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Glaubensansichten

Ihr sollt nicht ein Fleisch höher schätzen als das andere

13. März 2016, 06:31am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Auf den Wunsch seines Volkes ihn zum König haben zu wollen (Mosia 23:6), reagiert Alma der Ältere folgendermaßen: „Aber er sprach zu ihnen: Siehe, es ist nicht ratsam für uns, einen König zu haben; denn so spricht der Herr: Ihr sollt nicht ein Fleisch höher schätzen als das andere, noch soll ein Mensch sich höher dünken als der andere; darum sage ich euch, es ist nicht ratsam für euch, einen König zu haben.“ (Mosia 23:7).

Das natürliche Streben des Menschen ist es, sich zu vergleichen und nach Möglichkeit besser zu sein als der andere, mehr Ansehen zu genießen als der andere, sich abzuheben von dem anderen ... Gerne verweisen wir auf unsere Abstammung, in der Annahme dadurch privilegiert zu sein. Das ist wohl eine menschliche Schwäche, die Satan ausnutzt, uns über andere zu erheben und uns einzubilden, wir seien etwas Besseres. Aber das ist es nicht, was der Herr uns lehrt. Wir alle sind Kinder ein und derselben himmlischen Eltern (Köstliche Perle Mose 3:5-7), also einer Abstammung, egal wo wir zur Erde kamen, egal wann, egal welcher Hautfarbe oder Rasse. Warum es diese äußerlichen Unterschiede gibt, mag vielleicht in unserer unterschiedlichen Entwicklung in der Präexistenz liegen (Lehre und Bündnisse 138:53-56).

Ihr sollt nicht ein Fleisch höher schätzen als das andere. „... noch soll ein Mensch sich höher dünken als der andere“. Dies lehrte Alma der Ältere seinem Volk. Das bedeutet nicht, dass wir alle in allem gleich sind oder sein sollen. Jeder hat unterschiedliche Gaben vom Herrn mitbekommen, auf dass wir dadurch einander dienen können (Lehre und Bündnisse 46:11-12,26). Würden alle Erfinder sein, wer würde dann die Erfindungen in nützliche Anwendungen umsetzen, würden alle nur Verbraucher sein, wer würde produzieren ...? Was ich daraus lerne: Egal wer ich bin, ich bin genau wie jeder andere, ein Kind Gottes und nicht mehr aber auch nicht weniger. Und so sollen wir einander begegnen und einander dienen, wie Christus es uns vorgelebt hat, dessen Vorbild wir aufgefordert sind zu folgen (1. Petrus 2:21). Ich bemühe mich, jeden Menschen zu achten und ihm, mit den mir zugeteilten Gaben, zu dienen. Wen deiner Mitmenschen schätzt du geringer als dich, verachtest du insgeheim vielleicht sogar?

'Of course I realize I'm overbearing, obnoxious and critical. It just so happens that those are three major aspects of my job description.'
'Of course I realize I'm overbearing, obnoxious and critical. It just so happens that those are three major aspects of my job description.'

„Selbstverständlich ist mir bewusst, dass ich überheblich, unerträglich und kritisch bin. Es ist nur zufällig so, dass das drei Hauptpunkte in meiner Stellenbeschreibung sind.“
(Quelle)

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Sie waren fleißig und arbeiteten überaus viel

12. März 2016, 06:51am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nachdem Alma der Ältere mit den von ihm neu getauften Mitgliedern der Kirche Jesu Christi (Mosia 18:14-17) acht Tage in die Wildnis gereist war (Mosia 23:3): „Und sie kamen in ein Land, ja, nämlich ein sehr schönes und angenehmes Land, ein Land mit reinem Wasser. 5  Und sie bauten ihre Zelte auf und fingen an, den Boden zu bebauen, und fingen an, Gebäude zu bauen; ja, sie waren fleißig und arbeiteten überaus viel.“ (Mosia 23:4-5).

Sie kamen in ein Land, ja, nämlich ein sehr schönes und angenehmes Land
Bei dieser Aussage fällt mir gleich wieder eine Parallele zum Volk Israel auf: Der Herr führte sie aus der Gefangenschaft in Ägypten in „ein Land, in dem Milch und Honig fließen.“ (Deuteronomium 26:8-9), also auch in „ein sehr schönes und angenehmes Land“. Da leite ich daraus ab, dass der Herr diejenigen, die sein gehorsames Volk sind, mit Segnungen überhäuft. Zu seinem Volk zu gehören setzt aber voraus, seine Stimme zu kennen und ihm zu folgen (Johannes 10:26-27).

