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Glaubensansichten
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Einem anderen die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden

13. November 2021, 05:44am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die Besessenen werden geheilt (Matthäus 8:28-34)
(Bild: Quelle)

Paulus belehrt die Mitglieder in Korinth in seinem ersten Schreiben an sie über die verschiedenen Gnadengaben des einen Geistes die der Herr den Menschen zuteil werden lässt, und schreibt u. a.: „… einem anderen die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, ...“ (1. Korinther 12:10).

Einem anderen die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden. Das impliziert, dass es unterschiedliche Arten von Geistern geben muss, und es die Gabe gibt, sie zu unterscheiden.

  • Im Brief an die Hebräer wird eine Art Geister beschrieben, nämlich „… dienende Geister, ausgesandt, um denen zu helfen, die das Heil erben sollen?“ (Hebräer 1:14). Hierbei handelt es sich offensichtlich um eine Art von `guten Geistern´.
  • Eine weitere Art wird in der Apostelgeschichte erwähnt: „Sogar seine Schweißbinden und Tücher, die er auf der Haut getragen hatte, nahm man weg und legte sie den Kranken auf; da wichen die Krankheiten und die bösen Geister fuhren aus.“ (Apostelgeschichte 19:12).

Joseph Smith, der Prophet der Wiederherstellung, hat in einer Belehrung am 9. Februar 1841 zum Ausdruck gebracht: „Es gibt zwei Arten von Wesen im Himmel, und zwar: Engel, bei denen es sich um Auferstandene handelt und die einen Körper aus Fleisch und Gebein haben – 2 Jesus beispielsweise hat gesagt: Fasst mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Gebein, wie ihr seht, dass ich habe. 3 Zweitens: die Geister gerechter Menschen, die vollkommen gemacht sind – solche, die noch nicht auferstanden sind, aber die gleiche Herrlichkeit ererben.“ (Lehre und Bündnisse 129:1-3). In den nächsten Versen lehrt er, wie diese Arten unterschieden werden können. Ein Engel, der eine Botschaft des Herrn überbringen soll, wird einem auf Aufforderung seine Hand reichen und man wird sie fühlen (Lehre und Bündnisse 129:5). Ein noch nicht auferstandener Geist, mit einer Botschaft von Gott, wird der Aufforderung nicht nachkommen (Lehre und Bündnisse 129:6-7). Handelt es sich aber um einen bösen Geist, wird er die Hand reichen und man wird nichts spüren! (Lehre und Bündnisse 129:8). Ich lerne, sollte ich mal in die Situation kommen, von einem Geist besucht zu werden, kann ich mit diesen `drei Schlüsseln´ erkennen, um welche Art von Geist es sich handelt. Zu diesen Überlegungen wurde ich angeregt durch den Artikel:  “When We Obtain Any Blessing it is from God”.

Welche Arten von Geistern sind dir bekannt?

findechristus.org

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Und wunderten sich darüber, dass er mit einer Frau redete

12. November 2021, 06:46am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist 1621276218711%2Cdiversity-tag-116~_v-23x10@2dM_-89ad2f435b0c63e533f249d4b0ac1f956e12b097.jpg.

(Bild: Quelle)

„In diesem Augenblick kamen seine Jünger und wunderten sich darüber, daß er mit einer Frau redete; doch fragte ihn keiner; „Was willst du (von ihr)?” oder „Wozu redest du mit ihr?” (Johannes 4:27; Menge Übersetzung, die aufgrund Lizenzfreiheit in die online-Sammlung der Heiligen Schriften aufgenommen werden konnte).

Und wunderten sich darüber, dass er mit einer Frau redete. Welche Umstände führten dazu, dass Jesus mit dieser Frau sprach? Jesus war auf dem Weg von Judäa nach Galiläa. Juden wären einen Umweg gegangen, weil sie mit Samaritern nichts zu tun haben wollten. Jesus scheute nicht den direkten Weg durch Samaria. Dabei machte er am Jakobsbrunnen eine Rast. Eine samaritanische Frau kam aus dem Dorf, um Wasser zu schöpfen. Christus sprach sie an und bat ihm Wasser zu geben. Ein Gespräch entspann sich und währenddessen kamen die Jünger dazu und wunderten sich, dass der Herr mit einer Samariterin sprach, nachdem Juden mit den Samaritern nichts am Hut hatten, da sie einen anderen Glauben ausübten, den Juden als Irrglauben verachteten.

