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Glaubensansichten

Sei nicht zornig auf deinen Diener wegen seiner Schwäche vor dir

20. Oktober 2020, 04:49am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Folgendermaßen leitet Jareds Bruder gegenüber dem Herrn seinen Lösungsvorschlag, Licht in die dunklen Boote zu bringen, ein: „O Herr, du hast gesagt, dass wir ringsum von den Fluten umschlossen sein müssen. Nun siehe, o Herr, und sei nicht zornig auf deinen Diener wegen seiner Schwäche vor dir; denn wir wissen, dass du heilig bist und in den Himmeln wohnst und dass wir unwürdig sind vor dir; wegen des Falles ist unsere Natur beständig böse geworden; doch, o Herr, du hast uns das Gebot gegeben, dass wir dich anrufen müssen, damit wir von dir gemäß unseren Wünschen empfangen.“ (Ether 3:2).

Sei nicht zornig auf deinen Diener wegen seiner Schwäche vor dir. Von Jareds Bruder wird uns wieder vor Augen gehalten, welchen Stand wir als Mensch vor dem Herrn erreicht haben. Die ersten Menschen der Schöpfung des Herrn, Adam und Eva, haben aufgrund ihrer Freiheit Entscheidungen zu treffen, ungeachtet der Warnung Gottes, von der Frucht des `Baumes der Erkenntnis´ genossen, da Eva darin die einzige Möglichkeit sah, die Entwicklungen durchmachen zu können, die erforderlich waren, den Zweck des Lebens zu erfüllen (Köstliche Perle Mose 5:11). Dadurch wurden sie in einen sterblichen Zustand verwandelt und aus der Gegenwart des Herrn, im Garten von Eden, verbannt (2. Nephi 2:19). Dies brachte mit sich, dass der Mensch in einen `gefallenen Zustand´ eintrat (1. Nephi 10:6) und zu einem `natürlichen Menschen´, und damit zu einem Feind Gottes wurde (Mosia 16:5).

Diese feindliche Haltung gegenüber Gott, würden wir nur dadurch in der Lage sein abzulegen, indem wir `den Einflüsterungen des Heiligen Geistes nachgeben´, und mithilfe des Sühnopfers Jesu Christi ein `Heiliger´ werden würden, was bedeutet, ein glaubenstreues Mitglied Seiner Kirche zu sein (Mosia 3:19). Das bringt es auch mit sich, dass ich den Herrn in meiner Schwäche anrufen muss, eine ehrfürchtige Verbindung zu Ihm aufbauen muss, in der ich meinem Dank Ausdruck verleihe und um Segnungen bitte, wie er es uns geboten hat (Matthäus 6:9; 3. Nephi 18:19; 3. Nephi 20:1). Dieses Gebot hat der Herr auch in unserer Zeit bestätigt (Lehre und Bündnisse 19:28). Eltern hat er sogar geboten, ihren Kindern das Beten zu lehren (Lehre und Bündnisse 68:28). Ja, dieses Gebot besteht von Anbeginn der Menschheit (Köstliche Perle Mose 5:8). Ich lerne, wie wichtig das Gebet in meinem Alltag ist.

Welchen Stellenwert nimmt das Gebet in deinem Leben ein?

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Und schmolz aus einem Felsen sechzehn kleine Steine

19. Oktober 2020, 05:07am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Nun folgt die Reaktion von Jareds Bruder, auf die Frage des Herrn: „Was wollt ihr, dass ich für euch bereiten soll, damit ihr Licht habt, wenn ihr in den Tiefen des Meeres verschlungen seid?“ (Ether 2:25): „Und es begab sich: Jareds Bruder (nun war die Zahl der Wasserfahrzeuge, die man hergerichtet hatte, acht) ging hin zu dem Berg, den sie wegen seiner überaus großen Höhe den Berg Schelem nannten, und schmolz aus einem Felsen sechzehn kleine Steine, und sie waren weiß und klar, ja, wie durchscheinendes Glas; und er trug sie in seinen Händen auf die Spitze des Berges und schrie abermals zum Herrn, nämlich:“ (Ether 3:1).

