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Glaubensansichten
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Wer an Gott glaubt, der darf mit Gewissheit auf eine bessere Welt hoffen

24. März 2021, 05:47am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Moroni, der dabei war, diesen Bericht über die Jarediten zu kürzen, stellt fest: „darum, wer an Gott glaubt, der darf mit Gewissheit auf eine bessere Welt hoffen, ja, nämlich einen Platz zur rechten Hand Gottes, und diese Hoffnung kommt aus Glauben und wird für die Menschenseelen zum Anker, der sie sicher und standhaft machen würde, immer reich an guten Werken, und sie bewegen würde, Gott zu verherrlichen.“ (Ether 12:4).

Wer an Gott glaubt, der darf mit Gewissheit auf eine bessere Welt hoffen. Als Vierzehnjähriger Bub habe ich oft meiner Mutter auf dem Wochenmarkt geholfen. Da gab es einen Eierlieferanten, der hat mich häufig eingeladen, ihn in seinem Kleintransporter auf seiner Auslieferungstour zu begleiten. Das war immer ein Highlight. So wartete ich schon immer gespannt an der verabredeten Stelle, dass er kommen würde. Doch manchmal hatte er Verspätung. Je länger der verabredete Zeitpunkt vorüber war, je mehr schwand meine Hoffnung, dass er noch kommen würde. Meine Erwartungshaltung, auf eine ersehnte Tour durch Berlin wurde immer kleiner. Wie frohlockte doch mein Herz, als ich seinen Wagen zwischen vielen anderen dann doch herannahen sah. Der Tag war gerettet! Die Welt hätte an diesem Tag für mich ohne weitere Erfahrungen etwas Freudloser ausgesehen, wenn ich durch Hoffnung getrieben nicht standhaft `gefühlte Stunde um Stunde´ ausgeharrt hätte.

Hoffnung auf eine bessere Welt wird oftmals so verstanden, dass man die Probleme und Schmerzen dieses Lebens hinzunehmen hat und diese nur auf das nächste Leben bezieht. Hoffnung auf eine bessere Welt bedeutet aber auch, dass ich so leben sollte, dass diese bis zu einem gewissen Grad auch schon in diesem Leben verwirklicht werden kann. Mit der Hoffnung ist es wie mit dem Glauben. Auch sie ist ohne das Handeln `tot´ (Jakobus 2:14-17). Hoffnung auf eine bessere Welt kann nur `leben´, wenn wir uns motivieren, das Leid um uns herum zu minimieren. Sie muss uns zu größerem Mitgefühl und zu einem barmherzigen Umgang mit unseren Mitmenschen bewegen. Eine solche Sichtweise wird dazu beitragen, auch schon hier in diesem Erdenleben eine `bessere Welt´ haben zu können.

Was bedeutet es für dich durch Glauben mit Gewissheit zu hoffen?

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Er rief vom Morgen, ja, bis zum Niedergang der Sonne, und ermahnte das Volk

23. März 2021, 05:48am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Über das unermüdliche Bemühen des Propheten Ether um sein Volk (Ether 12:2) lesen wir: „Denn er rief vom Morgen, ja, bis zum Niedergang der Sonne, und ermahnte das Volk, an Gott zu glauben zur Umkehr, damit es nicht vernichtet würde, und sagte ihm, dass sich durch Glauben alles erfüllt“ (Ether 12:3).

Er rief vom Morgen, ja, bis zum Niedergang der Sonne, und ermahnte das Volk. Der Prophet Ether war also vom Morgen, bis zum Abend damit beschäftigt, sich um das Volk Jareds zu bemühen, es zu Glauben an Gott und zur Umkehr zu ihm zu motivieren.