Das Ende vom Lied, dass Jesus dessen ungeachtet dieses Gespräch gesucht und geführt hatte: „Aus jener Stadt aber wurden viele von den Samaritern an ihn gläubig infolge der Versicherung der Frau: „Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe.” (Johammes 4:39). Ich lerne daraus, dass ich mich von Menschen, die anders sind, nicht abwenden darf, erst recht nicht, wenn sie Besucher der Kirche des Herrn sind. Ich bin gefordert, sie willkommen zu heißen, Kontakt mit ihnen zu suchen und Freundschaft aufzubauen. So fühlen sie sich nicht ausgeschlossen und ich profitiere, indem ich andere Kulturen kennenlerne. Zu diesen Gedanken wurde ich angeregt durch den Liahona-Artikel „Wie können wir dafür sorgen, dass sich in der Kirche jeder zugehörig fühlt?“

Wie gehst du mit andersartigen Menschen um?

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Wenn du nicht zahlen kannst - / soll man dein Bett unter dir wegnehmen?

11. November 2021, 05:43am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Sei nicht unter denen, die sich durch Handschlag verpflichten, / die Bürgschaft leisten für Schulden; 27 wenn du nicht zahlen kannst - / soll man dein Bett unter dir wegnehmen?“ (Sprüche 22:26-27).

Wenn du nicht zahlen kannst - / soll man dein Bett unter dir wegnehmen? Dieser Ratschlag entstammt den Worten von Weisen. Und wie wunderbar ist es doch, wenn man auf Worte jener hört, die `Erkenntnis´ haben (Sprüche 22:17). Dieser Ratschlag soll mich davor schützen, für Schulden anderer aufgrund einer abgegebenen Bürgschaft für die Erfüllung einer Verbindlichkeit des Schuldners einstehen zu müssen (§§ 765 ff. BGB), und dadurch im Ernstfall ggf. meiner Habseligkeiten beraubt zu werden. Wie bin ich heute auf dieses Thema gekommen? Ich las den Artikel „Why Did Joseph Smith File for Bankruptcy?“

Grundsätzlich gilt für mich, dass ich den Ratschlägen der Propheten des Herrn Beachtung schenke, die uns seit den Anfängen der Kirche davor gewarnt haben, `in die Knechtschaft von Schulden zu geraten´. Als ich gerade nach Beendigung meines Studiums ein Auto brauchte, habe ich das erste und letzte Mal Geld geliehen, und zwar von einer lieben Tante. Ich denke daran, dass sie mich erinnern musste, mit der Rückzahlung nicht in Verzug zu geraten. Ich schäme mich dafür, wenn ich daran denke. Wie hat doch der Herr den Heiligen in der Gründungszeit der Kirche gesagt? „Und weiter, wahrlich, ich sage euch in Bezug auf eure Schulden: Siehe, es ist mein Wille, dass ihr all eure Schulden bezahlt.“ (Lehre und Bündnisse 104:78). Ich lerne, Schulden meiden wie die Pest, um nicht in Abhängigkeit zu geraten oder sogar in den Ruin getrieben zu werden. Nie wieder habe ich Schulden gemacht, aber meinen Kindern den Wunsch nach Bürgschaften auch nicht abgelehnt, als es um existenzielle Fragen ging.

Wie stehst du zum Thema Bürgschaft und Schulden?

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Mein Sohn, sei bescheiden, aber bewahre dir deine Selbstachtung!

10. November 2021, 05:59am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Mein Sohn, sei bescheiden, aber bewahre dir deine Selbstachtung! Ehre dich selbst in dem Maß, in dem du es verdienst.“ (Jesus Sirach 10:28; Gute Nachricht Bibel).

Mein Sohn, sei bescheiden, aber bewahre dir deine Selbstachtung! Mir über Selbstachtung Gedanken zu machen kam ich durch den Artikel „What Works Better than Self-Esteem?“. Die Einheitsübersetzung gibt den obigen Vers so wieder: „Kind! Bring dich in Bescheidenheit zu Ehren! / Teil dir entsprechend deines Wertes Ehre zu!“ (Jesus Sirach 10:28). Im Internet finde ich folgende Kurzdefinition von Selbstachtung: „Selbstachtung ist das Maß, wie wir uns selbst bewerten und respektieren. Darin stecken Würde, Selbstliebe ebenso wie das Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Selbsteinschätzung und Selbstwertschätzung.“ (siehe hier).