Und schmolz aus einem Felsen sechzehn kleine Steine. In einem Einschub lässt uns Moroni die Anzahl der Boote wissen, die die Auswanderergruppe um Jareds Bruder gebaut hatte, nämlich acht an der Zahl. Für diese Boote ging es nun Jareds Bruder darum, ob der Herr es zulassen würde, sie im Dunkeln diese lange, wie sich später herausstellen würde, dreihundertvierundvierzig Tage dauernde Seereise (Ether 6:11) auszuhalten. Der Herr aber gab die Frage, wie er denn Licht in die Finsternis bringen solle an Jareds Bruder zurück.

Jareds Bruder wurde nun seinerseits aktiv. Offensichtlich hatte er schon einen Plan. Er ging zu einem überaus großen Berg, und bereitete die Dinge vor, die der Herr dann dahingehend verändern sollte, dass sie Licht spenden würden. Auch hier finde ich wieder ein Beispiel für mein Verhalten im Lösen von Problemen: Glauben, Eigeninitiative und Kreativität entwickeln. Jareds Bruder gibt mir auch ein Beispiel darin, nach der Schrift zu handeln: „… es ist nicht recht, dass ich in allem gebieten muss; …“ (Lehre und Bündnisse 58:26). Robert D. Hales, verstorbenes Mitglied des Kollegiums der Zwölf, rät uns: „Wie der Bruder von Jared müssen wir die Bedürfnisse unserer Familienmitglieder sorgfältig abwägen, einen Plan erstellen, um diese Bedürfnisse zu erfüllen, und dann unseren Plan im Gebet zum Herrn bringen. Dies wird unsererseits Glauben und Anstrengung erfordern, aber er wird uns helfen, wenn wir seine Hilfe suchen und seinen Willen tun.“ (lies hier beginnend mit: As parents and leaders).

Wie gehst du vor, wenn sich in deinem Leben Schwierigkeiten in den Weg stellen?

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Ich bereite euch gegen dies alles vor

17. Oktober 2020, 04:10am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle; Text eingefügt)

Der Herr erklärt Jareds Bruder weiter: „Und siehe, ich bereite euch gegen dies alles vor; denn ihr könnt diese große Tiefe nicht überqueren, außer ich bereite euch vor gegen die Wogen des Meeres und die Winde, die ausgegangen sind, und die Fluten, die kommen werden. Darum: Was wollt ihr, dass ich für euch bereiten soll, damit ihr Licht habt, wenn ihr in den Tiefen des Meeres verschlungen seid?“ (Ether 2:25).

Ich bereite euch gegen dies alles vor. Ist das nicht eine wunderbare Zusage, die der Herr diesen Auswanderern, die eine gefährliche Ozeanüberquerung vor sich haben, gibt? Er wird alles vorbereiten! Die Wogen des Meeres mit ihren Fluten, die Winde, die jeweils notwendig sind, die richtige Richtung einzuschlagen und zu halten, um mit Sicherheit an das vom Herrn vorgesehene Ziel zu gelangen. Aber er fragt nun nochmals, was er wegen der Dunkelheit in den Booten tun soll.

Ich sehe dies als eine Parallele zu unserem Leben. Wir haben eine turbulente Reise vor uns in ein vom Herrn verheißenes Land, nämlich mit weiteren Erfahrungen zurück, dorthin, woher wir kamen – in die Gegenwart unserer himmlischen Eltern. Auch hier hat der Herr für uns alles vorbereitet. Er hat uns ein Gesamtpaket geschnürt, das `Erlösungswerk´, bestehend aus dem Evangelium seines Sohnes, und als Krönung dessen Sühnopfer für die Dinge, die wir nicht schaffen können, für die wir zu schwach sind, als Ausbügelung all der Fehler die wir in unserem Erdendasein begehen. Wie unendlich dankbar bin ich für diese Vorkehrungen, die er getroffen hat! Aber er wird nicht alles für mich tun, sondern mich fragen, was ich von mir aus tun will, um Hindernisse auf dem Weg auszuräumen, oder Vorschläge von mir erwarten, was ich mir wünsche, was er für mich tun kann, das ich nicht in der Lage bin zu tun.

Wie nutzt du diese vom Herrn vorbereiteten Hilfen?

