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Glaubensansichten
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Da trat Jakob nahe an seinen Vater Isaak heran

12. März 2022, 06:32am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Isaak segnet Jakob
(Bild: Quelle)

„Da trat Jakob nahe an seinen Vater Isaak heran, und als dieser ihn betastet hatte, sagte er: „Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Arme sind Esaus Arme“ (Genesis 27:22).

Da trat Jakob nahe an seinen Vater Isaak heran. Ich habe gelernt, dass auch der ganze frühe Lebensabschnitt Jakobs bis zum Einzug in das ihm verheißene Land, ein Gleichnis für die Tempelbündnisse ist, die wir auch heute durchleben dürfen. Da haben wir zunächst den Abschied vom himmlischen Vater durch die Geburt (Schöpfungsgeschichte) in dieses Leben, dann das Durchlaufen der verschiedenen Bündnisse im Garten von Eden (Lebensabschnitt bis zum achten Lebensjahre zur Taufe hin – unfähig Sünde zu begehen), Eintritt in die telestiale Welt mittels Verordnungen und Bündnisse des Aaronischen Priestertums, Betreten der terrestrialen Welt durch die Verordnungen des Melchisedekischen Priestertums, bis hin zu den celestialen Verordnungen, der Fülle des Priestertums, der ewigen Familie, womit wir uns auf der Rückkehr zu unserem Ausgangspunkt befinden, der Rückkehr in unsere himmlische Familie.

Der erste Teil dieser Reise Jakobs durch die Bündnisse ist der Abschied Jakobs von seiner Familie, zurück nach Haran, um dort seine Frau aus seiner Familie zu bekommen. Vorher allerdings erleben wir auch einen Abschnitt als Gleichnis der Tempelrituale. Jakob bereitet eine Mahlzeit, eine Opferspeise für seinen Vater her. Dann wird Jakob mit entsprechender Kleidung versehen. Mit Opferspeise und angekleidet, tritt er `nahe an seinen Vater heran´, wird von diesem befragt und betastet, um festzustellen, um wen es sich handelt und erhält dann den Segen. Ich lerne, so viele Begebenheiten im alten Testament sind ein Gleichnis für den Besuch des Hauses des Herrn und den Empfang der Tempelbündnisse.

Welche Parallelen erkennst du im obigen Vers zu einem Tempelbesuch?

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Der Ältere wird dem Jüngeren dienen

11. März 2022, 06:46am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Jakob und Esau
(Bild: Quelle)

„Da antwortete ihr der Herr: „Zwei Völker sind in deinem Mutterschoße, und zwei Volksstämme werden sich aus deinem Leibe scheiden; der eine Stamm wird stärker sein als der andere, und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.“ (Genesis 25:23).

Der Ältere wird dem Jüngeren dienen. Dies ist eine Antwort auf die Frage der Mutter der beiden Zwillinge, Esau und Jakob, die schon im Mutterleib Händel miteinander hatten. Rebekka wollte gerne wissen, was es damit auf sich hat. Wie es dann zur Geburt kam, war Esau der erste und Jakob der Zweite, der sich aber an Esaus Ferse festhielt. In Hosea 12:4 wird uns erklärt, dass Jakob damit seinen Bruder schon im Mutterleib `überlistet´ habe. Dieses Überlisten zieht sich durch einen großen Teil von Jakobs Leben. Die Frage, die dabei zu klären ist: warum tut Jakob dies, obwohl der Herr die entsprechenden Segnungen schon für ihn vorgesehen hatte und, wie aus dem obigen Vers zu erkennen, seiner Mutter auch mitgeteilt hatte, und wir davon ausgehen können, dass Rebekka dieses Wissen ihm nicht vorenthalten haben wird?

