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Glaubensansichten

Wo ist denn der Scheidebrief eurer Mutter, durch den ich sie verstoßen (oder: entlassen) hätte?

24. September 2022, 06:14am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

“So hat der HErr gesprochen: „Wo ist denn der Scheidebrief eurer Mutter, durch den ich sie verstoßen (oder: entlassen) hätte? oder wo ist einer unter meinen Gläubigern, an den ich euch verkauft hätte? Nein, um eurer Verschuldungen willen seid ihr verkauft worden, und wegen eurer Übertretungen ist eure Mutter entlassen worden!” (Jesaja 50:1). 

Wo ist denn der Scheidebrief eurer Mutter, durch den ich sie verstoßen (oder: entlassen) hätte? Das Kapitel 49 im Buch Jesaja richtet sich an das zerstreute Haus Israel, und behandelt dessen Sammlung bzw. Erlösung. Im Kapitel 50 spricht Jesaja als Messias zu den Israeliten, die sich aufgrund ihrer Sünden in Gefangenschaft befinden. Was meint der Herr hier mit dem `Scheidebrief´. Ein solcher Brief ist ein rechtliches Dokument, das die Annullierung einer Ehe beurkundet. Das Bündnis, das ein Paar geschlossen hatte, wird aufgelöst, sie trennen sich, gehen getrennte Wege. Nun fragt Christus das Volk Israel, sein Bündnisvolk, wo denn der Scheidebrief sei, durch den er sein Volk verlassen haben, oder es sogar an jemand anderen verkauft haben sollte (an die Sünde)? Christus macht seinem Volk klar, dass nicht er es verlassen, sondern das Volk ihn verlassen hat. Und zwar aufgrund seiner Übertretung des Bündnisses, das es einst mit ihm eingegangen ist (Genesis 17:7). 

Um seine Brüder noch eindringlicher dazu zu bewegen, an den Herrn zu glauben, las er ihnen “... vor, was der Prophet Jesaja geschrieben hatte ...” (1. Nephi  19:23). So handhabte es auch sein jüngerer Bruder Jakob. Der Herr hatte ihm gezeigt, dass diejenigen, die aus Jerusalem ins Exil geführt wurden, wieder zurückkehren würden. Ja, er würde sich ihnen sogar im `Fleische kundtun´. Dann würde er gegeißelt und gekreuzigt werden (2. Nephi 6:8-9). Danach zitierte Jakob das gesamte Kapitel 50 des Jesaja. Der Vers 1 lautet dort folgendermaßen: “So hat der HErr gesprochen: „Wo ist denn der Scheidebrief eurer Mutter, durch den ich sie verstoßen (oder: entlassen) hätte? oder wo ist einer unter meinen Gläubigern, an den ich euch verkauft hätte? Nein, um eurer Verschuldungen willen seid ihr verkauft worden, und wegen eurer Übertretungen ist eure Mutter entlassen worden!” Ich lerne, wenn ich mit dem Herrn heilige Bündnisse eingegangen bin, verkaufe ich mich selber an die `Gefangenschaft der Sünde´, und an den, der sie liebt, Satan. Nicht der Herr beantragt den `Scheidebrief´, ich selber tue es. Ich selber wechsle die Fronten. Das sei ferne von mir. Dank sei aber dem Herrn, denn durch sein Leiden, hat er uns ´freigekauft´, wenn wir uns nur wieder ihm zuwenden, Umkehr üben. 

Wie verstehst du das mit dem `Scheidebrief? 

findechristus.org 

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So hat der Herr zu seinem Gesalbten gesprochen, zu Cyrus

23. September 2022, 05:24am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

“So hat der HErr zu seinem Gesalbten gesprochen, zu Cyrus, den ich bei seiner rechten Hand ergriffen habe, um Völker vor ihm niederzustrecken und den Gürtel von den Hüften der Könige zu lösen, um Türen vor ihm aufzutun und Tore, damit sie ihm nicht verschlossen bleiben: 2 „Ich will selbst vor dir hergehen und das Unwegsame ebnen; eherne Pforten will ich sprengen und eiserne Riegel zerschlagen; 3 ich will dir die im Dunkel verborgenen Schätze übergeben und die wohlversteckten Kostbarkeiten, damit du erkennst, daß ich, der HErr, es bin, der dich bei deinem Namen gerufen hat, der Gott Israels.” (Jesaja 45:1-3). 