11 Schritte zur Selbstachtung (Quelle)

  • Kenne und bewahre deine Werte und Ideale.
  • Verfolge konsequent deine Träume.
  • Denke und sprich positiv über dich selbst.
  • Sei dankbar für das, was du hast und kannst.
  • Vertraue deinen Instinkten.
  • Wenn es sich falsch anfühlt – lass es!
  • Scheue dich nicht, NEIN zu sagen.
  • Versuch nicht, es allen recht zu machen.
  • Lass los, was du nicht kontrollieren kannst.
  • Halte dich fern von negativen Menschen.
  • Lass dir dein Leuchten nicht nehmen, nur weil es andere blendet.

Ich lerne, Selbstachtung ist wichtig, um mir selbst und anderen ein nützlicher Partner zu sein, sie darf aber nicht übertrieben werden und in Überheblichkeit und Stolz ausarten. CS Lewis sagte: „Stolz macht keinen Spaß daran, etwas zu haben, sondern nur daran, mehr davon zu haben als der Nächste. … Es ist der Vergleich, der stolz macht: die Freude, über den anderen zu stehen. Sobald das Element der Konkurrenz verschwunden ist, ist der Stolz verschwunden“ („Pride gets no pleasure out of having something, only out of having more of it than the next man.“ Mere Christian,  New York: Macmillan, 1952, S. 109–10).

Wie stellst du fest, wie es mit deiner Selbstachtung steht?

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Ist das euer Dank an den HERRN …?

9. November 2021, 05:27am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Ist das euer Dank an den HERRN, / du dummes, verblendetes Volk? / Ist er nicht dein Vater, dein Schöpfer? / Hat er dich nicht geformt und hingestellt?“ (5. Mose 32:6).

Ist das euer Dank an den HERRN …? Dieser Vers entstammt einem Lied, das Mose der `vollzähligen Versammlung Israels´ vortrug (5. Mose. 31:30), nachdem der Herr Josua in sein Amt als Nachfolger des Mose eingesetzt hatte, um die Israeliten in das ihm verheißene Land zu führen, in das Mose nicht eintreten sollte (5. Mose 32:52). Diese Frage nach dem Dank bezieht sich darauf, dass das Volk Israel dem Herrn, der es aus der Knechtschaft Ägyptens befreite und bis hierher beschützt hatte, sich ihm so oft widersetzte (5. Mose 31:27). Soll das seine Dankbarkeit gewesen sein?

In diesem Zusammenhang lese ich das Wort Gottes an seinen Propheten der Wiederherstellung, Joseph Smith, im August 1831: „Und in nichts beleidigt der Mensch Gott, oder gegen niemanden entflammt sein Grimm, ausgenommen diejenigen, die seine Hand nicht in allem anerkennen und seine Gebote nicht beachten.“ (Lehre und Bündnisse 59:21). Wie fühlen sich schon irdische Eltern, wenn ihre Kinder ihre Liebe und Fürsorge nicht anerkennen. Wie soll sich dann wohl unser uns über alles liebender Vater im Himmel fühlen, wenn wir seine an uns geübten Wohltaten verkennen? Kann ich Dankbarkeit trainieren? In einem Internetartikel habe ich einen Vorschlag gelesen, wie eine Familie ihre Kinder darin trainiert hat. Sie besorgten sich eine Anzahl Handzähler und klickten jedes Mal, wenn Dankbarkeit für etwas ausgedrückt wurde. Abends wurde dann ausgewertet und für den nächsten Tag eine höhere Anzahl als Ziel vereinbart (gerne lies „How to Teach Children the Gospel Principle of Gratitude“). Ich lerne, Dankbarkeit ist eine unumgängliche und notwendige Eigenschaft gegenüber jenen, die uns Wohlwollen entgegenbringen, insbesondere unserem himmlischen Vater gegenüber, der seinen Sohn für unser Heil geopfert hat. Wie jene sich fühlen, denen keine Dankbarkeit erbracht wird, stellen wir häufig am eigenen Leib fest, unwohl bis miserabel und unmotiviert für eine weitere gute Tat.

