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Glaubensansichten
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Dass sie, wenn sie hinblickten, leben konnten

2. November 2017, 06:47am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere kommt nun mit seinen Geboten an seinen Sohn Helaman, mit einer Aufforderung zum Ende: „O mein Sohn, lass uns nicht, weil der Weg so leicht ist, träge sein; denn so war es mit unseren Vätern; denn so war es für sie bereitet, dass sie, wenn sie hinblickten, leben konnten; ebenso ist es mit uns. Der Weg ist bereitet, und wenn wir hinblicken, können wir leben immerdar.“ (Alma 37:46).

Dass sie, wenn sie hinblickten, leben konnten. Der Kompass oder Richtungsweiser, auch Liahona genannt (Alma 37:38), wurde den Nephiten vom Herrn als einfaches Hilfsmittel zur Verfügung gestellt, mit dem sie in der ihnen unbekannten Wildnis überleben, und die Richtung zum verheißenen Land halten konnten (1. Nephi 16:10), wenn sie nur Glauben aufbrachten (1. Nephi 16:28) und hineinschauten.

Uns geht es heute nicht anders. Auch uns hat der Herr Hilfen an die Hand gegeben, uns auf unserem persönlichen Weg durch diese Wildnis zurechtzufinden. Die Heiligen Schriften stellen für alle Menschen den Richtungsweiser dar. Die Worte unserer lebenden Propheten können da dann schon etwas persönlicher ausfallen, je nachdem der Herr es für richtig hält. So hat er durch den Propheten Joseph Smith in der Gründungszeit seiner Kirche Anweisungen an einzelne Personen ergehen lassen (als eines der unzähligen Beispiele: Lehre und Bündnisse 32:1). Auch heute gibt der Herr einem jeden würdigen und verständigen Mitglied seiner Kirche, ein persönliches Wort als Richtungsweiser mit auf den Weg, den `patriarchalischen Segen´. Dieser Segen wird von demjenigen, der den Wunsch hat ihn zu empfangen bei seinem Bischof beantragt und von einem in seinem Gebiet berufenen Patriarchen erteilt. In dem Segen wird einem mitgeteilt, welchem Stamm Israels man zugehört, und er kann Warnungen und Verheißungen enthalten, und offenbart möglicherweise, was der Herr von einem erwartet und welches Potenzial in einem steckt. Wenn ich auf ihn blicke, und mich an seine Weisungen halte, kann ich zu ewigem Leben, in der Gegenwart des Herrn, geführt werden (Köstliche Perle Mose 1:39). In meiner Jugend habe ich einen solchen Segen erhalten. Wenn du noch keinen hast, bereitest du dich darauf vor? Wenn du einen hast, inwiefern hat er dir schon auf deinem Lebensweg Richtung gewiesen? Mehr kannst du hier erfahren.
 

(Bild: Quelle)

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Es ist ebenso leicht, dem Wort von Christus Beachtung zu schenken, ... wie ...diesem Kompass

1. November 2017, 06:35am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere erläutert seinem Sohn Helaman: „Denn siehe, es ist ebenso leicht, dem Wort von Christus Beachtung zu schenken, das dir einen geraden Weg zu ewiger Seligkeit zeigt, wie es für unsere Väter war, diesem Kompass Beachtung zu schenken, der ihnen den geraden Weg ins verheißene Land zeigte.“ (Alma 37:44).

Wenn du in einem dir unbekannten Gebiet ein Ziel aufsuchen willst, stellst du es auf deinem Navi ein und folgst dann ganz einfach dessen Anweisungen. Sie werden dir auf einer digitalisierten Karte auf einem Monitor angezeigt und zudem die jeweiligen Richtungswechsel auch per Sprachausgabe angekündigt. Vor Verkehrsstörungen wirst du ebenfalls gewarnt und ggf. eine Ausweichstrecke vorgeschlagen. Wenn du dich verfährst, hilft dir das Gerät auch wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Das System sorgt dafür, dass du dein Ziel sicher erreichst.

