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Glaubensansichten
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Sage nicht: O Gott, ich danke dir, dass wir besser sind als unsere Brüder

12. November 2017, 06:37am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Eine weitere Aufforderung Alma des Jüngeren an seinen Sohn Schiblon: „Sage nicht: O Gott, ich danke dir, dass wir besser sind als unsere Brüder; sondern sage vielmehr: O Herr, vergib meine Unwürdigkeit, und gedenke meiner Brüder in Barmherzigkeit—ja, bekenne deine Unwürdigkeit vor Gott zu allen Zeiten.“ (Alma 38:14).

Sage nicht: O Gott, ich danke dir, dass wir besser sind als unsere Brüder. Etwa 100 Jahre später hören wir von Christus ein Gleichnis, das er jenen erzählte, „... die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, ...“ und fast aufs Wort der Aufforderung Almas gleicht: „... Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort. ...“ (Lukas 18:9-12). Woher wird Alma wohl sein Wissen gehabt haben, wo er doch vorher lebte?

Ich neige eher dazu, wie der Zöllner im Gleichnis von Jesus zu handeln: „Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wollte nicht einmal seine Augen zum Himmel erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig!“ (Lukas 18:13). Wie kann ich mich selbstgerecht hinstellen, also nicht im Geringsten daran denken, mein Verhalten kritisch zu hinterfragen, und mich so verhalten wie der Zöllner? Das geht absolut gar nicht, denn bin ich nicht auch ein Sünder (Römer 3:23)? Nur dank der Gnade Jesu, seinem Sühnopfer, kann ich gerecht gemacht werden (Römer 3:24). Voraussetzung dazu meinerseits sind aber: Glauben, Umkehr, Taufe, Empfang des Heiligen Geistes und Ausharren bis ans irdische Lebensende (Römer 3:25-26; 3. Nephi 27:6,16,19). Wie begegnest du Selbstgerechtigkeit?

Pharisäer und Zöllner. Fresko in der Saint-Joseph-Kirche in Marseille
(Bild: Quelle)

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Sei unerschrocken, aber nicht anmaßend

11. November 2017, 04:24am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere fordert seinen Sohn Schiblon auf: „Sei unerschrocken, aber nicht anmaßend; und sieh auch zu, dass du alle deine Leidenschaften zügelst, damit du von Liebe erfüllt seist; sieh zu, dass du dich von Müßiggang fernhältst.“ (Alma 38:12).

Sei unerschrocken, aber nicht anmaßend. Welche Frage gehört zu dem Kreuzworträtsellösungswort mit vier Buchstaben `HELD´? Unerschrockener, mutiger Mann. Ein Held, also ein unerschrockener, mutiger Mann ist durch nichts zu erschrecken. Er ist beherzt, couragiert, heldenhaft, heroisch, forsch, mannhaft, wagemutig, todesmutig, waghalsig, kühn. Jemand, der unerschrocken ist, hat keine Angst. So redete z. B. Ammon, der Sohn König Mosias, durch dessen eifriges Wirken, nach seiner eigenen Bekehrung (Alma 27:34-35), viele Seelen zu Christus bekehrt wurden, unerschrocken mit dem lamanitischen König Lamoni, der ja eigentlich sein Feind war (Alma 18:24). Durch dieses und weiteres unerschrockenes Verhalten Ammons, wurde Lamoni schließlich zu Christus bekehrt (Alma 18:33).

Aufgrund großer Erfolge, die man augenscheinlich erreicht, könnte man geneigt sein, überheblich, arrogant, übertrieben selbstbewusst, also `anmaßend´ zu werden. Das das aber nicht das ist, was der Herr sich von uns wünscht, lernen wir an der Geschichte des Nordreiches, Israel. Es wurde `anmaßend und größenwahnsinnig´ und der Herr zeigte ihnen, wer die Macht verkörpert (Jesaja 9:8-13). Ammon wurde es nicht, denn anmaßend zu sein, bedeutet, den Erfolg seiner eigenen Macht, seinem eigenen Können zuzuschreiben. Nicht ich habe aus mir heraus die Macht etwas zu erreichen. Der Herr ist es, der mir die Kraft dazu verleiht! Ihm gehören die Ehre und der Dank. Ich lerne also, anstatt `anmaßend´ zu sein, gebührt es mir, demütig dem zu danken, dessen Macht durch mich gewirkt hat, Jesus Christus, und ihm die Ehre zukommen zu lassen. Wie vermeidest du es, `anmaßend´ zu werden?


