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Glaubensansichten

Ich sage nicht, dass er zu der Zeit zu uns kommen wird

2. Oktober 2016, 07:01am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere sagt über das Kommen Jesu: „Siehe, ich sage nicht, dass er zu der Zeit zu uns kommen wird, da er in seiner sterblichen Hülle wohnt; denn siehe, der Geist hat mir nicht gesagt, dass dies der Fall sein werde. Was nun dies betrifft, so weiß ich es nicht; aber soviel weiß ich, dass der Herr, Gott, die Macht hat, alles zu tun, was gemäß seinem Wort ist.“ (Alma 7:8).

Ich sage nicht, dass er zu der Zeit zu uns kommen wird. Hier bringt der präsidierende Hohe Priester und Prophet der Kirche des Herrn, Alma der Jüngere, 83 Jahre bevor der Herr sich, von seinem himmlischen Thron neben seinem Vater, herablässt (1. Nephi 11:16-18), im Land Jerusalem der östlichen Erdhälfte, einen irdischen Körper auf der Erde anzunehmen, klar zum Ausdruck, dass Christus nicht mit seinem irdischen Körper ihr Land auf der westlichen Halbkugel besuchen würde.

Wie recht er doch wieder haben sollte. Wie auch nicht, er ist ja zu dieser Zeit das Sprachrohr Gottes auf Erden. Christus besuchte diese Erdhälfte nämlich erst 34 Jahre nach seiner Geburt und somit als auferstandenes Wesen (1. Nephi 11:13-14), also tatsächlich nicht in „seiner sterblichen Hülle“. Daran erkennst du Propheten Gottes: Was sie im Namen des Herrn sprechen, trifft ein! Manchen dauert es vielleicht zu lange, bis das Prophezeite eintrifft und sie wollen partout nicht daran glauben, bis es für sie zu spät ist (beispielhaft die Vorhersage der Zeichen des Todes von Jesu: 3. Nephi 8:3-4, die dann eintrafen: 3. Nephi 8:5 ff) und sie unvorbereitet Vernichtung trifft (3. Nephi 8:15).

Ich ziehe wiedermal daraus den Schluss, dass ich sowohl auf die Worte der verstorbenen, aber noch mehr auf die der lebenden Propheten, achte und sie versuche zu befolgen. Welche Schlüsse ziehst du?

christus-erscheint-den-nephitenJesus besucht die Nephiten als Auferstandener
(Bild: Quelle; Seite 121)

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Die Zeit ist nicht fern, da der Erlöser lebt und zu seinem Volk kommt

1. Oktober 2016, 05:34am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Etwa 83 v. Chr. prophezeit Alma der Jüngere seinem Volk im Tal Gideon: „Denn siehe, ich sage euch, es gibt vieles, was kommen wird; und siehe, eines ist wichtiger als alles andere—denn siehe, die Zeit ist nicht fern, da der Erlöser lebt und zu seinem Volk kommt.“ (Alma 7:7).

Alma der Jüngere sagt, dass in der Zukunft viele Ereignisse eintreffen werden, doch dass davon ein Ereignis wichtiger sein wird, als alle anderen: Die Geburt des `Erlösers´ hier auf die Erde inmitten seines Volkes. Alma sagt dieses Ereignis der Ereignisse, das sich auf der östlichen Hemisphäre 83 Jahre später ereignen sollte, auf der westlichen Hemisphäre voraus. Ein Jahr später wiederholt er diese Vorhersage nochmals gegenüber dem Volk von Ammoniha (Alma 9:26), welches nahe der Grenze zum Land Zarahemla lebt, als er diesem das Wort Gottes predigte (Alma 25:28:1,3,6).

Die Zeit ist nicht fern, da der Erlöser lebt und zu seinem Volk kommt. Was denkst du, wer nur konnte ein solches Geschehen vorhersagen? Doch nur ein Prophet des Herrn, dem solches durch den Geist offenbart wurde. Wie wir inzwischen alle aus dem Neuen Testament wissen, ist dieses Ereignis auch tatsächlich eingetroffen (Matthäus 1:18).

