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Glaubensansichten
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Er konnte nicht länger außerhalb des Schleiers gehalten werden

8. April 2021, 05:02am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle; Text hinzugefügt)

Nun spricht Moroni nochmals über das Erlebnis, das Jareds Bruder mit dem Finger Jesu hatte (Ether 12:20) und sagt weiter: „Und nachdem Jareds Bruder den Finger des Herrn erblickt hatte, wegen der Verheißung, die Jareds Bruder durch Glauben erlangt hatte, konnte der Herr seinen Blicken nichts vorenthalten; darum zeigte er ihm alles, denn er konnte nicht länger außerhalb des Schleiers gehalten werden.“ (Ether 12:21).

Er konnte nicht länger außerhalb des Schleiers gehalten werden. Moroni kommt nun nochmals auf den unbeschreiblich großen Glauben des Bruders von Jared zu sprechen, aufgrund dessen dieser den Herrn von Angesicht zu Angesicht sehen konnte. Es ging darum, dass Jareds Bruder dem Herrn eine Lösung des Problems der Dunkelheit in den acht Booten vorschlug. Jareds Bruder war überzeugt, dass der Herr die sechzehn von ihm aus dem Felsen geschlagenen Steine durch Berühren zum Leuchten bringen konnte, und sie so die großen Wasser nicht in Dunkelheit überqueren mussten (Ether 3:1-17).

Ein `Schleier´ nimmt, je nachdem wie dicht er ist, einem die Sicht auf das, was dahinter verborgen ist, oder verringert diese zumindest. So hat der Herr zwischen dem, was heilig ist, und der Welt für unser menschliches Auge einen `Schleier´ ausgebreitet. Aufgrund dessen haben wir keine Erinnerung mehr an unser vorirdisches Dasein bei ihm (Schleier des Vergessens; Lehre und Bündnisse 110:1), und unseren menschlichen Augen bleibt Heiliges verborgen. Der Grund: Der Herr möchte, dass wir im `Glauben´ lebend zeigen, dass wir ihm treu sind, wie wir es vorher versprochen hatten. Bringen wir nun aber hier auf Erden schon ein unvorstellbar hohes Maß an Glauben auf, wird dieser Schleier zerrissen und wir haben freie Sicht – nicht mit unseren `fleischlichen´, sondern mit unseren `geistigen Augen´ (Lehre und Bündnisse 67:10-11). Jareds Bruder kam im Glauben, als einer der wenigen Menschen, diesem `himmlischen Standard´ so nahe, dass Gott nicht anders konnte, als dessen Hingabe dadurch zu ehren, dass der `Schleier´ zerriss. Ich lerne, in Abhängigkeit meines Glaubens, verändert sich die Dichte des `Schleiers´: kein Glaube – keine Sicht auf Himmlisches; je größer der Glaube, je dünner der Schleier, umso mehr Sicht auf Himmlisches (Analogie siehe Bild oben).

Welche Personen fallen dir noch ein, deren Glaube so groß war, dass der `Schleier´ für sie durchsichtig wurde?

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Was sie mit dem Auge des Glaubens erblickt hatten

7. April 2021, 05:07am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Darstellung des Auges Gottes am Domhof zu Aachen
(Bild: Quelle)

Moroni erklärt uns, dass Wundertaten zu jeder Zeit erst gewirkt werden konnten, nachdem Glaube aufgebracht worden war (Ether 12:18) und sagt dann weiter: „Und es gab viele, deren Glaube so überaus stark war, sogar vor dem Kommen Christi, dass sie nicht von innerhalb des Schleiers ferngehalten werden konnten, sondern wahrhaftig mit ihren Augen das sahen, was sie mit dem Auge des Glaubens erblickt hatten, und sie waren froh.“ (Ether 12:19).

Was sie mit dem Auge des Glaubens erblickt hatten. Das `Auge Gottes´, als ein von einem Strahlenkranz umgebenem Auge, meist noch von einem Dreieck umschlossen – auf die Trinität hinweisend, ist als religiöses Symbol als das `Auge der Vorsehung´ bekannt (siehe Bild oben). Im Alten Testament lese ich bei Esra, dass das `Auge Gottes´ über die Ältesten von Juda wachte (Esra 5:5). Aber was ist das `Auge des Glaubens´?

