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Glaubensansichten

Wer sie aufbaut, der trachtet danach, die Freiheit aller Länder, Nationen und Staaten zu Fall zu bringen

23. Januar 2021, 05:48am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Moroni erklärt uns weiter in Bezug auf `geheime Verbindungen´: „Denn es begibt sich: Wer sie aufbaut, der trachtet danach, die Freiheit aller Länder, Nationen und Staaten zu Fall zu bringen; und sie führt die Vernichtung allen Volkes herbei, denn sie wird durch den Teufel aufgebaut, der der Vater aller Lügen ist, ja, derselbe Lügner, der unsere ersten Eltern verleitete, ja, derselbe Lügner, der die Ursache war, dass der Mensch von Anfang an Mord beging, der den Menschen das Herz verhärtet hat, sodass sie von Anfang an die Propheten gemordet und gesteinigt und ausgestoßen haben.“ (Ether 8:25).

Wer sie aufbaut, der trachtet danach, die Freiheit aller Länder, Nationen und Staaten zu Fall zu bringen. Moroni warnt uns hier vor den Zielen jener, die geheime Verbindungen aufbauen. Ihr Bestreben ist es, dem Menschen seine Willensfreiheit zu nehmen, die Fähigkeit ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten wählen und entscheiden zu können.

Eine geheime Verbindung ist die Vereinigung von Menschen, die sich durch Eide aneinander binden, um die bösen Ziele der Gruppe zu verwirklichen, nämlich Macht und Gewinn auf unrechtmäßige Weise auszuüben bzw, zu erlangen. Urheber solchen Bestrebens ist Satan (Helaman 6:21-31). Unrechtmäßiges Handeln macht unfrei, führt in geistige, körperliche und intellektuelle Knechtschaft. Ich lerne, dass ich mich Christus zuwenden muss, um von der Knechtschaft der Sünde befreit zu werden, bzw. erst gar nicht von Satan in Sünde gefesselt zu werden (Galater 5:1). Um frei zu sein, muss ich nach Wahrheit streben (Johannes 8:32).

Was unternimmst du, um frei zu sein?

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Damit ihr dadurch von euren Sünden umkehrt

22. Januar 2021, 08:04am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Folgende eindringliche Warnung richtet Moroni an seine zukünftigen Leser in unserer heutigen Zeit: „Darum, o ihr Anderen, ist es nach Gottes Weisheit, dass euch dies gezeigt wird, damit ihr dadurch von euren Sünden umkehrt und nicht zulasst, dass diese mörderischen Verbindungen über euch kommen, die aufgebaut werden, um  Macht und Gewinn zu erlangen – und das Werk, ja, nämlich das Werk der Vernichtung, über euch kommt, ja, selbst das Schwert der Gerechtigkeit des ewigen Gottes auf euch fällt, um euch zu Fall zu bringen und zu vernichten, falls ihr zulasst, dass so etwas besteht.“ (Ether 8:23).

Damit ihr dadurch von euren Sünden umkehrt. Der Prophet Moroni beschreibt die Funktionsweise der `geheimen Verbindungen´ so speziell, dass wir, die Leser in unserer Zeit, in die Lage versetzt werden große politische Verschwörungen erkennen können. Und wie wichtig das für uns ist, erleben wir weltweit in vielfältiger Weise.

Diese Erläuterungen verbindet Moroni mit der Aufforderung von unseren Sünden umzukehren, und solche `mörderischen Verbindungen´, die sich bilden um Macht und Gewinn zu erlangen, zu unterbinden. Würden wir sie jedoch unterstützen und uns ihnen anschließen, weist er uns darauf hin, dass `das Schwert der Gerechtigkeit Gottes´ uns schlagen würde. Inwiefern? Ein Schwert verursacht Trennung. Das Schwert der Gerechtigkeit ist das Wort Gottes, und wenn es auf uns fällt, trennt es uns von Gott (Hebräer 4:12). Die Beispiele aus der Geschichte zeigen uns die Folgen solchen Handelns und sollten uns warnen. Im nächsten Vers sagt uns Moroni, was der Herr uns gebietet, wenn unter uns solche Verbindungen entstehen. Wir sollen uns bewusst machen, in welche furchtbare Lage wir dadurch geraten. Und er sagt uns nicht, dass diese evtl. unter uns aufkommen würden, sondern er sagt, dass sie unter uns `sein werden´ (Ether 8:24)! Ich lerne, ich muss achtsam sein, welche Kandidaten ich in ein politisches Amt wähle. Ich versuche herauszufinden, ob ihre Wertvorstellungen mit denen unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung übereinstimmen.

