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Glaubensansichten
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Sie fingen an, für sich selbst Kirchen zu errichten, um Gewinn zu erlangen

24. März 2020, 07:08am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Wir erfahren von Mormon weiter: „Und sie fingen an, sich in Klassen zu teilen; und sie fingen an, für sich selbst Kirchen zu errichten, um Gewinn zu erlangen, und fingen an, die wahre Kirche Christi zu leugnen.“ (4. Nephi 1:26).

Sie fingen an, für sich selbst Kirchen zu errichten, um Gewinn zu erlangen. Gerade erst hatte der Herr bei seinem Besuch auf dem amerikanischen Kontinent unter denen, die sich am Tempel im Land Überfluss versammelt hatten, Seine Kirche aufgerichtet, und die Menschen hatten 200 Jahre im Glauben ausgeharrt. Nun errichteten einige eigene Kirchen, und zwar mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, wobei ihnen die Kirche des Herrn natürlich ungelegen war, weshalb sie sie leugneten.

Moroni, der Sohn Mormons, der den Bericht seines Vaters zwischen 400 und 421 n. Chr. zu Ende führt (Mormon 8:1), lässt uns wissen, wie die Menschen u. a. mit Kirchen Geld erlangen wollen. Er sagt uns, dass die Menschen Kirchen errichten werden, in denen Sünden für Geld vergeben werden (Mormon 8:32). Aus dem Mittelalter kennen wir den Ausspruch, mit dem Johann Tetzel Sünder veranlasste, sich freizukaufen: "Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!" Sogar Verstorbene konnte man in dieser Weise `freikaufen´. Martin Luther war es, dem dieser `Ablasshandel´ total gegen den Strich ging. Wir wissen natürlich, dass die Vergebung unserer Sünden allein durch Umkehr, mittels des Sühnopfers Jesu, verwirklicht werden kann. Folgende Schritte sind dazu notwendig: Glauben an Jesus Christus, Umkehr von seinem Fehlverhalten (Erkennen, Bekennen, um Vergebung bitten, Wiedergutmachen soweit uns möglich, nicht wieder tun), Taufe, Empfang des Heiligen Geistes, und in diesem Tun Ausharren bis ans Ende (Glaubensartikel 1:3-4). Jeden Tag bemühe ich mich aufs Neue, dieses Geschenk des Herrn zu würdigen, indem ich bemüht bin so zu leben, dass ich Anspruch haben kann auf die Barmherzigkeit (Alma 12:34).

Wenn du an den Ablasshandel für Verstorbene denkst, wie können wir ihnen tatsächlich helfen, Vergebung ihrer Sünden zu erlangen?

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Von der Zeit an hatten sie ihre Güter und ihre Habe untereinander nicht mehr gemeinsam

23. März 2020, 06:29am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der Kreislauf von Rechtschaffenheit und Schlechtigkeit
(Bild: Quelle)

Durch Mormon wissen wir, dass zwei Generationen seit dem Besuch des Heilandes bei den Nephiten vergangen waren, und dass sich das Volk stark vermehrt hatte und reich geworden war (4. Nephi 1:21-23). „Und nun, in diesem zweihundertersten Jahr fing es an, dass es unter ihm welche gab, die im Stolz überheblich wurden, sodass sie kostbare Gewänder und allerart feine Perlen und feine Dinge der Welt trugen. 25  Und von der Zeit an hatten sie ihre Güter und ihre Habe untereinander nicht mehr gemeinsam.“ (4. Nephi 1:24-25).

Von der Zeit an hatten sie ihre Güter und ihre Habe untereinander nicht mehr gemeinsam. Zweihundert Jahre sind in Frieden und Einigkeit vergangen, aber nun fangen einige wieder an, ihren Reichtum mehr zu schätzen als die Einigkeit mit dem Herrn. Sie wandten sich wieder dem Weltlichen zu, wurden in ihrem Stolz überheblich. Die natürliche Folge eines solchen Verhaltens, sie scherten aus der `Vereinigten Ordnung´ aus. Schon im Neuen Testament lesen wir von dieser Ordnung (Apostelgeschichte 2:44).