Du kennst vielleicht auch das Kinderspiel: „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Könnte das auch zu der Aussage „was sie mit dem Auge des Glaubens erblickt hatten“ passen? Es ist doch z. B. so, dass der Bruder Jareds etwas gesehen hat, was jemand anderes nicht sehen konnte; zunächst den Finger Gottes und danach die ganze Person Jesu. Wie das geschehen konnte, erklärt uns Moroni nun schon viele Verse lang: durch Glauben. Ich lerne, dass ich durch das `Auge des Glaubens´ Dinge sehen kann, die ein `nicht glaubender´ nicht sieht.

Welche Vorteile hat für dich `das Auge des Glaubens´?

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Alle, die Wundertaten bewirkten, die bewirkten sie durch Glauben

6. April 2021, 05:01am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Elektronische Hilfsmittel – auch zum Evangeliumsstudium
(Bild: Quelle)

Moronis weitere Aussagen zu Wunder und Glauben: „Ja, und auch alle, die Wundertaten bewirkten, die bewirkten sie durch Glauben, ja, diejenigen, die vor Christus waren, ebenso wie diejenigen, die nachher waren.“ (Ether 12:16).

Alle, die Wundertaten bewirkten, die bewirkten sie durch Glauben. Moroni, der ja diesen Bericht der Jarediten, als auch den der Nephiten, zusammengefasst hat, hatte nicht wie wir heute die Möglichkeit in einer elektronischen Datenbank nach Namen oder Begriffen im Bericht über die Nephiten zu suchen. Ja, er hatte noch nicht einmal die Einteilung in Kapitel und Verse. Was ihm aber möglich war, er konnte sich an Namen der zu bestimmten Ereignissen gehörenden Personen in dem Bericht seines Vaters erinnern. Im Vertrauen darauf, dass die Leser seines Berichtes die genannten Personen auch kennen würden, hat er in den Versen 13 bis 15 und 17 auf einige Personen hingewiesen, die erst Glauben aufgebracht hatten, ehe sie Wundertaten sahen. So führt er beispielhaft Alma und Amulek, Nephi und Lehi, Ammon und seine Brüder, und die drei Jünger des Herrn an.

Ich erkenne, wie leicht es uns der Herr doch durch die heutigen technischen Möglichkeiten macht, sein Wort eifrig und intensiv studieren zu können. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar und nutze diese Möglichkeiten für ein umfassendes Studium. In meiner Jugend, war ich nur auf Printmedien angewiesen, hatte aber schon Kapitel- und Verseinteilung und Querverweise, die von eifrigen Menschen, oder bei eigenem Studium, handschriftlich angelegt wurden. Ist diese Entwicklung nicht auch ein Wunder, das wir in heutiger Zeit erleben dürfen? Ja, wir können sogar vom Wohnzimmersessel aus die Worte der heute vom Herrn berufenen Apostel und Propheten, führenden Dienerinnen und Diener, verfolgen. So Beispielhaft vergangenen Samstag und Sonntag anlässlich der 191 Frühjahrs Generalkonferenz (siehe hier). Verleitet das vielleicht zu Trägheit?

Wie nutzt du die elektronischen Medien, um ein intensives Evangeliumsstudium zu betreiben?

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Wenn es unter den Menschenkindern keinen Glauben gibt

1. April 2021, 04:58am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nazareth (1842, David Roberts)
(Bild: Quelle)

Moroni erklärt: „Denn wenn es unter den Menschenkindern keinen Glauben gibt, kann Gott keine Wundertaten unter ihnen wirken; darum zeigte er sich erst, nachdem sie Glauben hatten.“ (Ether 12:12).

