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Glaubensansichten
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Gibt es einen natürlichen Menschen, der dies weiß?

23. Mai 2017, 05:44am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Ammon fährt in seinen Ausführungen bezüglich Gerechtigkeit versus Barmherzigkeit, gegenüber seinen Mitarbeitern im Missionswerk fort: „Und nun siehe, meine Brüder, gibt es einen natürlichen Menschen, der dies weiß? Ich sage euch, es gibt niemanden, der dies weiß, als nur die Reumütigen.“ (Alma 26:21).
Gibt es einen natürlichen Menschen, der dies weiß? Was ist denn ein `natürlicher Mensch´ bitteschön? Im Brief des Apostels Paulus an die Kirche des Herrn in Korinth, wird uns erklärt, dass ein `natürlicher Mensch´ ein Mensch ist, der nichts annimmt, was vom Geist Gottes kommt; es sei für ihn Torheit (etwas, was er nicht nachvollziehen kann, solange er es nicht erlebt hat), die er nicht erkennen würde (1. Korinther 2:14; Lutherbibel 2017; die Einheitsübersetzung benutzt anstatt `natürlicher Mensch´, den Begriff: `irdisch gesinnter Mensch´). In seiner Rede an sein Volk erklärt König Benjamin, dass der `natürliche Mensch´ ein Feind Gottes ist, und zwar seit dem Fall Adams und dies so lange bleiben würde, solange „... er nicht den Einflüsterungen des Heiligen Geistes nachgibt ...“ und das Sühnopfer des Herrn annimmt (Mosia 3:19).
Ich lerne also, dass Adam und Eva durch die Übertretung im Garten von Eden `natürliche Menschen´ wurden, weil sie dadurch in die Lage versetzt wurden, selber zu entscheiden, ob sie sich lieber irdischen Leidenschaften hingeben wollten, den Verführungen Satans zu folgen, oder eher den Eingebungen des Heiligen Geistes. Nachdem wir ihre Nachkommen sind, sind wir eben auch `natürliche Menschen´. Aber wir haben wie sie, glücklicherweise die Möglichkeit, uns dafür zu entscheiden, den Einflüsterungen des Heiligen Geistes nachzugeben, und durch die Annahme des Sühnopfers von Jesus Christus ein `Heiliger´ zu werden und Errettung zu erlangen (Lehre und Bündnisse 20:25). Um die Gegenwart Gottes aushalten zu können, ist es erforderlich, den `natürlichen Menschen´ abzulegen (Lehre und Bündnisse 67:12). Schritt für Schritt arbeite ich daran und danke dem Herrn, dass er mir diese Möglichkeit schenkt. Was verstehst du unter einem `natürlichen Menschen´?

A painting by Joseph Brickey of Adam and Eve walking together down a path bordered by green trees and bushes.Mit der Vertreibung aus dem Garten von Eden gab es den `natürlichen Menschen´
(Bild: Quelle)

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Wir sind sogar mit Grimm hingegangen, mit mächtigen Drohungen, seine Kirche zu vernichten

22. Mai 2017, 05:30am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Weiter führt der Missionar Ammon gegenüber seinen Mitarbeitern aus: „Wer hätte denn meinen dürfen, dass unser Gott so barmherzig sein würde, uns aus unserem furchtbaren, sündigen und verunreinigten Zustand zu reißen? 18  Siehe, wir sind sogar mit Grimm hingegangen, mit mächtigen Drohungen, seine Kirche zu vernichten. 19  O warum hat er uns dann nicht einer furchtbaren Vernichtung überantwortet, ja, warum hat er dann nicht das Schwert seiner Gerechtigkeit auf uns fallen lassen und uns zu ewiger Hoffnungslosigkeit verdammt? 20  O es ist beinah so, als enteile meine Seele bei dem Gedanken. Siehe, er hat nicht seine Gerechtigkeit an uns geübt, sondern hat uns in seiner großen Barmherzigkeit über jenen immerwährenden Abgrund des Todes und Elends hinweggeführt, ja, zur Errettung unserer Seele.“ (Alma 26:17-20).