Sie waren fleißig und arbeiteten überaus viel. Wenn ich schon so gesegnet werde, dann darf der Herr doch sicherlich auch erwarten, dass ich mich nach allen Kräften bemühe, dieses `sehr schöne und angenehme Land´ entsprechend zu erhalten, was sicherlich nicht ohne `überaus viel fleißige Arbeit´ zu schaffen ist. Für mich heißt das, mit den Ressourcen, die uns vom Herrn gegeben werden, nachhaltig, umweltbewusst, umzugehen: Lebensmittel, Energie, Natur (Stichwort: Feinstaubbelastung Stuttgart) ... (Genesis 1:28Köstliche Perle Mose 2:26,28). Wie gehst du mit den Ressourcen um, die uns der Herr zur `Unterwerfung´ gegeben hat?

fleißig arbeiten
(Quelle)

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Der Herr stärkte sie, so dass das Volk König Noas sie nicht einholen konnte, um sie zu vernichten

11. März 2016, 06:14am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die Folge, dass  Alma der Ältere und die Seinen auf die Warnung hörten: Und der Herr stärkte sie, so dass das Volk König Noas sie nicht einholen konnte, um sie zu vernichten.“ (Mosia 23:2).

Der Herr stärkte sie, so dass das Volk König Noas sie nicht einholen konnte, um sie zu vernichten. Dies erinnert mich an eine ähnliche Rettung des Volkes Israel aus der Unterdrückung der Ägypter durch Mose, als sie trockenen Fußes durch das Rote Meer ziehen durften und nach ihnen die Ägypter sie nicht einholen konnten und im wieder zusammenfließenden Meer umkamen (Exodus 14:16-31). Ich denke dabei daran, dass auch wir heute einen Verfolger haben, der uns zu vernichten sucht (2. Nephi 2:27) und frage mich, stärkt der Herr auch mich, dass Satan mich nicht einholen kann? Von Paulus lerne ich, dass wenn ich darum bete, der Herr mir Kraft geben wird und ich vor dem Bösen bewahrt bleiben werde (2. Thessalonicher 2-3; siehe auch Alma 34:39). Wenn ich mich auf den Herrn zubewege, wird der Abstand zu Satan größer und dadurch wird seine Anziehungskraft geringer, vergleichbar mit dem physikalischen Gesetz der Massenanziehung: Diese nimmt mit zunehmender Entfernung der Gegenstände ab und umgekehrt. Was unternimmst du, dass der Herr dich stärken und der Feind dich nicht einholen kann?

massenanziehung
Newtonsches Gravitationsgesetz
(Quelle)

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Nun war Alma vom Herrn gewarnt worden

10. März 2016, 05:55am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nachdem wir erfahren haben, dass König Limhi mit seinem Volk erfolgreich nach Zarahemla geführt worden war (Mosia 22:11,13), kommt nun in den nächsten zwei Kapiteln (Mosia 23-24) ein Wechsel zu Alma dem Älteren, der an den Wassern Mormons die Kirche Jesu Christi gründete und sich dieser dort 204 Seelen des Volkes, des gottlosen Königs Noa, durch Taufe angeschlossen hatten (Mosia 18:15-17): „Nun war Alma vom Herrn gewarnt worden, dass die Heere König Noas über sie kommen würden, und er hatte dies seinem Volk bekanntgegeben; darum sammelten sie ihre Herden und nahmen von ihrem Getreide und zogen vor den Heeren König Noas in die Wildnis.“ (Mosia 23:1).

Was lerne ich aus diesem Vers:

  1. Der Herr warnt Alma, den geistlichen Führer der jungen Kirche,
  2. dieser gibt die Warnung weiter an sein Volk,
  3. sie alle hören auf die Warnung und
  4. sie handeln entsprechend.

