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Glaubensansichten

Verschone mein Leben, auf dass ich ein Werkzeug in deinen Händen sei

24. Juli 2016, 06:01am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Im Kampf Mann gegen Mann, Alma gegen Amlissi (Alma 2:29) rief Alma den Herrn an: „Und es begab sich: Alma, der ein Mann Gottes war, wurde von starkem Glauben bewegt und rief aus, nämlich: O Herr, erbarme dich und verschone mein Leben, auf dass ich ein Werkzeug in deinen Händen sei, um dieses Volk zu erretten und zu bewahren.“ (Alma 2:30), welchen Wunsch der Herr auch direkt erfüllte, sowohl für ihn selber, als auch für seine Mitstreiter (Alma 2:31-38).

Verschone mein Leben, auf dass ich ein Werkzeug in deinen Händen sei. Wer würde nicht darum bitten, dass sein Leben im Kampf Mann gegen Mann verschont bleiben möge. Aber auch hier kommt es wieder auf die Motivation (Gesamtheit der Beweggründe [Motive], die zur Handlungsbereitschaft führen) an, aus der heraus diese Bitte „von starkem Glauben bewegt“ an den Herrn gerichtet wurde: Ein Werkzeug in den Händen des Herrn zu sein! Wie erstrebenswert es doch ist, ein Werkzeug in den Händen Gottes zu sein.

Wie werde ich ein Werkzeug in den Händen des Herrn:

  • Liebe für meinen Nächsten entwickeln
    Auf die Frage eines Gesetzeslehrers, der Christus auf die Probe stellen wollte „Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?“ gab dieser ihm die Antwort, dass es die Liebe zu Gott und zum Nächsten sei (Matthäus 22:36-39). Wenn wir dieses Gebot halten, werden wir unendlich viele Gelegenheiten bekommen, unseren Mitmenschen ein Werkzeug Gottes zu sein, um ihnen zu helfen, in ihre himmlische Heimat zurückzufinden.
  • Mich aus meiner Starrheit lösen
    auf andere zugehen und ihnen vom Plan der Erlösung Zeugnis ablegen (Alma 17:9).
  • Fasten und Beten
    das half auf jeden Fall den Söhnen Mosias (Alma 17:9) und auch dem erblindeten Farmer Alma Benjamin Larsen. Ihm wurden durch Fasten und Beten die geistigen Augen geöffnet und er war dadurch in der Lage, 32 Jahre lang, tausende Kinder Gottes zu segnen (Oktober.Liahona 2006: „Wie wir ein Werkzeug in der Hand Gottes werden“ von Don R. Clarke).

Empfänglich sein für die Einflüsterungen des Heiligen Geistes
diese beachten und umsetzen (2. Nephi 32:5).

Die Umsetzung dieser Punkte versetzt mich in die Lage, meinen Mitmenschen zu helfen, Christus näherzukommen. Welche Möglichkeiten nutz du, um ein Werkzeug in den Händen Gottes zu sein?

werkzeug in den händen gottesBarmherziger Samariter - Werkzeug in den Händen Gottes
(Bild: Quelle)

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Sie hatten machtvoll zu ihm gebetet ... darum vernahm der Herr ihr Schreien

23. Juli 2016, 05:40am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Aufgrund der Beobachtungen der vier nephitischen Kundschafter, machten sich die Nephiten schleunigst auf den Weg zu ihrer Stadt Zarahemla (Alma 2:26). Auf der anderen Seite des Flusses Sidon kamen ihnen dann auch schon die vereinigten Krieger der Lamaniten und Amlissiten in mächtiger Überzahl entgegen (Alma 2:27), „Doch wurden die Nephiten durch die Hand des Herrn gestärkt, denn sie hatten machtvoll zu ihm gebetet, er möge sie aus den Händen ihrer Feinde befreien; darum vernahm der Herr ihr Schreien und stärkte sie, und die Lamaniten und die Amlissiten fielen vor ihnen.“ (Alma 2:28).

