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Glaubensansichten
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Danach wird es geschehen, dass ich meinen Geist über alles Fleisch ausgieße

25. Januar 2022, 06:42am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die Ausgießung des Heiligen Geistes; Giovanni Mauro Della Rovere
(Bild: Quelle)

„Und danach wird es geschehen, daß ich meinen Geist über alles Fleisch*) ausgieße, so daß eure Söhne und eure Töchter prophetisch reden, eure Greise Offenbarungen in Träumen empfangen, eure jungen Leute Gesichte schauen; 2 ja auch über die Knechte und Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen;“ (Joel 3:1-2).

Danach wird es geschehen, dass ich meinen Geist über alles Fleisch ausgieße. Hier prophezeit ein jüdischer Prophet --- wann genau er lebte, ist nicht bekannt, einige sind der Meinung im neunten Jahrhundert v. Chr., andere im vierten – die Ausgießung des Heiligen Geistes in der Zukunft über alle Menschen.

Wann wird dies also sein, oder wann war dies geschehen?

  • Das Pfingsereignis
    Wenden wir uns dem besonderen Ereignis zu, dass uns in der Apostelgeschichte überliefert ist, das Pfingstereignis. Im Kapitel 2:4 wird berichtet: „und sie wurden alle mit heiligem Geist erfüllt …“ Diejenigen, auf die dieser Geist ausgegossen wurde, redeten in Zungen, andere konnten es verstehen. Viele Umstehende meinten, dass die wohl zu so früher Stunde schon alkoholisiert waren. Petrus stellte klar, dass diese nicht betrunken wären, sondern, dass sich hier „… die Verheißung des Propheten Joel (3,1—5).“ erfüllte (Apostelgeschichte 3:5-16).
  • Moronis Erscheinen
    Am 21. September 1823 bat der junge Joseph Smith den Herrn inbrünstig um Vergebung seiner Verfehlungen und wünschte zu wissen, wie sein Stand vor ihm wäre. Darauf erschien ihm eine Gestalt, die sich als Bote von Gott gesandt vorstellte und Moroni heiße (Joseph Smith Lebensgeschichte 1;33). Was hat das nun mit der Prophezeiung des Propheten Joel zu tun? Das lesen wir in demselben Kapitel im Vers 41: „Auch das dritte Kapitel von Joël zitierte er, vom ersten Vers bis zum letzten. Er sagte auch, dies sei noch nicht erfüllt, werde es aber bald sein. …“

Wann ergoss sich denn nun in der Neuzeit wieder der Heilige Geist über alle Menschen? Diese Gabe des Heiligen Geistes wurde zunächst auf Oliver Cowdery und dann auf Joseph Smith ausgegossen, nachdem sie zuvor dazu bevollmächtigt, sich gegenseitig getauft hatten (Joseph Smith Lebensgeschichte 1;72-73). Ich lerne, „Nein, Gott der HErr tut nichts, ohne zuvor seinen Ratschluß seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart zu haben.“ (Amos 3:7), egal zu welcher Zeit das Wort des Herrn an die Propheten erging, oder ergeht, oder ergehen wird.

Wie verstehst du die Offenbarung des Joel?

findechristus.org

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Darum wandle mit mir!

24. Januar 2022, 07:27am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Henoch predigt dem Volk Umkehr
(Bild: Quelle)

„Siehe, mein Geist ruht auf dir, darum werde ich alle deine Worte rechtfertigen; und die Berge werden vor dir weichen, und die Flüsse werden sich aus ihrem Lauf wenden, und du wirst in mir verbleiben und ich in dir; darum wandle mit mir!“ (Köstliche Perle Mose 6:34).

Darum wandle mit mir! Was für eine Einladung Gottes an seinen neu berufenen Propheten, der sich dafür eigentlich nicht für befähigt hielt und deshalb antwortete: „… meine Sprache ist unbeholfen; warum also bin ich dein Diener?“ (Köstliche Perle Mose 6:31-32). Anstatt ihn für seine Ausrede zu rügen, ermutigte er ihn dadurch, dass er ihm Macht anbot und dann lud er ihn ein `mit ihm zu wandeln´. Zudem kommt noch, dass Henoch in einer Zeit höchster Sympathien des Volkes gegenüber Satan berufen wurde, sie aufzufordern, ihre Ablehnung gegen Gott aufzugeben und umzukehren (Köstliche Perle Mose 6:27-28).

