Overblog Alle Blogs Top-Blogs Religion & Glauben
Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Glaubensansichten

Bringt Werke der Rechtschaffenheit hervor, so werdet ihr nicht umgehauen und ins Feuer geworfen werden

2. September 2016, 05:29am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere gibt an das Volk der Kirche weiter, wozu der Herr uns Menschen auffordert: „ja, kommt her zu mir und bringt Werke der Rechtschaffenheit hervor, so werdet ihr nicht umgehauen und ins Feuer geworfen werden—36  denn siehe, die Zeit ist nahe, da alle, die keine gute Frucht hervorbringen, oder alle, die nicht die Werke der Rechtschaffenheit tun, eben die werden Ursache haben, zu klagen und zu trauern.“ (Alma 5:35-36).

  • Werke - Frucht hervorbringen
    Die Handlungen eines Menschen sind seine Werke. Die Ergebnisse seiner Werke sind Früchte, die er hervorbringt. Den Charakter eines Menschen erkennt man an seinen Werken (Moroni 7:5).
  • Rechtschaffenheit
    drück sich dadurch aus, dass Menschen nach Gottes Geboten leben, Sünde meiden und dies voller Eifer und freiwillig (Lehre und Bündnisse 58:27).
  • Umgehauen und ins Feuer geworfen werden
    So wie in einer Prüfung unsere erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten abgefragt und beurteilt werden, werden auch die Früchte, die wir in unserem Erdendasein hervorgebracht haben, vom Herrn am Tag des Gerichts beurteilt werden (Alma 41:3-4). Aber schon vorher, bevor Christus seine Regentschaft auf Erden antreten wird, muss die Erde von allem Übel gereinigt werden. Sollte die Qualität der Früchte nicht den Anforderungen des Herrn entsprechen, werden diejenigen von der Erde entfernt werden (Matthäus 3:10), wenn es sein muss, mit Feuer (2. Nephi 30:10).

Bringt Werke der Rechtschaffenheit hervor, so werdet ihr nicht umgehauen und ins Feuer geworfen werden. Hierin gibt uns der Herr den lebensrettenden Rat: Werke der Rechtschaffenheit hervorzubringen. Da ich ungerne „umgehauen und ins Feuer geworfen werden“ möchte, will ich gerne freiwillig diesen Rat beherzigen. Nachdem ich aber auch noch viele schlechte Früchte hervorbringe, muss ich ständig Umkehr üben, um Vergebung bitten und das Sühnopfer Jesu annehmen (Johannes 1:7). Welche Gedanken kommen dir bei diesem Rat des Herrn in den Sinn?

verbrennenDie Rechtschaffenen wird der Herr vor dem Verbrennen bewahren
(Bild: QuelleHelaman 5:22,23)

Kommentare anzeigen

Kommt her zu mir, und ihr werdet von der Frucht des Baumes des Lebens essen

1. September 2016, 05:49am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere sagt dem Volk der Kirche von Christus: „Siehe, er lädt alle Menschen ein, denn die Arme der Barmherzigkeit sind ihnen entgegengestreckt, und er spricht: Kehrt um, und ich werde euch empfangen. 34  Ja, er spricht: Kommt her zu mir, und ihr werdet von der Frucht des Baumes des Lebens essen; ja, ihr werdet uneingeschränkt essen und trinken vom Brot und von den Wassern des Lebens;“ (Alma 5:33-34).

Stell dir vor, du kehrst von einer langen Reise zurück nach Hause. Wie wirst du dich freuen über entgegengestreckte Arme, die dich in überschwänglicher Liebe und sehnsüchtiger Erwartung empfangen? Jede von seiner Mission zurückkehrende Person kann das wohl sehr gut nachempfinden. Wir alle sind hier auf Erden auf solch einer Reise. Wir haben unsere himmlischen Eltern mit ihrem Sohn, unserem Bruder, in unserer himmlischen Heimat zurückgelassen. Sie laden uns auf dieser Reise durchs Erdenleben ständig ein: „Kommt her zu mir ...“. Und wenn wir diesem Ruf folgen, werden wir eines Tages in diese ausgestreckten arme heimkehren.