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Die Wellenberge werden über euch hereinbrechen

16. Oktober 2020, 04:08am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Auf seine Frage, was er denn für die Betroffenen tun solle (Ether 2:23), schiebt der Herr noch weitere Erläuterungen nach: „Denn siehe, ihr werdet wie ein Wal inmitten des Meeres sein; denn die Wellenberge werden über euch hereinbrechen. Doch werde ich euch wieder aus den Tiefen des Meeres hervorbringen; denn die Winde sind aus meinem Mund ausgegangen, und auch den  Regen und die Fluten habe ich ausgesandt.“ (Ether 2:24).

Die Wellenberge werden über euch hereinbrechen. Bei seiner Antwort auf die Bedenken des Bruders von Jared (siehe gestriger Blogbeitrag), gibt ihm der Herr noch weitere Erläuterungen. Mit ihnen sollten die Seereisenden auf das vorbereitet werden, was sie bei der Ozeanüberquerung zu erwarten hätten: stürmische, raue See, in der sie wahrscheinlich auch zeitweise wie ein Wal unter Wasser sein würden.

Ich denke, dass dies gerade keine beruhigende Erklärung gewesen sein muss. Doch ich denke der Herr gab diese Information absichtlich bevor die Ereignisse eintrafen, sodass die Seefahrer davon nicht plötzlich überrascht würden und in Panik gerieten. Er fügte ja auch erklärend hinzu, dass die Ereignisse auf seine Anweisungen hin erfolgen würden. Dies kann ich auch auf meine Reise durch mein Leben beziehen. Auch hier wird es zwischendurch starke Winde, widrige Ereignisse, geben. Ich darf mich aber insofern geborgen fühlen, als ich weiß, dass der Herr mir mit diesen Winden helfen will, mein von ihm angebotenes Reiseziel, mein mir `verheißenes Land´, also nach meinem Erdenleben wieder in seiner Gegenwart leben zu können, zu erreichen (Ether 6:5). Wie dankbar darf ich also auch für solche `Winde´ in meinem Leben sein. Ich muss sie nur richtig einschätzen, und wie der Kapitän eines Segelbootes auf dem Meer, richtig nutzen, wozu Erfahrung gehört, die ich aus den Schriften erlernen kann.

Wie nutzt du Widrigkeiten, die in deinen Lebensabschnitten auftreten so, dass du dein großes Ziel, in die Gegenwart des Herrn zurückkehren zu können, erreichen kannst?

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Was wollt ihr, dass ich tun soll …?

15. Oktober 2020, 04:53am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Viele Probleme des Bootsbaus waren schon gelöst, nur noch nicht das mit dem Licht
(Bild: Quelle)

Jareds Bruder sprach den Herrn noch auf das nicht gelöste Problem des Lichtes in den Wasserfahrzeugen an (Ether 2:22), und erlebte folgende Reaktion des Herrn: „Und der Herr sprach zu Jareds Bruder: Was wollt ihr, dass ich tun soll, damit ihr Licht in euren Wasserfahrzeugen habt? Denn siehe, ihr könnt keine Fenster haben, denn sie würden in Stücke geschlagen werden; auch sollt ihr kein Feuer mitnehmen, denn ihr sollt nicht mit dem Licht des Feuers reisen.“ (Ether 2:23).

Was wollt ihr, dass ich tun soll …? In dieser Angelegenheit hat der Herr nicht wie bei dem Problem mit der Frischluft (siehe Blogbeitrag von gestern), von sich aus eine Lösung vorgegeben, sondern Jareds Bruder die Gelegenheit gegeben, sich selber Gedanken zu machen und einen Lösungsvorschlag zu unterbreiten. Der Herr hat nur mitgeteilt, welche Lösungen nicht möglich wären, nämlich die mit Fensterglas und offenem Feuer, was ja auch die Sauerstoffproblematik verschärft hätte.

Ich lerne, dass der Herr genau weiß, auf welche Problemlösungen man schon selber kommen könnte oder zumindest Lösungsansätze erarbeiten sollte, und wo er etwas aufgrund unserer Unkenntnis vorgeben muss. Das heißt, manchmal werde ich vom Herrn keine Lösung serviert bekommen, sondern eine Frage, was er denn meiner Meinung nach tun soll, um das Problem zu lösen, das wir von uns aus nicht in der Lage sind zu tun. Mindestens erwartet er von uns geistige Anstrengungen im Hinblick auf eine mögliche Lösung, die wir ihm vorschlagen dürfen, und er würde sie dann mit seinen Fähigkeiten realisieren.