Nun war Alma vom Herrn gewarnt worden. Das ganze beziehe ich wieder auf mich: Präsident Thomas S. Monson, der vom Herrn berufene geistliche Führer der heutigen Menschheit, natürlich auch weitere von ihm beauftragt Geistliche (Apostel, Siebziger, sowie sonstige Generalautoritäten der Kirche), warnen mich, als Teil des Volkes, in ihren Reden auf den halbjährlichen Generalkonferenzen; ich gebe diese Warnung in meinem Verantwortungsbereich weiter; ab hier gibt es sicherlich eine Abweichung zu den 204 Seelen, denen Alma die Warnung weiter gab - wahrscheinlich werden nicht alle auf die Warnung hören und nicht alle werden entsprechend handeln. Aber ich mache mir und den Betroffenen klar, welche Folgen die Nichtbeachtung haben werden und jeder muss nun für sich selber entscheiden. Ich jedenfalls habe mir angewöhnt, die so ergangenen Warnungen nicht in den Wind zu schlagen, sondern auf sie zu achten und in entsprechende Handlungen umzusetzen. Wie gehst du mit den Warnungen der beauftragten Diener des Herrn um?

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So mancher, der Warnhinweise nicht ernst nahm, kam deshalb schon ums Leben (Quelle)

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Er nahm auch ihre Aufzeichnungen in Empfang

10. März 2016, 05:46am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nachdem Ammon mit seinen Begleitern zusammen das Volk Limhi erfolgreich aus der Knechtschaft der Lamaniten im Land Lehi-Nephi und Schilom befreit hatte (Mosia 22:11), wurden sie in Zarahemla wieder freudig in das Volk König Mosias integriert: „Und es begab sich: Mosia empfing sie mit Freuden; und er nahm auch ihre Aufzeichnungen in Empfang und auch die Aufzeichnungen, die vom Volk Limhi gefunden worden waren.“ (Mosia 22:14).

Er nahm auch ihre Aufzeichnungen in Empfang. Wie dankbar bin ich doch, dass auch das unter Zeniff aus Zarahemla ins Land Lehi-Nephi und Schilom ausgewanderte Volk Aufzeichnungen geführt hat. Wäre dem nicht so, würden uns so viele wunderbare glaubensstärkende Belehrungen, z. B. die des Propheten Abinadi (Mosia 11:20 ff), sowie die wunderbaren Bekehrungsgeschichten durch Alma den Jüngeren (Mosia 17:2 ff), an den Wassern Mormons (Mosia 18:8 ff), fehlen (Mosia 9 bis 22; die Aufzeichnungen Zeniffs). Meine Dankbarkeit ihnen gegenüber bekunde ich dadurch, dass ich ihren Bericht immer wieder gebetserfüllt durcharbeite und darüber nachdenke, welche Lehren ich daraus ziehen und in meinem Leben anwenden kann. Inwiefern nutzt du Berichte unserer glaubenstreuen Vorfahren?

abinadi vor noa
Abinadi prophezeit die Erlösung durch Christus; Mosia 13 bis 15
(Quelle)

 

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Sie wurden von Ammon und seinen Brüdern geführt

8. März 2016, 06:05am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

König Limhi entschied sich für Gideons Rettungsplan (Mosia 22:9) und veranlasste, dass sich sein Volk mit seiner Habe zur Flucht am verabredeten Ort zusammenkamen (Mosia 22:10): „Und es begab sich: Das Volk König Limhis zog bei Nacht mit seinem Kleinvieh und seinen Herden in die Wildnis hinaus, und sie zogen um das Land Schilom herum in die Wildnis und lenkten ihren Weg zum Land Zarahemla hin; und sie wurden von Ammon und seinen Brüdern geführt. ... 13  Und nach vielen Tagen in der Wildnis kamen sie in das Land Zarahemla und schlossen sich dem Volk Mosias an und wurden seine Untertanen.“ (Mosia 22:11,13).

Sie wurden von Ammon und seinen Brüdern geführt. Wie gut ist es doch, jemanden zu haben, der den Weg kennt und einen zum gewünschten Ziel hin führt. Sicher wurden sie nun wieder von Ammon und seinen Begleitern dorthin zurückgeführt, von wo ihre Vorfahren, Zeniff mit einer kleinen Gruppe, vor ca. 80 Jahren ausgewandert waren (Mosia 9:1,5-6), um sich mit dem Volk König Mosias zu vereinen. Ich lerne daraus, dass ich mich von jemandem, der den Weg zu Gott zurück kennt, führen lassen kann. Ich muss mich allerdings, so wie es König Limhi auch seinem Volk anordnete, auf die Reise vorbereiten, indem ich alles mitnehme, was für mein Leben in Gerechtigkeit wichtig ist. Für mich sind die heute berufenen Propheten und Apostel und weitere von ihnen berufene Diener des Herrn diejenigen, denen ich folgen kann. Auf wen setzt du dein Vertrauen auf deiner Reise durch unbekanntes Gelände?

