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Glaubensansichten

Sobald ihr den Klang der Hörner, ... vernehmt, sollt ihr euch niederwerfen und das goldene Bild anbeten

1. November 2022, 06:52am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Sadrach, Mesach und Abed-Nego mit dem Engel im Feuerofen 
(Bild: Quelle)

„Sobald ihr den Klang der Hörner, Flöten, Leiern, Harfen, Zithern, Sackpfeifen und aller anderen Arten von Musikinstrumenten vernehmt, sollt ihr euch niederwerfen und das goldene Bild anbeten, das der König Nebukadnezar hat aufstellen lassen! 6 Wer sich aber nicht niederwirft und anbetet, soll auf der Stelle in den brennenden Feuerofen geworfen werden!” (Daniel 3:5-6). 

Sobald ihr den Klang der Hörner, ... vernehmt, sollt ihr euch niederwerfen und das goldene Bild anbeten. Offensichtlich dachte Nebukadnezar gerade nicht mehr an sein tiefgreifendes Erlebnis, als ihm durch Daniels Traumdeutung bewusstwurde, wer der einzig wahre Gott ist, der angebetet werden soll (Daniel 2:46-47), denn nun ließ er eine mehr als 30 Meter hohe `goldene Bildsäule´ aufstellen, mit dem Gebot, dass sich jeder, wenn er das entsprechende Signal hören würde, sich vor dem Bild niederzuwerfen und es anzubeten habe. Wer dies nicht tue, würde auf der Stelle in den brennenden Feuerofen geworfen werden. Ich wage mir diese Situation nicht im Geringsten vorzustellen, geschweige denn selber Beteiligter sein zu sollen. Doch Sadrach, Mesach und Abed-Nego (ihre babylonischen Namen), die Freunde von Daniel, waren es, denn sie blieben ihrem einzigen Gott treu, und weigerten sich die goldene Statue anzubeten. Dies wurde dem König gemeldet und er ließ sie zu sich kommen, gab ihnen nochmals die Chance sich seiner Anordnung zu unterwerfen, was sie natürlich nicht taten. Wutentbrannt ließ der König sie in den Feuerofen werfen, der extra siebenmal stärker angeheizt wurde, sodass sogar diejenigen, die die drei gefesselt hineinwerfen sollten, dabei schon getötet wurden. 

Natürlich erwarten wir, dass die drei sofort verbrannt wären. Aber als der König in den Ofen blickte, sah er anstatt drei, vier Männer ganz lebendig und ungefesselt im Ofen hin und her spazieren, wobei der vierte wie ein himmlisches Wesen aussah. Die Reaktion Nebukadnezars: „Gepriesen sei der Gott Sadrachs, Mesachs und Abed-Nego’s, daß er seinen Engel gesandt und seine Knechte (oder: Diener) errettet hat, die im Vertrauen auf ihn das Gebot des Königs übertreten und ihr Leben preisgegeben hatten, um keinen andern Gott verehren und anbeten zu müssen als nur ihren Gott!” (Daniel 3:28). Ich lerne, diese drei Freunde Daniels sind mir ein riesiges Vorbild für Vertrauen in den Herrn, wenn wir uns in intensiven Prüfungen befinden. Ich darf an die Verheißung des Herrn an Jakob denken: „... so oft du durchs Feuer gehst: — du sollst nicht versengt werden, und die Flamme soll dir nichts antun!” (Jesaja 43:2). Diese Verheißung erfüllte sich an den glaubenstreuen Dreien, und sie wird sich an jedem Menschen erfüllen, der sich treu an die Gebote des Herrn hält. Nicht in jedem Fall kommt die Rettung unbedingt auf Erden, wie man es sich wünschen würde. Dabei denke ich beispielhaft an den jungen Hamburger Helmut Hübener, der Flugblätter gegen das dritte Reich verfasste und als 17-jähriger zum Tode verurteilt wurde. Auf die Frage, warum er das getan hätte: „Weil ich wollte, dass die Menschen die Wahrheit wissen“, antwortete Helmuth. Er sagte den Richtern, dass er nicht daran glaubte, dass Deutschland den Krieg gewinnen könne. Die Anwesenden im Gerichtssaal waren fassungslos und wutentbrannt.” (siehe hier, Heilige Band 3, Kapitel 27 und 28). Helmut hatte in seinen jungen Jahren größtes Vertrauen in den Herrn, und ist wie Daniel ein wunderbares Beispiel für mich, treu zum Herrn zu stehen, auch, wenn die Rettung nicht unbedingt in diesem Erdenleben erfolgt. Ich denke, dass es bei solchen Prüfungen nicht unbedingt um einen brennenden Ofen geht, in den man geworfen werden kann. Der `brennende Ofen´ kann irgendein anderes bedrohliches Ereignis sein, mit dem ich konfrontiert werde, wo ich zeigen kann, ob ich dem Herrn treu bleibe, der Verlust eines lieben Menschen, schwere Krankheit, Krieg, Hungersnot ... .

In welcher brenzlichen Situation hast du schon zum Herrn gehalten? 

