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Glaubensansichten

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Gehe deines Weges und trachte nicht mehr danach, die Kirche zu vernichten

18. Mai 2016, 04:58am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der Engel des Herrn gibt Alma schlussendlich folgende Anweisung: „Nun sage ich dir: Gehe hin und denke an die Gefangenschaft deiner Väter im Land Helam und im Land Nephi; und denke daran, was er Großes für sie getan hat; denn sie waren in Knechtschaft, und er hat sie befreit. Und nun sage ich dir, Alma: Gehe deines Weges und trachte nicht mehr danach, die Kirche zu vernichten, damit ihre Gebete Erhörung finden, und dies, auch wenn du selbst verstoßen werden willst.“ (Mosia 27:16).

Gehe deines Weges und trachte nicht mehr danach, die Kirche zu vernichten. Bei dieser Aussage kommt mir direkt die Begebenheit mit der Ehebrecherin in den Sinn. Jesus lehrte das Volk im Tempel. Die Schriftgelehrten (diejenigen, die die Einzelheiten des Gesetzes entwickelten und auf die Umstände ihrer Zeit anwandten. Sie gehörten zur Partei der Pharisäer) und Pharisäer (eine jüdische religiöse Gruppe, die das Gesetz des Mose wortwörtlich befolgten und viele dazu verleiteten an Christus und seinem Evangelium zu zweifeln) brachten eine Ehebrecherin zu Jesus und fragten ihn, was er dazu zu sagen habe, nachdem das mosaische Gesetz für solche Fälle die Steinigung vorsah. Er antwortete ihnen, dass derjenige den ersten Stein auf sie werfen sollte, der ohne Sünde wäre. Einer nach dem anderen ging weg, bis nur noch sie und Jesus da waren. „Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? 11 Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“ (Johannes 8:10-11).

Wenn ich nicht selber daran schuld sein will, dass ich von Christus verstoßen werde, muss auch ich seiner Aufforderung Folge leisten: „Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“. Das ist bei einigen Geboten für mich kein Problem, bei anderen aber doch nicht ganz so leicht. Immer wieder nehme ich es mir vor, scheitere dann aber doch wieder an meiner Schwachheit. Ich gebe nicht auf und werde es eines Tages doch schaffen vom Tisch des Herrn wegzugehen und wieder eines der Gesetze mehr zu halten, von da an nicht mehr gegen dieses Gebot zu sündigen. Welche Erfahrungen hast du mit dieser Aussage schon gemacht?

ehebrecherinJesus und die Ehebrecherin (Bild: Quelle)

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Er hat mit viel Glauben für dich gebetet, damit du zur Erkenntnis der Wahrheit gebracht würdest

17. Mai 2016, 07:07am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der Engel des Herrn erklärt Alma dem Jüngeren, worin der Grund seines Auftrages zu sehen ist: „Und weiter sprach der Engel: Siehe, der Herr hat die Gebete seines Volkes vernommen, ebenso auch die Gebete seines Knechtes Alma, der dein Vater ist; denn er hat mit viel Glauben für dich gebetet, damit du zur Erkenntnis der Wahrheit gebracht würdest; darum bin ich nun zu diesem Zweck gekommen, dich von der Macht und Vollmacht Gottes zu überzeugen, damit die Gebete seiner Knechte gemäß ihrem Glauben erhört würden.“ (Mosia 27:14).

Er hat mit viel Glauben für dich gebetet, damit du zur Erkenntnis der Wahrheit gebracht würdest. Wir können sicher sein, dass wenn wir selber mit viel Glauben alles tun, um Verständnis zu erlangen, oder für andere Menschen nach Hilfe suchen, alleine aber nicht weiter kommen, der Herr auf unsere demütigen Bitten hört und uns Antworten zukommen lässt, manchmal auch auf unerwartete Weise (Daniel 10:12). In Saulus haben wir ein ähnliches Beispiel. Auch er versuchte die Kirche des Herrn zu vernichten, wurde aber durch den Herrn selber zur Bekehrung veranlasst (Apostelgeschichte 8:39:1-7). Auch Abraham wurde sein Flehen auf spektakuläre Art und Weise beantwortet (Köstliche Perle Abraham 27:15), in diesem Fall allerdings, weil Abraham gläubigen Gehorsam zeigte.

