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Glaubensansichten
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Als er dann aber von dem Weine trank, wurde er trunken und lag entblößt in seinem Zelt

5. Februar 2022, 05:30am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

James Tissot, 1836-1902: Noah’s Drunkenness (detail), ca. 1896-1902
(Bild: Quelle)

„Als er dann aber von dem Weine trank, wurde er trunken und lag entblößt in seinem Zelt.“ (Genesis 9:21).

Als er dann aber von dem Weine trank, wurde er trunken und lag entblößt in seinem Zelt. Hier ist von Noach die Rede. Soll mir hier etwa glauben gemacht werden, dass dieser gottesfürchtige und gottergebene Mann, der mit Gott wandelte (Genesis 6:9), Noach, sich betrunken haben sollte, mit dem Wein, den er als Landmann selber angebaut hatte (Genesis 9:20)? Dazu noch entblößt? Ich verstehe darunter, dass er unbekleidet in seinem Zelt gelegen haben sollte. Das kann ich mir nicht vorstellen und auch nicht erklären. Da ist wiedermal was faul! Sollte Noach hier absichtlich diskreditiert werden? Was könnte hier nicht stimmen? Die Schrift gibt keinen Hinweis auf ein Fehlverhalten von Noach. Das Fehlverhalten wird hier nur Ham und seinem Sohn Kanaan zugeschrieben, der ja dann auch von Noach mit einem Fluch belegt wurde, nämlich sich seiner Brüder zu unterwerfen (Genesis 9:24-25).

Verschiedene Gelehrte haben sich über diesen Widerspruch ihre Gedanken gemacht und sind auf verschiedene Erklärungen gekommen. Sie stellten sich z. B. die Frage, in welchem Zelt sich Noach aufhielt; vielleicht im Zelt seiner Frau? Dann hätte Ham ihn intim bei seiner Frau liegen sehen? Oder war es eher das `Zelt JAHWES`, in dem er von Gott mit der Macht des Priestertums ausgestattet wurde, wie damals Adam und Eva (Genesis 3:21)? Als Nacktheit wurde angesehen, wenn zu heiligen Ritualen das Obergewandt ausgezogen wurde, und der Dienende in Unterkleidung war (Johannes 21:7). Wie ist das mit der Trunkenheit zu verstehen? Hier können wir uns auf eine Aussage von Joseph Smtih stützen, der sagte, dass Noach „nicht betrunken, sondern in einer Vision“ war (allerdings nur aus dritter Hand; Joseph Smith, Jr., as reported by William Allen to Charles Lowell Walker (C. L. Walker, Diary, 12 May 1881, 2:554)). Wein ist wohl im Spiel, weil er zu einem Element der höchsten Verordnungen des Priestertums gehörte (Genesis 14:18-19), und von Noach nicht als Genussmittel benutzt wurde. Es wird davon ausgegangen, dass Ham in die Gegenwart Gottes eingedrungen ist, etwas, wozu er nicht würdig, und nicht berechtigt war. Deshalb der Fluch. Ich lerne, egal welche Theorie ich bevorzugen würde, dass sich Noach in keiner Weise schuldig gemacht, und Ham mit seinem Sohn Kanaan einen Fluch auf sich geladen hat (vergleichbar mit dem Fluch, der über die Schlange im Garten Eden ausgesprochen wurde; Genesis 3:14), weil er mutwillig in die Gegenwart Gottes eingedrungen ist. Ich darf also nichts unternehmen, wozu ich nicht berechtigt bin! Wenn du es genauer wissen möchtest, lies hier nach.

Was meinst du, hat sich Noach in der oben beschriebenen Art und Weise gegen Gott vergangen?

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Da reute es ihn, die Menschen auf der Erde geschaffen zu haben

4. Februar 2022, 05:42am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Als nun der Herr sah, dass die Bosheit der Menschen groß war auf der Erde und alles Sinnen und Trachten ihres Herzens immerfort nur böse war, 6 da reute es ihn, die Menschen auf der Erde geschaffen zu haben, und er wurde in seinem Herzen tief betrübt.“ (Genesis 6:5-6).