(Bild: Quelle)

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Sieh zu, dass du nicht im Stolz überheblich wirst

10. November 2017, 06:52am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Eine Aufforderung Alma des Jüngeren an seinen Sohn Schiblon: „Sieh zu, dass du nicht im Stolz überheblich wirst; ja, sieh zu, dass du nicht mit deiner eigenen Weisheit und auch nicht mit deiner großen Stärke prahlst.“ (Alma 38:11).

Sieh zu, dass du nicht im Stolz überheblich wirst. Überheblichkeit ist eine ungerechtfertigte Selbstüberschätzung. Menschen die dazu neigen, erscheinen uns arrogant, eingebildet, hochnäsig, hochmütig, besserwisserisch. Vielfach ist Arroganz ein Selbstschutz als Folge des sich innerlich minderwertig Fühlens. Dieses Empfinden wird dadurch versucht zu kompensieren, dass man andere schlecht macht. In Gegenwart solcher Menschen fühlen wir uns unwohl und meiden den Kontakt zu ihnen. Das Gegenteil ist Bescheidenheit.

Der ehemalige VW-Generaldirektor Heinrich Nordhoff (*1899 + 1968) sagte: „Man wird nicht dadurch besser, dass man andere schlecht macht“. Ich will mich davor hüten überheblich zu werden, denn eine Folge von Überheblichkeit wird sein, dass ich mich vom Herrn abwende (Hosea 13:6), was ich auf keinen Fall möchte. Außerdem wird uns in den Sprichwörtern klar gemacht: „Hoffart kommt vor dem Sturz und Hochmut kommt vor dem Fall.“ (Sprichwörter 16:18). Ich habe keine Lust zu fallen und erst recht nicht wie Spreu verbrannt zu werden (Maleachi 2:19). Auch möchte ich mich nicht der Schande preisgeben, dass der Herrn mich erniedrigen muss (2. Nephi 12:12), oder mein Name ausgelöscht werden wird (Alma 6:3). Eher neige ich dazu, nicht überheblich zu sein, weil ich Gott `Ehrfurcht´ und meinen Mitmenschen Respekt entgegenbringen möchte (Römer 11:20). Wie gehst du mit Überheblichkeit um?


Hochmut kommt vor dem Fall
(Bild: Quelle)

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Ich möchte, dass du in allem eifrig und maßvoll bist

9. November 2017, 06:56am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere ermahnt seinen Sohn Schiblon: „Und nun, wie du begonnen hast, das Wort zu lehren, so möchte ich auch, dass du mit dem Lehren fortfährst; und ich möchte, dass du in allem eifrig und maßvoll bist.“ (Alma 38:10).

Ich möchte, dass du in allem eifrig und maßvoll bist. Wie können wir `in allem eifrig und maßvoll sein´ und wie erreichen wir es? Maßvoll zu sein, bedeutet das rechte Maß einzuhalten. Na gut, und was ist das rechte Maß und wo ist es festgelegt? Du kennst die Redensart: „Das Maß ist voll!“ Es ist ein Ausruf der Empörung bzw. Verärgerung. War in Lateinschulen das Maß eines Schülers voll, drohte ihm die Prügelstrafe und er wurde gemaßregelt. Ist das Maß voll, ist es genug, ist es mit der Geduld am Ende. Das Maß wird von einer anerkannten Institution festgelegt. Was bei dessen Überschreitung passiert, muss dementsprechend auch festgelegt werden.