Es ist ebenso leicht, dem Wort von Christus Beachtung zu schenken, ... wie ...diesem Kompass. Die Nephiten bekamen vom Herrn zur Orientierung in fremdem Gebiet eine aus Messing geformte Kugel (1. Nephi 16:10), den `Liahona´ oder Kompass (Alma 37:38), um mittels seiner Angaben aus der Wildnis der östlichen Erdhälfte, sicher ins verheißene Land auf der westlichen Halbkugel zu gelangen. Zudem zeigte sie ihnen auch die Gegenden an, die ihnen am meisten Nahrung bot (1. Nephi 16:16). Sie gab ihnen auch noch weitere Hinweise (1. Nephi 16:26). Dieses göttliche Navigationsgerät arbeitete ohne Stromversorgung, benötigte dafür aber den Glauben der Nutzer (1. Nephi 16:28). Genau diesen Richtungsweiser haben wir heute nicht mehr. Zwar wurde er Joseph Smith, Oliver Cowdery, David Whitmer und Martin Harris im Juni 1829 zu Fayette, New York, gezeigt (Lehre und Bündnisse 17:1), aber der Herr hat es für angebracht gehalten, uns wieder lebendige Propheten, Seher und Offenbarer zu geben, deren Worte wir annehmen sollen, als wären es seine eigenen (Lehre und Bündnisse 21:4-6), und die uns weltweit über elektronische Medien, aber auch in auf Papier gedruckter Form zur Verfügung stehen, und die uns auch `sicher ins verheißene Land´ führen (Alma 37:45). Zudem selbstverständlich all die anderen überlieferten Worte Gottes. Ist es nicht leicht für uns diese zu nutzen, von überall, wo wir uns auch gerade befinden? Wie nutzt du deine elektronischen Geräte in Bezug auf das Wort von Christus, um ihnen Beachtung zu schenken?

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(Bild: Quelle)

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Dass du verstehst, dass dies alles nicht ohne einen Schatten ist

31. Oktober 2017, 06:31am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere zu Helaman: „Und nun, mein Sohn, möchte ich, dass du verstehst, dass dies alles nicht ohne einen Schatten ist; denn wenn unsere Väter träge waren, diesem Kompass Beachtung zu schenken (dies alles aber war zeitlich), so erging es ihnen nicht wohl; ebenso ist es mit dem, was geistig ist.“ (Alma 37:43).

Wird ein Körper von einer Lichtquelle angestrahlt, so deckt der Körper mit seinen Umrissen, die Fläche hinter der angestrahlten Seite ab, sie empfängt keine Lichtstrahlung und bleibt somit dunkel. Der angestrahlte Körper wirft einen Schatten. Dies wird z. B. bei Schattenspielen genutzt. Der Schatten entsteht auf einer Leinwand, wenn sich zwischen ihr und einer punktförmigen Lichtquelle ein Körper befindet. Der Schatten bewegt sich genau wie der Körper, er ist quasi mit ihm verbunden.

Dass du verstehst, dass dies alles nicht ohne einen Schatten ist. Mit dem oben angesprochenen Schattenspiel vergleiche ich die Aussage Almas. Beachte ich z. B. nicht das Gesundheitsgesetz des Herrn (Lehre und Bündnisse 89), riskiere ich nicht nur körperliche gesundheitliche Schäden, sondern auch geistige Folgeschäden. Und umgekehrt, wenn ich meinen Geist ungenügend nähre, hat das auch Auswirkungen auf meinen Körper. Fühlt sich mein Geist schwach, wird sich ebenso mein Körper geschwächt fühlen. Wem ist nun der Vorrang zu geben? Ich verstehe das Wort Gottes so, dass dem Geistigen der Vorrang zu geben ist, während das Körperliche den Schatten darstellt (Lehre und Bündnisse 29:34). So wie ein Handschuh die Bewegungen der Hand mitmacht, folgt der Körper den Bewegungen des Geistes. Ich bin also bemüht meinen Geist ständig zu trainieren, dass er meinen Körper entsprechend auf Trab hält. Ich muss allerdings auch achtgeben auf meinen Körper. Sollte der Handschuh durch irgendwelche Umstände steif werden, ist es u. U. der Hand unmöglich, ihn zu bewegen - ein Wechselspiel der Kräfte. Wie verstehst du das mit dem Schatten?

