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Glaubensansichten
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Nun hatte dieser Priester auf diesem Altar drei Jungfrauen auf einmal geopfert

17. Februar 2022, 06:54am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Menschenopfer, dargebracht der Göttin Isis
(Bild: Quelle)

„Nun hatte dieser Priester auf diesem Altar drei Jungfrauen auf einmal geopfert, und das waren die Töchter des Onita, eines königlichen Abkömmlings direkt aus den Lenden Hams. Diese Jungfrauen wurden wegen ihrer Tugend geopfert; sie wollten sich nicht beugen, um Götter aus Holz oder aus Stein anzubeten, darum wurden sie auf diesem Altar umgebracht, und es geschah nach der Weise der Ägypter.“ (Köstliche Perle Abraham 1:11).

Nun hatte dieser Priester auf diesem Altar drei Jungfrauen auf einmal geopfert. Das Volk hatte sich ganz den heidnischen Göttern zugewandt, und es brachte diesen auch Menschenopfer dar. Bevor Abraham auf den Opferaltar gelegt und gefesselt wurde, um wegen seines Glaubens an den einen wahren Gott, geopfert zu werden, brachte der Priester des Pharao drei junge Frauen als Opfer dar, und zwar auch aus dem Grund, dass sie diese Götter aus Holz und Stein nicht anbeten, sondern dem einen Gott treu sein wollten, wie Abraham.

Nun wissen wir, dass der Herr Abraham vor diesem Opfertod bewahrt hat (siehe Blogbeitrag von gestern), diese drei jungen tugendhaften Frauen allerdings nicht. Warum Abraham schon, aber diese Töchter des Onita nicht? Da ist der vollständige Glaube gefragt. Wir wissen nicht, weshalb Gott den einen rettet, die anderen nicht. Eine Erklärung wäre, dass Abraham noch nicht in den Genuss des Bundes gekommen war, den Gott mit ihm schließen wollte, der für die gesamte Menschheit von immenser Bedeutung sein würde (Abraham 2:9-11). Ich lerne, alleine der Herr weiß, was für wen, wann, von ausschlaggebender Bedeutung ist. Das ist etwas, worauf ich mich verlassen kann. Der Herr weiß, warum z. B. ein kleines Kind in jungen Jahren schon wieder die Erde verlassen, während ein anderes trotz widrigster Umstände hier bleiben darf. In der betreffenden Situation ist man eben auf den `vollständigen Glauben´ angewiesen.

Welche Gedanken bewegen dich bei diesem Thema?

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Wurde ich ein rechtmäßiger Erbe, ein Hoher Priester, der das Recht innehatte, das den Vätern zugehörte

16. Februar 2022, 05:42am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„und da ich gewahr wurde, dass mir mehr Glück und Frieden und Ruhe beschieden sein würden, trachtete ich nach den Segnungen der Väter und dem Recht, wozu ich ordiniert sein musste, um in ihnen zu walten; da ich selbst ein Nachfolger der Rechtschaffenheit war und auch wünschte, jemand zu sein, der viel Erkenntnis besaß, und ein besserer Nachfolger der Rechtschaffenheit zu sein und mehr Erkenntnis zu besitzen und ein Vater vieler Nationen zu sein, ein Fürst des Friedens, und wünschte, Belehrungen zu empfangen und die Gebote Gottes zu halten, wurde ich ein rechtmäßiger Erbe, ein Hoher Priester, der das Recht innehatte, das den Vätern zugehörte.“ (Köstliche Perle Abraham 1:2).

Wurde ich ein rechtmäßiger Erbe, ein Hoher Priester, der das Recht innehatte, das den Vätern zugehörte. Um welche Person handelt es sich hierbei? Es handelt sich um eine Person von zentraler Bedeutung, wenn es um die Segnungen geht, auf die wir alle angewiesen sind, eine einzigartige zentrale Person in der Geschichte. Drei Weltreligionen erheben Anspruch auf sie, das Judentum, der Islam und das Christentum. Hugh Nibley erklärte, dass alle Dinge sich auf sie zu konzentrieren scheinen, und sie als "die wichtigste und strategischste Figur in der gesamten Menschheitsgeschichte" bezeichnet wurde. Jüdischen Quellen zufolge liegen in direkter Linie zwischen ihr und Noach zehn Generationen, womit sie rechtmäßiger Erbe wäre, die Priestertumsschlüssel mit den dazugehörigen Bündnissen und Segnungen zu verwalten.

