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Glaubensansichten

Ich werde einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen

7. Oktober 2022, 05:45am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Denn wisset wohl: ich werde einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, so daß man der früheren Zustände nicht mehr gedenken wird und sie keinem mehr in den Sinn kommen sollen. 18 Nein, freuet euch und jubelt immerdar über das, was ich schaffe; denn wisset wohl: ich will Jerusalem umschaffen zum Jubel und das Volk darin zum Frohlocken; 19 und ich will selbst über Jerusalem jubeln und über mein Volk frohlocken, und es soll hinfort kein Laut des Weinens und kein Laut des Wehgeschreis in ihm vernommen werden.” (Jesaja 25:17-19). 

Ich werde einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen. Hört sich das nicht wunderbar an? Wie freuen wir uns doch immer, wenn es etwas Neues gibt, eine neue Küche, ein neues Auto, einen neuen Fernseher … . Das Alte auf den Müll. Da verkündet uns der Herr durch Jesaja ja gerade zur richtigen Zeit, dass er einen `neuen Himmel und eine neue Erde´ schaffen will. Dann können wir doch ungeniert weiter Raubbau mit der `alten Erde´ treiben, unsere ausrangierten Sachen einfach im Wald entsorgen oder unser Plastikmüll in den Bach schmeißen. Oder? Wir haben scheinbar Probleme mit dem Auftrag des Herrn, den er unseren ersten Eltern auf Erden gab, als sie gerade geschaffen worden war – ist ja auch schon viel zu lange her –, und der Herr sie segnete, und dann den Auftrag erteilte: „Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde an und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alle Lebewesen, die auf der Erde sich regen! (Hervorhebung hinzugefügt; Genesis 1:28). Nun gut, wir bemühen uns ja in letzter Zeit, immer mehr um nachhaltige Produkte, und das Alte, was durch Neues ersetzt werden soll, recyceln wir. Ist doch schon was. 

Sogar Petrus, der Apostel des Herrn, spricht im Neuen Testament zu den Gläubigen: “Wir erwarten gemäß seiner Verheißung einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt.” (2. Petrus 3:13). Und Johannes der Offenbarer bestätigt: “Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr.” (Offenbarung 21:1). Es stellt sich die Frage, wann wird die neue Erde und der neue Himmel denn geliefert? Eine zufriedenstellende Antwort gibt uns der Herr in einer Offenbarung an den Propheten der Wiederherstellung, Joseph Smith. Johannes offenbarte ja, dass die erste Erde vergangen sein wird, bevor die neue entsteht. Das Ende der alten Erde wird nicht so ganz sang- und klanglos geschehen. So wie Material, das recycelt werden soll, erst gereinigt werden muss, wird auch die alte Erde zunächst gereinigt, ehe die neue geschaffen werden kann, und die neue wird nach dem Millennium kommen (Lehre und Bündnisse 29:14-26). Ich lerne, wir, in heutiger Zeit, dürfen nicht unseren Finger gegen das Israel erheben, von dem Jesaja schreibt, weil es sich immer und immer wieder gegen seinen Gott versündigt hat. In unserer Zeit ist es nicht anders. Auch wir vergehen uns immer und immer wieder gegen unseren Retter. Diese Reinigungszeit vor dem Kommen der neuen Welt und des neuen Himmels, werden nur jene überstehen, die die Bündnisse, die der Herr anbietet, eingehen und halten, auch unter Zuhilfenahme der Möglichkeit der Umkehr. Durch Jesajas Prophezeiungen warnt uns der Herr. Obwohl der Herr eine neue Welt und einen neuen Himmel schaffen will, müssen wir bis dahin doch sorgsam mit der alten umgehen, und alles tun, um sie für alles Lebende auch lebenswert zu erhalten (lies hier)! 

Wie verstehst du das mit der neuen Erde und dem neuen Himmel? 

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Der Geist Gottes des Herrn ruht auf mir, weil der Herr mich gesalbt (= geweiht) hat

6. Oktober 2022, 05:12am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

“Der Geist Gottes des HErrn ruht auf mir, weil der HErr mich gesalbt (= geweiht) hat, um den Elenden (oder: Demütigen) frohe Botschaft zu bringen; er hat mich ja gesandt, um die, welche gebrochenen Herzens sind, zu verbinden, den Gefangenen die Freilassung anzukündigen und den Gebundenen die Entfesselung, 2 ein Gnadenjahr des HErrn und einen Tag der Rache unsers Gottes auszurufen, um allen Trauernden Trost zu bringen,” (Jesaja 61:1-2). 

