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Glaubensansichten

Dass ihr umkehrt und euch vorbereitet, vor dem Richterstuhl Christi zu stehen

6. November 2024, 09:06am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Und ich wollte, dass ich euch Enden der Erde alle dazu bewegen könnte, dass ihr umkehrt und euch vorbereitet, vor dem Richterstuhl Christi zu stehen.“ (Mormon 3:22). 

  • In diesem Vers betont Mormon die Wichtigkeit der Umkehr und der Vorbereitung auf das göttliche Gericht durch Jesus Christus. Es ist ein Aufruf an alle Menschen, ihre Taten zu bedenken und sich auf das endgültige Gericht vorzubereiten. 

Eine Zusammenfassung von Mormon 3:1-22: 

In Mormon 3:1-22 beschreibt Mormon eine Zeit intensiver Kämpfe zwischen den Nephiten und den Lamaniten. Nach einer zehnjährigen Pause bereiten sich die Nephiten erneut auf den Krieg vor. Der Herr fordert sie durch Mormon zur Umkehr und Taufe auf, damit sie verschont werden, doch die Nephiten verhärten ihre Herzen. 

Als die Lamaniten wieder angreifen, besiegen die Nephiten sie zunächst, was sie dazu verleitet, stolz auf ihre Stärke zu werden. Sie schwören vor Gott, das Blut ihrer gefallenen Brüder zu rächen. Mormon lehnt daraufhin ab, ihr Anführer zu bleiben, da sie die Gebote Gottes missachten und stattdessen auf Rache aus sind. 

Trotz seiner Liebe und seiner Gebete für das Volk erkennt Mormon, dass es wegen seiner Sünden und Unbußfertigkeit dem Untergang geweiht ist. Er fühlt sich verpflichtet, den kommenden Untergang und das göttliche Gericht anzukündigen. Mormon richtet seinen Bericht an alle Völker der Erde, einschließlich des Überrests Israels, und erinnert daran, dass alle vor dem Richterstuhl Christi stehen und nach ihren Werken gerichtet werden müssen. Er ruft zur Umkehr auf und bezeugt, dass Jesus Christus der wahre Messias ist. 

Aufruf Mormons zur Umkehr 
Gott forderte Mormon auf, den Nephiten Umkehr zuzurufen (Vers 2). Ihre Reaktion war jedoch ablehnend. Sie ignorierten die Botschaft und begriffen nicht, dass der Herr ihnen aus Gnade noch eine Gelegenheit zur Umkehr gegeben hatte (Vers 3). Statt ihre Herzen zu erweichen und sich zu ändern, verhärteten sie ihre Herzen gegen Gott. 

Statt diese zehn Jahre der Vorbereitung auf den kommenden Krieg für geistige Umkehr und geistlichen Fortschritt zu nutzen, konzentrierten sich die Nephiten darauf, ihre Länder und Waffen für den nächsten Kampf vorzubereiten (Vers 1). Sie kümmerten sich um militärische Befestigungen und nicht um ihre geistige Erneuerung. 

Rühmen sich ihrer eigenen Kräfte 
Nach den gewonnenen Kämpfen gegen die Lamaniten im 361. und 362. Jahr (Verse 7-8) begannen die Nephiten, mit ihrer eigenen Stärke zu prahlen. Obwohl sie durch ihre militärischen Erfolge die Lamaniten besiegten und viele von ihnen töteten, schrieben sie diese Siege nicht Gott zu, sondern ihrer eigenen Macht (Vers 9). Anstatt dem Herrn für den Schutz und die Erfolge zu danken, verfielen sie in Stolz und begannen sogar, bei den Himmeln zu schwören, dass sie das Blut ihrer gefallenen Brüder rächen würden. 

Der Wunsch nach Rache 
Der Wunsch der Nephiten, das Blut ihrer Brüder zu rächen, war nicht gerechtfertigt, und das aus mehreren Gründen: 

  1. Rache gehört Gott: In Vers 15 erklärt der Herr selbst: „Die Rache ist mein, und ich werde vergelten.“ Gott verbietet den Nephiten ausdrücklich, Vergeltung zu üben. Rache ist eine göttliche Angelegenheit, und Menschen sind dazu aufgerufen, Vergebung zu praktizieren und auf Gott zu vertrauen, um für Gerechtigkeit zu sorgen. 

  1. Widerspruch zur Lehre Christi: Jesus Christus lehrte in seinem Evangelium, dass wir unsere Feinde lieben und für sie beten sollen (3. Nephi 12:44). Der Rachegedanke der Nephiten stand in direktem Gegensatz zu dieser Lehre. Anstatt Vergebung zu suchen, richteten sie ihren Zorn und Hass gegen die Lamaniten. 

  1. Verhärtung der Herzen: Der Wunsch nach Rache zeigt, dass die Nephiten ihre Herzen gegen Gott verhärtet hatten. Sie verließen sich nicht auf seine Gerechtigkeit und ignorierten seine Warnungen zur Umkehr. Stattdessen handelten sie nach ihrem Stolz und Zorn, was letztlich zu ihrem moralischen und geistigen Niedergang beitrug. 

Indem die Nephiten auf Rache aus waren, entfernten sie sich weiter von Gottes Geboten und von der Möglichkeit, spirituell zu wachsen und umzukehren. Ihre Fixierung auf Vergeltung führte sie in eine Richtung, die sie letztlich in die Zerstörung führte. 

Wie war Mormons Reaktion auf den Wunsch der Rachegelüste der Nephiten 
Mormons Reaktion auf die Rachegelüste der Nephiten war klar und entschlossen. In den Versen 10-16 lehnt er es ab, weiterhin ihr Anführer zu sein, und distanziert sich von ihrem Vorhaben: 

  1. Ablehnung seiner Führung: Als die Nephiten bei den Himmeln schworen, das Blut ihrer Brüder zu rächen (Vers 10), entschied Mormon, nicht länger ihr Anführer zu sein (Vers 11). Er zog sich bewusst zurück, weil er ihre Schlechtigkeit und ihren Hang zur Gewalt nicht unterstützen wollte. Ihr Handeln widersprach vollkommen dem Willen Gottes. 

  1. Liebe für das Volk, trotz ihrer Schlechtigkeit: Obwohl Mormon sich von ihrer militärischen Führung distanzierte, machte er deutlich, dass er die Nephiten trotz ihrer Schlechtigkeit weiterhin liebte (Vers 12). Er hatte sie viele Male im Kampf geführt und aus tiefster Liebe für sie zu Gott gebetet, doch ihr Verhalten war ein Zeichen ihrer Herzenshärte und mangelnden Glaubens. 

  1. Gehorsam gegenüber Gott: Nachdem die Nephiten beschlossen hatten, Rache zu üben, offenbarte Gott Mormon, dass die Rache allein ihm gehöre (Vers 15). Der Herr kündigte an, dass die Nephiten aufgrund ihrer Unbußfertigkeit vom Erdboden ausgetilgt werden würden. Daraufhin weigerte sich Mormon, weiterhin in den Kampf zu ziehen (Vers 16), und entschied sich, Gottes Gebot zu folgen. 

  1. Beobachterrolle und Zeugnis: Mormon erklärte, dass er nun „als müßiger Zeuge“ dastand und die Dinge beobachtete, die geschehen würden. Er nahm eine distanzierte Rolle ein und schrieb nieder, was er sah und hörte, um als Zeuge für zukünftige Generationen zu dienen (Vers 16). 

Zusammenfassend war Mormons Reaktion geprägt von moralischer Integrität, Gehorsam gegenüber Gott und Liebe für das Volk, obwohl er ihre destruktiven Entscheidungen nicht unterstützen konnte. Er distanzierte sich klar von ihrer Gewaltbereitschaft und entschied sich, Gottes Willen über menschliche Rachegelüste zu stellen. 

Was schreibt Mormon an uns heute 
In den Versen 17-22 richtet sich Mormon direkt an uns, die "Anderen" und das Haus Israel, und hinterlässt wichtige Botschaften und Lehren für alle Menschen, die zu seiner Zeit und in unserer Zeit leben. Diese Lehren sind universell und gelten bis heute: 

  1. Aufruf zur Vorbereitung: Mormon 3:17 bezieht sich auf die Sammlung Israels und der verlorenen Stämme in den letzten Tagen, also auf die heutige Zeit. Der Aufruf, sich „bereitzumachen, in das Land eures Erbteils zurückzukehren,“ weist direkt auf die prophetischen Verheißungen der Sammlung Israels hin. 
    Dieser Vers kann als ein konkreter Hinweis darauf verstanden werden, dass die Nachkommen Israels – sowohl die aus den verlorenen Stämmen als auch das Haus Israel – in den Letzten Tagen gesammelt und in ihre Erbteile zurückgeführt werden sollen. Es geht dabei um die Erfüllung der Bündnisse, die Gott mit Abraham, Isaak und Jakob geschlossen hat. 
    Mormons Aufruf zur Vorbereitung bezieht sich also auf die physische und geistige Sammlung Israels
    Physische Sammlung: Die Nachkommen Israels sollen in ihre ursprünglichen Erbländer zurückgeführt werden. Dies ist ein wichtiger Teil der Verheißungen des Herrn, die in den Letzten Tagen erfüllt werden sollen. 
    Geistige Sammlung: Die Rückkehr zu Christus durch Umkehr und Glauben, die Annahme seines Evangeliums, und die Erfüllung der Bündnisse sind zentrale Elemente der geistigen Sammlung. 

  1. Aufruf an die Zwölf Stämme Israels: In Vers 18 schreibt Mormon an die Zwölf Stämme Israels, dass sie gemäß ihren Werken von den Zwölf Aposteln, die Jesus im Land Jerusalem erwählt hat, gerichtet werden. Das betont, dass jede Tat Konsequenzen hat und dass Gerechtigkeit nach göttlichen Maßstäben erfolgen wird. 

  1. Aufruf an die Nachkommen der Nephiten: In Vers 19 schreibt Mormon an den Überrest seines Volkes, der von den Aposteln gerichtet werden wird, die Jesus bei seinem Besuch am Tempel im Land Zarahemla erwählt hat. Dies unterstreicht, dass alle Völker und alle Menschen zur Rechenschaft gezogen werden, unabhängig von ihrer Herkunft. 

  1. Jedes Individuum wird gerichtet: In Vers 20 erinnert uns Mormon daran, dass alle Menschen – jede einzelne Seele, die zur Menschheit gehört – vor dem Richterstuhl Christi stehen und nach ihren Werken gerichtet werden. Unsere guten und bösen Taten haben ewige Konsequenzen, und wir werden nach unserem Verhalten auf Erden gerichtet. 

  1. Aufruf zum Glauben an das Evangelium: Mormon fordert uns auf, an das Evangelium Jesu Christi zu glauben, das uns zur Verfügung steht (Vers 21). Besonders für die Juden, das Bundesvolk des Herrn, bezeugt er, dass Jesus, den sie gekreuzigt haben, tatsächlich der Christus ist, der wahre Gott. 

  1. Aufruf zur Umkehr: In Vers 22, der zentralen Botschaft dieses Abschnitts, ruft Mormon alle Enden der Erde zur Umkehr auf. Er möchte, dass wir uns auf das kommende Gericht vorbereiten und unsere Taten überprüfen. Das Ziel ist, vor dem Richterstuhl Christi bereit zu stehen. 

Zusammengefasst schreibt Mormon an uns heute, dass wir: 

  • Umkehren und an Christus glauben sollen. 

  • Unsere Taten in Einklang mit dem Evangelium bringen sollen, da wir eines Tages dafür gerichtet werden. 

  • Die Gnade Christi annehmen und unser Leben nach seinen Lehren ausrichten sollen, um geistig vorbereitet zu sein, wenn wir vor Gott stehen. 

Lehren die wir ziehen können 
Aus Mormon 3:1-22 können wir einige wichtige Lehren für uns heute ziehen: 

  1. Umkehr ist entscheidend: Gott gibt uns immer wieder Chancen zur Umkehr, wie er es auch den Nephiten durch Mormon angeboten hat (Vers 2). Wenn wir seine Warnungen ignorieren und unsere Herzen verhärten, wie es die Nephiten taten, können wir nicht auf seinen Schutz hoffen. 

  1. Demut statt Stolz: Die Nephiten prahlten nach ihrem militärischen Erfolg mit ihrer eigenen Stärke (Vers 9). Diese Arroganz führte sie weg von Gott. Wir sollten immer demütig bleiben und erkennen, dass unsere Erfolge und Stärken von Gott kommen. 

  1. Rache gehört dem Herrn: Die Nephiten schworen Rache für ihre gefallenen Brüder, obwohl Christus uns lehrt, friedlich und vergebend zu sein (Vers 15). Die Lehre, dass "die Rache dem Herrn gehört," erinnert uns daran, dass Vergeltung nicht unsere Aufgabe ist. Stattdessen sollten wir darauf vertrauen, dass Gott für Gerechtigkeit sorgen wird (Hebräer 10:30). 

  1. Vorbereitung auf das Gericht: Mormon betont mehrmals, dass alle Menschen vor dem Richterstuhl Christi stehen und nach ihren Werken gerichtet werden (Verse 20-22). Diese Lehre erinnert uns daran, dass wir heute leben sollen, um gut auf das Gericht Gottes vorbereitet zu sein, indem wir ein rechtschaffenes Leben führen und Christus nachfolgen. 

  1. Zeugnis von Jesus Christus: Mormon bezeugt, dass Jesus der wahre Messias ist, auch für jene, die ihn abgelehnt haben (Vers 21). Es ist eine Aufforderung, an Christus zu glauben und das Evangelium in unserem Leben zu verankern. 

Diese Lehren fordern uns auf, unser eigenes Verhalten zu überdenken, Demut zu üben, auf Gott zu vertrauen und uns ständig auf das ewige Leben vorzubereiten. 

Was meinst du, müssen wir uns vorbereiten vor den Richterstuhl Gottes zu treten, wenn ja wodurch? 

findechristus.org

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Ihr Trauern diente nicht der Umkehr wegen der Güte Gottes, sondern es war vielmehr das Trauern der Verdammten

6. November 2024, 08:46am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Aber siehe, diese meine Freude war vergeblich, denn ihr Trauern diente nicht der Umkehr wegen der Güte Gottes, sondern es war vielmehr das Trauern der Verdammten, weil der Herr es ihnen nicht immer zuließ, in der Sünde Glücklichsein zu finden.“ (Mormon 2:13). 

  • Dieser Vers verdeutlicht, dass das Volk der Nephiten nicht wirklich zur Umkehr bereit war. Ihr Trauern resultierte nicht aus echter Reue, sondern aus der Erkenntnis, dass sie in ihren Sünden kein dauerhaftes Glück mehr finden konnten. Diese fehlende aufrichtige Umkehr steht im Mittelpunkt der Probleme, die Mormon in diesem Kapitel beschreibt. 

Eine Zusammenfassung von Mormon 2:1-29: 

In Mormon 2:1-29 beschreibt Mormon, wie er in jungen Jahren, mit nur 16 Jahren, zum Anführer der Nephiten ernannt wurde. Die Nephiten befanden sich in ständigen Kriegen mit den Lamaniten, und trotz Mormons Bemühungen erlitten sie immer wieder Niederlagen. Obwohl sie sich an verschiedenen Orten wie der Stadt Angola (siehe Karte) und dem Land Joschua (siehe Karte) verteidigten, wurden sie oft von den Lamaniten verdrängt. Der moralische Verfall beider Völker, insbesondere der Nephiten, verschärfte die Gewalt und das Chaos im Land. 

Mormon schildert, dass die Nephiten zwar begannen, wegen der Verwüstungen umzukehren, aber ihre Reue nicht aufrichtig war. Sie trauerten nicht aus Dankbarkeit für die Barmherzigkeit Gottes, sondern weil sie nicht mehr in ihrer Sünde glücklich sein konnten. Sie fluchten Gott und zogen in den Krieg, obwohl ihr Geist nicht zur Umkehr bereit war. Mormon erkannte, dass die Gnadenzeit für sein Volk abgelaufen war und sie geistlich verloren waren. 

Mormon und sein Volk flohen vor den Lamaniten und befestigten die Stadt Schem (im Nordosten siehe Karte). Obwohl die Nephiten zeitweise Widerstand leisteten und Erfolge erzielten, bemerkte Mormon, dass der Geist des Herrn nicht mehr mit ihnen war, weshalb sie zunehmend schwächer wurden. Schließlich wurde ein Friedensvertrag mit den Lamaniten geschlossen, der das Land in nördliche und südliche Gebiete aufteilte. 

Was hat es mit dem „Kummer der Verdammten“ auf sich 
In Mormon 2:13 beschreibt Mormon den Zustand der Nephiten, die zwar klagen und trauern, aber nicht aufgrund echter Reue oder des Wunsches, zu Gott zurückzukehren. Stattdessen handelt es sich um das, was er den „Kummer der Verdammten“ nennt, weil sie nicht mehr in ihrer Sünde glücklich sein konnten. 

Dieser Ausdruck "Kummer der Verdammten" bedeutet: 

  1. Kein aufrichtiger Wunsch zur Umkehr: Die Nephiten bereuen nicht ihre Sünden oder fühlen Trauer, weil sie Gottes Gebote verletzt haben. Ihr Kummer ist oberflächlich und selbstbezogen. Sie sind unglücklich, weil sie die Konsequenzen ihrer Sünden erleiden, aber nicht bereit, ihr Verhalten zu ändern oder ihre Herzen wirklich zu Gott zu wenden. 

  1. Trauer über den Verlust von weltlichem Vergnügen: Anstatt über die Trennung von Gott zu trauern, beklagen sie, dass sie die Freuden, die sie einst in ihrem sündigen Leben genossen haben, nicht mehr erleben können. Sie suchen nach Glück in Sünde und empfinden Kummer, weil sie dieses sündige Glück nicht aufrechterhalten können. Ihr Trauern ist nicht spirituell, sondern weltlich motiviert. 

  1. Verhärtung des Herzens: Die Nephiten zeigen in ihrem Trauern keine Zeichen echter Reue oder Demut. Sie sind nicht bereit, zu Gott umzukehren, sondern verharren in ihrer Rebellion. Ihr Kummer führt nicht zu einem gebrochenen Herzen und zerknirschten Geist (3 Ne 9:20; LuB 59:8), sondern zur weiteren Entfernung von Gott. 

Für uns bedeutet dieser Ausdruck eine Warnung vor oberflächlicher „Reue“. Wenn unser Bedauern nur aus den negativen Konsequenzen unserer Handlungen resultiert, ohne den Wunsch, uns wirklich zu ändern und Gott näherzukommen, erleben wir den „Kummer der Verdammten“. Wahre Umkehr erfordert nicht nur das Bedauern über das, was wir verloren haben, sondern auch den aufrichtigen Wunsch, unsere Beziehung zu Gott zu heilen. 

Was ist darunter zu verstehen, dass “der Tag der Gnade” für sie vorüber war 
In Mormon 2:15 beschreibt Mormon, dass der „Tag der Gnade“ für die Nephiten sowohl „zeitlich als auch geistig“ vorüber war. Das bedeutet, dass die Zeit, in der sie noch die Möglichkeit hatten, umzukehren und Gottes Gnade zu empfangen, abgelaufen war. Hier sind einige wichtige Aspekte dieses Ausdrucks: 

  1. Gnadenzeit endet durch anhaltende Sünde: Die Nephiten hatten über einen langen Zeitraum wiederholt die Gelegenheit zur Umkehr, aber sie hatten diese immer wieder abgelehnt. Trotz zahlreicher Warnungen und Bestrafungen durch Kriege und Zerstörung verharrten sie in ihrer Sünde. Irgendwann wurde ihre Unempfänglichkeit für Umkehr so groß, dass sie sich geistlich von Gott abwandten und verhärteten. Dies führte dazu, dass keines Falls mehr auf die Gnade Gottes hoffen konnten. 

