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Glaubensansichten
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Sie stritten mit vielen über das Wort

13. April 2017, 05:23am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die Amalekiten wollten Aaron nicht zuhören und verspotteten ihn (Alma 21:10). „Darum, als er sah, dass sie seine Worte nicht hören wollten, entfernte er sich aus ihrer Synagoge und kam zu einem Dorf herüber, das Ani-Anti genannt wurde, und dort traf er Muloki, wie er ihnen das Wort predigte, ebenso Ammach und seine Brüder. Und sie stritten mit vielen über das Wort.“ (Alma 21:11).

Sie stritten mit vielen über das Wort. Wir erinnern uns, dass Alma der Jüngere und vier Söhne König Mosia des Jüngeren (Mosia 27:32-34) zusammen zu den Lamaniten auf Mission gingen (Mosia 28:5-9) und sich an der Grenze des Landes trennten und jeder in einen anderen Landesteil ging (Alma 17:13). Allerdings hatten sie noch andere Missionare mitgenommen, deren Namen nirgends genannt werden (Alma 17:8). Nur an dieser Stelle werden zwei von der `Anzahl´ der mitgenommenen namentlich erwähnt: Muloki und Ammach. Auf sie traf nun Aaron, einer der vier Söhne König Mosia des Jüngeren und sie waren offensichtlich in Streitgespräche mit den Einwohnern des Dorfes Ani-Anti verwickelt. Wer diese angezettelt hat, ist nicht überliefert.

Ich gehe jedoch davon aus, dass nicht die Missionare diesen Streit begonnen haben, denn der Herr hat uns Menschen geboten nicht zu streiten (2. Nephi 26:32), insbesondere nicht sein Evangelium betreffend (Lehre und Bündnisse 10:63). Ganz bestimmt waren sie auch über die Aussage des Hohepriesters über die damalige ganze Kirche (Mosia 23:16), Alma des Älteren, belehrt worden, dass Priester nicht streiten sollen (Mosia 18:21). Eher hatte wohl Satan die Dorfbewohner zum Streit aufgestachelt, denn er ist der „... Vater des Streites ...“ (3. Nephi 11:29). In jüngeren Jahren, als ich dies noch nicht so gut verinnerlicht hatte, habe ich mich öfters dazu hinreißen lassen, andere mit Bestimmtheit auf Punkte hinzuweisen, die ich anders verstanden habe als sie. Heute weiß ich und halte mich auch daran: keine Streitgespräche, insbesondere nicht über Evangeliumsthemen. Sollte ich merken, mein Gesprächspartner behauptet für mein Verständnis stocksteif etwas Falsches, so werde ich höchsten sagen, dass ich diesen Punkt anders verstehe und ihm weiter freundlich begegnen, anstatt dagegenzuhalten. Wie ist deine Einstellung zu diesem Punkt?

A conceptual photograph of a young man with flames coming out of his mouth and a young woman holding a fire extinguisher and a can of gasoline, paired with the words "Cool It."Du hast es in der Hand, eine Situation zu eskallieren oder zu entspannen
(Matthäus 5:9; Bild: Quelle)

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Wurden sie zornig auf ihn und fingen ihn zu verspotten an

12. April 2017, 05:23am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der nephitische Missionar Aaron, Sohn König Mosia des Jüngeren und Freund Alma des Jüngeren, predigte in der Synagoge der Amalekiten und erläuterte ihnen den Plan der Erlösung (Alma 21:9). „Und es begab sich: Als er anfing, ihnen dies alles zu erläutern, wurden sie zornig auf ihn und fingen ihn zu verspotten an; und sie wollten die Worte, die er sprach, nicht hören.“ (Alma 21:10).