Sie hatten machtvoll zu ihm gebetet ... darum vernahm der Herr ihr Schreien. Offensichtlich waren die Nephiten gerecht, sonst hätte der Herr ihr machtvolles Gebet nicht erhört (Sprüche 15:29). Demzufolge war auch ihr Wunsch, den sie voller Glauben an den Herrn richteten, gerecht und in Übereinstimmung mit dem Willen des Herren (3. Nephi 18:20).

Ich erkenne daraus, dass der Herr meine, im festen Glauben an ihn gerichteten, gerechten Gebete, die mit seinem Willen übereinstimmen (Johannes 15:7), erhört. Wenn ich also darum bitte, dass der Herr mich im Kampf gegen Satans Anfechtungen stärken möge, so wird er es auch tun. Natürlich muss ich meinen Eigenanteil liefern, so wie sich ja auch die Nephiten zuerst selber auf den Kampf vorbereitet hatten (Alma 2:12). Ich darf mich in meinem Kampf gegen Satan auf die Kraft des Herrn verlassen, wie er auch vor seinem Volk herzog und ihm Kraft gegen seine Feinde verlieh und ihnen sagte, dass sie nicht erschreckt zurückweichen sollen (Mose 31:6). Genauso wird er auch mir Kraft verleihen, den Angriffen Satans unerschrocken zu widerstehen. Wie stellst du sicher, dass deine Bitten im rechten Geist an den Herrn gerichtet sind (Lehre und Bündnisse 46:30)?

gebet_(Bild: Quelle)

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Wenn wir uns nicht beeilen, nehmen sie unsere Stadt in Besitz

22. Juli 2016, 05:27am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die vier Kundschafter Alma des Jüngeren (Alma 2:22) berichten weiter: „und sie haben unsere Brüder in jenem Land überfallen; und diese fliehen vor ihnen mit ihren Herden und ihren Frauen und ihren Kindern hin zu unserer Stadt; und wenn wir uns nicht beeilen, nehmen sie unsere Stadt in Besitz, und unsere Väter und unsere Frauen und unsere Kinder werden getötet.“ (Alma 2:25).

Wenn wir uns nicht beeilen, nehmen sie unsere Stadt in Besitz. Welche Lehre kann ich für meinen Alltag daraus ableiten? In meinem Umfeld ist Satan mit seinen Helfern sicherlich äußerst stark bemüht, Freunde oder Mitglieder unserer Familien für sich und seine Lehren zu begeistern. Er kämpft mit Halbwahrheiten und mit Lehren, die auf die geheimen oder sogar offenkundigen Wünsche seiner Zielklientel angepasst sind (2. Timotheus 4:3), aber mit dem Plan der Errettung (Köstliche Perle Mose 6:52-62) nur scheinbar oder sogar gar nicht übereinstimmen. Vater und Mutter müssen gemeinsam darauf achten, dass die Wahrworte des Herrn nicht verwässert werden (Lehre und Bündnisse 93:40). Nachdem sie für ihre Familie Verantwortung tragen, müssen sie darauf achten, nur das zu lehren, was Christus gelehrt hat. Dazu ist es erforderlich, dass sie selber überaus bemüht sein müssen, die Gebote zu halten, um sich deshalb des Beistandes des Heiligen Geistes gewiss sein zu können. Der Heilige Geist wird dann jene mit Wahrheit versorgen, die ihr Herz dafür öffnen (Moroni 10:5Lehre und Bündnisse 50:14). Natürlich kann ich das auch auf jede Einzelperson übertragen. Jeder hat in bestimmter Weise Verantwortung für seinen Mitmenschen. Wie stellst du sicher, dass deine Freunde, oder deine Familienmitglieder nicht vom Feind besiegt werden und den geistigen Tod sterben?

kampf(Bild: Quelle)

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Die Amlissiten haben sich ihnen [den Lamaniten] angeschlossen

21. Juli 2016, 05:28am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die von Alma dem Jüngeren ausgesandten Kundschafter Zeram, Amnor, Manti und Limher (Alam 2:22), beobachteten die Aktivitäten der Amlissiten, kehrten eiligst zurück und gaben von großer Furcht ergriffen (Alma 2:23) folgenden Bericht: „Siehe, wir sind dem Lager der Amlissiten gefolgt, und zu unserem großen Erstaunen haben wir im Land Minon, oberhalb des Landes Zarahemla, in Richtung auf das Land Nephi hin, eine zahlreiche Schar Lamaniten gesehen; und siehe, die Amlissiten haben sich ihnen angeschlossen;“ (Alma 2:24).