Der Geist Gottes des Herrn ruht auf mir, weil der Herr mich gesalbt (= geweiht) hat. In den Kapiteln Jesaja 61 und 62 wird die ganze Geschichte Israels zwischen dem ersten und dem zweiten Kommen des Herrn geschildert. Die Verse eins und zwei im Kapitel 61 beziehen sich auf das erste Kommen des Herrn. Er selber hat es bestätigt, als er am Sabbat die Synagoge in Nazareth besuchte, die Schriftrolle nahm und aus Jesaja 61 die Verse 1 und 2 und aus Kapitel 58 den Vers 6 vorlas. Als er zu Ende gekommen war, das Buch wieder zusammengerollt und dem Synagogenvorsteher zurückgegeben hatte, setzte er sich, und alle schauten ihn gespannt an, denn an dieser Stelle erwarteten sie immer die Erklärung der Schriftlesung. Diese begann er so: „Heute ist dieses Schriftwort, das ihr soeben vernommen habt, zur Erfüllung gekommen!” (Lukas 4:21). Wie wir weiterlesen, waren sie über seine inspirierten Worte erstaunt, insbesondere, nachdem sie ihn und seine Familie ja kannten (Lukas 4:22). 

Wenn wir uns den Versen 11 und 12 im Jesaja 62 zuwenden, erkennen wir, dass hier vom zweiten Kommen des Herrn zu Beginn des Millenniums die Rede ist. Es ist vom `heiligen Volk´ die Rede. Dabei handelt es sich um jene, die mit dem Herrn den `neuen und immerwährenden Bund´ eingegangen sind, und am Aufbau des `neuen Zion´ mitarbeiten. Dieses Zion ist der Sammlungsort der Nachkommen Israels in diesen `letzten Tagen´, ein Ort, in dem Menschen in Rechtschaffenheit zusammenleben, die `eines Herzens und eines Sinnes´ sind (Köstliche Perle Mose 7:18-19). Heute ist Zion nicht auf einen einzigen Ort der Erde beschränkt, sondern existiert überall dort, wo Menschen in der beschriebenen Weise zusammenleben. Ich lerne, der Herr hat Jesaja die Zeit des ersten Kommens Jesu auf die Erde vorhersagen lassen, als auch die Zeit vor seinem zweiten Kommen. Die ersten Verse aus Jesaja 61 hat der Herr, als er das erste Mal in einem sterblichen Körper auf Erden war, selber als eingetroffen bestätigt. Die weiteren Verse des Wiederaufbaus Zions in Kapitel 61 und 62 haben sich inzwischen erfüllt, bzw. sind im Begriff sich zu erfüllen. Ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, in dieser spannenden, aber trostbringenden Zeit, leben, und am Wiederaufbau des Reiches Gottes mitwirken zu dürfen. 

Was meinst du, wer diejenigen sind, die das, "… was in früheren Zeiten zerstört worden ist, …” (Jesaja 61:4), wiederherstellen? 

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Die Söhne fremden Stammes werden deine Mauern aufbauen

5. Oktober 2022, 05:34am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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“Die Söhne (= Angehörigen) fremden Stammes werden deine Mauern aufbauen und ihre Könige dir dienstbar sein; denn in meinem Grimm habe ich dich (allerdings) geschlagen, aber in meiner Gnade mich deiner wieder erbarmt.” (Jesaja 60:10). 

Die Söhne fremden Stammes werden deine Mauern aufbauen. Im Kapitel 60 beschreibt Jesaja die Herrlichkeit Zions in den letzten Tagen, wo das Volk des Herrn `in himmlischer Pracht wohnen wird´. Zu beachten ist, dass Jesaja im Hebräischen für Zion die weibliche Form benutzt; Zion wird also als eine Frau dargestellt. 

