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Glaubensansichten

Dann wird ihm auch das Größere kundgetan werden

5. November 2024, 09:34am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Volle Erkenntnis gelingt nur Stufe um Stufe
(Bild: Quelle)

„Und wenn dieses Volk dies empfangen haben wird, und es ist ratsam, dass es es zuerst hat, um seinen Glauben zu prüfen, und wenn es dann so ist, dass es daran glaubt, dann wird ihm auch das Größere kundgetan werden.“ (3. Nephi 26:9). 

  • Dieser Vers betont die Prüfung des Glaubens und das Prinzip, dass wir zuerst an das glauben müssen, was uns offenbart wurde, bevor uns noch größere Erkenntnisse zuteilwerden. Dies greift die Themen aus den Kapiteln 25 und 26 auf, in denen es um das Kommen des Herrn, seine Offenbarungen und die Vorbereitung des Volkes durch Glauben und Gehorsam geht. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 25:1-6: 

In 3. Nephi 25:1-6 lehrt Jesus die Nphiten die Worte aus Maleachi 3:19-24. Das kommende Gericht des Herrn wird angekündigt. Der Tag des Herrn wird wie ein brennender Ofen sein, der die Stolzen und Bösen vernichtet. Diese werden wie Stroh verbrannt, ohne dass ihnen Wurzeln oder Zweige bleiben (Vers 1). Jenen jedoch, die Ehrfurcht vor dem Namen des Herrn haben, wird der „Sohn der Rechtschaffenheit“ Heilung bringen, und sie werden wie wohlgenährte Kälber wachsen (Vers 2). Die Schlechten werden vernichtet und unter den Füßen der Gerechten zu Asche (Vers 3). Das Volk soll sich an das Gesetz des Mose erinnern, das am Horeb übergeben wurde (Vers 4). Vor dem schrecklichen Tag des Herrn wird der Prophet Elija gesandt werden, um die Herzen der Väter den Kindern zuzuwenden und umgekehrt, damit die Erde nicht durch einen Fluch getroffen wird (Verse 5-6). 

Die Lehren aus 3. Nephi 25 sind heute genauso relevant wie damals und lassen sich auf mehrere wesentliche Prinzipien übertragen: 

  1. Göttliches Gericht und Gerechtigkeit: Der kommende Tag des Gerichts, an dem Gott die Stolzen und Bösen richtet, erinnert uns daran, dass unsere Handlungen Konsequenzen haben. Es ermutigt uns, unsere Lebensweise zu überdenken und Gerechtigkeit sowie Demut anzustreben, um nicht unter die Bösen zu fallen. 

  1. Heilung und Segen für die Rechtschaffenen: Für jene, die den Namen des Herrn fürchten, gibt es die Verheißung von Heilung und Schutz. Dies erinnert uns daran, dass Rechtschaffenheit und Gottesfurcht zu geistigem und physischem Wohlstand führen können. Inmitten von Herausforderungen verspricht der Herr Heilung und Wachstum, ähnlich wie die Kälber, die in Sicherheit gedeihen. 

  1. Erinnerung an das Gesetz und die Gebote: Die Aufforderung, sich an das Gesetz des Mose zu erinnern, betont die Bedeutung von Gehorsam gegenüber Gottes Geboten. Auch heute sind uns Gottes Richtlinien und Prinzipien gegeben, nach denen wir unser Leben ausrichten sollten, um Segen und Führung zu erfahren. 

  1. Die Rolle von Elija und die Familienbindung: Die Prophezeiung von Elijas Wiederkunft, um die Herzen der Väter den Kindern und umgekehrt zuzuwenden, hebt die Bedeutung der Familie hervor. Diese Lehre ist besonders in unserer heutigen Welt von Bedeutung, in der familiäre Bindungen oft geschwächt sind. Es betont die Notwendigkeit, Beziehungen innerhalb der Familie zu stärken, um spirituellen und gesellschaftlichen Zerfall zu vermeiden. Der bietet uns ewige Bündnisse an, die es uns ermöglichen für alle Zeiten als Familie zusammen zu sein. 

  1. Vorbereitung auf den „großen und schrecklichen Tag“ des Herrn: Die Prophezeiung über das zweite Kommen Christi erinnert uns daran, dass wir stets wachsam und vorbereitet sein sollen. Es fordert uns auf, unser Leben in Übereinstimmung mit göttlichen Prinzipien zu führen, um nicht vom kommenden Gericht überrascht zu werden. 

Diese Lehren betonen die Wichtigkeit von Gerechtigkeit, familiären Bindungen, Gehorsam gegenüber Gottes Geboten und die Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 26:1-21: 

In 3. Nephi 26:1-21 beschreibt Mormon das Wirken Jesu unter den Nephiten nach seiner Auferstehung. Jesus erklärte ihnen bedeutende Offenbarungen über die Vergangenheit und Zukunft, darunter die Schriften, die sie zuvor nicht hatten, und Ereignisse bis zum Ende der Welt. Er offenbarte sowohl große als auch kleine Dinge und erklärte alles, bis hin zum letzten Tag des Gerichts, an dem alle Menschen nach ihren Taten gerichtet werden. 

Mormon schreibt, dass nur ein kleiner Teil von Jesu Lehren in den Platten festgehalten werden konnte. Er erwähnt, dass der Herr den Glauben des Volkes prüfen wollte, bevor ihnen mehr Wissen offenbart würde. Jesus belehrte die Menschen drei Tage lang und offenbarte sich ihnen danach mehrfach. Besonders bemerkenswert war, dass er die Kinder lehrte, deren Zungen gelöst wurden, sodass sie ihren Eltern Wunderbares verkündeten. 

Nach Jesu Himmelfahrt fingen die Jünger an, die Menschen zu taufen und sie zu lehren. Alle, die sich im Namen Jesu taufen ließen, empfingen den Heiligen Geist. Die Menschen sahen und hörten Unaussprechliches, das nicht niedergeschrieben werden sollte. Die Gläubigen lebten gerecht, teilten alles miteinander und folgten den Geboten Jesu. Die Gemeinschaft der Getauften wurde als die Kirche Christi bekannt. 

Glühende Hitze und Zusammenrollen der Erde 
In 3. Nephi 26:3, wo Jesus sagt, dass „die Elemente vor glühender Hitze schmelzen werden und die Erde zusammengerollt werden wird wie eine Schriftrolle und die Himmel und die Erde vergehen werden,“ bezieht er sich auf die Zerstörung und Erneuerung der Welt, wie es im Zusammenhang mit den Endzeitereignissen in der Bibel und anderen heiligen Schriften beschrieben wird. Diese Formulierung weist auf eine kosmische Transformation hin, bei der die Erde und ihre Elemente in einem großen Feuer gereinigt und erneuert werden, um den Platz für die neue Schöpfung oder den kommenden Zustand des Himmelsreiches zu bereiten. 

Das Bild der Erde, die „zusammengerollt wird wie eine Schriftrolle,“ stellt symbolisch das Ende der alten Ordnung dar. Schriftrollen, die ausgerollt und gelesen wurden, würden wieder zusammengerollt, wenn der Text abgeschlossen war – in ähnlicher Weise wird die gegenwärtige Schöpfung am Ende der Zeit ihren Zweck erfüllen und zu einem Abschluss kommen. Danach folgt eine neue Ordnung oder ein neuer Zustand des Seins, der im Kontext vieler christlicher Schriften als das zweite Kommen Christi und das Gericht beschrieben wird, gefolgt von einer neuen, verherrlichten Erde. 

Diese Beschreibung verdeutlicht das mächtige Bild des Endes der jetzigen Welt und den Beginn eines ewigen, göttlichen Reiches, in dem Gerechtigkeit und göttliche Herrschaft bestehen werden. 

Mormon schrieb nur einen kleinen Teil dessen was der Herr lehrte 
In 3. Nephi 26:6-12 erklärt Mormon, dass er nur einen kleinen Teil dessen niedergeschrieben hat, was Jesus das Volk lehrte. Dieser kleinere Teil soll zuerst „dieses Volk“ empfangen, also die Nachfahren der Nephiten, das Volk der Lamaniten. Dies ist gemäß den Worten Jesu vorgesehen, um ihren Glauben zu prüfen. 

In Vers 9 sagt Mormon, dass dieses Volk (die Nachfahren der Nephiten und Lamaniten) die Offenbarung zuerst empfangen soll, um ihren Glauben zu prüfen. Wenn sie daran glauben, wird ihnen größeres Wissen offenbart. Sollte es jedoch so sein, dass sie nicht daran glauben, dann wird ihnen das größere Wissen vorenthalten, was zu ihrer Schuldigsprechung führt. 

Mormon verdeutlicht, dass der Herr die Menschen prüfen möchte, bevor er ihnen mehr Erkenntnis gibt. Nur durch ihren Glauben an das, was ihnen bereits gegeben wurde, können sie weiteres und tieferes Wissen erlangen. Davon sind wir heute betroffen. Unser Glaube wird zuerst geprüft und erst nach Bestehen der Prüfung, bekommen wir Größeres. 

Mormons eigene Worte enden und er beschreibt Taufen, Kinder die Großes erzählen ... 
In 3. Nephi 26:12-18 berichtet Mormon, dass er nur das niedergeschrieben hat, was ihm vom Herrn geboten wurde, obwohl er ursprünglich mehr aufzeichnen wollte. Dies diente dazu, den Glauben des Volkes zu prüfen. Jesus hatte das Volk drei Tage lang belehrt und erschien ihm danach mehrfach, um weiterhin belehrte und mit ihnen Brot und Wasser segnete und teilte. 

Besonders bemerkenswert war, dass Jesus den Kindern diente und ihnen die Fähigkeit gab, frei zu sprechen. Diese Kinder verkündeten ihren Eltern große und wunderbare Offenbarungen, die sogar größer waren als das, was Jesus dem Volk offenbart hatte. Nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war, nachdem er alle ihre Kranken geheilt und einen Mann von den Toten erweckt hatte, versammelte sich das Volk erneut. Die Menge hörte den Kindern zu, die „Wunderbares“ sprachen, darunter sogar Säuglinge. Es war jedoch verboten, das, was die Kinder sagten, schriftlich festzuhalten. 

Die von Jesus erwählten Jünger begannen daraufhin, die Menschen zu taufen, die so die Kirche Christi bildeten. Alle, die sich im Namen Jesu taufen ließen, empfingen den Heiligen Geist. Viele von ihnen erlebten unaussprechliche Dinge, die ebenfalls nicht niedergeschrieben werden sollten. Die Kinder spielten dabei eine besondere Rolle, da ihnen große Offenbarungen zuteilwurden, die sie ihrem Volk weitergaben. 

Lehren die wir ziehen können 
Aus 3. Nephi 26 können wir heute mehrere bedeutende Lehren für unser persönliches und geistliches Leben ziehen: 

  1. Glaube führt zu weiterem Wissen: In den Versen 9 und 10 wird betont, dass Gott den Glauben seines Volkes prüft, indem er ihnen zuerst nur einen Teil seiner Offenbarungen gibt. Wenn wir das empfangen, was uns bereits offenbart wurde, und daran glauben, wird uns weiteres Wissen und größere Einsicht geschenkt. Das lehrt uns, dass wir Vertrauen in Gottes Pläne haben und bereit sein sollten, im Glauben voranzugehen, auch wenn wir nicht sofort alles verstehen. 

  1. Demut und Geduld im Lernen: Nicht alles, was Jesus lehrte, wurde niedergeschrieben. Diese Erkenntnis zeigt, dass wir Geduld haben müssen, wenn wir nicht sofort alle Antworten auf unsere Fragen erhalten. Gott offenbart seine Wahrheiten schrittweise, wenn wir bereit sind, sie zu empfangen. 

  1. Besondere Rolle der Kinder: Die Kinder, denen Jesus in diesem Kapitel dient, erhalten tiefe und wunderbare Offenbarungen. Dies erinnert uns an die Reinheit und Empfänglichkeit der Kinder für göttliche Einsichten. Es zeigt auch die Bedeutung, Kinder im Glauben zu stärken und ihnen die Möglichkeit zu geben, geistlich zu wachsen. 

  1. Heilung und Segnung durch Christus: Jesus heilte in diesem Kapitel alle Kranken und zeigte seine Macht, auch einen Toten zu erwecken. Dies verdeutlicht, dass Christus die Macht hat, sowohl körperlich als auch geistig zu heilen. Wir können Vertrauen in seine Fähigkeit haben, unsere Wunden und Schwierigkeiten zu heilen, wenn wir uns ihm zuwenden. 

  1. Das Prinzip der Gemeinschaft: Die Gläubigen, die sich taufen ließen, hatten alles gemeinsam und gingen gerecht miteinander um. Dies lehrt uns die Wichtigkeit, als Gemeinschaft zusammenzustehen, füreinander da zu sein und in Liebe und Gerechtigkeit miteinander umzugehen. 

  1. Heiliger Geist als Quelle der Inspiration: Die Menschen, die getauft wurden, empfingen den Heiligen Geist, der ihnen unaussprechliche Dinge zeigte. Das zeigt die zentrale Rolle des Heiligen Geistes in unserem Leben als Quelle von Offenbarung, Trost und Führung. 

Insgesamt erinnert uns dieses Kapitel daran, dass Glauben, Demut, Gemeinschaft und das Wirken des Heiligen Geistes in unserem Leben entscheidend sind, um tieferes geistliches Wissen zu empfangen und ein Leben nach dem Vorbild Christi zu führen. 

Wir Menschen sind Wissbegierig. Aber erst wann wird uns Neues kundgetan werden? 

findechristus.org

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Kehrt zu mir zurück, und ich werde zu euch zurückkehren

5. November 2024, 09:04am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

" Ja, von den Tagen eurer Väter an seid ihr von meinen Verordnungen abgewichen und habt sie nicht gehalten. Kehrt zu mir zurück, und ich werde zu euch zurückkehren, spricht der Herr der Heerscharen. Ihr aber sprecht: Worin sollen wir zurückkehren? " (3. Nephi 24:7). 

  • Dieser Vers betont die Aufforderung des Herrn zur Umkehr und die Verheißung, dass er sich seinem Volk wieder zuwenden wird, wenn sie zu ihm zurückkehren. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 24:1-18: 

In 3. Nephi 24:1-18 gibt Jesus den Nephiten die Worte des Propheten Maleachi weiter (vergleiche Maleachi 3:1-18), in denen der Herr ankündigt, einen Boten zu senden, der den Weg vor ihm bereiten wird. Er gebietet seinen Jüngern sie niederzuschreiben, da sie sie offensichtlich noch nicht hatten und erklärt sie ihnen als sie das getan hatten. Der Herr selbst wird zu seinem Tempel kommen, aber wer kann sein Kommen ertragen? Er wird wie das Feuer eines Schmelzers sein, das die Söhne Levi reinigt, damit sie rechtschaffene Opfer darbringen können. Gott kündigt ein Gericht an und wird gegen Sünder wie Zauberer (Deuteronomium 18:10-12), Ehebrecher (Exodus 20:14) und Unterdrücker (Deuteronomium 24:17; Jakobus 1:27) vorgehen. 

Der Herr fordert das Volk auf, zu ihm zurückzukehren, indem sie ihm den Zehnten geben. Wenn sie dies tun, wird er die Fenster des Himmels öffnen und ihnen großen Segen gewähren. Alle Nationen werden sie gesegnet nennen. Einige haben jedoch gesagt, es sei nutzlos, Gott zu dienen, da Übeltäter erfolgreich scheinen. Doch diejenigen, die Gott fürchten, werden in einem Buch der Erinnerung festgehalten und am Tag des Gerichts wie kostbare Juwelen geschont. Schließlich wird der Unterschied zwischen den Gerechten und den Bösen sichtbar werden. 

Ankunft eines Boten und des Herrn 
In 3. Nephi 24:1-6 greift Jesus die Worte des Propheten Maleachi auf, die auch in der Bibel (Maleachi 3:1-6) zu finden sind. Diese Verse sprechen von der zukünftigen Ankunft des Herrn und einem Boten, der den Weg bereitet. Um die Bedeutung dieser Verse besser zu verstehen, können wir auch andere heilige Schriften wie die Bibel und Lehre und Bündnisse (LuB) hinzuziehen. 

1. Der Bote, der den Weg bereitet (Vers 1) 

  • Bibel: In Maleachi 3:1 wird ein Bote angekündigt, der den Weg für den Herrn bereitet. Im Neuen Testament wird Johannes der Täufer als dieser Bote gesehen, der das Volk auf das erste Kommen Jesu vorbereitete (siehe Matthäus 11:10). 

  • LuB: In Lehre und Bündnisse 45:9 wird von einem „neuen und immerwährenden Bund“ gesprochen. Die Ankündigung des Boten deutet auf Ereignisse hin, wie die Wiederherstellung des Evangeliums durch Joseph Smith, der den Weg für das zweite Kommen Christi bereitet. 

2. Das Kommen des Herrn und sein Gericht (Verse 2-3) 

  • Bibel: Diese Verse beschreiben den Herrn, der zu seinem Tempel kommt, und betonen die Läuterung durch Feuer und die Reinigung des Volkes. Dies erinnert an das Bild, dass Christus das Herz und den Glauben der Menschen prüft und läutert (1. Petrus 1:7). 

  • LuB: In Lehre und Bündnisse 112:24-26 wird ebenfalls von einer Zeit des Gerichts und der Läuterung gesprochen, wo der Herr diejenigen, die ihn treu folgen, reinigt und vorbereitet, bevor er wiederkommt. 

3. Reinigung der Söhne Levis (Vers 3) 

  • Bibel: Die Söhne Levis stehen symbolisch für das Priestertum, das gereinigt wird, damit sie rechtschaffene Opfer darbringen können. Im Neuen Testament wird das Opfer durch Jesus Christus selbst vollendet (Hebräer 9:14). 

  • LuB: In Lehre und Bündnisse 13:1 wird beschrieben, dass das Priestertum durch Johannes den Täufer wiederhergestellt wurde, was als Erfüllung der Prophezeiung von Maleachi angesehen werden kann. 

4. Gerechtigkeit Gottes gegen Sünde (Vers 5) 

  • Bibel: Gott wird ein gerechter Richter sein und gegen die Sünde vorgehen, besonders gegen Zauberer, Ehebrecher und Unterdrücker. Dies wird auch in der Offenbarung 21:8 bestätigt, wo die Strafe für Sünde klar beschrieben wird. 