  1. Das Verlassen der göttlichen Einladung: Gottes Gnade wird denen zuteil, die bereit sind, sie zu empfangen und durch Umkehr und Glauben an Christus ihr Leben zu ändern. Die Nephiten hatten diese Einladung zur Umkehr abgelehnt, und mit der Zeit verließen sie diesen Zustand der Gnade so weit, dass sie für den Einfluss des Heiligen Geistes nicht mehr offen waren. Ihr Herz war verhärtet, und sie wollten nicht mehr zu Gott zurückkehren. In dieser Hinsicht war die Gelegenheit, wieder in den Zustand göttlicher Gnade zu treten, vorüber. 

  1. Zeitliche und geistige Konsequenzen: Mormon erwähnt, dass die Gnadenzeit sowohl „zeitlich als auch geistig“ vorüber war. „Zeitlich“ bedeutet, dass sie in ihrem irdischen Leben von schrecklichem Leid und Zerstörung heimgesucht wurden, weil sie sich von Gottes Schutz abwandten. „Geistig“ bedeutet, dass sie in einem Zustand der Rebellion gegen Gott verharrten, was dazu führte, dass sie die Fähigkeit verloren, Erlösung zu erlangen, wenn sie nicht umkehrten. 

  1. Eine Warnung vor der Verhärtung des Herzens: Der „Tag der Gnade“ endet nicht, weil Gott sie willkürlich aufgibt, sondern weil das Volk sein Herz so sehr verhärtet hat, dass es nicht mehr in der Lage ist, Gottes Gnade zu empfangen. Für uns ist das eine ernste Warnung: Wenn wir fortwährend Sünde wählen und die Einladung zur Umkehr ablehnen, könnten wir uns selbst in einen Zustand bringen, in dem unser Herz zu verhärtet ist, um zu Gott zurückzukehren. 

Gottes Gnade ist immer verfügbar, aber sie erfordert unsere Bereitschaft zur Umkehr. Wenn wir uns bewusst und fortgesetzt von Gott abwenden, können wir die Fähigkeit verlieren, seine Gnade zu empfangen. Es ist daher wichtig, auf die Einladungen Gottes zu hören und die Umkehr nicht hinauszuzögern. 

Was hat es Besonderes mit dem Land und der Stadt Jaschon auf sich 
In Mormon 2:16-18 spielt das Land und die Stadt Jaschon eine besondere Rolle, da sie mit der Aufbewahrung der heiligen Aufzeichnungen und der Geschichte des Nephitenvolkes verbunden sind. Hier sind die wichtigsten Punkte dazu: 

  1. Ort der Aufzeichnungen: Das Land Jaschon ist in der Nähe des Ortes, an dem Ammaron, ein früherer Hüter der heiligen Aufzeichnungen, diese für den Herrn verwahrt hatte. Diese Aufzeichnungen waren entscheidend, weil sie die Geschichte des Volkes Nephi, ihre Prophezeiungen und ihre geistigen Lehren enthielten. Sie dienten als heiliges Erbe und Zeugnis des Bundes zwischen Gott und dem Volk Nephi. 

  1. Mormon wird Hüter der Aufzeichnungen: Als Mormon an diesen Ort kam, nahm er die Platten Nephis, gemäß dem Auftrag, den Ammaron ihm in seiner Jugend gegeben hatte (Mormon 1:2-4). Ammaron hatte ihn angewiesen, die Aufzeichnungen zu bewahren und fortzusetzen, wenn er das nötige Alter und Wissen erreicht hätte. In diesen Versen beschreibt Mormon, wie er die Platten an sich nahm und mit dem Bericht der Geschichte seines Volkes fortfuhr. 

  1. Symbolische Bedeutung: Das Land Jaschon wird zum Schauplatz einer symbolisch wichtigen Handlung: Die Übernahme der Aufzeichnungen zeigt Mormons Verantwortung als Prophet und Geschichtsschreiber. Es hebt seine Aufgabe hervor, die Geschichte seines Volkes nicht nur für die damalige Zeit, sondern auch für zukünftige Generationen aufzuzeichnen. Diese Schriften sollten den zukünftigen Nachkommen Zeugnis von der Macht Gottes und der Konsequenzen von Ungehorsam geben. 

  1. Zeichen des Untergangs des Volkes: Die Tatsache, dass Mormon gezwungen war, die Aufzeichnungen zu holen, während das Volk Nephi in Kriege und moralischen Verfall verwickelt war, verstärkt die Tragik der Situation. Die Aufzeichnungen, die einst die geistige Stärke des Volkes dokumentierten, wurden nun in einer Zeit tiefster Dekadenz des Volkes geführt. Mormon beschreibt, dass es ihm schwerfällt, all die Gräuel zu dokumentieren, weil sie ihn sehr schmerzen. 

Zusammengefasst ist Jaschon nicht nur ein geografischer Ort, sondern auch ein zentraler Punkt in Mormons geistiger Mission als Hüter der Geschichte seines Volkes. Es steht symbolisch für den Übergang vom Erhalt des heiligen Wissens zu dessen Überlieferung in einer Zeit großer Dunkelheit und Verzweiflung. 

Doch ich weiß, ich werde am letzten Tag emporgehoben werden 
Vers 19 drückt Mormons tiefen Kummer über die Schlechtigkeit seines Volkes aus, das sich in Sünde und Verfall verstrickt hat. Gleichzeitig zeigt er seine persönliche Zuversicht und Hoffnung auf die Auferstehung und das ewige Leben. Der Ausdruck „emporgehoben werden“ hat in diesem Kontext mehrere Bedeutungen, die mit den Lehren der Heiligen Schriften übereinstimmen: 

1. Hoffnung auf Auferstehung: 
Mormon vertraut darauf, dass er trotz all der Traurigkeit und des Kummers, den er in seinem Leben erlebt, bei der Auferstehung der Gerechten am „letzten Tag“ wieder emporgehoben wird. Diese Hoffnung ist ein zentraler Bestandteil der christlichen Lehre, besonders im Buch Mormon. Diejenigen, die in Treue ausharren und ihren Glauben an Christus bewahren, werden bei der Auferstehung in Herrlichkeit emporgehoben, um bei Gott zu leben (Alma 40:23). 

Mormon zeigt, dass er trotz des moralischen Verfalls und der Zerstörung seines Volkes fest an die Verheißungen Gottes glaubt. Er weiß, dass sein persönliches Leben in Rechtschaffenheit und sein treuer Dienst Gott ihm die Segnungen des ewigen Lebens bringen werden. 

2. Überwindung von irdischem Leid: 
Mormon erlebt tiefe Trauer und Kummer über das Volk, das sich weigert, zu Gott zurückzukehren. Trotzdem hält er an seiner Hoffnung auf geistige Erhöhung fest. „Emporgehoben werden“ bedeutet hier auch, dass er durch seinen Glauben an Christus über die Herausforderungen und das Leid der Sterblichkeit hinausblickt. Trotz all der Widrigkeiten auf der Erde vertraut er darauf, dass Gott ihn in ein besseres Leben, nämlich das ewige Leben, „emporheben“ wird. 

3. Bestätigung seines prophetischen Auftrags: 
Mormon erkennt auch, dass er eine wichtige Aufgabe als Prophet und Hüter der heiligen Schriften erfüllt. Durch seinen Dienst bleibt das Zeugnis von Gott und seinen Wegen für zukünftige Generationen erhalten. Dieses Werk der Bewahrung und Weitergabe von Gottes Wort wird am letzten Tag anerkannt werden, und er wird dafür „emporgehoben“, als ein treuer Diener, der die Aufgaben Gottes erfüllt hat. 

4. Treue trotz Widrigkeiten: 
Der Ausdruck „emporgehoben werden“ erinnert auch daran, dass diejenigen, die Gott treu bleiben, trotz aller Widrigkeiten eine Belohnung erhalten werden. Mormon hat sich entschieden, Gott zu dienen, auch wenn sein Volk geistig verloren ist. Seine Hoffnung auf „emporgehoben werden“ spiegelt seine Gewissheit wider, dass seine Treue und Ausdauer nicht umsonst sind. 

Fazit: 
„Emporgehoben werden“ in diesem Vers bezieht sich auf Mormons Vertrauen in die Auferstehung, das ewige Leben und die geistige Belohnung für seine Treue gegenüber Gott. Trotz des Leids und der Verzweiflung, die er wegen der Schlechtigkeit seines Volkes empfindet, weiß er, dass Gott ihn am letzten Tag für seine Rechtschaffenheit erhöhen wird. Es ist ein Ausdruck des Glaubens an die Erlösung durch Jesus Christus und die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod in der Gegenwart Gottes. 

Lehren die wir ziehen können 
Aus Mormon 2:1-29 können wir mehrere wichtige Lehren für unser eigenes Leben ziehen: 

  1. Aufrichtige Umkehr: Die Nephiten trauerten nicht aus wahrer Reue, sondern weil sie in ihren Sünden nicht mehr glücklich waren. Dies zeigt, dass Umkehr mehr ist als das Bedauern der Folgen von Sünden; sie muss aus einem reuigen Herzen und dem Wunsch kommen, Gott folgen zu wollen. Für uns bedeutet das, dass wir ehrlich zu uns selbst sein müssen, wenn wir Fehler machen, und nicht nur die negativen Konsequenzen bedauern, sondern uns wirklich bemühen sollten, unser Leben zu ändern. 

  1. Das Verhärten des Herzens führt zum Verlust des Geistes: Mormon beschreibt, wie der Geist des Herrn nicht mehr mit den Nephiten war, weil sie in ihrer Schlechtigkeit verharrten. Diese Lehre zeigt, dass das Verharren in Sünde und das Ablehnen göttlicher Prinzipien uns vom Einfluss des Heiligen Geistes trennen kann. Für unser Leben bedeutet das, dass wir auf den Zustand unseres Herzens achten sollten, um offen für die Führung des Geistes zu bleiben. 

  1. Gnade und Barmherzigkeit haben Grenzen: Mormon erkennt, dass der Tag der Gnade für die Nephiten vorüber war, weil sie fortwährend in Rebellion gegen Gott lebten. Das zeigt, dass es wichtig ist, die Einladung zur Umkehr und zum Wandel nicht zu verschieben, da es eine Zeit geben kann, in der unsere Herzen so verhärtet sind, dass wir die Gnade Gottes nicht mehr annehmen können. Für uns bedeutet das, dass wir uns bemühen sollten, die Umkehr und die Einladung Gottes zur Veränderung ernst zu nehmen. 

  1. Wahre Freude kommt von Gott: Die Nephiten suchten nach Glück in Sünde, doch dieses Glück war kurzlebig und führte letztlich zu mehr Leid. Echte, dauerhafte Freude kommt von der Entscheidung, auf Gottes Wegen zu wandeln. Wir sollten uns daran erinnern, dass das Streben nach weltlichem Vergnügen ohne Gottes Beistand uns nicht das wahre Glück bringen kann. 

Diese Lehren laden uns dazu ein, regelmäßig unser eigenes Verhalten zu reflektieren, Demut zu üben und bewusst die Nähe Gottes zu suchen. 

Was verstehst du unter dem “Trauern der Verdammten”? 

findechristus.org

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Das Wirken von Wundertaten und Heilungen hörte auf

6. November 2024, 08:20am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Aber die Schlechtigkeit nahm im ganzen Land überhand, so sehr, dass der Herr seine geliebten Jünger hinwegnahm, und das Wirken von Wundertaten und Heilungen hörte wegen des Übeltuns des Volkes auf.“ (Mormon 1:13). 

  • Dieser Vers hebt die zentrale Botschaft des Kapitels hervor: Wenn das Volk sündig und ungehorsam ist, zieht sich der Herr zurück, und seine Segnungen – wie Wundertaten, Heilungen und der Heilige Geist – hören auf. Es unterstreicht, wie Schlechtigkeit den Verlust göttlicher Segnungen und den spirituellen Niedergang zur Folge hat. 

Eine Zusammenfassung von Mormon 1:1-19: 

In Mormon 1:1-19 beschreibt Mormon, wie er als Kind (ungefähr 10 Jahre alt) von Ammaron angesprochen wurde, der ihm auftrug, im Alter von 24 Jahren die heiligen Aufzeichnungen der Nephiten aus einem Hügel namens Schim (siehe Karte im Nordosten) zu holen und die Geschichte seines Volkes weiterzuführen. Mit elf Jahren zog Mormon mit seinem Vater nach Zarahemla (siehe Karte), einem großen und bevölkerten Land. Zu dieser Zeit begannen Kriege zwischen den Nephiten und den Lamaniten, wobei die Nephiten einige Siege errangen und vier Jahre Frieden herrschte. 

Trotz des Friedens breitete sich die Schlechtigkeit im Land aus. Der Herr nahm seine geliebten Jünger (3 Nephi 28:2,12) hinweg, und Wundertaten sowie der Einfluss des Heiligen Geistes hörten aufgrund der Sünden des Volkes auf. Mit 15 Jahren wurde Mormon vom Herrn besucht und erkannte die Güte Jesu, doch es wurde ihm verboten, dem Volk zu predigen, weil es sich bewusst gegen Gott auflehnte. Das Land wurde wegen der Herzenshärte des Volkes verflucht, und Gadianton-Räuber und böse Praktiken wie Zauberei und Magie breiteten sich aus, sodass die Prophezeiungen von Abinadi und Samuel dem Lamaniten erfüllt wurden. 

 
Ammaron gibt Mormon in Mormon 1:2-4 klare Anweisungen bezüglich der heiligen Aufzeichnungen

  1. Beobachten und merken: Ammaron sagt zu Mormon, dass er ein „ernsthaftes Kind“ sei, das „schnell im Beobachten“ ist. Er ermutigt Mormon, das Volk und dessen Taten aufmerksam zu beobachten und sich zu merken, was geschieht. 

  1. Zugriff auf die Aufzeichnungen im richtigen Alter: Ammaron instruiert Mormon, sich an seine Worte zu erinnern und mit 24 Jahren in das Land Antum zu gehen. Dort soll er zu einem Hügel namens Schim gehen, wo Ammaron die heiligen Gravierungen für den Herrn verborgen hat. 

  1. Verwahrung und Verwendung der Platten: Mormon soll nur die Platten Nephis an sich nehmen, die übrigen Aufzeichnungen jedoch an Ort und Stelle lassen. Auf den Platten Nephis soll er alles eingravieren, was er über das Volk beobachtet hat. 

Diese Anweisungen betonen die Wichtigkeit der heiligen Aufzeichnungen und Mormons Verantwortung, die Geschichte seines Volkes korrekt zu dokumentieren und die geistigen Wahrheiten für zukünftige Generationen zu bewahren. 

Dass der Herr seine drei Jünger aus dem Land wegnahm (Mormon 1:13) enthält wichtige Lehren für uns heute

  1. Der Einfluss Gottes zieht sich bei Schlechtigkeit zurück: Die Jünger Jesu symbolisieren Gottes Gegenwart und Einfluss unter dem Volk. Ihr Weggang zeigt, dass der Herr sich von denen zurückzieht, die ihn bewusst ablehnen und in Sünde verharren. Daraus können wir lernen, dass die ständige Anwesenheit des Heiligen Geistes und die Segnungen Gottes von unserer Bereitschaft abhängen, seine Gebote zu halten und in Rechtschaffenheit zu leben. 

  1. Segen und Führung sind an Gehorsam gebunden: Das Volk verlor die geistige Führung und den Segen der Jünger, weil es sich in Übeltun verstrickt hatte. Diese Situation erinnert uns daran, dass wir durch Ungehorsam oder absichtliche Rebellion geistige Segnungen verlieren können. Es motiviert uns, nach Gehorsam und persönlicher Rechtschaffenheit zu streben, um den Einfluss des Herrn in unserem Leben zu bewahren. 

  1. Aufrichtige Umkehr ist notwendig, um Gottes Gegenwart zu spüren: Der Weggang der Jünger zeigt, dass es Zeiten gibt, in denen das Volk zuerst umkehren muss, bevor der Herr wieder mit ihnen wirken kann. Auch in unserem Leben ist es wichtig, regelmäßig Umkehr zu üben, um die Nähe Gottes zu erhalten und seine Führung zu spüren. 

  1. Gottes Barmherzigkeit trotz Urteil: Obwohl der Herr seine Jünger wegnimmt, um das sündige Volk nicht mehr zu segnen, zeigt diese Handlung auch seine Barmherzigkeit: Gott zieht sich zurück, um die Menschen zu warnen und ihnen eine Chance zur Umkehr zu geben. Wenn wir merken, dass wir uns von Gott entfernt haben, ist das eine Einladung, umzukehren und wieder zu ihm zu finden. 

Insgesamt erinnert uns diese Handlung des Herrn daran, wie wichtig es ist, Gott in unser Leben einzuladen und durch Gehorsam, Glauben und Umkehr seine Führung und Segnungen zu empfangen. 

Mormon durfte dem Volk das Evangelium des Herrn nicht predigen, weil es sich bewusst und vorsätzlich gegen Gott aufgelehnt hatte. In Mormon 1:16 heißt es: 

„... aber der Mund wurde mir verschlossen, und es wurde mir verboten, ihm zu predigen; denn siehe, es hatte sich vorsätzlich gegen seinen Gott aufgelehnt...“ 

Es gibt mehrere Gründe, weshalb Mormon das Volk nicht lehren durfte: 

  1. Vorsätzliche Auflehnung gegen Gott: Das Volk hatte sich absichtlich von Gott abgewandt. Es war nicht nur ein Verfall aus Unwissenheit oder Nachlässigkeit, sondern eine bewusste Entscheidung, sich gegen die Gebote Gottes zu stellen. Der Herr wusste, dass ihre Herzen so verhärtet waren, dass sie nicht auf die Botschaft des Evangeliums hören würden. 

  1. Herzenshärte und Unbußfertigkeit: Wegen ihrer Herzenshärte war es ihnen unmöglich, die Lehre des Evangeliums anzunehmen. Sie waren nicht bereit, sich zu ändern oder Umkehr zu üben, weshalb weitere Belehrungen vergeblich gewesen wären. Wenn Menschen geistig nicht offen sind, können sie das Evangelium nicht empfangen. 

  1. Schutz der Heiligkeit des Evangeliums: Gott schützt seine heiligen Wahrheiten und lässt nicht zu, dass sie vor Menschen verkündet werden, die sie mit Verachtung behandeln würden. Das Predigen in einer solchen Situation hätte nur zu mehr Verhärtung und möglicherweise zu Spott geführt. 

  1. Zeitpunkt für Umkehr war vorbei: An einem bestimmten Punkt kann der Herr entscheiden, dass eine Nation oder ein Volk ihre Chance zur Umkehr verpasst hat. Die Menschen haben so lange gesündigt, dass sie nicht mehr empfänglich für geistige Ermahnung sind. 

Aus dieser Situation können wir lernen, dass unser geistiger Zustand und unsere Offenheit für die Wahrheit entscheidend sind, um das Evangelium empfangen und verstehen zu können. Wenn wir uns bewusst gegen Gott entscheiden und unsere Herzen verhärten, kann es Zeiten geben, in denen der Herr uns nicht mehr predigen lässt, weil wir nicht bereit sind zuzuhören. Es ist also wichtig, immer ein williges Herz zu haben und offen für geistige Eingebungen zu bleiben. 

