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Glaubensansichten

Nun hast du mich in deinem Brief getadelt, aber das macht nichts; ich bin nicht zornig

30. April 2018, 06:12am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Nachdem Pahoran, der oberste Regierende der Nephiten, in seinem Brief an Moroni geschildert hat, dass die Königsleute ihn aus Zarahemla verjagt hatten, und er im Land Gideon Zuflucht fand und von dort aus einen Aufruf gestartet hatte, sich gegen die Königsleute zu verteidigen, während sich die Königsleute in Zarahemla mit den Lamaniten verbündeten (Alma 61:5-8), kommt er nun auf die Anschuldigungen Moronis, in dessen Brief an ihn, ihm gegenüber zu sprechen. „Und nun hast du mich in deinem Brief getadelt, aber das macht nichts; ich bin nicht zornig, sondern freue mich über die Größe deines Herzens. Ich, Pahoran, trachte nicht nach Macht, außer daß ich nur meinen Richterstuhl behalten will, um die Rechte und die Freiheit meines Volkes zu wahren. Meine Seele steht fest in dieser Freiheit, worin Gott uns frei gemacht hat.“ (Alma 61:9).

Nun hast du mich in deinem Brief getadelt, aber das macht nichts; ich bin nicht zornig. Wie wir im vergangenen Kapitel, dem Brief Moronis an Pahoran, mitbekommen haben, hat Moroni Pahoran in Unkenntnis der Lage in Zarahemla, scharf angegriffen, dass er keine Verstärkung und keine Vorräte an sie geschickt hat und den Grund darin gesehen, dass sie sich im Landesinneren, weit weg von den Kampflinien, sicher fühlten (Alma 60:19) und ihnen der Rest nichts ausmachen würde (Alma 60:5-7,10-11,14-15), ja er unterstellt sogar Landesverrat (Alma 60:18).

Wie würden wir auf unbegründete Vorwürfe reagieren, deren Aussagen in keinem Punkt zutreffen, sondern der Wille zu helfen da war, aber man selber um sein Leben kämpfen musste, ohne militärische Hilfe, die ja an anderer Front benötigt wurde? Also, wie wäre deine Reaktion auf ungerechtfertigten Tadel? Schauen wir auf unser Vorbild, Pahoran. Er reagiert gelassen, ist nicht zornig, sondern lobt sogar noch die Großherzigkeit Moronis (Alma 61:9). Ich lerne daraus, dass ich auf Tadel zurückhaltend reagieren soll, nicht mit Gegenvorwürfen. Das würde die Situation nur noch verschärfen. Ich muss berücksichtigen, dass jemand, aufgrund seiner Sichtweise, über mutmaßliches Fehlverhalten verärgert, und vorwurfsvoll reagiert, und darf ihm das nicht verübeln. Ich werde mich bemühen Verständnis zu zeigen, sachlich und nicht emotional zu reagieren, und versuchen, ihm die Umstände aus meiner Lage heraus zu erklären. Wie reagierst du auf unberechtigten Tadel?

Frosch liegt im Gras auf dem Rücken und hat den rechten Fuß auf das aufgestellte linke Knie gelegt. sehr entspannt(Bild: Quelle)

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