Wenn es unter den Menschenkindern keinen Glauben gibt. Wie wir auch im Neuen Testament über Jesus erfahren, konnte er nichts unter denen ausrichten, die keinen Glauben aufbrachten. Wir lesen im Matthäus über die Ablehnung Jesu in seiner Heimat. Ich lese, dass Jesus in seine Heimatstadt kam und dort die Menschen lehrte, diese sich aber fragten, woher Jesus diese Weisheit hat und auch soviel Wunder tun kann. Er ist doch nur ein Sohn einer einfachen Zimmermannsfamilie. Die Antwort Jesu: „... Nirgends ist ein Prophet ohne Ansehen außer in seiner Heimat und in seiner Familie.“ „Und er wirkte dort nicht viele Machttaten wegen ihres Unglaubens.“ (Matthäus 13:54-58).

Dabei habe ich mir die Frage gestellt, welches ist denn die `Heimat´ Jesu? Laut Neuem Testament geboren in Bethlehem (Lukas 2:1-7), war Bethlehem dann auch seine Heimat? Als die Gefahr für den jungen Jesu getötet zu werden gebannt war, bekam Joseph in einem Traum gesagt, dass er wieder aus Ägypten nach Israel zurückkehren sollte. Joseph ließ sich dann in Nazareth nieder, wo Jesus auch aufwuchs (Matthäus 2:19-23). Im Matthäus lese ich, als es um den Einzug Jesu in Jerusalem ging, dass die ganze Stadt erbebte und sich die Leute fragten, wer denn dieser sei und die Antwort bekamen: „… Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.“ (Matthäus 21:9-11). Als es um die Verleugnung Jesu durch Petrus geht, sagte eine Magd über Petrus: „Der war mit Jesus dem Nazoräer zusammen.“ (Matthäus 26:71). Also lt. Evangelien, geboren in Bethlehem, Elternhaus, und damit seine Heimat, Nazareth. Beide Städte liegen gute 100 Km auseinander, Nazareth in Galiläa, Bethlehem südlich davon in Judäa.

Wie hängen Glauben und Wunder deiner Meinung nach zusammen?

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Hat er einen noch vortrefflicheren Weg bereitet

31. März 2021, 04:59am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Moroni belehrt uns weiter über Glauben: „Darum: Durch Glauben wurde das Gesetz des Mose gegeben. Aber indem Gott seinen Sohn gab, hat er einen noch vortrefflicheren Weg bereitet; und durch Glauben ist es erfüllt worden.“ (Ether 12:11).

Hat er einen noch vortrefflicheren Weg bereitet. Eine ähnliche Aussage macht Paulus in seinem Schreiben an die Gemeinde in Korinth, als er über die Vielfalt der Geistesgaben zu sprechen kommt. Er fordert die Mitglieder der Kirche auf, nach den `höchsten Gnadengaben´ zu trachten und sagt dann, dass er hierfür einen `überragenden Weg´ aufzeigen würde (1. Korinther 12:31).

Was hat es nun mit einem solchen Weg auf sich? Zum einen hat der Herr das Gesetz des Mose gegeben. Der Weg über dieses Gesetz sollte den Glauben des Volkes auf Jehova richten und jeden Tag an seine Gebote erinnern, und sie zum Befolgen anhalten, um darauf vorbereitet zu werden, eines Tages wieder zu Gott zurückkommen zu können. Hinzukommen musste aber noch der `vortrefflichere Weg´. Und dieser ist das Sühnopfer Jesu, welches auch der Weg der Liebe ist. Nur über diesen `vortrefflicheren Weg´, der Jesu allen Glauben und alle Kraft abverlangte, sodass es sogar der Stärkung durch einen Engel vom Himmel bedurfte (Lukas 22:42-44), wurde uns Sterblichen die Möglichkeit eröffnet, auch wieder durch Glauben, Umkehr, Taufe, weitere Bündnisse und dem `Ausharren in der gehorsamen Erfüllung unserer Versprechen bis an unser Lebensende´, tatsächlich in die Gegenwart Gottes wieder zurückkehren zu können. Der eine Weg ist also der Weg des Gehorsams um des Gesetzes willen, der `vortrefflichere Weg´ ist `der neue Weg´, der Weg der Liebe, aus der das Handeln resultiert (Johannes 13:34). Ich bin dem Herrn unendlich dankbar für diesen `vortrefflicheren Weg´, den er uns bereitet hat. Diese Dankbarkeit bringe ich dadurch zum Ausdruck, dass ich mich nach allen Kräften bemühe, diesen Weg auch glaubensvoll zu beschreiten. Wenn ich merke, dass ich abweiche, nutze ich mehr oder weniger umgehend die `Umkehr´ (Ether 12:3).