Aus diesen Begebenheiten lerne ich, dass der Herr in bestimmten Fällen gerade auch mit solchen Menschen, die ihn und die Seinen bekämpfen, unter Umständen etwas Besonderes vorhat und sie durch auf sie zugeschnittene Ereignisse zur Umkehr bewegen möchte (Mosia 27:15). Ich werde dadurch darin bestärkt, unablässig für meine Nächsten zu beten (2. Korinther 1:11), die vom Herrn nichts wissen wollen, oder sogar die Gläubigen verfolgen und sogar umbringen. Was geht dir durch den Kopf, wenn du an solche Bekehrungsgeschichten denkst?

paulus zu saulusMichelangelo: Die Bekehrung des Saulus, 1542 - 45, Fresko in der Cappella Paolina im Vatikan (Bild: Quelle)

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Dies ist meine Kirche, und ich werde sie aufrichten; und nichts wird sie zu Fall bringen

16. Mai 2016, 07:41am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der Engel, der Alma dem Jüngeren und den Söhnen Mosias erschien, sprach diese, nachdem sie vor Bestürzung zur Erde gefallen waren und seine ersten Worte nicht verstanden (Mosia 27:12), erneut an: „Doch er rief abermals, nämlich: Alma, erhebe dich und tritt vor, denn warum verfolgst du die Kirche Gottes? Denn der Herr hat gesprochen: Dies ist meine Kirche, und ich werde sie aufrichten; und nichts wird sie zu Fall bringen als allein die Übertretung meines Volkes.“ (Mosia 27:13).

Sehr häufig in der Menschheitsgeschichte wurde die vom Herrn aufgerichtete Kirche von innen heraus auch wieder zu Fall gebracht. Die Gläubigen wandten sich aufgrund falscher Versprechungen Satans (Matthäus 24:24) von der Wahrheit ab und wurden so auch noch für weitere ein Stolperstein (Alma 4:10). Wohlstand führt häufig dazu, dass Menschen den Herrn vergessen, sich von der Wahrheit abwenden und andere ebenso verleiten (Helaman 12:2). Ein weiterer großer Abfall ist vor dem Zweiten Kommen Jesu vorhergesagt (2. Thessalonischer 2:3). Die Kirche des Herrn wird aber nicht zu Fall gebracht werden (Lehre und Bündnisse 13:1).

Dies ist meine Kirche, und ich werde sie aufrichten; und nichts wird sie zu Fall bringen. Wie dankbar bin ich dem Herrn, dass er in dieser letzten Evangeliumszeit (Lehre und Bündnisse 27:13) seine Vollmacht, durch Joseph Smith wiederhergestellt, nicht mehr von der Erde nehmen wird und seine Kirche bestehen bleiben wird, bis er selber wieder zur Erde zurückkommen wird, um seine Friedensherrschaft anzutreten (Apostelgeschichte 1:11Lehre und Bündnisse 29:9-12). Inwiefern beeinflusst der Glaube daran, dass seine Kirche auf Erden ist und bleiben wird, bis er selber wieder kommen wird, deine Entscheidungen.

E4LIM19HRAn der eisernen Stange, dem Wort Gottes, festhalten um nicht abzufallen

(Bild: Quelle)

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Da erschien ihnen der Engel des Herrn

15. Mai 2016, 03:17am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Heimlich ging Alma der Jüngere mit den Söhnen Mosias II, dessen Gesetz missachtend, unter dem Volk umher, um die Mitglieder der Kirche von ihrem Glauben abzubringen und die Kirche zu vernichten (Mosia 27:10). Dabei widerfuhr ihnen Folgendes: „und wie ich euch sagte, als sie umhergingen und sich gegen Gott auflehnten, siehe, da erschien ihnen der Engel des Herrn; und er kam wie in einer Wolke herab; und er sprach wie mit einer Donnerstimme, die die Erde, worauf sie standen, erbeben ließ; 12  und so groß war ihre Bestürzung, dass sie zur Erde fielen und die Worte, die er zu ihnen sprach, nicht verstanden.“ (Mosia 27:11-12).