  • Zunächst wird in den Versen 1-2 Zion aufgefordert, das Licht, das durch den Herrn auf es gekommen ist, zu reflektieren, um dadurch die Finsternis, die auf Erden herrscht, zu erhellen. Der Herr hat das Evangelium (Licht) durch Joseph Smith nach langer Zeit der Finsternis (Abfall = Verlust der göttlichen Vollmacht) wiederhergestellt. Zion, das heutige Bundesvolk des Herrn, soll dieses Licht in die Welt tragen. 
  • So wie bestimmte Insekten von Licht angezogen werden, lässt der Herr Jesaja in Vers 3-4 sagen, dass Könige zu dem Licht (Glanz) kommen werden, ebenso Söhne und Töchter (Nachkommen) Zions. Es geschieht heute, dass Staatslenker/innen zuhauf zu Gast sind am Hauptsitz der Kirche (beispielhaft siehe hier), und dass viele Nachkommen Zions sich auf den Weg gemacht haben, um zum Zion in der neuen Welt zu ziehen. Heute kommen sie mit Flugzeugen `wie Tauben dahergeflogen zu ihrem Schlag´ (Vers 8). 
  • Jesaja beschreibt, dass Reichtum in Zion sein wird (Verse 5-9). Und es ist so, weil das Volk Zions von seiner Habe spendet. Dieser Reichtum wird für den Aufbau Zions überall in der Welt eingesetzt, insbesondere um Not in der Welt zu lindern, Ausbildung und Bildung zu fördern, ganz allgemein: Gutes zu tun (beispielhaft siehe hier und hier). 

Ich lerne, wir leben in dieser Zeit, die der Herr dem Jesaja vorhergesagt hat. Seine Prophezeiungen gehen in Erfüllung. Der Herr hat sein Licht erscheinen lassen, und wir sind aufgefordert, es widerzuspiegeln, sodass die Welt im Licht (Gotteserkenntnis) leben kann, Zion als Wohnsitz für all jene, die sich dem Herrn zuwenden und Bündnisse eingehen, überall dort auf Erden errichtet werden kann, wo seine Kinder die `Zeltpflöcke Zions´ einschlagen (Jesaja 60:10). Begonnen hat es als `Kleines´ (Jesaja 60:22), als Joseph Smith als ein junger Mann von Gott in einem Wald im Gebet erfahren wollte, welcher Kirche er sich anschließen solle, und ihm von Gott Vater gesagt wurde: “Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:16,17). Ich bin dem Herrn zutiefst dankbar, in dieser Zeit der Wiederherstellung Zions leben zu dürfen, und selber am `Wiederaufbau Zions´ teilhaben, und mithelfen zu dürfen.  

Was lernst du aus Jesaja 60? 

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Eure Verschuldungen bilden eine Scheidewand zwischen euch und eurem Gott

4. Oktober 2022, 05:36am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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“Wisset wohl: der Arm des HErrn ist nicht zu kurz, daß er nicht helfen könnte, und sein Ohr ist nicht so taub, daß er nicht hörte; 2 nein, eure Verschuldungen bilden eine Scheidewand zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, so daß er nicht hört;” (Jesaja 59:1-2). 

Eure Verschuldungen bilden eine Scheidewand zwischen euch und eurem Gott. Jesaja schreibt vom Standpunkt des letzten Jahrzehnts der babylonischen Gefangenschaft. Der Prophet schaut in die Zukunft, er prophezeit und sieht die Kinder Israels in der Gefangenschaft. Es ist die Zeit, als Cyrus, der Perserkönig, gegen Lydia kämpft, aber scheinbar nicht vorhat gegen Babylon vorzugehen. Käme er nach Babylon, würden die Juden aus der Gefangenschaft befreit. Dieses Kapitel beleuchtet den Zustand der Israeliten und tut ihnen die Ursache ihrer Gefangenschaft kund. Die Gefangenschaft geht dem Ende zu und sie sollten wissen, warum sie weggeführt wurden. Jetzt warten sie auf ihre Befreiung. Sie sind allerdings frustriert, da sich Cyrus nicht gegen Babylon wendet. Jesaja schildert in diesem Kapitel die Situation des Volkes, die eine Folge ihrer Sünde war: 