Wurden sie zornig auf ihn und fingen ihn zu verspotten an. Hier denke ich an eine der vielen Parallelen. Als z. B. Paulus auf seiner dritten Missionsreise um 52 n. Chr. in Ephesus, dem Zentrum der römischen Provinz Asien, Station machte, predigte auch er in der jüdischen Synagoge. Drei Monate versuchte er die Juden vom Reich Gottes zu überzeugen. Doch waren einige seiner Zuhörer wohl in ähnlicher Weise verstockt wie die Amalekiten und sie widersetzten sich dem `neuen Weg´ und verspotteten ihn. Daraufhin ging Paulus von ihnen weg und lehrte diejenigen, die hören wollten, das Wort des Herrn im Lehrsaal der Schule des Tyrannus, wohl Inhaber der Philosophenschule, den viele Bewohner der ganzen Provinz Asien aufsuchten. Sowohl Juden als auch Griechen (Apostelgeschichte 19:8-9). Ähnlich handelte Ammon: „Darum, als er sah, dass sie seine Worte nicht hören wollten, entfernte er sich aus ihrer Synagoge ...“ (Alma 21:11).

Für mein Verhalten lerne ich aus den Erlebnissen der frühen Missionare, dass Rückzug angesagt ist, wenn das Wort des Herrn nicht gehört werden will oder sogar Verspottung desselben droht. Ich werde mein Zeugnis über die wahre Lehre Gottes dann bevorzugt denen mitteilen, die gewillt sind, sich dem Herrn zuzuwenden und den Wunsch haben, über den Erlösungsplan mehr zu erfahren. Wie gehst du in solchen Situationen vor?

Paulus predigte in Ephesus in der Synagoge, aber die Zuhörer verspotteten die Lehre und er ging von ihnen weg und lehrte in einem Lehrsaal wo man ihn hören wollte.:
Lehrer im Lehrsaal
(Bild: Quelle)

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Dass es keine Erlösung für die Menschen geben kann außer durch den Tod und die Leiden Christi

11. April 2017, 05:05am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der Amalekit hatte Aaron gegenüber geäußert, dass sie daran glauben, dass alle Menschen errettet würden (Alma 21:6). Aaron knüpft daran an und begann „... ihnen die Schriften über das Kommen Christi und auch über die Auferstehung der Toten zu eröffnen, und dass es keine Erlösung für die Menschen geben kann außer durch den Tod und die Leiden Christi und das Sühnopfer seines Blutes.“ (Alma 21:9).

Dass es keine Erlösung für die Menschen geben kann außer durch den Tod und die Leiden Christi.

  • Erlösung - wovon?
    Aufgrund der Übertretung unserer ersten Eltern im Garten von Eden sind sie und all ihre Nachkommen, die ganze Menschheit, sterblich geworden und aus dem Garten, und damit aus der Gegenwart Gottes, vertrieben worden (2. Nephi 2:19). Das bedeutet, dass unser Geist, der Atem, der vom Herrn in Adams physischen Körper eingehaucht wurde (Köstliche Perle Mose 3:7), diesen nach einer vom Herrn bestimmten Zeit, wieder verlassen muss (körperlicher Tod). Der physische Leib kehrt zum Staub zurück (Ijob 34:15) und der geistige in die Geisterwelt, bestehend aus zwei `Wartehäuschen´: Paradies (Alma 40:11-12) und Hölle (Mormon 9:4). Die Erlösung besteht nun zum einen darin, dass unser zu Grabe getragener Leib mit dem in der Geisterwelt wartenden wieder vereinigt wird und wir ewig leben dürfen (Alma 11:43,45). Zum anderen besteht die Erlösung auch darin, dass wir unter der Voraussetzung von Glauben an Christus und Umkehr von unseren Sünden, wieder in die Gegenwart Gottes zurück dürfen (Helaman 14:17-18).
  • Tod und Leiden Christi - wieso?
    Um den physischen Tod aller Menschen überwinden zu können, bedurfte es des Todes und der Auferstehung von Jesus Christus. Um den geistigen Tod (Trennung von Gott) überwinden zu können, bedurfte es des Leidens Christi in Getsemani. Anderenfalls würden wir für immer in einem gefallenen Zustand verbleiben (1. Nephi 10:6).

