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Glaubensansichten
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Sie wird uns in klaren Ausdrücken kundgetan

3. Januar 2017, 07:51am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Über die Mitteilung der frohen „Nachricht von großer Freude“ (Alma 13:22), sagt Alma der Jüngere: „Und sie wird uns in klaren Ausdrücken kundgetan, damit wir verstehen, so dass wir nicht irren können; und dies, weil wir Wanderer in einem fremden Land sind; und so sind wir darum hoch begünstigt, denn uns ist diese frohe Nachricht in allen Teilen unseres Weingartens verkündet.“ (Alma 13:23).

Wenn ich mich im Nebel befinde, kann ich mein Umfeld sehr schlecht bis gar nicht erkennen. Bewege ich mich auf ein Ziel hin und würde plötzlich Nebel auftreten, würde ich die Orientierung verlieren und unweigerlich mein Ziel verfehlen, ja aufgrund von Hindernissen sogar in Gefahr kommen. Ich bin vor Jahrzehnten nachts mal mit recht hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn unterwegs gewesen und urplötzlich befand ich mich in einer Nebelwand und konnte nichts mehr sehen. Das war eine Situation, in der ich voller Angst betete, dass ich die Fahrbahn nicht verlassen würde, kein Hindernis auftauchen würde, bis ich langsam genug war, um wieder mehr von meiner Umgebung erkennen zu können - glücklicherweise waren damals die Autobahnen noch nicht so stark frequentiert wie heute. Wie erleichtert ich war, als die Nebelbank zu Ende war und ich wieder sehen konnte, kannst du dir sicherlich vorstellen. Und natürlich stieg ein Dankgebet gen Himmel auf, dass wir die Situation schadlos überstanden hatten.

Sie wird uns in klaren Ausdrücken kundgetan. Klarheit bedeutet, dass man sein Umfeld erkennt. Etwas in „klaren Ausdrücken“ kundtun bedeutet, dass es so ausgedrückt wird, dass beim Gegenüber Erkennen und Verstehen von Zusammenhängen oder Dingen gegeben ist. Luzifer hat es nicht gerne, wenn wir Menschen die „Nachricht von großer Freude“ verstehen. Er ist bemüht, uns klare Sicht darauf zu nehmen, indem er dafür sorgt, dass uns klare und kostbare Dinge verschleiert werden. Dies tut er z. B. dadurch, dass er einige dieser Teile entfernen lässt (1. Nephi 13:29). Wie dankbar können wir jedoch sein, dass der Herr uns nicht im Nebel umkommen lassen wird. Nein, er sorgt dafür, dass das was klar und kostbar war, wieder sichtbar werden wird, indem er uns diese fehlenden Wahrheiten durch Engel und Propheten wiedergeben wird (1. Nephi 13:34; Alma 13:24). Bei Dingen, die uns weiterhin unklar erscheinen, wie unter Umständen die Worte Jesajas, müssen wir uns bemühen, vom Geist der Prophezeiung erfüllt zu sein (2. Nephi 25:4). Wie kannst du diesen Geist erlangen? Eine Antwort findest du hier: Alma 17:3.


(Bild: Quelle)

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Ja, auch denen, die über das Antlitz der Erde weithin zerstreut sind

2. Januar 2017, 04:05am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nun klärt Alma der Jüngere seine Zuhörer über die Art und Weise auf, in der der Herr sein Evangelium verkündet und wo überall: „ja, und die Stimme des Herrn verkündet es durch den Mund der Engel allen Nationen; ja, sie verkündet es, damit sie frohe Nachricht von großer Freude hätten; ja, und er lässt diese frohe Nachricht unter all seinem Volk erschallen, ja, auch denen, die über das Antlitz der Erde weithin zerstreut sind; darum ist sie an uns ergangen.“ (Alma 13:22).

Ja, auch denen, die über das Antlitz der Erde weithin zerstreut sind. Darüber, dass es noch andere Menschen gibt, die sich nicht in und um den Verkündungsbereich des Heilandes aufhielten, als er auf Erden weilte, und somit seine Botschaft noch nicht gehört hatten, spricht Jesus Christus in seinem Gleichnis des guten Hirten. Und er sagt, dass auch diese seine Stimme hören würden und eines Tages alle zusammengeführt werden würden (Johannes 10:16). Wie dies geschehen sollte? Nach der Auferstehung Jesu, erschien er seinen noch übrigen elf Aposteln - Judas hatte sich ja das Leben genommen (Matthäus 27:5) - und gab ihnen u. a. den Auftrag: „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“ (Markus 16:15).