Die Amlissiten haben sich ihnen [den Lamaniten] angeschlossen. Hat man trotz Übermacht eine Auseinandersetzung verloren, ergreift man jede Möglichkeit sich zu revanchieren. Die Amlissiten trafen im Land Midon auf die Lamaniten, die auch Feinde der Nephiten waren und so verbündeten sie sich mit ihnen, um erneut gegen die Nephiten anzugehen und die erste Niederlage wettzumachen.

Für mich ziehe ich folgende Lehre aus dieser Situation: Wenn Satan es alleine nicht schafft, mich zu einer Untat zu verleiten, sucht er sich Verbündete, um mit vereinten Kräften erneut gegen mich zu kämpfen. Solche Verbündeten können z. B. Freunde sein, die mir weismachen sollen, dass es doch nicht so schlimm ist, bei heißem Wetter am Sonntag eine Abkühlung im Schwimmbad zu finden. Kassierer, Bademeister und andere sind ja sowieso im Dienst und arbeiten nicht nur wegen mir. Außerdem ist Schwimmen gesund und ich würde dadurch schließlich Freundschaften pflegen. Was stellst du an, dich durch solcherlei Angriffe nicht überrumpeln zu lassen?

Schwimmbad_oben(Bild: Quelle)

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Alma sandte Kundschafter aus

20. Juli 2016, 04:37am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Während Alma seine Krieger im Tal Gideon ausruhen ließ (Alma 2:20), wollte er dennoch wissen, was der Feind vorhatte: „Und Alma sandte Kundschafter aus, die dem Überrest der Amlissiten folgen sollten, damit er ihre Pläne und ihre Absichten erführe, wodurch er sich gegen sie schützen könne, so dass er sein Volk vor der Zerschlagung bewahre.“ (Alma 2:21).

Alma sandte Kundschafter aus. Wie kann ich diese Maßnahme wieder auf mein Leben beziehen? Ich erkenne, dass Alma der Jüngere darauf bedacht war, herauszufinden, wie sich der Feind verhält, um zum Schutz seines Volkes Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Für mich bedeutet dies, dass ich meinen Feind definieren und sein Vorgehen wachsam verfolgen muss, um daraus Gegen- oder Vorsichtsmaßnahmen abzuleiten, damit er mich nicht überraschen kann. Zur Wachsamkeit gehört aber auch das Gebet (Matthäus 26:41). Ich habe auch die wunderbare Möglichkeit mich auf die Wächter zu verlassen, die der Herr in seinem Weinberg benannt hat (Lehre und Bündnisse 101:45). Diese Wächter und ausgesandten Kundschafter sind die vom Herrn eingesetzten Schlüsselträger (Alma 6:1Lehre und Bündnisse 46:27). Wenn ich diese Vorsichtsmaßnahmen ergreife, habe ich eine große Chance, von Satan nicht überrumpelt zu werden. Was sind deine Vorsichtsmaßnahmen?

wächterWächter auf dem Turm; April-Liahona 2016, Seite 38
(Bild: Quelle)

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Die Nephiten verfolgten die Amlissiten den ganzen Tag lang

19. Juli 2016, 04:22am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma berichtet über den Verlauf der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den Amlissiten und Nephiten, nachdem der Herr die Hand der Nephiten gestärkt hatte (Alma 2:18): „Und es begab sich: Die Nephiten verfolgten die Amlissiten den ganzen Tag lang, und sie erschlugen sie in einer großen Schlacht, so sehr, dass von den Amlissiten zwölftausendfünfhundertzweiunddreißig Seelen getötet wurden; von den Nephiten aber wurden sechstausendfünfhundertzweiundsechzig Seelen getötet.“ (Alma 2:19).