Ihr Geburtsland ist Ur in Chaldäa. In der jüdischen Schrift, dem `Buch der Jubiläen´, wird berichtet, dass die Kinder Noachs sich zu bekriegen und zu töten begannen, und sich über andere Völker zu erheben. Anstatt dass diese Person das Volk anführte, war es Nimrod (aus dem Hebräischen: rebellierend). Es wird gesagt, dass Nimrod ein Anwärter auf den Thron auf die gleiche Weise war, wie Satan einst den Platz Gottes einnehmen wollte, und als einer der rücksichtslosesten Eroberer aller Zeiten in Erinnerung bleiben würde. Nun arbeitete der Vater der Person, die wir noch bezeichnen wollen, für diesen Nimrod in führender Position. Er ist beteiligt an Palastintrigen und Götzenanbetung. In diese Schlechtigkeit hinein wurde jetzt dieser rechtmäßige Erbe der Priestertumsschlüssel durch diesen Terach hineingeboren. Weil er sich diesen Machenschaften widersetzte, wurde er sogar durch seinen Vater Terach auf den Opferaltar falscher Götter gelegt und sollte hingerichtet werden. Unsere Person erhob in dieser bedrohlichen Situation ihre Stimme zum Herrn, welcher diese erhörte und einen Engel schickte, der seine Fesseln löste und sagte: „… Abraham, Abraham, siehe, mein Name ist Jehova, und ich habe dich erhört und bin herniedergekommen, um dich zu befreien und um dich aus deines Vaters Haus und von deiner ganzen Verwandtschaft wegzuführen in ein fremdes Land, von dem du nicht weißt;“ (Köstliche Perle Abraham 1:15-16). Ich lerne, in welche schlimmen Verhältnisse Abraham hineingeboren wurde und aufgewachsen ist und dennoch rechtschaffen blieb und nach Frieden und Ruhe suchte, nach den Segnungen der Väter und nach mehr Erkenntnis trachtete, ein Vater vieler Nationen und ein Fürst des Friedens sein wollte. Ich will mir an ihm ein Beispiel nehmen, um auf diese Art an den gleichen Segnungen teilhaben zu können. Quelle dieser Überlegungen ist dieser Podcast von Scot und Maurine Proctor.

Welche Rolle spielt Abraham in deinem Leben?

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Wer nicht sein Kreuz trägt

15. Februar 2022, 07:10am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Wer nicht sein Kreuz trägt und hinter mir hergeht, der kann nicht mein Jünger sein.“ (Lukas 14:27).

Wer nicht sein Kreuz trägt. Aufgrund des Beitrags „What Church leaders and Church history teach about wearing and displaying the cross“ auf LDSLiving, bin ich als Aufhänger auf diese Schriftstelle gestoßen. In dem Artikel setzt sich der Schreiber damit auseinander, ob es in Ordnung ist, als Mitglied der Kirche Jesus Christi der Heiligen der Letzten Tage, ein Kreuz als Ausdruck seines Glaubens zu tragen. Er leitet mit folgendem Erlebnis ein (sehr gekürzt mit eigenen Worten wiedergegeben): Eine Mutter lud einen Nachbarn, der kein Mitglied der Kirche war, ein, der Taufe ihres Kindes beizuwohnen. Dieser liebe Nachbar schenkte nach der Taufe dem Mädchen eine Kette mit einem Kreuz als Anhänger. Die Tochter war etwas irritiert, weil man ihr beigebracht hatte, so etwas nicht zu tragen. Auch die Mutter brach nicht gerade in Freudensprünge aus. Der Nachbar bemerkte das Unbehagen und zog das Geschenk mit der Aussage zurück, dass er ein anderes Geschenk aussuchen würde. Eine etwas ungünstige Stimmung war hergestellt, die diese Mutter in der Nachschau sehr bedauerte.