Jakobs Überlistungen nach seiner Geburt waren:

  • Verkauf des Erstgeburtsrechtes
    Durch Ausnutzung einer Begierde Esaus nach dem `Roten Gericht´, als dieser erschöpft vom Feld zurückkam, gelangt Jakob an das Erstgeburtsrecht (Genesis 25:30-34). Auf der anderen Seite warf Esau leichtfertig dieses Recht wegen einer kurzzeitigen Befriedigung weg, die ja immer wieder auftritt.
  • Rebekka leitet Jakob an, sich durch Betrug um den Segen des Erstgeborenen zu bemühen
    obwohl sie wusste, dass der Herr diesen schon für Jakob vorgesehen hatte. Jakob machte mit. Er gab sich gegenüber seinem fast erblindeten Vater als Esau aus, und täuschte ihm diesen vor. Dadurch entsteht Hass zwischen den Zwillingen. Isaak spricht Esau den Segen aus, den der Herr für ihn vorgesehen hatte, nämlich ein Diener Jakobs zu sein (Genesis 27:1-41).
  • Jakobs Bemühen, so viele Herden seines schlauen Schwiegervaters Laban in Besitz zu bekommen
    erfolgte auch durch `Überlistung´ -- obwohl ihm Gott auch behilflich war (Genesis 30:31-43).

Diese Segnungen Jakobs wurden nicht durch dessen `Überlistungen´ erzielt, dessen unrechtmäßiges Handeln, sondern durch göttliches Eingreifen, nachdem Jakob seine Fehler eingesehen hatte und sein Handeln schließlich änderte (Genesis 32:28-29). Allerdings wurde Jakob selber auch mehrfach durch Laban `überlistet´ -- betrogen (Beispielhaft: dass ihm Laban anstatt Rahel, zunächst Lea, die `Erstgeborene´ untergejubelt hat (Genesis 29:21-26); oder der mehrfach abgeänderte Lohn (Genesis 31:7). Ich lerne, ich habe es nicht nötig, Segnungen, die mir vom Herrn sowieso schon zugestanden wurden, durch `Überlistung´ erzwingen zu wollen. Das schadet mir nur, und ebenso anderen! Willst du mehr wissen, lies den Artikel „What Are We To Make of Jacob’s Apparent Deceitfulness?“.

Was lernst du aus dem Verhalten Jakobs?

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Errette mich nun aus der Hand meines Bruders

10. März 2022, 06:31am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Jakob und Esau treffen sich wieder
(Bild: Quelle)

„Ach, errette mich nun aus der Hand meines Bruders, aus der Hand Esaus! Denn ich bin in Angst vor ihm, dass er kommt und uns erschlägt, die Mütter samt den Kindern!“ (Genesis 32:11).

Errette mich nun aus der Hand meines Bruders. Isaak hatte seinem Sohn Jakob dasselbe Gebot gegeben, wie sein Vater Abram ihm gegeben hatte, nämlich keine Kanaaniterin zu heiraten. Auch er sollte zurück in ihre ursprüngliche Heimat in Nordmesopotamien ziehen, um eine Tochter aus dem Hause Labans, des Bruders seiner Mutter Sara, zu heiraten. Die Geschichte wurde etwas komplizierter als gedacht. Sein Onkel Laban haute ihn nämlich übers Ohr. Aufgrund seines siebenjährigen Dienstes wollte Jakob dessen ältere Tochter Rahel ehelichen, was Laban auch zusagte, um ihm dann aber in der Hochzeitsnacht seine jüngere Tochter Lea unterzujubeln (Genesis 29:23). Weitere sieben Jahre arbeitete Jakob dann um Rahel, danach diente er nochmals sechs Jahre um das Kleinvieh Labans (Genesis 31:41). Nach 20 Jahren Dienst bei Laban, segnete ihn Gott aber auch sehr mit Reichtum, mit dem er sich allerdings samt seinen Frauen und Kindern, bei Nacht und Nebel aus dem Staub machen musste (Genesis 30:43; Genesis 31:3,21).

