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Glaubensansichten

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Ich werde ihnen zeigen, dass Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe zu mir führen

16. April 2021, 04:57am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Der Herr spricht weiter zu Moroni: „Siehe, ich werde den Anderen ihre Schwäche zeigen, und ich werde ihnen zeigen, dass Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe zu mir führen – der Quelle aller Rechtschaffenheit.“ (Ether 12:28).

Ich werde ihnen zeigen, dass Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe zu mir führen. Ether hatte die große Befürchtung, dass aufgrund seiner Schwäche die Worte des Berichtes unmissverständlich in Schriftzeichen zu übertragen dazu führen könnte, dass spätere Leser sich darüber lustig machen könnten, anstatt dadurch Christus näher gebracht zu werden, was der eigentliche Sinn sein sollte (Ether 12:25).

Der Herr will ihm diese Furcht nehmen, indem er ihm sagt, dass er den `Anderen´, also denen, die dieses Buch einst vor den Juden empfangen sollen, ihre eigenen Schwächen vor Augen führen würde. Was passiert, wenn mir jemand meine eigenen Schwächen aufzeigt? Es wird mir peinlich sein, ich werde in Verlegenheit kommen ob meiner Selbstüberschätzung, werde mich u. U. sogar bloßgestellt und beschämt fühlen. Dies kann dazu führen, dass ich mich vor dem Herrn demütigen werde. Was wiederum dazu führen wird, dass ich meine Abhängigkeit von ihm anerkenne, und mich seinem Wort zuwenden werde. Damit erfüllt sich wiederum der Zweck des Berichtes, den Moroni gerade zusammenstellt, `ein weiterer Zeuge für Jesus Christus´ zu sein (siehe Titelblatt). Dadurch wurde Moroni über seine Schwäche hinweggetröstet (Ether 12:29). Ich lerne, ich darf nicht denken, dass ich keine Schwächen habe. Es würde mich zu Überheblichkeit führen – einer ungerechtfertigten Selbstüberschätzung, einer Eigenschaft, die beim himmlischen Vater gar nicht gut ankommt (Sprüche 18:12; 2. Nephi 12:12). Warum nicht? Weil sie uns von `Glauben, Hoffnung und Nächstenliebe´ wegführt, uns in unserem Fortschritt hindert.

Inwiefern führen `Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe´ zu Gott?

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Wenn Menschen zu mir kommen, so zeige ich ihnen ihre Schwäche

15. April 2021, 05:11am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Die weitere Antwort des Herrn auf Moronis Bedenken wegen ihrer Schwäche das gesprochene Wort in angemessener Weise in Schrift zu übertragen: „und wenn Menschen zu mir kommen, so zeige ich ihnen ihre Schwäche. Ich gebe den Menschen Schwäche, damit sie demütig seien; und meine Gnade ist ausreichend für alle Menschen, die sich vor mir demütigen; denn wenn sie sich vor mir demütigen und Glauben an mich haben, dann werde ich Schwaches für sie stark werden lassen.“ (Ether 12:27).

Wenn Menschen zu mir kommen, so zeige ich ihnen ihre Schwäche. Schwächen zu haben bedeutet, dass ein Mangel an Fähigkeiten, Kraft oder Fertigkeiten vorliegt. Welchem Menschen fällt es schon leicht, einzugestehen die eine oder andere Schwäche zu haben? Es ist doch eher so, dass er lieber mit seinen vermeintlichen Stärken prahlt (2. Mose 4:11). Das führt zu Überheblichkeit.

Diesen Zahn möchte uns der Herr gerne ziehen und weist uns deshalb auf unsere Schwächen hin. Warum? Weil es unserem Fortschritt dienlich ist, demütig zu sein, zu erkennen und anzuerkennen, wem wir es zu verdanken haben, dass wir andere Dinge beherrschen (Jakob 4:7). Bringen wir nun aber Demut und Glauben dem Herrn gegenüber auf, so wird er uns behilflich sein diese Schwächen zu überwinden und daraus sogar Stärken entstehen zu lassen (Ether 12:37). Dies kann sich im einen Fall so auswirken, dass jemand, der sich z. B. schlecht artikulieren kann, ein guter Redner wird. In einem anderen Fall mag es sich nicht direkt auf die Schwäche auswirken, sondern eher auf die Entwicklung einer starken Persönlichkeit. Das alles, wenn wir uns im Glauben an Christus üben. Ich lerne, dass ich meine Schwächen nicht mit meinen Stärken zudecken, sondern mich demütig und glaubensvoll an den Herrn wenden soll. Er wird mir Wege aufzeigen, wie ich mit entsprechender Anstrengung aus Schwäche heraus Stärken entwickeln kann.

