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Glaubensansichten
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Ihre Schösslinge ranken über die Mauer empor

24. März 2022, 06:03am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Weinrebe

Sprössling

„Josef ist eine junge Fruchtrebe, eine junge Fruchtrebe am Quell: Ihre Schösslinge ranken über die Mauer empor.“ (Genesis 49:22).

Ihre Schösslinge ranken über die Mauer empor. Hier wird uns etwas über den Erstgeborenen Jakobs mit seiner ersten und größten Liebe Rahel, Joseph, und seine Nachkommen mitgeteilt.

Hierin bedeuten:

  • Fruchtrebe
    In der Bibel wird häufig über den Weingarten des Herrn als Bild eines Feldes mit seinem Volk, des Hauses Israels, gesprochen. Eine Fruchtrebe in diesem Zusammenhang ist ein Hauptzweig eines Weinstockes. Reben benötigen ein Klettergerüst, an dem sie sich hinauf hangeln können, Holzpfähle mit gespannten Drähten. Die Rebe selber bildet den Fruchtstand, an dem sich die einzelnen Trauben entwickeln – im übertragenen Sinn die einzelnen Mitglieder einer Familie, der Kirche.
  • Schösslinge
    Ein Schoss ist ein aus einem horizontal wachsenden Seitenspross erbgleiches Tochterindividuum der Ausgangspflanze, ein länglicher junger Auswuchs der Hauptrebe – im übertragenen Sinn also ein direkter Nachkomme, ein Sohn, eine Tochter.
  • Mauer
    Sie stellt das Klettergerüst für die Weinrebe dar – im übertragenen Sinn, jedenfalls in einigen Fällen, der Ozean, die `Mauer´ zwischen den Kontinenten.

Ich lerne, in diesem Vers wird uns gelehrt, dass Joseph, die `junge Fruchtrebe´ am Stammvater Jakob, `Schösslinge´, d. h. Nachkommen, haben wird, die über die Grenzen seiner Heimat hinauswachsen würden – im übertragenen Sinn, geht es dabei um die Zerstreuung Israels über die ganze Erde. Ein Teil davon sind die Nephiten. Einer der Schösslinge, Lehi, fand auf den Messingplatten Labans seine Abstammungslinie: „… daher wusste er, dass er ein Abkömmling Josefs war, ja, nämlich jenes Josefs, der der Sohn Jakobs war, der nach Ägypten verkauft wurde ...“ (1. Nephi 5:14). Der Grund dieses `über die Mauer rankens´: „… dass ich mir aus der Frucht der Lenden Josefs einen rechtschaffenen Zweig erwecke.“ (Jakob 2:25). Wie unendlich dankbar können wir sein, dass der Herr auch dort für Schösslinge gesorgt hat, auf dass wir einen `weiteren Zeugen für Christus´ haben können, das Buch Mormon!

Wie interpretierst du die Schriftstelle?

findechristus.org

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Hierauf nahmen sie Josefs Rock, schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Rock in das Blut

23. März 2022, 05:40am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Josefs blutiges Gewand wird dem Jakob gebracht (Diego Velázquez, 1630)
(Bild: Quelle)

„Hierauf nahmen sie Josefs Rock, schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Rock in das Blut;“ (Genesis 37:31).

Hierauf nahmen sie Josefs Rock, schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Rock in das Blut. Was war passiert? Die elf Brüder hatten beschlossen, ihren zweitjüngsten Bruder Joseph, der Lieblingssohn ihres Vaters, der Träume hatte, dass sie sich, als ältere Brüder, vor ihm verneigen würden, zu beseitigen. Sie beschlossen, ihn in eine trockene Grube zu werfen. Gesagt, getan, setzen sie sich einfach zum Essen nieder. Eine ismaelitische Karawane kam vorbei, und Juda schlug vor, Joseph nicht umkommen zu lassen, stattdessen ihn als Sklave an die Ismaeliten zu verkaufen. Gesagt, getan. Ruben muss zu diesem Zeitpunkt nicht dabei gewesen sein. Als er wieder zurück war und in die Grube schaute, war Joseph nicht mehr da. Vor Entsetzen zerriss er seine Kleider, ging zu seinen Brüdern und fragte, was sie denn nun machen sollten. Sie beschlossen, ihren Vater Jakob `arglistig zu täuschen´, indem sie den Rock Josephs nahmen und mit `Ziegenblut´ tränkten, und so dem Vater zu zeigen. Dieser folgerte, dass Joseph wohl einem wilden Tier zum Opfer gefallen war (Genesis 37:20-33).

