Overblog
Folge diesem Blog Administration + Create my blog
Glaubensansichten

Sie werden zusammen eingesperrt

13. September 2022, 05:01am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

"Darum verzehrt ein Fluch die Erde" (Jesaja 24:6
(Bild: Quelle)

“An jenem Tage aber wird es geschehen: da wird der HErr zur Rechenschaft ziehen das Heer der Höhe in der Höhe und die Könige der Erde auf der Erde; 22 und sie werden zusammen eingesperrt, wie man Gefangene zusammenholt in eine Grube, und eingeschlossen in einen festverschlossenen Kerker und erst nach langer Zeit abgeurteilt werden.” (Jesaja 24:21-22). 

Sie werden zusammen eingesperrt. In diesem Kapitel prophezeit Jesaja über das kommende Weltgericht. Er sagt vorher, dass davor die Erde `verwüstet´, und deren Bewohner `zerstreut´ werden würden, da sie die Erde aufgrund Übertretung der Gebote Gottes (Bündnisbruch) entweihen würden. Viele würden `dahinschwinden´ und nur wenige übrig bleiben. Städte würden `in Trümmern´ liegen. Es wird `Starkregenereignisse´ und `Erdbeben´ geben (Jesaja 24:1-20). 

All das wird sich ereignen, ja wir sind schon mittendrin in diesen Ereignissen. Es sind Zeichen der `Endzeit´, die Zeit in den `letzten Tagen´ vor dem zweiten Kommen des Herrn. Und danach wird der Herr alle zur `Rechenschaft ziehen´, Gericht halten, jeden nach seinen Taten beurteilen (Jesaja 24:21). Es wird einen Zeitabschnitt zwischen dem Tod eines jeden Menschen und dem Gericht geben, in dem er sich an einem bestimmten Ort aufhalten wird. Dies ist die Geisterwelt. In dieser gibt es zwei Abteilungen. Die eine wird `Paradies´, die andere `Hölle´ genannt (Alma 40:10-14). Im Paradies warten all jene auf das Gericht, die rechtschaffen gelebt haben. Alle, die sich während ihrer Lebzeiten auf Erden willentlich dem Bösen zugewandt haben, halten sich in dem Bereich auf, der Hölle genannt wird. Das ist die Grube, die Jesaja in den obigen Versen beschreibt. Der Ort, der sich wie ein Gefängnis anfühlt. Dieser Zustand wird länger anhalten, da diese Gruppe auf seine Rechtsprechung so lange warten muss, bis alle anderen gerichtet sind. Ich lerne, wenn ich mich hier auf Erden gegen die Liebe Gottes willentlich auflehne, werde ich mich sehr, sehr lange an einem Ort, an dem ich lieber nicht sein wollte, `eingesperrt fühlen´ und voller Angst und Bange auf das gerechte Urteil des Herrn warten müssen – und Warten ist nicht eine der starken Eigenschaften des Menschen. 

Welche Empfindungen bewegen dich, wenn du daran denkst, wahnsinnslange auf das gerechte Urteil des Herrn warten zu müssen? 

findechristus.org

Kommentare anzeigen

O wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzgestirn, Sohn der Morgenröte!

13. September 2022, 04:39am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle; Folie 4)

„O wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzgestirn, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, du Besieger der Völker, 13 der du dachtest in deinem Sinn: ‘In den Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten, will auf dem Berge der Zusammenkunft (= dem Götterberge) mich niederlassen im äußersten Norden! 14 Ich will über die Wolkenhöhen hinauffahren, will mich dem Höchsten gleich machen!’ 15 Nun aber bist du ins Totenreich hinabgestürzt, in den hintersten Winkel der Grube!” (Jesaja 14:12-15). 

O wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzgestirn, Sohn der Morgenröte! Jesaja prophezeit in den Kapiteln 13 und 14 über die Vernichtung Babels. Zu Beginn des Kapitels 14 prophezeit Jesaja über unsere heutige Zeit. Er beschreibt, dass der Herr mit dem Hause Jakobs (Israels) Erbarmen haben würde, und es erneut als sein Volk erwählen, und es durch Völker, die sich ihm anschließen werden, in seine Heimat zurückführen würde, er wird es aus der Zerstreuung über die ganze Erde wieder an seinen Heimatort Zion, sammeln lassen (Sacharja 10:9), und ihm dort endlich Ruhe gewähren, indem seinen Peinigern ein Ende gemacht wird (Jesaja 14:1-11). Das bedeutet, dass das Haus Israel, nachdem es sich wieder zum Herrn bekehrt hat, wieder unter einem Dach versammelt werden würde. Dieses Dach ist Zion, und Zion ist überall dort auf Erden, wo sich die Mitglieder im Namen des Herrn sammeln. 

