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Glaubensansichten

Es gab auch einige, die wegen des Zeugnisses der fünf glaubten

20. September 2018, 06:37am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nach diesem ganzen Hin und Her um die Aussagen Nephis, der der Sohn Helamans ist, erfahren wir die Reaktion des Volkes: „Und es gab einige von den Nephiten, die den Worten Nephis glaubten; und es gab auch einige, die wegen des Zeugnisses der fünf glaubten, denn diese hatten sich bekehrt, als sie im Gefängnis waren.“ (Helaman 9:39).

Es gab auch einige, die wegen des Zeugnisses der fünf glaubten. Diese fünf Männer waren ausgesandt worden, um zu erkunden, ob die Vorhersagen, die Nephi über die Ermordung des obersten Richters gemacht hatte, wahr seien (Helaman 8:27). Sie gehörten auch zu jenen, die nicht an Nephis Aussagen glaubten, aber bereit waren zu glauben, wenn sie die Bestätigung vor Augen hätten (Helaman 9:1-2). Als sie dann das Ergebnis sahen, waren sie so erstaunt, dass sie zu Boden fielen und somit überzeugt waren, dass alle Aussagen Nephis stimmten (Helaman 9:4-5).

Zunächst braucht man eine Bestätigung, dass man demjenigen, der sich als Prophet ausgibt, auch wirklich vertrauen kann, ehe man allen seinen Aussagen Glauben schenkt: „Aber nun, als sie sahen, glaubten sie …“ (Helaman 9:5). Wenn man dann von seiner göttlichen Berufung überzeugt ist, weil das eingetreten ist, was er vorhergesagt hat, und weil man sich aufgrund von Bestätigung durch den Heiligen Geist bekehrt hat (Helaman 9:39), dann legt man auch gerne selber Zeugnis von dessen Berufung ab, und wird ihn auch gegenüber andersgläubigen verteidigen, wie es die fünf taten (Helaman 9:18). Aufgrund solcher Zeugnisse, werden wiederum andere berührt und zur Umkehr gebracht (Helaman 9:39). So bin auch ich aus tiefstem Herzen davon überzeugt, dass Präsident Russel M. Nelson der heute lebende und von Gott berufene Prophet auf Erden ist, und ich bezeuge dies gerne! Denn alles, was er tut, entspricht der Wahrheit und den Aufgaben eines Propheten. Ein Prophet empfängt Gebote, Prophezeiungen und Offenbarungen von Gott, gibt der Menschheit Gottes Willen und wahres Wesen bekannt, er prangert Sünde an und sagt ihre Folgen vorher, predigt Rechtschaffenheit, sagt durch Inspiration zum Nutzen der Menschheit die Zukunft vorher und legt hauptsächlich Zeugnis von Christus ab. Dies alles sehe ich bei Präsident Nelson. Wovon bist du überzeugt und legst gegenüber anderen darüber Zeugnis ab?

präsident nelson
Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Russel M. Nelson mit seiner Gattin
(Bild: Quelle)

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Ich werde euch noch ein Zeichen zeigen

19. September 2018, 06:23am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nephi, der Sohn Helaman des Jüngeren, hatte den Richtern vor seinem Garten als ein Zeichen dessen, dass er ein Prophet ist, offenbart, dass ihr oberster Richter ermordet worden sei. Diese behaupteten nun, dass er sich darüber mit jemandem abgesprochen habe, sodass er es als Offenbarung ausgeben konnte (Helaman 9:20,23). Jetzt geht Nephi noch einen Schritt weiter: „Und nun siehe, ich werde euch noch ein Zeichen zeigen und sehen, ob ihr auch darin trachten werdet, mich zu vernichten. 26  Siehe, ich sage euch: Geht zum Hause Seantums, der der Bruder Siezorams ist, und sprecht zu ihm:“ (Helaman 9:25-26).