Ein ähnliches Bemühen lese ich von Hiskija, einem der wenigen Könige von Juda um die 700 v. Chr., die gottgefällig lebten, allerdings eher in eigener Sache, aber doch sehr intensiv und mit Gott vertraut. Hiskija war todkrank. Jesaja kam zu ihm und teilte ihm mit, dass er sterben werde. Hiskija betete daraufhin zum Herrn und bat ihn, sich doch seiner guten Taten zu erinnern und dann weinte er. Darauf gebot der Herr Jesaja, dem Hiskija u. a. mitzuteilen, dass ihm noch Fünfzehn Jahre hinzugegeben werden würden, und Gott ihn mit den Seinen aus der Hand des Königs von Assur retten würde (Jesaja 38:1-8). Dann wird Hiskijas Dankeslied geschildert, in dem er u. a. sagt: „Ich schrie bis zum Morgen. Wie ein Löwe zerbricht er all meine Knochen. Vom Tag bis in die Nacht gibst du mich preis. 14 Wie ein Mauersegler, wie eine Schwalbe, so piepse ich, ich gurre wie eine Taube. Meine Augen blicken ermattet nach oben: Ich bin in Not, Herr. Tritt für mich ein!“ (Jesaja 38:13-14). Der eine mühte sich vom Morgen bis zum Untergang der Sonne ab, seinem Volk Umkehr zu predigen, der andere sah den Tod vor sich und betete offensichtlich von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang für sein wohlergehen, wobei er den Herrn bat sich seiner guten Taten zu erinnern. Ich lerne für mich, dass man sicherlich im Leid für sein eigenes Wohl in tiefem Vertrauen, dass er einem helfen kann, vor den Herrn treten darf, dass es aber andererseits auch unerlässlich ist, sich für seinen Nächsten bei ihm ebenso vertrauensvoll einzusetzen.

Wann hast du dich das letzte Mal für deinen Nachbarn beim Herrn eingesetzt und war die Intensität anders, als wenn du über dein eigenes Wohl mit ihm gesprochen hast?

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Wegen des Geistes des Herrn, der in ihm war, konnte er nicht zurückgehalten werden

22. März 2021, 06:07am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Aufgrund der `geheimen Gesellschaft´ verwarf das Volk alle Worte der Propheten. Koriantor zeugte in seiner Gefangenschaft Ether (Ether 11:22-23). Dieser erlebte als König des ganzen Landes Koriantumr (Ether 12:1). „Und Ether war ein Prophet des Herrn; darum trat Ether in den Tagen Koriantumrs auf und fing an, dem Volk zu prophezeien, denn wegen des Geistes des Herrn, der in ihm war, konnte er nicht zurückgehalten werden.“ (Ether 12:2).

Wegen des Geistes des Herrn, der in ihm war, konnte er nicht zurückgehalten werden. Ether war ein direkter Nachfahre von Jared (Ether 1:6-33) und er war der einzige der vielen Propheten, die der Herr den Jarediten gesandt hatte, dessen wirken näher beschrieben wird. Sein Großvater Moron wurde als König gestürzt. Sein Vater Koriantor erlebte alle seine Tage als politischer Gefangener. Es ist uns nicht bekannt, ob Ethers Vater ein rechtschaffener Mann war. Aber der Bericht teilt uns mit, dass Ethers Großvater Moron, und drei weitere vorhergehende Könige ebenfalls nicht rechtschaffen lebten. Ether nun wurde aber von den Machthabern als Thronnachfolger nicht akzeptiert, sie waren sogar darauf aus, ihn umzubringen.

Ether war nun der Prophet, der dem Volk von Gott gesandt wurde, um ihm eine letzte Chance zur Umkehr zu geben. Uns wird mitgeteilt, dass der Geist des Herrn so stark in ihm wirkte, dass er nicht davon abgehalten werden konnte, den Auftrag Gottes unter dem Volk auszuführen. Von vielen anderen Propheten wird uns Gleiches berichtet. So war z. B. Jeremia in einer Situation, in der er ob der Schwierigkeiten die ihm entgegenschlugen (Jeremia 20:2), gedachte seiner Aufgabe das Volk Juda zu warnen nicht weiter nachkommen zu wollen. So sagte er sich, in Bezug auf seinen Auftrag: „… Ich will nicht mehr an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen sprechen!… “, doch da „… brannte in meinem Herzen ein Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen. Ich mühte mich, es auszuhalten, vermochte es aber nicht.“ (Jeremia 20:9). Der Geist des Herr wirkte also so stark in ihm, dass er nicht dagegen ankonnte. Der Geist des Herrn wirkte auf den nephitischen Propheten Enos so stark ein, sodass er dem Volk das Wort Gottes verkündete (Enos 1:26). Alma konnte nicht ruhen, ohne dem Volk das Wort zu verkünden, wie seine Söhne (Alma 43:1). Ich lerne, wenn der Geist des Herrn in mir wirkt, muss ich Zeugnis von der Wahrheit des Wortes Gottes ablegen.