In diesem Zusammenhang prophezeit Jesaja in den oben zitierten Versen auch ein Ereignis aus dem vorirdischen Dasein. Wer ist jener, der hier als `Sohn der Morgenröte´ als vom Himmel gefallen beschrieben wird? Es war jemand, der den Plan verfolgte, sich Gott gleichzustellen, und die Menschheit zu unterdrücken. 1832 hatte der Prophet der Wiederherstellung, Joseph Smith, eine Vision. Er sah darin u. a., wie `ein Engel Gottes fiel und der `Teufel´ wurde´. Dieser hatte in der Gegenwart Gottes Vollmacht. Weil er sich aber gegen seinen Bruder, den `Einziggezeugten Sohn Gottes im Fleische´ auflehnte, wurde er “... aus der Gegenwart Gottes und des Sohnes hinabgeworfen ... 26 und Verderben genannt ... , denn die Himmel weinten über ihn – er war aLuzifer, ein Sohn des Morgens.” (Lehre und Bündnisse 76:25-29). Diese Begebenheit ereignete sich im `großen Rat im Himmel´ (Köstliche Perle Mose 4:1-4; Offenbarung 12:4,7-9). Ich lerne, Jesaja hat zwar viel von seiner Zeit gesprochen, aber vieles davon betrifft auch uns, die wir in der letzten Dispensation, der `Evangeliumszeit der Fülle´, die fortdauern wird, bis Christus selber die Herrschaft im Millennium übernehmen wird (Lehre und Bündnisse 29:11) leben. 

Wer außer dem `Sohn der Morgenröte´ wurde noch zu `Boden geschmettert´? 

findechristus.org 

Kommentare anzeigen

Da wird er den Heidenvölkern ein Banner (oder: Panier) aufpflanzen

12. September 2022, 05:54am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Dann wird der Wolf als Gast bei dem Lamm weilen (Jesaja 11:6)
(Bild: Quelle)

“Da wird er den Heidenvölkern ein Banner (oder: Panier) aufpflanzen und die verstoßenen Israeliten sammeln und das, was von Juda zerstreut ist, zusammenbringen von den vier Säumen der Erde.” (Jesaja 11:12). 

Da wird er den Heidenvölkern ein Banner (oder: Panier) aufpflanzen. Im Kapitel 11 kündigt Jesaja das kommende messianische Reich (das Millennium) an, und die davor stattfindende Sammlung der restlich `Zerstreuten´.  Es beginnt mit der Aussage, dass aus dem `Baumstumpf Isais´ ein `junger Trieb´ hervorkommen wird, auf den sich der Geist des Herrn niederlassen wird, der kein Anseher der Person sein wird, einer der `gerechtes Gericht´ halten wird. Zunächst stellt sich die Frage, wer mit dem Baumstupf Isais gemeint ist. Joseph Smith hatte sich mit dieser Frage an den Herrn gewandt, und die Antwort bekommen: “... Es ist Christus.”. Dann stellt sich noch die Frage nach dem Reis, das aus dem Stumpf erwachsen soll.  Auf diese Frage antwortete ihm der Herr: “Das ist ein Diener in den Händen Christi, der sowohl ein Abkömmling Isais als auch Efraims ist, oder aus dem Haus Josef, und auf den viel Macht gelegt worden ist.” (Lehre und Bündnisses 113:1-4). Stellt sich immer noch die Frage, wer dieses `Reis´ ist. Es ist anzunehmen, dass damit Joseph Smith, der Prophet der Wiederherstellung gemeint ist. Er ist ein reiner Ephraimit (2 Nephi 3:14-15). 