Blättern wir ein paar Seiten in der Bibel zurück. Wir werden feststellen, dass Jakob, auf Anweisung seiner Mutter, seinen Vater Isaak, als es um den Segen des Erstgeborenen ging, in ähnlicher Weise `arglistig täuschte´. Was hatte ihm Rebekka aufgetragen? Er sollte hingehen und zwei `Ziegenböcke´ holen, und sie würde dann für Isaak eine schmackhafte Speise bereiten (Genesis 27:9-10). Dazu mussten diese natürlich geschlachtet werden, ihr `Blut´ musste vergossen werden. Ich lerne, „Wer (anderen) eine Grube gräbt, fällt (selbst) hinein; ...“ (Sprüche 26:27). Was Jakob vor einigen Jahren seinem Vater angetan hatte, wiederholt sich nun in ähnlicher Weise durch seine Söhne an ihm.

Ist es dir schon mal passiert, dass das, was du jemand anderem angetan hast, in ähnlicher Weise auch dir widerfahren ist? Was war es?

findechristus.org

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Und verkauften ihn für zwanzig Silberstücke an die Ismaeliter

22. März 2022, 06:00am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Joseph wird an Ismaeliter verkauft
(Bild: Quelle)

„Als nun die midianitischen Kaufleute vorüberkamen, zogen sie Josef aus der Grube herauf und verkauften ihn für zwanzig Silberstücke an die Ismaeliter; diese brachten Josef dann nach Ägypten.“ (Genesis 37:28).

Und verkauften ihn für zwanzig Silberstücke an die Ismaeliter. Die meisten kennen die Begebenheit aus dem Alten Testament, in der davon berichtet wird, wie die Brüder Josephs ihn hassten, und auf ihn eifersüchtig waren, weil er zum einen als zweitjüngster, der Lieblingssohn ihres Vaters war, und zum anderen zwei Träume hatte, die in der Auslegung ihn als Herrscher über seine Brüder darstellten (Genesis 37:3,5,9). Die Folge, sie schmiedeten Pläne, wie sie ihn loswerden konnten. Zunächst wollten sie ihn töten und es so aussehen lassen, als wäre er von wilden Tieren gefressen worden. Ruben wollte dies noch verhindern. Schließlich übernimmt Juda eine Führungsrolle gegenüber seinen Brüdern, indem er sich dafür aussprach, ihn `aus der Grube zu ziehen´, und an midianitische Kaufleute, Ismaeliter (Wüstenstamm; Nachfahren Abrahams durch Hagar bzw. Ketura; Genesis 16:15; 25:1-2), für zwanzig Silberstücke, dem Preis für einen Sklaven, zu verkaufen (Genesis 37:18,20-21,26-28).

Woran erinnert mich dieser Handel bloß? Ach ja, da gab es ja einen Jünger, einen Apostel Jesu, Judas Iskariot, der ihn für dreißig Silberstücke, dem Preis für einen Sklaven, an die Mitglieder des Hohen Rates verraten wollte (Matthäus 26:14-15). Ich lerne, in Josephs Lebensgeschichte gibt es Vorzeichen auf Jesus. Joseph, der besonders geliebte seines Vaters, sollte ermordet werden, wurde aber verkauft, was zu Folge hatte, dass er der Retter für seine Familie mit deren Anhang wurde, als die große Hungersnot ausbrach und er Vorsorge getroffen hatte. Jesus, der vom Vater gesalbte und geliebte, wurde verkauft, getötet, nach drei Tagen `aus der Grube gezogen´. Er hatte Vorsorge in Getsemani getroffen, die Sünden der Welt auf sich genommen, und er stand vom Tode wieder auf, damit all seine Kinder gerettet werden! Alle Kinder Gottes zum Leben errettet, und die `glaubensgehorsamen´ zu ewigem Leben.

Gibt es aus deiner Sicht weitere Sinnbilder Josephs, die auf Christus hindeuten?

findechristus.org

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Außerdem verlieh der Pharao dem Josef den Titel „Zafenat-Paneach“

21. März 2022, 06:07am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Joseph deutet Träume des Pharao
(Bild: Quelle)

„Außerdem verlieh der Pharao dem Josef den Titel „Zafenat-Paneach“ und gab ihm Asenat, die Tochter Potiferas, des Priesters von On, zur Frau. So gebot denn Josef über das (ganze) Land Ägypten.“ (Genesis 41:45).