Da reute es ihn, die Menschen auf der Erde geschaffen zu haben. In den gängigen Bibelübersetzungen lesen wir in dem Bericht über die Sintflut, dass es den Herrn reute den Menschen geschaffen zu haben. Warum? Weil die Menschen von Grund auf böse geworden waren. Aber kann das wirklich sein, dass es ihn tatsächlich reute, oder er bereute, oder sich wünschte, den Menschen nie erschaffen zu haben, wie es in den verschiedenen Bibelübersetzungen heißt?

Das kann doch nicht sein, da ist was faul. Wie heißt es in Numeri 23:19 doch über Gott? Gott ist kein Mensch der lügt, oder den etwas gereuen würde. Joseph Smith, der Prophet der Wiederherstellung sagt zu diesem Widerspruch: "Ich glaube der Bibel, und zwar in dem Wortlaut, wie er den Verfassern ursprünglich aus der Feder geflossen ist. Unwissende Übersetzer, nachlässige Abschreiber sowie berechnende und verderbte Priester haben allerdings viele Fehler hineingebracht.“ (siehe „Lehren des Propheten Joseph Smith“ Errors in the Bible). Wie vielen bekannt, bekam Joseph Smith den Auftrag, die Bibel auf Grundlage der King James Übersetzung zu überarbeiten (siehe hier; auch Lehre und Bündnisse 45:60-61, 124:89). Dabei kam bei dem obigen Vers folgende ursprüngliche Aussage zustande: „Und es reute Noach, und das Herz tat ihm weh, dass der Herr den Menschen auf Erden gemacht hatte, und es schmerzte ihn im Herzen.“ (Köstliche Perle Mose 8:25; oder JSÜ Genesis 8:13). Ich lerne, nicht den Herrn reute es Menschen gemacht zu haben, sondern Noach, weil er in dieser bodenlosen Schlechtigkeit der Menschen leben und Umkehr predigen musste.

Welche Gedanken haben dich bewegt, als du diesen Vers der Bibel gelesen hast?

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Bitterkeit, aller Zorn und Groll, alles Schreien und Schmähen sei aus eurer Mitte weggetan

3. Februar 2022, 05:26am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Alle Bitterkeit, aller Zorn und Groll, alles Schreien und Schmähen sei aus eurer Mitte weggetan, überhaupt alles boshafte Wesen.“ (Epheser 4:31, Menge Bibel).

Bitterkeit, aller Zorn und Groll, alles Schreien und Schmähen sei aus eurer Mitte weggetan. Diese Aufforderung schreibt der Apostel Paulus an die Heiligen in Ephesus, als eine von verschiedenen Mahnungen zu einem ihrer Berufung würdigen Wandel, und als eine der Pflichten gegenüber seinem Nächsten.

Zum Punkt des Schreiens bin ich im Internet auf eine Geschichte Mahatma Gandhis mit dem Titel, „Warum schreien Menschen, wenn sie wütend sind?“, gestoßen:

  • Eines Tages fragte ein indischer Denker: „Warum schreien die Menschen so, wenn sie wütend sind?“ „Sie schreien, weil sie die Ruhe verlieren“, antwortete ein Schüler. „Doch warum schreien sie, wenn die andere Person neben ihnen steht?“, fragte der Denker erneut. „Wir schreien, weil wir wollen, dass die andere Person uns zuhört“, erwiderte ein anderer Schüler. Und der Meister fragte weiter: „Ist es dann nicht möglich, mit leiser Stimme zu sprechen?“ Weitere Antworten folgten, doch keine konnte den Denker überzeugen. Da rief er aus: „Wollt ihr wissen, weshalb man eine andere Person anschreit, wenn man wütend ist? Es ist so, dass sich bei einem Streit die Herzen zweier Menschen weit voneinander entfernen. Um diese Distanz zu überwinden, muss man schreien. Je wütender die Menschen sind, desto lauter müssen sie schreien, um einander zu hören. Ganz anders ist es zwischen zwei Menschen, die sich lieben. Sie schreien nicht, sie reden sanft miteinander. Weshalb wohl? Weil ihre Herzen einander sehr nahe sind. Die Distanz zwischen ihnen ist klein. Manchmal sind sich die Herzen so nahe, dass sie nicht einmal sprechen, sondern nur flüstern. Und wenn die Liebe noch stärker ist, braucht es nicht einmal mehr ein Flüstern. Es genügt, sich anzusehen und die Herzen hören einander. Denn wenn zwei Menschen sich lieben, sind sie einander sehr nahe.” Und abschließend meinte der Denker: “Darum lasst es nicht zu, dass eure Herzen sich bei einer Diskussion voneinander entfernen. Sagt keine Worte, die die Herzen auseinander treiben, denn der Tag wird kommen, an dem die Distanz so groß ist, dass es keinen Weg mehr zurück geben wird.” (hier zum Nachlesen; hier zum ansehen).