Schlüpfrige Schätze (Mormon 1:18) 
In den Heiligen Schriften gibt es mehrere Beispiele und Lehren, die die Idee unterstützen, dass materielle Schätze oder Reichtum „schlüpfrig“ oder vergänglich sind. Hier sind einige relevante Stellen: 

  1. Alma 39:10-14: In diesem Abschnitt spricht Alma zu seinem Sohn Korianton und warnt ihn vor den Gefahren von Reichtum und Lastern. Er betont, dass das Streben nach irdischem Reichtum und materiellem Besitz zu geistiger Blindheit führen kann und die Seelen der Menschen gefährdet. 

  1. Matthäus 6:19-21: Jesus lehrt, dass wir uns nicht Schätze auf der Erde sammeln sollen, die durch Motten und Rost verderben, sondern Schätze im Himmel, wo sie sicher sind. Hier wird deutlich, dass irdische Schätze vergänglich sind und nicht den wahren Wert besitzen. 

  1. Jakob 2:18-19: Jakob warnt vor dem Streben nach Reichtum und sagt, dass die Menschen oft in die Irre geführt werden, wenn sie sich nur auf materielle Dinge konzentrieren. Dies kann dazu führen, dass sie den Geist Gottes und die ewigen Segnungen verlieren. Allerdings, wenn wir mit der Motivation nach Reichtum trachten, Gutes zu tun.  

  1. Mosia 4:30: König Benjamin lehrt, dass wir darauf achten sollen, dass unser Herz nicht verführt wird, um die irdischen Dinge zu lieben, und dass wir stets nach dem Guten streben sollen, um unseren geistigen Fortschritt nicht zu gefährden. 

  1. 1. Timotheus 6:9-10: Paulus warnt die Gläubigen davor, dass die Liebe zum Geld eine Wurzel aller Übel ist und dass viele, die nach Reichtum streben, vom Glauben abirren und sich selbst viele Schmerzen bereiten. 

  1. Sprüche 23:4-5: Diese Verse warnen davor, sich übermäßig um Reichtum zu bemühen, da er schnell vergänglich ist. Reichtum ist wie ein Vogel, der davonfliegt, sobald man glaubt, ihn festhalten zu können. Sie betonen die Vergänglichkeit von materiellen Gütern und raten zur Weisheit, sich nicht zu sehr auf den Erwerb von Reichtum zu konzentrieren. 

  1. Sprüche 21:6: Hier wird gewarnt, dass der Versuch, Reichtum durch Unehrlichkeit zu erlangen, letztlich nutzlos und gefährlich ist. Es ist wie das Jagen nach Wind – eine sinnlose Anstrengung. Solches Verhalten führt zu moralischer und geistiger Zerstörung. 

Diese Beispiele verdeutlichen, dass materielle Schätze und irdischer Reichtum uns oft von dem ablenken können, was im Leben wirklich zählt – unsere Beziehung zu Gott und unser geistiges Wohl. Sie lehren uns, dass wahre Sicherheit und Frieden nicht in materiellen Dingen zu finden sind, sondern in einem Leben, das dem Herrn und seinen Geboten gewidmet ist. 

Lehren die wir ziehen können 
Mormon 1:1-19 enthält mehrere wichtige Lehren, die auch für die heutige Zeit relevant sind: 

  1. Gehorsam und Verantwortung: Mormon wird von Ammaron schon in jungen Jahren eine wichtige Verantwortung übertragen, die er bereitwillig annimmt. Dies zeigt, dass der Herr auch junge Menschen mit bedeutenden Aufgaben betrauen kann, wenn sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Heutzutage können wir daraus lernen, dass wir uns schon in jungen Jahren auf den Herrn vorbereiten und ihm dienen können. 

  1. Achtsamkeit und geistige Wachsamkeit: Ammaron erkennt, dass Mormon ein „ernsthaftes Kind“ ist, das schnell beobachtet. Diese Eigenschaft ist wertvoll, da sie uns hilft, geistige und moralische Entwicklungen in unserer Umgebung wahrzunehmen. In unserer Zeit sollten wir ebenfalls aufmerksam sein, sowohl gegenüber dem Wirken Gottes als auch gegenüber Gefahren und Versuchungen, die uns ablenken können. 

  1. Die Folgen von Schlechtigkeit und Unglauben: In den Jahren nach dem Krieg verschlechtert sich der geistige Zustand des Volkes. Der Herr zieht seinen Geist zurück, Wunder hören auf, und das Land wird verflucht. Diese Ereignisse erinnern uns daran, dass Schlechtigkeit und Unglauben den Einfluss Gottes in unserem Leben mindern können. Heutzutage ist es wichtig, aufrichtig zu bleiben und die Gebote zu halten, um den Segen des Heiligen Geistes zu empfangen. 

  1. Das Zeugnis von Jesus Christus: Obwohl Mormon noch sehr jung ist, wird er vom Herrn besucht und erfährt persönlich von der Güte Jesu. Dies zeigt, dass jeder, unabhängig vom Alter, eine persönliche Beziehung zu Christus aufbauen kann. Es ermutigt uns heute, den Herrn zu suchen und aufrichtig nach einem eigenen Zeugnis seiner Liebe und Güte zu streben. 

  1. Warnung vor Sünde und Rebellion: Das Volk Mormons lehnt sich bewusst gegen Gott auf, was zu geistigem und physischem Niedergang führt. Diese Geschichte dient als Mahnung, dass absichtliche Sünde und Rebellion ernste Konsequenzen haben, nicht nur individuell, sondern auch kollektiv. Es ist eine Einladung, unser Herz nicht zu verhärten, sondern auf die Warnungen Gottes zu hören und Buße zu tun. 

  1. Die Erfüllung von Prophezeiungen: Die bösen Taten des Volkes erfüllen die Prophezeiungen von Abinadi und Samuel, dem Lamaniten. Dies lehrt uns, dass Gottes Worte sich erfüllen, auch wenn es Zeit braucht. Heute sollten wir den Worten der Propheten Vertrauen schenken und erkennen, dass Gottes Versprechen und Warnungen immer eintreffen werden. 

Insgesamt zeigt Mormon 1:1-19, wie wichtig es ist, treu und aufmerksam zu bleiben, Gottes Gebote zu halten und den Einfluss des Heiligen Geistes zu schätzen, um den Herausforderungen und Versuchungen der Welt entgegenzutreten. 

Was ist deiner Meinung nach der Grund dafür, dass Wundertaten nicht geschehen? 

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Und sie schlugen auf das Volk Jesu ein, aber das Volk Jesu schlug nicht zurück

5. November 2024, 15:42pm

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

"Doch verhärtete das Volk sein Herz, denn es wurde von vielen Priestern und falschen Propheten angeleitet, viele Kirchen zu errichten und allerart Übles zu tun. Und sie schlugen auf das Volk Jesu ein, aber das Volk Jesu schlug nicht zurück. Und so verfiel das Volk in Unglauben und Schlechtigkeit, von Jahr zu Jahr, ja, bis zweihundertdreißig Jahre vergangen waren." (4. Nephi 1:34). 

  • Dieser Vers fasst den fortschreitenden Niedergang des Volkes zusammen, das durch Stolz und falsche Lehren verführt wurde und dadurch in Schlechtigkeit und Unglauben verfiel. Gleichzeitig zeigt er das standhafte Verhalten des Volkes Jesu, das sich trotz der Verfolgung nicht revanchierte. Diese Botschaft warnt vor dem Einfluss von Stolz und falschen Propheten und betont die Bedeutung von Standhaftigkeit im Glauben. 

Eine Zusammenfassung von 4. Nephi 1:23-49: 

In den Versen 23-49 von 4. Nephi 1 wird der fortschreitende Niedergang des Volkes beschrieben, das zuvor eine lange Zeit des Friedens und Wohlstands erlebt hatte. 

Zunächst vermehrte sich das Volk und wurde wegen seines Glaubens an Christus sehr wohlhabend (Vers 23). Doch im Jahr 201 nach Christi Geburt begann sich das Volk im Stolz zu überheben, indem es kostbare Gewänder und luxuriöse Dinge trug. Dies führte dazu, dass sie ihre Güter nicht mehr miteinander teilten, sondern sich in Klassen aufteilten (Verse 24-25). Sie begannen, Kirchen zu errichten, um Gewinn zu erzielen, und leugneten die wahre Kirche Christi. Viele von ihnen behaupteten, Christus zu kennen, leugneten jedoch den Großteil seines Evangeliums und fielen in Schlechtigkeit (Verse 26-28). Eine andere Gruppe leugnete Christus ganz und verfolgte die wahre Kirche Christi (Verse 29-30). Trotz vieler Wunder, die durch die Jünger Jesu bewirkt wurden, verhärteten die Menschen ihr Herz und lehnten sich weiterhin gegen das Evangelium auf (Verse 31-34). 

Im Jahr 231 kam es zu einer großen Spaltung im Volk. Diejenigen, die Christus treu blieben, wurden Nephiten, Jakobiten, Josephiten und Zoramiten genannt, während diejenigen, die das Evangelium verwarfen, sich Lamaniten, Lemueliten und Ischmaeliten nannten und ihren Kindern beibrachten, das Evangelium abzulehnen und die Kinder Gottes zu hassen (Verse 35-39). Der schlechtere Teil des Volkes wurde zahlenmäßig stärker als das Volk Gottes, und sie schmückten weiterhin ihre Kirchen mit Reichtümern (Verse 40-41). Sie begannen auch, die geheimen Bünde und Verbindungen der Gadiantonräuber wiederherzustellen (Vers 42). Auch das Volk Nephi fiel in Stolz und Eitelkeit (Vers 43), was die Jünger Jesu tief betrübte (Vers 44). 

Nach 300 Jahren war sowohl das Volk der Nephiten als auch das der Lamaniten äußerst verdorben (Vers 45). Die Gadiantonräuber breiteten sich aus, und außer den Jüngern Jesu gab es kaum noch Rechtschaffene (Vers 46). Schließlich starb Amos nach 305 Jahren und sein Bruder Ammaron übernahm den Bericht (Vers 47). Im Jahr 320 wurde Ammaron vom Heiligen Geist gedrängt, die heiligen Aufzeichnungen zu verbergen, damit sie zu einem späteren Zeitpunkt zu den Nachkommen des Hauses Jakob zurückkehren könnten (Verse 48-49). Dies markierte das Ende von Ammarons Bericht. 

Zusammengefasst schildern diese Verse den allmählichen moralischen und geistigen Verfall des Volkes, das einst ein Beispiel für Rechtschaffenheit und Frieden war, nun aber in Stolz, Schlechtigkeit und Spaltung verfiel. 

Was hat es mit den Kirchen auf sich, die sie gründeten 
In 4. Nephi 1:26-27 wird beschrieben, dass das Volk begann, Kirchen zu gründen, die vorgaben, Christus zu kennen, aber in Wirklichkeit vom wahren Evangelium abwichen. Hier sind einige wichtige Aspekte dieser Kirchen: 

  1. Sie entstanden aus Stolz und Gewinnstreben: Die Kirchen wurden gegründet, um Gewinn zu erlangen, was zeigt, dass sie aus weltlichen Motiven heraus entstanden waren. Sie suchten nicht nach spiritueller Wahrheit oder nach dem Willen Gottes, sondern verfolgten egoistische Ziele wie materiellen Reichtum und soziale Macht. 

  1. Leugnung des wahren Evangeliums: Obwohl diese Kirchen vorgaben, Christus zu kennen, leugneten sie den "größeren Teil seines Evangeliums". Das bedeutet, dass sie zwar Teile der christlichen Lehre übernahmen, aber wesentliche Elemente des wahren Evangeliums, wie das Sühnopfer und die göttlichen Gebote, ignorierten oder verdrehten. 

  1. Annahme von Schlechtigkeit: Diese Kirchen ließen Schlechtigkeit und falsche Praktiken zu, sogar das, was heilig war, gaben sie an Unwürdige weiter. Das deutet darauf hin, dass moralische und ethische Standards verfälscht und heruntergesetzt wurden, um ihre eigenen Interessen zu fördern. 

  1. Verführung durch Satan: In Vers 28 wird erwähnt, dass die Menschen wegen der Macht des Satans und ihres Übeltuns in diese falschen Kirchen gezogen wurden. Satan nutzte ihren Stolz und ihre Begierden, um sie von der wahren Kirche und dem Evangelium Christi wegzuführen. 

  1. Zunahme der Schlechtigkeit: Diese Kirchen wuchsen zahlenmäßig stark an, was darauf hindeutet, dass viele Menschen von diesen verfälschten Lehren angezogen wurden. Die Zunahme von Sünde und Ungerechtigkeit war das Ergebnis, und der Einfluss dieser falschen Kirchen führte zum spirituellen Verfall des Volkes. 

Zusammenfassend spiegeln diese Kirchen eine spirituelle Korruption wider, die aus Stolz, Gewinnstreben und der Verführung durch falsche Propheten hervorging. Sie boten eine verzerrte Form des Christentums an, die das wahre Evangelium leugnete und moralische Prinzipien auflöste. Dies war ein Zeichen des Niedergangs, der das einst rechtschaffene Volk erfasste. 

Was hat es mit der weiteren Kirche auf sich, die den Christus leugnete und den Handlungen an den Jüngern Jesu (Verse 29-34) 
In 4. Nephi 1:29-34 wird eine weitere Kirche erwähnt, die sich von den zuvor beschriebenen Kirchen unterscheidet, da sie Christus völlig leugnete. Diese Kirche spielte eine zentrale Rolle in der zunehmenden Verfolgung der wahren Gläubigen, insbesondere der Jünger Jesu. Hier sind die wichtigsten Punkte dazu: 

  1. Leugnung von Christus: Diese Kirche unterschied sich von den Kirchen, die vorgaben, Christus zu kennen, indem sie Christus vollständig ablehnte. Ihre Mitglieder glaubten nicht nur nicht an Christus, sondern stellten sich offen gegen ihn und seine Lehren. 

  1. Verfolgung der wahren Kirche: Diese Kirche verfolgte die wahre Kirche Christi und ihre Anhänger. Die Mitglieder dieser Kirche verachteten die Jünger Jesu, besonders wegen ihrer Demut und ihres Glaubens an Christus. Ihre Demut und der Glaube der Gläubigen an Christus war eine Provokation für diese Gegner, die selbst stolz und gottlos waren. 

  1. Angriff auf Wundertaten: Sie verachteten die Jünger Jesu auch wegen der vielen Wundertaten, die durch sie vollbracht wurden. Diese Jünger vollbrachten mächtige Wunder im Namen Christi, doch statt Ehrfurcht oder Respekt zu empfinden, lehnten die Mitglieder dieser Kirche sie ab und trachteten ihnen nach dem Leben. 

  1. Versuche, die Jünger zu vernichten: Die Mitglieder dieser Kirche griffen die Jünger Jesu auf verschiedene Weisen an, indem sie sie beispielsweise ins Gefängnis warfen oder versuchten, sie zu töten. Doch durch die Macht Gottes wurden diese Angriffe vereitelt. In einer Reihe von Wundern befreiten sich die Jünger aus Gefängnissen, kamen unverletzt aus Feueröfen und blieben unbeschadet, wenn sie mit wilden Tieren eingesperrt wurden. 

  1. Verhärtung des Herzens: Trotz der zahlreichen Wunder und der offensichtlichen Macht Gottes verhärtete das Volk, das dieser Kirche angehörte, weiterhin sein Herz. Sie weigerten sich, die Zeichen und Wunder anzuerkennen, und setzten ihre Verfolgung der Gläubigen fort. Diese verhärteten Herzen erinnern an das Verhalten der Menschen zur Zeit Jesu, die trotz der Wunder, die er in Jerusalem vollbrachte, versuchten, ihn zu töten. 

  1. Anhaltender moralischer Verfall: Diese Kirche förderte nicht nur die Ablehnung des Evangeliums, sondern auch moralische und ethische Schlechtigkeit. Die Menschen folgten falschen Propheten und Priestern, die sie lehrten, Übles zu tun, während sie weiterhin Kirchen errichteten und Klassenunterschiede schufen. 

Zusammengefasst, diese Kirche, die Christus leugnete, spielte eine zentrale Rolle im spirituellen und moralischen Niedergang des Volkes. Ihre Ablehnung Christi und die Verfolgung der wahren Gläubigen zeigen, wie Stolz und Unglauben Menschen dazu bringen können, sich nicht nur von der Wahrheit abzuwenden, sondern aktiv gegen sie zu kämpfen. Die Jünger Jesu, die trotz der Verfolgung standhaft blieben und weiterhin Wunder vollbrachten, bieten ein starkes Beispiel für Glauben und Standhaftigkeit im Angesicht von Widerstand und Hass. 

Welchen unbezahlbaren Dienst hat Ammaron für uns heute geleistet (Vers 48-49) 
In 4. Nephi 1:48-49 leistet Ammaron einen unbezahlbaren Dienst, indem er die heiligen Aufzeichnungen für zukünftige Generationen bewahrt. Hier sind die zentralen Punkte, warum das so bedeutend ist: 

  1. Bewahrung der heiligen Schriften: Ammaron verbirgt die heiligen Aufzeichnungen, die von Generation zu Generation weitergegeben worden waren. Diese Aufzeichnungen enthalten die Worte und Taten der Propheten, das Evangelium Jesu Christi und wichtige Lehren und Prophezeiungen. Durch seine Handlung sicherte er das Wissen über die Vergangenheit und bewahrte es vor Zerstörung oder Verlust. 

  1. Vorausschauende Handlung: Ammaron wird vom Heiligen Geist inspiriert, die Aufzeichnungen zu verstecken. Das zeigt, dass er in Übereinstimmung mit göttlicher Führung handelte und einen Plan Gottes erfüllte, der darauf abzielte, dass diese Schriften zu einem späteren Zeitpunkt wiederentdeckt werden sollten. 

  1. Prophezeiung und Verheißung: Ammaron versteckte die Aufzeichnungen, damit sie später wieder an den Überrest des Hauses Jakob (das sind die Nachkommen Israels) gelangen könnten. Diese Tat erfüllte die Prophezeiungen und Verheißungen des Herrn, dass diese kostbaren Aufzeichnungen den zukünftigen Generationen zur Verfügung stehen und ihnen das Wort Gottes übermitteln würden. 

  1. Bedeutung für uns heute: Durch Ammarons Dienst haben wir heute Zugang zu den Schriften, die einen wesentlichen Teil des Buches Mormon ausmachen. Diese Aufzeichnungen lehren uns wichtige Grundsätze des Glaubens, der Umkehr, des Friedens und des Gehorsams gegenüber Gottes Geboten. Ohne Ammarons vorausschauende Tat wären viele der Lehren und Geschichten, die im Buch Mormon enthalten sind, möglicherweise für immer verloren gewesen. 

Ammarons Dienst sicherte somit die geistigen Schätze der Vergangenheit und machte sie für uns heute verfügbar, damit wir daraus lernen und gestärkt werden können. 