Das Sühnopfer von Jesus Christus (sein Leiden in Getsemani, sein Tod am Kreuz und seine Auferstehung) eröffnet also allen Menschen vom Tod zum ewigen Leben aufzuerstehen und zudem denjenigen, die an ihn glauben und von ihren Sünden umkehren, für alle Ewigkeit auch wieder in die Gegenwart Gottes zurückkehren zu dürfen (Köstliche Perle Mose 6:59). Eine Tat, die ich noch nicht in ihrer ganzen Tragweite erfassen kann und für die ich nicht dankbar genug sein kann. Doch dem Herrn reicht als Dankbarkeit aus, sein Erlösungswerk anzunehmen mittels eines rechtschaffenen Lebenswandels und eines reuigen Herzens (Lehre und Bündnisse 59:8). Was sind deine Gedanken zum Erlösungswerk?

Christ in white robes in front of billowing white clouds, walking across large stones seen in the foreground.Der auferstandene Erlöser aller Menschen; by Wilson J. Ong
(Bild: Quelle)

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Wir glauben nicht, dass du von Zukünftigem weißt

10. April 2017, 05:58am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Auf die Frage Aarons, ob er daran glaubt, dass Christus kommen wird (Alma 21:7), antwortete der Amalekit: „... Wir glauben nicht, dass du so etwas weißt. Wir glauben nicht an diese törichten Überlieferungen. Wir glauben nicht, dass du von Zukünftigem weißt, und wir glauben auch nicht, dass deine Väter und ebenso unsere Väter etwas in bezug auf das gewusst haben, wovon sie gesprochen haben, nämlich von dem, was kommen wird.“ (Alma 21:8).

Wir glauben nicht, dass du von Zukünftigem weißt. Gibt es das, dass jemand etwas über Zukünftiges vorhersagen kann? Am 29. März habe ich im dritten Teil des ARD-Sechsteilers „Charité“ gesehen, wie eine Gruppe hochgestellter Persönlichkeiten im Anwesen des Direktors der Charité, Spinola, zusammenfand, um ein Medium über ihre Zukunft zu befragen. Das Medium verkündet der Runde, dass der Geist anwesend ist und bereit sei, durch sie zu sprechen. Dann verkündet das Medium für einzelne Anwesende, was sie zukünftig erwartet. Weil doch sehr allgemein gehalten, mögen solche Vorhersagen eintreffen, aber das ist nicht die Art, von `Zukünftigem´ zu erfahren, auf die ich setze. Hier prophezeit nicht der Geist des Herrn.

Sollte es zum Nutzen des Menschen sein, so wird ihm Zukünftiges nur mittels Inspiration durch den Propheten des Herrn (Offenbarung 3:7), oder den von ihm berufenen Patriarchen (Patriarch oder auch Evangelist genannt, ist ein Amt im Melchisedekischen Priestertum; Epheser 4:11; Lehre und Bündnisse 107:39), vorhergesagt. Ein Patriarch ist dazu berufen, würdigen Mitgliedern, die dies wünschen, einen besonderen Segen, ihre Herkunft und ihre Zukunft betreffend, zu spenden. Er kann Verheißungen, Ermahnungen und Warnungen enthalten. Wer diesen Segen beherzigt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf Abwege geraten und die darin enthaltenen Segnungen empfangen. Mehr kannst du hier und auch hier nachlesen. Ich habe einen solchen Segen vom damaligen Patriarchen des Pfahles Hamburg erhalten und bin dankbar für die Anleitung, die mir dadurch gegeben wurde. Was ist deine Meinung zu solcher Art von göttlicher Vorhersage?

young woman receiving blessingPatriarchalische Segnungen können uns helfen, die spirituellen Gaben zu erkennen, die wir erhalten haben.
(Bild: Quelle)

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Wie weißt du, dass wir nicht ein rechtschaffenes Volk sind?

9. April 2017, 05:29am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der Amalekit sagt in seinem Streitgespräch (Alma 21:5) weiter zu Aaron: „Du sagst auch, wenn wir nicht umkehren, werden wir zugrunde gehen. Wie weißt du von dem Denken und der Absicht unseres Herzens? Wie weißt du, dass wir Grund haben umzukehren? Wie weißt du, dass wir nicht ein rechtschaffenes Volk sind? Siehe, wir haben Heiligtümer gebaut, und wir kommen zu Versammlungen, um Gott anzubeten. Wir glauben daran, dass Gott alle Menschen erretten wird.“ (Alma 21:6).