Wir erleben ein solches Verhalten immer wieder, sowohl in der Geschichte des Volkes Nephi, als auch ansonsten in der Welt. Die Menschheit durchläuft immer wieder den selben Kreislauf: Rechtschaffenheit, Wohlstand, Reichtum, Stolz, Schlechtigkeit und Vernichtung; darauf folgt wieder Demut und der Kreislauf beginnt von vorne. Mit diesem Ausscheren entstanden wieder Klassenunterschiede. Es gab wieder Reich und Arm. Die Reichen hielten sich wieder für etwas Besseres und unterdrückten wieder diejenigen, die nicht so viele weltliche Güter hatten (4. Nephi 1:3). Ich versuche meine Bündnisse mit dem Herrn in diesem Punkt in der Weise zu erfüllen, dass ich von meiner Habe großzügig über eine monatliche Spende an die Kirche, denen zukommen lasse, die unverschuldet in Not geraten sind. Nachdem in unseren Tagen das `Gesetz der Weihung´ in Form einer `Vereinigten Ordnung´ schon mal eingeführt war, die Menschen aber auch noch nicht bereit waren, es so zu leben, wie der Herr es vorgesehen hatte, gibt es stattdessen das Fastopfer, die Spenden für den Wohlfahrtsfonds und den Zehnten (mehr siehe hier).

Wie fühlst du dich, wenn wohlhabendere verächtlich auf dich herabschauen? Das ist heutzutage sicherlich bei Schulkindern ein sehr großes Problem.

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Darum gab es allmählich wieder Lamaniten im Land

22. März 2020, 07:00am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Nachdem Nephi gestorben war, führte dessen Sohn Amos den Bericht weiter (4. Nephi 1:19): „Und er führte ihn vierundachtzig Jahre lang, und es war noch immer Friede im Land, außer dass es einige wenige im Volk gab, die sich gegen die Kirche aufgelehnt und den Namen Lamaniten auf sich genommen hatten; darum gab es allmählich wieder Lamaniten im Land.“ (4. Nephi 1:20).

Darum gab es allmählich wieder Lamaniten im Land. Jetzt hatten die Menschen in Amerika, die den Besuch des Heilandes erlebten, einhundertundzehn Jahre Frieden und Eintracht. Warum spalteten sie sich nun wieder und bildeten nach und nach zwei Gruppen?

Offensichtlich waren einige nicht mehr mit ganzem Herzen überzeugt, den `schmalen und geraden Pfad zu gehen. Sie wollten sich von den anderen abheben, lehnten sich gegen die Kirche des Herrn auf, gaben die großartigen Vorzüge der Einigkeit auf, und nannten sich wieder Lamaniten. Solcherlei Bestrebungen kommen auf, wenn man meint, man sei etwas Besseres als die anderen und darüber Stolz wird. Diese Menschen wollen anders sein und sehnen sich nach Aufmerksamkeit. Diejenigen meinen, sie haben immer recht, auch wenn es nicht so ist. Ich bin bemüht, nicht nach Aufmerksamkeit zu streben, auch andere Meinungen gelten zu lassen und zu überprüfen, ob sie die richtigen sind, und ich meine überdenken muss. Ich bemühe mich, demütig zu sein, und um geistige Führung zu bitten. Sollte ich doch recht haben, werde ich dies nicht öffentlichkeitswirksam mitteilen.

Wie gehst du vor, wenn du merkst, dass jemand aus der göttlichen Einigkeit auszuscheren droht?

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Der Herr segnete sie in allem, was sie taten

21. März 2020, 07:09am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der Herr segnete die Menschen in allem, was sie taten
(Bild: Quelle)

Von Mormon erfahren wir, wie es mit dem Volk des Herrn in Amerika, nach seinem Besuch dort, weiter ging: „Und wie gesegnet waren sie! Denn der Herr segnete sie in allem, was sie taten; ja, sie wurden gesegnet, und es erging ihnen wohl, selbst bis einhundertzehn Jahre vergangen waren; und die erste Generation seit Christus war vergangen, und es gab im ganzen Land keinen Streit.“ (4. Nephi 1:18).

Der Herr segnete sie in allem, was sie taten. Wer würde Segnungen durch den Herrn in all seinem Tun verweigern? In all seinem Tun?