Welche Erfahrungen hast du schon in dieser Hinsicht gemacht, dass du auf deine Bitte an den Herrn eine Aufforderung bekommen hast, selber einen Lösungsvorschlag auszuarbeiten?

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Wirst du zulassen, dass wir dieses große Wasser im Finstern überqueren?

14. Oktober 2020, 05:30am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Dann sagte Jareds Bruder dem Herrn, dass es in den Schiffen ganz finster sei.
(Bild: Quelle)

Das eine Problem, das Jareds Bruder gegenüber dem Herrn ansprach, hatte dieser ihm durch entsprechende Anweisungen geholfen zu lösen (siehe gestriger Blogbeitrag). Nun gab es noch das Problem mit dem Licht: „Und er schrie abermals zum Herrn, nämlich: O Herr, siehe, ich habe getan, ja, wie du mir geboten hast; und ich habe die Wasserfahrzeuge für mein Volk hergerichtet, und siehe, es ist kein Licht darinnen. Siehe, o Herr, wirst du zulassen, dass wir dieses große Wasser im Finstern überqueren?“ (Ether 2:22).

Wirst du zulassen, dass wir dieses große Wasser im Finstern überqueren? Nachdem der Herr Jareds Bruder geholfen hatte das Problem mit der Frischluft in den Booten in den Griff zu bekommen, stand noch die Lösung mit dem fehlenden Licht in den geschlossenen Booten aus.

Jareds Bruder scheute sich nicht, dieses Problem nochmals zur Sprache zu bringen. Er wies den Herrn darauf hin, dass er die letzten Anweisungen gehorsam ausgeführt hatte und leitete nun zu der noch offenen Frage über. Er unterstrich die Dringlichkeit dadurch, dass er den Herrn fragte, ob er es denn wolle, dass sie große Teile der Seereise in Finsternis verbringen sollten. Dabei muss Jareds Bruder sich dessen bewusst gewesen sein, dass es sich um eine längere Seereise handeln würde. Ich lerne, dass ich beim Herrn auch nachhaken kann, wenn ich mich bemüht habe, vorhergehende Anweisungen gehorsam und genau zu befolgen. Ich lerne auch, dass ich, wenn ich etwas erreichen möchte, die Empfindungen meines Gesprächspartners mit ins Spiel bringen kann: „… o Herr, wirst du zulassen, dass wir dieses große Wasser im Finstern überqueren?“

Wie gehst du vor, wenn du nur auf einen Teil deiner Fragen an den Herrn eine Antwort erhalten hast?

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Du sollst ein Loch im Oberteil machen und auch im Boden

13. Oktober 2020, 04:55am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Die Antwort Gottes auf die Bedenken des Bruders Jareds in Bezug auf frische Atemluft in den kleinen Booten: „Und der Herr sprach zu Jareds Bruder: „Siehe, du sollst ein Loch im Oberteil machen und auch im Boden; und wenn es dir an Luft mangelt, sollst du das Loch auftun und Luft erhalten. Und wenn es so ist, dass Wasser über dich hereinkommt, siehe, dann sollst du das Loch verschließen, damit du nicht in der Flut zugrunde gehest.“ (Ether 2:20).

Du sollst ein Loch im Oberteil machen und auch im Boden. Zwei Bedenken hatte Jareds Bruder im Vers vorher gegenüber dem Herrn zur Sprache gebracht, Licht wäre in den Booten wünschenswert, und Atemluft würde ausgehen, wenn die Boote wasserdicht verschlossen würden.