Wie gehst du mit deinen Schwächen um?

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Narren spotten, aber sie werden trauern

14. April 2021, 04:54am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Narr mit Kappe und Marotte, Holzschnitt von Heinrich Vogtherr dem Jüngeren, um 1540
(Bild: Quelle)

Wir erfahren von Moroni über die Reaktion des Herrn auf seine Befürchtungen (Ether 12:25): „Und als ich dies gesprochen hatte, redete der Herr zu mir, nämlich: Narren spotten, aber sie werden trauern; und meine Gnade ist ausreichend für die Sanftmütigen, dass sie aus eurer Schwäche keinen Vorteil ziehen werden;“ (Ether 12:26).

Narren spotten, aber sie werden trauern. Ich werde an eine Aussage des Apostels Paulus in seinem Brief an die Galater erinnert, wo er über `das Gesetz Christi´ u. a. schreibt: „Täuscht euch nicht: Gott lässt seiner nicht spotten; denn was der Mensch sät, wird er auch ernten. 8 Denn wer auf sein eigenes Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten.“ (Galater 6:7-8).

Ein Narr, im oben beschriebenen Sinn, ist ein Mensch, der sich in lächerlicher Weise täuschen und irreführen lässt. Meist ist er dazu noch eingebildet. Ich lerne, dass ich, wenn ich über die Schwächen anderer spotte, und aus ihnen sogar noch Vorteile zu erlangen suche, schlussendlich über eine solche törichte Handlungsweise `trauern´ werde. Trauern werde ich insofern, als ich eines Tages selber dem `Spott´ zum Opfer fallen werde. Lieber übe ich mich in Sanftmut und verlasse mich auf den `Geist des Herrn´, um der Möglichkeit willen, zur vom Herrn vorgesehenen Zeit `ewiges Leben´ erlangen zu können.

Wie gehst du mit Spott um?

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Wenn wir schreiben, sehen wir unsere Schwäche

13. April 2021, 04:52am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Moroni spricht weiter zum Herrn über seine Bedenken bezüglich ihrer Unzulänglichkeit Worte gleichwertig in Schriftzeichen zu übertragen: „Du hast auch unsere Worte machtvoll und groß gemacht, ja, sodass wir sie nicht niederschreiben können; darum, wenn wir schreiben, sehen wir unsere Schwäche und stolpern, wenn wir unsere Worte setzen sollen; und ich fürchte, die Anderen werden unsere Worte verspotten.“ (Ether 12:25).

Wenn wir schreiben, sehen wir unsere Schwäche. Moroni äußert gegenüber dem Herrn seine Besorgnis über diese ihre Schwäche, bei der Übertragung ihrer mächtigen Worte in Schriftzeichen, ungenügende Fertigkeiten zu besitzen, und er fürchtete, dass spätere Leser sich darüber lustig machen würden.

Schon kurz nach der Veröffentlichung des Buches Mormon 1830 sah es so aus, als ob sich seine Befürchtungen erfüllen sollten. Einer der ersten und einflussreichsten Kritiker des Buches, Alexander Campbell, behauptete, dass es `ohne Übertreibung das durchschnittlichste Buch in englischer Sprache sei, und es außer seinen Zitaten aus der Bibel keinen guten Satz enthalten würde´ (Alexander Campbell, Delusions (Boston, MA: Waitt and Dow’s Press, 1832,) 15; entnommen dem Artikel „Does the Book of Mormon Really Have “Bad” Grammar? “ hier). Viele Argumente wurden erdacht, weshalb dieser Anschein entsteht. Weitere Gedanken aus dem angeführten Artikel entnommen: `Doch in einer überraschenden Wendung haben jüngste sprachwissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass fast jedes nichtstandardisierte Wort, oder eine entsprechende Phrase im Buch Mormon, in einer früheren Zeit der englischen Sprache, die als Early Modern English bezeichnet wird, akzeptable Verwendung findet´. Das Verständnis von guter oder schlechter Grammatik ist zeitabhängig. Sprache entwickelt sich im Laufe der Zeit immer weiter. Grammatikalische Regeln, die gestern richtig waren, gelten heute als obsolet. Ich lerne, ich hänge mich nicht an Ausdrucksformen auf, die heute überholt scheinen, sondern bin bemüht, mit Hilfe des Heiligen Geistes die Botschaft zu verstehen, die uns übermittelt werden soll. Wenn ich diese Erkenntnis dann richtig anwende, kann ich mich mehr dem Heiland annähern!