Maßvoll sein bedeutet demzufolge, das rechte Maß einzuhalten - `nicht zu viel und nicht zu wenig´. Elder Kent D. Watson, Mitglied des zweiten Kollegiums der Siebzig, deutet dies auf das Evangelium bezogen folgendermaßen: „Maßvoll zu sein bedeutet, dass wir unsere Erwartungen und Wünsche sorgfältig überprüfen und dass wir eifrig und geduldig rechtschaffene Ziele anstreben.“ (siehe „In allem maßvoll“). Erwartungen und Wünsche nicht zu hoch zu schrauben, verhindert Frustration (Täuschung einer Erwartung bzw. eine Wunschversagung), die eintreten würde, wenn Ziele zu hoch gesteckt sind und nicht erreicht werden können. Bei meiner Recherche stoße ich auf eine Bitte des Propheten Jeremia (um 605 v. Chr.): „Züchtige mich, HERR, doch mit Maß, nicht in deinem Zorn, damit du mich nicht zum Verschwinden bringst!“ (Jeremia 10:24). Ich lerne, dass ich in all meinem Denken und Handeln, meinen Erwartungen und Wünschen - bezogen auf mich selber, aber auch auf meine Mitmenschen - ein gesundes Maß einhalten soll, eben `nicht zu viel und nicht zu wenig´. Stelle dir eine Pendelwaage vor: Wenn der Zeiger in der Mitte stehen bleibt, herrscht Ausgewogenheit, auf beiden Seiten befindet sich das richtige Maß. Im Arbeitsleben gibt es einen Modebegriff für die Ausgewogenheit zwischen Arbeit und Privatleben: Work-Life-Balance. Ich muss alle Seiten gegeneinander `abwägen´ und dann bei dem einen oder anderen etwas begrenzen oder erweitern, bis ich die Balance hergestellt habe. Sei es bezogen auf familiäre Angelegenheiten, aufs Kirchen- oder Berufsleben ... Auf diese Art und Weise werde ich allen Seiten gerecht. Wie stellst du sicher, in allem maßvoll zu sein?

(Bild: Quelle)

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Dass es keinen anderen Weg und kein anderes Mittel gibt, wodurch der Mensch errettet werden kann, als nur in und durch Christus

8. November 2017, 06:34am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nachdem Alma der Jüngere seinem Sohn Schiblon von seinen Leiden wegen Agierens gegen die Kirche Gottes und seiner Bekehrung durch einen Engel des Herrn berichtet hat (Alma 38:7-8), erklärt er: „Und nun, mein Sohn, habe ich dir dies gesagt, damit du Weisheit lernst, damit du von mir lernst, dass es keinen anderen Weg und kein anderes Mittel gibt, wodurch der Mensch errettet werden kann, als nur in und durch Christus. Siehe, er ist das Leben und das Licht der Welt. Siehe, er ist das Wort der Wahrheit und Rechtschaffenheit.“ (Alma 38:9).

Dass es keinen anderen Weg und kein anderes Mittel gibt, wodurch der Mensch errettet werden kann, als nur in und durch Christus. Wovon errettet werden? Aufgrund der Übertretung von Adam und Eva im Garten von Eden sind alle ihre Nachkommen - also alle Menschen - sterblich geworden (Genesis 2:16-17; Köstliche Perle Mose 3:16-17). Hätten sie allerdings nicht von der Frucht des Baumes der Erkenntnis gegessen, hätten wir keine Möglichkeit gehabt, auf die Erde zu kommen, um hier weitere Fortschritte machen zu können (Köstliche Perle Mose 5:10-11) und hätten nie das Ziel erreichen können, das sich der Herr gesetzt hat: das ewige Leben des Menschen, gemeint ewige Vermehrung, zu erreichen (Köstliche Perle Mose 1:39).

Nun stand diesem Ziel aber der irdische Tod im Wege. Um diesen zu überwinden, hat der Herr in seiner unendlichen Liebe und Güte ein Sühnopfer vorgesehen und im Vorherdasein in einer großen Ratsversammlung gefragt, wer dieses vollbringen wolle (Köstliche Perle Abraham 3:27). Dieser Erste war Jesus Christus, der Geliebte und Erwählte und Einziggezeugte des Vaters im Fleisch (Köstliche Perle Mose 4:1-3). Dieses Sühnopfer musste zwei Ergebnisse erzielen: 1. Den fleischlichen Tod aller Menschen überwinden; 2. Das ewige Leben derjenigen ermöglichen, die von ihren Verfehlungen umkehrten und bis ans Ende des Erdenlebens darin treu blieben. Dazu war nur einer imstande, nämlich Jesus Christus (Apostelgeschichte 4:10-12; Köstliche Perle Mose 6:52), nur er konnte sein irdisches Dasein sündenfrei durchlaufen (Hebräer 4:15; 1. Petrus 2:21), was notwendig war, dass die Barmherzigkeit Gottes die Forderungen der Gerechtigkeit erfüllt (Alma 34:16). Dieses Sühnopfer bestand darin, dass Christus in Getsemani die Sünden aller Menschen auf sich nahm (Lukas 22:39-45), am Kreuze sein Leben ließ (Lukas 23:46) um es am dritten Tag wieder aufzunehmen (Lukas 24:5-6). Ich bin von Herzen dankbar, dass ich mittels der Bibel und weiterer offenbarter heiliger Schriften dieses Sühnopfer besser verstehen kann, und versuche Christus für diese seine, für Sterbliche unbegreifliche Tat, dadurch Dank zu erweisen, dass ich mich mein Leben lang bemühe, seinem Beispiel mehr und mehr nachzueifern und darin auszuharren bis an mein irdisches Ende. Wie verstehst du das, dass es keinen anderen Weg und kein anderes Mittel gibt, wodurch der Mensch errettet werden kann?