Für eine dieser beiden Herausforderungen gab der Herr ihm postwendend eine Lösung vor. Er gab ihm Anweisung, was er machen sollte, damit sie Frischluft, während ihrer Reise mit den Booten, bekommen könnten. Er sollte an zwei gegenüberliegenden Stellen eine Öffnung einarbeiten, zusätzlich jeweils einen passgenauen Deckel, mit dem die Öffnungen im Bedarfsfall abgedichtet werden konnten, je nachdem, welche der Öffnungen drohte mit Wasser überflutet zu werden. Das zweite Problem ließ der Herr noch ungelöst. Ich lerne, dass der Herr dort, wo es einem an entsprechenden Kenntnissen und Fertigkeiten fehlt, notwendige Unterstützung und Anweisung zukommen lässt. Er wartet allerdings auch ab, ob wir von uns aus auf bestimmte Unstimmigkeiten kommen. Dadurch unterstützt er uns, zu lernen, Dinge auch kritisch zu hinterfragen.

Welche Erfahrungen hast du schon in dieser Hinsicht mit dem Herrn gemacht?

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Wir werden auch zugrunde gehen, denn darinnen können wir nicht atmen

12. Oktober 2020, 05:13am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Nach Vollendung der Arbeiten an den Schiffen brachte Jareds Bruder gegenüber dem Herrn einige seiner Bedenken vor: „Und siehe, o Herr, darinnen ist kein Licht; wohin werden wir steuern? Und wir werden auch zugrunde gehen, denn darinnen können wir nicht atmen, außer die Luft, die darinnen ist; darum werden wir zugrunde gehen.“ (Ether 2:19).

Wir werden auch zugrunde gehen, denn darinnen können wir nicht atmen. Der Bruder Jareds hatte offensichtlich gute Kenntnisse und Fertigkeiten. Kein Wunder, er wurde von Jesus Christus, dem Schöpfer von allem, angelernt und unterwiesen. Doch kam er offensichtlich von sich aus auf einige Probleme, die ihrem Überleben bei der Überquerung des Ozeans ein Ende machen würden. Kein Mensch kann längere Zeit völlige Dunkelheit unbeschadet überstehen, aber noch weniger ohne Atemluft auskommen. Natürlich hätte Gott ihm diese Problematik leicht von sich aus aus der Welt schaffen können, doch offensichtlich sollte er sich selber darüber Gedanken machen.

So sprach Jareds Bruder den Herrn nun auf diese Punkte an. Ich meine, dass dazu auch eine gehörige Portion Mut und Selbstvertrauen gehören. Immerhin ist Christus der `Lehrmeister´ und Jareds Bruder war der `Lehrling´. Es musste also zu Christus eine hervorragende Beziehung bestanden haben. Jareds Bruder machte sich selber auch Gedanken über die Situation, bekam bei zumindest diesen beiden Punkten, Licht und Luft, große Bedenken, und sprach diese gegenüber seinem Lehrmeister an. Ich lerne, dass ich mir über die Vorhaben in meinem Leben auch Gedanken machen muss, und dann dem Herrn meine Bedenken vortragen kann, in der Hoffnung und Zuversicht, dass er mich damit nicht alleine lässt, sondern mir ´auf die Sprünge helfen´ wird. Mir ist auch klar, dass es nicht unbedingt auf die Weise sein wird, dass ich nichts weiter dazu beitragen muss. Schließlich soll und will ich ja dazulernen.

Von wem hast du dir, in fraglichen Punkten deines Lebens, schon mal ´auf die Sprünge helfen´ lassen?

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Sie waren auf eine Weise gebaut, dass sie überaus dicht waren

10. Oktober 2020, 05:33am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Der Schiffsbau für die Überquerung des Ozeans
(Bild: Quelle)

Moroni lässt uns wissen, welcher Art die Schiffe waren, die der Herr Jareds Bruder anwies zu bauen: „Und sie waren auf eine Weise gebaut, dass sie überaus dicht waren, sodass sie Wasser halten konnten wie eine Schüssel; und ihr Boden war dicht wie eine Schüssel; und ihre Seiten waren dicht wie eine Schüssel; und ihre Enden waren spitz; und ihr Oberteil war dicht wie eine Schüssel; und ihre Länge war die Länge eines Baumes; und ihre Tür, wenn sie geschlossen war, war dicht wie eine Schüssel.“ (Ether 2:17).