  • LuB: In Lehre und Bündnisse 1:10-16 wird beschrieben, dass der Herr sein Volk richten wird und dass diejenigen, die sich gegen ihn auflehnen, nicht bestehen können. 

5. Gottes Unveränderlichkeit (Vers 6) 

  • Bibel: In Maleachi 3:6 erklärt Gott, dass er sich nicht ändert. Dies ist eine wichtige Lehre in der Bibel, die die Beständigkeit und Treue Gottes gegenüber seinem Bund mit Israel unterstreicht (siehe Hebräer 13:8: „Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.“). 

Fazit: 
Die Verse 1-6 betonen die Vorbereitung auf das Kommen des Herrn durch einen Boten (Johannes der Täufer und später die Wiederherstellung des Evangeliums durch Joseph Smith), die Läuterung des Priestertums und Gottes Gericht über Sünde. Sie lehren, dass Gottes Pläne unverändert sind und dass er Gerechtigkeit und Barmherzigkeit durch seine Propheten und seine Ankunft offenbart. 

Inwiefern berauben wir Gott 
In 3. Nephi 24:7-13 (entsprechend Maleachi 3:7-13) spricht der Herr darüber, wie das Volk ihn beraubt, indem es den Zehnten und Opfergaben zurückhält. Dieser Abschnitt beschreibt nicht nur das finanzielle Prinzip des Zehnten, sondern gibt auch tieferen Einblick in die Beziehung zwischen Gott und seinen Kindern. Im Folgenden wird erläutert, inwiefern wir Gott berauben können und welche Lehren wir daraus ziehen können. 

1. Zurückhaltung des Zehnten und der Opfergaben (Verse 8-9) 

Der Herr klagt das Volk an, indem er sagt: „Ihr habt mich beraubt. [...] Am Zehnten und an Opfergaben“ (Vers 8). Damit meint er, dass sie ihre Verpflichtung, den Zehnten in sein Vorratshaus zu bringen, vernachlässigen. Der Zehnte und die Opfergaben sind im Alten Testament festgelegte Gebote (siehe Levitikus 27:30-32, Deuteronomium 14:22-23). Sie sind ein Ausdruck des Glaubens und des Gehorsams, die Gott von seinem Volk erwartet. 

Beraubung Gottes bedeutet also, ihm das zurückzuhalten, was ihm bereits gehört. Alles, was wir haben, kommt letztlich von Gott, und durch das Gebot des Zehnten gibt er uns die Möglichkeit, einen Teil dieser Segnungen zurückzugeben. Es geht dabei nicht nur um materielle Gaben, sondern auch um unsere Dankbarkeit, Treue und unseren Glauben an Gottes Verheißungen. 

2. Die spirituelle Dimension des Zehnten 

Die Zurückhaltung des Zehnten zeigt nicht nur die Weigerung, Gott materiell zu geben, sondern auch ein mangelndes Vertrauen in ihn. In Lehre und Bündnisse 119:4-5 wird der Zehnte als ein ewiges Gesetz erklärt, das den Menschen sowohl für materielle als auch für geistige Segnungen vorbereitet. Wer den Zehnten verweigert, zeigt dadurch ein fehlendes Vertrauen in Gottes Fürsorge und seine Macht, für uns zu sorgen. 

3. Folgen der Beraubung Gottes (Vers 9) 

Das Volk wird „mit einem Fluch verflucht“ (Vers 9). Dieser Fluch ist die Folge davon, dass sie Gott berauben. Indem sie ihm den Zehnten und die Opfergaben vorenthalten, entziehen sie sich selbst den Segen, den Gott ihnen schenken will. Gott möchte, dass seine Kinder gesegnet werden, aber die Entscheidung, ihn zu berauben, führt dazu, dass sie den Schutz und die Fülle seiner Segnungen nicht empfangen können. 

4. Gottes Verheißung bei Gehorsam (Verse 10-12) 

Wenn das Volk den Zehnten vollständig gibt, verspricht der Herr, „die Fenster des Himmels“ zu öffnen und „Segen herabzuschütten, dass nicht genug Raum sein wird, ihn aufzunehmen“ (Vers 10). Das zeigt, dass die Gabe des Zehnten nicht nur eine Pflicht ist, sondern eine Gelegenheit, Gottes Großzügigkeit zu erleben. 

In Vers 11 sagt der Herr, dass er „den Fresser zurechtweisen“ wird, das heißt, er wird den Zerstörer (z.B. Dürre, Schädlinge, finanzielle Probleme) abhalten und dafür sorgen, dass ihre Ernten erfolgreich sind. Diese Verheißung gilt auch heute. Wenn wir den Zehnten zahlen, können wir darauf vertrauen, dass Gott uns auf vielerlei Weise segnet – geistig und oft auch materiell. 

5. Beraubung durch mangelnden Glauben und Vertrauen (Vers 13) 

In Vers 13 wird deutlich, dass das Volk nicht nur Gott materiell beraubt, sondern auch durch seine falsche Einstellung gegenüber Gott. Sie sprechen kühn gegen ihn und fragen sich, ob es überhaupt sinnvoll ist, Gott zu dienen, da sie keinen unmittelbaren Gewinn sehen. Diese Einstellung beraubt Gott von der Ehre und dem Vertrauen, das ihm gebührt. 

Moderne Anwendung: 
Wir können Gott berauben, wenn wir ihm nicht das zurückgeben, was er von uns verlangt. Dies geschieht nicht nur durch finanzielle Untreue, sondern auch durch: 

  • Zeit und Talente: Wenn wir uns weigern, unsere Zeit und Talente im Dienst des Herrn einzusetzen, berauben wir ihn der Möglichkeiten, uns und andere durch uns zu segnen. 

  • Gehorsam: Indem wir uns weigern, die Gebote zu halten, berauben wir Gott unserer Loyalität und berauben uns selbst der Segnungen, die Gehorsam bringt. 

  • Dankbarkeit und Anerkennung: Wenn wir Gott nicht die Ehre für die Segnungen in unserem Leben geben und stattdessen denken, wir hätten alles aus eigener Kraft erreicht, berauben wir ihn der Ehre, die ihm zusteht. 

Fazit: 
Gott zu berauben bedeutet, ihm nicht den Zehnten, unsere Dankbarkeit, unser Vertrauen und unsere Ehre zu geben. Es geht nicht nur um materielle Gaben, sondern auch um unsere Herzen und unsere Bereitschaft, auf seine Verheißungen zu vertrauen. Wenn wir bereitwillig geben, verspricht Gott, uns reichlich zu segnen und unsere Bedürfnisse zu stillen. 

Unnützes Dienen und Negatives gutheißen 
In 3. Nephi 24:14-18 spricht der Herr über Menschen, die den Eindruck haben, dass es „unnütz“ ist, Gott zu dienen, weil es denjenigen, die Böses tun, gut geht, während die Gerechten oft leiden. Diese Einstellung führt dazu, dass manche das Böse gutheißen und denken, dass es keinen Wert hat, den Geboten Gottes treu zu bleiben. Der Herr lehnt diese Haltung entschieden ab und lehrt uns einige wichtige Prinzipien. 

Diese Verse lehren uns, dass es nie „unnütz“ ist, Gott zu dienen, auch wenn der Erfolg der Bösen manchmal verlockend erscheint. Gott ist gerecht, und er wird am Ende den Unterschied zwischen den Gerechten und den Bösen deutlich machen. Unsere Aufgabe ist es, ihm zu vertrauen, geduldig zu sein und in unserer Treue und im Dienst an ihm beharrlich zu bleiben. 

Lehren die wir ziehen können 
Aus 3. Nephi 24 können wir heute mehrere wichtige Lehren ziehen: 

  1. Umkehr und Rückkehr zu Gott: Der Herr fordert sein Volk auf, zu ihm zurückzukehren, und verspricht, dass er sich ihnen zuwenden wird, wenn sie umkehren (Vers 7). Diese Einladung gilt auch für uns heute: Durch Umkehr und Treue zu Gott können wir seine Nähe und seinen Segen erfahren. 

  1. Der Zehnte und Opfergaben: Gott betont die Wichtigkeit, ihm den vollen Zehnten zu geben und ihn nicht „zu berauben“ (Verse 8-10). Durch das Prinzip des Zehnten erinnert uns dieser Text daran, dass wir unsere materiellen Segnungen mit Gott teilen sollten. Gott verspricht, dass er uns dafür reichlich segnen wird. 

  1. Vertrauen auf Gottes Gerechtigkeit: Auch wenn es manchmal so scheint, als ob die Übeltäter in der Welt Erfolg haben (Vers 15), dürfen wir auf die Gerechtigkeit Gottes vertrauen. Am Ende wird Gott die Gerechten von den Ungerechten unterscheiden, und die Treuen werden belohnt (Verse 17-18). 

  1. Gottes unveränderliche Natur: Gott sagt: „Ich bin der Herr, ich ändere mich nicht“ (Vers 6). Diese Beständigkeit bietet uns heute Trost und Zuversicht, dass Gottes Gebote und Verheißungen immer verlässlich sind. 

  1. Gemeinschaft der Gläubigen: Diejenigen, die Gott fürchten, sprechen oft miteinander und ermutigen sich gegenseitig (Vers 16). Diese Gemeinschaft der Gläubigen erinnert uns daran, wie wichtig es ist, den Glauben gemeinsam zu leben, sich zu stärken und einander auf dem Weg zu Gott zu unterstützen. 

Zusammengefasst ermutigt dieses Kapitel uns, auf Gott zu vertrauen, ihm treu zu dienen, umzukehren, wenn wir uns von ihm entfernt haben, und uns gegenseitig zu stärken. 

Inwiefern wird der Herr zu uns zurückkehren, wenn wir uns wieder ihm zuwenden? 

findechristus.org

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Das Gebot gebe ich euch, hierin eifrig zu forschen; denn groß sind die Worte Jesajas

17. Oktober 2024, 06:26am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Und nun siehe, ich sage euch: Ihr sollt hierin forschen; ja, das Gebot gebe ich euch, hierin eifrig zu forschen; denn groß sind die Worte Jesajas.“ (3. Nephi 23:1). 

  • Dieser Vers betont die Wichtigkeit des Schriftstudiums, insbesondere die Worte der Propheten wie Jesaja, und unterstreicht, dass das Forschen in den Schriften wesentlich für das Verständnis des göttlichen Plans ist. Es bildet den Rahmen für die nachfolgende Lehre Jesu über das Aufzeichnen und Erinnern göttlicher Prophezeiungen und deren Erfüllung. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 23:1-14: 

In 3. Nephi 23:1-14 spricht Jesus zu den Nephiten und betont die Wichtigkeit, die Schriften zu studieren, insbesondere die Worte Jesajas. Er erklärt, dass Jesajas Worte sowohl auf das Volk Israel als auch auf die Anderen zutreffen. Jesus fordert die Nephiten auf, seine Worte niederzuschreiben, damit sie zu späteren Generationen gelangen können, und betont, dass diejenigen, die auf seine Worte hören, umkehren und sich taufen lassen, gerettet werden. 

Jesus stellt dann fest, dass einige wichtige Ereignisse in ihren Aufzeichnungen fehlen. Er bezieht sich auf die Prophezeiung von Samuel dem Lamaniten, dass Heilige am Tag da der Vater seinen Namen durch seinen Sohn verherrlicht (damit ist Seine Auferstehung gemeint), viele der Toten auferstehen und den Menschen dienen würden. Als Jesus fragt, warum dies nicht niedergeschrieben wurde, erinnert sich Nephi daran, dass dies tatsächlich versäumt wurde. Jesus befiehlt ihnen, es sofort aufzuschreiben *). Danach legt er ihnen alle Schriften aus, die sie empfangen haben, und beauftragt sie, diese Lehren zu verbreiten. 

  • *) Jesus legte großen Wert darauf, dass die Auferstehung der Heiligen, wie von Samuel dem Lamaniten sechs Jahre vor dem Ereignis dem Volk prophezeit, aufgezeichnet wurde, aus mehreren wichtigen Gründen: 

  1. Vollständigkeit des Zeugnisses: Die Auferstehung der Heiligen war ein wichtiges Zeichen und eine direkte Erfüllung der Prophezeiung. Für die Nachwelt und die Menschen, die an die Wahrhaftigkeit dieser Ereignisse glauben sollen, war es entscheidend, dass alle Aspekte der Prophezeiungen festgehalten werden. Wenn dieses Ereignis nicht dokumentiert worden wäre, wäre ein bedeutender Teil des göttlichen Plans und der Prophezeiungen verloren gegangen, was das Zeugnis unvollständig gemacht hätte. 

  1. Erfüllung göttlicher Verheißungen: Jesus wollte zeigen, dass alles, was durch die Propheten vorausgesagt wurde, in Erfüllung gegangen ist. Die schriftliche Aufzeichnung dieser Erfüllungen stärkt den Glauben an die Zuverlässigkeit göttlicher Verheißungen und die Macht Gottes. Dies hilft den Gläubigen zu erkennen, dass Gott stets seine Prophezeiungen erfüllt. 

  1. Lehre und Erinnerung für zukünftige Generationen: Die schriftliche Aufzeichnung dient als Zeugnis für künftige Generationen. Indem dieses wichtige Ereignis festgehalten wurde, konnte es späteren Lesern helfen, ihre Glaubensüberzeugungen zu stärken und die Rolle der Auferstehung als zentrales Prinzip des Evangeliums zu verstehen. 

  1. Wichtigkeit der Heiligen: Die Tatsache, dass nicht nur Jesus auferstanden ist, sondern auch andere Heilige, die den Menschen dienten, zeigt die Macht der Auferstehung über den Tod. Dies unterstreicht die Hoffnung auf die Auferstehung aller Menschenkinder Gottes. Jesus wollte, dass diese bedeutsame Lehre nicht übersehen wird. 

In Vers 13 befiehlt Jesus ausdrücklich, dass dieses wichtige Ereignis niedergeschrieben wird, um sicherzustellen, dass kein wesentlicher Teil seines Evangeliums verloren geht. Dies wurde von Nephi III sofort nachgeholt, wie wir es in Helaman 14:25 nachlesen können (lies auch Matthäus 27:52,53). 

Weshalb gebietet der Herr die Worte Jesajas eifrig zu studieren 
In 3. Nephi 23:1-3 gebietet der Herr, die Worte Jesajas eifrig zu studieren, aus mehreren wichtigen Gründen: 

  1. Größe und Bedeutung von Jesajas Worten (Vers 1): Jesus sagt, dass die Worte Jesajas „groß“ sind. Das bedeutet, dass sie tiefgehende und bedeutsame Lehren enthalten. Jesaja ist einer der bedeutendsten Propheten im Alten Testament, dessen Botschaften nicht nur für seine Zeit, sondern auch für die Zukunft und die Endzeit, also unsere Zeit, relevant sind. Der Herr betont daher, dass es sich lohnt, Jesajas Schriften intensiv zu studieren, um ein tieferes Verständnis des Evangeliums zu erlangen. 

  1. Bezug zu Israel und den Anderen (Vers 2): Jesaja hat viel über das Volk Israel gesprochen und prophezeit, und das, was er über Israel gesagt hat, betrifft alle, die zum Haus Israel gehören – also das Bundesvolk Gottes. Da die Nephiten Teil des Hauses Israel sind, sind diese Prophezeiungen direkt auf sie anwendbar. Zudem muss Jesaja auch zu den „Anderen“ (Nicht-Israeliten, oder Heiden) gesprochen haben, was zeigt, dass seine Worte für alle Menschen relevant sind, nicht nur für die Israeliten. 

  1. Zeitlose Gültigkeit (Vers 3): Jesus betont, dass alles, was Jesaja gesagt hat, bereits erfüllt wurde oder in der Zukunft noch erfüllt werden wird. Dies unterstreicht die zeitlose Bedeutung von Jesajas Prophezeiungen. Die Erfüllung der Prophezeiungen von Jesaja bestätigt, dass Gottes Worte verlässlich sind, und macht sie zu einer wichtigen Quelle der Wahrheit für alle, die Gott und seinen Plan verstehen wollen. 

Zusammengefasst gebietet der Herr das eifrige Studium von Jesajas Worten, weil sie große geistige Wahrheiten enthalten, direkt für das Volk Israel und die Anderen von Bedeutung sind und sowohl vergangene als auch zukünftige Erfüllungen göttlicher Prophezeiungen aufzeigen. 

Lehren die wir ziehen können 
Aus 3. Nephi 23 lassen sich mehrere persönliche Lehren ziehen, die für unser tägliches Leben und unser geistiges Wachstum von Bedeutung sind: 

  1. Die Wichtigkeit des Schriftstudiums: In Vers 1 gebietet Jesus, eifrig in den Schriften zu forschen. Dies erinnert uns daran, wie wichtig es ist, regelmäßig die heiligen Schriften zu studieren, um den Willen Gottes besser zu verstehen, Inspiration zu erhalten und den Glauben zu stärken. 

  1. Die Bedeutung der Prophezeiungen und ihrer Erfüllung: Jesus betont die Erfüllung der Prophezeiungen, wie die von Samuel dem Lamaniten (Verse 9–10). Daraus lernen wir, dass Gott seine Verheißungen immer erfüllt, auch wenn es manchmal Zeit braucht. Diese Erkenntnis kann uns Geduld und Vertrauen geben, dass Gottes Plan für uns verwirklicht wird. 

  1. Sorgfältige Aufzeichnungen und Erinnerungen: In den Versen 11 und 13 korrigiert Jesus das Versäumnis, ein wichtiges Ereignis niederzuschreiben. Dies zeigt, wie wichtig es ist, geistige Erfahrungen, göttliche Eingebungen und erfüllte Prophezeiungen festzuhalten, damit wir und andere daran erinnert werden. Im Alltag können wir geistige Erlebnisse durch Tagebuchschreiben oder Notizen festhalten, um unseren Fortschritt zu dokumentieren und Gottes Hand in unserem Leben zu erkennen. 

  1. Gehorsam gegenüber Gottes Geboten: Jesus fordert die Nephiten mehrfach auf, das Niederzuschreiben und das Lehren seiner Worte ernst zu nehmen (Verse 4 und 14). Diese Lehre ermutigt uns, Gottes Gebote nicht nur zu hören, sondern auch aktiv zu befolgen, indem wir unsere Talente, Wissen und Erkenntnisse zum Wohl anderer einsetzen. 

