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Glaubensansichten
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Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe

18. Dezember 2021, 06:05am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.“ (Lukas 2:7).

Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe. In den nächsten Versen lesen wir, dass Hirten auf dem Felde von einem Engel besucht wurden, der ihnen eine frohe Botschaft verkünden sollte. Sie würden den Retter, der heute in der Stadt Davids geboren wurde, in einer Krippe in Windeln gewickelt finden. Die Hirten machten sich auf den Weg „… und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.“ (Lukas 2:8-16).

Und schon haben wir, zumindest wir Christen, wie in einem weihnachtlichen Lied beschrieben, einen Stall vor Augen, mit Kühen und einer aus Holz geschnitzten, mit Stroh ausgepolsterten Krippe, in dem das `Neugeborene´ in Windeln gewickelt lag: „Im Stroh in der Krippe, kein Bett war im Raum, da lag’s Jesuskindlein, gar rein anzuschaun. Es blickten vom Himmel die Sterne so froh aufs schlafende Kindlein im Heu und im Stroh. 2. Die Rinder, sie blökten, es flackert’ das Licht! … du Heiland schläfst dort in dem Stall. …“ (siehe hier), wovon wir aber nichts in den Evangelien lesen. Ein Professor der Archäologie und Nah-Ost-Studien an dem BYU Jerusalem Center, Jeff Chadwick, zerstört mir nun dieses idyllische Bild, indem er mitteilt, dass es in Bethlehem gar keine solchen Ställe und Holzkrippen gab, weil nicht benötigt. Die Tiere fanden dort nämlich das ganze Jahr über auf den Feldern frisches Futter. Hingegen gab es Wassertröge, also `steinerne Krippen´, wenn man so will. Chadwick kommuniziert auch, dass Joseph kein Tischler war, sondern Steinmetz und er selber eine solche Krippe für seinen Esel aus judäischem Kalksandstein hergestellt hat. Ich lerne, es gibt immer Neues zu lernen. Das verändert aber nicht meinen Glauben an das Wesentliche, den Erretter, dessen Geburt wir jetzt feiern, auch wenn er in einem Steintrog in Windeln gebettet lag. Auf diese Gedanken hat mich der Artikel „Stone Manger: The Untold Story of the First Christmas“ von Jeffrey R. Chadwick gebracht.

Macht es für dich einen Unterschied, worin das Christuskind gebettet war, wenn nicht, warum nicht?

findechristus.org

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Sie haben Anteil am Baum des Lebens

17. Dezember 2021, 07:34am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Selig, die ihre Gewänder waschen: Sie haben Anteil am Baum des Lebens und sie werden durch die Tore in die Stadt eintreten können.“ (Offenbarung 22:14).

Sie haben Anteil am Baum des Lebens. Ein Engel zeigte Johannes, auf einen hohen Berg entrückt, die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam, das `Neue Jerusalem´ (Offenbarung 21:10). In diesem Zusammenhang wird ihm auch gesagt, dass jene, die `ihre Gewänder waschen´, gemeint, diejenigen, die durch Umkehr die mit dem Herrn eingegangenen Bündnisse halten, Anteil am `Baum des Lebens´ haben werden und auf dem vorgegebenen Weg, durch die Tore in dieses Neue Jerusalem, die Stadt Gottes, eintreten werden. Im Vers 15 zeigt ihm der Engel auf, wer nicht hineinkommen wird, nämlich alle, die sich nicht zum Herrn bekehren.

