesetz erfüllt, und ab da fordert der Herr ein reuiges Herz und einen zerknirschten Geist´ als Opfer (3. Nephi 9:19-20). Ich lerne, will ich in `Jerusalem´, der Stadt Gottes leben, muss ich symbolhaft meine Kleider im Blut Jesu reinigen, indem ich seinen Namen auf mich nehme, mit allem was dazugehört (Lehre und Bündnisse 20:37; Alma 5:21; 3. Nephi 27:19-20).

Wie verstehst du das mit dem Reinigen der Kleider im Blut Jesu?

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Es wird einen neuen Himmel und eine neue Erde geben

5. Mai 2021, 04:22am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Moroni teilt uns über Ethers Aussagen weiter mit: „Und es wird einen neuen Himmel und eine neue Erde geben; und sie werden wie die alten sein, außer dass die alten vergangen sind und alles neu geworden ist.“ (Ether 13:9).

Es wird einen neuen Himmel und eine neue Erde geben. In dem Kontext eines alten und eines neuen Jerusalem, sieht Ether auch, dass es am Ende der Zeiten auch eine Erneuerung des Himmels und der Erde geben wird.

In dieser Erneuerungszeit werden die Ungerechtigkeiten der Welt geheilt werden (2. Petrus 3:10-13; Offenbarung 21:1) und Gott selbst wird kommen, um sein Volk zu beanspruchen, und seine Herrschaft über es zu übernehmen (Lehre und Bündnisse 101:23-25). Ich lerne, dass ich auf diese Zeit vorbereitet sein muss, wie es Petrus verkündet: „Wenn sich das alles in dieser Weise auflöst: Wie heilig und fromm müsst ihr dann leben,“ und ich fühle mich aufgefordert, die Beschleunigung der Erneuerung in dieser Zeit mit zu betreiben: „die Ankunft des Tages Gottes erwarten und beschleunigen! …“ (2. Petrus 3:11).

Wie verstehst du das mit der Erneuerung des Himmels und der Erde, und wie bereitest du dich darauf vor?

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Dass für den Überrest der Nachkommen Josefs in diesem Land hier ein Neues Jerusalem erbaut werden würde

4. Mai 2021, 05:36am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Das Neue Jerusalem (Offenbarung 21:9-17)
(Bild: Quelle)

Weitere Aussagen des jareditischen Propheten Ether zu `Jerusalem´ von Moroni wiedergegeben: „und dass für den Überrest der Nachkommen Josefs in diesem Land hier ein Neues Jerusalem erbaut werden würde, und dafür habe es ein Sinnbild gegeben. 8 Darum wird der Überrest des Hauses Josef in diesem Land aufgebaut werden; und es wird ein Land seines Erbteils sein; und es wird dem Herrn eine heilige Stadt errichten wie das alte Jerusalem; und es wird nicht mehr vermischt werden, bis das Ende kommt, wenn die Erde vergehen wird.“ (Ether 13:6,8).

Dass für den Überrest der Nachkommen Josefs in diesem Land hier ein Neues Jerusalem erbaut werden würde. Im gestrigen Blogbeitrag ging es um das `alte Jerusalem´, von dem wir lernten, dass es speziell für das Haus Israel gedacht ist (Ether 13:5). Heute geht es um ein `neues Jerusalem´ und dieses soll speziell für `den Überrest der Nachkommen des Hauses Josephs´ erbaut werden. Und zwar auf dem amerikanischen Kontinent, dem ihnen vom Herrn `verheißenen Land´.

Im Vers 7 wird eine interessante Parallele gezogen, und zwar zwischen dem Vater des von seinen Brüdern nach Ägypten verkauften Joseph, und einem bestimmten Teil von Einwanderern nach Amerika. So wie Josephs Vater von seinem Sohn ins Exil nach Ägypten geholt wurde, und dadurch vor dem Hungertod bewahrt wurde und später im Exil starb, so will der Herr einen Überrest der Nachkommen Josephs aus dem Land Jerusalem nach Amerika führen, um sie vor dem Zugrundegehen zu bewahren (2. Nephi 3:5; 2. Nephi 3:4-16), und sie würden auch im symbolischen Exil sterben, in einem Land, das ihnen der Herr als Erbteil verheißen hat. Eines Tages würden sie dann dort dem Herrn eine `heilige Stadt´ bauen. Eine Stadt wie das `alte Jerusalem´ in der östlichen Hemisphäre, ein `neues Jerusalem´, auch Zion genannt, in der westlichen (Köstliche Perle Mose 7:62). Diese Zusammenhänge kannte Ether also. Ich lerne, dass in Amerika, vor dem zweiten Kommen des Herrn, noch ein `neues Jerusalem´ gebaut werden muss (Lehre und Bündnisse 42:9,35,62,67).