  1. Anerkennung der göttlichen Führung: Jesus legt den Nephiten alle Schriften aus, die sie empfangen haben (Vers 6). Dies erinnert uns daran, dass wir stets offen für neue Einsichten und göttliche Führung sein sollten. Gott führt uns weiterhin durch Schriften, Offenbarungen und geistige Eindrücke. 

Zusammengefasst lehren uns diese Verse, die Schriften zu schätzen, auf Gottes Verheißungen zu vertrauen, geistige Erfahrungen festzuhalten, gehorsam zu sein und offen für göttliche Führung zu bleiben. 

Welche Erfahrungen hast du schon beim eifrigen Studium der Worte Jesajas gemacht? 

findechristus.org

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Denn die Berge werden weichen und die Hügel entfernt werden, aber mein Wohlwollen wird von dir nicht weichen

16. Oktober 2024, 06:14am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Denn die Berge werden weichen und die Hügel entfernt werden, aber mein Wohlwollen wird von dir nicht weichen, noch wird der Bund meines Friedens entfernt werden, spricht der Herr, der Erbarmen mit dir hat.“ (3. Nephi 22:10). 

  • Dieser Vers bringt zum Ausdruck, dass selbst wenn die Welt um uns herum zusammenbricht (symbolisiert durch das Weichen der Berge und Hügel), Gottes Wohlwollen und sein Bund des Friedens ewig bestehen bleiben. Es betont die Beständigkeit von Gottes Liebe, Barmherzigkeit und Verheißungen gegenüber seinem Volk, unabhängig von den äußeren Umständen. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 22:1-17: 

In 3. Nephi 22:1–17 spricht der Herr tröstende Worte zu seinem Volk. Er beginnt damit, die Menschen zu ermutigen, sich zu freuen, obwohl sie wie eine unfruchtbare Frau oder eine verlassene Witwe sind. Er verheißt ihnen, dass ihre Nachkommen zahlreich sein werden und sie sich weit ausbreiten werden. Sie sollen keine Angst haben und sich nicht schämen, denn der Herr wird sich ihrer annehmen und sie nicht vergessen. 

Der Herr erklärt, dass er, wie ein Ehemann zu seiner Frau, sein Volk nur kurz verlassen hat, aber mit großer Barmherzigkeit zurückkehren wird. Selbst wenn Berge und Hügel verschwinden, wird sein Wohlwollen und der Bund des Friedens niemals weichen. Gott vergleicht diese Verheißung mit dem Bund, den er nach der Sintflut mit Noah geschlossen hat. 

Er beschreibt das zukünftige Wohlergehen seines Volkes mit wunderschönen Bildern: Er wird ihre Stadt aus Edelsteinen aufbauen und ihre Kinder werden in Frieden leben, gelehrt vom Herrn selbst. Sie werden in Rechtschaffenheit gegründet sein, ohne Bedrückung oder Angst. Auch wenn Feinde sich gegen sie erheben, wird keiner Erfolg haben, und jede Waffe, die gegen sie geformt wird, wird scheitern. Diese Segnungen sind das Erbe der Diener des Herrn, deren Rechtschaffenheit von ihm selbst kommt. 

Christus wiederholt Jesaja 54 
3. Nephi 22:1-17 ist eine direkte Wiederholung von Jesaja 54. In diesem Kapitel im Buch Mormon zitiert Jesus den Propheten Jesaja, um die Menschen zu trösten und ihnen die Verheißungen Gottes zu versichern. Die Parallelen zwischen beiden Kapiteln sind sehr eng und beinhalten die gleichen Bilder, Botschaften und Verheißungen. 

Die Hauptthemen beider Kapitel sind: 

  1. Trost und Hoffnung für das verlassene und leidende Volk: In Jesaja 54 spricht der Herr metaphorisch zu Israel, wie zu einer unfruchtbaren und verlassenen Frau, die er jedoch nicht vergessen hat. Der Herr verspricht, sich seines Volkes wieder anzunehmen und es zu segnen, was sich in 3. Nephi 22 genau wiederholt. 

  1. Die Verheißung des Wachstums und der Wiederherstellung: Beide Kapitel sprechen von einer zukünftigen Ausbreitung und Vermehrung des Volkes Gottes. Die Menschen sollen ihr Zelt vergrößern, da sie sich ausbreiten und ihre Nachkommen das Land erben werden. Diese Verheißung symbolisiert die Segnungen, die Gott seinem Bundesvolk schenken wird. 

  1. Der Bund des Friedens: Sowohl in Jesaja 54 als auch in 3. Nephi 22 wird der Bund Gottes mit Noah als Beispiel angeführt, um die Beständigkeit von Gottes Wohlwollen und Frieden zu betonen. Auch wenn Naturkatastrophen oder Herausforderungen kommen, wird Gottes Bund nicht brechen. 

  1. Schutz und Rechtschaffenheit: Beide Kapitel versprechen Schutz vor Feinden. Keine gegen das Volk Gottes gerichtete Waffe wird Erfolg haben, und jeder, der gegen es spricht, wird überwunden werden. Diese Verheißung betont, dass die Rechtschaffenheit und das Erbe der Diener des Herrn von ihm selbst kommen. 

Die Wiederholung dieser Passage in 3. Nephi hat die Absicht, den Menschen zur Zeit Jesu (nach seiner Auferstehung und seinem Erscheinen im alten Amerika) zu verdeutlichen, dass die Verheißungen Gottes unverändert und beständig sind. Indem Jesus Jesaja zitiert, verbindet er die alten Prophetien mit der Erfüllung dieser Verheißungen in seiner Zeit und in der Zukunft. 

Welchen Bezug haben diese Prophezeiungen zu unseren Letzten Tagen in der die Sammlung Israels stattfindet 
Die Prophezeiungen in 3. Nephi 22 und Jesaja 54 haben einen starken Bezug zur Sammlung Israels, insbesondere in den letzten Tagen, wie es in der Lehre des wiederhergestellten Evangeliums gelehrt wird. Sie enthalten Verheißungen und Symbole, die direkt auf die Zeit hindeuten, in der das Haus Israel wieder gesammelt wird, und sie geben uns in der heutigen Zeit Hoffnung und Anleitung. 

Hier sind einige Schlüsselbezüge zu den letzten Tagen: 

1. Die Sammlung Israels 
In beiden Kapiteln wird die Sammlung Israels metaphorisch beschrieben, etwa durch das Bild der „Unfruchtbaren“, die schließlich viele Kinder hat. Dies bezieht sich auf das zerstreute Israel, das über Jahrhunderte ohne Bund und Segen war. In den letzten Tagen wird das Volk Gottes jedoch zurückgerufen und gesammelt, sowohl geistig (durch die Rückkehr zu Gott und dem Evangelium Jesu Christi) als auch physisch (durch die Rückkehr ins verheißene Land). 

Vergrößerung des Zeltes (3. Nephi 22:2, Jesaja 54:2) symbolisiert die Notwendigkeit, Raum für die kommenden Massen zu schaffen – ein Zeichen, dass viele ins Bündnis zurückkehren und die Gemeinschaft des Glaubens wächst. Diese Vergrößerung deutet auf die weltweite Mission hin, das Evangelium zu verkünden und Menschen aus allen Nationen zu sammeln. 

2. Verheißungen von Wachstum und Wohlstand 
In den letzten Tagen wird das geistige und physische Erbe Israels wiederhergestellt. Der Herr verspricht Wachstum, indem er die verwüsteten Städte wieder bevölkert (3. Nephi 22:3, Jesaja 54:3). Diese Prophezeiung könnte sich auch auf die Rückkehr der Israeliten in ihr Erbland beziehen, was mit der modernen Rückkehr ins Land Israel, aber auch mit dem Wachstum der Kirche weltweit verbunden ist. 

3. Bund des Friedens und Wohlwollen 
Der Bund des Friedens (3. Nephi 22:10, Jesaja 54:10) spielt eine zentrale Rolle in der Sammlung. Der Herr verspricht, dass, obwohl die Welt Schwankungen und Chaos erlebt (Berge mögen weichen und Hügel verschwinden), sein Bund mit seinem Volk ewig bestehen wird. Dies bedeutet, dass selbst in den schwierigen Zeiten der letzten Tage die Gläubigen durch den Bund des Friedens geschützt werden, sowohl geistlich als auch physisch. 

4. Schutz und Sicherheit in den letzten Tagen 
Die Verheißung, dass keine Waffe gegen dich etwas ausrichten wird (3. Nephi 22:17, Jesaja 54:17), deutet darauf hin, dass Gottes Volk in den letzten Tagen trotz Verfolgung und Feindschaft geschützt sein wird. Dieser Schutz ist ein Zeichen dafür, dass der Herr seine Diener in der Endzeit bewahrt und stärkt, während sie sich der Sammlung Israels widmen und das Reich Gottes aufbauen. 

5. Rechtschaffenheit und die Belehrung des Herrn 
Der Herr verspricht, dass alle deine Kinder vom Herrn belehrt werden (3. Nephi 22:13, Jesaja 54:13). Dies weist auf die Segnungen der Offenbarung und Führung durch den Geist hin, die besonders in den letzten Tagen eine Schlüsselrolle spielen. Rechtschaffenheit wird als Grundlage für Sicherheit und Schutz in turbulenten Zeiten hervorgehoben. 

6. Das Bild der Frau und des Ehemannes 
Das Bild von Israel als verlassene Frau, die von ihrem Ehemann (dem Herrn) wieder aufgenommen wird, steht für die Wiederherstellung des Bundes. In den letzten Tagen ruft der Herr sein Volk, Israel, zurück zu sich und erneuert den Bund, den er einst mit ihnen geschlossen hatte. Dieser Prozess der Wiederherstellung findet in der heutigen Zeit statt, durch die Missionierungsarbeit, die Tempelarbeit und die Wiederherstellung des Priestertums. 

Fazit: 
Die Prophezeiungen in 3. Nephi 22 und Jesaja 54 sind für die heutigen letzten Tage von großer Bedeutung. Sie sprechen von der Wiederherstellung des Bundesvolkes, der Rückkehr Israels und der Rolle der Kirche Jesu Christi, das Evangelium in der Welt zu verbreiten. Gleichzeitig bieten sie Trost und Hoffnung, dass der Herr inmitten von Prüfungen und Bedrängnissen seinen Bund nie vergessen wird und sein Volk in Sicherheit führen wird. Die Sammlung Israels, sowohl geistlich als auch physisch, ist eines der zentralen Ereignisse der letzten Tage, und diese Prophezeiungen bestätigen, dass der Herr seine Verheißungen treu erfüllen wird. 

Lehren die wir ziehen können 
Die Lehren, die wir heute aus 3. Nephi 22 (und Jesaja 54) ziehen können, sind vielfältig und tiefgründig. Sie bieten sowohl geistige Ermutigung als auch praktische Anwendungen für unser tägliches Leben, insbesondere in Zeiten von Herausforderungen und Unsicherheit. Hier einige wichtige Lehren: 

1. Hoffnung und Vertrauen auf Gottes Verheißungen 

  • Lehre: Wir können darauf vertrauen, dass Gott uns niemals vergisst, auch wenn wir uns in schwierigen Lebensphasen einsam oder verlassen fühlen. So wie der Herr Israel versprach, dass er sie trotz ihrer Bedrängnis sammeln und segnen würde, können auch wir sicher sein, dass Gott uns in schwierigen Zeiten zur Seite steht. 

  • Anwendung: In Zeiten der Verzweiflung oder Entmutigung erinnert uns diese Prophezeiung daran, Geduld zu haben und darauf zu vertrauen, dass der Herr uns zur rechten Zeit segnet. Unser Glaube sollte auf seinen ewigen Verheißungen ruhen, auch wenn wir den Ausgang nicht sofort sehen. 

2. Vergebung und Barmherzigkeit Gottes 

  • Lehre: Der Herr erklärt, dass er sein Gesicht für einen kurzen Moment vor seinem Volk verborgen hat, aber mit immerwährendem Wohlwollen zu ihnen zurückkehrt (3. Nephi 22:8). Dies zeigt, dass Gottes Barmherzigkeit und Liebe immer wieder zu uns zurückkehren, auch wenn wir manchmal das Gefühl haben, dass wir gescheitert sind oder Gottes Gegenwart nicht spüren. 

  • Anwendung: Wir können aus dieser Verheißung lernen, uns selbst und anderen zu vergeben. Gott ist bereit, uns wieder in seine Arme zu nehmen, und wir sollten ebenso bereit sein, Barmherzigkeit und Vergebung in unserem Leben zu üben. 

3. Stärke in Rechtschaffenheit und Standhaftigkeit 

  • Lehre: Der Herr verspricht, dass Rechtschaffenheit uns sicher machen wird (3. Nephi 22:14). Wenn wir im Glauben und in Rechtschaffenheit fest verankert sind, können wir auf den Schutz und die Führung des Herrn vertrauen. 

  • Anwendung: In einer Zeit, in der moralische Werte oft herausgefordert werden, ist es wichtig, an der Rechtschaffenheit festzuhalten. Dies gibt uns Kraft, Versuchungen zu widerstehen und auf dem schmalen Pfad zu bleiben, der zum ewigen Leben führt. Unser Vertrauen auf den Herrn wird unser geistiges Fundament stärken. 

4. Schutz vor Widerständen und Bedrohungen 

  • Lehre: Die Verheißung, dass „keiner Waffe, gegen dich geformt, wird etwas gelingen“ (3. Nephi 22:17), ist eine kraftvolle Erinnerung daran, dass Gottes Volk im Angesicht von Widerständen göttlichen Schutz genießen wird. Die Feinde werden scheitern, wenn wir im Bund mit Gott stehen. 

  • Anwendung: Wir sollten nicht in Angst oder Furcht leben, auch wenn wir Herausforderungen oder Feindseligkeit gegenüber dem Glauben oder unseren Überzeugungen erleben. Der Herr verspricht, dass er uns verteidigen und schützen wird, wenn wir an ihn glauben und uns seinen Geboten widmen. 

5. Geistige und weltliche Vergrößerung 

  • Lehre: Der Aufruf, das Zelt zu vergrößern und Raum für das Wachstum zu schaffen (3. Nephi 22:2), bezieht sich auf die geistige und weltweite Vergrößerung der Kirche. Es zeigt, dass Gottes Werk in den letzten Tagen weltweit expandieren wird. 

  • Anwendung: Jeder von uns ist eingeladen, aktiv am Werk Gottes teilzunehmen – sei es durch Missionsarbeit, Dienst an unseren Mitmenschen oder das persönliche Bemühen, uns geistig weiterzuentwickeln. Wir sollten auch in unserem Leben „Raum vergrößern“, indem wir mehr Möglichkeiten für Wachstum und Einfluss schaffen. 

6. Gottes Bund des Friedens und Beständigkeit 

  • Lehre: Auch wenn sich die Welt um uns verändert und Berge und Hügel verschwinden, wird der „Bund meines Friedens“ nicht von uns weichen (3. Nephi 22:10). Gottes Bündnisse sind ewig und beständig, unabhängig von den Veränderungen oder Instabilitäten der Welt. 

  • Anwendung: Wir können Frieden in unseren Herzen finden, indem wir uns fest an unsere Bündnisse halten. Regelmäßige Schriftstudien, Gebet und Tempelbesuche können uns helfen, in der unsicheren Welt beständig zu bleiben und inneren Frieden zu bewahren, unabhängig von äußeren Umständen. 

7. Erziehung und Bildung durch den Herrn 

  • Lehre: „Alle deine Kinder werden vom Herrn belehrt werden“ (3. Nephi 22:13). Dies zeigt, dass der Herr uns und unsere Kinder auf eine Weise belehren und führen wird, die uns für die Herausforderungen des Lebens stärkt. 

  • Anwendung: Eltern können daran erinnert werden, dass es wichtig ist, ihren Kindern die Prinzipien des Evangeliums beizubringen und sie im Glauben zu erziehen. Gleichzeitig sollten wir unser eigenes geistiges Lernen nie vernachlässigen und uns kontinuierlich bemühen, von den Lehren des Herrn zu lernen und diese umzusetzen. 

8. Gottes Barmherzigkeit und Langmut gegenüber seinem Volk 

  • Lehre: Gottes Zorn ist nur vorübergehend, doch seine Barmherzigkeit währt ewig (3. Nephi 22:7-8). Dies zeigt die Geduld und Liebe Gottes, auch wenn er uns manchmal durch Prüfungen und Korrekturen führt. 

  • Anwendung: Diese Lehre ermutigt uns, in Zeiten der Prüfung oder göttlichen Zurechtweisung Geduld zu bewahren. Gott gibt uns Schwierigkeiten, um uns zu formen und zu läutern, aber seine Barmherzigkeit wird uns schließlich trösten und wiederherstellen. 

Fazit: 
Aus 3. Nephi 22 und Jesaja 54 können wir lernen, dass Gottes Verheißungen fest und zuverlässig sind, selbst in herausfordernden Zeiten. Wir werden daran erinnert, in Rechtschaffenheit und Glauben standhaft zu bleiben, auf seine Barmherzigkeit zu vertrauen und aktiv an seinem Werk teilzunehmen. Indem wir uns an Gottes Bündnisse halten und auf seine Führung vertrauen, können wir Schutz, Frieden und ewige Segnungen in den letzten Tagen erfahren. 

Inwiefern kann dir die Zusage Jesu, dass Sein wohlwollen nicht von uns weichen wird, in schweren Zeiten eine Stütze sein? 

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Damit sie wissen können, dass das Werk des Vaters bereits begonnen hat, um den Bund zu erfüllen

15. Oktober 2024, 06:21am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Jerusalemer Tempel
(Bild: Quelle)

"Und wenn dies sich begibt, dass deine Nachkommen anfangen, dies zu erkennen – so wird es ihnen ein Zeichen sein, damit sie wissen können, dass das Werk des Vaters bereits begonnen hat, um den Bund zu erfüllen, den er für diejenigen gemacht hat, die vom Haus Israel sind." (3. Nephi 21:7). 