Wie stehst du zu dem Problem, welches Moroni sieht?

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Du hast uns so gemacht, dass wir nur wenig schreiben können

12. April 2021, 04:27am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Lebenslauf-faehigkeiten-und-kenntnisse-768x536.jpg
(Bild: Quelle)

Moroni spricht noch immer mit dem Herrn über seine Bedenken in Bezug auf die Schreibschwäche (Ether 12:23): „und du hast uns so gemacht, dass wir nur wenig schreiben können wegen der Unbeholfenheit unserer Hände. Siehe, du hast uns nicht mächtig im Schreiben gemacht wie Jareds Bruder, denn du hast ihn so gemacht, dass das, was er geschrieben hat, so mächtig war, wie du es bist, sodass der Mensch mit Macht dazu gebracht wird, es zu lesen.“ (Ether 12:24).

Du hast uns so gemacht, dass wir nur wenig schreiben können. Moroni spricht mit Jehova über seine Empfindungen bezüglich ihrer seiner Meinung nach eingeschränkten Möglichkeit, ihr gesprochenes Wort angemessen in Schriftform zu übertragen. Er bedauerte wohl gegenüber dem Herrn, dass ihre Handfertigkeit, Worte in Schriftzeichen umzusetzen, nicht so ausgeprägt war, wie ihre Fähigkeit sich sprachlich zu artikulieren. So hatte er Angst, dass seine Leser sich über das Geschriebene lustig machen würden (Ether 12:23).

Mir kommt dabei jemand anderer in den Sinn, von dem geschrieben steht, dass auch er `große Macht in der Sprache´ hatte. Es handelt sich hierbei um den Propheten, der das im Alten Testament erwähnte Volk in der Stadt Zion führte. Er war der siebte Patriarch nach Adam, und ist uns als Henoch bekannt. Im Alten Testament wird fast nichts über ihn geschrieben, außer seine Ahnenreihe, und dass er gottgefällig lebte und nach dreihundertfünfundsechzig Jahren zu Gott aufgenommen wurde (1. Mose 5:18-24). Im Brief an die Hebräer finden wir noch eine kurze Aussage darüber, dass er den Tod nicht schmecken musste, sondern von Gott entrückt worden ist (Hebräer 11:5). In neuzeitlicher Offenbarung erfahren wir allerdings viel mehr über sein Wirken. So wird uns in der Köstlichen Perle etwas über die Macht seiner Worte berichtet. Sie ließen die Erde erzittern und die Berge hinweg weichen und die Flüsse ihren Lauf ändern, „… so groß war die Macht der Sprache, die Gott ihm gegeben hatte.“ (Köstliche Perle Mose 7:13). Ich lerne, dass der Herr jedem Menschen bestimmte Gaben zuteilwerden lässt (Lehre und Bündnisse 46:11) und ich diese nutzen und ausbauen darf, um Sein Werk hier auf Erden voranzubringen.

Welche Gabe wurde im besonderen Maße dir vom Herrn zugeteilt und wie nutzt du sie?

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Die Anderen werden dieses hier wegen unserer Schwäche im Schreiben verspotten

10. April 2021, 03:54am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Künstler-AK Karl Feiertag: Schüler verspotten einen weinenden Jungen
(Bild: Quelle)

Moroni berichtet uns von seinen Sorgen, die er gegenüber dem Herrn zum Ausdruck brachte: „Und ich sprach zu ihm: Herr, die Anderen werden dieses hier wegen unserer Schwäche im Schreiben verspotten; denn, Herr, du hast uns durch den Glauben mächtig im Wort gemacht, aber du hast uns nicht mächtig im Schreiben gemacht; denn du hast all dieses Volk so gemacht, dass es viel sprechen kann wegen des Heiligen Geistes, den du ihm gegeben hast;“ (Ether 12:23).