Einhundertundzehn Jahre hatten sie nun schon keinen Streit mehr untereinander und sie wurden in ihrem Tun vom Herrn gesegnet. In allem Tun? Ja, das sagt uns jedenfalls Mormon. Das ist auch ganz verständlich. Sie hatten ja keinen Streit, was soviel bedeutet, dass sie die Gebote Gottes hielten und somit nichts Unrechtes taten. Tue ich nur Gutes, wird mich der Herr auch in all meinem Handeln segnen. Wie wunderbar das doch ist! Ich bemühe mich tagtäglich immer mehr die Gebote des Herrn zu halten, bis ich eines Tages alle Gebote, die der Herr gegeben hat, und die Bündnisse, die ich eingehen durfte, halte, und der Herr auch mich in `allem Tun´ segnen kann. Wie kann ich das erreichen? Indem ich hart daran arbeite, das wichtigste Gebot und das, welches ihm gleich ist, zu halten: Gott zu lieben und meinen Nächsten (Matthäus 22:34-40).

Wann hast du das letzte Mal verspürt, dass der Herr dein Tun gesegnet hat, und worum handelte es sich dabei?

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Es gab weder Räuber noch Mörder noch gab es Lamaniten noch sonst irgendwelche -iten

20. März 2020, 06:23am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Von Mormon, der die Berichte seiner Vorfahren zusammenfasst, erfahren wir, wie es bei dem Volk des Herrn, nach seinem Erscheinen zuging: „Es gab weder Räuber noch Mörder noch gab es Lamaniten noch sonst irgendwelche -iten; sondern alle waren eins, die Kinder Christi und Erben des Reiches Gottes.“ (4. Nephi 1:17).

Es gab weder Räuber noch Mörder noch gab es Lamaniten noch sonst irgendwelche -iten. Welch eine wunderbare Zeit sie doch durchlebten, die Menschen nach dem Besuch des Heilandes, bei ihnen im Land des Überflusses in Amerika, nach seiner Auferstehung (3. Nephi 11:1,7). Wie wünschenswert, eine solche Zeit auch heute unter uns haben zu können. Aber leider gibt es unter uns überall Räuber, Mörder und -iten, und -isten jeglicher Art, die `eins´ sind mit dem Widersacher, um das Gute unter und in uns zu zerstören.

In dem Roman von Gerhard Treichel „Magdalenas Schicksal in Stalins Gulag“ lese ich etwas mir, und vielleicht auch einigen von euch, sehr Bekanntes. Stalin lag erkrankt darnieder und als die Turmuhr Mitternacht schlug, öffnete Stalin seine Augen und sah eine Gestalt aus der Ecke des Zimmers auf sich zukommen. Auf seine Frage „Wer bist du?“, antwortete diese „Ich bin Luzifer. Du hast mich gerufen, was ist dein Begehr?“ Stalin weist Luzifer an, den Vorhang etwas zu öffnen und sich neben ihn zu setzen. Luzifer erzählt ihm dann, dass er im Traum um Hilfe gebeten hatte, Lenin zu beseitigen. Luzifer eröffnet Stalin, dass er seine Gedanken kennt und weiß, was sein Begehren ist, dass er Priester werden wollte, dann aber auf die andere Seite wechselte. Er sagt ihm, dass die Botschaft von Christus das größte Ärgernis sei, Liebe, Liebe am Nächsten, das darf doch nicht wahr sein. „… wohin geriete die Welt, wenn es keinen Unfrieden und Kriege zwischen den Menschen gäbe. Keinen Neid und keine Gier.“ Luzifer meint, dass er schon verhindern wolle, dass die Liebe siegt. Auf Luzifers Frage, was Stalin nun wolle, antwortete dieser: „… Macht, Macht und nochmals Macht. Der Macht opfere ich meine Seele, mein Leben …“. Luzifer schlägt ihm nun einen Pakt vor. Er würde dafür sorgen, dass er ein mächtiger Herrscher Russlands werden würde. Stalin willigt ein und fragt, was seine Gegenleistung sein solle. „Seelen, nichts weiter als die Seelen der Menschen, das Höllenreich schon auf Erden errichten.“ Stalin sagt: „Gut, abgemacht, es gilt, mit meinem Blut will ich den Vertrag unterschreiben.“ Luzifer frohlockt: „… endlich beginnt, was wir uns seit zweitausend Jahren wünschen. Angst und Schrecken soll die Erde regieren.“ (Hervorhebung durch fette Schrift von mir. Aus dem Kapitel „Pakt mit Luzifer“, Seite 132 bis 137; nachzulesen in der Leseprobe hier).