  • Dieser Vers verdeutlicht, dass das Werk des Vaters zur Sammlung Israels und zur Erfüllung seines Bundes begonnen hat und durch ein Zeichen erkennbar sein wird. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 21:1-29: 

3.Nephi 21 spricht von einem Zeichen, das Jesus gibt, damit die Menschen erkennen, wann das Sammeln des Hauses Israel und die Errichtung Zions beginnen wird. Er erklärt, dass die Nicht-Israeliten (die Anderen) das Evangelium empfangen und es dem Überrest des Hauses Jakob, das zerstreut ist, überbringen werden. Wenn das geschieht, ist es ein Zeichen, dass das Werk des Vaters beginnt, um den Bund mit Israel zu erfüllen. 

Es wird ein großes Werk geben, das viele Menschen erstaunen wird, und diejenigen, die das Evangelium ablehnen, werden aus dem Bund ausgeschlossen. Die Israeliten, die zum Überrest gehören, werden mächtig unter den anderen Völkern sein, und es wird Zerstörung und Reinigung geben, um Ungerechtigkeit, Götzendienst und Sünde zu entfernen. 

Denjenigen, die umkehren und Jesus Christus annehmen, wird Gnade gewährt, und sie werden zu Gottes Volk gehören. Schließlich wird das Neue Jerusalem erbaut und das Evangelium unter allen zerstreuten Stämmen gepredigt, um sie zu sammeln und den Vater im Namen Jesu anzurufen. 

Wann wird Israel gesammelt werden 
Die Sammlung Israels ist laut 3. Nephi 21 ein schrittweiser Prozess, der mit dem Beginn des „großen und wunderbaren Werks“ Gottes zusammenhängt (gemeint ist das Hervorbringen des Buches Mormon). Dieses Werk wird als Zeichen dafür betrachtet, dass Gott seinen Bund mit dem Haus Israel erfüllt (3. Nephi 21:7). 

Die Sammlung Israels geschieht in mehreren Phasen: 

  1. Durch die Verkündigung des Evangeliums: In den Versen 26–28 wird erklärt, dass das Werk des Vaters beginnt, wenn die Fülle des Evangeliums den Überresten Israels gepredigt wird. Dies schließt sowohl die geistige als auch die physische Sammlung ein, indem Menschen zum Glauben an Christus kommen und sich in seinem Namen taufen lassen. In dieser Zeit leben wir gerade. 

  1. In Gottes eigener Zeit und Weise: In Vers 29 heißt es, dass die Menschen „nicht in Hast hinausgehen und nicht in Flucht weggehen“ werden, was zeigt, dass die Sammlung Israels nach Gottes Zeitplan und auf geordnete Weise geschieht. Gott wird den Weg bereiten und sein Volk sammeln. 

  1. Zentrale Rolle des Neuen Jerusalems: Ein wichtiger Teil der Sammlung Israels wird sein, dass die Überreste des Hauses Jakob und alle, die dem Bund angehören, zur Errichtung des Neuen Jerusalems beitragen werden (Verse 23–24). Dies symbolisiert eine physische Sammlung in einem heiligen Land, das Gott seinem Volk als Erbe versprochen hat. Dieses heilige Land ist überall auf Erden, wo das Evangelium gelebt wird. 

Zusammenfassend: Die Sammlung Israels hat bereits begonnen, sobald das vollständige Evangelium den Völkern verkündet wird – dazu gehört die Verkündigung des Buches Mormon –, und wird sich fortsetzen, bis das Haus Israel vollständig gesammelt ist. Der genaue Zeitpunkt hängt von Gottes Plan ab und wird durch die fortlaufende Umkehr und das Wirken des Evangeliums unter den Nationen bestimmt. 
Lies auch gerne diesen Artikel von Elder Quentin L. Cook vom Kollegium der Zwölf Apostel: “Gesammelt und sicher heimgeführt”. 

Wer ist der Mann von dem in den Versen 8-9 die Rede ist 
In den Versen 8-9 von 3 Nephi 21 spricht Jesus von einem "Mann", der ein zukünftiger Diener Gottes sein wird. Dieser Mann wird von Jesus als ein Werkzeug Gottes beschrieben, durch den das Evangelium den Überresten des Hauses Israel, den Lamaniten, und den Heiden gebracht wird. Diese Prophezeiung bezieht sich auf Joseph Smith, den Propheten, der das Buch Mormon übersetzte und das Evangelium in den Letzten Tagen wiederherstellte. Joseph Smith spielte eine zentrale Rolle dabei, die Lehren Christi sowohl den Heiden als auch den Überresten des Hauses Israel zu bringen. Der "Mann" in diesen Versen wird als jemand beschrieben, durch den das Zeichen der Sammlung des Hauses Israel begonnen wird, indem er das Evangelium verbreitet und die Prophetien erfüllt. 

Welches Volk soll in Amerika aufgerichtet werden 
In 3. Nephi 21 wird prophezeit, dass in Amerika ein Volk von den „Anderen“ (Nicht-Israeliten) errichtet wird. Diese „Anderen“ sind jene, die das Evangelium annehmen und das Volk Israel bei seiner Sammlung unterstützen. 

In Vers 4 heißt es, dass nach der Weisheit des Vaters die Anderen in diesem Land aufgerichtet und durch die Macht des Vaters als freies Volk errichtet werden. Dies bezieht sich auf die Errichtung eines freien Volkes in Amerika, das durch göttliche Führung gesegnet ist. 

Die „Anderen“ sind somit die Völker, die in Amerika leben und das Evangelium empfangen. Wenn sie ihr Herz nicht verhärten und Jesus Christus annehmen, werden sie Gottes Volk zugezählt und Teil des Bundes mit dem Haus Israel (Vers 6). Dieses Volk spielt eine wichtige Rolle bei der Sammlung Israels und der Errichtung des Neuen Jerusalems (Vers 23). 

Zusammengefasst: Das Volk, das in Amerika aufgerichtet wird, besteht aus denjenigen, die das Evangelium annehmen, umkehren und sich an der Sammlung des Hauses Israel beteiligen. Sie werden in die Verheißungen des Bundes mit Israel aufgenommen und mit dem Überrest von Jakob verbunden. 

Wer wird für den Fall, dass er glaubt, errettet werden 
In 3. Nephi 21 wird betont, dass diejenigen, die an die Worte von Jesus Christus glauben und sich ihm zuwenden, errettet werden. Hier sind einige wichtige Punkte dazu: 

  1. Umkehr und Glaube: In Vers 20 wird erklärt, dass jeder, der nicht umkehrt und zu Jesus Christus kommt, von Gott abgeschnitten wird. Das bedeutet, dass Umkehr und der Glaube an Jesus entscheidend für die Erlösung sind. 

  1. Zugehörigkeit zum Bund: In Vers 22 wird deutlich, dass diejenigen, die umkehren und auf die Worte Gottes hören, Teil von Gottes Volk werden und in den Bund eintreten. Diese Zugehörigkeit zum Bund ist ein wesentlicher Bestandteil der Errettung. 

  1. Das Volk Israel: Der Text bezieht sich besonders auf den Überrest des Hauses Jakob (Israel). In Vers 23 wird betont, dass die Menschen, die dem Überrest von Jakob beistehen und an Jesus glauben, in den Bund aufgenommen werden und das Land als ihr Erbteil empfangen. 

Zusammengefasst: Diejenigen, die glauben, umkehren und an Jesus Christus festhalten, werden errettet. Sie werden Teil des Bundes mit Gott, und ihre Errettung ist eng mit ihrer Beziehung zu Jesus Christus und ihrer Bereitschaft verbunden, auf seine Worte zu hören. 

Was hat es mit dem Neuen Jerusalem auf sich 
Das Konzept des Neuen Jerusalem in 3. Nephi 21 bezieht sich auf eine zukünftige, heilige Stadt, die für das Volk Gottes errichtet wird. Hier sind einige zentrale Aspekte des Neuen Jerusalem: 

  1. Göttliche Bestimmung: Der Neue Jerusalem wird als ein Ort beschrieben, an dem die Gläubigen Gottes versammelt werden, um in Frieden und Gerechtigkeit zu leben. In Vers 23 wird erwähnt, dass die Menschen, die dem Überrest von Jakob beistehen, eine Stadt bauen werden, die das Neue Jerusalem heißt. 

  1. Zentrum des Glaubens: Das Neue Jerusalem wird als zentraler Ort für die Anbetung und die Versammlung des Volkes Gottes dargestellt. Er steht symbolisch für den Bund und die Gemeinschaft, die Gott mit seinem Volk hat. 

  1. Die Rolle des Überrests von Jakob: In 3. Nephi wird betont, dass der Überrest des Hauses Jakob, der durch die Zerstreuung gegangen ist, eine Schlüsselrolle beim Aufbau des Neuen Jerusalems spielt. Dies zeigt, dass der Bund, den Gott mit Israel geschlossen hat, in der Zukunft erfüllt wird. 

  1. Göttliches Eingreifen: Der Text deutet an, dass Gott selbst in der Stadt gegenwärtig sein wird, was die Bedeutung und Heiligkeit des Neuen Jerusalem unterstreicht. In Vers 25 heißt es, dass die Macht des Himmels unter die Gläubigen herabkommen wird und dass Jesus in ihrer Mitte sein wird. 

  1. Symbolik für das Reich Gottes: Das Neue Jerusalem kann auch als Symbol für das zukünftige Reich Gottes und die endgültige Errichtung seiner Herrschaft auf Erden verstanden werden. Es stellt einen Zustand der Vollkommenheit und der Gemeinschaft mit Gott dar, in dem Gerechtigkeit und Frieden herrschen. 

Zusammengefasst: Das Neue Jerusalem ist ein zentraler Bestandteil der prophetischen Vision von der Sammlung des Volkes Gottes und der Erfüllung seiner Verheißungen. Es ist ein Ort der Heiligkeit, an dem das Volk Gottes in Gemeinschaft mit ihm leben wird. 

Das Neue Jerusalem hat auch in den Lehren und Bündnissen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage eine zentrale Rolle. Das Neue Jerusalem wird in Lehre und Bündnisse als ein physischer, heiliger Ort beschrieben, der für die Gläubigen in den letzten Tagen von großer Bedeutung ist. Es steht in direkter Verbindung zu den prophetischen Visionen in 3. Nephi 21 und symbolisiert die Erfüllung von Gottes Verheißungen an sein Volk. 

Die Begriffe "Zion" und "Neues Jerusalem" haben biblische Wurzeln, wobei Zion im Alten Testament oft für Jerusalem und den Tempelberg steht. Prophezeiungen im Neuen Testament sprechen von einem neuen Himmel und einer neuen Erde, mit einer Stadt Gottes, dem "Neuen Jerusalem", das aus dem Himmel herabkommt. Zur Zeit von Joseph Smith gab es Uneinigkeit über die Bedeutung dieser Begriffe. 

Im Buch Mormon und in Smiths Offenbarungen wird auf eine zukünftige Stadt Zion verwiesen, die als Sammlungsort für die zerstreuten Nachkommen Israels in den letzten Tagen dienen soll. Smiths Überarbeitung des Buches Genesis erwähnt eine "Stadt der Heiligkeit", die von dem Propheten Henoch gegründet wurde, wo die Menschen Armut beseitigten und in Einigkeit lebten, bevor sie in den Himmel aufgenommen wurden. Seit 1831 strebten die Heiligen der Letzten Tage an, eine Stadt Zion zu erbauen, um sich auf das Zweite Kommen Jesu Christi vorzubereiten, wobei diese Stadt auch als "Neues Jerusalem" bezeichnet wurde. Zudem wird Zion allgemein als die Gemeinschaft der Menschen beschrieben, die rein im Herzen sind.  
Hier kannst du mehr erfahren: “Zion/Neues Jerusalem”. 

Lehren die wir ziehen können 
Aus 3. Nephi 21 lassen sich mehrere wichtige Lehren ziehen, die für unser persönliches Leben relevant sind: 

  1. Geduld und Vertrauen in Gottes Zeitplan: Der Text spricht von Zeichen und dem Beginn von Gottes Werk, das zur Erfüllung des Bundes führt. Dies lehrt uns Geduld und Vertrauen darauf, dass Gottes Pläne sich in seiner Zeit und auf seine Weise entfalten, auch wenn wir den vollständigen Plan nicht sofort erkennen können. 

  1. Die Macht der Umkehr und des Glaubens: In Vers 6 wird betont, dass die Anderen, wenn sie umkehren und sich Jesus Christus zuwenden, zum Volk Israel gezählt werden können. Das zeigt, dass Umkehr und der Glaube an Christus grundlegende Prinzipien sind, die uns in den Bund mit Gott bringen. 

  1. Demut und Offenheit für Wahrheit: Vers 11 warnt, dass diejenigen, die die Worte Jesu nicht annehmen, vom Volk Gottes ausgeschlossen werden. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, demütig zu sein und offen für göttliche Offenbarungen und Belehrungen. 

  1. Die Rolle von Zerstörung und Erneuerung: Die Prophezeiung beschreibt eine Zeit der Reinigung, in der Gott sündhafte Praktiken und falsche Anbetung entfernt (Verse 14–19). Das lehrt uns, dass persönliche Erneuerung und geistige Reinigung notwendig sind, um im Bund mit Gott zu stehen. 

  1. Die Bedeutung der Gemeinschaft: In den letzten Versen wird die Sammlung des Volkes Gottes und die Errichtung des Neuen Jerusalems beschrieben. Dies zeigt, dass wir nicht nur individuelle Glaubensreisen unternehmen, sondern auch Teil einer Gemeinschaft von Gläubigen sind, die sich auf das gemeinsame Ziel hinbewegen, Gottes Reich zu errichten. 

Insgesamt fordert uns dieser Abschnitt auf, uns auf Gottes Zeitplan zu verlassen, zu Jesus Christus umzukehren, offen für Wahrheit zu sein und uns aktiv an der Sammlung seines Volkes zu beteiligen. 

Die Erfüllung welches Bundes in den letzten Tagen hat Jesus Christus den Nephiten zugesagt? 

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Dieses Volk werde ich in diesem Land aufrichten

14. Oktober 2024, 06:41am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

“Darum lasst die, die sich bei den Anderen befinden, nach Zion [das Neue Jerusalem] fliehen.13 Und lasst die, die von Juda sind, nach Jerusalem fliehen, zu den Bergen, da des Herrn Haus ist.” (Lehre und Bündnisse 133:12-13).
(Bild: Quelle)

"Und siehe, dieses Volk werde ich in diesem Land aufrichten, damit der Bund erfüllt werde, den ich mit eurem Vater Jakob gemacht habe; und es wird ein Neues Jerusalem sein. Und die Mächte des Himmels werden inmitten dieses Volkes sein; ja, ich selbst werde in eurer Mitte sein." (3. Nephi 20:22). 

  • In 3. Nephi 20:22 spricht Jesus zu einem Überrest des Hauses Israel, das sich im Land Amerika befindet. Er sagt, dass er dieses Volk, also die Nachkommen des Hauses Israel, in diesem Land aufrichten wird. Jesus bezieht sich dabei auf den Bund, den Gott mit ihrem Vorfahren Jakob (auch bekannt als Israel) geschlossen hat. 

  • Der Ausdruck "Neues Jerusalem" bezieht sich auf eine zukünftige heilige Stadt, die im Land Amerika errichtet werden soll. Diese Stadt wird ein Ort des Friedens, der Gerechtigkeit und der göttlichen Gegenwart sein. Jesus sagt, dass die Mächte des Himmels inmitten dieses Volkes sein werden und er selbst in ihrer Mitte wohnen wird. Dies deutet darauf hin, dass das Neue Jerusalem ein spirituelles Zentrum sein wird, wo Gott und Christus in der Endzeit unter den Menschen leben werden. 

  • Zusammengefasst: Der Herr wird das Volk Israel in Amerika aufrichten, und das Neue Jerusalem wird dort als eine heilige Stadt errichtet, wo göttliche Macht und Präsenz unter dem Volk sein werden (Glaubensartikel 1:10). 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 20:1-46: 

In 3. Nephi 20:1-46 offenbart Jesus wichtige Lehren und Prophezeiungen an das Volk, das ein Überrest des Hauses Israel ist. Er beginnt mit dem Brechen und Segnen des Brotes und Weines, welche symbolisch seinen Leib und sein Blut darstellen. Das Volk wird durch diese heilige Handlung vom Geist erfüllt, und sie preisen Jesus. 

Jesus erklärt, dass die Worte der Propheten, insbesondere Jesajas, bald erfüllt werden und der Vater den Bund mit Israel wiederherstellen wird. Die zerstreuten Überreste Israels werden aus allen Himmelsrichtungen gesammelt und zurück in ihr Erbland geführt. Wenn die anderen Völker sich nicht bekehren, werden die Nachkommen Jakobs sie dominieren, wie ein Löwe, der seine Beute zerreißt. 

Jesus prophezeit, dass Gott Israel mit Kraft ausstatten wird, ihre Feinde zu überwinden und die Erde zu erben. Er warnt die anderen Nationen, dass das Schwert der Gerechtigkeit über ihnen hängt, sollten sie nicht umkehren. Das Volk Gottes wird aufgerichtet und ein neues Jerusalem wird errichtet, in dem Christus unter ihnen wohnen wird. Dies erfüllt die Prophezeiungen, die Moses und andere Propheten von Christus als dem Erretter verkündet haben. 

Jesus erklärt weiter, dass Israel, als Kinder des Bundes, durch ihn gesegnet wird, damit alle Völker der Erde durch ihre Nachkommen gesegnet werden können. Doch wenn die anderen Völker das Evangelium ablehnen, werden sie wie zuvor zur Strafe werden. Gott wird den Bund mit Israel erfüllen, und sie werden das Land Jerusalem als ihr Erbe zurückerhalten. 

Am Ende dieser Prophezeiung bestätigt Jesus, dass alles, was er gesagt hat, gemäß dem Willen des Vaters geschehen wird. Israel wird sein Erbe zurückerhalten, und die Prophezeiungen von Jesaja und den anderen Propheten werden erfüllt werden, als Zeichen des ewigen Bundes Gottes mit seinem Volk. 

Inwiefern erfüllte Jesus das Gebot seines Vaters 
In 3. Nephi 20:10-13 spricht Jesus davon, dass er das Gebot erfüllt, das der Vater ihm für das Volk gegeben hat, und erklärt, wie sich der Bund des Vaters mit dem Haus Israel erfüllt. 

Hier ist, wie das Gebot des Vaters an Jesus in diesen Versen erfüllt ist: 

  1. Vers 10: Jesus erklärt, dass er das Gebot des Vaters für das Volk erfüllt hat. Dieses Gebot bezieht sich darauf, das Evangelium zu predigen, den Überrest Israels zu sammeln und den göttlichen Bund wiederherzustellen. 