Wir sind sogar mit Grimm hingegangen, mit mächtigen Drohungen, seine Kirche zu vernichten. Alma der Jüngere und seine Freunde, die Söhne König Mosia des Jüngeren, setzten in ihrer Jugend alles dran, die Kirche des Herrn zu vernichten (Mosia 27:8-10). Dennoch hat der Herr sie nicht vernichtet, hat Gnade statt Gerechtigkeit walten lassen. Warum hat er wohl so und nicht anders gehandelt? Weil er genau wusste, welches Potenzial in diesen jungen Männern steckt, dass sie nämlich ein äußerst brauchbares Werkzeug in seinen Händen werden würden. So hat er statt Vernichtung, einen Engel zu ihnen gesandt, der sie auf den rechten Weg zurückführen sollte (Mosia 27:11). Ungeachtet dessen, dass sie errettet wurden und eine Mission bei den Lamaniten erfüllten, mussten sie für ihre Verfehlungen leiden (Mosia 27:18-19; Alma 20:29-30).

Ich lerne daraus, dass der Herr jedes einzelne seiner Kinder genau kennt und weiß, wie es sich entwickeln kann und aufgrund dessen, individuell angepasste Mittel und Wege bereitet, mittels derer Einsicht seiner Missetaten geweckt und Möglichkeit der Umkehr eröffnet wird - der Herr also Gnade vor Recht ergehen lässt, Errettung, die größte Gabe Gottes, aufgrund des Sühnopfers Jesu, anstatt ewige Vernichtung (Lehre und Bündnisse 6:13). Um unsere Strafe kommen wir aber nicht herum. Wir werden angemessen leiden müssen für das was wir falsch gemacht haben, aber eben keine ewige Strafe, keine Vernichtung erleiden, wenn wir eine mächtige Herzenswandlung durchmachen (Mosia 5:2), sondern `nur´ im Körper gezüchtigt (Lehre und Bündnisse 95:1-2). Mir wurde nicht gleich ein Engel geschickt, der mit Donnerstimme zu mir sprach, aber dessen ungeachtet bin ich durch meine Lieben (Eltern, Verwandte, Kirchenführer) so angeleitet worden, dass ich erkannte, was falsch war und dass ich Umkehr zu üben hatte, um gereinigt vor den Herrn treten zu können (Abendmahl, aber auch zum Tage des Gerichtes; Helaman 3:35). Allerdings ging es auch bei mir nicht ohne Leiden für begangenes Unrecht ab. Wie sind deine Erlebnisse in dieser Hinsicht?

A conceptual photograph of a pair of very dirty hands washing with a white bar of soap, paired with the words “Repentance Is Strong Soap.”Umkehr ist wie starke Seife. Doch es fühlt sich so gut an, sauber zu sein
(Jesaja 1:18; Bild: Quelle)

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Wer könnte zuviel von seiner ... Langmut gegenüber den Menschenkindern [sprechen]?

21. Mai 2017, 05:32am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der nephitische Missionar Ammon, Sohn König Mosia des Jüngeren, führt gegenüber seinen Mitarbeitern im Missionswerk bezüglich der bekehrten Lamaniten im Land Lehi-Nephi weiter aus: „Darum lasst uns frohlocken, ja, wir wollen im Herrn frohlocken; ja, wir wollen uns freuen, denn unsere Freude ist voll; ja, wir wollen unseren Gott preisen immerdar. Siehe, wer könnte zuviel im Herrn frohlocken? Ja, wer könnte zuviel von seiner großen Macht sprechen und von seiner Barmherzigkeit und von seiner Langmut gegenüber den Menschenkindern? Siehe, ich sage euch, dass ich auch nicht den kleinsten Teil dessen sagen kann, was ich empfinde.“ (Alma 26:16).