So hat der Herr zu seinem Gesalbten gesprochen, zu Cyrus. Zum Ende des Kapitels 44 lässt der Herr Jesaja ankündigen, dass Jerusalem mit seinem Tempel durch Cyrus wiederaufgebaut werden wird (Vers 48). Ja, zu Beginn des Kapitels 45 sagt der Herr von Cyrus sogar, dass er sein Gesalbter sei, den er bei seiner `rechten Hand´ ergriffen hat, was für mein Verständnis so viel bedeutet, dass er mit ihm, einem, der nicht von seinem Bundesvolk ist, einen Bund geschlossen hat (Vers 1). In der Geschichte erleben wir häufiger, dass der Herr sich Menschen bedient, die außerhalb des Bundes stehen, und doch seinem Bundesvolk helfen sollen. So halfen die Briten den Juden 1948 bei der Rückkehr in ihre Heimat mit der Niederlegung ihres Mandates über Palästina, “. . . um vor ihm die zweiblättrigen Tore zu öffnen, (die Haupttore der Stadt) und die Tore sollen nicht verschlossen werden.“ (Jesaja 45:1 King James Version, maschinell übersetzt). Daraufhin rief der Führer der zionistisch-sozialistischen Arbeiterpartei Israels, David Ben-Gurion, den Staat Israel aus. 

So hat sich der Herr auch im Fall des Großkönigs Cyrus zur Heimführung seines Volkes, eines Mannes bedient, der nicht Mitglied seines Bundesvolkes war. Auch in seinem Fall, hat ihm der Herr den Weg geöffnet, und niemand konnte ihn an der Ausführung hindern, denn der Herr selber wollte vor ihm herziehen und die Wege für ihn ebnen. Im Kapitel 1 “Altertümer der Juden – Buch XI” berichtet der jüdische Historiker Flavius Josephus: “1. [An. 536.] Im ersten Jahr der Regierung von Cyrus; das war der siebzigste seit dem Tag, an dem unser Volk aus seinem eigenen Land nach Babylon gebracht wurde;  (2) Gott bemitleidete die Gefangenschaft und das Unglück dieser armen Leute, wie er es ihnen von Jeremia, dem Propheten, vor der Zerstörung der Stadt vorausgesagt hatte; das, nachdem sie Nebukadnezar und seiner Nachkommenschaft gedient hatten; und nachdem sie diese siebzigjährige Knechtschaft durchgemacht hatten, er würde sie wieder in das Land ihrer Väter zurückbringen; und sie sollten ihren Tempel bauen und ihren alten Wohlstand genießen. Und diese Dinge gewährte ihnen Gott. Denn er erregte die Gedanken von Cyrus und ließ ihn in ganz Asien schreiben: „So spricht Cyrus, der König: Da Gott der Allmächtige mich zum König der bewohnbaren Erde ernannt hat, glaube ich, dass Er der Gott ist, der die Nation des Gottesdienstes der Israeliten. Denn er hat meinen Namen durch die Propheten vorausgesagt und dass ich ihm ein Haus in Jerusalem im Land Judäa bauen sollte.“ (Google Übersetzer). Ich lerne, Gott bedient sich für die Umsetzung seiner gerechten Pläne der Hände derer, die er für geeignet hält, egal welcher Angehörigkeit sie seien. Schließlich sind alle Kinder seines Vaters. 

Welche Beispiele kennst du, in denen der Herr für seine Ziele Menschen `salbte´, die nicht seinem Bundesvolk angehörten? 

findechristus.org 

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Seit unendlich langer Zeit habe ich geschwiegen

22. September 2022, 05:18am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Seit unendlich langer Zeit habe ich geschwiegen, bin stumm geblieben, habe an mich gehalten; jetzt aber will ich wie eine Gebärende aufschreien, will schnauben und schnaufen (oder: nach Luft schnappen) zugleich.” (Jesaja 42:14). 