Wie ist das nun mit dem Tragen des Kreuzes. In unseren Kirchen verzichten wir ja auf das Glaubenssymbol anderer Christen, das Kreuz. Ein protestantischer Geistlicher fragte den damaligen Präsidenten der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Gordon B. Hinckley, warum wir dieses Symbol nicht in unseren Kirchen haben. Die Antwort lautete, ohne den Fragenden beleidigen zu wollen, sehr stark verkürzt, dass wir an den lebenden Christus glauben, nicht an den gestorbenen. Eric Huntsman, Professor für alte Schriften an der Brigham-Young-Universität, berichtet über eine Erfahrung mit einer presbyterianischen Freundin, der er sagte, dass wir lieber eines lebenden, als an eines gestorbenen Christus gedenken, und sie darauf erwiderte, dass die Protestanten das Kreuz daran erinnere, dass Christus für unsere Sünden gekreuzigt wurde, und das, das sie trug ja leer war, und damit seine Auferstehung symbolisiert. Er fühlte sich zurechtgewiesen. Ich lerne, es kommt immer auf die Perspektive und die Motivation eines Handelns an. Die Kirche spricht sich weder dafür, noch gegen ein Tragen dieses Glaubenssymbols aus. Gerne kannst du in dem o. g. Artikel mehr nachlesen, aber gerne auch hier in den Gospel Topics.

Was sind deine Gedanken zum Tragen des Kreuzes, als Symbol des Ausdrucks deines Glaubens?

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Gib ihm den Namen Maher-Schalal-Hasch-Bas!

14. Februar 2022, 06:25am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Maria wird von einem Engel die Geburt Christi verheißen
(Bild: Quelle)

„Dann nahte ich mich der Prophetin, sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Da sagte der HERR zu mir: Gib ihm den Namen Maher-Schalal-Hasch-Bas!“ (Jesaja 8:3).

Gib ihm den Namen Maher-Schalal-Hasch-Bas! Wir haben hier eine Schilderung der Geburt des zweiten Sohnes Jesajas. Schon bevor seine Frau, schwanger wurde, hatte der Herr Jesaja aufgefordert, unter Zeugen auf eine Tafel diesen hebräischen Namen leserlich aufzuschreiben. Die Zeugen waren der Priester Urija und Secharja (Sacharia), der Sohn Jeberechjas (Jesaja 8:1-2). Hier wird auch die Bedeutung des Namens gegeben. Dieser Sohn soll noch nicht in der Lage sein, Vater oder Mutter sagen zu können, da würden schon dem König von Assyrien die Reichtümer von Damaskus und die Kriegsbeute Samarias zuteilwerden (Jesaja 8:4). Der Name bedeutet: Schnelle Beute-Rascher Raub. Auch im Buch Mormon wird ja Jesaja zitiert, und so auch diese Begebenheit (2. Nephi 18:1-4).

Namen sind nicht Schall und Rauch, wie Goethe seinen Faust sagen lässt, sie haben eine Bedeutung. Amerikanische Forscher sagen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem eigenen Namen und wichtigen Entscheidungen im Leben gibt. Wir haben hier ein für mich nicht allzu bekanntes Beispiel davon, dass der Herr, wie in vielen anderen Fällen auch, bestimmten Menschen selber Namen gegeben hat: Adam (Mose 1:34) , Abraham (1. Mose 17:5; umbenannt von Abram), Sara (1. Mose 17:15; umbenannt von Saria), Isaak (1. Mose 17:19), Ismael (1. Mose 16:11), Israel (1. Mose 35:10; umbenannt von Jakob), Jesreel (Hosea 1:4), Lo-Ruhamah (Hosea 1:6), Lo-Ammi (Hosea 1:9), Johannes der Täufer (Lukas 1:13), Jesus (Matthäus 1:21). Und so eben auch Maher-Schalal-Hasch-Bas. Die folgenden Namen wurden von Gott nicht direkt vergeben, aber in Prophezeiungen vor ihrem Leben genannt: Joseph Smith, Mose und Aaron. Ich lerne, mit all diesen Namen, die der Herr seinen Dienern gab, war eine ganz bestimmte Bedeutung verbunden, die auf bestimmte Ereignisse oder Charaktereigenschaften hinwiesen. Mein Vorname Manfred z. B. kommt aus dem althochdeutschen und bedeutet soviel wie `der Mann´ und `der Friede´, also Mann des Friedens. Streit ist in der Tat nicht mein Ding, ich bevorzuge Harmonie.

Welche Bedeutung hat dein Name, und stimmt er mit einer deiner Eigenschaften überein?