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In den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Reich erstehen lassen, das in Ewigkeit nicht zerstört werden wird

1. November 2022, 06:12am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nabukadnezars Traum von den Reichen
(Bild: Quelle)

„Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Reich erstehen lassen, das in Ewigkeit nicht zerstört werden wird und dessen Königtum (oder: Herrschaft) auf kein anderes Volk übergehen wird. Es wird alle jene Reiche zerschmettern und vernichten, selbst aber ewig bestehen,” (Daniel 2:44). 

In den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Reich erstehen lassen, das in Ewigkeit nicht zerstört werden wird. Hier entpuppt sich Daniel als ein `Traumdeuter´, so wie es schon Joseph, der Sohn Jakobs, am Hofe des Pharaos gewesen ist (Genesis 41). Im Gegensatz dazu allerdings, hat Daniel nicht nur den Traum Nebukadnezars gedeutet, sondern den Traum auch gekannt, ohne, dass der König von Babylon ihm dessen Inhalt erzählt hat. Es handelt sich um einen ganz seltsamen Traum. Nebukadnezar ließ alle Weisen des Landes kommen, aber keiner konnte ihm diesen deuten. So war er kurz davor, alle Weisen umbringen zu lassen. Daniel bekam das mit und stoppte ihn. Er sagte ihm, dass Gott ihm, Daniel, den Traum zeigen, und er ihn auch deuten würde. Mit diesem Traum wollte Gott dem Nebukadnezar zeigen, was in der Endzeit passieren würde (Daniel 2:27-28). Nebukadnezar sah in seinem Traum ein riesiges Bild - eine Statue mit einem goldenen Kopf, einer Brust und Armen aus Silber, einem Unterleib und Hüften aus Kupfer, Beine aus Eisen, und Füße aus einem Gemisch von Eisen und Ton. Dann sah er noch einen Stein, der ohne Zutun eines Menschen sich aus einem Berg löste, der die Statue in Stücke zertrümmerte, sodass von ihr nichts mehr übrigblieb. Der Stein aber nahm die ganze Erde ein. 

Die verschiedenen Teile der Statue stellten eine Reihe von Königreichen dar. Nebukadnezars Reich, Babylon, war der Kopf aus Gold. Die verschiedenen Teile der Statue repräsentierten andere Königreiche, von denen jedes dem vorherigen unterlegen sein, sich aber an seiner Stelle erheben würde. Um welche Königreiche es sich handelt, ist nicht offenbart. Aus der Geschichte heraus können Vermutungen angestellt werden. Mit der Brust könnte das Perserreich, das Babylon stürzte, gemeint sein, Unterleib und Hüften könnten das Reich Alexanders des Großen darstellen, das die Perser stürzte. Das Reich Alexanders wurde wiederum vom Römischen Reich, den Herrschern der Mittelmeerwelt zu der Zeit, als Jesus auf die Erde kam, verdrängt. Einige Leute haben spekuliert, dass das Römische Reich durch zwei Beine repräsentiert worden sein könnte, weil es sich 395 n. Chr. in ein Ost- und ein Westreich teilte, bevor es 1453 ganz unterging. Nach dem Fall des Römischen Reiches wurde es durch die europäischen Nationen ersetzt, die eine Mischung aus römischen Gesetzen und Bräuchen in Kombination mit ihren eigenen bildeten, daher die Füße aus Eisen, die mit Ton vermischt waren. Dieses Bild zeigt, wie flüchtig menschliche Reiche sind, im Gegensatz zu dem Reich, das durch den Stein, der die ganze Erde erfüllte, symbolisiert wird. Dieses Reich würde für immer bestehen bleiben (Daniel 2:44). Durch diese Deutung war Nebukadnezar von dem einen Gott als dem höchsten überzeugt (Daniel 2:47). Ich lerne, wir leben inmitten der Erfüllung dieses Traumes. Diesen Stein hat Gott aus dem Berg gelöst, indem er Joseph Smith die Schlüssel dieses Reiches übertragen hat (Lehre und Bündnisse 65:2). Ich bin dem Herrn unendlich dankbar dafür, durch meine Bereitschaft zu dienen, Anteil an der Errichtung dieses letzten und größten Königreiches haben zu dürfen. 

Was meinst du, um welche Reiche es sich im Traum des Nebukadnezar handelt? 

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Unter ihnen befanden sich die Judäer Daniel, Hananja, Misael und Asarja

29. Oktober 2022, 05:42am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der Prozess gegen Susanna (Daniel 13) 
(Bild: Quelle)

„Darauf befahl der König seinem obersten Kammerherrn Aspenas, er solle von den Israeliten, und zwar sowohl aus dem königlichen Geschlecht (oder: Hause) als auch aus den vornehmsten Familien, Knaben (oder: Jünglinge) herbeischaffen, … 6 Unter ihnen befanden sich die Judäer Daniel, Hananja, Misael und Asarja;” (Daniel 1:3,6). 