  • Der Herr wäre jederzeit in der Lage zu helfen (Vers 1). 
  • Durch unser Verhalten, Lügen und Verbreitung von Unwahrheit, bauen wir eine Trennwand zwischen ihm und uns auf (Verse 2-3).
  • Ungerechtigkeit herrscht, Böses, Schlimmes, und Gewalttätigkeit wird gegen andere geplant, unschuldiges Blut vergossen (Verse 4-8). 
  • Jesaja wechselt von `ihr´ auf `wir´, bezieht nun sich selber mit ein. Licht (Erkenntnis) wird erwartet, kommt aber aufgrund Fehlverhalten nicht, Kraft fehlt, Rettung bleibt aus wegen der großen Sünden, wegen Verleugnung des Herrn, wegen Treuelosigkeit ihm gegenüber (Verse 9-14). 
  • Verfolgung derer, die sich gegen das Böse auflehnen, was dem Herrn missfällt (Vers 15). 
  • Der Herr geht gegen dieses Böse vor und vergilt entsprechend (Vers 16-18). 
  • Für die Missetäter kommt der Herr wie ein reißender Strom daher, für Zion, für die Bekehrten, als Erlöser, sein Geist soll auf ewig nicht von ihnen weichen (Verse 19-21). 

In Vers 5 lese ich, dass ` Basiliskeneier´ ausgebrütet werden. Was soll das denn heißen? Hierbei handelt es sich um eine Redewendung, die benutzt wird, um auszudrücken, dass sich jemand Böses ausdenkt oder etwas Schlimmes im Schilde führt. Unter einem Basiliskenei versteht man auch ein Geschenk, das in böser Absicht gegeben wird. Ich lerne, durch meine Abwendung von Gott, baue ich eine Mauer zwischen ihm und mir auf, es gibt kein freies Hin und Her mehr; denke an die `Berliner Mauer´, oder den `eisernen Vorhang´, die keine gegenseitigen Besuche zuließen. Allerdings ist der Herr immer und jederzeit bereit, seine versöhnende Hand auszustrecken, wenn es nur unser Wunsch ist. Wie zuversichtlich stimmt das denn! 

Was lernst du im Kapitel 59 über das Vorgehen des Herrn? 

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Warum fasten wir”, (sagen sie), „und du siehst es nicht?

1. Oktober 2022, 04:58am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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„Warum fasten wir”, (sagen sie), „und du siehst es nicht? warum kasteien wir uns, und du beachtest es nicht?” Bedenket wohl: am Tage, wo ihr fastet, geht ihr doch euren Geschäften nach und drängt alle eure Leute zur Arbeit*).” (Jesaja 58:3). 

Warum fasten wir”, (sagen sie), „und du siehst es nicht? Wie ergeht es dir beim Fasten? Denkst du auch, dass du dich dabei recht abmühst, ohne einen Vorteil dadurch zu haben, hungerst, ohne Segnungen zu sehen, die der Herr versprochen hat, wenn wir den Sabbat mit Fasten in der richtigen Weise einhalten? Wie kann ich die richtige Bedeutung des Fastens erfahren? 

Jesaja setzt sich im Kapitel 58 mit diesem Thema auseinander: 

  • Am Tag des Fastens sollen wir nicht unseren normalen Geschäften nachgehen (Vers 3
  • Durch richtiges Fasten verschaffen wir uns beim Herrn Gehör für besondere Bedürfnisse (Vers 4
  • Was kann ich beim Fasten falsch machen, dass es dem Herrn nicht gefällt  (Vers 5

  • Richtiges Fasten muss mit gutem Tun verbunden sein, dann schenkt uns der Herr Segnungen (Vers 6-11
  • Könnte mit Vers 12 die Familiengeschichte angesprochen sein, das Errichten des Stammbaumes, der Verbindungsstraße zwischen den Generationen? (Vers 12
  • Lust am Herrn und Segnungen vom Herrn folgen dem richtigen Einhalten des Sabbats (Verse 13-14

Noch mehr zum Fasten kannst du hier erfahren. Ich lerne, wie ich zu fasten habe, dass es der Herr auch sieht und annimmt! Jesaja zeigt mir hier auf, was falsches Fasten vom richtigen Fasten unterscheidet. Wie ich den Fast-Sabbat richtig begehe, um Freude daran haben zu können, anstatt mich nur zu quälen. 

Wie beeinflusst Jesaja 58 deine Einstellung zum Fasten? 

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Der Gerechte kommt um, ohne dass jemand es sich zu Herzen nimmt

30. September 2022, 05:34am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der menschliche Gerechtigkeitssinn 
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“Der Gerechte kommt um, ohne daß jemand es sich zu Herzen nimmt, und die Frommen werden hinweggerafft, ohne daß jemand es beachtet; denn der Gerechte wird infolge der herrschenden Bosheit hinweggerafft; 2 es geht (aber) ein zum Frieden, es ruht auf seiner Lagerstätte aus ein jeder, der seinen Weg gerade vor sich hin gewandelt ist.” (Jesaja 57:1-2). 