Außerdem verlieh der Pharao dem Josef den Titel „Zafenat-Paneach“. Auch hier haben wir ein Beispiel dafür, dass Namen entsprechend der Funktion des so benannten, verliehen wurden. Bisher haben wir gelernt, dass Gott im Alten Testament die Namen bestimmter Personen an deren Aufgabe bzw. Bestimmung angepasst hat. Beispielhaft Abram (Bedeutung: `erhabener Vater´), in Abraham (Bedeutung: `Vater einer Menge´), was seine Bestimmung deutlich zum Ausdruck bringen sollte: „… denn zum Stammvater einer Menge von Völkern habe ich dich bestimmt.“ (Genesis 17:5). Hier im Falle Josephs wurde diese Namensänderung dem Pharao zugeschrieben. Einem anderen wiederum gab Gott einen neuen Titel: Jesus. Er erhielt den Titel: Christus, was soviel bedeutet wie „der Gesalbte“. Er wurde vom Vater gesalbt, sein persönlicher Vertreter für alles zu sein, was die Errettung des Menschen anbelangt.

Über die Bedeutung des neuen Namens, bzw. Titels „Zafenat-Paneach“, den der Pharao Joseph weniger wegen seiner Bedeutung, als eher als Zeichen der Würdigung verliehen hatte, als er ihn als zweiten Mann im Staate eingesetzt hatte, sind die Sprachgelehrten sich nicht unbedingt einig. Der Name ist nicht aus dem Hebräischen abzuleiten und wird daher als fiktiver ägyptischer Name betrachtet. Eine Deutung Steindorffs (1889, 41f) ist: „Gott spricht: es (das Kind) möge leben“ Eine andere Deutung wird in der Menge-Übersetzung aufgezeigt: „der das Leben ernährende“. Uns als Leser soll diese Umbenennung wohl auf die Integrierung Josephs in die ägyptische Gesellschaft hinweisen. Ich lerne, zum einen, dass Joseph ausersehen war, seine Familie zu retten, Jesus war gesalbt, die Menschheit zu retten. Zum anderen, schon seit eh und je gab es eine Mischung von Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft. Muss damit denn auch immer gleich Feindschaft verbunden sein? Wir sind doch alle Kinder ein und desselben Ursprungs, für die meisten Menschen Kinder Gottes. Warum geht das in so viele Köpfe nicht hinein. Warum meinen die einen, sie seine die besseren Menschen, während die anderen ihnen zu Diensten sein müssten?

Wie siehst du das mit den Unterschieden zwischen den einzelnen Kulturen?

findechristus.org

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Siehe, hier bin ich!

19. März 2022, 06:57am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Abraham opfert
(Bild: Quelle)

„Wenn du dann rufst, wird der HErr dir antworten; und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: „Siehe, hier bin ich! ...“ (Jesaja 58:9).

Siehe, hier bin ich! Diese Antwort kennen wir schon aus unserem Vorherdasein: „Und der Herr sprach: Wen soll ich senden? Und einer wie des Menschen Sohn antwortete: Hier bin ich, sende mich! ...“ (Köstliche Perle Abraham 3:27). Auch hier auf Erden kennen wir diese Antwort auf den Ruf des Herrn. Mose sah einen brennenden Busch, der dennoch nicht verzehrt wurde, und wollte sich das näher ansehen. Da rief Gott ihm zu: „Mose, Mose!“ Er antwortete: „Hier bin ich!“ (Exodus 3:2-4). So kommt auf einen Ruf, sei es von Gott zu Mensch, oder von Mensch zu Mensch, oder zu Gott, diese Antwort in der Bibel (Einheitsübersetzung 2016) 21 Mal vor.