In dieser Zeit wird der Herr die Sammlung des `übriggebliebenen Restes seines Volks´ einleiten, indem er ein `Banner´ aufpflanzen wird.  Stellt sich wieder eine Frage, was ist mit dem `Banner´ gemeint, das der Herr aufpflanzen wird? Allgemein ist ein Banner eine Fahne mit Feld-, Hoheitszeichen, Wappen, die durch eine waagerecht hängende Querstange mit dem Fahnenschaft verbunden ist. Im Kontext zu Jesaja kann ich mir vorstellen, dass ein Zeichen aufgestellt wird, durch die Wiederherstellung der Kirche des Herrn, der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, am 6. April 1830. In diesem Zusammenhang kommt die `Wurzel Isais´ ins Spiel. Mose erschien nämlich Joseph Smith und Oliver Cowdery, um ihnen die Priestertumsvollmacht zu übertragen, die sie zur Sammlung Israels benötigten (Lehre und Bündnisse 110:11). Ich lerne, auf diese Art hat der Herr den Startschuss für die `zweite Sammlung Israels´ gegeben (Jesaja 11:11), an der wir als Nachkommen Ephraims in besonderer Weise aufgefordert sind mitzuwirken. 

Was liest du aus Jesaja 11 in Bezug auf das Zusammenleben von Tier und Mensch heraus? 

findechristus.org

Kommentare anzeigen

Wir wollen gegen Juda hinaufziehen

9. September 2022, 05:05am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„„Wir wollen gegen Juda hinaufziehen, wollen ihm ein Grauen einjagen und es für uns erobern und wollen den Sohn Tabeels zum König dort eintsetzen!”” — 7 so hat Gott der HErr gesprochen: ‘Das soll nicht gelingen und nicht geschehen! 8 denn (= sondern) das Haupt von Syrien ist Damaskus, und das Haupt von Damaskus ist Rezin; und in noch fünfundsechzig Jahren soll Ephraim zertrümmert werden, so daß es kein Volk mehr ist. 9 Und das Haupt von Ephraim ist Samaria, und das Haupt von Samaria ist der Sohn Remalja’s. Doch habt ihr keinen Glauben, so werdet ihr keinen Bestand haben (= nicht fortbestehen).’” (Jesaja 7:6-9; vergleiche 2. Nephi 17:6-9). 

Wir wollen gegen Juda hinaufziehen. Welche Situation haben wir vor uns? Assyrien verbündete sich mit dem Nordreich Israel, um das Südreich Juda zu erobern. Als das Haus Davids (Juda) davon Wind bekam, rutschte ihnen `ihr Herz in die Hose´. Der Herr schickte Ahas, dem König über Juda, durch Jesaja die Nachricht, dass sein Herz vor diesen zwei Königen Assyriens und Israels, nicht verzagen solle, obwohl diese planten, einen Marionettenkönig, den Sohn Tabeels, in Juda einzusetzen. Diese Verschwörung wird Syrien und Israel nicht gelingen, der Herr wird sich drum kümmern, indem Ephraim in absehbarer Zeit vernichtet sein würde. Dann fordert der Herr Ahas durch Jesaja auf, ein Zeichen auszuwählen, um die Wahrheit bestätigt zu bekommen. Ahas schlägt dies mit der Begründung den Herrn nicht versuchen zu wollen `scheinheilig´ aus, denn wie wir in 2. Könige 16:2 erfahren, `tat er nicht, was dem Herrn wohlgefiel´. Er wollte offensichtlich schlicht keinen Rat vom Herrn haben. 

Der Herr ließ sich jedoch nicht davon abbringen, Ahas ein Zeichen zu geben: “... Seht, die Jungfrau (oder: die junge Frau) wird guter Hoffnung werden und einen Sohn gebären, dem sie den Namen Immanuel (d. h. Gott mit uns oder bei uns) geben wird.” (Jesaja 7:14). Da klingeln dem Leser doch gleich die Ohren und er denkt an Matthäus 1:23, wo ein Engel dem Verlobten der jungen Frau Maria mitteilt, dass sie einen Sohn zur Welt bringen würde. Was hat dieses in weiter Ferne, mehr als 700 Jahre, liegende Zeichen mit Ahas zu tun, der sich doch Sorgen um die bevorstehende Verschwörung machte? Betrachten wir noch Vers 16, in dem gesagt wird, dass das Land, vor dem er Angst hat (Assyrien und Israel), noch zu Kleinkindzeiten dieses angesagten Kindes verlassen sein wird. Elder Jeffrey R. Holland kommentierte diese Passage folgendermaßen: „Dieses Zeichen wurde dem alttestamentlichen König Ahas gegeben, um ihn zu ermutigen, seine Kraft lieber vom Herrn zu beziehen als von der militärischen Macht von Damaskus, Samaria oder anderen militanten Lagern. . .  . Es gibt mehrere oder parallele Elemente zu dieser Prophezeiung, wie bei so vielen von Jesajas Schriften. Die unmittelbarste Bedeutung konzentrierte sich wahrscheinlich auf Jesajas Frau, . . . die um diese Zeit einen Sohn zur Welt brachte [2 Nephi 18:1-4; vergleiche Jesaja 8:1-4,], wobei das Kind ein Sinnbild und Schatten der größeren, späteren Erfüllung der Prophezeiung wurde, die sich mit der Geburt Jesu Christi erfüllen würde.“ In 2. Nephi 18:9-10 warnt der Herr Ahas davor, sich mit anderen Völkern zu verbinden, stattdessen aber mit Gott, ansonsten droht Vernichtung (Jesaja 8:13-15). Ich lerne, Jesaja muss ich im Zusammenhang betrachten, wenn ich die richtigen Lehren für mich daraus ziehen will. Hier bekomme ich also den Rat, mich mit dem Herrn zu verbünden und nicht mit weltlichen, irdischen Mächten. Letzteres würde für mich zu einem Stolperstein werden. 