Wie ergeht es so manchem von uns heute, wenn der Ruf zu dienen an uns gerichtet wird? Sind wir da auch der Meinung, nicht geeignet zu sein? Ich lerne, wenn der Herr mich ruft, dann kann ich zwar erschrocken sein, aber auch sicher, dass er mir helfen wird, in meine Aufgabe hineinzuwachsen, auch gegen alle widrigen äußeren Umstände! Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass der Herr auch mich und dich einlädt, in ihm zu verbleiben und mit ihm zu wandeln! Er kennt unsere Schwierigkeiten allzu gut und weiß deshalb ganz genau, wie er uns helfen kann, wenn wir es nur zulassen. Ich muss mich darin üben, für die Eingebungen des Geistes empfänglich zu sein und sie beachten.

Was empfindest du bei einer solchen Einladung des Herrn, mit ihm zu wandeln?

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Ihm gab (Abram) alsdann den Zehnten von allem

22. Januar 2022, 05:53am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Abraham und Melchisedek (Wenzel Hollar, 1607-1677)
(Bild: Quelle)

„und gepriesen sei der höchste Gott, der dir deine Feinde in die Hand geliefert hat!“ Ihm gab (Abram) alsdann den Zehnten von allem.“ (Genesis 14:20).

Ihm gab (Abram) alsdann den Zehnten von allem. Wem gab Abram (Bedeutung: erhabener Vater), der später von Gott in Abraham (Bedeutung: Vater einer Menge) umbenannt wurde (Genesis 17:15), `den Zehnten von allem´? Zunächst, wie kam es dazu: Abram bekam Nachricht, dass sein Neffe Lot, der in Sodom lebte, von Feinden, die Sodom überfielen und besiegten, mit all seiner Habe verschleppt wurde. Er reagierte, indem er die Feinde mit dreihundertachtzehn ausgebildeten Männern seines Hauses verfolgte, und seinen Neffen mit dessen Haus, all seiner Habe, sowie allen in Sodom gefangen genommenen, und all der Kriegsbeute zurückeroberte. Auf ihrem Rückweg begegnete ihnen der König von Sodom, Bera. Unvermittelt wird dann berichtet, dass Melchisedek, der König von Salem, und Priester des höchsten Gottes ein Essen gab und Abram segnete. Bei diesem Zusammentreffen entrichtete nun Abram den Zehnten an diesen höchsten Priester Gottes.

Dies ist die erste Begegnung in der Bibel mit dem Zehnten. Der Zehnte wurde dann auch ein Teil des Gesetzes, das Gott durch Mose dem Volk Israel gab, inklusive der Erklärung, wofür er benutzt werden sollte (Deuteronomium 14:28-29). Nun ist dieses Gesetz kein Gesetz der `Altvorderen´, es wurde im Rahmen der Wiederherstellung des Evangeliums von Jesus Christus auch für uns als Gesetz erklärt. Auf eine Frage des Propheten Joseph Smith „O Herr! Zeige deinen Dienern, wie viel du vom Eigentum deines Volkes als Zehnten verlangst.“, gab ihm Gott die Antwort, die wir in Lehre und Bündnisse 119 nachlesen können. Kurz, wofür dieses Zehntel als Rückerstattung dessen, was Gott uns schenkt, genutzt wird: Unterstützung des Missionarsprogramms der Kirche, Bau und Unterhaltung der für die Mitglieder gebauten Gemeindehäuser auf der ganzen Welt, Hilfe für die Armen und Bedürftigen der Erde, Bau von Tempeln und für die Unterstützung der Genealogie-Programme der Kirche, Unterstützung des Bildungswesens der Kirche, sowie für Verwaltungskosten. Dafür, dass die Spenden dem Willen Gottes entsprechend verwendet werden, sorgt ein Rat, der sich aus der Ersten Präsidentschaft der Kirche, dem Kollegium der Zwölf Apostel und der Präsidierenden Bischofschaft zusammensetzt. Willst du es genauer wissen, empfehle ich dir den Artikel „What is tithing money actually spent on?“.