  1. Verse 11-12: Jesus fordert das Volk auf, sich an die Worte des Propheten Jesaja zu erinnern, in denen prophezeit wird, dass der Vater den Bund mit Israel erfüllen wird. Er sagt, dass die Erfüllung dieses Bundes eine Wiederherstellung für das zerstreute Israel bedeutet. Die Worte Jesajas liegen bereits schriftlich vor ihnen, und die Menschen werden Zeugen der Erfüllung dieser Prophezeiungen (2 Nephi 25:1–5; Mormon 8:23)

  1. Vers 13: Jesus erklärt, dass die Überreste Israels, die über die Erde zerstreut sind, aus allen Himmelsrichtungen gesammelt werden. Dies ist die Erfüllung des Bundes, den der Vater mit Israel gemacht hat, nämlich dass sie zur Erkenntnis Gottes zurückkehren und von ihm erlöst werden. 

Zusammenfassung: Das Gebot, das der Vater Jesus gegeben hat, ist die Wiederherstellung des Bundes mit dem Haus Israel. Jesus erfüllt dies, indem er das Evangelium predigt, das zerstreute Israel sammelt und den Bund des Vaters mit seinem Volk bestätigt. Die Sammlung Israels und die Rückkehr zu ihrem Gott sind ein zentraler Teil dieser Erfüllung. 

Wir alle sind aufgerufen, bei der Sammlung Israels tatkräftig mitzuwirken 
Wir sind in den letzten Tagen tatsächlich aufgerufen, aktiv an der Sammlung Israels mitzuwirken. Diese Lehre ist zentral in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und basiert auf den Prophezeiungen und Lehren in den heiligen Schriften, einschließlich 3. Nephi 20. Hier sind einige Aspekte, die uns heute in Bezug auf die Sammlung Israels betreffen: 

1. Missionsarbeit: 
Die Sammlung Israels bedeutet, dass das Evangelium Jesu Christi in alle Welt gebracht wird. Jeder von uns ist aufgerufen, das Evangelium zu verkünden, sei es durch formelle Missionen oder durch das persönliche Beispiel, das wir setzen. Der Zweck ist, dass alle Menschen die Möglichkeit erhalten, die Wahrheit zu hören und sich den Bündnissen des Herrn anzuschließen. 

2. Tempelarbeit und Familiengeschichte: 
Ein wichtiger Teil der Sammlung Israels besteht in der Erlösung der Verstorbenen. Wir werden ermutigt, nach unseren Vorfahren zu suchen und stellvertretend im Tempel heilige Handlungen wie Taufen und Siegelungen durchzuführen. Dies erfüllt die Prophezeiung, dass die Herzen der Kinder sich den Vätern zuwenden werden (Maleachi 3:22-24). 

3. Umkehr und Bündnistreue: 
Die Sammlung Israels beginnt auch in unserem eigenen Leben. Wenn wir umkehren, Bündnisse eingehen und sie halten, helfen wir, die Verheißungen Gottes an Israel zu erfüllen. Durch unser persönliches Beispiel und unseren Glauben stärken wir andere und tragen zur Sammlung bei. 

4. Zugehörigkeit zum "Geistigen Israel": 
In den letzten Tagen gehören sowohl Nachkommen des Hauses Israel als auch diejenigen, die das Evangelium annehmen und sich Christus anschließen, zum "Geistigen Israel". Das bedeutet, dass wir alle Teil dieses großen göttlichen Werkes sind, unabhängig von unserer Herkunft. Der Glaube und die Taufe verbinden uns mit dem Haus Israel und machen uns zu Erben der Verheißungen Gottes. 

5. Errichtung von Zion: 
Die Sammlung Israels umfasst auch die Vorbereitung auf das zweite Kommen Jesu Christi und die Errichtung Zions auf der Erde. Dies geschieht, indem wir Gemeinschaften von Gläubigen schaffen, in denen Rechtschaffenheit, Frieden und Gerechtigkeit herrschen. Wir sollen ein Volk werden, das bereit ist, Christus bei seiner Wiederkunft zu empfangen. 

Fazit: 
Unsere Aufgabe in den letzten Tagen ist es, aktiv an der Sammlung Israels mitzuwirken, indem wir das Evangelium verbreiten, uns um die Verstorbenen kümmern, unsere eigenen Bündnisse halten und anderen helfen, Christus zu finden. Diese Sammlung erfüllt die uralten Prophezeiungen und bereitet den Weg für das zweite Kommen Jesu Christi. 

Dieses Land als euer Erbteil 
Die Verse 3. Nephi 20:14-16 sprechen von den Konsequenzen, die über die "Anderen" kommen werden, falls sie nicht umkehren, nachdem sie das Evangelium empfangen haben und das Haus Israel zerstreut haben. Diese Verse enthalten starke bildhafte Sprache, die sich auf die Wiederherstellung Israels und das Gericht über diejenigen bezieht, die sich gegen das Volk Gottes stellen. Hier ist eine mögliche Interpretation der Verse: 

Vers 14: Dieser Vers bezieht sich auf die "Anderen" (nicht-israelitische Nationen), die durch das Evangelium gesegnet werden. Der Herr sagt, dass sie, nachdem sie das Haus Israel zerstreut haben (eine historische Anspielung auf die Zerstreuung der Israeliten), die Chance haben, das Evangelium zu empfangen und umzukehren. Falls sie das nicht tun, gibt es Konsequenzen. 

Vers 15: Hier wird das Bild eines Löwen verwendet, um die Macht und den Triumph des Überrestes des Hauses Jakob (das Volk Israel) zu beschreiben. Dieser Überrest wird sich inmitten der "Anderen" (die Nationen) erheben. Die Symbolik des Löwen, der Schafherden zerreißt, deutet auf die unvermeidbare und unaufhaltsame Natur der göttlichen Gerechtigkeit hin. Wenn die Nationen nicht umkehren, werden die Nachkommen Jakobs, die das Evangelium angenommen haben, wie ein mächtiger Löwe über sie triumphieren. 

Vers 16: Dieser Vers beschreibt das Schicksal der Feinde Israels. Falls die "Anderen" nicht umkehren, wird Israel die Oberhand gewinnen, und die Feinde werden besiegt und vernichtet. Dies verweist auf die göttliche Gerechtigkeit und den Schutz, den Gott seinem Volk in der Endzeit zuteilwerden lässt. 

Zusammengefasste Interpretation: Diese Verse drücken ein starkes Bild der göttlichen Gerechtigkeit und der Wiederherstellung Israels aus. Sie beschreiben die Konsequenzen für die Nationen ("die Anderen"), wenn sie nicht umkehren, nachdem sie das Evangelium empfangen haben. Während Israel historisch zerstreut wurde, wird es in den letzten Tagen als mächtiger Überrest gesammelt und triumphieren, sollte keine Umkehr stattfinden. Die bildhafte Sprache des Löwen unter den Schafherden betont die Macht und Unvermeidlichkeit dieses göttlichen Sieges. 

Die Botschaft für uns ist, dass die Umkehr und das Empfangen des Evangeliums entscheidend sind, und dass Gott seine Verheißungen gegenüber Israel erfüllt, indem er sie beschützt und ihre Feinde richtet, falls diese nicht umkehren. 

Ich werde dein Horn zu eisen machen ... 
In 3. Nephi 20:19-20 spricht Jesus zu den Nephiten über die Macht und den Schutz, den er seinem Volk – dem Überrest Israels – in den letzten Tagen gewähren wird. Diese Verse haben eine starke symbolische Bedeutung und beziehen sich auf die göttliche Unterstützung für Israel und die Konsequenzen für diejenigen, die sich nicht dem Willen Gottes unterordnen. 

  • Vers 19 Interpretation: 
    "Dein Horn zu Eisen machen": Das "Horn" steht oft symbolisch für Stärke und Macht. Indem das Horn zu Eisen gemacht wird, wird das Volk Gottes (Israel) mit großer, unzerstörbarer Kraft ausgestattet. 
    "Hufe zu Bronze machen": Dies bedeutet, dass sie stabil und stark sein werden, fähig, fest und unerschütterlich gegen alle Widerstände zu stehen. Es symbolisiert Standhaftigkeit und Macht. 
    "Viele Völker in Stücke schlagen": Diese Aussage weist darauf hin, dass Israel (der Überrest des Hauses Jakob) über andere Völker triumphieren wird, die sich gegen sie stellen. Es ist ein Bild der göttlichen Vergeltung und des Sieges. 
    "Den Gewinn dem Herrn weihen": Alles, was durch diesen Triumph gewonnen wird, wird dem Herrn gehören. Es drückt aus, dass alles letztlich dem Herrn geweiht wird und dass der Erfolg Israels ein Teil des göttlichen Plans ist. 

Diese Verse sind eine Prophezeiung über die zukünftige Macht, die Israel durch die Hilfe Gottes erlangen wird, und sie betonen, dass der Sieg und alle Errungenschaften dem Herrn geweiht sein werden. 

Vers 20 Interpretation: 

  • "Das Schwert meiner Gerechtigkeit": Das Schwert ist ein Symbol für das Gericht Gottes. Es hängt über denjenigen, die sich gegen sein Volk auflehnen und nicht umkehren. Dies zeigt, dass das Gericht unausweichlich ist, sollte es keine Umkehr geben. 

  • "Wenn sie nicht umkehren": Diese Passage betont die Möglichkeit der Umkehr. Gottes Gerechtigkeit ist bedingungslos, aber Umkehr bietet einen Ausweg. Die Anderen (die nicht zum Haus Israel gehören) haben die Gelegenheit, umzukehren und somit das kommende Gericht zu vermeiden. 

  • "Wird es auf sie fallen": Falls sie nicht umkehren, wird das Schwert der Gerechtigkeit über sie fallen, was das göttliche Gericht und Strafe für jene bedeutet, die sich gegen den Willen Gottes stellen. 

Zusammengefasste Interpretation: 
Diese Verse betonen die Macht und den Schutz, den Gott seinem Volk, Israel, verleihen wird. Sie sprechen auch von der göttlichen Gerechtigkeit, die über diejenigen kommt, die sich weigern, umzukehren und sich gegen den Plan Gottes stellen. Israel wird in den letzten Tagen durch göttliche Stärke triumphieren, und die Nationen, die sich nicht dem Herrn unterordnen, werden durch sein gerechtes Gericht fallen. 

Die persönliche Lehre aus diesen Versen könnte sein, dass Umkehr und Bündnistreue entscheidend sind, um den Schutz und die Segnungen des Herrn zu empfangen. Außerdem zeigt es, dass Gott sein Volk stärkt und seinen Bund mit Israel erfüllt. 

Lehren die wir ziehen können 
Aus 3. Nephi 20:1-46 lassen sich mehrere wichtige Lehren für uns persönlich ziehen: 

  1. Glaube an Jesus Christus und seine Erlösungsmission: Jesus spricht in diesem Kapitel über das Brot und den Wein, die seinen Leib und sein Blut symbolisieren. Diese Handlung erinnert uns daran, dass wir durch den Glauben an Jesus Christus geistig genährt werden. Der regelmäßige Empfang der Sakramente kann uns helfen, unser Leben auf Christus auszurichten und sein Erlösungswerk zu akzeptieren. 

  1. Göttliche Verheißungen und Bündnisse sind zuverlässig: Der Herr betont wiederholt, dass er den Bund, den er mit dem Haus Israel geschlossen hat, erfüllt. Dies lehrt uns, dass Gottes Verheißungen feststehen und dass er seine Zusagen einhält. Es ermutigt uns, auf Gottes Pläne zu vertrauen, selbst wenn wir den Zeitrahmen oder die Wege, auf denen er handelt, nicht immer verstehen. 

  1. Die Wichtigkeit der Umkehr: Jesus warnt die anderen Nationen, dass sie umkehren müssen, um Gottes Segnungen zu empfangen. Diese Mahnung gilt auch uns. Umkehr ist ein ständiger Prozess in unserem Leben, durch den wir zu Gott zurückkehren und uns geistig erneuern können. 

  1. Göttliche Führung in schwierigen Zeiten: Der Herr verspricht, sein Volk zu sammeln und es in seiner Gegenwart zu führen. Dies zeigt uns, dass Gott in schwierigen Zeiten immer an unserer Seite ist und uns unterstützt, besonders wenn wir nach seiner Führung suchen und ihm vertrauen. 

  1. Das Evangelium für alle Nationen: Jesus spricht über die Verbreitung der Fülle seines Evangeliums, das allen Völkern gepredigt werden wird. Dies erinnert uns daran, dass das Evangelium universell ist und dass wir als seine Jünger dazu berufen sind, es zu verbreiten, sei es durch unser persönliches Beispiel oder durch aktiven Einsatz im Missionswerk. 

  1. Vorbereitung auf das Zweite Kommen Christi: Die Prophezeiungen über das Neue Jerusalem und die Wiederherstellung Israels verweisen auf das zweite Kommen Jesu Christi. Diese Lehre ermutigt uns, wachsam und vorbereitet zu sein, indem wir unser Leben auf Christus ausrichten und nach seiner Wahrheit leben. 

Zusammengefasst lehren uns die Verse in 3. Nephi 20, auf den Herrn zu vertrauen, treu zu sein, umzukehren und das Evangelium sowohl in unserem Leben als auch in der Welt zu fördern. 

Welches Volk wird der Herr in den letzten Tagen in welchem Land aufrichten? 

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Und nun, Vater, bete ich zu dir für sie und auch für all jene, die an ihre Worte glauben werden

12. Oktober 2024, 05:59am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Und nun, Vater, bete ich zu dir für sie und auch für all jene, die an ihre Worte glauben werden, damit sie an mich glauben, damit ich in ihnen sei, wie du, Vater, in mir bist, damit wir eins seien.“ (3. Nephi 19:23). 

  • Dieser Vers fasst die zentrale Lehre zusammen: die Einheit zwischen den Gläubigen, Jesus und dem Vater. Jesus betet darum, dass alle, die an ihn glauben, durch ihren Glauben und den Heiligen Geist eins mit ihm und dem Vater werden, ähnlich wie er mit dem Vater vereint ist. Diese Einheit ist ein zentrales Thema in diesem Abschnitt und zeigt die tiefe spirituelle Verbundenheit, die Jesus für alle Gläubigen anstrebt. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 19:19-36: 

Nachdem Jesus sich von seinen Jüngern entfernte, betete er zum Vater und dankte ihm dafür, dass er den Jüngern, die er aufgrund ihres Glaubens an ihn erwählt hatte, den Heiligen Geist gegeben hatte. Jesus bat den Vater auch darum, den Heiligen Geist denen zu geben, die an die Worte der Jünger glauben würden, damit auch sie den Glauben an ihn erlangen könnten. Er betete, dass alle Gläubigen eins mit ihm und dem Vater sein mögen. 

Während Jesus betete, setzten die Jünger ihr Gebet fort, geleitet durch den Geist. Jesus kehrte zu ihnen zurück, segnete sie, und ihr Aussehen wurde überirdisch weiß. Er forderte sie auf, weiter zu beten, und entfernte sich erneut, um ein weiteres Mal zum Vater zu beten. Er dankte dem Vater, dass die Jünger aufgrund ihres Glaubens rein gemacht worden waren, und betete für alle, die durch den Glauben an die Worte der Jünger ebenfalls rein gemacht werden würden. 

Als Jesus zum dritten Mal betete, waren seine Worte so tiefgreifend und erhaben, dass sie weder aufgeschrieben noch von Menschen ausgesprochen werden konnten. Die Menge verstand jedoch in ihrem Herzen die Bedeutung seines Gebets. Nach seinem Gebet kehrte Jesus zurück und lobte den Glauben der Jünger, der größer war als der Glaube der Juden, wodurch ihnen so große Wunder offenbart werden konnten, die andere nicht gesehen oder gehört hatten. 

Unser Fürsprecher beim Vater 
3. Nephi 19:23 lehrt uns den wichtigen Grundsatz, dass Jesus Christus unser Fürsprecher beim Vater ist und durch ihn eine enge geistige Einheit mit Gott möglich wird. In diesem Vers betet Jesus, dass er „in ihnen sei, wie du, Vater, in mir bist, damit wir eins seien.“ 

Dieser Grundsatz verdeutlicht, dass Christus für uns als Mittler wirkt. Er vermittelt zwischen uns und dem Vater, und durch ihn können wir mit Gott eins werden. Diese Einheit ist sowohl eine geistige als auch eine emotionale Verbindung, die durch Glauben, Gebet und den Einfluss des Heiligen Geistes gestärkt wird. Christus repräsentiert uns vor dem Vater, reinigt uns durch sein umfassendes Sühnopfer von Sünde und führt uns in eine tiefere Beziehung zu Gott. 

Zusammengefasst: Christus ist unser Fürsprecher und Mittler beim Vater, der uns ermöglicht, durch unseren Glauben an ihn mit Gott eins zu werden. 

Sie waren so weiß wie das Angesicht Jesu und auch seine Kleider 

  1. Reinheit und Heiligkeit: Das strahlend weiße Angesicht der Jünger symbolisiert ihre geistige Reinheit und Heiligkeit. Diese Reinheit ist das Ergebnis ihrer Gebete, ihres Glaubens und der Segnung durch Jesus Christus. Ihre Nähe zu Christus führt zu einer spirituellen Reinigung, die durch das strahlende Weiß ihres Gesichts ausgedrückt wird (3. Nephi 19:28). 

  1. Verklärung und göttliche Herrlichkeit: Die Beschreibung ihres weiß strahlenden Gesichts deutet auf eine Verklärung hin, einen Zustand, in dem sie für einen Moment an der göttlichen Herrlichkeit und dem Licht Christi teilhatten. Diese Verklärung ist vergleichbar mit anderen biblischen Momenten, in denen Menschen in Gottes Gegenwart oder durch seine Macht verherrlicht wurden, wie etwa bei Mose, dessen Gesicht nach der Begegnung mit Gott strahlte (2. Mose 34:29-30). 

  1. Ein Zeichen der geistigen Erhöhung: Das Angesicht der Jünger wurde so weiß wie das Angesicht und die Kleider Jesu, was zeigt, dass sie in ihrer geistigen Entwicklung durch den Heiligen Geist und den Einfluss Christi erhöht wurden. Sie haben eine tiefere geistige Verbindung zu Christus erreicht, was sich in der äußerlichen Manifestation ihrer Reinheit zeigt. 
     