Gerade zelebrieren wir eine Zeit, in der auch eine Art `Baum des Lebens´ viele Zimmer schmückt. Ein Baum, mit `immergrünen Blättern´. Er symbolisiert uns das `ewige Leben´. Er weist in einem Dreieck zum Himmel. Auf seiner Spitze symbolisiert ein Stern den neuen Stern, der über dem Geburtsort Jesu aufgegangen war. Ein Engel repräsentiert den Engel, der zu den Hirten kam, um ihnen die frohe Botschaft der Geburt des Heilandes zu verkünden. Häufig steht dicht neben der Krippe mit dem Christkind ein weißes Lamm. Es erinnert uns daran, dass in der Krippe das reine, unschuldige `Lamm Gottes´ liegt. Eine Lichterkette symbolisiert das Licht Christi, das in die Welt gekommen ist. In einigen Teilen Europas wird der Weihnachtsbaum mit zwölf verschiedenen Fruchtarten behängt. Auch das finden wir in Offenbarung 22:2 wieder. Diese Frucht stellt die größte Gabe Gottes dar, das ewige Leben. Nicht zuletzt beschenken wir einander unter dem Baum, so wie die Weisen aus dem Morgenland vor dem `Neugeborenen´ kostbare Gaben der Erde niederlegten. Auf diese Gedanken wurde ich durch den Artikel „The Christmas Tree and the Tree of Life“ gebracht. Ich lerne, ich muss mich nur genug anstrengen, um in vielen Bräuchen christliche Symbole zu erkennen, so, wie den `Baum des Lebens´ (1. Nephi 11).

Welche Symbolik siehst du im Weihnachtsbaum?

findechristus.org

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Die Werke, die ihr mich habt tun sehen, die sollt ihr auch tun

16. Dezember 2021, 07:52am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Ausbildungsmethoden: Die Vier-Stufen-Methode
(Bild: Quelle)

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Dies ist mein Evangelium; und ihr wisst, was ihr in meiner Kirche tun müsst; denn die Werke, die ihr mich habt tun sehen, die sollt ihr auch tun; denn das, was ihr mich habt tun sehen, ja, das sollt ihr tun;“ (3. Nephi 27:21).

Die Werke, die ihr mich habt tun sehen, die sollt ihr auch tun. Jesus Christus besuchte nach seiner Auferstehung auch seine Kinder auf dem amerikanischen Kontinent, gab seinen Jüngern Vollmacht zu Lehren und zu Taufen. Als diese eine Zeitlang umhergereist waren, kamen sie zusammen, und hielten eine Konferenz ab, wobei Christus sie erneut besuchte (3. Nephi 27:1-2). Die Jünger befragten ihn, wie denn seine Kirche heißen sollte, und der Herr gab ihnen die Antwort darauf. Dann lehrte er sie, dass derjenige, der umkehrt und sich taufen lässt, und bis ans Ende ausharrt, als schuldlos befunden werden würde, und gebot ihnen mit diesen einfachen Worten: „… die Werke, die ihr mich habt tun sehen, die sollt ihr auch tun, …“.

Mary Holland McCann schildert in einer Episode des All-In-Podcasts wie sie diese Art des Lehrens und Lernens, Vormachen – Nachmachen, bei ihrer Mutter erlebt hat. Ihr Vater kam eines Tages früher von der Schule nach Hause und sah, wie ihre Mutter mit angezogenen Knien im Bett saß und ihre heiligen Schriften las und Hervorhebungen einarbeitete. Sie sagt: „Und als Zweijährige saß ich aufrecht auf dem Kissen, mit meinem kleinen blauen, angeblichen Buch Mormon, wie ich mit meiner roten Kreide alles bekritzelte und unterstrich. Was ich damit sagen möchte, ist, dass ich die heiligen Schriften lieben gelernt habe, bevor ich sie überhaupt lesen konnte, weil meine Mutter sie liebte. Und sie musste nicht viel unterrichten und am Familienabend etwas über das Lesen der heiligen Schriften lehren. Manchmal erhielten wir sanfte Erinnerungen, aber selbst diese waren nicht nötig, weil meine Brüder und ich alle mit dem Wissen aufgewachsen sind, dass man die heiligen Schriften einfach liebt. Und das ist, was unsere Mutter tut und das ist, was wir tun.“ (Mary Holland McCann’s ‘All In’ tribute to her mother that you don’t want to miss; maschinell übersetzt). Ich lerne, seit Menschengedenken gibt es dieses wirkungsvollste Ausbildungsprinzip: Vormachen – Nachmachen. Christus hat es uns gelehrt und ich tue gut daran, es ihm nachzumachen.

Welche Erfahrungen hast du mit diesem Prinzip gemacht?

