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Glaubensansichten

Ihr Herz auf Reichtümer und auf die Nichtigkeiten der Welt zu setzen

3. August 2016, 06:19am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere und weitere von ihm eingesetzte Kirchenbeamte waren tief bekümmert (Alma 4:7): „Denn sie sahen und nahmen mit großer Betrübnis wahr, dass das Volk der Kirche anfing, im Stolz seiner Augen überheblich zu werden und ihr Herz auf Reichtümer und auf die Nichtigkeiten der Welt zu setzen, dass sie anfingen, einer den anderen zu verachten, und sie fingen an, diejenigen zu verfolgen, die nicht glaubten, wie sie wollten und wie es ihnen gefiel.“ (Alma 4:8).

Ihr Herz auf Reichtümer und auf die Nichtigkeiten der Welt zu setzen. Was habe ich unter den Nichtigkeiten der Welt zu verstehen? Mit Nichtigkeit wird etwas bezeichnet, das bedeutungslos ist, belanglos. Was nun einer für `die Nichtigkeiten der Welt´ hält, ist abhängig von seiner Werteorientierung. Werte können kultureller, ökologischer, religiöser aber auch materieller Art sein. Dem Wert, dem jemand eine hohe Priorität zuordnet, auf den wird er sich auch am meisten konzentrieren. Lebt einer dort, wo Wassermangel herrscht, wird er wohl ökologische Werte sehr hoch priorisieren und er wird seine Abhängigkeit von der Natur erkennen. So kommt es also auf meine Lebensumstände an, welche Werte für mich von großer Bedeutung sind, was ich als Nichtigkeit ansehe oder was als Wichtigkeit.

Gott und Christus kennenzulernen und ihm näherzukommen, hat für mich höchste Priorität, weil davon meine Zukunft abhängt. Nicht nur die hier auf Erden, sondern insbesondere die Zukunft nach diesem Erdenleben, denn: „Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast.“ (Johannes 17:3). Nun fragt sich noch, was ich als `die Nichtigkeiten der Welt´ ansehe. Ich denke, all das, was mich davon abhält, Gott und Jesus Christus zu erkennen und näherzukommen. Was sind für dich die Nichtigkeiten der Welt?

nichtigkeiten der welt(Bild: Quelle)

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In all dem wurden sie im Stolz ihrer Augen überheblich

2. August 2016, 05:43am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich, aufgrund Gehorsams gegenüber den Geboten des Herrn, beim Volk Reichtum. Die Folge: „... Im achten Jahr der Regierung der Richter fing das Volk der Kirche an, stolz zu werden wegen ihres überaus großen Reichtums und ihrer feinen Seiden und ihres feingezwirnten Leinens und wegen ihres vielen Kleinviehs und ihrer Herden und ihres Goldes und ihres Silbers und allerart Kostbarkeiten, die sie durch ihren Fleiß erworben hatten; und in all dem wurden sie im Stolz ihrer Augen überheblich, denn sie fingen an, sehr kostbare Gewänder zu tragen.“ (Alma 4:6).

Ist das nicht ein Schlamassel, der uns auch heute widerfährt: Menschen sind Gottes Worten gehorsam, arbeiten fleißig, werden gesegnet in geistigen wie in weltlichen Dingen, vergessen, wem sie die Segnungen zu verdanken haben, bilden sich ein, es durch ihren eigenen Fleiß geschafft zu haben, werden stolz darauf und vergessen Gott, bis es ihnen wieder schlecht geht. Dann beginnt der Kreislauf von vorne.

Präsident George Q. Cannon, ehemals Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, hat gesagt: „Viele Menschen, die treue Mitglieder blieben, solange sie arm waren, verlieren ihren Stand vielleicht, wenn sie reich sind. Reichtum [hat] sehr schädliche Auswirkungen auf das menschliche Herz, und man muss schon in höchstem Maße rein sein, wenn man inmitten von Luxus und Reichtum genauso ehrlich, tugendhaft, demütig und aufrichtig bleiben will wie in ärmlichen Verhältnissen.“ (Gospel Truth, Hg. Jerreld L. Newquist, 2 Bände, [1957, 1974], 2:319.)