Dies ist der Missionsauftrag, den er auch all den anderen Schafen, die er besuchte erteilte und der auch heute immer noch in seiner Kirche gilt (Lehre und Bündnisse 34:1,5). Nach seiner Auferstehung hatte er aber auch noch selber einige der anderen Schafe besucht und sie belehrt, nämlich die Nephiten auf der westlichen Halbkugel (3. Nephi 11:1,10). In diesem Zusammenhang lehre er ihnen sein Evangelium, berief auch hier Zwölf Apostel (3. Nephi 12:1) und erteilte auch ihnen den Missionsauftrag (3. Nephi 11:41). Er sagte ihnen außerdem noch, dass es noch weitere andere Menschen gibt, zu denen er auch noch selber gehen würde (3. Nephi 16:1-3). Bist du schon Dienern des Herrn begegnet, die in seinem Auftrag in aller Welt unterwegs sind, um seine frohe Botschaft zu verbreiten?

Zwei Missionarinnen in Portugal
(Bild: Quelle)

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Streckte er seine Hand zu ihnen aus und rief mit mächtiger Stimme

1. Januar 2017, 10:28am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

„Und nun begab es sich: Als Alma diese Worte zu ihnen gesprochen hatte, streckte er seine Hand zu ihnen aus und rief mit mächtiger Stimme, nämlich: Jetzt ist die Zeit, umzukehren, denn der Tag der Errettung kommt nahe herbei;“ (Alma 13:21)

Streckte er seine Hand zu ihnen aus und rief mit mächtiger Stimme. Ich erkenne, dass die Wirkung von Worten offensichtlich durch weitere sichtbare Kundgebungen des Körpers verstärkt werden können. Sicherlich wird außer der mächtigen Stimme - dem Tonfall, der Lautstärke, der Betonung und der Gestik des Ausstreckens der Hand in Richtung Zuhörer - ein angepasster Gesichtsausdruck, die entsprechende Mimik, seine Worte eindrucksvoll unterstützt haben. Ich lerne daraus, dass Worte, die meine Zuhörer besonders beeindrucken und veranlassen sollen, etwas in ihrer Lebensführung zu verbessern, durch angepasste Mimik und Gestik unterstrichen und ihre Wirkung verstärkt werden. Natürlich nur in dem Fall, dass alles zusammen authentisch ist, mit meinem eigenen Handeln in Einklang steht. Beobachte das mal bei einer der nächsten Reden bewusst.

Aussagen mit Körpersprache unterstützen
(Bild: Quelle)

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Wenn ihr [die Schriften] verdreht, so wird dies zu eurer eigenen Vernichtung sein

31. Dezember 2016, 06:56am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere sagt Zeezrom und den Ammonihaiten: „Nun brauche ich die Sache nicht zu wiederholen; was ich gesagt habe, mag genügen. Siehe, die Schriften liegen vor euch; wenn ihr sie verdreht, so wird dies zu eurer eigenen Vernichtung sein.“ (Alma 13:20)

Etwas verdrehen bedeutet in diesem Zusammenhang die Worte des Herrn entstellen bzw. seine Aussagen verkehren oder so zurechtzubiegen, dass sie seinen eigenen Vorstellungen entsprechen. Die ursprüngliche Bedeutung wird danach nicht mehr verstanden, oder sogar negiert, Wahrheit ist nicht mehr gegeben.