Lehren die wir ziehen können 
Die Verse 23-49 von 4. Nephi 1 bieten wertvolle Lehren, die auch für uns heute relevant sind. Hier sind einige wichtige Lehren: 

  1. Stolz führt zu Spaltung und Niedergang (Verse 24-25): Das Volk begann, sich im Stolz zu erheben, kostbare Gewänder zu tragen und sich in Klassen zu teilen. Dies führte zur Aufhebung der früheren Gleichheit und zum Verlust der Gemeinschaft. Diese Lehre zeigt, dass Stolz und materielle Fixierung oft zu sozialer Spaltung und dem Verlust von Einheit führen. Wir werden daran erinnert, wie wichtig es ist, Demut zu bewahren und Gleichheit untereinander zu fördern, unabhängig von Reichtum oder sozialem Status. 

  1. Gefahr von falschen Lehren (Verse 26-27): Viele Kirchen wurden errichtet, die vorgaben, Christus zu kennen, aber sein Evangelium verdrehten oder leugneten. Falsche Lehren führten zu Schlechtigkeit und moralischem Verfall. Dies warnt uns davor, dass nicht alles, was im Namen Christi auftritt, auch tatsächlich seinen wahren Lehren entspricht. Es ist wichtig, zwischen wahren und falschen Lehren zu unterscheiden und uns fest an das vollständige Evangelium zu halten. 

  1. Die Macht des Satans und die Verhärtung des Herzens (Verse 28-34): Der Einfluss des Satans führte dazu, dass das Volk trotz vieler Wunder und göttlicher Zeichen sein Herz verhärtete und sich gegen die Jünger Christi wandte. Dies erinnert uns daran, wie gefährlich es ist, sich dem Einfluss des Bösen zu öffnen und das Herz zu verhärten. Wenn wir die Wahrheit leugnen und uns von göttlichen Eingebungen abwenden, kann dies zu geistigem Verfall führen. 

  1. Trotz Verfolgung in Rechtschaffenheit standhaft bleiben (Verse 29-34): Das Volk Jesu wurde verfolgt und angegriffen, aber sie schlugen nicht zurück und blieben standhaft. Diese Lehre betont die Bedeutung von Geduld und Demut in Zeiten der Verfolgung. Auch wenn wir angegriffen oder missverstanden werden, sollten wir uns nicht rächen, sondern fest im Glauben und in der Nachfolge Christi bleiben. 

  1. Die schleichende Rückkehr alter Sünden (Verse 42-45): Die Wiederherstellung der Gadianton-Geheimbünde und die Zunahme von Stolz und Eitelkeit führten schließlich zum moralischen Verfall des Volkes. Diese Lehre warnt uns, dass Sünden und Versuchungen oft schleichend zurückkehren, wenn wir nicht wachsam sind. Es zeigt, dass Wohlstand und Erfolg oft zu Stolz und Selbstsucht führen können, wenn wir nicht auf göttliche Prinzipien achten. 

  1. Die heiligen Schriften bewahren (Verse 48-49): Ammaron wurde vom Heiligen Geist gedrängt, die heiligen Aufzeichnungen zu verbergen, damit sie in der Zukunft wieder gefunden werden könnten. Dies lehrt uns die Bedeutung der Schriften und die Verantwortung, sie für zukünftige Generationen zu bewahren. Heilige Schriften sind eine Quelle göttlicher Weisheit und sollten mit Sorgfalt weitergegeben werden. 

Zusammengefasst lehren uns diese Verse, wachsam gegenüber Stolz, falschen Lehren und dem Einfluss des Bösen zu sein. Gleichzeitig werden wir ermutigt, in Zeiten der Verfolgung rechtschaffen zu bleiben, die Heiligen Schriften zu bewahren und uns immer wieder für Demut, Einheit und Glauben an das vollständige Evangelium einzusetzen. 

Wie würdest du reagieren, wenn jemand aufgrund deiner Religion auf dich einschlagen würde? 

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Gewiss konnte es kein glücklicheres Volk unter allem Volk geben

5. November 2024, 15:19pm

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

"Und es gab weder Neid noch Streit noch Aufruhr noch Hurerei noch Lüge noch Mord noch irgendeine Art von Ausschweifungen; und gewiss konnte es kein glücklicheres Volk unter allem Volk geben, was von der Hand Gottes erschaffen worden war." (4. Nephi 1:16). 

  • Dieser Vers fasst den Zustand des Volkes in dieser Zeit zusammen, indem er beschreibt, dass Frieden, Einigkeit und Glücklichkeit herrschten. Es gab keine negativen oder sündhaften Handlungen, und das Volk lebte in Harmonie durch die Segnungen Gottes. Dies spiegelt die übergeordnete Botschaft der Abschnitte wider: eine Ära des Wohlstands, Friedens und geistigen Segens unter dem Einfluss des Evangeliums Jesu Christi. 

Eine Zusammenfassung von 4. Nephi 1:1-21: 

In 4. Nephi 1:1-22 wird beschrieben, wie das Volk nach dem Erscheinen Christi ein goldenes Zeitalter des Friedens und der Einigkeit erlebt. Im 34. Jahr nach Christus gründeten die Jünger Jesu die Kirche Christi, und alle, die aufrichtig umkehrten, wurden getauft und empfingen den Heiligen Geist. Im 36. Jahr war das ganze Volk, sowohl Nephiten als auch Lamaniten, zum Herrn bekehrt, und es herrschte Frieden und Gerechtigkeit unter ihnen. Sie lebten in völliger Einigkeit, ohne Reichtum oder Armut, da alles unter ihnen gemeinschaftlich war. 

Wunder wurden von den Jüngern Jesu vollbracht, wie das Heilen der Kranken und das Erwecken der Toten. Der Herr ließ es dem Volk wohl ergehen, sodass sie neue Städte bauten, darunter auch Zarahemla, obwohl einige Städte, die versunken waren, nicht wiederhergestellt werden konnten. Das Volk Nephi wuchs rasch heran, war gesegnet und erfreute sich eines harmonischen Zusammenlebens, während sie den Geboten Jesu folgten, nicht mehr dem mosaischen Gesetz. 

Über viele Jahre hinweg, bis zu 200 Jahre nach Christus, gab es keinen Streit oder Unfrieden, und das Volk lebte in Einheit als Kinder Christi. Erst im Verlauf der Zeit, nach dem Tod von Nephi und dessen Nachfolgern, begann ein kleiner Teil des Volkes sich von der Kirche abzuwenden und den Namen „Lamaniten“ wieder anzunehmen, was zu einer allmählichen Spaltung führte. 

Wie kam es dazu, dass alle frei geworden waren und Teil an der himmlischen Gabe hatten und welches war diese Gabe (Verse 1-4) 
In den Versen 1-4 von 4. Nephi 1 wird beschrieben, wie das gesamte Volk sowohl geistig als auch sozial frei wurde und Teil an der "himmlischen Gabe" hatte. Dieser Zustand entstand dadurch, dass: 

  1. Gründung der Kirche Christi und vollständige Umkehr (Vers 1): Die Jünger Jesu hatten in allen Ländern die Kirche Christi errichtet. Alle, die zu ihnen kamen und von ihren Sünden aufrichtig umkehrten, wurden im Namen Jesu getauft und empfingen den Heiligen Geist. Diese umfassende Bekehrung ermöglichte den Menschen, eine tiefere Verbindung mit Gott zu erfahren. 

  1. Völlige Bekehrung des Volkes und Frieden (Vers 2): Im 36. Jahr nach Christus war das ganze Volk (sowohl Nephiten als auch Lamaniten) zum Herrn bekehrt. Dies führte zu einem Zustand völliger Harmonie und Gerechtigkeit. Es gab keine Streitigkeiten oder Auseinandersetzungen, und jeder handelte gerecht mit dem anderen. 

  1. Gemeinsame Güter und Freiheit (Vers 3): Das Volk lebte in vollständiger Einigkeit und hatte alle Dinge gemeinsam. Es gab keine Reichen und Armen oder Geknechteten und Freien. Stattdessen wurden alle als gleich angesehen und hatten alle Freiheit erlangt. Dies bezieht sich nicht nur auf eine soziale oder materielle Gleichheit, sondern auch auf eine geistige Freiheit durch ihre Bekehrung und ihre gemeinsame Bindung an Christus. 

  1. Die himmlische Gabe (Vers 3): Die "himmlische Gabe", an der sie teilhatten, kann als der Empfang des Heiligen Geistes und die Segnungen des Evangeliums Christi verstanden werden. Diese Gabe ermöglichte es ihnen, in Harmonie zu leben, die Segnungen des Herrn zu empfangen und sich geistig frei zu fühlen. Es war eine Gabe des Friedens, der göttlichen Liebe und des Überflusses, die das Volk vereinte und in allen Bereichen ihres Lebens segnete. 

Kurz gesagt, ihre geistige Umkehr zu Christus, die Taufe, das Empfangen des Heiligen Geistes und das Leben in Einheit und Gerechtigkeit führten dazu, dass sie "frei" waren und die Segnungen Gottes – die "himmlische Gabe" – empfingen. 

Inwiefern entsprachen die Wundertaten durch die Jünger denen, die Jesus auch in der Alten Welt vollbrachte (Vers 5) 
In 4. Nephi 1:5 wird beschrieben, dass die Jünger Jesu in der Neuen Welt Wundertaten vollbrachten, die den Wundern ähnelten, die Jesus in der Alten Welt tat. Die Parallelen zwischen den Wundertaten der Jünger und denen Jesu zeigen, dass sie im Namen Jesu handelten und durch seine Macht wirkten. Zu den genannten Wundern gehören: 

  1. Heilung der Kranken: So wie Jesus in der Alten Welt Kranke heilte (z. B. Blinde, Aussätzige und Lahme), heilten auch die Jünger in der Neuen Welt diejenigen, die körperliche Gebrechen hatten. 

  1. Erweckung der Toten: Jesus erweckte während seines Wirkens in der Alten Welt Tote (z. B. Lazarus), und ebenso erweckten die Jünger in der Neuen Welt Tote zum Leben. 

  1. Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit der Lahmen: Die Jünger bewirkten, dass Lahme wieder gehen konnten, was auch ein Wunder war, das Jesus vollbrachte, etwa in der Heilung des Gelähmten am Teich Bethesda. 

  1. Heilung der Blinden: Die Jünger gaben Blinden ihr Augenlicht zurück, genau wie Jesus, der Blinde heilte (z. B. den Blinden von Geburt in Johannes 9). 

  1. Heilung der Tauben: Die Jünger machten Taube wieder hörend, was ebenfalls ein Wunder war, das Jesus vollbrachte (z. B. in Markus 7:31-37, wo Jesus einen Taubstummen heilte). 

All diese Wundertaten geschahen im Namen Jesu, und die Jünger machten deutlich, dass sie nicht aus eigener Macht handelten, sondern dass ihre Wundertaten nur durch die Macht Christi möglich waren. Dies verdeutlicht die Kontinuität zwischen dem Wirken Jesu in der Alten Welt und dem Werk, das in seinem Namen in der Neuen Welt vollbracht wurde. Die Jünger setzten also das Wirken Christi fort, indem sie dieselben Arten von Wundern durchführten, die er getan hatte. 

Warum musste ein Wiederaufbau stattfinden (Verse 7-9) 
In den Versen 7-9 von 4. Nephi 1 wird beschrieben, dass ein Wiederaufbau notwendig war, weil viele Städte während der Zerstörungen, die mit dem Tod Jesu Christi in Verbindung standen, zerstört worden waren. Diese Zerstörungen geschahen als Zeichen seines Todes und der großen Umwälzungen, die damit einhergingen, wie in 3. Nephi 8 berichtet wird. Die Gründe für den Wiederaufbau waren: 

  1. Zerstörungen durch Naturkatastrophen: Viele Städte waren bei den katastrophalen Ereignissen, die bei Christi Tod stattfanden, entweder verbrannt oder versunken. Diese Zerstörungen betrafen unter anderem die Stadt Zarahemla, die später wieder aufgebaut wurde. Diese Ereignisse zeigten die Macht Gottes und waren eine Erfüllung der Prophezeiungen über die Zeichen, die bei Christi Tod auftreten würden. 

  1. Wiederherstellung und Wachstum des Volkes: Nach den Zerstörungen erging es dem Volk, das nun bekehrt war und in Frieden lebte, "überaus wohl im Land" (Vers 7). In diesem Wohlstand und Frieden begannen sie, neue Städte zu bauen, wo alte Städte durch das Feuer zerstört worden waren. Es war ein Zeichen für den Wiederaufbau sowohl der Gesellschaft als auch der materiellen Welt. 

  1. Unwiederbringliche Verluste: Obwohl einige Städte wieder aufgebaut wurden, gab es andere Städte, die durch das Erdbeben und die damit einhergehenden geologischen Veränderungen so stark zerstört wurden, dass sie nicht wiederhergestellt werden konnten. Diese Städte waren unter Wasser versunken, was ihre Erneuerung unmöglich machte (Vers 9). 

Zusammengefasst war der Wiederaufbau eine Folge der weitreichenden Zerstörungen, die beim Tod Christi stattfanden. Das Volk nutzte die friedliche Zeit des Wohlstands, um das zerstörte Land wieder aufzubauen und neu zu besiedeln, wo dies möglich war, während einige Städte für immer verloren waren (3. Nehi 9:1-7). 

Was begab sich warum, als der Herr das Volk reichlich segnete (Verse 10-18) 
In den Versen 10-18 von 4. Nephi 1 wird beschrieben, wie das Volk reichlich durch den Herrn gesegnet wurde und welche Auswirkungen diese Segnungen auf ihr Leben hatten. Folgende Entwicklungen begaben sich als direkte Folge der Segnungen des Herrn: 

  1. Schnelles Wachstum und Wohlstand (Vers 10): Das Volk Nephi wurde stark und vermehrte sich schnell. Sie wurden zu einem "anmutigen und angenehmen Volk," was auf mentales, körperliches, geistiges und soziales Wohlstandswachstum hinweist. Die Segnungen des Herrn führten zu einer blühenden und harmonischen Gesellschaft (lies gerne auch hier). 

  1. Glückliche Familien und Erfüllung göttlicher Verheißungen (Vers 11): Sie heirateten und gründeten Familien, die gemäß den Verheißungen des Herrn gesegnet waren. Diese Verheißungen beziehen sich auf die göttliche Unterstützung, die ihnen ein glückliches und fruchtbares Leben ermöglichte. 

  1. Lebensweise nach den Geboten Christi, nicht mehr nach dem Gesetz des Mose (Vers 12): Das Volk hielt sich nicht mehr an das Gesetz des Mose, sondern lebte nach den Geboten, die sie von Jesus Christus erhalten hatten. Dies zeigt, dass sie in einem neuen Bund mit Christus standen. Sie beteten oft, fasteten und versammelten sich regelmäßig, um das Wort des Herrn zu hören und geistig zu wachsen. 

  1. Frieden und Wunder (Vers 13): Es gab keinen Streit unter dem Volk, und die Jünger Jesu vollbrachten mächtige Wunder im ganzen Land, was ein Zeichen für den spirituellen Frieden und die Verbindung mit Gott war. 

  1. Jahrzehnte andauernder Frieden (Verse 14-16): Über viele Jahrzehnte hinweg, bis zu 100 Jahre nach Christus, herrschte im ganzen Land Frieden. Dieser Frieden war auf die "Gottesliebe, die dem Volk im Herzen wohnte," zurückzuführen. In dieser Zeit gab es keinen Neid, keinen Streit, keine Hurerei, keine Lügen, keinen Mord und keine Ausschweifungen. Sie lebten in einer vollkommenen Harmonie, die nur durch den göttlichen Einfluss möglich war. 

  1. Einssein als Kinder Christi (Vers 17): Es gab keine Unterscheidung zwischen Nephiten, Lamaniten oder anderen -iten mehr. Alle waren "eins" und bezeichneten sich als "Kinder Christi" und "Erben des Reiches Gottes." Dieses Einssein war ein direktes Ergebnis der Segnungen und des Einflusses des Herrn in ihrem Leben. 

  1. Fortwährender Segen und Wohlstand (Vers 18): Der Herr segnete das Volk in allem, was es tat, und es erging ihnen weiterhin wohl, selbst als 110 Jahre vergangen waren. Die erste Generation seit dem Kommen Christi war vergangen, und in all dieser Zeit gab es keinen Streit im Land. 

Zusammengefasst führten die reichen Segnungen des Herrn zu einer Gesellschaft, die in Harmonie, Frieden und Wohlstand lebte. Sie folgten den Geboten Christi, was zu einer spirituellen und sozialen Einigkeit führte, und sie erlebten ein außergewöhnliches Maß an Frieden und göttlichem Schutz. 

Nephi und sein Sohn Amos starben. Was ereignete sich dann (Verse 19-22) 
In den Versen 19-22 von 4. Nephi 1 wird beschrieben, was nach dem Tod von Nephi IV und dessen Sohn Amos geschah: 

  1. Tod von Nephi IV und Übergabe des Berichts an Amos (Vers 19): Nephi IV, der die Aufzeichnungen auf den Platten Nephis III geführt hatte, starb. Sein Sohn Amos übernahm an seiner Stelle die Verantwortung für die Führung des Berichts und führte ihn ebenfalls auf den Platten Nephis weiter. 

  1. Lange Friedenszeit unter der Führung von Amos (Vers 20): Amos führte den Bericht 84 Jahre lang. Während dieser Zeit herrschte noch immer Frieden im Land, doch es begannen sich langsam Anzeichen von Unruhen zu zeigen. Einige wenige Personen im Volk rebellierten gegen die Kirche und nahmen den Namen "Lamaniten" auf sich. Dies führte allmählich dazu, dass es wieder eine Trennung und die Existenz von Lamaniten im Land gab, nachdem für lange Zeit alle als "eins" betrachtet wurden. 

  1. Tod von Amos und Weitergabe des Berichts an seinen Sohn (Vers 21): Amos starb, nachdem 194 Jahre seit dem Kommen Christi vergangen waren. Sein Sohn, ebenfalls namens Amos, übernahm den Bericht und führte ihn ebenfalls auf den Platten Nephis weiter. 

  1. Zweite Generation und der Beginn von Spaltungen (Vers 22): Zwei Jahrhunderte nach dem Kommen Christi waren die meisten Menschen der zweiten Generation bereits verstorben, außer einigen wenigen. In dieser Zeit begannen Spaltungen im Volk aufzutreten, was zeigt, dass die Einheit und Harmonie, die das Volk zuvor genossen hatte, allmählich zu bröckeln begann. 

Zusammengefasst starben Nephi und sein Sohn Amos, und nach deren Tod übernahm ein weiterer Amos die Führung des Berichts. Während dieser Zeit begann das zuvor einheitliche und friedliche Volk, sich wieder in Gruppen zu spalten, was schließlich zur Wiederentstehung der Lamaniten führte. 

Lehren die wir ziehen können 
Die Verse 1-22 von 4. Nephi 1 bieten mehrere wichtige Lehren, die sowohl für das damalige als auch für das heutige Leben wertvoll sind. Einige zentrale Lehren sind: 

  1. Die Kraft der Umkehr und des Glaubens an Jesus Christus (Vers 1-2): Als das Volk aufrichtig umkehrte, sich taufen ließ und den Heiligen Geist empfing, wurde es gesegnet und erlebte eine Zeit des Friedens und der Einheit. Diese Verse zeigen, dass eine echte Umkehr und der Glaube an Christus zu geistiger Erneuerung und Harmonie führen. 

  1. Einheit und Gleichheit im Evangelium (Vers 3): Das Volk lebte in einer Gesellschaft, in der es keine Reichen oder Armen, Geknechteten oder Freien gab. Sie hatten alles gemeinsam und behandelten einander gerecht. Diese Lehre betont, dass wahre Gemeinschaft und Harmonie möglich sind, wenn wir auf den Prinzipien des Evangeliums basieren, die Liebe, Gerechtigkeit und Selbstlosigkeit fördern. 

