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Glaubensansichten
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Nimm deinen Stab und strecke deine Hand aus über die Gewässer in Ägypten

6. April 2022, 05:19am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Russischer Fluss färbt sich rot
(Bild: Quelle)

„Weiter sagte der Herr zu Mose: „Befiehl dem Aaron: ‚Nimm deinen Stab und strecke deine Hand aus über die Gewässer in Ägypten, über seine Stromarme, seine Kanäle und Teiche und über alle seine Wasserstellen, damit sie zu Blut werden! Und Blut soll überall in Ägypten sein, selbst in den hölzernen und steinernen Gefäßen!‘“ (Exodus 7:19).

Nimm deinen Stab und strecke deine Hand aus über die Gewässer in Ägypten. Mit diesem Zeichen, mit dem vor die Füße des Pharao geworfenen Stab, der zu einer Schlange wurde, konnte dieser nicht im Geringsten beeindruckt werden, da seine Zauberer dasselbe tun konnten (Exodus 7:10-12); das hatte der Herr ja auch schon vorhergesehen (Exodus 7:4). So ließ der Herr nun Plagen über die Ägypter kommen, die wir uns in den nächsten Beiträgen im Einzelnen etwas genauer ansehen wollen.

Im obigen Vers wird nun die erste Plage angekündigt, das Wasser des Nils soll zu Blut werden – wir haben übrigens ein aktuelles Beispiel für `rotes Gewässer´ in Sibirien, den `Daldykan´. Wasser, insbesondere hier in Ägypten das Wasser des Nils, ist die `Lebensader´ für die Ägypter. Als dieses nun in Blut verwandelt wurde, wurde damit die Grundlage ihres Lebens unbrauchbar, und der Nil wurde zum Zeichen des Todes. Es sei daran erinnert, dass einige Zeit zuvor auf Geheiß des Pharao viele neugeborene hebräische Knaben in diesem Nil ertränkt wurden (Exodus 1:22). Wir haben dabei aber auch noch zu bedenken, dass der Herr mit diesen Plagen die Götter der Ägypter bloß stellen wollte (Exodus 12:12). Die Ägypter betrachteten den Nil nämlich als eine Gabe des Sonnengottes `Hapi´, den sie als Vater der Götter verehrten. Er brachte ihnen immer den fruchtbaren Schlamm, der mit der Nilflut angeschwemmt wurde. Hapi konnte allerdings nichts gegen den wahren Gott ausrichten. Der Nil brachte nun Tod. Ich lerne, es ist bezeichnend, dass Menschen trotz einer solchen Todesplage, das Wort Gottes, durch seinen Propheten ausgesprochen, unbeachtet lassen, ihr Herz weiter gegen Gott `verhärten´.

Was meinst du, wie so etwas zustande kommt?

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Nimm deinen Stab und wirf ihn vor den Pharao hin!‘, dann wird er zu einer Schlange werden

5. April 2022, 06:27am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Wenn der Pharao euch auffordert, ein Wunder zu eurer Beglaubigung zu verrichten, so sollst du zu Aaron sagen: ‚Nimm deinen Stab und wirf ihn vor den Pharao hin!‘, dann wird er zu einer Schlange werden.“ (Exodus 7:9).

Nimm deinen Stab und wirf ihn vor den Pharao hin!‘, dann wird er zu einer Schlange werden. Mose und Aaron haben vom Herrn den Auftrag erhalten, vom Pharao zu fordern, dass er das Volk des Herrn in die Wüste ziehen lassen solle. Der Pharao würde sein Herz verhärten und dem nicht zustimmen. In dem Fall sollten sie mit der Kraft des Herrn Zeichen und Wunder wirken. Womit der Herr „… an allen ägyptischen Göttern ein Strafgericht vollziehen, …“ will. (Exodus 12:12).

Das erste Zeichen, das Mose Aaron anweisen sollte vor dem Pharao zu tun, ist die Verwandlung des Stabes des Mose in eine Schlange. Pharao ließ sich dadurch nicht einschüchtern und veranlasste, dass seine Weisen und Zauberer mittels ihrer geheimen Künste das Gleiche zu tun. Es klappte. Auch sie verwandelten ihre Stäbe in Schlangen. Allerdings fraß die Schlange des Mose die der Zauberer auf. So entspann sich ein Wett-zaubern, könnte man sagen.