In all dem wurden sie im Stolz ihrer Augen überheblich. Der Herr hat uns durch den Psalmisten gewarnt: „Wenn der Reichtum auch wächst, so verliert doch nicht euer Herz an ihn!“ (Psalm 62:11), „Denn die Wurzel aller Übel ist die Habsucht. Nicht wenige, die ihr verfielen, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich viele Qualen bereitet.“ (1. Timotheus 6:10), das böse Erwachen: „Wer auf seinen Reichtum vertraut, der fällt ...“ (Sprüche 11:28). Aus diesem Grund bin ich sehr zufrieden, mit dem, was ich haben darf und bestrebt, vornehmlich nach geistigem Reichtum, nach Weisheit, zu trachten (Lehre und Bündnisse 6:7). Wie ergeht es dir?

reichtum(Bild: Quelle)

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Dreitausendfünfhundert Seelen, die sich ... taufen ließen

1. August 2016, 05:55am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

In der kurzen Zeit des Friedens um die 85 v. Chr. erfährt die Kirche Christi (3. Nephi 26:21) einen ganz enormen Schub: „Und es begab sich: Im siebenten Jahr der Regierung der Richter waren es an die dreitausendfünfhundert Seelen, die sich mit der Kirche Gottes vereinigten und sich taufen ließen. Und so endete das siebente Jahr der Regierung der Richter über das Volk Nephi; und es gab beständig Frieden in all der Zeit.“ (Alma 4:5).

Dreitausendfünfhundert Seelen, die sich ... taufen ließen. Immer wieder setzt Luzifer alles dran, um das Wachstum der Kirche des Herrn hier auf Erden zu verhindern. Ich denke da an gerade diesen Alma den Jüngeren, der jetzt so engagiert am Aufbau der Kirche mitarbeitet, aber vor etwa 10 Jahren noch mit den Söhnen Mosias zusammen die Kirche zu vernichten suchte (Mosia 27:10), sich dann aber nach einer Engelserscheinung bekehrte (Mosia 27:11,24). In den Tagen der ersten Apostel, die Jesus berufen und eingesetzt hatte, gab es auch einen explosionsartigen Zuwachs an Mitgliedern der Kirche: an einem Tag wurden „etwa dreitausend Menschen hinzugefügt.“ (Apostelgeschichte 2:41). Im weiteren Verlauf der nephitischen Geschichte sehen wir immer wieder Zuwächse.

So geht es genauso heute weiter. Die Kirche wurde von sechs Mitgliedern im Jahr 1830 gegründet (lies hier) und ist entgegen aller Annahmen von Kirchenkritikern, die ihren baldigen Niedergang prophezeiten, auf etwas mehr als 15.600.000 Mitglieder in 30.016 Gemeinden weltweit angewachsen (Stand Dezember 2015; siehe hier). Seit Adam bis Joseph Smith gab es immer wieder einen Abfall vom wahren Glauben und deshalb eine Abwesenheit des Priestertums Gottes auf Erden. Aber seit der erneuten Wiederherstellung durch Joseph Smith im Auftrage des Herrn, haben wir die Zusage, dass die Kirche nie wieder von der Erde genommen werden wird (LG JS 1:69), bis der Herr selber seine Herrschaft antreten wird. Wie stehst du zu dieser Zusage? Wenn du willst, lies auch „Die wahre und lebendige Kirche“, eine Ansprache von Präsident Henry B. Eyring., oder sie dir die Ansprache dort an.

taufen(Bild: Quelle)

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Sie fingen an, die Kirche noch vollständiger aufzurichten

31. Juli 2016, 06:36am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nachdem in den Nephiten „die Erinnerung an ihre Pflicht wach ...“ wurde (Alma 4:3) fingen sie an: „... die Kirche noch vollständiger aufzurichten; ja, und viele wurden in den Wassern des Sidon getauft und wurden der Kirche Gottes zugeführt; ja, sie wurden von der Hand Almas getauft, der durch die Hand seines Vaters Alma zum Hohenpriester über das Volk der Kirche geweiht worden war.“ (Alma 4:4).