Ich werde euch noch ein Zeichen zeigen. In Vers 26 erfahren wir von Helaman zum einen den Namen des obersten Richters, der ermordet wurde, Siezoram, und zum andern, den Namen dessen, der ihn ermordet hat, Seantum, der der Bruder des obersten Richters ist. Letzteres als weiteres Zeichen für die korrupten Richter, dass seine Aussagen stimmen. Er fordert sie in den nächsten Versen auf, Seantum in einer von ihm vorgegebenen Art und Weise zu befragen, und schlussendlich dadurch dazu zu bringen, zuzugeben, dass er seinen Bruder ermordet habe, ohne etwas von Nephi zu wissen. Er sagt dabei auch gleich die Reaktionen Seantums voraus. (Helaman 9:27-36).

Es lief alles genauso ab, wie Nephi es vorausgesagt hatte; etwas ganz normales für die Vorhersagen eines Propheten des Herrn. Die Folge, die fünf Gesandten wurden freigesetzt und ebenso Nephi (Helaman 9:37-38). Letzteres muss die Richter sicherlich im Innersten sehr geärgert haben. Für mich ziehe ich aus diesen Vorgängen die Lehre, dass wenn ein Prophet im Auftrag des Herrn steht und meine Übeltaten offenbart, ich keine Chance habe zu leugnen. Besser natürlich, ich lasse es erst gar nicht so weit kommen, dass er gegen mich offenbaren muss – das Ganze kann natürlich auf Gemeindeebene, den dort vom Herrn berufenen Richter in Israel, den Bischof, heruntergebrochen werden. Auch ihm ist kraft seines Amtes die Gabe der Unterscheidung gegeben (Lehre und Bündnisse 107:69, 71-72; 46:27). Wie reagierst du auf Vorhersagen eines Gottesmannes?

nephi seantum
Die Befragung Seantums
(Bild: Quelle)

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O ihr Narren, ihr, die ihr im Herzen unbeschnitten seid

18. September 2018, 05:43am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nachdem die korrupten Richter Nephi, dem Sohn Helamans, Geld geboten hatten, damit er etwas zugibt, was er nicht getan hatte (Helaman 9:20), sprach er zu ihnen: „… O ihr Narren, ihr, die ihr im Herzen unbeschnitten seid, ihr Blinden und ihr halsstarriges Volk, wißt ihr denn, wie lange noch der Herr, euer Gott, es zulassen wird, daß ihr auf diesem eurem Weg der Sünde weitergeht? 22  O ihr solltet zu heulen und zu trauern anfangen wegen der großen Vernichtung, die euch zu dieser Zeit erwartet, wenn ihr nicht umkehrt.“ (Helaman 9:21-22).

O ihr Narren, ihr, die ihr im Herzen unbeschnitten seid. Aus heutiger Sicht eine gewagte Anrede gegenüber den Richtern. Jesus sprach zu seinen Jüngern über die Pharisäer und Schriftgelehrten, und sagte, dass sie zwar tun sollten, was diese vom Gesetz lehrten, sich aber nicht nach ihren Taten richten sollten (Matthäus 23:1-3). Im weiteren Verlauf nannte er sie dann blinde Führer und blinde Narren (Matthäus 23:16-17).

Weshalb benutzen Nephi und auch Jesus diese Bezeichnung für hochgestellte Personen des öffentlichen Lebens, Richter, Pharisäer (Mitglieder einer theologischen, lebenspraktischen und politischen Schule im antiken Judentum) und Schriftgelehrte (respektvolle Anrede jüdischer Gesetzeslehrer)? Weil sie zwar das Gesetz lehren, sich selber aber nicht dran hielten (Matthäus 23:23). Ich kenne auch das Gesetz des Evangeliums von Jesus Christus und will nicht als Narr gelten. Aus diesem Grund bemühe ich mich, es besser und besser kennenzulernen, um es auch immer besser im Alltag anzuwenden. Das hilft mir auch, Jesus immer besser kennenzulernen und spornt mich an, seinem Beispiel zu folgen. Auf diese Weise werde ich auch an meinem Herzen beschnitten (Römer 2:29), indem ich mich nicht dem Heiligen Geist widersetze (Apostelgeschichte 7:51) und Übeltaten mit all meiner Kraft versuche zu vermeiden (2. Nephi 9:33). Was unternimmst du um nicht als Narr und unbeschnitten am Herzen zu gelten?