Welche Lehre ziehst du aus den Kapiteln 7 und 8 des Jesaja? 

findechristus.org

Kommentare anzeigen

Während der Regierung des judäischen Königs Ahas

8. September 2022, 05:56am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

“Während der Regierung des judäischen Königs Ahas, des Sohnes Jothams, des Sohnes Ussia’s, begab es sich, daß Rezin, der König von Syrien, mit Pekah, dem Sohne Remalja’s, dem König von Israel, zum Angriff gegen Jerusalem heranzog; doch war er nicht imstande, es erfolgreich zu belagern.” (Jesaja 7:1). 

Während der Regierung des judäischen Königs Ahas. Viele Leser der Prophezeiungen Jesajas, allen voran wohl ich selber, haben Probleme seine Worte richtig zu verstehen, und versuchen ihn recht schnell hinter sich zu lassen.  Zudem werden Neunzehn der sechsundsechzig Kapitel Jesajas vollständig im Buch Mormon zitiert, und mit Ausnahme von zwei Versen werden zwei weitere Kapitel vollständig zitiert. Nephi versichert uns auch noch, “... dass sie in den letzten Tagen von großem Wert für dieses sein werden; denn an dem Tag wird es sie verstehen, darum, zu seinem Besten habe ich sie niedergeschrieben.” (2. Nephi 25:8). Immer wieder bereitet es mir Schwierigkeiten, die Örtlichkeiten und die Geschichte zu seiner Zeit richtig einzuordnen. Schon all die Namen und Zusammenhänge im obigen Vers veranlassen mich schnell drüber hinwegzulesen, und mir nicht den Kopf zu zerbrechen, bis ich auf den hilfreichen Artikel von John Hilton III mit der “Jesaja-Karte” von Carmen Cole gestoßen bin (siehe Bild oben). 

In dem Artikel gibt John Hilton III einen kurzen Überblick über die Karte. Beispielhaft nehme ich den Teil heraus, der uns etwas über die im obigen Vers genannten Personen und die zeitlichen Umstände erklärt. Wir müssen wissen, dass unter der Herrschaft der Könige Saul, David und Salomo, in der Zeit zwischen 1050 und 950 v. Chr., sich aus zwölf einzelnen Stämmen ein geeintes Volk `Israel´ herausbildete. Nach dem Tod Salomos entzweite sich das Volk in ein Nord- und ein Südreich (1. Könige 12:16-19). Das Nordreich, meist als Israel bezeichnet, bestand aus zehn Stämmen mit der Hauptstadt Samaria und dem dominierenden Stamm Ephraim, das Südreich mit der Hauptstadt Jerusalem, auch Zion genannt, aus zwei Stämmen, dem dominierenden Stamm Juda, sowie dem Stamm Benjamin. Judas Hauptkönige zu Jesajas Zeiten waren Ahas und Hiskia, Israels König war Pekach.  Die Karte zeigt uns auch die drei Reiche, die in der Zeit Jesajas dominierend waren. Assyrien (zerstörte Israel und verschleppte deren Einwohner zwischen 730 und 720 v. Chr.; 2 Könige 17) mit der Hauptstadt Damaskus und dem König Rezin, Babylon (besiegte um die 625 v. Chr. Assyrien und zerstörte Jerusalem, führte einige Juden ins Exil (2 Könige 24–25); hiervon prophezeite Lehi), und Persien (besiegte 539 v. Chr. unter König Cyrus Babylon und ließ Juden, die wollten, Jerusalem mit seinem Tempel wieder aufbauen; Esra 1, siehe auch Jesaja 48-52). 