Wie fühlst du dich, wenn du meinst, jemandem etwas Gutes getan zu haben und er dankt es dir nicht?

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Wie liebenswert ist deine Wohnung, du HERR der Heerscharen!

8. November 2021, 05:58am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Elder David A. Bednar mit seiner Frau Susan in Dubai
(Bild: Quelle)

„Wie liebenswert ist deine Wohnung, du HERR der Heerscharen! 3 Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht nach den Höfen des HERRN. Mein Herz und mein Fleisch, sie jubeln dem lebendigen Gott entgegen. 4 Auch der Sperling fand ein Haus / und die Schwalbe ein Nest, wohin sie ihre Jungen gelegt hat - deine Altäre, HERR der Heerscharen, mein Gott und mein König. 5 Selig, die wohnen in deinem Haus, die dich allezeit loben.“ (Psalm 84:2-5).

Wie liebenswert ist deine Wohnung, du HERR der Heerscharen! Der Psalmist bringt hier seine Freude am Heiligtum des Herrn, und seine Sehnsucht danach, sich in ihm aufzuhalten, zum Ausdruck. Ja, er sagt, dass jene selig sein können, die in seinem Haus weilen dürfen. Um welches Haus geht es da? In einer älteren Version der Einheitsübersetzung heißt es im Vers 3: „Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht / nach dem Tempel des Herrn. …“. Das Haus des Herrn ist nichts anderes, als sein Tempel, der Ort, in dem er Menschen erscheinen kann.

In alter Zeit hatte der Herr den Menschen Gelegenheit gegeben, ihm auf dem Berg zu begegnen (1. Mose 22:14). Später dann sollte das Volk Gottes auf seiner Wanderung durch die Wüste einen tragbaren Tempel bauen, das Offenbarungszelt, die Stiftshütte (2. Mose 28:43). Und schließlich sollte Salomo dem Herrn um 950 v. Chr. ein festes Haus bauen, den Tempel in Jerusalem (1. Chronik 28:6). Er wurde im Laufe der Geschichte öfter entweiht, wieder geweiht und letztendlich zerstört. In der Neuzeit, nach der Wiederherstellung der Kirche des Herrn, der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, hat der Herr seinem Volk wieder den Auftrag erteilt, einen Tempel zu errichten (Lehre und Bündnisse 94:1). Der erste dieser Zeit war der Kirtland-Tempel in Ohio, der 1836 geweiht wurde. Seit dieser Zeit baut das Volk des Herrn überall auf der Welt Häuser des Herrn, auf dass der Mensch ihm auf Erden so nah wie nur möglich sein, und ewige Bündnisse eingehen kann. Im Oktober 2021 besuchte ein Apostel des Herrn, Elder David A. Bednar, mit seiner Frau, Dubai, um festzustellen, dass der Herr den neuen Tempelplatz vorbereitet (lies hier). Präsident Russel M. Nelson, der Prophet, Seher, Offenbarer, und Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, hatte nämlich den Bau dieses Tempels in der Frühjahrs-Generalkonferenz 2020 angekündigt, und zwar in einem Land, in dem der Islam die Staastsreligion ist, in Dubai!! Ich lerne, der Herr möchte in diesen letzten Tagen vor seinem zweiten Kommen, den Menschen auf der ganzen Welt die Möglichkeit geben, ihre `Sehnsucht nach den Höfen des Herrn´ zu erfüllen. Inzwischen gibt es 160 Tempel in Betrieb, 35 im Bau und 9 in Renovierung befindliche, und 61 angekündigte Tempel weltweit (siehe hier).

Was bedeutet die `Wohnung des Herrn´ für dich?

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Er aber legte seine rechte Hand auf mich

6. November 2021, 05:36am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

 

(Bild: Quelle)

„Als ich ihn sah, fiel ich wie tot vor seinen Füßen nieder. Er aber legte seine rechte Hand auf mich und sagte: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebendige. … .“ (Offenbarung 1:17-18).