herzensbekehrung
(Bild: Quelle)

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Hier ist Geld, und wir werden dir auch das Leben schenken, wenn du … die Absprache zugibst

17. September 2018, 05:55am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die korrupten Richter sprechen weiter zu Nephi, dem Sohn Helaman des Jüngeren, der ihnen vorher öffentlich ihre Schandtaten vorhielt und vorhersagte, was ihnen zustoßen würde, wenn sie nicht umkehren würden (Helaman 8:26): „denn sie sprachen zu ihm: Du bist ein Verbündeter; wer ist der Mann, der diesen Mord begangen hat? Nun sage es uns und gib deine Schuld zu. Sie sprachen: Siehe, hier ist Geld, und wir werden dir auch das Leben schenken, wenn du es uns sagst und die Absprache zugibst, die du mit ihm getroffen hast.“ (Helaman 9:20).

Hier ist Geld, und wir werden dir auch das Leben schenken, wenn du … die Absprache zugibst. Die korrupten Richter des Volkes Nephi in Zarahemla versuchten Nephi unter Druck zu setzen, etwas zuzugeben, was zu ihren schlechten Absichten passte, aber nicht der Wahrheit entsprach. Als Druckmittel boten sie Geld auf und sogar die Abwendung einer Todesstrafe.

Es dürfte einem sehr schwerfallen, bei der Wahrheit zu bleiben, wenn man psychisch so enorm unter Druck gesetzt wird. Versprochener Reichtum kann einen gut verleiten, etwas was richtig ist aufzugeben, aber erst recht die Aussicht, das Leben zu verlieren, wenn man standhaft bei seinen wahren Behauptungen bleiben würde. Meist ist es dann aber auch noch so, dass es sich um falsche Versprechungen handelt. Hat der Übeltäter sein Ziel erreicht, wird er sich hüten, das Versprochene auch einzulösen — man weiß es aber nicht. Solcherlei Maßnahmen grenzen fast schon an Folter, keine physische, aber psychische. Mit ihr soll der Wille eines Menschen gebrochen werden. So versuchte Satan Jesu Willen zu brechen, nachdem er durch vierzigtägiges Fasten körperlich sehr geschwächt war (Matthäus 4:1-11). Ich kann für mich nur sagen, dass ich dem Herrn zutiefst dankbar bin, dass ich solcherlei Folter noch nie ausgesetzt war. Reine Spekulation, zu behaupten, ich würde standhaft bleiben und auch sagen „Weg mit dir, Satan!“. Erfahrung zeigt aber, dass in einer solchen Situation geistige Kräfte ins Unermessliche steigen können, und den Rest der Herr dazugibt. Welche Gedanken bewegen dich bei diesem Thema?

verhör
(Bild: Quelle)

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Sie fingen an, ihn auf mancherlei Weise zu befragen, sodass sie ihn in Widersprüche verwickelten

16. September 2018, 06:11am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nachdem die Richter mit den fünf Ausgesandten gesprochen hatten und sie durch diese in Streitgesprächen mit ihnen über ihre Haltung gegenüber Nephi zurechtgewiesen wurden (Helaman 9:18), veranlassten sie dennoch: „… daß Nephi ergriffen und gebunden und vor die Menge geführt wurde, und sie fingen an, ihn auf mancherlei Weise zu befragen, so daß sie ihn in Widersprüche verwickelten, so daß sie ihn auf den Tod verklagen könnten–“ (Helaman 9:19).