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Wie gut, wenn du in Zeiten der Unsicherheit jemanden hast, der den Weg kennt
(Quelle)

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Ich will gemäß deinem Gebot hingehen

8. März 2016, 05:58am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Hauptmann Gideon unterbreitete König Limhi seinen Plan der Befreiung aus der Knechtschaft, einen Plan, der ohne Blutvergießen auskommen sollte: „Und ich will gemäß deinem Gebot hingehen und den Lamaniten den letzten Tribut an Wein entrichten, und sie werden betrunken sein; und wir werden durch den geheimen Durchgang links von ihrem Lager gehen, wenn sie betrunken sind und schlafen. ... 9  Und es begab sich: Der König hörte auf die Worte Gideons.“ (Mosia 22:7,9).

Ich will gemäß deinem Gebot hingehen. Gideon hatte die `Achillesferse´ der lamanitischen Bewacher im Fokus, ihren Zuspruch an guten Wein und er nutze diese Schwäche, um ohne Blutvergießen, dem Zustand der Rechtlosigkeit und Ausbeutung durch sie zu entkommen.

Achilleus war in der griechischen Mythologie als Sohn einer göttlichen Mutter und eines sterblichen Vaters sterblich. Durch Eintauchen in den Fluss, der die Unterwelt von der Oberwelt trennt, wollte die Mutter ihn zumindest unverwundbar machen. Doch die Ferse, an der sie ihn dabei festhielt, blieb unbenetzt und dort wurde er später von einem Pfeil tödlich getroffen. Ich lerne daraus, dass ich meine Achillesferse ausfindig machen muss, um alles zu unternehmen, dass sie nicht durch die Pfeile Satans getroffen werden kann (Genesis 3:15). Ein Ansatz für mich ist das tägliche Studium der heiligen Schriften, verbunden mit dem Gebet, um göttlichen Rat zu empfangen (Lukas 21:34-36). Kennst du deine Achillesferse und welche Maßnahmen ergreifst du zum Schutz?

achillesferse
Peter Paul Rubens: Thetis taucht Achilles in den Styx, 1630–35
(Quelle)

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Ich will dein Knecht sein und dieses Volk aus der Knechtschaft befreien

7. März 2016, 05:16am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Gideon, der Hauptmann König Limhis (Mosia 20:16-17) hatte einen Vorschlag, zur Lösung des Unterdrückungsproblemes: „Nun begab es sich: Gideon ging hin und trat vor den König und sprach zu ihm: Nun, o König, du hast bisher oftmals auf meine Worte gehört, wenn wir mit unseren Brüdern, den Lamaniten, gestritten haben. 4  Und nun, o König, wenn du mich nicht als einen unnützen Knecht erfahren hast oder wenn du bisher auf meine Worte in gewissem Maße gehört hast und sie dir nützlich waren, so wünsche ich, du würdest auch diesmal auf meine Worte hören, und ich will dein Knecht sein und dieses Volk aus der Knechtschaft befreien. 5  Und der König gewährte ihm zu sprechen. ...“ (Mosia 22:3-5).

Ich will dein Knecht sein und dieses Volk aus der Knechtschaft befreien. Diese Formulierung erinnert mich direkt an den Rat, der vor der Grundlegung der Erde im Himmel abgehalten wurde: Der Herr legte seinen Plan vor und fragte, wer ihn auf Erden umsetzen wolle. Da meldete sich außer Jesus Christus auch Luzifer: „Siehe, hier bin ich, sende mich; ich will dein Sohn sein, und ich will die ganze Menschheit erlösen ...“ (Köstliche Perle Mose 4:1). Der Vater musste sich nun für einen der beiden entscheiden (Köstliche Perle Mose 4:2-3).

Worauf ich aber heute hinaus will, Gideon zeigt mir, wie ich ein Gespräch einleiten kann, um z. B. erfolgreich meinen Vorschlag zu palzieren:

  1. Mit einer angemessenen Anrede, eine Interesseweckende Einleitung formulieren,
  2. auf frühere nützliche Vorschläge verweisen, die ihren Zweck hervorragend erfüllten,
  3. meine zielgerichteten Dienste anbieten und
  4. Reaktion abwarten.