Wenn ihr [die Schriften] verdreht, so wird dies zu eurer eigenen Vernichtung sein. Auch der Apostel Petrus spricht dieses Problem gegenüber der gläubigen Christenschaft in seinem zweiten Brief an, als er über die Briefe des Apostels Paulus schreibt: „... In ihnen ist manches schwer zu verstehen und die Unwissenden, die noch nicht gefestigt sind, verdrehen diese Stellen ebenso wie die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben.“ (2. Petrus 3:16). Es ist verständlich, dass man schwer zu verstehende Texte untereinander diskutiert, um sie zu verstehen. Dabei darf man aber nicht dazu neigen, den Inhalt so zu verdrehen, dass er irgendwie in sein Gedankenschema passt oder seinen Vorlieben entspricht. Wenn ich das mit dem Wort Gottes mache, führt das zu meinem geistigen Verderben, weil ich ja nun etwas für wahr halte, was mich in die falsche Richtung führt, ins Verderben, auf den Abgrund zu, direkt in die Hände Luzifers. Vor jenen, die die Schriften manipulieren, muss ich mich in Acht nehmen (2. Petrus 3:17). Wie erkennst du Veränderungen der Wahrworte des Herrn?

(Bild: Quelle)

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Melchisedek richtete in dem Land in seinen Tagen Frieden auf

30. Dezember 2016, 07:50am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere unterrichtet die Ammonihaiten über das Wirken des Hohepriesters Melchesedek unter seinem in die Irre gegangenen Volk (Alma 13:17): „aber Melchisedek, da er mächtigen Glauben ausgeübt und das Amt des Hohen Priestertums gemäß der heiligen Ordnung Gottes empfangen hatte, predigte seinem Volk Umkehr. Und siehe, sie kehrten um; und Melchisedek richtete in dem Land in seinen Tagen Frieden auf; darum wurde er der Fürst des Friedens genannt, denn er war der König von Salem; und er regierte unter seinem Vater.“ (Alma 13:18).

Melchisedek richtete in dem Land in seinen Tagen Frieden auf. Obwohl in der Einheitsübersetzung im Alten Testament nur an zwei Stellen erwähnt und im Neuen Testament an neun, wissen wir doch aus diesen dürftigen Angaben und aus weiteren Quellen, dass Melchisedek ein höchst geachteter Diener Gottes war. Im Brief des Paulus oder einer seiner Mitarbeiter an die Hebräer wird er als „Abbild des Sohnes Gottes“ (Hebräer 7:3) und in neuzeitlicher Offenbarung an Joseph Smith sogar, aufgrund seiner erfolgreichen Friedensbemühungen unter seinem Volk, als „der Fürst des Friedens ...“ bezeichnet (JSÜ Genesis 14:33), wie auch Christus (Jesaja 9:5). Kein Wunder, war er doch ein „Mann des Glaubens, der Rechtschaffenheit wirkte“ und Gott schon als Kind fürchtete und Wundertaten vollbrachte (JSÜ Genesis 14:26).

So von Gott anerkannt, wurde er dann auch „... als Hoherpriester nach der Ordnung des Bundes ordiniert, den Gott mit Henoch gemacht hatte, ...“ (JSÜ Genesis 14:27-28). Alma der Jüngere rundet das Bild über Melchisedek ab: „Nun gab es viele vor ihm und es gab auch viele nach ihm, aber keiner war größer; darum hat er besondere Erwähnung durch sie gefunden.“ (Alma 13:19). Sogar das Priestertum nach der Ordnung des Sohnes Gottes wurde nach ihm benannt (Lehre und Bündnisse 107:4). Ich lerne daraus, dass jemand, der nicht unbedingt in den Vordergrund gerückt wird, also populär ist, dennoch in den Augen Gottes Besonderes leisten kann. So gibt es unzählige Menschen, die nicht zu einem Neujahrsempfang des Bundespräsidenten ins Schloss Bellevue eingeladen werden, aber dennoch tagtäglich Großes in ihrem Bereich vollbringen. Man muss nicht im Rampenlicht stehen, die meisten Menschen dienen ihrem Nächsten erfolgreich ganz im Stillen (Matthäus 6:16-18). Bevorzugst du Popularität oder Dienst du im Stillen?

Bundespräsident Gauck ehrt ehrenamtlich engagierte Bürger
(Bild: Quelle)

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Damit dadurch das Volk nach dem Sohn Gottes ausschauen würde

29. Dezember 2016, 06:20am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nachdem Alma der Jüngere über die Verordnung gesprochen hat, mit der das Hohe Priestertum übertragen wurde (Alma 13:8), erklärt er den Grund für die Art des Vorgehens: „Nun wurden diese Verordnungen auf diese Weise gegeben, damit dadurch das Volk nach dem Sohn Gottes ausschauen würde, denn dies war ein Sinnbild seiner Ordnung, oder es war seine Ordnung; und dies, damit sie nach ihm ausschauten zur Vergebung ihrer Sünden, damit sie in die Ruhe des Herrn eingehen könnten.“ (Alma 13:16).