Unvorstellbar, wie sich Abraham gefühlt haben muss, nachdem der Herr ihn mit Namen gerufen hatte, und er antwortete, „Hier bin ich!“, und dann die Glaubensprüfung bekam, diesen seinen so sehnsüchtig erwarteten und einzigen Sohn, Isaak, Gott als Opfer darzubringen. Wie unfassbar groß das Glücksgefühl, als der Engel Gottes ihm Einhalt gebot (Genesis 22). Wie lautet meist die Antwort einer Mutter, wenn ein Kind nach ihr ruft? „Hier bin ich!“, liebevoll und beruhigend, die Angst vertreibend. Ich lerne, diese Antwort ist wie ein Band der Liebe zwischen Menschen, und viel mehr noch, zwischen Gott und den Menschen, nämlich ein Bund! Wir rufen ihn als Kind an, und hören ihn als unseren Vater ganz vertraut antworten: „Hier bin ich, ich habe dich nicht vergessen! Was willst du?“ Und dann können wir ihm unser Herz ausschütten und er steht uns bei. Und ich frage mich, wie sieht es im umgekehrten Fall aus, wenn er meinen Namen ruft? Antworte ich dann auch: „Hier bin ich Herr, was soll ich tun?“

Womit verbindest du die Antwort eines Elternteils auf deinen Ruf nach ihm: „Hier bin ich“?

findechristus.org

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Juda, du bist’s, den deine Brüder preisen werden!

18. März 2022, 07:03am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der Segen Jakobs
(Bild: Quelle)

„Juda, du bist’s, den deine Brüder preisen werden! Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Nacken liegen; vor dir werden sich verbeugen die Söhne deines Vaters.“ (Genesis 49:8).

Juda, du bist’s, den deine Brüder preisen werden! Jakob segnet nun seine Söhne und deren Nachkommen (Genesis 49:1), was uns einen Überblick über die gesamte Menschheitsgeschichte gibt. Während Jakob über seine ersten drei Söhne, Ruben, Simeon und Levi, aufgrund ihrer Fehltaten, keine positiven Aussagen machen konnte, klingt es bei dem Segen für Juda doch ganz anders. Kein Wunder, sollte aus ihm doch der Messias, der Fürst, hervorkommen.

  • Du bist’s, den deine Brüder preisen werden!
    Der Name Juda bedeutet soviel wie `Lobpreisen´. Seine Mutter Lea sagte nach seiner Geburt: „… Diesmal will ich den Herrn preisen! ...“ (Genesis 29:35). Sein Vater sagte ihm in seinem Segen, dass auch er von seinen Brüdern geehrt werden würde. Warum, zeigt sich im nächsten Punkt.
  • Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Nacken liegen
    Dies bedeutet soviel, dass er als Verfolger seiner Feinde, diese beim Nacken ergreift. Zuzeiten des Josua, einem Nachfahren Ephraims, erfüllt sich dieser Segen buchstäblich, als er mit den Israeliten die Kanaaniter besiegte. Als sie die fliehenden Könige der Kanaaniter nach ihrer Niederlage festsetzten, sagte Josua: „… Kommt her, setzt diesen Königen euren Fuß auf den Nacken! Sie kamen herbei und setzten ihnen den Fuß auf den Nacken. 25 Und Josua sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht und habt keine Angst! Seid mutig und stark! Denn so wird es der HERR mit allen euren Feinden machen, mit denen ihr kämpfen werdet.“ (Josua 10:24). Oder auch, wie der Herr David, den `Spross´, aus der Hand seiner Feinde rettete: „… du triebst meine Feinde vor mir in die Flucht, und alle, die mich haßten, vernichtete ich.“ (2. Samuel 22:1,41).
  • Ein junger Löwe ist Juda (Genesis 49:9)
    Judas Stärke wird in diesem weiteren Ausspruch seines Segens versinnbildlicht in der Kraft des `Löwen´, des Königs der Tiere.
  • Nicht wird das Zepter von Juda weichen (Genesis 49:10)
    Hierdurch wird zum Ausdruck gebracht, dass Juda bis zu dem Zeitpunkt, da Schilo (1. Mose 49:10), Christus, kommen würde, eine führende Rolle unter den Stämmen Israels haben sollte. Christus ist nun derjenige, dem das Zepter, der ´Herrscherstab´, gebührt, und dem die Völker Gehorsam leisten werden, freiwilligen Glaubensgehorsam, einen Gehorsam, der im Glauben besteht und durch ihn entsteht (Römer 1:5).