Kommt her zu mir, und ihr werdet von der Frucht des Baumes des Lebens essen. Wenn wir uns vom Plan der Erlösung leiten lassen, sind wir auf dem Weg, der uns zu Christus führt. Um von ihm empfangen zu werden, müssen wir aber auch noch von der `Frucht des Baumes des Lebens´ genießen (1. Nephi 8). Diese Frucht stellt die größte aller Gaben Gottes dar (1. Nephi 15:36). Und die größte aller Gaben Gottes ist die der Errettung in sein Reich (Lehre und Bündnisse 6:13), ewiges Leben in seiner Gegenwart zu erhalten (Römer 6:23Lehre und Bündnisse 14:7).

Die Früchte des Baumes des Lebens, von denen wir zu essen eingeladen sind, sind die Segnungen, die aus dem Sühnopfer Jesu erwachsen. Von diesen Früchten zu essen, bedeutet, dass wir die Bündnisse, die der Herr für uns auf Erden bereithält, die Taufe, das Priestertum und ewige Bündnisse, die wir im Tempel schließen, eingehen und bis ans Ende halten (2. Nephi 31:20). Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf Apostel erklärt: „Die Frucht des Baumes ist ein Symbol für die Segnungen aus dem Sühnopfer. Der Verzehr der Frucht des Baumes stellt den Empfang heiliger Handlungen und Bündnisse dar, wodurch das Sühnopfer für uns voll und ganz wirksam werden kann.“ (lies hier nach). Wie nutzt du das Angebot dieser Früchte des Baumes des Lebens?

fruchtDie Frucht ist das unbegrenzte Sühnopfer Christi
(Bild: Quelle)

Kommentare anzeigen

Gibt es jemanden unter euch, der seinen Bruder verspottet oder Verfolgungen auf ihn häuft?

31. August 2016, 04:56am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere fragt das Volk der Kirche: „... Gibt es jemanden unter euch, der seinen Bruder verspottet oder Verfolgungen auf ihn häuft?“ (Alma 5:30).

  • Verspottung
    Sicherlich hast du es in deinem Leben auch schon zur Genüge erlebt, dass besondere persönliche Eigenschaften eines Menschen, z. B. Kleinwüchsigkeit, Schielen, auffälliger Name ..., als Anlass genommen wurden, sich über diese Auffälligkeit lustig zu machen, ihn mit `Hohn und Spott´ zu überschütten, sarkastische Bemerkungen abzugeben. Die Beteiligten haben dann lachend noch etwas draufgesetzt. Jeder hat dabei seinen Spaß, nur nicht der so lächerlich gemachte.
  • Verfolgung
    Verfolgung auf jemanden laden ist heute schon in der Schule gang und gäbe. Insbesondere mittels sozialer Medien ist das ein Kinderspiel, allerdings mit unwahrscheinlicher Breitenwirkung und nicht auslöschbaren Folgen. Jemanden in der Öffentlichkeit schikanieren, gegen ihn intrigieren oder ihn terrorisieren wird Mobbing genannt.

Gibt es jemanden unter euch, der seinen Bruder verspottet oder Verfolgungen auf ihn häuft? Ein solches Handeln erfolgt meist mit der Absicht, jemandem wehzutun, ihn zu schädigen, ihn auszugrenzen. Doch in der Schrift werde ich dazu aufgefordert solcherlei Böses zu unterlassen (1. Petrus 3:10-11). In neuzeitlicher Offenbarung fordert der Herr Priestertumsträger dazu auf, sich darum zu kümmern, „... dass es in der Kirche kein Übeltun gibt, auch keine Härte gegeneinander, weder Lügen noch Verleumden, noch üble Nachrede,“ (Lehre und Bündnisse 20:54). Mit zunehmender Erfahrung habe ich gelernt, wie wichtig es ist, auch hierin díe Weisungen des Herrn durch die Propheten zu beachten (Alma 5:31-32). Wie gehst du mit Spott und Verfolgung um?

verfolgungDie Nephiten jagten Samuel aus der Stadt
(Helaman 13:2; Bild: Quelle Seite 111)

Kommentare anzeigen

Gibt es jemanden unter euch, der den Neid nicht abgelegt hat?

31. August 2016, 04:00am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Eine weitere Frage von Alma dem Jüngeren: „Siehe, ich sage: Gibt es jemanden unter euch, der den Neid nicht abgelegt hat? Ich sage euch, so jemand ist nicht bereit; und ich möchte, dass er sich schnell bereitmacht, denn die Stunde ist sehr nahe, und er weiß nicht, wann die Zeit kommen wird; denn so jemand wird nicht schuldlos befunden.“ (Alma 5:29).