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Als sich Jesus in einer der Städte aufhielt: Siehe, da war ein Mann voller Aussatz

15. Dezember 2021, 07:10am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Jesus, der den Aussätzigen heilt
(Bild: Quelle)

„Und es geschah, als sich Jesus in einer der Städte aufhielt: Siehe, da war ein Mann voller Aussatz. Als er Jesus sah, warf er sich auf sein Angesicht und bat ihn: Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen. 13 Da streckte Jesus die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will - werde rein! Im gleichen Augenblick wich der Aussatz von ihm.“ (Lukas 5:12-13).

Als sich Jesus in einer der Städte aufhielt: Siehe, da war ein Mann voller Aussatz. Aussatz, auch als Lepra bekannt, eine schlimme Krankheit, die zu Zeiten der Bibel zu Ausgrenzung geführt hatte, heute würde man im Neudeutschen sagen `Social Distancing´. Diese physikalische Distanzierung, oder auch räumliche Trennung, ist eine nicht-pharmazeutischen Maßnahme zur Infektionskontrolle. Sie soll die Ausbreitung ansteckender Krankheiten stoppen, zumindest verlangsamen (kommt irgendwie aktuell vor). Was sagst du, Lepra ist eine alte Sache der Bibel, oder des Mittelalters?

Weit gefehlt. Auch heute noch gibt es diese Krankheit mit verheerenden Folgen, wenn sie nicht frühzeitig erkannt und bekämpft wird. Eine zu Herzen gehende Begebenheit schildert Becky Douglas in ihrem Artikel „Honoring the Prince of Peace in a World Full of Conflict“. In dem Artikel geht es um Frieden, den wir ja gerade in dieser Weihnachtszeit `erleben´ wollen. Es stellt sich die Frage, wie können wir in unserer unruhigen Zeit, in einer Zeit, in der die ganze Welt in Aufruhr ist, Frieden empfinden? Becky Douglas bringt zum Ausdruck: „Frieden in den Nationen kann nur aufgebaut und aufrechterhalten werden, wenn der Einzelne in Frieden lebt.“ (maschinell übersetzt). Dann schildert sie ein stressiges Erlebnis, das sie in Zusammenhang mit `Rising Star Outreach´, dessen Gründerin und Präsidentin sie ist, in Indien hatte. Dort wurde ein Mann an seinem Fuß behandelt, aus dem die Maden herauskamen. In keinem Krankenhaus wurde er aufgenommen, sogar rausgeprügelt, bis er jemanden traf, der ihn auf diese Organisation aufmerksam machte, und es ihm gelang, dorthin zu kommen, und gerettet zu werden. Seine Reaktion gegenüber Becky Douglas, er grüßte sie mit dem Hindu-Gruß, mit beiden Händen unter dem Kinn gefaltet, und sagte: „Ich grüße Sie, Madam, im Namen meiner Frau, meiner Familie und meiner Götter. Du hast mein Leben gerettet.“ Dabei weinte er unkontrolliert.“ Sie wiederum sagt: „Ich liebe was ich tue! Wie gesegnet bin ich, diese unglaubliche Gelegenheit zu haben, einem armen Leprapatienten zu helfen, der abgelehnt und ganz allein ist? Wie gesegnet bin ich, dass ich diesen Moment absoluten himmlischen Friedens erhalten habe!“ (jeweils maschinell übersetzt). Ich lerne, wenn ich anderen Gutes tue, komme ich in die Situation `himmlischen Frieden´ zu erleben, wie ihn uns Jesus Christus verheißen hat (Johannes 14:27)!

Wann empfindest du himmlischen Frieden?

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Da brachten sie zu ihm einen, der taub war und stammelte

14. Dezember 2021, 07:04am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Da brachten sie zu ihm einen, der taub war und stammelte, und baten ihn, er möge ihm die Hand auflegen.“ (Markus 7:32).