Der Gerechte kommt um, ohne dass jemand es sich zu Herzen nimmt. Ist das nicht eine himmelschreiende Ungerechtigkeit? Gerechte und Gottesfürchtige kommen wegen Bosheit zu Tode? Ist es nicht häufig so, dass wir uns fragen, wenn ein unschuldiges Kind viel zu früh aus dem Leben gerissen wird, wo ist da der gerechte Gott? Warum greift er denn da nicht ein? Wo bleibt seine viel beschworene Liebe zu seinen Kindern? Wenn streitsüchtige und habgierige Menschen Kriege gegen Unschuldige anzetteln und sogar zu gewinnen scheinen, fragt sich so mancher nicht, wo bleibt die Gerechtigkeit des Herrn? Der Gute wird hinweggerafft aufgrund der Schlechtigkeit anderer, und die scheinen den Sieg davonzutragen, sie bleiben am Leben, und das ungezügelt in Saus und Braus. 

Ich denke, das ist zu kurz gegriffen. Im Vers 2 werde ich eines Besseren belehrt. Jene, die gerecht den `geraden Weg´, den Weg des Herrn gegangen sind, gehen in den `Frieden des Herrn´, in seine `Ruhe´ ein. Ich muss wieder an das Gleichnis mit dem reichen Mann und den armen Lazarus denken in Lukas 16:19-31. Der reiche Mann lebte in Saus und Braus, hatte alles Weltliche im Überfluss und war rundum zufrieden, sah aber nicht über den Tellerrand hinaus, dass es da jemanden gab, der vor Not und Leiden nicht wusste, wie er sein Leben fristen könnte. Ihm hätte er mit Leichtigkeit helfen können, ohne in Not zu geraten. Dann starb Lazarus und wurde aufgenommen in `Abrahams Schoß´, in das `Paradies´. Jetzt ging es ihm gut, er `ruhte auf seiner Lagerstätte´ in Frieden von seiner irdischen Pein aus. Der reiche Mann aber, als er starb, fand er sich im `Totenreich´ wieder und musste Qualen leiden. Als er sah, wie gut es dem Armen jetzt ging, flehte er um Erbarmen, doch ihm wurde klargemacht, dass er seinen Lohn auf Erden hatte, Lazarus empfängt ihn jetzt. Zwischen ihm und Lazarus gab es eine tiefe Kluft, die nicht zu überwinden war. Dann wünschte sich der Reiche, dass doch seine Nachkommen auf Erden durch Verstorbene gewarnt werden sollten, damit sie nicht gleiches erleiden müssten. Die Antwort, sie hätten Propheten und könnten, wenn sie nur wollten, auf diese hören. Ich lerne, wenn der Herr mir zürnt, ist es wegen meiner `sündhaften Habgier´, kehre ich mich aber ihm wieder zu, `heilt er mich´ aufgrund seines `Sühnopfers´ (Jesaja 57:17-19). Das ist seinem `Erlösungsplan´ geschuldet! 

Inwiefern berührt es dich, wenn ein Gerechter wegen eines Ungerechten hier auf Erden leiden muss? 

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Juble, du Kinderlose, die nicht Mutter geworden ist

29. September 2022, 05:27am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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“Juble, du Kinderlose, die nicht Mutter geworden ist; brich in Jubel aus und jauchze, die du keine Geburtsschmerzen hast kennen gelernt! denn „die Kinder der Einsamen (oder: Alleinstehenden) werden zahlreicher sein als die Kinder der Verehelichten”, ist der Ausspruch des HErrn.” (Jesaja 54:1). 

Juble, du Kinderlose, die nicht Mutter geworden ist. Wieder so ein Vers, der mich zum Grübeln bringt, weil ich ihn nicht auf Anhieb verstehe. Nach ein wenig Recherche erkenne ich, dass Paulus im Brief an die Galater genau diesen Vers aus Jesaja zitiert (Galater 4:27). Im Vers 21 fragt Paulus seine Zuhörer, die gerne unter dem Gesetz stehen möchten, ob sie es nicht verstehen. Ja, auch ich gehöre zu jenen, die diese Schriftstelle nicht verstehen, also versuche ich es mit den nächsten Versen im Galater. 