Was weißt du über dieses `neue Jerusalem´?

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Er sprach auch vom Haus Israel und von dem Jerusalem, von woher Lehi kommen werde

3. Mai 2021, 05:13am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

My Fathers House by Al Rounds
(Bild: Quelle)

Moroni erklärt seinen zukünftigen Lesern, worüber Ether prophezeite: „Und er sprach auch vom Haus Israel und von dem Jerusalem, von woher Lehi kommen werde – nachdem es zerstört worden sei, würde es wieder aufgebaut werden, eine heiligeStadt für den Herrn; darum kann es nicht ein neues Jerusalem sein, denn es bestand schon in alter Zeit; sondern es würde wieder aufgebaut werden und eine heilige Stadt des Herrn werden; und es würde für das Haus Israel erbaut werden “ (Ether 13:5).

Er sprach auch vom Haus Israel und von dem Jerusalem, von woher Lehi kommen werde. Hier haben wir wieder ein Beispiel, wie Gott seinen Propheten Dinge kundtut, von denen sie nichts wissen können. Ether lebte zwar zu der Zeit König Koriantumrs (Ether 12:1-2), der auch der letzte Überlebende des Volkes der Jarediten war, und vom Volk Zarahemla entdeckt wurde (Omni 1:21), Zu dieser Zeit war das Volk Nephi zwar auch schon auf dem amerikanischen Kontinent, beide Völker waren sich aber noch nicht begegnet. Schätzungen besagen, dass Koriantumr um die 500 bis 250 v. Chr. lebte, denn er wurde wohl um die 300 v. Chr. von den Nephiten entdeckt.

Also der Herr sprach mit Ether über drei heilige Städte. Eine davon das Jerusalem, von dem Lehi kommen würde. Dieses würde zerstört, und danach wieder aufgebaut werden. Und es wäre eine `heilige Stadt´. Eine Stadt also, die schon existierte, und deshalb als das `alte Jerusalem´ zu verstehen ist. Dieses `alte Jerusalem´ ist speziell für das Haus Israel gedacht. Ich lerne daraus, dass der Städtename `Jerusalem´ nicht nur auf eine bestimmte Stadt, sondern auch auf einen Typus Stadt hinweist, nämlich auf eine Stadt, die der Herr besuchen, und von der aus seine Regentschaft über sein Volk ausgehen, und von der aus sein Wort verbreitet werden würde (Micha 4:2). In jeder Stadt `Jerusalem´ wird also ein Tempel existieren.

Wie verstehst du das mit den Städtenamen `Jerusalem´?

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Dass es der Ort des Neuen Jerusalems sei

1. Mai 2021, 04:56am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Bild des neuen oder himmlische Jerusalem. Maler unbekannt.
(Bild: Quelle)

Von dem, erwählten Land sprechend – Amerika gemeint, sagt Ether dem Volk: „und dass es der Ort des NeuenJerusalems sei, das aus dem Himmel herabkommen werde, und das heilige Heiligtum des Herrn.“ (Ether 13:3).

Dass es der Ort des Neuen Jerusalems sei. Moroni gibt jetzt in seiner Zusammenfassung des Berichtes der Jarediten Ethers Prophezeiungen über das wieder, was in Zukunft in dem für die Jarediten von Gott `auserwählten Land´ geschehen würde (Ether 13:2-4). In diesem Vers 3 erklärt Ether, dass dieses Land, das auf dem amerikanischen Kontinent gelegen zu verstehen ist, `der Ort des neuen Jerusalem´ sei.

In den nächsten Versen bringt Moroni sein Verständnis über Ethers Aussagen in der Weise zum Ausdruck, dass dieser von drei heiligen Städten spricht, nämlich drei unterschiedlichen `Jerusalems´:

  • 1. Ein neues Jerusalem, welches vom Himmel herabkommen soll (Ether 13:3),
  • 2. Einem Jerusalem des alten Israel (Ether 13:5), und
  • 3. Einem auf dem amerikanischen Kontinent neu zu errichtenden Jerusalem (Ether 13:6).