Sie fingen an, ihn auf mancherlei Weise zu befragen, sodass sie ihn in Widersprüche verwickelten. Woher kenne ich diese Art, ungeliebte Mitmenschen auszuschalten, nur? Prominentestes Beispiel ist wohl unser Retter, Jesus Christus, selber. Den Pharisäern und Schriftgelehrten waren Jesus und seine neue Lehre ein Dorn im Auge. Sie sahen das Judentum und damit auch ihre eigene Stellung gefährdet und versuchten ihm immer und immer wieder eine Falle nach der anderen zu stellen. Dies taten sie, indem sie mit Fangfragen versuchten, sich in Widersprüche zu verwickeln und ihn somit als Übertreter des Mosaischen Gesetzes verurteilen zu können. Eines der unzähligen Beispiele war die Begebenheit, wo sie ihn mit der Ehebrecherin konfrontierten. Sie sagten, dass sie nach dem Gesetz des Mose gesteinigt gehört und fragten ihn: „… Was sagst du? 6  Mit diesen Worten wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn anzuklagen.“ (Johannes 8:1-11). Doch mit all ihren ausgeklügelten Fragen, mit denen sie Jesus in Widersprüche verwickeln wollten, wurden sie durch die Antworten Jesu nur selber bloßgestellt.

Es ist ein beliebtes Mittel, jemanden, der einem im Wege steht, mittels Fangfragen in Widersprüche zu verwickeln, falsche Antworten zu provozieren, und ihn somit bloß zu stellen und ggf. anklagen zu können und aus dem Weg zu räumen. Man muss schon sehr auf der Hut sein, wenn einem solche Fragen gestellt werden. Beispiel: „Schlagen Sie eigentlich immer noch Ihre Frau?“ Ein einfaches „Nein“ als Antwort würde die Falle schon zuschnappen lassen. Richtig müsste man antworten: „Ich habe meine Frau noch nie geschlagen.“ – so es denn zutreffend wäre. Man muss schon ganz schön auf der Hut sein, will man auf solche Fragen nicht hereinfallen – besonders, wenn sie einem von der eigenen Frau gestellt werden; siehe Bild unten :-)). Jesus auf jeden Fall „… durchschaute ihre Hinterlist …“ (Lukas 20:23). Wie gehst du mit Fangfragen um?

fangfrage
(Bild: Quelle)

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Doch wiesen sie die Richter wegen der Worte zurecht, die sie gegen Nephi gesprochen hatten

15. September 2018, 05:41am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nachdem die Richter die Identität der fünf von ihnen Ausgesandten geklärt und diese ihnen ihre Erlebnisse erzählt hatten (Helaman 9:13-15): „Und es begab sich: Die fünf wurden am Tag des Begräbnisses freigelassen. Doch wiesen sie die Richter wegen der Worte zurecht, die sie gegen Nephi gesprochen hatten, und stritten mit ihnen, einer mit dem anderen, so daß sie sie beschämten.“ (Helaman 9:18).

Doch wiesen sie die Richter wegen der Worte zurecht, die sie gegen Nephi gesprochen hatten. Die fünf Ausgesandten, die erkunden sollten, ob Nephis Aussage, der oberste Richter sei ermordet worden, stimmt, waren durch die Bestätigung, die sie erfahren hatten, von den Wahrheiten seiner Aussagen überzeugt und verteidigten ihn nun gegenüber den Richtern, und zwar in einer Weise, dass diese mit einem Gefühl der Scham erfüllt wurden. Die Richter wurden in diesen Streitgesprächen, wegen deren feindseliger Gesinnung gegenüber Nephi, in Verlegenheit gebracht.