Engel sind Wesen mit einem `Geistkörper´ (sie haben noch keinen Körper aus Fleisch und Gebein erlangt oder sind Geister, die schon einen sterblichen Körper aus Fleisch und Blut hatten und auf ihre Auferstehung warten) oder mit einem auferstanden Körper aus `Fleisch und Gebein´. Es gibt auch rechtschaffene Menschen, die als Engel bezeichnet werden. In der Heiligen Schrift werden auch diejenigen als Engel bezeichnet, die Luzifer folgten und mit ihm aus der Gegenwart Gottes ausgestoßen wurden (Offenbarung 12:7-9). Himmlische Boten als Engel, erscheinen Menschen nur um einen Auftrag von Gott zu erfüllen, oder ihnen zu dienen (Moroni 7:22), wie in diesem Fall um Alma den Jüngeren und die Söhne Mosias zur Raison zu rufen. Ein ähnliches Ereignis wird uns in Zusammenhang mit der letzten Offenbarung an Daniel geschildert (Daniel 10:8-11).

Da erschien ihnen der Engel des Herrn. Im Fall von Alma dem Jüngeren und den Söhnen Mosias II sprach der Engel mit einer `Donnerstimme´ zu ihnen, sodass die ganze Erde unter ihnen bebte. Würde mir so etwas zustoßen, würde ich sicherlich auch vor Schrecken und Angst umfallen und nichts mehr mitbekommen. Welche Gedanken gehen dir durch den Kopf, wenn du hörst, dass der Herr Engel senden kann, um uns Menschen zu dienen?

engel mose erscheint jsEilija erscheint Joseph Smith 1836 im Kirtlandtempel
(Lehre und Bündnisse 110:13-16; Bild: Quelle)

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Er stahl dem Volk das Herz

14. Mai 2016, 06:20am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Von Alma dem Jüngeren lesen wir, ganz entgegengesetzt dem Vorbild und Handeln seines Vaters, der mithilfe des Herrn dessen Kirche wieder unter dem Volk aufrichtete, nachdem sie von König Noah niedergerissen wurde: „Und er wurde ein großes Hindernis für das Wohlergehen der Kirche Gottes; denn er stahl dem Volk das Herz, verursachte viele Auseinandersetzungen unter dem Volk und gab dem Feind Gottes Gelegenheit, seine Macht über sie auszuüben.“ (Mosia 27:9).

Er stahl dem Volk das Herz. Das Herz symbolisiert Sinn und Willen des Menschen und ist Quelle all seiner Empfindungen und Gefühle. Du kennst sicherlich auch die Redewendung: „Jemandem das Herz stehlen.“ Hiermit soll u. a. zum Ausdruck gebracht werden, dass einer jemanden für sich einnimmt, für sich gewinnt, erobert. Wir lesen im Alten Testament, wie so etwas geht: Abschalom, einer der jüngeren Söhne von König David und ein Halbbruder des Salomo (um 1000 v.Chr.), hat sich dadurch in das Herz der Israeliten gestohlen, indem er ihnen versprach, wenn sie ihn zum Richter machen würden, würde er ihnen Recht verschaffen (2. Samuel 15:1-6). Kennen wir solche Machenschaften nicht auch heutzutage zur Genüge? Werden dadurch nicht auch heute Auseinandersetzungen provoziert?

Ich lerne daraus, dass ich mich durch solche Machenschaften nicht beeindrucken lassen sollte, vom Weg des Herrn abzuweichen, um krumme Wege zu gehen (Psalm 125:4-5). Der schmale und gerade Pfad führt mich zu Gott zurück (Matthäus 7:14). Selbstredend darf ich, um ungerechte Ziele zu erreichen, diese Methode auch nicht bei anderen anwenden. Wie gehst du damit um, wenn dir jemand dein Herz stehlen will?


herz stehlen(Bild: Quelle)

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Nun wurden die Söhne Mosias zu den Ungläubigen gezählt; und auch einer der Söhne Almas

13. Mai 2016, 06:21am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nachdem durch den damaligen Kirchenführer Alma dem Älteren und König Mosia II alle Angelegenheiten geregelt und auf den richtigen Weg gebracht wurden, segnete der Herr das Volk und sie breiteten sich im Land in alle Himmelrichtungen aus (Mosai 27:6-7). Die nächste Generation wuchs heran und über die Söhne von König Mosia und Alma den Älteren wird uns berichtet: „Nun wurden die Söhne Mosias zu den Ungläubigen gezählt; und auch einer der Söhne Almas wurde zu ihnen gezählt, er hieß Alma nach seinem Vater, doch wurde er ein sehr schlechter und götzendienerischer Mensch. Und er war ein Mann vieler Worte und sagte den Leuten viel Schmeichelei; darum verführte er viele vom Volk, nach der Weise seiner Übeltaten zu handeln.“ (Mosia 27:8).