Was weißt du über das `Gesetz des Zehnten´?

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Geradeso wie einst Jannes und Jambres gegen Mose aufgetreten sind

21. Januar 2022, 07:01am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Illustration of the rods of Aaron and of the "wise men and sorcerers" becoming snakes.
(Bild: Quelle)

„Geradeso wie einst Jannes und Jambres*) gegen Mose aufgetreten sind, so treten auch diese gegen die Wahrheit auf: Menschen mit zerrüttetem Verstand (oder: mit verderbter Gesinnung, vgl. 1. Tim. 6,5) und im Glauben unbewährt. “ (2. Timotheus 3:8).

Geradeso wie einst Jannes und Jambres gegen Mose aufgetreten sind. Wer sind Jannes und Jambres? Bevor ich dieser Frage nachgehe, erst ein Blick auf die Situation. Der Apostel Paulus beschreibt in diesem Kapitel die Verhaltensweisen der Menschen in den letzten Tagen, also in der Endzeit. Er beschreibt all die negativen Eigenschaften der Menschen dieser Zeit, also unserer Zeit. Er prophezeit, dass sich diese Menschen der Wahrheit widersetzen würden, wie sich `Jannes und Jambres´ dem Mose widersetzt haben, der im Auftrag Gottes das Volk Israel, aus der ägyptischen Knechtschaft des Pharao befreien sollte.

Mose forderte, dass der Pharao das Volk ziehen lassen sollte. Dieser weigerte sich aber, und so sollte Mose den Pharao durch göttliche Wunder überzeugen, dass es sich hierbei um den Willen des Herrn handelte. Aber der Pharao wollte nicht klein beigeben und rief die Weisen, die Beschwörungspriester und Wahrsager zu Hilfe. Nach langjähriger jüdischer Tradition waren `Jannes und Jambres´ die Hauptmagier, die Moses widerstanden. Die Wunder, die Mose und Aaron vollbrachten, taten diese ebenso (Exodus 7:22). Die Namen der beiden Zauberer, `Jannes und Jambres´ werden ansonsten nirgendwo in der Bibel genannt, außer hier durch den Apostel Paulus. Allerdings finden wir sie in den Apokryphen: „Denn auch Moses wirkte, von Gott gesandt, in Ägypten viele Wunder, die Gott ihn vor Pharao, dem König von Ägypten, wirken hieß. Und es waren da Diener Pharaos, Jannes und Jambres, und diese wirkten auch nicht wenige von den Wundern, die Moses vollbracht hatte, und die Ägypter hielten sie wie Götter, den Jannes und den Jambres. Aber da die Zeichen, die sie wirkten, nicht von Gott waren, gingen sie selbst und die, welche ihnen glaubten, zugrunde. Und jetzt lasset ab von diesem Menschen! Denn er verdient den Tod nicht.“ (siehe hier Seite 181). Einer jüdischen Auslegung zufolge, sollen die beiden später auch maßgeblich an der Förderung der Anbetung des goldenen Kalbes beteiligt gewesen sein, das Aaron gemacht hatte (Exodus 32). Ich lerne, Paulus benutzt die Handlungen dieser beiden Diener des Pharao, um uns zu illustrieren, wie die Wahrheit in unserer Zeit, in diesen letzten Tagen vor dem zweiten Kommen Jesu, aktiv abgelehnt werden wird. Paulus warnt uns vor solchen Leugnern: „Doch sie werden mit ihrem Treiben nicht weit kommen, denn ihr Unverstand wird für alle klar zutage liegen, wie es ja auch bei jenen (beiden) der Fall gewesen ist.“ (2. Timotheus 3:9).

Was meinst du, weshalb Paulus auf Jannes und Jambres verweist?

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Er sah viele Länder; und jedes Land wurde Erde genannt, und es waren Bewohner darauf

20. Januar 2022, 07:09am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Und er sah viele Länder; und jedes Land wurde Erde genannt, und es waren Bewohner darauf.“ (Köstliche Perle Mose 1:29).