Was könntest du unternehmen, um das Entstehen geheimer Verbindungen zu verhindern?

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Welche Nation auch immer solche geheimen Verbindungen fördert

22. Januar 2021, 07:35am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Gott lässt uns durch Morinis Einlassung in Bezug auf geheime Verbindungen wissen: „Und welche Nation auch immer solche geheimen Verbindungen fördert, um Macht und Gewinn zu erlangen, bis sie sich über die Nation ausbreiten, siehe, die wird vernichtet werden; denn der Herr wird nicht zulassen, dass das Blut seiner Heiligen, das von jenen vergossen wird, immer vom Erdboden her zu ihm nach Vergeltung an ihnen schreit und er sie doch nicht räche.“ (Ether 8:22).

Welche Nation auch immer solche geheimen Verbindungen fördert. Welches sind die Gründe, aus denen heraus Menschen Geheimbünde schließen. Der Herr führt in diesem Vers zwei Gründe an: Streben nach Macht und Gewinn.

Dieser Punkt ist dem Herrn offensichtlich so wichtig, dass Moroni in den Versen 20-22 ausführlich auf ihn eingeht. Moroni ermahnt also seine zukünftigen Leser eindringlich, sich zu vergewissern, dass sie nicht denselben Schwüren und Verflechtungen Satans verfallen. Warum? Weil der Herr es nicht ungestraft lassen würde, wenn durch ein solches Verhalten seine unschuldigen Diener und Dienerinnen Schaden an Leib und Leben erwachsen würde. Er würde solcherlei Handeln entsprechend vergelten, rächen. Wie solche Rache des Herrn aussehen kann? Wir haben das Beispiel dieser beiden Völker, der Jarediten und Nephiten. Sie verwickelten sich in schwere Schlachten, die schließlich zur endgültigen Auslöschung des jeweiligen ungehorsamen Volkes führten. Der Herr konnte nur zusehen, denn er greift nicht in die Entscheidungsfreiheit der Menschen ein. Er hat den Niedergang zulassen müssen. Davor warnt uns Moroni nun mit seinen eindringlichen Worten.

Wie reagierst du auf Warnungen der berufenen und bevollmächtigten lebenden oder auch schon verstorbenen Diener*innen des Herrn?

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Sie waren die Ursache für die Vernichtung dieses Volkes

20. Januar 2021, 06:06am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Die letzte Schlacht der Jarediten; nur noch Koriantumr überlebt
(Bild: Quelle)

Moroni, der ja diese Zusammenfassung der Schriften Ethers gemacht hat (Ether 1:1-2), teilt uns mit: „Und nun schreibe ich, Moroni, nicht die Art ihrer Eide und Verbindungen nieder, denn es ist mir kundgetan worden, dass sie unter allem Volk vorhanden sind, und sie sind unter den Lamaniten vorhanden. 21  Und sie waren die Ursache für die Vernichtung dieses Volkes, von dem ich jetzt spreche, und auch für die Vernichtung des Volkes Nephi.“ (Ether 8:20-21).

Sie waren die Ursache für die Vernichtung dieses Volkes. Propheten, die vom Herrn beauftragt in das Land der Jarediten kamen, sagten diese Vernichtung vorher, für den Fall, dass das Volk nicht von seinem Übeltun umkehren würde (Ether 11:1).

Uns wird hier, wie auch an anderer Stelle später bei den Nephiten (Helaman 6:28,40), mitgeteilt, dass `geheime Verbindungen´ die Ursache für die Vernichtung der beiden Völker waren. In einer letzten Schlacht um Leben und Tod versammelten ihre Anführer Schiz und Koriantumr ihre Anhänger. Es müssen fürchterliche Kämpfe stattgefunden haben. Koriantumr versuchte noch den endgültigen Untergang zu verhindern und schrieb vergebens zwei entsprechende Briefe an den gegnerischen Anführer Schitz (Ether 15:4,18). So ging die Schlacht weiter, bis vom Volk der Jarediten nur noch Koriantumr überlebte (Ether 15:29-30). Und er wurde von den Nachfahren Muleks (Helaman 6:10) in Zarahemla gefunden (Omni 1:20-21). Die Antriebsfeder hierfür waren die `geheimen Verbindungen´ (Ether 14:8). Ich lerne, dass es mich zu Vernichtung führen würde, wenn ich mich geheimen Bündnissen anschließen würde.