  1. Segnungen des Gehorsams (Vers 10-12): Das Volk erlebte materiellen und geistigen Wohlstand, weil es den Geboten Christi folgte. Diese Lehre erinnert daran, dass Gehorsam gegenüber den Lehren Jesu Christi zu Frieden, Fortschritt und göttlichen Segnungen führt – sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene. 

  1. Frieden durch göttliche Liebe (Vers 15): Der Frieden und die Einigkeit im Volk waren das Ergebnis der Gottesliebe, die in ihren Herzen wohnte. Dies zeigt, dass wahre Einheit und Harmonie aus der Liebe zu Gott und zu unseren Mitmenschen entstehen. 

  1. Abwesenheit von Sünde führt zu Glück (Vers 16): Das Volk erlebte außergewöhnliches Glück und Frieden, weil es frei von Neid, Streit, Aufruhr und anderen Sünden lebte. Diese Lehre hebt hervor, dass das Vermeiden von Sünde und das Streben nach Rechtschaffenheit wahres Glück bringen. 

  1. Gefahr des geistigen Niedergangs (Vers 20-22): Trotz der langen Phase des Friedens begannen einige wenige, sich gegen die Kirche aufzulehnen und den Namen "Lamaniten" wieder anzunehmen, was schließlich zu einer Spaltung führte. Diese Lehre warnt davor, dass geistiger Niedergang allmählich beginnt, wenn Menschen sich von den Lehren Christi abwenden und wieder in alte Muster von Zwietracht und Trennung zurückfallen. 

Was führte dazu, dass es nach dem Erscheinen Jesu unter den Nephiten in Amerika kein glücklicheres Volk gegen konnte? 

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Wendet euch, all ihr Anderen, von euren schlechten Wegen ab, und kehrt von euren Übeltaten um

5. November 2024, 14:48pm

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Wendet euch, all ihr Anderen, von euren schlechten Wegen ab, und kehrt von euren Übeltaten um [...] und kommt zu mir und lasst euch in meinem Namen taufen, damit ihr Vergebung für eure Sünden empfangen und vom Heiligen Geist erfüllt werden könnt.“ (3. Nephi 30:2). 

  • Dieser Vers fasst die essentielle Botschaft der Notwendigkeit der Umkehr, der Taufe und der Annahme des Evangeliums zusammen. Es wird deutlich, dass die Umkehr von den schlechten Wegen und das Streben nach einer Beziehung zu Christus und seinem Evangelium für die Erlösung und das empfangene Heil unerlässlich sind. Diese Lehre zieht sich durch die Kapitel 28 und 29, in denen es um die Erfüllung der Verheißungen Gottes an sein Volk geht, und bildet den Höhepunkt der Aufforderung, die in Kapitel 30 gegeben wird. 
    Zusammengefasst: Umkehr, Taufe und das Empfangen des Heiligen Geistes sind die Schlüssel zur Vergebung und zur Zugehörigkeit zum Volk Gottes, was die zentrale Lehre in diesen Kapiteln darstellt. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 28:24-40: 

In 3. Nephi 28:24-40 beschreibt Mormon die drei Jünger, die von Christus gesegnet wurden, um nie den Tod zu schmecken. Zunächst sagt Mormon, dass er die Namen dieser drei Jünger nicht aufschreiben darf, weil der Herr dies verboten hat. Diese Jünger sind der Welt verborgen und leben weiterhin unter den Menschen, ohne von ihnen erkannt zu werden. Sie dienen sowohl unter den Anderen (Nicht-Israeliten) als auch unter den Juden und bringen durch ihre Mission viele Seelen zu Christus. 

Es wird weiter beschrieben, dass sie wie Engel Gottes sind und die Macht haben, sich den Menschen zu zeigen, wann immer es ihnen nötig erscheint. Vor dem Tag des Gerichts werden sie durch die Macht Gottes große und wunderbare Werke vollbringen, um viele zu Christus zu führen. Mormon spricht eine Warnung an jene aus, die die Worte Jesu oder die Worte seiner gesandten Diener ablehnen, denn dies bedeutet, dass sie Christus selbst ablehnen. Dies bringt schwerwiegende Konsequenzen mit sich, da sie sich dem Zorn Gottes stellen müssen. 

Mormon erklärt schließlich, dass eine besondere Veränderung an den Körpern der drei Jünger vorgenommen wurde, damit sie nicht den Tod schmecken oder die Schmerzen und Kummer der Sterblichkeit ertragen müssen. Diese Veränderung macht es auch unmöglich, dass Satan Macht über sie hat oder sie versucht. Ihre Körper wurden geheiligt, sodass sie bis zum Tag des Gerichts Christi in einem Zustand ohne Leid oder Schmerz leben. An diesem Tag werden sie eine noch größere Veränderung erleben und ins Reich Gottes aufgenommen werden, wo sie für immer mit Gott wohnen werden. 

Bedeutende Lehren für uns heute: 

  1. Glaube an die Macht Gottes und seine Diener: Die Geschichte zeigt, wie mächtig der Glaube und die Berufung durch den Herrn sind. Diese drei Jünger wurden durch ihre Treue und den Willen Gottes verändert, um ihre Mission auf der Erde fortzusetzen. Wir können daraus lernen, wie wichtig es ist, den Worten des Herrn und seinen berufenen Dienern zu folgen. 

  1. Missionarische Arbeit und Dienst: Die drei Jünger hatten das tiefe Verlangen, für immer im Dienst des Herrn zu stehen und Seelen zu Christus zu bringen. Dies inspiriert uns, auch heute den Wunsch zu entwickeln, durch unsere Taten, unser Beispiel und unsere Liebe Menschen zu Christus zu führen. 

  1. Heiligkeit und Macht der Heiligen: Die Jünger wurden im Fleisch geheiligt und erhielten besondere Kräfte, sodass sie den Verlockungen und Versuchungen des Satans widerstehen konnten. Dies zeigt uns, dass durch Heiligkeit und Gehorsam der Schutz und die Macht Gottes in unserem Leben wirksam sein können. 

  1. Das Ziel ewiger Freude und Gemeinschaft mit Gott: Die Verheißung, dass die drei Jünger am Tag des Gerichts eine größere Veränderung erfahren und für immer im Reich Gottes wohnen werden, erinnert uns daran, dass das ultimative Ziel unseres Lebens ist, in die Gegenwart Gottes zurückzukehren. Wenn wir treu bleiben, können auch wir diese ewige Freude und Gemeinschaft mit Gott erleben. 

  1. Warnung vor der Ablehnung Christi: Mormon gibt eine ernste Warnung an jene, die die Worte Jesu und seiner Diener ablehnen. Es ist eine Mahnung für uns heute, die Botschaft des Evangeliums ernst zu nehmen und nach den Lehren Jesu zu leben, um nicht dem Gericht Gottes entgegenzutreten. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 29:1-9: 

In 3. Nephi 29:1-9 warnt Mormon vor der Ablehnung der Worte des Herrn und betont, dass die Prophezeiungen über das Haus Israel in Erfüllung gehen. Wenn das Buch Mormon zu den Anderen gelangt, bedeutet dies, dass die Wiederherstellung des Hauses Israel begonnen hat und der Bund, den Gott mit Israel gemacht hat, erfüllt wird. Mormon erinnert die Menschen daran, dass alle Worte der heiligen Propheten eintreten werden und dass der Herr seinen Bund nicht vergessen hat. 

Mormon warnt davor, das Wirken des Herrn und seine Offenbarungen abzulehnen oder zu verleugnen. Er sagt, dass diejenigen, die sagen, der Herr wirke nicht mehr durch Offenbarungen, Prophezeiungen, Gaben oder Wunder, schwer bestraft werden. Besonders diejenigen, die Wunder und die Macht Jesu Christi leugnen, um persönlichen Gewinn daraus zu ziehen, werden wie der „Sohn des Verderbens“ sein, für den es keine Barmherzigkeit gibt. Er fordert die Menschen auf, die Juden und das Haus Israel nicht länger zu verspotten oder zu verachten, da der Herr den Bund mit ihnen erfüllt. 

Was hat Kapitel 29 mit dem Hervorkommen des Buches Mormon zu tun 
Kapitel 29 von 3. Nephi steht in direktem Zusammenhang mit dem Hervorkommen des Buches Mormon. Mormon erklärt, dass, wenn die Worte, die in diesen Schriften enthalten sind, den Anderen (den Nicht-Israeliten) zugänglich gemacht werden, dies ein Zeichen dafür ist, dass der Bund, den Gott mit dem Haus Israel geschlossen hat, sich zu erfüllen beginnt. 

Das Buch Mormon, das nach den Lehren des Evangeliums eine zentrale Rolle in der Wiederherstellung der Fülle des Evangeliums spielt, ist ein greifbares Zeichen dafür, dass Gott den Bund mit Israel nicht vergessen hat und dass er die Verheißungen, die er den Propheten gemacht hat, erfüllt. Das Hervorkommen des Buches Mormon bedeutet, dass die Zeit der Sammlung Israels begonnen hat, und es erinnert uns daran, dass sich alle Prophezeiungen, die in den heiligen Schriften gegeben wurden, ebenfalls erfüllen werden. 

Das Kapitel betont also, dass das Buch Mormon als Beweis dafür gilt, dass der Herr seinen Bund mit Israel hält und dass er sein Werk weiterführt, um sein Volk zu sammeln und zu retten. Es gibt auch eine ernste Warnung an diejenigen, die dieses Werk ablehnen, verleugnen oder verspotten, da sie sich dem Gericht des Herrn stellen müssen. 

Verbindung zum Buch Mormon: 

  • Zeichen der Wiederherstellung: Das Hervorkommen des Buches Mormon zeigt, dass die Zeit gekommen ist, in der Gottes Verheißungen an Israel erfüllt werden. 

  • Bestätigung der Prophezeiungen: Mit der Veröffentlichung des Buches Mormon wird deutlich, dass die Worte der alten Propheten sich erfüllen und weiterhin Gültigkeit haben. 

  • Warnung an die Ungläubigen: Wer das Wirken des Herrn in Verbindung mit dem Buch Mormon ablehnt, wird schwerwiegende Konsequenzen erfahren. 

Inwiefern spielt ein jeder in diesen letzten Tagen vor dem Zweiten Kommen des Herrn, der Büdnisse mit dem Herrn eingegangen ist bei dieser Wiederherstellung, bei der Sammlung Israels eine Rolle 
Jeder, der in den letzten Tagen vor dem Kommen des Herrn Bündnisse mit Gott eingegangen ist – sei es durch die Taufe, die Konfirmation, das Priestertum oder Tempelbündnisse – spielt eine entscheidende Rolle bei der Wiederherstellung und Sammlung Israels. Diese Sammlung ist sowohl physisch als auch geistig und bezieht sich auf das Sammeln von Gottes Kindern zurück in das wahre Evangelium und seine Kirche. 

1. Mitwirkung am Missionswerk 
Diejenigen, die Bündnisse mit dem Herrn eingegangen sind, werden aufgerufen, das Evangelium von Jesus Christus zu verkünden und andere einzuladen, ebenfalls Bündnisse einzugehen. Dies geschieht durch Missionsarbeit, persönliche Einladungen und das Vorbild, das sie im täglichen Leben geben. Durch den Missionsdienst wird die Sammlung der „Verlorenen Stämme“ Israels vorangetrieben, da immer mehr Menschen das Evangelium annehmen und sich dem Haus Israel anschließen. 

  • Buch Mormon als Werkzeug: Das Buch Mormon wird als "Schlüssel zur Sammlung Israels" bezeichnet. Indem man das Buch Mormon teilt, beteiligt man sich an der Erfüllung der Prophezeiungen und am Sammeln Israels. 

2. Tempelarbeit und Bündnisse 
Die Arbeit im Tempel und die Erfüllung von Bündnissen sind zentral für die Sammlung Israels. Tempelarbeit ermöglicht es den Lebenden und den Verstorbenen, die Segnungen des Evangeliums zu empfangen. Jeder, der die Bündnisse im Tempel eingeht oder stellvertretend für die Verstorbenen handelt, hilft dabei, die „zerstreuten Kinder Israels“ zu sammeln, sei es auf dieser Seite des Schleiers oder im Jenseits. 

  • Elias-Vollmacht: Die Tempelarbeit steht in direktem Zusammenhang mit der Vollmacht, die dem Propheten Elija gegeben wurde, nämlich, die Herzen der Kinder den Vätern zuzuwenden (Maleachi 3:23-24). Dies ist ein entscheidender Teil der Sammlung. 

3. Leben als Bündnisvolk 
Wer mit Gott Bündnisse eingegangen ist, soll ein heiliges Leben führen und die Gebote halten. Indem man ein Beispiel der Rechtschaffenheit gibt und ein heiliges Leben führt, wird man zum Licht für andere und trägt zur Sammlung bei. Durch persönliche Umkehr und Treue wird der Einzelne zu einem Werkzeug in den Händen Gottes, um andere zu beeinflussen und zum Evangelium zu führen. 

  • Licht für die Nationen: In Jesaja 49:6 heißt es, dass Israel „ein Licht für die Nationen“ sein soll. Diejenigen, die Bündnisse mit Gott eingegangen sind, haben die Verantwortung, dieses Licht in der Welt zu sein, indem sie das Evangelium durch Wort und Tat verbreiten. 

4. Vorbereitung auf das zweite Kommen 
Die Sammlung Israels und die Wiederherstellung des Evangeliums stehen in direktem Zusammenhang mit der Vorbereitung auf das zweite Kommen Jesu Christi. Wer mit Gott Bündnisse eingegangen ist, hilft, die Erde und ihre Bewohner auf das Kommen des Herrn vorzubereiten. Dies beinhaltet sowohl geistige als auch praktische Vorbereitungen, indem man dem Herrn näherkommt und sich auf das Millennium vorbereitet. 

  • Verkündigung der letzten Tage: In den letzten Tagen vor dem zweiten Kommen Jesu Christi erfüllt sich die Sammlung Israels. Jeder Bündnisträger trägt die Verantwortung, andere zur Umkehr aufzurufen und auf das Kommen des Herrn vorzubereiten. 

Fazit: Wer Bündnisse mit dem Herrn eingegangen ist, hat eine zentrale Rolle bei der Sammlung Israels. Diese Rolle wird durch Missionsarbeit, Tempelarbeit, rechtschaffenes Leben und die Vorbereitung auf das zweite Kommen Jesu Christi erfüllt. Jeder Bündnisträger ist ein Werkzeug in Gottes Hand, um sein Werk in diesen letzten Tagen voranzubringen. 

Lehren für uns heute: 

  1. Gottes Bund ist verlässlich: Diese Verse betonen, dass Gott seine Versprechen erfüllt, insbesondere den Bund mit dem Haus Israel. Dies lehrt uns, auf Gottes Verheißungen zu vertrauen und Geduld zu haben, auch wenn es scheint, dass sie sich verzögern. 

  1. Warnung vor Unglauben und Verleugnung: Mormon warnt davor, die Offenbarungen und Wunder Gottes zu leugnen. Auch heute können wir daraus lernen, dem Wirken Gottes offen zu begegnen und nicht zu glauben, dass seine Macht in unserer Zeit begrenzt ist. 

  1. Die Gefahr des Zynismus und des Stolzes: Wer Gottes Werke aus Zynismus oder Stolz ablehnt, stellt sich gegen den Herrn und dessen Gerechtigkeit. Es ist eine Mahnung, unsere Herzen demütig zu halten und das Wirken des Herrn nicht zu verspotten oder zu verachten. 

  1. Die Juden und das Haus Israel achten: Mormon fordert auf, das Haus Israel nicht zu verspotten. Diese Lehre ermutigt uns, respektvoll gegenüber anderen Glaubensgruppen zu sein und den großen Plan Gottes für alle seine Kinder anzuerkennen. 

  1. Anerkennung göttlicher Macht: Wunder, Offenbarungen und Prophezeiungen sind weiterhin Teil des göttlichen Plans. Diese Verse laden uns ein, die Gaben des Heiligen Geistes zu suchen und anzuerkennen, dass Gott auch in unserer heutigen Welt wirkt. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 30:1-2: 

In 3. Nephi 30:1-2 richtet Mormon eine klare und direkte Botschaft an die "Anderen" (Nicht-Israeliten), die Christus ihm aufgetragen hat. Er fordert sie auf, sich von ihren bösen Wegen abzuwenden und umzukehren. Dazu gehören das Lügen, Täuschen, Unzucht, geheime Gräuel, Götzendienst, Mord, Priesterlist, Neid, Streit und alle anderen Formen von Schlechtigkeit. Christus lädt sie ein, sich in seinem Namen taufen zu lassen, um Vergebung ihrer Sünden zu erhalten und mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden. So könnten sie zum Volk Gottes, dem Haus Israel, gehören. 

Lehren für uns heute: 

  1. Umkehr: Diese Passage betont die Notwendigkeit der Umkehr von allen Formen des Bösen. Sie erinnert uns daran, dass jeder Mensch durch Umkehr und durch die Abkehr von sündhaftem Verhalten zu Gott zurückkehren kann. 

  1. Taufe und Vergebung: Christus bietet uns Vergebung der Sünden an, wenn wir uns ihm durch die Taufe und das Empfangen des Heiligen Geistes zuwenden. Dies ist eine grundlegende Lehre des Evangeliums – die Taufe ist ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur Erlösung. 

  1. Vereinigung mit dem Haus Israel: Durch die Taufe und die Umkehr werden wir zum geistigen Teil des Hauses Israel gezählt. Diese Einladung zeigt, dass das Evangelium für alle Menschen offen ist und wir durch Gehorsam und Umkehr Teil des Bundesvolkes Gottes werden können. 

  1. Moralische Erneuerung: Die Aufforderung zur Abkehr von Lügen, Täuschung, Streit und anderen Sünden weist auf die Notwendigkeit einer tiefgreifenden moralischen Erneuerung hin. Wir werden ermutigt, uns selbst zu prüfen und uns von allem zu befreien, was uns von Gott trennt. 

Wie fühlt es sich für dich an auf schlechten Straßen zu reisen, und was kannst du dagegen unternehmen? 

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Ihr habt euch gewünscht, Menschenseelen zu mir zu bringen, solange die Welt steht

5. November 2024, 14:18pm

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Christus mit drei nephitischen Jüngern, Darstellung von Gary L. Kapp
(Bild: Quelle)

Und weiter: Ihr werdet keinen Schmerz haben, während ihr im Fleische weilt, auch keinen Kummer, außer wegen der Sünden der Welt; und dies alles werde ich tun um deswillen, was ihr euch von mir gewünscht habt; denn ihr habt euch gewünscht, Menschenseelen zu mir zu bringen, solange die Welt steht.” (3. Nephi 28:9). 

  • Dieser Vers betont die Hingabe der drei Jünger, ihr Verbleiben auf Erden, bis Christus wieder auf die Erde kommen wird, und ihre Mission solange daran zu arbeiten, Seelen zu Christus zu bringen, was die zentrale Botschaft des Abschnitts ist. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 28:1-23: 

In 3. Nephi 28:1-23 spricht Jesus nach seiner Auferstehung zu seinen Jüngern und fragt sie, was sie sich wünschen, nachdem er zum Vater gegangen ist. Neun von ihnen wünschen sich, nach einem erfüllten Leben schnell zu ihm in sein Reich zu kommen. Jesus segnet sie und verspricht ihnen, dass sie im Alter von 72 Jahren in sein Reich kommen und dort Ruhe finden werden. 