Zehn Plagen folgen diesem ersten Zeichen:

1. Verwandlung des Nilwassers in Blut, sodass es kein Trinkwasser mehr gab (Exodus 7:19);

2. das ganze Gebiet wurde mit Fröschen übersät. Bis hierhin hielten die Zauberer des Pharao noch mit, aber nicht mehr bei den nächsten Plagen (Exodus 8:1).

3. Es kam eine Stechmückenplage aus Staub gemacht, wobei Mensch und Tier angefressen wurde (Exodus 8:12), danach kam

4. eine Hundsfliegenplage (Stechfliegen; Exodus 8:17);

5. eine Viehpest (Seuche; Exodus 9:3);

6. Blattern durch Ruß, der in die Luft geworfen wurde (Exodus 9:8-9);

7. schwerer Hagel, wobei Unwetter in Ägypten äußerst selten waren (Exodus 9:18);

8. eine außergewöhnliche Heuschreckenplage (Exodus 10:12);

9. drei Tage übernatürliche Finsternis (Exodus 10:21); und

10. letztendlich die Erschlagung aller ägyptischen Erstgeburt (Exodus 11:5).

Das Volk des Herrn mit seinem Vieh war in seinem Land Gochsen jeweils von den Plagen verschont. Nach den jeweiligen Plagen bat der Pharao, dass Mose den Herrn für ihn anflehen möge, die Plage von ihnen zu nehmen und er würde sie ziehen lassen – welches Versprechen er allerdings nicht einhielt, bis nach der letzten Plage. Ich lerne, dass der Herr seinem Volk und uns zeigen wollte, was er alles in Bewegung setzt, damit sein Bund mit Abraham, Isaak und Jakob, nämlich sein Volk in das ihnen von ihm verheißene Land zu führen, erfüllt werden könne. Ich lerne, dass offensichtlich auch Satan Macht hat, zu `zaubern´, allerdings nur in den Grenzen, die der Herr zulässt. Außerdem versuche ich Parallelen zu erkennen, die auf Christus hinweisen: Die Plagen könnten darauf hinweisen, dass der Herr im Garten Gethsemane alle Leiden der Menschen auf sich nahm (Alma 7:11-12); drei Tage Finsternis als Zeichen für den Tod Jesu (1. Nephi 19:10); Erschlagung der Erstgeburt als Hinweis auf die Erschlagung des `Erstgeborenen´ und `Einziggezeugten des Vaters´ im Fleisch, Jesus Christus (Markus 14:27).

Welche Hinweise auf Christus kannst du erkennen?

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Ich aber will das Herz des Pharaos verhärten

4. April 2022, 05:27am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Ich aber will das Herz des Pharaos verhärten, um viele Zeichen und Wunder im Lande Ägypten zu verrichten.“ (Exodus 7:3).

Ich aber will das Herz des Pharaos verhärten. Das mit den vielen Zeichen und Wundern, die der Herr in Ägypten tun will, akzeptiert. Aber was will der Herr dafür tun, das Herz des Pharao verhärten? Und das wird noch in einigen weiteren Versen so zum Ausdruck gebracht: Exodus 9:12; 10:1; 14:4,8,17.

Ein verhärtetes Herz haben, was ist darunter zu verstehen? Du kennst vielleicht die Redensart, „der hat ein Herz aus Stein“. Damit will man zum Ausdruck bringen, dass jemand gegenüber bestimmten Gedanken `verstockt´ ist, er sich gegenüber anderen kalt, gefühllos verhält, kein Mitleid aufbringt … .Kannst du dir vorstellen, dass der Herr so etwas tun würde? Das Herz eines Menschen verhärten? Ich habe doch gelernt, dass der Herr nur Gutes tut (Apostelgeschichte 10:38)! In Ezechiel lese ich etwas ganz anderes, nämlich, dass der Herr uns ein neues Herz geben will, „… das steinerne Herz will ich aus eurer Brust herausnehmen und euch dafür ein Herz von Fleisch verleihen.“ (Ezechiel 36:26). Ach ja, ich will ja auch noch in die Joseph-Smith-Übersetzung der Bibel schauen. Mal sehen, wie der Prophet der Wiederherstellung diese Verse durch Offenbarung vom Herrn korrigiert hat. Exodus 7:3 lautet dort so: „And Pharaoh will harden his heart, as I said unto thee; and thou shalt multiply my signs and my wonders in the land of Egypt.“ (maschinelle Übersetzung: Und der Pharao wird sein Herz verstocken, wie ich dir gesagt habe, und du sollst meine Zeichen und Wunder in Ägyptenland mehren). Auch in all den anderen oben aufgeführten Versen schreibt Joseph Smith, dass der Pharao sein Herz verhärtete und nicht Gott. Ich lerne auch hier wieder, ich muss beim Lesen der heiligen Schrift mitdenken. Kommt mir etwas merkwürdig vor, muss ich mithilfe des Heiligen Geistes recherchieren.