Welche Einstellung hast du in Sachen Geheimbund?

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Der Herr wirkt nicht in geheimen Verbindungen

19. Januar 2021, 05:48am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Das Ergebnis des Betreibens der Tochter Jareds: „Und es begab sich: Sie bildeten eine geheimeVerbindung, ja, wie die vor alters; und so eine Verbindung ist in den Augen Gottes höchst gräuelreich und schlechter als alles andere. 19 Denn der Herr wirkt nicht in geheimen Verbindungen, auch will er nicht, dass der Mensch Blut vergieße, sondern vom Anfang des Menschen an hat er das in allem verboten.“ (Ether 8:18-19).

Der Herr wirkt nicht in geheimen Verbindungen. Und in seinen Augen sind sie `gräuelreicher und schlechter als alles andere´.

Als Gräuel werden in den heiligen Schriften Dinge bezeichnet, die bei rechtschaffenen und reinen Geschöpfen Gottes Abscheu oder Hass hervorrufen. Ganz allgemein gilt bei dem Herrn sündhaftes Handeln als Gräuel (Jakob 2:5). Beispiele hierzu werden in der Heiligen Schrift genannt. So lesen wir in den Sprichwörtern, dass dem Herrn schon `lügnerische Lippen´ ein Gräuel sind, während ihm zuverlässiges Verhalten gefällt (Sprüche 12:22). Eine weitere Sache, die dem Herrn als Gräuel missfällt, ist `Überheblichkeit, Stolz´ (Jakob 2:13,16). Des Weiteren sieht der Herr `unkeusches Verhalten´ als Gräuel an (Jakob 2:28), ja es wird sogar als die gräulichste Sünde angesehen, ausgenommen das `Vergießen unschuldigen Blutes´ oder das `Leugnen des Heiligen Geistes´ (Alma 39:3-5). Will ich dem Unwillen des Herrn entrinnen, muss ich all meine Kräfte darein setzen, diese Handlungen zu meiden (Lehre und Bündnisse 97:24-25). Wer von uns Menschen kann von sich aber sagen, dass er vor all diesen Dingen gefeit ist? Immer wieder mal passiert einem ein mehr oder wenig großer `Ausrutscher´. Wie dankbar bin ich für die Möglichkeit, die uns der Herr durch das Sühnopfer seines Sohnes eröffnet hat, einsichtig zu sein, um Vergebung zu bitten, gewillt zu sein, von Neuem anzufangen – Umkehr zu üben, an einer Wandlung von Herz und Sinn, verbunden mit einer neuen Einstellung zu Gott, sich selbst und zum Leben, zu arbeiten (Hesekiel 18:30-31) und diesen festen Willen Gott gegenüber durch die Teilnahme am Abendmahl zu bezeugen (Moroni 4Moroni 5).

Was ruft in dir Abscheu hervor?

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Um denen, die nach Macht strebten, zu helfen

18. Januar 2021, 06:08am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

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Weiter lesen wir über den Fortbestand geheimer Bünde: „Und sie wurden durch die Macht des Teufels bewahrt, um diese Eide dem Volk abzunehmen, um es in Finsternis zu halten und um denen, die nach Macht strebten, zu helfen, Macht zu gewinnen und zu morden und zu plündern und zu lügen und allerart Schlechtigkeit und Hurerei zu begehen.“ (Ether 8:16).

Um denen, die nach Macht strebten, zu helfen. Leider neigt der natürliche Mensch dazu `das Sagen´ haben zu wollen. Es befriedigt ihn, wenn nicht er beherrscht wird, sondern er beherrschen, über andere befehlen kann. Ob in der Politik, im Unternehmen, in Vereinen oder im privaten Bereich, streben nach Macht zieht meist katastrophale folgen nach sich (Lehre und Bündnisse 121:39).

