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Glaubensansichten
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Ihre Gebeine würden wie Erdhaufen auf dem Land sein

12. März 2021, 05:07am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Es gab Kriege und Hungersnöte. Viele Jarediten starben.
(Bild: Quelle)

Der rechtschaffene König Kom erlangte auch ein sehr hohes Alter und übergab dann das Königsamt an seinen Sohn Schiblom (Ether 1:12), wie hier bei den Jarediten inzwischen gewohnt, nicht an den Erstgeborenen, wie bei anderen alten Völkern üblich, sondern seinen wohl Letztgeborenen. Dessen namentlich nicht genannter Bruder allerdings, lehnte sich gegen ihn auf, und wieder gab es einen großen Krieg. Ja, Schiblom ließ sogar alle Propheten, die Vernichtung vorhersagten, hinrichten (Ether 11:4-5). „und es gab großes Unheil im ganzen Land, denn sie hatten bezeugt, ein großer Fluch werde über das Land und auch über das Volk kommen, und es werde unter ihnen allen eine große Vernichtung geben, nämlich eine, wie es sie auf dem Erdboden noch nie gegeben habe, und ihre Gebeine würden wie Erdhaufen auf dem Land sein, sofern sie nicht von ihrer Schlechtigkeit umkehrten.“ (Ether 11:6).

Ihre Gebeine würden wie Erdhaufen auf dem Land sein. Eine ähnliche Aussage finde ich bei den Nephiten in der Zeit um 80 v. Chr. Das Volk der Nephiten wurde nach viel Frieden wieder in kriegerische Auseinandersetzungen mit den Lamaniten verwickelt. Der oberste Hauptmann der nephitischen Heere, Zoram, war offensichtlich ein gläubiger Mensch, denn er ging zum Hohe Priester Alma, um den Willen des Herrn in Bezug auf ihre Verteidigung einzuholen und befolgte diesen. So konnten sie gegen die Heere der Lamaniten obsiegen, wobei es unzählige Leichen gab, die `auf dem Erdboden aufgehäuft wurden´ (Alma 16:9-11).

Zurück zu den Jarediten. Die Propheten hatten dem Volk bezeugt, dass es eine noch nie dagewesene Vernichtung unter ihnen geben würde, wenn es nicht umkehren würde. König Schibloms Reaktion, er ließ diese Propheten, die solches Unheil ankündigten, umbringen (Ether 11:5). Das Zeugnis der Propheten trat ein. Die `bösen Verbindungen´ beachteten die Stimme des Herrn nicht, sondern zettelten im ganzen Land Kriege und Streitigkeiten an. Die Folge, Hungersnöte und Seuchen. Diese zusammen brachten `eine große Vernichtung´, „… wie man sie auf dem Erdboden noch nie gekannt hatte; …“ mit sich (Ether 11:7). Die Erfüllung der Zeugnisse der Propheten wird etwas später berichtet (Ether 14:21), wie auch von den Nephiten, dem Volk Zarahemla, später vorgefunden (Omni 1:22). Ich lerne, dass der Herr mir Hilfe zuteilwerden lässt, wenn ich auf seinen Rat und den seiner Diener höre, und seine Gebote befolge.

Welche Erfahrungen in Bezug auf Hilfen des Herrn in Zeiten großer Not hast du schon gemacht?

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Es kamen auch in den Tagen Koms viele Propheten

11. März 2021, 06:18am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Drei unserer heute vom Herrn gesandten Propheten
(Bild: Quelle; v. l. Dallin H. Oaks, Präsident Russel M. Nelson, Henry B. Eyring)

In diesen schlimmen Zeiten der Räuber, denen König Kom (Ether 1:13) nicht Herr werden konnte (Ether 10:33-34), warnte der Herr das Volk erneut durch Propheten, die er in das Land sandte: „Und es kamen auch in den Tagen Koms viele Propheten und prophezeiten die Vernichtung dieses großen Volkes, wenn es nicht umkehren und sich dem Herrn zuwenden und von seinen Morden und seiner Schlechtigkeit ablassen wolle.“ (Ether 11:1).