Er aber legte seine rechte Hand auf mich. Als Johannes der Offenbarer vom auferstandenen Jesus Christus beauftragt wurde aufzuschreiben was ihm gezeigt wurde und wird, erschreckte ihn diese Vision so sehr, dass er wie tot zur Erde fiel. Durch Auflegung der `rechten Hand´ sprach ihm der Herr Zuversicht zu. Die `rechte Hand´ spielt bei religiösen Ritualen eine herausragende Rolle. Ich denke da beispielhaft an die Segnung Josephs zweitgeborenen Sohnes Ephraim durch Jakob. Jakob legte die rechte Hand auf Efraims Kopf und die linke auf Manasse, worauf Joseph sich erfolglos dagegen wehrte, und der Vater dem Zweitgeborenen den Segen des Erstgeborenen erteilte (1. Mose 48:13-14). Die rechte Seite wird auch als die gute angesehen, die linke als die schlechte (Matthäus 25:33). Das Wort rechts wird im Sinne von richtig verstanden, während links als ungewöhnlich und nicht richtig, linkisch, angesehen wird. Bei den Juden bringt rechts Glück und links Unglück. Rechts ist der Ehrenplatz (Hebräer 12:2).

So kommt der rechten Hand bei religiösen Ritualen eine besondere Bedeutung zu. Nicht zuletzt bei der Taufe. Der Täufer steht mit dem Täufling im Wasser, hebt seinen rechten Arm zum rechten Winkel, und spricht das Taufgebet. Wie feierst du die Erneuerung dieses Bündnisses mit dem Herrn? Ich habe gelernt, das Abendmahl mit der `rechten Hand´ einzunehmen. Um Einheitlichkeit in der Organisation der Kirche auf der ganzen Welt zu gewährleisten, hat die Kirche seit neuster Zeit ein `Allgemeines Handbuch´ für jedermann zugänglich online gestellt. Hierin heißt es im Abschnitt 18.9.4 unter 7.: „Nach Möglichkeit nimmt man mit der rechten Hand vom Abendmahl.“ Ich lerne, das Abendmahl ist ein heiliges Ritual, in dem ich meine Bündnisse, die ich mit dem Herrn eingehen durfte, erneuern darf. Heilige Bündnisse wurden und werden mit der rechten Hand ausgeführt – sofern es möglich ist. Wenn jemand eine bewegliche rechte Hand hat, so wird er sie dazu auch nutzen. Hat er sie nicht, nimmt der Herr die Erneuerung eines Bündnisses selbstredend auch auf andere angemessene Weise an. Mehr lies auch gerne hier.

Wie verstehst du es, dass die rechte Hand für feierliche Gelübde einzusetzen ist?

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Im Herrn gibt es weder die Frau ohne den Mann noch den Mann ohne die Frau

5. November 2021, 05:23am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Maria, die Mutter Jesu `nach der Art des Fleisches´ (1. Nephi 11:18)
(Bild: Quelle)

„Doch im Herrn gibt es weder die Frau ohne den Mann noch den Mann ohne die Frau. 12 Denn wie die Frau vom Mann stammt, so kommt der Mann durch die Frau zur Welt; alles aber stammt von Gott. 12 Denn wie die Frau vom Mann stammt, so kommt der Mann durch die Frau zur Welt; alles aber stammt von Gott.“ (1. Korinther 11:11-12).

Im Herrn gibt es weder die Frau ohne den Mann noch den Mann ohne die Frau. Da wirft sich bei Manchem doch die Frage danach auf, ob wir als Geistkinder Gottes eine göttliche Mutter haben, aber auch, war Jesus verheiratet? Auf die erste Frage gibt es zwar keine ausdrückliche Schriftstelle, aber viele Aussagen von Propheten und Aposteln seit der Wiederherstellung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage durch Joseph Smith. Auf die zweite nur Annahmen, Mutmaßungen.