Da brachten sie zu ihm einen, der taub war und stammelte. Bei dieser Aussage fällt mir auch die Begebenheit ein, als Jesus um die 34 n. Chr. die Menschen auf dem amerikanischen Kontinent besuchte. Er hatte das Volk in seinem Evangelium unterwiesen und wollte es wieder verlassen, als er bemerkte, wie traurig seine Zuhörer waren. Sein Innerstes war von Mitleid erfüllt, und er gebot ihnen alle zu ihm zu bringen, die krank sind, Lahme, Blinde, Hinkende, „… oder die taub sind ...“ (3. Nephi 17:7). Wie im Neuen Testament, so auch im Buch Mormon, Christus „… heilte sie, jeden Einzelnen, wie sie zu ihm hingebracht wurden.“ (3. Nephi 17:9; Markus 33:37).

Manchmal schaue ich Nachrichten auf einem Sender an, der neben dem Sprecher eine Person zeigt, die das Gesagte in Gebärdensprache übersetzt. Weil mich das etwas irritiert und von der Nachricht ablenkt, schalte ich dann direkt um auf den Sender, der die Übersetzung nicht zeigt. Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich diese Menschen nicht auch bedauere, die taub sind. Eine wunderbare Idee hat da Joni Hilton in ihrem Artikel „Want to Fix the World?“ publiziert. Als sie eine Rede halten sollte, wurde sie auf eine taube Frau aufmerksam, der in Gebärdensprache übersetzt wurde. Sie unterhielt sich mit ihr, und das Problem dieser Frau hat so sehr ihr Herz berührt, dass sie den Gedanken entwickelte, es solle doch, genau wie Fremdsprachen in den Schulen unterrichtet wird, auch Gebärdensprache als Sprachfach unterrichtet werden. Sie fordert ihre Leser auf: „Vielleicht kann dieses Jahr das Jahr sein, in dem Sie sich engagieren und tun, was Sie können, wo Sie können.“ (maschinell übersetzt). Ich lerne, ich sollte mit offenen Augen, und mehr Interesse an meinen Mitmenschen durch die Welt gehen, um deren Bedürfnisse zu erkennen, und mithilfe des Heiligen Geistes Wege finden, diese zu befriedigen.

Wie berührt dich diese Thematik?

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Gesegnet sind alle Friedensstifter

13. Dezember 2021, 07:19am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Und gesegnet sind alle Friedensstifter, denn sie werden die Kinder Gottes heißen.“ (3. Nephi 12:9).

Gesegnet sind alle Friedensstifter. In seiner sogenannten `Bergpredigt´ heißt Jesus Christus all jene, die Frieden stiften, Gottes Kinder. Dies wird uns sowohl im Neuen Testament (Matthäus 5:9) als auch im Buch Mormon, wo er diese vor der großen Menge, die rings um den Tempel versammelt war (3. Nephi 11.1,10), fast wortwörtlich wiederholte.

Laut Definition im Schriftenführer ist ein Friedensstifter jemand, der Frieden schafft oder fördert, aber auch jener, der das Evangelium verkündet (Mosia 15:11-18). In diesem Zusammenhang kommt mir eine Begebenheit mit dem ersten Märtyrer des Christentums, Stephanus, in den Sinn. In seiner Verteidigungsrede vor dem Hohen Rat spricht er u. a. über Mose, der seinen unter der Knechtschaft des Pharao leidenden Brüdern, den Israeliten, helfen wollte. Mose kam dazu, wie zwei Stammesbrüder miteinander stritten. Er versuchte sie auszusöhnen und `Frieden zu stiften´. Er sprach zu ihnen: „… Männer, ihr seid doch Brüder. Warum tut ihr einander Unrecht?“ (Apostelgeschichte 7:26). Allerdings kennen wir den Fortgang der Geschichte. Mose war in einer ungünstigen Lage sich als Friedensstifter anzubieten. Er hatte zuvor einen Ägypter erschlagen, der einen Stammesbruder schlug (2. Mose 2:12), worauf einer der Streitenden, der ihn zuvor bei seiner Tat gesehen hatte, meinte, er solle sich nicht als `Aufseher und Schiedsrichter´ aufspielen. Bei dem kam sein Bemühen nicht gut an. Er hatte Befürchtung, dass Mose nun auch ihn vielleicht hätte umbringen wollen. Nachdem der Pharao davon Wind bekommen hatte, flüchtete Mose lieber. Elder W. Mark Bassett von den Siebzigern erinnerte die Mitglieder der Kirche in seiner diesjährigen Weihnachtsbotschaft daran, dass ein Nachfolger Jesu Christi auch Friedensstifter sein solle: „Das ist unsere Pflicht im Bund Christi“, sagte er (siehe hier). Ich lerne, Friedensstifter zu sein, ist eine große Aufgabe, für die man auch die richtigen Voraussetzungen mitbringen muss. Also arbeite ich täglich an mir, diese Voraussetzungen zu schaffen und zu verbessern. Ressa und Muratow sind zwei solche Friedensstifter. Sie bekamen dafür den diesjährigen Friedensnobelpreis.