Sie waren auf eine Weise gebaut, dass sie überaus dicht waren. In diesem Vers wird uns die Bauart der Schiffe, die unter Anleitung des Herrn, von der, zuzeiten des Baus des großen Turmes um etwa 2000 v. Chr. aus Mesopotamien auswandernden Gruppe, angefertigt wurden, um den vor ihnen liegenden Ozean zu überqueren und so in das ihnen `verheißene Land´ gelangen zu können (Ether 1:42). Die erste Ozeanüberquerung, über die uns schriftlich berichtet wird.

Ich stelle mir vor, dass dies eine sehr große Herausforderung war, und eines überaus großen Glaubens in den Herrn Jesus Christus bedurfte. Die Schiffe hatten keinen Antrieb, kein Ruder und für den Fall, dass Wellen sie begruben, waren sie total dicht, ich stelle mir in meiner Einfalt vor, in etwa wie U-Boote, eben nur aus Holz. Sie wurden nur durch die Meeresströmung und die Winde, dorthin getrieben, wohin Gott die Gruppe geleiten wollte: auf die andere Hälfte der Erdkugel, die westliche Hemisphäre. Sie sollte nun nach der Sintflut auch wieder belebt werden. Deshalb auch der Auftrag, Tiere und Pflanzen mitzunehmen (Ether 1:41). Ich wünsche mir einen solchen tiefen und festen Glauben in die Macht Gottes, wie er von dieser Gruppe, zu dieser Zeit, aufgebracht wurde.

Welche Vorstellungen hast du von den Booten, die der Herr sie anwies zu bauen?

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Geh ans Werk und baue nach der Weise Schiffe, wie ihr bisher gebaut habt

9. Oktober 2020, 04:48am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

Nach der Zurechtweisung des Bruders von Jared, ließ der Herr ihn wissen, was nun nach vierjähriger Pause zu tun sei: „Und der Herr sprach: Geh ans Werk und baue nach der Weise Schiffe, wie ihr bisher gebaut habt. Und es begab sich: Jareds Bruder ging ans Werk, und auch seine Brüder, und sie bauten Schiffe nach der Weise, wie sie gebaut hatten, gemäß den Weisungen des Herrn. Und sie waren klein, und sie waren leicht auf dem Wasser, ja, der Leichtigkeit eines Vogels auf dem Wasser gleich.“ (Ether 2:16).

Geh ans Werk und baue nach der Weise Schiffe, wie ihr bisher gebaut habt. Bei dieser Aussage des Herrn fällt mir gleich eine Parallele ein, die sich einige Jahrhunderte später ereignete. Eine weitere Auswanderergruppe lagerte am Meer, wohin sie der Herr aus Jerusalem durch die Wildnis geführt hatte. Nachdem Nephi, der Sohn Lehis, der Aufforderung des Herrn um die 590 v. Chr. nachgekommen war, auf einen Berg zu steigen, sprach der Herr mit ihm: „Du sollst ein Schiff bauen auf die Weise, die ich dir zeigen werde, damit ich dein Volk über diese Wasser führen kann.“ (1. Nephi 17:8). Beide, sowohl Jareds Bruder, als auch Nephi kamen diesem Auftrag des Herrn nach und bauten Schiffe nach dessen Weisung.

Jedoch unterschieden sich die Schiffe offensichtlich. Nephi baute im Vertrauen auf die Anleitung des Herrn (1. Nephi 17:50-51) ein Schiff für die ganze Auswanderergruppe, weshalb es wohl entsprechend groß ausgefallen sein musste, während Jareds Bruder mehrere kleine leichte Boote vom Herrn angewiesen wurde zu bauen, und zwar nach der Art, wie sie sie offensichtlich schon vorher auf ihrer Reise durch die Wildnis gebaut hatten (Ether 2:6). Ich schöpfe aus diesen Begebenheiten Hoffnung, dass der Herr auch mir Weisung geben würde, wenn ich eine Aufgabe erledigen sollte, die ich aus mir heraus nicht leisten könnte. Ich darf bloß nicht von vornherein `die Flinte ins Korn werfen´, sondern muss darauf vertrauen, dass der Herr mir die Fähigkeiten und Fertigkeiten beibringt, die ich mir alleine nicht aneignen kann.

Wie gehst du vor, wenn du einen Auftrag erfüllen sollst, von dem du nicht weißt wie?

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