In welchen Momenten hattest du schon mal das dringliche Gefühl Evangeliumswahrheit zu bezeugen?

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Die Tage Ethers waren in den Tagen Koriantumrs

20. März 2021, 05:49am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Gefangenschaft
(Bild: Quelle)

„Und es begab sich: Die Tage Ethers waren in den Tagen Koriantumrs; und Koriantumr war König über das ganze Land.“ (Ether 12:1).

Die Tage Ethers waren in den Tagen Koriantumrs. Bis zu diesem zwölften Kapitel im Buch Ether hatten wir es mit einer nur äußerst knappen Beschreibung von Umrissen der Ereignisse im Volk der Jarediten zu tun. Ab diesem Kapitel haben wir es mit einer komplexeren Beschreibung der Geschichte zu tun, die sich während Ethers Leben ereignete. Er war ein Zeuge sowohl im Sinne dessen, was er sah, als auch dessen, was er beschrieb.

Es heißt hier im Vers 1, dass Ether, ein Nachfahre Koriantors, in den Zeiten von Koriantumr lebte, der König über das ganze Land war. Und dieser Koriantumr war auch der einzige Überlebende seines Volkes. Er wurde vom Volk Zarahemla gefunden (Omni 1:21). Koriantumr wird allerdings gar nicht in der Liste der Abkömmlinge (Ether 1) aufgeführt. Koriantor nun war der Sohn von König Moron, der `von einem mächtigen Mann´, einem Abkömmling von Jareds Bruder, namentlich nicht genannt, gefangen gesetzt wurde (Ether 11:17-18). Ether lebte wohl nicht in Gefangenschaft wie sein Vater. Offensichtlich war er auch nicht der `Letztgeborene´ seines Vaters und deshalb auch nicht sein Thronfolger. Bei den Jarediten hatte es sich ja eingebürgert, dass immer der Letztgeborene und nicht der Erstgeborene, der Nachfolger im Königsamt wurde. Ich bin dankbar, dass ich es bis jetzt nicht erleben musste, in Gefangenschaft aufzuwachsen. Noch eine Generation vor mir war zu einem großen Teil damit konfrontiert.

Welche Gedanken und Gefühle gehen dir durch den Kopf, wenn du an ein Leben in Gefangenschaft denkst?

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Der Herr, werde ... durch seine Macht ein anderes Volk senden oder hervorbringen

19. März 2021, 06:07am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Was geschehen würde, wenn das Volk von seinen Übertaten nicht umkehren würde: „und Gott, der Herr, werde – auf die Weise, wie er ihre Väter hergeführt hatte – durch seine Macht ein anderes Volk senden oder hervorbringen, dass es das Land besitze.“ (Ether 11:21).

Der Herr, werde ... durch seine Macht ein anderes Volk senden oder hervorbringen. Und zwar für den Fall, dass keine Umkehr von dem bösen Tun geübt werden würde. Etwas später wird dem Propheten Ether, nach dem dieser Bericht benannt ist, genau diese Vorhersage aufgetragen, dem Einzigen, der diese Vernichtung überlebenden sollte, Koriantumr, zu eröffnen (Ether 13:20-21).

Wir sehen, dass der Herr seine Aussage wahrgemacht hat. Das Volk Jareds wurde vernichtet, außer dieser Koriantumr, der von dem Volk aufgefunden wurde, das der Herr durch Lehi um die 600 v. Chr. von Jerusalem aus in dieses nun ihnen `verheißene Land´ geführt hat (2. Nephi 1:3). Aber auch ihnen wurde gesagt, dass sie vernichtet werden würden, wenn sie nicht Umkehr üben würden. Auch dies trat ein, wie es uns Moroni, der einzig überlebenden der Nephiten, um die 421 n. Chr. berichtet (Mormon 8:1-3). Immer wieder wurden Völker vernichtet, wenn sie im Übeltun reif waren. So erging es, wie Wissenschaftler herausfanden, parallel zu den Jarediten den in Mesoamerika lebenden Olmeken (etwa 1500 bis 500 v. Chr.), und anschließend nach ihnen, parallel zu den Nephiten, den Mayas (etwa 500 v. Chr. bis 400 n. Chr.; lies hier „Why Does the Book of Mormon Include the Rise and Fall of Two Nations?“). Auch anderen Nationen erging es so. Beispielhaft seien genannt Israel und Juda, sowie die großen Reiche, die diese eroberten: Ägypten, Assyrien, Babylon, Persien, Makedonien und Rom. Nur ein Buch diagnostiziert die Wurzel dieses Problems, das Buch Mormon. Und es teilt auch gerade uns in unserer Zeit das Gegenmittel dazu mit: das Festhalten an den von Jesus Christus gelehrten Grundsätzen, wie sie z. B. im 3. Nephi, speziell in den Kapiteln 11 bis 26, aber auch im Neuen Testament, beschrieben sind! Lies auch gerne hier nach. Leider zeigt die Geschichte eben auch, dass viele Menschen sich nicht an Seine Lehre halten, und dann entsprechend leiden müssen. Ich lerne, dass es besser ist, sich mit Seinem Wort eifrig zu befassen, und das daraus gewonnene Wissen auch richtig anzuwenden (Mosia 1:6-7).