Wann ist es dir das letzte Mal gelungen, Frieden zu stiften?

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Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar

11. Dezember 2021, 09:19am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.“ (Matthäus 2:11).

Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Manchmal lief das bei mir, und vielleicht dem einen oder anderen von euch, etwas anders ab. Da polterte jemand am Heiligen Abend an der Tür und mir wurde angst und bange. Mutti machte die Tür auf und da stand er in seiner Größe, in einem purpurnen Mantel eingehüllt, mit einem langen weißen Bart, einer roten Kapuze, einem Sack auf seinem Rücken, und dann? Dann holte er nicht seine Schätze hervor, sondern eine Rute. Mit ihr fuchtelte er wild in der Gegen herum und fragte mit tiefer donnernder Stimme: Und, warst du dieses Jahr auch artig? Stark eingeschüchtert brachte ich dann zunächst keinen Ton hervor. Dann holte er nach einigem Gezeter doch noch, zwar nicht Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gabe aus seinem Sack, aber doch ein verpacktes Geschenk.

Nun ja, inzwischen etwas geläutert, habe ich erkannt, dass Menschen sich, insbesondere in der `dunkleren Jahreszeit´ gegenseitig dadurch eine Freude bereiten, indem sie sich beschenken, Gaben austauschen. Heute ist man dann übers Jahr auf der Suche nach einem passenden Geschenk für seine Lieben. Was könnte das sein? Gold, Weihrauch und Myrrhe? In der diesjährigen Weihnachtsandacht der Ersten Präsidentschaft hat Schwester Michelle D. Craig von der Präsidentschaft der Jungen Damen ihre Zuhörer ermutigt, die uns von Gott gegebenen Talente zu vervollkommnen und von ihnen weiterzugeben. So z. B. die Gabe des Zuhörens, die Gabe, Streit zu vermeiden, die Gabe der Freundlichkeit, die Gabe des Weinens, die Gabe des Lehrens, die Gabe des Denkens und die Gabe des Betens. Sie sagte u. a. sinngemäß: `Zu unseren besten Gaben gehören unsere Zeit und unsere Talente, wie klein sie auch sein mögen. Ich glaube, dass solche Gaben heilig sind.´ Ich lerne, eine `Gabe´ meiner Persönlichkeit ist oftmals viel gewünschter, als eine noch so teure, polierte, wertvolle weltliche Gabe.

Wie siehst du das mit dem Beschenken?

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So entstand Streit

10. Dezember 2021, 06:05am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„So entstand Streit zwischen den Hirten der Herde Abrams und den Hirten der Herde Lots; auch siedelten damals noch die Kanaaniter und die Perisiter im Land.“ (1. Mose 13:7).

So entstand Streit. Was war passiert? Die beiden Neffen Abram und Lot waren auf dem Weg von Ägypten nach Bet-El. Sie hatten mit der Zeit immer größer werdende Viehherden, was zu einem Konflikt zwischen ihnen wegen der nicht mehr ausreichenden Weideplätze für alle Tiere führte. Beide Familien mussten für ihre Herden sorgen, um selber versorgt sein zu können. Das Problem bestand im Mangel an Futter für alle Tiere. Wenn gegensätzliche, nicht miteinander vereinbare Ziele, Interessen, Bedürfnisse und Werthaltungen zusammenstoßen, spricht man von einem Konflikt. Hier waren die nicht miteinander zu vereinbarenden Ziele, die genügende Menge an Futter für alles Vieh.