Die Anderen werden dieses hier wegen unserer Schwäche im Schreiben verspotten. Früher habe ich keine Probleme gehabt Unterricht zu halten, ob beruflich, oder kirchlich. Jetzt, nachdem ich lange Jahre im Ruhestand bin und auch kirchlich einige Zeit nicht unterrichten brauchte, habe ich `Angst´ gehabt nach längerer Zeit wieder Unterrichtsgespräche zu führen. Schon die Vorbereitung fiel mir schwer. Würde ich versagen, mich blamieren? In jüngeren Jahren wusste ich noch genau, was wo in der Schrift steht, heute weiß ich zwar was, aber nicht mehr aus dem Stegreif wo – ich muss erst suchen. Das macht mich unsicher, `würden die anderen mich wegen meiner Schwäche verspotten´?

Moroni spielt hier auf Schwierigkeiten an, die sie offensichtlich in der Übertragung ihrer Sprache in die Schriftform hatten. Moroni lässt uns wissen, dass der Bericht nach der von ihnen `reformierten ägyptischen Sprachweise´ versucht wurde zu verfassen, die auch kein anderes Volk kennen würde, und das ihnen diese Transformation eben Schwierigkeiten bereitete (Mormon 9:32-34). So hatte er Angst, dass dadurch Fehler entstanden sein könnten (Mormon 8:17). Diesen Auszug hat Joseph Smith auch in das Titelblatt des Buches Mormon übernommen. Ich lerne allerdings aus Lehre und Bündnisse, dass der Herr dem Oliver Cowdery in einer persönlichen Offenbarung in Bezug auf das, was er als Schreiber bei der Übersetzung des Buches Mormon durch Joseph Smith versichert hat: „… dass das, was du geschrieben hast, wahr ist; ...“ (Lehren und Bündnisse 18:1-4). Mögen auch Schwierigkeiten beim Schreiben durch die nephitischen Schreiber, als auch bei der jeweiligen Übertragung aus einer in eine andere Sprache, aufgetreten sein, die Botschaft des Buches Mormon ist wahr, wie Joseph Smith in der Einleitung zum Buch Mormon zitiert wird: „Ich habe den Brüdern gesagt, das Buch Mormon sei das richtigste aller Bücher auf Erden und der Schlußstein unserer Religion und wenn man sich an dessen Weisungen halte, werde man dadurch näher zu Gott kommen als durch jedes andere Buch.“ (siehe hier Absatz 6). Diese Erfahrung habe ich in meinem Leben auch gemacht.

Wie verstehst du das mit der `Schwäche beim Schreiben´?

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Dass dieses hier durch die Anderen an ihre Brüder gelangen wird

9. April 2021, 04:46am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Moroni sagt uns weiter: „Und es ist durch Glauben, dass meine Väter die Verheißung erlangt haben, dass dieses hier durch die Anderen an ihre Brüder gelangen wird; darum hat der Herr mir geboten, ja, nämlich Jesus Christus.“ (Ether 12:22).

Dass dieses hier durch die Anderen an ihre Brüder gelangen wird. Bis jetzt hatte Moroni über den Glauben geschrieben, der auf Christus ausgerichtet ist. Hier in diesem Vers wechselt er die Perspektive. Er schreibt nun von denjenigen seiner Vorfahren, die ihren Glauben darauf ausgerichtet hatten, was in der Zukunft sein würde, und in der Lage waren, dies auch zu sehen. Eines von dem, was sie voraussahen, war das Erscheinen des Berichtes, an dem Moroni gerade arbeitete. Sein Augenmerk richtet sich nun auf dieses, sein Projekt.