Unter ihnen befanden sich die Judäer Daniel, Hananja, Misael und Asarja. Nachdem wir uns mit den Propheten Jesaja (wirkte um 740 bis 701 v. Chr. in Jerusalem), Jeremia (wirkte um 627 bis 587 v. Chr. in Jerusalem), und Ezechiel (wirkte um 627 bis 587 v. Chr. in Jerusalem) beschäftigt hatten, die alle die Aufgabe hatten das von Gott abtrünnige Bundesvolk des Herrn (es wandte sich immer wieder den Götzen seiner Nachbarvölker zu) vor seinem Untergang zu warnen, kommen wir nun zum Propheten Daniel (nicht der Sohn Davids 1. Chronik 3:1). Daniel war wohl auch aus königlichem Geschlecht (Daniel 1:3; Jesaja 39:5-7); er wurde im Alter von 15-20 Jahren nach der Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar im Jahr 605 v. Chr. mit seinen drei Freunden Hananja, Misael und Asarja, ebenfalls königlichen Geschlechts, nach Babylon verschleppt und stieg dort durch Gottes Vorsehung zu einem der höchsten Hofbeamten des babylonischen Reiches auf. Er war ein Zeitgenosse des Propheten Hesekiel, lebte aber bis zur Zeit des Königs Kyrus und wurde über 90 Jahre alt. Ebenso waren Lehi (1. Nephi 1:4) und Esra (Esra 8:1-2) seine zeitgenössischen Propheten. 

Daniel bewies große Treue und Hingabe gegenüber Gott und war gerecht und redlich in seinem irdischen Dienst. In dem von ihm verfassten Buch berichtet Daniel zunächst von seinem Dienst und Zeugnis vor den Königen Babylons, aber auch von der Standhaftigkeit seiner Gefährten (Kapitel 3) sowie von den Träumen Nebukadnezars (Traum von den Weltreichen (Kapitel 2), Traum von dem stolzen Baum (Kapitel4)), die er durch Gottes Eingebung deuten konnte. Wohl sehr bekannt sind die Begebenheiten der Rettung `Daniels und seiner drei Freunde aus dem Feuerofen´ (Kapitel 3), sowie `Daniel in der Löwengrube´ (Kapitel 6). Die folgenden Abschnitte des Buches Daniel (Kapitel 7-12) berichten von gewaltigen göttlichen Visionen, die Zukunft der heidnischen Weltreiche, des Volkes Israel und des messianischen Gottesreiches betreffend. Ich lerne, das Buch Daniel ist ein bedeutsamer Schlüssel für das geistlich-prophetische Verständnis der Weltgeschichte; es weist zahlreiche Bezüge zur Offenbarung des Johannes wie auch zur `Endzeitrede´ Jesu auf (Matthäus 24-25). Es vermittelt mir aber auch wertvolle Ermunterung zur Glaubenstreue angesichts heidnischer Machtentfaltung und endzeitlicher Entwicklungen, die sich heute zeigen. 

Welche Erzählung aus dem Buch des Propheten Daniel hat dich in besonderem Maße beeindruckt? 

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Wo es sich dort hinein ergießt, da wird das Salzwasser des (Toten) Meeres gesund

28. Oktober 2022, 06:38am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Das Wasser des Lebens
(Bild: Quelle; Hardcopy)

„Da sagte er zu mir: „Dieses Gewässer fließt in den östlichen Bezirk hinaus, strömt dann in die Jordan-Ebene hinab und mündet in das (Tote) Meer; und wo es sich dort hinein ergießt, da wird das Salzwasser des (Toten) Meeres gesund.” (Ezechiel 47:8). 

Wo es sich dort hinein ergießt, da wird das Salzwasser des (Toten) Meeres gesund. Worum geht es hier? In den Kapiteln 40 bis 47 wird die Vision Ezechiels vom `neuen Tempel Israels´ beschrieben. Der Herr zeigt ihm den neuen Tempel mit seiner Mauer, seinen Toren und Höfen und Nebengebäuden. Ja sogar die Maße wurden ihm mitgeteilt. Dann sieht er, wie der Herr von Osten her in den Tempel einzieht, und hört ihn sagen: „... Menschensohn, das ist der Ort, wo mein Thron steht, und der Ort, wo meine Füße ruhen; hier will ich für immer mitten unter den Israeliten wohnen. Das Haus Israel aber soll meinen heiligen Namen nie mehr beflecken ...” (Hesekiel 43:7). Nach weiteren Erläuterungen wird Ezechiel jetzt wieder zum Eingang des Tempels zurückgebracht, wo er unter der Tempelschwelle Wasser hervorströmen sieht. Es strömte in östlicher Richtung unter der Tempelschwelle heraus. Zunächst bildete sich in einer kurzen Entfernung ein Rinnsal, mit zunehmendem Abstand vom Tempel Richtung Jordantal wurde es zu einem Strom, der nicht mehr durchschwommen werden konnte und mündete schließlich in das Tote Meer, das durch dieses Wasser gesund wird (Ezechiel 47:8). 