Sie fingen an, die Kirche noch vollständiger aufzurichten. Dieses `noch vollständiger aufrichten´ der Kirche ist ein wohl nie endender Prozess. Denken wir an die Anfangsjahre der wiederhergestellten Kirche des Herrn in den 1830er Jahren, wo Joseph Smith die Kirche mit sechs weiteren Mitgliedern gründete, bis hin zum heutigen Tag, wo die Kirche etwas mehr als 15.600.000 Mitglieder weltweit zählt (siehe hier), so erkennen wir, dass dieses Aufrichten immer noch anhält. Mit stetig steigender Mitgliederzahl in allen Teilen der Welt, ergeben sich andere und weitere Anforderungen. Kirchen müssen gebaut, Tempel errichtet, Menschen in ihren Pflichten unterwiesen, die Arbeit im Weinberg des Herrn organisiert werden. Nachdem die Kirche des Herrn eine Missionskirche ist (Matthäus 28:19Lehre und Bündnisse 42:6-7), wächst ihre Mitgliederzahl ständig und so gibt es auch ein ständiges `Aufrichten´. Und du, wenn du willst, und ich, dürfen bei diesem Aufrichten mitwirken. Welche Rolle siehst du dabei bei dir? Hier ein Beispiel des Aufrichtens, der Rom-Tempel.

tempelbau in romPräsident Dieter F. Uchtdorf und seine Frau Harriet besuchen im Juli 2014 den im Bau befindlichen Rom-Tempel.
Foto von Simon D. Jones.
(Bild: Quelle)

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Darum wurde in ihnen die Erinnerung an ihre Pflicht wach

30. Juli 2016, 05:22am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nach der erfolgreichen kriegerischen Auseinandersetzung mit den Amlissiten und Lamaniten hatten sie doch noch viel Leid zu ertragen (Alma 4:2): „Und so groß waren ihre Bedrängnisse, dass jede Seele Grund hatte zu trauern; und sie glaubten, dass es die Strafgerichte Gottes waren, die über sie gesandt wurden wegen ihrer Schlechtigkeit und ihrer Greuel; darum wurde in ihnen die Erinnerung an ihre Pflicht wach.“ (Alma 4:3).

Bedrängnisse veranlassen mich zu hinterfragen, worin sie begründet sind und leicht erkenne ich dann, dass sie aus eigenem Fehlverhalten resultieren. Paulus ermahnt die Mitglieder der Gemeinde in Korinth sich doch wach zu rütteln und nicht mehr zu sündigen (1. Korinther 15:34; King James Version). In der `Hoffnung für alle Übersetzung´ heißt es: „Kommt endlich zur Besinnung, und sündigt nicht länger. Denn zu eurer Schande muss ich feststellen, dass einige von euch Gott im Grunde noch gar nicht kennen.“ (1. Korinther 15:34).

Darum wurde in ihnen die Erinnerung an ihre Pflicht wach. Bedrängnisse muss ich manchmal durchlaufen, um `zur Besinnung´ zu kommen. Sie rütteln mich wach um meine Bemühungen, Gott `im Grunde´ kennenzulernen, zu verstärken und mir meine Pflichten als Christ, die ich durch das Taufbündnis auf mich nahm, in Erinnerung zu rufen, und mich auch entsprechend zu verhalten. Wie ergeht es dir?

pflichtenheftMein Pflichtenheft: die Heiligen Schriften
(Bild: Quelle)

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Gemäß dem Geist, dem zu gehorchen ihnen gefallen hatte

29. Juli 2016, 04:29am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nochmals kam ein Heer der Lamaniten über die Nephiten, das sie aber auch wieder abwehren konnten (Alma 3:20,23). Danach richteten sie wieder Frieden auf (Alma 3:24). Das Fazit der Auseinandersetzungen: „Und in einem Jahr wurden Tausende und Zehntausende von Seelen in die ewige Welt gesandt, damit sie ihren Lohn ernteten gemäß ihren Werken, ob sie gut waren oder ob sie böse waren, um ewiges Glücklichsein zu ernten oder ewiges Elend, gemäß dem Geist, dem zu gehorchen ihnen gefallen hatte, ob es ein guter Geist war oder ein böser.“ (Alma 3:26).