Schattenspiel
(Bild: Quelle)

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Sie waren träge und vergaßen, ihren Glauben und Eifer auszuüben

30. Oktober 2017, 05:32am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere macht seinen Sohn auf einen äußerst wichtigen Punkt aufmerksam: „Doch eben weil diese Wundertaten mit kleinen Mitteln bewirkt wurden, zeigte das ihnen wunderbare Werke. Sie waren träge und vergaßen, ihren Glauben und Eifer auszuüben, und dann hörten diese wunderbaren Werke auf, und sie kamen auf ihrer Reise nicht voran; 42  darum verweilten sie in der Wildnis oder nahmen keinen geraden Weg und wurden von Hunger und Durst bedrängt wegen ihrer Übertretungen.“ (Alma 37:41-42)

Geht es dir nicht auch oft so, wenn eine lebenswichtige Sache hervorragend läuft, dann widmest du ihr nicht mehr die Aufmerksamkeit, die du ihr widmen würdest, wenn etwas haken würde. Du denkst, es läuft ja wie geschmiert, da brauche ich mich nicht weiter drum zu bemühen. Nachdem aber andere an der Sache mitarbeiten und merken, dass du nicht mehr die notwendige Aufmerksamkeit schenkst, fühlen sie sich vielleicht vernachlässigt und lassen in ihrem Eifer auch nach und dann klemmt es unerwartet und du wunderst dich. Und wenn du nun nicht viel Mühe aufwendest, geht gar nichts mehr.

Sie waren träge und vergaßen, ihren Glauben und Eifer auszuüben. Wenn etwas zur Routine wird, flachen das Interesse und die Aufmerksamkeit immer mehr ab. Mir fällt in diesem Zusammenhang das Abendmahl des Herrn ein, durch das wir unsere Bündnisse mit ihm jede Woche erneuern dürfen und davon ausgehen dürfen, dass unsere Sünden erneut vergeben wurden, so wir Umkehr geübt haben (3. Nephi 18:1-11). An diesem heiligen Sakrament nehmen wir nun Woche für Woche teil. Kann es da sein, dass wir u. U. nachlässig werden und die Empfindung für die Heiligkeit abstumpft? Wir lassen während der Abendmahlsgebete (Lehre und Bündnisse 20:77,79) unsere Sinne schweifen, sind nicht mehr so intensiv bei der Sache und entwürdigen somit mehr und mehr das Sühnopfer unseres Erlösers, bis hin zur unwürdigen Teilnahme (Mormon 9:29)?. Immer wieder rüttle ich mich jeden Sonntag bewusst wach, aufmerksam und konzentriert daran teilzunehmen, um nicht den geraden Weg zu verlassen und von geistigem Hunger und Durst bedrängt in Übertretung zu fallen. Ich denke, während das Brot gereicht wird und danach das Wasser, an das, was der Herr für uns, für mich, gelitten hat und spreche in Gedanken mit Gott und bedanke mich für die unendliche Liebe, die uns entgegengebracht wird, und bitte um Hilfe bei der Überwindung von Problemen ... (lies auch hier). Wie ergeht es dir mit der Trägheit, dem Vergessen, Glauben eifrig auszuüben, obwohl alles wohl ist?


(Bild: Quelle)

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Eigentlich nannten unsere Väter es Liahona

29. Oktober 2017, 05:34am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere zu Helaman: „Und nun, mein Sohn, habe ich dir etwas in bezug auf das zu sagen, was unsere Väter die Kugel oder den Richtungsweiser nennen—eigentlich nannten unsere Väter es Liahona, und das heißt, übersetzt, ein Kompass; und der Herr hat ihn bereitet.“ (Alma 37:38).

Von solch einer Kugel lesen wir das erste Mal bei der Reise Lehis und seiner Mitreisenden durch die Wüste, nachdem sie Jerusalem verlassen hatten. Der Herr gebot Lehi die Reise nach einer Pause fortzusetzen, und als dieser des Morgens vor sein Zelt trat, fand er dort eine Kugel von gediegener Machart (1. Nephi 16:10). Eine der zwei Spindeln diente ihnen als Richtungsweiser (1. Nephi 16:16). Mittels dieser Kugel gab der Herr auch schriftliche Informationen an Lehi (1. Nephi 16:26) und später auch an Nephi (1. Nephi 16:30). Dieser von den Vätern sogenannte Liahona war von der Hand des Herrn bereitet worden (2. Nephi 5:12) und kein Mensch wäre in der Lage gewesen, ihn herzustellen (Alma 37:39).