Ich denke an eine Situation zwischen meinem mittleren Enkel und mir. Er wollte für die Schule nicht so lernen, wie ich meinte, dass er es sollte, und so geriet ich etwas außer Kontrolle und schrie ihn sehr stark an, was mir allerdings gleich wieder sehr leid tat. Ich entschuldigte mich. Ich lerne, mein Herz sollte sich von meinen Nächsten nie weit entfernen, denn dann wird kein Schreien notwendig sein, weil Liebe vorherrscht.

Welche Erlebnisse hattest du schon mit `sich anschreien´?

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Alle Gläubiggewordenen aber waren beisammen (oder: hielten fest zusammen) und hatten alles gemeinsam

2. Februar 2022, 05:45am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Alle Gläubiggewordenen aber waren beisammen (oder: hielten fest zusammen) und hatten alles gemeinsam;  45 sie verkauften ihre Besitztümer und ihre Habe und verteilten (den Erlös) unter alle nach Maßgabe der Bedürftigkeit eines jeden;“ (Apostelgeschichte 2:44-45).

Alle Gläubiggewordenen aber waren beisammen (oder: hielten fest zusammen) und hatten alles gemeinsam. Worum geht es hier? Wir befinden uns in der Zeit nach dem Pfingstereignis, bei dem den Mitgliedern der Kirche, die Jesus Christus aufgerichtet hatte, der Heilige Geist ausgeschüttet wurde (Apostelgeschichte 2:33), als Tröster, weil der Retter nicht mehr unter ihnen war (Johannes 16:7). Die Apostel lehrten den Menschen das Evangelium und es gab die ersten Bekehrten, die an der Lehre festhielten (Apostelgeschichte 2:42). Und weil sie an der Lehre festhielten, kümmerte sich ein jeder um einen jeden. Sie kümmerten sich darum, dass jeder im geistigen, wie im weltlichen Sinne, das bekommt, was er benötigt, was dazu führte, dass sie zusammenhielten und ihren Besitz in einen Topf warfen, und dann einem jeden nach seinen Bedürfnissen daraus zuteilwerden ließen.

Kommt dir dieses Prinzip bekannt vor? In der Wiederherstellungsphase der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, wurde dieses Prinzip auf Anordnung  des Herrn auch eingeführt, und es wurde als `das Gesetz der Weihung´, oder als die `Vereinigte Ordnung´ bekannt (Lehre und Bündnisse 51:1-4). Allerdings waren die Menschen noch nicht bereit, diese vereinigte Ordnung zu leben, und so zog der Herr sie für eine Zeitlang zurück und ersetze sie durch das Gebot des Zehnten (Lehre und Bündnisse 119; 105:1-13). Ich lerne, das Gesetz des Zehnten soll uns auf das höhere Gesetz, nämlich das der vereinigten Ordnung vorbereiten. Erst, wenn wir dieses Gesetz gelernt haben zu befolgen, werden wir in den Genuss des höheren Gesetzes kommen. Wie gesegnet wäre die Menschheit, wenn wir alle diesen Stand schon erreicht hätten. Denken wir an die Gemeinschaft der Heiligen in Mesoamerika, nachdem der Herr dort seine Kirche aufgerichtet hatte, und nach und nach alle Menschen Mitglieder seiner Kirche wurden, und bereit waren, auch diese vereinigte Ordnung zu leben (4. Nephi 1:3,16).

Welche Vorstellung hast du von der `vereinigten Ordnung´?