Wie gehst du mit dem Wort Gottes um?

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Wenn es nicht umkehrte, werde Gott, der Herr, Gericht über es halten

18. März 2021, 05:55am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Auch zu Koriantors Zeiten predigten Propheten dem Volk Umkehr. „Und auch in den Tagen Koriantors kamen viele Propheten und prophezeiten Großes und Wunderbares und riefen das Volk zur Umkehr, und wenn es nicht umkehrte, werde Gott, der Herr, Gericht über es halten zu seiner völligen Vernichtung,“ (Ether 11:20).

Wenn es nicht umkehrte, werde Gott, der Herr, Gericht über es halten. Und erneut sendet der Herr dem Volk Propheten, obwohl es auf diese schon vorher nicht gehört und seine Herzen gegen deren Worte verhärtet hatte (Ether 11:13).

Mir kommen die Weh-Rufe Jesu gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer in den Sinn. Zum Volk und zu seinen Jüngern sagte er: „Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach ihren Taten; denn sie reden nur, tun es aber nicht.“ (Matthäus 23:3). Die Pharisäer nannte Jesus Heuchler, die den Propheten Grabstätten errichten, und sagten: „… Wenn wir in den Tagen unserer Väter gelebt hätten, wären wir nicht wie sie am Blut der Propheten schuldig geworden.“ (Matthäus 23:30). Jesus sagt weiter, dass er Propheten, Weise und Schriftgelehrte zu ihnen senden würde, sie aber einige davon verfolgen und töten würden. All das unschuldige Blut, das auf Erden vergossen wurde, würde über sie kommen. Und dann spricht Jesus über seine unermüdlichen Bemühungen, sein Volk unter seine schützenden Fittiche zu sammeln: „Jerusalem, Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind. Wie oft wollte ich deine Kinder sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt; aber ihr habt nicht gewollt.“ und warnt vor den Folgen: „Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen.“ (Matthäus 23:37-38). Ich lerne, dass der Herr sehr viel Geduld aufbringt und uns immer wieder Propheten sendet, die uns vor den Folgen von Übertretung warnen, aber irgendwann ist das Maß voll und das `gerechte Gericht´ des Herrn wird uns schuldig sprechen. Soweit möchte ich es nicht erst kommen lassen. Deshalb achte ich auf die warnenden Worte unserer lebenden Propheten und Apostel.

Wie gehst du mit warnenden Worten Gottes Propheten und Apostel um?

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Es entstand unter dem Volk eine Auflehnung

17. März 2021, 05:09am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Schlechtigkeit nahm unter dem Volk und seinen Anführern überhand (Ether 11:13-14). Die Folge: „Und es begab sich: Es entstand unter dem Volk eine Auflehnung wegen jener geheimen Verbindung, die aufgebaut worden war, um Macht und Gewinn zu erlangen; und es erhob sich ein mächtiger Mann unter ihnen im Übeltun und lieferte Moron einen Kampf, worin er die Hälfte des Reiches zu Fall brachte; und viele Jahre lang behauptete er die Hälfte des Reiches.“ (Ether 11:15).

Es entstand unter dem Volk eine Auflehnung. Wieder erhebt sich das Volk gegen seinen König wegen `geheimer Verbindungen´ die sich gebildet hatten, um `Macht und Gewinn´ zu erzielen.