Ist es dir schon mal passiert, dass du bei jemand anderem ein Gut gesehen hast, das du nicht hast, aber auch sehr gerne hättest? Dieses Gefühl, das dabei bei dir aufkommt, nennt man Neid (konstruktiver Neid). Genauso gut kann es aber auch sein, dass du stattdessen demjenigen etwas Schlechtes wünschst, dass er dieses Gut verliert oder ihm etwas anderes Ungutes zustößt (destruktiver Neid, Missgunst). Letzterer Neid gilt auf jeden Fall als moralisch verwerflich.

In der Heiligen Schrift wird Neid als ungute Empfindung verstanden. Da gab es z. B. die Brüder Josephs, die ihm die durch Gott vorgesehene Führerrolle in ihrem Leben neideten - und das als ihr jüngerer Bruder (Genesis 37:11). Was war die Folge? Sie wollten ihn töten (Genesis 37:20). Nur durch die Intervention ihres Bruders Ruben ließ sie von diesem Mord Abstand nehmen und verkauften ihn nach Ägypten (Genesis 37:28).

Gibt es jemanden unter euch, der den Neid nicht abgelegt hat? Ich fühle mich durch das Wort Gottes aufgefordert erst gar keinen Neid in mir aufkommen zu lassen, denn Neid führt zu „Unordnung und böse Taten jeder Art.“ (Jakobus 3:16), was eindeutig dazu führen wird, dass ich von Gott nicht schuldlos befunden werden kann. Was machst du, wenn ein solches Empfinden in dir hochkommt?

neidGemälde von Ted Henninger: Joseph wird nach Ägypten verkauft
(Bild: Quelle)

Kommentare anzeigen

Habt ihr den Stolz abgelegt?

30. August 2016, 04:00am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere fragt: „Siehe, habt ihr den Stolz abgelegt? Ich sage euch, wenn dies nicht so ist, dann seid ihr nicht bereit, Gott zu begegnen. Siehe, ihr müsst euch schnell bereitmachen; denn das Himmelreich ist bald nahe, und so jemand hat nicht ewiges Leben.“ (Alma 5:28).

Ist es in Ordnung, stolz darauf zu sein, eine schwere Prüfung erfolgreich abgelegt zu haben, oder etwas Außerordentliches für die Allgemeinheit erreicht zu haben, ...? Wenn ich aus meiner Sicht in irgendeiner Angelegenheit erfolgreich war, stellt sich eine große innere Zufriedenheit ein. Diese Zufriedenheit kann aus meinem Verständnis heraus ausufern in Stolz: „Ich habe aus eigener Kraft etwas Außergewöhnliches geschafft!“ Hierbei lasse ich denjenigen außer Acht, der mir die Möglichkeit zu diesem Erfolg überhaupt erst eröffnet hat: Gott, meinen Schöpfer.

Entwickelt sich mein Empfinden in diese Richtung, wird meine Demut gegenüber dem, der mir Erfolg überhaupt erst ermöglicht, immer mehr abnehmen. Ich werde überheblich (Helaman 12:4-5), es wird mir immer schwererfallen, von ihm Belehrung anzunehmen. Ich werde meine Mitmenschen mehr und mehr gering schätzen. Ich werde eingebildet und hochmütig (Deuteronomium 8:14). Und bekanntlich kommt `Hochmut vor dem Fall´ (Sprichwörter 16:18).

Habt ihr den Stolz abgelegt? Um ewiges Leben in der Gegenwart unserer himmlischen Familie erlangen zu können, muss ich belehrbar bleiben, darf mich nicht auf den Arm meines Fleisches verlassen (2. Nephi 4:34), ansonsten bin ich verlassen, denn auf mich allein gestellt, kann ich nichts erreichen. Gerne will ich den auch wieder in unserer Zeit bestätigten Ratschlag des Herrn befolgen: „... hütet euch vor dem Stolz ...“ (Lehre und Bündnisse 38:39). Wie gehst du mit diesem besonderen Gefühl der Zufriedenheit um?

stolz(Bild: Quelle)

Kommentare anzeigen

Wenn jetzt der Ruf an euch erginge zu sterben

28. August 2016, 06:38am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Weiter stellt Alma der Ältere folgende Fragen: „Seid ihr so gewandelt, dass ihr euch vor Gott untadelig gehalten habt? Könntet ihr, wenn jetzt der Ruf an euch erginge zu sterben, in eurem Innern sagen, ihr seiet genug demütig gewesen? Eure Kleider seien durch das Blut Christi, der kommen wird, um sein Volk von ihren Sünden zu erlösen, gesäubert und weiß gemacht worden?“ (Alma 5:27).