Zusammengefasst: Das weiß strahlende Angesicht der Jünger symbolisiert ihre geistige Reinheit, Heiligkeit und die göttliche Verklärung, die sie durch ihren Glauben und ihre Nähe zu Christus erlangt haben. Es ist ein Zeichen dafür, dass sie an der Herrlichkeit und dem Licht Christi teilhatten. 

Jesus betet dreimal zum Vater 
Dass Jesus in 3. Nephi 19:19-36 dreimal zum Vater betete, hat eine symbolische Bedeutung und spiegelt wichtige geistige Prinzipien wider, die in verschiedenen heiligen Schriften zu finden sind: 

1. Symbol der Vollständigkeit und göttlichen Ordnung 
In den Schriften wird die Zahl drei oft als Symbol für Vollständigkeit, Perfektion und göttliche Ordnung verwendet. Dass Jesus dreimal betete, könnte darauf hinweisen, dass sein Gebet vollkommen war und die göttliche Harmonie zwischen ihm, dem Vater und dem Heiligen Geist repräsentiert. Es zeigt auch, dass sein Gebet in einer vollendeten Form dargebracht wurde, um den Segen und die Führung des Vaters zu empfangen. 

2. Dreieinigkeit und Einheit mit dem Vater 
Durch das dreimalige Gebet wird die innige Beziehung zwischen Jesus und dem Vater verdeutlicht. Es erinnert an die Dreieinigkeit – den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist – und betont die vollkommene Einheit, nach der Jesus in diesen Versen auch für seine Jünger und die Gläubigen strebt (Vers 23). Das wiederholte Gebet betont die zentrale Botschaft der Einheit zwischen Gott und den Gläubigen. 

3. Beharrlichkeit und Hingabe im Gebet 
Die dreifache Wiederholung des Gebets zeigt auch Jesu tiefe Beharrlichkeit und Hingabe im Gebet. Diese Ausdauer ist ein Beispiel für die Gläubigen, dass das Gebet nicht einmalig sein sollte, sondern dass es oft und aufrichtig dargebracht werden muss, um geistigen Segen und Klarheit zu erhalten. Es erinnert uns daran, dass ständiges Gebet und eine innige Verbindung mit dem Vater entscheidend sind. 

4. Parallele zu anderen heiligen Momenten 
Das dreimalige Gebet Jesu in diesem Kapitel spiegelt andere bedeutsame Momente in den heiligen Schriften wider, in denen Jesus ebenfalls dreimal betete, etwa im Garten Gethsemane (Matthäus 26:36-44). Diese Wiederholung betont die tiefe Ernsthaftigkeit und die spirituelle Bedeutung der Situation, in der sich Jesus befindet. Es unterstreicht auch seine Rolle als Mittler und Fürsprecher für die Gläubigen. 

Zusammengefasst: 
Das dreimalige Gebet Jesu symbolisiert geistige Vollständigkeit, Einheit mit dem Vater, Beharrlichkeit und göttliche Ordnung. Es dient als ein Vorbild für unser eigenes Gebetsleben und unterstreicht die tiefen, wiederholten Bemühungen Jesu, für die Jünger und alle Gläubigen Fürsprache zu leisten, damit sie geistig gereinigt und mit Gott eins werden. 

Der große Glaube unter diesen Nephiten 
In 3. Nephi 19:35-36 drückt Jesus zwei zentrale Gedanken aus: 

1. Erstaunen über den Glauben der Jünger 
In Vers 35 sagt Jesus, dass er unter den Juden „niemals solch großen Glauben“ gesehen habe, wie den Glauben der Nephiten. Aufgrund des Unglaubens der Juden konnte er ihnen „so große Wundertaten nicht zeigen“. Dies verdeutlicht, dass die Nephiten durch ihren Glauben außergewöhnliche geistige Segnungen und Wunder erleben konnten, die denen verweigert wurden, die nicht glaubten. Ihr Glaube öffnete ihnen die Tür zu größerer Erkenntnis und spirituellen Erfahrungen. 

Jesus lobt den Glauben der Jünger und macht damit deutlich, dass der Glaube eine wesentliche Voraussetzung für das Empfangen göttlicher Offenbarung und Wundertaten ist. Diese Aussage zeigt auch die Trauer Jesu darüber, dass er aufgrund des Unglaubens vieler Juden seine Macht nicht in gleichem Maße offenbaren konnte. 

2. Einzigartigkeit ihrer geistigen Erfahrungen 
In Vers 36 betont Jesus, dass die Anwesenden solch „Großes“ gesehen und gehört haben, wie es sonst niemand erlebt hat. Diese Aussage hebt die außergewöhnlichen geistigen Erfahrungen hervor, die ihnen durch ihren Glauben ermöglicht wurden. Sie erlebten den direkten Dienst Jesu, Wunder, Offenbarungen und die Gegenwart des Heiligen Geistes in einer Weise, die besonders und einzigartig war. 

Jesus drückt damit aus, dass ihre spirituellen Erlebnisse aufgrund ihres großen Glaubens und ihrer Reinheit beispiellos sind. Er unterstreicht die besondere Ehre und Segnung, die ihnen aufgrund ihrer Treue und Hingabe zuteilwurde. 

Zusammengefasst: 
Jesus lobt in diesen Versen den außergewöhnlichen Glauben der Anwesenden und betont, dass dieser Glaube ihnen außergewöhnliche geistige Segnungen und Wunder ermöglicht hat. Ihre Erfahrung ist einzigartig und übertrifft alles, was andere aufgrund ihres Unglaubens erleben konnten. Jesus hebt die Bedeutung des Glaubens hervor, der es ermöglicht, göttliche Offenbarungen zu empfangen und an der Herrlichkeit Gottes teilzuhaben. 

Lehren die wir ziehen können 

Aus 3. Nephi 19:19-36 lassen sich mehrere wichtige Lehren ableiten, die unser Verhalten heute beeinflussen können: 

1. Die Kraft des Gebets 
Jesus betete mehrfach in diesen Versen und ging sogar allein, um mit dem Vater zu sprechen. Er dankte Gott und bat um Segen für andere. Seine Gebete zeigten tiefen Glauben und völlige Hingabe. 

Lehre für uns: Das Gebet sollte ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens sein, sowohl persönlich als auch in der Gemeinschaft. Es sollte nicht nur Bitten beinhalten, sondern auch Dankbarkeit und Fürsprache für andere. Wir können lernen, regelmäßig zu beten und uns in Zeiten des Gebets voll auf Gott zu konzentrieren. 

2. Einheit mit Gott und anderen 
In Vers 23 betet Jesus darum, dass die Gläubigen „eins“ mit ihm und dem Vater seien, so wie er eins mit dem Vater ist. Diese Einheit ist ein Ausdruck von vollkommenem Glauben, Harmonie und Zusammenarbeit. 

Lehre für uns: Wir sollten danach streben, in Einheit mit Gott und unseren Mitmenschen zu leben. Das bedeutet, dass wir uns um Harmonie, Nächstenliebe und Zusammenarbeit bemühen und stets den Willen Gottes suchen. Einheit bedeutet auch, die Gaben des Heiligen Geistes anzunehmen und sie in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen. 

3. Glaube führt zu geistiger Reinigung 
In Vers 28 und 29 betet Jesus, dass die Menschen durch ihren Glauben an ihn gereinigt werden. Er betont, dass ihr Glaube der Schlüssel dazu ist, dass sie von Sünde und Unreinheit befreit werden. 

Lehre für uns: Unser Glaube an Jesus Christus ist grundlegend für unsere geistige Reinigung und für unser Wachstum als Christen. Wir sollten diesen Glauben pflegen, indem wir seine Lehren befolgen, Umkehr üben und uns regelmäßig durch Gebet und die Sakramente (wie das Abendmahl) erneuern lassen. 

4. Wenige Worte, aber tiefe Bedeutung im Gebet 
In Vers 24 wird beschrieben, dass die Jünger nicht viele Worte im Gebet machten, sondern dass ihnen durch den Geist eingegeben wurde, was sie beten sollten. 

Lehre für uns: Es geht nicht um die Länge oder Anzahl der Worte im Gebet, sondern um die Aufrichtigkeit und die Führung des Heiligen Geistes. Wir sollten lernen, auf den Geist zu hören, wenn wir beten, und uns mehr auf die Bedeutung unserer Worte und unsere Beziehung zu Gott konzentrieren, anstatt auf die äußere Form. 

5. Glaube ermöglicht Wunder 
In Vers 35 sagt Jesus, dass der Glaube der Jünger so groß war, dass ihnen Wunder gezeigt werden konnten, die anderen wegen ihres Unglaubens verwehrt blieben. 

Lehre für uns: Ein starker Glaube öffnet uns für die Wunder Gottes. Wenn wir wirklich an Christus und seine Macht glauben, können wir größere spirituelle Erlebnisse haben und die Hand Gottes in unserem Leben deutlicher erkennen. Zweifel und Unglauben schränken uns dagegen ein und hindern uns daran, das volle Potenzial des Evangeliums zu erleben. 

6. Dankbarkeit für Gottes Segen 
Jesus beginnt seine Gebete oft mit einem Dank an den Vater, zum Beispiel in Vers 20, wo er für den Heiligen Geist dankt, den der Vater den Gläubigen gegeben hat. 

Lehre für uns: Dankbarkeit sollte ein ständiger Bestandteil unseres Gebetslebens sein. Wir sollten uns daran erinnern, Gott regelmäßig für die Segnungen, die wir empfangen, zu danken, anstatt uns nur auf das zu konzentrieren, was wir noch brauchen oder wollen. 

Zusammengefasst 
Aus diesen Versen lernen wir, wie wichtig es ist, durch regelmäßiges, von Dank und Fürsprache geprägtes Gebet mit Gott in Verbindung zu bleiben. Wir lernen, dass unser Glaube uns reinigt, Wunder ermöglicht und uns mit Gott und unseren Mitmenschen vereint. Schließlich lehrt uns das Gebet der Jünger, dass einfache und aufrichtige Gebete oft die tiefste spirituelle Bedeutung haben. 

Welche Wahrheit entnimmst du daraus, dass Christus für die an ihn Glaubenden zum Vater betete? 

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Sie wurden vom Heiligen Geist und von Feuer erfüllt

11. Oktober 2024, 05:20am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Und es begab sich: Als sie alle getauft waren und aus dem Wasser hervorgekommen waren, fiel der Heilige Geist auf sie, und sie wurden vom Heiligen Geist und von Feuer erfüllt.“ (3. Nephi 19:13). 

  • Dieser Vers zeigt den Höhepunkt der Ereignisse: die Taufe und das Empfangen des Heiligen Geistes, was den geistlichen Kern dieser Passage betont—die Hingabe an Jesus Christus und die Erfüllung durch den Heiligen Geist. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 19:1-18: 

In 3. Nephi 19:1-18, nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war, kehren die Menschen in ihre Häuser zurück. Noch am selben Abend verbreitet sich die Nachricht, dass Jesus erschienen war und am nächsten Tag wiederkommen würde. Viele Menschen eilen in der Nacht, um am Morgen dabei zu sein. 

Am nächsten Tag versammelt sich eine große Menge, und die zwölf Jünger, die Jesus erwählt hatte, treten in die Mitte. Die Menge wird in zwölf Gruppen geteilt, und die Jünger lehren sie und lassen alle im Namen Jesu zum Vater beten. Auch die Jünger beten und bitten um den Heiligen Geist. 

Danach gehen sie zum Wasser, und Nephi lässt sich taufen. Er beginnt dann, die anderen erwählten Jünger zu taufen. Nachdem alle getauft sind, empfangen sie den Heiligen Geist und werden von Feuer umgeben. Engel kommen herab und dienen ihnen. Schließlich erscheint Jesus wieder, fordert alle auf, niederzuknien, und lässt die Jünger beten. Sie beten zu Jesus und nennen ihn ihren Herrn und Gott. 

Machte sich eine überaus große Anzahl nachts auf den Weg 
Der Kontext in 3. Nephi 19:3 lässt sich gut mit dem Verhalten von Fans vergleichen, die sich lange im Voraus anstellen, um ihr Idol zu sehen. In diesem Vers erfahren wir, dass die Menschen die ganze Nacht hindurch arbeiteten und sich große Mühe gaben, um frühzeitig an den Ort zu gelangen, an dem Jesus am nächsten Tag erscheinen würde. Ihre tiefe Sehnsucht und Bereitschaft, alles dafür zu tun, um ihn zu sehen, spiegelt die Hingabe und Aufregung wider, die man auch bei Fans eines Idols beobachten kann. 

Der Unterschied liegt jedoch im spirituellen Kontext: Während Fans oft einem weltlichen Idol nachjagen, strebten die Menschen in 3. Nephi danach, Jesus, den Sohn Gottes, zu sehen und seine Lehren zu empfangen. Ihre Bemühung, früh da zu sein, zeigt ihre geistige Vorbereitung und den Wunsch, sich in seiner Nähe zu befinden, ähnlich wie Fans sich anstrengen, um ihrem Idol nahe zu sein. Hier ist der Fokus jedoch auf einem höheren, spirituellen Ziel. 

In 3. Nephi 19:4 erfahren wir nicht nur die Namen der von Christus berufenen Zwölf, sondern auch, dass Nephi die Macht hatte, seinen Bruder Timotheus von den Toten zu erwecken. Diese außergewöhnliche Macht, Tote aufzuerwecken, kommt eindeutig von Jesus Christus. In den Evangelien und im Buch Mormon wird wiederholt betont, dass solche Wunder nur durch die Vollmacht und Kraft Gottes geschehen können. 

Jesus hat während seines irdischen Dienstes Aposteln und Jüngern Vollmacht gegeben, in seinem Namen zu handeln, was auch die Fähigkeit umfasst, Krankenheilungen und sogar Auferweckungen zu vollbringen (wie bei Lazarus im Neuen Testament). Es ist also naheliegend, dass Nephi diese Vollmacht durch Jesus erhalten hat, da er einer der von Christus erwählten Jünger war. Dieses Wunder zeigt nicht nur Nephis besondere Rolle, sondern auch die Macht und Autorität, die durch Jesus auf seine treuen Diener übertragen werden kann. 

In der Bibel gibt es ein Beispiel, in dem ein Jünger Jesu einen Toten auferweckt hat. In der Apostelgeschichte 9:36-42, wird berichtet, dass der Apostel Petrus die Gläubige Tabita (auch Dorcas genannt) von den Toten auferweckte: 

Diese Begebenheit zeigt, dass die Apostel durch die Vollmacht Jesu die Fähigkeit hatten, Wunder zu wirken, einschließlich der Auferweckung von Toten. Petrus handelte dabei nicht in eigener Kraft, sondern durch die Macht Gottes, die ihm durch Jesus Christus gegeben wurde. 

Die Taufe und Errichtung der Kirche Jesu Christi 
Die Taufe in 3. Nephi 19:11 markiert einen entscheidenden Schritt zur Errichtung der Kirche Jesu Christi unter den Nephiten. Als Nephi und die anderen von Jesus erwählten Jünger getauft wurden, wurde die Struktur der Kirche, die Jesus Christus unter den Nephiten aufbauen wollte, weiter gefestigt. Die Taufe symbolisiert in diesem Fall nicht nur persönliche Umkehr und Reinigung, sondern auch die formelle Gründung der Gemeinschaft der Gläubigen, die unter der Führung Jesu Christi stehen sollte. 

Die Errichtung der Kirche Jesu Christi basiert auf klaren Prinzipien, wie der Taufe durch die Vollmacht, die Jesus seinen Jüngern gegeben hatte, und dem Empfang des Heiligen Geistes, wie es in Vers 13 beschrieben wird, als die Jünger nach ihrer Taufe den Heiligen Geist empfingen. Diese Ereignisse spiegeln ähnliche Schritte wider, die auch in der biblischen Zeit von den Aposteln befolgt wurden, um die Kirche Jesu Christi zu gründen und zu organisieren. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Taufe, die in Vers 11 stattfindet, ein wesentlicher Teil der Errichtung der Kirche Jesu Christi unter den Nephiten war, mit den Jüngern als Führer dieser wiederhergestellten Kirche der Ersten Tage. 

Die Jünger beteten Jesus an 
In 3. Nephi 19:18 beteten die Jünger zu Jesus und nannten ihn ihren „Herrn und Gott.“ Dies mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, da Jesus in anderen Schriften lehrt, dass wir den Vater im Himmel anbeten sollen. Um dies zu verstehen, müssen wir die besondere Situation und den Kontext betrachten. 

  1. Jesus als göttliches Wesen: Die Jünger erkannten Jesus als den auferstandenen Sohn Gottes, der vollkommene Einheit mit dem Vater hat. Im Neuen Testament erklärt Jesus in Johannes 10:30: „Ich und der Vater sind eins.“ Jesus ist nicht nur ein Prophet oder Lehrer, sondern wird als göttlich und in vollem Einklang mit dem Vater gesehen. In dieser besonderen Situation beten die Jünger Jesus direkt an, weil er vor ihnen steht und Gottes Macht und Präsenz verkörpert. 

  1. Glaube an die Göttlichkeit Christi: Die Jünger bezeugen durch ihr Gebet ihren Glauben an die Göttlichkeit Jesu. Sie erkennen, dass Jesus der Mittler und Retter ist, der sie mit Gott, dem Vater, vereint. Durch das Gebet zu Jesus bekennen sie ihren Glauben daran, dass er die Macht hat, ihre Gebete zu erhören, und dass er durch seine Rolle als Messias göttliche Verehrung verdient. 

  1. Spezielle Umstände der Offenbarung: In dieser besonderen Offenbarungssituation, in der Jesus unter ihnen physisch anwesend war, war es angemessen, ihn direkt anzubeten (siehe auch 3. Nephi 19:29). Die Jünger beteten Jesus nicht in einer trinitarischen Verwirrung an, sondern als denjenigen, der die Vollmacht Gottes verkörpert und in enger Beziehung mit dem Vater steht. 

Diese Situation erinnert an den Apostel Thomas im Neuen Testament, der nach der Auferstehung Jesu sagte: „Mein Herr und mein Gott!“ (Johannes 20:28). In diesem Moment erkannte er Jesus als göttliches Wesen und brachte ihm Anbetung entgegen. Ähnlich taten es die Jünger in 3. Nephi, als sie die Göttlichkeit und Herrschaft Jesu anerkannten. 