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Ich werde es dir in deinem Verstand und in deinem Herzen durch den Heiligen Geist sagen

12. Februar 2022, 07:09am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Ja, siehe, ich werde es dir in deinem Verstand und in deinem Herzen durch den Heiligen Geist sagen, der über dich kommen wird und der in deinem Herzen wohnen wird.“ (Lehre und Bündnisse 8:2).

Ich werde es dir in deinem Verstand und in deinem Herzen durch den Heiligen Geist sagen. Wer sagt dies zu wem? Hier spricht der Herr durch den Propheten Joseph Smith zu Oliver Cowdery. Oliver war bei der Übersetzung der goldenen Platten, des Buches Mormon, für den Übersetzer Joseph, als Schreiber tätig. Er hatte den Wunsch, selber auch übersetzen zu dürfen. Der Herr antwortete ihm durch Joseph im April 1829 und forderte ihn auf, geduldig zu sein, denn momentan solle er sich damit zufriedengeben, Josephs Schreiber zu sein (Lehre und Bündnisse 9:3-4). Kurz vorher sagte er ihm, in dem obigen Vers, wie er Offenbarung empfangen würde.

Diese Aussage ist für einen jeden von uns von größter Bedeutung in Bezug auf die Frage, wie wir Offenbarung erhalten können. Wir dürfen nicht denken, dass der Herr uns im Allgemeinen einfach unsere Fragen oder Wünsche, die wir an ihn richten, beantworten würde. Er sagt uns, wie er es Oliver sagte, dass wir die Angelegenheiten zunächst mit unserem Verstand durchdenken müssen. Dann werden wir mit unseren Entschlüssen wieder zu ihm beten und er wird uns ein Brennen in unserem Herzen spüren lassen, wenn wir die Angelegenheit richtig entschieden haben. Wir werden es also fühlen. Im gegenteiligen Fall werden unsere Gedanken wie eingefroren sein (Lehre und Bündnisse 9:7-9). Dabei spielt der Heilige Geist die ausschlaggebende Rolle. Durch ihn spricht der Herr unseren Verstand, als auch unser Gefühl an. Wie kann ich mir sicher sein, dass sich mir der Heilige Geist kundtut, und es sich nicht um meine eigenen Wünsche oder Gedanken handelt? Wir müssen einfach überprüfen, ob unsere Gedanken uns dazu veranlassen, Gutes zu tun. Ist dies der Fall, können wir nicht falsch liegen (Moroni 7:13,17). Ich denke an eine Situation, als ich eines Tages von der Arbeit nach Hause fuhr und dabei den Einfall hatte, eine Schwester zu besuchen. Ich folgte diesem Gedanken, da er nichts Böses enthielt. Bei dieser Schwester war nun genau zu diesem Zeitpunkt eine andere Schwester zu Besuch, die schon sehr lange nicht die Möglichkeit hatte, über das Wort Gottes zu sprechen. Sie war so froh, dass sie durch meinen Besuch diese Gelegenheit hatte. Ich lerne, ich kann mir sicher sein, eine Eingebung Gottes zu haben, wenn sie mich dazu einlädt Gutes zu tun.

Wie stellst du fest, ob es sich um eine Eingebung Gottes handelt, anstatt deine eigenen Gedanken?

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Dort hat der Herr die Sprache der ganzen Erdbevölkerung verwirrt

11. Februar 2022, 07:01am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Daher gab man der Stadt den Namen Babel; denn dort hat der Herr die Sprache der ganzen Erdbevölkerung verwirrt und sie von dort über die ganze Erde zerstreut.“ (Genesis 11:9).

Dort hat der Herr die Sprache der ganzen Erdbevölkerung verwirrt. Wer kennt sie nicht, die Schilderung des Turmbaus zu Babel im Alten Testament. Menschen wollten sich einen Namen machen und einen Turm bauen, der bis in den Himmel reichte (Genesis 11:4). Dieses Betreiben fand ungefähr in der Zeit um 2300 v. Chr. in Babylonien statt. Die Menschen wollten sich also `selbst erhöhen´, was gewisse Konsequenzen nach sich zog, wie deren Erniedrigung (Matthäus 23:12). Wie sah diese Erniedrigung nun aus? Uns wird berichtet, dass es sich um ein einziges Volk handelte, mit einer einheitlichen Sprache (Genesis 11:6). Was könnte sie jetzt in ihrem Hochmut stoppen? Wenn sie sich nicht mehr untereinander verständigen könnten. So heißt es, dass Gott sagte: „Wir wollen … ihre Sprache dort verwirren, sodass keiner mehr die Sprache des andern versteht!“ (Genesis 11:7).