In der Kirche des Herrn gibt es soviel unterschiedliche Rassen und Traditionen, sogar in einer Gemeinde. Was kannst du dazu beitragen, dass es keine `-iten´ gibt, sondern alle `eins sind im Glauben´ (Epheser 4:13)?

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Gewiss konnte es kein glücklicheres Volk unter allem Volk geben

19. März 2020, 06:25am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Erklärend berichtet Mormon, dass es wegen der Gottesliebe keinen Streit unter dem Volk gab (4. Nephi 1:15) und weiter erfahren wir: „Und es gab weder Neid noch Streit noch Aufruhr noch Hurerei noch Lüge noch Mord noch irgendeine Art von Ausschweifungen; und gewiss konnte es kein glücklicheres Volk unter allem Volk geben, was von der Hand Gottes erschaffen worden war.“ (4. Nephi 1:16).

Gewiss konnte es kein glücklicheres Volk unter allem Volk geben. Welch ein wunderbarer Zustand, der unter dem Volk Nephi herrschte.

Wenn wir einen solchen Zustand erleben wollen, was müssen wir dann tun? Wie wir ihn nicht erlangen, sagt uns Franziskus, ein argentinischer Chemietechniker, Philosoph und Theologe (*1936): „Das eigene Glück darin zu suchen, materielle Dinge zu besitzen, ist ein sicherer Weg, um nicht glücklich zu sein.“ Wir müssen also wie die Nephiten, direkt nach dem Besuch von Jesus Christus, ein rechtschaffenes Leben führen. Wie wir von Nephi erfahren, ist der Zweck des irdischen Lebens, dass wir Freude – ein Zustand des Glücklichseins – haben können (2. Nephi 2:25). Und durch Christus können wir sogar `eine Fülle der Freude´ erlangen (Johannes 15:11; ) und zwar nachdem wir auferstanden sind (Lehre und Bündnisse 93:33-34), also noch nicht auf dieser Erde (Lehre und Bündnisse 101:36). Deshalb brauche ich mich auch nicht, wenn ich mich mit allen mir zur Verfügung stehenden Kräften bemühe, ein rechtschaffenes Leben zu führen, vor dem Tod zu fürchten.

Was unternimmst du, um ein glückliches Leben zu haben?

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Die Jünger Jesu, die er erwählt hatte, waren alle ins Paradies Gottes gegangen

18. März 2020, 06:50am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Zwischen seinem Tod und seiner Auferstehung ging der Erretter in die Geisterwelt, um das Errettungswerk bei den Verstorbenen zu beginnen
(Bild: Quelle)

Mormon berichtet: „Und es begab sich: Das einundsiebzigste Jahr verging und auch das zweiundsiebzigste Jahr, ja, und kurzum, bis das neunundsiebzigste Jahr vergangen war; ja, sogar einhundert Jahre waren vergangen, und die Jünger Jesu, die er erwählt hatte, waren alle ins Paradies Gottes gegangen, außer die drei, die verweilen sollten; und es wurden andere Jünger an ihrer statt ordiniert; und auch viele von jener Generation waren vergangen.“ (4. Nephi 1:14).

Die Jünger Jesu, die er erwählt hatte, waren alle ins Paradies Gottes gegangen. Welche Vorstellung hast du vom `Paradies´, was und wo ist es? Zum einen sprechen wir häufig darüber, dass Adam und Eva im Paradies lebten, das wir in der Bibel als den `Garten von Eden´ kennen (Genesis 2:15), und nach ihrem `Fall´ (Genesis 3:6) von dort auf die `einsame und öde Welt´ verbannt wurden (Genesis 3:23). Im Neuen Testament lesen wir, dass Jesus zu einem der Verbrecher, die rechts und links neben ihm am Kreuze hingen, sagte, dass er heute noch mit ihm im Paradies sein würde (Lukas 23:43). Des Weiteren wird uns berichtet, dass dort, außer dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, auch der Baum des Lebens steht (Offenbarung 2:7; Genesis 3:24).