  • Gibt es eine himmlische Mutter?
    Die Schwester des fünften Präsidenten der Kirche, Eliza R. Snow (1804-1887), war eine der berühmtesten Frauen in der Kirche. Sie war die erste Sekretärin der größten Frauenbewegung der Welt, der Frauenhilfsvereinigung. Von ihr stammt das später vertonte Gedicht „O mein Vater“ (Nr. 190 im Gesangbuch der Kirche). Dort heißt es in der dritten Strophe:  „Ob ich gleich dich Vater nannte durch des Geistes heilgen Trieb, bis es du mir offenbartest, mir es ein Geheimnis blieb. Sind im Himmel Eltern einzeln? Die Vernunft weist solches fort, und sie sagt mit Kraft und Klarheit: „Du hast eine Mutter dort!“ (Hervorhebung hinzugefügt). Mehr lies gerne hier. Zitate von Kirchenführern kannst du hier nachlesen.
  • War Jesus verheiratet?
    Ein unabhängiger apologetischer Think Tank veröffentlichte auf seiner Webseite: „Einige [Heilige der Letzten Tage] glauben, dass er verheiratet war; andere glauben, dass er es nicht war. Die meisten Mitglieder sind offen, so oder so zu glauben.“ Unter Gelehrten herrschen zwei Argumente für einen verheirateten Jesus vor: Erstens wird angenommen, dass Rabbiner in der jüdischen Kultur der Zeit Jesu verheiratet waren. Dass in der Bibel darüber geschwiegen wird, wird als Beweis seiner Ehe angesehen. Zweitens wird aus einigen rätselhaften Hinweise auf Maria Magdalena im Phillipus-Evangelium und anderen Texten auf sein verheiratet sein geschlossen. Mehr kannst du hier nachlesen, oder auch hier. Lies auch gerne einen Beitrag des Deutschlandfunks „War Jesus verheiratet? Der Fund eines ägyptischen Papyrus befeuert eine alte Diskussion neu“ (hier).

Ich lerne, es ist nur logisch, dass wir Eltern im Himmel haben, bestehend aus Gott Vater und Gott Mutter und es ist plausibel, dass wenn Paulus lehrt, dass es im Herrn „… weder die Frau ohne den Mann noch den Mann ohne die Frau …“ gibt, auch Jesus verheiratet war. Er hat sich ja auch taufen lassen, denn nur so war es möglich, die „… Gerechtigkeit ganz zu erfüllen …“ (Matthäus 3:15).

Welche Meinung hast du zu diesen beiden Fragen?

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Als Flüchtling ins Ammoniterland vertrieben

4. November 2021, 06:00am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Jason, der seinen eigenen Bruder hinterlistig verdrängt hatte, wurde nun selbst durch einen anderen hinterlistig verdrängt und als Flüchtling ins Ammoniterland vertrieben.“ (2. Makkabäer 4:26).

Als Flüchtling ins Ammoniterland vertrieben. In der Einheitsübersetzung finde ich den Begriff `Flüchtling´ sechsmal. Im oben zitierten Vers ist ein solcher Flüchtling, Jason. Dieser war ein hellenisierter Jude (Hellenisten haben unter Abwendung von ihrem Glauben an den alleinigen lebenden Gott, die antike griechische Kultur übernommen) und Bruder des damaligen Hohepriesters Onias III. Jason sorgte beim König dafür, dass ihm das Amt des Hohepriesters übertragen wurde, und löste somit seinen Bruder im Amt ab. Jason trieb unter den Juden die Hellenisierung voran. Von einem weiteren hellenisierten Juden namens Menelaos wurde Jason um 172 v. Chr. selber aus dem Amt vertrieben. Die Intrigen gingen weiter und Jason versuchte seine alte Stellung gewaltsam wieder zurückzuerlangen. In all diesen Machtkämpfen war Jason zeitweise ein Vertriebener, ein `Flüchtling´.