Man fühlt sich sicherlich äußerst unwohl, wenn man in seinen unwahren Behauptungen durch Augenzeugen widerlegt wird. Geschieht dies auch noch öffentlich, ist es einem sicherlich äußerst peinlich, insbesondere, wenn man eine Person des öffentlichem Lebens ist. Durch diese fünf mussten sich die Richter bloßgestellt gefühlt haben. Ich lerne daraus, dass ich vorschnelle Schlüsse, wie von den Richtern gezogen, vermeiden muss, und mich erst recht nicht bloßstellend und aufwieglerisch äußern darf. Lieber möchte ich erreichen, dass der Widersacher durch mein Verhalten beschämt wird, wie es über das Zusammenleben in der Gemeinde bei Titus, einem der engsten Mitarbeiter des Apostels Paulus heißt: „…Dich selbst aber erweise als Vorbild guter Werke, ohne Falsch in der Lehre und ehrbar, 8 mit heilsamem und untadeligem Wort, damit der Widersacher beschämt werde, weil er nichts Schlechtes über uns sagen kann.“ (Titus 2:7-8; Lutherbibel 2017). Wie gehst du mit Zurechtweisung, vorschnellen Rückschlüssen, und Bloßstellung um?

scham(Bild: Quelle)

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Wir werden diesen Mann entlarven

14. September 2018, 05:58am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die korrupten Richter, die selber zur Gadiantonbande gehörten (Helaman 8:1), reden zum Volk in Bezug auf den Propheten Nephi, Sohn Helaman des Jüngeren: „Und nun siehe, wir werden diesen Mann entlarven, und er soll seine Schuld bekennen und uns den wahren Mörder dieses Richters bekanntgeben.“ (Helaman 9:17).

Wir werden diesen Mann entlarven. Jemanden Entlarven bedeutet, sein wahres Wesen, seinen wahren Charakter, seine verborgenen Absichten aufzudecken. Die Richter wollten ja ihre eigenen Schandtaten, die ihnen durch Nephi öffentlich kundgetan wurden, verdecken. Ihr Plan war also, Nephi als Lügner, und sich selber als die Gerechten hinzustellen. Ihr Streben ging also in die Richtung, dem Volk zu suggerieren, dass Nephi Falschaussagen, mit der Absicht es zu Täuschen, gemacht hat.

Für mich lerne ich, dass ich mich an solcherlei Verleumdungen nicht beteiligen darf. Schon in den sozialen, liturgischen und ethische Einzelbestimmungen wird die ganze Gemeinde Israel aufgefordert: „Du sollst deinen Mitbürger nicht verleumden und dich nicht hinstellen und das Blut deines Nächsten fordern. Ich bin der HERR.“ (Levitikus 19:16). Nach § 187 StGB werden solcherlei Handlungen bei uns mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe geahndet. Wie leicht geschieht es doch, dass wider besseren Wissen, falsche Behauptungen über andere Personen in Umlauf gebracht werden, welche diese in der öffentlichen Meinung herabwürdigen und verächtlich machen sollen, um selber besser da zu stehen, seine eigenen Fehler und Schandtaten zuzudecken. Ich bemühe mich nach allen Kräften, auch der in unserer Zeit vom Herrn ergangenen Aufforderung, keine üble Nachrede zu tätigen, nachzukommen (Lehre und Bündnisse 20:54). Wie reagierst du, wenn du merkst, dass jemand verleumdet wird?

(Bild: Quelle)

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Damit er sich selbst erhöbe, ein großer Mann zu sein, erwählt von Gott, und ein Prophet

13. September 2018, 05:50am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Auch die Richter, die vor Nephis Garten waren und erlebten, wie er die Ermordung des Richters offenbarte, kamen zur Trauerfeier. Dabei fragten sie, wo denn die fünf Gesandten waren, die herausfinden sollten, ob Nephi recht hatte. Das Volk wusste darüber nichts, aber sie hätten die fünf Männer festgenommen, die ihrer Meinung nach die Mörder waren. Die Richter ließen diese herbeiholen und sahen, dass es die Gesandten waren und befragten sie, was sie gesehen hätten. Sie erzählten alles, wie es sich begeben hatte, dass sie den ermordeten Richter vorfanden, erstaunt zu Boden fielen und ins Gefängnis geworfen worden sind (Helaman 9:11-15). „Und nun begab es sich: Die Richter legten dem Volk die Angelegenheit dar und beschuldigten Nephi, nämlich: Siehe, wir wissen, daß dieser Nephi mit irgend jemandem abgesprochen haben muß, den Richter zu töten, und so konnte er es uns dann verkünden, damit er uns zu seinem Glauben bekehre, damit er sich selbst erhöbe, ein großer Mann zu sein, erwählt von Gott, und ein Prophet.“ (Helaman 9:16)