Ich lerne, so wie der äthiopische Hofbeamte Hilfe beim Verstehen von Jesaja durch den von Gott zu ihm gesandten Philippus bekam (Apostelgeschichte 8:26-39), bekomme auch ich heute Hilfe durch jene, die Jesaja eingehend mithilfe des Geistes studiert und verstanden haben, und ich bin ihnen von Herzen dankbar, dass sie ihr Wissen mit uns teilen. Wenn ich die Umstände zu Jesajas Zeiten verstehe, kann ich viel besser den Bezug zu meiner Zeit herstellen. 

Welche Hilfsmittel hast du schon benutzt, mit denen du Jesaja besser verstehen konntest? 

findechristus.org

 

Kommentare anzeigen

Wehe denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen

8. September 2022, 05:29am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

"Wehe denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen, die Finsternis als Licht hinstellen und das Licht als Finsternis, die Bitteres für süß und Süßes für bitter ausgeben!” (Jesaja 5:20). 

Wehe denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen. 

  1. Zunächst schildert uns Jesaja im Kapitel 5 ein Lied vom Weinberg, den der Herr angelegt und umfassend gehegt und gepflegt hat. Das Ergebnis, der Weinberg brachte nur `faule Beeren´. Daraufhin wurden die Schutzmauern abgerissen und der Weinberg der Zerstörung überlassen (Jesaja 5:1-7). Ich verstehe das so, der Weinberg ist die Kirche des Herrn. In ihm gibt es die Reben, das sind die Mitglieder. An den Reben bilden sich die Früchte aus, das sind die Taten der Mitglieder. Die Früchte waren `Herlinge´, Geiztrauben, minderwertige Früchte, die keine Zeit mehr zum Reifen haben und somit sauer bleiben. Also Mitglieder, die im Evangelium nicht reif geworden sind, und somit ihre Taten entsprechend minderwertig sind. Die Folge: es fehlt den Menschen die `eiserne Stange´ als Stütze, das Evangelium, und sie sind dem feindlichen Einfall Satans schutzlos ausgeliefert. 

  1. Es folgen sechs Weherufe, auf die entsprechende Strafen ausgesprochen sind. Anhäufung weltlicher nicht benötigter Dinge (Verse 8-10); Trinkgelage (Verse 11-17); bewusstes Herbeiführen von Sünde (Verse 18-19); Verdrehen der Tatsachen, Fake News (Vers 20); Selbstüberschätzung (Vers 21); Komasaufen (Vers 22) und Bestechlichkeit, Rechtsverdrehung (Vers 23).  

Ich lerne, wenn ich das Gesetz des Herrn verwerfe, und über das Wort Gottes lästere, bin ich im Weinberg des Herrn jenes Mitglied, das `faule Beeren´ hervorbringt, schlechte Taten vollbringt, und somit den Schutz des Evangeliums verliert. Wende ich mich nicht durch umfassende Umkehr dem Herrn wieder zu, bin ich der Vernichtung durch Satan und seine Kumpane preisgegeben, ich verliere den Schutz des Evangeliums, der Mauer um den Weingarten des Herrn. 

Was unternimmst du, um nicht einem oder mehreren der Wehrufe zu erliegen?  

findechristus.org

Kommentare anzeigen

Der freche Ausdruck ihres Angesichts legt Zeugnis gegen sie ab

7. September 2022, 05:41am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

"Der freche Ausdruck ihres Angesichts legt Zeugnis gegen sie ab, und von ihren Sünden reden sie ohne Hehl wie einst die Leute in Sodom*). Wehe ihnen! denn sich selbst schaffen sie Unheil.” (Jesaja 3:9). 

Der freche Ausdruck ihres Angesichts legt Zeugnis gegen sie ab. Jesaja berichtet uns in diesem Kapitel von der Schlechtigkeit Israels und Judas in seiner Zeit (um die 740 v. Chr.), und die Folgen, die dessen Tun nach sich ziehen würde. Als anschauliches Bild verwendet er `hochmütige Frauen´. Sie kleiden sich entsprechend der neusten Mode ihrer Zeit, sind sehr damit beschäftigt sich aufzutakeln, um nach außen hin ein anziehendes Erscheinungsbild zu präsentieren. Darüber vernachlässigen sie die wahre `geistige Gesinnung´, die von innen herkommt. 