Nun wurden die Söhne Mosias zu den Ungläubigen gezählt; und auch einer der Söhne Almas. Wir erkennen, dass auch Söhne von ehrenhaften und gottesfürchtigen Eltern vom Weg abkommen können. Dies ist nicht dem Vorbild der Eltern zuzuschreiben, denn das war ja in jeglicher Hinsicht gut. Jeder Mensch hat eben seine eigene Persönlichkeit und kann sich nach eigenem freien Willen entscheiden (Helaman 14:30). Alma der Jüngere hat sich nun mal dazu entschieden, mit schmeichlerischen Worten viele Menschen zu Übeltaten zu verführen. Vier Söhne Mosias II halfen ihm dabei, Ammon, Aaron, Omner und Himni (Mosia 27:34).

Um mich herum gibt es viele Familien, deren Kinder treu im Glauben stehen und dem Vorbild ihrer Eltern nacheifern. Da könnte ich an mir ins Zweifeln kommen, wenn meine Kinder meinem Vorbild nicht nachfolgen, sondern eigene andere Wege gehen und dem Herrn nicht so treu bleiben, wie ich es mir wünsche. Aus der obigen Schriftstelle lerne ich, dass ich mir keine Vorwürfe machen brauche, solange ich ihnen ein gutes Vorbild war und bleibe. Was ich tun kann: Ich liebe sie weiterhin von ganzem Herzen, mache ihnen keine Vorwürfe und bitte den Herrn tagtäglich in meinen persönlichen Gebeten, dass ihnen auf eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Hilfe zuteilwerde und sie sich eines Tages wieder in der rechten Weise dem Herrn zuwenden. Wie gehst du mit ähnlichen Situationen um, falls du sie erleben solltest?

der verlorene sohnDer verlorene Sohn - Lukas 15,11-32
(Bild: Quelle)

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Indem sie dies taten, wurde ihnen die Gnade Gottes reichlich zuteil

12. Mai 2016, 09:39am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der Aufruf König Mosia II richtete sich auch noch direkt an die Geistlichkeit: „Ja, und alle ihre Priester und Lehrer sollten mit den eigenen Händen für ihren Unterhalt arbeiten, in allen Fällen, außer bei Krankheit oder großer Bedürftigkeit; und indem sie dies taten, wurde ihnen die Gnade Gottes reichlich zuteil.“ (Mosia 27:5).

Was ist darunter zu verstehen, dass den Priestern und Lehrern die Gnade Gottes reichlich zuteilwurde, wenn sie sich an die Weisung halten würden, für ihren Unterhalt selber aufzukommen? Die göttliche Gnade kann im religiösen Sinn verstanden werden als die Nähe Gottes zu seinen Kindern und Gott ist seinen Kindern nahe, wenn sie sich ihm nahen (Lehre und Bündnisse 88:63). Der Bischof der Gemeinde in Jerusalem, Jakobus - der Bruder des Herrn (Markus 6:3), sagt ebenso: „Sucht die Nähe Gottes; dann wird er sich euch nähern.“ (Jakobus 4:8). Gott nahen wir uns, indem wir ihm dienen und ihm dienen wir nur, wenn wir unserem Mitmenschen dienen (Mosia 2:17). Einem Mitmenschen zu dienen erfordert Demut, und dem der demütig ist, schenkt Gott seine Gnade (1. Petrus 5:5). Hier schließt sich wieder der Kreis.

Indem sie dies taten, wurde ihnen die Gnade Gottes reichlich zuteil. Diese Anregung beziehe ich auch auf mich. Gerne will ich mehr und mehr eigenständig werde, mich dem Herrn nahen, indem ich meinen Mitmenschen diene und dadurch sich auch der Herr mir nahe sein wird. Einem jeden, der dies tut, wird die Gnade Gottes zuteil! Was verstehst du darunter, die Gnade Gottes reichlich zu erhalten?

gnade(Bild: Quelle)

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Es gab ein strenges Gebot in allen Kirchen

11. Mai 2016, 05:17am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

König Mosia II reagierte, nach Beratung mit seinen Mitarbeitern, auf die Klagen der Mitglieder der Kirche (Mosia 27:1) mit einem Aufruf im ganzen Land (Mosia 27:2). Dieser Aufruf beinhaltete: „... ein strenges Gebot in allen Kirchen, dass es unter ihnen keine Verfolgungen geben dürfe, dass es unter allen Menschen Gleichheit geben solle, 4  dass sie sich ihren Frieden von keinem Stolz und keinem Hochmut stören lassen sollten; dass jedermann seinen Nächsten achten solle wie sich selbst und mit seinen eigenen Händen für seinen Unterhalt arbeiten solle.“ (Mosia 27:3-4).