Wissenschaftler untersuchen allerdings die Möglichkeit, ob diese Sprachverwirrung aus einer einzigen Sprache heraus stattfinden konnte, wie es die Bibel beschreibt. Sprachveränderungen finden normalerweise nur über einen sehr langen Zeitraum statt. Mögliche Erklärungen die ich gelesen habe lauten:

  • Erez
    hat aus dem Hebräischen übertragen sowohl die Bedeutung von `Erde´ im Sinne der gesamten Erdkugel, als auch `Land´, bezogen auf einen geografisch begrenzten Raum der Erde. Zu wissen, welcher der beiden Begriffe hier gemeint ist, dürfte unmöglich sein, wenn einem der Kontext nicht bekannt ist. Hier könnte man also auch annehmen, dass Erez im Sinne eines begrenzten geografischen Raumes gemeint ist, also die Menschen aus einem Land zusammenkamen, die auch eine gemeinsame Sprache hatten, während in anderen Ländern schon unterschiedliche Sprachen gesprochen wurden. Auf diese Weise wollte der Herr unterbinden, dass sie ihr gottloses Vorhaben vollenden könnten. Was, wenn dieses Gebäude ein nicht von Gott autorisierter Tempel hätte werden sollen?

Ich lerne, die Wissenschaft verneint, dass eine Sprache sich so plötzlich aufteilen kann. Aber, die gemeinsame Sprache könnte sich auf Menschen eines begrenzten Gebietes, Babylonien, beziehen, in dem dieselbe Sprache gesprochen wurde (Genesis 11:1-3), und durch die Zerstreuung in alle Welt, das Vorhaben beendet wurde. Es gibt eben noch viele `Geheimnisse Gottes´, die uns erst in zukünftiger Zeit bekannt gemacht werden (Lehre und Bündnisse 101:32-33).

Welche Gedanken bewegen dich an dieser Begebenheit?

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Und ließ den Raben ausfliegen

10. Februar 2022, 07:49am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Nach Verlauf von vierzig Tagen aber öffnete Noach das Fenster der Arche, das er angebracht hatte, 7 und ließ den Raben ausfliegen; der flog hin und her, bis das Wasser auf der Erde weggetrocknet war.“ (Genesis 8:6-7).

Und ließ den Raben ausfliegen. Die Flut ging ihrem Ende entgegen und die Arche Noachs setzte auf dem Berge Ararat auf, und das Wasser nahm immer mehr ab, bis Noach nach vierzig Tagen einen Raben ausfliegen ließ, um festzustellen, wann sie alle trockenen Fußes die Arche wieder verlassen könnten. Der Rabe flog solange hin und her, bis er eines Tages nicht mehr wiederkam. Das war für Noach das Zeichen, gefahrlos die Arche verlassen zu können.

Warum? Rabenvögel kümmern sich im Naturhaushalt um die Beseitigung von Aas. Also flog der Rabe so lange immer wieder zurück zur Arche, solange er kein Aas gefunden hatte, und startete einen weiteren Versuch. War die Erde nun trocken und der Geruch von Aas wurde vom Raben aufgenommen, gab es keine Notwendigkeit mehr für ihn zur Arche zurückzukehren. Einige jüdische Schriftsteller sagen: „er fand den Kadaver eines Mannes auf der Spitze der Berge und setzte sich darauf zum Essen und kehrte nicht zurück“ (siehe hier F13). Ich lerne, Noach wusste sich aufgrund seines erworbenen Wissens zu helfen. So muss auch ich mich bemühen nach Wissen zu trachten, und zwar durch Studium und durch Glauben (Lehre und Bündnisse 88:118).

Was meinst du, warum Noach zunächst einen Raben fliegen ließ?

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Er hatte eine große Kette in der Hand, und sie verschleierte die ganze Erde mit Finsternis

9. Februar 2022, 07:05am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Und er sah den Satan, und er hatte eine große Kette in der Hand, und sie verschleierte die ganze Erde mit Finsternis; und er schaute auf und lachte, und seine Engel freuten sich.“ (Köstliche Perle Mose 7:26).