Eine Verordnung ist eine Norm - eine Regel - nach der man sich verhalten soll. Sie wird von einem hierzu autorisierten Organ erlassen. So `verordnet´ der Arzt z. B. ein Rezept, das besagt, welches Medikament der Patient bekommen und wie er es handhaben soll. Das Bundesverkehrsministerium z. B. erlässt eine „Verordnung über die Zulassung von Fahrzeugen zum Straßenverkehr (Fahrzeug-Zulassungsverordnung - FZV). Im Reich Gottes gibt es auch Verordnungen. Im Fall des Priestertums regelt sie, wie es zu übertragen und zu gebrauchen ist.

Damit dadurch das Volk nach dem Sohn Gottes ausschauen würde. Alle Verordnungen im Reich Gottes sind heilige Handlungen mit symbolischem Charakter. Bruce R. McConkie, verstorbenes Mitglied des Kollegiums der Zwölf Apostel, erklärte: „Jede göttliche Verordnung und Verrichtung, die von Gott gegeben wurde, jedes Opfer, Symbol und Gleichnis, alles, was Gott seinem Volk jemals gegeben hat – all dies wurde dazu verordnet und eingerichtet, dass es von seinem Sohn Zeugnis ablege und den Glauben gläubiger Menschen auf ihn ausrichte und die Erlösung, zu der er vorherordiniert war, zustande bringe.“ (The Promised Messiah: The First Coming of Christ, 1978, Seite 28). So ist z. B. die Taufe eine Verordnung, die die Grablegung des sündigen Menschen und die Auferstehung des gereinigten Menschen symbolisiert, und damit auf das Sühnopfer von Jesus Christus hinweist. Das Aufsehen zu der an einer Stange aufgehängten Kupferschlange rettete den Israeliten, der von einer Schlange gebissen wurde. Dies symbolisiert die Errettung der Menschen durch den Kreuzestod Jesu, wenn sie auf ihn blicken (Numeri 21:8-9; 1. Petrus 2:24). Wollen wir in die Gegenwart unserer himmlischen Eltern zurückkehren, „in die Ruhe des Herrn eingehen“, müssen wir alle für uns gültigen göttlichen Verordnungen befolgen (Lehre und Bündnisse 52:14-16). Welche göttlichen Verordnungen kennst du aus der Heiligen Schrift?

Die Siegelung, eine Tempelverordnung
(Bild: Quelle; lies dort auch den Artikel: „Unsere Bündnisse mit Gott begreifen“)

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Selbst unser Vater Abraham zahlte als Zehnten den zehnten Teil all dessen, was er besaß

28. Dezember 2016, 05:49am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere erklärt weiter: „Und es war dieser selbe Melchisedek, dem Abraham den Zehnten zahlte; ja, selbst unser Vater Abraham zahlte als Zehnten den zehnten Teil all dessen, was er besaß.“ (Alma 13:15).

Woher wusste Alma, dass Abraham dem Hohen Priester Melchisedek den Zehnten zahlte, und was ist der Zehnte? Die Nephiten hatten ja aus Jerusalem die Messingplatten Labans mitgenommen. Auf ihnen sind die Prophezeiungen der heiligen Propheten, vom Schöpfungsbericht bis hin zur Regierung Zidkijas, dem letzten König von Juda (2. Könige 14:17-20), aufgezeichnet (1. Nephi 5:10-16). Und so kannten sie natürlich auch die Geschichte, wie Abraham zu Melchisedek kam und ihm, dem Hohepriester, der u. a. dazu berufen war „... den Zehnten für die Armen zu empfangen.“ (JSÜ Genesis 14:36-38), seinen Zehnten übergab (Um 2000 v. Chr.; Genesis 14:18-20). Der Zehnte Ist, wie wir aus dem Alten Testament her wissen, eine Abgabe an den Herrn, und zwar ein Zehntel des Ertrages, und dieser Teil ist dem Herrn etwas Heiliges (Levitikus 27:30). Früher wurde er in Naturalien entrichet, heutzutage in monetärer Form.