Leider gibt es nur wenig Menschen, die an die Worte von Propheten des Herrn glauben. Ich weiß, dass wir auch heute lebende Propheten haben, die uns das Wort Gottes verkünden, verbunden mit der Aussage: „... so spricht der Herr ...“ (Beispielhaft Lehre und Bündnisse 70:2). Gerade heute und morgen sprechen wieder vom Herrn berufene Diener zu allem Volk der Erde auf der Herbstgeneralkonferenz der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (nachlesen hier). Und ich höre auf ihr Wort, und versuche es mehr und mehr in meinem Leben umzusetzen. Wie gehst du mit ihren Worten um?

stimme-des-prophetetnKommt höret, was der Heiland spricht, Propheten tat er´s kund (Gesangbuch Nr. 13)
(Bild: Quelle)

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Ich vertraue darauf, dass ihr nicht Götzen anbetet

30. September 2016, 05:55am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere fährt in positiver Bestärkung des Kirchenvolkes im Tal Gideon fort: „Aber siehe, ich vertraue darauf, dass ihr nicht in einem Zustand von ebensoviel Unglauben seid, wie eure Brüder es waren; ich vertraue darauf, dass ihr nicht in Herzensstolz überheblich geworden seid; ja, ich vertraue darauf, dass ihr euer Herz nicht auf Reichtümer und die Nichtigkeiten der Welt gesetzt habt; ja, ich vertraue darauf, dass ihr nicht Götzen anbetet, sondern dass ihr den wahren und lebendigen Gott anbetet und dass ihr mit immerwährendem Glauben nach der Vergebung eurer Sünden ausschaut, die kommen wird.“ (Alma 7:6).

Das erste Gebot, das der Herr uns Menschen durch Mose hat geben lassen, lautet: „Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus. Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.“ (Exodus 20:2-3). Nachbarvölker Israels, hatten viele Götter die sie verehrten (Polytheismus) und damit mussten sich die Israeliten, die ja nur den einen Gott verehren sollten, auseinandersetzen. Da gab es die Kanaaniter, Babylonier, Griechen, Ägypter und weitere Nachbarvölker mit ihren diversen Gottheiten. Israel war aufgefordert, keinen dieser, der eigenen Religion fremden Götter, zu verehren.

Ich vertraue darauf, dass ihr nicht Götzen anbetet. Auch für mich heutzutage ist dieses erste der zehn Gebote in Kraft. Es gibt auch heute unterschiedlichste Gottheiten unter den Völkern. So soll es im Hinduismus mehre Millionen Götter geben. Aber diese sind für mich wohl nicht die große Gefahr, dass ich sie anbete. Wohl eher bereitet mir u. U. der Mammonismus (Geldgier) Schwierigkeiten, mich von meinem einzig zu verehrenden Gott abzuwenden. Mein stärkstes Streben muss es sein, dem Vorbild Jesu nachzueifern. Sollte es mir dann noch gewährt sein, in äußerst bescheidenem Maß `weltlichen Reichtum´ zu erlangen, will ich damit Gutes tun, Arme und Bedürftige unterstützen. Wie sieht dein Gottesbild aus und welchen Gott betest du an und welchem dienst du?

goetzenDer Tanz um das goldene Kalb (Exodus 32:8)
(Bild: Quelle)

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Meine Freude an ihnen kommt erst nach dem Durchwaten von viel Bedrängnis und Sorge

29. September 2016, 05:41am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere beginnt seine Ansprache an das Volk im Tal Gideon mit einer Erklärung, warum er jetzt erst das erste Mal persönlich zu ihnen sprechen kann (Alma 7:1) und bekundet seine positive Hoffnung darüber, dass sie sich gegenüber Gott gedemütigt hätten (Alma 7:3) und der Bekundung, dass ihre Brüder in Zarahemla, sich wieder dem Herrn zugewandt haben (Alma 7:4): „Und gemäß dem Geist Gottes, der in mir ist, vertraue ich darauf, dass ich auch an euch Freude haben werde; doch wünsche ich nicht, dass meine Freude an euch durch ebenso viele Bedrängnisse und Sorge zustande komme, wie ich sie für die Brüder in Zarahemla empfunden habe; denn siehe, meine Freude an ihnen kommt erst nach dem Durchwaten von viel Bedrängnis und Sorge.“ (Alma 7:5).

Vielleicht hast du schon mal die Redewendung gehört: „Wir mussten durch tiefsten Morast waten“. Morast ist ein sumpfiger, schlammiger Boden und es bedarf größerer Anstrengungen, sich darin fortzubewegen. Ist man darin z. B. mit einem Gefährt unterwegs, kann man ohne Weiteres stecken bleiben, weil es tief einsinkt.