Als er nun mit seinem Tross wieder in die Gegend seiner zweiten Heimat Kanaan kam, überkam ihn Angst bezüglich seines Bruders Esau, den er ja um dessen Erstgeburtsrecht und -segen gebracht hatte (eigentlich war es ja des Herrn Wille), und der ihn hätte töten wollen (Genesis 27:41). Also betete Jakob um die Hilfe des Herrn (Genesis 32:11). Ich lerne, er betete nicht nur, sondern traf auch selber Vorkehrungen. Zum einen schickte er eine Truppe voraus, um die Lage sondieren zu lassen. Die kam mit der Meldung zurück, dass sich sein Bruder mit einer großen Truppe von vierhundert Mann auf den Weg, ihm entgegen machte (Genesis 32:6). Das schürte natürlich in ihm den Verdacht, dass dies nicht in friedlicher Absicht geschah. Demzufolge unterteilte er seinen Tross in drei Gruppen, die er mit entsprechendem Abstand zueinander wandern ließ. So meinte er einen evtl. Verlust minimieren zu können. Außerdem sonderte er eine riesige Herde als Versöhnungsgeschenk für Esau ab (Genesis 32:13). Alle Sorge umsonst, der Herr hatte sein Versprechen, Jakob zu beschützen, eingehalten. Als er auf seinen Bruder traf, geschah das Unerwartete, dieser „… eilte ihm entgegen und umarmte ihn, fiel ihm um den Hals und küsste ihn, und sie weinten beide.“ (Genesis 33:4). Gott hält seine Versprechen, wenn wir ihm gehorsam erweisen! Wenn ich Gott um etwas bitte, muss ich mich selber auch um einen Lösungsweg bemühen. Ich muss vergebungsbereit sein, wie Esau.

Welche Lehren ziehst du aus dieser Begebenheit?

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Zur Erinnerung an unseren Gott, unsere Religion und Freiheit und unseren Frieden, unsere Frauen und unsere Kinder

8. März 2022, 16:08pm

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Hauptmann Moroni hisst das Banner der Freiheit
(Moroni und das Recht auf Freiheit)
(Bild: Quelle)

„Und es begab sich: Er zerriss seinen Rock; und er nahm ein Stück davon und schrieb darauf: Zur Erinnerung an unseren Gott, unsere Religion und Freiheit und unseren Frieden, unsere Frauen und unsere Kinder – und er befestigte es am Ende einer Stange. “ (Alma 46:12).

Zur Erinnerung an unseren Gott, unsere Religion und Freiheit und unseren Frieden, unsere Frauen und unsere Kinder. Worum geht es hier? Alma der Jüngere redet mit seinem Sohn Helaman, und fragt ihn schließlich, ob er seinen Worten glauben würde, was dieser bejaht. So segnet Alma seinen Sohn Helaman, ebenso seine anderen Söhne, und alle rechtschaffenen Menschen. Gegenüber den Schlechten wird das Land allerdings verflucht. Helaman und seine Brüder predigten dem Volk, weil es sich vom Herrn abwandte. Sie richteten die Kirche im ganzen Land auf, doch das Volk wurde in seinem Herzen überheblich. Einer der Schlechten, Amalikkja, wollte nun König werden und gewann viel Volk für diesen Gedanken, „und wir sehen auch die große Schlechtigkeit, die ein einziger sehr schlechter Mensch unter den Menschenkindern entstehen lassen kann.“ (Alma 46:9). Hier kommt Hauptmann Moroni ins Spiel, der oberste Befehlshaber der nephitischen Heere (etwa 100 v. Chr.). Er zerreißt seinen Rock und macht daraus ein `Banner der Freiheit´ (Alma 46:13) und sammelt alle hinter sich, die die Werte der Freiheit verteidigen wollen, und betet, dass die Sache der Freiheit begünstigt werden möge (Alma 46:16). Er war festen Glaubens, dass die Sache des Guten nicht vernichtet würde, außer durch eigenes Verschulden. Er forderte sein Volk auf, sich dem Aggressor entgegenzustellen (Alma 46:28), und ließ das Freiheitsbanner auf allen Türmen hissen (Alma 46:36).