Wie löst man einen Konflikt? In der Schrift werden hier zwei Möglichkeiten aufgezeigt.

  • Streit
    Die Hirten der beiden Familien fingen an sich um die Futterplätze zu `streiten´. Streit ist eine Art, wie Meinungsverschiedenheiten gelöst werden können, führt aufgrund nicht zu zügelnder Emotionen zumindest zu verbalen Attacken, wenn die nicht mehr ausreichen, zu Handgreiflichkeiten, bis hin zu Mord und Totschlag.
  • Friedliche Aussprache
    Abram wählte einen anderen Lösungsweg. Er bat seinen Neffen Lot zu einer Aussprache, die er damit begann, dass er die Bitte aussprach, dass es zwischen ihnen doch keinen Streit geben sollte. Dann zeigte Abram dem Lot eine Konfliktlösungsmöglichkeit auf. Er zeigte ihm das vor ihnen liegende Land und überließ Lot die Auswahl, wo er sich gerne niederlassen würde. Abram würde dann die andere Landeshälfte als Siedlungsort wählen. Darauf ließ sich Lot ein und wählte das Jordanland mit Städten wie Sodom und Gomorra. Demzufolge ließ sich Abram mit seinem Gefolge in Kanaan nieder (1. Mose 13).

Ich lerne, Konflikte beinhalten die Möglichkeit sich zu entwickeln. Abram war so großzügig, dass er dem Lot die Entscheidung überließ und er sich dessen Entscheidung unterordnete. Wie wir im weiteren Verlauf der Geschichte sehen, war Lots Entscheidung nicht sonderlich segensreich. Er begab sich unter den Einfluss sehr böser und sündiger Menschen (1. Mose 13:12-13), während Abram in ein Land ging, das ihm und seinen Nachkommen der Herr für immer überlassen wollte (1. Mose 13:15). Interessieren dich Konfliktlösungsstrategien, kannst du z. B. hier nachlesen. Ich bin über den Artikel „If ‘conflict is inevitable’ but ‘contention is a choice,’ what is the difference between the two?“ darauf gekommen, hierüber nachzudenken.

Wie bist du an deine letzte Konfliktlösung herangegangen?

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Ich bin das Licht, das in der Finsternis leuchtet, und die Finsternis erfasst es nicht

9. Dezember 2021, 07:35am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

„Siehe, ich bin Jesus Christus, der Sohn Gottes. Ich bin es, der ich zu den Meinen gekommen bin, und die Meinen haben mich nicht empfangen. Ich bin das Licht, das in der Finsternis leuchtet, und die Finsternis erfasst es nicht.“ (Lehre und Bündnisse 6:21).

Ich bin das Licht, das in der Finsternis leuchtet, und die Finsternis erfasst es nicht. Diese Aussage des Herrn erging an den Propheten der Wiederherstellung Joseph Smith, und auch an Oliver Cowdery im April 1829. Nach einigen Worten an den damaligen Schreiber Josephs bei der Übersetzung des Buches Mormon, Oliver Cowdery, sprach Christus darüber, dass er selber das Licht sei, das in der Finsternis leuchtet, diese es aber nicht erfasst.

Was habe ich darunter zu verstehen? Im Prolog des Johannes-Evangeliums wird diese Aussage erklärt. Hier beschreibt der Apostel Johannes, der Jünger, den Jesus liebte, den `Eintritt des göttlichen Wortes in die Welt´. Er beschreibt Christus als das Wort, durch das alles erschaffen wurde, und das bei Gott war. Er besaß das Leben, welches das `Licht der Menschen´, Erkenntnis, war. Dieses Licht, nämlich Christus, kam in die Welt, aber die Menschen der Welt erkannten ihn nicht und nahmen ihn auch nicht auf (Johannes 1:1-11). Gerade jetzt in dieser Weihnachtszeit erinnern sich Christen aller Welt an dieses Licht, das in die Welt kam, um die Finsternis auszuleuchten. Das Licht wird nachgeahmt durch vielerlei Leuchtmittel, die Tannenbäume, Häuser, und Straßenzüge noch heller als sonst erstrahlen lassen. Aber erkennen wir deshalb das Wort und das Licht, das in die Welt kam, deshalb auch besser? Ich lerne, ich muss mich mit diesem `Licht´, Jesus Christus, das sich der Welt mehrfach persönlich offenbarte, beschäftigen, ich muss das Licht, nämlich Jesus Christus, buchstäblich `erfassen´, wie in dem Bild oben gezeigt, ansonsten bleibt um mich herum weiterhin Finsternis, Unkenntnis bezüglich des Sinns meines Lebens hier auf Erden. Übrigens, in der Joseph-Smith-Übersetzung heißt es im Vers 5: „And the light shineth in the world, and the world perceiveth it not.“ (maschinelle Übersetzung: Und das Licht scheint in der Welt, und die Welt nimmt es nicht wahr). Das ist doch eine klare, verständliche Aussage!