Ich lerne, ich soll nicht sündigen, und wenn ich es tue, dann soll ich mein Tun nicht `an die große Glocke hängen´, damit prahlen, um andere nicht auch noch zu gleichem Tun zu verleiten. Ich muss mir bewusst sein, dass mein Gesichtsausdruck meine innere Einstellung verrät. Am Beispiel von Sodom und Gomorrha kann ich die Folgen solchen Handelns erkennen: auf jeden Fall geistige Vernichtung, körperliche eventuell auch. Stütze und Stab (vielleicht Kirchenführer), an denen ich mich festhalten konnte, werden mir wegbrechen, weil ich ihre Nähe meiden werde. Wenn ich mich zu sehr den weltlichen Vergnügungen hingebe, indem ich mich z. B. überwiegend mit dem Aufpolieren meines äußeren Erscheinungsbildes beschäftige, muss ich damit rechnen, dass ich die Führung durch den Geist Gottes verlieren werde. Vorher habe ich aber schon meinem Geist geschadet, da ich meinen Retter vernachlässigt habe, meinen Bündnissen, die ich mit ihm schließen durfte, nicht treu geblieben bin. Damit gehe ich der dort verheißenen Segnungen verlustig. Ich stürze zu Boden, komme zu Fall, weil mein Tun gegen den Herrn gerichtet ist (Jesaja 3:8). Andererseits aber habe ich, wenn ich aufrichtige und vollständige Umkehr übe, in Christus meinen Fürsprecher beim Vater (Moroni 7:28). 

Inwiefern beeinflusst der Gesichtsausdruck deines Gegenübers, deine Einstellung und dein Verhalten zu ihm? 

findechristus.org

Kommentare anzeigen

So kommt denn her, wir wollen miteinander rechten

6. September 2022, 05:20am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„So kommt denn her, wir wollen miteinander rechten (oder: uns auseinandersetzen)!” spricht der HErr. „Wenn eure Sünden auch rot wie Scharlach sind, sollen sie doch weiß werden wie Schnee; und sind sie auch rot wie Purpur, sollen sie doch weiß wie Wolle werden.” (Jesaja 1:18). 

So kommt denn her, wir wollen miteinander rechten. Jesaja, der etwa zwischen 740 und 700 v. Chr. im Südreich wirkte, lässt hier gerade insbesondere dem Volk des Südreichs (Stamm Juda und Bewohner von Jerusalem) die Aufforderung des Herrn zukommen, miteinander über ihr Verhalten gegenüber Gott zu sprechen. Zuvor beschreibt Jesaja mittels Symbolik die Vergehen Judas. So beginnt er mit der Beschreibung der Untreue Judas gegenüber seinem Herrn. 

  • Im Vers drei benutzt Jesaja das Bild des Landwirtes. Dessen Vieh kennt genau seinen Besitzer. Ruft dieser es mit seiner Stimme, kommt es, auf der Wiese verteilt, zu ihm gerannt. Es weiß genau, dass es jetzt leckeres zu speisen gibt. Ich lerne, wenn mein Herr ruft, gibt es geistige Stärkung, und ich werde zu ihm rennen, und diese begierig aufnehmen. Doch das Volk Juda hat sich stattdessen von Gott abgewandt, und verharrte darin (Vers 4-5). 
  • Dann benutzt Jesaja im Vers 6 das Bild eines vom Kopf bis zu den Füßen zerschundenen Körpers. Durch Zuwendung zum Weltlichen wurde er in jeder erdenklichen Weise verletzt. Durch Verharren in diesem Verhalten, konnten die Wunden des Volkes, von seinem Herrn nicht gepflegt, und somit auch nicht geheilt werden. Ich lerne, verletze ich meinen Geist durch Sünde, kann er nur wieder geheilt werden, wenn ich mich meinem Gott auch zuwende indem ich umfassende Umkehr übe. 
  • Als Nächstes beschreibt Jesaja bildhaft, dass Land und Städte verwüstet waren und nur noch “die Tochter Zion wie eine Hütte im Weinberg, wie ein Wächterhäuschen im Gurkenfeld, wie ein eingeschlossener Wachtturm.” übriggeblieben ist (Jesaja 1:7-8). Das verstehe ich so, dass das Volk des Herrn Großteils vernichtet oder verschleppt worden war, ein kleiner Teil aber noch als Wächter in seinem Weinberg Juda und Jerusalem zurückgelassen worden war (Jesaja 1:9). 
  • Dann wird gesagt, dass der Herr heuchlerische Opfer eines abtrünnigen Volkes nicht annehmen, und dessen Gebete nicht hören würde (Jesaja 1:10-15). Ich lerne, ich muss Gott zugewandt, und aufrichtig, beten, will ich erhört werden. 
  • Nun kommt die Aufforderung umfassend Umkehr zu üben, und in die Auseinandersetzung mit Gott einzutreten (Jesaja 1:16-18). 