Finde ich darin das Vorbild aktueller Weltgeschichte? Gerade gestern habe ich die Rede des modernen Hauptmannes gehört. Er sagte, dass sein Volk das Recht auf Leben hat! An anderer Stelle sagte er: „Die Wahrheit ist, dass dieser Angriff gestoppt werden muss, bevor es zu spät ist. Wenn die Führung Russlands sich nicht mit uns an einen Tisch setzen will, dann tut sie es vielleicht mit Ihnen. Wollen die Einwohner Russlands Krieg?“ Oder: „Mein ganzes Leben lang habe ich alles dafür getan, dass Ukrainer einen Grund zum Lachen haben. Jetzt werde ich alles dafür tun, dass Ukrainer zumindest keinen Grund zum Weinen mehr haben.“ Oder: „Wir alle sind Ukrainer: es gibt keine größeren oder kleineren, keine richtigen oder falschen Ukrainer. Von Uzhgorod nach Luhansk, von Chernigiv nach Simferopol, in Lviv, Kharkiv, Donetsk, Dnipro und Odesa - wir sind Ukrainer. Und wir müssen eins sein. Nur dann sind wir stark.“ Oder: „Wir haben einen Geschmack von Freiheit bekommen und wir geben sie nicht wieder her.“ Oder: „Die Ukraine kämpft mit Waffen in ihren Händen gegen die Invasoren und verteidigt ihre Freiheit und die Zukunft Europas.“ Oder noch dieses Zitat: „Zeigt, dass ihr an unserer Seite steht. Zeigt, dass ihr uns nicht alleine lasst. Zeigt, dass ihr echte Europäer seid und dann wird Leben über Tod - und Licht über Dunkelheit siegen.“ (siehe hier). Dieser freiheitsliebende Führer der Ukrainer erinnert mich an Hauptmann Moroni (lies Alma 43:48-50), und heißt Wolodimyr Selenskyj. Ich lerne, die Geschichte wiederholt sich immer und immer wieder, aber der Mensch lernt daraus leider nicht die richtigen Schlüsse zu ziehen. Selenskyj sagte noch so vieles, was mich tief berührt, und so tiefgründig ist. Also noch eines seiner Zitate: „Wir sind verschieden. Aber das ist kein Grund, Feinde zu sein.“ (lies hier).

An welche aktuellen Ereignisse der Weltgeschichte erinnert dich Hauptmann Moroni?

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Ihre auf Goldplatten geschriebenen Worte

8. März 2022, 06:59am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

„Am Ende siegt immer die Wahrheit. Aber leider sind wir erst am Anfang.“ (Zarko Petan, slowenischer Autor)
(Bild: Quelle)

„Das Buch wurde von vielen Propheten aus alter Zeit durch den Geist der Prophezeiung und Offenbarung geschrieben. Ihre auf Goldplatten geschriebenen Worte wurden von einem Propheten und Geschichtsschreiber namens Mormon zitiert und gekürzt. Die Aufzeichnungen geben Bericht von zwei großen Völkern. Eines kam 600 v. Chr. von Jerusalem und spaltete sich später in zwei Nationen, bekannt als die Nephiten und die Lamaniten. Das andere kam viel früher, als der Herr beim Turmbau zu Babel die Sprachen verwirrte. Diese Gruppe ist als die Jarediten bekannt. Nach mehreren tausend Jahren waren alle zerschlagen außer den Lamaniten; und diese gehören zu den Vorfahren der amerikanischen Ureinwohner.“ (Buch Mormon, Einleitung).

Ihre auf Goldplatten geschriebenen Worte. Viele Menschen glaubten und glauben nicht daran, dass Joseph Smith von einem Engel, einem auferstandenen Wesen namens Moroni, der in vergangenen Zeiten auf Erden lebte, Goldplatten mit dem Auftrag, sie zu übersetzen, ausgehändigt bekam. Diese Platten stammten aus einer Zeit um die 400 n. Chr, und deren Bericht über einen Zeitraum von 600 v. Chr. bis 400 n. Chr. reichte. Sie bestanden aus dünnen Goldblättern und waren doppelseitig in einer abgewandelten ägyptischen Sprache graviert (Mormon 9:32-34). So etwas konnte es doch nicht gegeben haben, oder?