Er hatte eine große Kette in der Hand, und sie verschleierte die ganze Erde mit Finsternis. Wir befinden uns in der Zeit Henochs. Er hatte dem Volk entsprechend der Anweisung Gottes mit `gewaltigen Worten´ Umkehr gepredigt (Köstliche Perle Mose 7:12-13), aber die Menschheit war so verderbt, dass sie nicht auf seine Worte hörte. So kam es, dass Gott Henoch und seine Gottesfürchtigen (Zion) aus deren Mitte in seinen Schoß aufnahm, damit sie nicht weiter in dieser unglaublichen Schlechtigkeit leben mussten. Dennoch gab der Herr den Zurückgebliebenen eine letzte Chance, indem er Engel sandte, um sie wachzurütteln (Köstliche Perle Mose 7:24-25).

Es nützte alles nichts, die Menschen verharrten in ihrer unbeschreiblichen Schlechtigkeit. Der Satan triumphierte und fesselte sie mit seiner großen Kette, die das Licht Christi nicht mehr hindurch ließ, an sich, und führte sie ins Verderben. Dass er soviel Erfolg hatte, ließ ihn vor großer Freude lachen, und ebenso seine Engel, die Boten des Teufels. Sie alle jubelten. Dies alles zeigte der Herr dem Henoch und auch, dass es zu einem `Punkt ohne Umkehr´ kam, der Flut. Die Schlechtigkeit dieser Menschen war so groß, wie keine unter der gesamten Schöpfung Gottes (Welten ohne Zahl; Köstliche Perle Mose 7:36). John Taylor begründete die Unausweichlichkeit einer Reinigung durch die Sintflut damit, dass in der Geisterwelt Kinder Gottes darauf warteten, auf diese Erde zu kommen, um weiteren Fortschritt machen zu können. Nun sahen sie durch den Schleier aber diese unbeschreibliche Schlechtigkeit und äußerten Gott gegenüber, dass sie in dieser Situation sich ja gar nicht zwischen Gut und Böse frei entscheiden könnten, da es nur noch das Böse gab, was den Herrn dazu veranlasste, diesem Treiben auf Erden ein Ende zu bereiten (ausführlich lies hier, beginnend mit „Let us go back …“). Ich lerne, der Herr musste dieses Problem um der Chancengleichheit willen lösen. Er veranlasste einen `Neustart´. Und ich bin gewarnt: „Doch wie es in den Tagen Noachs war, so wird es auch sein, wenn des Menschen Sohn kommt;“ (JS Matthäus 1:41 ff).

Welche Möglichkeiten hätte es deiner Meinung nach gegeben, dieses Problem zu lösen?

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Ich will die große Flut über die Erde kommen lassen

8. Februar 2022, 07:17am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Denn wisse wohl: Ich will die große Flut über die Erde kommen lassen, um alle Geschöpfe, die Lebensodem in sich haben, unter dem ganzen Himmel zu vertilgen: Alles, was auf der Erde lebt, soll umkommen!“ (Genesis 6:17).

Ich will die große Flut über die Erde kommen lassen. Fast jeder kennt die Begebenheit aus den Heiligen Schriften von der `Sintflut´, die der Herr um die 3.000 v. Chr. über die Erde hat kommen lassen, weil die Menschen zu Noachs Zeiten ganz verderbt waren und der Geist des Herrn sich mit ihnen nicht mehr abmühen wollte. Hast du auch schon mal gedacht, die ganze Erde unter Wasser, alle höchsten Berge bedeckt, kann das sein? Warum sollte es unmöglich gewesen sein? Zunächst war ja auf der ganzen Erde voll Wasser, und erst danach wurden die Wasser getrennt und trockenes Land kam hervor (Genesis 1:2,9).