Lehren die wir ziehen können 

3. Nephi 19:1-18 enthält viele wertvolle Lehren, die wir auf unser heutiges Leben anwenden können. Hier sind einige zentrale Lektionen: 

1. Eifer und Sehnsucht nach Christus 
In Vers 3 sehen wir, wie das Volk die ganze Nacht arbeitete und große Anstrengungen unternahm, um am nächsten Tag Jesus zu begegnen. Diese Hingabe zeigt uns, wie wichtig es ist, unser Leben so zu gestalten, dass wir Christus in den Mittelpunkt stellen. Wir sollten bereit sein, geistige Opfer zu bringen, um seine Nähe zu suchen, sei es durch Gebet, Studium der heiligen Schriften oder durch die Teilnahme an kirchlichen Versammlungen. 

Anwendung heute: Wir sollten unsere Prioritäten so setzen, dass unser Streben nach Christus immer im Vordergrund steht, auch wenn dies Opfer oder Anstrengungen erfordert. 

2. Kraft des Gebets 
Die Jünger beteten wiederholt in Demut und flehten um den Heiligen Geist (Verse 6, 9, 11). Sie beteten sowohl als Einzelpersonen als auch in Gemeinschaft und knieten dabei nieder. Dies zeigt die Bedeutung des Gebets als Verbindung zu Gott, um spirituelle Kraft zu empfangen. 

Anwendung heute: Regelmäßiges, aufrichtiges Gebet hilft uns, den Geist Gottes zu empfangen und geistige Führung zu bekommen. Das Gebet in Gemeinschaft, wie in der Familie oder in der Kirche, stärkt den Glauben und das Miteinander. 

3. Taufe und Umkehr 
In Vers 11-13 werden Nephi und die Jünger getauft, und sie empfangen den Heiligen Geist. Dies unterstreicht die Notwendigkeit der Taufe als Bund mit Gott, um geistig wiedergeboren zu werden und den Heiligen Geist zu empfangen. Die Taufe ist ein wesentlicher Schritt, um in die Kirche Christi aufgenommen zu werden und die Gaben des Geistes zu empfangen. 

Anwendung heute: Die Taufe und die Erneuerung dieses Bundes durch das Abendmahl erinnern uns daran, dass wir durch Jesus Christus gereinigt und durch den Heiligen Geist geführt werden können. Umkehr und Bündnisse sind auch heute zentrale Elemente unseres Glaubens. 

4. Einheit durch den Heiligen Geist 
In Vers 13 wird berichtet, dass die Jünger durch den Heiligen Geist und das Feuer erfüllt wurden. Dies zeigt, dass der Heilige Geist nicht nur eine persönliche Erleuchtung ist, sondern auch Einheit und Verbundenheit unter den Gläubigen schafft. 

Anwendung heute: Der Heilige Geist hilft uns, in unseren Gemeinden und Familien Einheit und Harmonie zu fördern. Wenn wir nach dem Geist streben, können wir in Liebe, Frieden und gegenseitigem Verständnis miteinander umgehen. 

5. Anerkennung der Göttlichkeit Jesu 
In Vers 18 nennen die Jünger Jesus ihren „Herrn und Gott“. Sie bekennen damit nicht nur ihren Glauben an ihn, sondern erkennen auch seine Göttlichkeit und seine Rolle als Erlöser an. Dies zeigt, wie wichtig es ist, Jesus als göttlich anzuerkennen und ihn als Mittler zu Gott zu sehen. 

Anwendung heute: Wir sollten Jesus Christus als unseren Erlöser und Mittler ehren und ihm in unserem täglichen Leben folgen. Durch ihn können wir zum Vater kommen und Vergebung sowie ewiges Leben erlangen. 

6. Dienen und Lehren in der Vollmacht Christi 
Die Jünger lehrten und dienten dem Volk gemäß den Worten Jesu (Verse 4-7). Sie taten dies in seiner Vollmacht und ohne von seinen Lehren abzuweichen. 

Anwendung heute: Wenn wir anderen dienen oder lehren, sollten wir dies in Demut und mit dem Geist Christi tun. Die beste Art zu lehren, ist durch unser eigenes Beispiel und durch die Kraft des Geistes. 

Zusammenfassung 
Die Lehren aus 3. Nephi 19:1-18 betonen die Wichtigkeit von Eifer im Streben nach Christus, die Kraft des Gebets, die Bedeutung der Taufe und der Umkehr, die Einheit durch den Heiligen Geist und die Anerkennung der Göttlichkeit Jesu. Diese Prinzipien sind auch heute entscheidend, um geistig zu wachsen und eine tiefe Beziehung zu Christus aufzubauen. 

Wie verstehst du das, dass die Getauften von Feuer erfüllt wurden? 

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Der Satan verlangt nach euch, dass er euch siebe wie Weizen

10. Oktober 2024, 06:46am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

“Simon, Simon, siehe, der Satan hat verlangt, dass er euch wie Weizen sieben darf.” (Lukas 22:31)
(Bild: Quelle)

„Siehe, wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr müsst immer wachen und beten, damit ihr nicht in Versuchung geratet; denn der Satan verlangt nach euch, dass er euch siebe wie Weizen.“ (3. Nephi 18:18). 

  • Dieser Vers betont die Wichtigkeit des ständigen Wachens und Betens, um den Versuchungen Satans zu widerstehen, was ein zentrales Thema in den Lehren dieses Abschnitts ist. Die Aufforderung, geistig wachsam und im Gebet mit Gott verbunden zu bleiben, zieht sich durch die weiteren Gebote und Anweisungen Jesu. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 18:17-39: 

In 3. Nephi 18:17-39 gibt Jesus weiterhin wichtige Lehren und Anweisungen an die Menge und seine Jünger. Er fordert die Menschen auf, ständig zu wachen und zu beten, um nicht in Versuchung zu geraten, da Satan versucht, sie zu verführen. Jesus betont, dass sie in seinem Namen zum Vater beten sollen, sowohl individuell als auch in ihren Familien, damit ihre Angehörigen gesegnet werden. Zudem ermahnt er, dass sie sich regelmäßig versammeln sollen, ohne irgendjemanden davon auszuschließen, sondern im Gegenteil für alle beten sollen, die kommen. 

Jesus gibt das Gebot, das Licht hochzuhalten, indem sie seine Taten nachahmen und so die Welt erleuchten. Er selbst sei das Licht, das sie vor der Welt zeigen sollen, und er habe ihnen ein Beispiel gegeben, indem er zum Vater gebetet habe. 

Er fordert die Jünger auf, Unwürdigen nicht zu erlauben, das Abendmahl zu empfangen, weil es ansonsten Verdammnis für ihre Seele bringen würde. Dennoch sollten sie niemanden ausstoßen, sondern denjenigen in Liebe weiter dienen und für sie beten, in der Hoffnung, dass sie umkehren. Wenn jemand nach echter Umkehr zurückkommt, sollen sie ihn wieder aufnehmen und ihm die heiligen Symbole reichen. Wenn er jedoch nicht umkehrt, solle er nicht zum Volk Christi gezählt werden, um die Gemeinschaft nicht zu schädigen. 

Jesus betont, dass diese Gebote gegeben werden, um Streitigkeiten zu vermeiden und sie zu segnen, wenn sie in Einheit leben. Nachdem er diese Lehren abgeschlossen hat, berührt er jeden seiner erwählten Jünger einzeln und gibt ihnen Macht, den Heiligen Geist zu spenden. Die Menge vernimmt diese Worte nicht, aber die Jünger bezeugen, dass Jesus ihnen diese Vollmacht gab. 

Schließlich wird Jesus von einer Wolke überschattet, und er fährt in den Himmel auf, wobei die Jünger dies bezeugen. 

„denn der Satan verlangt nach euch, dass er euch siebe wie Weizen“ 
Das Bild des „Siebens“ in 3. Nephi 18:18 ist eine kraftvolle Metapher, die die Art und Weise beschreibt, wie Satan versucht, Menschen von Gott zu trennen. Das Sieben bezieht sich auf den alten landwirtschaftlichen Prozess, bei dem Weizen von der Spreu getrennt wird. Man siebt den Weizen, um die unbrauchbaren Teile zu entfernen und nur die wertvollen Körner zu behalten. 

In diesem Zusammenhang bedeutet das „Sieben“ also, dass Satan versucht, uns zu testen und zu prüfen, um zu sehen, wer standhaft im Glauben bleibt und wer abfällt. Es ist ein Bild für geistige Prüfungen und Versuchungen, die uns dazu bringen sollen, unsere geistige Standfestigkeit zu verlieren. Satan möchte diejenigen, die nicht fest im Glauben verwurzelt sind, „aussieben“ und von Gott trennen. 

Bedeutung für uns heute: 

  • Prüfung der Standhaftigkeit: Das Sieben symbolisiert, wie Satan uns durch Versuchungen prüft, in der Hoffnung, dass wir schwach werden und uns von Gott abwenden. Es zeigt, dass wir in unserem Glauben fest und wachsam bleiben müssen. 

  • Unterscheidung zwischen Echtem und Unechtem: So wie das Sieben die Spreu vom Weizen trennt, kann auch der Glaube in Zeiten der Versuchung geprüft werden. Menschen, die fest im Evangelium verwurzelt sind, werden in Zeiten der Prüfung standhaft bleiben, während andere möglicherweise schwächer werden und „herausgesiebt“ werden. 

  • Ständiges Gebet und Wachsamkeit: Jesus weist in Vers 18 darauf hin, dass wir „immer wachen und beten“ sollen, um nicht vom Satan „gesiebt“ zu werden. Gebet und Wachsamkeit sind geistige Werkzeuge, um Versuchungen zu widerstehen und in Prüfungen fest zu bleiben. 

Insgesamt drückt das Bild des Siebens aus, dass jeder von uns in seinem Glauben geprüft wird und dass ständige Wachsamkeit und Gebet notwendig sind, um standhaft zu bleiben und die Prüfungen des Lebens zu überwinden. 

Alles, was ihr den Vater in meinem Namen bittet 
3. Nephi 18:20 spricht über das Gebet und enthält einige wichtige Prinzipien, die für unser Verständnis des Gebets und der Art, wie Gott auf unsere Bitten antwortet, zentral sind: 

1. Bitten im Namen Jesu 
Jesus lehrt, dass wir im Namen Jesu Christi beten sollen. Dies bedeutet, dass wir durch die Autorität und Mittlerschaft Jesu, dem Sohn Gottes, zum Vater im Himmel beten. Wenn wir im Namen Jesu beten, bringen wir unsere Bitten vor Gott im Einklang mit Jesu Lehren, Vorbild und Willen. Es ist nicht nur eine formale Anrede, sondern eine Art, sich auf die Erlösungsmission Jesu zu berufen. 

2. Bitten um das, was recht ist 
Jesus stellt klar, dass wir nur um das bitten sollen, was recht ist. Das bedeutet, dass wir mit einem reinen Herzen und in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes beten müssen. Gott wird unsere Bitten erhören, wenn sie mit seinem Plan und seiner Weisheit übereinstimmen und gut für uns sind. Es zeigt, dass nicht alle unsere Wünsche in der Form erfüllt werden, wie wir es uns vorstellen, sondern dass Gott das Beste für uns im Blick hat. 

3. Glaube an das Empfangen 
Ein weiterer wichtiger Teil dieses Verses ist die Notwendigkeit des Glaubens. Wir sollen beten, indem wir glauben, dass Gott unsere Gebete hören und beantworten wird. Dieser Glaube zeigt, dass wir Vertrauen in Gottes Macht und Güte haben, dass er uns nach seinem Willen und seiner Weisheit das geben wird, was wir benötigen. Ohne Glauben ist unser Gebet weniger kraftvoll, da es von Unsicherheit und Zweifel geprägt wäre. 

4. Gottes Antwort auf unsere Bitten 
Jesus verspricht, dass uns „alles“ gegeben wird, worum wir bitten, wenn es im Einklang mit Gottes Willen und unserem Glauben steht. Das bedeutet nicht, dass wir immer genau das erhalten, was wir wollen, aber Gott wird immer das tun, was am besten für uns ist. Manchmal erhalten wir Antworten auf unsere Gebete auf andere Weise als erwartet – durch innere Führung, Frieden oder andere Segnungen. 

Bedeutung für unser heutiges Leben: 

  • Beten mit der richtigen Absicht: Wir sollen unsere Wünsche und Bitten in Einklang mit dem Willen Gottes bringen und um Dinge bitten, die für unser geistiges Wachstum und Wohlstand wichtig sind. 

  • Glaube und Vertrauen in Gott: Beim Beten müssen wir Vertrauen darauf haben, dass Gott uns hört und dass er weiß, was für uns das Beste ist. Unser Glaube stärkt unser Gebet. 

  • Dem Willen Gottes unterordnen: Dieser Vers erinnert uns daran, dass Gott in seiner Weisheit entscheidet, wie er auf unsere Gebete antwortet. Manchmal bekommen wir vielleicht nicht das, was wir wollen, weil Gott eine bessere Lösung oder einen größeren Plan für uns hat. 

Insgesamt fordert uns dieser Vers auf, im Vertrauen zu beten, mit der Zuversicht, dass Gott uns das gibt, was für unser Wohl am besten ist, und dass wir dies durch die Macht und Mittlerschaft Jesu Christi erlangen. 

Unwürdig vom Abendmahl nehmen 
In 3. Nephi 18:28-29 erklärt Jesus, warum es schwerwiegende Folgen hat, wenn jemand wissentlich unwürdig vom Abendmahl nimmt. 

  1. Das Abendmahl als heilige Handlung: Das Abendmahl ist eine sehr heilige Handlung und erinnert an das Opfer Jesu Christi, an sein „Fleisch und Blut“, das für uns gegeben wurde. Wenn jemand am Abendmahl teilnimmt, erneuert er sein Bündnis mit Christus und bekräftigt seine Hingabe, den Lehren Jesu zu folgen und seine Gebote zu halten. Deshalb ist es wichtig, mit einem reinen und bußfertigen Herzen teilzunehmen. 

  1. Würdigkeit und Vorbereitung: Würdigkeit bedeutet, dass man sich in einem Zustand befindet, der mit den Bündnissen übereinstimmt, die man mit Gott gemacht hat, einschließlich des Bündnisses der Taufe. Wer wissentlich unwürdig am Abendmahl teilnimmt, zeigt damit, dass er seine Sünden nicht bereut hat oder dass er den heiligen Charakter des Abendmahls missachtet. Dies ist eine Art der Heuchelei, da man vorgibt, ein erneuertes Bündnis mit Christus einzugehen, obwohl man nicht bereit ist, nach seinen Lehren zu leben. 

  1. Verdammnis für die Seele: Die Aussage, dass jemand „Verdammnis für seine Seele“ isst und trinkt, bedeutet, dass er sich geistig schadet, weil er das Opfer Christi nicht richtig würdigt und seinen eigenen Zustand ignoriert. Wenn man wissentlich unwürdig am Abendmahl teilnimmt, missachtet man die Bedeutung der Umkehr und der Vergebung, die Christus anbietet. Anstatt geistig zu wachsen, entfernt man sich weiter von Gott. 

  1. Geistige Verantwortung: Diese Verse betonen die Verantwortung sowohl derjenigen, die das Abendmahl darreichen, als auch derjenigen, die es empfangen. Wer unwürdig daran teilnimmt, missachtet das heilige Bündnis und bringt sich selbst in Gefahr, sich noch weiter von Gott zu entfernen. 

Warum ist es so ernst? 

  • Das Abendmahl symbolisiert das Leiden und Opfer Jesu Christi. Wenn jemand unwürdig daran teilnimmt, zeigt er eine Respektlosigkeit gegenüber diesem zentralen Akt der Erlösung. 

  • Durch die unwürdige Teilnahme am Abendmahl missachtet die Person die Bedeutung der Umkehr und der Heiligkeit dieses Bundes. Dies führt zu geistigen Konsequenzen, weil man sich absichtlich von den Prinzipien des Evangeliums entfernt. 

  • Es ist ein Akt der Selbsttäuschung, wenn jemand vorgibt, ein Bündnis mit Gott zu erneuern, ohne die Bereitschaft, nach den Lehren Jesu zu leben. Diese Unaufrichtigkeit führt zu einer Art geistigem Gericht oder Verdammnis. 

Wir lernen aus diesen Versen, dass es wichtig ist, uns auf das Abendmahl vorzubereiten, indem wir über unseren geistigen Zustand nachdenken, Sünden bereuen und uns bemühen, würdig zu sein, das Abendmahl zu empfangen. Das Abendmahl ist ein wertvolles Mittel, um unsere Beziehung zu Gott zu stärken, aber es erfordert eine ehrliche und aufrichtige Haltung. 

Lehren die wir ziehen können 
Aus 3. Nephi 18:17-39 können wir viele wertvolle Lehren für unser heutiges Leben entnehmen. Einige der zentralen Lektionen sind: 

1. Ständiges Gebet und Wachsamkeit 
Jesus fordert uns auf, immer zu wachen und zu beten (Vers 18). Diese Lehre ist besonders wichtig, weil das Gebet eine Verbindung zu Gott herstellt und uns hilft, Versuchungen zu widerstehen. Heute können wir durch regelmäßiges Gebet und geistige Achtsamkeit die Kraft erhalten, den Herausforderungen des Lebens zu begegnen und uns auf Gott auszurichten. 

2. Gebet im Familienkreis 
In Vers 21 ermahnt Jesus, in den Familien zu beten, damit unsere Angehörigen gesegnet werden. Dies zeigt, wie wichtig es ist, das Gebet in unser Familienleben einzubinden. Durch gemeinsames Beten fördern wir die geistige Einheit und den Zusammenhalt in der Familie und laden Gottes Segen in unser Zuhause ein. 

3. Inklusion und Liebe 
Jesus betont, dass niemand ausgeschlossen werden soll, wenn sich die Gemeinde versammelt (Vers 22). Diese Lehre zeigt uns heute, wie wichtig es ist, einladend und inklusiv zu sein, andere mit offenen Armen zu empfangen und für sie zu beten. Jeder sollte die Möglichkeit haben, Teil der Gemeinschaft zu sein, unabhängig von seinen Umständen. 