Gemäß dem Geist, dem zu gehorchen ihnen gefallen hatte. Von wem bekommst du deinen Lohn für deine Arbeit? Was für eine Frage, doch wohl von dem, für den du arbeitest. Arbeitest du für jemanden, der krumme Geschäfte macht, bekommst du Lohn aus unehrlich Erwirtschaftetem, arbeitest du für einen gerechten Arbeitgeber, wird auch dein Lohn mit ehrlichem Geld bezahlt. Genauso ergeht es uns im geistigen Sinn (Alma 3:27). Wir erhalten unseren Lohn dennoch in jedem Fall von Gott als unserem gerechten Richter (2. Timotheus 4:8); nur er entlohnt uns nach unserem Handeln (Sprüche 24:12Mosia 3:24). Erfülle ich den Willen unseres Vaters im Himmel, werde ich das Himmelreich ererben (Matthäus 7:21).

Als Josua das Volk des Herrn in Sichem zusammenrief und ihnen die Taten des Herrn an ihnen in Erinnerung rief, dass er sie doch schlussendlich in ein Land führte, um das sie sich nicht bemühen mussten und sie Früchte von Bäumen genossen, die sie nicht gepflanzt hatten, forderte er sie auf: „... entscheidet euch heute, wem ihr dienen wollt ...“. Egal wie ihre Entscheidung ausfallen würde, er bekundete ihnen: „... Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen.“ (Josua 24.15). Auch ich entscheide mich gerne und voller Freude an jedem `Heute´, dass ich dem Herrn dienen will, denn mir gefällt es, meinem Gott zu dienen indem ich anderen diene und so auch meinen Lohn von Gott bekommen zu bekommen und nicht von Luzifer. Welche Entscheidung triffst du?

lohn(Bild: Quelle)

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Die Haut der Lamaniten war dunkel ... und ich werde ein Kennzeichen auf sie setzen

28. Juli 2016, 05:17am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Über die Hautfarbe und den Fluch der Lamaniten: „Und die Haut der Lamaniten war dunkel, gemäß dem Kennzeichen, das auf ihre Väter gesetzt worden war, was ein Fluch auf ihnen war wegen ihrer Übertretung und ihrer Auflehnung gegen ihre Brüder, nämlich Nephi, Jakob und Joseph und Sam, die gerechte und heilige Männer waren. 14  So erfüllt sich das Wort Gottes, denn dies sind die Worte, die er zu Nephi gesprochen hatte: Siehe, die Lamaniten habe ich verflucht, und ich werde ein Kennzeichen auf sie setzen, so dass sie und ihre Nachkommen von dir und deinen Nachkommen abgesondert seien, von dieser Zeit an und für immer, außer sie kehren von ihrer Schlechtigkeit um und wenden sich mir zu, so dass ich mich ihrer erbarme.“ (Alma 3:6,14).

Die Haut der Lamaniten war dunkel ... und ich werde ein Kennzeichen auf sie setzen. Ein nicht so einfaches Thema, das in einem FAIR Mormon-Artikel vertieft wird (siehe hier).

Fluch und Hautfarbe - zwei getrennte Dinge:

  • Fluch
    Nach 2. Nephi 5:21 ließ der Herr einen schweren Fluch über sie kommen, weil sie ihr Herz gegen ihn verhärteten. Sie lehnten ihn ab und aus diesem Grund wurden sie insofern verflucht, dass sie keine heiligen Schriften hatten und vor allem kein Priestertum, dass es ihnen erlaubte heilige Bündnisse mit dem Herrn zu schließen, Offenbarungen zu empfangen ... . Sie haben sich durch ihr gottloses Verhalten von der Gegenwart des Herrn abgeschnitten (2. Nephi 5:20) und damit den Fluch selber über sich gebracht (Alma 3:19).
  • Hautfarbe
    Abgesetzt vom Fluch wird in den beiden Versen, und auch vielen weiteren, davon gesprochen, dass ihre Hautfarbe schwarz wurde. Dies ist überwiegend so beschrieben, dass es so zu verstehen ist, dass der Herr ihre Hautfarbe änderte. Lese ich aber 1. Nephi 12:23 kann ich es auch so verstehen, dass die Lamaniten für die Änderung der Hautfarbe selber verantwortlich waren, wie es bei den Amlissiten auch der Fall war (Alma 3:4).

