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Glaubensansichten

Er schmeichelte vielem Volk mit seinen schlauen Worten

8. Januar 2021, 07:11am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

(Bild: Quelle)

König Schul hatte einen Sohn namens Omer, der dessen Nachfolge antrat. Einer dessen Söhne war Jared (Namensvetter des zuzeiten des Turmbaus zu Babel ausgewanderten Jared). Über ihn lesen wir: „Und Jared lehnte sich gegen seinen Vater auf und kam und wohnte im Land Het. Und es begab sich: Er schmeichelte vielem Volk mit seinen schlauen Worten, bis er die Hälfte des Reiches gewonnen hatte.“ (Ether 8:2).

Er schmeichelte vielem Volk mit seinen schlauen Worten. Hat dir schon mal jemand geschmeichelt, indem er über dich übertrieben gut geredet, dich wortreich in höchsten Tönen gelobt hat? Wie hast du dich dabei gefühlt und wie darauf reagiert?

Eine Folge des Schmeichelns könnte doch sein, dass mein Selbstwertgefühl gesteigert wird. Ist das etwas Schlimmes? Wie vorsichtig ich auf Schmeicheleien reagieren sollte, lerne ich als Nephi über falsche Lehrer und falsche Kirchen spricht (2. Nephi 28). In diesem Zusammenhang spricht er auch über das Reich des Teufels und wie dieser versucht, Einfluss auf die Menschen nehmen zu können, indem er sie mit `schmeichlerischer Rede´ umgarnt, und davon überzeugen will, dass es keine Hölle und keinen Teufel geben würde (2. Nephi 28:22). Im neuen Testament wollten die Pharisäer, indem sie Jesus zunächst schmeichelten, ihm `Honig um den Bart schmierten´, mittels einer Frage eine Falle stellen: „Meister, wir wissen, dass du die Wahrheit sagst und wahrhaftig den Weg Gottes lehrst und auf niemanden Rücksicht nimmst, denn du siehst nicht auf die Person. 17 Sag uns also: Was meinst du? Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht?“ (Matthäus 22:16-17). Ich lerne, dass ich mit Schmeicheleien vorsichtig sein muss, insbesondere, wenn ich sie aus Eigennutz einsetze, wie es von den Irrlehrern gesagt wird: „… sie nehmen große Worte in den Mund und schmeicheln aus Eigennutz.“ (Judas 16). Paulus gibt mir in seinem ersten Brief an die Mitglieder der von ihm um 50 n. Chr. gegründeten Gemeinde in Thessalonich, Zeugnis davon, dass sie, die Diener Jesu, nie jemandem geschmeichelt hätten (1. Thessalonicher 2:5). Ich werde mich also davor hüten, jemandem zu schmeicheln, um ihm zu gefallen, oder ihn zu beeinflussen.

Wie gehst du damit um, anderen Dinge zu sagen, die diese gerne hören, aber nicht unbedingt deiner eigenen Meinung entsprechen?

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