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Glaubensansichten

Sein Vater errichtete im Land viele Städte

25. Februar 2021, 05:29am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Lava im Dorf: Der dampfende Gesteinsbrei hat Häuser bis zu den Dächern geflutet.
(Bild: Quelle; Nicolau Centeio/ dpa)

Nachdem Schez Jun. durch einen Räuber wegen seines Reichtums umgebracht wurde, konnte sein Vater weiterregieren (Ether 10:3). „Und es begab sich: Sein Vater errichtete im Land viele Städte, und das Volk fing an, sich wieder über das ganze Land auszubreiten. Und Schez lebte bis zu einem überaus hohen Alter; und er zeugte Riplakisch. Und er starb, und Riplakisch regierte an seiner statt.“ (Ether 10:4).

Sein Vater errichtete im Land viele Städte. Nachdem das Volk der Jarediten sich vom Herrn abgekehrt hatte, wurde es durch eine große Hungersnot und Giftschlangen vernichtet (Ether 9:30-31). Nun wissen wir nicht, wie lange diese Plage anhielt. Während dieser Zeit ist sicherlich viel Siedlungsraum unbewohnbar geworden. Der übriggebliebene Rest des Volkes sah ein, dass es falsch gehandelt hatte und bekehrte sich wieder zum Herrn, worauf dieser dafür sorgte, dass der Not ein Ende bereitet wurde, und das Volk allmählich wieder aufleben konnte (Ether 9:34-35).

Nach dieser Zeit der Zerstörung war wohl Wiederaufbau angesagt, was König Schez Sen. auch veranlasste. So wurde das verlassene Land wieder urbanisiert, und das Volk breitete sich wieder über das Land aus. Auch wir in heutiger Zeit erleben es immer wieder, dass Städte und Länder zerstört werden, unbewohnbar gemacht werden, sei es durch Naturkatastrophen oder Kriege. Menschen zieht es danach dann doch immer wieder in ihre ursprüngliche Gegend zurück, und sie beginnen mit einem Wiederaufbau. So sind z. B. die Ureinwohner der kapverdischen Inseln, vor der afrikanischen Westküste gelegen, nicht bereit ihre Heimat zu verlassen, obwohl sie von der Regierung dazu aufgefordert wurden. Es handelt sich um vulkanisch aktives Gebiet. Die Inselgruppe verdankt ihre Existenz vulkanischer Tätigkeit im Atlantischen Ozean. So spuckte der Vulkan 2014, nach zwanzigjähriger Ruhephase, erneut Gase und Lava aus. Die Lavaströme zerstören die Ortschaften Portela und Bangaeira und große Teile der Anbauflächen. Das hinderte die Einwohner, die sich rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten jedoch nicht, wieder zurückzukehren und ihre Orte wieder aufzubauen. Ich lerne, der Mensch hängt an seinem ursprünglichen Lebensraum, seiner Heimat, und will diesen auch nicht verlassen, wie groß die latente Gefahr auch sein mag. Auf den geistigen Bereich übertragen lerne ich, dass ich mich dieser Eigenschaft widersetzen muss. Ich darf mich nicht daran gewöhnen, mich in einer Umgebung aufzuhalten, die geistige Zerstörung fördert.

Wie gehst du mit `latenter Gefahr´ um?

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