Es kamen auch in den Tagen Koms viele Propheten. Nicht nur zu Koms Zeiten hat der Herr Propheten unter das Volk gesandt, um es zu warnen. Dies geschah zu allen Zeiten da sich das Volk vom Herrn abwendete. So Beispielhaft vorher bei diesem Volk zuzeiten König Schuls (Ether7:23) oder König Hets (Ether 9:26-28).

In diesem Fall erkennen wir, dass nicht der König derjenige war, der nichtrechtschaffen lebte, und somit sein Volk verführte ebenso zu handeln, sondern dass Räuber die `geheimen Verbindungen´ wieder aufleben ließen. König Kom bemühte sich, dagegen anzukämpfen, doch leider vergebens (Ether 10:33-34). So kam es, dass das Volk schließlich von den Räubern zu Nichtrechtschaffenem Handeln verführt wurde, was wiederum den Herrn dazu veranlasste, es durch Propheten vor Vernichtung zu warnen, die unweigerlich kommen würde, wenn es von seinem schlechten Tun nicht umkehren würde. Ich lerne, dass der Herr den Menschen immer wieder noch eine Chance gibt und ihnen durch Propheten Warnung zuteilwerden lässt. Ich darf mich nicht gegen diese Warnung stellen und die Propheten, die uns der Herr auch heute gesandt hat, verwerfen oder gar noch zu vernichten versuchen, wie es das Volk zu Koms Zeiten tat. Ich sehe, dass Kom dadurch, dass er auf die Propheten hörte und ihnen Schutz bot, all seine Tage gesegnet war (Ether 11:2-3).

Wie stehst du zu Propheten, die der Herr zu den Menschen sendet, um sie vor Vernichtung zu warnen?

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Da wurde ihm das Reich weggenommen

10. März 2021, 05:51am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

König Lib, der rechtschaffen regierte (Ether 10:19), und sein Volk so anleitete, dass es kein mehr gesegnetes Volk geben konnte (Ether 10:28), übergab seinen Thron an seinen Sohn Hearthom, der auch in der Liste der Abkömmlinge aufgeführt ist (Ether 1:17). „Und es begab sich: Hearthom regierte an seines Vaters statt. Und als Hearthom vierundzwanzig Jahre regiert hatte, siehe, da wurde ihm das Reich weggenommen. Und er diente viele Jahre in Gefangenschaft, ja, selbst alle seine übrigen Tage.“ (Ether 10:30).

Da wurde ihm das Reich weggenommen. Gerade mal ein wenig mehr als einer Generation war es vergönnt, ein sehr gesegnetes Volk zu sein (Ether 10:28), da wurde dem Nachfolger und Sohn von König Lib, Hearthom, das Reich wieder entrissen und er wurde gefangen gesetzt. In dieser Gefangenschaft lebten nun wieder weitere seiner Nachkommen: Het, dessen Sohn Aaron, dessen Sohn Amnigaddach, dessen Sohn Koriantum, sowie dessen Sohn Kom (Ether 10:31; Ether 1:13-16).

Dieser Kom zog die Hälfte des Reiches an sich und regierte zweiundvierzig Jahre, um dann viele Jahre gegen König Amgid, der nicht in der Liste der Abkömmlinge im Ether 1 aufgeführt ist, zu kämpfen, und das ganze Reich wiederzuerlangen (Ether 10:32). In seinen Tagen kamen dann auch wieder `geheime Verbindungen´ auf. Sie versuchten das Reich zu zerschlagen, und Kom konnte diese nicht überwältigen (Ether 10:33-34). Ich lerne, dass auch, wenn Menschen in einem `gesegneten und glücklichen Zustand´ leben, Satan erfolgreiche Anstrengungen unternimmt, um Menschen wieder ins `Unglück´ zu stürzen. Ich werde also dem Herrn ununterbrochen Dank sagen dafür, wie gut es mir geht und alles dran setzen, um nicht den Verführungskünsten Satans zu erliegen.

Was unternimmst du, um einen langfristigen `gesegneten und glücklichen Zustand´ zu erlangen?