Wie verstehst du das, dass Gott das Herz des Pharao verhärten wollte?

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Siehe, ich mache dich für den Pharao zu einem Gott

2. April 2022, 05:46am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Da erwiderte der Herr dem Mose: „Siehe, ich mache dich für den Pharao zu einem Gott, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet sein.“ (Exodus 7:1).

Siehe, ich mache dich für den Pharao zu einem Gott. Worum geht es hier? Der Herr sprach mit Mose darüber, dass Mose vom Pharao verlangen sollte, das Volk ziehen zu lassen, damit es ihm in der Wüste dienen könne. Mose wollte sich aus der Verantwortung stehlen, indem er argumentierte, dass ja schon das Volk Israel selbst nicht auf ihn hätte hören wollen, wie sollte das dann erst der Pharao machen (Exodus 6:12), außerdem sei er ja im Reden ungewandt (Exodus 6:30). Die Reaktion des Herrn darauf ist im obigen Vers wiedergegeben.

Macht dich diese Aussage auch etwas stutzig? Mich jedenfalls ja. Wollte der Herr Mose mit dieser Aussage einen Motivationsschub geben, ihn für Pharao zu einem Gott zu machen, und seinen drei Jahre älteren Bruder Aaron (Exodus 7:7) zum Propheten für ihn zu machen? Wieder suche ich die Lösung zunächst in weiteren Schriftstellen. So in der Joseph-Smith-Übersetzung. Dort heißt es im Exodus 1:7: „And the Lord said unto Moses, See, I have made thee a prophet to Pharaoh; and Aaron, thy brother, shall be thy spokesman.“ (maschinelle Übersetzung: Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich zum Propheten für den Pharao gemacht, und Aaron, dein Bruder, soll dein Sprecher sein). Das macht im Zusammenhang mit Mose für mein Verständnis Sinn. Auch in der Köstlichen Perle wird die Berufung des Mose als Prophet so dargestellt, dass diejenigen, denen er gebietet, dies als Gebot beachten würden, als sei er Gott (Köstliche Perle Mose 1:25). Und in Exodus 4:16 heißt es, dass Aaron gegenüber dem Volk das Sprachrohr des Mose sein soll, und Mose für Aaron an Gottes Stelle sprechen würde. Ich lerne, erscheint mir eine Schriftstelle nicht schlüssig, muss ich in der Schrift nach Erklärungen suchen, natürlich immer unter Einbeziehung des Geistes des Herrn, des Heiligen Geistes, der mich in alle Wahrheit leitet (Johannes 16:13).

Welches Verständnis hast du über den Vers oben?

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Mit meinem Namen ‚JEHOVA‘ habe ich mich ihnen nicht offenbart

1. April 2022, 05:56am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Ich bin dem Abraham, Isaak und Jakob als ‚der allmächtige Gott‘ erschienen, aber mit meinem Namen ‚JEHOVA‘ habe ich mich ihnen nicht offenbart.“ (Exodus 6:3).