Einer seiner Vorväter, die aufgrund von Glauben vom Herrn die Verheißung erlangten, dass dieser Bericht der Nephiten eines Tages durch die `Anderen´ – also diejenigen, die nicht Angehörige des Hauses Israels sind und das Evangelium noch nicht angenommen haben (3. Nephi 16:4,6,7,8,9,10,12,13) – an seine Brüder gelangen würde, war Enos. Enos war ein nephitischer Prophet und Berichtführer im Buch Mormon. Er hat in glaubensvollem langem Ringen mit dem Herrn Vergebung seiner Verfehlungen erlangt (Enos 1:1-8). Dann schloss der Herr, aufgrund seines tiefen Glaubens, mit Enos noch einen Bund, nämlich, dass diese Aufzeichnungen der Nephiten bewahrt bleiben werden und zu der vom Herrn vorgesehenen Zeit für die Lamaniten hervorgebracht werden würden (Enos 1:15-17). Am 22. September 1827 wurde dieser mit etlichen nephitischen Propheten geschlossene Bund des Herrn wahr. Moroni, der diesen Bericht zusammengefasst, und im Auftrag des Herrn um die 421 n. Chr. in einem Hügel verborgen hatte (Mormon 8:14; Moroni 10:2), wurde nun von ihm, aus diesem wieder hervorgebracht, und Joseph Smith zur Übersetzung übergeben (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:59). Joseph kam seinem Auftrag nach, übersetzte diesen Bericht (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:75*), veröffentlichte ihn 1830 kurz vor der Gründung der Kirche des Herrn als „Das Buch Mormon“ (Heilige Band 1 Kapitel 8 Seite 95; lies ab: „Am 26. März 1830 ...“), und bis heute ist er weltweit in die Hände vieler Millionen von Menschen unterschiedlichster Nationalität gelangt (eine Übersicht siehe hier), wie es der Wunsch aller glaubensvollen nephitischen Propheten war. Ich bin dankbar für alle, die an diesem Auftrag des Herrn glaubensvoll und unter vollem Einsatz unter schwierigsten Bedingungen, mitgewirkt haben. Dadurch sind wir unvorstellbar reich gesegnet, denn wir haben einen `weiteren Zeugen für Jesus Christus´!

Inwiefern fühlst du dich durch das Buch Mormon gesegnet?

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Er konnte nicht länger außerhalb des Schleiers gehalten werden

8. April 2021, 05:02am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle; Text hinzugefügt)

Nun spricht Moroni nochmals über das Erlebnis, das Jareds Bruder mit dem Finger Jesu hatte (Ether 12:20) und sagt weiter: „Und nachdem Jareds Bruder den Finger des Herrn erblickt hatte, wegen der Verheißung, die Jareds Bruder durch Glauben erlangt hatte, konnte der Herr seinen Blicken nichts vorenthalten; darum zeigte er ihm alles, denn er konnte nicht länger außerhalb des Schleiers gehalten werden.“ (Ether 12:21).

Er konnte nicht länger außerhalb des Schleiers gehalten werden. Moroni kommt nun nochmals auf den unbeschreiblich großen Glauben des Bruders von Jared zu sprechen, aufgrund dessen dieser den Herrn von Angesicht zu Angesicht sehen konnte. Es ging darum, dass Jareds Bruder dem Herrn eine Lösung des Problems der Dunkelheit in den acht Booten vorschlug. Jareds Bruder war überzeugt, dass der Herr die sechzehn von ihm aus dem Felsen geschlagenen Steine durch Berühren zum Leuchten bringen konnte, und sie so die großen Wasser nicht in Dunkelheit überqueren mussten (Ether 3:1-17).

Ein `Schleier´ nimmt, je nachdem wie dicht er ist, einem die Sicht auf das, was dahinter verborgen ist, oder verringert diese zumindest. So hat der Herr zwischen dem, was heilig ist, und der Welt für unser menschliches Auge einen `Schleier´ ausgebreitet. Aufgrund dessen haben wir keine Erinnerung mehr an unser vorirdisches Dasein bei ihm (Schleier des Vergessens; Lehre und Bündnisse 110:1), und unseren menschlichen Augen bleibt Heiliges verborgen. Der Grund: Der Herr möchte, dass wir im `Glauben´ lebend zeigen, dass wir ihm treu sind, wie wir es vorher versprochen hatten. Bringen wir nun aber hier auf Erden schon ein unvorstellbar hohes Maß an Glauben auf, wird dieser Schleier zerrissen und wir haben freie Sicht – nicht mit unseren `fleischlichen´, sondern mit unseren `geistigen Augen´ (Lehre und Bündnisse 67:10-11). Jareds Bruder kam im Glauben, als einer der wenigen Menschen, diesem `himmlischen Standard´ so nahe, dass Gott nicht anders konnte, als dessen Hingabe dadurch zu ehren, dass der `Schleier´ zerriss. Ich lerne, in Abhängigkeit meines Glaubens, verändert sich die Dichte des `Schleiers´: kein Glaube – keine Sicht auf Himmlisches; je größer der Glaube, je dünner der Schleier, umso mehr Sicht auf Himmlisches (Analogie siehe Bild oben).

Welche Personen fallen dir noch ein, deren Glaube so groß war, dass der `Schleier´ für sie durchsichtig wurde?