  • Untadelig
    Ein untadeliges Verhalten ist ein Verhalten, an dem es nichts zu kritisieren gibt. Der Untadelige hat gegen keine Regel, kein Gebot, keine Anforderung verstoßen. Habe ich mich in meinem Leben so verhalten, dass ich untadelig vor meinem Richter stehen kann? In vielen Dingen sicherlich noch nicht, und ob ich es bis zu dem Tag der Tage schaffen werde? Aber ich denke, es ist wichtig, dass ich mit allen meinen Kräften daran arbeite, Tag für Tag bis an mein Lebensende. Und dann, wenn ich zumindest auf alles Ungöttliche verzichtet habe und Gott liebe, habe ich die Hoffnung, dass ich durch dessen Gnade in Christus vollkommen gemacht werden kann (Moroni 10:32).
  • Genug demütig
    Oft demütige ich mich nicht genügend, werde dann aber durch die Liebe des Herrn dazu gebracht, (Deuteronomium 8:2Ether 12:27).

Wenn jetzt der Ruf an euch erginge zu sterben. Diese Frage behalte ich im Hinterkopf, reflektiere stets mein Handeln und Reden, um festzustellen, wo ich unbedingt noch an meiner Entwicklung arbeiten muss, wo ich noch nicht `untadelig´ bin. Hierbei ist es sehr hilfreich, wenn ich mich demütige, denn dadurch öffne ich mich für Belehrungen durch den Geist des Herrn. Wie bereitest du dich auf diesen Ruf zu sterben vor?

wenn jetzt der ruf an euch ergingeWenn jetzt der Ruf an euch erginge zu sterben
(Martin Handkarren Kompanie)
(Bild: Quelle)

Kommentare anzeigen

Den Gesang der erlösenden Liebe singen

27. August 2016, 05:35am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere fährt in seiner Rede an sein Kirchenvolk fort: „Und nun siehe, ich sage euch, meine Brüder: Wenn ihr eine Herzenswandlung erlebt habt und wenn euch so zumute gewesen ist, als solltet ihr den Gesang der erlösenden Liebe singen, so frage ich euch: Ist euch auch jetzt danach zumute?“ (Alma 5:26).

Du kennst sicherlich diesen Zweizeiler: „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“. Er stammt aus dem Gedicht bzw. Volkslied von Johann Gottfried Seumes „Die Gesänge“. Da heißt es im ersten Vers: „Wo man singet, lass dich ruhig nieder, / Ohne Furcht, was man im Lande glaubt; / Wo man singet, wird kein Mensch beraubt; / Böse Menschen haben keine Lieder.“ Dieser Text soll uns vermitteln, dass derjenige, der singt, normalerweise keinen bösen Gedanken oder keine böse Absicht im Sinn hat. Durch Singen wird das soziale Miteinander gefördert.

Den Gesang der erlösenden Liebe singen? Was soll das nun bedeuten? Ich erkläre mir das so: Wenn ein Herz wegen irgendeines wundervollen Erlebnisses aus Dankbarkeit überquillt, ist der Person dann nicht danach zumute, ein dazu passendes Lied anzustimmen, ein Lied der Liebe, die in ihr erweckt wurde? Nachdem Liebe zu Gott das wichtigste und erste Gebot ist und Liebe zu meinem Nächsten das zweitwichtigste und an diesen beiden das ganze Gesetz hängt (Matthäus 22:37-40), ist es doch die Liebe, die mich erlöst, wenn ich sie denn in mir entwickle und lebe. Und wenn ich nun an das Sühnopfer unseres Heilandes denke, sollte mir da nicht das Herz überquellen vor Dankbarkeit für seine Liebe, die er uns Menschen erwiesen hat und immer noch erweist, sollte ich da nicht imstande sein, den `Gesang der erlösenden Liebe´ anzustimmen?