Es handelt sich um ein lebensspendendes Wasser! Denn es heißt, dass an den Ufern Bäume wuchsen, die jeden Monat frische reife Früchte trugen und es in den Gewässern viele Fische und sonstige Lebewesen geben würde. „Wohin der Fluss gelangt, da werden alle Lebewesen, alles, was sich regt, leben können und sehr viele Fische wird es geben. Weil dieses Wasser dort hinkommt, werden sie gesund; wohin der Fluss kommt, dort bleibt alles am Leben.” (Ezechiel 47:9). Ich lerne, der Herr zeigt Ezechiel zum Schluss die Zukunft, die Hoffnung Israels. Eines Tages wird der Tempel wieder errichtet werden, und die Herrlichkeit Gottes in ihm wohnen. Nie wieder würde das Volk Israel den Tempel entweihen. Vom Tempel aus strömt das Wasser des Lebens in seine Umgebung und wo dieses Wasser hingelangt, gibt es Leben in Fülle, auch wenn vorher alles tot war, wie es im Toten Meer kein Leben gab, dann aber, als das Wasser es erreichte, Leben hervorkam. Ich verstehe es so, dass der Herr Ezechiel die Zeit der `letzten Tage´ vor dem zweiten Kommen des Herrn, zeigte. Ist nicht aus einer ganz kleinen Schar Gläubiger, Anfang des Neunzehnten Jahrhunderts, ein schon recht großer Strom geworden, und werden es nicht von Tag zu Tag mehr, die das Wasser des Lebens erreicht? Ist nicht aus einem Tempel in Kirtland 1836 bis heute eine ganz enorme Zahl an Tempeln weltweit erwachsen, aus denen das `lebendige Wasser´ fließt (siehe hier)? Wie unendlich bin ich dem Herrn für seine Liebe und Ausdauer dankbar, dass er darauf baut, dass wir heute erkennen, wer unser Gott ist, und dass er `für immer mitten unter uns wohnt´ (Hesekiel 20:20)! Ich erkenne auch meine Verpflichtung zu diesem Wachstum beizutragen (Lehre und Bündnisse 88:81). 

Welche Vorstellung hast du über dieses Wasser, das unter der Tempelschwelle herausfließt? 

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Ich will eure Gräber öffnen

28. Oktober 2022, 05:52am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Ezechiels Vision von der Auferstehung
(Bild: Quelle; Hardcopy)

„Hierauf sagte er zu mir: „Menschensohn, diese Gebeine hier sind*) das ganze Haus Israel. Siehe, sie sagen jetzt: ‘Verdorrt sind unsere Gebeine, und geschwunden ist unsere Hoffnung: es ist aus mit uns!’ 12 Darum weissage du und sage zu ihnen: ‘So hat Gott der HErr gesprochen: Wisset wohl: ich will eure Gräber öffnen und euch, mein Volk, aus euren Gräbern hervorgehen lassen und euch in das Land Israel zurückbringen:” (Ezechiel 37:11-12). 

Ich will eure Gräber öffnen. Was haben wir für eine Situation? Ezechiel wurde wieder eine Vision zuteil. Der Herr führte Ezechiel im Geist auf ein ebenes Feld, das übersät war mit ausgetrockneten Gebeinen, und fragte ihn, ob diese wieder lebendig werden könnten. Ezechiel antwortete, dass dies nur er wisse (Ezechiel 37:3). Dann wies ihn der Herr an, den Gebeinen als Prophet zu weissagen, dass der Herr selbst ihre Knochen wieder mit Sehnen, Fleisch und Haut versehen, ihren Geist wieder in sie bringen, und sie wieder lebendig werden würden. So würden sie erkennen, wer ihr Herr sei. Ezechiel gehorchte und sah, wie es sich erfüllte (Ezechiel 37:4-10). 

Diese Schilderung erinnert doch genau an den Schöpfungsakt des Menschen, beschreibt aber die `Auferstehung´ vom Tode. Die Heiligen Schriften legen Zeugnis ab von der Tatsache der Auferstehung. So berichtet uns Matthäus, dass nach der Auferstehung Jesu sich die Gräber öffneten und die Leiber vieler entschlafener Heiliger auferweckt wurden und sich den Menschen in der Stadt zeigten (Matthäus 27:52-53). Ja, in unseren letzten Tagen vor dem zweiten Kommen Jesu, legte der Prophet der Wiederherstellung, Joseph Smith, Zeugnis davon ab, dass er die Körper auferstandener Wesen gesehen und mit ihnen gesprochen hat (Joseph Smith Lebensgeschichte 1:15-20). Das ist doch die Hoffnung für uns alle. Viele stellen sich die Frage, was passiert mit uns, wenn wir sterben, ist dann alles aus, oder gibt es da noch etwas? Ja, da gibt es noch etwas, die Auferstehung, die Wiedervereinigung unseres Geistkörpers mit dem physischen Körper aus Fleisch und Knochen. Nach der Auferstehung werden Geist und Körper nie mehr getrennt werden, wir werden unsterblich! Wovon viele träumen, wird wahr werden, ohne sich einfrieren zu lassen, oder in den `Jungbrunnen´ zu steigen. Dank der Auferstehung Jesu, wird jeder Mensch, der hier auf Erden geboren wurde, oder noch wird, auferstehen (1. Korinther 15:20-22). Ich lerne, die Lehre von der Auferstehung wurde und wird von allen Propheten Gottes gelehrt, seit Menschheitsbeginn ist uns der Zweck unseres Lebens bekannt gemacht: „wir wollen sie hierdurch prüfen und sehen, ob sie alles tun werden, was auch immer der Herr, ihr Gott, ihnen gebietet;” (Köstliche Perle Abraham 3:24-25). 