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Niemals konnte ein Volk mehr gesegnet sein

9. März 2021, 05:07am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Glückliche Menschen werden erfolgreicher
(Bild: Quelle)

Moronis Zusammenfassung des Zustandes der Jarediten zuzeiten des Königs Lib (Ether 10:19): „Und niemals konnte ein Volk mehr gesegnet sein, als sie es waren, und durch die Hand des Herrn mehr gedeihen. Und sie waren in einem Land, das vor allen Ländern erwählt war, denn der Herr hatte es gesagt.“ (Ether 10:28).

Niemals konnte ein Volk mehr gesegnet sein.

Bei diesem Vers kommt mir eine Parallele bei den Nephiten in den Sinn. Es war die Zeit, nachdem Christus nach seiner Auferstehung das Volk auf dem amerikanischen Kontinent besucht, und seine Kirche unter ihm aufgerichtet hatte. Sowohl Nephiten als auch Lamaniten waren zum Herrn bekehrt worden und sie lebten das `Gesetz der Weihung´, sie hatten alles gemeinsam (4. Nephi 1:3). Wie kann es einen da verwundern, dass es dann heißt: „… und gewiss konnte es kein glücklicheres Volk unter allem Volk geben, was von der Hand Gottes erschaffen worden war.“ ( 4. Nephi 1:16; Hervorhebung zugefügt). König Benjamin, der Sohn Mosias (Omni 1:23), sprach in seiner bekannten Rede um die 124 v. Chr. auf einem Turm, den er extra hatte errichten lassen, damit das gesamte versammelte Volk ihn auch hören konnte (Mosia 2:1,7), den Wunsch aus, dass sein Volk doch den gesegneten und glücklichen Zustand derer im Sinn haben sollte, die die Gebote halten (Mosia 2:41). Ich lerne, dass es zu Segnungen aus der Hand Gottes und zu einem glücklichen Zustand führt, wenn ich die Gebote des Herrn halte. Schon allein der Gedanke daran, in einer Gesellschaft zu leben, in der `alle alles gemeinsam haben´ löst Sehnsucht nach dieser Lebensform in mir aus, der Lebensform der `Vereinigten Ordnung´, in der jedem das zugestanden wird, was er unter den gegebenen Bedingungen für sich und seine Familie benötigt.

Welche Gedanken kommen in dir auf, wenn von einem `gesegneten und glücklichen Zustand´ die Rede ist?

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Sie gruben es aus der Erde; darum warfen sie mächtige Haufen Erde auf

8. März 2021, 06:22am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Dem Wanderer die Stirn geboten
(Bild: Quelle)

In den Versen wird uns das Aufblühen des Volkes geschildert, z. B.: „Und sie bearbeiteten allerart Erz, und sie erzeugten Gold und Silber und Eisen und Messing und allerart Metall; und sie gruben es aus der Erde; darum warfen sie mächtige Haufen Erde auf, um Erz zu gewinnen von Gold und von Silber und von Eisen und von Kupfer. Und sie stellten allerart feine Arbeiten her.“ (Ether 10:23).

Sie gruben es aus der Erde; darum warfen sie mächtige Haufen Erde auf. Im vorhergehenden Vers wird der Fleiß des Volkes beschrieben, und dass es Handel miteinander trieb, um Gewinne zu erzielen (Ether 10:22). Sie förderten die Schätze, die in der Erde schlummerten zutage, und nutzten die daraus produzierten Erzeugnisse wirtschaftlich. Dabei entstanden mächtige Aufhäufungen des Abraums. So etwas begegnet uns heutzutage auch allenthalben.