Wie weißt du, dass wir nicht ein rechtschaffenes Volk sind? Was meinst du, wie Aaron dieses Wissen erlangen konnte? Klar, zum einen aufgrund der Lehren, die die Amalekiten in ihren Synagogen lehrten, die aber im Gegensatz zum Wort Gottes standen, und zum anderen natürlich anhand ihrer Handlungen im Alltag, die nicht die Lehre Christi widerspiegelten. Aber, da muss es auch noch eine andere Quelle gegeben haben.

Ich denke da an die verschiedenen Gaben, die der Herr einem jeden von uns mitgegeben hat (1. Korinther 12:1-11). Eine davon ist die Gabe der Unterscheidung (1. Korinther 12:10). Dies ist eine Gabe des Geistes, die es einem ermöglicht „das wahre Wesen von Menschen und die Quelle und Bedeutung geistiger Kundgebungen zu erkennen.“ Meine Lehre, die ich hieraus ziehe: Um von anderen nicht getäuscht werden zu können, ist es für mich erforderlich, nach den besten Gaben zu trachten (Lehre und Bündnisse 46:8). Eine Aufzählung solcher Gaben des Geistes „... zum Nutzen der Kinder Gottes.“ (Lehre und Bündnisse 46:26) folgt in diesem Kapitel in den Versen 13 bis 25. Es ist uns auch gesagt, dass nicht jedem jede Gabe gegeben ist (Lehre und Bündnisse 46:11), aber denen, die über die Kirche wachen, ist die Gabe gegeben, „... alle diese Gaben zu unterscheiden, damit nicht jemand unter euch etwas vorgebe und doch nicht von Gott sei.“ (Lehre und Bündnisse 46:27). So hatte Aaron sicherlich diese Gabe damals, als er in der Synagoge der Amalekiter predigte; und diejenigen, die heute vom Herrn berufen sind über die Kirche zu wachen, haben sie ganz sicher auch. Daher weiß ich mit Bestimmtheit, dass ich z. B. meinem Bischof oder Pfahlpräsidenten nicht die Frage stellen brauche: Wie weißt du, dass ich nicht rechtschaffen bin? Was bedeutet diese Tatsache für dich?


Wahrheit von Irrtum können wir durch die Gaben des Geistes unterscheiden
(Bild: Quelle)

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Warum erscheinen uns keine Engel?

8. April 2017, 05:21am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Aaron, einer der Söhne König Mosia des Jüngeren, kam also in die Stadt Jerusalem, um dort seine Mission bei einem Teil der Lamaniten zu beginnen. „Als darum Aaron eine ihrer Synagogen betrat, um dem Volk zu predigen, und als er zu ihnen sprach, siehe, da erhob sich ein Amalekit und fing mit ihm zu streiten an, nämlich: Was ist das, was du da bezeugt hast? Hast du einen Engel gesehen? Warum erscheinen uns keine Engel? Siehe, ist nicht dieses Volk ebenso gut wie dein Volk?“ (Alma 21:5).

Warum erscheinen uns keine Engel? Ein Amalekit stellte ihm also in der Synagoge, in der Aaron dem Volk predigte, diese Frage. Überall, wo es Juden gab, wurden auch Synagogen als religiöse Versammlungsorte gebaut und genutzt (Matthäus 9:35). Wie wir wissen, waren die Nephiten und Lamaniten als Auswanderer aus dem alten Jerusalem auf der östlichen Hemisphäre, jüdischer Abstammung (2. Nephi 30:4). Offensichtlich hat Aaron von der Bekehrungsgeschichte Alma des Jüngeren und der vier Söhne Mosia des Jüngeren, von denen er einer war, Zeugnis abgelegt (Mosia 27:11-15,32,34).