Was war notwendig, dass Menschen vom Tode auferstehen können? 

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Menschensohn, ich habe dich zum Wächter für das Haus Israel bestellt

27. Oktober 2022, 05:59am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Menschensohn, ich habe dich zum Wächter für das Haus Israel bestellt: wenn du ein Wort aus meinem Munde vernommen hast, sollst du sie in meinem Namen verwarnen!” (Ezechiel 3:17). 

Menschensohn, ich habe dich zum Wächter für das Haus Israel bestellt. Die Anrede `Menschensohn´ kommt im Ezechiel 93-mal vor, im gesamten Neuen Testament 78-mal. Um wen handelt es sich nun beim `Menschensohn´? Bei der Steinigung des Stephanus, rief dieser aus: „Ich sehe die Himmel aufgetan und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen!” (Apostelgeschichte 7:56). Im gesamten Neuen Testament bezieht sich die Bezeichnung `Menschensohn´ fast ausschließlich auf Jesus Christus, den einziggezeugten Sohn Gottes im Fleisch (Johannes 3:16; 2. Nephi 25:12). Hier im Ezechiel aber wird der vom Herrn berufene Prophet als `Menschensohn´ angesprochen. Ihm teilt nun der Herr mit, dass er zum `Wächter´ für das Haus Israel berufen wurde. Welche Aufgabe hatte nun ein `Wächter´? Versetzen wir uns in das Leben im alten Israel. Die Menschen hatten zwar Städte, aber viele lebten auf ihrem Landbesitz um die Stadt herum, wo sie das notwendige zum Leben erzeugten. Die Menschen in den Städten waren meist durch Stadtmauern geschützt. Sollten aber jene auf dem Land durch fremde Mächte überfallen werden, waren diese schutzlos. Um auch ihnen den notwendigen Schutz zu ermöglichen, wurden hohe Türme errichtet, auf denen `Wächter´ Wache hielten. Sie hatten einen besonders guten Überblick über das Umland und konnten Gefahren frühzeitig erkennen. Sollte sich eine solche Situation anbahnen, stießen diese in ein Horn oder verursachten sonstige lärmende Zeichen, sodass die Leute vom Lande gewarnt waren, und in der Stadt Schutz suchen konnten. Wer auf das Warnzeichen achtete, konnte in die sichere Stadt gehen, andere, die das ignorierten, lieferten sich der Gefahr aus. Aus dem Mittelalter kennen wir die Berufsbezeichnung eines solchen Wächters als Türmer

Auf den geistigen Bereich übertragen bedeutete das, dass der Herr Ezechiel die Verantwortung übertrug, als `Wächter´ das Volk des Herrn vor Gefahren, die er ihm frühzeitig mitteilen würde, zu warnen. Das Volk konnte entscheiden, wie es auf die Warnung reagieren wollte, Schutz suchen, oder sich der Gefahr auszusetzen (Ezechiel 3:27). Der Herr erklärte Ezechiel auch die Folgen für ihn, wenn er die Warnungen nicht weitergeben würde, bzw. seine Entlastung, wenn er es tat, aber Menschen nicht auf die Warnung hörten. Ich lerne, uns hat der Herr heute auch einen mit diesen Aufgaben betrauten `Wächter´ gegeben, unseren lebenden Propheten, heute Präsident Russel M. Nelson. Dieser hat überall auf der Welt weitere Wächter berufen, die in kleineren Einheiten diese Aufgabe wahrnehmen sollen. Auf sie will ich gerne hören und ihre Warnungen, die sie aus dem Munde Gottes erhalten und weitergeben, beachten. Ich kann aus den Versen 18 bis 21 entnehmen, welche Folgen die Wahrnehmung meiner `Wächteraufgabe´ hat. 

Welches ist deine Aufgabe als `Wächter´? 

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Sah ich plötzlich einen Sturmwind von Norden daherfahren

26. Oktober 2022, 09:46am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Bibel-Illustration, Ezechiels Gottesvision 
(Bild: Quelle)

„Als ich nämlich hinblickte, sah ich plötzlich einen Sturmwind von Norden daherfahren und eine gewaltige Wolke und zusammengeballtes (= flackerndes) Feuer, von Lichtglanz rings umgeben, und mitten aus ihm (d. h. aus dem Feuer) blinkte etwas hervor wie der Schimmer von Glanzerz, [aus der Mitte des Feuers].” (Ezechiel 1:4).