Wie üblich, Wahrheit kommt irgendwann immer ans Tageslicht, so auch in dieser Angelegenheit. Archäologen haben historische Dokumente gefunden, die ägyptische Texte, auf Gold-, Silber-, Messing- und Bronzeplatten eingraviert, enthalten. Allerdings haben nur wenige dieser Platten überlebt, weil solches Metall wertvoll war und Räuber, die deren eigentlichen Wert nicht erkannten, verlockte, sie einzuschmelzen, um Gewinn zu machen. „Es ist bemerkenswert, dass eines der wenigen erhalten gebliebenen fragmentarischen Beispiele von Metallplatten aus der Zeit Lehis stammt.“, also um die 600 v. Chr. (siehe hier „It is noteworthy that …“.) Des Weiteren gab es auch doppelseitig gravierte Funde, und sie waren in einem gemischten Hebräisch und Ägyptisch verfasst: „Die alten israelitischen Schriftgelehrten verwendeten und passten die ägyptische Sprache und das ägyptische Schriftsystem je nach ihren Bedürfnissen und Umständen auf verschiedene Weise an, wobei sie manchmal Ägyptisch mit Hebräisch mischten.“ (siehe hier „Ancient Israelite scribes …“). Ich lerne: „Am Ende siegt immer die Wahrheit. Aber leider sind wir erst am Anfang.“ (Zarko Petan, slowenischer Autor). Mehr kannst du in dem Bericht „Book of Mormon Evidence: Egyptian Inscriptions on Metal Plates“ nachlesen.

Welche Beweise für die Wahrheit des Buches Mormon kennst du?

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Sie ist meine Schwester

7. März 2022, 07:31am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Stammbaum Terach bis Jakob
(Bild: Quelle)

„Als nun die Bewohner des Ortes sich nach seiner Frau erkundigten, sagte er: „Sie ist meine Schwester“; er scheute sich nämlich zu sagen: „Sie ist meine Frau“; „denn“, dachte er, „es könnten sonst die Leute des Ortes mich um Rebekkas willen ums Leben bringen; sie ist ja von großer Schönheit.“ (Genesis 26:7).

Sie ist meine Schwester. Isaak hatte sich nun, aufgrund einer Hungersnot, bei dem Philisterkönig Abimelech in Gerar niedergelassen (Genesis 26:1). Wie uns berichtet wird, war Rebekka „… von großer Schönheit ...“ (Genesis 24:16); hatte nicht auch sein Vater, Abraham, eine Schönheit zur Frau (Genesis 12:11)?. Erleben wir da nicht eine sich wiederholende Geschichte? Sowohl Abraham, als auch Isaak geben aus Gründen der Angst, wegen ihrer schönen Frauen umgebracht zu werden, diese als ihre Schwestern aus. Beide Male führt das zu einem Konflikt, der jedoch jeweils gütlich beigelegt werden konnte (Abraham: Genesis 12:15-19; Isaak: Genesis 26:8-11).

Haben sowohl Abraham als auch Isaak jetzt gelogen?

  • Abram/Abraham
    Sarai war tatsächlich die Schwester von Abram. Beide hatten zwar denselben Vater, Terach, allerdings unterschiedliche Mütter (Genesis 20:12), und konnten deshalb heiraten.
  • Isaak
    Rebekka war die Großnichte Abrahams, die Tochter des Sohnes seines Bruders Nahor mit dessen Frau Milka, Betuël (Genesis 22:20-23).

Ich lerne, beide Aussagen waren nicht unbedingt gelogen. Es handelte sich um enge Verwandtschaft, einmal bei Abraham und Sara um die Halbschwester, und bei Isaak und Rebekka um eine Nichte zweiten Grades seines Vaters. Allerdings waren die Folgen dieser Tatsache, dass sie auch jeweils ihre Frauen waren, für diejenigen, die sie unschuldig als Frauen begehrten, heftig.