Ich lerne, auch wenn ich schlimmste Verfehlungen begangen habe, ist der Herr bereit mir zu vergeben, wenn ich mich ihm aufrichtig zuwende, und umfassende Umkehr übe. Meine Wunden werden durch sein Sühnopfer geheilt, und ich werde durch sein Blut, das er für uns hingegeben hat, vollständig gereinigt (Alma 13:11). 

Wie interpretierst du die Sinnbilder, die Jesaja in diesem ersten Kapitel benutzt? 

findechristus.org 

Kommentare anzeigen

Dies ist die Offenbarung, die Jesaja, … über Juda und (besonders) Jerusalem geschaut ... hat

5. September 2022, 05:16am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„(Dies ist) die Offenbarung, die Jesaja, der Sohn des Amoz, über Juda und (besonders) Jerusalem geschaut (= durch Gesichte empfangen) hat in den Tagen der judäischen Könige Ussia, Jotham, Ahas und Hiskia (vgl. Hos. 1,1; Mich. 1,1).“ (Jesaja  1:1). 

Dies ist die Offenbarung, die Jesaja, … über Juda und (besonders) Jerusalem geschaut ... hat. Jetzt wenden wir uns dem Buch der Bibel zu, das von einem Propheten stammt, von dem Jesus selber zu den Menschen auf der westlichen Halbkugel sagte: „Ihr sollt hierin forschen; ja, das Gebot gebe ich euch, hierin eifrig zu forschen; denn groß sind die Worte Jesajas.“ (3. Nephi 23:1). 

Der Menschheit wird durch den Schöpfer aller Welten, den `Einziggezeugten des Vaters´, demjenigen, der sein Leben für uns hingab, und es wieder aufnahm, auf dass wir alle die Möglichkeit haben wieder in die Gegenwart unserer himmlischen Familie zurückzukehren, dorthin, von wo wir herkommen, um uns auf Erden weiterentwickeln zu können, als eine `Soll-Vorschrift´, ein `Gebot´, gegeben, `in den Schriften Jesajas eifrig zu forschen´! Nephi, ein Prophet in der `neuen Welt´ erklärt uns, dass die Worte Jesajas, für diejenigen, die die Weise der Prophezeiungen der Juden nicht kennen, schwer zu verstehen ist. Deshalb gibt er uns im Buch Mormon den Schlüssel zum Verständnis der Prophezeiungen Jesajas: Man muss sich bemühen, „… vom Geist der Prophezeiung erfüllt …“ zu sein. Und Nephi hilft uns Verständnis zu bekommen, da er selber ja aus Jerusalem stammt, und somit mit dieser Art der Prophezeiungen vertraut war (2. Nephi 25:1-5). Ich werde an den äthiopischen Hofbeamten erinnert, der auf der Rückreise von Jerusalem im Jesaja las. Der Geist veranlasste Philippus, sich dem Reisenden zu nähern, und als er mitbekam, was dieser tat, fragte er ihn: „Verstehst du auch, was du liest?” jener antwortete: „Wie sollte ich das können, wenn mir niemand Anleitung gibt?” Und er bat Philippus, sich zu ihm zu setzen und ihm beim Verstehen zu helfen. Das Ende vom Lied: der Hofbeamte hatte den Wunsch, sich taufen zu lassen (Apostelgeschichte 8:26-39). Ich lerne, um Jesaja verstehen zu können, benötige ich den `Geist der Prophezeiung´ und Anleitung durch jene, die die Art von Jesajas Prophezeien schon verstanden haben. Weitere Vorschläge, wie ich mehr aus meinem Studium der Schriften Jesajas herausholen kann, habe ich dieser Quelle entnommen „Five Keys to unlocking Isaih“: 1. Quantität und nicht Qualität sollte mich beim Studium leiten; 2. Jesajas Aussagen nicht zu wörtlich nehmen, er benutzt Symbole; 3. Jesaja spricht zu Menschen seiner Zeit, so sollte ich mich mit dem Kontext seiner Aussagen vertraut machen; 4. Ich soll mich bemühen, nach Erfüllung seiner Prophezeiungen Ausschau zu halten, und zwar über viele Zeitperioden hinweg; 5. Ich muss Ausschau auf Hinweise zum Bund Gottes mit Abraham halten. Dankbar werde ich diese Vorschläge beherzigen. Warum? Nephi macht darauf aufmerksam, dass die Worte Jesajas für das Haus Israel bestimmt sind, und auf alle Menschen angewendet werden können (2. Nephi 6:5; 11:8). 