Eigentlich nannten unsere Väter es Liahona. Alma der Jüngere erklärt seinem Sohn, dass dieser Liahona den geraden Weg zur Ewigkeit zeigt und vergleichbar ist mit dem Wort Gottes (Alma 37:43-45). Wie wir ja aus dem Buch Mormon wissen, wurden all diese heiligen Dinge von Generation zu Generation weitergegeben; so wurde außer Joseph Smith der `Kompass´ 1829 weiteren drei Zeugen zusammen mit den Platten gezeigt (Lehre und Bündnisse 17:1). Heute haben wir als `Richtungsweiser´ ein System, das wir abgekürzt Navi nennen. Der große Unterschied ist der, dass der Liahona allein aufgrund Glaubens an Gott und Gehorsam ihm gegenüber funktionierte (1. Nephi 16:28; Alma 37:40), während wir beim Navi darauf hoffen, dass wir genügend Satelliten empfangen, um den richtigen Kurs zu erfahren und die Kartendatei aktuell ist. Dessen ungeachtet haben wir heute auch ein System, das uns schriftliche Informationen des Herrn an uns liefert, auch Liahona genannt. Diesem System können wir auch die aktuellen Botschaften des Herrn an uns entnehmen und somit dient es uns auch heute als Richtungsweiser und weist uns, wie der geschichtliche Liahona, den geraden Weg zur Ewigkeit. Ihn können wir als Druckausgabe in Papierform beziehen oder als PDF-Datei aus dem Internet herunterladen, oder online lesen (siehe hier). Ich nutze ihn jeden Monat um die Botschaft der Ersten Präsidentschaft an uns Mitglieder zu erfahren und aus den weiteren Artikeln Anregungen für mein Leben zu entnehmen und mein Zeugnis zu stärken und halbjährlich die Ansprachen der vom Herrn berufenen Generalautoritäten nachzulesen, und zwar so, als wären sie das Wort des Herrn (Lehre und Bündnisse 21:4-6). Wie nutzt du den Liahona des Herrn?


Lehi und der Liahona by Joseph Brickey
(Bild: Quelle)

Der heutige elektronische Liahona (Allerdings aus Menschehand)
(Bild: Quelle)

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Lass alles, was du tust, dem Herrn getan sein

28. Oktober 2017, 06:07am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere rät seinen Sohn Helaman: „Ja, und rufe Gott an um alles, was du brauchst; ja, lass alles, was du tust, dem Herrn getan sein, und wo auch immer du hingehst, lass es im Herrn geschehen; ja, lass alle deine Gedanken auf den Herrn gerichtet sein; ja, lass die Zuneigungen deines Herzens immerdar auf den Herrn gerichtet sein.“ (Alma 37:36).

Lass alles, was du tust, dem Herrn getan sein. Manch einer wird sich fragen: Wie soll das denn gehen, alles, was ich tue, dem Herrn getan sein lassen, all meine Gänge im Herrn geschehen lassen, alle Gedanken auf ihn richten, ebenso meine Zuneigung immerdar auf den Herrn richten?