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Was sie mit dem Auge des Glaubens erblickt hatten

7. April 2021, 05:07am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Darstellung des Auges Gottes am Domhof zu Aachen
(Bild: Quelle)

Moroni erklärt uns, dass Wundertaten zu jeder Zeit erst gewirkt werden konnten, nachdem Glaube aufgebracht worden war (Ether 12:18) und sagt dann weiter: „Und es gab viele, deren Glaube so überaus stark war, sogar vor dem Kommen Christi, dass sie nicht von innerhalb des Schleiers ferngehalten werden konnten, sondern wahrhaftig mit ihren Augen das sahen, was sie mit dem Auge des Glaubens erblickt hatten, und sie waren froh.“ (Ether 12:19).

Was sie mit dem Auge des Glaubens erblickt hatten. Das `Auge Gottes´, als ein von einem Strahlenkranz umgebenem Auge, meist noch von einem Dreieck umschlossen – auf die Trinität hinweisend, ist als religiöses Symbol als das `Auge der Vorsehung´ bekannt (siehe Bild oben). Im Alten Testament lese ich bei Esra, dass das `Auge Gottes´ über die Ältesten von Juda wachte (Esra 5:5). Aber was ist das `Auge des Glaubens´?

Du kennst vielleicht auch das Kinderspiel: „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Könnte das auch zu der Aussage „was sie mit dem Auge des Glaubens erblickt hatten“ passen? Es ist doch z. B. so, dass der Bruder Jareds etwas gesehen hat, was jemand anderes nicht sehen konnte; zunächst den Finger Gottes und danach die ganze Person Jesu. Wie das geschehen konnte, erklärt uns Moroni nun schon viele Verse lang: durch Glauben. Ich lerne, dass ich durch das `Auge des Glaubens´ Dinge sehen kann, die ein `nicht glaubender´ nicht sieht.

Welche Vorteile hat für dich `das Auge des Glaubens´?

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Alle, die Wundertaten bewirkten, die bewirkten sie durch Glauben

6. April 2021, 05:01am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Elektronische Hilfsmittel – auch zum Evangeliumsstudium
(Bild: Quelle)

Moronis weitere Aussagen zu Wunder und Glauben: „Ja, und auch alle, die Wundertaten bewirkten, die bewirkten sie durch Glauben, ja, diejenigen, die vor Christus waren, ebenso wie diejenigen, die nachher waren.“ (Ether 12:16).

Alle, die Wundertaten bewirkten, die bewirkten sie durch Glauben. Moroni, der ja diesen Bericht der Jarediten, als auch den der Nephiten, zusammengefasst hat, hatte nicht wie wir heute die Möglichkeit in einer elektronischen Datenbank nach Namen oder Begriffen im Bericht über die Nephiten zu suchen. Ja, er hatte noch nicht einmal die Einteilung in Kapitel und Verse. Was ihm aber möglich war, er konnte sich an Namen der zu bestimmten Ereignissen gehörenden Personen in dem Bericht seines Vaters erinnern. Im Vertrauen darauf, dass die Leser seines Berichtes die genannten Personen auch kennen würden, hat er in den Versen 13 bis 15 und 17 auf einige Personen hingewiesen, die erst Glauben aufgebracht hatten, ehe sie Wundertaten sahen. So führt er beispielhaft Alma und Amulek, Nephi und Lehi, Ammon und seine Brüder, und die drei Jünger des Herrn an.

Ich erkenne, wie leicht es uns der Herr doch durch die heutigen technischen Möglichkeiten macht, sein Wort eifrig und intensiv studieren zu können. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar und nutze diese Möglichkeiten für ein umfassendes Studium. In meiner Jugend, war ich nur auf Printmedien angewiesen, hatte aber schon Kapitel- und Verseinteilung und Querverweise, die von eifrigen Menschen, oder bei eigenem Studium, handschriftlich angelegt wurden. Ist diese Entwicklung nicht auch ein Wunder, das wir in heutiger Zeit erleben dürfen? Ja, wir können sogar vom Wohnzimmersessel aus die Worte der heute vom Herrn berufenen Apostel und Propheten, führenden Dienerinnen und Diener, verfolgen. So Beispielhaft vergangenen Samstag und Sonntag anlässlich der 191 Frühjahrs Generalkonferenz (siehe hier). Verleitet das vielleicht zu Trägheit?

Wie nutzt du die elektronischen Medien, um ein intensives Evangeliumsstudium zu betreiben?

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