Auch heute gilt dieses Gesetz und ein jedes gläubige und treue Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage entrichtet diesen monatlich oder jährlich an seinen Bischof (Lehre und Bündnisse 119:4). Über die Verwendung entscheidet der „Rat zur Verwendung der Zehntengelder“, der aus der Ersten Präsidentschaft, dem Kollegium der Zwölf Apostel und der Präsidierenden Bischofschaft besteht (Lehre und Bündnisse 120). Elder Dallin H. Oaks hat erklärt: „Die [Zehntengelder] werden verwendet, um Tempel und andere Gotteshäuser zu bauen und zu unterhalten, in aller Welt Missionsarbeit zu betreiben, die heiligen Schriften zu übersetzen und zu veröffentlichen, Hilfsmittel für die Erlösung der Toten zu beschaffen, religiöse Unterweisung zu finanzieren und andere Absichten der Kirche zu unterstützen, wie es die erwählten Diener des Herrn bestimmen.“ (Der Stern, Juli 1994, Seite 31.). Der Zehnte ist eine Glaubensprüfung mit Segnungen für die Ewigkeit (lies die Aussagen von Elder Robert D. Hales).

Selbst unser Vater Abraham zahlte als Zehnten den zehnten Teil all dessen, was er besaß. Ich folge gern der Aufforderung aus Maleachi 3:8-10 (um die 400 v. Chr.) und bin bemüht, den Herrn nicht zu betrügen und meinen vollen Zehnten in sein Kornhaus zu bringen. Wie gehst du mit diesem Gesetz um?

Treffen Abrahams und Melchisedeks, Ölgemälde von Dierick Bouts
(Bild: Quelle)

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Dass ihr euch vor Gott demütigt und Frucht hervorbringt, die der Umkehr entspricht

27. Dezember 2016, 05:47am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere fährt fort über die Ordinierung zum Hohen Priestertum zu sprechen (Alma 12:7-12) und gibt dann seinen Zuhörern eine Aufforderung: „Und nun, meine Brüder, möchte ich, dass ihr euch vor Gott demütigt und Frucht hervorbringt, die der Umkehr entspricht, damit auch ihr in diese Ruhe eingehen könnt.“ (Alma 13:13)
Was nützen einem Belehrungen und daraus gezogene Erkenntnisse, wenn man diese nicht auch im täglichen Leben richtig anwendet. Nur ist es meistens so, dass wir Menschen träge sind und nicht unbedingt Änderungen in unserem Leben ganz freiwillig angehen. In der Physik ist die Massenträgheit die Eigenschaft der Körper, ihre Position oder Bewegung beizubehalten, solange keine äußere Kraft auf sie einwirkt. Aus diesem Grund ist es auch bei uns Menschen hilfreich, wenn wir durch Aufforderungen von außen ermuntert werden, etwas für unseren Fortschritt zu tun.
Dass ihr euch vor Gott demütigt und Frucht hervorbringt, die der Umkehr entspricht. In ganz ähnlicher Weise forderte auch Johannes der Täufer seine Zuhörerschaft auf: „Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, ...“ (Matthäus 3:8). Was ist nun die Frucht der Umkehr? In einem Brief Mormons an seinen Sohn verabscheut dieser die Taufe von Kleinkindern, da sie noch keine Sünde begehen können (Moroni 8:8-9), aber für Menschen, die das Alter der Verantwortlichkeit für ihr Tun erreicht haben (Moroni 8:10), ist die erste Frucht der Umkehr die Taufe (Moroni 8:25). Weitere Früchte ergeben sich aus dem gelebten Glauben in Zusammenhang mit dem Halten der Gebote des Herrn, und zwar bis ans Lebensende (2. Nephi 31:20). Welche Früchte der Umkehr kommen dir in den Sinn? Eventuell möchtest du in der Ansprache von Russel M. Nelson spicken unter „Die Früchte der Umkehr“.