Für mich geht das so: Wenn ich erwache, danke ich meistens als Erstes in Gedanken dafür, dass ich eine beschützte Nachtruhe hatte und wohlbehalten erwachen durfte. Dann stehe ich auf und spreche mein Morgengebet, in dem ich für alles Danke und Segen für alle und alles - alles beim Namen genannt - erbitte. Bin ich in irgendeiner Mission unterwegs - sei es geschäftlich, privat, oder kirchlich - bete ich in Gedanken, dass alles so gehen mag, dass jeder mit dem Ergebnis zufrieden sein kann und mit den Grundsätzen des Evangeliums übereinstimmt. Für Mahlzeiten bin ich jeweils dankbar und erbitte den Segen, dass sie mir dienlich sein mögen und bitte auch um Segen für die, die Hunger leiden müssen (Alma 37:37). Sicherlich ist dieses mein Verhalten mit zunehmendem Alter immer ausgeprägter geworden, da ich die Notwendigkeit und Wichtigkeit besser erkennen gelernt habe und natürlich auch die Umsetzungsmöglichkeiten mehr und mehr erkennen durfte. All das nützt aber wenig, wenn ich es nur beim Bitten und Danken belasse. Ich bemühe mich tagein, tagaus, auch meinen Teil dazu beizutragen, dass die Hungernden auch Speise bekommen mögen - durch mein Fastopfer -, dass Arme unterstützt werden - durch meinen Beitrag in den Fond für humanitäre Hilfe der Kirche -, dass ich hilfsbereit und freundlich zu meinem Nächsten bin und natürlich für meine Familie da bin ... (Jakobus 1:22). Schließlich beende ich den Tag, indem ich wieder mit dem Herrn über den Verlauf des Tages spreche und für all seine Segnungen danke. Wie verstehst du diese Aufforderung Almas und wie setzt du sie um?


Lass alles, was du tust, dem Herrn getan sein
(Bild: Quelle)

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Lerne Weisheit in deiner Jugend

27. Oktober 2017, 06:33am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Helaman wird von seinem Vater aufgefordert: „O denke daran, mein Sohn, und lerne Weisheit in deiner Jugend; ja, lerne in deiner Jugend, die Gebote Gottes zu halten.“ (Alma 37:35).

Kannst du dir vorstellen, was mit einem Boot passiert, das zu einem Ziel stromaufwärts unterwegs ist, und in dem die Mannschaft irgendwann aufhört zu rudern? So ist es auch mit dem Lernen, wie eine alte chinesische Weisheit besagt: „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom, sobald man aufhört, treibt man zurück!“ (in der englischen Formulierung wird diese Aussage auch dem britischen Komponisten Benjamin Britten, 1913-76, zugeschrieben). Kennst du aus deiner Schulzeit auch noch die Weisheit: „Du lernst nicht für die Schule, sondern fürs Leben“? Sie stammt von dem römischen Schriftsteller und Philosophen Seneca (4 vor Christus bis 65 nach Christus). Weisheit ist definiert als `ein tief gehendes Verständnis von Zusammenhängen´, sowie bei Problemen bzw. Herausforderungen `die jeweils schlüssigste und sinnvollste Handlungsweise zu identifizieren´.

Lerne Weisheit in deiner Jugend. Aus religiösem Verständnis her ist Weisheit eine `Fähigkeit oder Gabe Gottes, recht zu urteilen`. Wie kann ich nun Weisheit lernen? Jakobus, der Bruder des Herrn Jesus Christus (Markus 6:3), schreibt in seinem Brief an die zwölf Stämme, die in der Zerstreuung leben: „Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; ...“ (Jakobus 1:5). Eine weitere Antwort liefert uns neuzeitliche Offenbarung: „Wer unwissend ist, soll Weisheit lernen, indem er sich demütigt und den Herrn, seinen Gott, anruft, damit seine Augen aufgetan werden und er sehen kann und seine Ohren aufgetan werden und er hören kann;“ (Lehre und Bündnisse 136:32). Allgemein ausgedrückt lerne ich Weisheit also durch Erfahrung und Studium und dabei immer den Rat Gottes befolgend. Schön, wenn man Eltern hat, die einen darauf liebevoll schon in seiner Jugend hinweisen. Von Jesus wissen wir, dass es bei ihm so war (Lukas 2:52). Wie lernst du Weisheit?

An image of Joseph Smith as a youth at home, sitting in a wooden rocking chair while reading from a large Bible on his lap.
Joseph Smith suchte Weisheit in der Bibel
(Joseph Smith - Lebensgeschichte 1:11-13; Bild: Quelle)

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So jemand wird Ruhe finden für seine Seele

26. Oktober 2017, 06:31am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Helaman hört von seinem Vater Alma dem Jüngeren: „Lehre sie, der guten Werke niemals müde zu werden, sondern sanftmütig und von Herzen demütig zu sein; denn so jemand wird Ruhe finden für seine Seele.“ (Alma 37:34).