Ich lerne, Juda ist der Vorfahre von Jesus Christus, Schilo. So wie alle Söhne Josephs (Genesis 49:8) sich vor Juda beugen und ihn preisen werden, werden sich alle Menschen vor ihm, dem Christus, ob seines Sieges über das Grab und dass er seine Feinde unter seine Füße gelegt hat (1. Korinther 15:25), damit wir errettet werden können, sich beugen und ihn immerdar lobpreisen. Christus ist der `Löwe aus dem Stamm Juda´, der universelle Herrschaft besitzt, und universeller Anbetung wert ist.

Was liest du aus dem Segen Jakobs an seinen Sohn Juda heraus?

findechristus.org

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Israel hatte aber Josef lieber als alle seine anderen Söhne

17. März 2022, 07:23am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Friedrich Overbeck: Verkauf Josephs an die ägyptischen Händler
(Bild: Quelle)

„Israel hatte aber Josef lieber als alle seine anderen Söhne, weil er ihm in seinem Alter geboren worden war; und so ließ er ihm ein langes Ärmelkleid machen.“ (Genesis 37:3).

Israel hatte aber Josef lieber als alle seine anderen Söhne. Die Söhne Jakobs (später von Gott in Israel umbenannt) waren in der Reihenfolge ihrer Geburt (außerdem wird eine Tochter mit Lea, Namens Dina erwähnt (Genesis 34:1,3):

  1. Ruben (mit Lea; Genesis 29:32)
  2. Simeon (mit Lea; Genesis 29:33)
  3. Levi (mit Lea; Genesis 29:34)
  4. Juda (mit Lea; (Genesis 29:35)
  5. Dan (mit Bilha, Rahels Magd; Genesis 30:6)
  6. Naftali (mit Bilha, Rahels Magd; Genesis 30:8)
  7. Gad (mit Silpa, Leas Magd; Genesis 30:11)
  8. Ascher (mit Silpa, Leas Magd; Genesis 30:13)
  9. Issachar (mit Lea; Genesis 30:18)
  10. Sebulon (mit Lea; Genesis 30:20)
  11. Joseph (mit Rahel; Genesis 30:24)
  12. Benjamin (mit Rahel, sie nannte ihn Ben-Oni; Genesis 35:18)

Stammbaummäßig würden sich viele von uns nicht mit dem Irak verbunden fühlen, doch es war die Heimat unseres Stammvaters Abraham. Sein Enkel Jakob verliebte sich unsäglich in unsere Stammmutter Rahel, die ebenfalls aus dieser Gegend stammt. Zweimal sieben Jahre diente er seinem Schwiegervater um endlich ihre Hand zu erhalten. Sie beide hatten dann Joseph als ihren gemeinsamen ersten Sohn, der später Asenat, die Tochter eines ägyptischen Priesters heiratete. Von Joseph, dem Vorbild für Exzellenz, können wir unwahrscheinlich viel lernen. Beispielhaft: Seine Glaubenstreue trotz der Anfeindung durch seine älteren Brüder, die ihn sogar umbringen wollten, stattdessen aber nach Ägypten verkauften. Dort blieb er gegenüber der Verführung durch die Frau Potifars, eines Hofbeamten des Pharao, standhaft, wofür er unschuldigerweise eingekerkert wurde, sich dort aber hocharbeitete und sich als Traumdeuter einen Namen machen konnte. Aufgrund dessen wurde er der zweite Mann nach dem Pharao in Ägypten. Er rettete dann seine Familie vor dem Hungertod, nachdem er in Ägypten, wie kein anderer einsichtiger und weiser Mann, dafür gesorgt hatte, dass sich das Volk gegen sieben Jahre Missernte, Lebensmittelvorrat angelegt hatte. Unwahrscheinlich seine überaus große Liebe und Vergebungsbereitschaft gegenüber seinen Brüdern, die ihn ja am liebsten getötet hätten. Ich lerne, Joseph war ein gottesfürchtiger Mann, der trotz vieler Tiefschläge immer seinem Gott treu blieb, und dieser schlussendlich jedes Mal dafür sorgte, dass Joseph gestärkt und gefördert aus diesen Prüfungen hervorging, und somit für seine Treue am Ende jeweils reichlich gesegnet wurde. Seine Handlungen zeugten von großartigem Führungscharakter, dem es nachzueifern gilt.