Die Nephiten verfolgten die Amlissiten den ganzen Tag lang. Häufig drängt sich mir die Frage auf, warum in den heiligen Schriften so viel von Krieg die Rede ist. Schon im Bericht über das vorirdische Dasein ist von Krieg die Rede „Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen ...“ (Offenbarung 12:7-9). Bei Michael handelt es sich um den späteren Adam (Lehre und Bündnisse 27:11) und bei dem Drachen um Luzifer (Luzifer bedeutet so viel wie: `der Leuchtende´ oder `Lichtträger´, auch als `Sohn des Morgens´ bekannt), der hier auf Erden als Satan bekannt wurde und Krieg gegen die Anhänger des Herrn führt (Lehre und Bündnisse 76:25-29).

Nachdem die Wesen im vorirdischen Dasein keinen physischen Körper besaßen, stelle ich mir vor, dass der dort beschriebene Kampf wohl auch eher eine Art geistige Auseinandersetzung gewesen sein wird, die mit der Verbannung Satans und eines Drittels der Geister, die ihm folgten, aus der Gegenwart Gottes endete (Lehre und Bündnisse 29:36-37).

Hier auf Erden nahmen Auseinandersetzungen dann eine physische Form an, beginnend mit dem Brudermord (Köstliche Perle Mose 5:32-37), wobei unbedingt zu berücksichtigen ist, dass durch Tötung nur der physische Körper außer Funktion gesetzt wird (Prediger 12:7), während der Geistkörper in die Geisterwelt geht, um auf seine Auferstehung zu warten (Alma 40:6,9,11).

Warum nun so viel über Kriege in den heiligen Schriften die Rede ist? Meine einfältige Erklärung: Offensichtlich ist es dem Herrn wichtig, dass wir uns damit auseinandersetzen, Schlüsse ziehen und lernen sollen, wie sie vermieden werden können. Wir sollen sicherlich auch erkennen, dass der Herr sie zulässt und sogar eingreift, um damit seine weisen Absichten zu verfolgen, die wir u. U. erst später erkennen werden (Lehre und Bündnisse 101:32-34). Wie erklärst du dir diese Berichte der Kriegsführung in den heiligen Schriften?

krieg(Bild: Quelle)

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Doch stärkte der Herr die Hand der Nephiten

18. Juli 2016, 04:35am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Auf dem Hügel Amnihu östlich des Flusses Sidon im Land Zarahemla trafen die Kriegsparteien aufeinander (Alma 2:15). Viele Nephiten kamen um (Alma 2:17): „Doch stärkte der Herr die Hand der Nephiten, so dass sie die Amlissiten in einer großen Schlacht erschlugen, so dass sie anfingen, vor ihnen zu fliehen.“ (Alma 2:18).

Alma der Jüngere liefert uns in seinem Bericht viele Details über die Geografie des Landes, in dem sie lebten. Viele Menschen haben sich darüber Gedanken gemacht, und Karten entworfen, um die Geografie des Lebensraumes der Nephiten und Lamaniten zu visualisieren. Etliche versuchten auch, den Bezug zu bekannter Geografie herzustellen. Doch haben wir bisher keine gesicherten Kenntnisse darüber. Offensichtlich ist das für Wissenschaftler zwar ein äußerst interessantes Thema, aber wohl nicht relevant für unsere Annäherung an Jesus Christus und die Erreichung ewigen Lebens.

Doch stärkte der Herr die Hand der Nephiten. Immer wieder lerne ich aus den heiligen Schriften, dass der Herr diejenigen stärkt, die im Glauben an ihn feststehen und seine Gebote halten und das sowohl in physischer (z. B. Befolgen des Wortes der Weisheit: Lehre und Bündnisse 89:20) als auch geistiger Hinsicht (z. B. Befolgen des Wortes der Weisheit: Lehre und Bündnisse 89:19). Ich scheue jegliche feindselige Auseinandersetzung, seien es Schlägereien, Kriege oder verbale. So sehe ich in dem Fall mit den Amlissiten und Nephiten, auf mich bezogen, eher wieder die geistige Stärkung, die der Herr denjenigen zuteilwerden lässt, die sein Vertrauen in ihn setzen (Alma 36:3,27). Mich beschäftigt also die Frage, wie kann ich mein Vertrauen in den Herrn stärken? Lehre und Bündnisse 121:45 gibt mir die Antwort: Nächstenliebe und tugendhafte Gedanken. Nicht ganz so einfach diese Anforderungen immer zu erfüllen, deshalb bin ich bemüht, mich ständig in diesem sehr weiten Feld zu üben. Ich wünschte mir, dass die Stärkung durch den Herrn in mir, auch so groß sein würde, dass der Satan anfängt vor mir zu fliehen (Köstliche Perle Mose 1:21-22). Wie stärkst du dein Vertrauen in den Herrn?