Mit meinem Namen ‚JEHOVA‘ habe ich mich ihnen nicht offenbart. Mose und sein Bruder Aaron hatten vom Herrn den Auftrag erhalten, zum Pharao zu gehen und ihn aufzufordern, sein Volk in die Wüste ziehen zu lassen, um ihm dort zu dienen. Das missfiel dem Pharao aber sehr und so erschwerte er noch die Lasten, die er Israel auferlegt hatte. Anstatt nur Ziegel zu produzieren, mussten sie nun auch noch das dazu erforderliche Stroh, das ihnen bis dahin geliefert wurde, selber herbeibringen. Die geforderte Menge an Ziegel wurde dabei aber nicht reduziert. Das Volk gab für diese zusätzliche Belastung dem Mose die Schuld. Dieser wandte sich seinerseits nun wiederum an den Herrn: „… Herr! Warum lässt du diesem Volk solches Unheil widerfahren? ...“ (Exodus 5:22). Der obige Vers ist nun ein Teil der Antwort des Herrn.

Was mich dabei stutzig macht, ist die Aussage, dass der Herr Moses Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob zwar erschienen sei, aber ihnen nicht seinen Namen `Jehova´ offenbart hätte. Als Erstes schaue ich mal in der Joseph-Smith-Übersetzung nach, wie der Vers dort lautet. Hier sagt der Herr, dass er Abraham, Isaak und Jakob erschienen sei, und dass er der Allmächtige, der Herr `Jehova´ sei, und stellt dann die Frage: „… And was not my name known unto them?“ (JSÜ Exodus 6:3; frei übersetzt: Und war ihnen mein Name nicht bekannt?). Dann suche ich noch weitere Hinweise und finde eine Aussage in der Köstlichen Perle (Eine Übersetzung einiger alter Aufzeichnungen, die aus den Katakomben Ägyptens in unsere Hände gelangt sind. Die Schriften Abrahams, während er in Ägypten war, das Buch Abraham genannt, von seiner eigenen Hand auf Papyrus geschrieben). Dort geht es gerade um die Opferung Abrahams durch `falsche Priester in Chaldäa´. Abraham ruft den Herrn verzweifelt um Hilfe an und dieser antwortet ihm: „… Abraham, Abraham, siehe, mein Name ist Jehova, und ich habe dich erhört und bin herniedergekommen, um dich zu befreien …“ (Köstliche Perle Abraham 1:16). Ich lerne, es gilt „Wir glauben, dass die Bibel, soweit richtig übersetzt, das Wort Gottes ist; wir glauben auch, dass das Buch Mormon das Wort Gottes ist.“ (Glaubensartikel 1:8). Im Buch Mormon wird uns erklärt, dass viele klare und kostbare Teile, im Laufe der Zeiten, aus der Bibel verloren gegangen sind (1. Nephi 13:29). So bin ich dem Herrn unendlich dankbar, dass er uns in dieser letzten Evangeliumszeit, Propheten gesandt hat, die die Wahrheit nach und nach wieder vollständig herstellen.

Was meinst du, warum finden wir in den heutigen Bibelübersetzungen nicht den Namen `Jehova´?

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So brachten die Israeliten, alle Männer und Frauen, … freiwillige Gaben für den Herrn dar

1. April 2022, 05:42am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die Wohnstätte Gottes in alter Zeit
(Bild: Quelle)

„So brachten die Israeliten, alle Männer und Frauen, die sich dazu getrieben fühlten, zu dem ganzen Werk, dessen Ausführung der HErr durch Mose geboten hatte, etwas beizutragen, freiwillige Gaben für den HErrn dar.“ (Exodus 35:29).

So brachten die Israeliten, alle Männer und Frauen, … freiwillige Gaben für den Herrn dar. Worum geht es in diesem Bereich des Alten Testamentes? Im Exodus 25:8 gibt der Herr seinem Volk den Auftrag, ihm ein `Heiligtum´ zu errichten. Hierzu sind natürlich entsprechende Materialien erforderlich. Deshalb fordert der Herr von allen, die es gerne möchten, eine entsprechende Abgabe zu entrichten, Gold, Silber, Kupfer … (Exodus 25:1-7). Dann gibt der Herr Mose genaue Anweisungen, wie das Heiligtum zu fertigen ist. Sogar eine Rosette soll gefertigt werden mit der Gravur „Heilig dem Herrn“ (2. Mose 28:36). Zum Spenden der wertvollen Materialien für den Bau des `Offenbarungszeltes´ mit allen heiligen Einrichtungsgegenständen sind alle `willigen Israeliten´, Männer, als auch Frauen, aufgerufen.