Drei der Jünger wagen es zunächst nicht, ihren Wunsch auszusprechen, doch Jesus kennt ihre Gedanken. Sie wünschen sich, wie Johannes der Apostel, niemals den Tod zu schmecken, sondern ewig auf der Erde zu leben, um Seelen zu Christus zu bringen (Johannes 21:21-22; Lehre und Bünnisse 7:1-4). Jesus segnet auch sie und verspricht ihnen, dass sie niemals sterben werden und keinen Schmerz oder Kummer empfinden werden, außer wegen der Sünden der Welt. Sie sollen bis zu seiner zweiten Ankunft auf der Erde bleiben und große Freude empfinden. 

Nachdem Jesus dies gesagt hat, berührt er die neun Jünger, jedoch nicht die drei, die leben werden bis Christus das zweite Mal auf die Erde kommen wird. Diese drei Jünger werden daraufhin in den Himmel entrückt, wo sie Unaussprechliches sehen und hören, worüber sie jedoch nicht sprechen dürfen. Sie werden auf wundersame Weise beschützt und predigen weiterhin das Evangelium unter dem Volk Nephi. Sie überstehen Gefängnisse, Feueröfen und Gruben mit wilden Tieren unversehrt, da sie durch die Macht Gottes geschützt werden. Ihr Wirken führt dazu, dass viele Menschen zum Herrn bekehrt und mit der Kirche Christi vereint werden. 

Der außergewöhnliche Wunsch der drei nephitischen Jünger 
Hier sind die Begebenheiten von 3. Nephi 28:1-23 im Einzelnen beschrieben: 

  1. Jesu Frage an die Jünger (Verse 1-2) 
    Nachdem Jesus mit seinen Jüngern gesprochen hat, wendet er sich an sie einzeln und fragt, was sie sich von ihm wünschen, wenn er zum Vater zurückgekehrt ist. Alle Jünger außer dreien antworten ihm. Sie wünschen sich, nach einem Menschenalter (nach einem erfüllten Leben) sterben zu dürfen, damit ihr Dienst auf der Erde zu Ende ist und sie schnell zu ihm in sein Reich kommen können. 

  1. Jesu Verheißung an die neun Jünger (Vers 3) 
    Jesus segnet die neun Jünger für ihren Wunsch und verspricht ihnen, dass sie nach einem Leben von 72 Jahren zu ihm in sein Reich kommen und dort Ruhe finden werden. 

  1. Jesu Frage an die drei verbleibenden Jünger (Verse 4-6) 
    Jesus wendet sich dann den drei Jüngern zu, die noch nicht geantwortet haben, und fragt sie, was sie sich wünschen. Sie zögern, ihm ihren Wunsch zu sagen. Doch Jesus kennt ihre Gedanken und sagt, dass sie sich das Gleiche wünschen wie sein geliebter Jünger Johannes, der vor Jesu Kreuzigung bei ihm war. 

  1. Verheißung an die drei Jünger (Verse 7-10) 
    Jesus erklärt, dass diese drei Jünger mehr gesegnet sind, weil sie den Tod nicht erleben werden. Sie werden auf der Erde weiterleben, bis alles, was der Vater für die Menschheit vorgesehen hat, erfüllt ist. Sie werden die Schmerzen des Todes nicht spüren, sondern in einem Augenblick von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit verwandelt werden, wenn Jesus in Herrlichkeit wiederkommt. Sie werden während ihres Lebens keinen Schmerz oder Kummer haben, außer den Kummer über die Sünden der Welt. Jesus verspricht ihnen auch, dass sie eine Fülle der Freude erhalten und im Reich des Vaters gesegnet sein werden. 

  1. Die Entrückung der drei Jünger (Verse 12-15) 
    Nachdem Jesus dies gesagt hat, berührt er alle Jünger außer den dreien, die auf der Erde bleiben sollen. Die Himmel öffnen sich, und die drei Jünger werden entrückt, wo sie Dinge sehen und hören, die unaussprechlich sind. Es wird ihnen jedoch verboten, darüber zu sprechen. Sie wissen nicht, ob sie noch im Körper waren oder nicht, da es so schien, als ob sie von ihrem sterblichen Zustand in einen unsterblichen Zustand verwandelt wurden. 
    Über den Körperzustand der drei Nephiten lehrt Lehre und Bündnisse 50:26-30, dass sie in einem verklärten Zustand sind, der es ihnen ermöglicht, auf der Erde zu bleiben und zu dienen, ohne den Tod zu schmecken1. Sie sind nicht unsterblich, aber sie sind vor dem Tod geschützt und können weiterhin ihre Mission erfüllen  

  1. Ihr Dienst unter den Menschen (Verse 16-18) 
    Die drei Jünger kehren auf die Erde zurück und setzen ihren Dienst fort. Sie predigen den Menschen das Evangelium, vereinen diejenigen, die an ihre Botschaft glauben, mit der Kirche und taufen sie, woraufhin die Getauften den Heiligen Geist empfangen. Nephi schreibt über ihren Zustand, dass er nicht wisse, ob sie unsterblich sind oder sterblich. 

  1. Wunderbare Errettungen und Schutz (Verse 19-22) 
    Die drei Jünger erleiden trotz vieler Gefahren keinen Schaden. Sie werden von ihren Feinden ins Gefängnis geworfen, doch die Gefängnisse zerbrechen, und sie werden befreit. Sie werden in die Erde geworfen, doch durch die Macht Gottes brechen sie daraus hervor. Sie werden dreimal in einen Feuerofen geworfen, erleiden jedoch keinen Schaden. Zweimal werden sie in eine Grube mit wilden Tieren geworfen, doch sie spielen mit den Tieren wie Kinder und bleiben unversehrt. 

  1. Fortsetzung ihres Dienstes (Vers 23) 
    Die drei Jünger gehen weiterhin unter dem Volk Nephi umher, predigen das Evangelium und bekehren viele Menschen, die sich der Kirche Christi anschließen. Infolgedessen wird das Volk jener Generation gemäß dem Wort Jesu gesegnet. 

Insgesamt zeigen diese Begebenheiten das Vertrauen der Jünger in Christus, ihre Hingabe an ihren Dienst und die außergewöhnlichen Segnungen, die ihnen für ihren Wunsch, Seelen zu Christus zu bringen, zuteilwerden. 

Hinweise auf körperlichen Zustand und Namen der drei Jünger 
In den Heiligen Schriften gibt es einige Stellen, die auf den körperlichen Zustand der drei Jünger hinweisen, aber ihre Namen werden nirgends genannt. Sie bleiben anonym, und es wird hauptsächlich auf ihre Aufgabe und den Zustand ihrer Unsterblichkeit Bezug genommen. Hier sind einige relevante Stellen: 

3. Nephi 28:36-40 
In diesen Versen wird über den Zustand der drei Jünger gesprochen. Es wird erklärt, dass ihr Körper verwandelt wurde, sodass sie Schmerzen und Kummer nicht mehr in der Weise empfinden, wie normale Menschen dies tun, außer wegen der Sünden der Welt. Sie sind jedoch noch nicht vollständig unsterblich, da es einen Unterschied zwischen ihrem Zustand und dem Zustand gibt, den sie am Tag der endgültigen Auferstehung erlangen werden. 

3. Nephi 28:39
Diese Verse unterstreichen, dass die drei Jünger in einem Zustand leben, in dem sie unsterblich erscheinen, aber dennoch „im Fleische“ sind, was bedeutet, dass sie immer noch physisch auf der Erde sind, jedoch ohne die Beschränkungen und Leiden, die normalerweise mit der Sterblichkeit verbunden sind. 

Lehre und Bündnisse 7:1-3 
Diese Offenbarung bezieht sich auf Johannes den Apostel, der sich ebenfalls wünschte, nicht zu sterben, um weiterhin das Evangelium zu predigen. Obwohl diese Verse sich direkt auf Johannes beziehen, bieten sie einen Einblick in den Zustand derjenigen, die wie Johannes den Tod nicht schmecken und bis zur zweiten Ankunft Christi auf der Erde bleiben. 

Lehre und Bündnisse 7:2-3
Diese Beschreibung von Johannes’ Zustand hilft, die Parallelen zu den drei Jüngern im Buch Mormon zu verstehen. Sie teilen denselben Wunsch und denselben Zustand wie Johannes, was Christus in 3. Nephi 28:6 direkt bestätigt. 

Lehre und Bündnisse 50:87-88 
In diesen Versen spricht der Herr zu Joseph Smith und erwähnt, dass es "höhere Mächte" gibt, die den Propheten und seine Zeitgenossen beschützen. Es gibt Hinweise darauf, dass diese höheren Mächte die drei nephitischen Jünger sein könnten. Es wird angenommen, dass die drei Jünger weiterhin einen Schutzdienst über die Heiligen ausüben. 

3. Nephi 28:25-31 
In diesen Versen des Buches Mormon wird explizit darauf hingewiesen, dass Mormon, der Prophet und Verfasser, nicht alles über die drei Jünger aufschreiben durfte. Er bestätigt, dass sie noch auf der Erde sind und dass ihre Mission noch andauert. Dies wird als eine Erinnerung an ihre ständige Präsenz und ihren unsterblichen Zustand verstanden. 

Nennung der Namen 
Die Namen der drei Jünger werden weder im Buch Mormon noch in anderen Schriften wie der Lehre und Bündnisse erwähnt. Sie bleiben anonym, vermutlich weil ihre Aufgabe, Seelen zu Christus zu bringen, und ihr Zustand als unsterbliche Missionare im Vordergrund stehen. 

Lehren die wir ziehen können 
Nephi 28:1-23 enthält mehrere wertvolle Lehren, die für uns heute relevant und bedeutungsvoll sind. Hier einige zentrale Prinzipien und ihre heutige Bedeutung: 

1. Der Wunsch nach Dienerschaft und Hingabe 
Die Jünger Jesu zeigen durch ihre Wünsche eine tiefe Hingabe an den Dienst am Herrn. Die neun Jünger wünschen sich, nach einem erfüllten Leben schnell in das Reich Gottes zurückzukehren, nachdem sie ihren Dienst vollbracht haben. Die drei anderen Jünger hingegen wünschen sich, ewig auf der Erde zu bleiben, um weiterhin Seelen zu Christus zu bringen. 

Lehre für uns heute

Selbstloser Dienst: Wir können inspiriert werden, wie die Jünger selbstlos zu dienen und unser Leben dem Wohl anderer und dem Werk des Herrn zu widmen. 

Langfristige Perspektive: Wie die Jünger sollten wir den ewigen Plan Gottes in den Blick nehmen und danach streben, unser Leben nach seinem Willen zu gestalten, ob durch kurze oder lange Zeiträume der Dienerschaft. 

2. Die Verheißung des Friedens und der Freude 
Den neun Jüngern wird versprochen, dass sie nach ihrem Dienst bei Christus Ruhe finden werden, während den drei Jüngern eine „Fülle der Freude“ und ein Leben ohne Schmerz, außer wegen der Sünden der Welt, versprochen wird. 

Lehre für uns heute

Ewiger Frieden: Diese Verheißungen erinnern uns daran, dass nach unserem treuen Dienst im Reich Gottes der ewige Frieden auf uns wartet. Dies kann uns Trost und Hoffnung im Angesicht von Herausforderungen in dieser Welt geben. 

Freude im Dienst: Auch im Dienst für andere finden wir heute Freude. Wie die drei Jünger Freude in ihrer ewigen Aufgabe finden, können auch wir durch unsere täglichen Dienste, sei es in der Familie, Gemeinde oder Gemeinschaft, Freude und Erfüllung erleben. 

3. Die Macht der Auferstehung und Unsterblichkeit 
Die drei Jünger erhalten das Versprechen, nicht den Tod zu schmecken, sondern in einem unsterblich ähnlichen Zustand zu bleiben, bis Christus in seiner Herrlichkeit zurückkehrt. Ihre Körper werden verwandelt, sodass sie keinen Schmerz erleiden. 

Lehre für uns heute

Glauben an die Auferstehung: Diese Verheißung unterstreicht das Prinzip der Auferstehung und die Gewissheit, dass Christus über den Tod triumphiert hat. Für uns bedeutet das die Hoffnung auf ein ewiges Leben nach dem Tod, was uns Mut und Perspektive gibt. 

Stärkung durch Glauben: Wie die drei Jünger können auch wir im Glauben gestärkt werden, dass Gott uns durch seine Macht in schwierigen Zeiten schützen und bewahren kann. 

4. Gottes Fürsorge für individuelle Wünsche 
Jesus wendet sich einzeln an seine Jünger und fragt sie, was sie sich wünschen. Er kennt ihre Gedanken und Wünsche, selbst wenn sie zögern, sie auszusprechen, und er segnet sie entsprechend ihrer individuellen Bestrebungen. 

Lehre für uns heute

Individuelle Beziehung zu Gott: Diese Szene zeigt, dass Gott jeden von uns persönlich kennt und sich um unsere individuellen Bedürfnisse und Wünsche kümmert. Wir können Vertrauen haben, dass Gott unseren Herzen und Wünschen nahe ist. 

Gebet und Offenbarung: Diese Geschichte lädt uns ein, im Gebet unsere Wünsche und Anliegen dem Herrn zu übergeben. Er wird uns leiten und segnen, wenn wir seinen Willen suchen. 

5. Wunder durch Glauben und Gehorsam 
Die drei Jünger erleben viele Wunder, wie die Befreiung aus Gefängnissen und der Unversehrtheit im Feuer und unter wilden Tieren. Diese Wunder geschehen durch die Macht Gottes, weil sie ihrem Wunsch und ihrer Berufung treu bleiben. 

Lehre für uns heute

Vertrauen auf Gottes Macht: Diese Wunder erinnern uns daran, dass Gott zu außergewöhnlichen Dingen fähig ist. Wenn wir ihm vertrauen und seinen Willen tun, können wir in unserem Leben Schutz, Führung und Wunder erleben. 

Durchhalten in Prüfungen: Die Jünger begegnen Verfolgung und Herausforderungen, doch Gott befreit sie. Auch wir können darauf vertrauen, dass Gott uns in schwierigen Zeiten unterstützt und führt, wenn wir treu bleiben. 

6. Das Leiden wegen der Sünden der Welt 
Die drei Jünger empfinden keinen persönlichen Schmerz, außer wegen der Sünden der Welt. Dies zeigt ihr Mitgefühl und ihre Trauer über die geistige Verlorenheit anderer. 

Lehre für uns heute

Mitgefühl für andere: Diese Lehre ermutigt uns, Mitgefühl für das Leiden anderer zu haben, insbesondere für diejenigen, die durch Sünde und geistige Dunkelheit leiden. Es motiviert uns, sie liebevoll zum Evangelium zu führen. 

Moralische Verantwortung: Wie die Jünger können auch wir erkennen, dass wir eine Verantwortung haben, anderen zu helfen, von Sünde umzukehren und das Evangelium zu verstehen, was sowohl ihre als auch unsere Freude steigern kann. 

Fazit: 
Die Begebenheiten in 3. Nephi 28:1-23 lehren uns heute wertvolle Prinzipien der Selbstlosigkeit, des Dienens, der Hoffnung auf ewigen Frieden, der individuellen Fürsorge Gottes und der Macht des Glaubens. Sie laden uns ein, unser Leben nach den ewigen Wahrheiten auszurichten, auf die Verheißungen des Herrn zu vertrauen und im Dienst für andere Freude und Erfüllung zu finden. 

Wer hat sich von Christus gewünscht auf der Erde bleiben zu dürfen um Ihm Seelen zuzuführen? 

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Damit ihr durch den Empfang des Heiligen Geistes geheiligt werdet

5. November 2024, 10:21am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Damit ihr durch den Empfang des Heiligen Geistes geheiligt werdet
(Bild: Quelle)

“Dies nun ist das Gebot: Kehrt um, all ihr Enden der Erde, und kommt zu mir, und lasst euch in meinem Namen taufen, damit ihr durch den Empfang des Heiligen Geistes geheiligt werdet, damit ihr am letzten Tag makellos vor mir stehen könnt.” (3. Nephi 27:20). 

  • Dieser Vers betont die Kernprinzipien des Evangeliums: Umkehr, Taufe, Empfang des Heiligen Geistes und die Verheißung, am letzten Tag makellos vor Christus stehen zu können. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 27:19-33: 

In 3. Nephi 27:19-33 erklärt Jesus den Menschen, dass niemand in das Reich Gottes eingehen kann, wenn er nicht gereinigt ist. Diese Reinigung erfolgt durch Umkehr und Taufe, wodurch die Menschen durch das Sühnopfer Jesu Christi makellos gemacht werden. Er betont, dass Menschen durch ihre Werke gerichtet werden, seien sie gut oder böse. Gute Werke führen zum ewigen Leben, während böse Werke zur Verdammnis führen. 

Jesus fordert seine Nachfolger auf, dem Vorbild zu folgen, das er ihnen gegeben hat, und ihr ganzes Leben lang rechtschaffen zu leben. Er betont die Bedeutung des Ausharrens bis ans Ende und des Einhaltens seiner Gebote. Diejenigen, die standhaft bleiben, werden schließlich in das Reich Gottes aufgenommen und erhalten ewiges Leben. 

Er warnt jedoch auch vor Stolz, Bosheit und dem Streben nach weltlichem Ruhm. Diese Dinge führen zur Zerstörung der Seele. Christus hebt hervor, dass es wichtig ist, ihm in allem zu folgen und den Lohn nicht in dieser Welt, sondern im kommenden Leben zu suchen. Am Ende erinnert er die Menschen daran, dass sie aufgrund ihrer Taten gerichtet werden und dass nur diejenigen, die auf seinem Evangelium aufgebaut sind, am letzten Tag bestehen werden. 

Die ihre Kleider in meinem Blut gewaschen haben (Vers 19) 
Kein Mensch ist frei von Sünde und sündhaftes kann nicht in der Gegenwart Gottes sein (1. Nephi 10:21). Aber das Werk Jesu Christi besteht darin, Unsterblichkeit und ewiges Leben des Menschen zustande zu bringen (Mose 1:39). Wie kann das funktionieren? Im Plan Gottes wurde ein unbegrenztes Sühnopfer vorgesehen (2 Nephi 9:7). Dafür hat sich Jesus Christus bereiterklärt (Mose 4:1). Im Garten Getsemani hat er für die Sünden der Welt gelitten. Sein Schweiß fiel wie Blutstropfen auf die Erde (Lukas 22:44). Am Kreuz hat er sein Blut, sein Leben für die Sünden aller Menschen hingegeben (Johannes 19:34) und es einem jeden, der sich zu ihm bekehrt, seine Sünden bereut und von ihnen lässt, sich taufen lässt mit Wasser und dem Heiligen Geist, mit Feuer, und auf diese Weise die Möglichkeit geschaffen, reingewaschen zu werden, um dann vor Gott stehen zu können und nach seinen Taten gerichtet zu werden (3. Nephi 27:20; siehe auch Revelation 1:5 in der King James Version). 