Paulus greift auf die Erzählung aus Genesis 21:2-9 zurück, wo es um zwei Frauen Abrahams geht. Die eine war unfruchtbar und gab ihrem Mann die andere, dass sie von ihr Nachwuchs bekommen könne. Die erste war Sara (die Freie), die andere deren Magd Hagar (die Sklavin). Der ersten wurde später vom Herrn verheißen, einen Sohn zu bekommen (Isaak; Genesis 17:19), zunächst war ihr Schoß aber verschlossen und ihre Magd sollte für sie einen Sohn bekommen (Ismael; Genesis 16:15). Wie ich in Galater 4:24-26 lese, handelt es sich um ein Bildnis: Die beiden Frauen stellen zwei Bündnisse dar. Das eine Bündnis vom Berg Sinai, das in die Sklaverei hineingebiert, welches Hagar ist, und Hagar heißt der Berg Sinai in Arabien; sie entspricht dem jetzigen weltlichen Jerusalem, denn dieses ist mit seinen Kindern in Sklaverei. Das zweite Bündnis ist das geistige Jerusalem, oder auch Zion, das von oben kommen wird (siehe hier). Dieses ist frei und unsere Mutter, die jubeln soll. Ich lerne, in diesem Kapitel 54 spricht Christus zu seinen zerstreuten und in Gefangenschaft lebenden Kindern Israels, und vergleicht seine Beziehung zu ihnen mit einer Ehe. Eine Zeitlang hatten sich die Kinder vom Herrn getrennt, aber der Herr wird sie wieder liebevoll empfangen (Jesaja 54:5-8). Das kann ich ebenso auf mich beziehen. Wenn ich mich vom Herrn abwende, wird er mit ausgebreiteten Armen liebevoll darauf warten, dass ich mich ihm wieder zuwende, er wird mich nicht verwerfen. In den Versen 1-3 spricht der Herr über das Wachstum, das das Haus Israel während seiner Sammlung in unseren Tagen erleben würde. Wir sollen dazu beitragen, indem wir alle herzlich in der Kirche des Herrn willkommen heißen, dem Raum unseres Zeltes, den wir erweitern sollen. 

Wie verstehst du die obige Schriftstelle? 

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Warum wollt ihr Geld für das zahlen, was kein Brot ist

28. September 2022, 06:04am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Leiht mir euer Ohr
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“Warum wollt ihr Geld für das zahlen, was kein Brot ist, und euren sauren Verdienst für etwas, das nicht zur Sättigung dient (= was nicht satt macht)? Hört doch auf mich, so sollt ihr Gutes zu essen haben, und laben soll sich eure Seele an fetter Speise! 3 Leiht mir euer Ohr und kommt her zu mir! hört, auf daß eure Seele auflebt (oder: genest)! Denn ich will mit euch einen ewigen Bund schließen, (will) die dem David gegebenen unverbrüchlichen Gnadenverheißungen (verwirklichen).” (Jesaja 55:2-3). 

Warum wollt ihr Geld für das zahlen, was kein Brot ist. Wie heißt es doch so richtig? “Alles im Leben hat seinen Preis, auch Dinge, von denen man glaubt, man bekommt sie geschenkt!”. Sollte es hier anders sein, wie Jesaja es tönen lässt? Wird uns hier im Kapitel 55 nicht ein `Super-XXXL-Angebot´ gemacht, Brot zum Essen ohne Geld zu bekommen? Komisch, dass sich da keine Schlange bildet! Offensichtlich wird lieber Geld ausgegeben für etwas, was einen nicht sättigt. 