Weshalb? Weil es sich gut anfühlt Macht zu haben. Mit Machtbefugnissen ausgestattete Positionen sind mit Weisungsbefugnis, hohem Einkommen, Ansehen und nützlichen Kontakten verbunden. Hohes Machtpotenzial ruft Gefühle wie Freude, Stolz und Begehren hervor, geringes Machtpotenzial hingegen eher negative Stimmung. Wie sieht es aber im religiösen Bereich mit Macht aus, mit Macht, die mit der Macht Gottes oder der Macht des Himmels einhergeht? Sie ist oft eng mit der `Vollmacht des Priestertums´ verbunden, der Erlaubnis oder dem Recht, für Gott zu handeln (Mosia 8:16). Die Mächte des Himmels, die von Gott verbunden mit seinem Priestertum Menschen übertragen werden, dürfen allerdings nur nach den Grundsätzen der Rechtschaffenheit eingesetzt werden. Werden sie in falscher Weise benutzt, dann ziehen sich die Himmel zurück und es ist aus mit der Macht (Lehre und Bündnisse 121:36-37). Ein Mensch, dem ein Teil der Macht Gottes übertragen wurde, kann wohl viele mächtige Werke vollbringen, muss sich allerdings davor hüten, mit ihnen zu prahlen, und die Ratschläge Gottes für nichts zu achten (Lehre und Bündnisse 3:4). Macht im Priestertum drückt sich im eifrigen `Dienst am Nächsten´ aus freien Stücken aus (Lehre und Bündnisse 5827-28). Ich lerne, ich darf nicht aus der falschen Motivation heraus nach Macht streben, mich nicht von dem verführen lassen, der sie benutzt, um Menschen von Gott wegzuziehen (Lukas 4:6) oder gegen bestehende Gesetze zu handeln, wie Jareds Tochter, wie Jared und Akish (Ether 8:17).

Wie gehst du mit dir übertragener Macht um?

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Akisch nahm ihnen die Eide ab, … die schon von Kain weitergegeben worden waren

17. Januar 2021, 13:51pm

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Wir lesen über die Abnahme des Eides durch Akish (Ether 8:13): „Und es begab sich: Auf diese Weise stimmten sie mit Akisch überein. Und Akisch nahm ihnen die Eide ab, die von denen vor alters gegeben worden waren, die auch nach Macht strebten, und die schon von Kain weitergegeben worden waren, der ein Mörder von Anfang an war.“ (Ether 8:15).

Akisch nahm ihnen die Eide ab, … die schon von Kain weitergegeben worden waren. Schon seit Anbeginn der Menschheit arbeitete Satan daran, die Herzen der Menschen für seine Pläne zu gewinnen, und zwar durch das Versprechen, dass sie Macht und Reichtum erlangen könnten, wenn sie seinen Einflüsterungen folgen würden.

So berichtet uns die Bibel über die erste `geheime Verbindung´ nach der Schöpfung. Es gab die zwei Söhne Adams und Evas, den Ackersmann Kain und den Schafhirten Abel. Abel, ein gottesfürchtiger Mann, brachte dem Herrn die geforderten Opfer in Rechtschaffenheit dar, woraufhin Gott gnädig auf ihn und seine Opfer reagierte. Kain hingegen war von Satan mehr angezogen, als von Gott und brachte sein Opfer mit der falschen Einstellung dar, was den Herrn nicht erfreuen konnte. Gott verhieß Kain, dass wenn er nicht umkehren würde, er in der Geschichte der Menschheit als der Begründer der Gräuel bekannt werden würde. Satan verführte Kain nun dazu, ihm im Geheimen einen Eid zu leisten, wodurch er Macht über seinen Bruder Abel erlangen würde. Kain wurde dadurch der Meister dieser Geheimnisse. Auf dem Feld ermordete er dann seinen Bruder Abel und frohlockte, dass ihm nun seine Herden gehören würden (Köstliche Perle Mose 5:18-33; 1. Mose 4:2-8). Ich lerne, dass ich besser fahre, wenn ich mich an die Versprechen Gottes anstatt die des Satans halte, da Gottes Pläne nachhaltig sind, auf die Ewigkeit ausgerichtet, Satans Pläne hingegen nur auf vergängliche irdische Belohnungen.

Was spricht deiner Meinung dafür bzw. dagegen, lieber den Spatz in der Hand zu wählen, als die Taube auf dem Dach – das Sprichwort mal anders betrachtet: den sicheren kleineren nicht anhaltenden Erfolg anstatt den zukünftigen größeren und andauernden?