Was denkst du, ist mit diesem `vortrefflicheren Weg´ gemeint? Gerne kannst du hier nach Anregungen suchen: „Einen vortrefflicheren Weg“

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Es war durch Glauben

30. März 2021, 04:45am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Petrus, Jakobus und Johannes übertragen Joseph Smith und Oliver Cowdery das Melchisedekische Priestertum (Gemälde von Kenneth Riley).
(Bild: Quelle)

Weitere Gedanken Moronis zu Glauben: „Siehe, es war durch Glauben, dass die vor alters nach der heiligen Ordnung Gottes berufen wurden.“ (Ether 12:10).

Es war durch Glauben. Meine Gedanken werden zu Alma und Amulek gelenkt, wie sie das Volk im Land Ammoniha belehrten, von dem Gesetzeskundigen Zeezrom versucht wurden Gott gegen Geld zu verleugnen und ihn in einem Gespräch, das das Volk miterleben konnte, für das Reich Gottes interessieren konnten und ihm alle seine Fragen beantworteten (Alma 12:8). Sie lehrten ihm und dem Volk alles, was mit dem Plan der Erlösung zu tun hat (Alma 12:9 ff).

Dabei kommt Alma auf das Priestertum zu sprechen (Alma 13:1 ff), die `heilige Ordnung Gottes´, und dass es viele Menschen gab, denen dieses übertragen wurde, und sie zu einem Amt des Hohe Priesters darin ordiniert worden sind (Alma 13:10). Dies konnte allerdings nur aufgrund `ihres außerordentlichen Glaubens und ihrer Umkehr und Rechtschaffenheit vor Gott´ geschehen. Auch heute in diesen Tagen gibt es Menschen, die diese Voraussetzungen erfüllen, und das Priestertum `nach der heiligen Ordnung Gottes´ empfangen und darin zu einem Amt berufen werden, weil der Herr Schlüsselträger gesandt hat, die diese Schlüssel auf Joseph Smith übertrugen (Lehre und Bündnisse 27:12-13), sodass er weitere Menschen berufen konnte. Heute trägt Präsident Russel M. Nelson diese Schlüssel, die von Prophet zu Prophet weitergegeben wurden (lies auch gerne „Die Schlüssel des Priestertums“ hier). Ich lerne, ich muss `außerordentlichen Glauben aufbringen, Umkehr üben und rechtschaffen vor Gott leben, wenn ich den Wunsch habe, auch an dieser heiligen Ordnung teilhaben zu dürfen.

Was verstehst du unter der im obigen Vers beschriebenen `heiligen Ordnung Gottes´?

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Dass andere dadurch an der himmlischen Gabe teilhaben können

29. März 2021, 05:30am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle; Text hinzugefügt)

Moronis weitere Ausführungen über Glauben: „Aber wegen des Glaubens der Menschen hat er sich der Welt gezeigt und den Namen des Vaters verherrlicht und einen Weg bereitet, dass andere dadurch an der himmlischen Gabe teilhaben können, dass sie Hoffnung haben können auf das, was sie nicht gesehen haben.“ (Ether 12:8).

Dass andere dadurch an der himmlischen Gabe teilhaben können. Welchen Weg nun hat der Herr denn bereitet, damit `andere, an welcher, himmlischen Gabe teilhaben können´?