Das strenge Gebot, das Mosia II für alle Gemeinden erließ, beinhaltet die Punkte:

  • keine Verfolgungen
    Auch heute gilt diese Vorgabe für uns, keinen Menschen aufgrund seiner politischen (Glaubensartikel 12) bzw. religiösen (Glaubensartikel 11) Ansichten oder wegen seiner Herkunft zu diskriminieren oder zu unterdrücken. Ja, wir sind angehalten, „... allen Menschen Gutes zu tun; ...“ (Glaubensartikel 13).
  • unter allen Menschen Gleichheit
    Es darf keinen Personenkult geben (Mosia 23:7), jeder Mensch ist vor dem Gesetz gleichzubehandeln (Mosia 29:29,32GG Artikel 3).
  • ihren Frieden von keinem Stolz und keinem Hochmut stören lassen
    Stolz (übertriebene Selbstzufriedenheit, mangelnde oder fehlende Demut bzw. Belehrbarkeit) und Hochmut (Überheblichkeit und Herablassung gegenüber anderen) müssen wir ablegen (Lehre und Bündnisse 88:121), damit Frieden zwischen den Menschen herrschen kann.
  • dass jedermann seinen Nächsten achten solle wie sich selbst
    Lernen wir vom Herrn, er achtet jeden Menschen gleich (1. Nephi 17:35). Erneut fordert uns der Herr in jüngster Zeit auf seinen Bruder zu achten wie sich selbst (Lehre und Bündnisse 38:24-25).
  • mit seinen eigenen Händen für seinen Unterhalt arbeiten
    Es gibt viele Menschen, die vorhandene Sozialsysteme oder Gesetzeslücken ausnutzen, indem sie andere für sich arbeiten lassen. So ist das nicht gedacht. Der Herr hat gesagt, dass der Mensch sein Brot im Schweiße seines Angesichtes essen soll (Genesis 3:19).

Es gab ein strenges Gebot in allen Kirchen. Dieses strenge Gebot besteht heute genauso. Durch unsere heutigen Kirchenführer werden wir regelmäßig aufgefordert, eigenständig zu sein bzw. zu werden (siehe hier). Ich bin bemüht, mich an das Gebot zu halten und mich da zu verbessern, wo ich es noch nicht richtig halte. Wie stehst du zu diesem Gebot, das sicherlich nicht nur in Kirchen seine Gültigkeit hat?

eigenständigkeit(Bild: Quelle)

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Ein Ungläubiger [darf] niemanden verfolgen

10. Mai 2016, 05:57am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die Verfolgung der Gläubigen durch die Ungläubigen nahm unerträgliche Ausmaße an, sodass das Volk anfing, sich bei ihren Kirchenführern darüber zu beklagen und Alma der Ältere diese Klagen dem König Mosia II vorlegte. Dieser beriet sich mit seinen Mitarbeitern (Mosia 27:1): „Und es begab sich: König Mosia sandte einen Aufruf durch das ganze Land ringsum, dass ein Ungläubiger niemanden verfolgen dürfe, der der Kirche Gottes angehörte.“ (Mosia 27:2).

Ein Ungläubiger [darf] niemanden verfolgen. Das Andersgläubige einander gegenseitig wegen ihres Glaubens oder gesellschaftlichen Standes Leid oder Schmerz zufügen, bis hin zur Tötung, ist schon so alt wie die Menschheit und kommt mir gerade aus jüngster Zeit sehr bekannt vor. Das kann und darf nicht sein, denn ein jeder Mensch hier auf Erden ist ein Geistkind ein und derselben himmlischen Eltern. Wir stammen alle von einem Gott ab und der liebt ein jedes seiner Kinder.