Über das Frohlocken kannst du etwas in meinem früheren Blogbeitrag „Ich frohlocke in meinem Jesus“ nachlesen. Heute konzentriere ich mich bei diesem Vers auf die `Langmut gegenüber den Menschenkindern´. David lässt uns in seinem `Hilferuf eines Armen an Gott´ wissen, dass Langmut eine der Charaktereigenschaften Gottes ist (Psalm 86:15). In seinem Brief an die Gemeinden in Galatien schreibt Paulus, dass Langmut eine Frucht des Geistes sei - wobei der Heilige Geist gemeint ist (Galater 5:22). Was ist Langmut. Es ist eine altertümliche Bezeichnung für die Tugend Geduld, der Fähigkeit abwarten zu können, ausdauernd zu sein. So sehen wir bei den Lamaniten, dass sie sich seit Generationen dem Wort Gottes widersetzten und allerlei Schlechtes taten, der Herr aber immer seine Arme der Barmherzigkeit ausgebreitet hielt, um sie zu empfangen, wenn sie Umkehr üben würden, was ja nun aufgrund der Missionierung durch die nephitischen Missionare geschah.

Wer könnte zuviel von seiner ... Langmut gegenüber den Menschenkindern [sprechen]? Auch mir geht es so, dass ich gar nicht zu viel von seiner Langmut mir gegenüber sprechen kann. Lange Zeit habe ich benötigt, verschiedene Übertretungen endgültig abzulegen. Immer und immer wieder habe ich Umkehr geübt, aber doch nicht so, dass in mir eine Herzenswandlung stattfand und ich keinen Wunsch mehr hatte zu übertreten. Dann, als der Leidensdruck für mich irgendwann zu groß wurde, und sich die Erkenntnis tief in mir entfaltete, wie sich der Herr fühlen musste, wenn ich den gleichen Fehler immer wieder beging, obwohl ich es besser wusste, begann die Herzenswandlung und ich hatte die Kraft, den Versuchungen Satans endgültig zu widerstehen (Mosia 5:2). Ich spürte voller Dankbarkeit im Herzen, wie langmütig der Herr mit ausgestreckten Armen auf mich wartete und der Friede des Herrn endlich in mir Platz ergriff. Ich lerne, dass Langmut oder Geduld nichts Passives, sondern etwas Aktives ist - der Herr erwartet uns mit ausgestreckten Armen und kommt auf uns zu, wenn wir uns ihm zuwenden, wie im Gleichnis mit dem verlorenen Sohn (Lukas 15:11-32). Ich erkenne aber auch, dass ich aufgefordert bin, mit der gleichen Langmut meinen Mitmenschen zu begegnen. Letztens hatte ich wieder ein solches Erlebnis an der Kasse. Ich ging an ein Band, an dem nur noch ein Mann stand. Als ich hinter ihm war, erlebte ich, wie er ganz gemächlich und äußerst konzentriert, ein Lied summend, seinen recht vollen Einkaufswagen auf das Kassenband entleerte. Ich schaute mich um und dachte, wäre ich doch bloß an die Nebenkasse gegangen, da wäre ich fertig gewesen, als er ganz bedächtig sein Geld abgezählt der Kassiererin übergab und dann gemächlich den Rest einpackte. Was hätte es gebracht, wenn ich mich aufgeregt hätte? Außer mir Beschwerden, gar nichts. Dieser Mann kommt scheinbar gemütlich und ohne Stress durchs Leben - was er dadurch manchen Beschäftigten an der Kasse antut ... Ich lächelte in mich hinein und sagte mir: Er wird es nicht absichtlich machen, ich kenne seine Umstände nicht. Welche Erlebnisse in Sachen Langmut hast du schon gehabt?

An image of pink blossoms coupled with a quote by Elder Robert D. Hales: “Too often we pray to have patience, but we want it right now!”Viel zu oft bitten wir um Geduld, aber bitteschön sofort!
Robert D. Hales vom Kollegium der Zwölf Apostel
(Artikel lies hier; Bild: Quelle)

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Er hat sie in sein immerwährendes Licht geführt, ja, in die immerwährende Errettung

20. Mai 2017, 04:55am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der nephitische Missionar Ammon, Sohn König Mosia des Jüngeren, führt gegenüber seinen Mitarbeitern im Missionswerk bezüglich der bekehrten Lamaniten im Land Lehi-Nephi weiter aus: „Ja, sie waren ringsum von immerwährender Finsternis und Vernichtung umschlossen; aber siehe, er hat sie in sein immerwährendes Licht geführt, ja, in die immerwährende Errettung, und sie sind ringsum von der unvergleichlichen Fülle seiner Liebe umschlossen, ja, und wir sind Werkzeuge in seinen Händen gewesen, um dieses große und wunderbare Werk zu verrichten.“ (Alma 26:15).