Der Weg , den der Herr bereitet hat, ist Umkehr, Glaube, Taufe und weitere Bündnisse, und Ausharren bis ans Ende unserer Lebenstage hier auf Erden (Köstliche Perle Mose 6:52; Lehre und Bündnisse 20:25,29). Unter der himmlischen Gabe verstehe ich die Vergebung unserer Sünden, die Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist, sowie die begleitenden Gaben des Geistes, deren wir durch Glauben an Christus teilhaftig werden können. Petrus sprach in diesem Zusammenhang von der `göttlichen Natur´. Als er die Verpflichtung auf eine christliche Lebensführung anspricht, erinnert er daran, dass uns alles, was für unser gottgefälliges Leben gut ist, uns durch die göttliche Macht geschenkt wurde. Und sagt weiter: „Durch sie sind uns die kostbaren und überaus großen Verheißungen geschenkt, damit ihr durch diese Anteil an der göttlichen Natur erhaltet und dem Verderben entflieht, das durch die Begierde in der Welt herrscht.“ (2. Petrus 1:3-4; Hervorhebung hinzugefügt). Moroni hatte wohl die Ära der `nephitischen Gesellschaft´ im Sinn, die ja einige Zeit nach Christi Besuch bei den Nephiten bestand. Sie lebte frei von Streit, Disput, Ungerechtigkeit, Ungleichheit, Lüsternheit und Verbrechen (4. Nephi 1:1-18). So wünschte sich Moroni, dass auch andere zu dieser Art von Glauben und Hoffnung kommen sollten, und dadurch an dieser `himmlischen Gabe´ teilhaben könnten (Ether 12:9). Ich lerne, ich muss mich durch entsprechendes Handeln dafür bereit machen, `an der himmlischen Gabe, der göttlichen Natur, teilhaben zu können´.

Was verstehst du unter der `himmlischen Gabe´?

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Er zeigte sich ihnen erst, nachdem sie Glauben an ihn hatten

27. März 2021, 05:14am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Moroni gibt ein Beispiel, wie aus Glauben Wissen wird: „Denn es war durch Glauben, dass Christus sich unseren Vätern gezeigt hat, nachdem er von den Toten auferstanden war; und er zeigte sich ihnen erst, nachdem sie Glauben an ihn hatten; darum muss es notwendigerweise so sein, dass einige Glauben an ihn hatten, denn er zeigte sich nicht der Welt.“ (Ether 12:7).

Er zeigte sich ihnen erst, nachdem sie Glauben an ihn hatten. Ausgelöst durch die Verse 2-5 in dieser Zusammenfassung des Berichtes von Ether, unterbricht Moroni diese und fügt eine Abhandlung über das Wesen des Glaubens ein. Moroni beschrieb in diesen Versen, dass Ether, entsprechend seinem Auftrag vom Herrn, dem Volk treu dessen Worte gelehrt hatte, aber nur wenige glauben wollten. Moroni hat sicherlich verstanden, dass nicht jeder dieser Menschen den Glauben aufgegeben hatte. Er sah in Ether das Beispiel des Glaubens in der Not. Moronis Ausführungen in diesem Zusammenhang erinnern an `das Glaubenszeugnis der vorangegangenen Generationen´ im Hebräer 11:1: „Glaube aber ist: Grundlage dessen, was man erhofft, ein Zutagetreten von Tatsachen, die man nicht sieht.“

Moroni zeigt uns auf, dass Wunder erst eintreten, wenn wir Glauben an Jesus Christus aufbringen, erst dann kann er Wunder wirken. Dennoch lesen wir in Zusammenhang mit dem zweiten Wunder, das Jesus in Kana wirkte: „… Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht.“ (Johannes 4:48). Diese Aussage steht im Zusammenhang mit der Bitte eines königlichen Beamten, dessen Sohn im Sterben lag und er Jesus bat, zu ihm zu kommen, und ihn zu heilen. Nun zeigt sich, dass dieser Beamte Glauben aufbrachte. Jesus sagte ihm nämlich: „… Geh, dein Sohn lebt!“ (Johannes 4:50). Der Beamte machte sich voller Glauben auf den Weg und schon unterwegs brachten ihm seine Diener die Nachricht entgegen: „… Dein Junge lebt.“ (Johannes 4:51). Ich lerne, wenn ich Glauben an Christus und seine von ihm berufenen Apostel und Propheten aufbringe, kann der Herr Wunder wirken, wenn nicht, kann er es nicht (Markus 6:4-5).

Welches war das letzte Wunder, das du erlebt hast, und inwiefern spielte der Glauben dabei eine Rolle?