Welche Eigenschaften Josephs hättest du gerne in deinem Erbgut?

findechristus.org

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Dass du das (oder: dein) Weib Isebel … gewähren lässt, die sich für eine Prophetin ausgibt

16. März 2022, 06:43am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Mirjam, die Schwester Moses und Aarons
(Bild: Quelle)

„Doch ich habe an dir auszusetzen, daß du das (oder: dein) Weib Isebel (vgl. 1. Kön. 16,31) gewähren läßt, die sich für eine Prophetin ausgibt und als Lehrerin wirkt und meine Knechte dazu verführt, Unzucht zu treiben und Götzenopferfleisch zu essen (4. Mos. 25,1 u. 2; 2. Kön. 9,22; 1. Kor. 10,14—22).“ (Offenbarung 2:20).

Dass du das (oder: dein) Weib Isebel … gewähren lässt, die sich für eine Prophetin ausgibt. Der Name Isebel kommt in der Bibel an zwei Stellen vor. Im Alten Testament ist sie die phönizische Prinzessin im 9. Jahrhundert v. Chr., und Tochter des Königs Ethbaal von Sidon. Sie ehelichte König Ahab von Israel, den sie dazu brachte, sich von JHWH ab- und ihren phönizischen Göttern zuzuwenden (1. Könige 16:29-34). Ein zweites Mal wird eine Isebel in Offenbarung 2:20 genannt, die sich als Prophetin ausgibt und auch die Diener des Herrn verführt. Vielleicht wird sie hier auch Isebel genannt, in Anlehnung an die Übeltäterin im Alten Testament.

Stellt sich die Frage: Gab es tatsächlich Prophetinnen, also Frauen, die das Zeugnis Jesu empfangen hatten und sich des Geistes der Offenbarung erfreuten, aber nicht das Priestertum oder dessen Schlüssel trugen? Ja, es gab sie, auch wenn nicht viele davon in der Schrift erwähnt werden:

Ich lerne, der Herr hat nicht nur Männern den Geist der Offenbarung gegeben, sondern ebenso Frauen, wenn er es für richtig hielt, wobei es eben auch welche gab, die sich selber als Prophetinnen bezeichneten, ohne von Gott berufen zu sein. Weitere Frauen, die prophezeit haben, aber nicht als Prophetinnen bezeichnet wurden, sind Rebekka, Elisabeth und Maria.

Welche Prophetinnen oder angebliche Prophetinnen kennst du noch?

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Dass niemand ein ehebrecherischer (= von Gott abtrünniger) oder verworfener Mensch sei wie Esau

15. März 2022, 06:33am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Jakob segnet Ephraim und Manasse
(Bild: Quelle)

„… gebt acht darauf, … daß niemand ein ehebrecherischer (= von Gott abtrünniger) oder verworfener Mensch sei wie Esau, der für eine einzige Mahlzeit sein Erstgeburtsrecht verkauft hat. 17 Ihr wißt ja, daß er auch später, als er den Segen zum Erbe erlangen wollte, abgewiesen wurde; denn er fand keinen Raum (= keine Möglichkeit) zu einer Gesinnungsumkehr, obgleich er sie unter Tränen suchte.“ (Hebräer 12:16-17).

Dass niemand ein ehebrecherischer (= von Gott abtrünniger) oder verworfener Mensch sei wie Esau. Im Brief an die Judenchristen (Hebräer), warnt Paulus vor Leichtfertigkeit, und macht dies am Beispiel des Esau fest, der ja sein `Erstgeburtsrecht´ aufgrund eines riesigen Appetits auf das `Rote Gericht´, das sein Bruder gemacht hatte, leichtfertig in den Wind schlug (Genesis 25:30-32).

So gibt es noch zwei weitere Protagonisten im Alten Testament, die zwar Erstgeborene waren, aber der Herr dieses Geburtsrecht dem jüngeren Bruder zuteilte:

  • Ruben
    ist der Erstgeborene von Jakob mit seiner ihm untergejubelten Frau Lea (eigentlich hatte er ja um Rahel gearbeitet, die war aber die zweite Tochter Labans, und Laban gab ihm zunächst die ältere zur Frau, da sie nach altem Recht auch als erste heiraten musste). Also hätte das Recht des Erstgeborenen ihm zugestanden, stattdessen bekommt es Joseph, weshalb seine Brüder ihn auch hassten und loswerden wollten. Die anderen Brüder kamen auch nicht zum Zug. Simeon und Levi, die weiteren Söhne Leas, kamen auch nicht infrage, weil sie ein Massaker an den Sichemiten verübten. Juda hätte damit rechnen können, weil seine beiden Brüder nicht zum Zug kamen. Dan hätte Anspruch erheben können, weil seine Mutter Bilha als Eigentum Rahels galt. Gad, hätte argumentieren können, dass er derjenige wäre, nachdem Ruben nicht zum Zug kam. Der Herr hatte Joseph vorgesehen (1. Chronik 5:2).
  • Manasse
    ist der erste der beiden Zwillinge, der Frau Josephs, Asenat, Tochter Potifars, der vor Ephraim das Licht der Welt erblickte, wie Esau vor Jakob. Demzufolge hätte er das Anrecht des Erstgeborenen. Wer bekam es von Gott zugeteilt? Ephraim, obwohl Joseph die Söhne entsprechend ihrem Alter vor Israel (Jakob) positionierte. Dieser überkreuzte dann eben seine Hände (Genesis 48:13-14).

Ich lerne, der Herr legt fest, wem das Recht des Erstgeborenen zusteht. Der Herr inspiriert denjenigen, der den Segen ausspricht, wer ihn zu erhalten hat.

Was meinst du, warum hat Gott jeweils den jüngeren Bruder für den Segen des Erstgeborenen auserwählt?

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Wenn Gott mit mir ist und mich auf dem Wege, den ich jetzt gehen muss, behütet ...

14. März 2022, 06:45am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Jakobs Traum von der Himmelsleiter (Johann Jakob Norbert Grund)
(Bild: Quelle)

„und sprach hierauf folgendes Gelübde aus: „Wenn Gott mit mir ist und mich auf dem Wege, den ich jetzt gehen muss, behütet und mir Brot zur Nahrung und Kleidung zum Anziehen gibt 21 und ich glücklich in mein Vaterhaus zurückkehre, so soll der Herr mein Gott sein, 22 und dieser Stein, den ich als Gedenkstein aufgerichtet habe, soll zu einem Gotteshause werden, und von allem, was du mir geben wirst, will ich dir getreulich den Zehnten entrichten!“ (Genesis 28:20-22).

Wenn Gott mit mir ist und mich auf dem Wege, den ich jetzt gehen muss, behütet … . Was läuft denn hier ab? Fühlt sich an, als ob Jakob hier ein Gelübde gegenüber Gott nach seinen Bedingung ablegen wollte? Welchen Zusammenhang haben wir: Jakob war auf der Wanderung von Beerscheba (Brunnen des Schwures) in Kanaan aus, in das Land seiner Verwandtschaft in Paddan-Aram (`das Feld von Aram´ bei Haran in Mesopotamien), und machte an einer heiligen Stätte Rast. Im Schlaf hatte er einen Traum, in dem er eine Leiter auf dem Erdboden stehen sah, die bis in den Himmel hineinreichte. Engel stiegen auf und ab und schließlich auch der Herr selber, der ihm den Segen Abrahams erneuerte, und ihm versprach, ihn zu behüten.

Und obwohl der Herr dem Jakob seinen Segen versprochen hatte, wollte Jakob dies seinerseits nochmals bekräftigt haben, indem er die Bedingungen des Herrn seinerseits nochmals aussprach und versprach, wenn Gott diese einhält, „… so soll der Herr mein Gott sein, …“. Diese Art von Gelübden, wenn du das und das machst, mache ich das und das, sind in der Bibel wohl bekannt. Doch dass Jakob diese hier verwendet, hat eine charakteristische Besonderheit. Gott hatte ihm das alles ja schon versprochen. Bleibt Jakob dennoch der misstrauische `Fersenhalter´, der die Bedingungen für die `Rote Suppe´ für Esau festlegte, der misstrauisch bei dem Täuschungsvorschlag seiner Mutter in Sachen Segen des Erstgeborenen war? Nun will er sichergehen, dass Gott seine Versprechungen gegenüber ihm einhält, bevor er sich dem Dienst Gottes anvertraut. Erst dann `soll der Herr sein Gott sein´, erst dann will er ihm `getreulich den Zehnten entrichten´! Ich lerne, es ist nicht an mir, die Einhaltung der Bedingungen, die der Herr festgelegt hat, als Forderung zu stellen, ehe ich ihn als meinen Gott annehme und ihm erst dann folge. „Umgekehrt wird ein Schuh daraus“, ich darf also „nicht das Pferd von hinten aufzäumen“!

Wie interpretierst du Jakobs Verhalten in dem obigen Vers?

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