Woran erinnert mich das bloß? Im Januar 1833 gibt der Herr dem vom Herrn berufenen Propheten der Wiederherstellung, Joseph Smith, den Auftrag: „… errichtet ein Haus, nämlich ein Haus des Betens, ein Haus des Fastens, ein Haus des Glaubens, ein Haus des Lernens, ein Haus der Herrlichkeit, ein Haus der Ordnung, ein Haus Gottes; ...“ (Lehre und Bündnisse 88:119). Wie Mose, hat der Herr auch Joseph Smith das Muster für sein Haus vorgegeben, und auch in unserer Zeit forderte der Herr sein Volk auf, hierfür die notwendigen Materialien zu spenden. Wozu sind solche, dem Herrn geweihten Häuser notwendig? Damit „… sie vervollkommnet werden im Verständnis ihres geistlichen Dienstes, in der Theorie, in Grundsätzlichem und in der Lehre, in allem, was das Reich Gottes auf Erden betrifft; ...“ (Lehre und Bündnisse 97:10-14). Der erste Tempel in dieser letzten Evangeliumsdispensation wurde am 27. März 1836 von Joseph Smith in Kirtland geweiht (Lehre und Bündnisse 109). Was das Volk des Herrn in unserer Zeit, genauso wie das alte Israel, für den Bau des Hauses des Herrn tat, kannst du hier nachlesen. Auch in heutiger Zeit steht über dem Eingang zum Tempel: „Das Haus des Herrn; Heilig dem Herrn“ (siehe Bild). Ich lerne, in allen Evangeliumsdispensationen hat der Herr sein Volk aufgefordert, ihm ein Haus zu bauen, in dem er sein Volk vervollkommnen kann. Dort wo es keine Gebäude gab, hat der Herr seine Diener aufgefordert, einen Berg zu erklimmen (Psalm 24:3) – ich muss also etwas leisten, um in den Genuss der `Vervollkommnung´ durch den Herrn zu kommen.

Welche Parallelen erkennst du zwischen der früheren Anbetung im `Heiligtum des Herrn´ gegenüber unserer Zeit?

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Seht, das Volk der Israeliten wird uns zu zahlreich und zu stark

29. März 2022, 05:11am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

“Der Israeliten Dienstbarkeit und Drangsale in Ägypten.”
Schnorr von Carolsfeld, Julius 1794–1874.
(Bild: Quelle)

„Da kam ein neuer König in Ägypten zur Regierung, der Josef nicht gekannt hatte. 9 Der sagte zu seinem Volk: „Seht, das Volk der Israeliten wird uns zu zahlreich und zu stark. 10 Wohlan, wir wollen klug gegen sie zu Werke gehen, damit ihrer nicht noch mehr werden; sonst könnte es geschehen, dass, wenn ein Krieg ausbräche, sie sich auch noch zu unsern Feinden schlügen und gegen uns kämpften und aus dem Lande wegzögen.“ (Exodus 1:8-10).

Seht, das Volk der Israeliten wird uns zu zahlreich und zu stark. Joseph kam mit seinem Volk zuzeiten der als Hyksos bekannten ägyptischen Dynastie an die Macht. Es handelte sich dabei um ein Konglomerat ethnischer Gruppen, die wahrscheinlich aus Kanaan kommend, nach Ägypten einwanderten. Innerhalb der nächsten zwei Dynastien wuchs Israel dort zu einer sehr großen Nation heran. Joseph ahnte schon, dass die Entwicklung seines Volkes in Ägypten keinen positiven Verlauf nehmen würde (Genesis 50:24-25). Dem Pharao, der dann an die Macht kam, Ramses II, wurde diese Entwicklung zu gefährlich. Von der Fremdherrschaft durch die Hyksos, hatte Ägypten sich gerade wieder befreit, und er fürchtete sich nun davor, dass mit der Zeit die Israeliten in Ägypten die Oberhand gewinnen könnten. So entschloss er sich, etwas gegen diese Entwicklung zu unternehmen. Er unterdrückte das immer größer werdende Volk mittels harter Fronarbeit. Ramses II war ein großer Baumeister. Für seine Projekte benötigte er ein unbegrenztes Angebot an Arbeitskräften, ein hohes Maß an Organisation und die ständige Produktion von Ziegeln, Mauerwerk und anderen Baumaterialien. Dafür kamen ihm die Israeliten gerade recht. Er setzte „… Fronvögte über das Volk, um es mit den Fronarbeiten, die sie ihm auferlegten, zu bedrücken; und es musste für den Pharao Vorratsstädte bauen, nämlich Pitom und Ramses.“ (Exodus 1:11). Ihnen wurde organisierte Zwangsarbeit auf nicht absehbare Zeit, unter entwürdigenden und brutalen Bedingungen auferlegt, ohne jegliche Entlohnung, ohne Bürgerrechte (Exodus 1:14). Ramses II verfolgte damit auch eine Verringerung der Israeliten, doch das Gegenteil trat ein und er griff zu drastischeren Maßnahmen, die durch Gott aber konterkariert wurden, sodass der König verfügte, alle neugeborenen Jungen im Nil zu ertränken (Exodus 1:12,15-22). Quelle zu dem geschichtlichen Hintergrund ist folgender Artikel: „Who Was the Pharaoh Who “Knew Not Joseph”?