Meine Freude an ihnen kommt erst nach dem Durchwaten von viel Bedrängnis und Sorge. Alma der Jüngere erzählt nun dem Volk in Gideon, dass es für ihn sehr schwer war, die Mitglieder der Kirche in Zarahemla, nachdem sie sich vom Herrn abgewandt hatten, wieder auf den rechten Weg zurückzuführen. Ihre gottlose Einstellung, verbunden mit entsprechendem negativen Handeln, hat ihn in eine schwierige und unangenehme Lage gebracht und Sorgen bereitet, wie er sie dazu bewegen konnte, von diesem falschen Weg umzukehren. Nachdem er dann erfolgreich diese Schwierigkeiten `durchwatet´ hatte, konnte er Freude empfinden.

Auf mich bezogen, mache ich mir Gedanken darüber, wem ich solche Schwierigkeiten bereitet habe, oder auch noch bereite. Meinen lieben Eltern habe ich sicherlich häufig solches `Durchwaten´ bereitet und nicht zuletzt Christus. Dennoch lieben sie mich und versuchen mir zu helfen Umkehr zu üben. Dafür schulde ich ihnen größten Dank. Diesen kann ich am besten dadurch zum Ausdruck bringen, indem ich ihnen letztendlich doch noch Freude bereite dadurch, dass ich mich ständig bemühe, auf den rechten Pfad zurückzukehren. Was unternimmst du, um denjenigen, die sich um dich bemühen, nach `Durchwaten von viel Bedrängnis und Sorge´ doch noch Freude zu bereiten?

durchwatenJona musste auch Bedrängnisse durchwaten (Jona 1)
(Bild: Quelle)

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Gemäß dem Zeugnis von Jesus Christus

28. September 2016, 05:39am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nachdem Alma der Jüngere seine Konferenz in Zarahemla abgeschlossen und geistliche Führer ordiniert hatte (Alma 6:1), nachte er sich auf den Weg zum Volk im Tal Gideon jenseits des Flusses Sidon (Alma 6:7): „Und Alma ging hin und fing an, der Kirche, die im Tal Gideon aufgerichtet war, das Wort Gottes zu verkünden, gemäß der Offenbarung über die Wahrheit des Wortes, das von seinen Vätern gesprochen worden war, und gemäß dem Geist der Prophezeiung, der in ihm war, gemäß dem Zeugnis von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, der kommen wird, um sein Volk von ihren Sünden zu erlösen, und der heiligen Ordnung, durch die er berufen war. Und so ist es geschrieben. Amen.“ (Alma 6:8).

Wenn jemand das Zeugnis von Jesus Christus hat, besitzt er den Geist prophetischer Rede (Offenbarung 19:10). So war es bei Alma und so war es und ist es in jeder der Evangeliumszeiten (siehe hier), die seit Menschenbeginn waren und in einer solchen, in der wir heute leben. Nach einer Rede von Joseph Smith am 16. Juni 1844 in Nauvoo, Illinois, schickt Gott immer dann eine neue Evangeliumszeit in die Welt, wenn Menschen von der Wahrheit abgefallen sind und das Priestertum, die Vollmacht im Namen Gottes auf Erden zu handeln, verloren haben. So haben z. B. Adam, Henoch, Noach, Abraham, Mose, Jesus Christus und andere jeweils eine neue Evangeliumszeit begonnen, weil sich die Menschheit zwischendurch gegen Christus gestellt hatte und das Priestertum von der Erde genommen wurde, und der Herr jeweils durch einen neuen Propheten die Wahrheit des Plans der Erlösung offenbarte und das Priestertum wiederhergestellt wurde. Das letzte Beispiel ist Joseph Smith (Leher und Bündnisse 27:13). Ihm wurden die Schlüssel des Himmels übergeben (Lehre und Bündnisse 110:12-16) und er war derjenige, der in dieser letzten Evangeliumszeit, der Zeit der Fülle, als erster das Priestertum wieder empfing und als Schlüsselträger weitergeben durfte (Lehre und Bündnisse 27:12-13).