The resurrected Christ stands before Mary, who is kneeling and looking toward Him outside of the Garden Tomb.
Maria und der auferstandene Herr, von Harry Anderson (62186)
(Bild: Quelle)

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Es ist der Geist Gottes, der in mir ist, der mir dies alles kundtut

7. November 2017, 06:57am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere zu Schiblon: „Aber, mein Sohn, ich möchte nicht, dass du denkst, ich wüsste dies alles aus mir selbst, sondern es ist der Geist Gottes, der in mir ist, der mir dies alles kundtut; denn wäre ich nicht aus Gott geboren worden, so hätte ich dies alles nicht erfahren.“ (Alma 38:6).

Es ist der Geist Gottes, der in mir ist, der mir dies alles kundtut. Wer ist hier mit dem Geist Gottes gemeint? In den heiligen Schriften ist häufig vom Geist Gottes die Rede. Im 1. Johannes 3:9 gibt es eine Erklärung: „Jeder, der von Gott stammt, tut keine Sünde, weil Gottes Same in ihm bleibt. Er kann nicht sündigen, weil er von Gott stammt.“ Nun gut, auf den ersten Blick doch auch nicht klar, denn wer ist denn mit `Gottes Same´ gemeint? In der Erläuterung zu diesem Vers steht erklärend: „Mit «Gottes Same» ist der Heilige Geist als göttliches Lebensprinzip gemeint.“ Das hilft uns doch weiter. Joseph Smith hat uns eine ganz deutliche Übersetzung dieses Verses geliefert: „Wer auch immer aus Gott geboren ist, verbleibt nicht in Sünde; denn der Geist Gottes bleibt in ihm, und er kann nicht in Sünde verbleiben, weil er aus Gott geboren ist und jenen Heiligen Geist der Verheißung empfangen hat.“ (Joseph Smith - Übersetzung 1. Johannes 3:9). Hier ist also der Heilige Geist, die dritte Person der Gottheit gemeint (Lehre und Bündnisse 20:28).

Diese dritte Person der Gottheit hat keinen Körper aus Fleisch und Gebein, wie Gott Vater und der Sohn ihn haben, sondern einen Körper aus Geist, und deshalb hat er auch die Möglichkeit `in uns zu wohnen´ (Lehre und Bündnisse 130:22). Dieses `in uns zu wohnen´ verstehe ich schon wörtlich. So wie ich jemanden in meine Wohnung einladen kann, mein Gast zu sein, kann ich den Heiligen Geist einladen in meiner irdischen Hülle - meinem Körper als Wohnstätte meines Geistkörpers (Lehre und Bündnisse 93:4) - Gast zu sein. Voraussetzung: Ich muss mich dafür rein machen, so wie ich auch meine Wohnung vor `Hohem Besuch´ besonders sauber mache (Helaman 4:24). Der Vorteil, wenn ich ihn als Gast zu mir einlade: Er wird mich alles lehren und mich an alles erinnern, was Christus uns gelehrt hat (Johannes 14:26). Welches Verständnis hast du darüber, dass der `Geist Gottes´, der Heilige Geist, in uns sein kann?

The Gift of the Holy Ghost requires priesthood authority.
Gabe des Heiligen Geist empfangen durch Händeauflegen
(Apostelgeschichte 8:14-17; Bild: Quelle)

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In dem Maße, wie du dein Vertrauen in Gott setzt, ... wirst du ... befreit

6. November 2017, 08:16am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Alma der Jüngere zu seinem Sohn: „Und nun, mein Sohn Schiblon, möchte ich, dass du daran denkst: In dem Maße, wie du dein Vertrauen in Gott setzt, im selben Maße wirst du aus deinen Prüfungen und deinen Mühen und deinen Bedrängnissen befreit, und du wirst am letzten Tag emporgehoben werden.“ (Alam 38:5).