Nun muss der so Angesprochene sich entscheiden, ob er meinen, oder einen anderen Vorschlag umsetzen möchte. Wie ist deine Vorgehensweise, wenn du bei einer Problemstellung meinst, einen sinnvollen Beitrag leisten zu können?

gespraech-mit-dem-chef
(Quelle)

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Sie fanden keinen anderen Weg, sich aus der Knechtschaft zu befreien

6. März 2016, 06:13am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die Regierung und das Volk trafen sich zu einer Ideensammlung, wie sie sich aus ihrer misslichen Lage befreien könnten: "Und es begab sich: Sie fanden keinen anderen Weg, sich aus der Knechtschaft zu befreien, als nur den, ihre Frauen und Kinder und ihr Kleinvieh und ihre Herden und ihre Zelte zu nehmen und in die Wildnis hinauszuziehen; denn da die Lamaniten so zahlreich waren, war es für das Volk Limhi nicht möglich, mit ihnen zu streiten und daran zu denken, sich mit dem Schwert aus der Knechtschaft zu befreien." (Mosia 22:2).

Sie fanden keinen anderen Weg, sich aus der Knechtschaft zu befreien. Ich denke, sie sind damals auch schon so vorgegangen, wie es der Herr Oliver Cowdery in neuzeitlicher Offenbarung rät, der fälschlicherweise dachte, dass Übersetzen einfach so funktioniert, das man ohne etwas dazuzutun, vom Herrn das Übersetzungsergebnis mitgeteilt bekommt (Lehre und Bündnisse 9:7-9). Aus diesem Rat habe ich mir für schwerwiegende Probleme, die ich nicht alleine zu lösen vermag, den Fünfpunkteplan `ALFHA´ abgeleitet:

  1. Das Problem analysieren,
  2. Lösungen erarbeiten,
  3. eine Lösung favorisieren,
  4. diese dem Herrn vorlegen und ihn um seinen Rat bitten,
  5. die Antwort des Herrn mit dem Herzen erfühlen.

Wenn mir das Herz brennt, ist es die Lösung, die auch der Herr für richtig hält und ich kann an die Umsetzung gehen. Anderenfalls gehe ich mit einer anderen Lösung aus dem Pool (Schritt 2) erneut die Schritte 4 und 5 durch, bis ich ein Brennen im Herzen verspüre. Wie gehst du an die Lösung größerer Probleme heran?

problemlösungstechniken
(Quelle)

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Sie ließen ... das ganze Volk sich versammeln ... um die Stimme des Volkes ... zu hören

5. März 2016, 05:51am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Wenn man sich in einem Zustand der Rechtlosigkeit und Ausbeutung befindet, also in Knechtschaft, überlegt man natürlich angestrengt darüber nach, wie man sich daraus am besten befreien kann (Mosia 21:36). So gingen Ammon und seine Leute sowie König Limhi mit seinem Volk gemeinsam daran, Auswege zu erörtern: „Und nun begab es sich: Ammon und König Limhi fingen an, sich mit dem Volk zu beraten, wie sie sich aus der Knechtschaft befreien sollten; und sie ließen sogar das ganze Volk sich versammeln; und dies taten sie, um die Stimme des Volkes in dieser Sache zu hören.“ (Mosia 22:1).

Sie ließen ... das ganze Volk sich versammeln ... um die Stimme des Volkes ... zu hören. Also schon um 120 v. Chr. gab es, sogar in einer Monarchie, den Gedanken der Volksbefragung. Macht in wichtigen Bereichen, die das gesamte Volk angehen, auch Sinn. Ich Sachen der Befreiung aus Knechtschaft kann man nicht genug Ideen zusammentragen und gemeinsam beraten, welche davon wohl die zielführendste ist. Ich denke auf mich bezogen, ist es wichtig, durch Reflexion (prüfendes und vergleichendes Nachdenken) herauszufinden, ob auch ich mich unter Knechtschaft befinde, der Knechtschaft der Sünde. Wie ich es herausfinden kann, lerne ich in neuzeitlicher Offenbarung (Lehre und Bündnisse 84:49-51). Sowie ich Anzeichen erkenne, dass ich mich von Christus entferne, weiß ich, dass ich mich in Knechtschaft begebe. Da schlagen meine Alarmglocken an: Ich muss einen Plan entwickeln, wie ich da wieder raus komme. Ich muss meine Einstellung zu Gott, zu mir und meinem Leben überprüfen, und wenn ich nicht sterben will, korrigieren (Ezechiel 18:30-31). Wie stellst du fest, ob du dich in die Knechtschaft der Sünde begibst?

SONY DSC

(Quelle)

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