Gemäß dem Zeugnis von Jesus Christus. Weil seit Joseph Smith wieder die Schlüssel des Himmelreiches auf Erden sind (zur Vertiefung lies auch: „Das Priestertum von Adam bis zur Wiederherstellung“), sprechen mit ebendieser Vollmacht, mit der Alma der Jüngere zu seinem Volk gesprochen hat, auch unsere heutigen Propheten, Seher und Offenbarer zu uns. Ich vernehme ihre Stimme und bemühe mich ihren Aufforderungen zu folgen. Wie gehst du mit den Worten um, die sie auch zu dir sprechen?

elijah-appearing-in-the-kirtland-temple-322894-galleryElias überträgt Schlüssel der Evangeliumszeit Abrahams an Joseph Smith und Oliver Cowdery (Lehre und Bündnisse 110:12)
(Bild: Quelle)

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Den Kindern Gottes war es geboten, oft zusammenzukommen

27. September 2016, 07:11am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere stellt nicht zuletzt noch fest: „Nun möchte ich, dass ihr versteht, dass das Wort Gottes für alle da war, so dass niemandem die Freiheit vorenthalten wurde, sich zu versammeln, um das Wort Gottes zu hören. 6  Doch den Kindern Gottes war es geboten, oft zusammenzukommen und sich in Fasten und mächtigem Beten für das Wohlergehen der Seele derer zu vereinen, die Gott nicht kannten“ (Alma 6:5-6).

Den Kindern Gottes war es geboten, oft zusammenzukommen. Nachdem Alma der Jüngere nach der Konferenz in der Stadt Zarahemla alle Kirchenangelegenheiten erledigt hatte (Alma 6:2-4), machte er noch zwei Feststellungen:

  • Das Wort Gottes ist für alle da
    Alma der Jüngere wünscht sich, dass die Mitglieder verstehen, dass das Evangelium von Jesus Christus für alle Kinder Gottes da ist und niemand davon abgehalten werden darf. sich zu dem Zweck zusammenzufinden, das Wort Gottes zu hören. Sein Wunsch gilt selbstredend auch heute in unserer Zeit. Alle Menschen sind eingeladen die Versammlungen der Kirche zu besuchen, um sein Wort zu hören und niemand ist abzuweisen, der das gerne möchte. Das ist für den einen oder anderen manchmal eine Herausforderung, nämlich dann, wenn er meint, dass derjenige nicht unbedingt sympathisch ist, nicht gut genug gekleidet sei, vielleicht unerwartet riecht …
  • Den Kindern Gottes war es geboten, oft zusammenzukommen 
    Oftmals hat man den Eindruck: Ach noch eine Zusammenkunft, ist das nicht ein bisschen zu viel des Guten? Nun, selbstredend darf eine Zusammenkunft der Mitglieder nicht um der Zusammenkunft willen einberufen werden. Sinn und Zweck einer Versammlung müssen darin bestehen, die Versammelten, als auch diejenigen, die abseitsstehen, Christus und einander näher zu bringen. Nicht umsonst sagt Alma der Jüngere, dass es in den Versammlungen darum gehen soll, „sich in Fasten und mächtigem Beten für das Wohlergehen der Seele derer zu vereinen, die Gott nicht kannten.“

Nachdem Alma der Jüngere in Zarahemla alle Kirchenangelegenheiten geordnet hatte, ging er auf die Ostseite des Flusses Sidon in das Tal Gideon in die Stadt Gideon und tat dort desgleichen (Alma 6:7-8). Was denkst du also über dieses Versammlungsgebot, und worin siehst du es in unserer heutigen Zeit erfüllt?

versammelnEine versammelte Menge lauscht dem Wort Gottes
(Bild: Quelle)

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Ordinierte er gemäß der Ordnung Gottes durch Auflegen seiner Hände Priester und Älteste

26. September 2016, 06:00am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere organisiert um 83 v. Chr. in der Stadt Zarahemla die dort aufgerichtete Kirche: „Und nun begab es sich: Nachdem Alma mit seiner Rede an das Volk der Kirche, die in der Stadt Zarahemla aufgerichtet war, zu Ende gekommen war, ordinierte er gemäß der Ordnung Gottes durch Auflegen seiner Hände Priester und Älteste, die der Kirche vorstehen und über sie wachen sollten.“ (Alma 6:1).