Die Frage des Amalekiten lässt sich aus meiner Sicht folgendermaßen beantworten: Engel Gottes werden von ihm beauftragt und mit einer bestimmten Botschaft zu bestimmten Menschen gesandt. Beispielhaft sei das Erscheinen des Engels Gabriel bei dem Priester Zacharias, seiner Frau Elisabeth und deren Verwandte, Maria, der Mutter Jesu, genannt (Lukas 1:11-38). Engel werden ausgesandt, um Menschen zu dienen (Moroni 7:22) und das nicht nur zu alten Zeiten, sondern auch heutzutage, je nachdem wie der Herr es für notwendig erachtet (Moroni 7:29). Eine wichtige Voraussetzung, dass Engel zu einem Dienst vom Herrn angewiesen werden, ist der Glaube (Moroni 7:37). Auf jeden Fall war diese Voraussetzung bei den Amalekiten nicht gegeben. Nun magst du sagen: Und wie war es bei Alma dem Jüngeren und den vier Söhnen Mosia des Jüngeren? Die haben doch auch nicht geglaubt und sogar die Kirche verfolgt. Ja, richtig, aber hier haben das Volk und Vater Alma starken Glauben entwickelt und für ihre Bekehrung gebetet und der Herr hat ihre Gebete erhört und einen Engel geschickt (Mosia 27:14), auch heute noch (lies gerne die Ansprache von Jeffrey R. Holland, Mitglied des Kollegiums der Zwölf; hier). Wie ist deine Einstellung zum Dienst von Engeln?

Matthew 27:57–60, Angels speak to Mary Magdalene as she searches for Jesus ChristEngel erzählen Maria, als sie den Herrn im leeren Grab nicht findet, dass Christus auferstanden ist
(Bild: Quelle)

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Viele von den Amalekiten und den Amuloniten gehörten zur Ordnung der Nehorer

7. April 2017, 05:56am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

„Und es begab sich: Aaron kam zur Stadt Jerusalem und fing zuerst an, den Amalekiten zu predigen. Und er fing an, ihnen in ihren Synagogen zu predigen, denn sie hatten Synagogen gebaut nach der Ordnung der Nehorer; denn viele von den Amalekiten und den Amuloniten gehörten zur Ordnung der Nehorer.“ (Alma 21:4).

Viele von den Amalekiten und den Amuloniten gehörten zur Ordnung der Nehorer. Was war das nun wieder für eine Ordnung? Die Ordnung Nehors wurde durch den `Antichristen´ gleichen Namens, zuzeiten des obersten Richters Alma des Jüngeren, errichtet. Nehor verkündete seine eigene Lehre, in der die Priester vom Volk bezahlt werden sollten (Alma 1:3), gründete eine eigene Kirche (Alma 1:6), stritt sich mit dem gottesfürchtigen Diener Gideon und tötete ihn (Alma 1:7,9), verteidigte seine Handlungen vor Alma mit viel Dreistigkeit (Alma 1:11), wurde zum Tode verurteilt (Alma 1:14) und gab vor seiner Hinrichtung zu, dass sein Predigen gegen das Wort Gottes war (Alma 1:15). Durch seinen Tod wurde der Ausbreitung dieser `Priesterlist´ im Lande jedoch kein Ende bereitet (Alma 1:16), denn viele folgten seiner Lehre (Alma 1:5) und verbreiteten sie, um des Ansehens und Reichtums willen (Alma 1:16).

Ich lerne daraus, dass ich falsche Lehren und Priesterlist erkennen muss, um nicht auf sie reinzufallen. Es gibt laut der Schrift insgesamt nur zwei Kirchen auf der Erde: die Kirche des `Lammes Gottes´ und die Kirche des `Teufels´ (1. Nephi 14:10). Aus dem Neuen Testament weiß ich, dass viele falsche Propheten versuchen werden, uns in die Irre zu führen (Matthäus 24:11) und ich mich vor ihnen hüten soll (Matthäus 7:15). Ich bin aufgefordert, durch Prüfen die falschen von den richtigen zu unterscheiden (1. Johannes 4:1). Diese Prüfung erfolgt an dem gegebenen Wort Gottes und mittels gläubigem Gebet und der Hilfe des Heiligen Geistes (1. Johannes 4:1-6). Wie gehst du vor, um Wahrheit von Irrtum zu unterscheiden?