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Durch Glauben erscheinen Engel den Menschen und dienen ihnen

1. Februar 2022, 06:49am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Moroni erscheint als Engel und zeigt Joseph Smith die Platten, die er ca. 421 n. Chr. vergraben hat
(Bild: Quelle)

„Siehe, ich sage euch: Nein; denn durch Glauben werden Wundertaten gewirkt; und durch Glauben erscheinen Engel den Menschen und dienen ihnen; darum, wenn dies alles aufgehört hat, weh den Menschenkindern, denn dann geschieht es wegen des Unglaubens, und alles ist unnütz.“ (Moroni 7:37)

Durch Glauben erscheinen Engel den Menschen und dienen ihnen. Wer sagt dies? Es war Mormon, der Vater von Moroni, und Moroni schreibt seine Worte um die 400 n. Chr. nieder, um sie uns zukommen zu lassen. Er zitiert hier aus einer Rede seines Vaters, an sein Volk (Moroni 7:1-3). Mormon stellt seinen Zuhörern eine rhetorische Frage, ob denn Wundertaten aufgehört hätten, oder ob Engel aufgehört hätten, den Menschen zu erscheinen, und gibt dann selber im obigen Vers die Antwort. Nun mag jemand sagen, das war vor fast zweitausendfünfhundert Jahren, das hat doch mit uns absolut nichts zu tun. Doch hat es! Wie wir wissen, ist das Buch Mormon für uns in der heutigen Zeit geschrieben worden (Mormon 8:1-5,26-35). Bei der Übertragung des Aaronischen Priestertums auf Joseph Smith und Oliver Cowdery, sagte der Engel, der dies tat, nämlich Johannes der Täufer, dass dieses Priestertum „… die Schlüssel des Dienstes von Engeln …“ innehat (Lehre und Bündnisse 13).

Engel sind im neunzehnten Jahrhundert erschienen und haben die Wiederherstellung des Evangeliums und der Kirche Jesu Christi dadurch ermöglicht, indem sie die notwendigen Vollmachten aus dem Himmel wiederbrachten. Diese waren aufgrund des Abfalls nicht mehr auf Erden. Aber wir haben auch diverse Berichte gläubiger Menschen, dass ihnen Engel geholfen haben.

Hier ein Beispiel:

  • Der verstorbene Vater hält sein Versprechen
    Don Woods erzählte von einem bemerkenswerten persönlichen Erlebnis, bei dem er um tiefgreifende Hilfe von einem Engel bat und sie erhielt. Er schrieb:
    „Mein Vater und ich standen uns sehr nahe. Als er starb, wurde ich mir
    dessen bewusst, bevor der Arzt überhaupt anrief. Mein Vater kam am Dienstagmorgen um 1:30 Uhr zu mir und erzählte mir mehrere Dinge, einschließlich warum er gehen musste, was ich tun sollte und was meine Mutter bezüglich unserer Genealogie tun sollte. Dann sagte Dad, er würde bei mir sein, wenn ich medizinische Notfälle hätte.“
    Don hielt sich an dieses Versprechen und musste schließlich um seine engelhafte Hilfe bitten. Er fährt fort,
     „Im August 1992, als ich so starke Schmerzen hatte (Morphinspritzen, die alle zwei Stunden verabreicht wurden, halfen nicht). Eines Nachts um drei Uhr morgens rief ich:
    „Herr, was habe ich falsch gemacht? Dad, du hast versprochen, dass du hier sein würdest!'
    Plötzlich war mein Vater an meinem Bett und ich fühlte, wie er seine Hände auf meinen Kopf legte. Innerhalb weniger Sekunden hatte ich das Gefühl, als würde jemand etwas Warmes über meinen Körper gießen. Es kaskadierte von meinem Kopf zu meinen Zehen, und der Schmerz verschwand. Mein Vater lächelte und ging dann. Am nächsten Tag fing ich an, die Steine auszuscheiden.“
    Dons Erfahrung war wirklich außergewöhnlich. Wendy Watson Nelson lehrte kühn, dass wir [wie Don] um Engelsunterstützung bitten können. Sie schrieb: „Wenn wir unsere Bündnisse halten, können wir Engel bitten, uns zu helfen. Buchstäblich!"

Ich lerne, wenn es notwendig ist, und ich genügend Glauben aufbringe, kann der Herr mir in bestimmten Fällen Engel senden, die mir zu Hilfe kommen. Mehr kannst du in dem Artikel „The Privilege of Asking for Angelic Help“ nachlesen.