Er sah viele Länder; und jedes Land wurde Erde genannt, und es waren Bewohner darauf. Wer sah viele Erden mit Bewohnern darauf? Wer die Schöpfungsgeschichte aus verschiedenen Quellen heraus kennt, weiß, dass es hier um die Vision ging, die der Herr Mose zuteilwerden ließ. Diese Vision hat der Herr dem Propheten der Wiederherstellung, Joseph Smith, im Juni 1830 offenbart. In ihr geht es darum, dass Gott seinen Propheten Mose in einen Zustand versetzte, verklärte, in dem es ihm möglich war, die gesamte Schöpfung zu sehen (Köstliche Perle Mose 1:2,4). Der Herr zeigte ihm alles bezüglich der Erde und auch ihre Bewohner, „… und ihre Anzahl war groß, ja, so zahllos wie der Sand am Meeresstrand.“ (Köstliche Perle Mose 1:28). Ja, sogar Welten ohne Zahl erschuf der Herr, und zwar für einen einzigen bestimmten Zweck, Unsterblichkeit und ewiges Leben seiner Kinder zustande zubringen (Köstliche Perle Mose 1:33,39).

Wenn Joseph Smith zu seiner Zeit nachts den Sternenhimmel betrachtete, konnte er mit bloßem Auge tausende von Sternen, evtl sogar einige Planeten sehen. Hätte er gewusst, wo er hätte suchen müssen, hätte er sogar bei klarer Nacht einen Sternennebel finden können. Erst 95 Jahre nach der Offenbarung an Joseph Smith entdeckte ein Astronom, Edwin Hubble, dass der Andromeda nicht nur ein Nebel war, sondern eine Steneninsel außerhalb unserer Milchstraße. Es handelt sich um ein fernes Sternensystem, und deren gibt es hunderttausende. Zu Hubbles Zeiten noch stark umstritten, ist es heute mittels eines im Weltraum arbeitenden, nach ihm benannten, Teleskops bewiesen, dass es hunderte von Milliarden solcher Galaxien gibt, mit jeweils Hunderten Milliarden von Sternen. Elder Uchtdorf, damals zweiter Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, erklärte auf der Generalkonferenz im Oktober 2011: „Astronomen haben den Versuch unternommen, die Anzahl der Sterne im Universum zu zählen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern nimmt an, dass die Anzahl der Sterne, die sich mit unseren Teleskopen erfassen lassen, etwa zehnmal größer ist als die Anzahl sämtlicher Sandkörner aller Strände und Wüsten der Welt.“ (Sie sind dem Herren wichtig). Und er verweist noch auf die Aussage Henochs: „Wäre es möglich, dass der Mensch die Teilchen der Erde zählen könnte, ja, Millionen Erden gleich dieser, so wäre das noch nicht einmal der Anfang der Zahl deiner Schöpfungen.“ (Köstliche Perle Mose 7:30). Ich lerne, das Wort des Herrn bestätigt sich auch durch Wissenschaftler. Zwar immer erst viel, viel später, aber wir erkennen mit der Zeit: Wir können uns auf die Prophezeiungen Gottes berufener Dienerinnen und Diener verlassen, auch wenn wir es zunächst für unmöglich halten.

Warum ist es für dich wichtig, dich auf das Wort der Propheten Gottes zu verlassen, auch wenn es unglaublich erscheint?

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Wenn wir nicht übertreten hätten, so hätten wir nie Nachkommen gehabt

19. Januar 2022, 06:44am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Johann Wenzel Peter - Adam and Eve in the earthly paradise
(Bild: Quelle)

„Und Eva, seine Frau, hörte das alles und war froh und sagte: Wenn wir nicht übertreten hätten, so hätten wir nie Nachkommen gehabt und hätten nie Gut und Böse erkannt, auch nicht die Freude unserer Erlösung und das ewige Leben, das Gott allen gibt, die gehorsam sind.“ (Köstliche Perle Mose 5:11).

Wenn wir nicht übertreten hätten, so hätten wir nie Nachkommen gehabt. Welch wunderbare Erkenntnis, die uns die Mutter aller Lebenden (Köstliche Perle Mose 4:26) allein schon in diesem Vers vermittelt.