Fluch und Hautfarbe würden wieder rückgängig gemacht, wenn sie sich dem Herrn wieder zuwenden „so werden sie ein reines und ein angenehmes Volk sein“ (2. Nephi 30:5-6). Bei den Lamaniten, die dies taten, traf diese rückläufige Entwicklung auch tatsächlich ein (3. Nephi 2:15-16).

Wie immer das mit dem Fluch und der Hautfarbe verstanden wird, lerne ich daraus, dass ich einen Fluch über mich bringe, wenn ich mich vom Herrn abwende, da ich der Segnungen des Priestertums und der Gegenwart Gottes verlustig gehe, meine Art zu leben und zu reden eine andere wird und ich mich dadurch auch äußerlich verändere und so ganz leicht von einem wahren Jünger Christi zu unterscheiden bin. Welche Gedanken hast du zu Fluch und Hautfarbe der Lamaniten?

lamaniten(Bild: Quelle)

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Sie waren nackt, ausgenommen die Tierhaut, mit der sie sich die Lenden umgürtet hatten

27. Juli 2016, 05:29am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Über die äußerlichen Unterschiede der Lamaniten zu den Amlissiten bzw. Nephiten heißt es: „Nun waren die Köpfe der Lamaniten geschoren; und sie waren nackt, ausgenommen die Tierhaut, mit der sie sich die Lenden umgürtet hatten, und auch ihre Rüstung, mit der sie sich gegürtet hatten, und ihre Bogen und ihre Pfeile und ihre Steine und ihre Schleudern und so weiter.“ (Alma 3:5).

Sie waren nackt, ausgenommen die Tierhaut, mit der sie sich die Lenden umgürtet hatten. Das erinnert mich an die Ereignisse im Garten Eden, nachdem Adam und Eva von der verbotenen Frucht gegessen hatten und feststellten, dass sie nackt sind. Nach einer weiteren Unterredung zwischen Gott und ihnen heißt es dann: „Für Adam und auch für seine Frau machte ich, der Herr, Gott, Röcke aus Tierhaut und bekleidete sie.“ (Genesis 3:21Köstliche Perle Mose 4:27).

Ich entnehme daraus für mich, dass der Herr uns nicht nackt oder fast nackt auf die Erde geschickt, sondern uns mit Bekleidung versehen hat und wir diese auch nutzen sollen, um uns zu schützen. Ja Paulus sagt uns sogar, dass wir uns anständig, bescheiden und zurückhaltend kleiden sollen (1. Timotheus 2:9). Ich denke, das was für die Frauen gilt, sollte für die Männer nicht unpassend sein. Viele wollen durch ihre übertrieben zur Schau gestellte Kleidung ihren Unterschied zu den ärmeren herausstellen (Jakob 2:13). Der Herr rät uns aber, dass unsere Kleidung einfach und die Schönheit die unserer eigenen Arbeit sein sollte (Lehre und Bündnisse 42:40). Für die Missionarinnen und Missionare der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage stellt die Kirche, ob ihres besonderen Auftrags den Herrn zu repräsentieren, Richtlinien zur Verfügung (siehe hier). Wie hältst du es mit der Kleidung?

kleidung__(Bild: Quelle)

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Die Amlissiten unterschieden sich von den Nephiten

26. Juli 2016, 05:46am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

„Und die Amlissiten unterschieden sich von den Nephiten, denn sie hatten sich auf der Stirn nach der Art der Lamaniten mit Rot gekennzeichnet; dennoch hatten sie sich, ungleich den Lamaniten, die Köpfe nicht geschoren.“ (Alma 3:4,13).

Die Amlissiten unterschieden sich von den Nephiten. Menschen machen auf ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe gerne durch entsprechende Merkmale aufmerksam. Seien es Merkmale direkt durch Veränderung an ihrem Körper (Piercing, Tätowierung, Irokesenschnitt ...), dem Dialekt oder in der Kleidung (Arbeitskleidung wie Richterrobe, Blaumann, Anzug mit weißem Hemd und Krawatte oder eine Uniform ...). So wollen diejenigen u. a. darauf aufmerksam, welches Gedankengut sie vertreten.