Skandale jeglicher Art, politische Lügen, Finanzkrise, Kartellabsprachen, Dieselskandal führen zu immer mehr Verdruss und der Frage: Wem kann man heute noch vertrauen? Vertrauenswürdigkeit ist ein hohes Gut, dass man sich durch sein rechtschaffenes Verhalten verdienen muss. Wird man für vertrauenswürdig gehalten, hat man sich den Respekt seiner Mitmenschen verdient, und wird von ihnen geschätzt. Man konnte sie von seinem aufrichtigen Charakter überzeugen. Auf einen vertrauenswürdigen Menschen ist absoluter Verlass. Anvertraute Geheimnisse werden nicht weiterverbreitet; gegebene Versprechen werden hundertprozentig gehalten; ist Not am Mann, ist der vertrauenswürdige stets zur Hilfe bereit; braucht jemand eine Schulter zum Ausweinen, ist Diskretion gewährleistet. Wer vertrauenswürdig ist oder nicht, entscheiden wir in Bruchteilen von Sekunden am Gesicht des Gegenübers (dies wurde anhand von Gehirnscans gezeigt), natürlich auch an anderen persönlichen Eigenschaften, wie am Auftreten, an der Artikulation, nicht zuletzt spielt die `Chemie´ eine wichtige Rolle.

In dem Maße, wie du dein Vertrauen in Gott setzt, ... wirst du ... befreit. Hier wird mir versichert, in wen ich bedenkenlos mein Vertrauen setzen kann: in Gott. Große Menschen setzten ihr Vertrauen in ihn. Als ein Beispiel von unzähligen sei hier Hiskija genannt (* 752 v. Chr.; + 697 v. Chr.), der im Alter von fünfundzwanzig Jahren König von Juda wurde und das neunundzwanzig Jahre lang: „Er setzte sein Vertrauen auf den Herrn, den Gott Israels. ...“ (2. Könige 18:5) und „Daher war der Herr mit ihm; in allem, was er unternahm, hatte er Erfolg. ...“ (2. Könige 18:7). Noch ein Beispiel aus der Neuzeit: Joseph Smith. Er las in der Bibel, dass er Gott fragen könne, wenn er etwas nicht wisse (Jakobus 1:5). Er tat es im Vertrauen, dass das stimmt, was der Herr dort sagt. Die Antwort auf seine Frage, welcher Kirche er sich anschließen solle, folgte umgehend, er dürfe sich: „... keiner von ihnen anschließen, denn sie seien alle im Unrecht; ...“ (Joseph Smith—Lebensgeschichte 1:19). Die Folge dieser einfachen Frage war dann der Auftrag, die Fülle des Evangeliums von Jesus Christus wiederherzustellen, wie schon im Neuen Testament vorhergesagt (Markus 9:12) und in neuzeitlicher Offenbarung wiederholt (Lehre und Bündnisse 27:6). All jene haben ihr Vertrauen in den Herrn gesetzt und dadurch kam Befreiung (Johannes 8:32). Ich setze mein Vertrauen auch in Gott und fühle mich befreit, befreit von der Last der Sünde, durch Umkehr (Mosia 5:8). In wen setzt du Vertrauen?

jesus-talking-on-bench
(Bild: Quelle)

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Dass du um des Wortes willen mit Steinen beworfen wurdest

5. November 2017, 07:12am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nachdem Alma der Jüngere seinen Sohn Schiblon, wegen seiner Glaubenstreue und seines Eifers und seiner Geduld und Langmut unter dem Volk der Zoramiten, gelobt hatte (Alma 38:3), sagt er ihm: „Denn ich weiß, dass du gefangen warst; ja, und ich weiß auch, dass du um des Wortes willen mit Steinen beworfen wurdest; und du hast dies alles geduldig ertragen, weil der Herr mit dir war; und nun weißt du, dass der Herr dich befreit hat.“ (Alma 38:4).