Er hat sie in sein immerwährendes Licht geführt, ja, in die immerwährende Errettung. Wer sich gerne mit Bösem abgibt, lebt eher gerne im Verborgenen, liebt eher die Finsternis, jedenfalls, was das Verhältnis zu Jesus Christus anbelangt, denn Christus ist das immerwährende Licht der Welt (Johannes 3:19-21). Nachdem die missionierten Lamaniten sich von ihrem Übeltun abgewendet und Christus zugewendet hatten, haben sie sich aus der Finsternis in das Licht begeben, in das Licht, das ihnen sowohl körperliche als auch geistige Errettung vom Tod bringt. Die körperliche Errettung widerfährt jedem Menschen, und zwar durch den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus, dem Sohn Gottes (1 Korinther 15:22). Das ist die Gnade Gottes. Jeder Einzelne kann aber auch aufgrund der Gnade Gottes und seines Glaubens an Jesus Christus vom geistigen Tod, der immerwährenden Trennung von Gott, errettet werden (Alma 13:27-30). Wie zeigt sich dieser Glaube? In dem derjenige das Sühnopfer von Jesus Christus erkennt und für sich, durch Bündnisse mit Gott, annimmt und danach, bis zum Ende seiner Erdenzeit, lebt (3. Nephi 15:9).

So kann eine jede Tochter, ein jeder Sohn Gottes, in das immerwährende Licht und in die immerwährende Errettung geführt werden. Wer dies zulässt, wird ebenso von der Fülle seiner Liebe, die immerwährend ist, umschlossen. Und wenn man dann durch sein gutes Beispiel andere Menschen dazu `aufstachelt´, auch den Wunsch zu entwickeln, ins Licht zu kommen und Jesus nachzufolgen, dann ist man auch zu einem Werkzeug in den Händen Gottes geworden. Wann bist du aus der Finsternis in das immerwährende Licht getreten und wie hast du dich da gefühlt?

A conceptual photograph of a small purple flower blooming in the middle of a dry desert, paired with the words “New Life.”Neues Leben
 (2. Nephi 9:10-13; Bild: Quelle)

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Ich fürchte, deine Freude reißt dich hin zu prahlen

19. Mai 2017, 05:37am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Ammon, Sohn von König Mosia dem Jüngeren und nephitischer Missionar unter den Lamaniten, sprach in einer Zusammenkunft mit seinen Mitmissionaren über den Erfolg, den Gott ihnen unter den Lamaniten hat zuteilwerden lassen (Alma 26:1-9). „Und es begab sich: Als Ammon diese Worte gesagt hatte, wies ihn sein Bruder Aaron zurecht, nämlich: Ammon, ich fürchte, deine Freude reißt dich hin zu prahlen.“ (Alma 26:10).

Was haben wir unter Prahlen zu verstehen? Wenn ich z. B. meine Handlungen übertrieben oder unangemessen lobend hervorhebe, prahle ich mit ihnen. Ich gebe mit ihnen an, schneide mit ihnen auf, brüste mich mit ihnen, nehme den Mund voll und staple hoch. Du kennst die Redensart: „Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.“? Und woher stammt sie? In dieser Form aus der Lutherübersetzung des Matthäus 12:34. In der Einheitsübersetzung klingt es so: „Denn wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund.“ Dieser Ausspruch Jesu kommt aus einer Unterhaltung mit den Pharisäern.