Moroni lässt uns erkennen, wie Ether die Bedeutung dieser heiligen Städte für die letzten Tage beschreibt, die Tage, in der die Erde auf die tausendjährige Herrschaft Jesu vorbereitet werden, und wenn diese danach in ein himmlisches Reich verwandelt werden wird (Ether 13:3-12). Außer Ether weisen auch andere Propheten in den Schriften auf diese heiligen Städte hin (Beispielhaft: Offenbarung 3:12; Offenbarung 21:1-5; 3. Nephi 20:22; Köstliche Perle Mose 7:62-63). Ich lerne, es wird dereinst auf Erden drei `heilige Städte´ mit Namen Jerusalem geben, die jeweils Orte mit entsprechend zugeteilten Aufgabenbereichen sein werden.

Welches Verständnis hast du bezüglich dieser drei Jerusalems?

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Denn siehe, es verwarf alle Worte Ethers

30. April 2021, 04:47am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle; Text hinzugefügt)

Nachdem Moroni einige eigene Worte in den Bericht eingefügt hat, kehrt er nun wieder zum Berichtes der Jarediten zurück: „Denn siehe, es verwarf alle Worte Ethers; denn er erzählte ihm wahrhaftig von allem, vom Beginn des Menschen an, und dass, nachdem die Wasser sich von diesem Land hinweg zurückgezogen hatten, es vor allen anderen Ländern ein erwähltes Land geworden sei, ein vom Herrn erwähltes Land; darum wollte der Herr haben, dass alle Menschen ihm dienen, die darin wohnen;“ (Ether 13:2).

Denn siehe, es verwarf alle Worte Ethers. Das gesamte Kapitel 12 im Buch Ether sind ausschließlich Gedanken von ihm, die nichts mit dem Bericht des Ether zu tun haben. Nachdem Moroni nun vom eigentlichen Inhalt abgewichen war, stellt er im Vers 1 des Kapitels 13 deutlich heraus, dass er nun wieder zum Bericht des Ether zurückkehrt. Moroni knüpft exakt an der Stelle an, an der er unterbrochen, und seine eigenen Gedanken eingeschoben hatte (Ether 11:22-23).

Ethers warnende Worte an sein Volk verpufften, liefen ins Leere, trafen auf taube Ohren. Das Volk verwarf sie. Auch weitere Propheten, die der Herr dem Volk sandte, warnten es, dass wenn es keine Umkehr üben würde, es in sein vollständiges Verderben rennen würde (Ether 11:20). Moroni führt an, dass Ether dem Volk offensichtlich die Folgen von Sünde anhand der Sintflut aufgezeigt hatte (1. Mose 7:11-24; 8:3). Ether erinnerte das Volk auch daran, dass der Herr, nachdem die Wasser zurückgewichen waren, dieses Land – Amerika ist gemeint – zu seinem vor allen anderen Ländern erwählten Land erkoren hat, in dem die dort lebenden Menschen ihm dienen sollten. Würden sie es nicht tun, und eine rote Linie überschreiten, würden sie vernichtet werden (Ether 2:8-12; lies auch gerne den Artikel „America needs you': President Monson shares 2 ways members can serve God and their country“ hier). Das alles konnte das Volk nicht von seinem schlimmen Weg abbringen. Ich lerne, es ist lebensrettend, auf die Warnungen der Propheten des Herrn zu hören und ihrem Ratschlag zu folgen. Nur so kann ich der endgültigen geistigen Vernichtung entgehen, die darin besteht, für `alle Zeit und Ewigkeit´ aus der Gegenwart des Herrn verbannt zu sein.

Wie gehst du mit den Warnungen lebender Propheten um?

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Nun möchte ich euch anempfehlen, diesen Jesus zu suchen

29. April 2021, 05:10am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Heutige Hilfe beim Suchen
(Bild: Quelle)

Moroni zu den zukünftigen Lesern dieses Berichtes: „Und nun möchte ich euch anempfehlen, diesen Jesus zu suchen, von dem die Propheten und Apostel geschrieben haben, damit die Gnade Gottes des Vaters und auch des Herrn Jesus Christus und der Heilige Geist, der von ihnen Zeugnis gibt, in euch seien und verbleiben immerdar. Amen.“ (Ether 12:41).