Dass du um des Wortes willen mit Steinen beworfen wurdest. Alma der Jüngere hatte Schiblon und seinen Bruder Korianton mit zu den Zoramiten genommen, um die Anstrengung zu unternehmen, diese von ihrem Irrweg zurückzuführen (Alma 31:7-8). Dabei wurde er nach Aussagen seines Vaters auch gesteinigt. Die Steinigung ist eine jahrtausendealte Art der Hinrichtung durch Menschengruppen, entweder aus Rache oder aufgrund Gesetzesverstoß. Schon im Buch Exodus spricht Mose von Steinigung (Exodus 8:22). Selbst vor der Steinigung von Propheten wurde nicht haltgemacht, auch Lehi sollte in Jerusalem von den Juden gesteinigt werden (1. Nephi 1:18-20). Auch heute noch wird sie von einigen islamistisch geprägten Gruppen praktiziert. Es ist eine relativ grausame Hinrichtungsart, die heute gegen die allgemeine Erklärung der Menschenrechte verstößt. Die betreffende Person wurde mit Steinen beworfen, bis sie starb.

Welch eine grausame, Angst einflößende Vorstellung, aufgrund seines Glaubens an Christus und sein Wort, von andersgläubigen oder nichtgläubigen gesteinigt zu werden (Alma 15:1). Da frage ich mich schon, wie würde ich unter Androhung solcher Maßnahmen treu zu meinem Glauben stehen. Das ist aber das Problem, wir können darauf erst eine Antwort finden, wenn wir uns in einer entsprechenden Situation befinden. Erst dann stellt sich heraus, wie wir vorbereitet sind, wie stark unser Glaube tatsächlich ist. Wenn wir an Petrus denken, er hatte zu Christus gesagt, wenn auch alle an ihm Anstoß nehmen würden, er würde es nicht tun. Er beteuerte sogar, wenn er sterben müsste, er würde ihn nie verleugnen. Christus entgegnete ihm, dass er ihn dreimal verleugnen würde, ehe der Hahn zweimal krähen würde (Markus 14:29-31). Hoffentlich muss ich nicht eines Tages auch bitterlich weinen, weil auch ich ihn verleugnet habe (Matthäus 26:74-75). Das muss, auf das ewige Leben bezogen, schlimmer sein, als für seinen Glauben gesteinigt zu werden. Auch wenn der Herr alle Gläubigen davor behüten möge. Welche Gedanken bewegen dich, wenn du an Leiden denkst, die wegen Glaubens an Gott auf dich zukommen könnten?

Steinigung des Stephanus
(Apostelgeschichte 7:59; Bild: Quelle)

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Dass ich an dir große Freude haben werde wegen deiner Beständigkeit und deiner Glaubenstreue vor Gott

4. November 2017, 07:23am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nun wendet sich Alma der Jüngere seinem Sohn Schiblon zu: „Und nun, mein Sohn, vertraue ich darauf, dass ich an dir große Freude haben werde wegen deiner Beständigkeit und deiner Glaubenstreue vor Gott; denn wie du in deiner Jugend begonnen hast, auf den Herrn, deinen Gott, zu blicken, so hoffe ich auch, dass du fortfahren wirst, seine Gebote zu halten; denn gesegnet ist, wer bis ans Ende ausharrt.“ (Alma 38:2).

Schiblon begegnen wir schon einmal als Bezeichnung einer Währung, die dem Wert eines halben Maßes Gerste entsprach (Alma 11:15). Später erfahren wir, dass Alma der Jüngere einen seiner Söhne Schiblon nannte. Wir begegnen ihm zuerst bei der Missionierung der Zoramiten. Sein Vater nahm nämlich ihn und Korianton, die jüngeren Brüder von Helaman, etwa um 74 v. Chr., auf seine Mission zur Rückgewinnung der Zoramiten von ihrem Abfall vom wahren Wort Gottes mit (Alma 31:7). Die Zoramiten waren Nachkommen Zorams, des Dieners von Laban, einem Verwandten Lehis in Jerusalem, der sich der Auswanderungsgruppe um Nephi und Lehi um 600 v. Chr. anschloss (1. Nephi 4:31,35). Dieser Zoram wurde sogar von Lehi etwa um 570 v. Chr. gesegnet (2. Nephi 1:30-32). Später bildeten er und seine Nachkommen unter den Nephiten die Gruppe der Zoramiten (Jakob 1:13), spalteten sich aber ab und verkehrten die Wege des Herrn (Alma 31:1).