(Bild: Quelle)

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Amlissi bewaffnete seine Männer mit allerlei Kriegswaffen jeder Art

17. Juli 2016, 04:38am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Amlissi, der einen Teil des Volkes Nephi von den Wegen des Herrn abgebracht hatte, die ihn auch seinem Ziel entsprechend zum König gewählt hatten, sich vom Volk Nephi abspalteten und ein eigenes Volk, Amlissiten genannt, bildeten, hatte nun mit ihnen zusammen vor, die gläubigen Nephiten unter seine Herrschaft zu zwingen: „Und es begab sich: Amlissi bewaffnete seine Männer mit allerlei Kriegswaffen jeder Art; und er bestimmte auch für sein Volk Herrscher und Führer, die sie zum Krieg gegen ihre Brüder führen sollten.“ (Alma 2:14).

Amlissi bewaffnete seine Männer mit allerlei Kriegswaffen jeder Art. Hinter all diesem ungöttlichen Tun steckt Satan. Ich sehe, dass Satan auch heute seine Anhänger mit allerlei Kriegswaffen jeglicher Art bewaffnet, um gegen die Gläubigen vorzugehen und sie unter seine Herrschaft zu zwingen. Eine seiner Kriegswaffen, die unscheinbar erscheinen mag, ist der Neid.

  • Neid
    Wilhelm Busch (1832 - 1908, deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller) sagte: „Kaum hat mal einer ein bissel was, gleich gibt es welche, die ärgert das.“ Neid ist ein Gefühl, das einen beschleicht, wenn andere etwas haben, das man selber auch gerne hätte, es aber nicht hat. So sagte Busch auch noch: „Um Neid ist keiner zu beneiden.“ Das bringt mich dem Kern der Sache näher, den ich dem Evangelium von Jesus Christus entnehme: Es ist falsch, sich etwas zu wünschen, was einem anderen gehört. Das Beispiel des ersten Brudermordes zeigt mir auf, welches die fatalen Folgen von Neid sein können: „... Der Satan hat mich wegen der Herden meines Bruders versucht.“ sagte Kain dem Herrn (Köstliche Perle Mose 5:38).

Ich lerne daraus, dass ich zwar nach Dingen streben darf, es aber auf meine Motivation (innerer Antrieb) ankommt. Ist das Motiv der Neid, so hat mich der Satan ganz schnell am Wickel und ich werde in meinem Streben ganz leicht in den Abgrund gezogen. Ist mein Motiv, durch das Angestrebte, mir und anderen zu helfen Christus näherzukommen, liege ich richtig, mein Motiv ist die reine Christusliebe (Moroni 7:47). Welchen Kriegswaffen Satans bist du schon begegnet?

kainDer Satan hat mich wegen der Herden meines Bruders versucht
(Bild: Quelle)

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Darum bereiteten sie sich vor, ihnen zu begegnen

16. Juli 2016, 04:51am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nachdem sich das Volk in Nephiten und Amlissiten gespalten hatte (Alma 2:11): „... war sich das Volk der Nephiten der Absicht der Amlissiten bewusst, und sie bereiteten sich gegen einen gewaltsamen Umsturz vor: „ja, sie bewaffneten sich mit Schwertern und mit Krummdolchen und mit Bogen und mit Pfeilen und mit Steinen und mit Schleudern und mit allerlei Kriegswaffen jeder Art. 13  Und so waren sie bereit, den Amlissiten zum Zeitpunkt ihres Kommens zu begegnen. Und es wurden Hauptleute bestimmt, ebenso höhere Hauptleute und oberste Hauptleute, gemäß ihrer Anzahl.“ (Alma 2:12-13).