In den weiteren Versen, bis Vers 27, beschreibt der Bericht die einzelnen handwerklichen Tätigkeiten des Volkes: Kleidungsherstellung, Herstellung landwirtschaftlicher Gerätschaften zur Bebauung des Bodens und zur Arbeit mit seinen Tieren. Bis hierher ja alles wunderbar, aber nun kommen schon wieder Kriegswaffen ins Spiel. Auch diese durften offensichtlich nicht fehlen. Ich lerne, dass ein Volk prosperiert, wenn es fleißig ist (1. Mose 3:19) und die Gebote Gottes achtet (2. Mose 20:6). Allerdings gibt es da aber noch den Gegenpart, Luzifer, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die ganze Welt zu verführen und mit Blut und Schrecken auf der Erde zu regieren (Offenbarung 12:9). Ihm gilt es, `die Stirn zu bieten´, seinen vernichtenden geistigen Angriffen zu widerstehen.

Was meinst du, wie der Einzelne dem Bösen die Stirn bieten kann?

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Sie bewahrten das Land südwärts als Wildnis, um Wild zu haben

6. März 2021, 05:04am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Natur erhalten
(Bild: Quelle)

Unter der Herrschaft des gerechten Königs Lib (Ether 10:19) begab sich u. a. Folgendes: „Und sie bauten an der schmalen Landenge eine große Stadt, an dem Ort, wo das Meer das Land teilt. 21 Und sie bewahrten das Land südwärts als Wildnis, um Wild zu haben. Und das ganze Land nordwärts war voller Bewohner.“ (Ether 10:20-21).

Sie bewahrten das Land südwärts als Wildnis, um Wild zu haben. Das Volk prosperierte wieder, nachdem es rechtschaffen geworden war.

Bei seinem Wachstum achtete es offensichtlich darauf, dass es sich nicht seiner natürlichen Lebensgrundlage beraubte. Es überließ die Wildnis sich selber, urbanisierte sie nicht. Auf diese Weise sorgte es dafür, dass es sich natürliche Jagdgründe bewahrte, aus denen es sich mit Fleisch, und was Wald noch so hergibt, versorgen konnte. Das Volk strebte also offensichtlich eine Balance zwischen urbanem Lebensraum und Naturbelassenheit an. Ein solches gesundes Verhalten ist in unserer nur auf Profit ausgerichteten Gesellschaft leider abhandengekommen. Es geht nur darum, kurzfristig soviel Ertrag bzw. Gewinn zu erzielen wie nur möglich, koste es, was es wolle. Ich lerne, dass ich durch zügelloses Verhalten nicht dazu beitragen darf, dass unsere Lebensgrundlage zerstört wird, der Ast, auf dem wir sitzen abgesägt wird. Wie ich dazu beitragen kann? Z. B. indem ich mein Konsumverhalten überdenke und entsprechend anpasse.

Was meinst du, was der Einzelne tun kann, um Lebensraum zu erhalten anstatt zu zerstören?

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In den Tagen Libs wurden die Giftschlangen vernichtet

5. März 2021, 04:23am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Bericht schreiben
(Bild: Quelle)

Korom regierte in Rechtschaffenheit und hatte Söhne und Töchter. Nachfolger wurde sein Sohn Kisch, danach dessen Sohn Lib (Ether 10:17-18). „Und es begab sich: Auch Lib tat, was in den Augen des Herrn gut war. Und in den Tagen Libs wurden die Giftschlangen vernichtet. Darum gingen sie in das Land südwärts, um Nahrung für das Volk des Landes zu erjagen, denn das Land war voller Tiere des Waldes. Und auch Lib selbst wurde ein großer Jäger.“ (Ether 10:19).

In den Tagen Libs wurden die Giftschlangen vernichtet. Offensichtlich schränkt sich Moroni bei seiner Kürzung des Berichtes von Ether überall dort sehr stark ein, wo nichts Besonderes eingetreten war. So geht er in zwei kurzen Aussagen über zwei Generationen hinweg. Korom tat, was gut war und salbt seinen Sohn Kisch zu seinem Nachfolger. Über Kisch gibt es keine weiteren Informationen, außer, dass er Lib zeugte.