Sah ich plötzlich einen Sturmwind von Norden daherfahren. So beginnt Ezechiel seine Schilderung, wie er Gottes Erscheinen in seinem babylonischen Exil 593 v. Chr. im Alter von 29 Jahren erlebte (Ezechiel 1:4-28). Vier Cherubim (mit dem Tempel verbundene Wesen, die den Gnadenstuhl, die Versöhnungsplatte auf der Bundeslade im Allerheiligsten, mit ihren Flügeln bedeckten) mit je vier Flügeln bilden die tragende Struktur des von Ezechiel beschriebenen Bildes, des Thronwagens des Herrn. Zwei Flügel lassen sie herabhängen, mit den anderen beiden ausgestreckten Flügeln berühren sie sich, bilden ein verbundenes Ganzes. Jedes dieser vier Wesen hat auch vier Gesichter, die in die vier Himmelsrichtungen schauen und wie Feuer leuchten: Mensch, Löwe, Stier und Adler. Sie können sich blitzschnell in jede Richtung bewegen, ohne sich dabei zu wenden. Seitlich befinden sich vier Räder, so, als ob ein Rad innerhalb des anderen wäre. An ihren riesigen Felgen waren ringsum voller Augen. Bewegten die Cherubim ihre Flügel, so war dabei das Rauschen gewaltigen Wassers zu hören. Auf dem Throngebilde war die Gestalt wie eines Mannes zu sehen, umgeben von strahlendem Licht, wie das eines Regenbogens. Und seine Beschreibung endet: „So war das Aussehen der Erscheinung der Herrlichkeit des HErrn; und als ich sie erblickte, warf ich mich auf mein Angesicht nieder und hörte die Stimme eines, der da redete.” (Ezechiel 1:28). Dies war nicht die einzige Vision Ezechiels von der Herrlichkeit des Herrn im Exil (Ezechiel 10). 

Nun stellt sich die Frage, warum zeigte sich der Herr nicht dort, wo sein Heiligtum stand, im Tempel in Jerusalem? Zum einen war es ja vom Volk entweiht worden, zum andern symbolisiert es wohl, dass der Herr mit Juda gegangen ist, und ihm im Exil helfen wollte, ihn doch endlich als seinen Gott zu erkennen und anzuerkennen (Ezechiel 20:20). Deshalb schickte er ja Propheten zu ihm. Ezechiel wirkte unter den Exilanten, gleichzeitig mit ihm, aber im Königspalast von Babel, wirkte Daniel, während Jeremia in Jerusalem Führer und Volk warnte. Dann haben wir da noch Lehi, der ebenso in Jerusalem wirkte, aber dann, nachdem das Volk ihn töten wollte, vom Herrn in ein verheißenes Land, nach Amerika, geführt wurde (Einleitung zu 1. Nephi 1). Unter dem Sturmwind stelle ich mir symbolhaft den Geist des Herrn vor. Die vier Gesichter, die in alle Himmelsrichtungen schauen, symbolisieren, dass der Herr alles im Blick hat. Die vier Gesichter, Mensch, Löwe, Stier und Adler, symbolisieren Intelligenz, Königtum, Kraft und Mobilität, was zusammen die Eigenschaften des Herrn darstellen. Die ineinander liegenden Räder symbolisieren, dass der Thron Gottes sich in jegliche Richtung bewegen kann. Ich lerne, der Herr gibt nicht auf, sein Bundesvolk durch Propheten vor Sünde zu warnen, indem diese ihm erklären, was die Folge von der Abkehr von Gott sein würde. Trotz Rechtsprechung, der Zerstörung Jerusalems und der Verschleppung des Volkes, ist der Herr gnädig und lädt immer wieder ein, zu ihm zurückzukehren. Wie dankbar bin ich doch dafür. 

Was geht dir durch den Sinn, wenn du diese Vision Ezechiels liest? 

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Iss diese Schriftrolle und gehe dann hin und rede zum Hause Israel!

25. Oktober 2022, 06:10am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Dann sagte er zu mir: „Menschensohn, iß, was du da vor dir siehst! Iß diese Schriftrolle und gehe dann hin und rede zum Hause Israel!” (Ezechiel 3:1). 

Iss diese Schriftrolle und gehe dann hin und rede zum Hause Israel! Nach dem Propheten Jeremia mit seinem Schreiber Baruch, wenden wir uns nun dem Propheten Ezechiel (auch Hesekiel geschrieben) zu. Er war ein Priester aus der Familie des Zadok (Priester zuzeiten König Davids um 1000 v. Chr. dem zweiten König Israels) und einer der jüdischen Gefangenen, die Nebukadnezar ins Exil nach Babylon führte. Ezechiel ließ sich dort mit den jüdischen Verschleppten nieder und prophezeite während einer Zeit von zweiundzwanzig Jahren von 592 bis 570 v. Chr. Sein Name bedeutet „Gott möge stärken“. Ezechiel schildert Ereignisse aus den Jahren 594/93 (Ezechiel 1:2) bis 572/71 v. Chr. (Ezechiel 29:17). In diesem Buch werden die Kriegskatastrophe und die mit ihr in Zusammenhang stehenden Ereignisse, die Belagerung, Eroberung und Zerstörung Jerusalems unter dem babylonischen Herrscher Nebukadnezar (2. Chronik 36:5-7) in den Jahren 589/88 bis 587/86 v. Chr. (Ezechiel 24:1ff) wiedergegeben. Es lässt sich grob in drei Teile untergliedern:  

  1. Kapitel 1–11, Anschuldigungen gegen Israels Vergehen gegen Gott (1-3 Ezechiels Berufung; 4-5 symbolische Handlungen gegen Juda und Jerusalem und deren Deutung; 6-7 schlechte Nachrichten; 8-11 Tempelvision). 