Spencer W. Kimball äußerte sich über die Übertretung Evas folgendermaßen:„Eva, die erst kurz zuvor von jenem ewigen Thron gekommen war, hat wohl diese Art zu leben verstanden, denn sie war glücklich – glücklich! –, dass sie und ihr Mann von der verbotenen Frucht gegessen hatten. … Unsere Stammmutter Eva hat die Existenz des Menschengeschlechts freudevoll eingeleitet; sie wollte Kinder und war froh über die Freude, die sie ihr bringen würden, und bereit, mit der Freude auch die Probleme auf sich zu nehmen, die das Familienleben mit sich bringt. …“  („Die Frauen der Kirche“). Ich lerne, Eva hatte eine, alle Kinder Gottes betreffende, überaus wichtige, mit ewiger Tragweite verbundene Entscheidung getroffen, indem sie die Argumente der Schlange, Satans, von der Frucht des Baumes der Erkenntnis zu essen, dem Gebot, das der Herr Adam gegeben hatte, nicht davon zu essen, vorzog (Köstliche Perle Mose 4:17; Eva war zu der Zeit noch nicht erschaffen), um dadurch das Gebot „… mehret euch, und füllet die Erde ...“ (Köstliche Perle Mose 2:28), erfüllen zu können. Damit hat sie Neuland betreten, und war froh darüber, trotz aller Ungewissheit, was das Erdenleben alles an Freuden, aber auch Schwierigkeiten, mit sich bringen würde. Treffe ich, wenn ich vor großen Entscheidungen stehe, auch eine mutige und richtige Wahl, und bin dann froh darüber, auch wenn sie zu Mehrarbeit führt – anstatt sorglos im Garten Eden zu verweilen, Ungewisses in Angriff zu nehmen, auch wenn es mit Schweiß und Schmerzen körperlicher, als auch geistiger Art, verbunden ist?

Wie gehst du vor, wenn du dich für eine von zwei gegensätzlichen Vorgaben zu entscheiden hättest?

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Wahrlich ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern

18. Januar 2022, 10:24am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Das Abendmahl. Fehlt da nicht eine Person, oder findest du ihren Schatten?
(Bild: Quelle)

„Als es dann Abend geworden war, setzte er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch; 21 und während des Essens sagte er: `Wahrlich ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern (= verraten)!´“ (Mathäus 26:20-21).

Wahrlich ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern. Die meisten dürften den Hintergrund dieser Aussage kennen. Welche Situation haben wir? Wir befinden uns im Paschafest. Die Jünger hatten den Saal dafür vorbereitet und nun saßen die Zwölf mit dem Herrn zu Tisch. Vorher hatte sich einer der Zwölf dazu hinreißen lassen, für dreißig Silberstücke, seinen Meister an die Leute des Hohen Rates auszuliefern. Dies war Jesus natürlich bekannt. Und so saßen sie bei dem Abend-Mahl zusammen, und Jesus sprach das obige Zitat, nämlich, dass einer aus ihrer Runde, ihn (an eine von den Hohen Priestern zusammengestellte große Schar von Männern, mit Knüppeln bewaffnet), verraten würde.

Ich stelle mir vor, dass ich etwas Ähnliches bei einer Ratssitzung erleben würde und frage mich, ob ich bei einer solchen Aussage nicht gleich denken würde: "Das wird sicherlich meinen gegenüber sitzenden Mitbruder betreffen. Der hat sich schon seit geraumer Zeit verdächtig verhalten. Oder war es vielleicht doch der neben mir sitzende?" Ich denke, ich würde zunächst diese Aussage auf all die anderen beziehen. Aber, ich lerne, nicht so seine Zwölf. Was wird uns über sie berichtet? Sie wurden zunächst einmal tief betrübt. Dann fragten sie ihn, „… einer nach dem andern: `Ich bin es doch nicht etwa, Herr?´” (Matthäus 26:22). Ich muss mir eine ganz große Scheibe abschneiden. Wie heißt so ein flapsiger Ausspruch: „Keiner denkt an mich, nur ich“. Hier in diesem Fall wohl vorbildhaft von den Jüngern eingehalten. Sie haben nicht zunächst an den anderen gedacht, dass er den Verrat begehen würde, sondern fragten, ein jeder für sich ihren geliebten Herrn, ob er es etwa sein würde.