Alles wird vom Vater geschrieben 
In 3. Nephi 27:26 heißt es: „Und siehe, alles wird vom Vater geschrieben; darum wird aus den Büchern, die geschrieben sein werden, die Welt gerichtet.“ Dieser Vers bezieht sich auf die Rolle des Vaters und auf die schriftlichen Aufzeichnungen, die sowohl himmlisch als auch irdisch existieren und am Tag des Gerichts eine entscheidende Rolle spielen werden. Hier sind einige Aspekte, die den Vers im Kontext der Heiligen Schriften und des Evangeliums verständlicher machen: 

1. Himmlische Aufzeichnungen: 
Die Aussage „alles wird vom Vater geschrieben“ weist auf göttliche Aufzeichnungen hin, die im Himmel geführt werden. In der Heiligen Schrift wird oft auf himmlische Bücher Bezug genommen, in denen das Leben, die Werke und Handlungen der Menschen festgehalten werden. Zum Beispiel spricht die Bibel vom „Buch des Lebens“ (Offenbarung 20:12), in dem die Namen der Gerechten verzeichnet sind. Diese Bücher enthalten die Werke der Menschen, und am Tag des Gerichts werden sie gemäß dem, was in diesen Büchern geschrieben steht, gerichtet. 

2. Heilige Schriften als Maßstab: 
Die Schriften, die uns hier auf der Erde gegeben wurden – wie die Bibel, das Buch Mormon und andere heilige Texte – gelten ebenfalls als Aufzeichnungen dessen, was „vom Vater geschrieben“ wurde. Sie enthalten das Evangelium, die Gebote Gottes und Lehren über das Leben und die Errettung. Diese Schriften bieten einen Maßstab für das Verhalten der Menschen. Das, was der Vater „geschrieben“ hat, bedeutet daher auch, dass wir nach diesen Lehren leben und nach den heiligen Schriften gerichtet werden. 

3. Gericht nach unseren Werken: 
Der Vers erklärt, dass am Tag des Gerichts alles, was die Menschen tun, nach dem beurteilt wird, „was geschrieben ist“. Das bezieht sich auf die Taten und Werke jedes Einzelnen, die in himmlischen Büchern festgehalten werden. Diese Aufzeichnungen werden mit den Lehren der Heiligen Schriften abgeglichen, um zu sehen, ob die Menschen in Übereinstimmung mit den Geboten Gottes gelebt haben. 

4. Verantwortung und Gerechtigkeit: 
Da „alles geschrieben“ wird, zeigt der Vers auch, dass nichts vor Gott verborgen bleibt. Alles, was wir tun, ob gut oder schlecht, wird festgehalten und wird eine Rolle spielen, wenn wir gerichtet werden. Das bedeutet, dass Gottes Gericht vollkommen gerecht ist, da es auf genauen und wahren Aufzeichnungen basiert, die im Himmel, auf Erden und in den Heiligen Schriften geführt werden. 

5. Verbundene Aufzeichnungen: 
Die „Bücher“ können sowohl die himmlischen als auch die irdischen Aufzeichnungen umfassen. Gott offenbart seinen Willen durch heilige Propheten, und die Schriften, die wir haben, sind die schriftliche Offenbarung seines Willens. Somit ist „alles vom Vater geschrieben“ nicht nur auf das Buch des Lebens im Himmel beschränkt, sondern umfasst auch die Schriften, die hier auf der Erde festgehalten wurden. 

Zusammenfassung: 
Vers 26 bedeutet im Kontext der Heiligen Schriften, dass sowohl himmlische als auch irdische Aufzeichnungen über das Leben und die Werke der Menschen geführt werden. Diese Schriften, sowohl die himmlischen Bücher als auch die heiligen Texte, werden am Tag des Gerichts eine zentrale Rolle spielen, wenn alle Menschen nach dem beurteilt werden, was geschrieben ist. Die Schriften, die uns gegeben wurden, dienen als Leitfaden für unser Leben und werden als Maßstab für unser Gericht verwendet. 

Wisset, dass ihr Richter dieses  Volkes sein werdet 
Laut 3. Nephi 27:27 sollen die Zwölf Jünger Jesu in der Neuen Welt das Volk Nephi richten. Das bedeutet, dass die zwölf von Jesus berufenen Jünger am Tag des Gerichts das Volk Nephi gemäß dem richten werden, was ihnen von Jesus offenbart wurde. Sie werden also im Einklang mit den Lehren und Maßstäben Jesu urteilen. Jesus fordert sie außerdem auf, so zu sein, wie er ist – das heißt, gerecht und barmherzig zu handeln. 

Zusammengefasst: die Zwölf Jünger, die Jesus in Amerika berufen hat, werden das Volk Nephi richten, und ihr Urteil wird auf den Lehren Christi basieren. 

Laut den Schriften richten die zwölf Apostel der Alten Welt, also die Apostel Jesu Christi, die zwölf Stämme Israels. Dies wird in Matthäus 19:28 (KJV) deutlich, wo Jesus zu seinen Aposteln sagt: 

„Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet in der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzt, auch auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.“ 

Das bedeutet, dass die Apostel, die von Jesus in der Alten Welt berufen wurden, das Volk Israel, also die zwölf Stämme, richten werden. Diese Verheißung zeigt die besondere Rolle der Apostel im Plan Gottes, nämlich in Übereinstimmung mit der Lehre Christi die Nachkommen Israels zu richten. 

Zusammengefasst: Die zwölf Apostel der Alten Welt werden die zwölf Stämme Israels richten. 

Große Freude, aber auch Trauer 
In 3. Nephi 27:30-32 spricht Jesus sowohl von seiner großen Freude als auch von seiner Trauer. Hier ist, worüber er sich freut und worüber er betrübt ist: 

  • Freude Jesu: 
    Vers 30: Jesus freut sich über diejenigen, die an ihn glauben, sich bekehren und ihm nachfolgen. Er sagt, dass ihre Werke „ihm zur Freude gereichen“. Dies bedeutet, dass Jesus Freude daran hat, wenn Menschen in seinem Evangelium leben, seine Gebote halten und rechtschaffen handeln. Ihr Glaube und ihre Taten, die im Einklang mit dem Evangelium stehen, bereiten ihm große Freude. 

  • Trauer Jesu: 
    Vers 31-32: Jesus ist betrübt über diejenigen, die sein Evangelium ablehnen und sich gegen die Wahrheit wenden. In Vers 31 spricht er von denen, die „wissen“, was richtig ist, sich aber trotzdem „gegen das Licht entscheiden und es ablehnen“. In Vers 32 äußert er seine Trauer über jene der vierten Geneartion, dass es viele gibt, die sich trotz all der Zeichen und Wunder, die sie gesehen haben, dennoch gegen ihn wenden. Er erklärt, dass diese Menschen "abgehauen" werden, was bedeutet, dass sie vom Reich Gottes ausgeschlossen werden. 

  • Zusammenfassung: 
    Freude: Jesus freut sich über diejenigen, die glauben, umkehren und ihm nachfolgen. Ihre guten Werke bereiten ihm Freude. 

  • Trauer: Jesus ist betrübt über diejenigen, die das Licht und die Wahrheit ablehnen, obwohl sie die Gelegenheit hatten, die Wahrheit zu erkennen. Ihre Entscheidung, sich gegen ihn zu stellen, verursacht ihm Schmerz und Traurigkeit. 

Die enge und die weite Pforte 
In 3. Nephi 27:33 spricht Jesus von der engen und der weiten Pforte, ein Bild, das auch in Matthäus 7:13-14 vorkommt. Diese Metapher beschreibt die beiden Wege, die Menschen im Leben wählen können, und betont die Konsequenzen ihrer Entscheidungen.  

Bedeutung: 

  1. Die enge Pforte

  1. Symbol für das Evangelium und den Weg zu Gott: Die enge Pforte steht für den Pfad, der zum ewigen Leben und zur Errettung führt. Dieser Weg ist schmal, weil er Disziplin, Hingabe und die Einhaltung der Gebote Christi erfordert. Es bedeutet, dass wir die Lehren Jesu befolgen, uns taufen lassen, umkehren und den Heiligen Geist empfangen. 

  1. Schwierigkeit und Ausdauer: Der Weg durch die enge Pforte ist nicht leicht, da er Opfer und ständige Umkehr verlangt. Nur wenige finden diesen Weg, weil er konsequente Bemühungen und Ausharren bis ans Ende erfordert. 

  1. Die weite Pforte

  1. Symbol für den weltlichen Weg: Die weite Pforte steht für den breiten, scheinbar einfachen Weg, der jedoch ins geistige Verderben führt. Dieser Weg ist breit, weil er wenig Disziplin und Gehorsam verlangt und oft mit den verlockenden Versuchungen und falschen Freuden der Welt verbunden ist. 

  1. Gefahren des bequemen Weges: Viele Menschen wählen diesen breiten Weg, weil er weniger Widerstand und Opfer erfordert. Doch obwohl dieser Weg im Moment bequem und angenehm erscheinen mag, führt er langfristig zu spirituellen Verlusten und Verderben. 

Zusammenhang mit dem Evangelium: 
Jesus fordert uns auf, die enge Pforte zu wählen, was bedeutet, sein Evangelium anzunehmen und ein gerechtes Leben zu führen, auch wenn dieser Weg herausfordernd ist. Das Bild zeigt, dass die Entscheidung, Jesus nachzufolgen, nicht immer die einfachste oder populärste Wahl ist, aber sie führt zum ewigen Leben. Die weite Pforte hingegen symbolisiert den einfachen, weltlichen Weg, der ohne geistige Disziplin und Hingabe gegangen wird, aber am Ende zum Verlust des ewigen Glücks führt. 

Zusammengefasst: 
Die „enge Pforte“ repräsentiert den anspruchsvollen Weg des Evangeliums, der zum ewigen Leben führt, während die „weite Pforte“ den breiten, leicht zugänglichen Weg darstellt, der jedoch ins Verderben führt. Jesus ruft uns dazu auf, die enge Pforte zu wählen, weil sie zum wahren, ewigen Leben führt, auch wenn nur wenige diesen Weg finden und ihn bis ans Ende beschreiten. 

Lehren die wir ziehen können 
In 3. Nephi 27, Verse 19-33, finden wir eine Vielzahl von Lehren, die für uns heute von großer Bedeutung sind. Zunächst wird betont, dass nichts Unreines in das Reich Gottes eingehen kann, was uns daran erinnert, dass spirituelle Reinheit notwendig ist, um vor Gott bestehen zu können. Wir sollten uns bemühen, unser Leben zu reinigen und uns von Sünden abzuwenden, um die Möglichkeit zu haben, das ewige Leben zu erlangen. Die Vorstellung, „unsere Kleider in seinem Blut gewaschen“ zu haben, unterstreicht die Bedeutung von Umkehr und die Annahme des Sühnopfers Christi. 

Jesus ruft in diesen Versen zur Umkehr und zur Taufe auf. Dies zeigt, dass diese beiden Schritte grundlegende Elemente auf dem Weg zur Erlösung sind. Wir sollten regelmäßig unser Leben überprüfen und, wenn nötig, umkehren. Zudem fordert Jesus uns auf, die Werke, die wir von ihm gesehen haben, selbst zu tun. Dies ermutigt uns, in unserem Leben nach den Lehren und dem Vorbild Jesu zu leben, und verdeutlicht, dass unser Handeln und unsere Entscheidungen den Prinzipien des Evangeliums entsprechen sollten. 

Ein weiterer wichtiger Punkt in diesen Versen ist die Bedeutung des geschriebenen Wortes. Jesus erklärt, dass die Werke seines Volkes niedergeschrieben werden, was uns daran erinnert, dass wir eines Tages für unsere Taten zur Rechenschaft gezogen werden. Dies fordert uns auf, ein bewusstes und aufrichtiges Leben zu führen. Darüber hinaus betont Jesus die Verantwortung der Jünger, Richter des Volkes zu sein, was zeigt, dass Verantwortung und Führung eine zentrale Rolle im Glaubensleben spielen. Als Gläubige haben wir Einfluss auf andere und sollten uns bemühen, weise und gerecht zu handeln. 

Die Einladung Jesu, den Vater in seinem Namen zu bitten, lehrt uns das Vertrauen in die Kraft des Gebets. Gebet ist eine direkte Verbindung zu Gott, und wir können im Glauben bitten, um Antworten zu erhalten. Diese Ermutigung zeigt uns, dass das Gebet eine wichtige Rolle in unserem Leben spielen sollte. Schließlich spricht Jesus von seiner Freude über die Menschen, die glauben und sich ihm hingeben, und verdeutlicht, dass Gott ein persönliches Interesse an uns hat und sich über unsere Fortschritte freut. Diese Freude Gottes inspiriert uns, in unserem Glauben zu wachsen und ein Leben zu führen, das ihm gefällt. 

Wie verstehst du das mit der Heiligung durch den Heiligen Geist nach der Taufe? 

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Ich habe euch mein Evangelium gegeben, und dies ist das Evangelium, das ich euch gegeben habe

5. November 2024, 09:58am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Siehe, ich habe euch mein Evangelium gegeben, und dies ist das Evangelium, das ich euch gegeben habe – dass ich in die Welt gekommen bin, um den Willen meines Vaters zu tun, denn mein Vater hat mich gesandt.“ (3. Nephi 27:13). 

  • In diesem Vers betont Jesus den Kern seines Evangeliums: Er wurde gesandt, um den Willen des Vaters zu erfüllen, was durch sein Opfer für die Menschheit sichtbar wird. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 27:1-18: 

In 3. Nephi 27:1-18 bitten die Jünger Jesus um Weisung, wie sie die Kirche benennen sollen, da es unter dem Volk Unstimmigkeiten über diese Frage gibt. Jesus erscheint ihnen, nachdem sie im Gebet und Fasten vereint waren, und lehrt sie, dass die Kirche nach seinem Namen benannt werden soll, da sie auf seinem Evangelium gegründet ist. Er erklärt, dass jede Kirche, die nach einem anderen Namen benannt ist, nicht seine Kirche ist, sondern die eines Menschen. Jesus betont, dass sein Evangelium auf seiner Mission basiert, den Willen des Vaters zu tun, was durch sein Opfer am Kreuz sichtbar wird. Durch dieses Opfer werden alle Menschen vor Gott gerichtet, basierend auf ihren Werken. Wer umkehrt, sich taufen lässt und bis ans Ende treu bleibt, wird vor dem Vater als schuldlos gelten. Wer aber nicht bis ans Ende durchhält, wird verurteilt. Schließlich versichert Jesus, dass Gott all seine Worte erfüllt und niemals lügt. 

Welchen Namen sollte die Kirche tragen 
Der Anlass, warum sich die Jünger Jesu in 3. Nephi 27:1-8 mit Fasten und Gebet versammelten, war eine Meinungsverschiedenheit unter dem Volk bezüglich des Namens, den die Kirche tragen sollte. Die Jünger waren auf Missionsreisen, predigten das Evangelium und tauften im Namen Jesu. Doch es gab Unstimmigkeiten darüber, wie die Kirche benannt werden sollte. Daher versammelten sich die Jünger, um in mächtigem Gebet und Fasten Jesus um Weisung zu bitten. Sie wollten von ihm erfahren, welchen Namen die Kirche tragen sollte, um die Auseinandersetzungen zu beenden. 

Jesus wies die Jünger in 3. Nephi 27:7 an, die Kirche nach seinem Namen zu benennen. Er sagte ihnen, dass die Kirche „nach meinem Namen benannt“ werden soll, weil sie auf seinem Evangelium gegründet ist. Nur wenn sie nach seinem Namen benannt wird, könne sie als seine Kirche betrachtet werden. 

Präsident Russell M. Nelson hat wiederholt betont, dass die Kirche den Namen "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage" vollständig verwenden soll, weil es sich um die Kirche des Erretters handelt und nicht um die Kirche von Mormon (abgeleitet vom Buch Mormon) oder einer anderen Person. In seiner Ansprache während der Generalkonferenz im Oktober 2018 erklärte er, dass es der ausdrückliche Wunsch des Herrn ist, dass seine Kirche den richtigen Namen trägt, der seinen göttlichen Anspruch widerspiegelt. Lies hierzu gerne seine Rede: “Der richtige Name der Kirche”. 

Präsident Nelson hob hervor, dass der Name nicht nur eine formale Bezeichnung ist, sondern eine tiefere Bedeutung hat. Wenn wir die Kirche korrekt benennen, geben wir Jesus Christus die Ehre, die ihm gebührt, und machen deutlich, dass er der Mittelpunkt unseres Glaubens ist. Die Betonung des vollständigen Namens der Kirche ist eine Erinnerung daran, dass alles, was wir tun, auf Jesus Christus und sein Evangelium ausgerichtet sein sollte, genauso wie Jesus es in 3. Nephi 27 erklärt hat. 

Dies stärkt unser Bewusstsein dafür, dass Christus der Ankerpunkt unserer Anbetung und Lehre ist. 

Alle unsere kirchlichen Werke sollen wir in Seinem Namen tun 
In 3. Nephi 27:9-12 erklärt Jesus die Konsequenzen, wenn alles, was in der Kirche getan wird, mit seinem Namen verbunden ist und nach ihm benannt wird. Die wichtigsten Konsequenzen für uns heute lassen sich wie folgt zusammenfassen: 

  1. Göttlicher Segen und Beistand (Vers 9): Wenn wir den Namen Jesu Christi in all unserem Tun in der Kirche verwenden und die Kirche nach ihm benennen, wird der Vater unsere Gebete und Bitten erhören. Dies bedeutet, dass unsere Handlungen und Gebete Kraft und Wirksamkeit erhalten, wenn sie in Übereinstimmung mit dem Willen Jesu Christi und in Seinem Namen geschehen. Sein Name bringt göttlichen Segen. 

  1. Beständigkeit im Evangelium (Vers 10): Die Kirche und ihr Wirken müssen auf das Evangelium Jesu Christi gegründet sein. Wenn wir uns an die Lehren Jesu halten und sein Evangelium als Fundament halten, wird der Vater seine Werke in unserer Mitte offenbaren. Dies erfordert von uns, dass wir in Lehre und Praxis fest in den Lehren Christi verwurzelt bleiben, um den vollen Segen Gottes zu empfangen. 

  1. Warnung vor falschen Fundamenten (Vers 11): Jesus warnt, dass eine Kirche oder ein Werk, das nicht auf seinem Evangelium gegründet ist, sondern auf den Ideen oder Werken von Menschen oder des Teufels, keinen Bestand haben wird. Solche Werke mögen kurzfristig Freude oder Erfolg bringen, aber sie enden schließlich im Untergang. Für uns bedeutet das, dass wir uns immer wieder prüfen müssen, ob wir in allen Dingen wirklich dem Evangelium Jesu Christi folgen oder ob wir uns auf weltliche oder egoistische Ziele konzentrieren. 

  1. Ewige Konsequenzen unserer Taten (Vers 12): Die Werke der Menschen folgen ihnen, und wenn sie nicht nach dem Evangelium Jesu Christi handeln, werden sie abgeschnitten und ins Feuer geworfen. Für uns bedeutet dies, dass unsere Handlungen und Entscheidungen, die im Namen Christi getroffen werden, ewige Konsequenzen haben. Wir müssen sicherstellen, dass unser Leben und unser Dienst in Übereinstimmung mit seinen Lehren stehen, da diese Taten über unsere ewige Errettung entscheiden. 

Diese Verse erinnern uns daran, dass unser Handeln in der Kirche und in unserem persönlichen Leben stets im Namen Jesu Christi geschehen soll. Das gibt uns nicht nur Kraft, sondern auch Verantwortung, seinem Evangelium treu zu bleiben. 