Nehor vor dem obersten Richter Alma dem Jüngeren
(Bild: Quelle)

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Die Amalekiten und Amuloniten waren noch verstockter

6. April 2017, 06:07am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Während Ammon im Land Ischmael missionieren ging, gingen sein Bruder Aaron sowie weitere Brüder von ihm in das Land Jerusalem (siehe Karte im Blog; hier). Dort lebten sowohl Lamaniten als auch Amalekiten und das Volk Amulon, die dort eine große Stadt Jerusalem errichtet hatten (Alma 21:1-2). „Nun waren die Lamaniten an sich schon genug verstockt, aber die Amalekiten und Amuloniten waren noch verstockter; darum veranlassten sie die Lamaniten, ihr Herz zu verhärten und an Schlechtigkeit und an ihren Gräueln stark zuzunehmen.“ (Alma 21:3).

  • Die Amalekiten waren, ebenso wie die Lamaniten, eine abtrünnige Volksgruppe der Nephiten (Alma 43:13). Sie gehörten der Ordnung der Nehorer (Alma 1:2-15) an (Alma 21:4). Dies, sowie Ähnlichkeiten in der Verhaltensweise und den Ideologien, veranlasst Forscher davon auszugehen, dass Amalekiten und die Gruppe der Amlissiten (Alma 2:1,11) die gleichen Leute sein könnten (siehe hier).
  • Die Amuloniten waren eine relativ kleine Gruppe von König Noas bösen Priestern, die sich vor dem Untergang des Königs, von diesem und ihren Familien trennte, und in der Wildnis eine Gruppe lamanitischer junger Frauen entführte, um, nachdem sie von diesen ausfindig gemacht worden waren, um Gnade zu bitten und sich bei den Lamaniten anzusiedeln und sie ständig zum Krieg gegen die Nephiten anzustacheln (um 147-87 v. Chr.; Mosia 20:1-5; Mosia 23:31-35,39; siehe auch hier).

Die Amalekiten und Amuloniten waren noch verstockter. Ich erkenne, wie schlimm es ist, verstockt zu sein, was soviel bedeutet wie starrsinnig, uneinsichtig, widerspenstig, trotzig zu sein, keine Bereitschaft zur Umkehr zu haben. Wovor muss ich mich also hüten, um Verstocktheit zu vermeiden? Wenn ich erst einmal Kenntnis von Rechtschaffenheit erlangt habe, darf ich nicht wieder in Sünde und Übertretung verfallen (Alma 24:30). Dies erreiche ich dadurch, indem ich mich eifrig mit dem Wort Gottes gebeterfüllt auseinandersetze, und bemühe es immer besser zu befolgen. Ich denke an die Elf, die nicht glauben wollten, dass Christus auferstanden war. Sie wurden von ihm getadelt und aufgefordert das Evangelium in aller Welt zu predigen (Markus 16:14-15). Demzufolge erkenne ich auch, dass Verstocktheit dadurch begegnet werden kann, dass ich Zeugnis von der Existenz Jesu ablege. Wie gehst du mit Verstocktheit um?

The complete disappearance of the Amlicites, combined with the mysterious mention of the similarly named Amalekites, has led some scholars to conclude that the two groups are one and the same. Recent evidence from the original and printer’s manuscripts strengthens this suggestion. https://knowhy.bookofmormoncentral.org/content/how-were-the-amlicites-and-amalekites-related #BookofMormon #Manuscript #Mormon #LDS #Faith #Translation #JosephSmith: Jüngste Forschungen ergaben, dass die Amlissiten und Amalekiten dieselbe Volksgruppe sein könnten (lies hier)
(Bild: Quelle)

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Doch waren sie in all ihren Leiden geduldig

5. April 2017, 07:06am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der Vater König Lamonis ließ sie nun ziehen und sie kamen in das Land Middoni und bekamen die Brüder Ammons aus dem Gefängnis frei (Alma 20:28). „Und als Ammon sie traf, war er überaus bekümmert, denn siehe, sie waren nackt, und ihre Haut war überaus zerschunden, weil sie mit starken Stricken gebunden waren. Und sie hatten auch Hunger, Durst und Bedrängnisse jeder Art erlitten; doch waren sie in all ihren Leiden geduldig.“ (Alma 20:29).