Wir wissen, dass Christus durch seine Auferstehung die Auferstehung für alle Menschen (1. Korinther 15:13) zustande gebracht hat. Nach der Auferstehung kommt das Gericht (Johannes 5:29), in dem festgestellt wird, in welchem Reich wir aufgrund unserer irdischen Taten für immer wohnen dürfen (Johannes 14:2). Nun gibt es aber einen Zeitraum zwischen Auferstehung und Gericht (Alma 40:6,9). Wo bleiben die Geister der Verstorbenen in diesem Zeitraum? Die Rechtschaffenen von ihnen gehen in das Paradies, dem einen Teil der `Geisterwelt´ (2. Nephi 9:13), die anderen müssen im `Gefängnis´ warten, dem zweiten Teil der Geisterwelt, auch `Hölle´genannt (2. Nephi 9:12. Das Paradies ist also ein Ort des `Glücklichseins´, in dem die Geister der Verstorbenen, die auf Erden rechtschaffen gelebt haben, auf das Gericht und die Auferstehung warten. Sie werden dort nicht vor sich hin dösen, sondern u. a. Missionsarbeit unter jenen tun, die sich im Gefängnis befinden (1. Petrus 4:6; Lehre und Bündnisse 138:36-37).

Was kommt dir in den Sinn, wenn du den Begriff Paradies hörst?

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Es gab unter allem Volk im ganzen Land keinen Streit

17. März 2020, 06:18am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Mormon berichtet über die Zustände beim Volk Nephi, nachdem der Herr wieder von ihnen gegangen war: „Und es begab sich: Es gab unter allem Volk im ganzen Land keinen Streit; vielmehr wurden mächtige Wundertaten unter den Jüngern Jesu vollbracht.“ (4. Nephi 1:13).

Es gab unter allem Volk im ganzen Land keinen Streit. Wenn es keinen Streit unter ihnen gab, muss ja die Grundlage für einen solchen gefehlt haben. Rahmenbedingungen für Streit sind oftmals Interessenkonflikte zwischen Einzelnen, oder Gruppierungen oder Rivalitäten.

Ich denke an die Begebenheit, in der es zwischen den beiden Brüdern Abram und Lot knisterte. Beide hatten eine große Tierherde und an dem Ort, wo sie sich niederlassen wollten, gab es für beide Herden nicht genügend Weidegrund und „… So entstand Streit zwischen den Hirten der Herde Abrams und den Hirten der Herde Lots; …“ (Genesis 13:7). Abram versuchte den Streit zu schlichten, indem er Lot vorschlug, dass einer von beiden das Land zur Linken in Besitz nehmen könne und der andere die rechte Seite (Genesis 13:9). Lot wählte die Gegend östlich des Jordan und Abram ließ sich im Land Kanaan nieder. Die Folge dieser Einigung: Der Herr versprach Abram „Das ganze Land nämlich, das du siehst, will ich dir und deinen Nachkommen für immer geben.“ (Genesis 13:15). Ich lerne, dass es sich auszahlt, wenn man, anstatt Streit zu schüren, ihn versucht zu schlichten (2. Samuel 14:6; Matthäus 5:9) oder erst gar nicht aufkommen zu lassen. Streit zwischen Mitgliedern in der Kirche des Herrn oder in Familien ist etwas, was dem Herrn missfällt (Titus 3:9). Gottesliebe muss in meinem Herzen vorherrschen, dann wird es keinen Streit untereinander geben (4. Nephi 1:15; Sprüche 10:12; 15:18).

Wie reagierst du, wenn du auf einen zänkischen Menschen triffst (Sprüche 26:21)?

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Sie wandelten nicht mehr nach den Verrichtungen und Verordnungen des Gesetzes des Mose

16. März 2020, 06:18am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die Nephiten bauten neue Städte anstelle der alten, die zerstört worden waren
(Bild: Quelle)

Mormon lässt uns in den Versen sechs bis elf wissen, dass das Volk unter dem Segen des Herrn gedieh, Städte wieder aufbaute, sich überaus schnell mehrte und anmutig wurde (4. Nephi 1:6-11) und teilt uns dann mit: „Und sie wandelten nicht mehr nach den Verrichtungen und Verordnungen des Gesetzes des Mose, sondern sie wandelten nach den Geboten, die sie von ihrem Herrn und ihrem Gott empfangen hatten, und sie fuhren fort, zu fasten und zu beten und sich oft zu versammeln, um zu beten und auch, um das Wort des Herrn zu hören.“ (4. Nephi 1:12).