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Ich möchte der Welt zeigen, dass es Glaube ist, wenn man etwas erhofft und es nicht sieht

26. März 2021, 05:25am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Im Trüben fischen
(Bild. Quelle)

Moroni erklärt uns was Glauben ist: „Und nun möchte ich, Moroni, etwas darüber sagen; ich möchte der Welt zeigen, dass es Glaube ist, wenn man etwas erhofft und es nicht sieht; darum bestreitet nicht, weil ihr nicht seht, denn ein Zeugnis empfangt ihr erst, nachdem euer Glaube geprüft ist.“ (Ether 12:6).

Ich möchte der Welt zeigen, dass es Glaube ist, wenn man etwas erhofft und es nicht sieht. Moroni sah bei der Zusammenfassung des Berichtes, dass die Jarediten die Lehren Ethers nicht annahmen (Ether 12:5). So fügte er für seine späteren Leser die Warnung hinzu, dass wir nicht das bestreiten sollten, was uns prophezeit wird, wir aber noch nicht sehen können und sagt uns, was Glauben ist, und wie man nur durch ihn zu Wissen gelangt.

Glauben ist nach seiner Aussage etwas, was man sich erhofft, jedoch noch nicht zu sehen ist, und sehen wird man erst, nachdem man eine Glaubensprüfung bestanden hat. Hierfür führt er nun einige Beispiele an (Ether 12:13,15,19,21). Hätten Alma und Amulek nicht an die Macht Gottes geglaubt, dass er sie aus dem Gefängnis befreien könne, wären dessen Mauern nicht eingestürzt und sie auch nicht befreit worden; hätte Jareds Bruder nicht so unfassbaren Glauben an Gott geübt, nie hätte er hinter den Schleier sehen können, um festzustellen, wie Jesus Christus aussehen wird, wenn er seinen irdischen Körper angenommen haben wird; … . Ich lerne, ich bekomme erst Gewissheit, wenn ich dem Herrn meinen Glauben an ihn und seine Aus- und Zusagen bewiesen habe, d. h. trotz Widrigkeiten im Glauben an ihn treu stehe. Ansonsten `fische ich weiter im Trüben´.

Welches Beispiel hast du in besonderer Erinnerung, wie aus Glauben Wissen geworden ist?

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Ether prophezeite dem Volk Großes und Wunderbares

25. März 2021, 05:18am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Moroni, der diesen Bericht zusammenfasst, lässt uns wissen: „Und es begab sich: Ether prophezeite dem Volk Großes und Wunderbares, aber es glaubte nicht daran, weil es dieses nicht sah.“ (Ether 12:5).

Ether prophezeite dem Volk Großes und Wunderbares. Und weil das Volk dieses Wunderbare mit seinen irdischen Augen nicht sehen konnte, und die `geistigen Augen blind waren´, glaubte es nicht daran.

Ist dir auch schon mal diese Antwort gegeben worden, oder hast sie vielleicht selber sogar gegeben, wenn die Rede über Glauben ging: „Ich glaube nur, dass ein Pfund Rindfleisch eine gute Suppe ergibt!“ Der so antwortende will damit wohl zum Ausdruck bringen, dass er nur an das glaubt, was er sieht. Für viele ist Glauben der Gegensatz von Vernunft. Aber was lehrt uns die Definition von Glaube im Brief an die Hebräer, die da sagt: „Glaube aber ist: Grundlage dessen, was man erhofft, ein Zutagetreten von Tatsachen, die man nicht sieht.“ (Hebräer 11:1). Derjenige, der da sagt, er glaube, dass ein Pfund Rindfleisch eine gute Suppe ergibt, verlässt sich zunächst auf jene, die es schon ausprobiert haben, geht selber ans Werk, und wenn es geklappt hat weiß er, dass es stimmt, braucht also glaubt nicht mehr zu glauben. So werde ich zunächst an das `Große und Wunderbare´ das mir Propheten Gottes sagen glauben, und wenn ich mich dann daran halte, werde ich erfahren, ob es wahr ist oder nicht, und zwar durch die Macht des Heiligen Geistes (Moroni 10:5). Ich lerne, Glaube ist also die Grundlage allen Handelns und führt zu Wissen.

Wie gehst du vor, um Wissen zu erlangen?

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