Und sollte ich mir diese Dankbarkeit nicht in meinem Herzen bewahren. Sollte meine Dankbarkeit für einen Segen, den der Herr mir vor längerer Zeit hat zukommen lassen, nicht dazu führen, dass mir „auch jetzt danach zumute ist“ diesen `Gesang der erlösenden Liebe´ zu singen? Ich denke an die Gnade, die der Herr mir erwiesen hat, dass ich den Bund der Taufe eingehen durfte. Das ist nun schon lange her, dessen ungeachtet ist meine Freude immer noch so groß, dass mir auch heute noch danach zumute ist, „den Gesang der erlösenden Liebe“ zu singen. In welchen Situationen hast du schon diesen Gesang angestimmt und ist dir auch heute noch danach zumute?

singen(Bild: Quelle)

Kommentare anzeigen

Meint ihr denn, so jemand könne einen Platz haben, sich im Reich Gottes niederzusetzen ...?

26. August 2016, 05:11am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Eine weitere rhetorische Frage, die Alma der Jüngere seinen Zuhörern stellt, um sie anschließend gleich selber zu beantworten: „Siehe, meine Brüder, meint ihr denn, so jemand könne einen Platz haben, sich im Reich Gottes niederzusetzen mit Abraham, mit Isaak und mit Jakob und auch all den heiligen Propheten, deren Kleider rein gemacht sind und makellos sind, rein und weiß? 25  Ich sage euch: Nein; denn außer ihr macht unseren Schöpfer zu einem Lügner von Anfang an oder meint, er sei ein Lügner von Anfang an, könnt ihr doch nicht meinen, dass so jemand im Himmelreich Platz haben kann; sondern solche werden ausgestoßen werden, denn sie sind die Kinder des Reiches des Teufels.“ (Alma 5:24-25).

  • Sich im Reich Gottes niederzusetzen mit Abraham, mit Isaak und mit Jakob und auch all den heiligen Propheten
    Ich will mir nichts anmaßen, aber den Wunsch dorthinkommen zu dürfen, hege ich schon. Möglich ist es uns allen durch das Sühnopfer von Jesus Christus (Mosia 4:6-8). Ich muss es nur annehmen und im Halten der hierfür notwendigen Bündnisse, die ich mit dem Herrn zu schließen habe, bis an mein Lebensende treu auszuharren (Markus 13:13). Ansonsten werde ich ausgestoßen werden (Lukas 13:28).
  • Himmelreich
    Es gibt zum einen das `Himmelreich auf Erden´, oder auch `Reich Gottes auf Erden´ (Matthäus 11:1216:19). Hiermit ist die Kirche von Jesus Christus gemeint, wenn sie auf Erden existiert (Lehre und Bündnisse 65:5-6). Dann wird unter dem Himmelreich auch noch verstanden das Reich in der Gegenwart Gottes, das sogenannte Celestiale Reich (Lehre und Bündnisse 137:1-4).
  • Kinder des Reiches des Teufels
    So, wie es das Reich Gottes gibt, gibt es das Reich des Teufels. In dieses Reich werden diejenigen eingehen, die es bevorzugen, bewusst Satan zu folgen. Sie werden auch Söhne des Verderbens genannt. Zu ihnen zählen diejenigen, die Jesus Christus verleugnen, nachdem der Vater ihnen diesen offenbart hat oder sie verleugnen den Heiligen Geist, nachdem sie ihn empfangen haben (Lehre und Bündnisse 76:35-36). Für diejenigen gibt es keine Rettung (Mosia 2:36-39).

Meint ihr denn, so jemand könne einen Platz haben, sich im Reich Gottes niederzusetzen ...? Was sind deine Wünsche und Pläne, in Bezug auf ein zukünftiges Reich, in dem du ewig leben darfst oder musst?

himmelreichJesus lehrt über das Himmelreich
(Bild: Quelle)

Kommentare anzeigen

Wie werdet ihr euch fühlen ...?

25. August 2016, 05:49am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere fragt weiter: „... Wie werdet ihr euch fühlen, wenn ihr vor dem Richterstuhl Gottes steht, und eure Kleider sind von Blut und allerart Schmutz befleckt? Siehe, was wird dies dann gegen euch bezeugen?“ (Alma 5:22).