Welche Folgen waren dies denn im Fall Saras für den ägyptischen Pharao bzw. im Fall Rebekkas für den Philisterkönig Abimelech?

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So gab Esau sein Erstgeburtsrecht geringschätzig preis

5. März 2022, 06:38am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Esau verkauft sein Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht
(Bild: Quelle)

„Hierauf gab Jakob dem Esau Brot und von dem Linsengericht. Als er dann gegessen und getrunken hatte, stand er auf und ging seines Weges. So gab Esau sein Erstgeburtsrecht geringschätzig preis.“ (Genesis 25:34).

So gab Esau sein Erstgeburtsrecht geringschätzig preis. Ich denke, die meisten kennen diese Begebenheit zwischen Esau und Jakob und dem Erstgeburtsrecht. Worum geht es bei dem Erstgeburtsrecht? Es war vor Alters das Recht des erstgeborenen Sohnes, nach dem Tod des Vaters der alleinige Rechtsnachfolger seines Vaters zu werden. Das betrifft auch das gesamte Eigentum des Vaters (Genesis 25:5).

Nun war Esau der Erstgeborene Isaaks. Er erblickte ein paar Augenblicke vor seinem Zwillingsbruder Jakob das Licht der Welt und besaß somit das Recht des Erstgeborenen. Was machte er jetzt aber damit? Er kam eines Tages erschöpft und wohl äußerst hungrig vom Feld nach Hause. Ihm stieg der wunderbare Duft des `roten Gerichts´, welches sein Zwillingsbruder Jakob bereitet hatte in die Nase und er bat ihn doch davon essen zu lassen. Dies brachte ihm den Namen Edom ein, `der Rote´. Jakob roch seinen Vorteil und wollte als Gegenleistung dessen `Erstgeburtsrecht´ dafür bekommen. Äußerst leichtfertig stimmte Esau diesem Handel mit Jakob zu. Er argumentierte, dass er ja sowieso bald sterben müsste, was soll er denn dann damit. Ich frage mich, gehe ich ebenso leichtfertig mit meinem Erbe, das mir der Herr verspricht, um (Galater 3:29; Römer 8:17)? Das wäre ja mehr als fahrlässig! Ich lerne, ich muss achtgeben, dass ich nicht wegen irdischer Begierden, dieses göttlich verheißene Erbe aufs Spiel setze. Tagtäglich muss ich also acht geben auf meine Entscheidungen, die ich treffe, egal, wie stark mein `Heißhunger´ darauf ist. Ich kann nicht damit rechnen, dass ich ja noch Zeit genügend habe, um es vielleicht zurückbekommen zu können.

Wie verhältst du dich gegenüber einem dir zustehenden Erbe?

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Zwei Völker sind in deinem Mutterschoße

4. März 2022, 06:27am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Isaak segnet Jakob (Govert Flinck; 1639)
(Bild: Quelle)

„Da antwortete ihr der Herr: „Zwei Völker sind in deinem Mutterschoße, und zwei Volksstämme werden sich aus deinem Leibe scheiden; der eine Stamm wird stärker sein als der andere, und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.“ (Genesis 25:23).

Zwei Völker sind in deinem Mutterschoße. Nachdem uns die Schrift mitteilt, dass Abraham, nachdem seine erste Frau Sara gestorben war, noch einmal heiratete und weitere Kinder bekam, wird gesagt, dass Isaak derjenige war, der den gesamten Besitz seines Vaters erbte, der in einem betagten Alter von 175 Jahren starb. Isamel und sein Halbbruder Isaak beerdigten ihn. Nun war es mit Isaaks Frau Rebekka zunächst wie bei seiner Mutter, sie bekam keine Kinder. Isaak betete für sie zum Herrn, und sie empfing Zwillinge. Allerdings hatten die beiden schon Händel im Mutterleib (Genesis 25:1-22). Rebekka war darüber betrübt und befragte den Herrn deshalb, worauf dieser ihr die Antwort im oben angeführten Vers 23 gab.