(Bild: Quelle)

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Darum wurden sie nach dieser heiligen Ordnung berufen und wurden geheiligt

26. Dezember 2016, 08:21am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Über diejenigen, die zum Hohen Priestertum berufen und ordiniert wurden, sagt Alma der Jüngere: „darum wurden sie nach dieser heiligen Ordnung berufen und wurden geheiligt, und ihre Kleider wurden durch das Blut des Lammes weiß gewaschen. 12  Nun konnten sie, nachdem sie durch den Heiligen Geist geheiligt worden waren, weil sie ihre Kleider hatten weiß machen lassen und selbst vor Gott rein und makellos waren, nicht anders, als nur mit Abscheu auf Sünde blicken; und es gab viele, überaus sehr viele, die rein gemacht wurden und in die Ruhe des Herrn, ihres Gottes, eingingen.“ (Alma 13:11-12).

Darum wurden sie nach dieser heiligen Ordnung berufen und wurden geheiligt. Was ist darunter zu verstehen, dass sie geheiligt wurden? Nachdem wir hier auf dieser Erde oft gegenüber unserem himmlischen Vater ungehorsam sind, verunreinigen wir uns. Von dieser Unreinheit müssen wir wieder gereinigt werden, wollen wir in seine Gegenwart zurückkehren. Diese Reinigung erfolgt durch die „Neugeburt“, die Taufe im Wasser und die anschließende Taufe durch den Geist; und durch das Blut Christi werden wir schlussendlich geheiligt (Köstliche Perle Mose 6:59-60).

Allerdings müssen wir berücksichtigen, dass auch wenn wir geheiligt wurden, wir in unserem weiteren irdischen Leben Versuchungen ausgesetzt bleiben, und wenn wir ihnen nachgeben, wir uns dadurch erneut immer wieder „entheiligen“. Deshalb sind wir alle aufgefordert immer zu wachen und zu beten, damit wir nicht in Versuchung fallen (Lehre und Bündnisse 20:33-34). Zu seinen Jüngern sagte er in Getsemani: „Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ (Matthäus 26:41). Was unternimmst du, um geheiligt zu bleiben oder wieder erneut zu werden?

„Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“
(Matthäus 26:41; Bild: Quelle)

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So werden sie Hohepriester immerdar nach der Ordnung des Sohnes

25. Dezember 2016, 07:36am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Ältere spricht weiter über die Ordinierung von Hohepriestern: „so werden sie Hohepriester immerdar nach der Ordnung des Sohnes, des Einziggezeugten des Vaters, der ohne Anfang der Tage oder Ende der Jahre ist, der voller Gnade, Gerechtigkeit und Wahrheit ist. Und so ist es. Amen.“ (Alma 13:9).

So werden sie Hohepriester immerdar nach der Ordnung des Sohnes. Wie ist diese Aussage zu verstehen, sie werden Hohepriester sein immerdar? In neuzeitlicher Offenbarung an den Propheten Joseph Smith, erklärt der Herr ihm im September 1832, nachdem er ihm die Priestertumslinie von Mose bis Adam aufgezeigt hatte (Lehre und Bündnisse 84:6-16), dass dieses Priestertum „... ohne Anfang der Tage oder Ende der Jahre.“ ist (Lehre und Bündnisse 84:17). Über Melchisedek, einen solchen Hohepriester wird uns berichtet, dass er dieses Amt für immer bekleiden wird (Hebräer 7:3; 6:20; Alma 13:14). Präsident Joseph Fielding Smith sagte einmal zu Elder Harold B. Lee: „Wenn Sie einen Mann in dieser Kirche in ein Amt berufen und er stirbt am nächsten Tag, so hat dieses Amt einen Einfluss darauf, wozu er berufen werden wird, wenn er diese Erde verlässt.“ (siehe hier, allerdings in Englisch: „If you have called a man to a position in this church and he dies the next day, that position would have a bearing on what he will be called to do when he leaves this earth.“).

Aus all diesen Aussagen lerne ich: Dieses Priestertum bestand schon immer und wird ewig bestehen und diejenigen, die dazu ordiniert wurden, werden ebenso für immer darin dienen dürfen, wenn sie als rechtschaffene Menschen sterben. Demzufolge bemühe ich mich Schritt für Schritt, rechtschaffener zu werden.

König Benjamin ordiniert seinen Sohn Mosia um 121 v. Chr.
(Mosia 6:3; Bild: Quelle)

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