Damit er sich selbst erhöbe, ein großer Mann zu sein, erwählt von Gott, und ein Prophet. Nachdem die Richter nun erkennen mussten, dass Nephi die Wahrheit gesprochen hatte, mussten sie einen anderen Grund finden, mit dem sie ihn loswerden konnten. So beschuldigten sie ihn nun, dass das Ganze eine `abgekartete Sache´ gewesen sei und Nephi somit ein Betrüger wäre. Sie beschuldigten ihn, dass er sich auf diese Weise Macht über das Volk aneignen wollte.

Ein `abgekartetes Spiel´ ist eine betrügerisch abgesprochene Maßnahme, ein geheim vorbereitetes Ereignis. Der Begriff leitet sich vom Kartenspiel ab. Das `Abkarten´ ist ein vorheriges Präparieren der Reihenfolge der Spielkarten, die dem nichtsahnenden Mitspieler keine Gewinnchancen lässt. So etwas soll nun ein Mann Gottes machen, um sich dadurch als ein Prophet aufzuspielen? Im Neuen Testament werden wir tatsächlich vor solchen Typen, die in unserer Zeit auftreten werden, gewarnt (Matthäus 24:11). Vor ihnen sollen wir uns hüten (Matthäus 2:15). Woran kann ich nun solche falschen Propheten erkennen? Ein eindeutiges Zeichen: sie lehren etwas, was der bekannten Fülle des Evangelium, welche wir bekommen haben (Lehre und Bündnisse 19:26), widerspricht. Wahrheit ändert sich nicht (Lehre und Bündnisse 1:39). Organisationsstrukturen der Kirche des Herrn werden an Gegebenheiten angepasst, aber nicht die Wahrheit des Wortes Gottes (lies auch gerne diesen Artikel: „Hütet euch vor falschen Propheten und falschen Lehrern“ von M. Russell Ballard). Wie enttarnst du `Falschspieler´?

abgekartet(Bild: Quelle)

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Am nächsten Tag kam das Volk … zusammen, um zu trauern und zu fasten

12. September 2018, 05:53am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die fünf Männer, zu Boden gesunken, vor dem ermordeten obersten Richter, wurden aufgrund des `Beweises des ersten Anscheins´ als die Mörder angesehen (siehe Blogbeitrag von gestern hier), gefangen genommen, und ins Gefängnis geworfen (Helaman 9:8-9). „Und es begab sich: Am nächsten Tag kam das Volk beim Begräbnis des großen obersten Richters, der getötet worden war, zusammen, um zu trauern und zu fasten.“ (Heleman 9:10).

Am nächsten Tag kam das Volk … zusammen, um zu trauern und zu fasten. Bei dem Fasten dürfte es sich wohl um ein unter den Israeliten übliches Ritual, das `Trauerfasten´, gehandelt haben. Der erste König Israels, Saul (um 1000 v. Chr.), stand mit den Philistern in ständigem Konflikt. Trotz zahlreicher Kämpfe, konnte er sich gegen die Feinde nie entscheidend durchsetzen. Die Philister besiegten das Heer Israels nach mehreren Kämpfen beim Gilboa-Gebirge. Saul wollte nicht zulassen, dass er lebend in die Hände seiner Feinde fiel und stürzte sich selber in sein Schwert. Auch seine drei Söhne fielen in den Auseinandersetzungen. Die Israeliten holten die Leichen Sauls und seiner Söhne und „… begruben ihre Gebeine unter der Eiche in Jabesch und fasteten sieben Tage lang.“ (1. Chronik 10:12; 1. Samuel 31:13). Zu diesem Ritual gehörte auch das Zerreißen von Kleidungsstücken als Ausdruck tiefer Trauer (Samuel 1:11-12).