Seit unendlich langer Zeit habe ich geschwiegen. In den Versen 1 bis 4 des Jesaja 42 ist die Rede außer von Israel als Kollektiv, auch von Jesus Christus. Er spricht wohl im Namen seines Vaters, indem er erklärt, dass er auf diesen seinen Erwählten, an dem er Wohlgefallen hat, seinen Geist gelegt hat, dieser wird den Völkern das Evangelium (Recht) bringen, und er wird dabei nicht ermüden, bis seine Aufgabe erfüllt sein wird. Ich stelle mir vor, damit ist gemeint, dass Christus seinen Geist am Kreuz nicht aufgeben wird, bevor sein Werk zu diesem Zeitpunkt vollbracht ist (Johannes 19:30). Danach vermittelt der Herr durch Jesaja, dass er seine Diener berufen hat, seinem Volk seinen Bund zu bringen, und für die Völker Vorbild (Licht) zu sein, damit Unwissenheit durch Wissen ersetzt wird und das Gesetz alle frei machen würde (Jesaja 42:6-7). 

Nachdem Christus sein Werk auf Erden für dieses Mal zu Ende gebracht hat, haben seine Dienerinnen und Diener fleißig, meist unter schwersten Bedingungen, den Auftrag, das Evangelium in alle Welt zu tragen erfüllt. Bis der Herr sie zu sich nahm, gab es eine lange Zeit der `Dunkelheit´, eine Zeit ohne Seine Vollmacht, ohne seine Kirche (Abfall). Das könnte für mein Verständnis mit der `unendlich langen Zeit des Schweigens´ gemeint sein. Und schon sind wir wieder in unserer Zeit, denn er hat jetzt sein Schweigen gebrochen, indem er Joseph Smith beauftragte, den weiteren Zeugen für Jesus Christus, das Buch Mormon, aus dem `Staube´ zu unserer Generation sprechen zu lassen, Vollmacht wiederherzustellen, und sein Wort unter den Menschenkindern, bis an die Enden der Erde erschallen zu lassen (wie eine Gebärende schreien). Aus Finsternis (Unkenntnis), ist Licht (Erkenntnis) geworden! Ich lerne, von diesen Taten lässt der Herr nicht mehr ab (Jesaja 42:16), diese seine Macht (das Aaronische Priestertum) wird nie mehr von der Erde genommen werden, bis die Söhne Levis dem Herrn wieder ein Opfer in Gerechtigkeit darbringen (Lehre und Bündnisse 13).

Wie verstehst du Jesaja 42:14?

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Wer hat vom Sonnenaufgang her den (Mann) erweckt, dem der Sieg entgegenkommt?

21. September 2022, 05:19am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

“Wer hat vom Sonnenaufgang her den (Mann) erweckt, dem der Sieg**) entgegenkommt auf Schritt und Tritt? Wer gibt Völker in seine Gewalt und läßt ihn Könige niedertreten, daß sein Schwert sie wie Staub macht und sein Bogen wie verwehte Spreu? 3 daß er hinter ihnen herjagt, unversehrt einherzieht, ohne den Pfad mit seinen Füßen zu berühren.***)” (Jesaja 41:2-3). 

Wer hat vom Sonnenaufgang her den (Mann) erweckt, dem der Sieg entgegenkommt? Jesaja 41 beginnt mit einer Frage, wer einen Mann aus dem Osten (Sonnenaufgang) kommen lässt, der fast problemlos über Völker und Könige siegen wird. Bei dem Mann, den der Herr erweckt, handelt es sich um den persischen Großkönig Kyros (auch Cyrus geschrieben; * um 590 bis 580 v. Chr.; † August 530 v. Chr.). Durch seine Expansionspolitik weitete er die Grenzen des ehemals kleinen altpersischen Reichs deutlich aus, das unter seinen Nachfolgern von Indien über Iran, Babylon, Kleinasien bis Ägypten reichte und bis 330 v. Chr. bestand, ehe es von Alexander dem Großen erobert wurde. Von Cyrus sagt der Herr: “... ‘Er ist mein Hirt und soll all meinen Willen (oder: meinen ganzen Plan) ausführen’, indem er für Jerusalem gebietet: ‘Es soll wieder aufgebaut werden!’ und für den Tempel: ‘Er werde neu gegründet!’” (Jesaja 44:28). Er wurde durch den Geist des Herrn geleitet, diejenigen, der um 597 v. Chr. durch die Babylonier ins Exil verschleppten, um die 539 v. Chr. wieder in ihre Heimat zurückkehren zu lassen, um Jerusalem samt Tempel wieder aufzubauen. 