Die Brüder Ammons hatten also gar keinen Erfolg in ihrem Missionsgebiet, ja sie wurden sogar misshandelt und schließlich im Gefängnis drangsaliert. Das Volk um das Land Middoni herum war noch verstockter und halsstarriger als das Volk in Ischmael, wo Ammon missionierte (Alma 20:30).

Doch waren sie in all ihren Leiden geduldig. Was mag ihnen Trost und Kraft gespendet haben, ihre Leiden geduldig zu ertragen? Um da eine Antwort drauf zu finden, gehen wir zurück zu dem Zeitpunkt, als sich ihre missionarischen Wege trennten. Wir lesen, dass sie sich durch Fasten und viel Beten um den Geist des Herrn bemühten, damit sie in seinen Händen ein Werkzeug seien, um die Lamaniten zur Erkenntnis der Wahrheit zu führen (Alma 17:9). Hierauf besuchte sie der Herr mit seinem Geist, sprach ihnen Mut zu und forderte sie auf, dass sie „... geduldig sein in langen Leiden und Bedrängnissen, damit ihr ihnen gutes Beispiel in mir zeigt, und ich werde euch zu einem Werkzeug in meinen Händen machen, um viele Seelen zu erretten.“ (Alma 17:10-11). Bis jetzt hatten sie nur diese Zusage, der Erfolg war ihnen noch nicht vergönnt, aber sie stützten sich offensichtlich auf diese Zusage, waren geduldig und verzagten nicht. Das regt mich an, in Situationen der Verzagtheit, auch in den Worten, die der Herr zu mir gesprochen hat und spricht - in den heiligen Schriften - , Kraft zum Durchhalten, zur Geduld, zu finden, verbunden mit Fasten und viel Gebet. Was hilft dir in solchen Situationen Kraft zu schöpfen, um Geduld zu üben?

 

Der Vater König Lamonis ließ sie nun ziehen und sie kamen in das Land Middoni und bekamen die Brüder Ammons aus dem Gefängnis frei (Alma 20:28). „Und als Ammon sie traf, war er überaus bekümmert, denn siehe, sie waren nackt, und ihre Haut war überaus zerschunden, weil sie mit starken Stricken gebunden waren. Und sie hatten auch Hunger, Durst und Bedrängnisse jeder Art erlitten; doch waren sie in all ihren Leiden geduldig.“ (Alma 20:29).

Die Brüder Ammons hatten also gar keinen Erfolg in ihrem Missionsgebiet, ja sie wurden sogar misshandelt und schließlich im Gefängnis drangsaliert. Das Volk um das Land Middoni herum war noch verstockter und halsstarriger als das Volk in Ischmael, wo Ammon missionierte (Alma 20:30).

Doch waren sie in all ihren Leiden geduldig. Was mag ihnen Trost und Kraft gespendet haben, ihre Leiden geduldig zu ertragen? Um da eine Antwort drauf zu finden, gehen wir zurück zu dem Zeitpunkt, als sich ihre missionarischen Wege trennten. Wir lesen, dass sie sich durch Fasten und viel Beten um den Geist des Herrn bemühten, damit sie in seinen Händen ein Werkzeug seien, um die Lamaniten zur Erkenntnis der Wahrheit zu führen (Alma 17:9). Hierauf besuchte sie der Herr mit seinem Geist, sprach ihnen Mut zu und forderte sie auf, dass sie „... geduldig sein in langen Leiden und Bedrängnissen, damit ihr ihnen gutes Beispiel in mir zeigt, und ich werde euch zu einem Werkzeug in meinen Händen machen, um viele Seelen zu erretten.“ (Alma 17:10-11). Bis jetzt hatten sie nur diese Zusage, der Erfolg war ihnen noch nicht vergönnt, aber sie stützten sich offensichtlich auf diese Zusage, waren geduldig und verzagten nicht. Das regt mich an, in Situationen der Verzagtheit, auch in den Worten, die der Herr zu mir gesprochen hat und spricht - in den heiligen Schriften - , Kraft zum Durchhalten, zur Geduld, zu finden, verbunden mit Fasten und viel Gebet. Was hilft dir in solchen Situationen Kraft zu schöpfen, um Geduld zu üben?