Ordinierte er gemäß der Ordnung Gottes durch Auflegen seiner Hände Priester und Älteste. Genau wie damals 83 v. Chr., Alma der Jüngere in Zarahemla eine Konferenz mit allen Mitgliedern der Kirche dort abhielt, werden in heutiger Zeit in der Kirche des Herrn Konferenzen abgehalten. Zweimal im Jahr dürfen wir an einer sogenannten Generalkonferenz, an der die Mitglieder der Kirche in der ganzen Welt, und auch all diejenigen Nichtmitglieder, die gerne möchten, teilnehmen. Auch hier sprechen die vom Herrn berufenen Propheten, Apostel und sonstige Generalautoritäten der Kirche des Herrn. Auch sie teilen uns, wie Alma der Jüngere, das Wort des Gottes mit, und fordern uns auf, das Gehörte in die Tat umzusetzen. Gleiches geschieht dann auf Pfahlebene zweimal und einmal jährlich auf Gemeindeebene (siehe hier). Nach solchen Konferenzen werden dann auch Priester und Älteste und weitere Amtsträgerinnen und Amtsträger, durch Händeauflegen, von den dazu von Gott bevollmächtigten Dienern, ordiniert. Vorher werden sie den versammelten Mitgliedern zur Bestätigung vorgelegt. Die letzte weltweite Bestätigung von Beamten der Kirche kannst du dir hier ansehen, die nächste findet am kommenden Wochenende statt (siehe hier). Die Einsetzung in das Amt oder die Ordination im Priestertum erfolgt dann nach der Konferenzversammlung durch dazu berufene Diener des Herrn, so wie Alma der Jüngere berufen war, dies nach seiner Konferenzversammlung durch das Auflegen seiner Hände zu tun. Was für Empfindungen hattest du bei deiner letzten Einsetzung oder Berufung durch Händeauflegen?

berufungen_König Mosia ordiniert Alma den Älteren
(Bild: Quelle)

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Achtet darauf, dass ihr die Worte tut, die ich zu euch gesprochen habe

25. September 2016, 05:29am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der Abschluss der Rede Alma des Jüngeren an das Volk der Kirche um 83 v. Chr.: „Und nun gebiete ich, Alma, euch in der Sprache dessen, der mir geboten hat: Achtet darauf, dass ihr die Worte tut, die ich zu euch gesprochen habe. 62  Euch, die ihr der Kirche angehört, sage ich es als Gebot, denen aber, die nicht der Kirche angehören, sage ich es als Einladung, nämlich: Kommt und lasst euch taufen zur Umkehr, damit auch ihr von der Frucht des Baumes des Lebens essen könnt.“ (Alma 5:61-62).

Was nützt es mir, wenn ich gesagt bekomme, du kannst dich vor Schadprogrammen schützen, indem du die Anhänge in Mails von Unbekannten nicht öffnest, ich aber nicht danach handle? Die Neugier ist vielleicht zu groß etwas zu verpassen und schon ist es passiert: Der Inhalt des Rechners ist verschlüsselt und somit mein ganzes mühsam Erarbeitetes für mich nicht mehr zugänglich. So mancher würde dann sagen: „Durch Schaden wird man klug!“ So wie es dem Fuchs erging, der die Gans verspeisen wollte. Diese meinte, vorher mit dem Fuchs noch ein Tänzchen zu wagen. Er solle mit seinem Maul einen ihrer Flügel festhalten, und wenn sie so richtig in Gang gekommen sind »Hopsa! Hopsa! Hopsa!« rufen. Als das geschah, konnte die Gans wegfliegen und der Fuchs sprach zu sich: „Wie diesmal soll es mir gewiss nicht wieder ergehen: Vor dem Essen ist kein Tanzen wieder!“

Achtet darauf, dass ihr die Worte tut, die ich zu euch gesprochen habe. Was nützt es mir, wenn ich in die Kirche gehe und vom Wort des Herrn höre, es aber in meinem Alltag nicht anwende oder sogar im schlimmsten Fall noch das Gegenteil tue? In einem solchen Fall betrüge ich mich selber (Jakobus 1:22). Alma der Jüngere sagt auch mir, der ich der Kirche heute angehöre, als Gebot, ich soll nach dem handeln, was ich in der Kirche höre und lädt, wie auch die heutigen Diener des Herrn, alle anderen ein, Umkehr zu üben und sich taufen zu lassen. Wie gehst du mit dem gehörten Wort Gottes um?

gans(Bild: Quelle)

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Wenn ihr auf seine Stimme hört, so wird er euch in seine Herde bringen

24. September 2016, 05:38am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die Rede die Alma der Jüngere an sein Kirchenvolk in deren Städten und Dörfern um 83 v. Chr. im ganzen Land vortrug, neigt sich seinem Ende zu: „Und nun sage ich euch: Der gute Hirte ruft nach euch; und wenn ihr auf seine Stimme hört, so wird er euch in seine Herde bringen, und ihr seid seine Schafe; und er gebietet euch, nicht zuzulassen, dass ein reißender Wolf unter euch einfällt, damit ihr nicht vernichtet werdet.“ (Alma 5:60).