Von welchen Begebenheiten hast du schon gehört, dass Engel vom Himmel kamen, um Menschen in bedrängten Situationen zu Hilfe zu eilen?

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Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen!

31. Januar 2022, 05:50am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Du sollst den Namen des HErrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen!*); Denn der HErr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.“ (Exodus 20:7).

Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen! Das `Gleichnis vom Lila Schwein´ hat mich an dieses Gebot denken lassen. Hier die Kurzfassung: Ein Tankstellenbesitzer in einer nicht zu großen Ortschaft kauft auf dem Flohmarkt eine Schweineskulptur, fast doppelt so groß, wie ein echtes Schwein. Er denkt sich, dass es ein großer Spaß wäre, wenn er es zu den Schweinen der Farm seines Freundes stellen würde. Doch auf dem Rückweg kommt ihm der Gedanke, es auf seiner Tankstelle als Blickfang aufzustellen. Er färbt es noch Lila ein, stellt es gut sichtbar auf und meint, dass er dadurch neue Kundschaft anlocken könnte. Doch die Bewohner empfinden es nicht als `Eyecatcher´, sondern es ist ihnen ein `Dorn im Auge´. Man gibt ihm zu verstehen, dass das Lila Schwein weg muss. Er blieb aber hartnäckig und ließ es stehen. Mit der Zeit lässt die Aufregung nach. Nach noch längerer Zeit gehört es einfach dazu und der Ort hat ein neues Alleinstellungsmerkmal. Alle haben sich dran gewöhnt und wollen es nun nicht mehr missen.

Und was hat das nun mit dem obigen Gebot zu tun, den Namen Gottes nicht zu missbrauchen? Wenn du mal an den allgemeinen Sprachgebrauch denkst, wird dir auffallen, dass unzählige Menschen sich daran gewöhnt haben, bei jeder Möglichkeit, ohne jeglichen Bezug, z. B. gedankenlos zu sagen: „Oh Gott, oh Gott, …“. Das, und vieles Ähnliche, ist für mein Verständnis eine missbräuchliche Nutzung des Namens unseres höchsten Wesens, unseres Schöpfers, unseres Retters, dessen der für uns unsäglich gelitten hat. Wie oft hörst du diesen, oder ähnliche Aussprüche in Filmen und hast dich vielleicht schon unbewusst selber dran gewöhnt? Ich kann inzwischen gar nicht anders, als dass ich diesen Ausspruch schon immer in Gedanken ersetze durch: „Meine Güte, …“. Ich lerne, es gibt so viele Dinge, die wir aufgrund Gewohnheit als normal empfinden und gedankenlos aussprechen. In Wahrheit nutzen wir dadurch `missbräuchlich den Namen unseres Gottes´. Übrigens, das Gleichnis vom Lila Schwein habe ich hier gelesen: „The Parable of the Purple Pig: What Have you Stopped Noticing?“.

Welche ähnlichen missbräuchlichen Nutzungen des Namens Gottes sind dir schon begegnet?

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Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt

29. Januar 2022, 05:56am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Jesus bei der Bergpredigt
(Bild: Quelle)

„Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka!,[5] der wird dem Hohen Rat[6] verfallen sein. Wer aber sagt: Du Narr!, der wird dem höllischen Feuer verfallen sein.“ (Matthäus 5:22; Schlachter 2000 Übersetzung)

Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt. Warum zitiere ich diese Schriftstelle aus der Schlachter 2000 Übersetzung? Weil sie genauso lautet, wie in der King James Version. In diesen Versionen gibt es für das Zürnen gegenüber seinem Bruder eine Ausnahme, die in der Einheitsübersetzung, als auch im Buch Mormon nicht vorhanden ist: „…  ohne Ursache…“.