Zwar erscheint es im Bericht Ether so, als ob es in dem Volk nur eine Linie von Regenten gegeben hat. Der Name `Jarediten´ wird im Text des Buches Mormon von Moroni allerdings nur ein einziges Mal genant (Moroni 9;23), während im Buch Mormon viele Volksstämme genannt werden: Nephiten, Lamaniten, Zoramiten, Jakobiten, Josephiten, Lemueliten, Ischmaeliten (Beispielhaft: Jakob 1:13), Amlissiten (Alma 2:12), Ammonihaiten (Alma 16:9), Amalekiten (Alma 21:2), Amuloniten (Alma 21:3), Volk Moroni und Amalikjaiten (Alma 46:29), Ammoniten (Alma 56:57), wobei es dann eine Zeit kurz nach Christi Erscheinen in Amerika gab, in der alle ein gemeinsames Volk bildeten, „… die Kinder Christi und Erben des Reiches Gottes.“ (4. Nephi 1:17). Auch unter den im Buch Ether genannten Menschen gab es sicherlich wie im übrigen Buch Mormon Unterteilungen, politische Spaltungen. Wie sonst konnten rebellierende Söhne der regierenden Könige in verschiedenen Städten eine Machtbasis aufbauen, wie Beispielhaft im heute betrachteten Vers wiedergegeben. Dieser namentlich nicht genannte brachte die Hälfte des Reiches in seine Gewalt und dies über viele Jahre. Moron eroberte dann aber wieder das Reich, aber ein weiterer `mächtiger Mann´, ein Abkömmling von Jareds Bruder, erhob sich gegen Moron und setzte diesen gefangen. Auch ein Sohn von Moron, Koriantor (Ether 1:7), musste sein Leben in Gefangenschaft verbringen. (Ether 11:16-19). Ich lerne, dass uns das Buch Mormon sehr häufig und deutlich vor `geheimen Verbindungen´ warnt und uns auffordert, solche zu meiden und nicht zu unterstützen. Ansonsten würde das Volk vernichtet werden.

Wie sieht es in unserer Zeit mit solchen Verbindungen aus?

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Der Herr werde es völlig vom Erdboden hinweg vernichten

16. März 2021, 06:23am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

"Etwas in den Wind schlagen"
(Bild: Quelle)

Die Folge des Verhaltens des Volkes unter seinen schlechten Vorbildern König Ethem und seines Sohnes Ahach: „Und es begab sich: In den Tagen Ethems, da kamen viele Propheten und prophezeiten dem Volk abermals; ja, sie prophezeiten, der Herr werde es völlig vom Erdboden hinweg vernichten, sofern es nicht von seinen Übeltaten umkehrte.“ (Ether 11:12).

Der Herr werde es völlig vom Erdboden hinweg vernichten. Drastisches Verhalten zieht offensichtlich drastische Maßnahmen nach sich. Vor diesen drastischen Maßnahmen warnte der Herr die Jarediten allerdings unentwegt durch Propheten, die er ihnen sandte und die ihnen Vernichtung vorhersagten, wenn sie keine Umkehr üben würden.

Leider schlugen die Menschen diese Warnung in den Wind. Diese Redewendung, `etwas in den Wind schlagen´, wurde vermutlich aus einem alten Rechtsbrauch abgeleitet. Erschien ein Beklagter nicht vor Gericht, schlug der Kläger dreimal in den Wind, und entschied somit symbolisch die Auseinandersetzung für sich. Im Alten Testament finde ich in der `Hoffnung für Alle´-Übersetzung diese Redewendung viermal. Beispielhaft: „Das Volk Israel aber wird deine Worte in den Wind schlagen, denn sie weigern sich, meine Weisungen anzunehmen. Das ganze Volk ist starrköpfig und hartherzig.“ (Hesekiel 3:7). Diese Haltung zeigen auch die Jarediten sehr häufig. So auch hier in dem angesprochenen Vers. Ja, es wird weiterhin noch gesagt, dass sie ihr Herz gegen das Wort der Propheten verhärteten, so sehr, dass diese sich vom Volk zurückzogen. Ebenso schlugen die nächsten zwei Könige die Warnungen des Herrn in den Wind, Ethem und Moron (Ezher 11:13-14), die ebenfalls in der Liste der Abkömmlinge genannt werden (Ether 1:8-9). Ich lerne, dass die Folgen, die Warnungen Gottes, die er durch seine Propheten ergehen lässt, `in den Wind zu schlagen´ vernichtend sein werden, vernichtend insofern, als ich von der Gegenwart Gottes ausgeschlossen sein werde.