Worin unterscheiden sich die Jüngerinnen und Jünger Christi von den anderen? Durch das „Abbild Gottes in ihrem Gesichtsausdruck“ (Alma 5:19). Wie kann auch ich dieses Abbild Gottes in mein Gesichtsausdruck aufnehmen? Indem ich geistig aus Gott geboren werde, eine mächtige Wandlung in meinem Herzen zulasse (Alma 5:14Mosia 27:24-26) und keinen Wunsch mehr hege Böses zu tun (Mosia 5:2).

Das das von anderen so wahrgenommen wird, zeigt mir die Aussage eines jüdischen Beamten bei den Verhandlungsgesprächen über das Jerusalemzentrum der BYU. Im Vertrag wurde festgehalten, dass die Kirche dort keine Missionsarbeit tun dürfe. Auf die Zusage der Kirchenautoritäten antwortete dann allerdings ein jüdischer Verhandlungspartner mit Bezug auf die künftigen Studenten: „Wir wissen schon, dass Sie nicht missionieren werden, aber was wollen Sie denn gegen das Leuchten in ihren Augen unternehmen?“ (James E. Faust; November-Liahona 2005 „Das Leuchten in ihren Augen“). Wie kann ich mir dieses Leuchten vorstellen? Ruf dir die Augen eines Kindes in Erinnerung, dessen sehnlichster Wunsch zu Weihnachten gerade erfüllt wurde. Wie stellst du dir ein Unterscheidungsmerkmal bei Christusanhängern gegenüber anderen vor?

leuchten in den augen(Bild: Quelle)

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Ihre Gebeine sind in den Tiefen des Meeres, und ihrer sind viele

25. Juli 2016, 04:53am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere lässt uns einiges über die Geografie seiner Heimat wissen. Er beschreibt, dass ihr Kampf mit den Amlissiten auf einem Hügel Amnihu östlich des Flusses Sidon begann (Alma 2:15). Dann ruhte sein Volk im Tal Gideon aus (Alma 2:20), welches sich auch auf der Ostseite des Flusses Sidon befand (Alma 6:7). Almas Kundschafter verfolgten das amlissitische Heer bis ins Land Minon, oberhalb des Landes Zarahemla in Richtung des Landes Nephi (Alma 2:24). Die Amlikiten flohen vor den Nephiten in die Wildnis im Westen und Norden bis zur Wildnis Hermounts, in der sich wilde Tiere aufhielten (Alma 2:37). Dass der Fluss Sidon ein riesiger Fluss gewesen sein muss, entnehme ich folgender Schilderung: „Und nun wurden alle Lamaniten und Amlissiten, die am Ufer des Flusses Sidon getötet worden waren, in die Wasser des Sidon geworfen; und siehe, ihre Gebeine sind in den Tiefen des Meeres, und ihrer sind viele.“ (Alma 3:3).

Ihre Gebeine sind in den Tiefen des Meeres, und ihrer sind viele. Wie ich schon in meinem Blogbeitrag „Doch stärkte der Herr die Hand der Nephiten“ vor sieben Tagen erwähnte, macht Alma in seinem Bericht recht genaue Angaben zur Geografie seines Landes. Viele Wissenschaftler haben versucht, aufgrund dessen eine Landkarte zu erstellen. Nachdem wir aber keine Offenbarungen darüber haben, bleibt es Menschenwerk. Einige haben versucht die Angaben Nephis mit aktueller Geografie in Übereinstimmung zu bringen (z. B. Ryan Ingram, hier), andere begnügten sich damit, die Relationen zueinander aufzuzeigen (siehe Bild unten). Natürlich hilft uns dieses Wissen nicht bei der Erlangung ewigen Lebens, dennoch ist es interessant, eine Vorstellung davon zu bekommen, wo in etwa sich die Ereignisse, die im Buch Mormon beschrieben werden, abgespielt haben. Welchen Stellenwert haben diese Annahmen für dich?

geografieAlmas Bewegungen in Zusammenhang mit den Auseinadersetzungen mit den Amlissiten
(Bild: Quelle)

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