Nun möchte ich euch anempfehlen, diesen Jesus zu suchen. Bevor Moroni seine eigenen Einfügungen beendet und zum Bericht des jareditischen Propheten Ether zurückkehrt, richtet er noch eine Empfehlung an seine zukünftigen Leser*innen, Jesus zu suchen!

Von Johann Heinrich Pestalozzi (1746 - 1827, Schweizer Pädagoge und Sozialreformer) stammt der Ausspruch: „Was niemand sucht, wird selten gefunden.“ Mit anderen Worten, will ich etwas finden, muss ich auch suchen. Suchen tue ich aber meistens nicht unmotiviert, sondern wenn ich merke, dass mir etwas fehlt. Ich denke an die Anhängerinnen Jesu. Er fehlte ihnen nach seiner Kreuzigung und als sie wenigstens seinen Leichnam weiter versorgen wollten, war sein Grab leer. Anstelle des Leichnams fanden sie einen Engel, also nicht das, wonach sie eigentlich suchten „Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier.“ und er fügt noch hinzu, dass sie genau hinsehen sollten: „… Seht, da ist die Stelle, wohin man ihn gelegt hat.“ (Markus 16:6). Die deutsche Sozialpädagogin Helga Schäferling (*1957) hat zum Ausdruck gebracht: „Mein ganzes Suchen, das mir ohne Ziel und Erfolg erschien, offenbart mir heute Möglichkeiten, an die ich nie im Traum gedacht hätte.“ Ich lerne, dass mein Suchen manchmal erfolglos erscheinen, doch später zu einem ungeahnten Erfolg führen kann. Warum? Weil ich bei der Suche viele andere Dinge gefunden habe, die mir für das Erreichen meines Lebensziels, Jesus so nahe wie möglich zu kommen, äußerst hilfreich waren. Ich erkenne aber auch, dass ich nicht nur auf mich bedacht suchen darf, sondern auch nach den `Schafen´ suchen muss, die sich verirrt haben (Hesekiel 34:6). Suchen zahlt sich aus!

Welche Rolle spielt in deinem Leben `Suchen´?

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Dann werdet ihr wissen, dass ich Jesus gesehen habe

28. April 2021, 04:55am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Jesus zeigt sich Jareds Bruder
(Bild: Quelle)

Moronis Abschiedsgruß an seine zukünftigen Leser: „Und dann werdet ihr wissen, dass ich Jesus gesehen habe und dass er von Angesichtzu Angesicht mit mir geredet hat und dass er mir in einfacher Demut, in meiner eigenen Sprache, ja, wie ein Mann es einem anderen sagt, dies alles gesagt hat;“ (Ether 12:39).

Dann werdet ihr wissen, dass ich Jesus gesehen habe. Ich werde an andere Begebenheiten im Alten Testament erinnert, in denen Jehova, der spätere Jesus Christus, sich seinen Dienern gezeigt und mit ihnen von Angesicht zu Angesicht geredet hat, wie ein Mensch mit einem anderen spricht.

Als Mose dem Volk Israel zu lange wegblieb, bauten sie sich ein goldenes Kalb und beteten dieses an (2. Mose 32:1 ff). Der Herr, mit dem Mose auf dem Berg gesprochen hat, sagt ihm, dass er zurückkehren solle, da er sah, was sie taten (2. Mose 32:7). Als Mose zurück beim Volk war, sagte er ihm, dass er wieder zum Herrn gehen wolle, um Sühne für dessen Sünden zu erbitten (2. Mose 32:30). Und dann wird uns berichtet, dass der Herr und Mose miteinander „… von Angesicht zu Angesicht, wie einer mit seinem Freund spricht. …“ redeten (2. Mose 33:11). Dann gibt es da noch den Bericht über das Ringen Jakobs mit dem Herrn am Fluss Jabbok. Jakob bat den Herrn um einen Segen. Dieser segnete ihn und gab ihm den Namen Israel und dieser sagte: „… Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und bin doch mit dem Leben davongekommen.“ (1. Mose 32:31). Dies war vor Jesu Geburt auf Erden, so wie er sich auch dem Bruder Jareds in seinem Geistkörper zeigte (Ether 3:13,16).

Von welchen Begebenheiten weißt du, in denen Jesus sich nach seiner Auferstehung auserwählten Menschen zeigte?

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