Dass ich an dir große Freude haben werde wegen deiner Beständigkeit und deiner Glaubenstreue vor Gott. Wie schön ist es für Eltern, wenn sie so etwas über ihre Kinder sagen können. Dies ist natürlich meist ihrem eigenen Vorbild geschuldet. Wachsen die Kinder in einem behüteten Heim mit gläubiger rechtschaffener Mutter und gläubigem rechtschaffenem Vater auf, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass auch die Kinder ihrem Vorbild nacheifern. So ist es immer erstrebenswert, Christus als Vorbild zu nehmen und ihm nachzueifern, um dadurch wiederum selber ein gutes Vorbild zu werden (1. Korinther 11:1). Meine Eltern waren mir ein solches Vorbild und ich bemühe mich, mit zunehmendem Alter immer etwas erfolgreicher, ihrem Vorbild nachzueifern, wobei ich das Vorbild von Christus durch die heiligen Schriften ständig vor mir habe. Ich versuche den Gläubigen um mich herum ein Vorbild in meinen Worten und in meinem Lebenswandel, in der Liebe, im Glauben und in der Langmut zu sein (1. Timotheus 4:12). Ich bin darin noch nicht vollkommen, aber arbeite beständig daran. Wie sehen deine Bemühungen aus, dass deine Mutter, dein Vater, einst sagen können: Dass ich an dir große Freude haben werde wegen deiner Beständigkeit und deiner Glaubenstreue vor Gott.


(Bild: Quelle)

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Sieh zu, dass du diese heiligen Dinge gut behütest

3. November 2017, 06:50am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die Schlussaufforderung Alma des Jüngeren an seinen Sohn Helaman: „Und nun, mein Sohn, sieh zu, dass du diese heiligen Dinge gut behütest, ja, sieh zu, dass du auf Gott blickst und lebst. Gehe hin zu diesem Volk und verkünde das Wort, und sei ernsthaft. Mein Sohn, lebe wohl.“ (Alma 37:47).

Sieh zu, dass du diese heiligen Dinge gut behütest. Welch eine Verantwortung, die vom Vater auf den Sohn überging, heilige Dinge gut zu behüten. Darunter waren die Messingplatten Labens, die die Heiligen Schriften von der Schöpfung an bis zur Regierung des jüdischen Königs Zidkija um 600 v. Chr. (1. Nephi 5:11-13). Dazu die eigenen Aufzeichnungen, die geführt wurden, des Weiteren das Schwert Labans, eines Verwandten Lehis aus Jerusalem, die Urim und Tummim, die Jardes Bruder vom Herrn erhielt, sowie der wundersame Richtungsweiser, den der Herr Lehi zukommen ließ. Und alle, die diesen Auftrag wie Helaman erhielten, vor ihm und nach ihm, bis hin zu Moroni, behüteten diese heiligen Dinge, sodass sie Joseph Smith und weitere drei Zeugen im Jahr 1829 unbeschadet zu sehen bekamen (Lehre und Bündnisse 17:1), nachdem sie von Mormon im Hügel Cumorah verborgen worden waren (Mormon 6:6) und Moroni den Bericht zu Ende führte und dann um 421 v. Chr. dazulegte (Moroni 10:2).

Ich werde hierbei daran erinnert, dass auch mir heilige Dinge anvertraut wurden, die ich behüten muss - und ich tue es. Die weitere Aufforderung an Helaman „Gehe hin zu diesem Volk und verkünde das Wort“, zählt genauso für einen jeden von uns heute, der ein Jünger, eine Jüngerin Christi ist. Auch dieser Aufforderung versuche ich nachzukommen, indem ich das Evangelium von Jesus Christus so gut wie möglich lebe, dadurch als Vorbild andere um mich herum darauf aufmerksam mache, aber auch z. B. durch diesen Blog. Bleibt noch die Aufforderung, „sei ernsthaft.“ Hiermit ist sicherlich nicht gemeint, dass wir mit einem ernsten Gesichtsausdruck unterwegs sein sollen. Eher umgekehrt, wir dürfen frohgemut, mit guter Laune, in den Tag hinein leben, und freudig Zeugnis von der Wahrheit des Evangeliums - der frohen Botschaft (Jesaja 52:7) -, von Jesus Christus, ablegen und achtgeben, dass keiner von unseren Lieben und Mitmenschen die Chance, zu ewigem Leben zu gelangen, verpasst (Hebräer 4:1). Wie gehst du mit diesen Aufforderungen um: heilige Dinge behüten, auf Gott blicken, das Wort verkünden und ernsthaft zu sein?

(Bild: Quelle)

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