Wie sorgst du in dieser ansonsten finsteren Welt dafür, dass du das `Licht Christi erfasst´?

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Ein Buch der Erinnerung wurde geführt

8. Dezember 2021, 06:36am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Sumerische Keilschrift
(Bild: Quelle)

„und ein Buch der Erinnerung wurde geführt, worin in der Sprache Adams Aufzeichnungen gemacht wurden; denn allen, die Gott anriefen, wurde es gegeben, durch den Geist der Inspiration zu schreiben; 6 und sie lehrten ihre Kinder lesen und schreiben, und sie hatten eine Sprache, die rein und unverdorben war.“ (Köstliche Perle Mose 6:5-6).

Ein Buch der Erinnerung wurde geführt. Diese „Köstliche Perle“, aus der diese Aussage stammt, ist ein Auszug aus der Übersetzung der Bibel, die Joseph Smith auf Geheiß des Herrn in der Zeit von Juni 1830 bis Juli 1833 vornahm (siehe Einleitung zu Lehre und Bündnisse 35 und Abschnitt 73 Kapitelzusammenfassung und Verse:3-4; Lehre und Bündnisse 91:1-3; lies auch „Joseph Smiths Übersetzung der Bibel“). Es wird in diesem Kapitel über die Familie Adams gesprochen, und dass sie ein `Buch der Erinnerung´ geführt hatten und ihre Kinder Lesen und Schreiben lehrten, in einer `reinen und unverdorbenen Sprache´.

In diesem Zusammenhang hat mich natürlich die Frage bewegt, wann lebten eigentlich Adam und Eva. Da gibt es die unterschiedlichsten Auffassungen und Theorien. Neuste wissenschaftliche Untersuchung von DNS-Sequenzen lassen darauf schließen, dass die „Urmutter“ aller heutigen Individuen vor etwa 100.000 bis 200.000 Jahren gelebt haben muss (siehe hier und hier). Andere Untersuchungen kommen darauf, dass es Schrift seit ungefähr 5.000 bis 6.000 Jahren geben soll. Wobei dies eine Entwicklung von Bildmalerei, über Hieroglyphen bis hin zum uns bekannten Alphabet gewesen sein soll (siehe hier). Natürlich ist es für Gläubige immer schön, wenn die Wissenschaft das auf Glauben und Offenbarung beruhende Wort Gottes bestätigt. Und dies trifft auch immer mehr ein. In diesem Zusammenhang von Sprache, Lesen und Schreiben glaube ich zutiefst, dass die von Propheten Gottes wiedergegebenen Worte des Herrn `Wahrheit´ sind. Ich lerne, Adam und Eva hatten natürlich eine Sprache und sie kannten aufgrund Eingebungen Gottes die Möglichkeit diese in Schriftform zu bringen, sodass das Wort Gottes auf diese Art und Weise schriftlich ihren Nachkommen weiter gegeben werden konnte. Fantastisch auch die Kenntnis davon, dass sie noch eine `reine und unverdorbene Sprache´ hatten. Über dies hinaus fühle ich mich auch aufgefordert, ein `Buch der Erinnerungen´ für meine Nachkommen zu schreiben.

Welche Priorität hat es für dich, dein `Buch der Erinnerungen´ zu schreiben?

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