Darum bereiteten sie sich vor, ihnen zu begegnen. Ich lerne daraus, dass ich die Entwicklung aufmerksam beobachten muss, um mich entsprechend gegen Angriffe des Feindes vorbereiten zu können. Ich meine das jetzt im übertragenen Sinn und beziehe es auf geistige Angriffe Luzifers und seiner Anhänger, auf meine Person.

Meine Vorbereitung sieht so aus, dass ich mich täglich gebeterfüllt mit dem Wort Gottes auseinandersetze, meine Schwachstellen, durch die der Feind eindringen könnte, erkenne, und diese sichere, sodass er mich da nicht überraschen und vernichtend schlagen kann. Zu dieser Vorbereitung gehört natürlich auch der wöchentliche Besuch der Kirchenversammlungen, insbesondere des Abendmahlsgottesdienstes. Hier habe ich die Gelegenheit bei der Einnahme des Abendmahls, den Herrn um Vergebung für meine Verfehlungen zu bitten und ihm erneut zu versprechen, mich in der kommenden Woche weiter zu verbessern. Er verspricht mir dafür, dass ich seinen Geist immer mit mir haben kann (Lehre und Bündnisse 20:75-79), die beste Waffe, mit der ich mich vor jeder Art von Vernichtung schützen kann. Wie bereitest du dich auf Umsturzversuche vor?

vorbereitet sein(Bild: Quelle)

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Gebot er ihnen, die Waffen gegen ihre Brüder zu erheben

15. Juli 2016, 06:12am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der Volksentscheid ging zugunsten der Gegner Amlissis aus, was diese freute, bei den Anhängern Amlissis allerdings Zorn hervorrief (Alma 2:7-8). Entgegen dem Ergebnis der situativ erneut durchgeführten Volksbefragung weihten die Anhänger Amlissis diesen zum König und sie wurden eine von den Nephiten getrennte Volksgruppe und nannten sich Amlisiten (Alma 2:11): „Als nun Amlissi zum König über sie gemacht worden war, gebot er ihnen, die Waffen gegen ihre Brüder zu erheben; und dies tat er, um sie sich zu unterwerfen.“ (Alma 2:10).

Gebot er ihnen, die Waffen gegen ihre Brüder zu erheben. Bei einem Volksentscheid gibt es meistens Gewinner und Verlierer, insbesondere, wenn die Wortführer während der Meinungsbildungsphase entsprechend unehrlich argumentieren, nur um die eigenen Interessen durchzusetzen (jüngtses Beispiel erleben wir gerade in der EU). Gewinner freuen sich, während in Verlierern ungute Gefühle gegenüber den Gewinnern aufkommen und sie versuchen diese `Schmach´ auf irgendeine Weise doch noch in einen Sieg umzuwandeln. Da bleibt manchmal nur noch Gewalt übrig.

Ich lerne daraus, dass es wichtig ist, bei der Meinungsbildung mit offenen Karten zu spielen und die `Win-Win-Strategie´, auch `Doppelsieg-Strategie´ genannt, anzuwenden. Ziel dieser Strategie ist es, dass alle Beteiligten und Betroffenen einen Nutzen erzielen. Die Vertreter der verschiedenen Meinungen respektieren sich gegenseitig und versuchen die Interessen aller Beteiligten ausreichend zu berücksichtigen, auch die Auswirkungen auf Dritte werden ausreichend bewertet. Diese Strategie ist auf langfristigen Erfolg ausgerichtet. Da der Mensch im Allgemeinen ungeduldig ist, fällt ihm diese Strategie oft nicht leicht. Ein Beispiel aus den Church News kannst du hier nachlesen (sinngemäß: Studenten einer Universität bieten freie juristische Dienstleistungen für jene an, die es sich sonst nicht leisten könnten. Win-Win: die Studenten können ihre juristischen Fähigkeiten in der Praxis üben und den Bedürftigen wird geholfen). Wie kannst du diese Strategie auch im Kleinen, in der engeren Umgebung, erfolgreich einsetzen? Gilt das auch im Bereich Gottes Plans der Errettung? Tipps zu dieser Strategie im Alltag kannst du hier nachlesen.

win-winGemeinsam Win-Win-Situationen schaffen
(Bild: Quelle)

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