Es ist wiedermal Frühling und du sehnst dich in deinem Garten nach einer wunderschönen Mittagspause, willst im Liegestuhl mit geschlossenen Augen dem Gezwitscher der Vögel im Gebüsch lauschen und dich voll entspannen. Doch was startet da im Nachbargarten? Richtig, der Motorrasenmäher, etwas zeitversetzt der andere Nachbar, ... Im Sommer geht es weiter so. Irgendwann bist du es auch selber, der Nachbarn stört, weil der Rasen geschnitten gehört. Und im Herbst knattern die Laubgebläse. Du findest einfach keine Ruhe.

So jemand wird Ruhe finden für seine Seele. Wie jetzt, wenn ich niemals müde werde gute Werke zu tun, soll ich Ruhe für meine Seele finden? Nun ja, Ruhe ist wohl nicht nur definiert durch `Abwesenheit von Lärm´. Hiermit ist eher die Freude über Frieden und die Freiheit von Sorge und Aufruhr gemeint. Solche Ruhe hat der Herr denjenigen verheißen, die ihm während dieses Lebens glaubensvoll nachfolgen. Für das nächste Leben hat er sogar extra einen `Ort der Ruhe´ vorbereitet (Alma 40:12). Hast du schon mal sehr starke Unruhe empfunden, als du einen schweren Fehler begangen hattest? Mir ist es schon häufiger so ergangen - mit zunehmendem Alter glücklicherweise immer weniger. Ich konnte erst wieder Ruhe finden, nachdem ich meinen Fehler eingesehen, ihn versucht habe wiedergutzumachen, um Verzeihung gebeten und mich bemüht habe, ihn nicht wieder zu begehen (Alma 12:34). Ich habe weiterhin gelernt, dass ich Ruhe für meine Seele finde, wenn ich mein Herz nicht gegen den Herrn verhärte, seinem Beispiel nacheifere, ihm demütig diene, indem ich meinen Mitmenschen helfe und immer bemüht bin, Gutes zu tun; wenn ich Seine Gebote halte - sein Joch auf mich nehme - und von ihm lerne, werde ich Ruhe finden (Matthäus 11:29), werde ich die `Fülle seiner Herrlichkeit´ verspüren, was `Ruhe für die Seele finden´ bedeutet (Lehre und Bündnisse 84:24). Wie gehst du vor, um Ruhe für deine Seele zu finden?

Es ist Zeit um in Einklang mit Deiner Seele zu kommen
Ruhe für die Seele finden
(Bild: Quelle)

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Lehre sie, ... jeder Versuchung des Teufels zu widerstehen

25. Oktober 2017, 05:54am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Weitere Unterweisung Alma des Jüngeren an seinen Sohn Helaman: „Predige ihnen Umkehr und Glauben an den Herrn Jesus Christus; lehre sie, sich zu demütigen und sanftmütig und von Herzen demütig zu sein; lehre sie, mit ihrem Glauben an den Herrn Jesus Christus jeder Versuchung des Teufels zu widerstehen.“ (Alma 37:33).

Lehre sie, ... jeder Versuchung des Teufels zu widerstehen. Versuchungen des Teufels sind seine Verlockungen zu sündigen und ihm, anstatt Gott zu folgen. Der Herr lässt solche Verlockungen zu, damit wir Entscheidungen treffen können. Dadurch wird unsere Fähigkeit geprüft, ob wir das Gute dem Bösen vorziehen. Nicht der Herr führt uns in Versuchung, wie man aus dem überlieferten Mustergebet des Herrn im Matthäus herauslesen muss (Matthäus 6:13). Durch den neuzeitlichen Propheten Joseph Smith wissen wir, dass diese Schriftstelle richtigerweise heißen muss: „Und lass uns nicht in Versuchung geführt werden, sondern befreie uns vom Bösen.“ (Joseph Smith Übersetzung Matthäus 6:14).