Eine merkwürdige Geschichte nimmt seinen Lauf. Der Erstgeborene der beiden Zwillinge, war am ganzen Leib voller Haare, der zweite hielt sich an der Ferse des Ersten fest. Der Erste, Esau (Bedeutung: behaart, der Raue), wurde ein Jäger, der zweite, Jakob (Bedeutung: der Fersenhalter, Überlister), hielt sich eher im Zelte auf. Der Herr hatte Rebekka im oben genannten Vers offenbart, dass der zweite der Herrscher über den ersten sein würde. Das Besondere nun, Rebekka, die den zweiten, Jakob, lieber hatte, schmiedete einen Plan, wie der Vater, der Esau mehr liebte, überlistet werden konnte, Jakob auch den Segen des Erstgeborenen zu geben, nachdem Esau ihm schon, das Erstgeburtsrecht als nichts achtend gegen eine Linsensuppe abgetreten hatte. Sie tat dies, obwohl sie doch schon wusste, dass der Herr es schon entschieden hatte, wer von den beiden das Erstgeburtsrecht und den damit verbundenen patriarchalischen Segen bekommen sollte. Hatte sie nicht genügend Vertrauen in den Herrn? Die Frage aber, warum überhaupt dieses Durcheinander? Ich lerne, es muss wohl etwas mit den Entscheidungen der beiden im vorirdischen Dasein zu tun haben, dass der Zweitgeborene die Segnungen des Erstgeborenen bekommen sollte. Außerdem soll nach Josephus Flavius (37- ca. 97 n. Chr.) nicht Rebekka den Herrn über diese Umstände befragt, und Antwort bekommen haben, sondern Isaak (Quelle: Seite 100, Chapter 18, 1.).

Was sind deine Gedanken zu dieser Begebenheit?

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Ich will einen Bund zwischen mir und dir stiften

3. März 2022, 06:35am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Sara denkt über Gottes Verheißung nach, Gemälde von Courtney Matz
(Bild: Quelle)

„Ich will einen Bund zwischen mir und dir stiften und dich überaus zahlreich werden lassen.“ (Genesis 17:2).

Ich will einen Bund zwischen mir und dir stiften. Gott hatte mit Abram und Saria einen ewigen Bund geschlossen, der darin bestand, dass sie Stammeltern „… einer Menge von Völkern …“ werden sollten (Genesis 17:4). In der Joseph Smith Übersetzung dieses Verses erfahren wir noch, weshalb der Herr diesen Bund mit ihnen schließt, nämlich: „… damit deine Kinder unter allen Völkern bekannt sein mögen ...“ (Joseph Smith Übersetzung Genesis 17:8-9). Zu einem Bund gehörte es schon immer, dass mit ihm ein neuer Name und ein Zeichen verbunden waren. Beispielhaft sei die Macht der Benennung aus der Schöpfungsgeschichte angeführt. Sie war noch nicht vollständig, ohne dass es einen neuen Namen gab. Vor dem Sündenfall hieß die Gefährtin Adams „Männin“ (Genesis 2:23), und nachdem sie von der Frucht des Baumes der Erkenntnis gegessen hatte, wurde sie in „Eva“, die „Stammmutter aller Lebenden“ umbenannt (Genesis 3:20).

  • Neuer Name
    Bei dem Bund Gottes mit Abram gab ihm Gott einen neuen Namen, nämlich „Abraham“, was so viel bedeutet wie „Vater einer Menge“ (Genesis 17:5), und Saria benannte der Herr in „Sara“ um (Genesis 17:15), was soviel wie „Fürstin“ bedeutet. Dies kennzeichnete ihre neue Identität als Sohn und Tochter des Bundes.
  • Zeichen des Bundes
    Als Zeichen dieses ewigen Bundes zwischen diesen beiden, führte der Herr die Beschneidung ein (Genesis 17:10-11). Diese intime Natur des Zeichens, bringt zum Ausdruck, wie persönlich der Bund für Abraham und seine Nachkommen ist. Es war eine ständige Erinnerung der persönlichen Beziehung zu Gott. Saras Zeichen des Bundes war, dass sie in der Rolle als Mutter vieler Nationen mit einem wunderbaren Sohn gesegnet wurde, der mit seinen Nachkommen ein fortwährendes Andenken an diesen Bund sein würde.