Nun, gemeint ist hier natürlich gutes, fettes, sättigendes `geistiges Brot´, das Wort Gottes, und zwar für keinen Preis. Vielleicht bildet sich keine Schlange, weil ja angeblich schon Albert Einstein gesagt haben soll: „Was nichts kostet, ist nichts wert.“ Sollte es sich bei diesem Angebot, das uns der Herr durch Jesaja verkündet, doch anders verhalten? Eindeutig ja! Es handelt sich um das Angebot unseres Lebens! Also, ran an das Angebot. Das Einzige, was wir aufbringen müssen, sind Zeit und Mühe. Früher hatten die Menschen keine hohe Lebenserwartung. Sie mussten ihre Zeit hauptsächlich damit verbringen, für den Erhalt des nackten Lebens zu sorgen. Mit der Zeit wird die Lebenserwartung immer höher. Da muss es doch Zeit für mehr geben, als nur für das tägliche Brot zu schuften. Zudem noch Zeit, die wir durch Maschinen einsparen. Sie können wir entweder für Dinge verschwenden, die uns im geistigen Sinne nicht satt machen, oder wir können sie nutzen, `um unser Ohr dem Herrn zu leihen´, um seinen `ewigen Bund´ kennenzulernen, um ihn dann als Lebensziel zu nehmen, damit wir letztendlich für alle Zeit und Ewigkeit bei unseren himmlischen Eltern leben können. Unsere Jugendzeit, in der wir nichts als aus dem Elternhaus wegwollten, ist vorbei. Wir sehnen uns doch wieder zurück. Ich lerne, ich brauche meine Zeit nur sinnvoll zu nutzen, indem ich meinem Schöpfer mein Ohr leihe, auf sein Wort höre, das er ganz umsonst hergibt! Dann kommt aber das Wichtige, nachdem ich es verstanden habe, muss ich es auch noch richtig anwenden. Das wäre dann `Intelligenz´. 

Wie leihst du dem Herrn dein Ohr? 

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Wir gingen alle in der Irre wie Schafe

27. September 2022, 05:26am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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“Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeder wandte sich seinem eigenen (oder: selbsterwählten) Wege zu; der HErr aber hat unser aller Schuld auf ihn fallen lassen.” (Jesaja 53:6). 

Wir gingen alle in der Irre wie Schafe. Ich stelle mir die Frage, wie kommt es, dass Schafe in die Irre gehen? Wenn ich mir die Schafe auf der Weide ansehe, sehe ich sie meist mit gesenktem Kopf vorwärtsgehen, um die Pflanze zu finden, die ihnen am ehesten zusagt. So grasen sie wie ein Mähroboter. Ihre Köpfe heben sie erst, wenn sie den Ruf ihres Hirten vernehmen, der sie veranlassen will, den Weideplatz zu wechseln, oder in den Stall zurückzukehren. Wenn sie gesenkten Hauptes nach ihrem Fressen vor sich suchen, kann es leicht passieren, dass sie die Herde verlassen, weil sie nur das verführerische Grün vor sich sehen. Wenn ich das auf mich übertrage, schaue ich nur auf das, was kurz vor mir ist, kann es passieren, dass ich den engen Pfad zu meinem `guten Hirten´, Jesus Christus, verlasse, die `Herde´, die Gemeinde verlasse, und mich im Weltlichen verirre, auf Abwege gerate. 

Nun kommt der `gute Hirte´ ins Spiel, der seine Herde, die 99 alleine lässt, um mich, das eine verirrte Schaf, zu suchen (Lukas 15:4-7). Das Finden alleine hilft mir noch nicht viel weiter, außer, dass ich wieder in die Geborgenheit der Herde zurückgeführt worden bin. Meine falsche Nahrung, die ich zwischenzeitlich aufgenommen habe, beeinflusst meine Gesundheit immer noch. Nicht nur, dass der `gute Hirte´ die anderen 99 alleine gelassen hat und mich suchte und gefunden und zurückgeführt hat, hat er doch auch ein Gegenmittel gegen meine Missetat hervorgebracht.  F r e i w i l l i g   (aus freien Stücken und willig, ohne Widerrede) hat er dafür gesorgt, dass mein Fehlverhalten korrigiert werden kann, indem er für mich, und für einen jeden von uns, unsere Sünden auf sich genommen hat, wie es in den folgenden Versen im Kapitel 53 beschrieben wird. Ich kann ihm nur unendlich dankbar dafür sein, “... daß er sein Leben in den Tod hingegeben hat und unter die Übeltäter gezählt worden ist, während er doch die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter fürbittend (oder: als Mittler) eingetreten ist.” (Jesaja 53:12). Ich lerne, diese Dankbarkeit kann ich Christus dadurch erweisen, indem ich nicht nur stur vor mich auf den Boden schaue, mich nur um das kümmere, was mir gefällt, dabei die Gemeinde außer Acht lasse, mich nicht um den Nächsten sorge, mich dadurch auch noch verirre, auf Abwege gerate. Gerne will ich auf die Rufe meines `guten Hirten´ hören, immer wieder mal nach oben schauen, mich um meinen Nächsten kümmern, und auf diese Weise Jesus Christus dienen, indem ich meinem Mitmenschen diene (Mosia 2:17). 