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Sie alle schworen ihm beim Gott des Himmels

15. Januar 2021, 06:17am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Das Bündnis der Taufe
(Bild: Quelle)

Akish verpflichtet seine Verwandtschaft und seine Freunde ihm treu zu folgen (Ether 8:13). „Und es begab sich: Sie alle schworen ihm beim Gott des Himmels und auch bei den Himmeln und auch bei der Erde und beim eigenen Haupt, dass jeder, der von der Beihilfe, die Akisch forderte, abweichen würde, seinen Kopf verlieren solle; und wer irgendetwas von dem preisgeben würde, was Akisch ihnen kundgetan hatte, der solle sein Leben verlieren.“ (Ether 8:14).

Sie alle schworen ihm beim Gott des Himmels. Akish, ein Freund Omers, des Vaters von Jared (Ether 8:11), bringt seine Verwandten und Freunde dazu, ihm beim Gott des Himmels und bei den Himmeln, der Erde und dem eigenen Haupt zu schwören, nicht von dem abzuweichen, was Akish von ihnen verlangen würde.

Es wird uns nicht berichtet, ob Akish seine Anhänger vorher davon unterrichtet hat, worauf sie sich dabei einlassen würden. Sollte das nicht der Fall gewesen sein, haben sie wohl diesen Schwur in vollem Vertrauen auf ihn geleistet. Nun kann man sich wieder trefflich darüber streiten, ob ´schwören bei allem Heiligen´ überhaupt erlaubt war. Wir befinden uns in einer Zeit ungefähr um die knappe zweitausend vor Christus, also der Zeit in der Gesetze des Alten Testamentes galten. Da lese ich im 3. Mose 19:12: „Ihr sollt nicht falsch bei meinem Namen schwören; du würdest sonst den Namen deines Gottes entweihen. Ich bin der HERR.“ Das Volk des Herrn war also aufgefordert `nicht falsch beim Namen Gottes zu schwören´. Andererseits lese ich auch: „Wenn ein Mann dem HERRN ein Gelübde ablegt oder einen Eid schwört und sich zu einer Enthaltung verpflichtet, dann darf er sein Wort nicht brechen; genauso, wie er es ausgesprochen hat, muss er es ausführen.“ (4. Mose 30:3). Gelübde und Eide mit dem Herrn wurden offensichtlich praktiziert. So hat Abraham einen Vertrag mit Abimelech durch seinen Schwur bei Gott bekräftigt (1. Mose 21:22-24). Wie handhabt Gott heutzutage Eide und Bündnisse zwischen ihm und uns Menschen? Ich denke da an den `Eid und Bund des Priestertums´. Der Herr überträgt seinen Dienern Priestertumsvollmacht mittels einer gegenseitigen `geschworenen Zusicherung´, die darin besteht, dass diejenigen, die ihre Berufung mit aller Kraft treu erfüllen, `vom Geist geheiligt werden´ und Erben all dessen sein werden, was der Vater hat (Lehre und Bündnisse 84:33-39). Gleiches gilt auch für die getreuen Dienerinnen Gottes – denke an die Tempelbündnisse. Das Volk des Herrn war und ist also ein Bündnisvolk: Der Herr stellt die Bedingungen, das Volk geht diese ein (Taufe, Abendmahl, Tempel ...) und erhält bei Einhaltung die versprochenen Segnungen bzw. im gegenteiligen Fall die angedrohte Strafe (Lehre und Bündnisse 54:4-6). So wie sich die Familie und Freunde Akishs im Klaren sein mussten darüber, welchen Schwur sie leisteten, müssen wir uns auch heute die Frage stellen, bin ich gewillt heilige Versprechen gegenüber Gott zu leisten und sie auch einzuhalten, und was kann ich wie noch retten, wenn ich mal strauchle?

Überlege dir, welche Bündnisse bist du mit Gott eingegangen, und was hast du dabei versprochen, und wie bist du bemüht diese einzuhalten?

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Ich werde sie dir geben, wenn du mir den Kopf meines Vaters, des Königs, bringst

14. Januar 2021, 05:39am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Vereidigung und Gelöbnis von Soldaten der Bundeswehr
(Bild: Quelle)

Aufgrund der Tanzdarbietung der Tochter Jareds vor Akish, begehrte dieser sie von Jared zu seiner Frau (Ether 8:11). „Und Jared sprach zu ihm: Ich werde sie dir geben, wenn du mir den Kopf meines Vaters, des Königs, bringst. 13  Und es begab sich: Akisch versammelte in Jareds Haus alle seine Verwandten und sprach zu ihnen: Wollt ihr mir schwören, dass ihr mir treu sein wollt in dem, was ich von euch verlange?“ (Ether 8:12-13).