Ich fürchte, deine Freude reißt dich hin zu prahlen. Ammon ging es hierbei nicht um Erfolge, die aus eigener Kraft heraus erzielt wurden, sondern nur mithilfe des Herrn (Alma 26:11). Er stellt klar, dass er mit seinem Gott prahlen will, denn nur mit seiner Kraft konnten sie Tausende Lamaniten zum Herrn bekehren (Alma 26:12-13). Aus diesem Grund wollte er dem Herrn die Ehre geben und Dank sagen (Alma 26:14). Ich lerne daraus, dass mit den eigenen Kräften aus Übermut zu prahlen, schlecht ist (Jakobus 4:16). Wer im falschen Stolz prahlt, der prahlt im Sinne der Welt (Korinther 11:17-18). Ich befleißige mich, nicht mit meinen Taten zu prahlen, sondern die Ehre für Erfolge dem Herrn zu überlassen (Galater 5:26), denn darf ich mich dessen rühmen, was der Herr mit mir, als seinem Werkzeug, erzielt hat (2. Nephi 20:15)? Ebenso vermeide ich es, mit Besitz zu prahlen (1. Johannes 2:16). Hast du schon mal reflektiert, wie du mit Prahlen umgehst?

A plain pink background with the words from Alma 26:12 printed over the top.„Ich will mit meinem Gott prahlen, denn in seiner Kraft kann ich alles tun“
(Alma 26:12; Bild: Quelle)

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Sie wären auch Fremdlinge vor Gott gewesen

18. Mai 2017, 05:20am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Ammon regt seine nephitischen Missionarsmitarbeiter an, dem Herrn zu danken (Alma 26:8), „Denn wären wir nicht aus dem Land Zarahemla heraufgekommen, so wären diese unsere sehr geliebten Brüder, die uns so sehr lieben, noch immer von Hass gegen uns gepeinigt, ja, und sie wären auch Fremdlinge vor Gott gewesen.“ (Alma 26:9).

Wie aus diversen Aussagen bezüglich der Geografie, entnehme ich auch diesem Vers wieder eine Angabe, die mir hilft, mir die Landschaft in meinem Geiste auszumalen. Im Vers oben heißt es: „... wären wir nicht aus dem Land Zarahemla heraufgekommen ... Daraus entnehme ich, dass das südlicher gelegene Land Lehi-Nephi, in dem die Lamaniten lebten, in den Bergen, oder jedenfalls höher gelegen haben musste. Schon an anderer Stelle wird beschrieben, dass Ammon, nicht der Sohn König Mosia des Jüngeren, als er mit einer Gruppe zusammen nach dem Volk Limhi suchte, aus Zarahemla `heraufgekommen´ war in die Stadt bzw. das Land Lehi-Nephi (Mosia 7:3,9,13). Solche Vorstellungen der Landschaft machen für mich das Studium des Buches Mormon noch lebendiger.

Sie wären auch Fremdlinge vor Gott gewesen. Stellt sich die Frage, wann ist man ein `Fremdling vor Gott´? Ich denke da an die Erklärung, die uns Paulus bezüglich der Heiden liefert, nachdem sie sich dem `neuen Weg´ angeschlossen hatten, also Christen geworden sind: „Ihr seid also jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes. 20 Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus Jesus selbst.“ (Epheser 2:19-20). Wenn ich also auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut bin, also Christus und seiner Lehre durch den Bund der Taufe verbunden bin, bin ich kein Fremdling mehr, sondern gehöre zum Haus Israel, zum Bundesvolk des Herrn als Hausgenosse, also Mitbewohner (Lehre und Bündnisse 39:11). Welches Verständnis hast du von `Fremdlinge vor Gott´ zu sein?

A painting by Arnold Friberg showing Alma baptizing a Nephite woman, with other men and women watching by the side of the water.Alma Baptizes in the Waters of Mormon, by Arnold Friberg (62332)
(Bild: Quelle)

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Sie werden am letzten Tag vom Sturm nicht umgeworfen werden

17. Mai 2017, 05:12am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Über die bekehrten Lamaniten sagt Ammon: „Ja, sie werden am letzten Tag vom Sturm nicht umgeworfen werden; ja, sie werden auch von den Wirbelstürmen nicht zerrissen werden; sondern wenn der Sturm kommt, dann werden sie an ihrem Ort versammelt sein, so dass der Sturm nicht bis zu ihnen eindringen kann; ja, sie werden auch nicht von grimmigen Winden gejagt, wohin auch immer sie zu schleppen es den Feind gelüstet. 7 Sondern siehe, sie sind in den Händen des Herrn der Ernte, und sie sind sein; und er wird sie am letzten Tag emporheben.“ (Alma 26:6-7).