Joseph Smith, der die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage im Auftrag des Herrn 1830 aufrichtete (Lehre und Bündnisse 21:3), erhob Religionsfreiheit und religiöse Toleranz zum Grundsatz: „Wir beanspruchen das Recht, den Allmächtigen Gott zu verehren, wie es uns das eigene Gewissen gebietet, und gestehen allen Menschen das gleiche Recht zu, mögen sie verehren, wie oder wo oder was sie wollen.“ ( siehe hier). Anlässlich der halbjährlichen Frühjahrsgeneralkonferenz 2008 forderte der derzeitige Präsident und Prophet der Kirche, Thomas S. Monson, mehr Verständnis für andere Religionen: "Ich möchte die Mitglieder der Kirche, wo immer sie auch sein mögen, anspornen, allen Menschen überall freundlich und respektvoll zu begegnen. Die Welt, in der wir leben, ist voller Vielfalt. Wir können und müssen denjenigen, deren Glauben sich von unserem unterscheidet, Achtung erweisen." (mehr lies hier „Beziehung zu anderen Religionen“).

Ich bin dankbar für Kirchenführer, die uns so klar und deutlich aufzeigen, dass wir einander mit Respekt und Toleranz zu begegnen haben. Im Gegenzug wünschen wir uns natürlich, dass andere ebenso uns in unserem Glauben respektieren. Wie stehst du Andersgläubigen gegenüber?

toleranz(Bild: Quelle)

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Es wurde ihnen von Gott geboten, ohne Unterlass zu beten

9. Mai 2016, 05:15am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Ein weiteres Gebot, dass der Herr den Menschen gibt: „... und es wurde ihnen von Gott geboten, ohne Unterlass zu beten und in allem zu danken.“ (Mosia 26:39).

Es wurde ihnen von Gott geboten, ohne Unterlass zu beten. Im ältesten, der uns erhaltenen Paulusbriefe, gibt der Apostel den Mitgliedern der Gemeinde in Thessalonich Anweisungen für ihr Gemeindeleben. Unter anderem fordert er sie auf: „Betet ohne Unterlass! Dankt für alles;“ (1. Thessalonicher 5:17-18). Dieselbe Aufforderung also, die vom Herrn auch schon etwa 160 Jahre vorher an Alma den Älteren erging. Nach der Vertreibung aus dem Garten Eden wurde Adam von einem Engel geboten: „... du sollst umkehren und Gott im Namen des Sohnes anrufen immerdar.“ (Köstliche Perle Mose 5:8). Dasselbe Gebot, das von Anbeginn galt, gilt genauso uns heute (Lehre und Bündnisse 46:7).

Vielleicht stellst du dir die Frage, wie man es anstellen kann, „ohne Unterlass“ zu beten. Nephi, ein Prophet in Zentralamerika erklärt seinem Volk, dass wir Menschen auf den Geist hören sollen, der uns beten lehrt, und fordert uns auf, immer zu beten (2. Nephi 32:8-9). Der Herr selber erklärt uns, wie wir `immer beten´ können. Als er nach seiner Auferstehung die Nephiten in Zentralamerika besuchte, gebot er der Menge, die sich um ihn versammelt hatte, mit Beten aufzuhören, aber im Herzen sollten sie weiter beten (3. Nephi 20:1). Das ist der Schlüssel: Ein ständiges Gebet im Herzen zu sprechen. Mir geht es häufig so, dass irgendein Ereignis mich dazu veranlasst, dem Herrn im Herzen Dank zu sagen für einen Segen, der mir gerade zuteilwurde. So passiert es mir ab und zu, dass mir beim Spurwechsel in den Sinn kommt, den Schulterblick zu machen. Mehrfach tat ich das dann in letzter Minute und sah schon fast neben mir ein Fahrzeug, das mir vorher im Rückspiegel nicht aufgefallen war. Ein Dankgebet steigt zum Vater empor. So bin ich immer bereit mit dem Vater im Himmel Kontakt aufzunehmen, egal, um was es auch geht: Danken, Bitten - Hilfe in schwierigen Situationen erflehen, für jemand anderen etwas erbitten ... und vor allem Danken, Danken, Danken!. Wie ergeht es dir?

gebet des herzens„Wenn meine Arme Menschen, die mir am Herzen liegen, nicht erreichen können, umarme ich sie immer mit meinen Gebeten.“
(Bild: Quelle)

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