An wen würdest du in dieser Situation als Erstes denken?

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Kain erkannte seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Henoch

17. Januar 2022, 07:25am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die Stadt Henochs wird in den Himmel aufgenommen
(Bild: Quelle)

„Kain erkannte seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Henoch. Kain wurde der Erbauer einer Stadt und nannte die Stadt nach dem Namen seines Sohnes Henoch.“ (1. Mose 4:17).

Kain erkannte seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Henoch. Als ich früher die Schöpfungsgeschichte las, war ich meist etwas irritiert und fragte mich, soll dieser Henoch jener gewesen sein, der mit seiner Stadt in den Himmel aufgenommen wurde (Köstliche Perle Mose 7:69)? Dann hätte er doch gar nichts von seinem Vater Kain geerbt, sondern hatte einen um 180 Grad gedrehten Charakter als dieser. Na gut, das könnte ja sein, dann wäre der Apfel in diesem Fall eben nicht nicht weit, also weit vom Stamm, gefallen.

Wenn ich ein Kapitel zurückblättere, also in Mose 6 in der Köstlichen Perle, lese ich, dass Mose im Alter von einhundertunddreißig Jahren einen Sohn Set bekam und der ihm ähnelte wie sein Spiegelbild (Köstliche Perle Mose 6:10). Vier Generationen später in dieser Linie zeugte Jered einen Sohn und nannte ihn Henoch (Köstliche Perle Mose 6:10-21). Dieser Henoch nun wurde vom Herrn als Prophet zu dem Volk gesandt, obwohl dieser meinte, dafür ungeeignet zu sein, da er nicht sprachgewandt sei (Köstliche Perle Mose 6:31; fällt einem da auch ein Mose ein? siehe 2. Mose 4:10). Der Herr wies ihn an, seine Augen mit Lehm zu waschen (fällt dir dabei ein Wunder Jesu ein? siehe Johannes 9:6), und er konnte danach Dinge sehen, die ein Mensch mit natürlichen Augen nicht sehen konnte. So wurde er als ein Seher bekannt (Köstliche Perle Mose 6:35-36). Henoch macht nun seine Berufung groß und begründet eine Stadt, deren Volk zur Vollkommenheit heranwächst und sie schließlich vom Herrn in den Himmel aufgenommen wurden (Köstliche Perle Mose 7:69). Ich lerne, wenn ich beim Schriftstudium über etwas stolpere, muss ich der Sache Gebet erfüllt nachgehen, bis sie mir klar wird.

Wie gehst du vor, wenn dir beim Schriftstudium etwas unklar ist?

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Den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse

15. Januar 2022, 07:24am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die Frucht eines Feigenbaumes
(Bild: Quelle)

„Und aus dem Erdboden ließen die Götter einen jeden Baum aufwachsen, der angenehm anzusehen und gut zur Nahrung ist; auch den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.“ (Abraham 5:9).

Den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Diese beiden Bäume stellten die Götter in den Garten Eden (die Erde wurde von Gott Vater zuerst geistig geplant [Köstliche Perle Mose 3:5], danach wurde der Plan von Göttern realisiert [Köstliche Perle Abraham 4:1 ff]). Was könnten dies für Bäume gewesen sein? Jeffrey M. Bradshaw, ein Wissenschaftler, Dr. der Philosophie, und Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, hat sich Gedanken darüber gemacht, was das für zwei Bäume hätten sein können (siehe “The Symbolism of the Tree of Knowledge and the Tree of Life”, Pearl of Great Price Central"):