Auch Lib regierte in Rechtschaffenheit. Während seiner Herrschaft hörte die durch die Giftschlangen verursachte Plage auf (Ether 9:31), und sein Volk machte sich auf die Jagd in diese Gegenden im Süden, weil es dort viele Waldtiere gegeben hat. Über Lib wird noch gesagt, dass er ein großer Jäger wurde. Ich lerne, dass ich mich bei einem Bericht auf das Wesentliche beschränken darf. Dabei helfen mir sieben W-Fragen: Wer war beteiligt, Was war passiert, Wann war das Ereignis, Wo passierte es, Wie ist es dazu gekommen, Warum ist es dazu gekommen, und Welche Folgen hatte das Ereignis. Dabei beachte ich folgende Reihenfolge: Wer, Was, Wann, Wo,  nehme ich in die Einleitung, Was, Wie, Warum, in den Hauptteil, und Welche Folgen, in den Schlussteil.

Wie entscheidest du, was du in einen Bericht aufnimmst, und was du eher weglässt?

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Nachdem er das Reich für sich erlangt hatte, tat er, was in den Augen des Herrn recht war

4. März 2021, 05:09am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Bonussysteme
(Bild: Quelle)

Der Bruder von König Kim lehnte sich gegen ihn auf und setzte ihn gefangen. Diese Gefangenschaft sah wohl so aus, dass er mit seiner Familie zusammen leben konnte. So zeugte er in Gefangenschaft weitere Kinder, u. a. einen Sohn namens Levi. Dieser diente `zweiundvierzig Jahre´ in Gefangenschaft und führte dann einen Krieg gegen den namentlich nicht genannten König (Ether 10:14-15). „Und nachdem er das Reich für sich erlangt hatte, tat er, was in den Augen des Herrn recht war; und dem Volk erging es im Land wohl; und er lebte bis zu einem guten, hohen Alter und zeugte Söhne und Töchter; und er zeugte auch Korom, den er an seiner statt zum König salbte.“ (Ether 10:16).

Nachdem er das Reich für sich erlangt hatte, tat er, was in den Augen des Herrn recht war. Der vorher genannte Wechsel im Königsamt war diesmal anders geartet. Nicht ein Sohn erhob sich gegen seinen Vater, sondern ein Bruder rebellierte gegen seinen Bruder (Ether 10:14). Er überwältigte diesen und setzte ihn in Gefangenschaft, in der dieser aber als Familie zusammen leben konnte. So lebte Kim in einer Situation, in der er weitere Nachkommen zeugen, und groß ziehen konnte.

In Gefangenschaft bekam Kim in seinem hohen Alter noch einen Sohn namens Levi. Dieser diente nun ebenfalls über `zweiundvierzig Jahre´ in Gefangenschaft (zu der im Ether 10 mehrfach vorkommenden Jahresanzahl siehe meinen Blogbeitrag „Erhob sich das Volk in Auflehnung gegen ihn“), führte dann aber einen Krieg gegen den namentlich nicht genannten König und erlangte das Reich für sich. Levi war nun wieder ein rechtschaffener Regent, und der Herr segnet das Volk wieder. Als seinen Nachfolger salbte Levi seinen Sohn Korom, der auch wieder in der Königsliste im ersten Kapitel von Ether aufgeführt ist (Ether 1:20). Ich lerne, ein gerechter Herrscher lenkt sein Volk meist so, dass es ebenfalls so lebt, dass der Herr es segnen kann.

Welche Erfahrungen hast du schon in Bezug auf das Ausschütten von Segnungen durch den Herrn gemacht?

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Darum wurde er vom Herrn nicht begünstigt

3. März 2021, 04:17am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Unter dem König Morianton blühte das Volk wirtschaftlich wieder auf (Ether 10:12). Wie ging es nach seinem Tod weiter? „Und Morianton lebte bis zu einem überaus hohen Alter, und dann zeugte er Kim; und Kim regierte an seines Vaters statt; und er regierte acht Jahre, und sein Vater starb. Und es begab sich: Kim regierte nicht in Rechtschaffenheit, darum wurde er vom Herrn nicht begünstigt.“ (Ether 10:13).