Flüchtlinge sind also keine neuzeitliche Erscheinung. Sie gab es schon seit Menschheitsbeginn. Waren Adam und Eva nicht aus dem Garten Eden vertrieben, in die einsame und öde Welt (1. Mose 3:23-24)? Sollte Abraham nicht aus seinem Geburtsland Ur in Chaldäa ausziehen und war er dann in Kanaan nicht ein Flüchtling (1. Mose 11:31; 1. Mose 15:7)? Mussten nicht unzählbare Scharen von Menschen nach Kriegen ihre angestammten Wohnsitze verlassen und in einer fremden Gegend neu anfangen, unter anderen Menschen, meist ohne Hab und Gut, auf deren Hilfe angewiesen? Der Herr gab seinem Volk vor, wie es mit `Fremden´ umgehen sollte (siehe 3. Mose 19:34). Denken wir nur an den Oktober 2015 und den diese Problematik prägenden Satz „Wir schaffen das“. Wie gehen wir, und insbesondere wir als Christen, als Alteingesessene, meinend dieses Land gehöre uns, mit Zuzüglern, Flüchtlingen, um? Das oberste Gebot zeigt uns auf, was der Vater im Himmel von uns erwartet: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst.“ (Lukas 10:27). Hilfsorganisationen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage tragen dazu bei, dieses Gebot der Liebe zu erfüllen. Lies beispielhaft gerne den Artikel „Relief Society Leaders Visit Refugee Camp in Middle East“ (Tipp für jene, die des Englischen nicht so mächtig sind: Im Google Chrome Browser auf der entsprechenden Internetseite, ein Rechtsklick mit der Maus, und im sich geöffneten kleinen Fenster auf `Auf Deutsch übersetzen´ klicken). Ich lerne, wir alle sind doch nichts anderes als Flüchtlinge. Die einen vielleicht aufgrund ihrer Eltern, die ihre `Heimat´ verlassen mussten, die anderen, weil sie direkt aufgrund Krieg oder Not ihr Land verlassen mussten, um anderswo neu zu beginnen. Diesen Menschen muss ich Hilfe leisten. Ich tue es indem ich den Fond für humanitäre Hilfe der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage unterstütze.

Welche Einstellung hast du zu Flüchtlingen?

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Hierauf aber bestellte der Herr noch siebzig andere (Jünger) und sandte sie paarweise vor sich her

3. November 2021, 05:38am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Präsidentschaft der Siebziger der
Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
(Bild: Quelle)

„Hierauf aber bestellte der Herr noch siebzig andere (Jünger) und sandte sie paarweise vor sich her in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst zu gehen gedachte (oder: kommen würde).“ (Lukas 10:1).

Hierauf aber bestellte der Herr noch siebzig andere (Jünger) und sandte sie paarweise vor sich her. Diese Schreibart entstammt der Menge-Bibel-Übersetzung. Woher die Zahl zweiundsiebzig in der Einheitsübersetzung stammt, weiß ich nicht (Lukas 10:1 EU). Im Alten Testament der Einheitsübersetzung wird auch immer die Zahl siebzig genannt (Beispielhaft 2. Mose 24:1; 4. Mose 11:16). Als Fußnote steht in der Einheitsübersetzung: „Zweiundsiebzig, zahlreiche alte Textzeugen: siebzig“. Auch in der King-James-Version ist von „other seventy“ die Rede. Jedenfalls berief Jesus Christus außer seinen Jüngern, den zwölf Aposteln, noch „siebzig andere Jünger“. Im Neuen Testament übertrug Christus ihnen die Aufgabe, paarweise die Orte aufzusuchen, die er selber dann auch besuchen würde. Sie hatten also besonderen Auftrag zu reisen, Kranke zu heilen, und das Reich Gottes anzukündigen (Lukas 10:9).

Nachdem allerdings die Propheten und Apostel, die zu Jesu Zeiten berufen waren, ermordet waren, war keine Vollmacht mehr vorhanden. Nach der Wiederherstellung der Kirche des Herrn im Jahre 1830 wurde die ursprüngliche Vollmacht wiedergebracht. Mit ihr auch „Siebziger“ mit der Aufgabe, die Apostel in ihrer Berufung als besondere reisende Zeugen für Jesus Christus das Evangelium aller Welt zu predigen und die Menschen einzuladen, zu Christus zu kommen zu unterstützen (Lehre und Bündnisse 107:25-26). Diese Siebziger sind wie alle anderen Priestertumsträger in Kollegien organisiert (Lehre und Bündnisse 124:138-139). Ich lerne, so wie der Herr seine Kirche vor Alters mittels der Macht und Vollmacht des Priestertums lenkte und leitete, tut er es genauso in der heutigen Zeit, wobei die Struktur immer den jeweiligen Anforderungen angepasst wird (lies hier). Hier kannst du auch die Bilder aller führenden Amtsträger der Kirche anschauen.

Was weißt du über die Struktur der heutigen `Siebziger´? Gibt es außer in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, auch in einer anderen Kirche dieses Amt?

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