Allerdings bleiben doch gewisse Bedenken. Man fragt sich, hat der Schreiber hier aus seiner Perspektive heraus geschrieben, und es handelte sich doch nur um ein lokal begrenztes Ereignis, eine besonders schlimme Überschwemmung der Flüsse Tigris und Euphrat? Die Bedeutung des Wortes `eretz´ kann sowohl als `Erde´ (die Weltkugel meinend), als auch als `Land´ (eine lokale Region meinend) übersetzt werden. Der Schreiber könnte also aus seiner Perspektive heraus mit Erde seine lokale Region gemeint haben. Der Apostel John A. Widtsoe äußerte sich 1943 dazu folgendermaßen: „Wir sollten uns daran erinnern, dass inspirierte Schriftsteller, wenn sie sich mit historischen Ereignissen befassen, das erzählen, was sie gesehen haben oder was ihnen möglicherweise erzählt wurde, es sei denn, ihnen wird die Vergangenheit tatsächlich durch Offenbarung eröffnet. Die Details in der Geschichte der Sintflut stammen zweifellos aus den Erfahrungen des Autors. Unter einem Regenguss, der mit der Öffnung des Himmels verglichen wird, würde sich leicht ein zerstörerischer Strom von 26 Fuß Tiefe oder tiefer bilden. Der Verfasser der Genesis hat einen getreuen Bericht über die ihm bekannten Tatsachen bezüglich der Sintflut erstellt. An anderen Orten mag die Wassertiefe mehr oder weniger gewesen sein. Tatsächlich sind uns die Einzelheiten der Flut nicht bekannt.“ (Original lies hier ab „We should remember“). Ich lerne, vieles wissen wir einfach noch nicht („… doch gibt es viele Geheimnisse, die gehütet werden, sodass niemand sie kennt als nur Gott selbst. …“ Alma 40:3), aber der Herr hat gesagt, dass uns eines Tages alles offenbart werden würde (Lehre und Bündnisse 101:32-33). Dann müssen wir uns noch ein wenig gedulden.

Welche Gedanken bewegen dich in dieser Frage?

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Zu jener Zeit waren die Riesen auf der Erde

7. Februar 2022, 06:30am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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„Zu jener Zeit waren die Riesen auf der Erde und auch später noch, solange die Gottessöhne mit den Menschentöchtern verkehrten und diese ihnen (Kinder) gebaren. Das sind die Helden, die in der Urzeit lebten, die hochberühmten Männer.“ (Genesis 6:4).

Zu jener Zeit waren die Riesen auf der Erde. Wir befinden uns in der Zeit Noachs. In den Schriften wird uns gesagt, dass es zu seiner Zeit Riesen, oder Helden bzw. Recken gab, und diese trachteten ihm nach dem Leben (Köstliche Perle Mose 8:18). Später im Numeri 13:33, zuzeiten als Mose das Land, das sie einnehmen sollten, erkunden ließ, ist auch von Riesen die Rede, und zwar in der Weise, dass es sich wirklich um wesentlich größere Menschen gehandelt haben muss.

Man stelle sich vor, Noach hatte nun den Auftrag, diesen Riesen, der ihnen wie eine Heuschrecke vorkam, Umkehr zu predigen. Da könnte einem doch angst und bange werden! Warum sollte Mose ihnen Umkehr predigen? Weil sie so gottlos waren, dass der Geist des Herrn sich einfach nicht weiter mit ihnen abmühen konnte (Genesis 6:3; 2. Nephi 26:11). Also gab der Herr ihnen noch eine Zeitspanne von 120 Jahren, sich aufgrund Noachs Bußpredigt, zu ihm zu bekehren. Würden sie diese nicht nutzen, würde er sie durch eine Flut vernichten (Genesis 6:17). Nun sagen Sprachgelehrte, dass der Begriff `Riese´, aus dem Hebräischen `Nephilim´, nicht richtig übersetzt wurde. Es kann sowohl mit `Riese´ übersetzt werden, als auch mit `gefallener Engel´. Ich lerne, egal, welche Übersetzung für `Nephilim´ angenommen wird, sah sich Noach einer nicht zu bewältigenden Aufgabe gegenüber, denn wir wissen, dass sich die Menschen innerhalb dieser 120 Jahre, nicht von ihrem gottlosen Verhalten bekehrten. Aber wir sehen auch, Noach war dem Auftrag gehorsam, und dass der Herr ihn, mit seiner Familie, vor den Mordversuchen dieser Menschen, wie versprochen, schützte. So muss auch ich, ungeachtet aller Schwierigkeiten, meiner Aufgabe, die mir vom Herrn durch seine berufenen Diener übertragen worden ist, ohne Furcht nachkommen. Ich muss dabei darauf achten, dass ich mich nicht von der Korruptheit um mich herum infizieren lasse!

Wie wären deine Empfindungen, wenn du einem dir feindlich gesinnten `Riesen´ das Wort Gottes predigen solltest?

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