 

Lamoni spricht mit dem König von Middoni und Aaron und seine Begleiter wurden freigelassen.

(Bild: Quelle)

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Darum hatte er den Wunsch, mehr darüber zu erfahren

4. April 2017, 05:57am

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Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der König war angesichts der Reaktion Ammons natürlich äußerst erleichtert (Alma 20:25). „Und als er sah, dass Ammon nicht den Wunsch hatte, ihn zu vernichten, und als er auch sah, welch große Liebe dieser für seinen Sohn Lamoni hatte, war er über die Maßen verwundert und sprach: Weil dies alles ist, was du gewünscht hast, nämlich dass ich deine Brüder freilasse und zulasse, dass mein Sohn Lamoni sein Reich behält, siehe, so werde ich dir gewähren, dass mein Sohn von dieser Zeit an und immerdar sein Reich behält, und ich werde ihn nicht mehr regieren—27 und ich werde dir auch gewähren, dass deine Brüder aus dem Gefängnis entlassen werden, und du und deine Brüder mögt zu mir in mein Reich kommen; denn ich wünsche sehr, dich zu sehen. Denn der König war sehr verwundert über die Worte, die er gesprochen hatte, und auch über die Worte, die von seinem Sohn Lamoni gesprochen worden waren; darum hatte er den Wunsch, mehr darüber zu erfahren.“ (Alma 20:26-27).

Wer wäre nicht erleichtert zu erkennen, dass sein gefühlter Feind ihm gar nicht nach dem Leben trachtet und auch auf das Angebot, das halbe Königreich übertragen zu bekommen, nicht weiter eingeht, sondern nur die Freilassung der gefangen genommenen Brüder wünscht und dass der Sohn des Königs sein Reich behalten dürfe. Das erinnert mich an die Situation zwischen David und Saul. David wurde von Saul verfolgt und hatte sich in den Bergen in einer Höhle versteck. Just in diese Höhle kam auch Saul, um sich zu erleichtern. Davids Leute ermunterten ihn Saul zu töten, denn der Herr habe ihn in seine Hand gegeben. David aber schnitt nur einen Rockzipfel Sauls ab, und als dieser die Höhle wieder verließ, rief er ihm hinterher, dass er ihn hätte umbringen können, es jedoch nicht getan habe, da er der König war. Saul erwiderte: „Du hast heute bewiesen, dass du gut an mir gehandelt hast; obwohl der Herr mich in deine Gewalt gegeben hatte, hast du mich nicht getötet. ... Der Herr möge dir mit Gutem vergelten, was du mir heute getan hast.“ (1. Samuel 24:19-20).

Darum hatte er den Wunsch, mehr darüber zu erfahren. Wenn man auf diese Art überrascht wird, befällt einen sicherlich ein Gefühl der Demut und man wünscht sich die ganze Botschaft zu hören, die der vermeintliche Feind begonnen hatte mitzuteilen. Man wird sanftmütig und dadurch belehrbar. Man erkennt auf einmal seine Abhängigkeit von anderen, insbesondere von Gott, und entwickelt den Wunsch, sich ihm zu unterwerfen. Dies ist eine Bedingung dafür, dass man mit dem Herrn Bündnisse schließen kann (Lehre und Bündnisse 20:37). Jeder hat so seine eigene Situation, durch die er sich veranlasst fühlt, sich vor dem Herrn zu demütigen. Welche Situation hat dir aufgezeigt, dass du vom Herrn abhängig bist?

Ammon verschont Lamonis Vater
(Bild: Quelle)

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