Bei `seiner Stimme´ kann es sich manchmal um eine hörbare Botschaft vom Herrn oder seiner Boten handeln, oder aber auch um eine unhörbare an unser Herz und unseren Sinn gerichtet. Hörbar redete z. B. der Herr zu Adam und Eva, als sie sich im Garten Eden vor seinem Erscheinen versteckten (Genesis 3:8-9Köstliche Perle Mose 4:14-15). Joseph Smith hörte an einem Frühlingstag im Jahre 1820, außer der Stimme Gottvaters (JS-Lebensgeschichte 1:17), im Herbst drei Jahre später auch die Stimme eines Boten (JS-Lebensgeschichte 1:49). Die Schrift würde nicht existieren, wenn der Herr seine Stimme nicht hätte erschallen lassen, bzw. nicht erschallen lassen würde. Die Tragweite dessen, was jemand kommuniziert, lässt sich am Eintreffen des Gesagten messen.

Wenn ihr auf seine Stimme hört, so wird er euch in seine Herde bringen. All die Dinge, die der Herr entweder selber oder durch seine Propheten und Diener hat sagen lassen, ist bisher eingetroffen. Daraus leite ich ab, dass auch alles weitere, was noch nicht eingetroffen ist, bzw. was noch angekündigt wird, eintrifft. Genauso wie derjenige, der eine keimende Kartoffel in die Erde legt und entsprechend behandelt, erwartet, dass sie sich nach der Vegetationsperiode vervielfacht haben wird, so weiß ich auch, dass der Herr diejenigen in seine Herde aufnehmen wird und sie eines Tages sogar sein Angesicht sehen werden, die auf seine Stimme hören und ihr gehorchen werden, (Lehre und Bündnisse 93:1), wie Adam und Eva damals im Garten von Eden (Köstliche Perle Mose 4:23). Welche Möglichkeiten nutzt du, auf die Stimme des Herrn zu hören?

kartoffeln-ernten-566x480(Bild: Quelle)

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Wenn ein Wolf in seine Herde einfällt, verjagt er ihn

23. September 2016, 06:23am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Über das Einfallen von Wölfen in die Herde des Herrn sagt Alma der Jüngere: „Denn welcher Hirte unter euch, der viele Schafe hat, wacht nicht über sie, damit die Wölfe nicht in seine Herde einfallen und sie fressen? Und siehe, wenn ein Wolf in seine Herde einfällt, verjagt er ihn nicht? Ja, und schließlich wird er ihn, wenn er kann, vernichten.“ (Alma 5:59).

Wo Schafherden und Wölfe aufeinandertreffen, werden sich Wölfe so lange in deren Nähe aufhalten, bis sich ihnen eine Möglichkeit bietet, in die Herde einzudringen. Anstatt gezielt zu fliehen, werden die Schafe nur in Panik im Kreis rennen, und so dem Wolf zum Opfer fallen. Der Schäfer wird also alles dransetzen, dem Wolf hierfür keine Möglichkeit zu bieten. Eine große Hilfe sind ihm dabei Herdenschutzhunde. Durch Bellen und körperliches Imponiergehabe zeigt er an, dass es eine Störquelle gibt. Druckvoll nähert er sich ihr, behält sie im Auge und wird sie bei weiterer Annäherung an die Schafe vertreiben.

Wenn ein Wolf in seine Herde einfällt, verjagt er ihn. Dies kann leicht auf Mitglieder der Kirche des Herrn, seine Herde, übertragen werden. Die Herdenschutzhunde sind die Kirchenautoritäten bis hin zur Besuchslehrerin und dem Heimlehrer. Sie sind u. a. vom Herrn dazu berufen, über die Mitglieder zu wachen. Alma der Jüngere berief seinerzeit solche ` Herdenschutzhunde´ (Alma 6:1) und der Herr beruft sie genauso auch heute in seiner Kirche (Lehre und Bündnisse 46:2720:51,53-55). Es ist wunderbar, wie der Herr alles dransetzt, sich um seine Herde zu kümmern, dass Satan, der Wolf, am Eindringen gehindert wird, wie es nur geht und letztendlich auch vernichtet werden wird. Welche Maßnahmen ergreifst du, wenn der Wolf dich jagt, rennst du gezielt weg, oder nur im Kreis, bis er dich schnappt?

herdenschutzhundeHerdenschutzhunde
(Bild: Quelle)

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