Ich werde sie dir geben, wenn du mir den Kopf meines Vaters, des Königs, bringst. Diese Bedingung Jareds und das starke Begehren Akishs führten nun zu der Gründung einer geheimen Bande.

Akish versammelte alle seine Verwandten im Hause Jareds, und verlangte von ihnen einen Treueschwur, zu dem zu stehen, was er von ihnen verlangen würde. `Treueschwüre´ kenne ich im Zusammenhang mit der Übernahme eines Amtes im Staate. Ein solcher Amts- bzw. Diensteid ist ein Eid, bzw. eine Erklärung, die vor der Übernahme von Pflichten in einem Amt oder Dienst zu leisten ist. So leisten z. B. alle Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit folgenden Diensteid: „Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.“ (ggf. auch ohne die Worte „so wahr mir Gott helfe“). Ich lerne, dass ich achtsam sein muss, wenn ich, falls von mir verlangt wird einen Schwur zu leisten, worauf ich diesen leiste.

In welcher Situation wurde von dir schon mal verlangt, einen `Treueschwur´ zu leisten – sei es weltlich oder kirchlich?

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Ich bin schön, und ich will vor ihm tanzen

13. Januar 2021, 06:02am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Benozzo Gozzoli – Tanz der Salome, 1461/62
(Bild: Quelle)

Jared, der Sohn Omers, hatte das seinem Vater geraubte Königreich, in einer lebensbedrohlichen Situation versprochen, diesem wieder zurückzugeben. Als diese Situation vorbei war, war er darüber im Nachhinein allerdings gar nicht mehr erfreut, sondern merklich betrübt. Seine Tochter schmiedete daraufhin einen Plan, wie er die Herrschaft über das Reich seines Vaters wieder zurückbekommen könnte (Ether 8:8): „Und darum möge nun mein Vater nach Akisch senden, Kimnors Sohn; und siehe, ich bin schön, und ich will vor ihm tanzen, und ich will ihm gefallen, sodass er mich zur Frau begehrt; wenn er darum von dir verlangt, dass du mich ihm zur Frau gibst, dann sollst du sprechen: Ich werde sie geben, wenn du mir den Kopf meines Vaters, des Königs, bringst.“ (Ether 8:10).

Ich bin schön, und ich will vor ihm tanzen. Kommt dir diese Aussage der Tochter Jareds nicht auch irgendwoher bekannt vor?

Knappe Zweitausend Jahre später wird uns im Neuen Testament eine ähnliche Situation geschildert. Hier heißt die Tochter `Salome´ – in der Bibel allerdings nur als die `Tochter der Herodias´ aufgeführt – und das Opfer `Johannes der Täufer´. Allerdings sind die Ausgangssituationen etwas unterschiedlich. Herodes hatte da ein Problem. Er hatte die Frau seines Bruders Philippus, Herodias, geheiratet, was gegen das Gesetz war und von Johannes dem Täufer verurteilt wurde. Herodias missfiel dieses und suchte nach einer Gelegenheit, ihn umbringen zu lassen. Die Gelegenheit kam, als die Tochter der Herodias auf einer Geburtstagsfeier des Herodes so tanzte, dass Herodes sich dazu hinreißen ließ, ihr jeden Wunsch zu erfüllen. Nachdem Salome ihre Mutter Herodias fragte, was sie denn von Herodes verlangen sollte, sagte sie: „… Den Kopf Johannes’ des Täufers.“ (Markus 6:14-28). Hier stiftete die Mutter ihre Tochter an, während die, auch im Buch Mormon nicht namentlich genannte Tochter des Jared, ihren Vater auf alte `geheime Pläne´ aufmerksam machte, mittels derer er doch wieder an die Macht kommen könne, sie wollte durch ihren Tanz zur Gründung dieser `geheimen Bündnisse´ beitragen (Ether 8:11). Ich lerne, dass ich mich nicht durch attraktive Verlockungen zur Abkehr meiner heiligen Bündnisse mit Gott verleiten lassen darf.

Wie reagierst du auf attraktive Verlockungen?

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