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Glaubensansichten

Als sie Jareds Heer getötet hatten, waren sie daran, auch ihn zu töten

9. Januar 2021, 05:41am

Veröffentlicht von Manfred Lobstein

Was ist man nicht bereit alles zu versprechen im Angesicht größter Gefahr
(Bild: Quelle)

Nachdem Jared, der Sohn Omers, genügend aufgerüstet hatte, lieferte er seinem Vater eine Schlacht und setzte ihn gefangen, in der dieser weitere Kinder zeugte. Zwei von ihnen, Esrom und Koriantumr, waren zornig auf ihren Bruder Jared, stellten ein Herr auf und lieferten ihm eine Schlacht (Ether 8:3-5). „Und es begab sich: Als sie Jareds Heer getötet hatten, waren sie daran, auch ihn zu töten; und er setzte ihnen zu, ihn nicht zu töten, dann würde er das Reich seinem Vater übergeben. Und es begab sich: Sie gewährten ihm sein Leben.“ (Ether 8:6).

Als sie Jareds Heer getötet hatten, waren sie daran, auch ihn zu töten. Und wieder geht es weiter mit Krieg gegen die eigene Familie und Gefangennahme des eigenen Vaters, des Königs, und Zurückeroberung der Herrschaft durch andere Familienmitglieder … .

Wenn man in eine brenzliche Situation gerät, sogar das eigene Leben bedroht ist, wie bereit ist man da alles Mögliche zu Versprechen, um verschont zu bleiben. Ja oftmals sogar gegenüber Gott. Dabei lehnt man sich oft äußerst weit aus dem Fenster. Man verspricht Sachen, an die man unter normalen Bedingungen nicht im Leben denken würde. Mir fällt dazu ein Beispiel aus dem Alten Testament ein. Zwar ging es da nicht um Leben oder Tod, aber um den sehnlichsten Wunsch einer Frau, einen Sohn zur Welt bringen zu dürfen. Welche Schande für eine Frau zu damaliger Zeit, wenn ihr Schoß verschlossen blieb. Elkana hatte zwei Frauen, Hanna und Peninna. Letztere hatte Kinder, erstere nicht. Hanna wurde deshalb von Peninna gekränkt und gedemütigt. Ihr Mann versuchte sie darüber hinwegzutrösten. Hanna war so verzweifelt, dass sie mit dem Herrn ein Gelübde schloss: „… wenn du an mich denkst und deine Magd nicht vergisst und deiner Magd einen männlichen Nachkommen schenkst, dann will ich ihn für sein ganzes Leben dem HERRN überlassen; …“ (1. Samuel 10:11). Sie würde die Schande der Mutterlosigkeit los, aber gab dafür doch ihren Sohn an den zurück, der ihn ihr schenken sollte. Sicherlich ein ehrenwertes Gelübde. Ich lerne, wenn ich in eine Zwangslage kommen sollte, muss ich mir schon darüber im Klaren sein, ob das Gelübde, das ich bereit bin abzulegen, die Erfüllung meines Sehnens wert ist.

Sicherlich warst du schon mal in einer Situation, aus der du dich durch ein Versprechen hast auslösen wollen. Welche Versprechen warst du bereit einzugehen?

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