Was mit dieser Aussage gemeint ist, können wir uns am Gleichnis `vom Haus auf dem Felsen´ klar machen, dem Ende der Bergpredigt (Matthäus 7:24-27): Jemand, der das Wort Gottes hört und danach handelt, ist klug, weil er sein Haus, seinen Lebenswandel vor Gott, auf das Fundament des Felsens, Jesus Christus (1. Korinther 10:4) baut. Rütteln die Stürme, die Anfechtungen Satans daran, hat es festen Halt, dieser Mensch bleibt Christus treu verbunden. Wer die Worte hört, aber nicht danach handelt, ist töricht, weil er sein Haus auf Sand, seine eigene Stärke, baut. Die Stürme werden dieses Haus ganz schnell zum Einsturz bringen, diese Menschen werden sich vom Herrn ganz schnell ab- und Satan zuwenden.

Sie werden am letzten Tag vom Sturm nicht umgeworfen werden. Warum werden die bekehrten Lamaniten und alle, die auf den Felsen gebaut haben und noch bauen, nicht umgeworfen? Weil sie sich unter den Schutz Gottes gestellt haben. Sie haben Schutz im Haus Gottes eingenommen, wo die Anfechtungen Satans sie nicht so leicht umwehen können, da dort, wo das Wort des Herrn gelebt wird, Böses nicht existieren kann - Licht vertreibt Dunkelheit. Ich bin dankbar, dass ich meinen Lebenswandel am Wort des Herrn ausrichten kann, weil es unter uns ist und ich nicht auf meine eigene Klugheit bauen brauche (Sprichwörter 3:5). Wenn ich auf den Felsen baue, kann ich nicht überwältigt werden (Lehre und Bündnisse 6:34). Worauf gründest du, bei deinem `Hausbau´, dein `Fundament´?

A conceptual photograph showing a young man standing on a large rock surrounded by stacks of boulders, paired with the words “Rock Solid.”Felsenfest. Auf welches feste Fundament baust du?
(3. Nephi 11:39; Bild: Quelle)

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Ihr habt die Sichel eingeschlagen und mit aller Macht geerntet

16. Mai 2017, 04:52am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Ammon, Sohn König Mosia des Jüngeren und nephitischer Missionar unter den Lamaniten, reflektiert die Missionsanstrengungen von sich und seinen Mitarbeitern: „Siehe, das Feld war reif, und gesegnet seid ihr, denn ihr habt die Sichel eingeschlagen und mit aller Macht geerntet, ja, den ganzen Tag lang habt ihr euch gemüht; und nun seht die Zahl eurer Garben! Und sie werden in die Speicher gesammelt werden, damit sie nicht verlorengehen.“ (Alma 26:5).

Mit dem Feld meint Ammon bildhaft die Gegend, in der sie missioniert hatten und dass es reif war, soll zum Ausdruck bringen, dass viele der dort lebenden Menschen bereit waren, das Zeugnis von Jesus Christus anzunehmen. Wenn nun ein Getreidefeld reif ist, hat man das Feld in früherer Zeit mit der Sichel abgeerntet, die Halme in Garben gebündelt und in die Scheune in Sicherheit gebracht. Bezogen auf ihre Missionsarbeit: Sie haben den Lamaniten im Land Umkehr gepredigt, sie getauft und die so geernteten Lamaniten in Gemeinden gebündelt und dadurch im Speicher in Sicherheit gebracht, dass sie nicht verloren gehen.