Wir können uns auch hier wieder ein Beispiel an Jesus Christus nehmen. Auch er wurde vom Teufel versucht (Matthäus 4:1), blieb jedoch ohne Sünde (Hebräer 4:14-15), obwohl er aufgrund seines Fastens körperlich sicherlich stark geschwächt war (Matthäus 4:2). Wie konnte er den Versuchungen widerstehen? Er kannte das Wort Gottes und stellte die Halb- oder Unwahrheiten des Teufels durch entsprechende Zitate richtig (Matthäus 4:3-10). Die Folge: „Dann verlässt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herbei und dienten ihm.“ (Matthäus 4:11). Ich lerne daraus, dass ich mich mit dem Wort Gottes vertraut machen muss, damit ich bei den Versuchungen, denen ich ausgesetzt bin, dem Teufel die richtigen Antworten geben kann und sogar die Kraft haben werde zu sagen: „Geh hinweg, Satan!“ (Matthäus 4:10). Wie reagierst du auf Versuchungen des Teufels?

„Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brote werden!“
(Matthäus 4:3); Bild: Quelle)

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Du sollst es lehren, solche Schlechtigkeit und solche Greuel und Morde zu verabscheuen

24. Oktober 2017, 06:00am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere unterweist seinen Sohn Helaman in Bezug auf das, was er lehren soll: „Darum sollst du die geheimen Pläne ihrer Eide und ihrer Bündnisse diesem Volk vorenthalten und sollst ihm nur ihre Schlechtigkeit und ihre Morde und ihre Greuel bekanntgeben; und du sollst es lehren, solche Schlechtigkeit und solche Greuel und Morde zu verabscheuen; und du sollst es auch lehren, dass diese Menschen wegen ihrer Schlechtigkeit und ihrer Greuel und ihrer Morde vernichtet worden sind.“ (Alma 27:29).

Wie wir in der Heiligen Schrift lesen können, gibt es geheime Verbindungen schon seit Menschheitsbeginn (Köstliche Perle Mose 5:51). Satan verführte Kain und einige seiner Mitmenschen, da sie ihn mehr liebten als Gott, dazu, bei ihrem Leben zu schwören, im Geheimen Grausamkeiten zu begehen (Köstliche Perle Mose 5:13,29-30). Auch im Psalm 64 ist davon die Rede, dass die Bösen den Schuldlosen versuchen unerkannt Schaden zuzufügen und ihre Pläne vor anderen geheim halten (Psalm 64:2-7). Doch der Herr lässt die Menschen durch Jesaja vor geheimen Plänen warnen (Jesaja 29:15). Du magst sagen: Der Herr hat doch aber auch Geheimnisse (Alma 40:3)! Das stimmt, aber seine Geheimnisse bergen keine Boshaftigkeiten in sich und werden zur bestimmten Zeit bekanntgemacht. Wie am Beispiel der Vision des Daniel wird uns aufgezeigt, dass er diese Vision noch nicht bekannt machen sollte, da die Zeit der Erfüllung noch weit in der Ferne liegt (Daniel 8:26). Die Geheimnisse, die für uns wichtig sind, offenbart er uns durch seine Propheten (Amos 3:7 in der Elberfelder Version bzw. hier in der King James Version).

Du sollst es lehren, solche Schlechtigkeit und solche Greuel und Morde zu verabscheuen. Helaman sollte nicht die geheimen Bündnisse, die unter dem Volk der Jarediten geschlossen wurden, veröffentlichen, sondern das Volk hingegen auffordern, sich vor entsprechenden Schandtaten zu hüten, denn wer sie begeht, wird unweigerlich die Konsequenzen tragen müssen (Alma 37:22). Er forderte ihn sogar auf, ihnen immerwährenden Hass - eine sehr starke und tiefe Abneigung - gegen Sünde und Übeltun zu lehren (Alma 37:32). So fühle ich mich auch gewarnt, geheimen Bünden, die es auch heutzutage in großer Anzahl gibt, nicht beizutreten. Ebenso schrecke ich vor jeglicher Schlechtigkeit und vor Gräueltaten zurück. Weiß ich doch, dass mich das alles von Gott entfernt und ins ewige Verderben führt (Alma 37:30-31). Welche Einstellung hast du zu geheimen Bündnissen?

Ku Klux Klan, ein vor allem in den Südstaaten der USA aktiver Geheimbund
(Bild: Quelle)

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