Heutzutage gibt es auch ein auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtetes Fasten (Lehre und Bündnisse 88:76). Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage fasten aus freien Stücken regelmäßig einmal im Monat. Hierbei verzichten sie auf zwei aufeinanderfolgende Mahlzeiten inklusive Trinken. Dieses Fasten hat den Zweck, sich Gott näher zu fühlen und um bestimmte Segnungen zu bitten. Das so eingesparte Geld, das Fastopfer (mehr siehe hier), wird gespendet und kommt den Bedürftigen zugute (Alma 34:28). Außer diesem regelmäßigen Fasten kann auch jederzeit ein Fasten eingelegt werden, wenn man Gottes Willen erkennen, und größere geistige Kraft entwickeln möchte. Welche Erfahrungen hast du schon mit Fasten gemacht?

Jesus fastete vierzig Tage in der Wüste
(Bild: Quelle)

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Zu ihrem Erstaunen sahen sie jene fünf Männer

11. September 2018, 05:49am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nachdem die Knechte des obersten Richters die Nachricht seiner Ermordung unter dem Volk verbreitet hatten (Helaman 9:6), wollte sich das Volk natürlich auch davon überzeugen: „und siehe, das Volk versammelte sich am Platz des Richterstuhls—und siehe, zu ihrem Erstaunen sahen sie jene fünf Männer, die zur Erde gefallen waren.“ (Helaman 9:7).

Zu ihrem Erstaunen sahen sie jene fünf Männer. Sie sahen die fünf Gesandten, die sich von der Prophezeiung Nephis über die Ermordung des Richters überzeugen sollten (Helaman 9:1), und nun vor Schrecken zu Boden gestürzt dalagen (Helaman 9:5). Von dem Auftrag, den sie hatten, wusste das übrige Volk allerdings nichts. Welchen Schluss zogen sie also aus dem ersten Anschein? Sie mutmaßten: „… Diese Männer sind es, die den Richter ermordet haben, und Gott hat sie geschlagen, so daß sie uns nicht entfliehen konnten.“ (Helaman 9:8). Was taten sie? Sie sahen nur den ermordeten Richter und die fünf, die am Boden lagen, von denen sie annahmen, dass der Herr sie so geschlagen hatte, dass sie sie festsetzen  und vor Gericht stellen konnten.

Ich lerne daraus, dass ich aufgrund eines `Beweises des ersten Anscheins´ jemanden unschuldig anklagen und auch noch verurteilt sehen kann. Bei Auffahrunfällen z. B. geht das Gericht ohne Kenntnisse des tatsächlichen Geschehens davon aus, dass dem Auffahrenden «nach dem ersten Anschein» ein Verschulden trifft. Hat der Vorausfahrende jedoch unvermittelt ohne erkennbaren Grund eine Vollbremsung gemacht, muss dies der Auffahrende nachweisen, will er seine Unschuld beweisen. Für mich muss ich feststellen, dass ich vorsichtig mit `Verurteilungen´ sein muss, und nicht nur nur nach dem ersten Anschein gehen darf. Jemand der z. B. stark nach Zigaretten riecht, muss noch lange nicht geraucht haben. Ich kenne die näheren Umstände nicht und darf ihn deshalb nicht schief anschauen. Er hat vielleicht jemanden aufgrund seiner Berufung betreut, der ein Kettenraucher ist. Viel zu leicht und viel zu schnell sind wir doch geneigt zu be- und verurteilen `aufgrund des ersten Anschein´. Das habe ich mir aufgrund Erfahrung glücklicherweise abgewöhnt. Wie gehst du mit dem `Beweis des ersten Anscheins´ um?

(Bild: Quelle)

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