Was hast du vor Kurzem getan, um nicht `wie ein Schaf´ in die Irre zu gehen? 

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Denn Trost hat der Herr für Zion

26. September 2022, 05:17am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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“Denn Trost bat [hat] der HErr für Zion, Trost für alle seine (d. h. Zions) Trümmerstätten lind [und] wird seine (d. h. Zions) Wüstenei zu einem Paradies machen und seine Steppe zu einem Gottesgarten: Jubel und Freude wird sich in ihm (d. h. in Zion) einfinden, Danklied und Saitenspiel.” (Jesaja 51:3; [Druckfehler korrigiert]). 

Denn Trost hat der Herr für Zion. Kürzlich habe ich von dem großen Brand Chicagos am 8. Oktober 1871 gelesen. Chicago war zu der Zeit eine sehr schnell wachsende Stadt. Für all die zuströmenden Menschen wurde Wohnraum gebraucht und so boomte die Baubranche und Immobilieninvestoren machten gute Geschäfte. In dieser Oktobernacht warf eine Kuh in einem kleinen Stall eine angezündete Laterne um. Dies war der Beginn einer riesigen Feuersbrunst. Die meisten Häuser waren komplett aus Holz und hatten Teergedeckte Dächer, sodass sich das Feuer aufgrund einer vorhergehenden Trockenperiode rasend schnell ausbreiten konnte. Die Feuerwehren konnten ihm nicht Herr werden. Am Ende waren über 90.000 der 324.000 Einwohner der Stadt obdachlos. Dreihundert Menschen starben. 

Horatio Spafford war einer der vielen Investoren. Er arbeitete hart daran, sich von den Verlusten zu erholen, um seiner Familie das Überleben zu sichern. Nicht lange nach dem Brand predigte Horatios Freund in England und lud ihn und seine Familie ein, ihn zu besuchen. Also machten sich Horatios Frau und ihre vier Töchter mit dem Dampfschiff Ville du Havre auf den Weg nach England. Horatio wollte kurze Zeit später nachkommen. Auf halbem Weg über den Atlantik stieß das Schiff gegen 2 Uhr morgens mit dem Klipper Loch Earn zusammen. Die Ville du Havre wurde dabei fast in zwei Teile zerlegt. Nur 26 Passagiere und 61 Besatzungsmitglieder der Ville du Havre konnten aus dem Wasser gerettet werden. Tragischerweise kamen 226 Passagiere ums Leben. Anna Spafford überlebte, aber ihre vier Töchter Annie, 12 Jahre alt; Maggie, 7; Bessie, 4; und ihr 18 Monate altes Baby ertranken. Als ihr Mann von ihr die Nachricht, „Alleine gerettet. Was soll ich tun?" erhielt, machte er sich sofort auf den Weg nach England. Bei der Überfahrt rief ihn der Kapitän an der Unglücksstelle zu sich, um ihm diese zu zeigen. Als Horatio auf die wogenden Wellen hinabblickte und an seine dort begrabenen Töchter dachte, erfüllten Worte des Trostes und der Hoffnung sein Herz und seinen Verstand. Er schrieb sie auf, und sie sind seitdem zu Texten einer allseits beliebten Hymne geworden: “It is Well With My Soul” (sieh dir dieses bewegende Video dazu an: hier). Einer dieser Verse lautet: “Wenn Friede, wie ein Fluss meinen Weg begleitet, wenn Sorgen, wie Meereswogen rollen, was auch immer mein Schicksal ist, du hast mich zu sagen gelehrt `Es ist gut, es ist gut mit meiner Seele´.” 

Ich lerne, ein jeder hat irgendwann in seinem Leben tiefsten Schmerz durchzumachen. In diesen Tiefs können wir in Jesajas Worten Trost finden, so wie Horatio Spafford: Jesus Christus hat all unsere Leiden und Schmerzen in Getsemani durchgemacht, auf dass er mit uns fühlen und uns helfen kann (Jesaja 53:4; Matthäus 8:17). 

Mit welchem wunderbaren Erlebnis wurde Anna Spafford getröstet? Lösung siehe Video

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