  1. Kapitel 12-33, Gericht (12-24 über Israel; 25-32 über die Nationen, die fremden Völker; 33 über Jerusalem). 

  1. Kapitel 34–48, Visionen über Israel in den letzten Tagen, in denen es um `Hoffnung´ geht, (34-37 für Israel; 38-39 für die Nationen, und 40-48 für das gesamte Israel). 

Ezechiel hatte viele Visionen. Er sprach viel über die zukünftige Wiederherstellung Israels und die Herrlichkeit der tausendjährigen Herrschaft des Herrn. Die Echtheit seiner Schriften wird ausdrücklich in neuzeitlicher Offenbarung bestätigt (Lehre und Bündnisse 29:21). Der Herr gab Ezechiel die Kraft (Ezechiel 2:2), die er benötigte, um zu versuchen, das harte Herz des Volkes Juda (Ezechiel 2:4) zu erweichen. Der Herr überließ es dann den Menschen des Volkes auf dieses Wort des Propheten zu hören, oder es sein zu lassen (Ezechiel 2:5). Der Herr gab Ezechiel, bevor er dem Volk predigen sollte, das Wort, das er verkünden sollte, `zu essen´, und es `schmeckte´ ihm süß wie Honig (Ezechiel 3:3). Ich lerne, bevor wir uns anschicken, das Wort Gottes weiterzugeben, muss ich es im geistigen Sinne erst selber `essen´, es gebeterfüllt studieren und mit dem Geist des Herrn versuchen zu verstehen. Dann wird es mir `schmecken´ und ich werde in der Lage sein, anderen von seiner Köstlichkeit Zeugnis abzulegen, so wie ich begeistert von einem exzellenten Menü eines Fünfsternekochs schwärmen, und es wärmstens empfehlen würde. Ich bin dem Herrn so dankbar, dass er uns auch heute wieder lebende Apostel und Propheten gesandt hat, um uns von dieser wunderbaren lebensspendenden Speise probieren zu lassen. Mir schmeckt sie köstlich. Sie ist für mich einfach `begehrenswert´, begehrenswerter als alles andere! 

Wie stellst du es an, `das Wort Gottes zu essen´? 

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Rührt es euch nicht, ihr alle, die ihr des Weges vorüberzieht?

21. Oktober 2022, 05:47am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

The Cry of Jeremiah the Prophet, from an engraving by the Nazarene School 
(Bild: Quelle)

„Rührt es euch nicht, ihr alle, die ihr des Weges vorüberzieht? blicket her und seht, ob einen Schmerz es gibt wie den Schmerz, der mich getroffen, mich, die der HErr heimgesucht hat am Tage seines lodernden Zorns!” (Klagelieder 1:12). 

Rührt es euch nicht, ihr alle, die ihr des Weges vorüberzieht? Wer wird hier angesprochen, und von wessen Schmerz ist die Rede, verursacht durch den Zorn des Herrn? Kurzversion: Angesprochen sind jene, die Kenntnis bekommen von der Vernichtung Jerusalems, die der Herr zwischen 586 und 575 v. Chr. zugelassen hat. Wenn wir an frühere lebendige Städte Israels denken, kommen uns Bilder von auf den Gassen spielenden Kindern, Händlern, die lautstark ihre Waren anbieten, und um Almosen bittende Bettler in den Sinn. Geschäftiges, lautes Treiben und Tun. Doch nein, jetzt bietet die große und heilige Stadt des Herrn, Jerusalem, ein erschütterndes Bild. Alles liegt in Schutt und Asche, keine Menschenseele mehr in Haus und auf den Gassen. Nur noch Spuren von Hass, Gewalt und Vernichtung. Als Resultat von Judas fortlaufender und nicht bereuter Götzenanbetung, lies Gott es zu, dass die Babylonier Jerusalem belagerten, plünderten, niederbrannten und die Stadt zerstörten. Salomons Tempel, der für ca. 400 Jahre stand, wurde bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Der Prophet Jeremia, ein Augenzeuge dieses Ereignisses, schrieb das Buch Klagelieder als Klage und in Trauer darüber, was mit Juda und Jerusalem geschah. 