Ich lerne, die Hebammen widersetzten sich mutig den Anweisungen des Pharao. Sie waren gottesfürchtig. Eine Parallele sehe ich in der Angst der Bewohner des Staates Missouri, dass die wachsende Anzahl von Mitgliedern der neu gegründeten Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, eine Gefahr für sie werden könnte, und sie alles unternahmen, was deren Wachstum hindern könnte. Gouverneur Boggs erließ am 27. Oktober 1838 sogar den Ausrottungsbefehl.

Welche Parallelen zwischen dem Volk des Herrn damals siehst du, zu seinem Volk zuzeiten der Wiederherstellung im siebzehnten Jahrhundert?

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Es ist ein Knabe hier, der fünf Gerstenbrote und zwei Fische (zum Verkauf bei sich) hat

28. März 2022, 05:24am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Ein Junge übergibt Brot und Fische
(Bild: Quelle)

„Es ist ein Knabe hier, der fünf Gerstenbrote und zwei Fische (zum Verkauf bei sich) hat, doch was ist das für so viele?” (Johannes 6:9).

Es ist ein Knabe hier, der fünf Gerstenbrote und zwei Fische (zum Verkauf bei sich) hat. Was sind die Geschehnisse um diesen Vers herum? Nachdem Jesus eine Rede über seine Vollmacht vollendet hatte (Johannes 5), begab sich Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa. Ihm folgte eine riesige Menschenmenge, weil sie gesehen hatten, wie er Kranke heilte. Jesus setzte sich ein wenig erhöht auf eine Bergwiese und machte sich Sorgen, wie die Menge wohl zu essen bekommen könnte. Auf die Frage an seine Jünger, antwortete der Bruder des Simon Petrus, Andreas, dass es da einen Knaben gibt, wohl einen, der einen `Essenslieferdienst´ betrieb, denn er hatte `Fischbrote´ zum Verkauf dabei. Das Problem: es gab etwa fünftausend hungrige Männer, aber der `Lieferdienst´ hatte nur noch fünf Brote und zwei Fische in seinem Angebot! Die Lösung, die Philippus vorher ansprach, war auch nicht befriedigend, nämlich für die zweihundert Denare, die sie bei sich hatten, Essen einkaufen zu gehen, hätte auch nicht gereicht.