Woher wusste nun Joseph Smith, als er das Buch Mormon an der Stelle übersetzte, die die Bergpredigt des Herrn wiedergab, dass dieser Ausdruck `ohne Ursache´ da, als auch in seiner Bibelübersetzung, nicht hingehört (3. Nephi 12:22 bzw. Joseph Smith Transaltion Matthew 5:24). War er in der King James Version, die ihm doch als Grundlage für die inspirierte Übersetzung diente,  enthalten (Matthew 5:22 KJV)! Die Weglassung führt doch gegenüber der King James Version zu einem ganz anderen Verständnis. In dieser Version wird die Aussage insofern erlaubt, als ich meinem Bruder mit einer Ursache zürnen darf, währen diese Ausnahme bei Joseph Smith wegfällt. Ich lerne, Joseph Smith wurde bei seiner Arbeit durch den Geist des Herrn so geleitet, dass er die Aussage Jesu aus der Bergpredigt richtig wiedergab, sowohl im Buch Mormon, als auch in seiner Bibelübersetzung. Mehr kannst du in dem Artikel „Book of Mormon Evidence: Omission of “Without a Cause” nachlesen.

Wie denkst du über diese Richtigstellung Joseph´s?

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Wir stritten mit einem Heer von dreißigtausend gegen ein Heer von fünfzigtausend

28. Januar 2022, 07:08am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nephites' Last Battle, by Harold T. Kilbourn.
(Bild: Quelle)

„Und es begab sich: Wir stritten mit einem Heer von dreißigtausend gegen ein Heer von fünfzigtausend. Und es begab sich: Wir hielten ihnen mit solcher Festigkeit stand, dass sie vor uns flohen.“ (Mormon 2:25).

Wir stritten mit einem Heer von dreißigtausend gegen ein Heer von fünfzigtausend. Wenn im Buch Mormon militärische Auseinandersetzungen beschrieben werden, werden manchmal nur allgemeine Aussagen über die Größe der Streitmächte gemacht, wie beispielhaft: „… obwohl sie so zahlreich waren, dass man sie nicht zählen konnte.“ (Alma 2:35), aber auch genaue Zahlenwerte wie z. B. im obigen Vers. Diese Zahlenangaben reichen im Buch Mormon bis zu 23 Gruppen a 10.000 Krieger bei der letzten total vernichtenden Schlacht am Hügel Cumorah (Mormon 6:10-15). Diese letzte Zahl ist für das Buch Mormon allerdings untypisch hoch.

Viele Kritiker des Buches Mormon hielten diese Zahlenangaben für unrealistisch und wollten damit belegen, dass das Buch Mormon unwahr sein müsse. Bei hinreichender Recherche allerdings ist festgestellt worden, dass diese Zahlen bemerkenswert gut mit historischen Quellen Mesoamerikas korrelieren. So wird berichtet, dass präkolumbianische Maya-Streitkräfte zwischen 2.000 und 200.000, ja in seltenen Fällen bei den Azteken sogar bis zu 400.000 Krieger zählten (siehe hier). Man geht davon aus, dass solche Zahlen fehlerbehaftet, bzw. übertrieben sein können. Jedoch stimmen die Größenordnungen im Bericht des Buches Momron, mit den anderen historischen Berichten präkolumbianischer Armeen, größenordnungsmäßig sehr gut überein. Diese Informationen stammen aus dem Artikel „Book of Mormon Evidence: Army Sizes“. Ich lerne, Kritiker des Buches Mormon müssen immer wieder einsehen, dass auch das, was ihnen unwahrscheinlich erscheint, sich mit der Zeit wissenschaftlich als erwiesen herausstellt.

Was hast du bisher über unrealistische Größenangaben im Buch Mormon gedacht?

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So groß war die Macht der Sprache, die Gott ihm gegeben hatte

27. Januar 2022, 07:07am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„und so groß war der Glaube Henochs, dass er das Volk Gottes führte, und ihre Feinde zogen gegen sie zum Kampf heran; und er redete das Wort des Herrn, und die Erde erzitterte, und die Berge wichen hinweg, ja, gemäß seinem Gebot, und die Flüsse mit Wasser wandten sich aus ihrer Bahn, und das Brüllen der Löwen war aus der Wildnis zu hören; und alle Nationen fürchteten sich sehr, so mächtig war das Wort Henochs, und so groß war die Macht der Sprache, die Gott ihm gegeben hatte.“ (Henoch 7:13).