Was ist das Evangelium Jesu 
In den Versen 13-15 von 3. Nephi 27 beschreibt Jesus das Evangelium, das er den Menschen gegeben hat. Es umfasst folgende wesentliche Punkte: 

  1. Erfüllung des Willens des Vaters (Vers 13): Jesus erklärt, dass er in die Welt gekommen ist, um den Willen seines Vaters zu tun. Sein gesamtes Wirken auf der Erde, einschließlich seines Sühnopfers, war Teil des göttlichen Plans des Vaters zur Errettung der Menschheit. 

  1. Jesu Opfer am Kreuz (Vers 14): Ein zentraler Teil des Evangeliums ist das Sühnopfer Jesu Christi. Er wurde auf das Kreuz erhöht, um alle Menschen zu sich zu ziehen. Dies symbolisiert seine Bereitschaft, für die Sünden der Menschheit zu leiden, damit alle, die ihm nachfolgen, die Möglichkeit haben, zu Gott zurückzukehren. 

  1. Rettung und Gericht (Vers 14-15): Durch das Sühnopfer Jesu Christi können alle Menschen durch den Vater zu Jesus gezogen werden, um gemäß ihren Werken gerichtet zu werden – ob gut oder böse. Das bedeutet, dass das Evangelium auch eine Einladung zur Umkehr und zu einem Leben in Gerechtigkeit ist, da jeder Mensch am Tag des Gerichts nach seinen Taten beurteilt wird. 

Das Evangelium Jesu Christi besteht also darin, dass Jesus in die Welt gekommen ist, um den Willen des Vaters zu tun, sich für die Sünden der Menschheit zu opfern, und dass durch sein Sühnopfer alle Menschen die Möglichkeit haben, zu ihm zu kommen, um entsprechend ihren Werken gerichtet und letztendlich erlöst zu werden. 

Schuldlossprechung durch Jesus 
In 3. Nephi 27:16-18 nennt Jesus die Bedingungen, unter denen jemand vor ihm als schuldlos gesprochen werden kann: 

  1. Umkehr (Vers 16): Um schuldlos vor Christus zu stehen, muss man umkehren. Das bedeutet, dass man seine Sünden bereut, sich verändert und sich entschließt, ein rechtschaffenes Leben gemäß den Lehren Jesu Christi zu führen. 

  1. Taufe in seinem Namen (Vers 16): Die zweite Bedingung ist, dass man sich in seinem Namen taufen lässt. Die Taufe ist der symbolische Akt der Reinigung und des Eingangs in einen Bund mit Christus. Weitere Bündnisse helfen uns in alle Ewigkeit bei Gott leben zu dürfen. 

  1. Ausharren bis ans Ende (Vers 16): Es reicht nicht, nur umzukehren und getauft zu werden; man muss auch bis ans Ende ausharren, das heißt, man muss weiterhin treu und gehorsam gegenüber den Lehren Jesu Christi leben und an seinem Glauben festhalten, egal welche Prüfungen kommen. 

Wenn jemand diese drei Bedingungen erfüllt – Umkehr, Taufe und Ausharren – verspricht Christus, dass er diese Person vor dem Vater am Tag des Gerichts als schuldlos erklären wird. 

  1. Die Konsequenz des Nicht-Ausharrens (Vers 17): Wer jedoch nicht bis ans Ende ausharrt, wird abgeschnitten und ins Feuer geworfen, was symbolisch für das endgültige Gericht und die ewige Trennung von Gott steht. 

  1. Gottes Treue und Gerechtigkeit (Vers 18): Jesus betont abschließend, dass Gott stets seine Worte erfüllt. Er ist gerecht, und das, was er gesagt hat, wird eintreffen. Diejenigen, die seine Bedingungen erfüllen, können auf seine Verheißungen vertrauen, während die, die es nicht tun, die Konsequenzen zu tragen haben. 

Zusammengefasst: Um von Christus als schuldlos gesprochen zu werden, muss man umkehren, sich taufen lassen und bis ans Ende treu bleiben. 

Lehren die wir ziehen können 
Aus 3. Nephi 27:1-18 lassen sich für uns heute mehrere wichtige Lehren ableiten: 

  1. Den Namen Christi annehmen: So wie die Kirche nach dem Namen Christi benannt werden soll, sollten auch wir den Namen Christi in unserem Leben annehmen und danach streben, seine Lehren und sein Beispiel zu verkörpern. Alles, was wir tun, sollte in seinem Namen und nach seinen Grundsätzen geschehen. 

  1. Ausrichtung auf das Evangelium: Jesus betont, dass seine Kirche auf sein Evangelium gegründet sein muss. Für uns bedeutet das, dass unser Leben auf seinem Evangelium basieren sollte, indem wir die Prinzipien des Glaubens, der Umkehr, der Taufe, der Gabe des Heiligen Geistes und des Ausharrens bis ans Ende leben. 

  1. Umkehr und Ausharren: Um vor Gott gerechtfertigt zu werden, müssen wir beständig umkehren, uns geistig erneuern und bis ans Ende treu bleiben. Es reicht nicht, nur vorübergehend Gutes zu tun; vielmehr ist Ausdauer in der Nachfolge Christi notwendig. 

  1. Rückkehr zu Gott durch Christus: Jesus spricht von seiner Erhöhung am Kreuz, durch die alle Menschen zu ihm und letztlich zum Vater zurückgeführt werden können. Für uns bedeutet das, dass Erlösung und das ewige Leben nur durch Christus möglich sind. Dies ermutigt uns, sein Sühnopfer anzunehmen und uns auf seine Gnade zu verlassen. 

  1. Gericht nach unseren Werken: Jesus erinnert uns daran, dass wir nach unseren Werken gerichtet werden. Das ist ein Aufruf, unser Leben bewusst zu gestalten und das Gute zu tun, weil unser Handeln Konsequenzen für unsere ewige Zukunft hat. 

  1. Gottes Treue: Der Herr erfüllt stets seine Verheißungen und lügt nicht. Diese Zusicherung sollte uns Vertrauen und Hoffnung geben, dass Gott seine Verheißungen in unserem Leben erfüllen wird, wenn wir ihm treu bleiben. 

Was ist deiner Meinung nach das Evangelium Jesu Christi? 

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Dann wird ihm auch das Größere kundgetan werden

5. November 2024, 09:36am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Volle Erkenntnis gelingt nur Stufe um Stufe
(Bild: Quelle)

„Und wenn dieses Volk dies empfangen haben wird, und es ist ratsam, dass es es zuerst hat, um seinen Glauben zu prüfen, und wenn es dann so ist, dass es daran glaubt, dann wird ihm auch das Größere kundgetan werden.“ (3. Nephi 26:9). 

  • Dieser Vers betont die Prüfung des Glaubens und das Prinzip, dass wir zuerst an das glauben müssen, was uns offenbart wurde, bevor uns noch größere Erkenntnisse zuteilwerden. Dies greift die Themen aus den Kapiteln 25 und 26 auf, in denen es um das Kommen des Herrn, seine Offenbarungen und die Vorbereitung des Volkes durch Glauben und Gehorsam geht. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 25:1-6: 

In 3. Nephi 25:1-6 lehrt Jesus die Nphiten die Worte aus Maleachi 3:19-24. Das kommende Gericht des Herrn wird angekündigt. Der Tag des Herrn wird wie ein brennender Ofen sein, der die Stolzen und Bösen vernichtet. Diese werden wie Stroh verbrannt, ohne dass ihnen Wurzeln oder Zweige bleiben (Vers 1). Jenen jedoch, die Ehrfurcht vor dem Namen des Herrn haben, wird der „Sohn der Rechtschaffenheit“ Heilung bringen, und sie werden wie wohlgenährte Kälber wachsen (Vers 2). Die Schlechten werden vernichtet und unter den Füßen der Gerechten zu Asche (Vers 3). Das Volk soll sich an das Gesetz des Mose erinnern, das am Horeb übergeben wurde (Vers 4). Vor dem schrecklichen Tag des Herrn wird der Prophet Elija gesandt werden, um die Herzen der Väter den Kindern zuzuwenden und umgekehrt, damit die Erde nicht durch einen Fluch getroffen wird (Verse 5-6). 

Die Lehren aus 3. Nephi 25 sind heute genauso relevant wie damals und lassen sich auf mehrere wesentliche Prinzipien übertragen: 

  1. Göttliches Gericht und Gerechtigkeit: Der kommende Tag des Gerichts, an dem Gott die Stolzen und Bösen richtet, erinnert uns daran, dass unsere Handlungen Konsequenzen haben. Es ermutigt uns, unsere Lebensweise zu überdenken und Gerechtigkeit sowie Demut anzustreben, um nicht unter die Bösen zu fallen. 

  1. Heilung und Segen für die Rechtschaffenen: Für jene, die den Namen des Herrn fürchten, gibt es die Verheißung von Heilung und Schutz. Dies erinnert uns daran, dass Rechtschaffenheit und Gottesfurcht zu geistigem und physischem Wohlstand führen können. Inmitten von Herausforderungen verspricht der Herr Heilung und Wachstum, ähnlich wie die Kälber, die in Sicherheit gedeihen. 

  1. Erinnerung an das Gesetz und die Gebote: Die Aufforderung, sich an das Gesetz des Mose zu erinnern, betont die Bedeutung von Gehorsam gegenüber Gottes Geboten. Auch heute sind uns Gottes Richtlinien und Prinzipien gegeben, nach denen wir unser Leben ausrichten sollten, um Segen und Führung zu erfahren. 

  1. Die Rolle von Elija und die Familienbindung: Die Prophezeiung von Elijas Wiederkunft, um die Herzen der Väter den Kindern und umgekehrt zuzuwenden, hebt die Bedeutung der Familie hervor. Diese Lehre ist besonders in unserer heutigen Welt von Bedeutung, in der familiäre Bindungen oft geschwächt sind. Es betont die Notwendigkeit, Beziehungen innerhalb der Familie zu stärken, um spirituellen und gesellschaftlichen Zerfall zu vermeiden. Der bietet uns ewige Bündnisse an, die es uns ermöglichen für alle Zeiten als Familie zusammen zu sein. 

  1. Vorbereitung auf den „großen und schrecklichen Tag“ des Herrn: Die Prophezeiung über das zweite Kommen Christi erinnert uns daran, dass wir stets wachsam und vorbereitet sein sollen. Es fordert uns auf, unser Leben in Übereinstimmung mit göttlichen Prinzipien zu führen, um nicht vom kommenden Gericht überrascht zu werden. 

Diese Lehren betonen die Wichtigkeit von Gerechtigkeit, familiären Bindungen, Gehorsam gegenüber Gottes Geboten und die Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi. 

Eine Zusammenfassung von 3. Nephi 26:1-21: 

In 3. Nephi 26:1-21 beschreibt Mormon das Wirken Jesu unter den Nephiten nach seiner Auferstehung. Jesus erklärte ihnen bedeutende Offenbarungen über die Vergangenheit und Zukunft, darunter die Schriften, die sie zuvor nicht hatten, und Ereignisse bis zum Ende der Welt. Er offenbarte sowohl große als auch kleine Dinge und erklärte alles, bis hin zum letzten Tag des Gerichts, an dem alle Menschen nach ihren Taten gerichtet werden. 

Mormon schreibt, dass nur ein kleiner Teil von Jesu Lehren in den Platten festgehalten werden konnte. Er erwähnt, dass der Herr den Glauben des Volkes prüfen wollte, bevor ihnen mehr Wissen offenbart würde. Jesus belehrte die Menschen drei Tage lang und offenbarte sich ihnen danach mehrfach. Besonders bemerkenswert war, dass er die Kinder lehrte, deren Zungen gelöst wurden, sodass sie ihren Eltern Wunderbares verkündeten. 

Nach Jesu Himmelfahrt fingen die Jünger an, die Menschen zu taufen und sie zu lehren. Alle, die sich im Namen Jesu taufen ließen, empfingen den Heiligen Geist. Die Menschen sahen und hörten Unaussprechliches, das nicht niedergeschrieben werden sollte. Die Gläubigen lebten gerecht, teilten alles miteinander und folgten den Geboten Jesu. Die Gemeinschaft der Getauften wurde als die Kirche Christi bekannt. 

Glühende Hitze und Zusammenrollen der Erde 
In 3. Nephi 26:3, wo Jesus sagt, dass „die Elemente vor glühender Hitze schmelzen werden und die Erde zusammengerollt werden wird wie eine Schriftrolle und die Himmel und die Erde vergehen werden,“ bezieht er sich auf die Zerstörung und Erneuerung der Welt, wie es im Zusammenhang mit den Endzeitereignissen in der Bibel und anderen heiligen Schriften beschrieben wird. Diese Formulierung weist auf eine kosmische Transformation hin, bei der die Erde und ihre Elemente in einem großen Feuer gereinigt und erneuert werden, um den Platz für die neue Schöpfung oder den kommenden Zustand des Himmelsreiches zu bereiten. 

Das Bild der Erde, die „zusammengerollt wird wie eine Schriftrolle,“ stellt symbolisch das Ende der alten Ordnung dar. Schriftrollen, die ausgerollt und gelesen wurden, würden wieder zusammengerollt, wenn der Text abgeschlossen war – in ähnlicher Weise wird die gegenwärtige Schöpfung am Ende der Zeit ihren Zweck erfüllen und zu einem Abschluss kommen. Danach folgt eine neue Ordnung oder ein neuer Zustand des Seins, der im Kontext vieler christlicher Schriften als das zweite Kommen Christi und das Gericht beschrieben wird, gefolgt von einer neuen, verherrlichten Erde. 

Diese Beschreibung verdeutlicht das mächtige Bild des Endes der jetzigen Welt und den Beginn eines ewigen, göttlichen Reiches, in dem Gerechtigkeit und göttliche Herrschaft bestehen werden. 

Mormon schrieb nur einen kleinen Teil dessen was der Herr lehrte 
In 3. Nephi 26:6-12 erklärt Mormon, dass er nur einen kleinen Teil dessen niedergeschrieben hat, was Jesus das Volk lehrte. Dieser kleinere Teil soll zuerst „dieses Volk“ empfangen, also die Nachfahren der Nephiten, das Volk der Lamaniten. Dies ist gemäß den Worten Jesu vorgesehen, um ihren Glauben zu prüfen. 

In Vers 9 sagt Mormon, dass dieses Volk (die Nachfahren der Nephiten und Lamaniten) die Offenbarung zuerst empfangen soll, um ihren Glauben zu prüfen. Wenn sie daran glauben, wird ihnen größeres Wissen offenbart. Sollte es jedoch so sein, dass sie nicht daran glauben, dann wird ihnen das größere Wissen vorenthalten, was zu ihrer Schuldigsprechung führt. 

Mormon verdeutlicht, dass der Herr die Menschen prüfen möchte, bevor er ihnen mehr Erkenntnis gibt. Nur durch ihren Glauben an das, was ihnen bereits gegeben wurde, können sie weiteres und tieferes Wissen erlangen. Davon sind wir heute betroffen. Unser Glaube wird zuerst geprüft und erst nach Bestehen der Prüfung, bekommen wir Größeres. 

Mormons eigene Worte enden und er beschreibt Taufen, Kinder die Großes erzählen ... 
In 3. Nephi 26:12-18 berichtet Mormon, dass er nur das niedergeschrieben hat, was ihm vom Herrn geboten wurde, obwohl er ursprünglich mehr aufzeichnen wollte. Dies diente dazu, den Glauben des Volkes zu prüfen. Jesus hatte das Volk drei Tage lang belehrt und erschien ihm danach mehrfach, um weiterhin belehrte und mit ihnen Brot und Wasser segnete und teilte. 

Besonders bemerkenswert war, dass Jesus den Kindern diente und ihnen die Fähigkeit gab, frei zu sprechen. Diese Kinder verkündeten ihren Eltern große und wunderbare Offenbarungen, die sogar größer waren als das, was Jesus dem Volk offenbart hatte. Nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war, nachdem er alle ihre Kranken geheilt und einen Mann von den Toten erweckt hatte, versammelte sich das Volk erneut. Die Menge hörte den Kindern zu, die „Wunderbares“ sprachen, darunter sogar Säuglinge. Es war jedoch verboten, das, was die Kinder sagten, schriftlich festzuhalten. 

Die von Jesus erwählten Jünger begannen daraufhin, die Menschen zu taufen, die so die Kirche Christi bildeten. Alle, die sich im Namen Jesu taufen ließen, empfingen den Heiligen Geist. Viele von ihnen erlebten unaussprechliche Dinge, die ebenfalls nicht niedergeschrieben werden sollten. Die Kinder spielten dabei eine besondere Rolle, da ihnen große Offenbarungen zuteilwurden, die sie ihrem Volk weitergaben. 

Lehren die wir ziehen können 
Aus 3. Nephi 26 können wir heute mehrere bedeutende Lehren für unser persönliches und geistliches Leben ziehen: 

  1. Glaube führt zu weiterem Wissen: In den Versen 9 und 10 wird betont, dass Gott den Glauben seines Volkes prüft, indem er ihnen zuerst nur einen Teil seiner Offenbarungen gibt. Wenn wir das empfangen, was uns bereits offenbart wurde, und daran glauben, wird uns weiteres Wissen und größere Einsicht geschenkt. Das lehrt uns, dass wir Vertrauen in Gottes Pläne haben und bereit sein sollten, im Glauben voranzugehen, auch wenn wir nicht sofort alles verstehen. 

  1. Demut und Geduld im Lernen: Nicht alles, was Jesus lehrte, wurde niedergeschrieben. Diese Erkenntnis zeigt, dass wir Geduld haben müssen, wenn wir nicht sofort alle Antworten auf unsere Fragen erhalten. Gott offenbart seine Wahrheiten schrittweise, wenn wir bereit sind, sie zu empfangen. 

  1. Besondere Rolle der Kinder: Die Kinder, denen Jesus in diesem Kapitel dient, erhalten tiefe und wunderbare Offenbarungen. Dies erinnert uns an die Reinheit und Empfänglichkeit der Kinder für göttliche Einsichten. Es zeigt auch die Bedeutung, Kinder im Glauben zu stärken und ihnen die Möglichkeit zu geben, geistlich zu wachsen. 

  1. Heilung und Segnung durch Christus: Jesus heilte in diesem Kapitel alle Kranken und zeigte seine Macht, auch einen Toten zu erwecken. Dies verdeutlicht, dass Christus die Macht hat, sowohl körperlich als auch geistig zu heilen. Wir können Vertrauen in seine Fähigkeit haben, unsere Wunden und Schwierigkeiten zu heilen, wenn wir uns ihm zuwenden. 

  1. Das Prinzip der Gemeinschaft: Die Gläubigen, die sich taufen ließen, hatten alles gemeinsam und gingen gerecht miteinander um. Dies lehrt uns die Wichtigkeit, als Gemeinschaft zusammenzustehen, füreinander da zu sein und in Liebe und Gerechtigkeit miteinander umzugehen. 

  1. Heiliger Geist als Quelle der Inspiration: Die Menschen, die getauft wurden, empfingen den Heiligen Geist, der ihnen unaussprechliche Dinge zeigte. Das zeigt die zentrale Rolle des Heiligen Geistes in unserem Leben als Quelle von Offenbarung, Trost und Führung. 

Insgesamt erinnert uns dieses Kapitel daran, dass Glauben, Demut, Gemeinschaft und das Wirken des Heiligen Geistes in unserem Leben entscheidend sind, um tieferes geistliches Wissen zu empfangen und ein Leben nach dem Vorbild Christi zu führen. 

Wir Menschen sind Wissbegierig. Aber erst wann wird uns Neues kundgetan werden? 

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