Was hast du schon unternommen, um Jesaja besser zu verstehen? 

findechristus.org 

Kommentare anzeigen

Fürchte Gott und halte seine Gebote!

2. September 2022, 05:39am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Laßt uns das Endergebnis des Ganzen hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote! denn das kommt jedem Menschen zu. 14 Denn Gott wird in dem Gericht, das über alles Verborgene ergeht, das Urteil über alles Tun sprechen, es sei gut oder böse (gewesen)“. (Kohelet 12:13-14).

Fürchte Gott und halte seine Gebote! Am Ende des Buches des Predigers teilt er uns die Schlussfolgerung seiner Überlegungen mit: Jetzt müssen wir uns auf das `jüngste Gericht´ vorbereiten. Vorher habe ich aber auch noch feststellen können, dass `jedes Ding seine Zeit hat´, die Geburt, das Sterben, das Pflanzen und Ernten, das Zerstören, das Aufbauen, die Trauer, die Freude … (Kohelet 3:1-8). Im Kapitel 11 lerne ich, dass ich mich ungeachtet dessen, dass alles Irdische vergänglich ist, mich nicht davon abhalten lassen darf, das zu tun, was mir hilft, in meine himmlische Heimat, zu meinen himmlischen Eltern, zurückkommen zu können. Ich darf nicht `immerfort auf den Wind und die Wolken achten´, da ich ansonsten nicht zum `Säen oder Ernten kommen würde´. Ich kenne nicht das Wirken Gottes, und ich muss deshalb unbeirrt äußerer Einflüsse fleißig meine Aufgaben erfüllen, eh die Zeit vorüber ist (Kohelet 11:4-6).

Ich lerne, der Prediger will mir klarmachen, mich dafür zu entscheiden, mich auf Gott zu konzentrieren und seine Gebote zu halten, statt mich durch weltliche Dinge vom eigentlichen Sinn des Lebens ablenken zu lassen. Auf diese Weise finde ich im Erdenleben Sinn und bereite mich auf das Gericht Gottes vor, indem ich die mir gestellten Prüfungen erfolgreich bewältige. Elder Joseph B. Wirthlin sagte folgendes: „Wir verstehen, dass wir ein Leben nach dem Tod von unendlicher Dauer führen werden und dass wir die Art des Lebens durch unsere Gedanken und Handlungen in der Sterblichkeit bestimmen. Die Sterblichkeit ist sehr kurz, aber unermesslich wichtig. … Dieses Verständnis hilft uns, bei den vielen Entscheidungen unseres täglichen Lebens weise Entscheidungen zu treffen. Das Leben aus einer ewigen Perspektive zu sehen, hilft uns, unsere begrenzte sterbliche Energie auf die Dinge zu konzentrieren, die am wichtigsten sind. … … Kraft des Sühnopfers des Erretters werden wir alle auferstehen. Jeder von uns wird vor dem Richterstuhl des großen Jehova stehen und gemäß seinen Taten im Erdenleben belohnt werden. Wenn wir jede irdische Entscheidung unter Berücksichtigung dieses Urteils treffen, haben wir unsere irdische Bewährungszeit weise genutzt, und ihre Tage werden uns Frieden in diesem Leben und ewiges Leben in der kommenden Welt schenken.“ („Die Zeit der Vorbereitung“, Ensign, Mai 1998, 14, 16–17; Englisch).

Wie nutzt du die Zeit, die uns der Herr hier auf Erden schenkt, um uns vorzubereiten, zum ihm zurückkehren zu können?

findechristus.org

Kommentare anzeigen

<< < 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 200 > >>