Das Wunder, das Jesus dann vollbrachte, ist wohl den meisten von uns bekannt. Aber was war das für ein Knabe, über den in dieser Begebenheit nichts weiter erzählt wird. Dennoch war er ein Hauptteil der Lösung des Problems, Teil davon, dass Jesus ein weiteres Wunder wirkte. Sicherlich hätte Jesus aus den vielen Steinen, die wohl in der Gegend herumlagen, mit einem Wort genügend Brot machen können (Matthäus 4:3), aber der nicht weiter bezeichnete Junge mit seinem `Lieferdienst´ war hier Teil der Lösung. Es wird uns nicht berichtet, wohin er unterwegs war, für wen das Essen gedacht war, das er dabei hatte. Offensichtlich war er aber unter dieser Menge von Menschen, die sich auf Geheiß des Herrn auf der Bergwiese niederließen, um Jesus zu erleben. Er übergab seine Habe dann, ohne irgendwelche Forderungen Jesus, und dieser brach die Brote, sprach das Gebet und ließ die Speise an die Anwesenden verteilen. Ebenso machte er es mit den zwei Fischen. Alle wurden satt, und es blieben noch zwölf Körbe an Bruchstücken übrig. Ich lerne, viele wichtige Protagonisten werden in den Schriften nicht weiter beschrieben, und dennoch ist es sinnvoll, ihnen unsere Aufmerksamkeit zu schenken und uns Gedanken über ihre Handlungen zu machen, da wir von ihnen lernen können. Wir sollten auch einfach mal sitzen bleiben, unsere Tätigkeiten unterbrechen, und uns dem Wort Gottes zuwenden. Wir sollten Gott von unserer Habe – für andere Menschen da zu sein -- voller Vertrauen geben, auch, wenn es uns zu wenig erscheinen mag. Weiterhin lerne ich, dass Jesus uns an diesem Beispiel lehrt, dass wenn wir an seinem gebrochenen Leib teilhaben, wir im geistigen Sinn satt werden können, sodass sogar noch für andere übrig bleibt.

Über welche nicht näher beschriebenen Protagonisten der Schriften hast du schon mal weitere Überlegungen angestellt?

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Diese Frau wurde Mutter eines Sohnes

26. März 2022, 06:22am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Mose in einem Korb mit ihrer leiblichen Mutter und Schwester Mirjam
(Bild: Quelle)

„Nun ging ein Mann aus dem Stamme Levi hin und heiratete eine Levitin. 2 Diese Frau wurde Mutter eines Sohnes; und als sie sah, dass es ein schönes Kind war, verbarg sie es drei Monate lang.“ (Exodus 2:1-2).

Diese Frau wurde Mutter eines Sohnes. Die Erzählung über einen späteren großen Mann Gottes beginnt recht mysteriös. Der Vater ist ein namenloser Levit, der eine namenlose Levitin heiratete. Diese gebiert ihm ein schönes Kind, und weil sie es vor dem Urteil Pharaos, alle neugeborenen männlichen hebräischen Kinder im Nil zu ertränken (Exodus 1:22), behüten will, verbirgt sie es drei Monate lang. Danach setzt sie es in einem mit Pech abgedichteten Korb im Nil aus. Sie muss großen Glauben gehabt haben, dass der Knabe überlebt. Von der Tochter des Pharao wird der Korb entdeckt und sie findet Gefallen an dem Kind. Seine an dieser Stelle auch namenlose Schwester, die das Körbchen nicht aus den Augen gelassen hatte, vermittelt nun die Mutter des Kindes als dessen Amme. Die Tochter des Pharao stimmt zu. Wohl, nachdem der Junge entwöhnt war, übergab sie ihn wieder der Tochter des Pharao, die ihm nun einen Namen gab: Mose. Die Bedeutung des Namens im Hebräischen: „herausziehen“ (Exodus 2:3-10).

Wenn wir dann im Alten Testament weiterlesen, wird das Rätsel mit den Namen der Eltern des Mose auch aufgelöst. Der Levit, der sein Vater wurde, heißt Amram, und ist der zweitälteste Enkel Levis. Amrams Vater heißt Kehat (Genesis 46:11). Diesen Enkel Levis heiratet nun die Tochter Levis, Jochebed, womit wir das Rätsel mit den Namen gelöst haben. Die Mutter des Mose ist also die Levitin Jochebed, und sein Vater deren Neffe Amram (eine solche Ehe wird später verboten, Levitikus 18:11). Die beiden haben noch zwei bekannte Kinder, Aaron und Mirjam, die älteren Geschwister des Mose (Numeri 26:59). Wobei Mirjam diejenige war, die seine Mutter als Amme an die ägyptische Ziehmutter, die Tochter des Pharaos, vermittelte. Ich lerne, es gibt immer wieder Überraschungen in den Heiligen Schriften.

Was meinst du, welchen Grund mag es gegeben haben, die Geschichte des Mose so mysteriös zu erzählen?