Cyrus ist einerseits das Werkzeug Gottes zum Gericht, wie andererseits zur Errettung Seines Volkes. Zum Gericht insofern, als er dazu beitrug, den Götzendienst zu vernichten, zur Errettung, indem er dafür sorgte, dass diejenigen des Volkes Gottes, die es wünschten, nach Jerusalem zurückkehren konnten, um dort wieder ihrem wahren Gott zu dienen. Doch dieses Kapitel bezieht sich, wie alle Prophezeiungen Jesajas, auch auf andere Zeiten. Zum Beispiel spricht er im Vers 25 von einem Mann, den der Herr aus dem Norden her erweckt hat. Auch damit könnte Cyrus gemeint sein, denn er fiel in Babylon von Norden her ein, kam aber aus dem Osten, aus Persien. Es könnte sich aber auch auf die Rückführung der `verlorenen zehn Stämme´ beziehen. Sie sind aus babylonischer Gefangenschaft in den Norden weggezogen. So müssen sie zur Sammlung, zur Wiedervereinigung, auch durch den Herrn von dort wieder zurückgeführt werden (Jeremia 3:18; Jeremia 31:8). Diese Rückführung begann in den 1880er Jahren. “Unter der Führung von Theodor Herzl in den frühen 1900er Jahren wurde die moderne zionistische Bewegung organisiert und eine systematischere Rückkehr der Juden begann. Mit restriktiven Einwanderungsgesetzen in Amerika und dem Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland wanderten in den 1920er Jahren viel mehr Juden nach Palästina ein. Nach der Katastrophe des Holocaust wurden die Gebete vieler Juden während der Jahrhunderte der langen Zerstreuung schließlich am 14. Mai 1948 erhört, als die Führung des jüdischen Palästinas für die Gründung des jüdischen Staates Israel stimmte.” (siehe hier). Ich lerne, der Herr vergisst die Seinen nicht, egal wo sie sich auch befinden mögen. Er weiß, wo sie sind, und wann sie ihren Auftrag dort erfüllt haben, und reif für die Rückführung in ihre Heimat sein werden (Jesaja 41:14). 

Wen hältst du für den `Mann´, den der Herr vom `Sonnenaufgang´ her erweckt hat? 

findechristus.org 

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Dass sie laufen und nicht müde werden, dass sie wandern und nicht ermatten

20. September 2022, 05:49am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Mögen Jünglinge müde und matt werden und junge Männer strauchelnd zusammenbrechen: — 31 die auf den HErrn harren, gewinnen neue Kraft, daß ihnen neue Schwingen (oder: Schwungfedern) wachsen wie den Adlern, daß sie laufen und nicht müde werden, daß sie wandern und nicht ermatten.” (Jesaja 40:30-31). 

Dass sie laufen und nicht müde werden, dass sie wandern und nicht ermatten. Bei diesen Worten, die der Herr durch Jesaja sprechen lässt, klingeln mir doch gleich wieder die Ohren. Wo habe ich diese Aussage schon mal gelesen und gehört? Mir fallen zwei Dinge ein. Zum einen das Gesundheitsgesetz des Herrn in Lehre und Bündnisse 89 und dann eine gleichlautende Verheißung auf dem `Berg des Herrn´, in seinem Haus, dem Tempel. In Lehre und Bündnisse 89:20 verheißt der Herr jenen, die auf sein `Wort der Weisheit´ hören, sie  “... werden laufen und nicht ermüden und werden gehen und nicht ermatten.” Dies erinnert mich doch auch daran, dass der Herr `gestern, heute und in Ewigkeit derselbe´ ist (Hebräer 13:8; 1. Nephi 10:18; Mormon 9:9; Lehre und Bündnisse 20:12). 

Ich lerne, dass dieser eine unvergleichlich weise, unser Gott, nur eins im Sinn hat, alles was er hat, mit uns, seinen Kindern zu teilen. Denjenigen, die ihr Vertrauen in ihn setzen, und nicht auf `eigene Kraft und Weisheit´ bauen, wird er `Kraft´ geben, auf dass sie nicht ermatteten. Ich fühle mich dadurch ermuntert auf seine Liebe, Weisheit und Güte zu vertrauen. Er wird mir Hilfe zuteilwerden lassen, wenn ich durch Anfechtungen ermattet bin, mich stärken, sodass ich Kraft habe, weiter den `schmalen und geraden Weg´ entlang der `eisernen Stange´ zum Baum des Lebens zu laufen, ohne auf das `große und geräumige Gebäude´ abseits des Weges zu achten (1. Nephi 8). Meine Kräfte werden erneuert werden, wie bei einem Adler jedes Jahr die Flugfedern erneuert werden, und er auf diese Weise seine jugendliche Kraft behält. Diese verheißene Erneuerung ist sowohl eine geistige, als auch eine körperliche. Was wird uns sogar verheißen, wenn wir dem Herrn die Treue halten? “Erben Gottes und Miterben Christi zu sein” (Römer 8:17; Lehre und Bündnisse 84:38). Nie würde ich dagegen ein von Menschen gefertigtes Bildnis eintauschen und anbeten, ein Porsche oder sonst ein `von Menschen geschaffenes Bildnis´ kann mir nicht diese Kraft verleihen, ein Erbe Christi zu werden. Es rostet mit der Zeit, und wird von Motten gefressen (Matthäus 6:19). 