Ihr habt die Sichel eingeschlagen und mit aller Macht geerntet. Ich erkenne: Wenn ich ernten will, bedarf es ganz enormer Anstrengungen. Ich denke an meine Kindheit zurück. Wir hatten einen Schrebergarten, in dem unter anderem auch Johannisbeersträucher standen. Wenn die Beeren reif waren, mussten sie geerntet werden, wenn man die Früchte verarbeiten wollte, um später Vorrat zu haben. Ich durfte dann mit einem Eimer an die Ernte gehen. Es war frustrierend, wie langsam sich nur alleine der Boden des Eimers bedeckte, geschweige, der Eimer irgendwann mal tatsächlich voll wurde. Ich hätte zwischendurch liebend gerne aufgegeben. Dann mussten die so geernteten Früchte auch sofort noch verarbeitet werden, was nach der langen Pflückzeit zusätzlich sehr beschwerlich war. Genauso muss ich mich im Werk des Herrn anstrengen, wenn ich meine Sichel einschlagen will. Und nun ist uns in heutiger Zeit auch gesagt, dass das Feld schon reif zur Ernte ist und wenn wir Vorrat anlegen wollen, wir unsere Sichel mit aller Macht einschlagen müssen, wodurch wir unserer Seele Errettung bringen würden (Lehre und Bündnisse 4:4). Was befähigt dich und mich zu einer solch anstrengenden Ernte? Die Antwort findest du in Lehre und Bündnisse 4:5.

A painting by Judith Mehr showing Ruth and Naomi standing in a field, picking bits of wheat off the ground and storing them in pouches.Ruth Gleaning in the Fields (Ruth and Naomi), by Judith Mehr;
(Bild: Quelle)

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Dass wir in den Händen Gottes zu Werkzeugen geworden sind

15. Mai 2017, 05:37am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

In ihrem Rückblick auf ihre Mission unter den Lamaniten, stellt Ammon fest, dass der Herr ihnen große Segnungen gewährt hat (Alma 26:1) und stellt seinen Brüdern dann eine rhetorische Frage (eine Frage, bei der der Fragesteller keine Antwort von den Zuhörern erwartet, sondern sie selber gibt), um welche Segnungen es sich denn handle (Alma 26:2) und gibt darauf selber folgende Antwort: „Siehe, ich antworte für euch; denn unsere Brüder, die Lamaniten, waren in Finsternis, ja, selbst im finstersten Abgrund; aber siehe, wie viele von ihnen sind dazu gebracht worden, dass sie das wunderbare Licht Gottes sehen! Und dies ist die Segnung, die uns zuteil geworden ist, dass wir in den Händen Gottes zu Werkzeugen geworden sind, dieses große Werk zuwege zu bringen. 4 Siehe, Tausende von ihnen freuen sich und sind in die Herde Gottes gebracht worden.“ (Alma 26:3-4).

Dass wir in den Händen Gottes zu Werkzeugen geworden sind. Ein Werkzeug ist ein Gerät oder ein Gegenstand, mit dem man sich in die Lage versetzt, eine Arbeit auszuführen oder sie zu erleichtern. Was bedeutet es nun, ein Werkzeug in den Händen Gottes zu sein? Schauen wir uns das anhand von einem anderen Beispiel aus der Schrift an. Kurz vor seinem Tod ermahnt Lehi seine Söhne die Waffenrüstung der Rechtschaffenheit anzulegen (2. Nephi 1:23) und gebietet ihnen, sich nicht mehr gegen ihren Bruder Nephi aufzulehnen, denn er hat die Gebote des Herren gehalten und ist deshalb in den Händen des Herrn insofern ein Werkzeug gewesen, als er die Familie mit ihren Anhängern ins verheißene Land geführt hat. Ohne ihn wären sie auf der Reise zugrunde gegangen (2. Nephi 1:24). Der Herr hat sich also des gehorsamen Sohnes Lehis bedient, sein Werk umzusetzen, nämlich die Familie Lehi vor der Zerschlagung in Jerusalem zu verschonen (1. Nephi 1:4; Helaman 8:21) und mit ihren Mitreisenden unversehrt in das für sie verheißene Land zu führen (1. Nephi 17:14).