Darum wurde er vom Herrn nicht begünstigt. Der Nachfolger im Königsamt von Morianton war dessen Sohn Kim. Auch er wird in der Geschlechtertafel in Ether 1 genannt (Ether 1:22). Sein Vater regierte ja sein Volk in Gerechtigkeit, war sich selber gegenüber allerdings ungerecht, indem er in einigen Verhaltensweisen von den Geboten des Herrn abgewichen war. Sein Sohn Kim hingegen regierte gegenüber dem Volk wieder unrechtschaffen.

Die Folge, der Herr `begünstigte ihn nicht´. Was ist Begünstigung? Der wesentliche Bestandteil der Begünstigung ist die Unterstützung eines Täters. Im Strafgesetzbuch lesen wir im § 257: „(1) Wer einem anderen, der eine rechtswidrige Tat begangen hat, in der Absicht Hilfe leistet, ihm die Vorteile der Tat zu sichern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Im Alten Testament lese ich über das Begünstigen: „Es ist nicht gut, einen Schuldigen zu begünstigen, um den Unschuldigen abzuweisen vor Gericht.“ (Sprüche 18:5). Ich lerne, dass der Herr denjenigen, der sich gegen seine Gebote vergeht, nicht begünstigen kann und wird. Der Täter wird sich vor dem `letzten Gericht´, welches nach der Auferstehung abgehalten werden wird, verantworten müssen und seiner gerechten Strafe nicht entgehen. Der Herr kann uns nicht `in unseren Sünden´ retten (Alma 11:34,36-37). Allerdings weiß ich auch, dass der Herr einen Weg bereitet hat, wie ich sündiger Mensch dennoch `von meinen Sünden´ errettet werden kann, und zwar aufgrund des Sühnopfers Jesu: aufrichtige Umkehr – eine `gottgewollte Traurigkeit´ über meine Vergehen (2. Korinther 7:10). Sollte ich nicht umkehren, muss ich leiden (Lehre und Bündnisse 19:4).

Was ist deine Meinung zu `Begünstigung´?

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Er ließ dem Volk Gerechtigkeit angedeihen, nicht aber sich selbst

2. März 2021, 04:36am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Über den Morianton, den Nachfolger des Königs Riplakisch, erfahren wir weiter: „Und er ließ dem Volk Gerechtigkeit angedeihen, nicht aber sich selbst, wegen seiner vielen Hurerei; darum wurde er von der Gegenwart des Herrn abgeschnitten.“ (Ether 10:11).

Er ließ dem Volk Gerechtigkeit angedeihen, nicht aber sich selbst. Was hat es damit auf sich, sich selber gegenüber keine Gerechtigkeit angedeihen zu lassen, dafür aber anderen?

Also da gibt es einen Regierenden oder einen Firmenboss, der lässt dem Volk, bzw. seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen viel Gutes zukommen. Er kümmert sich fürsorglich um sie. Allerdings nimmt er sich selber Dinge heraus, die nicht mit Gesetzen Gottes im Einklang stehen. In Moriantons Fall ließ dieser seinen körperlichen Begierden freien Lauf. Da stellt sich die Frage, ob ich durch gute Taten anderen gegenüber, bestimmte Schwächen ausleben, und damit rechnen kann, dass der Herr mir diese nachsieht, und mich dafür nicht bestrafen wird. Da wären wir in etwa bei der These: „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt.“ An der Reaktion Gottes gegenüber Morianton, erkenne ich, dass dem nicht so ist. Er wurde `von der Gegenwart Gottes ausgeschlossen´. Was habe ich darunter zu verstehen? Der Geist des Herrn wird nicht mehr in mir wohnen, ich bin mir selber überlassen. Schlimmstenfalls, wenn ich nicht vorher noch ernsthafte und aufrichtige Umkehr übe, werde ich den `geistigen Tod´ erleiden (Helaman 14:16-18). Das möchte ich gerne vermeiden, indem ich nicht denke, dass ich mit guten Taten andere Vergehen gegen die Gebote Gottes aufwiegen kann, nach dem Motto: „Eine Hand wäscht die andere“.

Was denkst du, wird dieses Motto „Eine Hand wäscht die andere“ im Verhalten gegenüber dem Herrn auch aufgehen, oder eher nicht, und aus welchen Gründen?

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