Dieses Bildnis wird uns in den `Klageliedern´ vermittelt. Sie werden Jeremia zugeschrieben, und beschreiben das Leid, das das Bundesvolk des Herrn, Juda, getroffen hat, weil es nicht auf die jahrelangen Warnungen der Propheten (u. a. Jesaja, Jeremia und Lehi) hören wollte, sich nicht lossagen wollte von seinem Götzendienst (2. Könige 21:11-12), der sogar Menschenopfer im Haus des Herrn beinhaltete (Jesaja 66:3), und allem sonstigen bösen Tun. Das Volk wusste ganz genau, dass es dieses Leid sich selber zuzuschreiben hat (beispielhaft Jeremia 21:4-5). Durch Bilder hat der Herr das Volk immer wieder eindringlich vor der völligen Zerstörung gewarnt. So sollte Jeremia einige seiner Führer mit vor die Stadt nehmen und ihnen mittels eines Tonkruges, den er vor deren Augen zerschmettern sollte, aufzeigen, was mit Jerusalem passieren würde, wenn es nicht umkehren würde (Jeremia 19). Ich lerne, der Herr wollte, dass jeder, der das Leid sieht, das Jerusalem treffen würde, entsetzt sein, und es als abschreckendes Beispiel sehen sollte, was mit jenen passiert, die sich wissentlich gegen ihn und das Erlösungswerk Jesu stellen (Jeremia 19:8). Klagen in Notzeiten ist sicherlich in Ordnung, aber wir müssen erkunden, ob wir das Leid nicht selber über uns gebracht haben, und Umkehr üben (Klagelieder 3:40-42). Wir haben die Schriften vor uns liegen und können uns dankbar schätzen, diese Warnungen zu haben, damit uns aufgrund seines Sühnopfers Vergebung zuteilwerden kann, wenn wir umkehren, Bündnisse eingehen und ihnen treu bleiben. Dann können wir sicher sein, brauchen uns trotz gefährlicher Zeiten, in denen wir heute auch leben, nicht zu fürchten (lies gerne „Beunruhigt euch nicht“ von Elder Ronald A. Rasband). 

Was sagen dir die `Klagelieder´? 

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Nimm dir eine Buchrolle und schreibe auf sie alle die Worte

20. Oktober 2022, 06:05am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Jeremia diktiert Baruch erneut die Worte des Herrn
(Bild: Quelle)

„Nimm dir eine Buchrolle und schreibe auf sie alle die Worte, die ich in betreff Israels und Juda’s und in betreff aller Völker zu dir gesprochen habe seit dem Tage, an dem ich dir Offenbarungen habe zuteil werden lassen, nämlich seit der Regierung Josia’s bis auf den heutigen Tag!” (Jeremia 36:2). 

Nimm dir eine Buchrolle und schreibe auf sie alle die Worte. Dieses Gebot gab der Herr Jeremia zu der Zeit, als Jojakim als Vasallenherrscher über Juda gesetzt war. Er regierte von 609 bis 598 v. Chr., zunächst unter der Herrschaft der Ägypter, danach der Babylonier (2. Könige 23,34-36; 24:1-5). Jeremia setze den Auftrag des Herrn mithilfe seines Sekretärs Baruch um und ließ ihn dann das Wort des Herrn im Tempel zu Jerusalem dem Volk vorlesen. Der Herr wollte seinem Volk dadurch Gelegenheit geben, seine Abwendung von ihm rückgängig zu machen, Umkehr zu üben (Jeremia 36:7). Als Jojakim Wind davon bekam, ließ er sich die Worte ebenfalls vorlesen. Der König saß vor seinem lodernden Kamin und war von den Worten nicht beglückt, zerschnitt sie, obwohl ihm davon durch seine Diener abgeraten wurde, und warf sie ins Feuer, ja er befahl sogar Baruch und Jeremia zu verhaften. Der Herr aber bewahrte seine Diener und gab sogar einen Auftrag, eine zweite Rolle mit denselben Worten und einigen mehr zu beschreiben (Jeremia 36:23,25-26,28,32). 

Von den Aufzeichnungen der Worte Jeremias, profitierten auch die Nephiten, denn Lehi, der auch zuzeiten des Königs Zedekia (auch Zidkija geschrieben) in Jerusalem prophezeite (1. Nephi 1:4), und auf Geheiß Gottes in ein ihm und den Seinen `verheißenes Land´ auswanderte (2. Nephi 1:5-9), hatte die Messingplatten seines Verwandten Laben mitgenommen (1. Nephi 3:3), und diese enthielten auch die Worte Jeremias (1. Nephi 5:10-13). Hätte Lehi das Wort des Herrn nicht befolgt und sich darum bemüht, die Messingplatten Labans mitzunehmen, wäre es ihm und seinem Volk so schlecht ergangen, wie dem Volk Zarahemla (siehe auch Mulekiten). Es verlor seinen Glauben an den Herrn und seine Sprache wurde verderbt (Omni 1:14-17) . Wie wunderbar, dass der Herr Jeremia aufforderte, alle seine Worte nochmals aufzuschreiben. Ich sehe auch eine Parallele zu den verloren gegangenen 116 Manuskriptseiten. Auch dafür hatte der Herr Vorsorge getroffen und andere Platten beschreiben lassen. Ich lerne, es ist überlebensnotwendig, das Wort Gottes zu haben, es zu studieren und danach zu handeln. 

Wie würde dein Leben aussehen, wenn es keine heiligen Aufzeichnungen geben würde? 

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