Ich lerne, wer den `neuen und immerwährenden Bund´, als heutigen Teil des Abrahamitischen Bundes mit dem Herrn eingeht, bekommt einen `Neuen Namen´ verbunden mit einem `Zeichen´, einer Kleidung, die immer an dieses Bündnis erinnern soll.

Fallen dir, außer Adam und Eva und Abraham und Sara, weitere Bündnispersonen ein, die einen neuen Namen bekommen haben?

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Siehe, ich stehe jetzt hier bei der Quelle

2. März 2022, 06:28am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Rebekka tränkt die Tiere aus der Quelle
(Bild: Quelle)

„Dann betete er: „O Herr, du Gott meines Herrn Abraham! Lass es mir doch heute glücken und erweise meinem Herrn Abraham Gnade! 13 Siehe, ich stehe jetzt hier bei der Quelle, und die Töchter der Stadtbewohner werden herauskommen, um Wasser zu holen“ (Genesis 24:12-13).

Siehe, ich stehe jetzt hier bei der Quelle. Knappe 1400 Km hatte der Knecht Abrahams hinter sich gebracht, als er in Nahor angekommen ist, und an einer Quelle vor den Toren der Stadt Rast machte. Hier lebte Abrahams Bruder Nahor mit seinem Sohn Betuël und dessen Kindern Laban und Rebekka. Der Knecht betete, dass der Herr ihm und seinem Herrn Abraham gnädig sein möge, indem er ihn erkennen lasse, wer die Braut für Isaak sein solle. Er sagte dem Herrn, diejenige, die ihm seine Bitte, ihn doch trinken zu lassen, und dann auch noch die Kamele tränken würde, die würde die richtige sein. Er war mit Beten noch nicht richtig zu Ende, da kam die von großer Schönheit gekennzeichnete, und noch nicht verheiratete Rebekka an den Brunnen, um Wasser zu schöpfen. Nach anderen Quellen, waren viele junge Frauen dort um Wasser zu schöpfen, aber nur Rebekka war bereit, der Bitte des Knechtes Eliësers, ihm zu trinken zu geben, willig nachzukommen (aus Aufzeichnungen des Josephus; Antiquities, 1.16.2 ). Auch sagte Rebekka von sich aus, dass sie den Kamelen Wasser geben würde. Eliësers Bitte, die richtige zu erkennen, wurde erfüllt. Er erkannte, dass dies die Frau war, die er seinem Herrn für dessen Sohn bringen sollte. Die Verhandlungen im Hause Nahors verliefen so, dass Rebekka entscheiden sollte, ob sie mit dem Knecht ziehen würde oder nicht. Sie zog mit ihm. So kam Isaak zu seiner Frau, die ihm später die beiden Söhne Esau und Jakob schenkte. Ein Nachfahre Jakobs war niemand anderer als Gottes Einziggezeugter im Fleisch, Jesus Christus (Matthäus 1:1-15).

Ich lerne, habe ich ein Ziel, das mir aber nicht ganz genau bekannt ist, muss ich mir Gedanken machen, wie ich das Richtige erkennen kann. Habe ich dann einen Plan, lege ich ihn dem Herrn in gläubigem Gebet vor, und warte eine Zeitlang ab, bis das Erdachte eintrifft. Dann weiß ich, dass es das Richtige ist (Lehre und Bündnisse 9:7-8), anderenfalls muss ich mir einen neuen Plan ausdenken, und wieder fragen. Am Beispiel Eliësers sehe ich, dass dies ein Lösungsansatz ist, der funktioniert, wenn ich rechtschaffen bin, und den notwendigen Glauben aufbringe.

Man kann noch andere Erkenntnisse aus dem Beispiel Eliësers ziehen. Welche ziehst du für dich?

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