Was meinst du, wer kann dir wann Kraft geben zu laufen ohne zu ermatten? 

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Auf einen hohen (oder: den höchsten) Berg steige hinauf, Zion, als Freudenbotin!

20. September 2022, 05:25am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Auf einen hohen (oder: den höchsten) Berg steige hinauf, Zion, als Freudenbotin! 
(Bild: Quelle)

“Auf einen hohen (oder: den höchsten) Berg steige hinauf, Zion, als Freudenbotin! Erhebe deine Stimme mit aller Macht, Jerusalem, als Freudenbotin! Erhebe sie, fürchte dich nicht! Verkünde den Städten Juda’s: „Sehet da, euer Gott!” (Jesaja 40:9). 

Auf einen hohen (oder: den höchsten) Berg steige hinauf, Zion, als Freudenbotin! In den nächsten Versen lässt der Herr durch Jesaja seine Macht und seine Stärke als Schöpfer und als Richter, seiner Liebe und Fürsorge als der Hirte gegenüberstellen. Diese Botschaft sollen wir, seine Dienerinnen und Diener von einem hohen Berg als Freudenbotschaft `Juda´ (Israel) verkünden, dass Gott derjenige ist, der alles weiß, alles erschaffen hat, der mit nichts in seiner Herrlichkeit vergleichbar ist (Jesaja 40:12-18). 

`Mit Kraft kommt er´. Darunter stelle ich mir die Macht und Kraft des Priestertums Gottes vor, durch die alles was ist, erschaffen wurde. `Als Sieger kommt er´. Darunter stelle ich mir vor, dass er den Tod überwunden und somit die Menschheit, seine Kinder, auferstehen werden. Sein Arm hat ihm Stärke verliehen, den Tod zu überwinden. `Sein Lohn kommt mit ihm´. Darunter stelle ich mir vor, dass jene, die sich seinem Volk, dem Bündnisvolk, angeschlossen haben, mit ihm bei seinem zweiten Kommen, das das Millennium einleitet, in den Wolken vor ihm her schreiten werden. Siehe Vers 10. Dann lässt der Herr seine Bemühungen als `Hirte´ seines Volkes beschreiben. Er wird die Jugend (die Lämmer) an seinem Herzen (Busen) tragen, d. h. seine Liebe, die er in so unbeschreiblichem Maße für sie hat, spüren lassen, und ihre Eltern (Mutterschafe) sorgsam anleiten, damit sie ihren Kindern das rechte Wort lehren, und ihnen Vorbild sein werden. Siehe Vers 11. Ich lerne, diese Aufforderung, auf den höchsten Berg zu gehen (von dort werden die meisten Menschen erreicht, so ein `höchster Berg´ könnte heute das Internet sein) und den `Städten Judas´ (allen vom Volk des Herrn), ohne sich zu fürchten zuzurufen, wer der Gott des Himmels und der Erde ist, wo sein Evangelium und seine Kirche zu finden sind: „Sehet da, euer Gott!”

Wie verstehst du das mit der Aufforderung als `Freudenbotin´ auf den höchsten Berg zu steigen? 

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Bahnet dem Herrn einen Weg

17. September 2022, 05:21am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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(Bild: Quelle)

 

“Horch! ein Ruf erschallt: „In der Wüste*) bahnet dem HErrn einen Weg, ebnet in der Steppe eine Straße für unsern Gott! 4 Jede Vertiefung soll erhöht (oder: ausgefüllt) und jeder Berg und Hügel abgetragen werden; was uneben ist, soll zu glattem Weg und die Felsrücken zur Niederung werden, 5 damit die Herrlichkeit des HErrn sich offenbare und alles Fleisch (= die ganze Menschheit) insgesamt sie sehe; denn der Mund des HErrn hat gesprochen.” (Jesaja 40:3-5). 