  • Baum der Erkenntnis von Gut und Böse
    Bradshaw ist zu dem Schluss gekommen, dass der `Baum der Erkenntnis von Gut und Böse´ ein Feigenbaum hätte sein können, da jüdische und christliche Traditionen darauf hindeuten. Die Frucht des Feigenbaumes ist für Samenreichtum bekannt, „… daher ist eine Schürze aus grünen Feigenblättern ein angemessenes Symbol für die Fähigkeit von Adam und Eva, nach dem Sündenfall fruchtbar zu sein und sich zu vermehren.“ (Mose 4:13).
  • Baum des Lebens
    Bradshaw äußert, `dass antike Kommentatoren manchmal die Symbolik des Baumes des Lebens mit dem Olivenbaum identifizieren. Seine extrem lange Lebensdauer macht es zu einem würdigen Symbol für das ewige Leben, und der alltägliche Gebrauch des Öls als Nahrungsquelle für den Menschen und als Brennstoff für Licht weckt natürliche Assoziationen, auch, wenn es in Verbindung mit der rituellen Salbung von Priestern und Königen verwendet wird, und die Segnung von Kranken´.
  • Einen weiteren Grund, von einem Olivenbaum auszugehen, bietet Joseph Smiths Einleitung zu Lehre und Bündnisse 88: Der Prophet nannte sie das „Olivenblatt … vom Baum des Paradieses gepflückt, die Friedensbotschaft des Herrn an uns“.

Was auch noch für diese Annahmen spricht, finde ich im 2. Nephi 2:15 „… die verbotene Frucht im Gegensatz zum Baum des Lebens, die eine war süß und die andere bitter.“ – Feigen schmecken aromatisch süß, frische Oliven hingegen ungenießbar bitter, weshalb die verbotene Frucht für Eva wohl auch so verlockend war. Ich lerne, in den Heiligen Schriften haben wir es mit enorm viel Symbolik zu tun, sodass ich immer wieder aufgefordert bin, nachzuforschen, was hinter einer Aussage steckt.

Welche Symbolik siehst du hinter den beiden Bäumen?

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Gott, der HERR, machte dem Menschen und seiner Frau Gewänder von Fell und bekleidete sie damit

14. Januar 2022, 06:40am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der Fall Adams und Evas
(Bild: Quelle)

„Gott, der HERR, machte dem Menschen und seiner Frau Gewänder von Fell und bekleidete sie damit.“ (1. Mose 3:21).

Gott, der HERR, machte dem Menschen und seiner Frau Gewänder von Fell und bekleidete sie damit. Warum machte Gott der Herr Gewänder für Adam und Eva? Was war geschehen? Eva ließ sich durch die Schlange überzeugen (man könnte annehmen, Satan tarnt sich hier mit dem Symbol für Christus, denn an anderer Stelle steht die `eherne Schlange´ als Symbol für Christus), dass es entgegen dem Gebot des Herrn richtig wäre vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen. Nachdem sie davon gegessen hatte, überzeugte sie auch Adam davon es zu tun, denn wenn er es nicht täte, würde er alleine im Garten Eden zurückbleiben, während sie ausgestoßen würde, und sie könnten das andere Gebot, nämlich die Erde zu füllen, nicht erfüllen. Also aß auch er. Nachdem sie dadurch `Erkenntnis´ erhielten, bemerkten sie ihre Blöße und bedeckten sie mit zusammengehefteten Feigenblättern.

Nachdem der Herr den ganzen Vorfall mit ihnen besprochen hatte, verwies er sie des Gartens und sie mussten in die einsame und öde Welt (1. Mose 3:23), allerdings nicht ohne sie vorher dafür auszurüsten, fit zu machen. Er zeigte ihnen seine Liebe ihnen gegenüber, indem er sie mit `Fell bekleidete´. Fell woher? Annahme: Es musste wohl ein Tier geopfert werden, wohl ein `unschuldiges Lamm´. So war diese Bekleidung wohl auch ein Sinnbild für das Sühnopfer, das Jesus eines Tages erbringen würde. Ein Unschuldiger für die Schuldigen. Nun bekleidete Gott sie auch noch selber. Könnte es sein, dass er sie dadurch mit Schutz vor den Unbilden der `Welt´ ausstattete? Ich lerne, der Herr liebt seine Kinder so sehr, dass er alles für sie tut, dass sie die Möglichkeit haben, aus der Diaspora (die Existenz religiöser, nationaler, kultureller oder ethnischer Gemeinschaften in der Fremde, nachdem sie ihre traditionelle Heimat verlassen haben) in ihre ursprüngliche Heimat wieder zurückkehren zu können. Ich bin zu tiefstem Dank verpflichtet.

Wie verstehst du das, dass der Herr Adam und Eva mit Fell bekleidete?

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