Wer kann alles ein Werkzeug in den Händen Gottes werden? Don R. Clarke von den Siebzigern hat in seiner Rede „Wie wir ein Werkzeug in der Hand Gottes werden“ in der Herbstgeneralkonferenz 2006 gesagt, dass man keine Berufung in der Kirche braucht, auch keine Einladung jemandem zu helfen, auch nicht einmal Gesundheit, um ein Werkzeug in der Hand Gottes zu sein. Er erzählt eine Begebenheit seines in finanzielle Not geratenen Großvaters. Als dieser nicht mehr ein noch aus wusste, kam völlig unerwartete Hilfe von einem kleinen verkrüppelten Mann. Er gab ihm 200 Dollar und damit konnte er seine verschuldete Farm bei der Bank auslösen und noch ein wenig Kleidung für die Kinder kaufen. „Jim war ein kleiner, verkrüppelter Mann, den Gott damit betraute, einem blinden Farmer mit einer schweren Schuldenlast und drei Kindern zu helfen.“ (die ganze Rede kannst du hier nachlesen, oder anschauen). So kann sich jeder dafür bereit machen, ein Werkzeug in den Händen Gottes zu sein, indem er das Evangelium lebt und auf die Einflüsterungen des Geistes hört. Ich konnte schon sehr häufig in meinem Leben als Werkzeug Gottes meinen Mitmenschen helfen, indem ich eifrig meine Berufungen in der Kirche ausgeübt habe. Wann warst du das letzte Mal so ein Werkzeug?

Young Jesus standing next to Joseph in the carpenter’s shop, working with tools on the wood while Joseph supervises.Childhood of Jesus Christ, by Del Parson (62124); GAK 206
(Bild: Quelle)

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Sie sahen, dass der Herr ihnen gemäß ihren Gebeten gewährt hatte

14. Mai 2017, 05:33am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein



Die nephitischen Missionare und Söhne König Mosia des Jüngeren, zogen Bilanz ihrer Missionszeit unter den Nephiten: „Und nun siehe, Ammon und Aaron und Omner und Himni und ihre Brüder freuten sich über die Maßen über den Erfolg, den sie unter den Lamaniten gehabt hatten; denn sie sahen, dass der Herr ihnen gemäß ihren Gebeten gewährt hatte und dass er sein Wort an sie in jeder Einzelheit hatte Wahrheit werden lassen.“ (Alma 25:17).

Sie sahen, dass der Herr ihnen gemäß ihren Gebeten gewährt hatte. Ammon und seine Brüder, die die Übernahme des Königtums ihres Vaters ablehnten, gingen stattdessen lieber mit einigen weiteren Nephiten, zu den Lamaniten auf Mission (ALma 17:6-8). Natürlich hatten sie sich mit vielem Fasten und Beten auf ihre schwere Aufgabe vorbereitet, sie gingen schließlich zu ihren Erzfeinden und wollten sie davon überzeugen, dass ihre Feindschaft auf falschen Überlieferungen ihrer Väter beruht, und sie zur Erkenntnis der Wahrheit führen (Alma 17:9). Der Herr berief sie dann auch entsprechend ihrem Wunsch um 91 v. Chr. und verhieß ihnen, dass sie ein Werkzeug in seinen Händen sein würden, indem sie viele Seelen zur Errettung führen würden (Alma 17:11). Nun, etwa 77 v. Chr. zogen sie Bilanz und mussten feststellen, dass alles, was der Herr ihnen vor etwa 14 Jahren, aufgrund ihres Betens mitteilte, in jeder Einzelheit eingetroffen war.

Für mich wird hier wieder ganz deutlich, dass der Herr uns auf unsere Gebete antwortet und wenn er in dieser Antwort etwas verheißt, dies auch alles, bis ins kleinste Detail, eintreffen wird. Zum Beispiel denke ich da an den patriarchalischen Segen, den jedes würdige Mitglied erhalten kann. Er wird von einem von Gott berufenen Patriarchen gespendet und enthält für den Empfänger den Rat des Herrn (mehr lies hier). Der erste Patriarch in der wiederhergestellten Kirche des Herrn, Hyrum Smith, wurde 1841 vom Herrn berufen (Lehre und Bündnisse 124:91-92). Genau, wie die Erfüllung der Gebete Ammons und seiner Brüder, wird sich ein solcher persönlicher Segen, in allen Einzelheiten erfüllen. Eine Voraussetzung gibt es allerdings: Gehorsam zu den Geboten des Herrn (Lehre und Bündnisse 130:21). Wann hast du das letzte Mal deinen Segen angeschaut, um Rat zu erhalten, oder zu sehen, was sich alles schon erfüllt hat?

(Bild: Quelle)

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