 

Bahnet dem Herrn einen Weg. Mit Kapitel 40 beginnt der zweite Teil des Jesaja-Buches, der Deuterojesaja. Er wurde um die 605 v. Chr., also vor dem babylonischen Exil geschrieben, das 592 mit der Eroberung Jerusalems und des Königreichs Juda durch den babylonischen König Nebukadnezar II. begann, und mit der Eroberung Babylons 539 v. Chr. durch den Perserkönig Kyros II endete. Jesaja gibt hier unzähligen Generationen eine Botschaft des Trostes und der Inspiration. Er erneuert die Hoffnung auf die Ankunft des Messias, und schließt mit einer Verheißung, dass diejenigen, die auf den Herrn warten und ihm vertrauen, an seiner Macht teilhaben werden. Die ersten beiden Verse richtet der Herr wohl an seine Diener und Propheten, in denen er ihnen aufträgt, seinem Volk zu Jerusalem tröstende Worte auszurichten, weil seine Leidenszeit ein Ende haben wird, da die `doppelte Strafe´, die das Gesetz in bestimmten Fällen forderte (Exodus 22:3,6,8), abgegolten war, und ihnen durch das Sühnopfer Jesu Vergebung zuteilwurde. 

 

Die Verse 3-5 erinnern mich direkt an die Mission von Johannes dem Täufer, der den Weg für den Retter aller Menschen, der kommen würde, ebnen sollte, der gesandt werden würde, das Volk vorzubereiten, den Messias zu empfangen (Johannes 1:19-23). Seine Vorbereitung lag darin, den Weg für das Werk des Erretters zu ebnen, alle Unebenheiten zu beseitigen. Diese Beschreibung erzeugt in mir das Bild vom Bau einer Bahnstrecke durch die Alpen. Tunnel mussten durch das Bergmassiv gefräst, Brücken über Täler geschlagen, eine möglichst gerade Gleisführung erreicht werden, damit die Züge mit ihrer Höchstgeschwindigkeit ihr Ziel erreichen könnten. Ich lerne, diese Vorgehensweise können wir auf unser Leben übertragen. Damit der Herr unser Herz so schnell wie möglich erreichen kann, müssen wir vorher alle Unebenheiten glätten, ungerades begradigen, ihm den Weg zu uns bahnen, störendes eliminieren. Durch unser Vorbild tragen wir dann dazu bei, die Erde für das Kommen des Herrn vorzubereiten. 

 

Wie bahnst du dem Herrn einen Weg zu dir?

 

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Deine Stimme wird wie die eines Totengeistes aus der Erde hervorkommen

16. September 2022, 05:18am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle; Hardcopy von Seite 65)

“Dann wirst du, unten am Boden liegend, gedämpft reden und, in den Staub gesunken, eine bescheidene Sprache führen, deine Stimme wird wie die eines Totengeistes aus der Erde hervorkommen und deine Rede aus dem Staube heraus nur flüstern.” (Jesaja 29:3). 

Deine Stimme wird wie die eines Totengeistes aus der Erde hervorkommen. Jesaja prophezeit hier das Hervorkommen des `Buches Mormon´. Es soll aus der Erde sprechen, ein versiegeltes Buch, das Gelehrte nicht lesen können (Jesaja 29:4,11). Buchstäblich hat sich diese Prophezeiung in unseren Tagen erfüllt. Im Februar 1828 machte sich ein Martin Harris mit einer Abschrift einiger Aufzeichnungen aus dem Buch Mormon auf die Reise nach New York City, wo er diese einem Sprachgelehrten zur Überprüfung vorlegen wollte. Seine Motivation könnte gewesen sein, seine skeptische Frau und seine Familie von der Richtigkeit zu überzeugen, da er sich finanziell an der Übersetzungsarbeit beteiligen wollte. Da zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt war, um welche Sprache es sich handelte – Joseph Smith sollte erst später herausfinden, dass die Sprache auf den Platten „reformiertes Ägyptisch“ genannt wurde (Mormon 9:32) – suchte Martin mehrere Sprachkundige auf. Unter anderem traf er sich mit Charles Anthon, einem jungen Professor für Grammatik und Sprachwissenschaft am Columbia College in New York City. Dieser war ganz erpicht darauf, das Schriftstück zu untersuchen. Anthon untersuchte die Schriftzeichen und bestätigte deren Echtheit schriftlich. Doch als er erfuhr, dass diese durch einen Engel in die Hände Josephs gekommen sind, forderte er seine Bestätigung zurück und zerriss sie. Martin solle ihm die Platten bringen und er würde sie übersetzen. Martin sagte ihm, das würde nicht gehen, da sie `versiegelt´ seien, worauf er erwiderte, dass er ein `versiegeltes Buch nicht lesen könne´. Später stritt Anthon ab, eine solche Bestätigung gefertigt zu haben. Für Martin aber war dieses Erlebnis Beweis genug für die Wahrheit der Platten und er beteiligte sich an den Übersetzungsarbeiten Josephs. Die ganze Begebenheit kannst du hier nachlesen. 