  • Kleider ... von Blut
    Wie können unsere Kleider von Blut befleckt werden? Ich stelle mir das so vor: Dadurch, dass ich die Bündnisse, die ich mit dem Herrn geschlossen habe, nicht ganz einhalte, mache ich mich mitschuldig an seinem sühnenden Blut, das im Garten Getsemani aus seinen Poren trat (Lukas 22:44Mosia 3:7-8) und am Kreuze floss (Lehre und Bündnisse 76:69). Ich beflecke dadurch mein `Kleid´ - meinen Geistkörper als auch meinen sterblichen Körper.
  • und allerart Schmutz befleckt
    Mit `Schmutz allerart´ beflecke ich mich durch bewussten Ungehorsam Gott gegenüber. Ich veruneinige meinen Geistkörper (Ether 3:16), der ja eigentlich ein Tempel Gottes ist (1. Korinther 6:19; lies auch hier).

Wie werdet ihr euch fühlen ...? Wenn du zu einer Hochzeit, einer Gala, einem Konzert ... eingeladen bist, wirst du dich in dazu angemessener Kleidung aufmachen. Aber wie würdest du dich fühlen, wenn du mit schmutziger Arbeitskleidung dort auftauchen müsstest? Ich bin im heißen Sommer einmal, weil ich mich nicht mehr umziehen wollte, mit knielangen Hosen und Sandalen zu einem Kirchenrat gegangen und habe mich in meinem Aufzug etwas deplatziert und nicht ganz wohl gefühlt. Ist dir Ähnliches auch schon mal passiert?

Wie muss das dann erst sein, wenn ich mit einem verunreinigten Geistkörper vor meinen Schöpfer treten muss, weil ich mich nicht durch das Sühnopfer seines Sohnes Jesus Christus, habe reinigen lassen wollen (Apostelgeschichte 22:16)? Und die Verschmutzungen werden klar in meinem Gedächtnis sein (Jesaja 59:12) und gegen mich zeugen (Alma 5:23). Wie sorgst du dafür, dass du mit sauberen Kleidern vor den Herrn treten kannst?

körper tempel gottesWarum soll ich meinen Körper wie einen Tempel behandeln?
(Quelle: Bild)

Kommentare anzeigen

Kein Mensch kann errettet werden, außer seine Kleider seien weiß gewaschen

24. August 2016, 05:26am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere sagt seinen Zuhörern: „... Ihr werdet an jenem Tag wissen, dass ihr nicht errettet werden könnt; denn kein Mensch kann errettet werden, außer seine Kleider seien weiß gewaschen; ja, seine Kleider müssen rein gemacht werden, bis sie von allem Makel gesäubert sind durch das Blut dessen, von dem unsere Väter gesprochen haben und der kommen wird, um sein Volk von ihren Sünden zu erlösen.“ (Alma 5:21).

Bei dieser Aussage kommen mir Werbespots in den Sinn, die zeigen, wie Kinder herumtoben und ihre Kleider dabei total dreckig werden. Die Mutter hat da aber ein Zaubermittel, dass die Wäsche nach dem Waschen wieder wunderbar aus der Trommel hervorbringt. Ein Slogan verspricht sogar: „Das weißeste weiß, dass es je gab“ Das ist aber sicherlich bei dieser Schriftstelle nicht das Thema?

Kein Mensch kann errettet werden, außer seine Kleider seien weiß gewaschen. In der Herbst-Generalkonferenz 2003 der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sagt Elder Lynn A. Mickelsen von den Siebzigern dieses Thema betreffend: „Es besteht eine Gemeinsamkeit zwischen der Reinwaschung unserer Kleider im Blut des Lammes und der Art, wie wir unsere schmutzige Wäsche waschen. Unsere Kleider werden durch das Sühnopfer Christi gereinigt. In den heiligen Schriften ist von Kleidung die Rede, gemeint ist aber unser ganzes Wesen. Wir müssen uns reinigen, wenn wir durch Sünde beschmutzt werden.“ (siehe hier).

Jesus erklärt es seinen Jüngern bei der Fußwaschung so: „Wer vom Bad kommt [die Taufe ist gemeint], ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle.“ (Johannes 13:10). Ich verstehe das mit den Füßen so: Wenn wir nach dem Bad barfuß Boden betreten, machen wir die Füße wieder schmutzig und müssen sie wieder und wieder waschen. Wenn wir getauft sind, sind wir zwar reingewaschen, aber sündigen hinterher immer wieder. So müssen wir uns demzufolge auch immer wieder reinigen. Dies gelingt uns mithilfe des Abendmahls. Wie reinigst du deine `Kleider´?

animiertes-waesche-waschen-bild-0007(Bild: Quelle)

Kommentare anzeigen