So groß war die Macht der Sprache, die Gott ihm gegeben hatte. Was für ein Wunder! Henoch war, als der Herr ihn dazu berief, dem Volk Umkehr zu predigen, von sich überzeugt, dass seine Sprache doch unbeholfen sei (Henoch 6:27,31)! Und dann? Henoch predigte dem Volk, wie es der Geist Gottes ihm eingab, „Und als Henoch die Worte Gottes aussprach, zitterte das Volk und konnte in seiner Gegenwart nicht bestehen.“ (Henoch 6:47).

Was muss ich hier lesen? Die Worte Henochs hatten auf seine Zuhörer eine unwahrscheinliche Wirkung. Nicht nur auf ihre Psyche, sondern auch auf ihre Physis. Sie `zitterten und konnten in seiner Gegenwart nicht bestehen. Kein Wunder, die Macht Gottes ruhte auf ihm. Und welche Macht im Wort liegt, lernen wir in der Schöpfungsgeschichte: „Da sprach Gott: „Es werde Licht!“, und es ward Licht.“ (Genesis 1:3 ff). Ich lerne, dass in der Sprache unwahrscheinliche Macht liegt, nicht nur zum Guten. Da denke ich im Zusammenhang mit der Schöpfung an die Macht der Worte, die Luzifer der Schlange eingab, um Eva zu verführen (Genesis 3:1-5). Oder wie Satan auf Mose einwirken wollte, ihn anzubeten. Satan schrie und tobte, sodass Mose anfing sich über die Maßen zu fürchten (Mose 1:19-20). Ich lerne, dass ich meine Worte mit Bedacht wählen muss. Allzu leicht verletze ich mein Gegenüber. Richtig, mit dem Geist Gottes eingesetzt hebe ich ihn allerdings empor. Also: „Zuerst denken und dann reden, unbedachte Worte sind schwer zu korrigieren.“ (Katharina Eisenlöffel, österreichische Aphoristikerin).

Welche Erfahrungen hast du schon mit unbedachten Worten gemacht?

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Salbe dir die Augen mit Lehm, und wasche sie, dann wirst du sehen

26. Januar 2022, 06:54am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Teich von Siloah; „Geh wasch dich im Teiche Siloah!“ (Johannes 9:7)
(Bild: Quelle)

„Und der Herr sprach zu Henoch und sagte zu ihm: Salbe dir die Augen mit Lehm, und wasche sie, dann wirst du sehen. Und er tat es.“ (Köstliche Perle Mose 6:35).

Salbe dir die Augen mit Lehm, und wasche sie, dann wirst du sehen. Wer sagte das zu wem? Einmal kam der Geist Gottes über Henoch und der Herr sprach mit ihm und gab ihm den Auftrag, dem Volk zu prophezeien und Umkehr zu predigen (Köstliche Perle Mose 6:26-27). Henoch antwortete, dass er doch nicht sprachgewandt sei, weshalb sei er denn dafür auserkoren? Der Herr machte ihm Mut und schließlich wollte er ihm noch wunderbare Dinge zeigen. So kam diese Anordnung zustande, dass er sich seine Augen mit Lehm salben und waschen sollte, auf dass er Dinge sehen könne, „… die für das natürliche Auge nicht sichtbar sind; …“ (Köstliche Perle Mose 6:36).

Hierbei fällt mir eine ähnliche Begebenheit aus dem Neuen Testament ein. Da gab es einen Mann, der blind zur Welt kam. Die Jünger fragten Jesus, wer denn gesündigt hätte, er oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde. Jesus sagte, dass keiner gesündigt hätte, sondern dies war so, damit die Macht Gottes zutage treten könne (Johannes 9:1-3). Dann machte Jesus einen Brei aus dem Boden und seinem Speichel, strich ihn auf die Augen des Blinden und gebot ihm, sich nun im Teich Siloah zu waschen. Dieser tat, wie ihm geboten war und er wurde sehend (Johannes 9:6-7). Ich lerne, mit unorthodoxen Methoden bewerkstelligt der Herr Wunder. Aber, was ist dazu unabdingbar? Der Glaube. Würde ich denken, was soll denn dieser Mumpitz? Das kann doch nie und nimmer funktionieren, so würde ich die Ansage nicht befolgen und das Wunder würde nicht geschehen (Ether 12:12)!

Was denkst du über diese Vorgehensweise Jesu?

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