Im Buch Mormon wurden Jesajas Prophezeiungen teilweise wiederholt. So steht diese Begebenheit, mit dem `Hervorbringen der Worte derer, die geschlummert haben´, jedoch wesentlich ausführlicher als im Alten Testament, im 2. Nephi 27:6-35.  Ich lerne, der Herr ist gestern wie heute derselbe (Hebräer 13:8). Was er gestern sagte, hat heute seine Gültigkeit nicht verloren. Es trifft ein! Außerdem kann ich erkennen, dass vieles aus der Bibel verloren gegangen ist, bzw. herausgenommen wurde (1. Nephi 13:26-29). Ich darf nur nicht `den Geist des tiefen Schlafs´ haben, meine Augen vor den Worten der Propheten verschließen (2. Nephi 27:5). Ich danke dem Herrn, dass er die `Worte derer, die schlummern, und aus dem Staube zu uns sprechen´, dem jungen Joseph Smith gegeben hat, auf dass wir, außer der Bibel, einen weiteren Zeugen für Jesus Christus haben können (lies gerne auch hier). 

Wie verstehst du die obige Prophezeiung Jesajas? 

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Als einen Pflock will ich ihn an einer festen Stelle einschlagen

15. September 2022, 04:37am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Ancient Near Eastern dwellings had pegs in the walls to hold items off the dirt floor. Shutterstock 
(Bild: Quelle)

“Als einen Pflock will ich ihn an einer festen Stelle einschlagen, und er soll ein Ehrenstuhl für das Haus seines Vaters (d. h. für seine Familie) werden.” (Jesaja 22:23). 

Als einen Pflock will ich ihn an einer festen Stelle einschlagen. In Jesaja 22:15-25 geht es um den Austausch Sebnas, der seine Aufgabe als Palastvorsteher nicht gemäß den Erwartungen des Herrn erfüllte. Der Herr ersetze ihn durch Eljakim, dem er die Schlüsselvollmacht über das Haus David übertrug, und ihm sagen ließ, dass er an einer `festen Stelle als Pflock eingeschlagen würde´. Doch dieser starke Halt durch den Pflock würde nicht für all Mitglieder seiner Großfamilie ausreichen. In der King James Version heißt es: “And I will fasten him as a nail in a sure place …" (Jesaja 22:23; maschinelle Übersetzung: Und ich werde ihn wie einen Nagel an einem sicheren Ort befestigen). Dies kommt mir in der Form `der Nagel an der sicheren Stelle´ sehr bekannt vor, und erinnert mich direkt an das Erlösungswerk unseres Erretters, auf dem Kalvarienberg. Damit dessen Körper sicher am Kreuz gehalten werden konnte, wurden ihm auch noch je ein Nagel in jedes Handgelenk geschlagen, `der Nagel an der sicheren Stelle´. Er würde im Gegensatz zum Pflock, der für Eljakim eingeschlagen wurde, all seine Kinder aushalten, wenn sie sich mit all ihre Sünden an sein Kreuz hängen würden, um nicht vom Zerstörer vereinnahmt zu werden. In alten Wohnstätten wurden Pflöcke oder Nägel in die Mauern eingelassen, um an ihnen die Kochutensilien, Vorräte und Kleidung aufzuhängen, damit sie für Nagetiere nicht erreichbar waren (siehe Bild). 