Sie wandelten nicht mehr nach den Verrichtungen und Verordnungen des Gesetzes des Mose. Das Gesetz des Mose wurde Mose vom Herrn gegeben, nachdem das Volk Israel nicht bereit war, das höhere Gesetz des Herrn zu befolgen. In diesem Zusammenhang wurde ihnen das höhere Priestertum entzogen und die Gesetze, die durch das Aaronische Priesterum, welches ein vorbereitendes Priestertum ist, waren `fleischliche Gebote´ (Joseph Shmith Übersetzung Exodus 34:1-2). Es bestand aus einer Vielzahl von Grundsätzen, Regeln, Zeremonien, Ritualen und Symbolen, die das Volk an seine Pflichten und Aufgaben erinnern sollten, und umfasste „ein Gesetz moralischer, ethischer, religiöser und zeitlicher Gebote und Verrichtungen – einschließlich Opfergaben (Levtitikus 1–7) – die es an Gott und seine Pflicht ihm gegenüber erinnern sollte (Mosia 13:30)“. Dazu gehörten Glaube, Umkehr, Taufe im Wasser zur Vergebung der Sünden, wie auch die zehn Gebote. Nachdem das Sühnopfer Jesu vollbracht worden war, waren zeremonielle Gesetze zu einem wesentlichen Teil erfüllt, und die Opfer durch Blutvergießen sollten nicht mehr erbracht werden (Alma 14:13-14).

Nun lebten sie nach den Geboten, die ihnen der Herr, bei seinem Aufenthalt unter ihnen, selber gegeben hatte, und sie kamen oft zusammen, um sich am Wort des Herrn zu erfreuen. Gleiches ist uns heute noch ein Vorbild. Auch wir leben nach diesem Gesetz, das der Herr ihnen, sowie den Juden in Jerusalem gegeben hat. Auch wir versammeln uns in der lebendigen Kirche des Herrn oft, um sein Wort zu erlernen und zu erfahren, wie wir es in unserem täglichen Leben umsetzen und richtig anwenden können. Ich bin dem Herrn von Herzen dankbar für diese Möglichkeit, die er uns gibt, in unsere Aufgaben hineinzuwachsen, damit es auch uns überaus wohl gehen mag im Land (4. Nephi 1:7).

Worauf führst du dieses Gedeihen der Nephiten, zu dieser Zeit nach dem Besuch des Herrn bei ihnen, zurück?

NS: Gerade durchleben wir eine herausfordernde Zeit mit der weltweiten Verbreitung des Coronavirus. Im Zusammenhang mit „… sich oft zu versammeln …“ hat die Kirche alle Zusammenkünfte bis auf Weiteres ausgesetzt und ihre Mitglieder aufgefordert, diese in ihrer Familie, ggf. auch alleine, in ihren Heimen durchzuführen (siehe hier).

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Es wurden große und wunderbare Werke von den Jüngern Jesu vollbracht

15. März 2020, 07:30am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Mormon berichtet, dass ein weiteres Jahr in Frieden verging (4. Nephi 1:4), „Und es wurden große und wunderbare Werke von den Jüngern Jesu vollbracht; ja, sie heilten die Kranken und erweckten die Toten auf und machten, dass die Lahmen gingen und die Blinden ihr Augenlicht empfingen und die Tauben hörten; und allerart Wundertaten vollbrachten sie unter den Menschenkindern; und in nichts bewirkten sie Wundertaten, außer allein im Namen Jesu.“ (4. Nephi 1:5).

Es wurden große und wunderbare Werke von den Jüngern Jesu vollbracht. Zu diesen großen und wunderbaren Werken der vom Herrn berufenen Priestertumsträger gehörten Krankenheilungen, die Erweckung Toter, Lahme wurden gehend, Blinde sehend und Taube hörend.

Der Herr hat Seinen Dienern einen Teil Seiner Macht übertragen, um zum Wohl der Menschheit zu dienen, Gutes zu tun, denn Er ist seit jeher der Herr, unser aller Arzt (Exodus 15:26). Zu Ihm und zu Seinen berufenen Dienern (Matthäus 10:1) können wir kommen, wenn wir Glauben haben (Alma 15:8), um uns sowohl körperlich, als auch geistig heilen zu lassen. Das ist in der Kirche des Herrn heute nicht anders, ausgenommen, unsere Erdenzeit wäre abgelaufen (Lehre und Bündnisse 42:48). Diese Wundertaten, die unter den Nephiten gewirkt wurden, werden auch heute im Namen Jesu gewirkt (Lehre und Bündnisse 84:65-72).

Wann hast du welche Wundertat, die im Namen Jesu gewirkt wurde, schon erlebt?

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