4. Verantwortung für das Abendmahl und spirituelle Würdigkeit 
In Vers 28-30 gibt Jesus das Gebot, dass diejenigen, die unwürdig sind, nicht das Abendmahl empfangen sollen, aber dennoch weiter liebevoll betreut werden. Für uns heute bedeutet dies, dass wir geistige Verantwortung übernehmen müssen – sowohl für uns selbst als auch für andere. Gleichzeitig sollen wir niemanden verurteilen oder ausstoßen, sondern denjenigen dienen, die sich spirituell abmühen, und ihnen helfen, zur Umkehr zu finden. 

5. Gemeinschaft und Vergebung 
Jesus erinnert uns daran, dass wir niemanden aus unserer Gemeinschaft ausschließen sollen, auch wenn sie sich vielleicht von Gott entfernt haben (Vers 32). Dies lehrt uns, dass wir Geduld, Mitgefühl und eine Einstellung der Vergebung zeigen sollen, weil wir nicht wissen, wann jemand den Wunsch haben könnte, zu Gott zurückzukehren. Wir können ein Werkzeug sein, um anderen die Möglichkeit zur Errettung zu bieten. 

6. Streit vermeiden und in Einheit leben 
Jesus betont, dass seine Gebote helfen sollen, Streit und Zwietracht zu verhindern (Vers 34). Für unser heutiges Leben bedeutet dies, dass wir Frieden in unseren Gemeinschaften und Familien anstreben sollten. Konflikte und 

Meinungsverschiedenheiten sollten vermieden oder schnell gelöst werden, um die Einheit zu bewahren. 

7. Das Licht Jesu hochhalten 
In Vers 24 fordert uns Jesus auf, unser Licht hochzuhalten, indem wir so leben, wie er es uns gezeigt hat. Für uns heute bedeutet das, ein Vorbild für andere zu sein, indem wir das Evangelium Jesu Christi durch unsere Taten und Worte reflektieren. Wir sollen mit unserer Lebensweise zeigen, dass Christus unser Vorbild ist. 

8. Erkennen der eigenen Schwächen und Demut 
In den Lehren Jesu steckt auch eine Ermahnung, uns unserer eigenen Unwürdigkeit und Sündhaftigkeit bewusst zu sein und die Notwendigkeit der Umkehr zu erkennen. Es ist wichtig, uns ständig zu prüfen und unsere Beziehung zu Gott durch Umkehr und das Streben nach Reinheit zu erneuern. 

Zusammengefasst lehren uns diese Verse, dass wir durch Gebet, Wachsamkeit, Vergebung, Dienst an anderen und das Streben nach Einheit im Glauben wachsen und in Christus bleiben können. 

Wie verstehst du das, dass der Satan danach verlangt uns wie Weizen zu sieben? 

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Wenn ihr immer an mich denkt, wird mein Geist mit euch sein

9. Oktober 2024, 06:29am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Das Abschiedsmahl, Gemälde von Simon Dewey
(Bild: Quelle)

“Und dies sollt ihr zum Gedächtnis meines Leibes tun, den ich euch gezeigt habe. Und es wird dies dem Vater ein Zeugnis sein, dass ihr immer an mich denkt. Und wenn ihr immer an mich denkt, wird mein Geist mit euch sein.” (3. Nephi 18:7). 

  • Dieser Vers betont das zentrale Anliegen des Abendmahls als Gedächtnis an Jesus und die Verheißung seines Geistes für diejenigen, die stets an ihn denken. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 18:1-16: 

In 3. Nephi 18:1-16 fordert Jesus seine Jünger auf, ihm Brot und Wein zu bringen. Als sie diese gebracht haben, segnet er das Brot, bricht es und gibt es den Jüngern, die es essen. Anschließend sollen sie es der Menge reichen. Nachdem alle gegessen haben, verkündet Jesus, dass einer der Jünger ordiniert werden soll, um zukünftig Brot zu brechen, es zu segnen und es den Gläubigen, die sich in seinem Namen taufen lassen, zu geben. 

Jesus betont, dass dies immer zum Gedenken an seinen Leib getan werden soll und als Zeugnis vor dem Vater dient, dass die Menschen an ihn denken. Daraufhin segnet er den Wein und lässt die Jünger davon trinken und ihn der Menge reichen. Er erklärt, dass dies zum Gedenken an sein vergossenes Blut geschehen soll. Er verspricht, dass sein Geist bei denen sein wird, die immer an ihn denken. 

Jesus gibt die Anweisung, dies regelmäßig zu tun, und segnet diejenigen, die es treu befolgen. Er warnt jedoch, dass jeder, der mehr oder weniger tut als geboten, auf unsicherem Grund steht. Schließlich ermahnt er die Jünger, stets zu wachen und zu beten, um nicht in die Versuchung des Teufels zu geraten. Jesus fordert seine Jünger auf, so zu beten, wie er gebetet hat, und er erklärt, dass er ihnen ein Beispiel gegeben hat, dem sie folgen sollen. 

Brot und Wein für Zweitausendfünfhundert 
In 3 Nephi 17:25 werden wir über die ungefähre Anzahl der Anwesenden informiert, Zweitausendfünfhundert Seelen. Seine Zwölf beauftragte er für das Abendmahl Brot und Wein zu besorgen. Wie sollten sie es Zustandebringen, diese Menge kurzfristig zu organisieren? Könnte man davon ausgehen, dass auch hier ein ähnliches Wunder bewirkt wurde, wie bei der Speisung der Fünftausend (Markus 6:30-56), entsprechend der Aussage Jesu in 3 Nephi 17:8

Das „Sich-Sattessen“ und „Trinken, bis man genügend hatte“ bei der Einführung des Abendmahls in 3. Nephi 18:5 trägt eine tiefe symbolische Bedeutung: 

  1. Geistige Erfüllung: Das Essen und Trinken bis zur Sättigung symbolisiert, dass Christus unsere tiefsten geistigen Bedürfnisse stillen kann. So wie physische Nahrung den Körper sättigt, sättigt die Verbindung zu Christus unsere Seele. Jesus sagt selbst, dass er „das Brot des Lebens“ ist (Johannes 6:35), und wer zu ihm kommt, wird keinen Hunger mehr haben. Das Abendmahl erinnert daran, dass Christus der einzige wahre und vollständige Quell geistiger Erfüllung ist. 

  1. Vollständige Hingabe: Die Tatsache, dass sie satt wurden, deutet auch auf eine vollständige Teilhabe an den Segnungen und dem Opfer Jesu hin. Es symbolisiert, dass wir das Geschenk Christi voll und ganz annehmen sollen und dass uns nichts vorenthalten wird, wenn wir uns ihm vollständig hingeben. 

  1. Fülle und Genüge: Die Fülle des Essens und Trinkens kann als Symbol für die überfließende Gnade und Liebe Christi verstanden werden. Wenn wir von seinem Leib (symbolisch durch das Brot) und seinem Blut (durch den Wein) empfangen, erhalten wir nicht nur „genug“, sondern überfließende Segnungen und geistige Stärke. 

  1. Gemeinschaft und Gleichheit: Dass alle genug hatten, zeigt, dass jeder gleichermaßen von Christus und seinen Segnungen empfangen kann. Niemand wird bevorzugt oder benachteiligt – Christus bietet seine Gaben großzügig allen an, die zu ihm kommen. Dies verdeutlicht die Bedeutung von Gemeinschaft und Gleichheit im Glauben. 

Zusammenfassend symbolisiert die Sättigung durch das Abendmahl die geistige Erfüllung, die Christus bietet, sowie die umfassende Gnade, die er jedem zugänglich macht. Es erinnert daran, dass Christus uns in allen Bereichen unseres Lebens versorgt und unsere geistigen Bedürfnisse vollkommen stillt. 

Dies sollt ihr immer für diejenigen tun, die umkehren und sich in meinem Namen taufen lassen 
Jesus gab die Aufforderung, das Abendmahl nur denjenigen zu geben, die sich taufen ließen, aus mehreren wichtigen Gründen: 

  1. Bund und Verpflichtung: Die Taufe ist ein Bund, den eine Person mit Gott eingeht. Durch die Taufe verspricht der Gläubige, die Lehren Jesu zu befolgen, umzukehren und ein neues Leben in Christus zu führen. Das Abendmahl ist eine Erneuerung dieses Bundes, bei der der Gläubige erneut sein Engagement für Christus bekräftigt. Ohne die Taufe wäre dieser Bund nicht offiziell geschlossen, und das Abendmahl hätte für den Einzelnen nicht die gleiche Bedeutung als Bund-Erneuerung. Außer der Taufe bietet der Herr noch weitere Bündnisse an. Auch diese können wir durch die Teilnahme am Abendmahl erneuern. 

  1. Zeugnis des Glaubens: Die Taufe symbolisiert den Glauben an Christus und die Bereitschaft, seine Gebote zu halten. Indem Jesus das Abendmahl auf die Getauften beschränkt, stellt er sicher, dass es ein Zeichen der Hingabe und des Glaubens an ihn bleibt. Es erinnert daran, dass das Abendmahl eine heilige Handlung ist, die auf dem Bekenntnis und der Umkehr basiert. 

  1. Vorbereitung und Reinheit: Durch die Taufe haben sich Gläubige gereinigt und sind bereit, das Abendmahl würdig zu empfangen. Taufe bedeutet, von früheren Sünden umgekehrt zu sein. Das Abendmahl soll regelmäßig an Umkehr und geistige Reinheit erinnern und ist somit eine Fortsetzung des Weges, der mit der Taufe begann. Wer nicht getauft ist, hat diesen ersten Schritt der Reinigung und Hingabe an Christus noch nicht gemacht. 

  1. Verbindung zu Christus: Die Taufe ist der erste Schritt, um Teil des „Leibes Christi“, seiner Kirche, zu werden. Das Abendmahl ist dann ein fortlaufendes Zeichen dieser Zugehörigkeit. Es ist für diejenigen, die durch die Taufe in den Leib Christi aufgenommen wurden und die weiterhin geistig genährt werden möchten. Ohne die Taufe fehlt diese formelle Verbindung zu Christus. 

Insgesamt stellt die Taufe also den Anfang der Nachfolge Jesu dar, und das Abendmahl ist eine regelmäßige Erinnerung und Bestätigung dieser Nachfolge. Die Beschränkung auf Getaufte sichert die Bedeutung und Heiligkeit beider Handlungen als Ausdruck der Hingabe an Christus. Der Herr sagt aber auch, dass niemand aus den Gottesdiensten ausgeschlossen werden sollen. Wenn nun das Abendmahl gereicht wird, wird man diesen die Teilnahme nicht verwehren. Einzig hat es für jene keine Bedeutung, da sie noch kein Bündnis eingegangen sind. 

Das Abendmahl als Gebot 
In 3. Nephi 18:14 wird die Teilnahme am Abendmahl als Gebot gegeben. Jesus sagt: 

„Darum seid ihr gesegnet, wenn ihr meine Gebote haltet, von denen der Vater mir geboten hat, sie euch zu geben.“ 

Im Kontext des Kapitels ist eines dieser Gebote das Abendmahl, das zuvor eingeführt und den Jüngern als regelmäßige Praxis geboten wurde (Verse 6-11). Jesus stellt klar, dass das Halten seiner Gebote, einschließlich der Teilnahme am Abendmahl, eine Quelle von Segen ist. Es wird als heilige Handlung verstanden, die regelmäßig zum Gedenken an sein Opfer und zur Erneuerung der Bündnisse durchgeführt werden soll. 

Wachen und Beten 
In 3. Nephi 18:15-16 fordert Jesus seine Jünger auf, immer zu beten, und betont die Wichtigkeit des Gebets als Schutz vor Versuchung und geistiger Gefangenschaft. Diese Aufforderung, immer zu beten, ist aus mehreren Gründen bedeutsam: 

  1. Schutz vor Versuchung: Jesus erklärt, dass ständiges Gebet uns davor bewahrt, den Versuchungen des Teufels zu erliegen. Durch das Gebet bleiben wir geistig wachsam und mit Gott verbunden, was uns die Kraft gibt, Versuchungen zu widerstehen. 

  1. Kontinuierliche Beziehung zu Gott: „Immer zu beten“ bedeutet, eine ständige Beziehung zu Gott zu pflegen. Es ist nicht nur eine Pflicht, sondern eine Möglichkeit, in allen Lebenslagen Kraft, Führung und Frieden von Gott zu erhalten. 

  1. Nachahmung des Vorbilds Jesu: Jesus weist darauf hin, dass er selbst ein Beispiel für seine Jünger gesetzt hat. So wie er regelmäßig betete, sollen auch seine Nachfolger beten, um seine Nähe zu spüren und nach seinem Vorbild zu leben. 

  1. Gemeinschaftliches Gebet in der Kirche: Jesus fordert nicht nur individuelles, sondern auch gemeinschaftliches Gebet in der Kirche. Dies stärkt die Einheit der Gläubigen und vertieft das geistige Fundament der Gemeinde. 

Insgesamt betont Jesus, dass Gebet nicht nur eine spirituelle Übung, sondern ein Mittel ist, um im Glauben zu wachsen, Versuchungen zu überwinden und die Bindung zu Gott aufrechtzuerhalten. 

Im Garten Getsemani fordert Jesus Petrus, Jakobus und Johannes auch auf, zu beten und zu wachen. Diese drei Apostel begleiteten Jesus in den innersten Bereich des Gartens, während er sich zum Gebet zurückzog. 

In Matthäus 26:36-41 lesen wir, dass Jesus seine Jünger bat, mit ihm zu wachen und zu beten, um der Versuchung zu widerstehen. 

Jesus rief seine Jünger, besonders Petrus, Jakobus und Johannes, dazu auf, wachsam und im Gebet zu bleiben, um sich geistig auf die bevorstehenden Herausforderungen vorzubereiten. 

Wir alle sind aufgefordert, zu wachen und zu beten, weil diese geistigen Disziplinen für unser spirituelles Leben und unseren Schutz vor Versuchung wesentlich sind. Die Aufforderung Jesu, wie in Matthäus 26:41 ("Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt") und 3. Nephi 18:15-16 ("Ihr müsst immer wachen und beten, damit ihr nicht vom Teufel versucht werdet"), richtet sich nicht nur an seine damaligen Jünger, sondern gilt universell für alle Menschen. Dies können wir in mehreren Aspekten verstehen: 

  1. Wachsamkeit vor Versuchung: So wie die Jünger in Getsemani körperlich müde und unachtsam wurden, sind auch wir geistig gefährdet, wenn wir nicht wachsam bleiben. Jesus lehrt, dass Gebet uns geistig wachhält, damit wir nicht den Versuchungen nachgeben, die uns vom richtigen Weg abbringen könnten. 

  1. Stärkung unserer Beziehung zu Gott: Durch regelmäßiges Gebet pflegen wir eine tiefe und anhaltende Verbindung zu Gott. Diese Nähe stärkt uns und gibt uns Orientierung in Zeiten der Unsicherheit, Zweifel und Versuchung. Wie Jesus selbst zeigt, ist Gebet nicht nur eine Pflicht, sondern eine Quelle der Kraft und des Trostes. 

  1. Achtsamkeit und geistige Vorbereitung: „Wachen“ bedeutet, geistig vorbereitet zu sein, achtsam durch das Leben zu gehen und die Zeichen der Zeit zu erkennen. Es erinnert uns daran, wachsam gegenüber den Herausforderungen der Welt zu bleiben und uns auf die Wiederkunft Christi vorzubereiten. 

  1. Vorbild Christi nachfolgen: Jesus selbst war ein Vorbild im Gebet, wie wir im Garten Getsemani sehen. Er zeigt uns, dass auch in den schwierigsten Momenten des Lebens, wie in seinem Fall vor der Kreuzigung, das Gebet eine notwendige Stütze ist. 

  1. Schutz vor geistiger Trägheit: Wachen und Beten schützt uns vor geistiger Trägheit und Selbstzufriedenheit. Indem wir wachsam bleiben, können wir erkennen, wo wir uns spirituell verbessern müssen und wie wir auf die täglichen Herausforderungen besser reagieren können. 

Zusammengefasst fordert uns Jesus auf, zu wachen und zu beten, weil dies der Schlüssel ist, um geistig stark zu bleiben, Versuchungen zu widerstehen und ein Leben in enger Verbindung mit Gott zu führen. 

Lehren die wir ziehen können 

Aus 3. Nephi 18:1-16 lassen sich mehrere wichtige Verhaltenslehren für unser heutiges Leben ableiten: 

  1. Erinnerung an Christus: Die Aufforderung, immer an Christus zu denken, ist eine Einladung, unser Leben auf ihn auszurichten. Durch regelmäßige Rituale wie das Abendmahl können wir unser Denken und Handeln auf seine Lehren und sein Opfer und die Bündnisse die wir schließen durften, fokussieren. 

  1. Dankbarkeit und Demut: Das Brechen des Brotes und das Trinken des Weins (wir nehmen heute statt Wein Wasser) erinnern uns daran, dankbar für das Opfer Jesu zu sein und demütig anzuerkennen, dass wir seine Gnade und Führung brauchen. 

  1. Gehorsam und Treue: Jesus betont die Wichtigkeit, seine Gebote zu befolgen. Dies zeigt uns, dass Treue im Kleinen (wie die Teilnahme am Abendmahl) eine Ausdrucksform unseres Gehorsams ist, was auf größere Herausforderungen im Leben übertragen werden kann. 

  1. Gemeinschaft und Dienst: Die Verteilung des Brotes und Weins durch die Jünger symbolisiert den Dienst an anderen. Wir sollen bereit sein, anderen zu dienen und ihnen das zu geben, was sie geistig oder körperlich brauchen. 

  1. Beständigkeit und Gebet: Die Aufforderung, stets zu beten und zu wachen, ist eine Mahnung, geistig wachsam zu bleiben, um Versuchungen zu widerstehen. Durch Gebet und Achtsamkeit können wir uns Gott nähern und besser mit Herausforderungen umgehen. 

  1. Bauen auf den Felsen: Wer den Anweisungen Christi folgt, baut auf einem festen Fundament. Dies lehrt uns, dass Gehorsam und beständige Hingabe uns in schwierigen Zeiten standfest und stark machen. 

Diese Lehren ermutigen uns, ein Leben der Hingabe, des Dienstes und der geistigen Achtsamkeit zu führen. 

Was kannst du tun, um immer an Jesus Christus zu denken? 

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