Jesaja hat hier nicht nur die Machtübergabe von Sebna auf Eljakim angekündigt, sondern auch den Erretter der gesamten Menschheit als sicheren Pflock. “Unser Herr Jesus ist wie ein Nagel an einem sicheren Ort“, schloss ein Theologe, denn „diese Seele kann nicht verloren gehen, noch kann jene Sorge zu Boden fallen, die durch den Glauben an Christus gehängt wird.“ (Quelle). Elder Jeffrey R. Holland äußerte sich zu Jesaja22:21-25 (King James Version) folgendermaßen: “Als die römischen Soldaten ihre viereinhalb Zoll großen Kreuzigungsspieße in das Fleisch ihres Opfers trieben, taten sie dies zuerst in der offenen Handfläche. Aber weil das Gewicht des Körpers dieses Fleisch zerreißen und die zu tragende Last nicht tragen könnte, schlugen sie auch Nägel in das Handgelenk, unten in die Verbindung von Knochen und Sehnen, die unabhängig vom Gewicht nicht reißen würden. Der Nagel im Handgelenk war also der „Nagel an einem sicheren Ort“. Sobald es entfernt und der Erretter „abgehauen“ war, war die Last des gekreuzigten Körpers (buchstäblich die Last des Sühnopfers) zu Ende. In Bezug auf unsere Errettung ist Christus der Nagel an einem sicheren Ort – niemals versagend, niemals wankend, immer die sicherste und zuverlässigste Kraft in der Ewigkeit. Dafür hängen wir gewiss „alle Herrlichkeit des Hauses seines Vaters auf ihm“. (Quelle, maschinell übersetzt). Ich lerne, Christus ist der starke `Pflock´, der die Sünden der gesamten Menschheit am Kreuz getragen hat, `der Nagel an der sicheren Stelle`, sodass wir alle nicht zuschanden gehen werden, wenn wir nur an ihm festhalten! 

An welchen sicheren `Pflock´ hängst du dich dran, um nicht vom `Zerstörer´ erreicht zu werden? 

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Wehe der stolzen Krone der Trunkenbolde Ephraims

14. September 2022, 06:12am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin (Lukas 18:11
(Bild: Quelle)

“Wehe der stolzen Krone**) der Trunkenbolde Ephraims und der welkenden Blüte seines prangenden Schmuckes auf dem Gipfel des fetten Talgeländes***) der vom Wein Überwältigten (= Berauschten)!” (Jesaja 28:1). 

Wehe der stolzen Krone der Trunkenbolde Ephraims. Was soll das nun wieder bedeuten? In den Kapiteln 28 bis 35 prophezeit Jesaja über Ereignisse im `Nordreich Israel´ und im `Südreich Juda´. Im Kapitel 28 ist die Rede von Samaria, der Krone des Nordreiches. Warum Krone? Samaria war ab etwa 876 v. Chr. die Hauptstadt des Königreiches Israel (Nordeich), und lag erhöht auf einem etwa 90 Meter hohen Hügel. Der Hauptstamm war Ephraim. Wieso spricht der Herr nun durch Jesaja gegen Ephraim, also gegen die zehn Stämme des Nordreiches `Israel´ ein `Wehe´ aus, und bezeichnet sie als Trunkenbolde und `welkende Blüte´? 

So wie man von zu viel Alkoholkonsum `trunken´, benebelt, berauscht, nicht mehr klardenkend, und süchtig wird, kann man desgleichen auch von Stolz werden. Wir erkennen auch, wie ein Trunkenbold von einer wunderbaren Blüte, sich in eine ungepflegte, `welke´, unansehnliche Person verwandelt. Genauso wird es einem ergehen, der vor lauter Stolz nicht mehr weiß, wohin. Wie es solchen Menschen ergehen wird, schildert Jesaja in den Versen 2 bis 3. Unter die Räder werden sie geraten. So erging es schließlich nach dem geistigen Zerfall dem Nordreich tatsächlich auch physisch. Jesaja warnt uns vor der Gefahr, die von innen herkommt, von jenen, die Bündnisse mit dem Herrn eingegangen sind, diese dann aber wissentlich nicht halten. Ich lerne, auf mich heute bezogen, warnen mich die Worte Jesajas, dass ich nicht im Stolz überheblich werden darf, vom Stolz `trunken´, und somit auch nicht mehr klar entscheiden kann! Ich muss auf Anzeichen von Eigensinn achten. Ich darf mich nicht über Andersgläubige erheben, und meinen ich sei besser als sie, wie die Pharisäer es taten (Lukas 18:11). Als Bündnisträger muss ich mir meiner Vorbildfunktion bewusst sein! 

Wie verstehst du dieses `Wehe´ Jesajas über Ephraim? 

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