Wie gehst du mit Warnungen um, die Gott uns durch seine berufenen Diener und Dienerinnen zuteilwerden lässt?

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Wodurch er die Ursache war, dass viel Blut vergossen wurde

15. März 2021, 05:13am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Schiblom, der durch seine Abkehr von Gott soviel Unheil verursachte, wurde umgebracht und ein nachfolgender König, Set, verbrachte seine Tage in Gefangenschaft und sein Sohn Ahach wurde König (Ether 11:9). „Und es begab sich: Ahach, sein Sohn, erlangte das Reich; und alle seine Tage regierte er das Volk. Und er beging allerart Übeltat in seinen Tagen, wodurch er die Ursache war, dass viel Blut vergossen wurde; und wenige waren seine Tage.“ (Ether 11:10).

Wodurch er die Ursache war, dass viel Blut vergossen wurde. Der Bericht über die Jarediten ist uns nur in Umrissen wiedergegeben. Im Vers 9 wird ein König angeführt, namens Set, zu dem wir keine weiteren Informationen haben. Wir erfahren nichts weiter über ihn, als nur, dass er in Gefangenschaft lebte, auch nicht den Grund dafür. Dass er der Sohn von Schiblom ist, erfahren wir nur aus der Liste der Abkömmlinge im Ether 1:11. Vermutlich ist er wieder der Letztgeborene und hätte Nachfolger im Königsamt sein sollen, doch aus uns unbekannten Gründen lebte er in Gefangenschaft.

Von seinem Sohn Ahach (Ether 1:10) wird uns nun berichtet, dass er das Reich erlangte, und König wurde. Aber auch er hielt sich nicht an die Gebote Gottes und wurde dadurch seinem Volk ein ganz schlechtes Vorbild. Es gab wieder viel Blutvergießen, und seine Regentschaft war nur kurz. Auch sein Sohn und Nachfolger im Königsamt, Ethem (Ether 1:9), war nicht besser (Ether 11:11). Ich lerne erneut, wie enorm wichtig es doch ist, dass ich auf meinen Lebenswandel achte, um meinem Umfeld anstatt ein schlechtes, ein gutes Vorbild sein zu können.

Wie kann es dir gelingen, deinen Mitmenschen zu helfen, dem besten Vorbild das je auf Erden lebte, Jesus Christus, nacheifern zu wollen?

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Hatte der Herr Erbarmen

13. März 2021, 05:05am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

In höchster Not (Ether 11:7) erinnerte sich das Volk wieder seines Gottes: „Und das Volk fing an, von seinem Übeltun umzukehren; und insoweit es dies tat, hatte der Herr Erbarmen mit ihm.“ (Ether 11:8).

Hatte der Herr Erbarmen. Erbarmen zu haben bedeutet die Eigenschaft zu besitzen, mit jemandem der sich in einer schlimmen Lage befindet, mitleiden zu können, mit ihm zu fühlen und versuchen sein Leid lindern zu helfen.

Anstatt auf das Wort Gottes, das die vom Herrn gesandten Propheten predigten zu hören, hörte das Volk lieber auf die Mitglieder der `geheimen Verbindungen´. So zettelten sie Streit und Kriege an, was Hungersnöte und Seuchen zur Folge hatte. So begann eine Vernichtung, wie sie die Erde noch nie gesehen haben soll. In der Situation größter Not erinnert sich der Mensch gerne wieder einer höheren Macht, und wendet sich ihr zu, bettelt sie um Hilfe an. Erkennt der Herr diese Zuwendung, hat er `Erbarmen´ mit denjenigen, die gerade an den Folgen ihres Ungehorsams starkes Leid erfahren. Du kennst das Sprichwort: „Wenn die Not am größten, ist Gott am nächsten“. Ich lerne, dass sich der Herr meiner annimmt, wenn ich von meinem Übeltun ablasse und mich ihm wieder zuwende, und mir in meinem Leid sein Erbarmen, mir Barmherzigkeit, zuteilwerden lässt. Allerdings lerne ich an Seinem Beispiel, dass auch ich gegenüber meinem Nächsten Gleiches tun soll: „… wohl dem, der Erbarmen hat mit den Notleidenden“ (Sprüche 14:21).

In welcher Situation hast du deinem Nächsten schon mal `Erbarmen´ gezeigt?

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