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In seiner Begleitung befanden sich die zwölf Jünger, sowie auch einige Frauen

25. März 2022, 10:02am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„… In seiner Begleitung befanden sich die zwölf Jünger, 2 sowie auch einige Frauen, die er von bösen Geistern und Krankheiten geheilt hatte, z. B. Maria, die Magdalena*) genannt wurde, aus der sieben böse Geister ausgefahren waren, 3 ferner Johanna, die Frau des Chuza, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und noch viele andere, die ihnen mit den ihnen zu Gebote stehenden Mitteln Dienste leisteten.“ (Lukas 8:1-3).

In seiner Begleitung befanden sich die zwölf Jünger, sowie auch einige Frauen. In den Kapiteln 4-8 des Lukasevangeliums wird das Wirken Jesu in Galiläa beschrieben. Es wird uns mitgeteilt, dass er von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf ging und das Evangelium vom Reich Gottes verkündete. So wird auch berichtet, dass er Begleiter und Begleiterinnen hatte. Zum einen seine Zwölf, zum anderen offensichtlich eine große Gruppe an Frauen. Einige werden namentlich erwähnt:

  • Maria Magdalena
    Eine ergebene Jüngerin Jesu, deren Beiname Magdalena auf ihren Heimatort Magdala, am Westufer des Sees Genesaret gelegen, hinweist. Jesus heilte sie von sieben Dämonen. Sie stand abseits des Kreuzes Jesu, war bei seiner Grablegung dabei, als auch am Morgen seiner Auferstehung am Grab, wo sich Jesus ihr als Erste zeigte. Ich finde ihren Namen im Neuen Testament in neun Versen (Markus 16:1,9; Matthäus 28:1; Matthäus 27:56,61; Markus 15:40,47; Lukas 24:10; Johannes 19:25).
  • Johanna, die Frau des Chuza
    Chuza war ein Beamter des galiläischen Tetrarchen (Vierfürst, Herrscher über ein Viertel des Landes Palästina) Herodes Antipas. Auch sie wurde von Jesus geheilt und folgte ihm als getreue Jüngerin. Aus den finanziellen Mitteln, die ihr zur Verfügung standen, unterstütze sie das Werk Jesu. Auch sie war bei der Kreuzigung und Grablegung Jesu anwesend. Außerdem war sie eine der Frauen, mit Maria Magdalena und der Maria von Jerusalem (Mutter des Apostels Johannes und Jakobus des Älteren), die am Ostermorgen Jesu einbalsamieren wollten. Somit war sie auch eine der ersten Zeuginnen der Auferstehung Jesu. Der Überlieferung zufolge wusste sie auch, wo Herodias den Kopf von Johannes dem Täufer vergraben hatte, und soll ihn dann ehrenhaft auf dem Ölberg in Jerusalem beigesetzt haben. Ihr Name wird im Neuen Testament an zwei Stellen erwähnt (Lukas 8:3; Lukas 24:10).
  • Susanna
    Eine weitere der namentlich genannten getreuen Jüngerinnen, die durch Jesus von bösen Geistern und Krankheiten geheilt wurde und ebenso wie die anderen genannten Frauen bei der Einbalsamierung hätte helfen wollen. Bedeutung ihres Namens: Lilie. Ihren Namen finde ich nur im Lukas 8:3.

Ich lerne, ich muss nur aufmerksamer, und einen Fokus auf Frauen in den Schriften legen, und finde dann viele Frauen, die Jesus gedient haben, seine Jüngerinnen waren. So wie wir heute auch erleben, dass unzählige Frauen in führenden Kirchenämtern als treue Jüngerinnen dienen. Beispielhaft in den Präsidentschaften der Frauenorganisation, der Jungen Damen, der Kinderorganisation … (siehe hier). An diesen Frauen kann ich mir ein Beispiel nehmen, was das Dienen unter schwierigsten Bedingungen anbelangt. Sie standen und stehen dem Herrn immer ganz nahe! Präsident Russel M. Nelson lebt es uns vor, Frauen haben für ihn einen äußert wichtigen Platz im Reich Gottes auf Erden, er hat „Wege gefunden, die Stimme des Herrn zu hören, indem er die Stimmen der Frauen in der Kirche einbezieht und erhebt. …“ (lies hier).

Was kannst du Menschen antworten, die der Meinung sind, in der Kirche gibt es zu wenige Frauen in kirchlichen Ämtern?

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